Premier League 2012/2013 Preview #1 – Große Fußstapfen für neue Trainer

Nach der Fußballeuropameisterschaft und den Olympischen Spielen blieb für die Sportfans nur wenig Zeit zum Durchatmen. Und nun geht es auch schon weiter mit dem Ligafußball, für mich natürlich von besonderem Interesse und Aufmerksamkeit der Start der Premier League, die in ihre 21. Saison geht.

Ich werde ab Freitagmorgen für fünf Tage in London sein und war letzte Woche außer Landes. Es gibt diesmal also ein reduziertes Programm vor dem 1. Spieltag. Mal sehen, ob ich die Zeit und Lust finde, in London nebenbei etwas zu schreiben. Ich hoffe, das freie W-Lan geht wieder im Emirates Stadium, sodass ich vielleicht ein paar Impressionen und Eindrücke unter meinem Twitter-Account (@medispolis) schildern kann.

Es war ein vergleichsweise ruhiger Sommer auf dem Transfermarkt. Das liegt schon daran, dass ausgerechnet der FC Arsenal häufig die Schlagzeilen beherrschte. Mit dem Transfer von Robin van Persie zu Manchester United ist für Arsene Wenger ein weiteres Kapitel abgeschlossen. Er habe nicht anders gekonnt. Manchester City hielt sich nach Investitionen von fast einer halben Milliarde Euro in den letzten drei Jahren vornehm zurück, Liverpool, Chelsea und Tottenham agieren immer mehr nach der Defensive “Geld ausgeben, nur wenn es den Verein wirklich weiterbringt” – und bei Chelsea ist das immer noch viel Geld. Manchester United, gebeutelt, von der verlorenen Meisterschaft hat offensiv richtig aufgerüstet mit Kagawa und RVP. Zusammen mit Rooney, Hernandez und Welbeck hat Sir Alex Ferguson die Qual der Wahl. Nicht einfach.

Blicken wir auf den ersten Spieltag der Premier League Saison 2012/2013:

FC Arsenal – AFC Sunderland
Sky Sport 1 live, Samstag 15:55 Uhr, Kommentar: Andreas Renner

Bisher konnten Arsenal-Fans nur selten behaupten, dass ein Transfersommer erfolgreich gestaltet wurde. Diesmal ist hoffentlich nicht nur die bekannte Regel der Ausnahme. Mit Lukas Podolski, Olivier Giroud und Santi Cazorla hat Arsene Wenger drei neue Offensivkräfte zur Verfügung, die den Abgang von Robin van Persie gut kompensieren sollten. Offensiv sieht Wenger keinen Handlungsbedarf mehr. Defensiv wird noch ein Außenverteidiger gesucht. Unklar ist noch der Verbleib von Alex Song (Angebot vom FC Barcelona) und die Vertragsverlängerung mit Theo Walcott. Außerdem müssen die Gunners sicherlich noch den ein oder anderen Spieler ausleihen, da der Kader derzeit doch sehr groß ist. Die Stimmung bei Arsenal vor dem ersten Saisonspiel ist also optimistischer denn je. Keine Transfersaga bis Ende August, Wenger spricht schon von möglichen Trophäen für sein neues Team und die Fans rebellieren auch nicht. Die Testspielergebnisse waren zwar nicht durchweg positiv, stets stimmte aber die Leistung und der Einsatz. Der Konkurrenzkampf insbesondere im Mittelfeld ist eröffnet. Jetzt muss die gute Stimmung nur noch in Tore verwandelt werden. Bei Sunderland gibt es viele Abgänge zu verzeichnen. Trainer Martin O’Neill hat alleine acht Spieler weggeschickt. Auf der anderen Seite steht mit Carlos Cuellar von Aston Villa erst ein Neuzugang fest. Entsprechend unruhig scheinen die Fans der Black Cats. Insbesondere im Sturm fehlen die Optionen. Nicht ohne Grund ist Sunderland an einer Verpflichtung von Steven Fletcher (Wolverhampton Wanderers) interessiert.

FC Fulham – Norwich City
Der letztjährige Aufsteiger aus Norwich reist am ersten Spieltag zu einem der besten Heimteams der vergangenen Saison. Fulham unter Martin Jol setzt den Verjüngungskurs des Teams weiter fort, ergänzt um einige erfahrene Spieler. Bundesliga-Fans sollten häufiger ein Auge auf Fulham werfen, weil mit Mladen Petric und Sascha Riether zwei ehemalige Akteure aus der Bundesliga im Cravan Cottage spielen. Interessant wird sein, wie Fulham die verlorengegangene Kreativität im Mittelfeld durch den Abgang von Danny Murphy zu den Blackburn Rovers ersetzten. Norwich hatte den prominentesten Abgang auf der Trainerposition zu verzeichnen. Paul Lambert heuerte bei Aston Villa. Die Canaries holten sich Chris Hughton von Birmingham City, ehemals auch Newcastle United, als neuen Manager. Hughton bekam als kleinen Bonus umfangreiche finanzielle Mittel fürs Transfers zur Verfügung gestellt. Robert Snodgrass kam für drei Millionen Pfund von Leeds United. Steven Whittaker kam von den Glasgow Rangers und verletzte sich gleich in der Vorbereitung. Mit Stürmer Grant Holt konnte Norwich den Vertrag verlängern.

Queens Park Rangers – Swansea City
Die beiden Aufsteiger des letzten Jahres treffen gleich am ersten Spieltag aufeinander. Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein. QPR schaffte erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt, Swansea spielte eine tolle Saison und weckte ligaweit Begehrlichkeiten – und musste die ein oder andere bittere Pille schlucken. Kurz nach seiner Vertragsverlängerung zog es Trainer Brendan Rodgers zum FC Liverpool, und nahm einen der Schlüsselspieler der letzten Saison, Joe Allen, gleich mit. Die Swans bekamen immerhin 15 Mio Pfund Ablöse, Geld, das gut gebraucht wird. Für den neuen Trainer Michael Laudrup wird das keine leichte Aufgabe. Die Fußstapen von Rodgers sind ziemlich groß. QPR will diese Saison nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Entsprechend aktiv zeigte sich Mark Hughes dank der Finanzquellen aus Fernost auf dem Transfermarkt. Bobby Zamora, Djibril Cisse und Nedum Onouha wurden ebenso verpflichtet wie Robert Green, Ryan Nelsen, Park Ji-sung von Man Utd und Andrew Johnson vom FC Fulham. Und auch eines der größten Talente der Premier League, Junior Hoilett von den Blackburn Rovers, wird seinen Weg an die Loftus Road finden.

FC Reading – Stoke City
Für einen Verein ist der Aufstieg in die Premier League ein Meilenstein, auch wenn Teams wie der FC Reading diese Erfahrung schon häufiger machen durften. Dadurch wird sie aber nicht weniger lukrativ. Höhere Einnahmen, mehr Zuschauer, größere Medienpräsenz. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass es Teams gab, die sich schon in Zeiten der Euphorie finanziell übernommen haben – Reading hingegen bleib auch nach Aufstiegen immer auf dem Boden, vielleicht auch weil immer ein finanzstarker spendabler Mann im Hintergrund die Fäden zog, für diese Saison der russische Tycoon Anton Zingarevich, der die Mehrheit am Verein besitzt. Reading hat sich nur punktuell verstärkt, die Aufstiegsmannschaft sollte im großen Teil erhalten bleiben, so der Wunsch von Trainer Brian McDermott. Die Fans der Royals sind zufrieden. Mit Progrebnyak kommt ein erfahrener Stürmer ablösefrei, und mit Nicky Shorey kommt ein ehemaliger Publikumsliebling zurück zu seinem alten Verein. Und noch viel wichtiger für die Fans: Die Saison startet mit einem Heimspiel. Zu Gast ist Stoke City, die wenig auf dem Transfermarkt unterwegs waren, allerdings mittlerweile auch sehr stabilen Strukturen aufbauen können und eine intakte, erfahrene Mannschaft besitzen. Die Potters haben ein strammes Auftaktprogramm. Nach dem Trip zu Reading folgen Spiele gegen Arsenal, Manchester City, Chelsea, Liverpool und Manchester United in fünf der nächsten sechs Begegnungen.

West Bromwich Albion – FC Liverpool
Auch die Baggies mussten sich nach einem neuen Trainer umsuchen, nachdem Roy Hodgson englischer Nationaltrainer geworden ist. Steve Clarke, ehemals Assistenztrainer bei Chelsea und letzte Saison beim FC Liverpool, hat das Zepter übernommen. Für ihn also ein besonderes Spiel gleich zum Auftakt. Bei West Brom sind die finanziellen Mittel immer ein wenig eingeschränkt, also wurde nach günstigen Spielern gesucht, die dem Team trotzdem weiterhelfen. Prominenteste Neuzugänge sind sicherlich Ben Foster von Birmingham City und der ehemalige Bremer Markus Rosenberg. West Brom spielte eine tolle letzte Saison. Ist der Höhepunkt damit erreicht? Zu neuen Höhen nach einer sehr enttäuschenden Saison will auch der FC Liverpool aufbrechen. Die Leihe mit der Option dauerhafter Wechsel von Nuri Sahin an die Anfield Road steht unmittelbar bevor. Zudem kamen Joe Allen aus Swansea und Fabio Borini vom AS Rom zu den Reds. Eine Reihe namhafter Spieler, wie Craig Bellamy, Maxi Rodriguez, Dirk Kuyt und Alberto Aquilani, haben den Verein verlassen. Es ist die Bewährungsprobe für den neuen Trainer Rodgers. Kann er einen so großen und traditionsreichen Verein wie den FC Liverpool zurück in die Erfolgsspur bringen? Ausgerechnet der FC Liverpool, der in den letzten Jahren regelmäßig Trainer verschlissen hat, die sich zu höherem berufen sahen – und dann in Liverpool mehr oder weniger scheiterten. Liverpools erste drei Heimspiele finden gegen Man City, Arsenal und Man Utd statt. Die erste Bewährungsprobe kommt ganz schnell.

West Ham United – Aston Villa
Nochmal Heimspiel für einen Aufsteiger am ersten Spieltag. West Ham empfängt im Upton Park Aston Villa mit dem neuen Trainer Paul Lambert. Aston Villa will eine schreckliche letzte Saison vergessen machen, als die Villens gerade so den Klassenerhalt schafften und die schlechteste Heimbilanz in ihrer Vereinsgeschichte absolvierten. West Ham möchte den Schwung des Aufstiegs mitnehmen. Das gelingt vielen Aufsteigern insbesondere im ersten Saisondrittel häufig recht gut. West Ham spielt an den ersten sechs Spieltagen ausschließlich gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte der letzten Saison. Es ist eine wichtige Saison für die Hammers. Wieder in der Premier League etablieren und gleichzeitig das Olympiastadion nicht aus den Augen verlieren. Trainer Sam Allardyce, nicht unumstritten wegen seiner Spielweise bei den Hammers-Fans, hat mit vielen Spielern den Vertrag nicht verlängert, unter anderem mit John Carew. Stattdessen wurde investiert in erfahrenes Personal. Modibo Maiga kam für fünf Millionen Pfund aus Sochaux, James Collins für 2,5 Mio von Aston Villa.

Newcastle United – Tottenham Hotspur
Samstag 18:30 Uhr

Zwei Erfolgsteams der vergangenen Saison treffen im ersten Samstagabendspiel aufeinander. Und auch hier gilt es kurz einen neuen Trainer vorzustellen. Denn weil die Tottenham Hotspur nicht erfolgreich genug waren und schon wieder hinter Arsenal in der Tabelle landeten, musste Harry Redknapp die White Hart Lane verlassen. Neuer Mann an der Linie ist Andre Villas-Boas, ehemals FC Chelsea. Es wird interessant zu beobachten sein, ob er die Zeit über mehrere Jahre bekommt, ein junges und erfolgreiches Team aufzubauen. Oder ist die Sehnsucht nach schnellem Erfolg zu groß? Und hat AVB von seiner Zeit bei den Blues gelernt? Mit Verteidger Jan Vertonghen von Ajax Amsterdam und Gylfi Sigurdsson von Swansea City hat Villas-Boas zwei Wunschspieler bekommen. Ledley King geht leider in den viel zu frühen Ruhestand, Pienaar zum FC Everton und Niko Krancjar zu Dynamo Kiew. Bei Newcastle United herrscht bei allen Beteiligten großes Durchatmen. Alle Superstars gehalten, die Mannschaft fast komplett identisch wie in der Vorsaison. Leon Best war die Konkurrenzsituation im Sturm zu groß, er wechselte nach Blackburn. Eigentlich also alles wunderbar bei den Magpies, wären da nicht die Langzeitverletzten Yohan Cabaye, Fabricio Coloccini und Cheick Tiote

Wigan Athletic – FC Chelsea
Sonntag 14:30 Uhr

Es ist eine der wenigen Partien an diesem Wochenende, wo wir keinen neuen Trainer an der Seitenlinie sehen. Wobei das ja auch gar nicht so ganz stimmt. Denn bei Chelsea ist Roberto di Matteo erst seit diesem Sommer dauerhaft angestellt. Aus der Aushilfslösung soll eine langfristige Strategie entwickelt werden. Das ist bei Chelsea jedoch nie so ganz wahrscheinlich. Schaffen die Blues also Kontinuität auf dem Trainerposten? Etwas, das Wigan Athletic erreicht hat. Erfolgstrainer Roberto Martinez bleibt bei den Latics, trotz heftiger Abwerbungsversuche vom FC Liverpool. Wigan will weiterhin das einzige Team bleiben, das nach Erreichen der höchsten englischen Spielklasse abgestiegen ist. Wigan geht in seine achte Premier League Saison in Folge. Helfen dabei sollen die Neuzugänge Ivan Ramis von Real Mallorca und Arouna Kone von Levante. Ryo Miyaichi wurde von Arsenal ausgeliehen. Mit Hugo Rodallega haben die Latics einen Leistungsträger verloren. Bei Chelsea geht der Umbruch in die zweite Saison. Mal sehen, wieviel Einsatzzeit ein Frank Lampard noch bekommt. Die Blues müssen sich im Sturm neu aufstellen nach dem Weggang von Drogba und Kalou. Es ist mal an der Zeit für 25 Tore und mehr bei Fernando Torres. Offensiv Akzente setzen sollen jetzt Marko Marin (ja, er soll das wirklich) und Eden Hazard, der für 32 Mio Pfund vom OSC Lille kam. Erstaunlich ist, dass die Blues sich defensiv kaum verstärkt haben. Da waren in der letzten Saison eigentlich die größten Baustellen. Zeigt aber wieder einmal, dass das Geld bei Chelsea nicht unendlich ist. Vor allem, wenn der Verein durch Verkäufe kaum Geld einnimmt.

Manchester City – FC Southampton
Sky Sport 2 live, Sonntag 16:55 Uhr, Kommentar: Markus Krawinkel

Es gibt wohl keine undankbarere Aufgabe am ersten Spieltag, als Aufsteiger beim amtierenden englischen Meister anzutreten. Da kann Southampton gleich im ersten Spiel erfahren, wie groß der Unterschied zwischen Championship und Premier League ist. Zumal am dritten Spieltag gleich Manchester United an die Südküste reist. Die Saints haben als Saisonziel selbstverständlich den Klassenerhalt gesetzt. Dafür wurde das Aufstiegsteam fast unverändert gelassen, Jay Rodriguez vom FC Burnley für 7 Mio Pfund, Steven Davis von den Glasgow Ranger für knapp 1 Mio Pfund und Nathaniel Clyne – ein sehr großes englisches Fußballtalent und wohl zukünftiger Nationalspieler – von Crystal Palace sollen dem Kader die nötige Tiefe geben. Grund zur Freude hatten die Fans der Saints vor allem, weil Stürmer Guly do Prado, der mit seinen Toren maßgeblich am Aufstieg beteiligt war, seinen Vertrag nochmal um ein weiteres Jahr verlängert hat. Der wichtige Mittelfeldspieler Jack Cork verpasst den Saisonauftrakt aufgrund einer Knöchelverletztzung aus der Vorbereitung. Ansonsten hat Southampton keine großen Personalsorgen. Das gilt auch für Manchester City, die mit Jack Rodwell vom FC Everton (12 Mio Pfund Ablöse) erst einen Neuzgang verpflichtet haben. Das Meisterteam bleibt erhalten. City hat die große Aufgabe, die Leistung der vergangenen Saison bestätigen zu müssen. Meisterschaft holen ist die eine Sache, den Triumph wiederholen die andere. Außerdem müsste für Citys Ansprüche langsam im Europapokal mehr erreicht werden. Die Citizens haben also einiges vor – und fangen Sonntag ganz klein an.

FC Everton – Manchester United
Sky Sport 1/HD Extra live, Montag 20:55 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Spiele zwischen Teams aus Liverpool und Manchester sind an sich ja schon Grund genug den Fernseher einzuschalten. Für die Partie am Montag im Goodison Park geht das umso mehr. Robin van Persie vor seinem Debüt bei den Red Devils, Montagabendspiel im gemütlichen Stadion der Toffees, Wayne Rooney kehrt zu seinem Jugendclub zurück. Es gibt viele Geschichten vor dieser Partie. Und natürlich den Dauerbrenner der angespannten finanziellen Situation bei den Gastgebern. Da sind die 12 Mio Pfund Ablöse für Rodwell gern gesehenes Geld. Everton hat sich natürlich auf dem Transfermarkt zurückgehalten. Pienaar kam für 4,5 Mio Pfund von den Spurs, Steven Naismith ablösefrei von den Glasgow Rangers. Publikumsliebling Tim Cahill wurde zu Red Bull New York verkauft, Joseph Yobo wechselt für 2 Mio Pfund zu Fenerbahce. Für Trainer David Moyes geht es wieder darum das Beste aus der schwierigen Situation zu machen – das gelang die letzten Jahre hervorragend. Mit Nikica Jelavic haben die Toffees einen echten Knipser in den Reihen jetzt, und mit Naismith kommt sein ehemaliger Mitspieler aus Glasgow. Das könnte ein tolles Duo werden. Für Man Utd gibt es nur ein Ziel: Meister werden. Das soll vor allem über geballte Offensivpower gelingen. Vidic und Ferdinand sollen in der Abwehr zu alter Stärke zurückfinden. Und es ist wie jedes Jahr im August dieselbe Frage: Wird es die letzte Saison von Sir Alex?

Toll, dass es endlich wieder losgeht.
Einen schönen Start ins Sommerwochenende.