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Champions League 2010/2011, Auslosung Gruppenphase

Donnerstag, 26. August 2010 17:34

Champions League Gruppenphase 2010/2011

Gruppe A:
Inter Mailand
Werder Bremen
Tottenham Hotspur
Twente Enschede

Gruppe B:
Olympique Lyon
Benfica Lissabon
FC Schalke 04
Hapoel Tel-Aviv

Gruppe C:
Manchester United
FC Valencia
Glasgow Rangers
Bursaspor

Gruppe D:
FC Barcelona
Panathinaikos Athen
FC Kopenhagen
Rubin Kazan

Gruppe E:
FC Bayern München
AS Rom
FC Basel
CFR Cluj

Gruppe F:
FC Chelsea
Olympique Marseille
Spartak Moskau
MSK Zilina

Gruppe G:
AC Mailand
Real Madrid
Ajax Amsterdam
AJ Auxerre

Gruppe H:
FC Arsenal
Schachtjor Donzek
Sporting Braga
Partizan Belgrad

[19h16] Ich halte nicht mehr viel davon, jetzt irgendeine Gruppe als machbar oder unbedingt machbar zu klassifizieren. Da gab es in den letzten Spielzeiten zu viele Überraschungen. Auch die vermeintlich kleinen Teams können durchaus ins Achtelfinale einziehen. Ich will mich also nicht festlegen, wer da jetzt weiterkommt. Trotzdem ein paar kurze Gedanken zu den einzelnen Gruppen.

Gruppe A: Richtig schwierige Gruppe für Werder, vielleicht die schwierigste. Inter als Titelverteidiger, die Spurs sind extrem spielstark. Da kann man vielleicht noch hoffen, dass Tottenham mit der geringeren Erfahrung im Nachteil ist. Twente als niederländischer Meister hat nicht unbedingt die großen und bekannten Spieler, tritt aber sehr geschlossen auf. Eine Gruppe A gemacht für Arnautovic.

Gruppe B: Gute Chancen für Schalke. Sollte Lyon trotz des mäßigen Saisonstarts in der Ligue 1 wieder zu alter Form zurückkehren, gehen sie als Favorit in diese Gruppe. Benfica ist unangenehm zu spielen, aber es sollte möglich sein für Königsblau Lissabon und Tel-Aviv hinter sich zu lassen.

Gruppe C: Reizvoll das englisch-schottische Duell. Valencia hat viele gute Spieler abgeben müssen. Wird spannend um den zweiten Platz. Man Utd für mich in der Pole-Position in dieser Gruppe.

Gruppe D: Kazan darf erneut versuchen beim FC Barcelona zu gewinnen. Da ist Kopenhagen sicherlich das schwächtste Team mit der geringsten Erfahrung. Auch hier wieder durchaus spannender Kampf um den zweiten Platz.

Gruppe E: Da können sich die Bayern wirklich nicht beschweren, vielleicht nicht die reizvollsten Gegner bekommen, dafür aber sehr gute Chancen auf den Gruppensieg. Der AS Rom ist in der Liga stark und hat hin und wieder auch in der Champions League gute Leistungen gezeigt. Man kann den Italienern aber auch sehr schnell die Grenzen aufzeigen. Cluj hat da nichts zu verlieren – und ist vielleicht deshalb stark und für Überraschungen gut.

Gruppe F: Chelsea gegen Marseille ist schon eine sehr leckere Ansetzung, aber ansonsten keine besonders spannende Gruppe. Sollte für die Blues keine Probleme geben locker ins Achtelfinale zu kommen.

Gruppe G: Einfach nur fein. Den AC Mailand halte ich jetzt nicht mehr für ein europäisches Schwergewicht, aber immer noch ein sehr reizvoller Gegner. Ajax Amsterdam kann vielleicht den etablierten Teams ein Bein stellen. Und Auxerre sollte auch nicht unterschätzt werden. War letzte Saison das zweitstärkste Auswärtsteam der Ligue 1. Und wer Zenit St. Petersburg rauskegelt, hat seine Feuertaufe schon bestanden.

Gruppe H: Weite Reisen für den FC Arsenal – aber mit der Heimstärke und den Teams sollte das Weiterkommen ganz easy möglich sein. Für die Gunners keine großen Gegner diesmal. Kann man Kräfte schonen fürs Achtelfinale. Sind trotzdem unbequeme Auswärtspartien. Braga hat Sevilla geschlagen, Partizan hat einen Hexenkessel. Donezk immer für stark Spiele gut. Es gibt ein Wiedersehen mit Eduardo.

[18h49] Ach, guck an. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Diego Milito wird Stürmer des Jahres. Spielt übrigens bei Inter Mailand.

[18h38] Wesley Sneijder/Inter Mailand Mittelfeldspieler des Jahres. Wie spannend und abwechselungsreich da doch abgestimmt wurde.

[18h26] Maicon von Inter Mailand ist Verteidiger des Jahres. Mit voller Begeisterung von Andreas Brehme verkündet.

[18h15] “I know it sounds complicated, but it is.”

[18h11] Gary Lineker ist Botschafter für die Finalstadt London, im Wembley Stadium findet das Endspiel Ende Mai statt.

[18h08] Europas Torhüter des Jahres ist Julio Cesar von Inter Mailand. Setzte sich gegen Lloris (Lyon) und Victor Valdes (FC Barcelona) durch. Torwart des CL-Siegers, keine überraschende Wahl.

[18h02] Los geht es. Mit vielen Reden und einem Rückblick der UEFA auf die vergangene Saison. Gleich dann die Ehrung der europäischen Klubfußballer des Jahres.

[17h59] Prozedere für die Auslosung eigentlich ganz einfach. Aus jedem Topf ein Team für jede Gruppe. Mannschaften aus demselben Land dürfen nicht in die gleiche Gruppe gezogen werden. Sonst gibt es keine Restriktionen. Und dann sollten mehrere Teams aus einem Land möglichst nicht in einer Gruppenhälfte spielen, also über alle Gruppen verteilt.

[17h54] Wunschgruppe für Werder: FC Arsenal, Glasgow Rangers, Bursaspor. Aber ich ziehe ja die Kugeln nicht.

[17h45] Sky, Eurosport und N24 übertragen die Auslosung. Zudem gibt es wieder ein Livestream der UEFA, ergänzend ein Live-Blog aus Monaco.

[17h41] 32 Mannschaften sind wieder dabei, 22 direktqualifizierte Klubs plus 10 Qualifikanten aus den Playoffs. Sechs Debütanten schnuppern erstmals die Luft der europäischen Königsklasse, namentlich die Tottenham Hotspur, SC Braga, Hapoel Tel-Aviv, Enschede, Zilina und Bursaspor.

Die Lostöpfe:

Topf 1: Inter Mailand, FC Barcelona, Manchester United, FC Chelsea, FC Arsenal, Bayern München, AC Mailand, Olympique Lyon

Topf 2: Werder Bremen, Real Madrid, AS Rom, Schachtjor Donezk, Benfica Lissabon, FC Valencia, Olympique Marseille, Panathinaikos Athen

Topf 3: Tottenham Hotspur, Glasgow Rangers, Ajax Amsterdam, Schalke 04, FC Basel, Sporting Braga, FC Kopenhagen, Spartak Moskau

Topf 4: Hapoel Tel Aviv, Twente Enschede, Rubin Kasan, AJ Auxerre, CFR Cluj, Partizan Belgrad, MSK Zilina, Bursaspor

[17h34] Guten Abend. Ab 18 Uhr gibt es die Auslosung zur Gruppenphase der Champions League. Wir werden also erfahren, gegen wen Bayern München, Schalke 04 und Werder Bremen spielen müssen.

Thema: Champions League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Champions League 2010/2011 Playoff Hinspiel, Young Boys Bern – Tottenham Hotspur

Dienstag, 17. August 2010 20:05

[22h34] Endstand Young Boys Bern – Tottenham Hotspur 3:2

Nach der temporeichen und dramatischen ersten Hälfte mit dem späten Anschluss durch die Spurs, ging es aus Sicht von Tottenham gut weiter. Man hatte ausreichend Ballbesitz, beschäftigte Bern in der Defensive und kam zu ein paar guten Torchancen. Aber die finale Großchance wollte nicht erscheinen. Die hatte dann Bern Mitte der zweiten Hälfte, als man sich etwas befreien konnte. Schneuwly hatte zweimal den Ausbau der Führung auf dem Fuß, agierte aber zu hastig im Abschluss. Besser machte es dann Pavyluchenko knappp fünf Minuten vor Schluss.

Die Spurs damit mit eineinhalb blauen Augen davongekommen. Gute Ausgangslage für das Rückspiel am Mittwoch an der Lane. Ein einfaches 1:0 reicht schon. Wer hätte das nach 30 Minuten in dieser Partie gedacht? Also noch jede Menge Spannung für das Rückspiel. So viel für heute. Schönen Abend noch aus Düsseldorf. Bye.

[22h33] Zwei Minuten Nachspielzeit. Derweil die Young Boys mit einem weiteren Wechsel. Marco Raimondi kommt für den aktiven Degen.

[22h29] Und jetzt ist wieder doch ein irres Spiel. Bern mit den klaren Chancen auf das 4:1 und 5:1 und im Gegenzug die kalte Dusche. Nennt sich Fußball.

[22h25] 3:2, Roman Pavlyuchenko, 83. Minute

Spurs are back! Das nennt sich dann Chancenauswertung. Und was für ein wunderschönes Tor, ähnlich dem Treffer von Ngog am Sonntag gegen Arsenal. Keane schickt den Russen auf die Reise, der die Kugel noch ein paar Meter mitnimmt und dann aus spitzem Winkel unters Dach in die kurze Ecke nagelt. Wenig Chance für Wolfli bei dem wuchtigen Schuss. So macht man es. Aus 3:0 ein 3:2. Das liest sich schon wieder besser. Könnte aber auch 5:1 stehen und Tottenham dürfte sich nicht beschweren.

[22h24] Und die nächste riesengroße Chance für Bern zum 4:1 zehn Minuten vor Schluss. Wieder Chaos in der Spurs-Defensive, wieder knallt Schneuwly den Ball per Volleyabnahme aus kurzer Distanz ganz knapp über das Tor. Könnte die entscheidung gewesen sein.

[22h21] Was für ein Konter der Young Boys. Ganz groß. Drei Stationen bis zum Abschluss. Aber Schneuwly schießt den Ball nach Zuspiel von Degen über das Tor. Spurs fliegt der Einwurf um die Ohren. Spiel mit dem Feuer. Zu viel Risiko könnte das vierte Gegentor bedeuten.

Im Gegenzug lenkt Wolfli einen Kopfball von Pavlyuchenko über die Querlatte. Noch mal ein wenig Dramatik.

[22h18] Viertelstunde noch. Spiel hat merklich an Tempo verloren. Bern macht nur noch wenig nach vorne, die Spurs weiter um geregelten Spielaufbau bemüht, aber zu fehlerhaft im letzten Angriffsdrittel. Tut sich wenig im Moment, Tottenham aber weiterhin mit leichtem Übergewicht.

[22h11] Und allen Spurs-Fans ist zu empfehlen bei Standardsituationen von Bern zukünftig nicht mehr auf den TV-Bildschirm zu schauen. Denn es bleibt gefährlich. Diesmal nach Freistoß von rechts Bienvenu aus kurzer Distanz per Kopf über die Querlatte. Brenzlige Situationen für Tottenham, die ihrerseits jetzt kaum noch zu Torgelegenheiten kommen.

[22h08] Erster Wechsel bei den Young Boys. Christian Schneuwly kommt für Moreno Constanzo.

Die Young Boys konzentrieren sich jetzt auf die Defensive, stehen sehr tief und kompakt. Spurs haben mehr Ballbesitz, finden aber noch nicht den Abschluss. Und wenn Fernschüsse über das Tor.

Die Spurs mit der letzten Auswechselung. Jermain Defoe muss verletzt raus, Robbie Keane für ihn in der Partie.

[220h2] Für ein paar Momente können sich die Schweizer ein wenig befreien und das Spiel wieder mehr in die Hälfte der Spurs verlagern und sind dann bei Standardsituationen weiter sehr viel gefährlicher, als die Spurs es bisher in den ersten 15 Minuten gewesen sind. Mangelt noch ein wenig am Abschluss.

[21h58] Gareth Bale mit ganz starker zweiter Hälfte. Und die Spurs nähern sich langsam dem 2:3. Präzise, scharfe Flanke von Bale in die Mitte, wo Defoe und Pavyluchenko ganz knapp verpassen. Nur noch Spurs im Moment. Man kann Redknapp heute Abend sicherlich auch einige Vorwürfe machen, die Einwechselung von Huddlestone gehört zu den richtigen Entscheidungen.

[21h52] Die Spurs machen genau dort weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört haben, mit Zug zum Tor. Einziges Manko noch, dass man den jetzt dichter werdenden Abwehrriegel der Young Boys noch nicht knacken konnte. Aber das ist ein Ballbesitz jetzt für die Spurs in den ersten fünf Minuten, mehr wohl als in der ersten Hälfte insgesamt. Gefühlt. Bern mit allen 11 Mann in der eigenen Hälfte.

[21h50] Mal ein wenig Kombinationsfußball von den Spurs. Pavlyuchenko gewinnt in der Mitte den Zweikampf, gibt den Ball raus zur Corluka, dessen Flanke gerade so von Wolfi abgefangen wird. Defoe stand zum Einschuss bereit. Guter Beginn der Gäste.

[21h48] Beginn 2. Halbzeit

[21h45] Die Spurs werden wechseln. Luka Modric geht, Niko Kranjcar kommt für seinen Landsmann in die Partie.

[21h32] Halbzeit Young Boys Bern – Tottenham Hotspur 3:1

Was ein geiles Spiel und eine sehr attraktive Ausgangslage für weitere dramatische 45 Minuten. Die Spurs haben die ersten 30 Minuten mit Ausnahme einiger passabler Angriffszüge komplett verschlafen. Vor allem defensiv völlig unerklärliche Fehler, Abstimmung zwischen Dawson und Bassong so gut wie gar nicht vorhanden. Nach und nach kann man etwas besser ins Spiel, wurde durch das 0:3 noch einmal zurückgeworfen, rissen sich dann aber endlich am Riemen und kamen durch den defensiv katastrophalen Bassong zum Anschluss. Eine ganz schwache erste Hälfte der Spurs. Noch ist man am Leben, hat sich eine “Lifeline” zurückgeholt. Jetzt muss man das in der zweiten Hälfte bestätigen. Voraussetzung gar nicht so schlecht. Hohe Bälle, viele Flanken und Ecken könnten das Rezept sein um mit einem blauen Auge davon zu kommen.

[21h31] Und Bern hat in den letzten Minuten eindrucksvoll gezeigt, dass sie anfällig sind bei hohen Bällen. Es riecht nach Peter Crouch. Zunächt aber die Flanke von Bale, in der Mitte köpf Defoe knapp daneben. Aber Defoe konnte sich problemlos im Kopfballduell durchsetzen.

[21h30] Die Spurs mit Dauerdruck vor dem Halbzeitpfiff. Bern bekommt zum ersten Mal in diesem Spiel richtige Probleme. Eine Minute Nachspielzeit bei vier Toren, nun ja.

[21h27] 3:1, Sebastian Bassong, 42. Minute

Ausgerechnet Bassong, der defensiv eine richtig dunkle Stunde erwischt hat. Aber offensiv hilft ihm seine enorme Sprungkraft und Kopfballstärke. Ecke von der rechten Seite von Gareth Bale, in der Mitte Bassong dynamisch im Zweikampf, wuchtiger Kopfball unters Dach. Schön gemacht.

[21h26] Fünf Minuten noch bis zur Halbzeit. Spurs brauchen Tore. Und dürfen gleichzeitig kein weiteres kassieren. Redknapp darf dann mal den Zauberer spielen, die Schweizer lassen sich etwas zurückfallen, Tottenham bekommt mehr Platz.

[21h24] Quasi der kleine Löffel mit den Baldrian-Tropfen, wenn ich jetzt schreibe, dass die Spurs gerade seit gefühlter Ewigkeit mal wieder im Berner Strafraum waren. Die Hereingabe von Defoe fängt Wolfli aber problemlos ab.

[21h20] Mein lieber Mann, die Spurs defensiv mi Auflösungserscheinungen. Bern bekommt einen Freistoß fast auf der Strafraumlinie nach Foul von Bassong an Bienvenu. Spurs können zuvor drei Mal den Ball nicht klären. Jemal mit dem Freistoß knapp über das Tor. “It can’t get worse.”

Wechsel Spurs: Assou-Ekotto geht, Tom Huddlestone, eigentlich angeschlagen, kommt in die Partie. Bale damit links hinten in der Viererkette. Assou-Ekotto bereits mit gelb verwarnt. Crouch und Lennon machen sich ebenfalls warm. Redknapp meidet jeden Blick mit seinem Spieler bei der Auswechselung.

[21h14] 3:0, Xavier Hochstrasser, 29. Minute

Das geht einfach viel zu leicht, viel zu leicht. Das muss für alle Spurs-Fans gerade ziemlich weh tun. Ein Pass hebelt mal wieder die gesamte Spurs-Defensive aus. Constanzo schickt Hochstrasser, Bassong mit der Reaktionszeit eines Mehlsackes, viel zu langsam. Freie Bahn für Hochstrasser, der den Ball in die Maschen knallt. Erbärmliche Defensivleistung. Unerklärlich.

Was für ein Alptraum-Abend bisher für die Spurs und Harry Redknapp. Man kann in Rückstand geraten, aber wie man sich jetzt defensiv anstellt und die Young Boys fast schon zum Toreschießen einlädt, hätte ich von Tottenham nicht erwartet. Ein noch größerer Berg, wenn überhaupt.

[21h10] Die Spurs alles andere als überzeugend, verlieren viel zu viele einfache Bälle im Spielaufbau. Und die Innenverteidigung mit Bassong und Dawson alles andere, nur nicht konzentriert. Modric von der Defensive der Berner nahezu komplett aus dem Spiel genommen. Über die Außenbahnen geht wenig, Bale auf links bemüht mit ein, zwei guten Ansätzen. Über rechts geht so gut wie gar nichts. Da wird Lennon die Option sein müssen. Palacios habe ich fast noch  gar nicht am Ball gesehen. Und mit einem 2:0 spielt es sich im Moment ziemlich leicht für Bern.

[21h03] Und mit dem 2:0 im Rücken bekommt Bern die Sicherheit und lässt die Spurs zappeln, die ihrerseits fast wild versuchen in dieses Spiel zurückzukommen. Nächste gute Gelegenheit für Tottenham. Flanke Bale von links, in der Mitte bricht sich Defoe aber eher beide Beine bei seinem Versuch den Ball über die Linie zu schieben. Bern defensiv anfällig und offen. Ich will einen Einsatz von Peter Crouch noch nicht beschwören, aber so einen braucht es da vorne jetzt.

[20h58] 2:0, Henri Bienvenu, 13. Minute

Die Spurs machen das Bern viel zu einfach, wieder so ein Konter. Ein versehentlicher Pass hebt die gesamte Viererkette der Spurs auseinander, Dawson schaltet viel zu langsam, keine Chance im Laufduell gegen Bienvenu, der eiskalt Gomes verlädt und zum 2:0 einschiebt. Die Spurs haben jetzt einen ganz hohen Berg zu besteigen.

[20h54] Die Spurs haben schnell den Schalter umgelegt und den Schock des frühen Gegentores überwunden, drängen ihrerseits jetzt auf das erste Tor. Pavlyuchenko schickt Giovani dos Santos wunderbar in die Schnittstelle der Vierkette, scheitert aber am herausragenden Wölfli. Kann man auch machen. Bale auf links bei den Spurs jetzt der Taktgeber. Setzt wieder Pavlyuchenko in Szene, der Defoe bedient. Dessen Volley geht aber über das Tor. Gute Minuten der Spurs.

Und darauf warten die Young Boys nur. Konter. Tolles Spiel in den Anfangsminuten mit ganz hohem Tempo.

[20h50] 1:0, Senad Lulic, 5. Minute

Was für eine Offensivpower der Schweizer. Spycher und Degen gehen auf den Außen weit mit nach vorne. Schnüren die Spurs fast ein, die können nicht zielführend klären, bekommen den Ball immer wieder postwendend zurück. Das Tor fällt trotzdem etwas glücklich. Schuss von Doubai aus knapp 16 Metern, wird von Dawson so abgefälscht, dass der Lulic – nicht im Abseits – freistehend vor die Füße fällt. Und er behält die Ruhe und Nerven um Gomes zu überwinden. Traumstart.

[20h48] Es wäre ein Traumstart gewesen für die Schweizer. Spycher mit dem Einwurf auf der linken Seite in Höhe des Strafraums, die Spurs zu weit weg vom Gegner, Degen steckt auf Lulic durch. Der geht noch ein paar Schritte, zieht dann ab. Rechter Außenpfosten.

Assou-Ekotto verliert auf der linken Seite das Laufduell gegen Degen, bekommt nach knapp vier Minuten die erste gelbe Karte.

[20h46] Beginn 1. Halbzeit

Die Young Boys in den gelben Trikots, die Spurs spielen in den weißen Shirts. Die Schweizer haben Anstoß, spielen von rechts nach links in der ersten Hälfte.

[20h41] “It looks like and feels like a Champions League night.” Die englischen Kommentatoren laufen sich schon mal warm.

[20h37] Die Aufstellung im Stade de Suisse Wankdorf

Young Boys Bern: Wolfli – Sutter, Spycher, Affolter, Jemal – Lulic, Tape Doubai, Degen, Hochstrasser, Costanzo – Bienvenu

Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, Dawson, Bassong, Assou-Ekotto – Giovani, Palacios, Modric, Bale -  Pavlyuchenko, Defoe

Die Schweizer etwas defensiver eingestellt als das Team von der Insel. Bei Bern Bienvenu einzige Spitze, dahinter ein kompaktes Mittelfeld mit Degen und Constanzo in den offensiven Rollen, Hochstrasser eher defensiv eingestellt. Die Spurs mit vier Wechseln im Vergleich zum Ligaspiel gegen Manchester City. Crouch, Lennon, King und Huddlestone sind auf der Bank respektive gar nicht im Kader. Dafür Pavlyuchenko im Sturm, Giovani auf der Lennon-Position. Bassong übernimmt die Position in der Innenverteidigung für Ledley King.

[20h29] Die Schweizer Zeitungen sprechen vom Spiel des Jahres heute vor der Partie gegen die Spurs, kam das Weiterkommen gegen Fenerbahce in der dritten Qualirunde doch eher überraschend mit dem 1:0-Sieg in der Türkei im Rückspiel. Also eigentlich gar nichts mehr zu verlieren, oder? Sagt auch Trainer Vladimir Petkovic: ” Ich habe gelesen, dass wir so wenig Chancen haben, dass wir gar nicht auf den Platz gehen müssten.” Entscheidend für Young Boys Bern wird sein, dass man möglichst zu null spielt und selbst ein Tor schießt. Gegen die spielstarken Spurs mit den schnellen Flügelspielern sicherlich keine einfache Aufgabe. Aber chancenlos sieht anders aus.

[20h22] itv Sport mit den fünf Key Facts, warum die Spurs in die Gruppenphase einziehen. Die Performance der Young Boys gegen Fenerbahce und den Kunstrasen hat man gewissentlich ignoriert, denke ich mal.

[20h18] Nicht dabei bei den Spurs heute Abend ist Kapitän Ledley King. Im Stade de Suisse Wankdorf liegt nämlich seit mehreren Jahren schon Kunstrasen um das Stadion vielfältig nutzen zu können. King mit seiner Knie-Verletzung könnte auf diesem Spielfeld seine Karriere ruinieren, so Redknapp. Deshalb riskiere er keinen Einsatz. Im Sturm bei den Spurs von Beginn Pavlyuchenko und Defoe. In der Hoffnung auf etwas mehr Glück im Abschluss im Vergleich zum Samstag.

[20h14] Harry Redknapp äußerte sich ein wenig uneinheitlich vor dem Spiel in der Schweiz. Einerseits scheint er schon die Favoritenrolle für sich reklamieren zu wollen, auf der anderen Seite teilte er gestern der Presse mit, dass ein mögliches Ausscheiden in den Champions League Playoffs kein Beinbruch wäre. Frei nach dem Motto: Wer hätte denn vor der letzten Saison schon gedacht, dass wir uns überhaupt unter den ersten Vier in der Premier League qualifizieren? Redknapp nimmt den Druck von der Mannschaft, weiß aber sehr wohl, dass die Nichtqualifikation die Spurs und auch die Pläne von Redknapp ein wenig zurückwirft. Für das Image der Spurs wäre eine Teilnahme essentiell, könnte man doch auch in Europa ein wenig aus dem Schatten der englischen Konkurrenz kommen. Man hätte gute Argumente für einen Stadionneubau und man nimmt eine Menge Geld ein, welches die Spurs – obwohl nicht unbedingt in einer finanziellen Schieflage – gut gebrauchen könnten. Zur Konsolidierung aber auch um eventuell noch den ein oder anderen Spieler an die White Hart Lane zu lotsen. Und das geht mit der Champions League als Backup wesentlich besser. Und natürlich wäre es auch für die Spieler – die junge Mannschaft – eine Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und auf der europäischen Bühne zu präsentieren. Wenn die Tottenham Hotspur eine Entwicklung in ihrer sportlichen Arbeit nachzeichnen wollen, braucht es zur Dokumentation den Einzug in die Champions League Gruppenphase. Um den nächsten Schritt zu machen.

[20h05] Die Spurs zum ersten Mal heute Abend auf der ganz großen europäischen Fußballbühne. Ein paar weitere Spiele in der Champions League sollen folgen. Voraussetzung dafür ist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel kommenden Mittwoch in London. Die Hürde heißt Young Boys Bern. Dazu Spurs-Trainer Harry Redknapp: “Seien wir ehrlich. Wir sollten sie besiegen.” Schauen wir mal. Guten Abend.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog: Champions League 2010/2011, Auslosung Playoffs

Freitag, 6. August 2010 11:33

[12h26] Ich verabschiede mich in die Mittagspause. Ab 13:30 Uhr gibt es die Auslosung zu den Europa League Playoffs. Ich verweise auf das Live-Blog bei catenaccio.

[12h19] Ich hätte mir jeden Gegner gewünscht, nur nicht Sampdoria Genua. Das ist unter den sowieso vielen schwierigen und unangenehmen Gegnern sicherlich die schwierigste Aufgabe. Das wird bereits der erste große Härtetest.

Deutlich besseres Los für die Tottenham Hotspur, die nach Bern reisen müssen plus das Rückspiel an der White Hart Lane haben. Kiew gegen Amsterdam finde ich eine sehr reizvolle Partie, hervorstechen tun auch noch – zumindest von der Brisanz – das Duell auf der iberischen Halbinsel zwischen Braga und Sevilla und das Skandinavien-Duell zwischen Trondheim und Kopenhagen.

Würde ich jetzt tippen müssen, sehe ich Tel Aviv, Kopenhagen, Basel, Sparta Prag und den RSC Anderlecht weiter. Tottenham sollte es auch schaffen, ebenso wie der FC Sevilla. Ich wünsche mir natürlich ein Weiterkommen von Werder, aber gebucht ist das noch lange nicht. Wobei wir gegen italienische Teams immer mehr als passabel aussahen. St. Petersburg und Ajax dürften sich in den weiteren Partien durchsetzen.

Einige interessante Partien dabei. Das wird sicherlich interessant. Alle Partien samt Konferenz auf Sky, das Werder-Spiel läuft zudem bei Sat.1

[12h07] Und los geht es. Zunächst die Gruppe 2, also Werder muss noch einen Tick warten.

Champions League Playoffs 2010/2011
FC Salzburg – Hapoel Tel-Aviv
Rosenborg Trondheim – FC Kopenhagen
FC Basel – FC Sheriff Tiraspol
Sparta Prag – MSK Zilina
Partizan Belgrad – RSC Anderlecht

Young Boys Bern – Tottenham Hotspur
SC Braga – FC Sevilla
Werder Bremen – Sampdoria Genua
Zenit St. Petersburg – AJ Auxerre
Dynamo Kiew – Ajax Amsterdam

[12h06] Exakter Spielplan mit den genauen Ansetzungen sollte ab 15:30 Uhr heute Nachmittag verfügbar sein.

[12h04] Ab dem Playoff-Start übrigens auch in der Champions League zwei weitere Schiedsrichter. UEFA erinnert an Fairplay und den fairen Umgang mit den Schiedsrichtern. Leute, holt die Loskugeln raus.

[12h02] Es folgen die üblichen Begrüßungen, Hinweise und einführenden Worte. Glückwünsch für alle teilnehmenden Mannschaften, etc. etc. Nicht weiter erwähnenswert. Die UEFA hat es noch nie wirklich verstanden, sowas wie Dynamik in so eine Auslosung zu bekommen.

[11h59] Hach, endlich wieder Champions League Hymne.

[11h43] Werder Bremen kann auf Dynamo Kiew, den SC Braga, Sampdoria Genua, den AJ Auxerre oder Young Boys Bern treffen. Für die 20 teilnehmenden Mannschaften gibt es zwei Gruppen à 10 Mannschaften, von denen jeweils fünf gesetzt sind, fünf ungesetzt. Ein gesetztes Team spielt dann gegen ein ungesetztes Team.

Gruppe 1 (“League Route”)

Gesetzt:
FC Sevilla
Werder Bremen
Zenit St. Petersburg
Tottenham Hotspur
Ajax Amsterdam

Ungesetzt:
Dynamo Kiew
Sporting Braga
Sampdoria Genua
AJ Auxerre
Young Boys Bern

Gruppe 2 (“Champions Route”)

Gesetzt:
FC Basel
RSC Anderlecht
FC Kopenhagen
Hapoel Tel-Aviv
Sparta Prag

Ungesetzt:
Rosenborg Trondheim
FC Salzburg
Partizan Belgrad
MSK Zilina
FC Sheriff Tiraspol

[11h34] Tach zusammen. Ab 12:00 Uhr entscheidet sich, welchen Weg unter anderem Werder Bremen gehen muss um in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen. Eurosport und ein Live-Stream auf Uefa.com übertragen die Auslosung der Playoff-Runde. Gespielt wird am 17./18. August (Hinspiele) und am 24./25. August (Rückspiele). Die Sieger der zehn Partien ergänzen die bereits 22 qualifizierten Mannschaften für die neue Champions League Saison.

Thema: Champions League, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog: Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Finale in der Champions League

Freitag, 21. Mai 2010 12:46

[13h55] Soviel von der Pressekonferenz. Nicht wirklich etwas Neues. Sky ist auch sofort aus der Übertragung raus. Schönen sonnigen Freitag noch meinerseits.

[13h51] Van Gaal gefällt mir. Nachdem er bemängelt hatte, dass hier keine Fragen zur Taktik gestellt werden, kommt Daniel Kerst hervor: “Spielen sie mit einem oder zwei Stürmern?” Van Gaal: “Das kann ich so schnell und genau nicht erklären, weil wir viel mit Positionswechseln arbeiten.” Und dann kommt ein großes Haha des Niederländer, weil keiner mit der Antwort was anfangen dürfte. Zu cool.

[13h30] Louis Van Gaal ist jetzt noch auf der Pressekonferenz

Zum Verhältnis zwischen ihm und Mourinho: “Ich habe viele Freunde in dieser Welt, viele Freunde in den Niederlanden, die mir sehr nahe stehen. Mourinho habe ich in einem Termin mit dem Präsidenten des FC Barcelona kennengelernt. Wir haben für drei Jahre zusammengearbeitet, er hätte nach einem Jahe gehen können, aber er ist geblieben. Er hat alle Analysen gemacht, für alle Gegner, er hat das sehr gut gemacht. Er hat Qualität. Wir verschicken regelmäßig Sms, aber das mache ich auch mit anderen Co-Trainern.” Heißt so viel: Es ist ein professionellen Verhältnis, man schätzt sich.

Zur Sperre von Ribery und ob er damit sein letztes Spiel für die Bayern bereits absolviert hat.: “You are a smart guy. But I’m also smart.” Zu geil die Antwort.

Van Gaal: “Ich kenne nicht die Trainingsmethoden von Mourinho, ich sehr nur das Produkt und das Ergebnis. Und das ist sehr gut. Er hat Inter Mailand zu einer Siegermannschaft gemacht. Inter ist ein sehr schwieriger Gegner und das Ausscheiden von Chelsea und Barcelona hat das bestätigt.”

“Es ist für mich eine Ehre hier in dieses Stadion zurückzukehren. Für mich ist es entscheidend, dass der Rasen in Ordnung ist. Und das glaube und hoffe ich. Ich bin sehr stolz darauf, als Trainer dieser Mannschaft im Finale zu stehen.”

Van Gaal wirkt äußerst relaxt und gelassen, beantwortet artig die guten Fragen und schmettert mit einem Satz die Fragen ab, die er nicht beantworten will bzw. in Fragen Vertragsverlängerung Ribery nicht antworten darf. Über seine Person möchte er sich auch nicht äußern, das sollten andere machen.

Daniel Kerst mit der Frage, ob es eine Frage noch nicht gab, die er nicht beantworten durfte in den letzten Tagen. Van Gaal: Ich habe hier nicht eine einzige Frage zu unserer Taktik gehört.

[13h23] Martin Hörwick: Es wird heute und morgen von Seiten des Vereins keine Aussagen und Meldungen über Vertragsverlängerungen oder Wasserstände bei der Vertragsverhandlungen geben. Vereine machen Verträge, keine Zeitungen. Und schon ist der Saal ruhig.

[13h21] Und Schweinsteiger will den Kopfhörer gar nicht mehr abnehmen, auch bei den Fragen von Roland Zorn und Daniel Kerst, die nach der Bedeutung des Kapitän in einem solchen Spiel fragt, nach den Möglichkeiten eines Kapitän, auch noch im Spiel Einfluss und Veränderungen vorzunehmen. Und es ging um die Anspannung, ob die sich im Laufe der Vorbereitung verändert.

Van Bommel: “Man kann während eines Spiels nicht mehr viel machen, zumal der Trainer sehr gut von der Außenlinie uns versorgt.”

[13h19] Frage eines spanischen Journalisten: “Was ist Bayern-Dusel?” Antwort von Schweinsteiger: “Harte Arbeit.” Und ich dachte schon, der Schreibling hat nach der Düssel gefragt…

[13h17] Frage nach der Bedeutung von Arjen Robben: “Er ist fit, die Mannschaft weiß, wie wir für ihn spielen müssen und er weiß, wie er für uns spielen muss. Er leistet tolle Arbeit, macht wichtige Tore. Wir ergänzen uns hervorragend. Ich bin froh, dass er mit uns spielt. Warum Real Madrid ihn nicht mehr behalten wollte, weiß ich nicht”, so Mark Van Bommel.

[13h16] Bastian Schweinsteiger freut sich jedes Mal und lacht innerlich in sich hinein, wenn er den Kopfhörer aufsetzen darf, damit er den Übersetzer im Ohr hat. Alle Fragen der nicht deutsch sprechenden Journalisten gehen aber alle an Mark Van Bommel.

[13h14] Weitere Fragen der Journalisten, aber nicht wirklich Brauchbares, das man länger als zwei Minuten in Gedanken behalten muss. Warum fragt denn mal keiner nach Schlüsselspielern, nach den direkten Duellen im Spiel, nach den Stärken und Schwächen beider Teams, nach den Erfahrungen, die man von Inter Mailand gewonnen hat. Stattdessen Fragen nach Gefühlen und der mentalen Stärke eines Teams, die notwendig ist in einem solchen Finale.

[13h08] Nun sind Fragen der Journalisten erlaubt. Aber nur wieder Quatsch. Drei Gründe für einen CL-Triumph der Bayern. Schweinsteiger nennt die Perfektion der Bayern und die Mentalität der Spieler.

Ein spanischer Journalist fragt, ob ein möglicher Wechsel von Mourinho zu Real Madrid das Inter negativ beeinflussen wird. Van Bommel versteht zunächst die Frage nicht, weiß nicht, in welcher Sprache er antworten soll. Dann kommt die Antwort: “Ich weiß es nicht.”

Nächste Frage eines deutschen Journalisten, ob es ein gutes Omen sei, dass Turbine Potsdam den Frauenwettbewerb gewonnen habe. Meine Güte, was soll denn der gute Herr Schweinsteiger (“Basti”) darauf antworten. Solche Fragen auf einer PK, als Spieler würde ich dann gehen.

Du meine Güte. Nächste Frage: Sag mal, Schweini, genießt du auch ein bisschen das schöne Wetter hier in Madrid im Vergleich zu München? Unfassbar!

[13h02] Herr Hörwick, Pressesprecher des FC Bayern, begrüßt die anwesenden Journalisten. Erste Frage an Mark van Bommel, der ja schon mit Barcelona hier gespielt hat und auch schon CL-Sieger wurde. Frage nach seinen Gefühlen ein Tag vor dem CL-Finale.

Van Bommel: “Mir hilft die Erfahrung ein klein wenig, dass ich das schon mal erlebt habe. Spannung ist da.”

Schweinsteiger zu der Frage, wie die Atmosphäre im Team ist: “Sind alle sehr positiv gestimmt, auch aufgrund des Sieges im Pokalfinale. Wir sind uns bewusst, dass wir etwas Historisches schaffen können. Wir sind gierig, der Verein steht voll hinter uns. Es wird hoffentlich ein großer Abend morgen.”

Zum Stadion in Madrid: “Diesmal ist es etwas ganz Besonderers, 11 gegen 11, natürlich ist die Atmosphäre außen herum ein Faktor, der so ein Finale noch schöner macht.”

Mark van Bommel zu Inter und Wesley Schneijder: “Wenn man über Wesley redet, spricht man über einen weltklasse Spieler. Ich freue mich mit ihm bei der WM zu spielen, aber morgen erstmal gegen ihn.

[13h00] So, Pressekonferenz beginnt. Van Bommel und Schweinsteiger haben hinter den Mikros Platz genommen. Zunächst die Begrüßung des UEFA-Vertreters, der auf Schwierigkeiten der Akkreditierung bei den Journalisten hinweist. Dann kann es losgehen.

[12h58] Jörg Althoff von der BILD ist zu Gast und erklärt die Recherchetechniken der Zeitung zur Vertragsverlängerung von Ribery. Ist nen Mehrwert für jeden zahlenden Abonnenten. Es sind “Informationen, die wir haben”, so Althoff. Spricht von fundierten Informationen.

[12h56] Also besseres Wetter als hier in Deutschland haben die Madrilenen auch nicht. Gäste auf der PK sind Van Bommel, Schweinsteiger und Van Gaal.

[12h53] Drinking Game schon mal für den Samstag: “Nacht der Wahrheit”. Ganz ehrlich, bei mir liegt die Anspannung und Vorfreude auf das Champions League Finale irgendwo im niedrigen einstelligen Bereich, ganz einfach, weil ich mit den Bayern sonst wenig am Hut habe. Trotzdem freut es mich natürlich, dass sie im Finale stehen und ich kann mich auch ziemlich gut in alle Bayern-Fans hineinversetzen, wie die Anspannung und Vorfreude immer mehr steigt bis morgen zum Anstoß. Möchte da nicht unbedingt gerne tauschen.

[12h50] Die Bayern haben um 13:00 Uhr deutscher Zeit ihre letzte Pressekonferenz vor dem morgigen Champions League Finale gegen Inter Mailand. Sky überträgt live. Mal sehen, ob es einige interessante Aussagen und Ausblicke auf morgen gibt. Und schon mehr Details zur Vertragsverlängerung von Ribery. Angeblich bis 2015 soll der neue Vertrag laufen, geschätztes Jahresgehalt von 10 Millionen Euro. Damit spielen die Bayern in der Bundesliga endgültig in einer neuen Liga und Größenordnung.

[12h46] Guten Tag zusammen.

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Champions League 2009/2010 Viertelfinale Hinspiel, FC Arsenal – FC Barcelona

Mittwoch, 31. März 2010 20:00

[22h35] Endstand FC Arsenal – FC Barcelona 2:2

Was soll man jetzt aus dieser Partie mitnehmen? Kompliment an Arsenal, die mit letzter Kraft und diversen Rückschlägen über 90 Minuten sich noch zurückgekämpft haben. Insgesamt hatten sie aber ganz viel Glück und den Gunners wurden über 70 Minuten sämtliche Grenzen aufgezeigt. Für das Rückspiel mag das vom Ergebnis noch einigermaßen offen sein, aber ich kann mir das nicht vorstellen, wie Arsenal ohne Fabregas im Camp Nou mit mehr Mut als heute spielen kann. Insgesamt war das offensiv zu fehlerhaft und von der Körpersprache zu sehr von Respekt geprägt. Kann man das innerhalb von einer Woche ablegen? Barca hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie die beste Fußballmannschaft der Welt haben und wissen wohl selbst nicht, warum sie hier nur mit einem Remis rausgehen. Im Rückspiel fehlt die Innenverteidigung – das könnte nochmal interessant werden.

Arsenal braucht selbst eine perfekte Leistung, einen perfekten Abend – und irgendwann muss es doch einfach mal passieren. Irgendwann.

[22h32] Drei Minuten Nachspielzeit

[22h27] 2:2, Cesc Fabregas, 85. Minute

Puyol mit dem Foul an Fabregas im Strafraum. Verhindert eine klare Torchance, von daher kam man den Platzverweis geben. Fabregas knallt den Ball zum Ausgleich ins Tor. Und wieder bricht die alte Verletzung auf. Wenn man den Ball auch so hämmert, sind wieder die Knieschmerzen da. Aber Cesc kann weitermachen. Ausgleich. Ich sag ja: Ein komisches Spiel.

[22h25] Elfmeter Arsenal und Platzverweis Puyol/Barcelona

[22h24] Da läuft bei Arsenal nicht mehr viel zusammen. So gut Barcelona hier heute gespielt hat, man hätte selbst eine perfekte Leistung erbringen müssen. Aber davon war man weit entfernt. Bitter: Wie so oft in den großen Spielen zuletzt.

[22h18] Xavi mit einem Pass auf Messi, wo man nur mit der Zunge schnalzen kann. Hebelt wieder die ganze Arsenal-Defensive aus. Messi auf dem Weg zum 3:1 – aber Almunia macht die kurze Ecke gut zu. Henry wird für Ibrahimovic eingewechselt und das ganze Emirates erhebt sich. Hat Arsenal wirklich noch einen Fuß in diesem Spiel? Im Moment nicht. Barca kontrolliert wieder. Arsenals Druck ist verschwunden. Noch gut 10 Minuten zu absolvieren.

[22h13] Arsenal jetzt mit gutem Offensivspiel, endlich mal Kombinationen über drei, vier Stationen. Piqué sieht gelb nach Foul an Fabregas, ist ebenfalls im Rückspiel gesperrt. Fabregas mit dem Freistoß über das Tor.

[22h11] 1:2, Theo Walcott, 70. Minute

Und sie können doch so schön Fußball spielen, wenn man sie lässt und sie wollen. Schöner Spielzug der Gunners über Nasri und Bendtner, der Walcott bedient. Der kommt mit Geschwindigkeit von der Außenbahn und lässt mit seinem durchaus haltbaren Flachschuss wenigstens ein wenig Hoffnung keimen. Valdez fällt da wie eine kleine Bahnschranke.

[22h09] Es ist nicht mal mehr eine Trumpfkarte, die Wenger spielen kann. Walcott kommt für Sagna. Heißt mehr Platz für Barca. Ich mag gar nicht dran denken. Und mal sehen, wann die ersten Fans kommen und Verstärkungen für den Sommer fordern.

[22h04] Bin gespannt, wann Arsenal einfach mal beginnt die weiße Fahne zu schwenken. Da sind jetzt alle Grenzen aufgezeigt worden. Im Prinzip ist dieses Viertelfinale hier und heute zu dieser Minute beendet. Arsnenal hat ganz andere Sorgen. Samstag kommt Wolverhampton ins Stadion und dann geht es um die Meisterschaft, die jetzt wohl Priorität genießt. 1:1 am Samstag in Birmingham in letzter Sekunde kassiert, jetzt diese teilweise Demütigung. Das kostet Kraft und Nerven für Arsenal sein Team wieder aufzurichten.

[22h00] 0:2, Zlatan Ibrahimovic, 59. Minute

Arsenal geht körperlich am Krückstock, und den nimmt ihn Barcelona jetzt noch weg inklusive eines gehörigen Tritts vors Schienbein. Ein Pass hebelt die ganze Abwehr der Gunners aus, Song rückt zu spät raus, Ibrahimovic hat alle Zeit der Welt und knallt den Ball unters Dach. Pure class von Barca gegen Arsenal, das völlig in sich zusammenfällt. Kapitulation on all accounts.

[21h58] Barca mit enormer Laufbereitschaft, da wird Denilson mit zwei Mann in der eigenen Hälfte attackiert. Arsenal wirkt im Vergleich dazu müde. Unfassbare Teamperformance der Katalanen.

[21h55] Endlich mal ein guter, schneller und flüssiger Angriff der Gunners. Toll gespielt, über links mit Clichy, präzise Flanke in die Mitte, wo Bendtner in der Luft steht und einen wuchtigen Kopfball produziert. Toller Reflex von Valdez. Arsenal mit einem Hauch von Drangphase. Sie müssen sich ja auch langsam mal was überlegen.

[21h52] Dieses Spiel ist komisch. Da spielt Barca Arsenal fast 20 Minuten mit schnellem Spiel gegen die Wand und dann ist es doch der lange Hafer, der zum Erfolg führt. Und Arsenal ist geschockt. Wer kann da jetzt nochmal einen neuen Impuls geben? Fabregas scheint es nicht zu sein. Und Schiedsrichter Busacca geht mir langsam auch gehörig auf die Nerven.

[21h48] 0:1, Zlatan Ibrahimovic, 46. Minute

Wenger sitzt bedient in seinem roten Sessel. Was ein Auftakt für Barca nach 22 Sekunden in der zweiten Hälfte – und das war eigentlich noch nicht mal eine richtige Chance. Arsenal noch im Tiefschlaf, langer Ball auf den Schweden, der Song abschüttelt, Almunia steht im luftleeren Raum und ist zuweit vor seinem Tor und der Barca-Stürmer luft den Ball wunderschön ins Tor. Denkbar ungünstig für Arsenal und damit ist eine Frage auch schon beantwortet. Und jetzt Arsenal, wenn überhaupt, noch eine große Mammutaufgabe. Aber so richtig waren sie ja auch noch nie in diesem Viertelfinale.

[21h47] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel. Mal sehen, was passiert im zweiten Durchgang. Schafft Barca 80 Prozent Ballbesitz? Trifft Ibrahimovic mal gegen ein englisches Team? Kann Arsenal zurückschlagen?

[21h41] Barcelona mit 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte. Als Auswärtsteam. Beeindruckend.

[21h32] Halbzeit FC Arsenal – FC Barcelona 0:0

Es steht noch 0:0, was angesichts der vielen Chancen von Barca und der überforderten Leistung von Arsenal in den ersten 15 Minuten fast schon an ein Wunder grenzt. Arsenal kam danach besser in Spiel, spielte offensiv aber zu fehleranfällig und hatte nur durch Nasri eine richtig gute Chance. Ansonsten steht Barca auch defensiv sehr sicher. Mit der Einwechselung von Eboue bekamen die Gastgeber mehr Ordnung ins Spiel. Gallas verletzt, Arshavin humpelt und Fabregas scheint nicht wirklich fit. Wenger hat vieles zu besprechen in der Kabine. Dass es noch 0:0 steht dürfte der positive Aspekt aus Gunner-Sicht sein.

[21h29] Fabregas sieht gelb für ein Tackling von hinten, wo er auch ganz klar den Ball spielt. Der Kapitän der Gunners fehlt also im Rückspiel. Wenger will das defensive Mittelfeld stärken, bringt Denilson für Gallas, Song geht neben Vermaelen in die Innenverteidigung.

[21h26] William Gallas war scheinbar doch nicht richtig fit, muss den Platz verlassen, wird sogar sitzend auf einer Trage vom Platz gebracht. Meine Güte, es läuft überhaupt nicht für Arsenal, aber es steht noch 0:0.

[21h23] Wenn man sich mal länger die Laufwege und die Pässe von Fabregas anschaut, dann kann der nicht richtig fit sein. Tut sich schwer in seinen Bewegungen, fehlt die Flüssigkeit und Spritzigkeit. Spiel hat sich jetzt beruht. Eboue’s Anwesenheit hat Arsenal geholfen, den ganz großen Druck vom Tor fernzuhalten. Vorerst. Wenn man offensiv jetzt noch an der Präzision und Genauigkeit feilen könnten, hätten wir ein richtig gutes Fußballspiel.

[21h20] Zaghafter Offensivversuch von den Gunners. Bendtner setzt sich auf dem rechten Flügel energisch durch, seine Flanke kann Diaby in Anwesenheit von zwei Gegenspielern nicht gut verwerten. Keine Gefahr für Valdez. Solche Szenen sind und bleiben die Ausnahme.

[21h16] Was die Überlegenheit von Barca ausdrückt: Die größeren Optionen in der Offensive. Dani Alves, Xavi, Messi, Busquets, Keita und Pedro strahlen alle Torgefahr aus, wechseln häufig die Seiten und können eben verdammt stark mit dem Ball umgehen. Das fehlt Arsenal ein bisschen, entsprechend sind die Gunners fast schon gezwungen, hinten erstmal sicher zu stehen. Da bleibt gar nichts anderes übrig, es sei denn, man möchte postwendend ein Gegentor kassieren. Barca schlicht besser.

[21h11] Arshavin muss verletzt raus, humpelte sich durch die letzten Minuten. Eboue kommt für ihn. Vielleicht gar keine schlechte Auswechselung angesichts der Überlegenheit von Barca. Es bleibt dabei: Wenn Arsenal mal den Ball hat, geben sie ihn zu schnell wieder ab. Mit Ausnahme der fünf Minuten vorhin. Fabregas noch ein Fremdkörper in diesem Spiel. Für mich wirkt der nicht vollständig fit. Und in der Defensive Arsenal immer noch zu weit von den Gegenspielern entfernt.

[21h07] Drangphase von Arsenal. Barca muss verteidigen, Zuspiele kommen bei den Gunners an. Es wird kombiniert. Nasri mit der ersten guten Chance. Schöne Einzelleistung, zieht von links nach innen, Schuss geht ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Ein Hauch von Befreiung für ein paar Augenblicke.

[21h05] Nach 20 Minuten kommt die erste Flanke in den Strafraum von Valdez. Arshavin hat die Schnauze jetzt gestichen voll und kassiert die gelbe Karte. Ein Zeichen setzen, wie man so schön zeigt.

[21h02] Es bräuchte mal eine Pause, das sich Arsenal für eine Minute mal sammeln könnte. Spiel läuft in eine Richtung – und Arsenal, wenn sie mal den Ball haben, hauen die Kugel nach vorne, bloß um mal für ein paar Sekunden verschnaufen zu können.

[20h59] Almunia-Kritiker, schaut euch dieses Spiel an. Zwei weltklasse Paraden hintereinander, erst brilliant den Winkel gegen Ibrahimovic verkürzt, dann einmal klasse in den Schuss von Xavi geworfen, die Nachschüsse von Barca in persona Messi und Dani Alves werden zweimal fast auf der Linie von Arsenal geklärt. Da stimmt gar nichts. Ich will das noch nicht mal an der Einstellung festmachen, das ist einfach brilliant von Barca gespielt. Arsenal schlicht ohne Chance.

[20h56] Wäre nicht verkehrt, wenn Arsenal etwas energischer in die Zweikämpfe gehen könnte. Da ist ganz viel Respekt bei den Londonern im Spiel. Respekt, der das Arsenal-Spiel lähmt. Das ist ganz dominant und Arsenal völlig ohne Chance. Solange kein Tor fällt, geht das zumindest vom Ergebnis noch gut.

[20h53] Nach acht Minuten noch kein Tor – und das ist schmeichelhaft für Arsenal, die ihrerseits im Angriff zu viele Fehler machen. Diaby mit Fehlpass, der einen Konter einleitet. Ibrahimovic auf und davon, Winkel aber zu spitz. Außennetz.

[20h50] Arsenal steht völlig neben sich. Messi kann durch das Mittelfeld spazieren, Almunia wieder gut gehalten. Und dann die Jackpot-Chance für Barca. Flanke Dani Alves, in der Mitte Ibrahimovic völlig frei, aus drei Metern aber über das Tor. Den muss der Schwede machen! Ibrahimovic bleibt weiterhin ohne Tor gegen eine englische Mannschaft.

[20h48] Kai Dittmann: “Das ist einfach nur schön und direkt” zu zwei Pässen, die bei Barca-Spielern ankommen. Sehr guter Auftakt für die Gäste, Arsenal hat Probleme überhaupt an den Ball zu kommen und wenn sie ihn haben, geben sie ihn wieder ganz schnell ab.

[20h46] Erste gefährliche Situation in diesem Spiel nach knapp einer Minute. Scharfe Hereingabe von Ibrahimovic, die Vermaelen gerade noch so zur Ecke klären kann. Aus dem anschließenden Eckball folgt ein Schuss von Busquets. Almunia reagiert glänzend, Barca macht das Spiel und beschäftigt Arsenal erstmal in der eigenen Hälfte.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

Und Abfahrt! Arsenal in rot-weiß mit Anstoß von links nach rechts in der ersten Hälfte, Barca in den gelben Trikots.

[20h43] Arsenal hat in den letzten 10 Spielen im Europapokal acht Mal zu null gespielt im Emirates, die letzten sechs Duelle daheim gegen spanische Teams hat man ohne Gegentor bestritten.

[20h40] “The Wonder of you” schallt durch das Emirates. Dann dürfte es auch gleich losgehen.

[20h38] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Gallas, Vermaelen, Clichy – Fabregas, Song, Diaby – Nasri, Arshavin – Bendtner

FC Barcelona: Valdes – Dani Alves, Pique, Puyol, Maxwell – Keita, Busquets, Xavi – Messi, Pedro – Ibrahimovic

Also Fabregas von Beginn an, sieht alles danach aus. Bei der BBC ist man nicht so erfreut über diese Entscheidung. Man glaubt, dass Wenger ein insgesamt zu hohes Risiko geht. Schauen wir mal. Bei Arsenal die Top-Elf auf dem Platz, auch die Ersatzbank ist außerordentlich gut besetzt. Bei Barca fehlt Iniesta, ansonsten ist das auch die beste Elf, die zur Verfügung steht. Henry auf der Bank.

[20h33] Nachdem es eben noch einen kräftigen Hagelschauer gegeben hat, haben Wasserziehr und Lehmann ihre Regenschirme wieder abgelegt. Trotzdem fechter und kalter Abend in der englischen Hauptstadt.

[20h28] Gelb vorbelastet in diese Partie gehen auf Seiten von Arsenal Clichy und Fabregas, bei Barca Pique und Puyol.

[20h24] Gibt es irgendwelche Schwächen beim FC Barcelona? Wenn ja, nicht viele. Wenn überhaupt die Defensive – und ein wenig die Leistungen in der Fremde. Die Katalanen haben mich – zumindest was die Auswärtsleistungen angeht – länger nicht mehr überzeugt. Das begann schon letzte Saison im Halbfinale bei Chelsea, diese Saison zum Beispiel in Stuttgart. Gut, das sind vielleicht nur Kleinigkeiten und die Leistungen in der Liga sprechen für sich. Und es wird ja auch häufig argumentiert, dass Barca diese Saison nicht mehr so stark ist wie in den vergangenen Spielzeiten. Alles kleine Puzzleteile, die zusammen genommen vielleicht die Chance für die Gunners ein wenig erhöht. Aber für mich bleibt Barca Favorit.

[20h15] Es war wie so oft vor wichtigen Spielen des FC Arsenal. Wenger möchte Geschichte schreiben und schreibt seinem jungen Team die Rolle zu, auf den Punkt hin konzentriert und fokussiert zu sein und jedes Team schlagen zu können. Eine weitere Bewährungsprobe also für die Young Gunners. Als Wenger dies zuletzt so deutlich ausdrückte, verlor Arsenal seine Heimspiele gegen Chelsea und Man Utd sang- und klanglos in der Premier League. Vielleicht gehen die Spieler mit der Situation als Außenseiter besser um. Niemand wird jetzt in großes Erstaunen ausbrechen, sollte Arsenal gegen den FC Barcelona ausscheiden. Bisher hat es Wenger noch nicht geschafft, seinen Worten dann auch mal ganz große Taten folgen zu lassen. Vielleicht in diesem Viertelfinale. Irgendwann muss auch mal die letzte Treppe auf der Leiter zu erklimmen sein. Hängt natürlich auch vom Gegner ab.

[20h10] Neue Nachrichten via BBC Five Live: Fabregas wird sich dem Fitnesstest unterziehen und ein Einsatz kann auch noch scheitern. Der Verein hat von Barcelona die Genehmigung bekommen, noch kurz vor dem Spiel die offizielle Aufstellung zu ändern, sollte Fabregas nicht spielen können.

[20h07] Arsene Wenger:

“I believe that when you do something, whether it be writing, dancing, or playing football, if you do it at the best level it becomes art. Because what is art – it is something that is always good to watch.”

[20h05] So viele Geschichten im Umfeld dieses Spiels. Thierry Henry kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, Fabregas spielt gegen seinen alten Verein, den er als Jugendlicher verlassen hat. Und dabei darf nicht übersehen werden, dass es hier heute um den ersten Schritt für den Einzug ins Halbfinale geht.

[20h02] Team-News: Fabregas wird von Beginn an spielen, so sind derzeit die Meldungen von der Insel. Unklar ist, ob er sich beim Aufwärmen trotzdem noch einmal einem Fitnesstest unterzieht. In den Innenverteidigung kehrt Gallas an die Seite von Vermaelen zurück. Bei den Katalanen Henry zunächst auf der Bank, Iniesta fehlt verletzt.

[20h00] Energisch geführte Zweikämpfe, enorme Laufbereitschaft, lange Bälle nach vorne, Gefährlichkeit nach Standardsituationen – all das kann ein gutes Fußballspiel ausmachen. Aber sind es nicht die Hackentricks, die Doppelpässe, das Solo durch die Abwehr, der Torschuss in den Winkel, die uns so häufig von The Beautiful Game sprechen lassen? Und wenn das zwei Teams nahezu in Perfektion ausüben, dann sind es Arsenal und Barcelona. Vorhang auf für das Viertelfinale Hinspiel, dazu einen wunderschönen guten Abend. Und langen Hafer suchen wir heute vergeblich.

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Champions League 2009/2010 Achtelfinale Rückspiel, FC Chelsea – Inter Mailand

Dienstag, 16. März 2010 20:10

[22h36] Endstand FC Chelsea – Inter Mailand 0:1

Beeindruckende Leistung von Inter insgesamt über die 90 Minuten. Wer an der Bridge kein Tor kassiert, hat nicht allzuviel verkehrt gemacht. Chelsea hatte zwei gute Phasen in diesem Spiel, kurz vor der ersten und gleich nach der zweiten Hälfte. Aber diese 20 Minuten überstand Inter mit ein wenig Glück. Ansonsten ließ man wenig zu, auch weil Chelsea es an Ideen mangelte. Offensiv setzten die Italiener wenig Akzente. Mitte der 2. Hälfte hatten sie das Spiel endgültig zerstört nur um dann das Siegtor zu erzielen. Nicht schön, aber erfolgreich.

Damit kann sich Chelsea ganz in Ruhe auf die Meisterschaft konzentrieren, was auch nicht von Nachteil sein dürfte. Aber heute Abend steht erstmal die große Enttäuschung. Damit hatte man nicht unbedingt gerechnet.

[22h34] ZSKA Moskau erreicht durch ein 2:1 beim FC Sevilla das Viertelfinale der Champions League.

[22h33] Materazzi  kommt für die letzten Minuten für Motta.

Turnbull kann sich nochmal auszeichnen. Eto’o wieder auf und davon, aber der Ex-Boro hält gut und klärt zur Ecke.

[22h32] Vier Minuten Nachspielzeit. Remember 1999. Alles ist möglich. Nur heute nicht.

[22h28] Platzverweis Didier Drogba/FC Chelsea

Der Ivorer im Strafraum im Zweikampf mit Motta, zunächst schubst Drogba Motta ein wenig. Im Nachhinein tritt Drogba Motta absichtlich auf den Fuß. Stark hat das gesehen und gibt glatt rot. Hart, aber vertretbar.

[22h27] Fünf Minuten noch und Inter macht jetzt das, was sie am besten können und was sie mit wenigen Ausnahmen heute durchgängig gemacht haben. Verteidigen mit acht, neun Mann in der Nähe des Strafraums. Und Chelsea fällt wie so häufig in dieser Partie nicht genug ein.

Mariaga kommt für Sneijder bei Inter.

[22h24] Acht Minuten noch und die englischen Kommentatoren ziehen schon ihren Hut vor Jose Mourinho. Chelsea wirkt geschockt und braucht noch zwei Tore. Sky gibt kurzer Hand die Rechte für die Champions League an RTL2 ab, weil Michael Ballack nicht mehr im Wettbewerb ist.

[22h20] FC Chelsea – Inter Mailand 0:1, Samuel Eto’o, 79. Minute

Ich wollte gerade schreiben, dass es überhaupt nicht nach einem Tor für Chelsea aussieht und dass Inter dieses Spiel endgültig getötet hat, da schlägt Inter zu. Und wie. Langer Ball auf Eto’o vom diesmal brillianten Sneijder, Eto’o steht nicht im Abseits, ist schneller als Ivanovic, der Weg ist frei und diesmal behält er die Nerven und lässt Turnbull keine Chance. Und das dürfte es gewesen sein. Nicht schön anzuschauen, aber erfolgreich.

[22h16] Bei Inter geht Pandev, Stankovic kommt.

[22h15] Salomon Kalou kommt für Zhirkov, damit darf Malouda seinen Arbeitsplatz 30 Meter nach hinten verlegen. Letzte Chance für Chelsea. Sie brauchen ein Tor, hätten aber auch schon längst aus dieser Partie sein können.

[22h14] Kein wirklich ansehnliches Spiel mehr. Aber das dürfte Inter egal sein. Die spielen nicht um einen Schönheitspreis.

[22h11] Stark mit der kleinlichen Linie mal wieder. Chelsea lässt zu viele Standards in Nähe des Strafraums zu. Wieder gute Gelegenheit für Inter, aber Motta köpft über den Querbalken. Ganz lange keine Chance mehr vom FC Chelsea.

[22h07] Inter mit dem Schuss ins Viertelfinale – daneben. Tolles Zuspiel von Sneijder auf Milito, der steht nicht im Abseits, verzieht aber aus bester Position den Schuss. Ball geht am langen Pfosten vorbei. Turnbull hat gut den Winkel verkürzt. Aber was war schon fast eine 100%.

Je später es wird, umso größer der Druck für Chelsea, die treffen müssen und hinten ein wenig offener stehen dann. Was das bedeutet, sieht man eben gerade. Malouda mit einem durchaus gelbwürdigen Foul an Lucio. Aber Stark belässt es bei der letzten Ermahnung.

Gute 23 Minuten noch. Es bleibt spannend.

[22h04] Erster Wechsel bei Chelsea. Joe Cole kommt für Michael Ballack. Marcel Reif und Sebastian Hellmann können es nicht fassen, verlangen noch während des Spiels eine Standleitung zu Carlo Ancelotti. Über was soll man denn in den Nachberichten sprechen?

[22h01] Super Spielzug von Inter. Sneijder legt mit der Hacke auf Pandev, der ist frei durch, wird im letzten Moment aber von Zhirkov geblockt. Die Chelsea-Abwehr im kompletten Tiefschlaf. Die anschließende Ecke bringt dann auch Gefahr, aber Turnbull kann den Schuss von Milito locker halten.

Chelseas Druck der ersten Minuten ist wieder ein wenig verflogen. Wir befinden uns wieder im Aggregatzustand von Mitte der ersten Hälfte.

[21h56] Inter hat ein bisschen seine Linie verloren. Wolfgang Stark übrigens auch. Zeigt Malouda gelb. In Halbzeit 1 hätte es dafür nur einen Freistoß gegeben. Bundesligakompatibel gepfiffen.

[21h55] ZSKA Moskau geht mit 2:1 beim FC Sevilla in Führung. Die Andalusier brauchen damit zwei Tore um ins Viertelfinale einzuziehen. Hätte ich auch nicht mit gerechnet.

[21h53] Ich sag ja: Florent Malouda. Wieder schön auf links durchgesetzt, Flachschuss aufs kurze Torwarteck, aber Cesar ist blitzschnell unten und klärt zur Ecke. Inter bisher nur einmal vor dem Chelsea-Tor in der zweiten Hälfte, als Eto’o ein langes Zuspiel nicht wirklich gut verarbeitet. Ansonsten nur Chelsea in Durchgang zwei. Führung wäre langsam verdient, weil die Blues sukzessive den Druck und das Tempo erhöhen.

[21h49] Malouda dreht auf, schönes kleines Solo. Wird nur durch Thiago Motta gestoppt. Erste gelbe Karte in diesem Spiel. Drogba mit dem Freistoß in die Arme von Cesar. Guter Beginn von Chelsea.

[21h47] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten. Dann wollen wir doch mal schauen, ob Chelsea das Tempo und die gute Phase aus dem Ende der ersten Hälfte durch den Pausentee nicht verloren hat.

[21h31] Halbzeit FC Chelsea – Inter Mailand 0:0

Peep. Peeep. Peeeeep. Halbzeit an der Stamford Bridge. Noch keine Tore, aber interessantes Spiel. Partie wurde besser im Verlauf der ersten Halbzeit. Inter steht defensiv mit Ausnahme bei langen Bällen, wo die Italiener erst im letzten Moment klären konnten, recht gut. Chelsea fiel lange nichts ein. Immerhin sowas wie Druckaufbau in den letzten fünf Minuten, aber die großen Torchancen fehlen noch. Verspricht viel Spannung für die zweite Hälfte.

In der anderen Partie steht es zwischen dem FC Sevilla und ZSKA Moskau 1:1. Würde Verlängerung bedeuten.

[21h30] Inter hat Probleme, wenn Chelsea lange Bälle spielt, diesmal rettet wieder Samuel vor dem einschussbereiten Lampard. Da stehen die Italiener nicht sicher genug. Aber nur so bekommt Chelsea überhaupt mal sowas wie Torgefahr.

[21h29] Wolfgang Stark pfeift sehr nicht-bundesligamäßig. Warum nicht immer so?

[21h26] Gute Gelegenheit für Chelsea. Ballack mit dem Zuspiel auf Malouda, der dreht sich um seinen Gegenspieler, tolle Bewegung, Schussbahn ist frei, doch diesmal ist es Samuel, der sich im letzten Moment in den Schuss wirft. Eine gute Minute später die nächste gute Chance für die Gastgeber. Feines Zuspiel von Drogba auf Anelka, der Franzose nimmt den Ball gut mit, legt ihn an den herausstürmenden Cesar vorbei, aber Motta klärt noch deutlich vor der Linie. Beste Phase der Blues in den letzten Minuten. Cesar wird behandelt, kann aber weiterspielen.

[21h25] Ancelotti steht, Mourinho sitzt. Seit Minuten.

[21h22] Guter Spielzug von Inter. Maicon, für mich einer der besten Akteure auf dem Spielfeld, schickt Eto’o auf rechts, gute Hereingabe, Schuss von Milito kann aber zur Ecke geklärt werden. Das sind dann aber auch schon Highlights. Bisher erst laut Statistik erst ein Torschuss.

[21h18] Beste Chance in diesem Spiel wahrscheinlich – für Inter. Wieder Maicon rechts ganz frei, Terry unterläuft die Flanke, am langen Pfosten ist Eto’o aber zu überrascht, als dass er noch einen vernünftigen und präzisen Kopfball hinbekommt. Dabei war er doch so frei.

[21h14] Stichwort Mittelfeldduelle: Bis jetzt aus meiner Sicht ausgeglichen. Mikel spielt unauffällig, aber soweit effektiv. Von Sneijder ist auch noch wenig zu sehen. Neutralisiert sich viel. Interessant vor allem, wie häufig Zhirkov mit nach vorne kommt, das ist ja fast schon Ashley Cole-Manier. Wenn Zhirkov ganz mit nach vorne geht, sichern Malouda und teils auch Mikel ab.

[21h11] Mal wieder Gefahr vor dem Tor von Julio Cesar. Malouda gewinnt ein Kopfballduell gegen Lucio im Strafraum (hat sich was mit den wichtigen Kopfballduellen), der Ball fällt Drogba vor die Füße, viel Platz, gute Schussposition, aber Maicon wirft sich in den Schuss und verhindert, dass der Ball aufs Tor kommt. Aber so was wie Marke Zufall. Aus dem Spiel geht bei Chelsea weiterhin wenig.

[21h05] Inter macht das exzellent, greifen rechtzeitig an, meist schon im Mittelfeld auf den ballführenden Spieler, nicht bei jeder Gelegenheit, aber wenn, sind die Räume für Chelsea verdammt eng. Inter steht eng am Mann, gewinnen fast alle Kopfballduelle und die Zweikämpfe auf den Außenbahnen. Mourinho dürfte zufrieden sein. Chelsea wirkt ein wenig planlos, nicht genug Ideen bisher um Inter zu knacken. Auf das Bisherige haben sich die Gäste außerordentlich gut eingestellt.

[21h00] Techtelmechtel zwischen Motta und Lampard, nachdem zuvor Lucio seinen Fuß etwas zu hoch hatte und beinahe das Gesicht von Malouda traf. Drogba war mit der Aktion des Brasilianers gar nicht einverstanden und hat ihm das auch sehr deutlich gezeigt und gesagt. Stark belässt es zurecht bei Ermahnungen. Mehr als eine Viertelstunde durch. Noch keine große Chance, aber interessantes Spiel. Inter hat es nach der anfänglichen Unruhe ganz gut geschafft, Chelsea vom Tor fernzuhalten.

[20h56] Auf der anderen Seite gute Szene von Ballack, dessen Distanzschuss aus 20 Metern knapp am rechten Pfosten vorbeigeht.

[20h54] Erster Angriffsversuch der Gäste. Maicon wird auf rechts gut frei gespielt, hat viel Platz, Schuss geht aber Richtung Londoner Innenstadt. Da war mehr drin. Spiel wird lebhafter, auch weil Inter sich überhaupt nicht versteckt. Lässt sich gut anschauen.

[20h52] Nach sieben Minuten macht sich Eto’o erstmals unbeliebt bei den Chelsea-Fans, als er nach einem wirklich harmlosen Zusammenprall fast eine Minute und vier Rollen auf dem grünen Rasen später endlich wieder aufsteht. Ob das schon Zeitspiel war?

[20h49] Chelsea übernimmt das Zepter in den ersten Minuten, aber noch alles sehr ungenau. Viele Fehlpässe, häufig Abseits. Aber Spiel bewegt sich klar in die Richtung Julio Cesar. Inter wacht nur langsam auf, ist dann aber sofort präsent von Turnbull. Ausgeglichen, leichte Vorteile für die Blues danke besserer Spielanlage.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

Inter Mailand mit Anstoß in den ersten 45 Minuten, spielen in weiß von links nach rechts, Chelsea wie gewohnt in blau.

[20h43] “It must be a strange feeling for Jose Mourinho to come out of the tunnel and turning right.”

[20h38] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Turnbull – Ivanovic, Alex, Terry, Zhirkov – Ballack, Mikel, Lampard, Malouda – Anelka, Drogba

Inter Mailand: Julio Cesar – Maicon, Lucio, Samuel, Zanetti – Cambiasso, Sneijder, Motta – Pandev, Eto’o, Milito

Also noch ergänzend: Mario Balotelli ist in Italien geblieben, gab da wohl ein paar Unstimmigkeiten zwischen Mourinho und dem Nachwuchstalent. Beide Teams mit offensiver Ausrichtung. Materazzi ist erstmal nur auf der Bank.

[20h32] Beide Teams kämpfen in ihren Ligen noch um die Meisterschaft. Chelsea am vergangenen Wochenende mit einem souveränen 4:1 gegen West Ham. Inter verlor bereits am Freitagabend bei Catania mit 1:3. Unterschiedliche Vorzeichen also vor dieser Partie was die Ligaleistungen angeht. Mein Tipp für heute Abend ist ein 3:1 für Chelsea nach Verlängerung.

[20h24] Ballack hier, Ballack da. Wie zu befürchten. Wenn der Deutsche mindestens 37 Ballkontakte in der ersten Hälfte verzeichnet, kommentiert Marcel Reif die zweite Hälfte sicherlich von der Eckfahne aus und Sebastian Hellmann wird kurzfristig nach London eingeflogen und fragt, was das für Ballack im Stadium seiner Karriere bedeutet.

[20h23] Worauf ich mich heute Abend freue:

1. Jose Mourinho. Großartiger Trainer, mir gefällt seine Art. Bin gespannt, wie er sich über die 90 Minuten verhält.

2. Florent Malouda. In bestechender Form zuletzt. Könnte für Chelsea ein Schlüssel zum Sieg sein.

3. Die Duelle im Mittelfeld: Ballack, Mikel und Lampard gegen Sneijder, Motta und Cambiasso.

4. Ross Turnbull. Sein zweites Champions League Spiel, und dann gleich ein Rückspiele im Achtelfinale. Hat zuletzt gegen West Ham eine gute Leistung gezeigt. Mal sehen, wie er sich in diesem wichtigen Spiel präsentiert.

[20h17] Doppelte deutsche Beteiligung heute Abend im Westen Londons. Wolfgang Stark leitet die Partie. Chelsea wieder mit Zhirkov hinten links in der Viererkette, ansonsten beide Teams mit dem Personal der letzten Wochen. Bei den Blues Alex wieder in der Innenverteidigung, Carvalho darf auf der Bank Platz nehmen.

[20h15] Eigentlich ist das Spiel aus Sicht von Jose Mourinho ja eigentlich schon gespielt. Denn Mourinho, so die Aussage des Trainers – verliert nicht an der Stamford Bridge. Es wurde einen großen Hype um seine Rückkehr gemacht. Da passen die Meldungen von heute Nachmittag, wonach Mourinho bei einem Ausscheiden heute Abend um seinen Job bangen muss, nicht ganz so zusammen.

[20h10] The Return of the Special One. Jose Mourinho kehrt mit Inter Mailand zurück an die Stamford Bridge. Der FC Chelsea muss das 1:2 aus dem Hinspiel aufholen. Bühne frei für die Champions League, Achtelfinale Rückspiel. Hoffentlich a special one. Guten Abend.

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Champions League 2009/2010 Achtelfinale Hinspiel, FC Porto – FC Arsenal 2:1

Mittwoch, 17. Februar 2010 22:41

Während der Großteil der deutschen Fernsehzuschauer sich heute wohl auf die Partie zwischen den Bayern und dem AC Florenz konzentriert hat, habe ich mir ganz in Ruhe 90 Minuten lang den Auftritt vom FC Arsenal beim FC Porto angeschaut. Nachfolgend einige Eindrücke und Erkenntnisse des Spiels.

Vor dem Spiel:

Was macht Arsene Wenger, wenn mal wieder ein wichtiges Spiel für seine Gunners auf dem Programm steht? In beständiger Regelmäßigkeit erklärt er den Auftritt seines jungen Teams als Reifeprüfung, als mögliche Demonstration der Weiterentwicklung seiner Mannschaft, als das Umgehen mit Druck, als das Zeigen von hinzugewonnener Erfahrung über die letzten Jahre. Wenger hatte das bereits letztes Jahr vor jedem K.o.-Spiel in der Champions League gemacht, zuletzt vor den drei wichtigen Ligaspielen des FC Arsenal. Und nun wieder vor dem Auftritt der Gunners im Estádio do Dragao. Nun scheint für Wenger  wieder der nächste Schritt gekommen zu sein. Und in gewisser Hinsicht ist er das auch. Arsenal muss heute Abend mit zahlreichen Verletzten umgehen und gleichzeitig zeigen, dass sie auf europäischer Bühne mithalten können und die Leistungen aus dem Vorjahr bestätigen. Nicht ganz umsonst erwähnte Wenger, dass man wieder den Spirit of 2006, als man ins Finale einzog, wiederbeleben müsse. “Ich glaube, wir haben die Spieler, die aufs Feld kommen können und eine gute Leistung zeigen, weil sie die Erfahrung haben. Sie haben alle bereits Champions League gespielt, wir können uns darüber nicht beschweren. Es ist der Teil eines erfolgreichen Teams – große Spiele zu bestreiten ohne die Top-Elf und trotzdem erfolgreich zu sein. Der kleine Spagat von Wenger zwischen dem Starkreden seines Teams und der Herausstellung einer stets neuen Prüfung, die Erfahrung unter Beweis zu stellen. Arsenal muss mit Arshavin, Eduardo, Song, Almunia und Gallas auf fünf Stammspieler verzichten. Und auch deswegen ist es eine kleine erneute Reifeprüfung.

Der FC Porto liegt in der heimischen Liga schon neun Punkte zurück hinter Tabellenführer Benfica und kam am Wochenende beim Vorletzten Leixoes nur zu einem 0:0. Porto hat in der Liga zuhause noch nicht verloren, hat diese Spielzeit in der Champions League aber nur durchschnittliche Leistungen erbracht. Zwar gab es einen souveränen Heimsieg gegen Atletico Madrid, aber nur mit Mühe besiegte man Apoel Nikosia, gegen Chelsea verlor man im Drachenstadion. Letzte Saison schied man im Viertelfinale aus – dank einer Heimniederlage gegen Manchester United. Die englischen Teams scheinen also nicht so wirklich zu liegen.

Das Spiel:

Arsenal muss auf alle Fälle, wenn man dieses Spiel erfolgreich gestalten will, defensiv besser stehen und sich nicht wieder auskontern lassen. Porto hat letzte Saison im Viertelfinale bei Manchester United gezeigt, dass sie auch auswärts Tore schießen können, wenngleich Arsenal im Emirates gegen Porto immer hervorragend ausgesehen hat. Wenger wünscht sich auf alle Fälle eine stabile Defensive und vielleicht ein Auswärtstor. Arsenal musste also einige Spieler ersetzen. Fabianski rutschte ins Tor, Sol Campbell rückte in die Innenverteidigung und macht sein erstes Spiel in der Champions League seit seinem Finaltor 2006 für Arsenal in Paris. Denilson übernimmt die Rolle von Song, Bendtner ist einzige Spitze, umrahmt von Rosicky und Nasri in der Offensive. Bei Porto kehrt der in der Liga gesperrte Hulk in die Startelf und soll im Sturm für Tore sorgen. Raul Meireles, Varela und Falcao sollen ihn offensiv dabei unterstützen.

Beste äußere Bedingungen herrschten im Drachenstadion, über 10 Grad, trocken, großartige Atmosphäre voller Vorfreude auf ein hoffentlich tolles Spiel. Arsenal hatte Anstoß und spielte in weiß-rot von links nach rechts in der ersten Hälfte. Und nach zwei Minuten erstmals Gefahr vor dem Tor des FC Arsenal, Porto gelang ein Blitzstart. Campbell verliert das Laufduell mit Falcao, kann dann aber mit einer tollen Grätsche noch den Ball klären. Den Nachschuss von Micael blockt dann Vermaelen für den schon geschlagenen Fabianski. Eine Minute später nächster Aussetzer von Campbell im Strafraum, Hulk nimmt den Abpraller direkt, aber ganz knapp am Tor vorbei. Und Arsenal hätte sich über einen Rückstand nicht beklagen dürfen. Es war ein schnelles, temporeiches Spiel in den ersten Minuten, Arsenal versteckte sich nach der anfänglichen Schockstarre nicht mehr. Aber Porto ging in Führung in der 11. Minute mit tatkräftiger Mithilfe von Fabianski. Varela mit der Flanke von rechts, der Pole spekuliert auf eine Flanke, steht dann schon ungünstig, kann der Ball aber ganz bequem aufnehmen, lässt ihn aber dann unter seinem Körper durchrutschen. An die Almunia-Kritiker, habt ihr das gesehen? Porto belohnt sich für die starke Anfangsphase, Arsenal machte die Flügel nicht dicht, Clichy lässt sich wieder von Varela überlaufen, die Gunners mit zu vielen Schnitzern in der Defensive. Arsenal danach in totaler Schockstarre. Es dauerte fast zehn Minuten, bis Bendtner mit einem abgefälschten Schuss den Pfosten berühte und Arsenal wieder zu atmen begann. Die anschließende Ecke brachte dann den Ausgleich. Vermaelen und Rosicky verlängern wunderbar, Sol Campbell muss nur noch einköpfen. Und plötzlich bekam Arsenal Oberwasser, tolle Einzelleistung von Rosicky, dessen Rechtsschuss von Helton zur Ecke geklärt wird. Im Gegenzug gefährlicher Freistoß für Porto, weil Vermalen zu langsam agiert und sich nur mit einem Foul helfen kann. So toll beide Offensivreihen agierten, so schlecht spielten die Defensiven, vor allem bei den Gunners. Aber man holte sich über die offensive Grundausrichtung im Laufe der ersten Hälfte Sicherheit und ein Chancenplus. Fabregas bringt einen Freistoß in der 37. Minute in die Mitte, Bendtner mit dem Kopfball aus 10 Metern, Helton kann den Ball über die Latte lenken. Insgesamt nur noch wenig klare Torchancen nach den beiden Treffern, Arsenal wurde mit zunehmender Dauer in diesem Spiel souveräner, spielte offensiv variabler und stand defensiv näher am Mann und gewann die wichtigen Zweikämpfe. Ein tolles, temporeiches Fußballspiel ging mit einem verdienten 1:1 in die Pause.

Arsenal kam richtig gut in diese Partie und dann überschlugen sich ab der 50. Minute die Ereignisse. Zunächst foult Meireles Rosicky im Strafraum, von ersten Sehen ein klarer Elfer, gab leider keine Zeitlupe. Der schwedische Schiedsrichter Hansson verweigerte aber den Pfiff. Dann sind sich im Gegenzug Campbell und Fabianski nicht einig, wer zum Ball gehen soll. Letzlich entscheiden sie sich für die schlechteste aller Varianten. Campbell tickt den Ball noch leicht an, Fabianski nimmt ihn auf. Klarer Rückpass, und Porto führt schnell aus, Arsenal weiß noch gar nicht, was passiert ist und da ist der Ball durch Falcao im Tor. Sehr viel blöder kann man sich nicht anstellen, von den Regularien ein völlig korrekter Treffer, auch wenn Wenger an der Seitenlinie außer sich ist. Und zumindest einigermaßen kann ich das verstehen: Denn der schwedische Schiedsrichter gibt dem Porto-Spieler den Ball pfannenfertig zur Ausführung in die Hand. Das habe ich auch noch nicht gesehen. Keine Ahnung, wem man da von Arsenal die Schuld geben soll, wahrscheinlich eher Campbell. Wieso tickt er denn den Ball noch an? Fabianski war doch fast da und der Gegenspieler noch ein gutes Stück weg. Im Spiel von Arsenal danach erstmal ein Bruch, man spielte nicht mehr so souverän, Porto spielte jetzt wieder zielstrebiger nach vorne. Viele Chancen gab es aber nicht. Gut 20 Minuten vor Schlusspfiff brachte Wenger Walcott für Rosicky. Die Gleichung Investition in dieses Spiel gleich Torchancen ging bei Arsenal im zweiten Durchgang überhaupt nicht mehr auf. Und dabei blieb es trotz temporeichen spiel auch in der zweiten Hälfte. Für den neutralen Betrachter ein richtig gutes Champions League Spiel. Vela kam acht Minuten vor Schluss für Bendtner, aber offensiv blieb Arsenal eine Enttäuschung in der zweiten Hälfte, man spielte die Angriffe nicht gut aus, agierte schlampig in den Zuspielen, war zu umständlich im Abschluss. Porto war bei Kontern stets gefährlich, aber Fabianski machte zumindest einen ruhigeren Eindruck gegen Ende des Spiels. Es passierte in den letzten Minuten nicht mehr viel. Am Ende gewinnt der FC Porto gegen die Gunners insgesamt verdient mit 2:1, vor allem dank einer stärkeren zweiten Hälfte und purer offensiver Harmlosigkeit der Londoner nach der Halbzeit.

Die Lehren aus diesem Spiel:

Was mir bei Arsenal in der ersten Hälfte insgesamt richtig gut gefallen hat, war die offensive Grundausrichtung, das frühe Angreifen und das Pressing schon in Höhe der Mittellinie. Diese Taktik ist insgesamt richtig gut aufgegangen. Porto spielte in der ersten Hälfte offensiv gut mit, machte defensiv ein paar Fehler. Sehr gut gefallen hatte mir Varela, der das Duell auf dem rechten Flügel klar gegen Clichy für sich entschied. Ruben Micael war bemüht, von Hulk war wenig zu sehen. Den hatten Vermaelen und Campbell gut im Griff.

Apropos Sol Campbell: Nicht nur wegen seines Treffers eine gute Leistung. Nachdem er das erste Laufduell verloren hatte, bekam ich schon Schweißperlen auf der Stirn. Aber dann glänzte er durch gutes Zweikampfverhalten und exzellentes Stellungsspiel. Nur ein wenig langsam war er. Langsam leider auch in der 50. Minute. Am einfachsten wäre gewesen, er hätte den Ball in den Atlantik befördert. Da merkte man auch die fehlende Spielpraxis. Als Alternative zu Gallas nur bedingt einsetzbar.

Niklas Bendtner hatte von Arsene Wenger stets viel Vertrauen entgegenbekommen. Der Franzose forderte vom dänischen Stürmer dies jetzt nach und nach zurückzuzahlen. Und zumindest in der ersten Hälfte gelang das gut. Wirkte stets präsent, war immer anspielbereit und hatte zwei gute Torchancen. In der zweiten Halbzeit tauchte der Däne dann unter, weil aber auch zu wenig Impulse aus dem Mittelfeld kamen.

Das große Problem bei Arsenal bleibt weiterhin die Defensive, insbesondere, wenn Gallas nicht dabei ist. Und Fabianski hat zumindest heute gezeigt, dass er auch für einen hin und wieder schwächeren Almunia keine Alternative ist. Almunia bekam die letzten Wochen von vielen Arsenal-Fans sein Fett ab, vielleicht lernt man ihn ja jetzt wieder mehr schätzen. Aber immerhin konnte man die Schwierigkeiten in der Verteidigung durch eine gute Offensive in der ersten Hälfte kompensieren. Das war in der zweiten Halbzeit nicht mehr gegeben. Das war in den letzten 45 Minuten richtig schlecht. Keine Ahnung warum. Aber da war dann letzlich auch mehr drin als nur ein Tor. Insgesamt kein schlechtes Auswärtsspiel, da war viel mehr drin.

In den Schlüsselduellen eigentlich ein ausgeglichenes Spiel. Bruno Alves bekam Bendtner in der zweiten Hälfte sehr viel besser in den Griff, Vermaelen machte gegen Falcao ein tolles Spiel. Der Toptorjäger der Portugiesen war abgemeldet in der ersten Hälfte. Fabregas spielte aufopferungsvoll, wurde häufig gefoult. Insgesamt Punktsieger gegen Meireles.

Zum Schiedsrichter sage ich nichts. Sagen wir es mal so: Das Verhalten vor dem 2:1 war schon komisch. Aber egal, daran hat es nicht gelegen. Für Arsenal eine brauchbare Ausgangsposition. Ein 1:0 reicht im Emirates, ist aber auch gefährlich, weil Porto gut kontern kann. Arsenal muss diese defensiven Schlurigkeiten abstellen. Und wenn man dann offensiv schnell ins Spiel findet, ist ein Weiterkommen in greifbarer Nähe.

Thema: Champions League | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Champions League 2009/2010 Achtelfinale Hinspiel, AC Mailand – Manchester United 2:3

Dienstag, 16. Februar 2010 22:40

Ich habe es selten erlebt, dass man ein Achtelfinale in der Champions League so sehr auf eine Person reduzieren kann. Aber die englischen Medien konnten es. Milan gegen Manchester United stand ganz im Zeichen vom Aufeinandertreffen von David Beckham mit seinen alten Teamkollegen und seinem ehemaligen Trainer, Sir Alex Ferguson. Von 1992 bis 2003 kickte der blonde Engländer bei den Red Devils und hatte seine beste Zeit im Old Trafford. Seitdem konnte er nur noch selten an seine herausragenden Leistungen anknüpfen. Dass er immer noch zu einem der besten Spieler Europas gehört, könnte man dann am ehesten ja auf der europäischen Fußballbühne, der Champions League, zeigen. Wenn man es denn noch kann.

AC Mailand gegen Manchester United ist das Duell der Teams, die in ihren Ligen in Lauerposition sind. Manchester United liegt einen Punkt hinter dem FC Chelsea, Milan schon neun Punkte hinter dem Stadtrivalen Inter, aber auch noch mit einem Spiel weniger. In allen vier Aufeinandertreffen in der K.O.-Runde konnten die Italiener die Engländer schlagen, vor allem aufgrund der starken Heimleistungen. Ein gutes Ergebnis für Manchester United könnte hier also schon Basis für den Einzug ins Viertelfinale sein. Zu allem Überfluss stand David Beckham auch in der Startelf. Milan unter Trainer Leonardo ging offensiv in diese Partie mit einem 4-3-3. Ronaldinho, Huntelaar und der junge Pato bildeten das Sturm-Trio, wobei Ronaldinho eher als hängende Spitze agierte. Durch das 4-3-3 spielt Beckham im zentralen Mittelfeld und nicht wie sonst auf dem rechten Flügel, geht also einem Duell mit dem schnellen Evra aus dem Weg. Bei Manchester United stand Rio Ferdinand mal wieder in der Startelf, erst sein 10. Einsatz für die Red Devils in dieser Saison. Nani spielte ebenso wie Ji-Sung Park, der den verletzten Ryan Giggs ersetzte. Rafael erhielt auf der Rechtsverteidigerposition den Vorzug vor Wes Brown.

Ungemütlich kalter Abend in Mailand, knapp über null Grad, tagsüber hatte es geregnet. Stadion richtig gut gefüllt, traumhafte Atmosphäre. Wenn man Ronaldinho schon vor dem Anpfiff die Hände reiben sah und Fritz von Thurn und Taxis schon in seinen Ausführungen zu Beginn schon erwähnte, dass hier zwei der größten Fußballklubs Europas aufeinandertreffen, dann war eigentlich klar, dass es ein großartiges Fußballspiel werden musste. Ging doch gar nicht anders. Doch große Namen gleich großes Spiel? Nur Stars auf dem Platz. Man Utd in den weißen Trikots von links nach rechts, Milan in schwarz-rot.

Großartiges Spiel, zumindest der Anfang war es schon einmal. Milan ging nach drei Minuten durch Ronaldinho in Führung. Beckham tritt einen Freistoß von rechts in den Strafraum, Park verlängert unglücklich weiter, Ronaldinho nimmt den Ball volley, wird noch leicht abgefälscht von Carrick, sodass Van der Sar keine Abwehrchance hatte. Schöner Auftakt in dieser Partie, der nur dadurch ein wenig getrübt wird, dass auf Tonoption 2 Italiener sprechen. Müssen ich und mein Gerät im Salon halt mit Thurn und Taxis leben. Die ersten Minuten gehörten ausschließlich den Gastgebern, insbesondere Ronaldinho, der hauptsächlich über links kam, spielte Wes Brown ein ums andere Mal schwindelig. Thiago konnte wunderbar Antonini bedienen, der aber knapp verzog. Das Mittelfeld von Manchester United war praktisch nicht präsent. Aus dem Spiel ging bei Man Utd wenig, einzig Unsicherheiten von Dida nach Eckbällen brachten etwas Gefahr. Und die ganzen Stars bei den Gästen konnten nur wenig zeigen, richtig schlechte Teamperformance von United in den ersten 20 Minuten. Der AC stand defensiv erstaunlich sicher, kompakt, eng am Mann und gewann alle wichtigen Zweikämpfe. Mitte der ersten Hälfte verlor das Spiel dann ein bisschen an Unterhaltungswert, Man Utd stellte sich besser auf die Angriffe der Rossoneri ein, konnte offensiv aber weiter kaum Akzente setzen. Und defensiv blieb man anfällig für schnelle Spielzüge des AC, insbesondere weil auch Ferdinand nach seiner Rückkehr nicht den besten Tag erwischte. Die beste Chance zum 2:0 hattte Huntelaar in der 34. Minute, als nach einem Fehlpass von Evans Ambrossini den Holländer schickt, der aber knapp am Tor vorbeizielt. Van der Sar ist außer sich wegen der Leistung seiner Vorderleute. Ich habe Man Utd selten so schwimmen gesehen wie heute, unerklärlich viele kleine Fehler. Und mit dem ersten guten Angriff gelingt den Gästen aus dem Nichts dann der Ausgleich. Fletcher läuft sich auf rechts gut frei, bekommt das Zuspiel von Park, butterweiche Flanke in die Mitte, wo Scholes den Ball gar nicht richtig trifft, er aber unerreichbar für Dida über die Linie rollt. Mit einem doch glücklichen 1:1 ging es dann für United in die Pause. Sir Alex hat bereits an der Seitenlinie alle Energien für die Halbzeitansprache gesammelt.

Auch wenn Sir Alex in der Halbzeit davon sprach, dass man jetzt hier mehr wolle, hatten wieder die Gastgeber den besseren Start. Pato versiebt nach Wiederanpfiff eine gute Chance, einen Freistoß von Pirlo kann Van der Sar gerade noch so über die Querlatte lenken. Man Utd schaffte es auch weiterhin nicht Ballbesitz auch nur ansatzweise in Torgefahr umzumünzen. Und bei Van der Sar konnte man sich nach 60 Minuten bedanken, dass man überhaupt noch einen Fuß im Spiel hatte. Ferguson brachte Valencia für die rechte Seite um mehr offensive Impulse zu erhalten, Nani ging nach schwacher Leistung vom Platz. Und fast wie in der ersten Hälfte kommt United einmal gefährlich vor das Tor – und trifft. Rooney – wer sonst, möchte man fragen – macht in der 67. Minute das 2:1, weil er eine wunderschöne Flanke von Valencia ins Tor köpft, nachdem er das Kopfballduell gegen Bonera für sich entscheidet, keine Chance für Dida. Danach hatte es überhaupt nicht ausgesehen. Beckham ging nach 70 Minuten vom Platz. Ein starker Beginn mit gefährlichen Standards, ein schwache zweite Hälfte, hatte aber eben auch starke Mitspieler um sich herum. Nach der Führung war Man Utd besser im Spiel, kontrollierte das Geschehen und ließ sehr viel weniger Torchancen zu – und belohnte sich mit dem 3:1, weil die Hintermannschaft von Milan auch nicht so sicher wirkte wie in den ersten 30 Minuten. Rooney in der 74. mit dem Ausbau der Führung. Nach Flanke von Fletcher toller Kopfball des Stürmers, der momentan wohl der beste Fußballspieler der Welt ist. Gegenspieler im näheren Umkreis von Rooney gab es keine.

Und wenn man nicht mehr weiter weiß, bringt man Inzahgi, so geschehen in der 76. Minute. Ein letzter Rettungsanker für die Rossoneri. 36 Jahre alt. Womöglich ausgeschieden im Achtelfinale, Milan hat scheinbar seinen Zenit endgültig erreicht. United schien alles im Griff zu haben, da schlägt Milan noch einmal zu. Das 2:3 in der 85. Minute durch den kurz zuvor eingewechselten Seedorf nach tollem Zuspiel von Ronaldino, die Abwehr von Man Utd wieder zu weit von den Gegenspielern entfernt. Es blieb nach einer turbulenten Schlussphase und eines Platzverweises für Michael Carrick wegen Zeitspiels beim knappen Sieg für Man Utd, die über 90 Minuten gesehen nicht das bessere Team waren. Hatten viel Glück in der ersten Hälfte, gute Phase in der zweiten Hälfte, wo man dann auch seine Chancen nutzte und defensiv sicherer wirkte. Milan hatte den besseren Start, verpasste es aber die vielen Chancen zu nutzen und die Unsicherheiten von United konsequenter auszunutzen. So gehen die Red Devils mit einer hervorragenden Ausgangsposition ins Rückspiel am 11. März.

Und über David Beckham wird morgen nicht viel in der Zeitung stehen. Die Schlagzeilen gehören Wayne Rooney.

Thema: Champions League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Champions League 2008/2009 Halbfinale Rückspiel, FC Arsenal – Manchester United

Dienstag, 5. Mai 2009 20:04

[22h33] Endstand FC Arsenal – Manchester United 1:3

Bin noch auf die Interviews von Arsene Wenger gespannt, aber sonst kann man den Fußballabend recht schnell abhaken. Man Utd erster Finalist der Champions League Saison 2008/2009. Als erste Mannschaft zwei Mal hintereinander mit der Chance auf den Titel.

[22h16] FC Arsenal – Manchester United 1:3, Robin van Persie, 76. Minute

Toller Elfmeter von van Persie in den Winkel, mit viel Wut getreten.

[22h14] Elfmeter FC Arsenal und Platzverweis Darran Fletcher/Manchester United

Nur Tränen heute. Rot und Elfmeter für Fletcher. Sogar über den Strafstoß kann man diskutieren, denn Fletcher spielt auch den Ball. Elfer geht ok, aber Rot ist verdammt hart. Verdammt hart. Aber einen Platzverweis für diese Szene in so einer Situation. Fletcher für das Finale gesperrt.

[22h06] Und Rooney geht für Berbatov.

[22h01] Manchester United – FC Arsenal 0:3, Christiano Ronaldo, 61. Minute

Und jetzt bekommen die Gunners die Ohren so richtig lang gezogen. Eine Ecke fliegt dem FC Arsenal um die Ohren. Schneller angriff über drei Stationen mit Ronaldo, Park und Rooney, der uneigennützig auf den Portugiesen auflegt. Ronaldo muss nur noch einschieben. Brillianter Konter. Und noch mehr Verzweiflung bei Arsene Wenger. Die Zuschauer verlassen das Stadion.

Bendtner kommt für Walcott bei Arsenal. Giggs und Rafael für Anderson und Evra bei Manchester United. Stammspieler schonen.

[22h00] Halbe Stunde noch. Arsenal mit etwas mehr Ballbesitz und Spielanteilen in der Hälfte von Man Utd, aber das ist viel Zufall. Es gelingt sehr wenig.

[21h55] Wenn man so will, ein ganz klein bisschen Torgefahr vom FC Arsenal, als ein Freistoß von van Persie immer länger wird, in der Mitte aber keinen Abnehmer findet und am Tor vobeistreicht.

[21h52] Wieder großartige Aktion von Almunia. Ronaldo weicht für ein Zuspiel von Park erst auf den rechten Flügel aus, zieht dann in die Mitte um mit seinem starken linken Fuß abzuziehen. Almunia ist aber blitzschnell unten und kann zur Ecke abwehren.

[21h47] Die ITV-Kommentatoren amüsieren sich schon darüber, dass David Beckham im Stadion ist. Den fällt auch nicht mehr viel ein, aber was sollen sie uns denn auch erzählen?

[21h45] Beginn 2. Halbzeit

Emmanuel Eboue für Kieran Gibbs beim FC Arsenal.

[21h34] Ich mach mir jetzt ein leckeres Eis und verzichte auf die PREMIERE-Analyse, damit ich mich nicht wieder aufrege.

[21h30] Halbzeit FC Arsenal – Manchester United 0:2

Nach 10 Minuten war diese Partie entschieden. Die Red Devils haben zwei Fehler des FC Arsenal überfallartig ausgenutzt. Bis dahin waren die Gastgeber sehr gut im Spiel. Mit der sicheren Führung im Rücken hat Man Utd das Spiel dann jederzeit kontrolliert. Die Gunners haben sich immer noch nicht so richtig von dem Schock erholt. Mal sehen, was Wenger aus seinem Team noch rausholen kann. Aber viel dürfte heute Abend nicht mehr passieren.

[21h21] Für sowas hat man die BBC, die herausgefunden haben, dass der FC Middlesbrough vor einigen Jahren mal ein 0:2 in ein 4:2 gegen Steaua Bukarest umgewandelt hat. Im Halbfinale des UEFA-Cup. In einem Spiel, mit drei Toren in der zweiten Halbzeit. Ist also theoretisch möglich.

[21h14] Der italienische Schiedsrichter wäre gut beraten sich jetzt nicht durch kleinliche Entscheidungen mit den Fans anzulegen.

Ich lese mittlerweile nebenbei die ZEIT und den Economist. Viel Erwähnenswertes passiert auf dem Platz derzeit nicht.

[21h12] Arsene Wenger mit fassungslosem Gesichtausdruck auf der Trainerbank. Kopf in die Hände gelegt, sah fast schon so aus, als wären da ein paar Tränen geflossen. Und wer will es ihm verdenken.

[21h08] Amüsanter Live-Blog auch beim Guardian, wo man sich mittlerweile darüber unterhält, dass Karotten doch ganz nützlich sein könnten für die Sehstärke. Hätte Almunia heute Mittag mal Möhrensalat gegessen…

[21h03] Manchester United kurz vor dem 0:3. Rooney mit schönem Schlenzer, den Almunia mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten lenken kann. Tolle Aktion von beiden.

Arsenal berappelt sich nach dem Schock nur ganz langsam, kaum noch Druck nach vorne, kaum Spiel über die Flügel. Man Utd steht sicher in der Defensive und wartet, was der FC Arsenal anbietet. Im Moment nicht mehr viel. Schockstarre auch auf den Tribünen. Es ist ruhig.

[21h00] Das war es dann. Ich verabschiede mich und wünsche noch allen einen schönen Abend aus Bremen.

[20h55] FC Arsenal – Manchester United 0:2, Christiano Ronaldo, 11. Minute

Und jetzt dürfte bereits alles vorbei sein. Ronaldo hammert einen Freistoß aus fast 25 Metern ins Tor, zieht einfach ab, Ball wieder mit der berühmten Flugkurve, Almunia ist in der richtigen Ecke, greift aber am Ball vorbei. Ein Torwartfehler erlischt alle Träume der Gunners auf ein Finale in Rom. Die Situation, die zu dem Freistoß geführt hat, war allerdings mehr als fraglich. Die Aktion von Van Persie an Ronaldo war kein Foul.

[20h52] FC Arsenal – Manchester United 0:1, Ji Sung Park, 8. Minute

Sehr viel besser kann man aus Sicht von Manchester United nicht starten. Ronaldo mit kleinem Flankenlauf auf links, die Hereingabe findet Ji Sung Park nur, weil Gibbs unglücklich ausrutscht. Park überwindet dann den herauseilenden Almunia. Jetzt brauchen die Gunners drei Tore. Arsenal kontrollierte das Spiel, Man Utd mit dem ersten Angriff und der glücklichen Führung. That’s football.

[20h49] Etwas mehr als drei Minuten gespielt – und Arsenal schon zweimal gefährlich vor dem Tor von van der Sar. Ein Schuss von Fabregas wird zweimal von Man Utd-Verteidigern abgefälscht und geht nur knapp am Tor vorbei.

[20h47] Die ITV-Kommentatoren geben auf Tonoption 2 erst mal einen Überblick über die Schlüsselduelle in diesem Spiel. Sowas erwarte ich in einer Vorberichterstattung, Herr Nickles. So, haken wir das mal ab. Tolle Stimmung im Emirates, die Sonne geht über London unter, die letzten Strahlen erhellen noch die Sitzplätze.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

Manchester United ganz in blau mit Anstoß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten.

[20h42] Habe gerade tierische Sehnsucht nach einem Platz im Emirates Stadium.

[20h39] Dieter Nickles, die Vierte: “Beide Teams kennen sich ja wie Schulfreunde. Macht das die Sache komplizierter?” Ab jetzt schaue ich keine Voberichterstattungen mehr mit Nickles. Das ist nur noch traurig.

[20h35] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Toure, Djourou, Gibbs – Walcott, Fabregas, Song, Nasri – Van Persie, Adebayor

Manchester United: Van der Sar – O’Shea, Ferdinand, Vidic, Evra – Fletcher, Carrick, Anderson – Ronaldo, Rooney, Park

[20h33] Dieter Nickles, die Dritte: “Cesc Fabregas – vielleicht der Ryan Giggs des FC Arsenal.”

[20h30] Dieter Nickles, die Zwote: “Ist es ein wichtiges Kriterium eines Spielers, den Ball nicht verlieren zu wollen?” Meine Güte, was für blöde Fragen.

[20h26] Oder wir hören die Frage von Dieter Nickles: “Ist Erfahrung das Siegergen?” Snuf.

[20h23] Und jedes Mal, wenn Arsenal vor einem so wichtigen Spiel steht, kommen wieder die bekannten Fragen: Ist das Team der Londoner nicht zu jung und unerfahren? Fehlen Arsene Wenger die großen Stars? Können die schon mit dem großen Druck umgehen? Kann eine solche “Kindergartentruppe” auch Titel gewinnen? Irgendwann ist diese Diskussion auch ausgelaugt…wenn diese Mannschaft ihren großen Titel gewinnt. Vielleicht schon morgen in vier Wochen in Rom.

[20h19] Wenn Cesc Fabregas Geschichte schreiben will, muss er eigentlich nur auf der Geschichte vertrauen, hat doch kein Team seinen Titel in der Champions League verteidigen können.

[20h16] Kai bloggt bei allesaussersport auch live mit.

[20h12] Nicht nur, weil ausgerechnet Manchester United die Siegesserie der Invincibles vor einigen Jahren nach 49 Spielen beeendet hat, herrscht zwischen Arsenal und Manchester United eine Rivalität auf allen Ebenen. Trainer, ein bisschen auch die Spieler, und vor allem die Fans. Spiele zwischen beiden Teams waren immer giftig. Der Battle of the Buffet vor knapp fünf Jahren war dann ein kleiner Höhepunkt. Und der Unterschied ist eben auch, dass Manchester United seitdem Titel am Fließband holt, während Arsene Wenger nur den FA-Cup in die Höhe halten konnte. Natürlich haben beide Trainer vor dem Spiel gesagt, dass sie beide felsenfest davon überzeugt sind, dass sie das Finale in Rom erreichen.

[20h08] Robin van Persie ist rechtzeitig fit geworden und wird von Beginn an spielen. Ebenso Rio Ferdinand für Manchester United. Tevez und Berbatov bei Man Utd nur auf der Bank, dafür Ji Sung Park in der Startelf. Ein bisschen überraschend. Sir Alex pokert wohl wieder. Ronaldo als zweite Spitze? Nur Rooney alleine vorne? Oder drei Spitzen mit Park über links oder rechts? Man kann sich glücklich schätzen solche Alternativen zu haben.

[20h05] Lassen wir zu Beginn Cesc Fabregas sprechen: “Für die meisten Spieler könnte es das wichtigste Spiel ihrer Karriere sein, und für das Emirates Stadium ist es das größte Spiel, das bisher hier stattgefunden hat. Wir wollen Geschichte schreiben.” Dann kann es ja losgehen. Guten Abend, Champions League Rückspiel im Nordosten Londons. Gunners gegen Red Devils.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (3) | Autor: medispolis

CL 2008/2009 Viertelfinale Rückspiele, Arsenal-Villarreal und Porto-ManUtd

Mittwoch, 15. April 2009 20:09

[22h36] Endstand FC Arsenal – FC Villarreal 3:0 und FC Porto – Man Utd 0:1

Damit gibt es definitiv einen englischen Finalteilnehmer in dieser Champions League Saison. Arsenal setzte sich sowas von souverän durch. Ganz starke Leistung der Gunners. Man Utd gegen teils ideenlose Portugiesen defensiv sicher und kompakt, mit der Führung im Rücken das Ergebnis relativ souverän über die Zeit gebracht.

Damit gibt es die folgenden Halbfinalpartien. Die Hinspiele finden am 28./29. April statt.

FC Barcelona – FC Chelsea

Manchester United – FC Arsenal

Ich wünsche eine gute Nacht und danke wie immer fürs Lesen

[22h33] Stattdessen Ronaldo mit Flachschuss aus 15 Metern, Helton reagiert glänzend zur Ecke. Die Red Devils halten Porto vom eigenen Tor fern.

[22h32] Der gefühlte 136. Distanzschuss von Porto. Wieder nichts. Drei Minuten Nachspielzeit.

[22h27] Fünf Minuten noch in Porto. Und vielleicht die beste Chance der Gastgeber, als Lisandro direkt in die Arme von Van der Sar köpft. Das Tor ist doch viel größer.

[22h24] Van der Sar spielt im Moment so, als wäre er schon im Finale in Rom in der 80. Minute und Man Utd führt 17:4. Wenn sich das mal nicht rächt…

[22h20] Porto nur nach Eckbällen im Ansatz gefährlich. Vielleicht sollten sie in den letzten  10 Minuten mal mehr als 2 Ecken wie in den 80 Minuten zuvor rausholen. Und dann muss auch schon Van der Sar helfen, der die Ecke bin bisschen falsch einschätzt.

[22h14] Und vielleicht kann jetzt Jesualdo Ferreira mal zuhause seine Chipsschüssel und das Glas Rotwein zur Seite stellen und seiner Mannschaft noch mal per Handy jetzt ein bisschen Leben einhauchen. Sonst werden das eher langweilige 17 Minuten noch.

[22h11] FC Arsenal – FC Villarreal 3:0, Robin van Persie, 69. Minute

Robin van Persie verwandelt eiskalt. Keine Chance für Diego Lopez – und Arsenal im Halbfinale der Champions League. Aus un vorbei. Volle Konzentration jetzt auf die Partie in Porto.

[22h08] Elfmeter für den  FC Arsenal

Foul an Walcott im Strafraum, Stark lässt weiterspielen, sein Assisstent hebt die Fahne und dann gibt es doch Elfmeter für die Gunners. Bei Egueren fliegen alle Sicherungen durch, beleidigt Stark und geht mit Platzverweis in die Kabine. Die Spanier nur noch zu zehnt.

[22h05] Ibagaza und Nihat kommen bei Villarreal in die Partie für Bruno und Fernandez.

[22h02] FC Arsenal – FC Villarreal 2:0, Emmanuel Adebayor, 60. Minute

Gerade als Villarreal etwas stärker wurde, schlagen die Gunners zu. Van Persie hebelt mit einem schönen Zuspiel die Abwehr aus, Adebayor ist frei und schiebt den Ball an Diego Lopez vorbei ins lange Eck. Mehr als nur die Vorentscheidung. Wieder ein klasse Tor. Und Arsene Wenger an der Seitenlinie mit einem richtigen Gefühlsausbruch.

[22h00] Wenig Veränderung im Drachenstadion zu Porto. Man Utd hat das einigermaßen im Griff, versucht hin und wieder nach vorne zu spielen. Porto schafft es weiterhin nicht glasklare Torchancen rauszuspielen. Und damit kränkelt das System so ein bisschen. Kaum Torgefahr aus dem Mittelfeld, Man Utd kann sich also ganz in Ruhe auf die Außenpositionen konzentrieren, wo O’Shea rechts und Evra links wenig zulassen. Ergo ein Spiel, das seit fast 60 Minuten von einem genialen Geniestreich von Christiano Ronaldo lebt.

[21h56] Villarreal versucht sich in dieses Spiel zu kämpfen, bis jetzt fehlt dafür aber die Durchschlagskraft und im Vergleich zum Mittelfeld des FC Arsenal schlicht auch die Qualität und Kreativität.

[21h51] Keine Wechsel übrigens in beiden Partien. Mal schauen, wie Villarreal mit dem Rückstand umgeht. Dürfte Platz zum Kontern für die Gunners geben.

[21h49] Beileid an alle deutschen Portugalurlauber derzeit, ist ja ein furchtbares Wetter. Manchester United kommt wieder besser aus der Halbzeit. Großer Pluspunkt für die Engländer: Sie schaffen es fast immer Überzahl in Ballnähe zu schaffen.

[21h47] Beginn 2. Halbzeit. Jetzt geht es weiter mit Fußball

[21h43] Die Eisbären Berlin sind Deutscher Eishockeymeister 2008/2009. Herzlichen Glückwunsch.

[21h32] Halbzeit FC Arsenal – FC Villarreal 1:0 und FC Porto – Man Utd 0:1

Beide englischen Mannschaften auf Kurs Halbfinale. Arsenal könnte weitaus höher führen und hat Villarreal vollkommen im Griff. Blitzstart für Man Utd durch Traumtor von Ronaldo, danach standen die Red Devils sicher in der Abwehr und haben nur wenig zugelassen.

Wenn es so läuft, wie ich glaube, machen die Gunners auch kurz nach der Pause das 2:0. Man Utd muss aber noch mehr aufpassen. Nur ein Gegentreffer – und Porto wäre weiter. Bleibt spannend.

[21h30] Vidic hatte vor der Halbzeitpause die große Chance zum 2:0, kommt nach einer Ecke von links freistehend in der Mitte zum Torschuss, ist aber zu überrascht, knapp über das Tor.

[21h29] Theoretisch könnte es 5:1 für Arsenal stehen und keiner bräuchte sich beschweren. Es ist aber nur ein 1:0 und wie so oft lassen die Londoner vor der Halbzeit das Tempo ein bisschen schleifen ohne dabei wirklich Gefahr zu laufen.

[21h26] Eigentlich muss der FC Porto ja nur einmal treffen um das Halbfinale zu erreichen, von daher lege ich meine Kritik an den Portugiesen mal noch nicht so umfassend aus. Vielleicht taktieren ja auch ein bisschen und schlagen dann in der zweiten Halbzeit zu.

[21h24] Ist es jetzt nur die Anwesenheit von Ferdinand in der Abwehr oder was hat Sir Alex mit seiner Defensive angestellt, dass sie heute Abend so sicher und kompakt steht?

[21h17] Beim FC Porto muss der Kapitän Lucho Gonzalez verletzt vom Platz, Mariano ersetzt ihn. Es läuft alles bis jetzt für die Red Devils.

[21h16] Damit Fabianski auch einmal im Protokoll auftaucht. Fängt einen Freistoß von Fernandez sicher ab. Wenig, wenig Torgefahr von den Spaniern.

[21h13] Was für Szenen im Emirates. Diego Lopez pariert einen Freistoß von Van Persie klasse, Adebayor mit dem Kopfball im Nachsetzen, Diego Lopez liegt noch am Boden, Pires legt sich den Ball fast selbst rein beim Klärungsversuch, letzlich wird auf der Linie geklärt. Wie die Zeitlupen zeigen, richtige Entscheidung der Schiedsrichter das Tor nicht zu geben.

[21h10] So ein bisschen was wie Torgefahr vom FC Porto, Lisandro Lopez mit Schuss aus 13 Metern, aber zu zentral auf Van der Sar. Und zum ersten Mal war die Abwehr von Man Utd ein klein wenig unaufmerksam.

[21h09] Ganz starke Leistung von Theo Walcott im rechten Mittelfeld, macht den Unterschied in diesem Spiel aus. Arsenal weiter überlegen, hat aber ein bisschen den Fuß vom Gaspedal genommen, was so viel heißt, dass nur noch alle vier-fünf Minuten Angriffe in Richtung Diego Lopez rollen.

[21h06] Etwas mehr als 20 Minuten in Porto gespielt. Die Red Devils stehen defensiv wirklich gut, fangen Portos Angriffe relativ früh ab. Die Portugiesen schaffen es noch nicht so richtig Druck auf die Abwehr der Gäste auszuüben. Einzig allein nach Freistößen und Ecken strahlt man ein bisschen Gefahr aus. Bruno Alves’ Freistoß geht aber deutlich am Tor vorbei.

[21h01] Villarreal hat 15 Minuten gar kein Bein in dieses Spiel bekommen, dann gibt es den ersten gescheiten Angriff, bei Arsenal klafft ein großes Loch vor dem eigenen Tor, Pires ist völlig frei, sein Schuss wird aber abgeblockt zur Ecke.

[20h55] FC Arsenal – FC Villarreal 1:0, Theo Walcott, 11. Minute

Auch ein wunderschönes Tor, diesmal aber nicht Kraft, sondern Eleganz. Walcott übelistet Diego Lopez mit einem sehenswerten Heber. Fasbregas hatte ein Zuspiel von Eboue exzellent weitergeleitet. Und da sind auch wieder die “Theo, Theo”-Rufe. Absolut verdiente Führung für die Gunners. Es spielt nur eine Mannschaft und es könnte schon locker 3:0 stehen. Vor der Führung hatte Adeabayor schon fast eine 100% für Arsenal.

[20h54] Die englischen Kommentatoren auf Tonoption 2 kriegen sich gar nicht mehr ein. Suchen nach Superlativen für den Schuss von Ronaldo.

[20h51] FC Porto – Manchester United 0:1, Christiano Ronaldo, 6. Minute

Was für ein Tor, sowas habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ronaldo schnappt sich in zentraler Position den Ball und hämmert die Kugel aus knapp 35 Metern an Helton vorbei ins Tor. Der Keeper des FC Porto mit Null Abwehrchance. Und wahrscheinlich hätte ihm dieser Schuss auch alle Handknochen gebrochen.

[20h50] Niklas Bendtner hätte diese Chancen nicht besser vergeben können, schon wieder ein Feuerwerk an Torgelegenheiten für die Gunners. Walcott mit toller Flanke von rechts, erst verpasst Adebayor, die erneute Hereingabe von links setzt Van Persie per Kopf dann über die Latte.

[20h48] Besserer Beginn der Red Devils, aber erste gute Chance für Porto. Freistoß von rechts, Hulk prüft Van der Sar, der hält aber sicher.

[20h47] Gibt es eigentlich verlässliche Zahlen über den Kaugummikonsum von Sir Alex Ferguson?

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

[20h43] Deutscher Schiedsrichter im Emirates Stadium. Wolfgang Stark leitet die Partie. Und Kai Dittmann wirkte im Sat. 1 Bild eben verdammt klein. In London gibt es erstmal eine Schweigeminutein Gedenken an die Ofer von Hillsborough.

[20h39] Barcelona und Chelsea sind ja bereits ins Halbfinale eingezogen. Die beiden Sieger aus den heutigen Partien bilden dann das zweite Halbfinale.

[20h37] Die Aufstellungen im Estádio do Dragao

FC Porto: Helton – Sapunaru, Rolando, Alves, Cissokho – Gonzalez, Fernando, Meireles – Lopez – Hulk, Rodriguez

Manchester United: Van der Sar – O’Shea, Ferdinand, Vidic, Evra – Anderson, Carrick, Giggs, Ronaldo – Berbatov, Rooney

Darran Fletcher ist kurzfristig mit einer Oberschenkelverletztung ausgefallen. Porto spielt mit derselben Aufstellung wie im Hinspiel. Bei Man Utd hat im Mittelfeld die Komponente “Erfahrung” den Vorzug bekommen.

[20h31] So überzeugt ich bin, dass Arsenal ins Halbfinale einzieht, so unsicher bin ich, ob sich Porto oder Man Utd durchsetzt. Für die Gastgeber spricht vor allem das Hinspielergebnis, für Man Utd vor allem die individuelle Klasse. Weiterer Vorteil für die Red Devils: Rio Ferdinand kehrt wieder in die Innenverteidigung zurück.

[20h26] Matthias Sammer: “Bayern München hat das Duell gegen Barca insgesamt in Barcelona verloren.” Auf so eine Aussage muss man erstmal kommen. Aber ansonsten war das eine treffende Analyse über den Zustand der Bayern, danke dafür.

[20h25] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Fabianski – Eboue, Toure, Silvestre, Gibbs – Walcott, Song, Fabregas, Nasri – Van Persie – Adebayor

FC Villarreal: Diego Lopez – Angel Lopez, Godin, Rodriguez, Capdevila – Cani, Bruno – Eguren, Fernandez, Pires – Rossi

Also Arsenal ohne Sagna, Djourou, Gallas und Clichy. Fabianski vertritt Almunia im Tor. Van Persie spielt dafür von Beginn an, war heute Morgen noch fraglich. Auch el almarillo submarino mit Verletzungssorgen. Marcos Senna, Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, fehlt verletzt.

[20h20] Auch wenn den Gunners die komplette Verteidigung fehlt inklusive Manuel Almunia im Tor, hat Arsene Wenger auf der Pressekonferenz gestern deutlich gemacht, dass sein Team die mentale Stärke und die Qualität hat ins Halbfinale einzuziehen. Jedes Mal, als man in den letzten Wochen unter Druck geriet oder in Rückstand lag, konnte man immer sehr gut reagieren. Nach dem 0:1 in Villarreal gab es dort ein 1:1, nach dem 0:1 in Wigan zur Halbzeit konnte man 4:1 gewinnen.

[20h14] Wird es diesmal keine drei Halbfinalisten aus der Premier League geben? Arsenal gilt als Favorit gegen den FC Villarreal, aber Manchester United muss beim FC Porto ein ganz dickes Brett bohren. Noch nie hat ein englisches Team beim FC Porto gewonnen. Vielleicht hat Sir Alex seinen Spielern Bilder aus der Vorrunde gezeigt, als Dynamo Kiew bei den Portugiesen gewann. Denn eines steht auch fest: So gut die Ausgangslage für Porto ist, muss man sagen, dass Manchester United jederzeit in der Lage ist dieses Spiel zu gewinnen. Und eine Übermacht ist der FC Porto im Drachenstadion nun wahrlich auch nicht.

[20h09] Gestern war es der Spirit of Istanbul, den der FC Liverpool wieder beleben wollte. Jetzt ruft Sir Alex Ferguson nach dem Spirit of 1999, als Manchester United bei Juventus Turin nach einem 2:2 im Hinspiel mit 3:2 gewann. Gestern war der Fußballgott nicht auf der Seite des Spirits. Mal sehen wie das heute wird. Guten Abend zu den Viertelfinal Rückspielen in der Champions League.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (0) | Autor: medispolis