Beitrags-Archiv für die Kategory 'WM 2010'

Live-Blog: WM 2010, Tag 15

Freitag, 25. Juni 2010 7:45

[15h47] Live-Blog zur Partie in Durban zwischen Portugal und Brasilien gibt es in einem neuen Eintrag.

[15h19] Harry Redknapp, Trainer der Tottenham Hotspur, in seiner BBC-Kolumne über die Begegnung von England am Sonntag gegen Deutschland. Wie immer sehr eindimensional sieht Redknapp ohne Kompromisse einen Sieg der Three Lions.

“I am sure we will win anyway. Germany beat an ageing Australia side in their first game but lost to Serbia before overcoming Ghana in a pretty even final group game. I do not think it is the best German side we have seen, that is for sure, and I do not see why we cannot beat them. I am pretty confident. Let’s be honest, England haven’t played well and Slovenia were not up to much – they would be in the bottom half of the Championship at best – but our players have not set the tournament alight yet and they will raise their game for the big games that are coming up, starting on Sunday.”

[15h11] Sami Khedira bei Sky im Interview:

“Die U21 war ein tolles Erlebnis, das nehme ich mit in dieses Spiel gegen England. Natürlich habe ich die Duelle von früher verfolgt, am Fernseher mitgefiebert, ist ein besonderes Spiel. Wir freuen uns auf das Duell. Natürlich haben wir in unseren jungen Jahren schon viel erlebt, aber so eine WM ist schon besonders. Ich würde lügen, wenn ich sage, es wäre normal. Und jetzt geht es ja erst richtig los. Bastian und ich sind beide Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen, wir ergänzen uns in unseren Aufgaben gut. Basti ist der Spieler, der das Spiel ordnet und sich die Bälle holt. Ich möchte lieber den Ball in der Tiefe fordern und gehe lieber eher nach vorne. Und in der Defensive haben wir die gleichen Aufgaben. Es wäre ein weiterer Nackenschlag, wenn Bastian ausfallen sollte und weil er mir auch enorm hilft. Wir verstehen uns sehr gut und wir haben genug Qualität in der Mannschaft um den Ausfall aufzufangen. Mit Toni Kroos ist die Abstimmung auch okay, ein hervorragender Fußball, das würde auch klappen, aber es wäre bitter für die komplette Elf, wenn Bastian nicht dabei wäre.”

Heute Nachmittag ist für die DFB-Elf übrigens Training angesagt, ab 16:00 Uhr soll es da losgehen.

[15h03] Brauchen wir doch gar nicht drüber reden, Herr Effenberg.

[14h38] Zwei Wochen bei der WM sind nun vorüber, jetzt geht es dann ab morgen um alles. Das nächste Spiel kann immer das letzte sein. Zwei Wochen, die mich fußballtechnisch jetzt nicht unbedingt vom Hocker gehauen haben, wenngleich aber auch nicht völlig enttäuscht haben. Natürlich hätte ich mir mehr Tempo, mehr Tore und mehr Dramatik gewünscht. Aber es waren durchaus einige Partien dabei, die richtig toll waren zum Anschauen, zum Beispiel Deutschland-Australien, Chile-Honduras, Spanien-Schweiz, USA-Slowenien, Dänemark-Kamerun, Nigeria-Südkorea, Slowakei-Italien und in Ansätzen auch Brasilien gegen die Elfenbeinküste. Da habe ich schon sehr viel schlechtere Spiele gesehen als bei dieser Weltmeisterschaft.

Es war auch die große Diskussion um die Schiedsrichter, die ich ja seit der Dokumentation im WDR mit völlig anderem Auge sehe und zumindest in Ansätzen begreife und nachvollziehen kann, wie deren Arbeit abläuft. Nur frage ich mich schon, wie einige Schiedsrichter zu ihrer Berufung gekommen sind. Da trennt sich bei dieser WM schon ein bisschen die Spreu vom Weizen. Umso mehr freut es mich, dass Howard Webb und auch Wolfgang Stark ganz gute Leistungen gezeigt haben.

War es wirklich die WM der großen Überraschungen bisher? Zum teil, denn mit einem Ausscheiden von Frankreich konnte man zumindest mal einen Gedanken verlieren, bei Italien war das nicht wirklich angebracht. Beide sind aber verdient frühzeitig nach Hause gefahren. Aber ansonsten mit Argentinien, Südkorea, Ghana, Deutschland, Niederlande und Paraguay erwartbar. Ein wenig überrascht war ich dann doch von Japan und Slowakei. Und dass sich aller Voraussicht nach Brasilien und Portugal für die Runde der letzten 16 qualifizieren, darf als Normalität bezeichnet werden. Sollte Spanien heute Abend nicht die Segel streichen müssen, halten sich die Wunder doch in Grenzen.

Bleibt nur zu hoffen, dass in den nächsten Runden noch mehr Tore, Dramatik und etwas weniger Taktik dominieren.

[13h13] Sehr hohe Dichte von schwedischen Journalisten bei der Pressekonferenz. Verwunderlich.

[13h05] Philipp Lahm ist der nächste, der sich noch knapp 20 Minuten den Fragen der Journalisten stellen wird.

“In erster Linie will ich ein gutes Spiel machen, die Mannschaft muss den Ball wieder besser laufen lassen und in den eigenen Reihen halten, weniger Großchancen zulassen.”

“Na klar kennt man einige Spieler, von den Vereinsmannschaften, auch aus der Champions League. Auf dem Platz ist das aber anders, wir spielen Fußball gegeneinander.”

“Unser Offensivspiel, vor allem das Passspiel, muss besser werden, und unsere Defensivleistung. Man sollte das aber nicht an einer Person fest machen. Unser Aufbauspiel aus der Abwehr heraus muss auch verbessert werden. Ich lasse die Bemerkung, dass das die beste deutsche Mannschaft ist, in der ich bisher gesielt habe, so stehen. Die Mannschaft ist jung, steckt noch in der Entwicklung, es war wichtig, so ein entscheidendes Spiel wie gegen Ghana zu erleben. Daraus kann unsere Mannschaft sehr viel ziehen.”

“Das Kapitänsamt ist keine Last, sondern sehr sehr viel Lust. Es macht Spaß mit dieser Mannschaft zusammenzuarbeiten, mit dem Trainer, dem ganzen Betreuerteam. Ich bin mir sicher, dass Bastian am Sonntag spielen wird. Es ist ein Kämpfer.”

“Wir wissen, was auf uns am Sonntag zukommt. England spielt nicht nur Kick and Rush, sondern haben mit Rooney auch einen Stürmer, der sich den Ball in den Fuß spielen lässt. Wir werden topvorbereitet sein.”

[12h58] Sehr entspannter, lockerer und lässiger, aber sehr sachlicher und konzentrieter Joachim Löw. Verbreitet Optimismus. Gefällt mir.

Löw zu Mertesacker: “Per wird am Sonntag eine wichtige Rolle spielen, auch weil England bei Flanken extrem stark ist. Es gab ein paar Situationen im Spiel gegen Ghana, wo er nicht ganz glücklich war. Gegen Australien und Serbien war ich mit Per sehr zufrieden. In den wichtigen Spielen hat er immer bewiesen, dass er dann seine beste Leistung zeigt und wir uns auf ihn zu 100 Prozent verlassen können.”

Zur Rückkehr von Klose: “Es ist wichtig, dass er wieder mitspielen kann. Es ist gut, dass wir alle Spieler zur Verfügung haben, das betrifft unsere gesamte Offensive, dass wir da unsere Aktionen besser zu Ende spielen können.”

“Solche Spiele wie gegen Ghana sind für ein so junges Team extrem wichtig, und dass wir da jetzt durch gekommen sind, ist umso schöner. Es gibt Momente, wo wir auch mal die Sicherheit dem Risiko vorziehen. Solche Erfahrungswerte sind gut für uns.”

“Es wird höchste Zeit, dass wir das mit den Kriegsvergleichen sein lassen. Das ist unangebracht. Wir leben in einem vereinten Europa.”

“Wir haben drei, vier Mal Standards gebübt, leider waren sie im Spiel noch nicht so ganz erfolgreich. Vielleicht klappt es ja ähnlich wie bei der EM 2008 gegen Portugal.”

[12h34] Die Pressekonferenz beginnt, zunächst gleich wieder die begrüßenden Worte von Herrn Stenger, und der Bundestrainer ist auch zu Gast. Letzte PK im Mannschaftshotel vor dem Achtelfinale gegen England.

Mannschaft hatte heute Vormittag einen knapp zweistündigen Safari-Ausflug, Trainerteam blieb im Hotel und hat Videostudium gemacht.

Joachim Löw: “Ja, in der Vorrunde waren einige Überraschungen zu sehen, man konnte nicht erwarten, dass Weltmeister und Vize-Weltmeister ausscheiden. Einige Teams, von denen man nicht erwartet hatte, dass sie so stark sind, wie Uruguay oder die USA, auch Japan, haben sehr emotional und erfolgreich gespielt. Die Konstellationen in den Gruppen waren sehr interessant, viele Ereignisse hatte ich nicht erwartet.”

“Zum einen ist es so, dass die Geschichte sehr viel aussagt über die Begegnung England-Deutschland, viele Spieler waren da noch gar nicht geboren. Ich erinnere mich noch wage an 1966, eher an 1970. Danach gab es bei den Tunieren immer wieder Spiele von hoher Wichtigkeit, das sind Spiele mit viel Brisanz und Intensität. England verfügt über eine unglaubliche Erfahrung und individuelle Klasse. Wir freuen uns auf das Duell, wir versuchen mit unserer jugendlichen Leichtigkeit dagegen zu setzen.

“Ich verfolge den englischen Fußball, die meisten Spiele können wir im deutschen TV ja auch sehen. Ich bin immer wieder vom Tempo vom Fußball auf der Insel begeistert, vom intensiven Zweikampfverhalten. Unglaublich gutes Niveau.”

“Wir verfügen nicht über eine brave Mannschaft, sie ist unglaublich jung und willig, aber im Training herrscht schon Konkurrenz und Ehrgeiz. Man sieht mit welcher Macht Spieler, die noch nicht gespielt haben, versuchen in die Startelf zu kommen. Wir haben einen Ehrgeiz entwickelt, um in diesem Turnier bestehen zu können.”

“Ich kann nicht 100% beantworten, dass England trotz der vielen Ausländer in der Premier League trotzdem ein sehr gutes Team bei dieser WM an, aber noch nicht so spielen, wie sie sich vielleicht das vorgestellt haben. Aber die Sitation in der Premier League muss nicht von Nachteil sein für die englische Nationalmannschaft.”

“Wir haben uns gestern und heute mit England beschäftigt, haben gute Informationen über das Team, wissen schon sehr gut, wo die Stärken dieses Teams liegen, kennen aber auch die Schwächen der Mannschaft. Bei diesen Spielen ist es doch klar, dass beide Teams mit einem gewissen Respekt in diese Partie gehen, Angst bei uns und den Engländern nicht. Die Engländer wissen doch auch, dass wir sie schlagen können. Eine Grundanspannung herrscht vor, eine positive Nervösität. Wir werden mit unserem jungen Team in der Lage sein dagegenzuhalten.”

“Muss Kompliment machen an unsere medizinische Betreuung. Hinter Boateng und Schweinsteiger steht bis jetzt ein ganz großes Fragezeichen, heute Nachmittag werden beide nicht mit der Mannschaft trainieren. Beide haben muskuläre Probleme, die nicht ausgeheilt sind. Wir hoffen auf Besserung, es ist mehr als fraglich, ob beide oder einer von beiden am Sonntag einsatzbereit ist. Mit 90% reicht es am Sonntag nicht.

“Ja, wir werden sehen, es könnte sein, dass wir heute Nachmittag Elfmeter üben.”

“Also, was das System betrifft, kann ich mir immer vorstellen, auch wenn Spieler ausfallen, es zu ändern. Da bin ich offen. Es wird aber nicht entscheidend sein gegen England, meine ich. Wir hätten gegen Ghana in der Offensive einiges besser machen können, unsere Spielanlage gegemn Ghana war ja eigentlich gut, Aktionen gut begonnen, aber nicht gut zu Ende geführt. Hat aber nichts mit dem System zu tun. Wir müssen abwarten, was mit unseren verletzten Spielern passiert. Wir müssen die Aktionen in der Offensive besser zu Ende bringen. Wenn wir das gegen England nicht schaffen und wir weiter Ballverluste produzieren, wird das England mit Gerrard ausnutzen.”

“Bastian ist das Herz in der Mannschaft, der Motor im Mittelfeld. Natürlich würde es nicht von Vorteil sein, wenn Bastian nicht spielen sollte. Dann schenke ich halt einem anderen Spieler das Vertrauen, Toni Kroos zum Beispiel. Der hat das gut gemacht, ich könnte mir gut vorstellen ihn spielen zu lassen am Sonntag, wenn Schweinsteiger ausfallen sollte.”

“Ich finde das gar nicht schlecht, wenn es mal Diskussion zwischen Trainern und Spieler gibt. Terry und Capello sind so erfahren, die wissen schon, dass beide daran gelegen ist, dass das störend war, sondern vor allem dazu dienen sollte, das Team wieder aufzurütteln und besser zu machen.”

[12h27] Noch ein Deutscher ist weiterhin dabei. Wolfgang Stark pfeift am Samstag das Achtelfinale zwischen Südkorea und Uruguay. Referee am Sonntag bei Deutschland-England ist Jorge Larrionda aus Uruguay, via Zeit Online.

[12h18] Pressekonferenz des DFB heute gegen 12:30 Uhr mit Philipp Lahm und Bundestrainer Joachim Löw.

[12h07] David James ist extrem relaxt auf der Pressekonferenz, die gerade bei Sky News übertragen wird: “Wir brauchen nicht mehr auf die bisherigen Spiele zurückschauen. Wir haben gegen Algerien teilweise sehr gut gespielt, konnten unsere Überlegenheit aber nicht in Tore transformieren. Wir freuen uns sehr auf das Spiel gegen Deutschland. Wir haben damit nicht unbedingt gerechnet, jetzt ist aus Möglichkeit aber Realität geworden. Wayne Rooney möchte das nächste Spiel zu seinem Spiel machen. Aber er möchte, dass wir noch weiter im Turnier vordringen. Wir haben eine gute Mannschaft, die Stimmung ist gut, wir gehen bestens vorbereitet ins Spiel. Deutschland besiegen zu würden wäre romantisch und ein erstebenswertes Ziel.” Das Üben von Elfmeterschießen sei übrigens Hausaufgabe in den nächsten Tagen.

Frage eines Journalisten, was James zu Deutschland-Spiel gegen Ghana sagt und wo er es gesehen hat: “I was sitting in a pub with my mate, drinking orange juice.”

[12h02] David James über das Spiel gegen Deutschland: “It’s a game against a decent outfit.” Apropos David James: Er hat bei Capello jetzt den Status der Nummer 1. Das Interessante aber: Er wurde in beiden Spielen, sowohl gegen Algerien und Slowenien, kaum ernsthaft geprüft. Mal sehen wie das dann ist, wenn ein paar mehr Schüsse aufs Tor kommen. Denn James ist alles anders als ein sehr guter Torwart, immer wieder gut für einen Fehler, häufiger als bei anderen Torhütern.

[11h48] Erstaunlich, wie wenig man in englischen Zeitungen darüber liest, dass England seit über 40 Jahren bei einem großen Turnier nichts mehr gerissen hat und stets gegen einen großen Gegner verloren hat. Jetzt haben sie im Achtelfinale der WM 2010 den ersten vor der Brust. Angst wieder zu scheitern?

[11h19] meedia. de mit einer Übersicht über die besten WM-Blogs. Insbesondere die Arbeit von HAZ-Redakteur Heiko Rehberg kann ich  empfehlen. In Hannover entdeckt man nach und nach auch Weblogs. Nächste Saison soll die Saison von Hannover 96 ebenfalls in einem Blog begleitet werden.

[11h14] Sky-Formel 1 Kommentator Jacques Schulz eben beim 1. freien Training in Valencia: “Machen Sie Ihrer Familie klar, dass es am Sonntag keinen Ausflug gibt, keine Zeit für Kinderbetreuung oder Kaffee und Kuchen am Wohnzimmertisch. Es gibt nur Sport.”

[10h59] Ich tue ich mich schwer mit einer Einschätzung des Spiels am Sonntag. Für mich ist das völlig offen, wenn überhaupt ein kleiner Vorteil für England aufgrund des Potentials der Einzelspieler, Gerrard, Lampard, Rooney etc. Mir wird ein bisschen zu viel Wind um die Leistungskurve der deutschen Mannschaft gemacht. Klar zeigt die Tendenz eher nach unten, was nach dem 4:0 gegen Australien auch nicht so verwunderlich ist. Vielleicht haben wir da eben deutlich über unseren Möglichkeiten gespielt. Fakt ist eben auch, dass wir insbesondere gegen Ghana viel zu eindimensional gespielt, teilweise auch zu berechenbar. Und dass zumindest die Defensive ein paar Sorgenzeichen von sich gab, vor allem Per Mertesacker in den Innenverteidigung. Das sind meiner Meinung nach aber alles keine Sachen, die für unlösbar gelten sollten.

Auf der anderen Seite das englische Team, das bei dieser WM nun wirklich keine Bäume ausgerissen hat. Klar, man hat 1:0 gegen Slowenien gewonnen, hatte aber auch während dieses Spiels viele schlechte Phasen und wirkte vor allem gegen Ende der Partie sehr müde, unkonzentriert und behäbig. Und so wahnsinnig toll war die Leistung der Engländer nun wirklich nicht, mehr ein Hängen und Würgen ins Achtelfinale. Na selbstverständlich ist jetzt da eine Leistungssteigerung erkennbar, aber das war nach den Blamagen gegen die USA und Algerien auch nicht besonders schwierig. England hat mehr individuelle Klasse, aber gerade Lampard und Rooney zeigen, dass dies noch längst nicht zum Erfolg führen muss. Respekt vor England sollte da sein, aber Angst oder gar Panikmache ist völlig unangebracht. Dafür haben die Engländer mich bisher überhaupt nicht überzeugt.

Worauf kommt es am Sonntag an? England wird versuchen viel über die Flügel zu spielen, man hat die linke Defensivseite der deutschen Mannschaft als Schwachstelle ausgemacht. Milner bekommt also die Aufgabe die rechte Außenbahn rauf und runter zu rennen. Deutschland muss defensiv, vor allem in der Innenverteidigung besser stehen, sich harmonischer absprechen, näher am Mann sein. Wenn Rooney und Defoe zu viel Platz bekommen, wird es schwierig. Mertesacker, der ein fantastisches Kopfballspiel hat, aber sonst immer ein wenig ungelenk wirkt, wird es nicht einfach haben gegen die kleinen, schnellen Stürmer der Three Lions. Und was sollte Deutschland machen? Druck auf die englische Abwehr, die anfällig ist. Terry und auch Dawson haben nicht ihre beste Form, Johnson auf der rechten Seite spielt ein eher mäßiges Turnier. Da sollte Podolski Vorteile haben. Özil und Müller werden vornehmlich auf Ashley Cole und Gareth Barry treffen. Das dürfte interessant werden. Wenn Deutschland mit mehr Tempo spielt, genauer in den Pässen, ist auch die englische Defensive verwundbar. Und da die Three Lions garantiert nicht mit acht Mann sich hinten einmauern, wird Deutschland – das haben schon Englands Gruppenspiele gezeigt – Platz und auch Torchancen bekommen. Nur die müssen dann auch genutzt werden.

Mein Tipp: 2:2 nach 90 Minuten und dann 4:2 für Deutschland nach Verlängerung.

[10h01] Huch, BBC Five Live heute mit einer ganz besonderen Call-In-Sendung. Es geht um die Abschaffung der aktuellen Nationalhymne “God Save The Queen”, weil sie doch das ganze United Kingdom repräsentiere. Zukünftig soll, so Vertreter der Liberal Democrats, eine englandspezifische Nationalhymne installiert werden. Vorschläge der Anrufer sind zum Beispiel Pomp and Circumstances.

[09h47] Der sid meldet, dass der Wechsel von Michael Ballack zu Bayer Leverkusen fix ist. Wird ein 2-Jahres-Vertrag unterschreiben.

[09h41] Marina Hyde/Guardian über die Rivalität zwischen England und Deutschland.

“From the minute England’s round of 16 destiny was clear, you will have heard much about this sainted antagonism with Germany. Yet the so-called rivalry is quite obviously an illusion, existing only in the minds of those wishful to the point of insanity – which is to say, the English. We are rivals with Germany in the same way Christine Bleakley is rivals with Oprah [...] How to put it even more starkly? Since 1966, Germany have been in 11 major tournament finals, of which they have won five. We’ve been in two semi-finals, and it hardly needs pointing out how that ended. The only time we beat them in tournament football is when it didn’t matter, during Euro 2000 when both England and Germany went out in the first round anyway.”

Dass die Rivalität da ist, dürfte verständlich sein und ich finde das auch gar nicht schlimm. Gehört im Sport einfach dazu. Dementsprechend finde ich es auch nicht bedenklich, wenn die englischen und teilweise auch die deutschen Medien die Stimmung ein wenig anheizen. So zum Beispiel wie heute die SUN mit der Wurst-Schlagzeile. Das halte ich sogar für amüsant. Ein wenig bedenklich finde ich es, wenn englische Tageszeitungen sich immer noch für die Rivalität zwischen England und Deutschland auf den Zweiten Weltkrieg framen. Diese Zeit sollte doch eigentlich vorbei sein. Und schaut man sich die Berichte von heute an, gibt es scheinbar auch die Entwicklung es künftig bleiben zu lassen.

[09h27] Mark Lawrenson aus Südafrika bei BBC Radio 1: Er genieße trotz der großen Distanzen und der vielen Zeit im Flugzeug, die man zurücklegen muss, immer noch sehr diese Weltmeisterschaft. Das Land und seine Einwohner habe sich unglaublich freundlich und offen gegenüber den Besuchern gezeigt.

Lawrenson rechnet mit Elfmeterschießen von England gegen Deutschland, Lawrenson rechnet mit einem Weiterkommen von England (wen wundert es!). Begründung: Unterschiedliche Leistungskurven beider Teams während des Turniers, die etwas größere Unerfahrenheit des jungen deutschen Teams und die Verletzung von Bastian Schweinsteiger, der nicht hundertprozentig fit sein wird. Das sei ein Vorteil für England.

Einziges Problem für England dieser Tage: Sie könnten zu gut spielen. War wohl eine Anspielung auf Deutschland, die häufig auch mit mäßigen Leistungen es weit im Turnier geschafft haben. Oder dass jetzt die Erwartungen und die Selbstüberschätzung wieder zu hoch sind. Sucht es euch aus. Und noch ein Argument für ein England-Sieg: das Spiel läuft wieder bei der BBC. ITV wird sich in den Hintern beißen.

[09h23] Der Guardian mit der genaueren Analyse der Elfmeterschützen samt Statistik über die Elfmeterbilanz der jeweiligen Spieler in der Liga.

[09h13] Der Daily Telegraph berichtet, dass Fabio Capello wohl mit derselben Startelf gegen Deutschland spielt wie am Mittwoch gegen Slowenien. Er sei mit der Leistung sehr zufrieden gewesen und sehe keinen Grund etwas zu ändern. Dies gelte auch für Innenverteidiger Matthew Upson. Carragher würde damit erstmal wieder auf der Bank bleiben.

Englische Medien melden heute Morgen zudem, dass Capello verstärkt Elfmeterschießen geübt habe und bereits die ersten fünf Spieler für ein mögliches Elfmeterschießen benannt hat: Lampard, Rooney, Gerrard, Milner und Gareth Barry.

[09h05] Den Auftakt heute Nachmittag machen die letzten Spiele in der Gruppe G. Nordkorea empfängt die Elfenbeinküste. Die Nordkoreaner haben keine Chancen mehr auf das Achtelfinale, und die Elfenbeinküste eigentlich wenn überhaupt noch theoretisch. Muss man doch neun Tore gegenüber Portugal aufholen und gleichzeitig noch darauf hoffen, dass die Portugiesen gegen Brasilien verlieren. Also eher unwahrscheinlich. Deswegen sollte die meiste Aufmerksamkeit heute auch die Partie zwischen Portugal und Brasilien bekommen. Hier geht es noch um den ersten Platz in der Tabelle, verbunden mit der Hoffnung in einem möglichen Achtelfinale vielleicht Spanien aus dem Weg zu gehen. Portugal muss gewinnen um als Tabellenerster ins Achtelfinale einzuziehen, Brasilien reicht bereits ein Unentschieden.

Am Abend um 20:30 Uhr wird die Gruppe H beendet. Die besten Chancen aufs Achtelfinale hat Chile, denen ein Punkt gegen Spanien reicht um als Tabellenführer ins Achtelfinale einzuziehen. Chile könnte sich auch eine Niederlage gegen Spanien leisten, wenn die Schweiz nicht gleichzeitig gegen Honduras die zwei Tore gegenüber Chile aufholt. Alles ein wenig kompliziert. Sollte Chile gegen Spanien nur remis spielen, kann die Schweiz auch nur mit einem Tor Unterschied gewinnen, und Spanien wäre aus dem Turnier. Honduras könnte theoretisch auch noch das Achtelfinale erreichen, aber das ist so unwahrscheinlich, dass man sich damit gar nicht beschäftigen muss. Sagen wir es so: Die Schweiz muss voll auf Angriff spielen, denn dass Spanien patzt, darauf kann man sich nicht unbedingt verlassen. Und auch Chile ist längst noch nicht im Achtelfinale. Sehr interessante Konstellation und Ausgangslage.

[08h42] Interessante Ausgabe des World Cup Daily vom Guardian, auch mit einem Ausblick auf das Spanien-Spiel gegen Chile heute Abend von Sid Lowe.

[08h40] Kurzer Blick in die Premier League: Offenbar steht eine Einigung zwischen dem FC Liverpool und Roy Hodgson, jetzt noch Trainer in Fulham, unmittelbar bevor. Englische Medien berichten derweil, dass Sven Göran-Eriksson, noch Trainer der Elfenbeinküste, Favorit für die Nachfolge bei den Cottagers sein wird. Quelle: ESPN Soccernet.

[08h37] Was steht heute auf dem Speiseplan? Meine Aufmerksamkeit bekommt heute Vormittag ein wenig die BBC, einmal um die ehe schon gute Laune zu steigen und um die neuste Infos aus dem englischen Lager zu bekommen. BBC-Experte Lawrenson wird später aus Südafrika für die Chris Moyles Show zugeschaltet, BBC Five Live wird sicher in seinem Phone-In um 10:00 Uhr auf das Spiel am Sonntag blicken. Später am Mittag dann die deutsche Pressekonferenz, bevor um 16:00 Uhr dann endlich Fußball gespielt wird, mein Fokus wird auf Brasilien-Portugal liegen.

[08h01] Schon mal ein kurzer Blick in die englischen Tageszeitungen vom Freitag. Schaut man durch die Titelbilder ist die am Sonntag anstehende Partie nicht unbedingt das wichtigste Sportthema. Das ist bei den meisten Zeitungen heute Tennis. Entweder es gibt Bilder vom Treffen zwischen Andy Murray und der Queen. Murray ist locker lässig in die dritte Runde eingezogen und hatte danach die Queen getroffen. Die Königin war zum ersten Mal seit 1977 bei dem Tennisturnier. Oder es wird sich mit dem Rekordmatch zwischen John Isner und Nicolas Mahut. Also der ganze Fokus auf Tennis, wenn da mal wieder nicht die SUN wäre, die als einzige große englische Tageszeitung mit dem Spiel zwischen England und Deutschland aufmacht. Und den Engländern ihre größte Sorge nehmen möchte: das Elfmeterschießen. Denn die SUN hat herausgefunden, dass die Engländer vom Punkt eigentlich viel erfolgreicher sind als die Deutschen. Und Jermain Defoe hat schon 40 Elfmeter geübt.

[07h45] Guten Morgen allerseits. Fußball kann so schön sein, vor allem wenn das Team, welches man unterstützt, gewinnt und ins Achtelfinale einzieht. Und dann noch in so spektakuläre Weise wie die USA am Mittwoch. Wenn man eigentlich nicht mehr dran glaubt…wie die Reaktionen der Fans aus den USA zeigen [via Tweet von Hirngabel].

Direktlink zu Youtube.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM-Erlebnisse abseits des heimischen Fernsehers

Donnerstag, 24. Juni 2010 22:53

Ich konnte die letzten beiden Tage, Mittwoch und Donnerstag, nicht so umfangreich wie gewohnt die WM verfolgen. Ich habe zwar alles mitbekommen, aber irgendwie meist nur zwischen Tür und Angel, meist schon auf dem Sprung zum nächsten Termin oder der nächsten Aufgabe. Was aber auch daran liegt, dass Mittwoch und Donnerstag meine beiden Uni-Tage sind mit zahlreichen Seminaren und Vorlesungen. Theoretisch hätte ich an beiden Tagen fernbleiben können, da ich noch keinerlei Fehlzeiten habe. Allerdings musste ich am Mittwochnachmittag ein Konzept für eine mögliche Forschungsstudie vorstellen und auch heute waren neben den Präsenzvorstellungen zahlreiche andere Termine auf dem Campus zu erledigen, sodass es eigentlich nur von Nachteil gewesen wäre an beiden Tagen nicht hinzugehen. Und dann in den Vorlesungen oder während der Präsentation den Livestream laufen lasse, wollte ich auch nicht. Dann hätte ich ja auch gleich nach Hause gehen können.

Dann also der umständliche Weg, für einen Fußballfan während der WM nicht unbedingt einfach zu schlucken. Zumal wenn England spielt. Mittwochnachmittag, kurz vor vier. Halbwegs pünktlich aus dem Seminarraum raus, auf der Treppe im Live-Blog von allesaussersport schnell die Aufstellung angeschaut und dann erstmal aufs Fahrrad gesetzt. Von der Uni weg, kurz am Rhein entlang, weiter durch Flehe nach Unterbilk. Am Südring mal wieder die lange rote Ampelphase. Schnell das iPhone aus der Hemdtasche gekramt, durch die Tweets gelesen, wollte wieder losfahren, da springt die Ampel schon wieder auf rot. Eine Ampelphase verpasst. Habe ich wirklich so lange gelesen? Sonst stehe ich da immer eine halbe Ewigkeit. Weiter geht es, durch Unterbilk, an der Bilker Kirche vorbei auf die Rheinprommenade. Wieder viel los, Fußgänger latschen auf dem Radweg, aber eine lange Strecke ohne Ampeln und Autos. iPhone raus, beim Fahren schauen, wie es bei den Engländern steht. Beim Scrollen bloß nicht auf das Handy schauen, sondern geradeaus. Funktioniert nicht. Da ich keinen Massenunfall auslösen möchte, halte ich doch kurz an. Weiter 0:0, dann beruhigt die letzten Minuten weiter am Rhein entlang, über den Burgplatz, durch den Hofgarten nach Pempelfort. Im Park sonnen sich die Menschen, der Radweg ist leer, Zwischenstand schauen. Verdammt, ein Tor verpasst, Defoe macht das 1:0 für England. Ich hätte es doch fast geschafft bis nach Hause. Fahrrad gar nicht erst in den Keller bringen – kann ich ja in der Halbzeit erledigen, sondern nur draußen an die Laterne lehnen. In die Wohnung stürmen, TV an, alles stehen und liegen lassen. In der Pause wird für Ordnung gesorgt und das Fahrrad in den Keller gebracht. Die zweite Halbzeit kann ich dann ganz in Ruhe verfolgen. Hätte ich unterwegs nicht ständig angehalten und die Zwischenstände überprüft, hätte ich es vielleicht geschafft rechtzeitig zum Tor von Defoe zuhause zu sein.

Mittwochabend in großer Runde das Deutschland-Spiel geschaut, bin immer noch nicht ganz schlüssig, wie ich die Leistung insgesamt und die Chancen vor dem England-Spiel einordnen soll. Vielleicht dazu mehr am Freitag und Samstag. Eigentlich schaue ich Fußballspiele sehr gerne alleine oder in kleiner Runde zu zweit oder dritt. Aber es hat auch seinen Reiz und den Spaß mit 10-15 Menschen zu schauen. Und immer wieder köstlich zu sehen, wie die Frauen aufschreien, falls der Ball mal nur in Nähe des Tores kommt oder ein Spieler frei vor Neuer auftaucht. Und immer wieder bewundernswert, wie interessiert und teilweise auch bewandt einige Menschen sind, die sonst eher Fußball schauen oder meist nur während EM und WM. Ich muss nochmal genauer untersuchen, warum gerade EM und WM so eine Fußballeuphorie auslösen können und sich das in der Breite dann zum Beispiel nicht auf die Bundesliga überträgt. Und das allerbeste: Zu den Kommentatoren kann jeder seinen Senf dazugeben.

Donnerstagmorgen, kurz vor halb zehn. Ich sitze in der Sonne auf dem Campus, Milchkaffee geholt, draußen schon über 20 Grad. Wenn ich denke, dass ich bis 18:00 Uhr heute hier rumhängen würde, steht mir die Unlust ins Gesicht geschrieben. Es ist erstaunlich leer für einen Donnerstag in der Uni. Obwohl wir zur Stoßzeit in die Mensa gehen, ist es um kurz vor eins so leer, dass wir fünf Minuten später unser Essen haben. Da genießen wohl einige Menschen das schöne Wetter. Letzte Veranstaltung für diese Uni-Woche, Vorlesung zu Medienpsychologie, ein Thema, von dem ich wenig Ahnung habe, also sollte ich die Vorlesung besuchen, damit ich wenigstens mal einen Eindruck von der Thematik bekomme. Nebenbei aktualisiere ich alle drei Minuten meine Twitter-Timeline, zehn Reihen weiter vor uns schauen Studenten auf den ZDF-Livestream, irgendwann ist es soweit, dass auch Komliltonen in den hinteren Reihen Fußball schauen und der Professor sich die Zwischenstände durchsagen lässt. Bei jedem Tor gegen die Italiener jubelt der halbe Hörsaal. Ich wäre jetzt gerne zuhause. Thema ist interessant, also kann ich es gerade noch verkraften 90 Minuten meiner kostbaren Zeit der Medienpsychologie geschenkt zu haben.

Kurz vor sechs, diesmal kein Stress mit dem Rad auf dem Nachhauseweg. Auf dem Burgplatz sogar noch Bekannte getroffen und spontan für ein Bier angehalten. Im Hintergrund läuft die Zusammenfassung von Italien gegen die Slowakei. Ich habe keine Lust mich umzudrehen, sondern schaue lieber in die Sonne und auf den Rhein. Wochenende.

Thema: Alltägliches, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe B #3, Argentinien – Griechenland und Nigeria – Südkorea

Dienstag, 22. Juni 2010 19:51

[22h26] So, dann morgen erster Endspieltag mit England und Deutschland. Keine Live-Blogs. Ich bin immer noch im Konflikt mit meinem Gewissen. Stelle bis 15:45 Uhr ein Konzept für ein Forschungsprojekt vor, schaffe es also nicht rechtzeitig zum England-Spiel nach Hause. Bin immer noch am überlegen, ob ich um 15:20 Uhr nicht gehe, einfach auf meinen Foliensatz verweise und mich vor den heimischen TV setze. Geht wohl leider nicht. Es ist wie es ist. In diesem Sinne eine gute Nacht aus Düsseldorf.

[22h22] Peep Peeep Peeeep. Schlusspfiff.

Argentinien – Griechenland 2:0, Nigeria-Südkorea 2:2

Südkoreas Spieler reißen die Arme in die Luft, die Spieler Nigerias schlagen die Hände vor den Kopf und versinken im Boden. Nigeria hatte genug Chancen zum Sieg, kein hochklassiges Spiel in Durban, aber sehr spannend. Griechenlands Taktik ist nicht aufgegangen, Argentinien mit minimalstem Aufwand zum Sieg.

Damit Argentinien und Südkorea im Achtelfinale. Das Team von Diego Maradona trifft am Sonntag um 20:30 Uhr auf Mexiko, Südkorea spielt am Samstag um 16:00 Uhr gegen Uruguay.

[22h20] Südkorea gefühlt mit dem siebten Spielerwechsel. Nigeria läuft die Zeit davon.

[22h18] Drei Minuten Nachspielzeit in Durban

Und nächster Distanzschuss von Obinna. Wieder ein sattes Pfund, hauchzart am Pfosten vorbei. Den hätte ich schon fast drin gesehen.

[22h17] Argentinien macht alles klar mit dem 2:0 gegen Griechenland.

Nigeria rennt verzweifelt an, ohne Konzept, ohne Struktur. Aber sie kommen zu Chancen. Victor Obinna mit Schuss nach Vorlage Obasi, knapp am Tor vorbei. Wahnsinn.

[22h15] Nigeria schwinden die Kräfte, das ist teilweise schon am Stock gehend, momentan kaum Impulse mehr nach vorne. Südkorea bis jetzt noch ganz abgeklärt.

[22h13] Fünf Minuten noch in Durban. Packende, spannende Schlussphase jetzt.

[22h08] Chancenverwertung bei Griechenland weiter mangelhaft. Die spielen die Angriffe sehr schön heraus, aber der Abschluss ist aus Fan-Sicht zum Haare raufen. Diesmal Martins nach tollem Pass von Obasi freistehend vor Sung-ryong, lupft den Ball aber über den hinauseilenden Torwart knapp neben das Tor. Auch den kann man gerne mal machen. Zehn Minuten noch.

[22h05] Griechenland – Argentinien 0:1, Martin Demichelis, 78. Minute

Damit dürfte Hellas die Koffer packen. Ecke von links, Demichelis köpft in der Mitte erst Milito an, den Abpraller knallt er dann in die Maschen. Griechenland irgendwo, nur nicht beim Gegenspieler.

Damit Nigeria ein Tor vom Achtelfinale entfernt, sollten sie gegen Südkorea noch gewinnen. Immerhin etwas spannend. Argentinien durch, Griechenland weg.

[22h04] Viertelstunde noch in beiden Partien. Mal sehen, ob Südkorea aus der lahmenden Haltung nochmal rausfindet.

[22h00] Bekommt Samaras schon Kilometerpauschale? Hellas braucht ein Tor oder ein 4:4 dürfte bei derzeitigem Spielstand in Durban auch reichen.

[21h57] Nigeria – Südkorea 2:2, Yakubu, 69. Minute (FE)

Wow, nach dem Fehlschuss gerade eben noch die Nerven haben den Elfmeter so cool und lässig zu verhandeln. Hut ab!

[21h56] Elfmeter Nigeria

Eigentlich hatte Südkorea die Situation schon geklärt, doch dann verlieren sie den Ball. Letzlich das klare Foul an Obasi, Elfmeter absolut berechtigt.

[21h55] Oh mein Gott! Nigeria mit der 1000% zum Ausgleich. Spielen das schön zu Ende, Pass in die Mitte, Südkorea kurzzeitig in Schockstarre und dann trifft Yakubu freistehend aus zwei Metern das Tor nicht, sondern schießt vorbei. Das war defintiv schwieriger.

[21h52] Di Maria kommt bei Argentinien für Maxi Rodriguez. Und Griechenland operiert nur noch mit langen Bällen auf Samaras, der dann völlig auf sich alleine gestellt ist. Hin und wieder Unterstützung durch Ninis. Aber das war es dann auch. Und immer wieder lange Bälle. Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, zumal sich Argentinien mittlerweile sehr gut darauf eingestellt hat.

[21h48] Argentinen will nicht so richtig, Griechenland kann nicht so richtig oder will vielleicht auch nicht so richtig. Nigeria kann nicht, Südkorea muss nicht unbedingt. Es tut sich wenig in diesen Minuten.

[21h42] Marc Hindelang: “Griechenland hat vielleicht ne Finanzkrise, aber keine an defensiven Spielern.”

[21h40] Derweil hatte Griechenland – ich seh es gerade noch in der Zeitlupe wieder auf der Einzelspieloption – die Chance zur Führung. Bock von Demichelis, Samaras im Eins gegen Eins, bekommt zweimal die Chance auf den Torschuss, beim zweiten Mal klappt es richtig gut. Schuss geht hauchzart am langen Pfosten vorbei. Das wäre es ja gewesen. Durch die Führung von Südkorea muss Griechenland jetzt mehr Risiko gehen.

Doppelwechsel Griechenland, teilweise verletzzungsbedingt. Ninis für Katsouranis und Torosidis wird durch Patsatzoglou ersetzt.

[21h37] Nigeria-Südkorea 1:2, Chu-Young Park, 49. Minute

Südkorea auf dem Weg ins Achtelfinale. Direkt verwandelter Freistoß halblinke Position, um die Mauer herumgeschlenzt, Enyeama macht einen Schritt aus der Torwartecke heraus und hat dann keine Chance mehr an den Ball zu kommen. Torwartfehler, und ich sag es ja, sah schon mal souveräner aus.

[21h34] Nigerias Torwart hat auch schon souveräner gehalten, lässt erstaunlich viele leichte Bälle prallen. Zudem ungewohnte Schwächen heute in der Strafraumbeherrschung. Ich hätte übrigens nichts gegen einen echten Thriller in der zweiten Halbzeit, so mit finaler Entscheidung in der 94. Minute.

[21h33] Beginn 2. Halbzeit

[21h31] Griechenland wechselt eingangs der zweiten Hälfte. Bringt Linksverteidiger Spiropoulos für einen offensiven Mittelfeldspieler Karagounis. Noch mehr Beton, ich fasse es nicht. I make signals

[21h18] Ende 1. Halbzeit

Argentinien-Griechenland 0:0 und Nigeria-Südkorea 1:1

Zwei Spiele, die einen trotz der brisanten Ausgangslage nicht wirklich vom Hocker hauen. Griechenland rührt Beton an und Argentinien schafft es nur selten Platz zu finden und sich Torchancen zu erarbeiten. Bei Nigeria gegen Südkorea zwar etwas mehr Spektakel, dafür aber auch viele Fehler. Insbesondere Nigerias Defensive besitzt extreme Lücken. Derzeit Südkorea dank des besseren Torverhältnisses im Achtelfinale. Und wirklich lange dürfte Griechenlands Defensive nicht mehr halten.

[21h15] Dauerdruck der Argentinier in den letzten Augenblicken der ersten Hälfte. Argentinier lassen den Ball schön laufen und verteilen ihn gut. Griechenland kommt da teilweise schlicht nicht hinterher. Und irgendwann ergeben sich dann die Chancen für Torschüsse. Erst Maxi Rodriguez, dann Messi, aber beide finden in Tzorvas ihren Meister.

[21h07] Nigeria-Südkorea 1:1, Jung Soo-Lee, 38. Minute

Der Freistoß, den Obasi mit seinem Foul verursacht hat, kommt eigentlich harmlos von links vors Tor getreten, Nigeria auf der linken Defensivseite wieder viel zu offen, alles orientiert sich nach rechts, am langen Pfosten wieder mal Afolabi zu weit weg von seinem Gegenspieler, Lee schiebt den Ball über die Linie ins lange Eck.

[21h06] Wann immer ich mal zu Nigeria-Südkorea rüberschalten, passiert was. Diesmal Pfostenschuss von Nigeria durch den Torschützen Uche. Aber auch Südkorea sieht jetzt wieder besser, geordneter und dynamischer aus. Im Moment das etwas ansehnlichere Spiel.

Obasi sieht gelb, wäre für ein mögliches Achtelfinale gesperrt.

[21h02] Solange die Griechen keine Fehler machen, wird es schwierig für Argentinien. Fast wäre es soweit gewesen, als Tzorves eine harmlose Hereingabe nicht festhalten, der Ball teilweise sogar verspringt, am langen Pfosten Aguero völlig frei, Schuss kann aber gerade so zur Ecke geblockt werden. Und Tzorves macht fürs Erste drei Kreuze.

[20h58] Samaras ist wieder in der Sturmposition, zerlegt mal schnell die Eckfahne bei einem Versuch noch den Ball zu bekommen und widmet ihr danach keinen Blick. So ist das also.

[20h55] Südkorea sollte schleunigst daran tun wieder mehr für die Offensive zu tun, denn Nigeria sieht in der Defensive alles andere als sicher und geordnet aus. Park kann da mal 30-40 Meter ohne Gegenspieler durchs Mittelfeld laufen, aber die Südkoreaner tun sich verdammt schwer nach dem Rückstand, kommen nur langsam wieder in den Drive der ersten Spielminuten.

[20h51] 70% Ballbesitz für Argentinien. Und ich musste eben nochmal kurz auf meine Aufzeichnungen schauen, aber Samaras habe ich da tatsächlich als Stürmer gelistet.

[20h48] Und plötzlich zieht Argentinien das Tempo an, spielt schnell, Griechenland kommt nicht hinterher und schon gibt es zwei Chancen. Erst scheitert Aguero an Tzorvas, die anschließende Ecke sieht einen Fernschuss von Veron, den der griechische Torwart über die Latte lenken kann. So könnte es für Argentinien gehen.

[20h46] Nigeria damit bei drei Punkten. Griechenland würde also ein Unentschieden reichen, sollten die Afrikaner gewinnen. Dann wäre man bei vier Punkten. Aber alles noch mit sehr viel Spielzeit auf der Uhr. In Polokwane passiert wenig, Argentinien geht es sehr langsam und kontrolliert an.

[20h42] Nigeria – Südkorea 1:0, Ikechukwu Uche, 12. Minute

Das verleiht dieser Gruppe in den ersten Minuten einen ganz besonderen Anstrich. Nigeria geht in Führung und nimmt damit Südkorea die gute Anfangsphase. Viel zu einfach kommen die Super Eagles aber zu ihrem Tor, weil Südkorea schlecht verteidigt. Erst kann sich Odiah auf dem rechten Flügel viel zu einfach durchsetzen, schöne Flanke in die Mitte, wo der südkoreanische Verteidiger eigentlich viel näher zum Ball steht als Uche, doch der schleicht sich aus dem Hintergrund hervor und schiebt flach unten links ins Tor ein.

[20h41] Wie zu erwarten: Viel Ballbesitz für Argentinien, aber nichts Gefährliches aus Sicht der Griechen, die bisher sattelfest in der Defensive stehen. Haben ja auch 10 Mann in der eigenen Hälfte.

[20h36] Rehhagel macht es wirklich. Er nimmt Messi in Manndeckung, Papastathopoulous scheint das zu übernehmen. Da freut sich doch jeder Fußball-Kommentator, über diesen Namen. Zum Glück gibt es Copy and Paste. Einmal richtig aufschreiben ist einfacher als stets fehlerfrei sprechen.

[20h34] Unabhängig von der Tabellenkonstellation ist die Partie der Argentinier gegen die Griechen auch so schon sehr interessant. Geballte Offensivstärke trifft auf Betonmischer aus Hellas, bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Griechen es versuchen und vielleicht auch schaffen werden, die argentinische Offensive einzudämmen, wie Messi – scheinbar sogar per Manndeckung – bewacht wird. Und viel wichtiger: Wie schafft es Griechenland bei all der nötigen Defensive auch noch Tore erzielen?

[20h33] Du meine Güte, Südkorea nach nicht mal 120 Sekunden mit der Chance zur Führung. Nigeria mit Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, Südkorea spielt es schnell, zwei Kontakte, Yong Chung Lee wunderbar freigespielt, aber knapp daneben geschossen, auch weil Enyeama mal wieder klasse den Winkel verkürzt hat.

[20h30] Beginn 1. Halbzeit

[20h28] Und noch ein Jubiläum. Heute vor 24 Jahren hatte Maradona sein berühmtes Tor mit der Hand Gottes erzielt, via Live-Blog der BBC.

[20h26] Bei der Hymne umlagern gefühlt 100 Fotojournalisten Maradona, der gemütlich zum Takt der Hymne vor sich hin wippt und summt. Schönes Bild.

[20h22] Vorfreude auf die argentinische Nationalhymne.

[20h20] Der Fritz feiert auf Sky heute seinen 60. Geburtstag vor dem Mikro. Also nehmt ihn einfach mal so, wie er ist und seine besondere Art des Kommentierens. Da sind Spieler auch heute noch manchmal schon “Oldtimer”. Wenigstens heute an seinem Geburtstag. Happy Birthday.

[20h18] Die Aufstellungen im Moses-Mabhida-Stadion zu Durban

Nigeria: Enyeama -  Odiah, Shittu, Yobo, Afolabi – Uche, Etuhu – Ayila, Aiyegbeni, Obasi -  Kanu.

Südkorea: Sung-ryong – Duri Cha, Young-pyo, Yong-hyung, Jung-soo – Jung-woo, Sung-yong – Ji-sung, Chung-yong, Chu-young – Ki-hun.

Beide im 4-2-3-1, dürften uns da also nicht auf zuviele Tore freuen. Insbesondere Südkorea gefällt mit sehr viel taktischer Aufstellung. Bei Nigeria Kanu vorne als einzige Spitze, da soll jemand mit seiner Erfahrung helfen.

Und diese koreanischen Namen sind die Freude jeden Bloggers die korrekt zu übertragen und den Positionen zuzuordnen.

[20h10] Die Aufstellungen im Peter-Mokaba-Stadion zu Polokwane

Argentinien: Romero – Demichelis, Rodriguez, Burdisso, Bolatti – Veron, Maxi Rodriguez, Otamendi -  Messi, Sergio Aguero, Milito.

Griechenland: Tzorvas – Vyntra, Moras, Kyrgiakos, Torosidis – Tziolis, Papadopoulos – Papastathopoulos, Karagounis, Katsouranis – Samaras

Die Argentinier lassen mal schnell Higuain und Tevez draußen und nehmen als “Ersatz” Milito und Sergio Aguero. Kann nicht jeder von sich sagen. Insgesamt sieben Wechsel bei den Südamerikanern, auch Mascherano bekommt eine Pause. Bei Griechenland Samaras einzige Spitze, Gekas bleibt draußen.

[20h02] Also ich hätte nichts gegen einen Achtelfinaleinzug von Griechenland, weil es dann den Sommer über bei meinem Lieblingsgriechen in Hannover weiterhin die Rehakles-Platte geben sollte. Also, Otto, streng dich an mit deinen Mannen. Bin gespannt, wie Argentinien die Partie angeht. Locker, lässig, ohne viel Aufwand ins Achtelfinale oder nochmal volles Risiko und Tempo?

[19h58] Interessante Ausgangslage auch in der Gruppe B. Zumindest was Griechenland und Südkorea angeht, beide mit drei Punkten und derselben Tordofferenz (-1), die Asiaten haben aber die mehr geschossenen Tore. Griechenland steht vorne mit sechs Punkten. Die Albiceleste darf sogar mit zwei Toren verlieren und würde trotzdem ins Achtelfinale einziehen. Ansonsten ist alles offen. Gewinnt eines der beiden Teams, die derzeit den zweiten oder dritten Platz belegen, ist es definitiv im Achtelfinale. Griechenland müsste stets besser abschneiden als Südkorea. Sollte Nigeria mit zwei Toren Unterschied gegen Südkorea gewinnen und gleichzeitig Griechenland verlieren, könnten auch die Afrikaner noch ins Achtelfinale einziehen. Also vieles möglich. Halte einen Einzug von Nigeria aber schon für eine mittlere Sensation.

[19h51] Guten Abend zusammen.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe A #3, Frankreich – Südafrika und Mexiko – Uruguay

Dienstag, 22. Juni 2010 15:12

[17h53] Endstände, Frankreich-Südafrika 1:2 und Mexiko-Uruguay 0:1

Damit Uruguay als erster und Mexiko als zweiter der Gruppe A die ersten beiden Mannschaften im Achtelfinale. Glückwunsch dazu, hätte auch nicht jeder mit gerechnet. Beide Teams mit ordentlichen Leistungen, Mexiko teilweise sehr anfällig bei hohen Bällen. Mexiko aller Voraussicht nach gegen Argentinien, Uruguay gegen Südkorea oder Griechenland.

Im anderen Spiel blieb das Wunder für Südafrika trotz starker 60 Minuten aus. Letzlich hat die Kraft nicht gereicht für 90 Minuten Power-Fußball. Frankreich verdient draußen und Verlierer dieses Spiels, defensiv mit vielen Schlampigkeiten und diesmal auch mit wenig Glück bezüglich der Schiedsrichterentscheidungen. Damit Frankreich und Südafrika draußen.

Gesucht werden jetzt die Achtelfinalgegner von Mexiko und Uruguay. Dazu später mehr in einem weiteren Live-Blog. Bis nachher.

[17h48] Drei Minuten Nachspielzeit für Mexiko und Uruguay.

[17h43] Govou für Diarra. Auch im Spiel der Franzosen mit Südafrika kaum noch Highlights. Und Frankreich scheint auch nicht gewillt noch auf den Ausgleich zu gehen.

[17h42] Uruguay macht nur noch sporadisch etwas nach vorne. Mexiko fällt wenig ein um die eng gestaffelte Defensive der Urus zu knacken.

[17h38] Aus beiden Partien ist die Luft ein wenig raus, sieht alles danach aus, dass Uruguay und Mexiko den Weg ins Achtelfinale finden. Noch etwas mehr als 10 Minuten.

[17h34] Erschreckend zu sehen, wie Frankreich auf der linken Defensivseite mittlerweile überhaupt nicht verteidigt. Clichy mit einem rabenschwarzen Tag, Pienaar ein ums andere Mal über rechts in den Strafraum gezogen – ohne jegliche Gegenwehr.

[17h29] Frankreich – Südafrika 1:2, Florent Malouda, 70. Minute

Das war Fußball von den Franzosen und Südafrika jetzt mit einer Herkulesaufgabe vor sich. Toller Pass von Diarra (ja, der spielt wirklich mit!) auf Ribery, der legt quer auf Malouda, beide Male keine Abseits, Malouda braucht nur noch ins leere Tor einschieben.

[17h22] Mexiko hat gewechselt. Blanco ging die Puste aus, Xavi Hernandez jetzt in der Partie.

Die Mittelamerikaner gerade mit der tollen Chance zum Ausgleich, aber der Kopfball von Rodriguez aus kurzer Distanz geht knapp am Tor vorbei, kann man aber schon mal machen.

[17h22] Richtig klasse Spiel jetzt zwischen Südafrika und Frankreich. Die Equipe weiter mit unerklärlichen Aussetzern in der Defensive, insbesondere Clichy auf links mit einer grausamen Performance. Wieder wird er von Mphela überlaufen, doch kein südafrikanischer Spieler mitgelaufen, Lloris verkürzt gut den Winkel. Chance vertan.

[17h18] Und plötzlich Frankreich mit der Konterchance über Ribery, doch statt Henry anzuspielen, der mitgelaufen war und auch freistand, versucht es der Spieler von den Bayern selbst mit einem Kunstschuss, der deutlich über das Tor geht. Verschwenderisch.

[17h17] Südafrika dem 3:0 näher als Frankreich auch nur einer kleinen Torchance. Fernschuss von Katlego Mphela, bester Mann auf dem Platz, aber Lloris diesmal souverän zur Ecke abwehrend.

[17h15] Henry für Cissé bei Les Bleus. Abschiedstour eines ganz tollen Stürmers.

[17h12] Im anderen Spiel zeigt sich weiter, dass Mexiko bei Standardsituationen anfällig ist. Freistoß von der rechten Seite, in der Mitte diesmal Diego Lugano völlig blank, schöner Kopfball, platziert gedrückt, aber Perez im Tor Mexikos kann abwehren. Die Südamerikaner weiter spielbestimmend.

[17h10] Was für eine Chance für Südafrika! Die können ja richtig schön und attraktiv Fußball spielen. Frankreich in der Defensive weiter nicht von dieser Welt, viel zu weit weg von den Gegenspielern, Abseitsfalle passt nicht, toller Pass auf Mphela, der den Ball an den Pfosten schlenzt. Zentimeter für das 3:0 gefehlt.

[17h08] Alle 10 Franzosen sind wieder auf dem Spielfeld. Die letzten 45 Minuten WM-Luft schnuppern. Noch nichts Erwähnenswertes in der zweiten Halbzeit dabei. Bei der Equipe Malouda für Gignac in den zweiten 45 Minuten.

[17h06] Scheinbar gibt es ein Bedürfnis nach Live-Blogs. Nicht wundern, wenn die Seite vorübergehend etwas lahmt derzeit. Sie war eben gerade auch mal komplett weg. Ich schaue mal nebenbei, dass ich ein paar Dinge im Verborgenen abstelle, dass sie während des Spiels wieder besser läuft.

[17h03] Beginn 2. Halbzeit

[17h00] Eher schwache Halbzeitanalyse bei Sky mit Kastrop und Metzelder. Der Sky-Experte bezeichnet die rote Karte als ein wenig zu hart. Nochmal: Ich halte sie für eine der schlimmsten Fehlentscheidungen überhaupt, ich kann das überhaupt nicht verstehen da auch nur an rot zu denken. Gelb wäre okay. Warum sagt das eigentlich keiner so deutlich?

[16h50] Ende 1. Halbzeit

Frankreich – Südafrika 0:2 und Mexiko – Uruguay 0:1

Bis jetzt läuft alles für Südafrika. Liegen auch ein wenig dank der fürchterlichen Schiedsrichterentscheidung souverän und komfortabel mit 2:0 gegen Frankreich vorne, die ihrerseits gar nicht schlecht begonnen haben, nach dem Platzverweis und dem Rückstand aber jegliches Bemühen eingestellt haben.

Mehr Chancen in der Anfangsphase bei der anderen Partie, Mexiko macht zu wenig aus seinen Offensivaktionen. Uruguay cleverer, nutzen kurz vor der Halbzeit die Passivität in der mexikanischen Defensive zur Führung.

[16h47] Und plötzlich Uruguay mit Drangphase vor der ersten Hälfte, Mexiko wird ein wenig geschockt und auch müde. Die Südamerikaner auf dem besten Weg als Tabellenführer ins Achtelfinale einzuziehen.

[16h44] Mexiko – Uruguay 0:1, Luis Suarez, 43. Minute

Mexiko zweimal zu weit weg vom Gegenspieler. Flanke von der rechten Seite kann nicht verhindert werden, am langen Pfosten Suarez völlig frei, keine Probleme, braucht nur Einköpfen.

Und Südafrika liegt nur noch zwei Tore hinter Mexiko, müssen also noch zwei Mal treffen.

[16h40] Beste Chance Frankreich fünf Minuten vor der Halbzeit. Langer Freistoß von Ribery, an Freund und Feind vorbei, Gallas als letzter vielleicht noch dran, aber Josephs im Tor der Südafrikaner mit schönem Reflex, lenkt den Ball gerade so über die Querlatte.

[16h37] Frankreich-Südafrika 0:2, Katelego Mphela, 37. Minute

Deutet sich da eine Überraschung an? Frankreich jetzt wieder mit seiner defensiven Schwäche und Südafrika nutzt die zahlenmäßige Überlegenheit sehr gut aus. Spielen gut über die Flügel, Masilela bekommt nochmal an den Ball, gibt ihn direkt vors Tor, Frankreich unsortiert, am langen Pfosten Mphela schneller und energischer am Ball als Clichy. Und Tor. Frankreich kommt nichts in Achtelfinale und Südafrika kann zumindest ein bisschen hoffen.

[16h35] Tut sich derzeit wenig bei Mexiko gegen Uruguay, das hohe Anfangstempo mit den vielen Chancen konnte nicht gehalten werden. Zehn Minuten noch bis zur Halbzeit.

[16h31] Da kann einem Frankreich in diesem Moment echt leid tun. Oberwasser jetzt natürlich für Südafrika, die mit der Führung im Rücken immer besser ins Spiel kommen. Aber Südafrika muss noch einiges an Toren aufholen.

[16h27] Platzverweis Gourcuff/Frankreich, 26. Minute

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Gourcuff in einem Zweikampf etwas zu weit mit dem Ellenbogen voraus, trifft seinen Gegenspieler. Klar, kann man über gelb diskutieren, wenn überhaupt. Aber glatt rot für eine solche Aktion ist eine schlichte Frechheit. Was ist bloß nur mit den Schiedsrichtern los? Ich fasse es nicht, dafür glatt rot, das habe ich noch NIE gesehen und das ist sowas von falsch.

[16h25] Lloris hat die Schweißperlen bei jeder Ecke und Hereingabe jetzt auf der Stirn, Zeit sich mal genauer der Partie Mexiko-Uruguay zu widmen, wo Guardado gerade aus gefühlt 40 Metern die Querlatte traf. Spiel mit mehr Highlights

[16h21] Frankreich-Südafrika 0:1, Bongani Khumalo, 20. Minute

Ecke von der rechten Seite, Lloris mit atemberaubender Strafraumbeherrschung, fliegt ohne Bedrängnis oder Gegenspieler um sich herum am Ball vorbei, der Innenverteidiger Khumalo setzt sich rustikal, aber fair gegen Gallas durch und köpft zur Führung für Bafana Bafana ein. Spielverlauf ein wenig auf den Kopf gestellt. Frankreich das besser Team, die Gastgeber dieser WM mit der ersten Chance zur Führung.

[16h19] Mehr Torchancen bei der Parallelpartie, insbesondere für Uruguay, die nächste Gelegenheit, als ich gerade umgeschaltet hatte. Ecke von rechts, in der Mitte Victorino völlig frei, Kopfball geht über das Tor. Auch Mexiko aber nicht völlig tatenlos. Machen aus ihren Standardsituationen, meistens Ecken, aber noch zu wenig, kaum Gefahr.

[16h15] Wenig Torchancen noch bei Frankreich-Südafrika, wenngleich das doch einigermaßen vielversprechend aussieht. 15 Minuten durch, Frankreich steht defensiv sehr viel sicherer als im letzten Spiel gegen Mexiko, Diaby und Diarra machen einen guten Eindruck im defensiven Mittelfeld. So kommt Südafrika kaum nach vorne und in die Nähe des Strafraums. Frankreich noch mit ein wenig angezogener Handbremse im Spiel nach vorne, insbesondere Ribery noch überhaupt nicht im Spiel.

[16h10] Es gleicht sich wieder hoffentlich nicht mit den ersten Spielen der Franzosen, auch diesmal mit sehr engagiertem Beginn.

[16h07] In Rustenburg Uruguay mit seinem sehr guten Start und der schönen Möglichkeit zur Führung, aber Suarez schießt freistehend aus halbrechter Position am Tor vorbei. Da stand die mexikanische Abwehr nicht auf einer Linie, Abseitsfalle hat nicht zugeschnappt, Suarez war durch, muss aber noch an der Genauigkeit arbeiten. Forlan, der mitgelaufen war, mit kleinem Nervenzusammenbruch auf dem Platz.

[16h04] Wie so häufig, Frankreich mit dem besseren Beginn. Spielen schnell über die linke Seite, Ball wird wunderbar zu Gignac durchgesteckt, der Stürmer aus Toulouse eigentlich völlig frei, scheitert aber kläglich mit einem Schüsschen an Josephs. Da war gleich zu Beginn viel mehr drin.

[16h03] Schaut man in die Gesichter der französischen Bankspieler, insbesondere Evra und Henry, ist eigentlich alles über den Zustand der französischen Nationalmannschaft gesagt.

[16h01] Beginn 1. Halbzeit

[15h56] Haben wir gerade das letzte Mal bei dieser WM die Marseillaise gehört? Aber immerhin tatkräftig mitgesungen, außer Diaby, der auf seinem Kaugummi gekaut hat.

[15h53] Gelbe-Karten-Zeiger bei der Partie Frankreich-Südafrika ist Oscar Ruiz aus Kolumbien und bei der Ansetzung Mexiko-Uruguay Viktor Kassai aus Ungarn.

[15h47] Die Aufstellungen im Royal-Bafokeng-Stadion zu Rustenburg

Mexiko: Perez – Osorio, Rodriguez, Moreno, Salcido – Torrado, Marquez, Guardado, Giovani – Blanco, Franco

Uruguay: Muslera – Maxi Pereira, Lugano, Victorino, Fucile – Arevalo Rios, Perez, Pereira – Forlan, Suarez, Cavani.

Die Mexikaner müssen Carlos Vela ersetzen im Sturm, der ganz erfahrene Blanco wird das machen. Hat mit seinem Elfmeter gegen Frankreich ja schon auf sich aufmerksam gemacht. Uruguay wieder mit voller Offensivpower im 4-3-3.

Mal sehen, ob sich beide trauen unentschieden zu spielen. Aber keiner will natürlich auch Zweiter werden und im Achtelfinale dann gegen Argentinien spielen. Also bei beiden Spielen interessante Ausgangslage.

[15h40] Die Aufstellungen im Free-State-Stadion zu Bloemfontein

Frankreich: Lloris – Sagna, Gallas, Squillaci, Clichy – Alou Diarra, Diaby – Valbuena, Gourcuff, Ribéry -  Cissé.

Südafrika: Josephs – Ngcongoa, Khumalo, Mokoena, Masilela – Sibaya, Khuboni, Pienaar, Tshabalala -  Mphela, Parker

Frankreich also mit vier Wechseln. Evra, Govou, Malouda und Anelka nicht dabei. Cissé gibt die einzige Spitze, Henry nur auf der Bank. Valbuena, bisher nur Einwechselspieler gewesen, erstmals in der Startelf soll über den rechten Flügel kommen, Gourcuff eher über links, Ribery wohl zentral. Toulalan fehlt gelbgesperrt, Alou Diarra an der Seite von Diaby im defensiven Mittelfeld. Josephs ersetzt im Tor Khune, der nach seiner roten Karte nicht zur Verfügung steht. Südafrika mit zwei echten Spitzen und einem Vierer-Mittelfeld.

[15h32] Vier der elf Startspieler der französischen Nationalmannschaft spielen beim FC Arsenal. Und der Trainer der Gunners ist ein Franzose. Sachen gibt es.

[15h28] Domenech schwingt noch einmal den Besen und verteilt einige Disziplinarmaßnahmen. Evra als Kapitän der Mannschaft mal schnell auf die Bank gesetzt, Alou Diarra übernimmt die Kapitänsbinde. Außer Ribery alle Führungsspieler mal eben zwei Nummern kleiner gemacht.

[15h22] Ausgangslage Gruppe A Die Situation ist nicht ganz einfach. Sobald Mexiko und Uruguay sich unentschieden trennen, sind beide für das Achtelfinale qualifiziert. Dann ist der Ausgang der Partie zwischen Frankreich und Südafrika völlig egal. Sollte Uruguay gewinnen, muss Frankreich vier Tore gegenüber Mexiko aufholen und möglichst viele schießen, also am besten 4:2 gewinnen und Mexiko würde gleichzeitig 0:2 gegen Uruguay verlieren. Südafrika muss sogar fünf Tore auf Mexiko aufholen. Und sieht irgendjemand derzeit die Chance, dass Frankreich so viele Tore schießt? Uruguay und Mexiko sind beide schon in einer komfortablen Situation, aber theoretisch ist noch alles möglich. Auch für Südafrika. Zuerst zählt bei Punktgleichheit die Tordifferenz und dann die Anzahl der geschossenen Tore.

[15h15] Raymond Domenech hat sein Team ordentlich umgekrempelt. Evra, Henry, Govou und Malouda sitzen alle nur auf der Bank.

[15h12] Frankreich tritt an. Schönen Nachmittag zu den letzten Spielen in der Gruppe A. Kann sich die Equipe Tricolore nochmal aus der Krise ziehen?

Derweil Joachim Löw im Interview bei Sky. Zeigt sich zuversichtlich für die Partie morgen. Liest man zwischen den Zeilen durch, wird Cacau morgen im Sturm spielen. Löw hat auch länger über einen Einsatz von Marcell Jansen auf der Linksverteidigerposition nachgedacht, sich darüber aber noch nicht final entschieden. Löw bestens gelaunt vor dem “Endspiel” morgen gegen Ghana.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe C #2, England – Algerien

Freitag, 18. Juni 2010 18:46

[22h19] Endstand England – Algerien 0:0

Im Prinzip könnte ich das, was ich zur ersten Halbzeit hier reingeschrieben haben, nochmal wiederholen, hat sich in der zweiten Halbzeit nichts verändert. Total enttäuschender und ernüchternder Auftritt der Three Lions. Da hat gar nichts geklappt. Respekt an Algerien, die defensiv gut gestanden haben, aber selbst nach vorne häufig zu hektisch wirkten.

Hat Capello eigentlich einen Regenschirm? Sei es drum, so stellt man sich seinen Geburtstag sicherlich nicht vor. Pfeifkonzert der englischen Fans. Und jetzt Popcorn für 6-0-6 bereitstellen. Schönen Abend noch.

[22h16] Drei Minuten Nachspielzeit

[22h11] Egal wie das Spiel jetzt ausgehen sollte: Ein Blick in die englischen Zeitungen morgen dürfte sich lohnen oder jetzt gleich schon 6-0-6 bei BBC Five Live ab 22:30 Uhr.

[22h09] Peter Crouch kommt für Barry. Time für some Kick and Rush.

[22h06] Wechsel Algerien: Adlene Guedioura für Ziani.

[22h05] Zehn Minuten noch – und England in der zweiten Hälfte weiter ohne gefährliche Torchance. Interpretiert man die Körpersprache der Spieler, ist es die pure Unzufriedenheit und Verzweifelung.

[22h03] Jermain Defoe schon jetzt eine Bereicherung fürs Spiel. Sagt ein Arsenal-Fan.

[21h59] Endlich ein Segen. Jermain Defoe für Heskey, die Algerier bringen Abdoun für Boubedouz. Gute Viertelstunde noch. England weiter völlig harmlos. Kein gutes Spiel insgesamt.

[21h55] Rooney völlig neben der Spur. England wie die Ansammlung von Stars. Endlich mal schnell gespielt von den Three Lions, über Gerrard auf Heskey, der weiter zu Rooney in der Mitte geben wollte. Algerischer Verteidiger mit dem Fuß dazwischen. Ball landet auf dem Tornetz. 20 Minuten noch, England geht die Zeit langsam abhanden.

[21h48] Wechsel England. Shaun Wright-Philips für Aaron Lennon. Kann man machen, verstehe ich aber nicht wirklich. Es muss doch mal Kreativität her. Was nützt es, wenn ein weiterer den Flügel runterläuft? Wenn Philips mal bis zur Grundlinie gehen könnte, wäre er brauchbar. Mal sehen.

[21h44] Carragher sieht gelb nach Foul an Hassan Yebda, was mehr als fraglich war, fehlt im nächsten Spiel. Und Algerien mit guter Freistoßposition. Kläglich vergeben. Algerien schmeißt auch zu viele brauchbare Chancen weg. Und England ergibt sich lethargisch dem südafrikanishen Winterabend hin.

[21h43] Fabio, es wird Zeit für Wechsel.

[21h41] Zum Verrücktwerden. Algerien mit schlampigen Abspiel im Spielaufbau, England in Überzahl, aber Gerrard mit dem schlechtesten aller vorstellbaren Zuspiele in die Mitte, direkt in einen der zwei Gegenspieler. Am langen Pfosten war Rooney komplett blank. Es geht weiter gar nichts.

[21h37] Unverändertes Bild in den ersten Minuten der zweiten Hälfte. Keine Chancen, wenig los. Und England kommt weiter nicht auf Touren.

[21h31] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten. Letzte Chance für die englische Elf der ersten 45 Minuten. Es muss besser werden.

[21h15] Halbzeit England – Algerien 0:0

Capello’s Überlegungen mit Gerrard auf links und mehr Power für die Offensive sind bis jetzt überhaupt nicht aufgegangen. Sehr mäßige Leistung der Three Lions, kaum Torchancen und wenn sind das Fernschüsse, weil man ja mal den Torwart zeigen müsste, dass man überhaupt noch auf dem Platz ist. Müssten viel agressiver spielen, da ist im Mittelfeld zu wenig Bewegung. Algerien steht defensiv sehr sicher, konnten Mitte der ersten Halbzeit offensiv sogar das Kommando übernehmen. Aber auch nicht alles so gefährlich.

Und in der Mitte stehen sich die Engländer alle selbst auf den Füßen. Gerrard zieht immer wieder von links in die Zentrale, Lampard hängt da irgendwo rum, dazu noch Rooney, der sich immer wieder fallen lässt. Plus die algerischen Verteidiger. Das da kein Durchkommen sein sollte, dürfte klar sein. Umso mehr ist Ashley Cole gefordert, der aber viel zu selten sich ins Spiel nach vorne einschaltet. Und so hakt dieses Spiel auf niedrigem Niveau mit lauem Tempo irgendwo zwischen der Notwendigkeit Englands eigentlich viel mehr tun zu müssen und der Präsmisse der Algerier bloß nicht zu viel Risiko zu gehen.

Wenn Fabio Capello schlau ist, bringt er Defoe und Joe Cole für die zweite Halbzeit. Wäre mein Wunsch. Mal schauen.

[21h04] Und im Gegenzug Algerien mit guter Gelegenheit. Ballverlust Barry in der Vorwärtsbewegung, wobei der Balleroberung durch Matmour ein klares Foul vorausging. Der Angriff hätte also gar nicht stattfinden dürften. Guter Pass auf Ziani, der Johnson aussteigen lässt, Carragher zu weit weg. Aber der Wolfsburger verzieht dann knapp am Tor vorbei. Spiel wird wieder etwas lebhafter.

[21h01] Erste richtig heiße Szene in dieser Partie. Flanke von Lennon wird in die Mitte abgewehrt, direkt vor die Füße von Lampard. Der zieht mit links ab, M’Bohli ist blitzschnell unten und hält den Ball sicher fest. Erste Chance für England, ein wenig dem Zufall geschuldet. Aber immerhin mal eine brauchbare Flanke in den Strafraum, das ist ja schon mal etwas.

[20h57] Noch keine echte torchance in diesem Spiel. Und das ist eher für die Engländer ein Armutszeugnis, die im Spiel nach vorne gar nichts auf die Reihe bekommen. Es wirkt häufig wie die Aneinandereihung von kleinen Puzzleteilen, die alle nicht zusammenpassen. Viel mehr Aggressivität nötig, viel mehr Bewegung. Algerien schaut sich das in Ruhe an. Spiel hat wenig Dynamik derzeit.

Gerrard mit Schuss aus 20 Metern, direkt in die Arme von M’Bohli, kein Problem für den algerischen Torwart.

Und was macht eigentlich Frank Lampard heute Abend?

[20h51] Großartiges aus dem Guardian Live-Blog:

“There’s a bird perched on the netting behind the Algerian crossbar. He looks pretty calm and settled, writes Jim Harris. He obviously knows Heskey is playing up front for England.”

[20h48] Algerien wird in den letzten Minuten etwas mutiger. Bekommen die Gelegenheit sich ganz in Ruhe in der Mitte zu positionieren und auf die Flanke von außen zu warten. Letzlich kommt bis auf einen harmlosen Kopfball nichts heraus, keine Probleme für James. Aber da ist die englische Defensive doch sehr passiv gewesen. So ein richtig roter Faden ist noch nicht im englischen Spiel.

[20h44] Viertelstunde durch, noch keine großen Torchancen, beide Teams lassen wenig zu. England optisch leicht überlegen, schaffen es aber noch nicht Druck auf die algerische Abwehr auszuüben. Im letzten Angriffsdrittel fehlt dann bisher die zündende Idee. Algerien steht tief, sucht hin und wieder mal den Weg nach vorne. Überschaubares Tempo.

[20h40] Und wievielen Engländern ist das Herz gerade in die Hose gerutscht, als die Bogenlampe auf James runtersegelte und er sich gar nicht zum Ball bewegte, letzlich aber noch eine Faust an die Kugel bekam? Souverän ist anders. Stempeln wir mal unter Anfangsnervosität ab.

[20h36] Schön zu sehen, dass sich Algerien nicht versteckt und hinten rein stellt, sondern gepflegt den Weg nach vorne sucht. Bekommen die erste Ecke in diesem Spiel, aber ganz schwach getreten. Wenn man schon solche Gelegenheiten hat, sollte mehr dabei rausspringen.

[20h33] Dadurch dass Barry im zentralen defensiven Mittelfeld agiert und Gerrard etwas offensiver agiert – aber eben nicht komplett auf dem linken Flügel – ist es vor allem an Ashley Cole gelegen, den linken Flügel zu beackern, also ähnlich häufig mit nach vorne zu gehen wie beim FC Chelsea. Auf rechts stellt sich diese Frage nicht so, weil Lennon konsequent die Position auf rechtsaußen halten soll. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

[20h29] Beginn 1. Halbzeit

Man war sehr zeitig fertig und stand erstmal zwei Minuten beim Anstoßkreis herum um bis genau halb zu warten. Darf man nicht eher anpfeifen? Algerien mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte, ganz in grün. England in den weißen Trikots. Es geht dann doch eine Minute eher los als sonst.

[20h23] Finde die englische Nationalhymne in einem Fußballstadion einfach großartig. Und die königliche Familie ist auch dabei.

[20h08] Ein Lichtblick bei Sky. Kevin Keegan im Gespräch mit Jens Westen. Frage des Sky-Moderators an Keegan, ob er oder Magath der bessere Spieler gewesen sei. Antwort Keegan: “Felix schaut doch zu, oder? Dann war er der bessere Spieler. Wenn er nicht zugeschaut hätte, wäre ich der bessere Spieler gewesen.” Und Keegan spricht deutsch. Hach.

[20h06] Die Aufstellungen im Green-Point-Stadium zu Kapstadt

England: James – Johnson, Carragher, Terry, Ashley Cole – Lennon, Barry, Lampard, Gerrard – Rooney, Heskey

Algerien: M’Bohli – Bougherra, Belhadj, Yahia, Kadir – Yebda, Lacen – Halliche, Boudebouz, Ziani -  Matmour

Also James im Tor an Stelle von Green. Carragher für King in der Innenverteidigung. Im Mittelfeld der defensive Part eher durch Lampard und Barry. Gerrard mit offensiverer Auslegung hinter den beiden Spitzen Rooney und Heskey.

[20h02] Tut mir Leid, aber die Vorberichterstattung bei Sky ist ja fürchterlich heute. Dieter Nickles ganz schwere Kost heute Abend, wirklich.

[19h58] Wenn es überhaupt ein Upset-Duell aus englischer Sicht gibt, dann vielleicht Ziani gegen Johnson auf der rechten englischen Verteidigungsseite. Johnson wurde auch im Spiel gegen die USA mehrmals überlaufen. Ziani technisch sehr gut veranlagt, mal sehen. Ashley Cole und auch Barry auf links sind eine sehr sichere Bank. Und die Innenverteidigung mit Terry und Carragher müssen ihre Gegner einfach im Griff haben.

[19h48] Eine BBC-Reporterin twitterte gerade, dass der neue algerische Torwart M’Bohli immerhin 23 Minuten Erfahrung in internationalen Spielen hat.

[19h46] Auch wenn die englische Nationalmannschaft ein paar Problemfelder hat, kann das eigentlich keine Ausrede für dieses Spiel sein. England muss dieses Spiel gewinnen, ohne wenn und aber. Algerien hat mich in der ersten Partie gegen Slowenien nicht vom Hocker gehauen. Die Torwartleistung der Nordafrikaner war genauso schlecht wie die der Engländer, aber die Three Lions sollten die Spieler haben und vor allem die Qualität in Mittelfeld und Sturm, Rais M’Bohli unter Dauerbeschuss zu setzen. Und dann sollte irgendwann schon mal ein Ball im Netz landen. Alles andere als drei Punkte wäre für die englische Fußballnation ein mittlerer Weltuntergang.

Und Gewinnen ist das eine heute Abend. Capello und den Spielern würde ein überzeugender, spielerisch attraktiver Sieg noch mehr helfen als ein schlichtes 1:0 oder 2:1. Denn man war schon ein wenig enttäuscht über die mangelnde spielerische Kreativität insbesondere im zweiten Durchgang gegen die USA. Mit der Hereinnahme von Barry werden Lampard und Gerrard entlastet und könnnen sich wieder mehr in die Offensive einschalten.

[19h39] Live-Blog auch bei allesaussersport.

[19h38] Die Vorberichte bei BBC Five Live kommen nicht wirklich in Fahrt heute, es wird viel über die englischen Torhüter diskutiert. Bei Sky reden Nickles und Magath schon wieder über die deutsche Mannschaft. Und RTL boykottiere ich bei dieser WM, trotz Jürgen Klopp.

[19h22] Die englische Nationalmannschaft hat übrigens noch nie gegen eine afrikanische Mannschaft verloren.

Und BBC Five Live spielt genüsslich Audio-Mitschnitte von Kommentaren ein, bei denen die Reporter fast ausflippen über die Fehler von David James.

[19h12] Die englischen Medien sind am Ausrasten, begleiten die Spieler auf jeden Schritt, versenden die Breaking News bei jeder neuen Entwicklung (Mannschaft hat das Stadion erreicht, Frank Lampard verlässt als dritter Spieler den Bus etc.). Und Fabio Capello mit der mutigen Entscheidung seinen Torwart während der WM zu wechseln. James muss das Vertrauen zurückzahlen.

[18h46] Guten Abend zusammen. Schon mal erste Infos zur englischen Aufstellung, die gerade bekannt gegeben wurde. David James steht zwischen den Pfosten, im Sturm darf weiter Heskey sein Glück versuchen. Jermain Defoe sitzt weiter auf der Bank. Gareth Barry spielt im Mittelfeld.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Live-Blog: WM 2010, Tag 8

Freitag, 18. Juni 2010 8:04

[17h52] Endstand Slowenien – USA 2:2

Es war ein richtig tolles Spiel. Unglaubliche Moral der US-Boys, die das Spiel in der Schlussphase auch für sich hätten entscheiden können. Slowenien im zweiten Durchgang zu passiv, haben ihre Konter auch nicht gut zu Ende gespielt. Damit Slowenien weiter an der Spitze der Gruppe B mit vier Punkten, USA jetzt bei zwei Zählern.

Umso wichtiger jetzt der Auftritt der Engländer, heute Abend ab 20:30 Uhr gegen Algerien. Live-Blog ab 19:30 an dieser Stelle. Bis später.

[17h47] Drei Minuten Nachspielzeit

Die USA gingen sogar in Führung, Tor wurde aber aus mir nicht erklärlichen Gründen nicht gegeben. Wurden am ersten Spieltag noch durchweg gute Schiedsrichterleistungen abgelegt, bekommt die FIFA zumindest mit ihren heutigen Ansetzungen in Zukunft Probleme.

[17h38] Ausgleich USA! Michael Bradley, 82. Minute

Die USA belohnen sich für das Anrennen in der zweiten Hälfte. Wieder mal wie in den letzten Minuten ein langer Ball nach vorne. Altidore gewinnt das Kopfballduell, Bradley sprintet in die Lücke der slowenischen Abwehr und bekommt den Fuß noch an den Ball vor dem slowenischen Torwart und haut die Kugel in die Maschen. Tolle Aufholjagd. Ganz wichtiges Tor. Damit Slowenien ein wenig bestraft für die Passivität in den letzten 10 Minuten.

Und ein richtig unterhaltsames Fußballspiel, klasse anzuschauen, auch wenn ich nebenbei Thesen zur Deliberativität in Online-Medien entwickle und noch ne Kanne Fencheltee aufgesetzt habe. Aber bei dem Spiel nehme ich alles in Kauf.

[17h27] Offenes Spiel im zweiten Durchgang, leichte Feldvorteile für die USA, die es aber nicht schaffen ihre Chancen zu verwerten. Gehen sukzessive mehr Risiko, Slowenien bekommt immer mehr Platz, spielen ihre Konter und Angriffe aber überhaupt nicht gezielt zu Ende.

[17h04] Anschlusstreffer USA

Dieses Spiel bleibt richtig schön anzuschauen. USA sind wieder im Spiel durch den Treffer von Donovan in der 48. Minute. Zieht von rechts in den Strafraum und knallt die Kugel aus spitzem Winkel unters Dach. Toll gemacht.

[16h47] Halbzeit Slowenien – USA 2:0

[16h42] 2:0 Slowenien, Zlatan Ljubijankic, 42. Minute

Verrücktes Fußballspiel. USA drängen mit Macht auf den Ausgleich und werden durch Konter in alle Einzelteile zerlegt. Zwei Pässe hebeln die Abwehr der USA auseinander, Novakovic mit tollem Zuspiel für Ljubijankic, der Howard keine Abwehrchance lässt. Slowenien mit einem Bein im Achtelfinale.

[16h41] Slowenien schwimmt sich dem Pausenpfiff entgegen, USA drückend überlegen, Ausgleich liegt in der Luft. Brecko klärt vor dem einschussbereiten Donovan.

[16h39] Aber es bleibt dabei…sie spielen es nicht gut genug zu Ende.

[16h36] Zehn Minuten noch in der ersten Hälfte. USA kommen immer besser ins Spiel.

[16h23] Noch ein paar Zitate zum Referree fällig. Alan Shearer in der Halbzeit bei der BBC.

“We have got a really fussy referee who has ruined the game for Germany. The red card completely changed the face of the match and Group D is wide open if this score stays the same.”

Der Schiedsrichter hat vergangene Saison in der Primera Divsion übrigens 11 rote Karten in 17 Spielen verteilt. Schien sich nicht ganz so weit rumgesprochen zu haben. Frage ist nur, warum der dann überhaupt bei dieser WM pfeifen darf.

[16h18] Bei den US-Boys passen die finalen Zuspiele in die Spitze noch nicht. Donovan zwar bemüht, geht viele Meter, scheitert beim letzten Pass aber immer an einem slowenischen Bein. Slowenien hat sich gut auf die Angriffe der Amis eingestellt, machen im Mittelfeld mit Koren in der Zentrale schon viele Räume zu, lässt sich hervorragend ansehen.

[16h13] 1:0 Slowenien, Valter Birsa, 13. Minute

Der 23-jährige Shootingstar vom AJ Auxerre mit der verdienten Führung für Slowenien. Schöner Distanzschuss aus über 20 Metern, Howard steht ein bisschen weit vor seinem Tor, sodass er keine Chance hat an den Ball, der direkt neben dem Pfosten einschlägt, zu kommen. Aber die Kugel hat sich auch extrem zu Seite weggedreht.

Ist ein munteres Spielchen. Dürfte nicht das letzte Tor bleiben. Und Slowenien bei aktuellem Stand im Achtelfinale.

[16h08] Die englische Presse sieht den Platzverweis für Klose natürlich völlig anders, weil man aus der Premier League einen ganz anderen Standard von Schiedsrichterleistung gewohnt ist. David Hytner teilt im Guardian Blog mit:

Klose’s red card was one of those moments that had eyes widening and mouths opening all around the stadium. Already on a booking for a trip on Branislav Ivanovic, as the Serb had burst out of defence, Klose’s challenge on Dejan Stankovic was nothing more than a nibble at ankles. Yes, it was a foul, but a second yellow card? Stanovic was not about to spark a Serbian attack and there was certainly nothing nasty in Klose’s intent. But you knew that the referee Alberto Undiano was going to do it by the way that he rushed in.

[16h03] Alle England-Fans müssen schon wieder vor den Fernseher, das andere Spiel aus der Gruppe C zwischen Slowenien und den USA hat vor wenigen Momenten begonnen.

[15h59] Immer wieder erstaunlich und faszinierend zu sehen, wie die Stimmung auf einem Public Viewing mit Laufe des Spiels, wenn es nicht so klappt wie gewünscht, kippt. Da wird dann auf allem rumgemeckert, was vor einem sitzt, die Welt und überhaupt alles. Dabei war das insgesamt meiner Meinung nach gar nicht so schlecht. Insgesamt geht der Sieg für Serbien aber durchaus okay.

1. Wir müssen uns zuallererst an die eigene Nase fassen. Es waren genug Chancen da um zurück in dieses Spiel zu kommen, alle mehr oder weniger kläglich vergeben, inklusive Elfmeter. Serbien hat seine wenigen Chancen in der ersten Hälfte eiskalt verwandelt, wie wir gegen Australien. Also darf man sich da nicht beklagen, zumal Serbien in der zweiten Hälfte auch noch gute Chancen hatte die Führung auszubauen. Deutschland insgesamt manchmal zu behäbig im Spielaufbau, das hat alles etwas zu lange gedauert. Da hatte Serbien genug Zeit sich in Ruhe zu positionieren. Und die Südosteuropäer haben es eben geschafft unsere kleine Schwachstelle mit Holger Badstuber effektiv zu nutzen, sind fast ausschließlich über deren rechte Angriffsseite gekommen. Also nicht schlecht gemacht aus Sicht von Serbien. Und wir hatten diesmal nicht das Glück mit den Einwechselungen.

2. Defensiv hat Serbien sehr gut gespielt und uns das Leben schwer gemacht, kompakt im Mittelfeld agiert, sodass wir häufig über die außen spielen mussten. Das hat heute im deutschen Team aber nicht so gut geklappt. Lahm hat sich häufig festgelaufen und wenn mal Zeit und Platz zum Flanken war, kamen die Zuspiele nicht präzise genug.

3. Natürlich hatte auch der Schiedsrichter seinen Anteil. Insgesamt viel zu kleinlich gepfiffen und dann diese kleinliche Linie am Ende noch nicht mal durchgehalten. Nur, wenn ich weiß, dass der Schiedsrichter fast jeden härteren Kontakt mit gelb belegt, hätte es Herrn Klose sehr gut gestanden, einfach das unnötige Foul in Höhe der Mittellinie nicht zu begehen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Sei es drum. Noch ist gar nichts verloren und auch heute waren wieder viele gute Ansätze zu erkennen. Letzlich fehlte das Glück im Abschluss und man schwächte sich selbst durch den blöden Platzverweis und die vielen vergebenen Chancen. Aber in Depression verfallen muss jetzt keiner. Jetzt haben wir die reivzolle Situation eines Endspiels gegen Ghana am Mittwoch. Darauf sollte man sich freuen.

[11h14] Noch keine Infos zur deutschen Aufstellung. Viel dürfte sich aber ehe nicht verändern. Diskutiert wird nur über zwei Positionen. Entweder im Sturm Cacau für Klose und links in der Viererkette eventuell Jansen oder Aogo für Badstuber.

Damit entlasse ich euch in das Mittagsspiel. Analyse sowie Vorschau und Live-Blog des England-Spiels dann ab heute Nachmittag. Daumen drücken später. Auf den zweiten Sieg!

[11h05] Sollte sich Capello tatsächlich für James entschieden haben, hätte ich schon ein paar Fragen, auf die es demnächst hoffentlich eine Antwort gibt. Waren jetzt für die Entscheidung des Torwartwechsels nur der Fehler von Green im Spiel gegen die USA ausschlaggebend oder auch wie zuletzt von den Medien immer wieder in Spiel gebracht die Trainingseindrücke? War es sowieso geplant mit David James als Nummer 1 zu starten und Green kam nur ins Tor, weil James am Samstag noch leicht angeschlagen war? Wusste das James, denn der hatte sich zu Beginn der Woche sehr lautstark gegen Capello geäußert und sich über seine Situation auf der Bank beschwert? Von außen macht es den Eindruck, dass Capello ein wenig den Überblick verloren hat. Und man mag gar nicht dran denken, dass James eventuell heute Abend auch nicht seine beste Leistung zeigt. Denn vergleicht man die Leistungen der beiden in der letzten Premier League Saison, kann David James nicht gerade behaupten, dass er stärker war als Green. Capello setzt also alles auf die Karte Erfahrung. Spannend.

Und es gibt seitens weiterer britischer Medien keine offizielle Bestätigung. Es soll heute Morgen aber ein Gespräch zwischen Capello und Green gegeben haben. Die Frage ist nur, wie die Medien jetzt zu dem Schluss kommen, James ins Tor zu hieven.

[10h57] Und jeder scheint ja so seine Quellen zu haben. Nach dem Guardian traut sich die BBC in ihrem Warm-Up-Liveblog auch mit der Breaking News an die Öffentlichkeit: David James heute Abend im Tor.

[10h55] Sky News ist seit heute Morgen nahezu ununterbrochen in Südafrika. Man nennt es Hyperventilieren. Per Twitter schicken die Sportreporter Bilder in die Welt, hier Londons Bürgermeister Boris Johnson in Kapstadt.

[10h50] Wenn ich es richtig im Kopf habe, war zumindest für Düsseldorf heute Vormittag noch sonniges Wetter angekündigt. Hat sich was damit, ist schon wolkig und nicht mehr so warm wie in den letzten Tagen. Also eine Jacke mitnehmen zum Public Viewing auf der Rheinprommenade.

Was erwarte ich mir vom deutschen Spiel? Ganz ehrlich gesagt, weiß ich es gar nicht. Wie schon mal erwähnt, war ich sehr erstaunt über die Leistung gegen Australien, eben auch von der spielerischen Komponente. Die Frage ist jetzt eben, ob man das noch einmal wiederholen kann, auch wenn der Gegner Serbien heißt. Bin also wieder leicht skeptisch oder meinetwegen auch verunsichert, was uns dann letzlich heute Mittag erwartet. Würde mir natürlich wünschen, dass wir wieder so brilliant aufspielen, kann es mir aber nicht vorstellen. Finde ich jetzt auch nicht unbedingt von Nöten. Ein Sieg würde mir schon reichen. Mir fällt es immer noch schwer Deutschland leistungsmäßig einzuordnen, vielleicht sind wir nach dem Spiel gegen Serbien heute schlauer.

[10h10] Der Guardian meldet, das heute Abend David James vom FC Portsmouth das englische Tor hüten wird.

[09h51] BBC-Experte Mark Lawrenson ist gerade aus Südafrika bei der Chris Moyles Show auf BBC Radio 1 zugeschaltet. Ihm wurde mitgeteilt, dass Robert Green spiele, er würde aber David James ins Tor stellen. Scheint wahrscheinlich, so Lawrenson, dass Jermain Defoe im Sturm von Beginn an spielen würde.

[09h42] Vielleicht noch ein kurzer Rückblick auf das Frankreich-Spiel gestern, weil mich die Leistung immer noch ein wenig fassungslos macht und ich immer noch nach Erklärungen suche. Natürlich war die Chemie und der innere Zusammenhalt im Team nicht unbedingt vorteilhaft und das ehe schon unterkühlte Verhältnis zwischen Team und Trainer hat sicherlich auch nicht dazu beigetragen, dass sich sowas wie eine Aufbruchstimmung entwickeln konnte. Es klang vielmehr nach einer Abschiedsvorstellung, bei der die Spieler eigentlich gar nicht dabei sein wollten. Und so haben sie, wenn man die 90 Minuten gesamt betrachtet, auch gespielt.

Was mich aber wundert, ist die stets gute Anfangsphase der Franzosen, bei der das im Spiel nach vorne wirklich vielversprechend aussah, und mit zunehmender Dauer man sich dann quasi seinem Schicksal ergab und gar nichts mehr nach vorne ging. Das war schon gegen Uruguay so, aber eben auch gestern im Spiel gegen Mexiko. Guite Ballrotation in den ersten Minuten, schön über die Flügel, viel Bewegung im Spiel, nach vorne sah das gestern wieder in den ersten 15 Minuten mehr als passabel aus. Unterschied zum ersten Spiel: Die Defensive war gestern irgendwie nicht von dieser Welt. Abidal und Gallas standen zu weit von ihren Gegenspielern weg, insbesondere von Gallas habe ich den Eindruck, dass er überhaupt kein Bock auf diese Weltmeisterschaft hat. Und die ehe schon labile Innenverteidigung hat dann auch die Außenverteidiger angesteckt. Sagna im Spiel gegen Uruguay noch sehr präsent und laufstark ließ er sich gestern von Salcido mehrmals überlaufen. Und Evra vor dem 0:2 zu sehen, grenzte fast schon an Arbeitsverweigerung. Abidal war da einfach nur das arme Schwein, das den Elfmeter verursacht hat.

Und als wenn dann die Grippe sich rapide im französischen Team verbreitet hat und Mittelfeld und Sturm gelähmt hat. Diaby völlig von der Rolle gestern, kaum offensive Impulse nach vorne, keine öffnenden Pässe. Nichts. Umso schwieriger war es dann eben auch für Malouda – der sich immerhin noch bemühte – und Govou sowas wie Druck über die Außen zu erzeugen. Ribery in der Mitte lustlos und von zwei Gegenspielern gut bewacht. Und Anelka vorne konnte einem Leid tun, weil er kaum verwertbare Zuspiele bekommen hat.

Als wenn man in den ersten 10 Minuten schnell zeigen wollte, dass man durchaus Fußball spielen kann und sich dann danach gemütlich zurücklehnen wollte. Als wenn einem mehr oder weniger alles egal wäre. Und Samir Nasri und Benzema genießen ihren Urlaub, etwas, das wohl auch alle anderen französischen Spieler sehr gerne machen würden.

[09h23] Heiß wie Frittenfett. Freue mich riesig auf den heutigen WM-Tag.

[09h18] Es scheint ja in Mode gekommen zu sein, bei der Nationalhymne Tränen zu verdrücken. Finde ich nicht schlimm. Leider geht es dann ein wenig zu Lasten des Singens. Deswegen mein Rat an die Fußballspieler. Macht es doch wie die Rugbyspieler, kurz vorm Heulen sein, aber trotzdem noch ganz laut mitsingen. Siehe die englische Hymne im Croke Park, ist doch Gänsehaut.

[09h07] Oliver und Daniel von Spox haben sich mal wieder Gedanken zur WM gemacht. Diesmal bekommt Serbien vier Stück. Unter Berücksichtigung, dass für Australien acht Gegentore vorhergesagt wurden, wären es diesmal ja zwei für Serbien, wenn immer die Hälfte stimmen sollte. Damit könnte ich leben. Hier die Einschätzung der beiden.

[08h43] Kevin McCarra/Guardian blickt optimistisch in das zweite Spiel der Engländer gegen Algerien. Kann eigentlich gar nicht schief gehen.

“Few doubted that Fabio Capello would do an excellent job with England since he always has both a practical plan and the force of character to ensure his men apply it. The surprise lay in the verve shown over the World Cup qualifiers that made his side the highest scorers in Europe, with a total of 34 goals. It might seem that such a spree is sure to come to an end at the finals, where opponents are supposed to be more obstinate, but, in practice, the contrast is not so stark. England scored nine times over the pair of games with Croatia, yet the losers then still enjoy a far loftier ranking than the Algeria line-up that Capello’s side take on in their second group fixture.”

[08h32] Sehr nette Visualisierung der Twitter-Konversation über die WM bei CNN. Bitte hier entlang.

[08h30] Zunächst ein Blick ins englische Lager. Die Three Lions stehen vor dem Spiel gegen Algerien gehörig unter Druck, drei Punkte müssen her. Fabio Capello widerfährt immer mehr Unzufriedenheit der Fans im Umgang mit der Teamaufstellung. Capello sagte gestern auf der Pressekonferenz, dass er seine Aufstellung bereits weiß, die Spieler aber erst wenige Stunden von Angriff darüber informieren möchte. Die Engländer sind ja immer schnell bei neuen Wortschöpfungen und haben für dieses Verhalten sehr schnell die Phrase to do a Capello erfunden.

Fest steht eigentlich nur, dass Gareth Barry ins linke Mittelfeld kommt an die Stelle von James Milner. Jamie Carragher ersetzt Ledley King in der Innenverteidigung. Völlig unklar ist noch, wer im Tor steht, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Capello James Hart auswählt. Wird also auf Robert Green oder David James hinauslaufen. Und die taktische Variante eines 4-3-3 wird ebenso diskutiert, mit Rooney eher aus dem Mittelfeld kommend und insbesondere Gerrard mit einer deutlich offensiveren Auslegung seiner Position hinter der einzigen Spitze Heskey. Aber auch dahinter noch ein Fragezeichen. Wir werden es kurz vor der Nationalhymne erfahren.

Und dann ist heute auch noch Geburtstagsfeier. Fabio Capello wird 64 Jahre alt. Geburtstagsgeschenk dürfte klar sein.

[08h18] Zum Programm für heute: Erstes Spiel um 13:30 Uhr ist Deutschland gegen Serbien. Ich werde wieder beim Public Viewing sein, von daher kein Live-Blog. Das gibt es dann vom Spätspiel England-Algerien inklusive ausführlicher Vorberichte. Im Nachmittagsspiel die beiden anderen Teams aus der England-Gruppe im direkten Duell, USA gegen Slowenien.

[08h14] Sorry für den Mangel an Live-Blogs in den letzten Tagen, aber spätestens nach dem Spiel Niederlande-Dänemark hat mich ehe schon latente Erkältung endgültig umgehauen. Nichts Dramatisches, aber gibt ja nichts Lästigeres als Schnupen und Husten. Stets schlecht geschlafen, von daher morgens meist auch müde gewesen und abends versucht früh ins Bett zu gehen, was zur Folge hatte, dass ich zwar einigermaßen gut eingeschlafen bin, aber meist schon um 04:30 Uhr wieder aufgewacht bin. Die letzten Tage kann ich also getrost aus meinem Gedächtnis streichen. So toll waren sie nicht. Mittlerweile hat sich die Erkältung wieder nahezu verabschiedet und ich schlafe wieder so gut wie immer. Und Fencheltee mit Honig kann ich auch nicht mehr sehen, gefühlt habe ich davon 20 Liter in den letzten Tagen getrunken. Dazu viel Suppe und Salat. Fürs Wochenende wird es dann Zeit mal wieder zu Currywurst mit Pommes zu greifen. So viel aus dem Düsseldorfer Krankenlager. Jetzt wieder Sport.

[08h04] Guten Morgen. Nach dem Frankreich-Spiel, vor den Spielen von Deutschland und England. Dürfte ein interessanter Tag werden. Fürs Erste darf das Wörterbuch erweitert werden. To do a capello – jemanden im Ungewissen lassen. Später mehr dazu.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (4) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe A #2, Frankreich – Mexiko 0:2

Donnerstag, 17. Juni 2010 22:20

Die große Unbekannte bei dieser WM, die Equipe Tricolore. Ich fand den Auftritt gegen Uruguay gar nicht so schlecht, fand insbesondere die ersten 20 Minuten richtig stark. Leider konnte man diese Qualität über 90 Minuten nicht halten, auch weil Uruguay gut verteidigte. Nur reicht ein Remis eben nicht für die Ansprüche, im Team wie im Land. Entsprechend unruhig war die Situation im französischen Lager in den letzten Tagen. Und entsprechend groß der Druck auf die französische Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Mexiko. Zumal Uruguay mit vier Punkten einen gehörigen Schritt Richtung Achtelfinale gegangen ist. Beide Teams müssen also gewinnen um ihre Chancen auf das Achtelfinale aufrecht zu erhalten. Sind zwar nur drei Punkte, wie in jedem Fußballspiel, doch insbesondere für Frankreich steht viel mehr auf dem Spiel. “Es wird Zeit zu starten”, titelte heute die Sportzeitung L’Equipe.

Tränen bei Patrice Evra während der Nationalhymne. Wie immer eine großartige Stimmung. Gespielt wurde im Peter-Mokoba-Stadion zu Polokwane. Raymond Domenech hatte  sein Team im Vergleich zum Auftakt-Unentschieden gegen Uruguay ein wenig verändert. Gourcuff wurde auf die Bank verbannt, Ribery gab den 10er in der Mitte, Malouda übernahme die Position auf der linken Seite, Govou wieder auf rechts. Und wieder nur eine Spitze mit Nicolas Anelka. Defensiv alles so weit unverändert, mit zwei Sechsern, Diaby, der gegen Urugray bester Mann der Franzosen war, und Toulalan. Sonst alles wie gehabt. Mexiko wieder offensiv aufgestellt, mit drei Spitzen, Vela über links, Dos Santos über rechts, Franco im Zentrum. Juarez und Torrado sollten im Mittelfeld die Räume eng machen.

Frankreich begann pünktlich um 20:30 Uhr mit Anstoß in dieser Partie, spielte in der ersten Halbzeit von links nach rechts und in blau, Mexiko in den grünen Trikots. Aufregung schon nach zwei Minuten, als Dos Santos relativ freistehend von links den Innenpfosten traf, aber wegen Abseits zurecht zurückgepfiffen wurde. Und Franco sah nach vier Minuten die erste gelbe Karte dieser Partie, wegen Spielverzögerung. War ein guter, temporeicher Auftakt. Gruppe A erwachte zum Leben. Mexiko mit den besseren Chancen in dieser Partie, langer Ball auf Vela nach acht Minuten, aber der Spieler vom FC Arsenal zog über das Tor, aus sehr guter Position eigentlich. Drei Minuten war es Franco, der Abidal zweimal ins Kino schickte, aber wie vorher Vela aus bester Position über das Tor schoss. Insbesondere Frankreichs Defensive in den ersten Minuten erstaunlich passiv, sehr weit weg von den Gegenspielern, die Abseitsfalle ein fragiles Gebilde. Offensiv selbst zwar bemüht, mit mehr Ballbesitz, es fehlten aber die klaren Torchancen und vor allem auch mal der Abschluss aufs Tor. Es war ein sehr unterhaltsames Spiel, auch weil meist das Mittelfeld sehr schnell überbrückt wurde. Defensiv standen beide Teams mit wenigen Ausnahmen gut. Frankreich fehlte in den ersten 25 Minuten noch die letzte Brise Präzision bei den Flanken, einige Flanken waren schon sehr viel besser als im ersten Spiel, fanden aber keinen Abnehmer. Mexiko war stets gefährlich bei schnellen Konterangriffen. Insbesondere Salcido über links brachte Sagna und Galles ein ums andere Mal zur Verzweifelung, doch Llloris machte einen hervorragenden Eindruck. Ich bleibe dabei: Gallas häufig wie ein Fremdkörper auf dem Spielfeld. Und zum ersten Mal herrschte so ein bisschen wie Stimmung im Stadion, insbesondere die Mexikaner sangen sich mit Cielito Lindo im südafrikanischen Winter warm, hörbar für alle TV-Zuschauer.

Schock für Mexiko, als Vela nach einer halben Stunde wegen einer Verletzung vorzeitig vom Platz musste, Barrera kam. Hoffentlich nichts Ernsters beim Gooner. Frankreich blieb in der Defensive anfällig, überhaupt nicht sattelfest, vor allem auch bei hohen Flanken. Unerklärlich, gleichzeitig wurde mit fortlaufender erster Halbzeit das offensive Potential der Equipe Tricolore kaum noch abgerufen. Anelka vorne ohne Unterstützung, Ribery in der Mitte gut bewacht, über die außen mit Govou und Malouda zwar präsent, aber ohne wirkliche Durchschlagskraft. Und dass Sagna nur bedingt zum Flanken geeignet ist, weiß jeder Arsenal-Fan. Quasi mit dem Pausenpfiff erhielt Toulalan seine zweite gelbe Karte in diesem Turnier, fehlt damit im abschließenden Gruppenspiel gegen Südafrika. Keine Tore zur Halbzeit, 0:0 zwischen Frankreich und Mexiko. Insgesamt leistungsgerecht.

Gignac kam in der zweiten Halbzeit für Anelka. Der Stürmer vom FC Chelsea natürlich mit keiner guten Partie, hat sich auch nicht passend eingebracht, aber die Flanken, die für ihn bestimmt waren, waren allesamt Grütze. Insgesamt zu wenig Impulse aus dem Mittelfeld. So defensiv sicher Diaby auch stehen mag, gerade von ihm gab es im Spiel gegen Uruguay doch deutlich mehr Impulse. Vielleicht brachten ja Einzelaktionen den Erfolg. Malouda mit Fernschuss aus knapp 20 Metern, Perez konnte den Ball noch über die Latte lenken. Das erste kleine Highlight in der zweiten Hälfte. In der 55. Minute brachte Javier Aguierre einen weiteren Stürmer, Javier Hernandez kam für Mittelfeldspieler Juarez. die ersten 15 Minuten im zweiten Durchgang hätte man getrost streichen können. Viel passierte nicht. Frankreich konnte nicht, Mexiko schien in der Lage mehr zum Spiel beitragen zu können, scheuten aber das letzte Risiko. Dann kam aber Pfeffer ins Spiel, weil Mexiko in der 64. Minute in Führung ging, eigentlich wie aus dem nichts. Langer Ball auf Javier Hernandez, der aber ganz knapp im Abseits stand, Fahne des Linienrichters blieb unten, der Stürmer frei vor Llloris, umkurvt gekonnt den französischen Schlussmann und schiebt zum 1:0 ein. Wenn man immer so schön sagt, im Zweifel für den Stürmer, dann geht das Tor okay. Und Frankreichs Defensive wieder mal – unabhängig von der möglichen Abseitssituation – völlig woanders, meilenweit von den Gegenspielern entfernt. Und Domenech geht kurz zum Spielfeld, feuert seine Spieler an und setzt sich wieder hin. Und die Führung geht okay, Frankreich spielte in der zweiten Halbzeit immer weniger wie eine Mannschaft, die den Sieg unbedingt wollte. Domenech brachte in der 70. Minute Valbuena für Govou, Henry schmorte auf der Bank. Und das Spiel verlagerte sich nach der Führung immer mehr in die Hälfte der Franzosen, Mexiko hatte Überwasser und dass diese französische Viererkette heute mehr als anfällig war, hatte sie schon gezeigt. Und sie durfte nochmal ran. Patrice Evra lässt sich von Barrero ausspielen, der Mexikaner mit Tempo in Richtung Strafraum, wo Abidal zu spät kommt und Barrero von den Beinen holt. Blöd von Abidal, aber wie sich vorher der französische Kapitän von Barrero hat vernaschen lassen, offenbarte das gesamte französische Leid. Es passte einfach nicht. Blanco, das mexikanische Urgestein, verwandelte sicher zum 2:0, ließ Lloris mit dem präzisen Elfmeter keine Chance. 10 Minuten waren noch zu spielen, Mexiko verdiente sich die Führung mit guter Taktik und schnörkelloser Offensive. Und vom französischen Mittelfeld in der zweiten Halbzeit überhaupt nichts mehr zu sehen. Diaby hat aber noch mitgespielt, glaube ich. Gesehen habe ich ihn kaum.

11 Spieler in blau verlieren am Ende gegen ein kämpferisches und teilweise auch spielerisches sehr überzeugendes Team aus Mexiko mit 0:2. Die Hochzeitsglocken können zu läuten beginnen. Au revoir, les bleus! Da hatte ich mir trotz der Querelen im Team ein wenig mehr versprochen. Können wir eben alle noch ein wenig Cielito Lindon singen. Ay, ay, ay, ay, Canta y no llores!

Thema: WM 2010 | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 16. Juni 2010 – Schweizer Optimismus

Mittwoch, 16. Juni 2010 14:34

“Bemerkenswert offensiv war am Dienstag auch die Kommunikation des Verteidigers Philippe Senderos. Er verblüffte ausländische Journalisten, indem er in fünf verschiedenen Sprachen fliessend Auskunft gab – doch ob er Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch oder Deutsch sprach, er versprühte dasselbe: Selbstbewusstsein. Mit der Ruhe eines sanften Riesen sagte er, die Schweizer hätten eine grosse Chance und nichts zu verlieren, sie müssten angreifen – und Senderos schien kaum zu bezweifeln, dass die Bemühungen von Erfolg gekrönt würden. Wer die Schweizer nicht näher verfolgt, wäre niemals auf die Idee gekommen, dass die Equipe in den letzten fünf Spielen nie gewonnen und nur zwei Tore erzielt hat.”

Benjamin Steffen/Neue Zürcher Zeitung über die Stimmung im schweizer Lager vor dem Spiel gegen Spanien.

Thema: WM 2010, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 15. Juni 2010 – Carragher lobt Deutschland

Dienstag, 15. Juni 2010 21:38

Weil ja heute alle in Deutschland auf Jamie Carragher, englischer Nationalspieler vom FC Liverpool, einschlagen und ihn für seine Aussagen zum WM-Ball lächerlich machen, vielleicht noch mal der Hinweis darauf, was Carragher noch über Deutschland gesagt hat.

“I don’t know what their mindset is but what they may have is a belief of always being there at the end of a tournament. Maybe that continues. It is similar to what we have at Liverpool where you are known for getting late goals no matter who is on the pitch. You just believe you are going to do it [...] If you look at Germany and the names come up, you wouldn’t say they roll off the tongue. But then when you see them in action and how they played against Australia, it was very impressive. The manager has done a great job [...] Ozil was outstanding. Right from the first two touches you could tell he had a bit of class with his left foot. You could tell straight away he is a talented player.”

Schade, dass in der deutschen Medienlandschaft diese Aussagen mal wieder verschwiegen wurden.

[via The Independent]

Thema: WM 2010, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe E #1, Niederlande – Dänemark

Montag, 14. Juni 2010 13:03

[15h19] Endstand Niederlande – Dänemark 2:0

Wenn Elia im nächsten Spiel nicht startet, weiß ich es auch nicht. Er war der entscheidene Mann, brachte viel Schwung in die letzten 15 Minuten rein. Dann boten sich auch den Niederlanden wieder zahlreiche Chancen. Kein gutes Spiel, aber der Sieg der Niederlande war nie wirklich gefährdet.

[15h13] Und um ein Haar das 3:0, aber Simon Poulsen kann gerade noch vor der Torlinie klären, nachdem die Niederlande wieder schnell über die Flügel gespielt haben und in der Mitte Affelay an den Ball kam, aber Poulsen mit großartiger Rettungsaktion.

[15h10] 2:0, Dirk Kuyt, 85. Minute

Das war mal stark, direkt und hervorragend gespielt! Traumpass von Sneijder in die Schnittstelle zu Elia, der den Ball an Sörensen vorbei an den Innenpfosten schiebt. Den Abpraller schiebt Kuyt über die Linie. Entscheidung in diesem Spiel – und einmal haben uns die Niederlande gezeigt, was sie offensiv imstande sind zu leisten, wenngleich Dänemark – auch im Vergleich zur ersten Halbzeit – mal wieder Meilen von den Gegenspielern entfernt standen.

[15h06] 10 Minuten noch. Dänemark in der zweiten Hälfte offensiv praktisch nicht exsistent. Die Holländer brauchen wenig um das Spiel hier sicher über die Zeit zu bringen. Hin und wieder nochmal Aufsehen, eben als Sneijder einen Schuss an die Querlatte setzt, war noch abgefälscht von Agger. Eines der wenigen Highlights. Von Hollands Offensive hätte gerne mehr kommen können.

[15h02] Van Persie auch nur mit einer durchschnittlichen Leistung. Für ihn ist Feierabend, Ibrahim Affelay kommt für die letzten 15 Minuten.

[14h58] Fünf Minuten im Spiel und Elia rechtfertigt seine Aufstellung schon. Macht viel Druck über die linke Seite, erneute Flanke, die Dänen bekommen den Ball nicht weg. Van Bommel kommt aus dem Rückraum, dribbelt sich um einen Gegenspieler, scheitert aber an Sörensen, der den Ball ans Außennetz lenkt. Schöne Aktion.

Wechsel bei Dänemark: Thomas Khalenburg geht, und das Supertalent von Ajax kommt. Christian Eriksen. Wenger soll an dem Mittelfeldspieler dran sein, munkelt man.

[14h55] Highlight bisher in der zweiten Halbzeit. Superzeitlupen von Kopfbällen, bei denen der Schweiß der Spieler wie eine kleine Wasserfontäne in die Luft steigt und in der Mittagssonne glitzert.

[14h52] Hamburger Wechsel bei den Niederlanden. Elia kommt für Van der Vaart. Jetzt HSV gegen ehemals HSV. Und das Spiel plätschert dem Ende entgegen.

[14h46] Niklas Bendtner hat nur Luft für eine gute Stunde. Er verlässt den Platz, Olsen bringt Mikkel Beckmann, offensiver Mittelfeldspieler. Mal sehen, ob er trotzdem Stürmer spielt.

[14h44] Bei den Dänen mittlerweile Grönkjaer für Enevoldsen in der Partie, was am Aggregatzustand der zweiten Hälfte nicht viel verändert hat. Niederlande spielbestimmend, gute Chance durch Van der Vaart. Dänemark schafft es nicht mehr defensiv so eng am Mann zu stehen wie in den ersten 45 Minuten.

[14h37] Irgendwer muss den Dänen etwas in den Tee gegeben haben, spielen jetzt völlig verunsichert. Fürchterlicher Fehlpass von Simon Kjaer, direkt auf Van der Vaart, der Van Persie schickt, aber Sorensen ist rechzeitig draußen und zudem verstolpert der Star vom FC Arsenal auch noch den Ball. Er hätte alles klar machen können. Weiterhin keine gute Leistung der holländischen Offensive, aber immerhin ist die dänische Defensive so löchrig, dass auch so sich Chancen bieten.

[14h31] 1:0, Eigentor Simon Paulsen, 46. Minute

Dann muss es eben so gehen. Und für Dänemark der Worst Case. Nicht mal 40 Sekunden in der zweiten Hälfte gespielt, und die Niederlande gehen in Führung. Flanke Van Persie , in der Mitte Chaos in der dänischen Abwehr, Simon Paulsen mit völlig verunglückter Kopfballabwehr, köpft nebenbei noch Agger an, von dessen Rücken der Ball endgültig seinen Platz im Tor findet. Direkt neben den Pfosten, keine Chance für Sorensen.

[14h30] Beginn 2. Halbzeit

[14h15] Halbzeit Niederlande – Dänemark 0:0

Die dänische Strategie geht voll auf. Hinten sicher stehen, viel Laufarbeit verrichten, Chancen verhindern, die Passwege auf die Stürmer zustellen. Deswegen wenige klare Torgelegenheiten für die Niederlande. Zumal sie trotz sehr viel Ballbesitz und gutem Kombinationsspiel vor allem in den ersten 15 Minuten noch zu viele Fehler im Aufbauspiel haben. Dänemark mit zwei, drei brauchbaren Angriffen, die auch zu passablen Chancen führten. Wäre sogar die Führung drin gewesen. Aber so geht das 0:0 in Ordnung.

[14h13] Fritz von Thurn und Taxis: “Eine typische de Jong-Aktion, ohne Rücksicht auf Verluste”. Van Persie hatte gerade eine ganz gute Chance aus aussichtsreicher Position, trifft aber nur die Kameras hinter dem Tor. Kein wirklich gutes Spiel. Fast 60% Ballbesitz für die Niederlande – alles für die Katz.

[14h07] Die Dänen haben Blut geleckt, nächster guter Angriff. Bendtner macht ein gutes Spiel, hält den Ball gut. Diesmal setzt er Kahlenberg mit einem schönen Steilpass in Szene. Doch der Wolfsburger scheitert am Torwart der Niederlande. Nur Eckball. Aber Dänemark in den letzten Minuten mit den besseren Chancen und mehr Zug zum Tor.

[14h03] In der 33. Minute das erste Mal so richtig Gefahr vor dem dänischen Tor, weil die Niederlande Platz und Zeit haben den Angriff abzuschließen. Kuyt mit flacher Hereingabe von rechts, in der Mitte Durcheinander, letzlich geht der Ball irgendwie abgefälscht leicht über das Tor.

Dänemark mit sporadischen Angriffen. Schuss von Rommedahl, aber direkt auf den Keeper. Keine Probleme für Stekelenburg. War mehr drin.

[13h56] Es bleibt dabei. Niederlande versuchen alles um die Dänen unter Druck zu setzen. Klappt aber nicht, weil die Dänen gut stehen, und man selbst noch zu viele Fehler macht.

Beste Chance des Spiels für Dänemark. Flanke von der rechten Seite durch Rommedahl, in der Mitte Bendtner mit dem Kopfball, aber knapp daneben. Das erste Mal, das Dänemark überhaupt einen Angriff sinnvoll abschließen kann.

[13h46] Viertelstunde durch. Fritz von Thurn und Taxis hat das Spiel gerade als “langweilig” bezeichnet. Ich finde es hochinteressant, weil man gerade sehr schön sehen kann, wie man den Niederländern den Zahn ziehen kann. Dänemark beherrscht es perfekt, die Räume dicht zu machen. Vor der Viererkette noch einmal zwei kleine Reihen, die das Mittelfeld zustellen. Dazu viel Laufarbeit, gutes Verschieben und Ergänzen. Fällt den Niederlanden schwer damit umzugehen. Bemüht sind sie zwar, Ball läuft auch einigermaßen passabel, aber Dänemark bis dato mit sehr guter Defensivleistung.

[13h40] Das sieht schon sehr fein aus, wie sich die Niederlande da durch das Mittelfeld dribbeln und kombinieren. Für den Gegner in der Defensive eine Herkulesaufgabe, möglichst immer vor dem Gegner am Ball sein, am besten noch doppeln. Verdammt viel Laufarbeit für die dänische Defensive. Bis jetzt gelingt ihnen das aber ganz gut, die Niederlande kommen trotz sehr viel Ballbesitz noch zu kaum erwähnenswerten Torchancen.

[13h37] Journalisten, die im Stadion sind, melden via Twitter wieder zahlreiche leere Plätze. Dank der orange-farbigen Sitze manchmal nicht zu unterscheiden, ob da jetzt ein Fan der Niederlande sitzt oder ob das eine leere Plastikschale ist.

[13h35] Wesley Sneijder mit einem ersten kleinen Annährungsversuch. Freistoß aus fast 40 Metern, direkt aufs Tor gezogen, aber mindestens drei Etagen drüber. Ob er wirklich dachte, dass er damit den Torwart überwinden könnte?

[13h30] Beginn 1. Halbzeit

Und los geht es. Dänemark in weiß mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte. Die Niederlande in gewohnt orange.

[13h29] Die Aufstellungen im Soccer City Stadium zu Johannesburg

Niederlande: Stekelenburg – Van der Wiel, Heitinga, Mathijsen, van Bronckhorst – Kuyt, Van Bommel, Sneijder, de Jong – Van der Vaart, van Persie

Dänemark: Sorensen – Agger, Kjaer, Jacobsen, Simon Poulsen – Jorgensen, Christian Poulsen, Enevoldsen, Kahlenburg – Rommedahl, Bendtner

Also kein Robben bei den Niederländern, Van der Vaart dafür, Kuyt kommt über die rechte Mittelfeldseite, zwei Sechser mit de Jong unv Van Bommel. Bei den Dänen Bendtner fit, Sorensen mit seinem ersten Pflichtspiel seit April. Augenmerk auf Simon Kjaer, der in Parlermo in der Serie A eine sehr gute Saison gespielt hat.

[13h21] Grüße nach Hamburg. Kai bloggt bei Allesaussersport.

[13h19] So, bin wieder an der Tastatur. Anruf hatte mich davon abgehalten. Fritz kommentiert bei Sky.

[13h03] Erster Auftritt des Mitfavoriten Niederlande bei dieser WM. Vielleicht das Team mit der besten Offensive. Gegner Dänemark mit kleinen Außenseiterchancen in dieser Gruppe, aber nicht völlig chancenlos.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis