Dienstag, 28. Dezember 2010 11:14
Wie immer zum Abschluss des Jahres der persönliche Jahresrückblick.
1. Zugenommen oder abgenommen?
Ganz leicht zugenommen, im Vergleich zu Ende 2009 knapp zwei Kilogramm. Nichts Dramatisches also, aber irgendwie unschön. Also Schnee, verschwinde, ich will wieder meine 10-15 Kilometer laufen.
2. Haare länger oder kürzer?
Eigentlich gleichgeblieben, meist kurz, im Winter etwas länger (oder besser formuliert: weniger kurz).
3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weiterhin kurzsichtig, hat sich jetzt nicht groß verschlechtert. Da freut sich der Geldbeutel, Brillengläser sind nicht ganz so günstig.
4. Mehr Kohle oder weniger?
Mehr Kohle
5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr ausgegeben. Wenn man schon mehr Geld hat.
6. Mehr bewegt oder weniger?
Trotz der Faulheit im November und Dezember – auch arbeitsmäßig bedingt – definitiv mehr bewegt, nachdem ich endlich die perfekten Laufstrecken am Rhein gefunden habe.
7. Der “hinrissigste” Plan?
Gedacht haben und überzeugt gewesen sein, man könnte Fernbeziehungen perfekt und zur vollsten Zufriedenheit beider Seiten führen, trotzdem wenn beide beruflich schwer beschäftigt sind und sich höchstens an Wochenenden für ein paar Stunden sehen, wenn überhaupt. Also haben wir uns beide für Lebenslauf und gegen Liebe entschieden. In der aktuellen ZEIT Campus-Ausgabe ist diese schwierige Entscheidung Titelthema, in welcher der Konflikt zwischen Liebe und Lebenslauf an Fallbeispielen dokumentiert wird. Fand ich sehr beeindruckend zu lesen. Da fühlt man sich dann doch ein wenig schlecht, wenn Paare in den Niederlanden und China für eine Zeit leben. Aber uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, viele Gespräche und Diskussionen. Aber im Nachhinein hat sich gezeigt, dass wir beide sehr gut damit umgegangen sind und es uns insgesamt besser damit geht, da weniger Last und Druck sich nebenbei noch um einen tollen Menschen zu kümmern, keine hektischen Zugreisen mehr am Wochenende etc. Ende gut, alles gut wäre übertrieben zu sagen und der schönen Zeit niemals angemessen, aber eine gewisse Erleichterung gepaart mit eine wenig Trauer begleitet mich schon fast das ganze Jahr.
8. Die gefährlichste Unternehmung?
Mit T-Shirt, Sandalen und kurzer Hose nachts in einen Musikklub gehen ist ja nicht gefährlich, von daher fällt mir da dieses Jahr gar nichts ein. Mehr Risiko 2011 also bitte.
9. Der beste Sex?
Blöde Frage irgendwie jetzt…
10. Die teuerste Anschaffung?
Habe mir einen neuen Monitor gegönnt, dazu diverse Konzertkarten und Tickets für Fußball und Eishockey. Und meine neue Winterjacke war auch nicht ganz billig.
11. Das leckerste Essen?
Beim Lieblingsitaliener Zerogradi in Düsseldorf-Bilk, köstliches Schnitzel im Gasthof Küpper und den besten Fisch im Juni auf Sylt gegessen.
12. Das beeindruckenste Buch?
Ich weiß ja, dass Fachliteratur nicht zählt, aber zu wirklich viel mehr bin ich nicht gekommen. Zwei Bücher habe ich trotzdem gerne gelesen: Matt McGinn – Roadie. My life on the road with Coldplay. Und jetzt endlich über die Feiertage durchgelesen und für großartig befunden, Jonathan Frantzen – Freiheit.
13. Der ergreifendste Film?
Meine Güte, mir fällt gerade auf, dass ich dieses Jahr nicht einmal im Kino war. Aber so richtig der Filmfreund und Kinogänger war ich noch nie, dafür wieder jede Menge Serien geschaut. Ganz klarer Geheimtipp für dieses Jahr: Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn, großartige Dramaserie. Schaue gerade die dritte Staffel.
14. Die beste CD?
Arcade Fire – The Suburbs
The National – High Violet
Carpark North – Lost
Hurts – Happiness
Donots – The Long Way Home
Scouting for Girls – Everybody Wants To Be on TV
15. Das schönste Konzert?
1. 30 seconds to Mars (Oberhausen, Köpi-Arena, 06.12.2010)
2. Scouting for Girls (Köln, Luxor, 08.06.2010)
3. Stars (Köln, Luxor, 09.09.2010)
4. The National (Hamburg, Stadtpark, 08.07.2010)
5. Vampire Weekend (Hamburg, Docks, 21.02.2010)
16. Die meiste Zeit verbracht mit?
Wie immer nachdenken, arbeiten, aber auch ganz viel Lachen, Spaß haben und freuen über all die schönen Kleinigkeiten in meinem Alltag.
17. Die schönste Zeit verbracht mit?
Ganz vielen netten Leuten in Düsseldorf
18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
Es könnte alles auch viel schlimmer sein.
19. 2010 zum ersten Mal getan?
Meisterschaft der Hannover Scorpions gefeiert, bei einem Bundesligaspiel auf Schalke gewesen, eine 1,0 in einer Hausarbeit geschrieben, am Rhein gegrillt, mich nach einem Kneipenabend nicht mehr erinnern können, wie ich nach Hause gekommen bin, ein richtiges wissenschaftliches Forschungsprojekt geschrieben, im ICE auf dem Boden gesessen, bewusst gelogen, Freunde um Rat gefragt, in einer mündlichen Prüfung bei 25 Grad so richtig geschwitzt, mich über Facebook aufgeregt, mit einem Hund über schneebedeckte Felder gelaufen. Party in der Schweiz. Darüber nachgedacht, was ich nach dem Studium mache.
20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Verliebt gewesen, Stress vermieden (manche Dinge kann man eben nicht beeinflussen), Public Viewing im Hochsommer, Baden im Rhein, To-Do-Listen geschrieben, Steuererklärung ausgefüllt.
21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Entscheidung zwischen Liebe und Lebenslauf, Zugreisen im Winter, die ein oder andere Überstunde am Wochenende
22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Innenraum ist bei Konzerten grundsätzlich besser als Sitzplätze. Düsseldorf ist eine schöne Stadt, die es sich lohnt mal zu besuchen. Nach jedem Tief kommt gleich wieder ein Hoch im Leben.
23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Aufmerksamkeit
24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zuhören und Lachen
25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
“Mit dem Flemming holst du zwar keine Punkte, aber dafür immer einen Platz in der Straßenbahn.” (Schalke-Fan in der frühen Saisonphase)
“Manchmal gibt es gibt kein richtig oder falsch.”
26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
“Es tut mir sowas von Leid, dass ich deinen Geburtstag verpasst habe, aber ich hatte das Wochenende so viel um die Ohren und erstickte in der Arbeit. Und du hast blöderweise deinen Geburtstag auch nicht bei Facebook reingeschrieben, da wäre es mir dann spätestens aufgefallen.”
27. 2010 war mit einem Wort …?
Kannmichnichtbeklagen
2011 kann also kommen. Wieder viele Veränderungen und Entscheidungen. Hoffnungen und Wünsche, die ich gerne erfüllt hätte. Ich freu mich drauf.