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Straubing mit der Überraschung in bisher langweiligen DEL-Playoffs

Mittwoch, 28. März 2012 20:46

Für mich ist es schon jetzt eine der Sportsensationen des Jahres 2011. Die Straubing Tigers setzen sich in vier Spielen gegen die Grizzly Adams Wolfsburg durch. Heute Abend gab es den vierten Sieg vor eigenem Publikum. Während der Großteil der sportinteressierten TV-Zuschauer Champions League schaute, habe ich mir 40 Minuten Eishockey angeschaut. Und ich war begeistert von den Tigers. Das war pure Hingabe und Leidenschaft, gepaart mit toller Leistung in der Offensive. 7:3 gewann Straubing (14 Tore in den letzten beiden Heimspielen gegen Wolfsburg).

Neben den Adler Mannheim und den Eisbären Berlin wurde Wolfsburg noch die größten Chancen auf das Erreichen des Finales eingeräumt. Und jetzt fliegen sie gegen das Team mit 0:4 in der Serie raus, das sich erst am letzten Spieltag der regulären Saison direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifizierte. Das Team, das zum ersten in seiner DEL-Zugehörigkeit seit 2006 überhaupt die Playoffs erreicht hat. Wolfsburg spielte eine, mal eine kleine Schwächephase Anfang des Jahres ausgenommen, eine überzeugende Vorrunde, gewann vier der letzten fünf Vorrundenspiele und schoss dabei über 20 Tore. Nur das letzte bedeutungslose Saisonspiel wurde 0:5 bei den Hannover Scorpions verloren. Und seitdem geht nichts mehr zusammen.

Die DEL hat es ja mal wieder nicht geschafft, sich medial für die Playoffs in Szene zu setzen. Und auch Sky fährt den exakt selben Aufwand wie für ein simples Vorrundenspiel zwischen Iserlohn und Augsburg. Vor dem TV und auch in den Sportmedien der deutschen Zeitungen kommt so gut wie keine Playoff-Stimmung auf. Der DEL-Internetauftritt begleitet die Fans genauso langweilig und eintönig durch die Playoffs wie zur Vorrunde. Diese Liga ist einfach tot. Was so unglaublich schade ist, weil Eishockey ein so geiler Sport ist, Sky so viel gute Experten für die DEL hat und einfach nur vor sich hin spart, und die DEL Online-Redaktion doch vielleicht in der Lage zu sein scheint, viel mehr aus sich rauszuholen. Online-Diskussionsrunden, Podcasts, Blogs, whatever. Es ist einfach nur trostlos.

Und wenn das Drumherum schon nicht stimmt, hätte ja vielleicht wenigstens der Sport für öffentlichkeitswirksame Schlagzeilen sorgen können. Aber die bisherigen Partien waren häufig einseitig und wenig spannend. Ausgerechnet in der einzigen Best-of-seven-Serie der Playoffs sind bereit zwei Duelle nach vier Spielen entschieden. Neben Straubing folgen die Eisbären Berlin ins Viertelfinale nach einem 3:0 in Köln bei den Haien. In den anderen beiden Serien führt Ingolstadt gegen die DEG Metro Stars (heute ein 6:1 im ISS-Dome) ebenso wie die Adler Mannheim gegen die Hamburg Freezers mit 3:1 (souveränes 3:1 heute Abend in der O2 World). Freitag könnten diese beiden Serien ebenfalls vorbei sein, allenfalls der DEG traue ich in Ingolstadt nochmal ein Comeback zu. Wenn überhaupt.

Im Vergleich zu der völlig überdimensionierten und langen Vorrunde wirken die Playoffs wie ein ganz schlechter Quickie. Ohne große Höhepunkt. Kann im Halbfinale noch kommen. Ich hoffe es und wünsche es mir. Die Liga wird es auch nicht mehr retten. Für die DEL und Sky sind Playoffs scheinbar kein besonderer Zeitraum während der Saison. Anders ist das schwache Engagement nicht zu erklären. Immerhin gibt es ab dem Halbfinale alle Spiele im TV und die Fans können sich mal intensiver in eine Serie hineinschauen. Und wenn Straubing so weiterspielt, gibt es noch tolle Eishockey-Unterhaltung.

Thema: Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Nobody is perfect. I am nobody.

Mittwoch, 28. März 2012 19:34

Da passiert ein blöder, aber irgendwie lustiger Fehler in den Online-Ausgaben der Berliner Morgenpost und der WELT. Das BILDblog nimmt die Meldung sofort auf – und plötzlich bricht über Facebook und Twitter eine Welle herein, die sich, wenn auch sehr kreativ, über den Fehler lustig macht. Etwas, das ich in letzter Zeit wieder gefühlt häufiger beobachtet habe. Mit den sozialen Netzwerken und Twitter ist es unglaublich einfach geworden, jeden kleinen Fehler, sei es ein Buchstabendreher, sei es eine falsche oder fehlerhafte Bildunterschrift, öffentlich in die Welt zu posaunen.

Was scheinbar unglaublich viel Spaß macht. Auch ich habe ein, zwei Wortwitze zu Morgenpost online auf Twitter geschrieben, aber danach kam ich mir ein wirklich unwohl vor. Natürlich dürfen solche Fehler nicht passieren, sie zeigen vielleicht auch die schnelle, hektische Arbeitsweise des Online-Journalisten (wenn man denn Fehler wenigstens inhaltlich nutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen – oder ist das dann schon wieder eine Nummer zu hoch?), aber ist es wirklich angemessen, auf solche Fehler zu reagieren. Müssen wir immer und immer häufiger wirklich jeden Fauxpass öffentlich machen? Selbstverständlich müssen Journalisten kontrolliert werden und es ist großartig, dass mit Online-Medien eine Kontrollinstanz geschaffen wurde, die der etablierten schreibenden Zunft auf die Finger schaut. Grobe inhaltliche Fehler, die gegen die journalistische Arbeitsweise und das professionelle Selbstverständnis der Medienvertreter verstoßen – gerne sollten die öffentlich gemacht werden.

Aber ein falsches Wort. Ein falsch ausgesprochener Name eines Sportlers während einer Kommentierung. Das kann ja mal passieren. Jeder macht Fehler. Und alles was nicht richtig ist, muss nicht immer falsch sein. Oft sind gerne auch mal zwei Aspekte richtig. Mit Twitter, Facebook wird alles kommentiert. Jeder (vermeintliche) Fehler. Jeder Versprecher. Langsam wird es nervig.

Vielleicht hilft es das ein oder andere Mal auch mal zu schweigen. Und zu überlegen, dass man selbst sicherlich nicht fehlerfrei durch diesen Tag gegangen ist. Es muss nicht jeder winzigkleine Fehler öffentlich ausgeschlachtet werden. Wäre schön, wenn der ein oder andere seine Kreativität hin und wieder anders einsetzen könnte. Und eigentlich macht das doch auch viel mehr Spaß als sich über die Fehler anderer Menschen aufzuregen.

Keiner ist vollkommen und macht Fehler.

Thema: Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zu Gast beim Grünweiß-Stammtisch

Sonntag, 25. März 2012 21:25

Am Sonntag war ich Gast beim Grünweiß-Podcast, dem Werder Bremen Fußball-Stammtisch. Mit Anna (@anna_rosemary) und Tobias (@meinesaison) habe ich auf das 1:1 von Werder gegen den FC Augsburg zurückgeschaut. Außerdem haben wir die bisherige Rückrunde von Werder Bremen bilanziert und einen kleinen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben gegeben.

Nachzuhören gibt es die knapp 34 Minuten hier oder alternativ als Podcast bei iTunes.

Thema: Internes, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Will The Real Mitt Romney Please Stand Up

Sonntag, 25. März 2012 18:06

Tolles Mashup vom australischen Videokünstler Atkin [@hmatkin]. Und viel besser lässt sich der Vorwahlkampf der US-Republikaner nicht zusammenfassen. Großartige 2:44 Minuten. Anschauen!

Thema: US Wahl 2012 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 #30, FC Chelsea – Tottenham Hotspur 0:0

Samstag, 24. März 2012 15:41

Spitzenspiel am 30. Spieltag zur Mittagszeit im Südwesten Londons zwischen dem FC Chelsea und den Tottenham Hotspur. Für beide Teams war es ein enorm wichtiges Spiel. Chelsea wollte mit einem Heimsieg Anschluss an die Spurs und Arsenal halten, Tottenham konnte mit einem Sieg den Vorsprung auf die Blues auf acht Punkte ausbauen und gleichzeitig wieder Arsenal unter Druck setzen. Ausverkaufte Stamford Bridge bei strahlendem Sonnenschein und fast 20 Grad in der englischen Hauptstadt. Tottenham konnte nur einen Sieg in den letzten vier Spielen holen, Chelsea verlor am Mittwoch teils unglücklich bei Manchester City. Die Spurs konnten in der Premier League noch nie bei den Blues gewinnen. Angesprochen auf die schlechte Form seines Teams nach den Spekulationen um den Nationaltrainerposten meinte Harry Redknapp vor dem Spiel: Völliger Blödsinn. Wer kehrte in die Erfolgsspur zurück?

Chelsea-Trainer Roberto di Matteo änderte sein Team auf fünf Positionen im Vergleich zur Niederlage bei Man City. John Terry kehrte als Kapitän (und Spielertrainer) zurück aufs Feld. Ebenfalls neu dabei waren Jose Bosingwa, Michael Essien, Daniel Sturridge und Didier Drogba, die das Sturmduo bildeten. Für den Ivorer nahm Fernando Torres auf der Bank Platz, Ramires spielte im rechten Mittelfeld, Mata kam über die linke Seite. Bei Tottenham begann wie erwartet Adebayor im Sturm als einzige Spitze. Willam Gallas ersetzte den verletzten Ledley King.

Es war ein eher langweiliges Spiel in den ersten 30 Minuten, viel Mittelfeld-Geplänkel, viel Abtasten, wenig Torchancen. Die Zuschauer hätten sich problemlos ein Eis holen können und hätten nichts verpasst. Erste richtig große Aufregung gab es in der 27. Minute beim Zweikampf von Gallas an Lampard. Doch Schiedsrichter Martin Atkinson gab zurecht keinen Elfmeter. Chelsea wirkte optisch leicht überlegen, hatte 60 Prozent Ballbesitz. Aber das war es dann auch. Die Spurs enttäuschten offensiv auf ganzer Linie, Modric, Bale und auch van der Vaart waren komplett unsichtbar. Und ansonsten fielen sie nur durch Ballverluste auf. Einzig eine schöne Einzelaktion von Adebayor über die linke Seite sorgte für etwas Torgefahr. Da hatte Bosingwa einmal nicht aufgepasst. Chelsea hatte zwar mehr vom Spiel, zwingende Torchancen erspielten sich aber auch die Blues nicht. Die Flanken von Mata und Ashley Cole waren einfach für die Verteidigung der Spurs abzufangen.

Als alle Augen schon auf den Halbzeitpfiff gerichtet waren, hatten die Spurs die 100%-Chance zur Führung. Modric drang von links in den Strafraum ein, Flachpass in die Mitte, wo van der Vaart zweimal aus kurzer Distanz erst an Cech und dann an John Terry, der sich in den Schuss geworfen hatte, scheiterte. Anschließend köpfte Adebayor den Ball über das Tor. Musste eigentlich ein Tor werden, war aber auch sehr emotional von Chelsea verteidigt. Ansonsten war es aber eine der schlechtesten ersten Hälfte, die ich in dieser Premier League Saison gesehen habe, ganz wenig Tempo. Viel Taktik. 0:0 zur Halbzeit an der Stamford Bridge.

Keine Wechsel zur zweiten Halbzeit. Die ersten Minuten bestätigten den Grundeindruck der ersten Hälfte, Chelsea leicht überlegen ohne Torchancen am Fließband zu erspielen. Die Spurs nahmen nur rudimentär am Spielbetrieb teil, waren bedacht auf Ballkontrolle. Das gelang allerdings völlig, weil insbesondere im Mittelfeld weiterhin zu viele Fehlpässe gespielt wurden. Wie in der ersten Halbzeit kam Tottenham nur gelegentlich vors Tor der Blues – aber dann richtig. In der 57. Minute war Chelseas linke Abwehrseite völlig blank, Bale gibt raus zu Kyle Walker, der nur das Außennetz trifft. War das der Startschuss für mehr Mut der Spurs? Nicht wirklich. Aufregung fünf Minuten später, als Assou-Ekotto Ramires im Laufduell im Strafraum zu Fall bringt. Wieder kein Pfiff von Atkinson – und wieder richtig entschieden. Ansonsten weiterhin ganz wenig Fußball auch in der zweiten Halbzeit. Dann musste eben eine Standardsituation helfen. Mata scheiterte in der 73. Minute mit einem wunderschönen Freistoß aus über 20 Metern am Pfosten, für den Nachschuss stand keiner bereit. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Fernando Torres für Michael Essien, Chelsea mit zwei echten Stürmern nun.

Doch die Spurs sorgten wieder für einen offensiven Nadelstich. Langer Ball auf Adebayor, der nicht im Abseits steht. Adebayor umkurvt Peter Cech, doch bekommt nicht mehr genug Power hinter den Ball. Gary Cahill kann vor der Linie noch klären. Die Spurs hatten nicht viele Chancen, aber die wenigen waren sehr hochkarätig – und wurden kläglich vergeben. Nach der anschließenden Ecke kommt Bale zum Kopfball und trifft nur die Latte. Das war Pech. Den Rebound köpft Adebayor über das Tor. Das war Unvermögen. Die Spurs läuteten endlich ihre Schlussoffensive ein, seit Chelsea mit Essien eine defensive Schaltstelle im Mittelfeld verloren ging. Torres brachte zunächst keine Impulse. Es gab vier Minuten Nachspielzeit. Und in der 94. Minute gab es nochmal Freistoß für Tottenham, Bale scheiterte am glänzend reagierenden Cech. Und dann war Schluss.

Die Spurs mit Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, hatten mehr Chancen, mehr Ballbesitz, aber es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Und ein wenig Pech war wie bei Chelsea auch dabei. Letzlich hilft der Punkt keiner Mannschaft so richtig weiter. Insgesamt über weite Strecken ein schwaches und zerfahrenes Spiel. Der große Gewinner könnte der FC Arsenal sein, sollten die Gunners gegen Aston Villa gewinnen.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 Preview #30 – Genug Munition für Mind Games

Freitag, 23. März 2012 14:26

Endlich mal wieder ein kompletter Spieltag mit zehn Begegnungen, acht davon am Samstag, außerdem gibt es mal wieder ein Monday Night Game, einschließlich dieser Partie sind das insgesamt noch fünf Begegnungen zu Beginn der Woche. Neun Spieltage vor Ende der Saison kristallisieren sich immer mehr die drei Schwerpunkte heraus, die bis zum Saisonende spannend bleiben könnten. Zum einen ist dies der Kampf um die Meisterschaft und die Vorherrschaft in Manchester. Außerdem im Fokus steht der Kampf um die Plätze 3-5. Gary Cahill vom FC Chelsea hat die Mind Games eröffnet und verkündet, dass die Blues die Spurs noch in der Tabelle überholen werden. Das hat vorerst Arsenal geschafft. Und Newcastle redet auch noch ein Wörtchen mit. Im Abstiegskampf lautet die Formel wohl “3 aus 5″. Die Wolves, Wigan, Bolton, QPR und Blackburn kämpfen um den Klassenerhalt.

Sky mit drei Live-Spielen an diesem Wochenende. An den nächsten drei Spieltagen gibt es dann jeweils vier Übertragungen pro Runde. Freuen wir uns drauf.

DER KAMPF UM DIE EUROPAPOKAL-PLÄTZE

FC Chelsea – Tottenham Hotspur
Samstag 13:40 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Sven Schröter

Niederlagen gegen Arsenal, Man Utd und Everton, nur Remis gegen Stoke. Die Tottenham Hotspur sind auf der Suche nach Erklärungen für die schlechte Performance in den letzten Wochen. Es läuft einfach nicht mehr. Trainer Harry Redknapp: “Es scheint so, als wären wir ein wenig vom Weg abgekommen. Wir spielen nicht mehr mit derselben Dynamik und Genauigkeit. Es macht jetzt keinen Sinn, den Finger auf irgendjemanden zu zeigen.” Klare Worte von dem Trainer, der im Januar und Februar noch großspurig angekündigt hat, um die Meisterschaft mitspielen zu wollen. Doch seit der Diskussion um Redknapp als möglichen neuen Nationaltrainer Englands haben die Spurs die Erfolgsspur verlassen. Das wird im Punkteschnitt deutlich. Vor der Entlassung von Fabio Capello haben die Spurs im Schnitt 2,1 Punkte pro Spiel erzielt, seitdem nur noch 0,8 Punkte. Eine ausführliche Analyse bei der BBC.
Nun folgt das Spitzenspiel an der Stamford Bridge gegen den FC Chelsea, der Tabellenvierte zu Gast beim Fünften, getrennt durch fünf Punkte. Geht die Negativserie der Spurs weiter oder kann Chelsea den Abstand verkürzen? Die Blues haben sich unter Interimstrainer Roberto di Matteo stabilisiert, zeigten im FA-Cup gegen Leicester guten Fußball und auch am Mittwoch bei Man City war das eine sehr ordentliche Leistung. Die Spurs wollen zum ersten Mal in der Premier League Geschichte an der Stamford Bridge gewinnen. Bei Chelsea ist John Terry wieder fit, Gary Cahill könnte deswegen wieder auf der Bank Platz nehmen. Bei den Spurs kehrt Emmanuel Adebayor nach Verletzung ins Team zurück.

FC Arsenal – Aston Villa
Samstag 16:00 Uhr

Viele Arsenal-Fans haben wohl nicht mehr daran geglaubt, dass sie noch einen möglichen Termin für den St Totteringham’s Day in ihren Kalender eintragen müssen. Doch nachdem die Gunners Ende Januar noch 13 Punkte hinter den Spurs lagen, geht man jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf Platz vier in die letzten neun Spieltage. Nun ist es die Aufgabe von Arsenal den dritten Platz zu verteidigen. Arsenal gewann die letzten sechs Ligaspiele, am Mittwoch ein in der ersten Halbzeit souveränes, in der zweiten Halbzeit wackeliges 1:0 beim FC Everton. Nun soll der siebte Streich folgen. Erstaunlicherweise hat Arsenal derzeit eine sehr entspannte Personalsituation mit recht vielen Alternativen im Mittelfeld. Wenger kann also rotieren. Das ging am Mittwoch los, als Rosicky im linken Mittelfeld spielte, Ramsey und Song die Doppelsechs bildeten und Arteta den kreativen Spielmacher gab. Gegen Villa dürfte Alex Oxlade-Chamberlain und Gervinho ihre Chancen bekommen, Walcott und Rosicky dürften zunächst pausieren. Mal sehen, wie sich Wenger entscheidet. Der Trainer hat einen Schlüsselfaktor für den Rest der Saison ausgemacht: Beständigkeit und Konstanz. Er tue derzeit alles in der täglichen Trainingsarbeit, um das Momentum des Erfolgs zu verlängern. Das sei der Schlüssel für den Erfolg. Aston Villa könnte ein dankbarer Gegner sein. Aus den letzten sieben Pflichtspielen gab es nur einen Sieg, zuletzt aber immerhin drei Unentschieden. Der letzte Auswärtssieg der Villens datiert vom 21. Januar. In den letzten sechs Aufeinandertreffen gewann Villa nur ein Spiel. Bei Villa fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Darren Bent, Richard Dunne und Ciaran Clarke.
Weiter erfolgreich sein, das Momentum behalten. Das heißt auch volle Konzentration auf die eigene Aufgabe. Mit dem direkten Aufeinandertreffen von Chelsea und Tottenham könnte Arsenal der große Gewinner des Spieltages sein. Wenger dazu: “Wir werden uns damit nicht zwanghaft beschäftigen. Es ist nicht der letzte Spieltag der Saison.”

West Bromwich Albion – Newcastle United
Sonntag 17:00 Uhr

Beim Kampf um die Plätze 3-5 läuft Newcastle United immer ein wenig unter dem Radar der meisten Experten. Ein wenig unverständlich, denn auf Platz vier sind es nur sieben Punkte Rückstand und die nächsten Gegner der Magpies heißen nach der Reise zu West Bromwich dann unter anderem Liverpool und Chelsea (direkte Konkurrenten, um Punkte zu holen) sowie Bolton, Stoke und Wigan. Es gibt schwierigere Restprogramme. Wenn solche Patzer wie beim 0:5 in Tottenham ausbleiben, ist Newcastle vorerst ein team to watch. Gegen Norwich gab es vor einer Woche zwar ein mühsames 1:0, doch das 1:2 bei Arsenal hat gezeigt, dass Newcastle zumindest über 50-60 Minuten mit den Top-Teams der Liga auf Augenhöhe mitspielen kann. Mit etwas mehr Konstanz könnte Newcastle zum ersten Mal seit der Saison 2006/2007 wieder im Europapokal spielen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg bei West Bromwich, die sich unter Roy Hodgson endgültig von den Abstiegsplätzen entfernt haben. Die Baggies mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen.

DER ABSTIEGSKAMPF

Bolton Wanderers – Blackburn Rovers
Samstag 16:00 Uhr

So ganz allmählich kehrt Alltag bei den Bolton Wanderers ein. Nach den tragischen Vorfällen mit Fabrice Muamba bestreiten die Wanderers ihr erstes Pflichtspiel. Die Blackburn Rovers hatten angeboten, das Spiel zu verlegen, wenn Bolton dies wünsche. Fabrice Muamba ist mittlerweile ganz langsam auf dem Weg der Besserung – vielleicht auch ein Faktor, warum das Spiel stattfindet. Und es ist ein verdammt wichtiges. Bolton liegt auf dem ersten Abstiegsplatz, fünf Punkte hinter den Rovers. Und Blackburn hat einen Lauf. Die Mannschaft von Steve Kean hat die letzten beiden Spiele gewonnen. Bolton konnte nur eines der letzten fünf Ligaspiele erfolgreich gestalten. Ganz interessant: Es trifft die schlechteste Heimdefensive auf die schwächste Auswärtsdefensive. Blackburn besitzt von allen Teams im Tabellenkeller die stärkste Offensive. Vielleicht bekommen wir ja ein Torfestival zu sehen. Bei den Rovers keine großen Personalprobleme. Steve Kean setzt auf das erfolgreiche Team der vergangenen Wochen, also mit Yakubu als einzige Spitze, unterstützt von Junior Hoilett, der immer noch keinen neuen Vertrag unterschrieben hat. Trainer Kean hat auf der Pressekonferenz am Donnerstag nochmal seine Befürchtung geäußert, dass Hoilett den Verein verlassen könnte. Angeblich haben die Tottenham Hotspur großes Interesse an dem 22-jährigen Kanadier. Großes Rätselraten noch um die Aufstellung der Bolton Wanderers. Trainer Owen Coyle hat jedem seiner Spieler freigestellt, ob sie spielen oder nicht. 11 Männer sollte er dann aber doch zusammen bekommen. Chris Eagles ist nach seiner Oberschenkelverletzung wieder fit, dafür müssten Martin Petrov oder Ryo Miyaichi wieder auf der Bank Platz nehmen.

Norwich City – Wolverhampton Wanderers
Samstag 16:00 Uhr

Der Tabellenletzte aus Wolverhampton reist zum soliden Aufsteiger an die Ostküste Englands. Es sind zwar nur drei Punkte bis zum rettenden Ufer für die Wolves. Aber die Leistungen der letzten Wochen machen wenig Hoffnung. Es wäre nicht übertrieben zu äußern, dass Wolverhampton wie ein Absteiger spielt. Aus den letzten fünf Ligaspielen wurde nur ein Punkt geholt, dabei kassierte man 19 Gegentore. Der positive Effekt des Trainerwechsels von Mick McCarthy zu seinem Co-Trainer Terry Connor ist ausgeblieben. Connor wirkt auch in der Außendarstellung, insbesondere bei seinem Interview nach dem 0:5 gegen Man Utd, ein wenig rat- und hilflos. Ich habe die ersten 45 Minuten gegen die Red Devils gesehen. Da waren im Offensivspiel durchaus gute Ansätze von den Wolves dabei, doch defensiv und in der Rückwärtsbewegung ist das momentan nicht tauglich für die Premier League. Die Wolves müssen aufpassen, nicht in einen Negativstrudel zu geraten. Die Therapie soll die Reise nach Norwich sein. The Canaries auch nur mit einem Punkt aus den letzten vier Spielen.

FC Liverpool – Wigan Athletic
Samstag 16:00 Uhr

Auch an der Anfield Road ist Abstiegskampf ein Thema am Samstagnachmittag. Der Tabellenvorletzte aus Wigan ist zu Gast bei den Reds. Interessanteste Frage beim FC Liverpool ist, wie konzentriert sie die Saison noch zu Ende spielen. Die Qualifikation zur Champions League können die Reds nicht mehr erreichen – zuletzt gab es nur ein Sieg aus fünf Spielen, inklusive der peinlichen 2:3-Niederlage nach 2:0-Führung bei den Queens Park Rangers -, für die Europa League ist man durch den Gewinn des Carling Cup bereits qualifiziert. Geht also um nicht mehr wirklich viel. Vielleicht ist das ja eine kleine Chance für Wigan. Die Latics spielten einen recht erfolgreichen Februar, zuletzt gab es aber nur Remis gegen West Bromwich und Norwich. Und solche Spiele musst du eigentlich gewinnen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Trainer Roberto Martinez gibt sich nach außen trotzdem weiter sehr optimistisch, dass der Klassenerhalt geschafft wird. Was soll er aber auch anderes sagen?

AFC Sunderland – Queens Park Rangers
Samstag 16:00 Uhr

In der Fußballsprache hört man häufig den Begriff des Wendepunkts in einer Saison, die Engländer würden wohl turning point rufen. Vielleicht war der Mittwochabend einer für die Queens Park Rangers. Nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in der Premier League, sah der siebte Versuch genauso erfolglos wie immer aus. Liverpool führte verdient 2:0, auch dank eines Traumtores von Sebastian Coates, doch dann drehte QPR die Partie innerhalb von 13 Minuten und gewann 3:2, gleichbedeutend mit dem Verlassen der Abstiegsplätze. Ob das nun ein turning point war, wissen wir spätestens am Samstag um 17:55 Uhr. Die Black Cats verloren am Dienstag nach zuletzt fünf Punkten aus drei Spielen sang- und klanglos mit 2:0 in Blackburn. Die Queens Park Rangers sind eigentlich schon zum Siegen verdammt. Denn in den letzten neun Saisonspielen geht es unter anderem noch gegen Arsenal, Man Utd, Tottenham, Chelsea und Man City.

DER KAMPF UM DIE MEISTERSCHAFT

Stoke City – Manchester City
Samstag 18:25 Uhr, Sky Sport 1/HD Extra live, Kommentar: Markus Jestaedt

Roberto Mancini hatte die Wichtigkeit des Spiels gegen den FC Chelsea vor der Partie damit unterstrichen, dass nur bei einem Sieg seine Mannschaft noch die Chance hat die Meisterschaft zu gewinnen. Nicht nur, weil dann der Punkteabstand nicht weiter anwächst, sondern auch weil die Citizens dann die Qualität gezeigt haben, solch wichtigen Spiele zu gewinnen. Auch wenn die Leistung nicht unbedingt die beste in den letzten Wochen war, reichte es für einen knappen 2:1-Erfolg. Was Mancini voller Euphorie zu der Aussage hinreißen ließ: Wir werden auf alle Fälle Meister. Damit dem Italiener diese Aussage nicht im Mai um die Ohren fliegt, ist ein weiterer Sieg im Britannia Stadium notwendig. City reist mit der Empfehlung von fünf Siegen in den letzten sechs Spielen zu den Potters. Stoke steht im gesicherten Mittelfeld, hat zwei der letzten vier Spiele gewonnen. Problem beim Team von Tony Pulis ist diese Saison ein wenig die Offensive. Nur sechs Tore in den letzten neun Spielen haben die Potters erzielt. Man City hat mit seinen 27 Auswärtstoren nur ein Tor weniger als Stoke insgesamt erzielt. Die Vorzeichen sind also klar: Geballte Offensivpower gegen ein Abwehrbollwerk. Bei Stoke fehlt Salif Diao verletzt, Ricardo Fuller ist noch gesperrt. Bei Man City ist nur Joleon Lescott fraglich.

Manchester United – FC Fulham
Montag 20:55 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Markus Gaupp

Sir Alex Ferguson kann ganz in Ruhe bei einem Glas Rotwein beobachten, was der Titelkonkurrent vorlegt. Denn Manchester United schließt am Montag gegen den FC Fulham den Spieltag ab. Sportlich sind die Vorzeichen klarer denn je. Mit nur noch einem Wettbewerb vor der Brust, kann sich United ganz auf die Liga konzentrieren. Das 5:0 bei den Wolves war ein erstes Ausrufezeichen. Die Red Devils haben die letzten neun Ligaspiele nicht verloren, darunter nur zwei Unentschieden. Mit dem FC Fulham kommt eines der schlechtesten Auswärtsteams der Liga ins Old Trafford. Die Cottagers konnten nur eines der letzten neun Auswärtsspiele gewinnen, Ende Februar bei den Queens Park Rangers. Kein Team erzielt weniger Tore auf gegnerischem Platz als der FC Fulham. Nur acht mickrige Törchen waren es in 14 Spielen. Manchester United stellt die zweitbeste Heimoffensive der Liga. Man Utd weiterhin ohne Nani, dafür aber wieder mit Tom Cleverley und Phil Jones, die gestern für die zweite Mannschaft im Einsatz waren.
Neun Spieltage vor Schluss spitzt sich der Meisterschaftskampf zu, City oder United? Es ist die Zeit für die berühmte Mind Games von Sir Alex Ferguson. Nachdem Mancini nach dem Sieg gegen Chelsea gesagt hatte, dass sein Team den Titel gewinnen wird, hat Ferguson heute zurückgeschlagen. Sir Alex: “Ich habe genug Munition für Mind Games gegen Man City.” Beiläufig bekam dann Roberto Mancini noch eine ab. Es sei die pure Verzweifelung, so Ferguson, dass Mancini Tevez, den er nie mehr aufstellen wollte und der dann Urlaub in Argentinen machte, eingewechselt hatte. Es werde weitere Episoden folgen.

BEST OF THE REST

Swansea City – FC Everton
Samstag 16:00 Uhr

Es bleibt bei der Tradition, dass es an einem Spieltag mindestens ein Spiel gibt, in dem die Tabellenkonstellation nicht unbedingt danach schreit, der Partie mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Was aus der Sicht vom Aufsteiger Swansea City eine fantastische Nachricht ist, haben die Swans doch nichts zu tun mit dem Abstiegskampf. Gleiches gilt für Everton, die mit einem Sieg Swansea in der Tabelle überholen würden und auf Platz acht klettern könnten. Everton bleibt eine solide Mannschaft in der Premier League, mehr aber auch nicht. Vor der Saison und auch während der Winterpause gab es ja immer wieder Fanproteste gegen den Klubbesitzer Bill Kenwright, der den Verein gerne verkaufen möchte, aber keine finanzstarken Interessenten findet. Everton fehlt das Geld, das Stadion ist gemütlich, fast schon provinziell, aber eben nicht sehr groß. Wenn man die Entwicklung der Toffees positiv betrachtet, ist die Leistung des Teams trotz der eingeschränkten finanziellen Mittel immer noch toll. Negativ formuliert dürfte klar sein, dass Everton aus dem Status der grauen Maus in der Liga, dem soliden Mittelfeldteam, auf Dauer nur herauskommt, wenn mehr Geld zur Verfügung steht. Everton zuletzt mit einem Sieg aus vier Ligaspielen, Swansea weist die Bilanz von vier Siegen in den letzten sechs Spielen auf.

Schönes Wochenende!

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

So endet die Premier League Saison 2011/2012

Donnerstag, 22. März 2012 16:07

Gerade mal in einer ruhigen Minute auf SPOX die restliche Premier League Saison getippt. Dabei durchaus ein wenig auf die Heim- und Auswärtsstärke der Teams geachtet. Wenn es so kommen sollte, wie ich getippt habe, wird Man City dank der besseren Tordifferenz Meister. Arsenal behauptet knapp Platz 3 vor den Tottenham Hotspur. Chelsea muss mit der Belastung aus Champions League und FA-Cup abreißen lassen. Am Tabellenende leiden die Queens Park Rangers unter dem schwierigen Restprogramm. Blackburn und Bolton können sich retten, weil im Nachholspiel Bolton einen Punkt holen wird gegen Aston Villa, kämen dann auf 34 Zähler bei 38 Partien.

Mehr zum 30. Spieltag dann im Laufe des Freitags in der Spieltagsvorschau.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 21. März 2012 – Romney’s Mistakes

Mittwoch, 21. März 2012 18:11

They didn’t know how to talk about Romney’s wealth. In 2008, Romney ran as Mr. Conservative, which was an awkward fit given his moderate past and his none-too-ideological demeanor. In 2012, he’s been running as Mr. Private Sector, Mr. Fix-It and Mr. Turnaround Artist, which has played more to his strengths and to the particular challenges facing the country. But this narrative also guaranteed a higher level of scrutiny for Romney’s private equity past and present-day fortune, and when that scrutiny arrived – thanks to Newt Gingrich’s opportunistic attacks – the campaign’s response was blundering and tone-deaf rather than polished and rehearsed.

Ross Dothat im Campaign Stops Blog der New York Times: Mistakes were made.

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Premier League 2011/2012 Preview #29 – #PrayforMuamba

Montag, 19. März 2012 20:07

Es ist ein außergewöhnlicher 29. Spieltag in der Premier League. Wegen des Viertelfinals im FA-Cup findet über die Hälfte der Spiele erst am morgigen Dienstag und Mittwoch statt. Und leider steht seit den tragischen Vorfällen um Fabrice Muamba der Fußball auf der Insel in diesen Tagen verständlicherweise nicht im Mittelpunkt. Nachdem Muamba am Samstagabend auf dem Spielfeld zusammengebrochen war und sofort wiederbelebt werden musste, haben es die Ärzte immerhin geschafft, sein Herz wieder zum Schlagen zu bringen, fast zwei Stunden nach dem Kollaps. Sein Zustand, so die Ärzte heute, sei weiterhin sehr kritisch, habe sich aber gebessert. Muamba könne Arme und Beine bewegen, Besucher am Krankenbett berichten, dass er sogar ein paar Wörter gesprochen hat. Er erkennt Freunde und Familie. Das sind großartige Neuigkeiten, wenngleich für Muamba noch ein ganz langer Weg zur Genesung vor ihm liegt. Hoffentlich kann er diesen Weg gehen und behält so wenig Folgeschäden wie irgend möglich. Get well soon!

Die Bolton Wanderers und der gesamte Fußball auf der Insel steht noch immer unter Schock. Am Wochenende gab es vor den Spielen minutenlangen Applaus für Muamba. Auch der Spielplan wird durcheinander gewürfelt. Die für Dienstagabend angesetzte Partie zwischen Aston Villa und den Bolton Wanderers wurde abgesagt. Das Spiel von Bolton am Wochenende vor eigenem Publikum gegen die Blackburn Rovers wird verlegt, wenn Bolton dies wünsche. Die Liga und auch Rovers-Trainer Steve Keane haben bereits ihre Bereitschaft für eine Spielverlegung signalisiert. Völlig unklar ist noch, wann und ob das FA-Cup-Spiel vom Samstag wiederholt wird. In einigen englischen Zeitungen wurden heute Überlegungen aus dem Umfeld der Bolton Wanderers zitiert, dass man freiwillig aus dem Pokalwettbewerb ausscheide. Am 15. April wird das Halbfinale gegen Chelsea in Wembley stattfinden.

Vier Spiele haben bereits am Wochenende stattgefunden. Am überraschendsten war wohl der klare Auswärtssieg von Swansea City beim heimstarken FC Fulham. Mit dem 3:0 haben die Swans Fulham in der Tabelle überholt und sind jetzt Achter. Aber auch Fulham bleibt im gesicherten Mittelfeld. Newcastle United hielt mit dem mühsamen 1:0 gegen Norwich City Anschluss an die Europapokalplätze. Im Tabellenkeller kam Wigan Athletic nicht über ein 1:1 gegen West Bromwich Albion hinaus. Wigan war die bessere und spielbestimmende Mannschaft, vergab aber eine Reihe bester Torchancen. Die Latics bleiben damit Tabellenletzter. Von ganz unten in der Tabelle nach ganz oben. Manchester United gewann souverän und lässig mit 5:0 bei den Wolverhampton Wanderers und hat jetzt vier Punkte Vorsprung vor Man City. Sir Alex hat nach dem Ausscheiden aus der Europa League ja die Devise ausgegeben, die restlichen zehn Saisonspiele zu gewinnen. Teil eins der Aufgabe wurde erfüllt. Und setzt Man City unter Druck.

Fünf Spiele stehen am Dienstag und Mittwoch noch auf dem Programm. Leider ohne Übertragungen bei Sky. Insbesondere dass Manchester City gegen Chelsea nicht übertragen wird, wundert mich schon sehr. Bis dato gibt es von Sky auch keine plausible Erklärung, warum es keine Übertragung gibt. Suchen Sie also Ihren Irish Pub in der Nähe auf oder hoffen Sie auf brauchbare Streams.

Der Kampf um die Champions League
Der Mittwoch steht ganz im Zeichen der Europapokalplätze. Mit Manchester City gegen den FC Chelsea steht ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm. City muss den Anschluss an die Spitze halten, kann im optimalen Falle den Abstand auf einen Zähler verkürzen. Die Blues aus der Hauptstadt, zuletzt immerhin mit vier Pflichtspielsiegen in Folge und der tollen Leistung in der Champions League gegen Neapel, wollen den FC Arsenal, drei Punkte vor Chelsea, unter Druck setzen. Kann Fernando Torres seine überragende Quote vom Spiel am Sonntag fortsetzen? Die Gunners sind ebenfalls gefordert. Der FC Everton, Tabellenzehnter, empfängt den FC Arsenal. Die Londoner zuletzt mit überragenden Leistungen und geballter Offensivkraft. Vier Siege am Stück, dabei 12 Tore geschossen. Tolle Moral gegen Newcastle gezeigt. Everton kam am Wochenende im FA-Cup gegen Sunderland nicht über ein Remis hinaus. Die 90 Minuten zeigten die Schwäche der Toffees recht deutlich, die Chancenverwertung. Viele Chancen gehabt, wenig Ertrag bekommen. Arsenal hat mittlerweile ein klares Saisonziel ausgegeben: Platz 3. Den haben derzeit noch die Tottenham Hotspur inne, die Stoke City empfangen. Die Spurs liegen nur noch einen Zähler vor Arsenal, weil es zuletzt in der Liga drei Niederlagen in Folge gab. Gegen Stoke soll der Weg in die Erfolgsspur gefunden werden. Das gilt in der Liga auch für den FC Liverpool, der zu den Queens Park Rangers reist.

Battle against relegation
QPR empfängt also den FC Liverpool. Das Team von Mark Hughes wartet seit sieben Ligaspielen auf einen Sieg. Den letzten Erfolg gab es am 21. Januar gegen Wigan. Die Reds von der Merseyside haben mittlerweile sieben Punkte Rückstand auf Platz 5, sind ja aber bereits durch den Gewinn des Carling Cup für die Europa League qualifiziert. Liverpool nur mit zwei Siegen aus den letzten sechs Ligaspielen. Die Queens Park Rangers liegen einen Punkt vom rettenden Ufer entfernt auf Platz 18 und hoffen auf eine Niederlage der Blackburn Rovers. Im Ewood Park empfängt der Tabellensechszehnte den AFC Sunderland, der im grauen Mittelfeld der Tabelle spaziert.

Thema: Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Sonntag, 18. März 2012 – Robbie Fowler

Sonntag, 18. März 2012 11:20

“My type of forward, a No10, thrives in partnerships, dropping off another striker but a lot of teams now have just one up front. I’m old school, I like 4-4-2 but the Premier League has definitely changed since my day. I’m not saying we weren’t fit but the players are a lot more athletic now and there’s a much bigger emphasis on pace. That doesn’t mean the standard of football’s better, though. I’m not sure it is.”

Äußerst lesenswertes Interview mit dem ehemaligen Liverpool-Spieler Robbie Fowler über seine Zeit in Thailand und Australien und seine Sicht auf die heutige Spielweise in der Premier League, fünf Jahre nachdem er den FC Liverpool verlassen hatte.

The Observer: Robbie Fowler back from his faraway travels and hungry to play

Thema: Premier League, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis