Beim FC Arsenal hat sich in den letzten Jahren die besondere Gabe entwickelt, mit Schlüsselspielern des Teams möglichst spät in Vertragsverhandlungen zu gehen, meist wenn nur noch weniger als ein Jahr auf der Habenseite für die Gunners war. Dann war es in der Regel schon zu spät, siehe Robin van Persie, Matthieu Flamini oder Samir Nasri. Die Causa Fabregas ist eine etwas andere. Bei Arsenal und Arsene Wenger fangen die Alarmglocken erst an zu läuten, wenn seine Topstars nachgefragt werden, weil sie weniger kosten. Die oben genannte Aufzählung könnte demnächst vielleicht um den Namen Theo Walcott ergänzt werden – oder doch nicht? Walcott hat ebenso wie der niederländische Kapitän der Gunners noch einen Vertrag bis Sommer 2013. Van Persie will seinen Kontrakt nicht verlängern, Walcott hat immer wieder teils diffus, teils deutlich durchblicken lassen, dass die Entscheidung von RVP auch Auswirkungen auf seine persönlichen Überlegungen für eine Zukunft im Emirates Stadium hat. Das scheint dem Arsenal Board glücklicherweise nicht entgangen zu sein. Mehrere Zeitungen in London schreiben übereinstimmend, dass der Klub die Vertragsverhandlungen mit Walcott, die ursprünglich für den frühen Herbst geplant waren, vorzieht. Es soll erste Treffen gegeben haben und Wenger will auf der am Wochenende startenden Asien-Tour der Gunners das Gespräch mit Walcott suchen und ihm deutlich machen, dass er ein wichtiger Teil des Teams sei und der Verein gerne verlängern würden. Ja, aber auch Walcott will doch Trophies…
Manchester City, Manchester United, Juventus Turin und auch der FC Liverpool stehen als potentielle Interessenten bereit, sollte es keine Einigung in den Vertragsverhandlungen geben. Die Zeit drängt für Arsenal. Eigentlich müsste noch eine Vertragsverlängerung vor Saisonstart finalisiert werden. Eine unsichere Zukunft für Walcott in der neuen Saison wäre nur unnötiger Ballast für beide Parteien. Walcott ist mit den Gedanken vielleicht schon ganz woanders und der Verein muss sich mal wieder die berechtigte Kritik gefallen lassen, dass mit einem Schlüsselspieler nicht verlängert wurde. Denn eines ist klar: Sollte Walcott jetzt nicht verlängern wollen oder um mehr Zeit bitten, wäre ein Verbleib die denkbar schlechteste Lösung. Dann lieber für gutes Geld verkaufen und investieren in neue Spieler. Nur kann das nicht erst Ende August geschehen. Also das beste wäre eine ganz schnelle Lösung. Neuer Vertrag mit deutlich mehr Geld. Nur ist Arsenal für schnelle Lösungen und Überraschungen auf dem Transfermarkt nicht unbedingt bekannt.
Der Spielerberater von Walcott hat immer wieder betont, dass es keine Hürden gibt für Gespräche mit dem Verein nach der Europameisterschaft. Am Montag erscheint dann eine Story in The Sun, die sehr deutlich danach wirkt, als sei sie von einer Seite lanciert worden. Walcott zu Liverpool. Rodgers hätte schon das Okay bekommen. Liverpool würde deutlich mehr Geld zahlen. Nur eine Drohung, dass Arsenal eine Nachkommastelle mehr auf den Gehaltsscheck schreibt oder das Publizieren von der Tatsache, dass Walcott zu haben sei. Der Preis muss nur stimmen. So oder so ist die Lage für Arsenal mal wieder unbefriedigend. Natürlich wurden mit Podolski und Giroud zwei offensivstarke Spieler verpflichtet. Yann M’Vila von Stade Rennes steht für das defensive Mittelfeld immer noch auf der Wunschliste. An der Vilaine wartet man auf Angebote, Arsenal hat noch keines abgegeben. Aber zurück zur Offensive. Walcott wird sehr genau beobachten, dass er mehr Konkurrenz vor die Nase gesetzt bekommt. Podolski wird vornehmlich über die linke Seite kommen, für das hoffnungsvolle Nachwuchstalent Alex Oxlade-Chamberlain bliebe fortan nur der rechte Flügel, auf dem eben auch Walcott spielt. Aber Angst vor Komkurrenz dürfte Walcott nicht haben. Wenn seine Leistungen stimmen – das war letzte Saison viel Hoch, aber auch viel Tief – ist er bei Wenger gesetzt.
Der Ball liegt dank der Initiative von Arsenal zu Gesprächen jetzt bei Walcott und seinem Berater. Eine schnelle Lösung wäre das Optimum. Walcott, van Persie – es wäre das erste Mal, das Arsenal auf dem Transfermarkt eine schnelle Lödung parat hat. Ich wäre überrascht.
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West Ham United hat Modibo Maiga vom französischen Verein FC Souchaux für vier Jahre verpflichtet. Der Nationalstürmer aus Mali hatte während seiner zwei Jahre in 59 Spielen 24 Tore erzielt. Die Hammers haben die Option den Vertrag um weitere zwei Jahre zu verlängern. Die Ablösesumme soll rund fünf Millionen Euro betragen.
Heute Nachmittag kamen nicht nur auf Twitter Gerüchte auf, wonach Manchester City Edin Dzeko gerne verkaufen würde. Dzekos Berater brachte angeblich den AC Mailand in Gespräch, der Ersatz braucht für Zlatan Ibrahimovic, den es nach Paris zieht. City sah sich veranlasst öffentich für eine Stellungnahme zu sorgen. Man wisse nichts von den Aussagen des Beraters und es gebe überhaupt keine Erlaubnis seitens des Vereins mit anderen Klubs über einen Dzeko-Transfer zu sprechen. Er bleibe ein Spieler bei Manchester City.
Clint Dempsey vom FC Fulham ist in der gesamten Premier League ein sehr begehrter Spieler. Das wissen auch die Cottagers, die den US-Amerikaner auf keinen Fall verkaufen wollen. Dem FC Liverpool wird immer wieder großes Interesse nachgesagt. Für Verwirrung sorgte jetzt eine Meldung auf der Website der Liverpool-Besitzer, wonach Dempsey nach Liverpool gewechselt sei und rechtzeitig zur USA-Vorbereitungsreise zum Team gehöre, Ablöse 10 Millionen Pfund (mehr beim Daily Telegraph). Fulham dementierte als erstes die Meldung. Man habe überhaupt keine Angebote für Dempsey erhalten.
Im Südwesten Londons scheint man aber vorbereitet darauf zu sein, Dempsey ziehen zu lassen. The Independent schreibt, dass der Spielerberater von Vincenzo Iaquinta von Juventus Turin bestätigt hat, dass der FC Fulham Interesse zeige und eine von zahlreichen Optionen für den Italiener sei.