EM-Berichterstattung: Qualität statt Quantität

Zum ersten Mal seit sechs Jahren ein großes Turnier im Fußball – und ich bin kein Student mehr, sondern Arbeitnehmer in Vollzeit. Sprich weniger Zeit für dieses Blog. Deswegen gibt es keine umfangreiche Berichterstattung wie bei der EM 2008 oder der WM 2010. Ich spare lieber meine Ressourcen. Das Wochenende war vollgepackt mit Arbeit, ich hoffe, das wird im Juni etwas weniger.

In Zeiten pluralisierender Nachrichtenverbreitungswege und Mediengattungen konzentriere ich mich sowieso nur noch auf eine wenige Medien für die Informationsaufnahme, gerade bei sportlichen Großereignissen. Qualität statt Quantität- Und während meine ganze Twitter-Timeline sich stundenlang über das ZDF aufregt, höre ich in Ruhe die angnehm unspektakuläre, aber sehr informative Vorberichterstattung auf BBC Radio 5live. Ich suche mir die Sachen aus, die mir vertraut sind, von denen ich weiß, dass sie eine sehr gute Berichterstattung abliefern, mich informieren und gelegentlich auch unterhalten. Aber in erster Linie: Information. Und so schalte ich ARD und ZDF mit den Nationalhymnen ein und nach dem Abpfiff wieder aus.

Hier mein Informationsmenü während der EM 2012.

allesaussersport.de – Ich bewundere Kai für seine Arbeit. Großartig. Sachlich, alternativ, mit Liebe zum Detail. Live-Blogs. Meist tolle Diskussion in den Kommentaren. Man verpasst praktisch nichts.

BBC Radio 5live – Im Gegensatz zum ARD Eventradio überträgt 5live alle Spiele der EM, leider nur für UK. Davor gibt es aber auch für Kontinentaleuropäer die umfangreiche Vor- und Nachberichterstattung inklusive dem kompakten Football Daily Podcast.

Guardian EM Daily Podcast - 30 Minuten lang. Das wichtigste vom Tage amüsant auf dem Punkt gebracht mit vielen Berichten der Guardian-Sportkorrespondenten aus Polen und der Ukraine. Pflichtprogramm.

Sportradio360 EM Daily Podcast - Genauso wie das deutsche Pendant mit vielen Gästen (einige Sky-Kommentatoren), Rückblick und Vorausschau auf die Spiele.

Sieht jetzt nicht nach viel aus, nebenbei lese ich noch ein wenig bei Twitter und in einigen deutschen und britischen Sportblogs. Reicht mir aber völlig. Unspektakulär, aber ich fühle mich top informiert.