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Europa League 2009/2010 Zwischenrunde, Werder Bremen – Twente Enschede

Donnerstag, 25. Februar 2010 20:27

[23h02] Gute Nacht aus Düsseldorf. Morgen der nächste spannende Fußballtag, wenn der FC Portsmouth aller Voraussicht nach Insolvenz anmelden wird. Mehr dazu dann morgen.

[23h00] In Valencia gibt es noch Verlängerung. Hier die Partien des Achtelfinals. Gespielt wird am 11.03., die Rückspiele finden eine Woche später am 18. März statt.

  • Hamburger SV – RSC Anderlecht
  • Rubin Kazan – VfL Wolfsburg
  • Atletico Madrid – Sporting Lissabon
  • Benfica Lissabon – Olympique Marseille
  • Panathinaikos Athen – Standard Lüttich
  • OSC Lille – FC Liverpool
  • Juventus Turin – FC Fulham
  • Brügge/FC Valencia – Werder Bremen

[22h56] Endstand Werder Bremen – Twente Enschede 4:1

Mit ein paar kleinen Ausnahmen, insbesondere zwischen der 30. und 40. Minute und zu Beginn der zweiten Hälfte, ein guter Auftritt von Werder. Offensiv überzeugend wie immer, defensiv weiter ein wenig instabil. Zum Glück wurde man nicht allzu oft gefordert. Trotzdem eine Leistung, welche die Mannschaft weiterbringen wird, auch für das Selbstvertrauen in der Liga.

[22h49] Lille macht das 1:1 bei Fenerbahce Istanbul und wäre damit im Achtelfinale. Torschütze Adil Rami in der 85. Minute

[22h47] Meine Güte, ist das unansehnlich in Turin. Del Piero geht vier Minuten vor dem Spiel in die Kabine, Juve mit gefühlt 11 Defensivspielern jetzt. Ajax fällt nicht ein, eher macht Trezeguet das 1:0, scheitert mit seinem Kopfball aber an Stekelenburg.

[22h45] In Bremen plätschert die Partie dem Schlusspfiff entgegen. Noch acht Minuten, Enschede hat sich aufgegeben. Werder tut nur noch das Nötigste.

Borowski kommt für Mezut Özil.

[22h40] Sporting Lissabon – FC Everton 2:0, Pedro Mendes, 76. Minute

Damit verabschieden sich die Toffees wohl aus der Europa League. Brauchen ein Tor für die Verlängerung, haben aber bisher nur defensiv agiert. Offensiv ging wenig.

[22h38] Martin Jol spielt seine letzte Trumpfkarte aus, bringt Rommedahl für den ganz schwachen Enoh. Ajax Amsterdam braucht weiterhin ein Tor, aber Juve denkt gar nicht daran, irgendwas zu tun, was die Defensive gefährden könnte.

[22h36] Toller Konter von Werder. Özil und Almeida im Doppelpass, der Portugiese nach Flanke von Özil mit tollem Kopfball, aber exzellent gehalten von Boschker.

Wechsel Werder: Marin geht, Ayik kommt.

[22h33] 20 Minuten noch in Bremen zu absolvieren, Werder macht wieder zu wenig. Zum Glück fällt Enschede momentan auch nicht so viel ein. Aber man hat, wenn Werder defensiv gefordert wird, immer das Gefühl, das könnte sofort schiefgehen.

[22h29] Sporting Lissabon – FC Everton 1:0, Miguel Veloso, 64. Minute

[22h28] Ich dachte, ich könnte es jetzt mir mal wieder leisten bei Juve gegen Ajax vorbeizuschauen. In den fünf Minuten, in den ich zuschaue, kein wirklich ansehnliches Spiel. Juve zwar optisch überlegen, Ajax steht immer noch hinten drin und traut sich gar nicht nach vorne. Juve könnte den Sack fast zumachen, zumal defensiv die Italiener kaum was zulassen. Und ein 0:0 reicht Juve ja.

[22h25] Deckel endgültig drauf in Wolfsburg. Grafite mit dem 4:1, 64. Minute

[22h22] Werder – Enschede 4:1, Claudio Pizarro, 59. Minute

Und im Gegenzug dann der Ausbau der Führung für Werder. Ganz entscheidene Minuten in diesem Spiel mit glücklicherem Ausgang für Werder. Özil mit schöner Vorbereitung, Pizarro mit dem Flachschuss ins Tor. Boschker war noch dran.

Bargfrede kam bei Werder für Niemeyer.

[22h20] Wenn durch Düsseldorf-Pempelfort eben ein lautes, langgezogenes “Neeeiiiiiiiin” ging, dann war das mein Schrei, bevor Parker geschossen hat. Werder wieder mit der Abseitsfalle, gelingt nicht, Parker völlig frei, nur noch Vander vor sich, knallt den Ball an den Innenpfosten. Und dann kam ein kurzes, aber sehr leises Yes von mir.

[22h18] Erst in vier Spielen des Abends sind Tore gefallen. Werder und Wolfsburg liegen vorne, Fenerbahce wäre momentan weiter, Valencia gegen Brügge ginge in die Verlängerung. Und noch keine Tore in der zweiten Halbzeit europaweit.

[22h17] Immerhin, Werder spielt jetzt wieder häufiger nach vorne, beschäftigen die Niederländer in ihren eigenen Reihen. Also nur mit Hoffen und viel Zuversicht gelingt das Weiterkommen nicht. Und Twente hat gezeigt, dass sie, wenn man sie beschäftigt und unter Druck setzt, verwundbar sind. Nur muss Werder dann mehr eigene Akzente setzen.

[22h13] Werder wartet darauf, dass Enschede mehr und mehr Risiko geht und sich dann Räume zum Kontern ergeben. Enschede scheut noch das allerletzte Risiko – und von daher ist es ein eher lahmer Auftakt in die zweite Hälfte. Werder im Mittelfeld ein wenig sehr passiv. Böse formuliert: Wenn man weiter so spielt, hat man Enschede hier bald wieder voll im Spiel.

[22h08] Beginn 2. Halbzeit

[22h06] Sollte Werder das Achtelfinale erreichen, dann ginge es gegen den Sieger aus Brügge gegen Valencia. Hätte ja mal wieder Lust auf ein Duell gegen die Spanier im Mestalla. Da gab es ja mal eine große Leistung in der Champions League.

[21h52] Halbzeit Werder Bremen – Twente Enschede 3:1

Werder ist auf einem guten Wege. Man hat nach holprigem, aber bemühten Start die Fehler von Enschede hervorragend in Tore umgemünzt. Als man 3:0 vorne lag, schlich sich dann wieder die Fahrlässigkeit ein. Völlig unnötiges Gegentor, wieder über außen, wieder durch einen langen Pass. Wie immer. Danach kam Enschede besser ins Spiel, gegen Ende der ersten Hälfte Werder aber wieder zielstrebiger nach vorne. Noch alles offen, aber ein gute Basis ist schon einmal gelegt.

[21h50] Freistöße von Marcus Senna sind stets gefährlich, Villarreal hat also noch einen Fuß in diesem Spiel. Muss über Standards den Anschluss herstellen. Gelingt aber noch nicht. Halbzeit in Wolfsburg. Die Wölfe führen verdient mit 3:1 gegen das Yellow Submarine.

[21h45] Wolfsburg – Villarreal 3:1, Christian Gentner, 41. Minute

[21h45] Das Anschlusstor hat Twente richtig gut getan, machen die Räume jetzt enger, stehen näher am Mann, gewinnen Zweikämpfe und lassen vor allem nur noch wenig zu. Keine Fehler mehr im Spielaufbau. Werder tut sich schwer in den letzten Minuten, man hat sich vielleicht auch schon ein wenig zu sicher gefühlt. Gibt aber weiterhin Räume zum Kontern, doch Werder rückt nur behäbig nach.

[21h41] Fenerbahce Istanbul geht mit 1:0 gegen den OSC Lille in Führung. Torschütze Emre in der 35. Minute. Fener bei dem Spielstand im Achtelfinale aufgrund des Auswärtstores.

[21h38] Werder-Enschede 3:1, Luuk De Jong, 33. Minute

Da war ich mal gerade für ein paar Minuten auf der Option von Juve gegen Ajax um zu schauen, was Diego macht – und dann Werder mit der ersten defensiven Nachlässigkeit. Und wieder über die Außen, diesmal über links, wo Janssen einen langen Pass mustergültig mitnimmt, super Flanke in der Mitte, Mertesacker zu weit weg von De Jong, und gegen den präzisen Kopfball hat Vander keine Chance. Und ich schalte nicht mehr um.

[21h34] Derweil hat Villarreal den Anschluss gemacht, nur noch 1:2 durch Capdevila in der 30. Spielminute.

[21h32] Werder – Enschede 3:0, Naldo, 27. Minute

Kann man das sagen, dass das erste Auflösungserscheinungen bei Twente sind. Werder wieder mit schnellem Spiel, Enschede zu passiv im Zweikampfverhalten, zwei Pässe hebeln die ganze Abwehr aus. Almeida scheitert zunächst, Naldo kann dann mit geschickter Körpertäuschung den schon am Boden liegenden Boschker überwinden. Kaum Gegenwehr. Es läuft.

[21h31] Werder hat verständlicherweise erstmal den Fuß vom Gas genommen und lässt Enschede jetzt machen. Viel kommt dabei nicht herum, wirken ziemlich geschockt. Werder greift trotzdem früh an und versucht dann hin und wieder schnelle Konter zu setzen.

[21h28] Und Twente Enschede völlig von der Rolle. Özil scheitert an Boschker, den Abpraller setzt Almeida an den Pfosten. Um ein Haar das 3:0. Twente kaum noch mit Entlastung.

[21h26] Werder – Enschede 2:0, Claudio Pizarro, 21. Minute

Das läuft bisher richtig gut für Werder. Dritte gute Chance, zweites Tor. Und wieder schön herausgespielt. Enschede mit kapitalem Fehler im Spiel nach vorne, Marin schaltet am schnellsten, bedient Özil, der sich wunderbar durchdribbelt, Pizarro völlig frei, muss das klare Zuspiel nur noch locker einschieben. Klasse gespielt.

[21h20] Werder – Enschede 1:0, Claudio Pizarro, 15. Minute

Sehr viel besser hätte man sich das aus deutscher Sicht heute Abend nicht vorstellen können. Wolfsburg schon mit einem Bein im Achtelfinale – und dann zieht Werder nach. Toller Spielzug über Özil, der auf Almeida rauslegt. Präzise Flanke in die Mitte, wo Pizarro als erster am Ball ist und zum 1:0 aus kurzer Distanz einnetzt.

[21h19] VfL Wolfsburg – Villarreal 2:0, Eigentor Angel, 15. Minute

Wolfsburg belohnt sich für ein richtig gutes Spiel. Grafite mit der Hereingabe von rechts, der Ball springt dann Platzfehler unglücklich ab gegen das Knie von Angel, der den Ball dann ganz unglücklich ins eigene Tor abfälscht. Keine Chance für Lopez.

[21h17] Und Wolfsburg könnte hier auch schon 3:0 führen, wenn Grafite nicht zwei richtig gute Chancen vergeben hat. Einmal scheitert er an Torwart Diego Lopez und dann köpft Grafite aus bester Position daneben.

[21h15] VfL Wolfsburg-Villarreal 1:0, Dzeko, 10. Minute

Wolfsburg auf gutem Weg ins Achtelfinale. Frühe Führung für die Niedersachsen, die Spanier bräuchten für ein Weiterkommen bereits zwei Tore. Und wenn Dzeko jetzt schon trifft und dann in der Art und Weise, fangen spätestens jetzt auch in Hannover die Fans ihre Meinung für das Spiel am Sonntag zu ändern.

[21h14] Und sobald Twente mal schnell umschaltet und Werder ein wenig langsam in der Rückwärtsbewegung ist, beginnen bei mir alle Alarmglocken. Pasanen kann in letzter Minute den Angriff stoppen, Enschede war fast in Überzahl, Spieler hatten sich bereits gut in Position gelaufen.

[21h11] Werder ist ganz gut in die Partie gekommen, spielen mutig, aber kontrolliert nach vorne. Nicht zu hastig und die Außen sind was Offensivdrang angeht noch sehr vorsichtig. Abdennour bleibt fast immer in der eigenen Hälfte, Pasanen traute sich einmal in die gegnerische Hälfte. Sieht so aus, als würden Frings und Niemeyer auch erstmal den defensiveren Part übernehmen. Heißt viele Freiheiten für Marin und Özil, Pizarro lässt sich ein wenig zurückfallen.

[21h08] Erstes Tor in den Spätspielen. Der FC Valencia geht mit 1:0 gegen Brügge in Führung (1′ durch Mata) und egalisiert damit das Ergebnis aus dem Hinspiel.

[21h05] Beginn 1. Halbzeit

So, Daumen drücken. Werder in grün-weiß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten. Enschede ganz in rot.

[21h04] Hätte ja gerne N’Kufo gesehen, auch so ein Spieler, den Hannover 96 abgegeben hat und der dann richtig gut wurde. Aber egal.

[21h04] Die Aufstellungen im Weserstadion

Werder Bremen: Vander – Pasanen, Mertesacker, Naldo, Abdennour – Frings, Niemeyer – Marin, Özil – Pizarro, Almeida

Twente Enschede: Boschker – Stam, Wisgerhof, Douglas, Tiendalli – Brama, Perez, Janssen – Parker, De Jong, Ruiz

[21h00] Damit stehen folgende Partien für das Achtelfinale schon mal fest:

  • Hamburger SV – RSC Anderlecht
  • Benfica Lissabon – Olympique Marseille

Alle anderen Partien ergeben sich dann heute Abend, wenn den Qualifizierten der zweite Gegner zugespielt wird.

[20h57] Also bisher qualifiziert für das Achtelfinale: Benfica Lissabon, der Hamburger SV, RSC Anderlecht, Olympique Marseille, Panathinaikos Athen, FC Liverpool, FC Fulham und Atletico Madrid.

[20h51] Diego Forlan in der 90. Minute mit dem 2:1 für Atletico Madrid bei Galatasaray Istanbul. Damit wären die Spanier im Achtelfinale.

[20h47] Der PSV Eindhoven macht eine Minute vor Schluss das 3:2, Torschütze Koevermans. Und es gibt fünf Minuten Nachspielzeit.

[20h46] Vergessen zu erwähnen vorhin: Christian Vander spielt im Tor. Wiese fällt mit Adduktorenverletzung knapp zwei Wochen aus.

[20h45] Kurz vor Schluss führt der RSC Anderlecht mit 4:0 gegen Athletic Bilbao und würde damit im Achtelfinale auf den Hamburger SV treffen. Auch Panathinaikos Athen, der FC Liverpool (3:1 bei Unirea) und Olympique Marseille (3:0 gegen den FC Kopenhagen) sind klar auf Kurs Achtelfinale. Bei den anderen Partien ist es noch spannend.

[20h38] Werder muss verletzungsbedingt auf Clemens Fritz verzichten, Pasanen geht dafür wieder auf die rechte Seite, Abdennour spielt auf links. Diesmal 2er-Sturm mit Pizarro und Almeida, im Mittelfeld Marin, Özil, Frings und Niemeyer. Hunt fehlt ebenfalls mit Verletzung. Markus Rosenberg darf immerhin wieder auf der Bank Platz nehmen.

[20h36] Piotr Trochowski gleicht in der 79. Minute zum 2:2 per Foulelfmeter für den HSV aus. Damit müssten die Niederländer jetzt zwei Tore fürs Achtelfinale erzielen.

[20h34] Ich will ja noch gar nicht von einem “Wunder von der Weser” sprechen, aber ich halte die Partie heute für eines der schwierigsten Spiele der letzten Jahre für Werder. Natürlich kann und muss man optimistisch in diese Begegnung gegen – und Werder tut das ja auch – trotzdem wird das heute Abend eine ganz harte Nuss, die es zu knacken gilt. Zumal Werder immer für einen defensiven Aussetzter bekannt ist. Ist für Werder eine blöde Ausgangslage. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann wäre es erstmal defensive Stabilität. Mir reicht ein 1:0 in der 87. Minute und ein Weiterkommen nach Verlängerung. Ich hoffe, ich werde erhört.

[20h33] Guy Demel darf dann auch schon mal unter die heiße Dusche und beten, dass Eindhoven kein weiteres Tor erzielt. Wobei, so richtig geholfen hat dem HSV die Überzahl ja auch nicht.

[20h30] Der HSV versucht derweil in Eindhoven mit einem Mann mehr kein weiteres Tor zu kassieren. Stimmung ist aufgeheizt, der englische Referee hat nach und nach dieses Spiel nicht mehr in den Griff bekommen. Und die Torrichter machen einen auf Profilieren. Braucht kein Fan.

[20h27] Guten Abend, mal wieder ein wenig live bloggen. Auf dem Programm stehen die Spätspiele in der Europa League Zwischenrunde, mein Schwerpunkt wird zunächst mal Werder gegen Enschede sein, hin und wieder Wolfsburg gegen Villarreal, und dann schauen wir mal, wie sich der Abend entwickelt und wie die Stream-Verfügbarkeit ausschaut. Hereinspaziert.

Thema: Fußball, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Den Ernst der Lage noch nicht erkannt

Sonntag, 7. Februar 2010 17:39

Hannover verliert mit 1:2 bei Hoffenheim. Mirko Slomka kommt nach dem Spiel zum Interview bei Sky und sagt Folgendes: “Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen.” Auch Präsident Martin Kind meldet sich am Samstagabend noch zu Wort: “Die Mannschaft kämpft, lebt und will. Das hat sie deutlich gezeigt.”

Da frage ich mich schon ein bisschen, welche zweite Hälfte Slomka und Kind in Sinsheim gesehen haben. Gut, es waren im Vergleich zu den ersten beiden Spielen in der Ära Slomka erste Ansätze einer Verbesserung zu sehen, wobei das auch nicht wirklich schwierig zu bewerkstelligen war. Trotzdem ist das von der Performance immer noch nicht so, als dass ich sagen würde, es gebe Anzeichen von Hoffnung auf eine baldige Leistungssteigerung und die Möglichkeit auch mal wieder drei Punkte einzufahren. Ich habe immer noch nicht das Gefühl, als hätte man bei Hannover 96 den Ernst der Lage erkannt. Man steht nach 21 Spielen auf Platz 16 der Tabelle mit gerade mal 17 Punkten. Da sollte man sich beziehungsweise muss man sich auch schon mal mit dem Thema Abstieg auseinandersetzen. Das ist ja nun kein Schreckgespenst mehr an der Leine, sondern leider eine durchaus realistische Konsequenz der schwachen Saison. Die nächsten drei Partien sind gegen Werder Bremen, Dortmund und Wolfsburg. Da kann mich von vorneherein von Punktgewinnen ausgehen, die sind aber endlich nötig. Von den letzten sechs Spielen in der Rückrunde hat 96 vier Hammeraufgaben zu erledigen, in Hamburg, München und Leverkusen, zudem empfängt man in der AWD-Arena Schalke 04. Es wird also endlich Zeit, dass man endlich wieder Punkte sammelt.

Trotzdem kann ich immer noch nicht sehen, dass es sowas wie Hoffnung für 96 in den nächsten Wochen geben kann. Bei allen kleinen Verbesserungen gestern bei Hoffenheim. Insbesondere das Defensivverhalten in den letzten Minuten der ersten Hälfte und die pure Harmlosigkeit nach dem Anschlusstreffer in der zweiten Hälfte waren Ausdruck einer Verunsicherung und der mangelnden Qualität in vielen Mannschaftsbereichen. Warum für Hannover 96 die nächsten Wochen nicht wirklich einfacher werden, möchte ich in fünf Punkten kurz deutlich machen:

Neuzugänge: Ich glaube schon, dass Elson und Arouna Koné eine Verstärkung für 96 bedeuten, insbesondere Koné hat mit seinem Torerfolg gezeigt, dass er eine Bereicherung sein kann. So einen Torschuss habe ich von Hanke, Forsell und Stajner die letzten Jahre nicht einmal gesehen. Gleichzeitig sind es aber eben auch nur zwei Neuzugänge in einem Team mit 11 Spielern. Der Effekt dürfte also begrenzt sein. Überhaupt ist die Transferpolitik von 96 die letzten Jahre unter aller Kanone. Mir fallen wenige Transfers ein, die wirklich in Hannover eingeschlagen haben und dem Team über mehrere Spielzeiten hinweg qualitativ geholfen haben. Da fällt es dann natürlich auch schwer von Seiten der Fans irgendwie so etwas wie Vertrauen zur Transferpolitik der Roten aufzubauen. Aus meiner Sicht machen Sportdirektor und Präsident keinen guten Job, haben es nicht geschafft, die Mannschaft wirklich zu verstärken. Wenn man Erfolg haben will und vor der Saison teilweise Wünsche wie das Erreichen der internationalen Plätze ankündigt, muss man einfach finanziell mehr investieren.

Formkrise der Spieler: Was nützen zwei gute Neuzugänge, wenn sechs bis sieben andere Spieler seit Monaten in einer Formkrise stecken. Insbesondere aus dem Mittelfeld kommen von den etablierten Spielern wie Bruggink, Stajner, Rosenthal oder Baltisch kaum Impulse. Da ist es dann für Stürmer natürlich auch schwierig sich in Szene zu setzen. Gleichwohl kann man von Mike Hanke eben aber auch mal erwarten, dass er sich ein wenig mehr bewegt, vor allem, wenn er als einziger Stürmer aufgestellt ist. Die Probleme offensiv, die Probleme aber auch defensiv. 96 lässt viel zu viele Chancen zu, die Positionen der Außenverteidiger waren nie wirklich exzellent besetzt, da lässt man viel zu viele Gelegenheiten für die Fans zu. Fromlowitz spielt höchstens eine durchschnittliche Saison. Neben den Formkrisen kommt dann eben noch eine erhebliche Anzahl von Verletzten hinzu, seit Jahren sammeln sich die Wehwehchen in Hannover. Ob man sich damit vereinsintern mal näher beschäftigt hat, warum das so ist?

Erfahrung im Abstieg: 96 hat in den vergangenen Spielzeiten zwar nie wirklich Bäume ausgerissen, aber die fehlende Erfahrung im Abstiegskampf könnte ein weiterer negativer Faktor sein. So schlecht wie jetzt stand 96 noch nie in der Tabelle da. Weiß 96 und haben es die Spieler verinnerlicht, wie Abstiegskampf funktioniert, auf was es in solchen Spielen ankommt? Ohne jetzt anderen Vereinen zu nahe zu treten, habe ich den Eindruck, dass Bochum, Köln, Freiburg, Nürnberg und auch Hertha sehr viel wissen, wie man in solchen Spielen auftritt.

Identifikationsfigur auf dem Platz: Nach dem Schicksalsschlag durch den Tod von Robert Enke hat man den Eindruck, dass es auf dem Platz nicht wirklich einen Spieler gibt, der das Team mitzieht, der die Mannschaft nach Rückständen wach rüttelt, der die Mitspieler bei guten Situationen lobt, der sie pusht in den entscheidenen Phasen des Spiels. Jemand, der mal ein Zeichen setzt, der sich auch mal mit dem Schiedsrichter anlegt (im Rahmen der Regeln natürlich). Die gesamte Mannschaft wirkt zu brav auf dem Platz. Eine Mentalität, die im kräftetreibenden und nervenzehrenden Abstiegskampf nicht zielführend ist. Natürlich war der Tod von Robert Enke eine Zäsur und eine extreme Belastung für das Team, aber so ein Ereignis muss man auch mal hinter sich lassen, so schwer es fällt. Das darf ich von solchen Menschen erwarten. Man muss dazu eben nur bereit sein.

Stimmung in Hannover: Die Fans sind enttäuscht von der Mannschaft, die hohen Erwartungen in Hannover sind mal wieder nicht erfüllt worden. Gegen Nürnberg kamen gerade mal 26.000 Zuschauer in die AWD-Arena. So etwas wie ein klares Bekenntnis zum Verein, ein Unterstützen in schwierigen Zeiten, das permanente Anfeuern während des Spiels, der Stadionbesuch auch gegen vermeintlich kleine Mannschaften – all das findet nicht mehr statt. Aber es wäre gerade in dieser schwierigen Phase sowas von notwendig. Eine Verbindung von Fans und Vereinen, scheinbar ist es dazu jetzt schon zu spät, vor allem, wenn weiterhin die Erfolge ausbleiben. Auch das kann ein entscheidener negativer Faktor im Abstiegskampf sein. Wenn ich sehe, wie die Hertha zum Beispiel versucht ihre Fans im Abstiegskampf zu mobilisieren, wenn ich feststelle, wie die Fans des 1. FC Nürnberg ihr Team anfeuern und das mit der derzeitigen Stimmung in Hannover vergleiche, sind da riesengroße Unterschiede zu erkennen. Wo ist das Aufeinanderzugehen beider Gruppen, wo ist das Entgegenkommen des Vereins gegenüber den Fans. Wenn der Verein eine solch lethargische Außendarstellung abgibt, wie soll da irgendein Funke der Mobilisierung auf die Fans überspringen? Im Moment wirkt das alles so, als bereite man sich schon auf die eigene Beerdigung vor. Die hannoverschen Medien haben nach der Verpflichtung von Slomka zumindest ein, zwei Tage versucht sowas wie Aufbruchstimmung zu konstruieren. Da war sogar von “Slobama” zu lesen. Im Nachhinein hat das eher geschadet als genutzt, und die Aufbruchstimmung hat auch nicht lange angehalten. Mittlerweile gibt es auch in den Medien nur noch selten positive Artikel über 96.

All das sind nur einige von vielen Puzzleteilen, die das derzeitige Innenleben und Außenbild von Hannover 96 ausmachen. Es ist schlimm – und ich habe den Eindruck, dass viele das noch gar nicht begriffen haben. Momentan sehe ich den Abstieg als sehr viel wahrscheinlicher als den Klassenerhalt. Da sind Verbesserungen in Hoffenheim ein kleines positives Puzzleteil in einem Strom von vielen negativen. Noch möchte ich mir nicht ausmalen, was passiert, sollte 96 absteigen. Das wäre für die Stadt, den Verein und die ganze Region eine mittlere Katastrophe. Und das Positive ist ja, dass noch genug Zeit da ist um die Entwicklung umzukehren. Nur muss man damit jetzt langsam mal anfangen. Weg von den Durchhalteparolen – sondern auf die Spieler setzen, die sich wirklich dafür einsetzen den Klassenerhalt schaffen zu wollen. Und wenn dann eben nur 14 übrig bleiben, dann hat der Kader für ein Spiel eben nur so viele. Und dann reicht es eben von der sportlichen Führung auch nicht zu sagen, dass dann irgendwann auch mal ein Sieg rausspringen muss, wie Herr Slomka das zur Protokoll gab. Die Mannschaft will, wie Herr Kind ausführt, ist schlicht übertrieben. Da waren gestern mindestens die Hälfte, die nicht wollen oder eben nicht können. Wobei das im Endeffekt diegleichen Auswirkungen für die Mannschaft hat. Aber eben nicht für die sportliche Führung. Denn die hätte sehen müssen, dass das Team mehr Verstärkungen braucht, gerade auch aufgrund der Anfälligkeit von Verletzungen. Wenn Slomka meint, er könne seinem Team keinen Vorwurf machen, übersieht er weite Teile der zweiten Hälfte. Das ist schlicht realitätsfremd, wie so vieles gerade bei Hannover 96. Wenn man sich nicht endlich mit der Wirklichkeit anfreundet, dann gehen langsam aber sicher die Lichter aus.

Thema: Fußball | Kommentare (5) | Autor: medispolis

Review aufs Sportwochenende

Sonntag, 17. Januar 2010 19:04

Ob ich ein schönes Wochenende hatte, beurteile ich zum großen Teil danach, was ich gemacht habe, wen ich gesehen und was an Ereignissen nächste Woche ansteht. Und zu einem kleinen Teil eben auch an den sportlichen Ereignissen von Freitag bis Sonntag. Gradmesser sind dabei immer die Leistungen von Werder, Hannover 96, dem FC Arsenal und den Hannover Scorpions. Auch wenn das nur ein kleiner Teil meines Wohlbefindens ist, kann es ein gutes Wochenende schon mal ein wenig schlechter machen oder natürlich auch umgekehrt. Und gehe ich mit schlechter Laune am Montagmorgen aus dem Haus zur Uni, dann hat es meistens mit den sportlichen Ereignissen der letzten Tage.

Fragt mich einer nach diesem Wochenende, weiß ich eigentlich so gar nicht, wo ich es einordnen soll. Tendenziell eher negativ. Daran können auch die durchwegs guten Leistungen der Hannover Scorpions nichts ändern. Heimsieg am Freitag gegen Augsburg, heute zwar eine Niederlage im Penaltyschießen gegen die stark formverbeserten Pinguine aus Kreefeld. Aber vier Punkte mehr, weiterhin auf Platz drei und alle Chancen offen sich am Saisonende unter den ersten sechs der Tabelle zu platzieren. Von daher war das aus Eishockey-Sicht ein doch gutes Wochenende.

Was man vom Fußball nicht unbedingt behaupten kann. Werder Bremen verlor in Frankfurt mit 0:1 und verpatzt den Rückrundenauftakt. Vor sechs Wochen sprach Klaus Allofs noch von der Meisterschaft, heute gab es die Standpauke für die Spieler und die Erwähnung des ach so tollen Begriffes “Mittelmaß”. Und genau da steht Werder zumindest von der Form der letzten Wochen auch. Im Prinzip war die Leistung in Frankfurt eine Fortsetzung der Performance gegen Schalke und Hamburg. Viel zu lethargisch, nicht zielstrebig, halbherzig im Spielaufbau. Als wollte man dieses Spiel gar nicht gewinnen oder hoffte, Frankfurt würde mit einem spektakulären Eigentor für den Sieg der Hanseaten sorgen. Özil war alles andere als präsent auf dem Platz, Marin tauchte insbesondere in der zweiten Hälfte auch ab. Dann ist es klar, dass Rosenberg, Pizarro und Almeida vorne keine Impulse setzen können. Wenn es überhaupt etwas Positives zu erwähnen gab, dann das Debüt vom Linksverteidiger Abdennour. Hatte einige gute Ansätze. Wenn er das noch ein wenig verbessern kann, wird das ein vielversprechender Transfer. Weitere Einschätzungen zum Werder-Spiel in Frankfurt gibt es bei Meine Saison.

Bei Hannover 96 herrschen derzeit die Alarmglocken nach der peinlichen Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin. Wühlt man sich durch die Fanforen und die Kommentare unter den Artikeln der Hannoverschen Allgemeine, sieht man nur Frustabbau und das Infragestellen von nahezu allen Elementen im Verein, Trainer wie Spieler, Präsident. Nur die Fans will keiner entlassen. Zu allem Übel kommt jetzt noch die Verletzung von Ya Konan, der fast zwei Monate ausfallen wird. Wobei der Sturm gar nicht das größte Problem ist. Mit Stajner, Schlaudraff und auch Hanke sind hier Alternativen zumindest vorhanden. Sorgen macht mir auch für das Auswärtsspiel in Mainz die Abwehr. Schulz fehlt wegen der 5. gelben Karte, Karim Haggui ist noch mit Tunesien beim Afrika-Cup. Mario Eggimann hat gestern gezeigt, dass er in seiner momentanen Form keine Verstärkung und ein adäquater Ersatz ist, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Und so hängt die Zukunft von Trainer Bergmann und auch ein bisschen des Vereins am nächsten Spiel in Mainz. Sollte dort nicht gewonnen werden, dann dürfte die Amtszeit von Bergmann beendet sein. Und die Vorzeichen sprechen ja nun wirklich nicht gerade dafür, dass Hannover in Mainz gewinnt. Personalprobleme, Selbstvertrauen, das jenseits von gut und böse sein wird, extremer Druck gewinnen zu müssen, dazu ist Mainz noch das fünftbeste Heimteam der Liga. Natürlich ist es jetzt ein leichtes zu sagen, man sollte Andreas Bergmann entlassen. Trotzdem finde ich die jetzige Strategie richtig. Vielleicht gelingt ja doch ein Coup in Mainz und mit Selbstvertrauen dann ein Sieg gegen Nürnberg – und dann sieht die Tabellenkonstellation schon ganz anders aus. Bergmann bekommt noch eine Chance, seine letzte.

Äußerst erfreulich hingegen das Ergebnis des FC Arsenal. Die Gunners gewannen 2:0 in Bolton dank eines wieder mal überragenden Cesc Fabregas. Man festigt damit Platz 3 und hat jetzt sieben Punkte Vorsprung auf Manchester City. Bolton zeigte sich unter dem neuen Trainer Owen Coyle in vielerlei Hinsicht schon stark formverbessert, konnte die vielen Chancen aber nicht nutzen. Arsenal insgesamt mit einer guten Leistung im Spiel nach vorne, man ließ aber defensiv zu viele Möglichkeiten für die Wanderers zu. Insbesondere in den ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit bettelte man förmlich um den Ausgleichstreffer. Aber am Ende ist alles gut gegangen. Noch erwähnenswert: Craig Eastmond, 19-jähriger Engländer, gab beim FC Arsenal heute sein Premier League Debüt von Beginn an.

Thema: Fußball, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Vorschau Bundesliga-Rückrunde: Hannover 96

Freitag, 15. Januar 2010 10:23

Abschließend einige Gedanken der Sportblogger zur Situation bei Hannover 96 vor der Rückrunde. Weil letztens irgendwo auch die Frage aufkam, welchem Team ich näher stehe, also Werder oder 96, dann ist das ganz klar Bremen. Ich finde nach wie vor, dass bei 96 nicht so alles läuft, wie es laufen konnte. Ich tue mich immer schwer mich als richtiger 96-Fan zu identifizieren, nichts desto trotz habe ich für den Verein zumindest große Sympathien und beobachte regelmäßig, was im Verein und im Umfeld passiert. Infos zur Bundesliga-Rückrundenvorschau der Sportblogger finde sich zu Beginn dieses Eintrags an dieser Stelle.

Wie gut klappt es mit Trainer Andreas Bergmann? Ich kenne Bergmann aus seiner St. Pauli-Zeit nicht unbedingt als mitreißendsten Trainer. Kann so ein Charakter in Hannover überhaupt langfristig arbeiten?

medispolis: Schwierige Frage. Bergmann ist alles andere als ein mitreißender Trainer, sondern wirklich eher ruhig und besonnen, in der Außendarstellung und wohl auch im Umgang mit seinen Spielern. Bei den Fans ist er unglaublich beliebt, bei den Spielern auch. Im Vereinsumfeld ist er längst nicht mehr so unumstritten wie zu Beginn seiner Tätigkeit. Martin Kind hatte um den Jahreswechsel herum von Bergmann einen energischeren Umgang mit seinen Spielern gefordert, Bergmann sei zu weich und freundlich mit seinen Spielern.

Nach der peinlichen Leistung im Testspiel gegen Union Berlin ist Schmadtke dann ja mit der Mannschaft Schlitten gefahren und hat wohl eine ziemlich drastische Kabinenansprache in der Halbzeit geliefert. Könnte ich mir bei Bergmann nie vorstellen, deswegen hat es wohl auch der Sportdirektor gemacht. Bergmann ist nach dem Tod von Enke eigentlich nur einmal deutlich geworden, als er seine Spieler ermahnte, man dürfe sich leistungsmäßig nicht hinter dem Tod von Enke verstecken. Dann kam das 2:3 gegen Bochum nach 2:0-Führung. Und seitdem hängt das alles so ein bisschen in der Schwebe in Hannover. Entscheidend wird der Rückrundenstart. Heimspiele gegen Hertha und Nürnberg, dazwischen auswärts in Mainz. Wenn dort nicht ordentlich gepunktet wird (optimal wären sechs Punkte aus den beiden Heimspielen), glaube ich dürfte Bergmann sehr schnell weg sein.

Kurtspaeter: Interessant finde ich die Tatsache, das man aus der Zeit bei St.Pauli ganz andere Stimmen zu Bergmann hört. Demnach hat er sich (vorallem gegen Ende) den Fans gegenüber als extrem arrogant und den Spielern gegenüber als eher unflätiger Derrwisch dargestellt. Ich sehe das aber ähnlich, wenn Hannover gut in die Rückrunde kommt, dann bleibt er bis zum Saisonende.

Ist es richtig, durch das Abhängen von Enkes Trikots zum Rückrundenbeginn das Thema “Enke” schon wieder auf den Tisch zu bringen?

medispolis: In Hannover zumindest war das Thema Enke nie wirklich unter dem Tisch. Und das scheint wohl auch das größte Problem gewesen zu sein in den letzten Spielen der Hinserie. Von daher finde ich es angebracht, das Trikot abzunehmen, auch wenn dann das Thema noch einmal ausführlich besprochen wird. Aber das dauerte gar nicht so lang. Scheinbar haben sich die meisten damit abgefunden, dass das Trikot jetzt weg ist, die Diskussion ist sehr schnell zu Ende gegangen. Und ich denke, es hilft auch den Spielern.

Heinzkamke: Der Zeitpunkt in der Winterpause war meines Erachtens richtig gewählt (wenn auch vielleicht so nicht vorgesehen). Der Gedanke, man hätte es wenige Spieltage vor Schluss getan, unter Betonung irgendeines medial intensiv aufbereiten Zusammenhangs zwischen Trikot und Mannschaftsleistung, ist mir deutlich unangenehmer.

Enno: Für mich ist Hannover der Abstiegskandidat Nummer Eins. Die Mannschaft kann nicht mehr gewinnen, das ist jetzt schon offensichtlich und wird nach dem Beginn der Rückrunde in eine abgrundtiefe Negativspirale enden. Das klingt zwar platt und pietätlos. Aber die Mannschaft hat den Tod von Robert Enke nicht verkraftet.

Hannover 96 – Forsell, Hanke – besteht noch Hoffnung für die Stürmer mit dem einst wohlklingenden Namen?

medispolis: Nein! Bei Forsell übrigens noch weniger als bei Hanke. Forsell kam ja schon mit einer langwierigen Verletzung aus Birmingham nach Hannover. Seitdem mehr verletzt gewesen als gespielt. Bei Hanke sehe ich noch ein wenig bessere Chancen. Und im Moment ist es für beide sowieso schwierig sich in die Mannschaft zu spielen. Ya Konan scheint gesetzt, wenn es eng wird, spielt Stajner zweite Spitze, ansonsten im System Bergmann nur ein Stürmer oder vielleicht ja mal wieder Schlaudraff als hängende Spitze.

Kurtspaeter: Forsell hat einen wohlklingenden Namen, von dem ich immer noch nicht weiß, warum der eigentlich so wohlklingend sein soll. Abgesehen von seinem halben Jahr in Gladbach ist er nur durch Verletzungen aufgefallen. Und Hanke wird von Magath nach Schalke zurückgeholt und dann noch einmal groß rauskommen…

Thema: Fußball | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Vorschau Bundesliga-Rückrunde: SV Werder Bremen

Freitag, 15. Januar 2010 10:13

Ich habe zusammen auf Initiative von dogfood/allesaussersport, der sich zahlreiche vereinsspezifische und allgemeine Fragen ausgedacht hat, die letzten Tage zusammen mit einigen anderen Sportbloggern (Jens/Catenaccio, Probek, Heinzkamke, Nick/Any Given Weekend, Milhouse, Max/GNetzer, Enno und Kurtspaeter) an einer  Rückrundenvorschau für die Bundesliga geschrieben. Mehr zur Idee und Umsetzung gibt es bei allesaussersport, wo Kai auch alle 15.000 Wörter in diversen Beiträgen gestaffelt veröffentlichen wird. Für meinen Teil stelle ich hier unter anderem meine Gedanken zur Situation bei Werder Bremen und Hannover 96 ein. Beginnen wir mit dem SV Werder in diesem Eintrag.

    Wie zufrieden ist man in Bremen mit der Saison, nachdem man viele Lorbeeren geerntet hat, aber nur sieben Spiele gewonnen hat? Ich hatte das Gefühl, dass die Betroffenheit nach dem Spiel in Hamburg nicht nur wegen der Niederlage so groß war, sondern auch weil man realisierte, dass trotz dieser Hinrunde, man außerhalb der Europa-Plätze war.

    medispolis: Dein Eindruck nach dem Hamburg-Spiel ist eigentlich genau richtig beschrieben. Ich denke, bei Werder ist man insgesamt mit der Hinserie zufrieden. Man ist noch in allen Wettbewerben in guter Position. Was die Stimmung ein wenig getrübt hat, waren die eher schwachen Spiele zum Ende der Hinrunde. Beispielhaft die erste Hälfte in Hamburg, die ich fürchterlich schlecht fand. Auch das Auswärtsspiel in Köln hatte man sich sicherlich anders vorgestellt. Blöd für Werder eben auch: Man hat mit Schalke und dem HSV gegen zwei direkte Konkurrenten verloren und dabei relativ deutlich die Grenzen aufgezeigt bekommen. Ich will grundsätzlich nicht zu viel in Saisonverläufe hineininterpretieren, aber es passt ein wenig, dass Werders Formkurve nach unten ging, nachdem man überzeugend in Freiburg gewonnen hatte und plötzlich einige schon wieder von der Meisterschaft gesprochen haben. Davon ist man jetzt ein ganzes Stück entfernt.

    Der Abgang von Diego wurde mit Marin und Özil kompensiert, weg von einem zentralen Zehner. Insbesondere gegen Ende der Hinrunde hatte ich aber in einigen Interviews den Eindruck, dass Schaaf einem zentralen Zehner noch nachtrauert. Das System ist bereits zur Raute zurückgekehrt. Ist Werder noch aktiv auf der Suche nach einem klassischen Mittelfeldregisseur und daher derzeit nur in einem Zwischenzustand?

    medispolis: Würde mich nicht wundern, wenn Werder im Offensivbereich was auf dem Transfermarkt tun würde. Oder anders formuliert: Nicht völlig auf Teufel komm raus, sondern es muss wieder passen. Bisher schwirtt ja nur ein Name immer wieder herum, nämlich Mario Mandzukic von Dinamo Zagreb, angeblich im Tausch für Moreno und Rosenberg. Würde ich persönlich gut finden, weil ich sowohl von Moreno als auch Rosenberg trotz langer Verletzung mehr erwartet habe. Aber bisher jetzt zu viele unbekannte Variablen im Spiel. Gut, System ist sowas ähnliches wie eine Raute, aber wie ich finde nicht zu vergleichen mit letzter Saison. Meist ist das jetzt ehe ein fünfer Mittelfeld und nur noch eine Spitze und deutlich variabler angelegt. Özil tauscht mal mit Hunt die Seiten, man hat einen etwas offensiveren Part mit Borowski, eher etwas defensiver mit Frings und Daniel Jensen. Je nach Marins Position kann das 4-5-1 oder klassisch 4-4-2 werden. War letzte Saison nie so möglich. Bei allem Lob für die Leistungen von Özil darf man Hunt nicht vergessen, spielt eine tolle Hinrunde.

    Zu Saisonbeginn hatte ich große Fragezeichen hinter Özil und Marin gesetzt, da beide den Sommer mit der U21-EM durchgespielt hatten (Marin wurde seltener eingesetzt, ist aber noch fragiler als Özil). Ich hab auf das Loch gewartet, aber beide haben eine gute Hinrunde absolviert. Reicht bei beiden die Kraft auch noch für die Rückrunde?

    medispolis: Habe so ein bisschen das blöde Gefühl, dass es nicht reichen könnte. Özil hatte schon zum Ende der Hinrunde einige sehr schwache Spiele, wo er müde wirkte. Ich kann mir bei Marin nicht vorstellen, dass er auf dem guten Niveau komplett die Saison durchspielt. Wäre auch nicht schlimm, wenn nicht. Dafür sind genug Alternativen im Mittelfeld.

    Max/@GNetzer: Ich persönlich finde auch, dass gerade bei Özil sehr wohl Leistungsschwankungen zu sehen waren. Bei Marin sowieso (was bei ihm aber meiner Meinung nach auch an taktischer Unbedarftheit liegt – er wirkt manchmal etwas gehemmt aus Angst, seine Defensivaufgaben zu vernachlässigen). Aber Werder hat einfach diesen Claudio Pizarro – und der köpft das Ding nach Ecke/Freistoß einfach mal rein. Solange Pizarro weiter den “Türöffner” in schlechten Spielen mimt, hat Werder kein Problem. Wenn Pizarro allerdings fehlt und Özil einen schlechten Tag hat… nun ja, das hat man ja gegen Ende der Hinrunde gesehen.

    medispolis: Vielleicht nochmal kurz zu den Personalien im Mittelfeld. Ich denke, dass gerade bei Marin und Özil bei der Wiederholung der Hinrundenperformance ein kleines Fragezeichen steht. Aber wie gesagt, im Mittelfeld sehe ich die geringsten Probleme für Werder. Hunt, Jensen, Borowski, Frings, auch Bargfrede können das zusammen einigermaßen kompensieren. Sorgen bei Werder macht mir vor allem der Sturm. Pizarro kränkelt, Almeida und Rosenberg waren lange verletzt und haben längst noch nicht ihre Bestform erreicht, Moreno spielt zu wenig und hat seine Chancen bei bisherigen Einsätzen, vor allem in der Bundesliga, auch nur selten nutzen können.

    Problembereich Angriff, wo Pizarro den Alleinunterhalter spielt. Ist da eine Lösung absehbar oder bleibt es weiterhin beim Flaschendrehen vor dem Spiel, ob nun Marin, Almeida oder Rosenberg an Pizarros Seite spielen?

    medispolis: Optimallösung wäre für mich, wenn man Mandzukic von Zagreb noch holen würde und dann wieder mit zwei Spitzen spielt, was in Konsequenz dann bedeuten würde, dass das Mittelfeldsystem wieder näher an der Raute orientiert ist. Finde ich erstmal nicht schlimm, solange Werder dafür im Sturm mehr Power bekommt und Pizarro auch entlastet wird.

    Max/@GNetzer: In Spielen gegen spielschwächere Gegner: Marin und Pizarro. In Spielen gegen stärkere Gegner: Nur Pizarro oder mit Almeida als Backup. Auf Neuzugänge zu hoffen ist zwar das, was alle Fans tun – aber gerade in der Winterpause ist die Trefferquote der meisten Vereine verheerend. Wenn Pizarro aber fit bleibt, dürfte das nicht zum Problem werden.

    medispolis: Die wichtigste Frage scheint wirklich zu sein, ob Pizarro verletzungsfrei durch die Rückrunde kommt. Für den Auftakt in Frankfurt ist der Einsatz schon mal mehr als fraglich. Gut, ist scheinbar nicht wieder die langwierige Verletzung aus der Hinrunde, aber auch dort hatte seine Rückkehr ja viel länger gedauert als angenommen.

    Thema: Fußball, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Fußball am Mittwochabend: Premier League und Werder in Bilbao

    Mittwoch, 16. Dezember 2009 20:13

    [22h58] Endstände Tottenham-Man City 3:0 und Liverpool-Wigan 2:1

    Kleine Klatsche für Man City bei den Spurs nach schwacher Leistung gegen einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze. Tottenham festigt Platz fünf, jetzt einen Rank vor Liverpool, die ähnlich wie Chelsea zu einem knappen Arbeitssieg gegen Wigan kommen. Torres hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig er ist. Und Aquilani darf weiter nur ab der 75. Minute von der Bank mitmachen.

    Das war es für diesen Abend. Gute Nacht aus Düsseldorf.

    [22h56] FC Liverpool – Wigan Athletic 2:1, Charles N’Zogbia, 90. Minute +2

    [22h54] Endstand Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:3

    Für mich eine der besten Halbzeiten von Werder in dieser Saison, vielleicht noch zu vergleichen mit der zweiten Hälfte in Freiburg. Danach hat man das Ergebnis über die Runde gebracht. Werder damit Gruppensieger, Bilbao auf dem zweiten Rang.

    [22h52] Tottenham – Manchester City 3:0, Niko Krancjar, 90. Minute +4

    Dann kommt es zum Abschluss noch einmal richtig dicke für Man City. Glaubt man den Tweets der BBC-Reporter vor Ort eine ganz schwache Leistung des Teams von Mark Hughes.

    [22h46] Fünf Minuten noch in Bilbao. Im Prinzip hätte man sich diese zweite Hälfte auch schenken können. Nachdem Bilbao es zu Beginn noch einmal versucht hat, ranzukommen, hat man seit 15 Minuten den Offensivbetrieb komplett eingestellt und Werder spielt das locker und selbstbewusst nach Hause.

    [22h43] FC Liverpool – Wigan Athletic 2:0, Fernando Torres, 79. Minute

    Der Spanier nur auf der Bank zunächst, war wieder nicht fit genug um von Beginn an zu spielen. Aber wenn er als Joker trifft, umso besser. Liverpool kurz vor dem Pflichtsieg gegen die Latics. Dank des Rückstandes von City bei Tottenham würde man auf den sechsten Platz vorrücken.

    [22h38] Endstände Chelsea-Portsmouth 2:1 und Burnley-Arsenal 1:1

    Chelsea mit ganz dreckigem und glücklichem Sieg, Ausbau der Tabellenspitze auf drei Punkte gegenüber Man Utd und acht Punkte vor Arsenal (ein Spiel weniger). Chelsea mit guten 15 Minuten zu Beginn, dann aber wirkungs- und ideenlos. Ein Geschenk von Portsmouth brachte den Sieg. Arsenal tat sich in der ersten Halbzeit schwer gegen Burnley, in einer unterhaltsamen zweiten Hälfte gab es Chancen auf beiden Seiten. Denke, Arsenal kann mit dem Punkt einigermaßen gut leben. In Burnley zu spielen ist sicherlich nicht einfach, dennoch sind es zwei Punkte Verlust gegenüber Chelsea und Man Utd.

    [22h35] Borini hat für Chelsea die Entscheidung auf dem Fuß, umkurvt den Torhüter von Portsmouth, Winkel dann aber zu spitz, Ball geht knapp am langen Pfosten vorbei. Von Portsmouth kommt nicht mehr viel.

    [22h34] Vier Minuten Nachspielzeit

    [22h31] Schöne Kombination von Chelsea über Joe Cole und Anelka. Der Franzose dann aber mit dem harmlosen Abschluss direkt in die Arme von Begovic.

    [22h27] 25 Minuten noch zu absolvieren in Bilbao. Glaubt man diversen Tweets besorgter Werder-Fans zieht sich das Team zu weit zurück und bettelt um ein Gegentor. Von den paar Minuten, die ich gerade mal wieder gesehen habe, würde ich das nicht behaupten. Und der Anschluss ist ja auch noch nicht gefallen.

    [22h25] Die Blues haben ab der 70. Minute das Heft wieder ein bisschen mehr in die Hand genommen und Portsmouth hat sich auch wieder zu sehr zurückgezogen, dennoch gab es kaum spielerische Highlights und gute Tormöglichkeiten für Chelsea. Da musste dann schon der Elfmeter helfen. Chelsea in einer kleinen spielerischen Krise, verglichen mit den Leistungen von vor ein paar Wochen.

    [22h22] FC Chelsea – FC Portsmouth 2:1, Frank Lampard, 79. Minute (FE)

    Lampard knallt den Ball unters Dach, nachdem zuvor Wilson Ivanovic im Strafraum gefoult hat. Auch wenn Ivanovic schon klar vorher abhebt, darf Wilson da so nie und nimmer reingehen. Von Ivanovic aber clever angenommen. Völlig unnötig für Portsmouth, die sich hier um den Lohn einer guten zweiten Hälfte bringen.

    [22h22] Elfmeter FC Chelsea

    [22h19] Gute Viertelstunde für Arsenal und Chelsea noch in ihren Spielen. Beide zurzeit 1:1, für beide zu wenig, für Chelsea wohl noch einen Tick mehr. Zeit zur Korrektur bleibt noch, ansonsten freut sich Manchester United.

    [22h15] Avram Grant bringt für die letzten 20 Minuten seinen letzten offensiven Joker. Dindane für Piquionne, Chelsea wechselt zum letzten Mal, Nachwuchstalent Borini kommt für Kalou.

    [22h14] Tottenham – Manchester City 2:0, Jermain Defoe, 54. Minute

    [22h13] Da das Spiel von Werder ja nahezu entschieden ist, bleibe ich jetzt bis auf weiteres erstmal auf der Premier League Option. Da entwickeln sich spannende letzte 20 Minuten.

    [22h10] Weiter offenes Spiel in Burnley mit Chancen auf beiden Seiten. Wenger bringt Eduardo für Walcott. Derweil Chelsea mit der besten Szene in der zweiten Halbzeit so far, als eine Hereingabe von Malouda an Ben-Haim vorbeifliegt und Ersatzkeeper Begovic mit tollem Reflex ein weiteres Gegentor verhindert.

    [22h05] Portsmouth jetzt das bessere Team an der Bridge, Chelsea drückt und rückt zwar immer mehr nach vorne, hinterlässt deswegen in der Abwehr aber eklatant große Lücken, die Boateng fast zweimal ausnutzen konnte. Erst wird sein Schuss in letzter Sekunde von Ashley Cole geblockt, dann rutscht er aus guter Schussposition aus und verfehlt eine weitere gute Chance.

    Erste Pfiffe der Chelsea-Fans, als Ballack mit einem Hackentrick Joe Cole bedienen will und kläglich scheitert. Malouda kommt für Obi Mikel in die Partie.

    [22h01] Völlig anderes Spiel in der zweiten Hälfte, Portsmouth nimmt aktiv am Geschehen teil, bemüht sich strukturiert nach vorne zu spielen. Chelsea kommt nur mühsam wieder ins Spiel. Ancelotti wechselt, bringt den etwas offensiveren Joe Cole für Deco. Bis jetzt aber noch keine große Chance für die Blues im zweiten Durchgang. Langsam aber sicher muss Chelsea mehr Risiko gehen.

    [21h54] FC Chelsea – FC Portsmouth 1:1, Piquionne, 51. Minute

    Da hatte ich ja mal wieder den richtigen Riecher. Portsmouth belohnt sich für couragierten Beginn. Ein Freistoß wird von der Chelsea-Mauer unglücklich abgefälscht und fällt über Umwege Piquionne direkt vor die Füße. Sehr sehenswerter Abschluss, keine Chance für Cech. Und wieder ein Gegentor für Chelsea nach Standardsituation.

    [21h53] Der FC Portsmouth in den ersten vier Minuten schon häufiger in der Hälfte von Chelsea als in der gesamten ersten Hälfte vorher. Trauen sich in den ersten Minuten ein wenig mehr zu.

    [21h51] Halbzeit Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:3

    Es hätte nicht besser laufen können bisher. Starker Auftritt von Werder. Gruppensieg ist eingetütet.

    [21h49] Zweimal 1:0 zur Halbzeit in den anderen beiden Spielen der Premier League. Spurs vorne gegen Man City und Liverpool in Front gegen Wigan. Mit dem Sieg würde Tottenham nach jetzigem Stand wieder näher an Arsenal rücken.

    [21h49] Beginn 2. Halbzeit FC Chelsea – FC Portsmouth

    [21h45] Werder hat das Spiel jetzt völlig im Griff. Sukzessive über 45 Minuten gesteigert, immer konzentriert gewesen und mit einer Chancenverwertung, die einmalig gut ist. Alles läuft also auf einen ruhigen Abend für Werder hinaus. Gut, dann kann man vielleicht schon ein paar Kräfte für Hamburg schonen.

    [21h41] Bilbao – Werder Bremen 0:3, Markus Rosenberg, 36. Minute

    Da darf man ja schon fast von Entscheidung sprechen nach 37 Minuten. Schöne Kombi im Offensivspiel zwischen Özil und Pizarro, Rosenberg nimmt den Abpraller der Bibao-Verteidigung auf, geht ein, zwei Schritte nach links und schiebt an Iraizoz vorbei ins Tor.

    [21h37] Tottenham – Manchester City 1:0, Niko Kranjcar, 37. Minute

    [21h35] Halbzeit auch im Turf Moor. Zwischen Burnley und Arsenal steht es 1:1, die Gastgeber haben sich nach der zwischenzeitlichen Führung für die Gunners mit dem Ausgleich auch für ihre starke Anfangsphase belohnt. Mal sehen, welche Ansprache Wenger in der Kabine findet und ob die wieder so fruchtet wie am Sonntag. Nötig wäre es.

    [21h33] Halbzeit FC Chelsea – FC Portsmouth 1:0

    Hoffentlich gibt es guten und günstigen Glühwein im Stadion, ansonsten lohnt sich der Besuch dieses Spiels bisher nicht so wirklich. Chelsea hat stark begonnen und ging folgerichtig mit 1:0 in Führung. Doch danach machte man nicht mehr als notwendig. Portsmouth spielt ängstlich, zurückhaltend und ohne Mut nach vorne. Also entsteht ein Spiel, das nach guten 15 Minuten keine weiteren Höhepunkte gesehen hat. Den Blues soll es egal sein, immerhin zu null bisher.

    [21h29] Kleiner Schock für Arsenal. Fabregas muss noch in der ersten Hälfte verletzt den Platz verlassen, Ramsey für ihn jetzt in der Partie. Und bei den Gunners-Fans fangen die Gebete an.

    [21h25] Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:2, Naldo, 20. Minute

    Das läuft ja ganz geschmiert bisher bei Werder. Naldo per Kopf nach Freistoß von Özil. Einige Minuten später die riesen Chance für Rosenberg zum 3:0, aber der Schwede schießt knapp am Tor vorbei. Bis dato sehr überzeugender Auftritt von Werder.

    Derweil Portsmouth mit der ersten Torchance nach knapp 40 Minuten.. Freistoß von links durch Jamie O’Hara, in der Mitte Ben-Haim mit dem Kopfball über das Tor. Viel zu selten versucht Portsmouth Chelsea unter Druck zu setzen. Die sind ja nun in der Tat verwundbar.

    [21h23] Die Blues haben mit dem 1:0 im Rücken das Tempo ein wenig rausgenommen, Portsmouth kommt aber auch nur sporadisch zu gefährlichen und zwingenden Offensivaktionen. Gefahr bei den Blues wieder durch Alex, doch dessen Freistoß aus 20 Metern geht recht deutlich am langen Pfosten vorbei.

    [21h21] Chelsea und Liverpool liegen recht locker vorne, Arsenal muss in Burnley heute Abend richtig kämpfen – aber das hatte ich erwartet – und die Spurs und City beschnuppern sich noch.

    [21h17] Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:1, Claudio Pizarro, 13. Minute

    Kaum schreibe ich vorherigen Eintrag, macht die etwas überraschende Führung. Die Hanseaten nutzen ihre erste Chance im Spiel. Rosenberg setzt sich auf links gut durch, butterweiche Flanke, Pizarro mit dem wuchtigen Kopfball ins Tor. Sehr schön gemacht.

    [21h17] Wurde gerade durch das Telefon ein wenig abgelenkt, aber so wie ich das sehe, gibt es noch wenig Berichtenswertes aus Bilbao. Verteiltes Spiel im Mittelfeld.

    [21h15] FC Burnley – FC Arsenal 1:1, Graham Alexander, 28. Minute (FE)

    Scheint nicht der Abend von Thomas Vermaelen zu werden. In den Anfangsminuten fast schon das Eigentor, jetzt den Elfmeter verschuldet, den Alexander souverän verwandelt. Burnley wurde wieder stärker und Arsenal ließ zu sehr die Zügel schleifen.

    [21h12] FC Liverpool – Wigan Athletic 1:0, David Ngog, 9. Minute

    [21h08] FC Chelsea – FC Portsmouth 1:0, Nicolas Anelka, 23. Minute

    Easy für die Blues. Ganz easy. Führung ist verdient, Portsmouth nur einmal gefährlich vor dem Tor. Alex setzt sich über rechts durch, geht bis zur Grundlinie, dribbelt noch ein paar Schritte, gibt in die Mitte, wo Anelka völlig blank steht und zum 1:0 einschiebt.

    [21h05] Beginn 1. Halbzeit Bilbao – Werder

    [21h04] Die Aufstellungen im San Mamés

    Athletic Bilbao: Iraizoz – Amorebieta, Etxeita, San José, Aurtenetxe – Yeste, Martinez, Susaeta – Muniain – Toquero, Diaz de Cerio

    Werder Bremen: Wiese – Prödl, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski, Jensen, Özil – Pizarro, Rosenberg

    Werder schont einige Spieler, unter anderem Marin und Hunt. Fritz fehlt verletzt. Dafür darf Pizarro erstmals nach Verletzung wieder von Beginn an spielen und Rosenberg bekommt eine weitere Chance. Bei Bilbao fehlt Topstürmer Llorente.

    [20h58] Eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Chelsea die Führung erzielt. Das Team von Ancelotti ist drückend überlegend, Portsmouth hat noch nicht mal einen Fuß in diesem Spiel. Einziges Manko: Die Blues nutzen ihre Chancen nicht. Nach 12 Minuten könnte es bereits 2:0 stehen.

    [20h54] FC Burnley – FC Arsenal 0:1, Cesc Fabregas, 7. Minute

    [20h51] Guter Start auch für Burnley. Almunia kann eine verunglückte Abwehr von Vermaelen gerade noch so an die Querlatte lenken. Eigentor gerade so verhindert.

    [20h50] Fünf Minuten gespielt in London, schwierige Verhältnisse bei leichtem Schneeregen an der Bridge. Chelsea mit dem etwas geordneter und strukturierter im Spielaufbau, zwei halbgefährliche Schüsse von Ballack und Lampard und eine gute Chance durch Anelka stehen zu Buche. Portsmouth steht erstmal tief hinten drin und lässt Chelsea die komplette Spielwiese bis auf den eigenen Strafraum.

    [20h45] Beginn 1. Halbzeit FC Chelsea – FC Portsmouth

    [20h41] Die Spiele in Chelsea und Burnley beginnen um viertel vor, in Tottenham und Liverpool wird um 21:00 Uhr angestoßen, nochmal fünf Minuten später dann in Bilbao.

    [20h38] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

    FC Chelsea: Cech – Ivanovic, Alex, Terry, Ashley Cole – Obi Mikel, Ballack, Lampard, Deco – Kalou, Anelka

    FC Portsmouth: Begovic – Finnan, Ben-Haim, Wilson, Hreidarsson – Mokoena, Mullins, O’Hara, Diop – Boateng, Piquionne

    Ballack gegen Boateng – darüber freuen sich eigentlich auch nur deutsche Medien. Freue mich auf Jamie O’Hara bei Pompey, in den letzten Wochen in sehr guter Form. Drogba ist nicht fit genug für die Startelf, Kalou ersetzt ihn. In den Innenverteidigung Alex für Ricardo Carvalho, in der Offensive Deco für Joe Cole. Portsmouth allein mit sieben Veränderungen gegenüber dem Remis in Sunderland. David James fehlt wegen Krankheit, Younes Kaboul, die defensive Stütze, ist gesperrt. Man darf nur hoffen aus Sicht von Pompey.

    [20h31] Werder darf also ins kühle Baskenland reisen, auch dort Temperaturen nur wenig über null Grad. Der Gruppensieg wird angepeilt, dafür reicht schon ein Unentschieden. Bin gespannt, wie man den Rückschlag von Samstag verkraftet und ob die Vertragsverlängerung von Schaaf nochmal einen kleinen Schub gegeben hat. Hoffentlich sind die Gedanken nicht schon in Hamburg.

    [20h26] Werde mich an dieser Stelle erstmal um die Partien von Chelsea und Werder kümmern, beide Spiele gibt es bei Sky. Je nach Lage hoffe ich einen akzeptablen Stream zu finden, dann kann ich auch detaillierter auf andere Spiele eingehen.

    [20h22] Ganz interessante Partien heute Abend in der Premier League.

    FC Burnley – FC Arsenal: Mit Bestbesetzung laufen die heimstarken Clarets gegen den FC Arsenal auf. Eine echte Bewährungsprobe für die Gunners, die in der Tabelle nicht den Anschluss an Manchester United (gestern locker leicht 3:0 die Wolves geschlagen) verlieren wollen.

    FC Chelsea – FC Portsmouth: Die Blues wollen sich in der Tabelle wieder absetzen und von der Punktezahl alleine an der Tabellenspitze stehen. Die Gäste von der Südküste können mit einem Sieg den letzten Platz verlassen. Es ist auch die Rückkehr von Avram Grant an die Stamford Bridge.

    FC Liverpool – Wigan Athletic: Rafael Benitez hat dieser Tage versprochen, dass sein Team trotz der aktuellen Formkrise am Ende der Saison in den Top Four landen werden. Momentan sind es sieben Punkte Rückstand. Dann muss heute – auch für das Gefühl der Fans – ein überzeugender Sieg her.

    Tottenham Hotspur – Manchester City: Die beiden Geheimfavoriten auf den vierten Platz im direkten Duell an der White Hart Lane. Beide kommen nicht so richtig vom Fleck, die Formkurve zeigt auf keinen Fall steil nach oben, wie sie es vor den Weihnachtsfeiertagen eigentlich sollte. Mit einem Auswärtssieg würde City die Spurs in der Tabelle überholen.

    [20h13] Schönen Mittwochabend zusammen. Ich entschuldige mich dafür, dass es hier die letzten Tage wieder ruhig war, aber ich hatte in den letzten 10 Tagen drei Referate an der Backe, gerade bei dem heutigen war die Vorbereitung ausgesprochen umfangreich und zeitraubend. Hinzu kamen noch etliche andere Termine, von daher war ans Bloggen zwar zu denken, aber tun konnte ich es wirklich nicht.

    Aber, jetzt ist wieder die Zeit da. Vier interessante Spiele heute Abend in der Premier League und Werder und Bilbao spielen den Gruppensieg in der Europa League aus. Hereinspaziert…

    Thema: Fußball, Live-Blog, Premier League, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Auftrag für uns alle nachzudenken und zu reflektieren

    Sonntag, 15. November 2009 13:27

    Heute Vormittag wurde in der AWD-Arena in Hannover in einer bewegenden Trauerfeier Robert Enke gedacht. Es war eine Zeremonie, die in ihren emotionalen Momenten, die in ihrer andächtigen Stille und ihren mahnenden Worte dem großartigen Sportler und fantastischen Menschen absolut gerecht wurde. Ich habe mich Donnerstag entschlossen, kurzfristig über das Wochenende nach Hannover zu fahren, um wenigstens ein bisschen an der Trauer und der Anteilnahme in Hannover teilzunehmen, habe eine Kerze für Enke vor dem Stadion angezündet und mich trotz langer Wartezeit in eines der Kondolenzbücher eingetragen. Ich habe selten ein so bedrückende Stimmung und Atmosphäre in Hannover mitbekommen. Als ich Freitagmittag am Hauptbahnhof angekommen war und mit der U-Bahn zum Aegidientorplatz gefahren bin, schossen viele Menschen Tränen in die Augen, als sie im Fahrgastfernsehen die Meldung über die bewegende Todesanzeige von Enkes Frau Teresa gelesen haben.

    Die Ausmaße der Trauer, nicht nur in Hannover, sondern ja auch bundesweit und in der gesamten Fußballwelt, haben mich tief beeindruckt. Und natürlich war Hannover als Heimatstadt von Enke das Zentrum der Trauer und Anteilnahme. Als ich mit Komilitonen in Düsseldorf über den Tod von Enke gesprochen habe, konnten das viele gar nicht so richtig verstehen, warum es diese überwältigende Teilnahme am Trauermarsch, beim Gedenkgottesdienst in der Marktkirche oder eben heute bei der Trauerfeier im Stadion gegeben hat. Ohne es natürlich empirisch belegen zu können, ist Robert Enke den meisten Hannoveranern irgendwie schon einmal persönlich begegnet, sei es beim Fußballspiel im Stadion, in der Innenstadt, in der S-Bahn nach Hannover oder Neustadt, beim Training der Mannschaft oder auf einer der zahlreichen Veranstaltungen, die nur bedingt etwas mit Leistungssport zu tun hatten. Und jeder, der Enke schon einmal begegnet war – und dann vielleicht auch noch das Vergnügen hatte mit ihm ein paar Worte zu wechseln, erkannte sehr schnell, was für einem sympathischen Menschen man gegenüberstand. Das ist zumindest mein Eindruck.

    Nicht nur auf den Fußball bezogen, war Hannover Enke für vieles dankbar und Enke gab diese Dankbarkeit mit tollen Leistungen auf dem Platz und im gesellschaftlichen Leben zurück. Enke hätte längst dank seiner tollen Leistungen Hannover verlassen können, aber nein, er blieb Hannover, seiner Heimat und seinen Fans immer treu. Überliefert sind viele Geschichten vom Menschen Robert Enke. Eine habe ich gestern Nachmittag beim NDR aufgeschnappt. Nach einem Training waren mal wieder mehrere Kinder nach Autogrammen von Enke hinterher. Dabei fiel ein Kind aus der Rolle, macht laut auf sich aufmerksam, dass es dringend und sofort ein Autogramm haben wollte. Enke ignorierte den Schreihals und gab zuerst den anderen Kids seine Unterschrift. Als dann zuletzt das unfreundliche Kind dran war und auch noch ein “Na endlich, das wurde aber auch Zeit” davorschickte, gab Enke natürlich bereitwillig das Autogramm, gleichzeitig aber darauf hinzuweisen: “Wenn du freundlich ‘Guten Tag Herr Enke, ich hätte gerne ein Autogramm’ gesagt hättest, wärest du der erste gewesen.”

    Die Trauerfeier aus Hannover wurde heute von etlichen TV-Sendern übertragen, unter anderem die ARD, der NDR und unsere Nachrichtensender n-v und N24. Über Twitter kamen dann die ersten Hinweise, ob das nicht alles zu viel sei. Zum Beispiel das Internetportal der WAZ-Gruppe, der Westen, ließ darüber diskutieren. Komischerweise waren das genau die, welche am Dienstagabend ihre Online-Berichterstattung mit langen Klickstrecken ergänzten und aufbereiteten. Darauf hätte ich gerne verzichten können, aber dass man Menschen, die aus bestimmten Gründen nicht ins Stadion gehen konnten, die Möglichkeit gibt, eine große Trauerfeier trotzdem live  verfolgen zu können, fand ich absolut angemessen. Und dass dann neben den öffentlich-rechtlichen Sendern auch die privaten TV-Stationen übertragen, ist schlicht auch ein wenig unserem Rundfunksystem geschuldet. Wenn sich n-tv und N24 von ihrer Übertragung vielleicht eine höhere Quote versprechen und deswegen auf Live-Bilder setzen, dann ist das zwar bedauerlich, aber für mich irgendwie auch nachvollziehbar. Viel mehr müssen sich n-tv und N24 fragen, wieso sie jetzt noch so einen Hype um den Tod von Robert Enke machen und es die Tage davor nur selten geschafft haben, sachlich angemessen und vor allem aktuell zu berichten. Dass jetzt die Trauerfeier im Fernsehen gezeigt wird, ist absolut richtig, vielmehr sollten sich die Medien hinterfragen, ob es notwendig ist, mit Kränen in der hannoverschen Innenstadt vor der Markthalle zu stehen, um den Trauermarsch zu filmen, ob man in den Online-Medien Klickstrecken en Masse anbieten musste und ob es sinnvoll ist, immer weiter zu senden, obwohl es eigentlich gar nichts mehr zu senden gibt. Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn Leute wie Peter Neururer oder Christoph Daum ihren Senf dazugeben. Und das finde ich eigentlich das Bedauerliche.

    Dass umfassend und ausführlich auf vielen Kanälen über den Freitod von Robert Enke berichtet wurde, ist doch selbstverständlich. Und Medienkritik mag zwar immer ganz passend und anspruchsvoll klingen, aber zu einer Berichterstattung der Medien gehören immer zwei Seiten. Die Medien und wie als Rezipienten. Wir wollten doch auch alle mit neuen Informationen, Gründen und Hintergründen überschüttet werden. Wer hat denn nicht seit Mittwoch jeden Morgen auf die Titel-Schlagzeile der BILD geschaut, wer hat sich nicht die Pressekonferenz von Teresa Enke bei Youtube oder in irgendeiner Mediathek noch einmal angeschaut, wer hat sich nicht im Internet auch die Klickstrecken angeschaut, obwohl fast alle gegen die Art und Weise der Aufbereitung protestiert haben, und wer wird sich morgen ausnahmsweise mal den SPIEGEL holen, weil Robert Enke auf dem Titelbild ist? Das werden schon viele Menschen sein. Man kann den Medien in diesem Land vieles vorwerfen – und ich mache das ja auch manchmal gerne – aber die Medien haben im Fall des Freitodes von Robert Enke doch hauptsächlich nur auf unseren Informationsdurst reagiert. Über die Art und Weise, wie einige Medien berichtet haben, lässt sich immer aufregen. Das sollte aber unabhängig vom Todesfall Enke die Regel sein. Es gibt auch positive Beispiele. Zum Beispiel hat mich die sehr sachliche, emotionale und informative Berichterstattung der HAZ beeindruckt. Vielleicht sollten sich viele Zeitungen daran mal ein Beispiel nehmen.

    Der Tod von Robert Enke macht mich auch heute noch unendlich traurig. Er hat eben auch gezeigt, wie Menschen, Medien und Gesellschaft in einer solchen Extremsituation reagieren. Das war nicht immer vorbildhaft, keine Frage. Und vielleicht denken einige Medien im Speziellen vielleich auch einmal darüber nach, genauso wie wir Konsumenten, ob es nämich sinnvoll ist, stets immer der Sensation, dem Extrem, dem Besonderen und Reißerischen den Vorzug vor einer etwas seriöseren Berichterstattung zu geben.

    Eigentlich verbietet es sich, erinnernde Worte an Robert Enke mit einer leichten Kritik an den Medien und unserem Verhalten als Rezipienten der medialen Berichterstattung zu vereinen. Ich habe das aber ganz bewusst gemacht, eben, weil ein Großteil der Bevölkerung und der Medien es in diesen Tagen nicht geschafft haben oder schaffen wollten. Durch den Tod von Robert Enke wird sich im Leistungssport und Profifußball hoffentlich einiges verändern. Die Worte vom DFB-Präsidenten Zwanziger machen mehr als nur Mut und Zuversicht. Aber gleichzeitig sollten wir Medienkonsumenten und die Medien vielleicht auch einmal ihr Verhalten und ihre Berichterstattung der letzten Tage positiv wie negativ reflektieren.

    Dass wir aus bestimmten Medien keine anderen Medien machen können, steht außer Frage. Aber wir als Konsumenten haben die Entscheidung, welcher Art und Weise von Berichterstattung wir besser finden. Nämlich durch unseren Kauf der Zeitungen oder dem Einschalten eines bestimmten Fernsehsenders.

    Zurückhaltend, sachlich, wohl überlegt, nie im Mittelpunkt stehen zu wollen – das waren einige der großen Charaktereigenschaften von Robert Enke. Es wäre schön, wenn wir als Gesellschaft, Medien und Öffentlichkeit diese Werte und Verhaltensweisen ein bisschen mehr in unsere Köpfe und unser Handeln einbringen könnten. Theo Zwanziger hat mit seiner beeindruckenden Rede die richtigen Worte heute gefunden. Es wäre schön, wenn alle Medien morgen in ihrer Zeitung, auf ihren Internetseiten oder im TV-Programm diese Worte einfach mal eins zu eins abdrucken, veröffentlichen oder senden. Ohne Klickstrecke.

    Thema: Fußball, TV und Radio, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (2) | Autor: medispolis

    Wir werden dich nie vergessen

    Mittwoch, 11. November 2009 7:53

    Es ist so unendlich traurig, dass uns dieser großartige Mensch schon so früh  verlassen hat. Ich wünsche seiner Frau, seiner Familie, den Angehörigen und Freunden alle Kraft in dieser schweren Zeit.

    Quelle: Screenshot der 96-Website

    Thema: Fußball | Kommentare (1) | Autor: medispolis

    DFB Pokal 2009/2010 2. Runde, Werder Bremen – FC St. Pauli

    Mittwoch, 23. September 2009 18:29

    [20h50] Endstand Werder – St. Pauli 2:1

    Verdienter Sieg für Werder, das im Achtelfinale steht. Besonders in der zweiten Halbzeit ein spannendes, unterhaltsames und dramatisches Spiel. Hat mir gut gefallen. Werder hätte höher gewinnen können. St. Pauli mit toller Moral und viel Herz, deshalb blieb es bis zum Ende spannend. Jetzt vielleicht noch ein Heimspiel im Achtelfinale. Von dieser Stelle ein Bye Bye. Man liest sich die nächsten Tage irgendwann mal wieder.

    [20h49] Nochmal Eckball St. Pauli

    [20h48] 2 Minuten Nachspielzeit

    [20h47] Geiles Spiel jetzt. Marin mit dem Schuss an die Latte, aber Werder spielt Konter nicht gut genug zu Ende. St. Pauli lebt noch.

    [20h43] Fünf Minuten noch zu spielen im Weserstadion. St. Pauli wirft jetzt alles nach vorne. Sako kommt für Boll. Volle Offensive jetzt – und vielleicht Platz für Werder zum Kontern. Spannend.

    [20h39] 2:1, Naldo, 81. Minute

    Wieder nach einer Ecke die Führung für Werder. Pauli bekommt den Ball nicht weg, Hunt mit erneuter Hereingabe von rechts. Mertesacker legt per Kopf auf Naldo vor, der den Ball nur noch über die Linie drücken muss. Schön gespielt und wieder die wichtigen Zweikämpfe gewonnen.

    [20h33] 1:1, Takyi, 75. Minute

    Das Tor darf sich dann mal Boenisch ankreiden. Erst lässt er die linke Seite völlig blank, sodass Takyi flanken kann. In der Mitte Ebbers mit spektakulärem Fallrückzieher an den Pfosten, den Nachschuss bringt Takyi, der nicht im Abseits ist, weil Boenisch munter weiterschläft, dann im Tor unter. Ein Gegentor, das es wirklich nicht gebraucht hat.

    Wechsel Werder: Marko Marin für Markus Rosenberg

    [20h27] Wechsel Werder: Peter Niemeyer für Philipp Bargfrede

    [20h25] Beste Chance für Pauli. Schuss von Kruse aus knapp 16 Metern und Tim Wiese mit einer Weltklasseparade, lenkt den Ball noch um den Pfosten.

    [20h24] Wechsel St. Pauli: Rouwen Hennings für Naki

    [20h19] Partie ist gut anzuschauen. St. Pauli sucht jetzt auch weiter den Weg nach vorne, Werder hat viel Platz im Angriff. Leider noch nicht der tödliche Pass dabei oder wenn er kommt, wird im er Angriff von Pizarro oder Borowski verstolpert.

    Wechsel Werder: Claudio Pizarro für Moreno

    [20h14] Großartige Doppelchance für Werder. Rosenberg wird wunderschön freigespielt, setzt sich exzelltent durch, scheitert mit seinem Schuss aber am Pfosten, den Abpraller von Hunt hält Hain mit tollem Reflex.

    [20h11] Werder zum ersten Mal in dieser Partie in der Defensive ein wenig unsortiert und mit keiner guten Absprache untereinander. Große Lücken, die St. Pauli aber nicht konsequent nutzt. Dauert zu lange, Werder kann in letzter Sekunde immer noch klären.

    Wechsel St. Pauli: Max Kruse für Florian Bruns

    [20h07] Es gleich schnell, direkt und munter weiter von beiden Mannschaften. Wenn die gesamte zweite Hälfte so wird, dann dann man sich schon mal freuen. Pauli traut sich jetzt mehr. Mal sehen, ob Werder einen guten Konter zum Ausbau der Führung nutzen kann.

    [20h03] Weiter geht es im Weserstadion. Keine Wechsel auf beiden Seiten.

    [19h47] Halbzeit Werder – St. Pauli 1:0

    Verdiente Halbzeitführung für Werder, die mit Fortgang des Spiels immer besser wurden. Zwischen der 30. und 40. Minute hat mir das richtig gut gefallen. Werder lässt wenig zu und hat auch ein wenig glücklich die Führung erzielt. Pauli danach etwas offener, etwas weiter weg vom Gegenspieler, das brachte Werder mehr Raum ihr Spiel aufzuziehen. Die Konsequenz: Mehr Chancen und noch mehr Spielanteile. Hunt verdient sich Bestnoten für viel Fleiß und mehr Übersicht in den letzten 20 Minuten der ersten Hälfte. Wiese nahezu beschäftigungslos.

    Noch ein paar Worte zu Rosenberg und Moreno. Sind beide nur schwer ins Spiel gekommen, was aber vor allem auch an der fehlenden Unterstützung aus dem Mittelfeld lag. Nach der Führung beide mit mehr Engagement, aber vor allem Moreno häufig noch mit vielen Fehlern und fehlendem Verständnis für die Laufwege seiner Mitspieler.

    [19h38] Werder jetzt mit ganz starker Phase. Flanke von rechts durch Hunt, in der Mitte Flugkopfball von Rosenberg, knapp neben das Tor. St. Pauli öffnet jetzt sein Spiel auch ein bisschen mehr, Werder bekommt mehr Zeit und Raum zum Spielen und Kombinieren.

    [19h35] Endlich mal ein schöner Angriff von Werder. Boenisch treibt den Ball nach vorne (das kann er!), Moreno läuft sich auf außen frei, Flankenwechsel zu Bargfrede, der den Ball volley nimmt, leider nichts Halbes, nichts Ganzes. Hunt verpasst in der Mitte. Wäre ein mutiger Direktschuss die bessere Alternative gewesen.

    [19h29] 1:0, Aaron Hunt, 29. Minute

    Na endlich aus Sicht von Werder. Wirklich erst Torchance gleich genutzt. Pauli bekommt den Ball nach einer Ecke nicht weit genug heraus, Naldo gewinnt das wichtige Kopfballduell, Moreno legt ab auf Hunt, der aus kurzer Distanz mit Tempo durch die Beine von Hain ins Tor trifft. Zwar nicht so geplant, aber letzlich schnell geschaltet und gut umgesetzt.

    Werder wird stärker, erhöht den Druck. Morena kann in letzter Sekunde für Pauli den Schuss von Moreno nach Kombination mit Rosenberg abblocken.

    [19h23] Ein Hauch von Torchance. Nach einem Handspiel von Bruns gibt es auf der linken Seite Freistoß für Werder, getreten von Bargfrede. Scharf vors Tor, aber keiner mehr dran. Landet in den Armen von Hain.

    [19h19] Sagen wir es mal vorsichtig: Weder Moreno noch Rosenberg auch nur ansatzweise im Spiel, bekommen aber auch wenig verwertbare Bälle von Hunt oder Borowski. Werder bemüht, aber nicht konsequent genug und mit zu vielen kleinen Fehlern im Übergang von Mittelfeld auf Sturm.

    Und dann blitzschneller Konter der Hamburger, plötzlich drei gegen drei vor dem Tor von Wiese, aber die Hereingabe von Ebbers zu ungenau, Fritz kann in der Mitte klären. Meine Güte, fehlte nicht viel.

    [19h12] Sieht allerdings sehr strukturiert und leichtfüßig aus, wenn St. Pauli mal einen Fehler im Aufbauspiel bei Werder nutzt und versucht einen Konter zu starten. Über Ebbers, Takyi und Naki hat man drei wendige Anspielstationen. Fritz im letzten Moment dazwischen. Da muss Werder höllisch aufpassen.

    [19h10] Knapp zehn Minuten gespielt. War überrascht, wie forsch Pauli in den ersten Minuten wirkte, jetzt ziehen sie sich aber immer mehr zurück, verteidigen mit allen Mann in der eigenen Hälfte. Werder versucht dominanter zu werden, scheitert aber noch an Ungenauigkeit bei den Flanken von Rosenberg oder den Abspielen von Boenisch. Insgesamt munterer Beginn, noch keine Torchancen.

    [19h01] Und los geht es. Werder mit Anstoß in der ersten Hälfte von rechts nach links, St. Pauli in den roten Trikots. Dann bin ich mal auf das neue Sturmduo gespannt.

    [18h59] Sky-Kommentator Torsten Kunde mit der ultimativen Wettervorhersage für die Region Bremen: Heute liegt kein Schnee.

    [18h57] Tobias bloggt das Spiel auf Meine Saison.

    [18h55] Die Aufstellungen im Weserstadion

    Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Frings – Bargfrede, Borowski, Hunt – Rosenberg, Moreno

    FC St. Pauli: Hain – Rothenbach, Morena, Gunesch, Drobo-Ampem – Boll, Lehmann – Bruns, Takyi, Naki – Ebbers

    Werder wie gesagt mit einem völlig neuen Sturmduo. Im Mittelfeld wieder flexibel. Ozil verletzt, Marin nur auf der Bank. Ansonsten unverändert. Die Gäste mit einem etwas kompakteren Mittelfeld und nur einer echten Spitze.

    [18h49] Thomas Schaaf: Unsere Leistung soll für uns sprechen. Wollen ein gutes Spiel liefern, wollen uns weiter verbessern. Marin und Pizarro draußen, weil sich Moreno und Rosenberg zeigen müssen. Wir wollen die Leistung von ihnen haben – und dafür müssen sie spielen. Wir unterschätzen St. Pauli nicht, auch nicht mit dieser Aufstellung.

    [18h45] Moreno und Rosenberg in der Startelf bei Werder im Sturm. Das ich sowas noch erleben darf.

    Holger Stanislawski stapelt mal wieder tief: Spielen bei einer absoluten Spitzenmannschaft in der Bundesliga. Werder hat einen tollen Kader. Der meint das sicherlich ernst, und schiebt sämtlichen Druck von seiner Mannschaft.

    [18h43] Ich habe zwar bisher nur Ausschnitte von St. Pauli Spielen diese Saison gesehen, aber das, was ich beobachten konnte, hat mir ganz gut gefallen. Und sollte für Werder Warnung genug sein. Beste Offensive der zweiten Liga mit 17 Toren in sechs Spielen ist schon mal ein Ausrufezeichen. Da kommt es vielleicht gerade richtig, dass sich Werder ein wenig erstaunlicherweise die letzten Wochen vor allem defensiv stark verbessert hat. Vor allem Clemens Fritz auf rechts macht meiner Meinung nach einen deutlich lebhafteren und fitteren Eindruck als noch zu Beginn der Saison.

    [18h35] Was für ein Spiel können wir denn heute erwarten? Auch wenn beide Teams durchaus offensiv gespielt haben bisher in dieser Saison und vor allem St. Pauli ein wenig über den Erwartungen spielt, bin ich noch ein wenig skeptisch, ob es wirklich eine unterhaltsame Partie wird. Vor allem, weil sich Werder diese Saison im Weserstadion stets schwer getan hat, wenn sie das Spiel machen mussten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FC St. Pauli – im Gegensatz zur zweiten Liga – hinten die Räume öffnen wird und Werder spielen lässt. Geduldspiel ist  sicherlich übertrieben, weil dafür St. Paulis aktuelle Form zu gut und selbstbewusst ist. Mal abwarten.

    [18h29] Das letzte Mal live bloggen aus Bremen, und da dachte ich mir, dass es nur ein Werder-Spiel zum Abschluss sein darf. Also heute DFB-Pokal 2. Runde in einer hoffentlich attraktiven Begegnung gegen den FC St. Pauli aus Hamburg.

    Thema: Fußball, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (2) | Autor: medispolis

    Ballpodder, die 2. Runde

    Mittwoch, 26. August 2009 16:50

    Ich hatte hier schon einige Male auf einen Podcast der Fußball- und Sportblogger hingewiesen. Wie ich gerade festgestellen musste, hatte ich es verpasst auf die erste Ausgabe hinzuweisen. Umso mehr möchte ich euch die 2. Runde ans Herz legen. Meine Wenigkeit ist dort per Telefon zugeschaltet und sagt ein paar Sätze über die neue Premier League Saison, zudem gibt es interessante Beiträge zum FC Bayern Union Berlin und dem Hamburger SV. Reinhören lohnt sich auf alle Fälle.

    Alles weitere zum Podcast bei Probek, der dankenswerter Weise wieder seine Küche zur Verfügung gestellt hat. Dort bitte auch Feedback, Anregungen und Kritik hinterlassen. Wer mitmachen möchte oder mit Rat und Tat zur Seite stehen will, erfährt hier alles Wichtige.

    Merci für die Aufmerksamkeit

    Thema: Fußball | Kommentare (2) | Autor: medispolis