Tagebuchbloggen, 09.07.-14.07.2012

Ich habe hier in letzter Zeit echt so wenig geschrieben. Wie immer: Ich würde gerne mehr machen, aber es fehlt die Zeit.

Montag, 9. Juli 2012
Es geht in die letzte Vorlesungswoche des Sommersemesters. Was für mich als wissenschaftlicher Mitarbeiter heißt: Nochmal ziemlich viel zu tun. Seit April bin ich jetzt kein Student mehr, sondern arbeite vollzeit an der Universität Düsseldorf. Ich habe es ehrlich gesagt unterschätzt, wie groß die Umstellung körperlich wie psychisch zwischen Studentenleben und Berufsleben sein wird. Mittlerweile habe ich mich aber ganz gut arrangiert, dass ich einfach weniger Freizeit habe und viele Dinge jetzt häufiger hinter dem Job zurückstehen müssen, zumindest unter der Woche. Als Student war ich einfach flexibler, konnte mir die Zeit einteilen, wie ich wollte. Konnte auch mal zwei, drei Tage eine Auszeit nehmen. Das ist jetzt schwieriger geworden. Der Tagesablauf und auch die Wochenende fühlen sich seit drei Monaten einfach anders an, nicht besser oder schlechter, schlicht anders. Am Montag also nochmal drei Kurse am Stück für mich. Das heißt wieder zeitig aufstehen. Da es aber nur Organisatorisches zu klären gibt und ich den Studierenden die Evalutation des Kurses vorstelle, fangen wir um 09:15 statt 08:30 Uhr an. Die Sonne scheint, als ich am Rhein durch Unterbilk Richtung Flehe fahre. Die Kurse sind überraschend gut gefüllt. Um 17:00 Uhr habe ich mehr oder weniger Feierabend, zwischendurch habe ich bereits ein paar Klausuren korrigiert. Ich würde gerne nach Hause aufs Sofa, aber am Abend steht die Examensfeier in der Universität an, wo ich meine Masterurkunde “feierlich” (Zitat aus der Einladung) überreicht bekomme. Meine Mama und Tante kommen extra aus Hannover angereist. Pünktlich um 18:00 Uhr startet die sehr techisch wirkende Zeremonie. Es wirkt ein wenig wie bei der Abi-Entlassung. Der Hörsaal ist überfüllt, ich stehe in der letzten Reihe und unterhalte mich lieber als einige recht belanglose Reden zu hören. Urkunde in die Hand bekommen, nachdem ich mein Zeugnis schon Anfang April erhalten hatte. Es gibt einen kleinen Empfang im Foyer, Mini-Brötchen unbelegt und Weißwein. Sparkurs der Uni für alle erlebbar. Abends mit Mama und Tante beim Italiener gespeißt. Wir wollte noch zum Rhein, aber die Bahnen fuhren wegen eines Unfalls nicht. Also um halb elf zuhause gewesen. Zum Ausklang des Tages das Snow Patrol Konzert von T in The Park geschaut. Was für ein großartiger Song Run doch ist, 4:29 <3.


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Dienstag, 10. Juli 2012
Ich bummele ein paar Überstunden ab und entschließe mich, erst mittags ins Büro zu gehen. So bleibt mir ausreichend Zeit, mit Mama und Tante zu frühstücken. Wir bummeln über die Königsallee, durch die Altstadt zum Rhein und sitzen irgendwann auf der Rheinprommenade in der ein wenig unterkühlten Sommersonne. Die üblichen Fragen nach Zukunftsplänen, Arbeit und Privatleben. Wer will es der Familie übel nehmen. Erst Handlung in der Universität: Mittagspause. Nachmittags der letzte Kurs des Semesters. Es sind drei Studierende anwesend. Alle hatten keinen Fehltermin mehr übrig. Ich lade sie zum Kaffeetrinken ein und bespreche mit Ihnen das zurückliegende Semester. Nachmittags weiter Klausuren korrigieren. Komme spät nach Hause. Will eigentlich noch laufen gehen im Rheinpark. Aber keine Lust. Schlafe zwischendurch auf dem Sofa und wache ziemlich erschrocken im Nachtprogramm des ZDF auf. Muss wohl auf der Fernbedienung zwischenzeitlich gelegen haben.

Mittwoch, 11. Juli 2012
Der Morgen beginnt für mich mit einer traurigen Nachricht. Mein Muntermacher für den Tag, die Chris Moyles Show auf BBC Radio 1, wird Ende September aufhören. Chris Moyles, einer der umstrittensten, aber besten DJs im UK, hat erklärt, dass er Ende September aufhören wird. Ich hatte bereits häufiger über meine Begeisterung für diese Breakfast Show geschrieben. Na ja, dann eben ein Neustart im Oktober. Mal sehen, ob ich eine gute Morningshow im Radio finde. Am Vormittag Lehrstuhlbesprechung. Mittag. Nachmittags Klausuren korrigieren. Abends Laufrunde im Rheinpark. Regen, Wind. Nichts los.

Donnerstag, 12. Juli 2012
Wieder ein langer Arbeitstag. Weiter Klausuren korrigieren. Und ziemlich viel Orga-Kram. Mehr war nicht. Ziemlich unspektakulär. Aber nicht schlecht. Abends eine neue Folge The Newsroom. Keine überragende Serie in den ersten paar Episoden, aber irgendwie gefällt mir diese Serie. Ich schaue sie gerne.

Freitag, 13. Juli 2012
Entscheide mich trotz Regenwolken mit dem Rad zur Universität zu fahren. Werde nass, halte zwischendurch in einem Café und frühstücke. Kein Zeitstress heute. Vormittags eine nette und kurze Besprechung gehabt, zum Mittag gibt es wie immer freitags Fisch. Mein Leben ist manchmal so berechenbar. Ich gehe um 14:30 Uhr aus dem Büro und freue mich. Wochenendeinkäufe, Laufrunde, Ausruhen. Unwetter, in das ich mit dem Fahrrad gerate. Abends leckere Lasagne, Bier in Flingern. Rheinkirmes und viel gute Laune. Um Mitternacht mit der Alpina-Achterbahn gefahren. Essen und Getränke sind im Körper geblieben. Für fünf Euro war die Fahrt aber ziemlich schnell vorbei. Die Rheinkirmes geht noch bis zum 22. Juli. Gestern war es für den Auftaktag erschreckend leer. Das schlechte Wetter hat viele Menschen von einem Besuch abgehalten. Das könnte die nächsten Tage wohl so bleiben.

Samstag, 14. Juli 2012
Wochenende und eher wenig zu tun. Was schön ist. Auf dem Markt gewesen. Bisschen Haushalt. Blogeintrag geschrieben. Zeitschriftenstapel abarbeiten. Heute Abend grillen und vielleicht wieder Rheinkirmes.

Und die nächsten Tage: Weniger Arbeit. Und die eine Frage, die es noch zu beantworten gilt. Demnächst mehr.