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Was Werder jetzt braucht – und nicht braucht

Montag, 8. November 2010 20:38

Ich muss zugeben, dass ich selten so enttäuscht, niedergeschlagen und schlecht gelaunt war wie am vergangenen Mittwoch nach der unglücklichen und unnötigen Niederlage von Werder in der Champions League gegen Twente Enschede. Normalerweise hake ich die Niederlagen meiner Lieblingsvereine ganz schnell ab und freue mich auf das nächste Spiel. Doch diesmal gelang das einfach nicht, zu enttäuscht war ich. Nicht unbedingt über die Leistung, sondern einfach über das Ergebnis nach den 90 Minuten. Es gibt solche Spiele in einer Saison, die wichtig sind, in denen man sich viel vornimmt und dann einfach gar nichts gelingen will. So eine Partie hatte Werder. Und wenn dann auch noch eigenes Unvermögen hinzukommt, ist es doch nur selbstverständlich, dass man ohne viel Selbstbewusstsein zum nächsten Spiel nach Stuttgart reist.

Auch wenn das jetzt blöde klingen mag, aber ich hatte ziemlich sicher mit einer Niederlage in Stuttgart gerechnet, natürlich aber nicht in der Höhe. In den vergangenen Jahren hat es Werder häufig ausgezeichnet, dass sie nach einem ganz schwachen Spiel meist gleich die nächste Offensivgala hingelegt haben. Was dann die schon seit Jahren existierenden Probleme, vor allem in der Defensive, ein wenig überdeckt. Und vielleicht auch Thomas Schaaf und Klaus Allofs ein wenig geblendet hat. Wieso die Defensive groß verstärken und umbauen, wenn man vergangene Saison auf Platz 3 der Abschlusstabelle landete und sich, wenn auch glücklich, für die Champions League Gruppenphase qualifiziert hat?

Jetzt folgte ein gutes Spiel gegen Enschede mit leider fürchterlichem Endergebnis und eine katastrophale Leistung gegen Stuttgart. Grund zur Sorge und Beunruhigung ja, Grund für Hysterie, Panik und unüberlegte Handlungen keineswegs. Wenn jetzt wieder einige aus dem Loch kriechen und alles, was in den letzten Jahren ganz offensichtlich insgesamt sehr gut funktioniert hat, in Frage stellen, kann ich das verstehen, finde es aber den falschen Weg. Und wenn man den Rücktritt von Schaaf und eventuell auch Allofs fordert, wäre es nicht verkehrt, wenn man sinnvolle und produktive Vorschläge für eine mögliche Nachfolge gleich in einem Zug nennt. Viele gibt es da eben nicht.

Die Fakten: Wie steht Werder Bremen da?
Man steht nach 11 Spieltagen mit 14 Punkten im Mittelfeld der Bundesligatabelle, sieben Punkte Rückstand auf Rang 3, fünf Zähler vor dem Relegationsplatz. Vor den beiden schlechten Spielen gegen Nürnberg und Stuttgsrt holte man aus den letzten vier Spielen 10 Punkte. Und weil es jetzt zweimal nicht geklappt hat, wird gleich alles in Frage gestellt. Dass Probleme und Defizite vorhanden sind, will ich gar nicht abstreiten. Dazu weiter unten mehr. In der Champions League enttäuschte man. Und das ist der Fakt, der mich am meisten enttäuscht hat. So erfahren in der Königsklasse, so wenig Ertrag diese Saison. Werder in dieser Saison schlicht nicht gut genug für die Champions League. Dass man im Vergleich zu Inter und vielleicht auch den Spurs die schlechteren Einzelspieler hat, mag stimmen, doch hätte man mit Erfahrung, Ruhe und Konzentration diese Nachteile kompensieren können, wenn man gewollt hätte. Jetzt hat man den Knacks in der Champions League blöderweise in die Liga mitgenommen. Vielleicht ist es gar nicht so unpassend angesichts der Position im Mittelfeld der Tabelle, wenn wir in der Rückrunde nicht mehr international spielen. Die finanziellen Folgen sind nicht absehbar, aber ich habe schon das Vertrauen, dass die Geschäftsführung nicht die Finanzen an einem Einzug ins Viertelfinale der Champions League ausrichtet. Im DFB-Pokal schied Werder unglücklich aus. Es ist eine Mischung aus eigenem Unvermögen, Inkonstanz in den Leistungen, Pech und Verunsicherung. Alles Kompnenten, die lösbar sind. Viel schwieriger scheint der mannschaftliche Zusammenhalt geworden zu sein. Das ist Aufgabe von Allofs und Schaaf – und es muss schnell gelöst werden. Und Trainer und Manager sollten nicht die Scheu haben, Arnautovic einfach mal zwei Spiele auf die Tribüne zu setzen, wenn er sich nicht wie ein Profi benimmt. Werder hätte den großen Umbruch verpasst, das ist kein Team mehr, Schaaf wirkt ratlos, erreicht wohl die Mannschaft nicht mehr. All das geistert jetzt durch den Blätterwald. Was nur zur Verunsicherung aller Beteiligten beiträgt. Nötig wäre mal eine schonungslose Fehleranalyse und Blick auf die letzten Jahre um zukünftige Krisen möglichst selten vorkommen zu lassen. Und da müssen sich auch Allofs und Schaaf kritisch hinterfragen. Es wäre aber fatal daraus zu folgern, dass ich persönliche Konsequenzen fordere. Diese Stufe der Krise wird hoffentlich nicht bestiegen.

Was sich Klaus Allofs und Thomas Schaaf vorwerfen lassen müssen
Eigentlich muss man nur auf die Anzahl der Gegentore schauen – und schon ist alles gesagt. 27 Gegentreffer in den ersten 11 Spielen, zweitschlechteste Abwehr der Liga. Der langwierige Ausfall von Naldo in der Innenverteidigung und von Sebastian Boenisch auf Linksaußen wirkt sich da natürlich auch negstiv aus, aber das wissen Schaaf und Naldo ja eben nicht seit Oktober, sondern das war in Ansätzen bereits im Sommer erkennbar. Wenn man in der Bundesliga, Champions League und im DFB-Pokal vorne mitspielen möchte, ist die Defensive qualitativ und quantitativ einfach nicht gut und umfassend genug besetzt. Und mit Verletzungen muss immer gerechnet werden. Schaut man sich die Bilanz der Gegentreffer an, ist eine klare negative Tendenz erkennbar.

Werder bekommt im Schnitt einfach zu viele Gegentore. 50 in der Saison 2008/2009 sorgten dafür, dass man sich nicht über die Liga für den interantionalen Wettbewerb qualifizieren konnte. Letzte Saison war es mit der sehr starken zweiten Saisonhälfte erträglicher. Schaut man sich die jetzige Zahl von 27 Gegentreffern an, wird die 50 mehr als nur realistisch. Und damit würde man ziemlich sicher nicht mehr im Europapokal vertreten sein. Was viel nachhaltige Auswirkungen haben könnte als eine Niederlage gegen Stuttgart. Aber bis dahin wäre ja noch genügend Zeit es zu ändern. Wie sollte Werder vorgehen? Zu allererst Hoffen auf schnelle Genesung von Naldo, Boenisch und Fritz und dann muss es im Winter Verstärkungen für die Defensive geben, keine Frage. Und zu Not muss man dann auch mal ein wenig Geld in die Hand nehmen und ein paar Risiken eingehen. Besser als nächste Saison gar kein Geld aus den internationalen Wettbewerben zu erhalten. In der Meistersaison 2003/2004 lagen die Gegentore auch bei 38, davon kassierte man aber neun an den letzten beiden Spieltagen, als man schon Deutscher Meister war. Ein Relikt aus besseren Zeiten. Die Defensive braucht Neuzugänge, aber insgesamt muss die ganze Mannschaft defensiver eingestellt sein. Vielleicht wäre es mal an der Zeit an der Spielphilosophie ein wenig zu schrauben, denn Werder hat schlicht nicht die defensive Klasse derzeit um bedingungslos nach vorne spielen zu können. Und das klappt ja auch nur, wenn man vorne die Treffer macht. Das geschieht derzeit nicht, die hohen Niederlagen und die vielen Gegentreffer sind die folgerichtige Konsequenz.

Mikael Silvestre: Von meinem Hoffnungsträger zum Sündenbock der Fans
Als Werder kurz vor Transferschluss die Verpflichtung von Mikael Silvestre bekanntgab, hielt ich das zunächst für einen guten Transfer. Und habe das auch in diversen Konversationen auf Twitter mitgeteilt. Silvestre habe trotz seiner geringen Spielpraxis eine Chance verdient, gerade bei den bekannten Schwächen von Werder auf den Außenpositionen. Ich hatte gehofft, Silvestre könnte mit seiner Erfahrung und Umsicht defensiv mehr Stabilität geben, mittlerweile steckt er sich bei den hypernervösen Mertesacker, Pasanen und Prödl aber mit dem Defensivvirus an. Und spielt weit davon entfernt, wie er spielen könnte – und das, nebenbei bemerkt, zu Beginn auch gezeigt hat. Man muss schlicht konstatieren, dass Silvestre nicht die erhoffte Verstärkung bisher ist. Da lag ich meiner Einschätzung falsch. Aber was ja nicht ist, kann ja hoffentlich noch werden.
Allerdings darf man bei aller Kritik an Allofs bezüglich der Transferpolitik nicht vergessen, dass mit der Rückkehr von Pizarro und der Verpflichtung von Wesley zwei ordentlich gute Taten vollbracht wurden. Es ist also zu einseitig zu sagen, Werder habe in den letzten Jahren eine mangelhafte Transferpolitik aufs Parkett hingelegt. Nur sieht man die vielen Schwächen viel schneller als die Erfolge, gerade in der jetzigen Phase. Und was auch nicht übersehen werden darf – das soll aber keine Entschuldigung sein – dass mit Naldo, Fritz und Boenisch eben drei wichtige Spieler in der Verteidigung fehlen. Zudem spielen viele Akteure seit Wochen unter ihren Möglichkeiten. Bargfrede, Hunt und auch Marin sein an dieser Stelle erwähnt, die Liste ließ sich ergänzen. Im offensiven Mittelfeld hat man eigentlich die nötige Tiefe im Kader und die Variation, blöd nur, wenn derzeit fast alle Spieler ihrer Form hinterherlaufen. Deshalb weitere Aufgabe für Schaaf und Allofs im Winter: Ein weiterer Stürmer zur Entlastung von Pizarro und Almeida und damit Hunt, Arnautovic und Marin sich ganz auf ihre Aufgaben im Mittelfeld konzentrieren können und damit vielleicht auch einen größeren Beitrag zur defensiven Absicherung leisten können.

Die Werder-Fans: Rückendeckung in schwierigen Zeiten oder Abspielstation für Häme?
Haben die Werder-Fans schon alles wieder vergessen? 2003/2004 Meister und Pokalsieger, 2009 erneut in Berlin erfolgreich, in den letzten sieben Jahren sechs Mal für die Champions League qualifiziert. Vizemeister 2006 und 2008, im UEFA-Cup Finale 2009 und im Pokalfinale 2010. Natürlich setzen solche Erfolge auch höhere Standards, aber Werder hatte sieben sehr erfolgreiche Jahre zuletzt. Das sollte und darf nicht vergessen werden. Schwächephasen und kleinere Krisen gab es immer zwischendurch, bisher wurden alle gemeistert, unter der Federführung von Schaaf und Allofs. Warum diesmal nicht wieder? Wenn man in den letzten Jahren mit sportlichen Tiefschlägen immer mit der ruhigen Strategie erfolgreich gefahren ist, wieso jetzt in Panik verfallen und jeden Stein umdrehen? Und das sollten sich die viele Fans im Stadion auch einmal bewusst werden. Unmutsbekundungen über ein schlechtes Spiel gerne, aber Spieler permanent auspfeifen geht einfach gar nicht. Und damit tun die Fans der Mannschaft keinen Gefallen. Wenn es nicht so gut läuft, sollte man zusammenrücken, Spieler, Umfeld und Fans. Es ist doch keinem geholfen, wenn Silvestre jetzt zum Sündenbock für die Unzufriedenheit der Fans gemacht wird. Ein trauriges Bild, das einige Werder-Fans in den letzten Tagen abgegeben haben. Und da kann ich auch den Ärger von Thomas Schaaf verstehen.

Was im Umfeld von Werder jetzt nicht passieren sollte
Bitte keiner Trainerdiskussion, auch wenn es ganz viele Zeitungen in Deutschland, insbesondere in Hamburg, herbeireden wollen. Und die Werder-Fans, die Schaaf nicht länger an der Seitenlinie sehen wollen, müssen dann auch mal sagen, wie es ohne Schaaf weitergehen soll. Aber vielleicht können sie es sich auch gar nicht vorstellen. Auch wenn es blöd klingen mag, sind in der jetzigen Phase Hysterie, Panik und Schnellschussaktionen die falschen Ratgeber. Neben den kurzfristigen Maßnahmen zur Eindämmung der Krise muss bei Werder auch langfristig einiges passieren. Der Vertrag mit Almeida läuft aus und sollte verlängert werden. Es muss ein Konzept entwickelt werden, wie Werder auch mit finanziellen Ausfällen zurecht kommen kann. Und nicht zuletzt: Es muss mal ein wenig Geld in die Hand genommen werden – es sollte ja noch ein wenig in der Hinterhand sein – um die Defensive im Winter zu stärken. Und vielleicht am wichtigsten: Innnerhalb der Mannschaft muss sich was ändern. Es gab ja auch in den letzten Jahren immer mal ein paar Spannungen. In der jetzigen Phase wäre es nicht verkehrt, die persönlichen Wünsche hintenanzustellen. Frings mag ein Leader sein, auch neben dem Platz. Ich weiß aber nicht, wie es ankommt, wenn er sich in der Presse beklagt.

“Ich schäme mich für uns”, sagte Tim Wiese nach der Partie in Stuttgart. Der Torhüter ist derzeit vielleicht der einsamste Mann auf dem Platz. Angesprochen, wie er denn es sehe, wenn ständig in der 80. Minute noch Konter auf ihn zurollen. Wiese findet keine wirkliche Erklärung. “Ja, das ist halt das, was wir die ganzen letzten Jahre falsch machen.” Und das ist das, was mich derzeit ein wenig ratlos macht. Man erkennt seit Jahren die Probleme, gelöst hat man sie noch nicht. Aber ob es wirklich ein anderer Trainer könnte?

Weitere Artikel zur Krise bei Werder Bremen:
Tobias/Meine Saison: Kein Abschied von Thomas Schaaf
Johan/Werder-Fußball-Blog: Abschied von Thomas Schaaf
Werder-Exil: Es fehlt
Werderblog: Es war eine schöne Zeit mit Ihnen, Herr Schaaf
Worum-Blog: Schneid abgekauft – was nun?

Thema: Fußball, Werder Bremen | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Für Hannover 96 gibt es noch ganz viel zu tun!

Montag, 23. August 2010 18:39

Ich war am Samstag in der AWD-Arena und sah ein durchschnittliches Bundesligaspiel, allerdings mit sehr interessanten und dramatischen letzten 30 Spielminuten. Hannover 96 schlug Eintracht Frankfurt mit 2:1. Und ich fand, das war verdient. Glück hatten beide Teams, einmal durch den Lattentreffer von Ya Konan und den Pfostenkopfball von Marco Russ. Trotzdem hat 96 in der zweiten Hälfte ab der 60. Minute das Tempo weiter erhöht und deutlich mehr Spielanteile als die Hessen. Ergebnis geht also völlig in Ordnung.

Es war also ein guter Saisonstart von Hannover 96, dennoch sollte man jetzt nicht in große Begeisterung ausbrechen. Die Niedersachsen haben noch viele Punkte zu erledigen und Aufgaben in den nächsten Wochen zu bewältigen. Aber alles lösbare Angelegenheiten, die auch ein wenig Zeit brauchen. Die sollten alle Beteiligten bekommen. Nachfolgend ein paar Punkte und Gedanken, die mir hauptsächlich während des Spiels in der AWD-Arena aufgefallen sind. Der pasenden Übersicht halber nach Mannschaftsteilen sortiert. Beginnen möchte ich aber mit zwei anderen Punkten.

Verletzung von Carlitos: Es war der erste Schock für die 96-Fans am Samstag. Carlitos verletzte sich bereits nach wenigen Minuten ohne Einwirkung des Gegners und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Er wird mindestens ein halbes Jahr ausfallen. Für den Neuzugang aus Portugal, an den man in Hannover große Hoffnungen und Erwartungen knüpfte, natürlich der größte anzunehmende Unfall. Aber auch für die Mannschaft. Eigentlich muss jetzt Ersatz her. Die Hannoversche Allgemeine zitiert in ihrer Montagsausgabe Jörg Schmadtke mit den Worten, dass er sofot Ersatz beschaffen könne, er brauche nur das Okay von Präsident Martin Kind.

Harmonie im Verein: Wobei wir bei der nächsten kleinen Baustelle wären, dem Verhältnis von Trainer Mirko Slomka, Sportdirektor Jörg Schmadtke und Präsident Martin Kind, das – wenn man die Interviews von Martin Kind in den letzten Tagen gelesen und gehört hat – ziemlich in die Brüche gegangen, wohl unter anderem verursacht durch das peinliche Pokalaus in Elversberg. Martin Kind scheint sehr enttäuscht und verärgert über die Spieler gewesen zu sein (“Die Spieler sollen arbeiten, bis sie kotzen“). Aber eben auch umso mehr noch über Trainer Slomka und Manager Schmadtke, die es nicht geschafft haben, das Team in der Vorbereitung so zusammenzustellen und zu formen, dass es die erste Pokalrunde gegen einen Viertligisten übersteht. Ich glaube nicht, dass Martin Kind Angst um sein Geld und seine Investitionen in den Verein hat. Er wollte aber deutlich machen, dass er von allen – Spielern wie Trainerstab – mehr Verantwortung braucht. Zumal Slomka die Ursache für die Pokalniederlage vor allem seinen Spielern in die Schuhe schob. Slomka und Schmadtke schien alles andere als glücklich über die Äußerungen von Martin Kind. Keine Ahnung oder Idee, wie nachhaltig dieser Konflikt sich bei Hannover 96 noch auswirkt. Eine erste Hürde könnte er nehmen, sollten sich Schmadtke und Kind sehr schnell auf einen Nachfolger von Carlitos einigen könnten.

Torhüter: Florian Fromlowitz hat das Vertrauen von Slomka bekommen und ist die unumstrittene Nummer 1 bei den Roten, auf dem Feld und auch durch das Trikot signalisiert. Solider Auftakt des Schlussmannes, ein paar bekannte Schwächen beim Rauslaufen und der Strafraumbeherrschung, war sonst aber kaum gefordert. Die Torhüterposition ist das geringste Problem.

Abwehr: Starker Auftakt von Steven Cherundolo auf der rechten Verteidigerposition, bleibt zu hoffen, dass er verletzungsfrei durch diese Saison kommt. Flanken waren noch nie seine Stärke, aber dafür gibt es andere Spieler. In der Defensive sehr ordentlich. Das gilt weitesgehend auch Für Haggui und Pogatetz, wenngleich beide Spieler noch zu viele kleine Fehler im Spielaufbau hatte, sich hin und wieder verschätzt haben oder zu langsam im Stellungsspiel waren. Nichts dramatisches, summiert sich dann aber über 90 Minuten. Die Innenverteidigung ist noch stark verbesserungswürdig, vor allem wenn die richtigen Brocken kommen. Christian Schulz auf der linken Außenbahn in der Defensive war mit Abstand der schwächste Akteur am Samstag, nicht nur vor dem Gegentreffer. Hatte massive Probleme in der Rückwärtsbewegung, teilweise sehr langsam, verlor die wichtigen Zweikämpfe. Ist man von Schulz eigentlich gar nicht gewohnt. Mangels Alternativen wird Schulz die Linksverteidigerposition weiter bekleiden. Verbesserung nötig – dringend.

Mittelfeld: Nach der frühen Verletzung spielten Pinto, Konstantin Rausch, Manuel Schmiedebach und Moritz Stoppelkamp, Neuzugang aus Oberhausen. Wenn man sich vorstellt, dass letzte Saison auf diesen Positionen noch Balitsch, Bruggink, Schlaudraff und Elson spielten, merkt man wohl am deutlichsten, dass Hannover 96 sich nicht gerade verstärkt hat im Mittelfeld – um es vorsichtig zu formulieren. Deshalb muss auf den längeren Ausfall von Carlitos auch reagiert werden. Pinto mit solider Vorstellung am Samstag, mehr aber auch nicht. Konstantin Rausch auf links mit guten Ansätzen im Spiel nach vorne, nicht nur wegen seines Tores. Hatte aber Schwierigkeiten bereits im Mittelfeld defensiv zu agieren. Da hat er insgesamt zu wenig unternommen und zu viele Vorstöße der Frankfurter nicht unterbinden können. Man hat gemerkt, dass die beiden jungen Spieler im Team, Schmiedebach und Stoppelkamp, schon nervös waren. Beide gerade in der Anfangsphase des Spiels mit vielen Fehlern im Spielaufbau, mit ungenauen Zuspielen und schlechtem Positionsspiel. Das wurde im Laufe des Spiels besser. Dass beiden noch ein wenig die Erfahrung und Übersicht fehlt, ist mir bei Schmiedebach zweimal negativ aufgefallen, als er zwei gute Kontermöglichkeiten durch ein blöden Fehlpass und zu langes Ballhalten vergab. Auch hier noch ausbaufähig.

Sturm: Ich hatte immer schon ein sehr positiven Eindruck von Didier Ya Konan, wenn er noch ein wenig mit seiner Chancenverwertung arbeitet, ist das ein Stürmer, der Hannover weitergeholfen hat und definitiv weiterhilft. Pluspunkt: seine Schnelligkeit und Kopfballstärke bei vergleichsweise kleiner Größe. Mohamed Abdellaoue, der Neuzugang aus Norwegen, hatte einige sehr vielversprechende Ansätze, mehr aber auch nicht. Und mehr konnte man auch noch nicht erwarten, wurde wenig in Szene gesetzt und konnte mit den Laufwegen seiner Mitspieler auch nicht viel anfangen. Hat sich aber reingehängt – erinnert sei die Szene vor dem 1:0 an der Seitenlinie – war engagiert, hat gekämpft und gerackert. Und so einen braucht 96 im Sturm. Wenn er dann noch Tore schießt, umso besser für die Roten.

Gesamteindruck: Es war okay, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und es sind drei Punkte für den Klassenerhalt. Die nächsten Gegner heißen Schalke (A), Leverkusen (H), Wolfsburg (A) und Werder Bremen (H). Da sollte man nicht unbedingt mit Punkten am Fließband rechnen, umso wichtiger waren die drei Zähler gegen Frankfurt. Was in der Partie gegen die Hessen wieder verschärft aufgefallen ist, bleibt die fehlende Spielstärke der Roten, wenn sie selbst aktiv das Geschehen in die Wege leiten müssen. 96 reagiert besser, als dass es agiert. Viele Spieler im Spielaufbau insbesondere in der ersten Hälfte. Das Aufbauspiel von 96 krankt außerdem auch daran, dass sich insgesamt zu wenig bewegt wird, häufig muss lange Zeit nach Anspielstationen gesucht werden, es wird selten mal dem Ball entgegengekommen. Am Samstag ist mir aufgefallen, dass fast alle Spieler über 90 Minuten ihre Positionen kaum verlassen haben. Das wirkte alles sehr statisch. Ich hätte mir zum Beispiel mal gewünscht, dass Schmiedebach ein wenig mehr auf rechts rückt, Pinto etwas mehr zentraler agiert. Da gab es aber kaum Rotation. Was mir noch negativ aufgefallen ist: 96 hat sehr spät erst die Frankfurter im Spielaufbau gestört. Da war eine viel zu große Lücke zwischen Mittelfeld und Defensive. Das Mittelfeld hat dort insgesamt zu wenig gestört und versucht die Angriffe frühzeitig schon zu stören. Dass die Abwehr dann Probleme hat und nicht zu hoch stehen darf, ist auch klar. Aber 96 fehlt im neuen System und mit den neuen Spielern ein Abräumer vor der Abwehr, so wie es Balitsch die letzten Spielzeiten recht erfolgreich gemacht hat. Schmiedebach, Stoppelkamp und Pinto haben das nicht wirklich antizipiert oder hatten keine Lust dazu. Da wirkte es sich positiv aus, dass Frankfurt am Samstag nicht den Druck auf das defensive Mittelfeld der Niedersachsen aufbauen konnte.

Also insgesamt noch viel zu tun, viel Feinarbeit. Die schwierigen Spiele kommen erst noch. Und es wäre nicht schlecht, wenn sich der Verein geschlossen nach außen präsentieren könnte. Davon würden auch die Spieler profitieren.

Thema: Fußball | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Hörtipp: Neue Medien statt Sportstudio

Sonntag, 4. Juli 2010 13:32

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Gestern Mittag fand eine interessante und sehr entspannte Diskussion beim ZEIT online Talk auf dradio Wissen statt zum Thema, wie Blogs und Social Media die Fußballberichterstattung verändern. Zu Gast unter anderem Jens Weinreich, direkt aus dem Winter in Südafrika, Oliver Fritsch von den Hartplatzhelden und Redakteur bei ZEIT online sowie Kai Lorentz/probek, Gründer des Sportbloggernetzwerkes, dem ich auch angehöre.

Reinhören lohnt sich auf alle Fälle. Weitere Infos zu den Gästen, dem Thema und Möglichkeiten des Nachhörens gibt es hier.

Thema: Fußball, TV und Radio | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 02. Juni 2010 – To be clear

Mittwoch, 2. Juni 2010 17:29

“We have followed recent speculation linking Cesc with a move away from the Club but as there has never been any official approach for him, only two informal exchanges, in which we made it abundantly clear that we have no interest in transferring Cesc, we have refrained from publicly passing comment. However, yesterday evening we received an offer from Barcelona for Cesc and in response, we immediately and resolutely told them once again that we have no intention of selling our captain. To be clear, we will not make any kind of counterproposal or enter into any discussion. Barcelona have publicly stated that they will respect our position and we expect that they will keep their word.”

Offizielles Statement des FC Arsenal zum Kaufangebot des FC Barcelona für Cesc Fabregas.

Guter Tag!

Thema: Fußball, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Europa League Finale 2010, Atletico Madrid – FC Fulham 2:1 n.V.

Donnerstag, 13. Mai 2010 12:12

Wenn man unter anderem den Titelverteidiger Schachtar Donzek, Juventus Turin und den Hamburger SV auf dem Weg ins Finale besiegt, dann kann man durchaus als leichter Favorit in das erste Finale der Europa League gehen. Doch das ist für Fulhams Trainer Roy Hodgson, von der League Managers Association auf der Insel gerade zum Trainer des Jahres gewählt, gar nicht von oberster Priorität: “Es mir egal, ob wir als Favorit in ein solches Spiel gehen. Die viel wichtigere Frage ist, ob wir wirklich gewinnen wollen, ob wir uns so gut vorbereitet haben wie irgend möglich und ob wir alles geben – und die Antwort ist ein deutliches, deutliches Ja.” Roy’s boys go for glory, stehen ein Spiel vor dem größten Triumph der Vereingeschichte. Fulham, im Südwesten Londons gelegen, immer im Schatten der großen Stadtrivalen Arsenal, Chelsea und Tottenham, aber ausgestattet mit viel Tradition und Leidenschaft. An der Themse hat man nicht jeden neumodischen Kram mitgemacht und sich so viel Tradition bewahrt, dass man Fulham eigentlich mögen muss. Gestern Abend gehörte ihnen die große Fußballbühne. Gegner Atletico Madrid steht ebenfalls ein wenig überraschend im Finale der Europa League. Wer Galatasaray Istanbul, Sporting Lissabon, den FC Valencia und den FC Liverpool ausschaltet, kann man mit Fug und Recht behaupten, etwas Besonderes geleistet zu haben. Auch wenn dabei ein bisschen Glück dabei war. Häufig kam man über die Auswärtstorregel weiter, machte das Weiterkommen immer erst im Rückspiel klar, teilweise sogar in allerletzter Minute, wie im Rückspiel in Istanbul, als Diego Forlan eine Minute vor Schluss den Treffer zum Weiterkommen erzielt. Eine gehörige Portion Glück gepaart mit der Nevenstärke Spiele auch noch in den letzten Minuten zu entscheiden – das brachte Atletico ins Finale nach Hamburg.

Und Fulham überzeugte in nicht nur von der kämpferischen Seite, sondern spielte auch teilweise richtig schönen, effektiven und zielstrebigen Fußball. Nur zwei Teams im Wettbewerb haben weniger Schüsse auf das eigene Tor zugelassen als der FC Fulham. Die Mannschaft von Roy Hodgson hat fast jede fünfte Torchance zu einem Treffer genutzt, der fünftbeste Wert aller Clubs im Wettbewerb. Zudem hat Fulham mehr Schüsse als jedes andere Team geblockt und spielte die zweitmeisten Tackles (Zahlen der ITV-Analyse entnommen). Und die extrem starke Defensive wird im Besonderen von Diego Forlán gefordert werden. Zuletzt im Rückspiel in Liverpool hat der Uruguayer gezeigt, dass er nicht viele Chancen zum Torerfolg braucht und über 90 Minuten auch nicht oft am Ball sein muss. Es wird ganz interessant zu sehen sein, wie Fulham mit der starken Offensivreihe der Spanier umgeht. Man kann den Triumph beider Vereine gar nicht hoch genug einschätzen. Für Fulham ist es das erste Mal, das sie im Europapokal spielten. Insbesondere auch auch für Atletico Madrid, weil die Mannschaft von Quique Sanchez Flores nur eine durchschnittliche Saison in der Liga spielt. International wird man nächste Spielzeit nur bei einem Triumph in Hamburg spielen. Es ist paradox: Die Auswärtsstärke von Atletico, die sie in der Europa League so ausgezeichnet hat, gibt es in der Liga gar nicht. Nur zwei Siege in 19 Spielen stehen zu Buche.

Es war eine traumhafte Atmosphäre in Hamburg, das Stadion gut gefüllt, viele Fans waren aus Spanien und England an die Elbe gekommen. Atletico spielte mit der Erfolgself der letzten Wochen aus der Europa League. Also die volle Offensivkraft, mit Forlan und Aguero als Stürmer, flankiert von Simao und Reyes auf den Außenbahnen. Zwei defensive Sechser mit Raul García und Aussuncao sollen verhindern, dass Fulham schnelle Konter initiiieren kann. Auch Fulham ohne große Personalsorgen im 4-4-1-1, Duff und Zamora haben sich rechtzeitig fit gemeldet. Also wieder Zamora ganz vorne im Sturm, Gera dahinter ein wenig zurückhängend, Clint Dampsey als Reserve auf der Bank. Murphy und Davies für die kreativen Momente im Mittelfeld.

Nach der Eröffnungszeremonie ging es dann um 20:45 Uhr pünktlich los. Fulham mit Anstoß in den dunklen Trikots von links nach rechts in der ersten Hälfte, in der Atletico zu Beginn den Ballbesitz kontrollierte, ließ den Ball ganz gut durch die eigenen Reihen laufen. Die Nervösität war beiden Teams anzumerken, beide spielten nur zögerlich nach vorne, bloß nicht zu viel Risiko. Nach 11 Minuten das erste Highlight in diesem Spiel. Murphy verliert den Ball beim Spielaufbau im Mittelfeld, schneller Konter der Spanier, Aguero legt auf Forlan auf, dessen Schuss den Pfosten noch berühte. Atletico in den ersten Minuten mit mehr Ballbesitz, setzten Atletico früh unter Druck und provozierten diesen einen bedeutenden Fehler. Fulham war aber auch bemüht nach vorne zu spielen, zeigte einige gute Kombinationen im Mittelfeld, es fehlte aber der letzte finale Pass, der Gefahr für das Tor von De Gea bedeutete. Die besseren Möglichkeiten hatte Atletico, Schwarzer kann den Freistoß von Reyes nach einer guten Viertelstunde erst im Nachfassen festhalten. Nach 18 Minuten die erste Chance für Fulham zumindest etwas so wie Torgefahr anzudeuten, aber Gera’s Volleyabnahme ging doch deutlich über das Tor, zwei Minuten später rettete da Gea vor Davies. Atletico machte das sehr geschickt, gaben Fulham nur so viel Platz, dass sie nicht gefährlich nahe dem eigenen Tor kommen konnten und stand dann selbst defensiv sehr kompakt. Die Cottagers hatten Mühe den Abwehrriegel zu knacken, gleichzeitig spielte Atletico auch dank individueller Klasse von Aguero und Reyes sehr schnell nach vorne. Exzellente Raumaufteilung und Spielaufbau bei den Spaniern. Fulham wirkte häufig ein wenig ratlos, die Zuspiele in die Spitze waren viel zu ungenau, sodass Zamora sich kaum in Szene setzen konnte. Atletico ging nach 32 Minuten mit 1:0 in Führung, natürlich durch Forlan, und weil Fulham wieder zu weit von den Gegenspielern stand. Forlan steht letzlich am Ende einer Reihe von einem schönen Sprint von Reyes, der in die Mitte flankt, und einer Kopfballverlängerung von Aguero und Simao, Forlan sprintet in die Lücke zwischen den beiden Innenverteidigern und lässt Schwarzer keine Chance. Zwei Vorwürfe an Fulham: Wie gesagt zu weit weg von den Gegenspielern, aber auch nicht früh genug angegriffen und nicht auf einer Linie. Ein Schritt nach vorne und Forlan hätte im Abseits gestanden. Aber wie oft hat Fulham schon gezeigt, dass sie ein Rückstand überhaupt nicht schockt? Und es hat ganze fünf Minuten gedauert! Zamora verspielt zunächst eine gute Chance, der Ball geht wieder raus zu Gera, der den Ball butterweich in die Mitte gibt, die Kopfballverlängerung der Atletico-Abwehr geht genau auf den Fuß von Davies, der den Ball volley nimmt und flach ins Tor hämmert. Richtig viel Kontrolle brachte das nicht ins Spiel von Fulham, Madrid blieb das bessere Team, weil Fulham stets Schwierigkeiten hatte sich aus der eigenen Defensive zu befreien. Schwarzer verhinderte nach einem strammen Schuss von Forlan den Rückstand. Mit dem aus Fulham eher glücklichen 1:1 ging es in die Halbzeit.

Es gab keine Wechsel in der Halbzeitpause. Fulham kam viel besser aus der Kabine als in den ersten 45 Minuten, spielte aber weiterhin zu häufig durch die Mitte, wo Atletico kaum Platz zum Kombinieren zuließ. Nach 55 Minuten ging Bobby Zamora, der wenig brauchbare Zuspiele bekam. Und die, welche vielversprechend waren, verwertete er mangelhaft. US-Boy Clint Dampsey kam für ihn in die Partie. Die Cottagers blieben das bessere und torgefährlichere Team im zweiten Abschnitt. Nach einer Stunde kann Davies einen Abpraller in der Atletico-Abwehr nach der Flanke von Gera von links aufnehmen, aber de Gea kann fanstastisch halten. Duff zieht nach ein paar Minuten später nach schöner Einzelleistung knapp am Tor vorbei. Von Madrid kam gar nichts mehr, gefühlt ein Ballkontakt von Forlan nach 15 Minuten in der zweiten Hälfte. Insgesamt konnte die zweite Hälfte an die Spannung und Dynamik der ersten 45 Minuten nicht anknüpfen. Einzig ein Freistoß von Aguero eine Viertelstunde vor Schluss brachte etwas Beschäftigung für Schwarzer. Gegen Ende der regulären Spielzeit wurde Atletico wieder stärker, setzten die Fulha-Defensive wieder mehr unter Druck, aber wenn Hodgson den Cottagers etwas beigebracht hat, dann ist es gute Defensivwerk. Fulham konnte alle Flanken sicher abfangen, auch wenn die Kraft ein wenig verloren ging. Folgerichtig ging es dann in die Verlängerung, 1:1 stand es nach 90 Minuten. Couragierte zweite Hälfte vom FC Fulham, von Atletico kam gerade zu Beginn einfach zu wenig für die Offensive.

Verlängerung und Atletico Madrid. Da war doch was. Auch beim FC Liverpool schaffte man das Weiterkommen erst in der Verlängerung durch einen Treffer von Diego Forlan. Und Geschichte sollte sich wiederholen. Fulham kämpfte in der Verlängerung mit den Kräften, schaffte es aber immerhin zu verhindern, dass die Spanier zu wirklich ganz großen Torchancen kam. Auch Atletico merkte man in den letzten Minuten die Müdigkeit ein wenig an, im Gegensatz zu den Cottagers reichte es aber noch für halbwegs strukturiertes Bild. Die Erlösung für Atletico kam dann drei Minuten vor Schluss. Aguero setzt sich auf links gut durch, zieht Richtung Strafraum, präsziser Pass auf Forlan, der den Ball eigentlich nur wenig berüht, zudem springt der Ball noch an das Bein von Hangeland, aber es reicht, dass der Ball über die Torlinie geht. Atletico im sieben Himmel – und Hugh Grant und Lilly Allen sind auf der Tribüne den Tränen nahe.

Am Ende gewinnt Atletico verdient mit 2:1 und ist Sieger der Europa League 2009/2010. Mit Ausnahme der ersten 20 Minuten in der zweiten Hälfte waren die Spanier das klar bessere Team. Fulham schwanden am Ende auch die Kräfte. Trotzdem ist es natürlich extrem bitter, so kurz vor Schluss den Siegtreffer zu kassieren. Roy Hodgson nach dem Spiel: “Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Unsere Leistung heute Abend fasst sehr gut das zusammen, wofür wir stehen. Man kann nach einer Niederlage nie fröhlich sein, aber ich kann meine Mannschaft nicht kritisieren. Unglücklicherweise war das Schicksal gegen uns, wenn es um das Hochheben der Trophäe ging.”

Thema: Fußball | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog 01.05.2010: Vorletzter Spieltag in Premier League und Bundesliga

Samstag, 1. Mai 2010 13:09

[17h56] Tabellenstand in der Premier League. Tottenham auf Platz 4 mit 67 Punkten, dahinter Man City mit 66 Punkten. Damit wird das Nachholspiel am Mittwoch zum echten Schlüsselspiel. Mit einem Sieg könnten die Spurs den vierten Rang eintüten. Liverpool kann morgen noch ranrücken an das Duo. Aston Villa hat einen Europa League Platz sicher. Everton spielt nächste Saison definitiv nicht international.

So, das wäre es dann für heute Abend. Vielen Dank fürs Lesen. Schönen Abend noch.

[17h54] Nach sechs Minuten Nachspielzeit bringt auch Tottenham das 1:0 gegen Bolton nach Hause.

[17h52] Endstand Manchester City – Aston Villa 3:1

[17h48] Manchester City – Aston Villa 3:1, Craig Bellamy, 90. Minute

City bringt einen Konter nach Hause. Wright-Philips setzt sich auf links energisch durch. Cuellar wird überlaufen, Pass zu Bellamy – und dann ein Schlenzer in den Winkel. Tolles Tor und Entscheidung in dieser Partie. 3 Minuten Nachspielzeit so far.

[17h46] Tevez geht bei City, Micah Richards kommt. Beton wird angerührt.

[17h43] Villa jetzt zwar mit mehr Tempo, ich wollte schon vom letzten Aufbäumen schreiben, als man einen Eckball rausholte, aber wirklich dauerhaft ist das nicht. Villa mit fast 60 Prozent Ballbesitz in der zweiten Hälfte – und dafür ist insgesamt einfach zu wenig bei rausgesprungen. Fünf Minuten noch. Ungemein spannend.

[17h38] City bekommt Konterchancen, Kompany mit dem Kopfball, aber über das Tor. Eher macht City hier das 3:1, Villa schafft es nicht City unter Druck zu setzen.

[17h33] Viertelstunde noch in Eastlands. Villa weiter ohne die ganz gefährlichen Torchancen. Derweil dringt Tottenham an der Lane auf die Entscheidung. Manchini bringt Wright-Philipps für Adam Johnson.

[17h25] Keine weiteren Tore in der Premier League, wenngleich Bellamy gerade die riesengroße Chance auf das 3:1 für City hatte, scheiterte aber am glänzenden Brad Friedel. Von Villa kommt in der zweiten Halbzeit etwas zu wenig. City steht ganz gut und lässt kaum Chancen zu. Auch Tottenham liegt weiter knapp vorne gegen Bolton.

[17h21] Damit Hertha abgestiegen, Freiburg gerettet, 96 mit ganz großem Schritt Richtung Klassenerhalt. Werder mit Big Point im Kampf um Platz 3, zumal Dortmund und Leverkusen über ein Remis nicht hinauskamen. Aus meiner Sicht gab es schon schlechtere Spieltage.

[17h19] Endstände in der Bundesliga

Schalke-Werder 0:2, Bayern-Bochum 3:1, Hannover-Gladbach 6:1, Köln-Freiburg 2:2, Leverkusen-Hertha 1:1, Dortmund-Wolfsburg 1:1, Frankfurt-Hoffenheim 1:2, Hamburg-Nürnberg 4:0, Stuttgart-Mainz 2:2

[17h16] So unzufrieden ich mit Werder in der ersten Halbzeit war, so zufrieden bin ich mit den zweiten 45 Minuten. Richtig cool und souverän zu Ende gebracht, ganz ganz stark.

[17h11] Köln macht den Ausgleich in Freiburg. Noch ist das Team von Robin Dutt gerettet. Und Bochum macht das 1:3. Damit Tordifferenz wieder in Nähe von 96. Musste das sein, lieber Bayern. Bitte konzentriert zu Ende spielen.

[17h07] Ach, Wolfsburg. Wie wäre es mal mit norddeutscher Schützenhilfe. Erstmal nicht, Ausgleich für den BVB durch Marco Stiepermann. Wieder einen neuen Namen kennengelernt.

[17h06] Unglaubliche Szenen in Leverkusen. Kopfball von Bayer an die Unterkante der Latte, Ball springt von dort genau an die Linie. Im Nachschuss Friedrich, Drobny reagiert glänzend. Weiter 1:1 in Leverkusen.

[17h02] Hannover macht das 6:1 durch Bruggink, Hamburg das 4:0 gegen Nürnberg und Stuttgart gleicht zum 2:2 gegen Mainz aus. Werder weiter am Drücker, eher das 3:0 als das 2:1 im Bereich des Möglichen.

[16h58] Marcel Reif: “Thema Meisterschaft für Schalke ist erledigt.” Nun ja, 20 Minuten noch, Werder ist vieles zuzutrauen. Aber im Moment sieht das sehr souverän von den Gästen aus. Bis jetzt noch.

[16h55] Dzeko mit dem 1:0 in Dortmund, für Werder äußerst praktikabel bisher, solange man weiter auf Schalke in Führung liegt. Bayern macht das 3:0, wieder Thomas Müller. Und Gladbach sorgt für Ergebniskosmetik mit dem 1:5, ich wechsle jetzt erstmal auf Einzeloption nach Gelsenkirchen.

[16h52] Schalke-Werder 0:2, Hugo Almeida, 64. Minute

So geht es doch, Werder. Endlich mal Spielkultur, gut überlegt, energisch nach vorne. Özil mit dem Zuspiel auf Almeida, der nur noch einschieben muss. Drei Torchancen, zwei Tore, aber der Unterschied ist, dass sich Werder endlich traut nach vorne zu spielen.

[16h48] Halbzeit in der Premier League: Man City-Villa 2:1 und Tottenham-Bolton 1:0

[16h46] Ausgleich in Leverkusen, wo Hertha auf das 2:0 drängte, Leverkusen durch Friedrich aber den Treffer erzielt. Spannende Schlussphase im Kampf um den dritten Platz.

[16h45] Tore auch in der Premier League. City dreht das Spiel gegen Villa durch zwei Tore innerhalb von einer Minute. Elfmeter Tevez und Adebayor die Torschützen. Und Tottenham führt 1:0 durch ein Tor von Huddlestone.

[16h42] Schalke-Werder 0:1, Mezut Özil, 56. Minute

Jetzt habe ich ihn so oft kritisiert bisher, aber jetzt kommt ein großes Lob. Fantastische Leistung von Özil, prima Einzelaktion, setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch und dann der präzise Schuss ins lange Eck.

[16h39] Und Mainz mit der 1:0-Führung in Stuttgart. Die Schwaben damit wohl erstmal aus dem Rennen für den dritten Platz. Und 96 mit dem 5:0 durch Chahed. Ich werde verrückt. Fünf Tore von 96, richtig nett. So sollte es doch sein.

[16h36] Von Werder muss einfach mehr kommen, das wirkt immer noch mit angezogener Handbremse. Kontrolle ist gut, aber man kann sich ja nicht drauf verlassen, dass die Zwischenstände so bleiben. Viel zu oft lange Bälle, wenig Kreativität in der Offensive, Özil weiterhin ein Fremdkörper in diesem Spiel. Pizarro und Almeida hängen in der Luft vorne, bekommen nur lange Bälle und tappen dann in die sehr gut funktionierende Abseitsfalle der Schalker. Die Gastgeber selbst mit vorsichtigen Angriffen, zu viel Platz will man auch noch nicht gewähren. Und so steht das hier weiter 0:0 und ist ganz schwere Kost mittlerweile geworden.

[16h32] Beginn 2. Halbzeit

[16h30] Unfassbares Tempo bei Manchester City gegen Villa. Da muss Aston noch viele Angriffe aushalten, bisher bekommen sie immer noch einen Fuß dazwischen. Derweil noch keine Tore an der White Hart Lane.

[16h28] Blitztabelle Bundesliga: Bayern zwei Punkte vor Schalke, Bremen auf 3 einen Punkt vor Leverkusen und Dortmund mit je 57 Punkten. Derzeit Freiburg auf 14 mit 32 Punkten gerettet, dahinter Hannover mit 30 auf Rang 15, zwei Punkte vor Bochum und Nürnberg (je 28). Gute Ausganglage für 96 und Freiburg für die zweite Hälfte.

[16h24] Villa weiter mit unbequemem Spiel für City, machen die Räume schön eng, City kann nur selten sein schnelles Angriffsspiel aufziehen. Und selbst bleibt man über Milner und Agbonlahor brandgefährlich. Schuss von Milner, aber zu zentral, keine Probleme für Fulop.

[16h21] Halbzeit in der Bundesliga

Köln-Freiburg 1:1, 96-Gladbach 4:0, Hamburg-Nürnberg 3:0, Bayern-Bochum 2:0, Schalke-Werder 0:0, Leverkusen-Hertha 0:1, Dortmund-Wolfsburg 0:0, Stuttgart-Mainz 0:0, Frankfurt-Hoffenheim 1:0

[16h18] Manchester City – Aston Villa 0:1, John Carew, 18. Minute

Ach, wie perfekt umgeschaltet. Villa geht in Führung bei City. Carew mit seinem vierten Tor in den letzten sechs Spielen gegen City. Villa belohnt sich für konzentrierte und engagierte Anfangsphase und nutzt den ersten Angriff zur Führung. Fulop im Tor bei City als Ersatz für den verletzten Shay Given mit seinem ersten Patzer. So hatte er sich das sicherlich nicht vorgestellt. Joe Hart ist leider nicht da.

[16h15] Halbzeit Schalke-Werder 0:0

Nach 28 Sekunden Nachspielzeit ging es in die Kabine. Kein gutes Spiel, Schalke scheut das allerletzte Risko, Werder lethargisch, versucht es mit Fernschüssen zum Torerfolg. Kaum Tempo im Angriffsspiel. Schwach.

[16h12] Und Werder hat Glück, dass ein Foul von Mertesacker an Höwedes nicht mit Elfmeter belegt wird. Werder schwimmt so vor sich hin, spaziert sich so durchs Spiel. Spielerisch aus Werder-Sicht sehr sehr arm bisher.

[16h11] Hannover 96-Gladbach 4:0, Mike Hanke, 41. Minute

Sogar Hanke trifft. Ich fasse es nicht. Ich fasse es nicht.

[16h09] Schalke macht das ziemlich geschickt. Ziehen sich zunächst ein wenig zurück, lassen Werder kommen um dann schnell die Abspielfehler von Werder für einen eigenen Konter zu nutzen. Farfan angelt sich an der Eckfahne den Ball, Zuspiel auf Schmitz, präzise Flanke, in der Mitte Kuranyi vor Naldo, Kopfball geht aber ein paar Meter daneben.

[16h07] Dortmund verpasst die Chance in Führung zu gehen, Benaglio hält den Strafstoß von Sahin. Weiter 0:0 in Dortmund, richtig geil.

[16h05] Weiterhin durchaus sehenswertes Spiel in Gelsenkirchen, leichte Vorteile für Schalke, Werder fehlt nach vorne ein wenig die Durchschlagskraft. Özil steht noch völlig neben sich. Auch wenn ich jetzt dafür wahrscheinlich gleich wieder einen Meckerer bekomme: Es fehlt Marin, der auch mal in den Strafraum zieht und so mindestens mal einen Strafraum provozieren kann. Werder fällt offensiv noch zu wenig ein.

[16h01] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

Manchester City: Fulop – Zabaleta, Toure, Kompany, Bridge – Adam Johnson, De Jong, Vieira – Bellamy, Adebayor, Tevez

Aston Villa: Friedel – Cuellar, Collins, Dunne, Warnock – Downing, Petrov, Milner, Ashley Young – Carew, Agbonlahor

[15h58] Hannover 96-Gladbach 3:0, Didier Ya Konan, 28. Minute

Mit einem Wort bisher: Perfekt!

[15h54] Hannover 96-Gladbach 2:0, Sergio Pinto, 24. Minute

Klasse Spiel von den 96ern. Nicht wiederzuerkennen. Pinto mit sattem Schuss, war aber haltbar. Und der HSV mit dem 3:0 gegen Nürnberg. Im Moment klare Angelegenheiten im Abstiegskampf. Zeit mal genauer nach Gelsenkirchen zu schauen.

[15h53] Schalke jetzt mit der ersten großen Torchance, Mertesacker rettet im letzten Moment vor den einkopfbereiten Angreifern, zuvor Kuranyi mit dem Kopfball an die Latte.

[15h48] Die Bayern legen vor im Meisterschaftskampf, Müller mit dem 1:0 nach Flanke von Lahm. Etwas unorthodox, aber Bochum wird bestraft für zu viel Passivität in der Defensive. Und drei Minuten später Müller mit dem 2:0. Ein Schauplatz weniger, Bochum schwenkt schon jetzt die weiße Fahne.

[15h47] 96-Gladbach 1:0, Haggui, 17. Minute

[15h45] Werder und Schalke sind bemüht nach vorne zu spielen, aber da hakt es noch an der ein oder anderen Stelle, Schalke kommt eher über die Flügel. Werder versucht es mit Frings und Borowski eher durch die Mitte. Klappt noch nicht so ganz, Schalke steht defensiv sehr sicher. Völlig ausgeglichnes Spiel, bei Ballbesitz wie bei guten Torchancen. Nämlich noch gar keine, zumindest gute Chance.

[15h42] Und die Hertha geht mit 1:0 in Leverkusen in Führung. Toller Angriff, Gekas mit der Flanke und Raffael mit dem Volley, keine Chance für Adler. Zweiter guter Angriff der Berliner, nachdem zu Beginn schon Gekas den Innenpfosten getroffen hatte.

[15h40] Hamburg-Nürnberg 1:0, Pitroipa, 10. Minute

[15h39] Köln-Freiburg 1:0, Zoran Tosic, 9. Minute

[15h38] Starke Anfangspahse derweil von 96 im Heimspiel gegen Gladbach, auch wenn mein Stream jedes Mal hing in den letzten Sekunden. Das sah aber gut aus von Hannover, schnell und flüssig durchs Mittelfeld kombiniert. Pech und bei Ya Konan wie immer ein klein wenig Unvermögen beim Abschluss sorgen dafür, dass Gladbach noch ohne Gegentor davon gekommen ist. 96 hat sich was vorgenommen, sieht gut aus.

[15h34] Vier Minuten auf Schalke absolviert, noch nichts passiert. Und Marcel Reif hat auch keinen Frosch im Hals. Schalke mit Freistoß, auf den langen Pfosten gezogen, Wiese ein wenig desorientiert. Farfan köpft an das Außennetz. Almeida und Borowski sollten die nötige Absicherung gegen die kopfballstarken Gastgeber sein.

[15h31] Auch wenn erst 35 Sekunden gespielt sind in der Allianz-Arena, drücken die Gastgeber schon aufs Tempo. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Bochum diese 90 Minuten unbeschadet überleben wird. Bochum hypernervös.

[15h30] Beginn 1. Halbzeit

[15h24] Drama in der Scottish Premier League, wo Hearts of Midlothian durch ein spätes Tor von David Obua mit 2:1 bei Hibernian Edinburgh gewinnen. Damit großer Rückschlag für Edinburgh im Kampf um den Europapokal. Motherwall kann mit einem Sieg bei Celtic Glasgow sich später etwas absetzen.

[15h21] Die Aufstellungen in der AWD-Arena

Hannover 96: Fromlowitz – Cherundolo, Eggimann, Haggui, Christian Schulz – Pinto, Balitsch, Schmiedebach, Bruggink – Ya Konan, Hanke

Borussia Mönchengladbach: Bailly – Levels, Brouwers, Dante, Daems – Bradley, Meeuwis – Matmour, Arango – Friend, Reus

Mirko Slomka: “Ganz Hannover steht hinter uns. Wir wollen an die guten Leistungen zuletzt anknüpfen, es zählt nur ein Sieg. Wir sind top vorbereitet.” 96 also mit zwei Spitzen, Ya Konan neben Hanke. Endlich mal eine etwas offensivere Ausrichtung, auch Bruggink wieder im Mittelfeld, Schmiedebach wohl eher über die linke Seite.

[15h14] Jürgen Klopp: “Wir haben die Chance, etwas richtig Geiles zu machen. Wir haben Fußball pur im Mittelfeld.” Immerhin kann man über die Wortwahl schmunzeln, ansonsten viele belanglose Interviews in den Vorberichten. Was soll man jetzt auch noch groß sagen…

[15h13] Kai tippt in Hamburg auch seine Gedanken in die Tastatur. Bitte vorbeischauen bei Allesaussersport.

[15h10] Thomas Schaaf bei Jan Henkel: “Ich hoffe, dass wir ein tolles Spiel erleben. Es ist schön, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen wie in den letzten Tagen. Ich hoffe uns gelingt eine gute Partie. Wir sind konzentriert auf unsere Dinge, alles andere interessiert uns nicht. Wir wollen unseren guten Fußball anbieten, wir wollen genauso frisch wirken wie zuletzt.”

[15h07] Der Trainer der Bayern erwartet übrigens heute eine Ga(a)la-Vorstellung, klingt mit seinem holländischen Akzent noch besser, als schriftlich niedergeschrieben.

[15h05] Die Aufstellungen in der Veltins-Arena

Schalke 04: Neuer – Rafinha, Höwedes, Bordon, Schmitz – Westermann – Kluge, Rakitic, Farfan, Hao – Kuranyi

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski – Bargfrede, Özil – Pizarro, Almeida

Magath sieht Werder in der Pflicht, werden auch nach vorne spielen, erwartet ein offenes Spiel und hofft auf die eigene starke Defensive. Bei den Gästen Pasanen wieder mit dabei, bin gespannt auf das Duo Bargfrede Özil im eher offensiven Mittelfeld.

[14h57] Bei Leverkusen kehrt Adler zurück ins Tor, Notiz aus dem ganz hohen Norden. Beim HSV Ruud van Nistelrooy nicht in der Startelf. So wenig brisant die letzten beiden Spieltage für die Hamburger sind, die Gäste aus Nürnberg kämpfen ebenfalls noch um das sportliche Überleben in der Bundesliga.

[14h55] Werder auf Schalke mit zwei Stürmern, Almeida an der Seite von Pizarro. Hunt ist zwar auf der Bank, aber noch nicht fit genug für die Startelf. Borowski spielt für Marin, also dann die etwas defensivere Variante für das Mittelfeld.

[14h48] Sehr schöne Antwort von Marcel Reif auf die Frage von Sebastian Hellmann, wie Schalke Werder schlagen kann: “Keine vier Tore kassieren, drei schießt man immer.”

[14h43] Sky konzentriert sich zunächst – wen wundert es – auf die Bayern und den Kampf um die Meisterschaft. Wirklich Neues erfährt man da aber nichts.

[14h32] Halbzeit in der Premier League. Birmingham City hat noch mal nachgelegt, 2:0 gegen Burnley jetzt durch Benitez kurz vor Pausenpfiff. Spiel dürfte durch sein und braucht die Aufmerksamkeit nicht unbedingt weiter verdienen.

[14h17] Während Burnley und Birmingham im Samstagmittagspiel derzeit reihenweise gute Torchancen auslassen, versuchen drei Mannschaften später dies sehr viel besser zu machen – im eigenen Interesse und um nächste Saison eventuell in der Champions League zu spielen. Die Tottenham Hotspur mit der Pflichtaufgabe gegen die Bolton Wanderers. Sollten die Spurs so agieren wie in ihren letzten beiden Heimspielen gegen Arsenal und Chelsea sollten drei Punkte keine völlige Überraschung sein. Bei den Spurs dürfte Aaron Lennon wieder im Kader sein, Einsatz von Beginn an aber noch nicht final geklärt. Würde Tottenham natürlich extremst weiterhelfen, denn wenn etwas nicht ganz so gut geklappt hat -von den Erfolgen aber dennoch überstrahlt wurde – war das Flügelspiel zuletzt, gerade über die rechte Seite. Tottenham war vor allem durch schnelles Spiel durch die Mitte erfolgreich, mit Lennon hat man jetzt wieder die Option auch über die Außenbahnen Torchancen vorzubereiten.

Im Samstagnachmittagspiel auf Sky das Fernduell um den Abschluss an den vierten Tabellenplatz. Manchester City empfängt Aston Villa. Für City ist die Rechnung ganz einfach: Die nächsten beiden Heimspiele gewinnen und man ist definitiv auf dem vierten Platz, weil am Mittwoch die Spurs nach Eastland kommen. Villa muss auf alle Fälle gewinnen, da man schon ein Spiel mehr als die Konkurrenz hat. Das Team von Martin O’Neill gewann die letzten drei Auswärtsspiele, City sollte also gewarnt sein.

[14h15] Birmingham City geht gegen den FC Burnley mit 1:0 in Führung, kurioses Tor, nach mehreren Zweikämpfen im Fünfmeterraum, letzlich fälscht Clarets-Torwart Jensen den Ball unglücklh über die Torlinie ab. Verdient aus Sicht der Gastgeber.

[14h02] Hilfreich für den heutigen Nachmittag – zumindest für die Bundesliga – sind eine Tabelle und der gute alte Taschenrechner oder gutes, schnelles Kopfrechnen.

[13h58] Im Fernduell um die Meisterschaft mit den Schalkern spielt der FC Bayern gegen den VfL Bochum. Auf die Partie schauen natürlich auch alle Kellerkinder. 96 wie gesagt gegen Gladbach, der SC Freiburg kann mit einem Sieg in Köln den Klassenerhalt perfekt machen. Nürnberg darf Aufbauhilfe beim Hamburger SV leisten.

In der Auseinandersetzung um den Qualifikationsplatz für die Champions League Leverkusen mit der vermeintlich leichtesten Aufgabe im Heimspiel gegen Hertha, Dortmund hat Wolfsburg zu Gast.

[13h51] Vor ein paar Wochen sah es danach aus, dass Werder Bremen die Saison in der Liga eigentlich schon abhaken konnte. Doch zuletzt drei Siege in Folge und einige Ausrutscher der Konkurrenz ist man jetzt zumindest in einer guten Ausgangslage für den dritten Platz. Und kann durch die heutige Auswärtspartie bei Schalke 04 auch erheblich in den Meisterschaftskampf eingreifen. Vorteil Werder: Man ist solche Drucksituationen durchaus gewohnt, vor zwei Jahren machte man erst am letzten Spieltag in Leverkusen die Qualifikation für die Champions League perfekt. Bei Werder ist man deshalb auch entsprechend zuversichtlich: “Oft stehen die Fakten zu diesem Zeitpunkt schon, nun sind wir mittendrin in der Spannung und voll konzentriert, da bleibt man hellwach”, so Thomas Schaaf. Doch auch Werder hat natürlich einiges zu verlieren. Wenn man schon Dritter werden könnte, ist es dann für die Ansprüche des Teams schon eine Niederlage, sollte es am Ende der Saison nicht klappen. Man kann darüber trefflich streiten, ob Schalke mehr zu verlieren hat. Champions League spielt man nächste Saison schon, doch auch hier dürfte gelten: Wenn man Meister werden kann und es dann nicht wird, dürfte die Enttäuschung gerade bei Schalke massiv sein. Spiele, in denen beide Teams gewinnen müssen, könnten ein einzige Spektakel werden – oder das pure Abtasten und Warten auf einen Fehler, zur Not in der 92. Minute. Interessante Ausgangslage in der Veltins-Arena.

[13h29] Die Stadt scheint zumindest hinter Hannover 96 zu stehen. Die AWD-Arena ist ausverkauft. Und nachdem man die letzten Wochen auch nach Niederlagen die positive Entwicklung, dass sich tabellentechnisch gar nichts verschlechtert habe, in den Vordergrund gestellt hat, muss spätestens jetzt ein Umdenken bei den Niedersachsen beginnen. Heute zählen für 96 nur drei Punkte, will man am letzten Spieltag in Bochum nicht gewinnen müssen. Es zählt also nicht zu sagen, dass bei eigener Niederlage und un null Punkten für den VfL in München die Lage unverändert geblieben sei. Faktisch mag das sein, doch wie will man selbstbewusst und mit Optimismus dann nächstes Wochenende an die Ruhr reisen? Entsprechend wenig ließ man dieser Tage in Hannover vom Verein nach außen verlautbaren, es wurde sich abgeschottet. Die Trainings waren nicht mehr öffentlich, es gab außer der PK vor dem Spiel am Donnerstag keine Medientermine. Sportlich gesehen ist es immer noch unklar, ob Ya Konan nach seiner Muskelverletzung wieder aufläuft, alternativ dann wieder mit Mike Hanke als einziger Spitze. Muss ich nicht unbedingt haben. Bei Gladbach fehlt – vielleicht zum Vorteil für 96 – Bobadilla. Gladbach kann frei aufspielen und völlig ohne Druck agieren. In Hannover hat man dieser Tage immer wieder die positiven Aspekte aus der Partie gegen Leverkusen hervorgehoben. Nur was nützt es, wenn man nach 90 Minuten kein Tor und der Gegner drei Treffer erzielt hat? Und heute nützen bei einer Niederlage auch keine positiven Aspekte mehr.

[13h17] Die Premier League startet jetzt gleich um viertel vor zwei mit einem aber eher bedeutungslosen Spiel in den Nachmittag. Birmingham City empfängt den schon abgestiegenen FC Burnley. Die Gastgeber sind seit 14 Spielen im heimischen St. Andrews ungeschlagen, warten aber schon seit fünf Spielen auf einem Heimsieg. Zuletzt gab es nur Unentschieden. Sky beginnt dann ab 14:30 mit der Vorberichterstattung für die Bundesliga.

[13h14] Mal sehen, wie sich der Nachmittag entwickelt. Ich versuche zunächst mal den Schwerpunkt auf vier Spiele zu begrenzen: Bayern-Bochum, Schalke-Werder, 96-Gladbach und aus der Premier League Manchester City gegen Aston Villa. Je nachdem wie sich der Spieltag entwickelt, ändere ich das dann aber auch gerne.

[13h09] Einen sonnigen Samstagmittag aus Düsseldorf fürs Live-Blogging der Fußballereignisse des Tages. Schwerpunkt auf dem Kampf um Platz 4 in der Premier League sowie dem Meisterschafts- und Abstiegskampf in der Bundesliga. Hereinspaziert.

Thema: Fußball, Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 31. März 2010 – Not happy

Mittwoch, 31. März 2010 13:43

“I don’t like it and it doesn’t like me. I am very happy at Inter but not in Italian football. I always speak with my heart but if I spoke with my heart now about Serie A I would be suspended.”

Jose Mourinho auf der Pressekonferenz vor dem Champions League Viertelfinale gegen ZSKA Moskau über seine Beziehung zur Serie A.

Heute steht der nächste Champions League Abend bevor. Arsenal trifft auf den FC Barcelona. Ab 20:00 Uhr hier im Live-Blog.

Thema: Fußball, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

“Vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist”: Ein Samstag im Abstiegskampf

Sonntag, 28. März 2010 11:05

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.” Bertolt Brecht

Nachfolgend aus Erinnerung und Notizen mein Fußball-Samstag in Hannover. Oder kurz formuliert. Ein Tag zwischen Abstiegskampf, schlimmen Befürchtungen, Enttäuschungen und der großen Hoffnung, dass sich alles irgendwan zum Besseren ändert oder vielleicht auch nur ein schlechter Traum gewesen ist. Aber lest selbst:

08h17: Frühstück, Blick in die Hannoversche Allgemeine. Erste Analyse der Aufstellung, die meistens stimmt, wenn sie in der HAZ steht. Durica in der Abwehr, lese ich da, erstes Erschrecken. Gehe mit der Nase die Zeitungsseite hoch, durchs Mittelfeld. Erstes Alarmzeichen. Sehe kein Bruggink. Dafür Schlaudraff (hey, jeder hat eine zweite Chance im Abstiegskampf verdient) und vorne Stajner und Ya Konan. Erste Verzweifelung. Stajner von Beginn an. Wieso denn das? Schnell die Auswechselungsbank angeschaut. Dort steht der Name Bruggink, unser Kapitän. Gut, wird sich Slomka schon was gedacht haben. Zeitung durchlesen, über Gott und die Welt reden, Einkaufen, Hausarbeit korrigieren. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen später.

13h15: Bereit machen für den Stadionbesuch. Ich entscheide mich trotz 10 Grad für die Winterjacke, im Abstiegskampf weht ja ein kühler Wind. Schal um, ab zum Bus, wo die bekannten Gesichter schon sitzen. Man kennt sich vom Sehen, wünscht sich einen schönen Nachmittag. Fahrt in die Innenstadt, die Sonne versucht sich gegen die Wolken durchzusetzen.

13h50: Ankunft an der U-Bahn Station Aegidientorplatz. Erste Fans pilgern zum Stadion, wir gehen auf ein erstes Kölsch in die Ständige Vertretung. Hat sowas wie eine Tradition. Normalerweise ist es dort auch um diese Zeit angenehm leer. Nur heute nicht. Fast drei Viertel der Gäste sind Fans aus Köln. Man fühlt sich heimisch. Gute Stimmung, man kommt ins Gespräch. Komischerweise wissen die meisten schon, dass Podolski wohl nicht spielen wird. “Dann gewinnen wir heute auch”, sagt ein FC-Fan aus Porz, der mit seiner ganzen Bürogemeinschaft angereist ist. Der Barkeeper, im 96- Trikot, spielt die 96-Hymne “Alte Liebe”. Ungefähr zehn Leute halten ihren Schal hoch und singen mit. Nach zwei Kölsch geht es weiter zum Stadion.

14h30: Nächste Bierpause, diesmal im Courtyard Hotel am Maschsee. Sonne scheint, Vorfreude bei vielen Fans. Wenn man nach dem Ergebnis fragt, kommt immer ein egal. Aber es wird ein Heimsieg. Bitte nicht falsch verstehen, dass wir uns schon vor dem Spiel so betrinken, dass wir die 90 Minuten nicht mehr intensiv erleben werden. Dafür trinken wir nichts im Stadion. Ich habe keine Lust in der Pause mich anzustellen, sondern diskutiere lieber oder schaue mir die anderen Zwischenstände an. Was zu trinken gibt es dann erst wieder nach dem Spiel. Nur gestern nicht. Da bot sich die zweite Hälfte wunderbar fürs Getränkeholen an. Freigetränke wäre ein Argument gewesen, dass die Leute vielleicht länger geblieben wären. Trinke zum ersten Mal im Stadion Cola. Nüchtern verkrafte ich den Abend wohl besser.

14h50: Es funktioniert alles einwandfrei. Ticketkontrollen geht in fünf Minuten über die Bühne. Trotzdem kommt ein Security-Mitarbeiter zu den Ordnern und sagt: “Noch schneller kontrollieren. Macht mal die Methode ‘Gas’, meine Herren.” Ohne das Ergebnis dieser Methode zu kennen: Vielleicht könnte sich dieser Mitarbeiter auch mal häufiger an die Seitenlinie von 96 stellen. Scheint keine schlechte Methode zu sein.

15h06: Plätze sind eingenommen. Westtribüne, gute Sicht. Mache einen kurzen Eintrag auf meinem Facebook-Profil. Schreibe, dass es ein perfekter Nachmittag wäre, wenn 96, Werder und Arsenal gewinnen würden. Trotzdem haben plötzlich alle ein bisschen Angst und Nervenflattern vor dem Anpfiff. Und das spielt die Stimmung in Hannover dieser Tage ganz gut wieder. Man hatte den Eindruck, dass fast die gesamte Stadt hinter der Mannschaft steht, es kommen 43.000 ins Stadion. Wohl zum letzten Mal. Optimismus und Vorfreude, aber im Hinterkopf, im Unterbewusstsein ist es immer noch dieses Gefühl, diese Angst des Abstiegs, der Hannover sportlich wie finanziell erheblich zurückwerfen würde. Die Stadt und den Verein.

15h18: Ich stelle die diversen Live-Ticker auf dem iPhone ein. “Wieso gehst du eigentlich noch ins Stadion,wenn du ehe die Hälfte der Zeit an diesem Gerät hängst?” schallt es von links. Kann man doch parallel machen, sage ich. Und mache ich doch nur, wenn hier mal Pause ist oder das Spiel langweilig wird. Abends muss ich den Akku neu aufladen. 70 Minuten Dauerbetrieb. Man hatte ja nichts besseres zu tun, denke ich mir später.

15h24: Stimmung ist toll. Der Fanblock rollt ein großes Banner auf. Die Leute stehen und klatschen sich warm. Die Aufstellungen werden durchgegeben. Eggimann spielt für Durica, und natürlich Stajner. Vorfreude ist trotzdem riesengroß. 96-Alte Liebe ertönt durch die AWD-Arena.

15h30: Die Mannschaften kommen auf Spielfeld. Fantastischer Empfang, habe ich selten so erlebt in Hannover. Die Mannschaft läuft wie immer zum Fanblock und bedankt sich für die Unterstützung. Alles ist vorbereitet für einen spannenden Fußballnachmittag.

15h33: Anpfiff zur ersten Hälfte. Erstmal in Ruhe sitzen. Nach 30 Sekunden der erste Torruf, Werder mit der frühen Führung gegen Nürnberg. Das Stadion bebt. Ich schaue via Twitter nach dem Torschützen. Mertesacker – da hat wohl jemand noch seinen alten Verein im Hinterkopf.

15h35: Etwas mehr als zwei Minuten gespielt, Stajner mit den ersten beiden Fehlpässen. Nichts Neues eigentlich bei ihm. Deswegen frage ich mich ja auch, warum er spielt. Erste Unmutsbekundung von einem Fan drei Reihen vor uns.

15h42: Stajner hatte zwar eine gute Chance, fällt dann aber wieder durch fürchterliche Szenen auf. Dem Tschechen misslingen zwei Hackentricks. Es sind knapp 10 Minuten gespielt und Stajner will mit Hacke spitze 1,2,3 hier die Offensive beleben. Gnadenfrist, mehr nicht.

15h46: Köln geht 1:0 in Führung durch ein wunderschönes Tor von Tosic. 96 mit blödem Fehler im Spielaufbau und dann geschlossen zu weit weg vom Gegner. Mit so einer Einstellung wird es schwierig.

15h51: Das 2:0 für Werder flimmert über die Anzeigetafel. Es könnte ein Nachmittag für 96 werden. Torschütze wieder Mertesacker. Der gute Junge.

15h54: Köln macht das mehr als verdiente 2:0. Petit der Torschütze, nachdem Cherundolo auf der rechten Seite viel zu langsam ist. Und in der Innenverteidigung herrscht Sicherheitsabstand. Unfassbar. So kann man im Abstiegkampf nicht auftreten. Pfiffe für das Team nach über 20 Minuten.

16h01: Bei 96 geht gar nichts mehr zusammen. Spielrisch sowieso nicht heute, aber es wird nicht gekämpft, keine Laufbereitschaft, kein Einsatz, keine Leidenschaft. Man fügt sich in einem Endspiel um den Klassenerhalt nach 30 Minuten seinem Schicksal. Slomkas Aufstellung geht überhaupt nicht auf. Es fehlt das kreative im Mittelfeld. Bruggink fehlt. Stajner völlig von der Rolle, Ya Konan hängt in der Luft, Schlaudraff ist wenigstens bemüht und läuft ein wenig mehr als seine Gegner.

16h02: Es gibt einen Pfiff und Elfmeter für Köln. Für mich zunächst völlig unverständlich, weil Schiedsrichter Drees weiterspielen lässt. Aber der Linienrichter hatte sich gemeldet. Als ich im Ticker schaue und sehe, dass es ein klares und dummes Handspiel war, gebe ich mich zufrieden. Novakovic trifft im zweiten Versuch locker und lässig zum 3:0. Die ersten Fans gehen zu den Getränkeständen. Pfeifkonzert.

16h06: Slomka bringt Rausch für Pinto. Damit Christian Schulz ins Mittelfeld. Slomka wechselt Schadensbegrenzung sein, anstatt sich nochmal mit allen Kräften gegen die Niederlage zu stemmen.

16h16: Es geht gar nicht mehr. Hannover will und kann nicht. Riesengroße Enttäuschung. Da scheinen einige den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben. Nur die Kölner Fans feiern und statt ein Karnevalslied nach dem anderen.

16h18: Balitsch fliegt mit gelb-rot vom Platz. Von weiter oben schwer zu sehen, ob berechtigt. Aber wenn schon, dann aus Dummheit. Gelb vorbelastet in Höhe der Mittellinie auf der Außenbahn so in den Gegenspieler zu gehen, ist schlicht der pure Frust. Sprechchöre von Balitsch aus dem Fanblock. Dem ist mittlerweile auch alles egal.

16h20: Halbzeit. Irgendwas zwischen wütend, sprachlos, traurig und enttäucht. Aber wer in dieser Art und Weise ein Spiel angeht und so wenig Begeisterung zeigt, hat es auch nicht verdient.

16h30: In vier Stunden ist Earth Hour. Man hat das Gefühl, dass bei 96 heute schon alle Lichter ausgegangen sind. Noch ist gar nichts entschieden im Abstiegkampf, aber das Restprogramm und die Leistung der Manschaft machen wenig Hoffnung.

16h32: Das Team von Slomka, der in der Halbzeit nicht gewechselt hat, kommt drei Minuten von Anpfiff wieder aufs Spielfeld und wird wieder mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen.

16h55: Von 96 kommt nichts mehr. Kein Aufbäumen, gar nichts. Köln schaukelt diese Partie locker über die Zeit. Hin und wieder mal ein Blick auf den Live-Ticker. Die meisten besprechen, ab wann sie eher gehen sollen. Ansonsten ist das fast schon eine Geisteratmosphäre.

17h00: Köln mit dem 4:0. Wie im Trainingsspiel marschieren sie durch die desorientierte 96-Abwehr. Spätestens jetzt wird das Stadion leer. Pfiffe, und Stajner spielt immer noch. Kein Zeichen von Bruggink. Slmoka macht sich unbeliebt bei mir.

17h11: Hannover beginnt die Aufholjagd. Cherundolo mit einem schönen direkt verwandelten Freistoß. Ein Tor fürs persönliche Poesiealbum, für einen Rückblick auf bessere Zeiten.

17h16: Mittlerweile ist Berlin der Führung nahe und Nürnberg in Bremen dem Remis. Wenn 96 schon nicht für sich spielt, dann sollten wenigstens die anderen für Hannover spielen. Das klappt am Ende. Als 96-Fan muss man schon lange nach positiven Aspekten suchen.

17h20: Abpfiff. Das Stadion ist längst nicht mehr gut gefüllt. Die Fans gehen enttäuscht nach Hause. Ich kann Spiele verlieren, es kommt dann aber eher auf die Art und Weise an. Und die macht einen wütend und fassungslos. Es gibt da in Hannover eine Eishockeymannschaft, die bei weitem nicht zu den spielstärksten gehört, die nicht die guten Einzelspieler hat. Die aber als ein Team zusammensteht, die sich in jedem Spiel voll reinhängt. Deren Spieler vor der Saison auf einen Teil ihres Gehaltes verzichtet haben. Die im November abgeschlagen Tabellenletzter waren und die jetzt am Dienstag im Playoff-Viertelfinale spielen. Vielleicht sollte sich 96 mal ein Beispiel an den Scorpions nehmen. Denke ich mir so nebenbei.

17h35: Die Stimmung ist am völligen Abgrund. Enttäuschte Fans. Und die wenigsten haben noch die Hoffnung auf den Klassenerhalt. “Vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist”, sagt ein Fan, der auf der Bank am Maschsee sitzt. Recht hat er, nur muss eben auch was dafür tun, dass man überhaupt die Bereitschaft zeigen, dass es irgendwann nicht vorbei ist. 90 Minuten reichen um festzustellen, dass die Stadt scheinbar nicht mehr hinter der Mannschaft steht.

18h13: Wir sind wieder in der Ständigen Vertretung, die mittlerweile fast komplett in Kölner Hand ist. Viva Colonia wird gespielt, die Vereinshymne des FC erklingt. Köln war auswärts fast 300 Minuten ohne Auswärtstor. Für den emotionalen Kölner Fan, der seine Mannschaft durch die Republik begleitet, war dieser Samstag wie eine Befreiung. Hannover sperrt sich derweil selbst im Abstiegskampf ein.

18h24: Die Kommentare auf haz.de lassen zum Großteil jegliche Sachlichkeit vermissen. Es entleert sich der pure Frust und die Enttäuschung. Die HAZ fragt die User, wie es wäre, wenn Hannover 96 nicht mehr in der 1. Liga spielt. Da scheinen auch die Medien langsam die Hoffnung aufzugeben. Und es gibt ja auch kein Argument derzeit, das für Hanover spräche. Der optimistische Fan sucht derweil verzweifelt nach Durchhalteparolen. Rechnerisch ist noch alles möglich.

18h37: Mirko Slomka spricht von einer brutal schlechten Leistung. So erging es auch vielen der 43.000 Fans. Es wird aber keine Trainerdiskussion in Hannover geben. Bleiben ja ehe nur noch Hans Meyer und Peter Neururer als Feuerwehrmänner. “Das Handspiel war nicht meine Absicht. Wenn es absichtlich gewesen wäre, hätte ich den Ball gefangen, zur Seite abgeworfen und einen Konter eingeleitet”, meint Balitsch. Allein für so einen Spruch würde ich ihn für ein Spiel auf die Tribüne schicken. Nur wer soll dann spielen?

Alte Liebe rostet nicht. Nur muss man sie dann auch pflegen. Wir Fans haben das getan. Die Mannschaft nicht. Es fehlt scheinbar nicht mehr viel, bis diese Liebe endgültig zerfällt.

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DFB-Pokal 2009/2010 Halbfinale, Werder Bremen – FC Augsburg 2:0

Dienstag, 23. März 2010 22:22

Das Finale vor dem Finale, wenn man Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs glaubt. Und dann noch groß gegen klein, 1. Liga gegen 2. Liga und es war unumgänglich, dass die Medien wieder den Vergleich David gegen Goliath hervorgekramt haben. Werder Bremen und der FC Augsburg standen sich am Dienstagabend im Halbfinale des DFB-Pokal gegenüber. Für die Hanseaten eine gute Chance über diesen Weg in die Europa League zu kommen – und Augsburg darf schon einmal die große Fußballluft schnuppern, sollte es im Mai mit dem Aufstieg in die Bundesliga klappen.

Glaubt man den Aussagen der Vereinsoberen, dann war die Ausgangslage eigentlich geklärt. Werder will unbedingt ins Finale um nächste Saison international zu spielen, Augsburg-Trainer Luhukay nimmt das Halbfinale gerne mit, Priorität habe aber der Aufstieg in die Bundesliga. Tja, so eine anfällige Werder-Abwehr nimmt man schon einmal gerne mit. Natürlich rechnet sich Augsburg eine gute Chance aus, die haben die defensiven Leistungen von Werder zuletzt ja auch gesehen. 54 Tore in 27 Spielen in der 2. Liga dürfte als Zahlenbeispiel genug sein um zu zeigen, dass dort eine hocheffektive und erfolgreiche Offensive spielt. 21 Tore davon gelangen Michael Thurk, der im 11-Freunde-Interview sagte, dass er sich gerne von Joachim Löw beobachten lasse. Dann geht es ja doch noch um was für den FCA. Am Wochenende gab es einen ungefährdeten Sieg gegen den LR Ahlen Rot-Weiss Ahlen,  man steht auf Platz 2 in der Liga und hat schon sieben Punkte Vorsprung auf den vierten Rang. Zumindest auch in der Liga läuft es für Werder ganz gut. Man ist seit sieben Spielen ungeschlagen, darunter fünf Siege. Wenn da eben nicht die Defensive wäre, die wieder zum permanenten Problemfeld geworden ist. Hier im Halbfinale wäre es egal. Da nimmt man dann auch ein 5:3 nach 90 Minuten mit. Nur wirklich förderlich sollte das nicht sein.

Drei Zweitligisten hat Werder schon aus dem Pokal geworfen, warum also nicht den vierten? Im Viertelfinale setzten sich die Hanseaten gegen die TSG Hoffenheim durch. Gleichzeitig haben die Augsburger mit Freiburg und Köln schon zwei Bundesligisten nach Hause geschickt, zudem gab es Siege gegen Duisburg und Ingolstadt. Trotz alledem ist Werder natürlich Favorit. Werder ging mit fast der Stammelf in die Partie. Wiese im Tor, Fritz und Pasanen wieder auf den Außen, im Mittelfeld Bargfrede und Frings wieder für den defensiven Part, für die Offensive wie immer das Trio Özil, Marin und Hunt und einzige Spitze war Pizarro. Rosenberg und Jensen waren aus dem Kader für das Pokalspiel gestrichen worden. Auch Jos Luhukay schickte seine beste Elf aus Feld, Reinhardt und Sinkala sind nach ihren Gelbsperren aus der Liga wieder zurück im Team. Prämisse für Jos Luhukay war zunächst die Defensive,  wenn man aber den ein oder anderen Konter setzen kann, wäre er sehr zufrieden. Thomas Schaaf wünschte sich vor dem Spiel einen selbstbewussten Auftritt seines Teams, die Dinge, die sich das Team vorgenommen hatte, solle es umsetzen und schnell ins Spiel finden.

Werder eröffnete diese Partie mit Anstoß, ganz in weiß, von links nach rechts in der ersten Hälfte. Augsburg gewann die Platzwahl und entschied sich für Seitenwahl. Werder mit der ersten guten Torchance nach drei Minuten, als ein Fernschuss von Özil knapp am Tor vorbeiging. Und praktisch im Gegenzug wieder eine anfällige Abwehr der Hanseaten, als Thurk auf Brinkmann passt und Naldo und Wiese sich in den Schuss werfen, sodass letzlich effektiv gestört werden kann und es nur Abstoß gibt. Aber da mehr drin für Augsburg. Trotzdem blieb Werder die spielbestimmendere und gefährlichere Mannschaft. In der neunten Minute schloss Fritz eine schöne Einzelleistung mit einem sehenswerten Linksschuss ab. Tor wieder knapp verfehlt. Auch zehn Minuten später, als Özil einen Abpraller aus der FCA-Abwehr auf Fritz legt, der aus kurzer Distanz über das Tor schießt. Werder nicht bedingungslosem Druck in den ersten 20 Minuten, Augsburg stand defensiv mehr als passabel. Trotzdem ließ sich ein klares Chancenplus konstatieren. Was bei Werder noch fehlte, war das letzte entscheidene Zuspiel, der finale genaue Pass, die kopfballgerechte Flanke. Fritz hatte auf der rechten Seite viel Platz, die Flanken ließen aber zu wünschen übrig. Daran änderte sich lange nichts, bis Werder nach einer halben Stunde in Führung. Marin brachte Werder nach schönem Doppelpass mit Özil mit 1:0 in Führung, schob den Ball genau an Torwart Jentzsch vorbei. Wunderschön gespielt, da ging es schnell und Augsburg kam mit diesem Tempo nicht mit. Von Augsburg kam wenig. Was sie immerhin schafften, war die Räume vor dem eigenen Tor eng zu machen. So blieb es bei der knappen Führung. Augsburgs beste Chance in der 42. Minute. Wie so häufig hebelt ein Pass die Werder-Abwehr aus, Abseitsfalle geht überhaupt nicht auf, Thurk ist frei durch, Wiese geschlagen und der Ball geht an den Innenpfosten. Glück gehabt. Werder überstand die starken fünf Minuten des FCA und gingen insgesamt verdient mit dem 1:0 in die Halbzeit.

Ohne Wechsel ging es dann weiter in der zweiten Halbzeit. Augsburg blieb gefährlich, bereits nach zwei Minuten die nächste große Chance. Werder wieder zu passiv nach einer Flanke, Thurk verpasst, letzlich sind es die Haarspitzen von Verteidiger Hegeler, die Wiese zu einer Parade zwingen. Werder wirkte ein wenig lethargisch und unzufrieden mit sich. Augsburg spielte munter mit. 52 Minute, Abseitsstellung wird nicht gegeben, bei Werder fehlt wieder die Zuordnung und Thurk trifft völlig freistehend aus sieben Metern das Tor nicht. Wiese außer sich – und mir schwant ein unbequemer Restabend, wenn das so weitergeht. Schaaf brachte nach etwas mehr als einer Stunde Borowski für Hunt. Aber auch das brachte kaum Impulse. Werder hatte die spielersiche Qualität komplett in der Kabine gelassen. Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte hatte man komplett verschlafen. Einmal blitzte das Können und das schnelle Spiel von Werder auf, als Marin in der 70. Minute Özil bediente, der aber aus spitzem Winkel nicht das Tor traf. Aber das war es dann auch erstmal. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Almeida für Özil, der in der zweiten Halbzeit auch völlig untergegangen ist – nach einer sehr guten ersten Hälfte. Spiel stand in der Schwebe, Augsburg machte mehr nach vorn, kam aber auch kaum zu gefährlichen Torchancen – außer in der 82. Minute – als nach einem Eckball des FCA alle Spieler verpassen und der Ball fast ins Tor ging. Werder konnte die Freiräume in der Hälfte der Augsburger nicht nutzen und blieb in Halbzeit 2 fast alles schuldig. Einfach nur Grütze. Aber wie gut, dass es Pizarro gibt. In der 83. Minute schnell ausfgeführter Freistoß von Frings, langer Ball auf Pizarro, der Jentzsch keine Chance lässt. Immerhin ein brillianter Moment in diesem Spiel. Zum Glück heiß der Gegner nur Augsburg.

Am Ende blieb es dann beim 2:0. Kein großes Spiel, aber am Ende steht für Werder der Einzug ins Pokalfinale und in die Europa League für nächste Saison. Und das ist doch immerhin was. Trotzdem gibt die Phase zwischen der 40. und der 80. Minute mir ein wenig zu denken. Das war mit das Schlechteste von Werder, was ich seit langem gesehen habe. Da ging ja gar nichts zusammen. Da war das Glück auf Seiten von Werder. Aber das braucht man ja bekanntlich auch. Nur sollte man es nicht überstrapazieren.

Thema: Fußball, Werder Bremen | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Europa League 2009/2010 Zwischenrunde, Werder Bremen – Twente Enschede

Donnerstag, 25. Februar 2010 20:27

[23h02] Gute Nacht aus Düsseldorf. Morgen der nächste spannende Fußballtag, wenn der FC Portsmouth aller Voraussicht nach Insolvenz anmelden wird. Mehr dazu dann morgen.

[23h00] In Valencia gibt es noch Verlängerung. Hier die Partien des Achtelfinals. Gespielt wird am 11.03., die Rückspiele finden eine Woche später am 18. März statt.

  • Hamburger SV – RSC Anderlecht
  • Rubin Kazan – VfL Wolfsburg
  • Atletico Madrid – Sporting Lissabon
  • Benfica Lissabon – Olympique Marseille
  • Panathinaikos Athen – Standard Lüttich
  • OSC Lille – FC Liverpool
  • Juventus Turin – FC Fulham
  • Brügge/FC Valencia – Werder Bremen

[22h56] Endstand Werder Bremen – Twente Enschede 4:1

Mit ein paar kleinen Ausnahmen, insbesondere zwischen der 30. und 40. Minute und zu Beginn der zweiten Hälfte, ein guter Auftritt von Werder. Offensiv überzeugend wie immer, defensiv weiter ein wenig instabil. Zum Glück wurde man nicht allzu oft gefordert. Trotzdem eine Leistung, welche die Mannschaft weiterbringen wird, auch für das Selbstvertrauen in der Liga.

[22h49] Lille macht das 1:1 bei Fenerbahce Istanbul und wäre damit im Achtelfinale. Torschütze Adil Rami in der 85. Minute

[22h47] Meine Güte, ist das unansehnlich in Turin. Del Piero geht vier Minuten vor dem Spiel in die Kabine, Juve mit gefühlt 11 Defensivspielern jetzt. Ajax fällt nicht ein, eher macht Trezeguet das 1:0, scheitert mit seinem Kopfball aber an Stekelenburg.

[22h45] In Bremen plätschert die Partie dem Schlusspfiff entgegen. Noch acht Minuten, Enschede hat sich aufgegeben. Werder tut nur noch das Nötigste.

Borowski kommt für Mezut Özil.

[22h40] Sporting Lissabon – FC Everton 2:0, Pedro Mendes, 76. Minute

Damit verabschieden sich die Toffees wohl aus der Europa League. Brauchen ein Tor für die Verlängerung, haben aber bisher nur defensiv agiert. Offensiv ging wenig.

[22h38] Martin Jol spielt seine letzte Trumpfkarte aus, bringt Rommedahl für den ganz schwachen Enoh. Ajax Amsterdam braucht weiterhin ein Tor, aber Juve denkt gar nicht daran, irgendwas zu tun, was die Defensive gefährden könnte.

[22h36] Toller Konter von Werder. Özil und Almeida im Doppelpass, der Portugiese nach Flanke von Özil mit tollem Kopfball, aber exzellent gehalten von Boschker.

Wechsel Werder: Marin geht, Ayik kommt.

[22h33] 20 Minuten noch in Bremen zu absolvieren, Werder macht wieder zu wenig. Zum Glück fällt Enschede momentan auch nicht so viel ein. Aber man hat, wenn Werder defensiv gefordert wird, immer das Gefühl, das könnte sofort schiefgehen.

[22h29] Sporting Lissabon – FC Everton 1:0, Miguel Veloso, 64. Minute

[22h28] Ich dachte, ich könnte es jetzt mir mal wieder leisten bei Juve gegen Ajax vorbeizuschauen. In den fünf Minuten, in den ich zuschaue, kein wirklich ansehnliches Spiel. Juve zwar optisch überlegen, Ajax steht immer noch hinten drin und traut sich gar nicht nach vorne. Juve könnte den Sack fast zumachen, zumal defensiv die Italiener kaum was zulassen. Und ein 0:0 reicht Juve ja.

[22h25] Deckel endgültig drauf in Wolfsburg. Grafite mit dem 4:1, 64. Minute

[22h22] Werder – Enschede 4:1, Claudio Pizarro, 59. Minute

Und im Gegenzug dann der Ausbau der Führung für Werder. Ganz entscheidene Minuten in diesem Spiel mit glücklicherem Ausgang für Werder. Özil mit schöner Vorbereitung, Pizarro mit dem Flachschuss ins Tor. Boschker war noch dran.

Bargfrede kam bei Werder für Niemeyer.

[22h20] Wenn durch Düsseldorf-Pempelfort eben ein lautes, langgezogenes “Neeeiiiiiiiin” ging, dann war das mein Schrei, bevor Parker geschossen hat. Werder wieder mit der Abseitsfalle, gelingt nicht, Parker völlig frei, nur noch Vander vor sich, knallt den Ball an den Innenpfosten. Und dann kam ein kurzes, aber sehr leises Yes von mir.

[22h18] Erst in vier Spielen des Abends sind Tore gefallen. Werder und Wolfsburg liegen vorne, Fenerbahce wäre momentan weiter, Valencia gegen Brügge ginge in die Verlängerung. Und noch keine Tore in der zweiten Halbzeit europaweit.

[22h17] Immerhin, Werder spielt jetzt wieder häufiger nach vorne, beschäftigen die Niederländer in ihren eigenen Reihen. Also nur mit Hoffen und viel Zuversicht gelingt das Weiterkommen nicht. Und Twente hat gezeigt, dass sie, wenn man sie beschäftigt und unter Druck setzt, verwundbar sind. Nur muss Werder dann mehr eigene Akzente setzen.

[22h13] Werder wartet darauf, dass Enschede mehr und mehr Risiko geht und sich dann Räume zum Kontern ergeben. Enschede scheut noch das allerletzte Risiko – und von daher ist es ein eher lahmer Auftakt in die zweite Hälfte. Werder im Mittelfeld ein wenig sehr passiv. Böse formuliert: Wenn man weiter so spielt, hat man Enschede hier bald wieder voll im Spiel.

[22h08] Beginn 2. Halbzeit

[22h06] Sollte Werder das Achtelfinale erreichen, dann ginge es gegen den Sieger aus Brügge gegen Valencia. Hätte ja mal wieder Lust auf ein Duell gegen die Spanier im Mestalla. Da gab es ja mal eine große Leistung in der Champions League.

[21h52] Halbzeit Werder Bremen – Twente Enschede 3:1

Werder ist auf einem guten Wege. Man hat nach holprigem, aber bemühten Start die Fehler von Enschede hervorragend in Tore umgemünzt. Als man 3:0 vorne lag, schlich sich dann wieder die Fahrlässigkeit ein. Völlig unnötiges Gegentor, wieder über außen, wieder durch einen langen Pass. Wie immer. Danach kam Enschede besser ins Spiel, gegen Ende der ersten Hälfte Werder aber wieder zielstrebiger nach vorne. Noch alles offen, aber ein gute Basis ist schon einmal gelegt.

[21h50] Freistöße von Marcus Senna sind stets gefährlich, Villarreal hat also noch einen Fuß in diesem Spiel. Muss über Standards den Anschluss herstellen. Gelingt aber noch nicht. Halbzeit in Wolfsburg. Die Wölfe führen verdient mit 3:1 gegen das Yellow Submarine.

[21h45] Wolfsburg – Villarreal 3:1, Christian Gentner, 41. Minute

[21h45] Das Anschlusstor hat Twente richtig gut getan, machen die Räume jetzt enger, stehen näher am Mann, gewinnen Zweikämpfe und lassen vor allem nur noch wenig zu. Keine Fehler mehr im Spielaufbau. Werder tut sich schwer in den letzten Minuten, man hat sich vielleicht auch schon ein wenig zu sicher gefühlt. Gibt aber weiterhin Räume zum Kontern, doch Werder rückt nur behäbig nach.

[21h41] Fenerbahce Istanbul geht mit 1:0 gegen den OSC Lille in Führung. Torschütze Emre in der 35. Minute. Fener bei dem Spielstand im Achtelfinale aufgrund des Auswärtstores.

[21h38] Werder-Enschede 3:1, Luuk De Jong, 33. Minute

Da war ich mal gerade für ein paar Minuten auf der Option von Juve gegen Ajax um zu schauen, was Diego macht – und dann Werder mit der ersten defensiven Nachlässigkeit. Und wieder über die Außen, diesmal über links, wo Janssen einen langen Pass mustergültig mitnimmt, super Flanke in der Mitte, Mertesacker zu weit weg von De Jong, und gegen den präzisen Kopfball hat Vander keine Chance. Und ich schalte nicht mehr um.

[21h34] Derweil hat Villarreal den Anschluss gemacht, nur noch 1:2 durch Capdevila in der 30. Spielminute.

[21h32] Werder – Enschede 3:0, Naldo, 27. Minute

Kann man das sagen, dass das erste Auflösungserscheinungen bei Twente sind. Werder wieder mit schnellem Spiel, Enschede zu passiv im Zweikampfverhalten, zwei Pässe hebeln die ganze Abwehr aus. Almeida scheitert zunächst, Naldo kann dann mit geschickter Körpertäuschung den schon am Boden liegenden Boschker überwinden. Kaum Gegenwehr. Es läuft.

[21h31] Werder hat verständlicherweise erstmal den Fuß vom Gas genommen und lässt Enschede jetzt machen. Viel kommt dabei nicht herum, wirken ziemlich geschockt. Werder greift trotzdem früh an und versucht dann hin und wieder schnelle Konter zu setzen.

[21h28] Und Twente Enschede völlig von der Rolle. Özil scheitert an Boschker, den Abpraller setzt Almeida an den Pfosten. Um ein Haar das 3:0. Twente kaum noch mit Entlastung.

[21h26] Werder – Enschede 2:0, Claudio Pizarro, 21. Minute

Das läuft bisher richtig gut für Werder. Dritte gute Chance, zweites Tor. Und wieder schön herausgespielt. Enschede mit kapitalem Fehler im Spiel nach vorne, Marin schaltet am schnellsten, bedient Özil, der sich wunderbar durchdribbelt, Pizarro völlig frei, muss das klare Zuspiel nur noch locker einschieben. Klasse gespielt.

[21h20] Werder – Enschede 1:0, Claudio Pizarro, 15. Minute

Sehr viel besser hätte man sich das aus deutscher Sicht heute Abend nicht vorstellen können. Wolfsburg schon mit einem Bein im Achtelfinale – und dann zieht Werder nach. Toller Spielzug über Özil, der auf Almeida rauslegt. Präzise Flanke in die Mitte, wo Pizarro als erster am Ball ist und zum 1:0 aus kurzer Distanz einnetzt.

[21h19] VfL Wolfsburg – Villarreal 2:0, Eigentor Angel, 15. Minute

Wolfsburg belohnt sich für ein richtig gutes Spiel. Grafite mit der Hereingabe von rechts, der Ball springt dann Platzfehler unglücklich ab gegen das Knie von Angel, der den Ball dann ganz unglücklich ins eigene Tor abfälscht. Keine Chance für Lopez.

[21h17] Und Wolfsburg könnte hier auch schon 3:0 führen, wenn Grafite nicht zwei richtig gute Chancen vergeben hat. Einmal scheitert er an Torwart Diego Lopez und dann köpft Grafite aus bester Position daneben.

[21h15] VfL Wolfsburg-Villarreal 1:0, Dzeko, 10. Minute

Wolfsburg auf gutem Weg ins Achtelfinale. Frühe Führung für die Niedersachsen, die Spanier bräuchten für ein Weiterkommen bereits zwei Tore. Und wenn Dzeko jetzt schon trifft und dann in der Art und Weise, fangen spätestens jetzt auch in Hannover die Fans ihre Meinung für das Spiel am Sonntag zu ändern.

[21h14] Und sobald Twente mal schnell umschaltet und Werder ein wenig langsam in der Rückwärtsbewegung ist, beginnen bei mir alle Alarmglocken. Pasanen kann in letzter Minute den Angriff stoppen, Enschede war fast in Überzahl, Spieler hatten sich bereits gut in Position gelaufen.

[21h11] Werder ist ganz gut in die Partie gekommen, spielen mutig, aber kontrolliert nach vorne. Nicht zu hastig und die Außen sind was Offensivdrang angeht noch sehr vorsichtig. Abdennour bleibt fast immer in der eigenen Hälfte, Pasanen traute sich einmal in die gegnerische Hälfte. Sieht so aus, als würden Frings und Niemeyer auch erstmal den defensiveren Part übernehmen. Heißt viele Freiheiten für Marin und Özil, Pizarro lässt sich ein wenig zurückfallen.

[21h08] Erstes Tor in den Spätspielen. Der FC Valencia geht mit 1:0 gegen Brügge in Führung (1′ durch Mata) und egalisiert damit das Ergebnis aus dem Hinspiel.

[21h05] Beginn 1. Halbzeit

So, Daumen drücken. Werder in grün-weiß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten. Enschede ganz in rot.

[21h04] Hätte ja gerne N’Kufo gesehen, auch so ein Spieler, den Hannover 96 abgegeben hat und der dann richtig gut wurde. Aber egal.

[21h04] Die Aufstellungen im Weserstadion

Werder Bremen: Vander – Pasanen, Mertesacker, Naldo, Abdennour – Frings, Niemeyer – Marin, Özil – Pizarro, Almeida

Twente Enschede: Boschker – Stam, Wisgerhof, Douglas, Tiendalli – Brama, Perez, Janssen – Parker, De Jong, Ruiz

[21h00] Damit stehen folgende Partien für das Achtelfinale schon mal fest:

  • Hamburger SV – RSC Anderlecht
  • Benfica Lissabon – Olympique Marseille

Alle anderen Partien ergeben sich dann heute Abend, wenn den Qualifizierten der zweite Gegner zugespielt wird.

[20h57] Also bisher qualifiziert für das Achtelfinale: Benfica Lissabon, der Hamburger SV, RSC Anderlecht, Olympique Marseille, Panathinaikos Athen, FC Liverpool, FC Fulham und Atletico Madrid.

[20h51] Diego Forlan in der 90. Minute mit dem 2:1 für Atletico Madrid bei Galatasaray Istanbul. Damit wären die Spanier im Achtelfinale.

[20h47] Der PSV Eindhoven macht eine Minute vor Schluss das 3:2, Torschütze Koevermans. Und es gibt fünf Minuten Nachspielzeit.

[20h46] Vergessen zu erwähnen vorhin: Christian Vander spielt im Tor. Wiese fällt mit Adduktorenverletzung knapp zwei Wochen aus.

[20h45] Kurz vor Schluss führt der RSC Anderlecht mit 4:0 gegen Athletic Bilbao und würde damit im Achtelfinale auf den Hamburger SV treffen. Auch Panathinaikos Athen, der FC Liverpool (3:1 bei Unirea) und Olympique Marseille (3:0 gegen den FC Kopenhagen) sind klar auf Kurs Achtelfinale. Bei den anderen Partien ist es noch spannend.

[20h38] Werder muss verletzungsbedingt auf Clemens Fritz verzichten, Pasanen geht dafür wieder auf die rechte Seite, Abdennour spielt auf links. Diesmal 2er-Sturm mit Pizarro und Almeida, im Mittelfeld Marin, Özil, Frings und Niemeyer. Hunt fehlt ebenfalls mit Verletzung. Markus Rosenberg darf immerhin wieder auf der Bank Platz nehmen.

[20h36] Piotr Trochowski gleicht in der 79. Minute zum 2:2 per Foulelfmeter für den HSV aus. Damit müssten die Niederländer jetzt zwei Tore fürs Achtelfinale erzielen.

[20h34] Ich will ja noch gar nicht von einem “Wunder von der Weser” sprechen, aber ich halte die Partie heute für eines der schwierigsten Spiele der letzten Jahre für Werder. Natürlich kann und muss man optimistisch in diese Begegnung gegen – und Werder tut das ja auch – trotzdem wird das heute Abend eine ganz harte Nuss, die es zu knacken gilt. Zumal Werder immer für einen defensiven Aussetzter bekannt ist. Ist für Werder eine blöde Ausgangslage. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann wäre es erstmal defensive Stabilität. Mir reicht ein 1:0 in der 87. Minute und ein Weiterkommen nach Verlängerung. Ich hoffe, ich werde erhört.

[20h33] Guy Demel darf dann auch schon mal unter die heiße Dusche und beten, dass Eindhoven kein weiteres Tor erzielt. Wobei, so richtig geholfen hat dem HSV die Überzahl ja auch nicht.

[20h30] Der HSV versucht derweil in Eindhoven mit einem Mann mehr kein weiteres Tor zu kassieren. Stimmung ist aufgeheizt, der englische Referee hat nach und nach dieses Spiel nicht mehr in den Griff bekommen. Und die Torrichter machen einen auf Profilieren. Braucht kein Fan.

[20h27] Guten Abend, mal wieder ein wenig live bloggen. Auf dem Programm stehen die Spätspiele in der Europa League Zwischenrunde, mein Schwerpunkt wird zunächst mal Werder gegen Enschede sein, hin und wieder Wolfsburg gegen Villarreal, und dann schauen wir mal, wie sich der Abend entwickelt und wie die Stream-Verfügbarkeit ausschaut. Hereinspaziert.

Thema: Fußball, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (3) | Autor: medispolis