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Premier League 2010/2011 #3, Blackburn Rovers – FC Arsenal

Samstag, 28. August 2010 13:20

[15h39] Endstand Blackburn Rovers – FC Arsenal 1:2

Letzlich ein verdienter Sieg für Arsenal, der erste Auswärtssieg seit März. Der Schlüssel zum Sieg waren zwanzig gute Minuten in der zweiten Hälfte, zwischen der 55. und 75. Da fiel ja auch das Tor für die Gunners. Blackburn wirkte in dieser Phase zu passiv und kraftlos. Wenn Arsenal da konsequenter gespielt hätte, wäre ein 3:1 absolut drin gewesen. So musste man wieder bis zum Ende zittern, weil Blackburn verständlich mit vielen langen und hohen Bällen in den letzten 10 Minuten operierte. Aber mit ein, zwei Wacklern Ausnahme stand die Arsenal-Defensive sicher.

Bester Mann heute auf dem Feld übrigens Manuel Almunia. Beim Gegentor chancenlos, ansonsten auch beim Herauslaufen und hohen Bällen fehlerfrei und sehr sicher. Arsenal setzt vor der Länderspielpause den guten Saisonstart fort und nimmt drei Punkte aus dem schwierigen Auswärtsspiel in Blackburn mit. Wenn die Verletzung von van Persie jetzt nicht ganz so schlimm ist, war es ein mehr als ordentlicher August für die Gunners.

Blackburn mit drei Punkten einigermaßen im Soll. Das Spiel der Rovers ist nicht schön anzusehen, die Taktik sehr simpel. Wenngleich ich heute feststellen konnte, das da bei den Rovers auch einige gute spielerische Ansätze zu sehen waren. Größtes Manko wo der Kräfteverschleiß, wenn man gegen Teams wie Arsenal gleich zu Beginn sehr früh angreifen muss. Da braucht man während des Spiels mal ein paar Ruhepausen. Und genau solch eine hat das Team von Wenger dann zum Sieg genutzt.

[15h36] Konter Arsenal über Chamakh und Walcott. Wilshere scheitert aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Robinson.

[15h36] Drei Minuten Nachspielzeit.

[15h34] Schlussoffensive Blackburn. Und Arsenal ist mächtig am schwimmen.

[15h28] Wechsel Arsenal: Jack Wilshere für Arshavin.

Derweil Blackburn mit der nächsten guten Chance. Salgardo mit dem Schuss aus kurzer Distanz über das Tor.

[15h27] Dunne setzt sich gegen drei Arsenal-Spieler durch. Almunia auf dem Posten. Acht Minuten noch. Und wenn Arsenal weiter sich dem Ende entgegenhampelt, bekommen für noch eine spannende Schlussphase.

[15h26] Wechsel Blackburn: Steven Nzonzi, Spieler der letzten Saison für die Blackburn Fans, kommt für den Torschützen Mame Diouf.

[15h20] Viertelstunde noch zu gehen. Arsenal hampelt mir mit der knappen Führung im Rücken zu viel rum. Da fehlt der letzte Wille den Sack zuzumachen und auf das 3:1 zu gehen. Blackburn fehlt scheinbar die Kraft für das bisherige lange Spiel nach vorne. Im Moment passiert ziemlich wenig. Und wenn man die Gefährlichkeit von Blackburn gesehen hat, sind sie eher fähig aus wenig ein Tor zu machen. Sollte Warnung für die Gunners sein.

[15h13] Wechsel Arsenal: Thomas Rosicky für Cesc Fabregas

Der Spanier noch weit von seiner Bestform entfernt. Hier ist Geduld aller Arsenal-Fans gefragt. Jetzt also Rosicky für die letzten knapp 25 Minuten.

[15h10] Wechsel Blackburn: Martin Olsson für Nikola Kalinic

Immer mehr Oberwasser für Arsenal, weil Blackburn seine Angriffe jetzt nicht mehr so gut aufzieht und zuende spielt wie in der ersten Hälfte. Wäre Arsenal etwas konsequenter im Abschluss und würde auch mal einen Fernschuss wagen, könnte es bereits 3:1 stehen.

[15h08] 72% Balbesitz für den FC Arsenal in der zweiten Hälfte.

[15h05] Ganz entscheidene Phase in der Partie. Arsenal schafft es immer wieder Blackburn jetzt aus der Defensive zu locken. Gleichzeitig drücken die Rovers bei ihren Angriffen aufs Tempo. Im Moment steht Arsenal aber ganz gut defensiv, noch keine Chance in der zweiten Hälfte zugelassen.

[15h02] Wechsel Blackburn: David Dunn für Vince Grella. Also mehr Offensive für die Rovers. Dunn bester Torschütze in der vergangenen Saison für das Team von Big Sam.

[15h00] Blackburn jetzt etwas offener in der Defensive, Arsenal mit mehr Platz im Mittelfeld, den sie für einen weiteren Konter nutzen. Arshavin bedient Fabregas auf links, der Spanier mit dem gut überlegten Pass in den Rücken der Abwehr, wo Chamakh völlig frei steht. Dessen Schuss wird vom Rücken von Givet noch zur Ecke geklärt. Die bringt dann nichts ein.

[14h56] 1:2, Andrej Arshavin, 51. Minute

Die Gunners mit der Führung. Sagna mit tollem Sprint auf der rechten Seite. Gute Flanke, der Schuss von Fabregas wird erst noch geblockt von der Rovers-Abwehr, den Abpraller kann Arshavin dann problemlos an Robinson vorbei ins Tor schieben.

Bis dahin eigentlich ein unverändertes Bild im Vergleich zur ersten Hälfte. Blackburn mit vielen langen Bällen, Arsenal mit vielen kurzen Pässen. Noch keine Chance, aber Blackburn weiter jederzeit in der Lage gefährlich bei Standards zu sein. Und da gehört ein langer Abstoß von Robinson auch zu.

[14h51] Beginn 2. Halbzeit

[14h48] Die BBC meldet, dass van Persie einen dicken Knöchel hat, der mit Eis gekühlt wird. Weitere Untersuchungen samt Scan am Montag.

[14h34] Halbzeit Blackburn Rovers – FC Arsenal 1:1

Ganz interessantes Spiel, nicht hochklassig und auch nicht mit großen Torchancen am Fließband, aber spannend, wie beide versuchen mit ihrem Spielsystem zum Erfolg zu kommen. Beiden ist dies ganz gut gelungen. Das Remis zur Pause geht in Ordnung, wenngleich Blackburn etwas mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor ausstrahlte.

Arsenal mit gutem Start in dieser Partie, dann fand Blackburn zwischen der 10. und 20. Minute sehr gut ins Spiel. Spielten schnell nach vorne, hoch und direkt, gefährlich bei den langen Einwürfen von Pedersen und den Eckbällen. Die Gunners hatten dann einmal Platz zum Kombinieren und schlossen mit der Führung durch Walcott ab. Blackburn für einen Moment geschockt, fand dann aber schnel zurück ins Spiel und glich verdient aus. In den letzten 10 Minuten in der ersten Hälfte verteiltes Spiel, beide mit guten Ansätzen, aber wenig Torchancen. Van Persie in seinem 200. Spiel für Arsenal schon verletzt raus. Fabregas hat sich gesteigert nach viel Passivität zu Beginn. Bester Mann bei den Gunners Almunia, der bei den vielen Standardsituationen richtig konzentriert sein muss. Pluspunkte bei den Rovers für Kapitän Samba, ganz starkes Spiel.

Für den zweiten Durchgang: Arsenal muss die vielen Standards für Blackburn noch mehr eindämmen und selbst wieder mehr auf die Führung gehen. Das wirkt – auch weil Blackburn defensiv sehr gut steht – häufig ein wenig statisch und langsam. Und Blackburn muss eigentlich nur so weiterspielen.

[14h31] Drei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte

[14h24] Bei dem Spielverlauf kaut sich das Kaugummi doch ganz passabel auf der Tribüne für Big Sam.

[14h21] Und jetzt ist es wieder Kick and Rush. Lange Abstöße von Robinson und alle kopfballstarken Spieler sind dann vorne. Sieht nicht unbedingt schön aus, aber Blackburn spielt das sehr erfolgreich und gefährlich runter.

[14h19] Wechsel Arsenal: Marouane Chamakh für Robin van Persie. Der Niederländer mit Schmerzen am linken Knöchel. Same procedure as every year.

[14h12] 1:1, Mame Diouf, 27. Minute

Und fertig geschüttelt. Ist ein richtig klasse Fußballspiel. Blackburn setzt wieder da an, wo sie vor dem Rückstand aufgehört haben. El Hadji-Diouf setzt sich auf der linken Seite gegen Koscielny viel zu einfach durch, wunderbarer Pass in die Mitte, Mame Diouf sprintet in die Lücke zwischen Clichy und Vermaelen und schiebt in seinem Premier League Debüt zum Ausgleich ein. Warum Koscielny da auf rechts mit El Hadji-Diouf im Lauduell war, muss ich mir noch mal anschauen. Eigentlich sollte das ja Aufgabe von Sagna sein. Und Koscielny hat offensichtlich in der Mitte dann gefehlt. Schön herausgespielt von Blackburn.

[14h11] Arsenal nach der Führung mit mehr Ballbesitz und mehr Ballsicherheit im Mittelfeld, lassen die Kugel gut durch die eigenen Reihen laufen. Blackburn schüttelt immer noch  den Schock der Führung ab.

[14h05] 0:1, Theo Walcott, 20. Minute

Zum ersten Mal bekommt Arsenal Platz im Mittelfeld nach einem Angriff der Rovers. Und wie sie den nutzen, war einfach nur wunderschön anzusehen. Drei Stationen, bis der Ball zu Walcott kommt. Arshavin zieht zwei Spieler im Mittelfeld auf sich, kann den Ball noch zu van Persie bringen, bindet wieder zwei Spieler, Pass auf rechts zu Walcott, der völlig frei steht. Walcott geht noch zwei Schritte und schließt mit einem präzisen Schuss ins lange Eck ab. Klasse gemacht, keine Chance für Robinson.

Hat sich nicht unbedingt angedeutet.

[14h01] Blackburn nährt sich der Führung. Ecke Pedersen von links, in der Mitte setzt sich Samba gegen Diaby durch, Kopfball knapp über das Tor. Blackburn macht das exzellent bisher, greifen Arsenal früh an, setzen sie unter Druck. Die Gäste haben wenig Platz zum Kombinieren. Einziger Nachteil: Was die Rovers da spielen und läuferisch absolvieren, kann man eigentlich nicht über 90 Minuten durchhalten.

Fabregas noch gar nicht im Spiel, Arsenal fehlt das nötige Übergewicht im Mittelfeld für Konter und das schnelle Spiel nach vorne. Arshavin auf links bemüht, vieles geht über den Russen, Walcott auf rechts noch gar nicht eingebunden.

[13h55] Gerade ausgelost, die dritte Runde im Carling Cup. Arsenal muss an die White Hart Lane zu den Tottenham Hotspur. Blackburn auswärts bei Aston Villa. Alle Ansetzungen.

[13h54] Druckphase Blackburn jetzt. Häufig lange Einwürfe von Pedersen, Arsenal mit den vielen kleinen Spielern richtig gefordert. Fabregas rettet per Kopf auf der Linie nach Kopfball von Ryan Nelson.  Eine Minute später kann Almunia mit den Fingerspitzen gerade noch den Ball um den Pfosten lenken und kracht mit seinem Kopf an das Aluminium. Stark gehalten. Die Gunners wackeln. Blackburn brandgefährlich bei Ecken.

[13h52] Huch, wer ist denn das? Alex Song hat mal wieder die Haarfarbe gewechselt. Die englischen Kommentatoren: “Great hair”.

[13h49] Vier Minuten durch und Arsenal hat die erste richtig gute Chance zur Führung. Nach Ecke von rechts dringt Fabregas in den Strafraum ein, bedient Walcott. Unsicherheit in der Rovers-Abwehr, Diaby mit dem Schuss aus dem Hintergrund. Der Schuss prallt gegen einen Abwehrspieler, dann gegen Torwart Robinson und nicht ins Tor. Blackburn kann klären. Arsenal spielbestimmend in den ersten Minuten.

[13h48] Schlüssel für Arsenal zum Erfolg: Präsenz im Mittelfeld, eigenes schnelles Spiel nach vorne und Standardsituationen des Gegners verhindern.

[13h46] Beginn 1. Halbzeit

Chris Foy ist der Referee unter wachsamer Aufmerksamkeit von Arsene Wenger. Die Gäste stoßen an. Arsenal in rot von rechts nach links in der ersten Hälfte. Blackburn in weiß-blau.

[13h43] Und auch heute mal wieder alle Augen auf Manuel Almunia. Der Arsenal-Torwart hat es nicht leicht in diesen Tagen.

[13h39] Die Aufstellungen im Ewood Park

Blackburn Rovers: Robinson – Salgado, Nelsen, Samba, Givet – El-Hadji Diouf, Jones, Pedersen, Grella -  Mame Diouf, Kalinic

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Koscielny, Vermaelen, Clichy – Diaby, Song – Fabregas, Walcott, Arshavin – van Persie

Drei Veränderungen bei den Gästen aus London. Laurent Koscielny kehrt nach seiner Sperre zurück in die Innenverteidigung. Gleichzeitig beginnen Fabregas und van Persie erstmals von Beginn an in dieser Saison. Dafür müssen Rosicky, Wilshere und Chamakh auf der Bank Platz nehmen. Song kehrt aus der Innenverteidigung wieder ins defensive Mittelfeld zurück. Wird bei Arsenal wohl ein 4-2-3-1 werden. In den letzten Partien war Arshavin meist eher als hängende Spitze aktiv. Offensiv hat Arsenal also genug Flexibilität und kann je nach Spielstand die Formation wechseln. Zwei Wechsel bei Blackburn. Nach seinem Hattrick im Carling Cup gegen Norwich bleibt Mame Diouf im Sturm an der Seite von Kalinic. Vince Grella kehrt ins linke Mittelfeld zurück. Martin Olsson und Steven Nzoni dürfen das Geschehen erstmal von der Bank betrachten.

[13h27] Die Rovers sind extrem heimstark. Vergangene Saison gab es nur drei Heimniederlagen, gegen alle Teams der Big Four hat man im heimischen Ewood Park nicht verloren. Arsenal sollte gewarnt sein – auch weil Blackburn sehr gut in die neue Saison gestartet ist.

[13h22] Arsene Wenger will es scheinbar wissen, stellt Fabregas und van Persie in die Startelf. Dafür müssen Chamakh und Rosicky erstmal auf der Bank Platz nehmen.

[13h20] “Die Schöne und das Biest”, so hatte das britische Sky heute das Samstagmittagspiel der Premier League zwischen Blackburn und Arsenal tituliert und wollte damit auf die beiden unterschiedlichen Spielweisen eingehen. Für Arsenal eine echte Bewährungsprobe heute. Letzte Saison verloren sie bei den Rovers. Und wenn man um den Titel mitspielen will, braucht es drei Punkte in solch unbequemen Auswärtsspielen und beim heimstarken Blackburn. Tach zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2010/2011 #2, Manchester City – FC Liverpool

Montag, 23. August 2010 20:21

[22h52] Endstand Manchester City – FC Liverpool 3:0

Die Reds insgesamt mit einer enttäuschenden Leistung. Mit Ausnahme der Anfangsminuten und den einigen Momenten um die 60. Minute herum harmlos im Spiel nach vorne. Gerrard mit Lucas in der Defensive genug beschäftigt, wenig Impulse nach vorne. Torres noch weit von seiner Bestform entfernt. Ngog engagiert, aber wirkungslos. Ob die Formation mit zwei Spitzen wirklich der Weisheit letzter Schluss für Liverpool sein wird, bleibt nach der heutigen Leistung abzuwarten. Agger mit einem rabenschwarzen Tag. Das war für Liverpool eher ein Rückschritt zum Spiel letzte Woche gegen Arsenal.

Kompliment an Manchester City, mannschaftlich sehr geschlossen, kaum Fehler in den wichtigen Phasen des Spiels. Viel über die Flügel gespielt, defensiv sicher und die wenigen Chancen eiskalt genutzt. Definitiv ein Schritt nach vorne. Wie nachhaltig und dauerhaft das ist, zeigt sich in den nächsten Spielen. Adebayor wurde heute ignoriert. Da dürfte sich Konfliktpotential ergeben. Milner hat sich in seinem ersten Spiel wunderbar integriert. Absoluter Glücksgriff.

[22h50] Zwei Minuten Nachspielzeit

[22h45] Wechsel FC Liverpool: Daniel Pacheco für Jovanovic

[22h44] Wechsel Manchester City: Jo und Pablo Zabaleta für Kolo Toure und Carlos Tevez. Und der Besitzer der Citizens macht ein Gesicht, als dass er gerade 200 Millionen Pfund falsch investiert hätte.

[22h38] Babel mit der ersten guten Aktion, zieht von links in die Mitte, Schuss wird von Kolo Toure noch abgefälscht. Hart lenkt den Ball um den Pfosten. Einzelaktionen, mehr nicht.

[22h37] Wechsel FC Liverpool. Ryan Babel kommt für Fernando Torres.

[22h35] Viertelstunde noch zu gehen. Partie ist entschieden, passiert nicht mehr viel. Knackpunkt vielleicht wirklich die Doppelparade von Joe Hart. Wenn Liverpool da noch einmal verkürzt, wäre City vielleicht noch einmal ins Grübeln gekommen. Aber so fährt man das jetzt locker nach Hause. Und macht eher das 4:0 als Liverpool den Ehrentreffer.

[22h27] 3:0, Carlos Tevez, 68. Minute (FE)

Tevez verlädt Reina ziemlich humorlos. Das dürfte die Entscheidung sein. Zweite gefährliche Aktion für City in der zweiten Hälfte. Und das zweite Tor. Effezienz pur heute Abend von den Citizens.

[22h26] Elfmeter Manchester City

Adam Johnson setzt sich auf rechts mal wieder gegen Agger durch. Der Däne mit einem miserablen Abend. Gelingt fast gar nichts. Also wie gesagt Johnson mit dem gewonnen Zweikampf, stolpert sich in den Strafraum, wo Skrtel ihn dann legt. Dumme Aktion des Slowaken, wäre gar nicht nötig gewesen, weil Milner sich den Ball schon viel zu weit vorgelegt hatte. Milner nimmt den Kontakt an. Okay Elfmeter zu geben.

[22h24] Und schon hat City das Spiel wieder beruhigt und in ruhige Bahnen gelenkt.

[22h20] Und könnte das vielleicht der Knotenlöser für den FC Liverpool sein? Starke letzte Minuten der Reds jetzt. Zum ersten Mal so etwas eie Dominanz auf dem Platz. Richards bekam nach mehreren Fouls an Gerrard die gelbe Karte.

[22h17] Was eine Szene von Joe Hart, erinnert ein wenig an Robert Enkes Leistung gegen den HSV von vor ein paar Jahren. Erst Gerrard mit dem Pfostenschuss, dann rettet Hart erst gegen den Schuss von Ngog und schmeißt sich dann in den Abpraller von Torres rein. Kuyt hatte nach dem Pfostenschuss von Gerrard den Ball aufgenommen und Ngog bedient. Doch Hart vereitelt den Anschluss.

[22h16] Und dass man den Saisonauftakt nicht überbewerten sollte, zeigt die heutige Partie. City mit viel besserer defensiver Ordnung und effektiver Offensive. Liverpool im Vergleich zur Partie gegen Arsenal kaum mit Zug zum Tor und vor allem defensiv mit zu vielen Fehlern.

[22h12] 2:0, Micah Richards, 52. Minute

Vorentscheidung? Ecke von Milner von der rechten Seite. Kopfball von Richards in der Mitte, Tevez irritiert Reina, Ball geht an Freund und Feind vorbei ins Tor. Erste Chance in den zweiten 45 Minuten und gleich die Führung ausgebaut. Besser geht es nicht.

[22h11] Spiel kommt allmählich wieder etwas mehr in Fahrt, wenn die Spieler ihren Pausentee verdaut haben. Eigentlich bis jetzt ein unverändertes Bild im Vergleich zur ersten Hälfte. Mehr Gefahr und Zug zum Tor weiterhin von den Gastgebern.

[220h8] Sir Alex ist auch vor Ort im Stadion. Der will sich doch sicherlich einen Spieler anschauen und kaufen…

[22h05] Beginn 2. Halbzeit

Sehr lange Pause. Keine Wechsel. Weiter geht es. Von Liverpool darf gerne mehr kommen.

[21h48] Halbzeit Manchester City – FC Liverpool 1:0

Viel Luft nach oben, Spiel ist zwar ganz nett anzuschauen, viele Torchancen gab es aber nicht. City ist mit einer sehr schönen Aktion in Führung gegangen, danach viel Ballbesitz, eine weitere gute Chance durch Adam Johnson. Ansonsten hat man die Überlegenheit und die Schnelligkeit im Offensivspiel nicht gut genug ausgenutzt. Von Liverpool kommt ganz wenig. Defensiv hat Agger seine Schwierigkeiten mit Adam Johnson, und im Spiel nach vorne ist das zu langsam, einfalls- und ideenlos, als dass es City vor große Herausforderungen stellen würde. James Milner bei seinem Debüt mit guter Leistung. Adam Johnson gefällt mir am besten. Bei Liverpool Gerrard und Lucas nicht ganz klar, wer eigentlich was macht. Ngog bemüht, geht viele Wege. Sonst passiert offensiv aber nur wenig.

[21h44] Schaut man sich den Gesichtsausdruck von Roy Hodgson, dürften die Wände in der Umkleidekabin der Reds stimmlich gleich auf ihre Standfestigkeit getestet werden. Hodgson außer sich auf der Trainerbank, nach dem zweiten schlampigen Zuspiel in die Offensive. Erst von Ngog, dann von Gerrard.

[21h39] Guter Konter von Manchester City nach Missverständnis von Gerrard und Lucas (es war nicht das erste heute Abend). Schneller Gegenangriff über Yaya Toure, Milner legt weiter auf Adam Johnson auf rechts, der eins gegen eins mit Daniel Agger geht. Schuss geht aber knapp am Tor vorbei und berüht noch das Außennetz.

[21h35] Erster richtiger Torabschluss für den FC Liverpool. Zusammenspiel von Gerrard und Ngog auf der rechten Seite. Der Franzose zieht in die Mitte, Linksschuss aber zu zentral aufs Tor. Keine Probleme für Joe Hart.

[21h30] Das einzige, was bei City noch so ein bisschen hakt, ist das Zusammenspiel zwischen Mittelfeld und Carlos Tevez. Der Argentinier lässt sich, wenn Liverpool in Ballbesitz ist, weit zurückfallen, teilweise bis weit in die eigene Hälfte. Wenn City dann nach Ballverlust der Reds umschalten will, fehlt für den Moment die Anspielstation ganz vorne und City muss im Mittelfeld ein paar Sekunden den Ball halten, bis sich ein Mitspieler anbietet. Zeit für Liverpool zurückzukommen und sich zu positionieren. Nicht nur deshalb sind die Konter von City eher selten. Trotz des hohen Anteils an Ballbesitz.

[21h27] 25 Minuten durch. Liverpools Offensivbemühungen sind von Einfallslosigkeit geprägt, dass es fast schon schmerzt da zuzuschauen. City mit der Führung im Rücken spielstark, variabel, flexibel, viel Bewegung. Das sieht sehr gut aus und bietet Liverpool im Moment nur die Chance zu reagieren. Trotz der Überlegenheit der Gastgeber bisher aber keine weitere Torchance nach dem 1:0. Trotzdem ein Statement von City, gefällt mir ausgesprochen gut.

[21h20] City macht das geschickt. Wenn Liverpool angreift, sind alle Citizens in der eigenen Hälfte, machen die Räume eng. Und da die Reds eher behäbig der Spielaufbau gestalten, ist der Ball dann irgendwann weg. Und City beginnt mit den schnellen Kontern, über Milner und Adam Johnson. Wird eine harte Nuss für die Reds, wenn man offensiv nicht mehr Zug zum Tor bekommt.

[21h14] 1:0, Gareth Barry, 13. Minute

Liverpool wird mit drei Pässen ausgehebelt – und das ging noch nicht einmal in Blitzgeschwindigkeit. Da konnte City in Ruhe überlegen und bekam die Zeit und den Raum vom FC Liverpool. Gareth Barry der Torschütze. Adam Johnson wird auf rechts nicht angegriffen, kann den Ball an Gerrard vorbei zu Milner durchstecken, Pass in die Mitte, wo Barry freistehend nur noch einschieben braucht. Die Ex-Villens-Kombination. Keine Chance für Reina. Hat sich nicht wirklich angedeutet. Und der Defensivfanatiker Hodgson wird sich die Haare raufen.

[21h13] Auf den LED-Werbebanden auch einige Botschaften in arabischer Sprache. Was tut man nicht alles für den Besitzer.

[21h10] Fast zehn Minuten durch. Erste gute Chance für City. Fernschuss von Adam Johnson aus über 20 Metern. Der satte Linksschuss geht aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Reina wäre chancenlos gewesen. Sonst wenig passiert, ordentliches Tempo. Liverpool versteckt sich nicht und spielt kontrolliert und vorsichtig nach vorne.

[21h05] Martin Skrtel sieht nach etwas mehr als drei Minuten gelb für ein Foul an Tevez auf der rechten Seite. Das sieht offensiv bei City sehr flexibel aus, was die Positionen angeht. Mal kommt Milner über rechts, mal Adam Johnson. Jedenfalls gibt Tevez die einzige Spitze ganz vorne im Zentrum drin.

[21h02] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte, natürlich in den roten Trikots. City in hellblau.

[20h58] Die Premier League Grafik sieht City im 4-3-3. Auch möglich, müssen wir mal schauen. Dann würde Milner wieder über den rechten Flügel kommen.

[20h55] Liverpool absolviert heute sein 50. Monday Night Game. Beobachtet von Scheich Mansour, dem Besitzer der Citizens.

[20h54] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

Manchester City: Hart – Richards, Toure, Kompany, Lescott – De Jong, Yaya Toure – Barry, Milner, Adam Johnson – Tevez

FC Liverpool: Reina – Johnson, Skrtel, Carragher, Agger – Jovanovic, Gerrard, Lucas, Kuyt – Torres, Ngog

Manchester City nur mit einer Spitze, Carlos Tevez. Adebayor genauso wie David Silva nur auf der Bank, Dahinter Milner in der zentralen Rolle, Barry eher über links, Adam Johnson über rechts. De Jong und Toure sollen für defensive Stabilität sorgen. Liverpool mit zwei Stürmern, Torres und Ngog. Mittelfeld sehr kompakt mit Jovanovic, Lucas und Kuyt, der sicherlich mehr über die rechte Seite agieren wird. Mal schauen, wie offensiv ausgerichtet Gerrard ist. Im Prinzip hat er ja nie eine feste Position und ist immer überall zu finden.

[20h40] Liverpool hat sich derweil wieder Schlagzeilen neben dem Feld gemacht. Der chinesische Interessent für eine Übernahme, Kenny Huang, hat sich aus dem Staub gemacht und zeigt keine Ambitionen mehr für ein Kaufangebot gegenüber dem FC Liverpool. Man hat nie gesehen, er war nie im Stadion, und hat nie wirklich durchblicken lassen, wie er seine Aktionen eigentlich finanzieren möchte. Nun wird heftig darüber spekuliert, ob Huang überhaupt die finanziellen Mittel hatte die Reds zu kaufen oder ob sein vermeintliches Interesse nur ein dummer Drang nach Öffentlichkeit und Anerkennung war. Fakt ist, dass Liverpool sich weiter nach einem potentiellen Käufer umschauen muss. Die Royal Bank of Scotland hat Kredite in Höhe von 237 Millionen Pfund an die Reds vergeben. Der Verein hat Anfang Oktober eine Strafzahlung in Höhe von 60 Millionen Pfund zu entrichten, sollte Liverpool das Geld nicht zurückzahlen oder die Rahmenbedingungen des Vertrags neu verhandeln. So oder so braucht der Verein Geld. Vom Chinesen gibt es das nicht mehr.

[20h30] Weiteres zum Personal: Liverpool heute zum ersten Mal mit Fernando Torres von Beginn an. Bei City gibt James Milner sein Debüt in hellblau, Mario Balotelli ist mit seiner Knieverletzung nicht rechtzetitig fit geworden. Apropos Milner: Laut Aufstellung wird er zentral in der Mitte spielen. Adam Johnson auf rechts, Tevez ist einzige Spitze bei City. Damit kommt Roberto Mancini den Wünschen von James Milner nach. Er spielt also nicht auf dem rechten Flügel wie zum Beispiel in der englischen Nationalmannschaft.

[20h25] Ganz aktuelle Nachrichten gibt es heute Abend um Javier Mascherano. Es ist ja seit längerem bekannt, dass der Argentinier bei dem richtigen Angebot den Verein verlassen kann. Eine Einigung mit Inter Mailand gelang nicht, jetzt soll der FC Barcelona die Fühler ausgestreckt haben. Mascherano ist heute Abend nicht im Kader der Reds. Der Guardian meldet derweil, dass eine erste Offerte der Katalanen in Höhe von 15 Millionen Euro vom FC Liverpool zurückgewiesen wurde. Ein Wechsel erscheint aber sehr wahrscheinlich, lediglich beim Geld braucht es noch eine Einigung.

[20h21] Ein 6:0 wird es heute Abend wahrscheinlich nicht geben, aber hoffentlich trotzdem viele schöne Aktionen und jede Menge Dramatik. Und auch wenn drei der letzten vier Duelle zwischen beiden Teams in Eastlands 0:0 ausgingen, hoffen wir ganz inständig auf viele Tore heute Abend. Das Spitzenspiel am 2. Spieltag zwischen Man City und dem FC Liverpool. Good Evening.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Champions League 2010/2011 Playoff Hinspiel, Young Boys Bern – Tottenham Hotspur

Dienstag, 17. August 2010 20:05

[22h34] Endstand Young Boys Bern – Tottenham Hotspur 3:2

Nach der temporeichen und dramatischen ersten Hälfte mit dem späten Anschluss durch die Spurs, ging es aus Sicht von Tottenham gut weiter. Man hatte ausreichend Ballbesitz, beschäftigte Bern in der Defensive und kam zu ein paar guten Torchancen. Aber die finale Großchance wollte nicht erscheinen. Die hatte dann Bern Mitte der zweiten Hälfte, als man sich etwas befreien konnte. Schneuwly hatte zweimal den Ausbau der Führung auf dem Fuß, agierte aber zu hastig im Abschluss. Besser machte es dann Pavyluchenko knappp fünf Minuten vor Schluss.

Die Spurs damit mit eineinhalb blauen Augen davongekommen. Gute Ausgangslage für das Rückspiel am Mittwoch an der Lane. Ein einfaches 1:0 reicht schon. Wer hätte das nach 30 Minuten in dieser Partie gedacht? Also noch jede Menge Spannung für das Rückspiel. So viel für heute. Schönen Abend noch aus Düsseldorf. Bye.

[22h33] Zwei Minuten Nachspielzeit. Derweil die Young Boys mit einem weiteren Wechsel. Marco Raimondi kommt für den aktiven Degen.

[22h29] Und jetzt ist wieder doch ein irres Spiel. Bern mit den klaren Chancen auf das 4:1 und 5:1 und im Gegenzug die kalte Dusche. Nennt sich Fußball.

[22h25] 3:2, Roman Pavlyuchenko, 83. Minute

Spurs are back! Das nennt sich dann Chancenauswertung. Und was für ein wunderschönes Tor, ähnlich dem Treffer von Ngog am Sonntag gegen Arsenal. Keane schickt den Russen auf die Reise, der die Kugel noch ein paar Meter mitnimmt und dann aus spitzem Winkel unters Dach in die kurze Ecke nagelt. Wenig Chance für Wolfli bei dem wuchtigen Schuss. So macht man es. Aus 3:0 ein 3:2. Das liest sich schon wieder besser. Könnte aber auch 5:1 stehen und Tottenham dürfte sich nicht beschweren.

[22h24] Und die nächste riesengroße Chance für Bern zum 4:1 zehn Minuten vor Schluss. Wieder Chaos in der Spurs-Defensive, wieder knallt Schneuwly den Ball per Volleyabnahme aus kurzer Distanz ganz knapp über das Tor. Könnte die entscheidung gewesen sein.

[22h21] Was für ein Konter der Young Boys. Ganz groß. Drei Stationen bis zum Abschluss. Aber Schneuwly schießt den Ball nach Zuspiel von Degen über das Tor. Spurs fliegt der Einwurf um die Ohren. Spiel mit dem Feuer. Zu viel Risiko könnte das vierte Gegentor bedeuten.

Im Gegenzug lenkt Wolfli einen Kopfball von Pavlyuchenko über die Querlatte. Noch mal ein wenig Dramatik.

[22h18] Viertelstunde noch. Spiel hat merklich an Tempo verloren. Bern macht nur noch wenig nach vorne, die Spurs weiter um geregelten Spielaufbau bemüht, aber zu fehlerhaft im letzten Angriffsdrittel. Tut sich wenig im Moment, Tottenham aber weiterhin mit leichtem Übergewicht.

[22h11] Und allen Spurs-Fans ist zu empfehlen bei Standardsituationen von Bern zukünftig nicht mehr auf den TV-Bildschirm zu schauen. Denn es bleibt gefährlich. Diesmal nach Freistoß von rechts Bienvenu aus kurzer Distanz per Kopf über die Querlatte. Brenzlige Situationen für Tottenham, die ihrerseits jetzt kaum noch zu Torgelegenheiten kommen.

[22h08] Erster Wechsel bei den Young Boys. Christian Schneuwly kommt für Moreno Constanzo.

Die Young Boys konzentrieren sich jetzt auf die Defensive, stehen sehr tief und kompakt. Spurs haben mehr Ballbesitz, finden aber noch nicht den Abschluss. Und wenn Fernschüsse über das Tor.

Die Spurs mit der letzten Auswechselung. Jermain Defoe muss verletzt raus, Robbie Keane für ihn in der Partie.

[220h2] Für ein paar Momente können sich die Schweizer ein wenig befreien und das Spiel wieder mehr in die Hälfte der Spurs verlagern und sind dann bei Standardsituationen weiter sehr viel gefährlicher, als die Spurs es bisher in den ersten 15 Minuten gewesen sind. Mangelt noch ein wenig am Abschluss.

[21h58] Gareth Bale mit ganz starker zweiter Hälfte. Und die Spurs nähern sich langsam dem 2:3. Präzise, scharfe Flanke von Bale in die Mitte, wo Defoe und Pavyluchenko ganz knapp verpassen. Nur noch Spurs im Moment. Man kann Redknapp heute Abend sicherlich auch einige Vorwürfe machen, die Einwechselung von Huddlestone gehört zu den richtigen Entscheidungen.

[21h52] Die Spurs machen genau dort weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört haben, mit Zug zum Tor. Einziges Manko noch, dass man den jetzt dichter werdenden Abwehrriegel der Young Boys noch nicht knacken konnte. Aber das ist ein Ballbesitz jetzt für die Spurs in den ersten fünf Minuten, mehr wohl als in der ersten Hälfte insgesamt. Gefühlt. Bern mit allen 11 Mann in der eigenen Hälfte.

[21h50] Mal ein wenig Kombinationsfußball von den Spurs. Pavlyuchenko gewinnt in der Mitte den Zweikampf, gibt den Ball raus zur Corluka, dessen Flanke gerade so von Wolfi abgefangen wird. Defoe stand zum Einschuss bereit. Guter Beginn der Gäste.

[21h48] Beginn 2. Halbzeit

[21h45] Die Spurs werden wechseln. Luka Modric geht, Niko Kranjcar kommt für seinen Landsmann in die Partie.

[21h32] Halbzeit Young Boys Bern – Tottenham Hotspur 3:1

Was ein geiles Spiel und eine sehr attraktive Ausgangslage für weitere dramatische 45 Minuten. Die Spurs haben die ersten 30 Minuten mit Ausnahme einiger passabler Angriffszüge komplett verschlafen. Vor allem defensiv völlig unerklärliche Fehler, Abstimmung zwischen Dawson und Bassong so gut wie gar nicht vorhanden. Nach und nach kann man etwas besser ins Spiel, wurde durch das 0:3 noch einmal zurückgeworfen, rissen sich dann aber endlich am Riemen und kamen durch den defensiv katastrophalen Bassong zum Anschluss. Eine ganz schwache erste Hälfte der Spurs. Noch ist man am Leben, hat sich eine “Lifeline” zurückgeholt. Jetzt muss man das in der zweiten Hälfte bestätigen. Voraussetzung gar nicht so schlecht. Hohe Bälle, viele Flanken und Ecken könnten das Rezept sein um mit einem blauen Auge davon zu kommen.

[21h31] Und Bern hat in den letzten Minuten eindrucksvoll gezeigt, dass sie anfällig sind bei hohen Bällen. Es riecht nach Peter Crouch. Zunächt aber die Flanke von Bale, in der Mitte köpf Defoe knapp daneben. Aber Defoe konnte sich problemlos im Kopfballduell durchsetzen.

[21h30] Die Spurs mit Dauerdruck vor dem Halbzeitpfiff. Bern bekommt zum ersten Mal in diesem Spiel richtige Probleme. Eine Minute Nachspielzeit bei vier Toren, nun ja.

[21h27] 3:1, Sebastian Bassong, 42. Minute

Ausgerechnet Bassong, der defensiv eine richtig dunkle Stunde erwischt hat. Aber offensiv hilft ihm seine enorme Sprungkraft und Kopfballstärke. Ecke von der rechten Seite von Gareth Bale, in der Mitte Bassong dynamisch im Zweikampf, wuchtiger Kopfball unters Dach. Schön gemacht.

[21h26] Fünf Minuten noch bis zur Halbzeit. Spurs brauchen Tore. Und dürfen gleichzeitig kein weiteres kassieren. Redknapp darf dann mal den Zauberer spielen, die Schweizer lassen sich etwas zurückfallen, Tottenham bekommt mehr Platz.

[21h24] Quasi der kleine Löffel mit den Baldrian-Tropfen, wenn ich jetzt schreibe, dass die Spurs gerade seit gefühlter Ewigkeit mal wieder im Berner Strafraum waren. Die Hereingabe von Defoe fängt Wolfli aber problemlos ab.

[21h20] Mein lieber Mann, die Spurs defensiv mi Auflösungserscheinungen. Bern bekommt einen Freistoß fast auf der Strafraumlinie nach Foul von Bassong an Bienvenu. Spurs können zuvor drei Mal den Ball nicht klären. Jemal mit dem Freistoß knapp über das Tor. “It can’t get worse.”

Wechsel Spurs: Assou-Ekotto geht, Tom Huddlestone, eigentlich angeschlagen, kommt in die Partie. Bale damit links hinten in der Viererkette. Assou-Ekotto bereits mit gelb verwarnt. Crouch und Lennon machen sich ebenfalls warm. Redknapp meidet jeden Blick mit seinem Spieler bei der Auswechselung.

[21h14] 3:0, Xavier Hochstrasser, 29. Minute

Das geht einfach viel zu leicht, viel zu leicht. Das muss für alle Spurs-Fans gerade ziemlich weh tun. Ein Pass hebelt mal wieder die gesamte Spurs-Defensive aus. Constanzo schickt Hochstrasser, Bassong mit der Reaktionszeit eines Mehlsackes, viel zu langsam. Freie Bahn für Hochstrasser, der den Ball in die Maschen knallt. Erbärmliche Defensivleistung. Unerklärlich.

Was für ein Alptraum-Abend bisher für die Spurs und Harry Redknapp. Man kann in Rückstand geraten, aber wie man sich jetzt defensiv anstellt und die Young Boys fast schon zum Toreschießen einlädt, hätte ich von Tottenham nicht erwartet. Ein noch größerer Berg, wenn überhaupt.

[21h10] Die Spurs alles andere als überzeugend, verlieren viel zu viele einfache Bälle im Spielaufbau. Und die Innenverteidigung mit Bassong und Dawson alles andere, nur nicht konzentriert. Modric von der Defensive der Berner nahezu komplett aus dem Spiel genommen. Über die Außenbahnen geht wenig, Bale auf links bemüht mit ein, zwei guten Ansätzen. Über rechts geht so gut wie gar nichts. Da wird Lennon die Option sein müssen. Palacios habe ich fast noch  gar nicht am Ball gesehen. Und mit einem 2:0 spielt es sich im Moment ziemlich leicht für Bern.

[21h03] Und mit dem 2:0 im Rücken bekommt Bern die Sicherheit und lässt die Spurs zappeln, die ihrerseits fast wild versuchen in dieses Spiel zurückzukommen. Nächste gute Gelegenheit für Tottenham. Flanke Bale von links, in der Mitte bricht sich Defoe aber eher beide Beine bei seinem Versuch den Ball über die Linie zu schieben. Bern defensiv anfällig und offen. Ich will einen Einsatz von Peter Crouch noch nicht beschwören, aber so einen braucht es da vorne jetzt.

[20h58] 2:0, Henri Bienvenu, 13. Minute

Die Spurs machen das Bern viel zu einfach, wieder so ein Konter. Ein versehentlicher Pass hebt die gesamte Viererkette der Spurs auseinander, Dawson schaltet viel zu langsam, keine Chance im Laufduell gegen Bienvenu, der eiskalt Gomes verlädt und zum 2:0 einschiebt. Die Spurs haben jetzt einen ganz hohen Berg zu besteigen.

[20h54] Die Spurs haben schnell den Schalter umgelegt und den Schock des frühen Gegentores überwunden, drängen ihrerseits jetzt auf das erste Tor. Pavlyuchenko schickt Giovani dos Santos wunderbar in die Schnittstelle der Vierkette, scheitert aber am herausragenden Wölfli. Kann man auch machen. Bale auf links bei den Spurs jetzt der Taktgeber. Setzt wieder Pavlyuchenko in Szene, der Defoe bedient. Dessen Volley geht aber über das Tor. Gute Minuten der Spurs.

Und darauf warten die Young Boys nur. Konter. Tolles Spiel in den Anfangsminuten mit ganz hohem Tempo.

[20h50] 1:0, Senad Lulic, 5. Minute

Was für eine Offensivpower der Schweizer. Spycher und Degen gehen auf den Außen weit mit nach vorne. Schnüren die Spurs fast ein, die können nicht zielführend klären, bekommen den Ball immer wieder postwendend zurück. Das Tor fällt trotzdem etwas glücklich. Schuss von Doubai aus knapp 16 Metern, wird von Dawson so abgefälscht, dass der Lulic – nicht im Abseits – freistehend vor die Füße fällt. Und er behält die Ruhe und Nerven um Gomes zu überwinden. Traumstart.

[20h48] Es wäre ein Traumstart gewesen für die Schweizer. Spycher mit dem Einwurf auf der linken Seite in Höhe des Strafraums, die Spurs zu weit weg vom Gegner, Degen steckt auf Lulic durch. Der geht noch ein paar Schritte, zieht dann ab. Rechter Außenpfosten.

Assou-Ekotto verliert auf der linken Seite das Laufduell gegen Degen, bekommt nach knapp vier Minuten die erste gelbe Karte.

[20h46] Beginn 1. Halbzeit

Die Young Boys in den gelben Trikots, die Spurs spielen in den weißen Shirts. Die Schweizer haben Anstoß, spielen von rechts nach links in der ersten Hälfte.

[20h41] “It looks like and feels like a Champions League night.” Die englischen Kommentatoren laufen sich schon mal warm.

[20h37] Die Aufstellung im Stade de Suisse Wankdorf

Young Boys Bern: Wolfli – Sutter, Spycher, Affolter, Jemal – Lulic, Tape Doubai, Degen, Hochstrasser, Costanzo – Bienvenu

Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, Dawson, Bassong, Assou-Ekotto – Giovani, Palacios, Modric, Bale -  Pavlyuchenko, Defoe

Die Schweizer etwas defensiver eingestellt als das Team von der Insel. Bei Bern Bienvenu einzige Spitze, dahinter ein kompaktes Mittelfeld mit Degen und Constanzo in den offensiven Rollen, Hochstrasser eher defensiv eingestellt. Die Spurs mit vier Wechseln im Vergleich zum Ligaspiel gegen Manchester City. Crouch, Lennon, King und Huddlestone sind auf der Bank respektive gar nicht im Kader. Dafür Pavlyuchenko im Sturm, Giovani auf der Lennon-Position. Bassong übernimmt die Position in der Innenverteidigung für Ledley King.

[20h29] Die Schweizer Zeitungen sprechen vom Spiel des Jahres heute vor der Partie gegen die Spurs, kam das Weiterkommen gegen Fenerbahce in der dritten Qualirunde doch eher überraschend mit dem 1:0-Sieg in der Türkei im Rückspiel. Also eigentlich gar nichts mehr zu verlieren, oder? Sagt auch Trainer Vladimir Petkovic: ” Ich habe gelesen, dass wir so wenig Chancen haben, dass wir gar nicht auf den Platz gehen müssten.” Entscheidend für Young Boys Bern wird sein, dass man möglichst zu null spielt und selbst ein Tor schießt. Gegen die spielstarken Spurs mit den schnellen Flügelspielern sicherlich keine einfache Aufgabe. Aber chancenlos sieht anders aus.

[20h22] itv Sport mit den fünf Key Facts, warum die Spurs in die Gruppenphase einziehen. Die Performance der Young Boys gegen Fenerbahce und den Kunstrasen hat man gewissentlich ignoriert, denke ich mal.

[20h18] Nicht dabei bei den Spurs heute Abend ist Kapitän Ledley King. Im Stade de Suisse Wankdorf liegt nämlich seit mehreren Jahren schon Kunstrasen um das Stadion vielfältig nutzen zu können. King mit seiner Knie-Verletzung könnte auf diesem Spielfeld seine Karriere ruinieren, so Redknapp. Deshalb riskiere er keinen Einsatz. Im Sturm bei den Spurs von Beginn Pavlyuchenko und Defoe. In der Hoffnung auf etwas mehr Glück im Abschluss im Vergleich zum Samstag.

[20h14] Harry Redknapp äußerte sich ein wenig uneinheitlich vor dem Spiel in der Schweiz. Einerseits scheint er schon die Favoritenrolle für sich reklamieren zu wollen, auf der anderen Seite teilte er gestern der Presse mit, dass ein mögliches Ausscheiden in den Champions League Playoffs kein Beinbruch wäre. Frei nach dem Motto: Wer hätte denn vor der letzten Saison schon gedacht, dass wir uns überhaupt unter den ersten Vier in der Premier League qualifizieren? Redknapp nimmt den Druck von der Mannschaft, weiß aber sehr wohl, dass die Nichtqualifikation die Spurs und auch die Pläne von Redknapp ein wenig zurückwirft. Für das Image der Spurs wäre eine Teilnahme essentiell, könnte man doch auch in Europa ein wenig aus dem Schatten der englischen Konkurrenz kommen. Man hätte gute Argumente für einen Stadionneubau und man nimmt eine Menge Geld ein, welches die Spurs – obwohl nicht unbedingt in einer finanziellen Schieflage – gut gebrauchen könnten. Zur Konsolidierung aber auch um eventuell noch den ein oder anderen Spieler an die White Hart Lane zu lotsen. Und das geht mit der Champions League als Backup wesentlich besser. Und natürlich wäre es auch für die Spieler – die junge Mannschaft – eine Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und auf der europäischen Bühne zu präsentieren. Wenn die Tottenham Hotspur eine Entwicklung in ihrer sportlichen Arbeit nachzeichnen wollen, braucht es zur Dokumentation den Einzug in die Champions League Gruppenphase. Um den nächsten Schritt zu machen.

[20h05] Die Spurs zum ersten Mal heute Abend auf der ganz großen europäischen Fußballbühne. Ein paar weitere Spiele in der Champions League sollen folgen. Voraussetzung dafür ist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel kommenden Mittwoch in London. Die Hürde heißt Young Boys Bern. Dazu Spurs-Trainer Harry Redknapp: “Seien wir ehrlich. Wir sollten sie besiegen.” Schauen wir mal. Guten Abend.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog: Champions League 2010/2011, Auslosung Playoffs

Freitag, 6. August 2010 11:33

[12h26] Ich verabschiede mich in die Mittagspause. Ab 13:30 Uhr gibt es die Auslosung zu den Europa League Playoffs. Ich verweise auf das Live-Blog bei catenaccio.

[12h19] Ich hätte mir jeden Gegner gewünscht, nur nicht Sampdoria Genua. Das ist unter den sowieso vielen schwierigen und unangenehmen Gegnern sicherlich die schwierigste Aufgabe. Das wird bereits der erste große Härtetest.

Deutlich besseres Los für die Tottenham Hotspur, die nach Bern reisen müssen plus das Rückspiel an der White Hart Lane haben. Kiew gegen Amsterdam finde ich eine sehr reizvolle Partie, hervorstechen tun auch noch – zumindest von der Brisanz – das Duell auf der iberischen Halbinsel zwischen Braga und Sevilla und das Skandinavien-Duell zwischen Trondheim und Kopenhagen.

Würde ich jetzt tippen müssen, sehe ich Tel Aviv, Kopenhagen, Basel, Sparta Prag und den RSC Anderlecht weiter. Tottenham sollte es auch schaffen, ebenso wie der FC Sevilla. Ich wünsche mir natürlich ein Weiterkommen von Werder, aber gebucht ist das noch lange nicht. Wobei wir gegen italienische Teams immer mehr als passabel aussahen. St. Petersburg und Ajax dürften sich in den weiteren Partien durchsetzen.

Einige interessante Partien dabei. Das wird sicherlich interessant. Alle Partien samt Konferenz auf Sky, das Werder-Spiel läuft zudem bei Sat.1

[12h07] Und los geht es. Zunächst die Gruppe 2, also Werder muss noch einen Tick warten.

Champions League Playoffs 2010/2011
FC Salzburg – Hapoel Tel-Aviv
Rosenborg Trondheim – FC Kopenhagen
FC Basel – FC Sheriff Tiraspol
Sparta Prag – MSK Zilina
Partizan Belgrad – RSC Anderlecht

Young Boys Bern – Tottenham Hotspur
SC Braga – FC Sevilla
Werder Bremen – Sampdoria Genua
Zenit St. Petersburg – AJ Auxerre
Dynamo Kiew – Ajax Amsterdam

[12h06] Exakter Spielplan mit den genauen Ansetzungen sollte ab 15:30 Uhr heute Nachmittag verfügbar sein.

[12h04] Ab dem Playoff-Start übrigens auch in der Champions League zwei weitere Schiedsrichter. UEFA erinnert an Fairplay und den fairen Umgang mit den Schiedsrichtern. Leute, holt die Loskugeln raus.

[12h02] Es folgen die üblichen Begrüßungen, Hinweise und einführenden Worte. Glückwünsch für alle teilnehmenden Mannschaften, etc. etc. Nicht weiter erwähnenswert. Die UEFA hat es noch nie wirklich verstanden, sowas wie Dynamik in so eine Auslosung zu bekommen.

[11h59] Hach, endlich wieder Champions League Hymne.

[11h43] Werder Bremen kann auf Dynamo Kiew, den SC Braga, Sampdoria Genua, den AJ Auxerre oder Young Boys Bern treffen. Für die 20 teilnehmenden Mannschaften gibt es zwei Gruppen à 10 Mannschaften, von denen jeweils fünf gesetzt sind, fünf ungesetzt. Ein gesetztes Team spielt dann gegen ein ungesetztes Team.

Gruppe 1 (“League Route”)

Gesetzt:
FC Sevilla
Werder Bremen
Zenit St. Petersburg
Tottenham Hotspur
Ajax Amsterdam

Ungesetzt:
Dynamo Kiew
Sporting Braga
Sampdoria Genua
AJ Auxerre
Young Boys Bern

Gruppe 2 (“Champions Route”)

Gesetzt:
FC Basel
RSC Anderlecht
FC Kopenhagen
Hapoel Tel-Aviv
Sparta Prag

Ungesetzt:
Rosenborg Trondheim
FC Salzburg
Partizan Belgrad
MSK Zilina
FC Sheriff Tiraspol

[11h34] Tach zusammen. Ab 12:00 Uhr entscheidet sich, welchen Weg unter anderem Werder Bremen gehen muss um in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen. Eurosport und ein Live-Stream auf Uefa.com übertragen die Auslosung der Playoff-Runde. Gespielt wird am 17./18. August (Hinspiele) und am 24./25. August (Rückspiele). Die Sieger der zehn Partien ergänzen die bereits 22 qualifizierten Mannschaften für die neue Champions League Saison.

Thema: Champions League, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Finale, Niederlande – Spanien

Sonntag, 11. Juli 2010 19:30

[23h18] Sepp Blatter und Jacob Zuma übergeben den Pokal an die spanische Mannschaft. Kein Mandela zu sehen. Casillas reckt den Pokal in den südafrikanischen Nachthimmel, Tränen fließen. So, das war es dann an dieser Stelle mit dem WM-Berichterstattung. Herzlichen Dank fürs Lesen und einen entspannten Wochenanfang. Buenas noches. Fußball wieder ab dem 14. August mit der Premier League. Und vielleicht tut die Pause vom Fußball ganz gut.

[23h13] Mensch, Holland, was war nur los mit dir heute Abend? Ich hatte mir doch ein so schönes, faires und dramatisches Spiel gewünscht. Nun ja, ein wenig enttäuscht bin ich immer noch. So ein WM-Finale ist schon ein großes Highlight und dann haben die 22 Spieler auf dem Feld diese großartige Chance verpasst dies auch in einen würdigen Rahmen zu versetzen. Nun gut. Es ist wie es ist.

[23h05] Und die niederländischen Spieler umzingeln Howard Webb und beschweren sich. Was für eine Lächerlichkeit. Ach, schade, da hatte ich mir viel mehr versprochen. Kein schönes Spiel. Wenig Fußball. Und bei aller Kritik am Schiedsrichter. Da sollten sich mal alle Spieler heute hinterfragen, ob das vor einem Milliardenpublikum heute Abend eine vorbildhafte dem Sport entsprechende Leistung war.

Glückwunsch Spanien. Insgesamt verdient. Holland mit Ausnahme von Robben spielerisch eine einzige Enttäuschung. Wo waren Kuyt, van Persie und Sneijder? Ansonsten war das auf dem Spielfeld von Oranje eine lächerliche Leistung. Körperliche Einsatz schön und gut, aber das hat den Bogen überspannt. Und vielleicht wäre es besser gewesen, Webb hätte drei Platzverweise in der ersten Hälfte ausgesprochen (aber wer traut sich das in einem WM-Finale?). Aber hinterher ist man immer schlauer.

[23h02] Spanien ist Fußballweltmeister 2010!

[23h01] Ganz großer Kommentar übrigens von Marcel Reif heute Abend. Richtig stark.

[23h00] Du lieber Himmel, van Persie ist ja noch auf dem Platz.

[22h59] Letzte Minute läuft. Es gibt 120 Sekunden Nachschlag.

[22h55] 0:1, Andres Iniesta, 117. Minute

Schön gespielt von den Spaniern. Holländer unsortiert, Fabregas mit dem feinen Zuspiel auf Iniesta, der humorlos in die lange Ecke zieht. So, und dann wäre das Thema damit auch durch. Niederländer außer sich, weil es beim eigenen Angriff vorher Abstoß und kein Eckball gab. Aber das Gegentor hatte man sich selbst zuzuschreiben, hatte Überzahl, Fabregas und Iniesta aber nicht im Griff.

[22h50] Und jetzt ist es wieder das Getrete der Niederländer, Spielfluss hat sich wieder zur Ruhepause verkorchen. Meine Güte, acht Minuten noch regulär. Gebt mir ein Elfmeterschießen.

[22h48] Platzverweis Heitinga/Niederlande

Webb hat die rote Karte dabei. Zweites gelbwürdige Foul von Heitinga, hält Iniesta fest. Klare gelbe Karte und in der Summe dann Platzverweis. Man hat es kommen sehen ;-)

[22h44] Wechsel Spanien: Torres kommt für David Villa.

[22h42] Nach 105 Minuten Niederlande – Spanien 0:0

Sehr gerade nochmal die Zeitlupe der Elfmeter-Situation. Aus einem anderen Blickwinkel ist das ein klarer Elfer. Schwierig, aber ich nehme alles, was ich vorhin geschrieben habe, zurück.

[22h40] Wenn es die Niederländer wieder gut mit uns Fußballfans meinen, dann gibt es morgen die Portion Fritten morgen umsonst oder zum halben Preis. Fabregas mit schönem Solo, verzieht aber beim Abschluss. Es sind überhaupt nur noch Einzelaktionen. Spielerische Klasse und Kombinationen sind Mangelware.

Wechsel Niederlande: Braafheid für Van Bronckhorst. Auch mit einem blauen Auge davon gekommen.

[22h39] Was die deutsche Nationalmannschaft gerade wohl im Flieger denken wird, wenn sie die Infos über das Spiel bekommen?

[22h38] Ich mach mir dann mal die zweite Flasche Wein auf, anders ist das hier alles nicht zu ertragen.

[22h35] Aus dem Guardian Live-Blog: “Number of emails you’ve sent in suggesting we give the trophy to Germany: 23.” Ganz groß!

[22h34] Spaniens Chancenverwertung ist mangelhaft. De Jong geht, Van der Vaart kommt. Offensive jetzt bei Oranje?

[22h30] Niederlande haben Glück, dass sie keinen Elfmeter gegen sich kassieren. War aber verdammt schwer zu sehen, sah für mich so aus, als dass der spanische Spieler mehr sich selbst trifft. Aber das ist alles egal, denn mittlerweile ist das Spiel nicht mehr wirklich in den Händen von Webb. Wobei ich das hier nicht als Elfer geben würde. Xavi tritt sich da mehr oder weniger selbst um. Gut gesehen von Webb, schlecht von Reif, der drei Zeitlupen hatte.

Und Konterchance für Spanien, aber Fabregas macht den Robben und scheitert freistehend an Stekelenburg. Gleich der Gegenzug der Niederländer, aber auch kläglich abgeschlossen. Wieder mal für ein paar Momente ein wenig Fußball, wie so oft schon um dann ganz schnell wieder zu verschwinden.

[22h25] Beginn 1. Hälfte Verlängerung

[22h20] Endstand nach 90 Minuten, Niederlande – Spanien 0:0

Spannend, mehr ist es nicht. Zehn gute Minuten von Spanien, zwei, drei gute Konterchancen der Niederlande. Tore wären möglich gewesen. Ansonsten ganz viel Leerlauf in dieser Partie. Und Howard Webb ist weiter ohne rote Karte ausgekommen, wenn er sie denn überhaupt mithat. Wie gesagt, Chancen waren ja da, hin und wieder hatte Spanien Zeit und Raum zum Kombinieren. Aber da haben sie zu wenig Ertrag eingefahren. Also Verlängerung. Was in Ordnung geht.

[22h17] Drei Minuten Nachspielzeit

[22h15] Knapp 55% Ballbesitz für Spanien, verdammt niedriger Wert. Vom Ergebnis ist die Taktik der Niederlande aufgegangen.

[22h13] Wechsel Spanien: Fabregas kommt für Xabi Alonso.

[22h10] Der nächste Konter für die Niederlande. Kopfballverlängerung von van Persie, Robben wieder durch. Im Laufduell mit Puyol überlegen, strauchelt ein bisschen, Casillas kann sich den Ball dann schnappen. Zweite gute Chance für Robben in diesem Spiel.

[22h08] Und wieder ist jeglicher Spielfluss der letzten durchaus ansehnlichen Minuten dahin. Zehn Minuten noch.

[22h06] Webb gehen langsam die Argumente aus, lässt Van Bommel und Iniesta nach Frustfouls auf dem Platz. Hätten beide gehen können. Bewundernswert, dass hier noch 22 Akteure mitspielen.

[22ho4] Die Spanier müssen sich langsam an die eigene Nase fassen, dass sie hier noch nicht führen. Ecke von links, Ramos völlig frei in der Mitte, köpft den Ball aber über das Tor. Und das war in diesem Fall definitiv schwieriger.

[22h02] Weil überall auf dem Schiedsrichter gemeckert wird. Sicherlich keine perfekte Leistung, aber auch nicht einfach zu leiten. De Jong hätte mit Rot vom Platz gemusst. Ansonsten war das von den Entscheidungen noch nachvollziehbar. Und ich finde es besser, als wenn er gleich drei Mann in der ersten Hälfte vom Platz stellt.

Und Jubel brandet im Stadion auf, als die Zuschauerzahl bekannt gegeben wird. Doch noch nicht eingeschlafen. Respekt.

[22h00] 18 Minuten noch. Und die letzten Sequenzen sahen doch schon sehr viel mehr nach Fußball aus. Bitte noch ein spannende Schlussphase.

[21h56] Du liebe Güte, Spanien hat jetzt aber auch genug Chancen zur Führung. Toller Sololauf von Jesus Navas über rechts, in der Mitte tritt Heitinga über den Ball und am langen Pfosten kann Villa aus drei Metern freistehend den Ball nicht im Tor unterbringen. Verrückt.

Wechsel Niederlande. Elia für Kuyt. Wenigstens vielleicht etwas mehr Dynamik über links.

[21h54] Gute Phase der Spanier eben, wo sie man ein paar Minuten lang flüssig kombinierten, wieder den Ball schön zirkulieren lassen konnten, aber eben keine Torchance dabei herausgesprungen. Und es war nur ein kurzes Aufflackern. Holland mit etwas mehr Inspiration nach vorne, aber viel kommt da auch nicht zusammen. Immerhin etwas bemühter. Es braucht endlich mal ein Tor.

[21h48] JA! JA! JA! Traumpass von Sneijder in die Schnittstelle der spanischen Abwehr, Robben auf und davon, Casillas bleibt lange stehen und kann mit dem Fuß noch zur Ecke klären. Ganz stark gehalten. Ganz stark. Ein Highlight.

[21h47] Erster Wechel Spanien. Jesus Navas für Pedro. Und die niederländische Offensive mit Ausnahme von Robben hin und wieder heute schlicht nicht exsistent.

[21h44] “Das ist beschämend, was die holländische Mannschaft hier in diesem Finale anbietet.” O-Ton Marcel Reif.

[21h43] Heitinga mit dem nächsten bösen Foul. Zurecht gelb von Webb, vorher schon van Bronckhorst. Eklig. Eklig. Eklig. Und Webb kann einem richtig Leid tun.

[21h40] Wenn Spanien den Ball hat, dann verteidigen zehn Niederländer in der eigenen Hälfte. Hoffen, dass man so den Spielfluss der Spanier stören kann. Das klappt, sieht aber für den neutralen Zuschauer nicht attraktiv aus. Überhaupt nicht. Weiter ganz wenig Fußball.

[21h36] Ob ich Geld auf ein Platzverweis von van Bommel setzen sollte?

[21h35] Spanien kommt wieder stärker aus der Kabine. Die Niederlande in den ersten Minuten unter Druck, haben Glück, dass Puyol nach einer Ecke nicht ganz an den Ball rankommt und zudem ein Spanier noch über den Ball tritt.

[21h32] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel in der Halbzeit. Und bitte jetzt mal Tore und Fußball.

[21h17] Halbzeit Niederlande – Spanien 0:0

Eigentlich ein ganz vielversprechender Beginn in den ersten 10 Minuten mit engagierten Spaniern und guten Torchancen. Aber danach haben die Niederlande insbesondere dieses Spiel kaputt getreten, viele Fouls, viele Unterbrechungen, Spielfluss ging komplett verloren. Hin und wieder mal eine Einzelaktion, aber sonst ganz wenig Fußball. Aus Sicht der Holländer verständlich, dass man mit mehr Körpereinsatz in dieses Spiel gehen muss, aber das hat bei weitem die Grenzen des guten Geschmacks überschritten.

Bitte wieder mehr Fußball in der zweiten Hälfte. Und die Spieler sollten sich bei Webb bedanken, dass er so gnädig war und nicht schon drei rote Karten verteilt hat und weiter alle dabei sind. Denn dann können diese 22 großartigen Fußballspieler noch mal zeigen, dass sie auch Fußball spielen können.

[21h15] Sie können ja, wenn sie wollen. Robben zieht von rechts in die Mitte, Schuss aufs kurze Eck. Casillas ist rechtzeitig da und kann zur Ecke klären. Bitte wieder mehr davon.

[21h15] Zwei Minuten oben drauf in der ersten Halbzeit

[21h13] Mir ist es eigentlich egal, wer dieses Spiel gewinnt, aber nach dieser Halbzeit sind meine Sympathien dann doch bei Spanien. Denn, was die Niederlande hier in der ersten Halbzeit gezeigt haben, ist einfach nur unschön und dem Fußball unwürdig. Über Kampf ins Spiel kommen ist eine Sache, aber nur Rumtreten und Verletzungen der Gegenspieler billigend in Kauf zu nehmen ist was anderes. Kein schönes Spiel. Und die Fans im Stadion können einem leid tun.

[21h07] Endlich wieder mehr Fußball, immerhin für ein paar Minuten. Pedro verzieht einen Schuss aus 20 Metern knapp am linken Pfosten vorbei. Und dann wieder die ganzen Unterbrechungen. Und van Bommel darf kein Grashalm mehr umknicken, sonst darf er vorzeitig duschen gehen.

[21h03] Was eine Szene. Heitinga will aus der eigenen Hälfte den Ball zurück an die Spanier geben, weil das Spiel wegen Verletzung unterbrochen war. Schießt den Ball in die spanische Hälfte und dank schnellem Boden und Jabulani-Effekt wird das ein ganz krummes Ding, das Casillas mit den Fingerspitzen zur Ecke klärt. Beste Chance Niederlande! Ich lach mich schlapp, ansonsten grausamer Kick. Grausam.

[20h58] Das ist einfach nur hässlich, was die Niederländer machen. HÄSSLICH. De Jong mit brutalem Foul an Xabi Alonso im Mittelfeld. Webb zeigt wieder nur gelb, und dem Premier League Standard im Hinterkopf vielleicht kein rot. Und eigentlich wäre es hier fast schon zwigend notwendig gewesen. Aber Platzverweis nach 25 Minuten wäre schon hart, nur viel können sich die Spieler jetzt nicht mehr erlauben. Ekliges Spiel jetzt.

[20h56] Und durch die ganze Treterei in den letzten Minuten ist Spaniens Spielfluss aus den Anfangsminuten komplett zum Erliegen gekommen. Wenig Fußball im Moment, was die Niederländer zumindest nicht verärgern dürfte.

[20h51] Meine Güte, Van Bommel mit fürchterlichem Foul gegen Iniesta. Kann von Glück reden, dass Webb ein Engländer ist, denn sonst hätte man hier durchaus auch rot zeigen können. Und Ramos ist der nächste, der gelb sieht. Hässliches Spiel im Moment. Hässlich. Damit Ramos auf rechts auch vorbelastet, vielleicht Robben mal auf links packen.

[20h46] Und Puyol nach bösem Foul an Robben mit dem nächsten gelben Karton. Könnte noch interessant werden, wenn der Innenverteidiger schon nach 16 Minuten mit gelb vorbelastet ist.

Erster Torschuss für die Niederlande. Den Freistoß nach dem Puyol-Foul bringt Sneijder genau in die Arme von Casillas.

[20h44] Robben auf rechts noch völlig aus dem Spiel, Van Bommel und de Jong in der Defensive mit einigen Schwierigkeiten. Spanien mit genug Tempo und Chancen hier vielleicht schon 1:0 führen zu können. Van Persie sieht die erste gelbe Karte, in der Summe absolut okay. Webb tadellos bisher.

[20h40] Nur Spanien in den ersten Minuten, zweite gute Chance, nachdem Ramos auf rechts nach Zuspiel von Villa und Busquets gut freigespielt wird. Ramos zieht in den Strafraum, lässt Kuyt im Zweikampf keine Chance, Heitinga klärt die Hereingabe mit ein wenig Glück zur Ecke. Hätte auch ein Eigentor werden können. Nach der anschließenden Ecke trifft Villa nur das Außennetz.

[20h38] Niederlande stehen extrem hoch in der Defensive, lassen sich zumindest nicht hinten rein drücken. Schaffen es aber noch zu selten die gefährlichen Pässe zu unterbinden – und dann haben in den Anfangsminuten nur die Fouls geholfen.

[20h35] Erste gute Chance in diesem Spiel nach knapp fünf Minuten, für Spanien. Wieder mal ein Freistoß. Von rechts zentral in die Mitte geschlagen, Ramos gewinnt das Kopfballduell gegen Van Persie, weil er sich schön vom Niederländer löst. Stekelenburg auf der Hut, wehrt den Ball gut zur Seite ab. Oranje doch sehr passiv in den ersten Minuten, Spanien kurbelt so langsam das Tempo an.

[20h33] Marcel Reif mit einer Aussprache von Kuyt, die ich so auch noch nicht gehört habe, irgendeine Mischung aus “Kaut” und “Koijt”. Scheint wohl so zu stimmen.

Sehr körperbetontes Spiel, vor allem der Niederländer, in den ersten Minuten. Viele Fouls und Unterbrechungen als Konsequenz.

[20h30] Beginn 1. Halbzeit

Die Niederlande in orange mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte, die Spanier in den dunkelblauen Trikots. Los geht es.

[20h24] Südafrikas Präsident Zuma schüttelt jedem Spieler die Hand persönlich. Ihm wird jeder Spieler von den jeweiligen Kapitänen vorgestellt. Kaffee und Kuchen gibt es aber nicht.

[20h21] Marcel Reif schildert, wie ein Flitzer über den Rasen läuft und an den WM-Pokal ranwill. Die FIFA zeigt den Spielertunnel zeigt die Bilder nicht und schneidet die Sequenz so, dass man auch nicht erkennt, wie der Mann durch den Spielertunnel abgeführt wird.

[20h19] Empfohlene Live-Blogs: Bei Kai auf allesaussersport, auf der Insel BBC und Guardian. Und zusätzlich, wer möchte, bei ZEIT online.

[20h14] Die Aufstellungen im Soccer City Stadium zu Johannesburg

Niederlande: Stekelenburg – Van der Wiel, Heitinga, Mathijsen, Van Bronckhorst – Van Bommel, de Jong – Robben, Sneijder, Kuyt – Van Persie

Spanien: Casillas – Ramos, Puyol, Piqué, Capedevilla – Sergio Busquets – Xavi, Alonso – Pedro, Villa, Iniesta

Die Niederlande wie bisher immer in diesem Turnier um 4-2-3-1, zwei Veränderungen bei Oranje, weil Gregory Van der Wiel und Nigel de Jong nach ihren Gelbsperren zurückkehren. Bei Spanien keine Veränderungen im Vergleich zum Halbfinale gegen Deutschland, Pedro bekommt weiterhin den Vorzug vor Fernando Torres.

[20h05] Schiedsrichter heute Abend ist der Engländer Howard Webb, der – ich kann es immer wieder nur betonen – in der großartigen Doku “Die Schiedsrichter” unglaublich sympathisch rüberkam. Für ihn nach dem CL-Finale das nächste große Highlight. Webb hatte sich vor dem Finale geäußert und war überrascht von dem medialen Interesse an seinem Team und den Äußerungen seiner Frau, die nicht verstehe, wie er die Übersicht über 22 Spieler auf dem Feld behalte:

“We have become somewhat accustomed to this, it is not the first thing that we are trained to deal with, we are more comfortable on the field of play doing our job but it is something that we know is part and parcel of the wonderful appointment we received [...] I will speak to my wife when we return. I am certain she was only joking, my children are very well behaved.”

[19h57] Spanien hat mich eigentlich nur gegen Deutschland wirklich überzeugt, die Niederlande am ehesten in den letzten 30 Minuten im Viertelfinale gegen Brasilien. Aber ansonsten halte ich Oranje vor allem defensiv weiter für zu anfällig. Da nützt es auch nicht das erste Tor zu machen, wenn man immer für einen Gegentreffer gut ist. Und die Niederlande haben schon Tore bei dieser WM kassiert, bei denen sich mir die Haare sträubten. Erinnert sei an den Gegentreffer aus dem Brasilien-Spiel. Aber offensiv hat man die besseren Karten. Robben mit Tempo über links, Kuyt mit viel Wuselarbeit über rechts, Sneijder durch die Mitte, vorne Robin van Persie als Stoßstürmer. Das ist qualitativ und quantitativ besser besetzt als bei den Spaniern, die offensiv zwar jederzeit gefährlich sein können, aber für ein Offensivspektaklel nicht gesorgt haben. Bin gespannt, ob es van Bommel und de Jong schaffen, die Räume im defensiven Mittelfeld zuzustellen und die Kurzpassspielerei der Spanier wenigstens eingrenzen können. Das wäre ein möglicher Schlüssel zum WM-Pokal, wenn man die spielerische Überlegenheit der Spanier limitieren könnten.

[19h47] Auf Sky eben die Statistik, die ich den ganzen Nachmittag schon gesucht habe. Spanien hat nur zwei der letzten 54 Länderspiele verloren.

[19h40] Mein Tipp für heute Abend ist ein 3:2 für Spanien nach Verlängerung.

[19h37] Nelson Mandela im Soccer City Stadium in Johannesburg. Bewegend.

[19h35] Und morgen ist dann die WM schon wieder vorbei. Der geregelte Alltag kann wieder beginnen. Schön war es, viele tolle Momente. Und auch wenn es jetzt nicht fürs Finale oder den Titel gereicht hat, waren die Siege gegen England und Argentinien schon zwei Sternstunden, für die man sich letzlich nichts kaufen kann, wo es aber als Zuschauer einfach großartig war mitzuschauen. Das war schon toll. Vielleicht nicht immer der schönste Fußball, aber gerade die Partien ab dem Achtelfinale waren doch überwiegend sehr gut anzuschauen. Hat Spaß gemacht. Und Begegnungen wie England-Algerien oder Portugal-Brasilien habe ich schon wieder aus dem Gedächtnis gestrichen. Dafür umso überraschter gewesen von Partien wie Honduras gegen Chile oder Kamerun-Dänemark. Das war dann auch in der Vorrunde spannender Fußball. Ausführlicher Rückblick folgt in den nächsten Tagen hier.

[19h30] 63 Spiele sind absolviert. Zwei Mannschaften sind übrig geblieben. Die Niederlande und Spanien kämpfen um ihren ersten Weltmeisterschaftstitel. Bühne frei für hoffentlich noch einmal sehr viel Spektakel und zahlreiche Tore.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Viertelfinale #1, Niederlande – Brasilien

Freitag, 2. Juli 2010 15:12

[17h50] Endstand Niederlande – Brasilien 2:1

Hätte mir das jemand in der 52. Minute gesagt, hätte ich ihn für bekloppt erklärt. Da hat Brasilien dieses Spiel über 55 Minuten in den Griff und die Niederlande machen aus einer halben Torchance den Ausgleich. Nicht weiter so schlimm. Aber wie dann Brasilien auseinandergefallen ist, wie dann auf einmal spielerisch gar nichts mehr ging, hat mich enorm überrascht. Und wie die Niederlande die Unsicherheit der Brasilianer genutzt haben und dann selbst die Initiative übernommen haben, war sehr gut gespielt. Hätten eigentlich das Spiel frühzeitig entscheiden müssen.

Damit die Niederlande der erste Halbfinalist. Treffen Dienstagabend auf den Sieger aus der Partie Ghana gegen Uruguay. Und damit bleibt mein Geheimfavorit weiter im Turnier.

[17h49] Und Brasilien spielt lange Bälle nach vorne. Und die Niederlande hätten schon längst den Sack zu machen müssen.

[17h47] Drei Minuten Nachspielzeit

[17h41] Und die Niederlande haben die Chance auf das 3:1, haben viel Platz zum Kombinieren, Sneijder scheitert nach Doppelpass mit van Persie an Julio Cesar. Im Gegenzug Konter über Kaka, dessen Schuss gerade noch so zur Ecke geklärt wird. Tolles, spannendes, packendes Spiel jetzt.

Klaas-Jan Huntelaar für Robin van Persie. Hoffentlich bei Arsenal in sechs Wochen mit besserer Form.

[17h40] Brasilien eben wieder mit kurzer Drangphase, zwei gefährliche Ecken in kurzen Abständen. Aber das war es dann auch.

[17h37] Brasilien hat noch 10 Minuten regulär mal wieder eine Torchance zu kreieren. Die letzte gab es vor dem Ausgleich der Niederlande, vor knapp 30 Minuten.

[17h34] Nilmar kommt bei Brasilien für den wirkungslosen Fabiano. Knapp eine Viertelstunde noch zu absolvieren.

[17h32] Und zum ersten Mal steht Brasilien unter Druck. Und sie können damit bis jetzt noch nicht umgehen.

[17h29] Platzverweis Felipe Melo/Brasilien

Was für eine Selbstauflösung der Brasilianer! Melo mit dem Foul an Robben, der Niederländer liegt schon am Boden und Melo tritt noch einmal nach. Klare rote Karte, wieder super gesehen vom Schieds- und Linienrichter. Bin fassungslos, wie Brasilien hier dieses Spiel wegwirft. Fassungslos.

[17h24] 2:1, Wesley Sneijder, 68. Minute

Ich fasse es nicht. Was ist denn auf einmal mit der brasilianischen Defensive los? Eckball von Robben von rechts, Kuyt gibt dem Ball per Kopf eine hauchzarte Verlängerung, in der Mitte Sneijder völlig frei beim Einköpfen. Brasilien im kollektiven Tiefschlaf. Und das dürfte Drama für die letzten 20 Minuten versprechen.

Beängstigend, wie Brasilien nach dem Ausgleich der Wind aus den Segeln gestrichen wurde und starke Leistungssteigerung der Niederländer, insbesondere auch von Sneijder im Spielaufbau. Aber ging es schlechter als in der ersten Hälfte?

[17h21] De Jong sieht die nächste gelbe Karte, weil er im Sprintduell mit Robinho einen Schritt zu langsam ist. Niederlande sehr viel druckvoller über die rechte Seite, bei Brasilien geht gar nichts mehr zusammen. Auch Robinho mit seinem Sololauf war eben mehr Frust als Plan.

[17h18] Erster Wechsel Brasilien. Bastos, kurz vor dem Platzverweis, geht vom Platz, Gilberto kommt. Spiel nach dem Ausgleich sehr viel ausgeglichener. Brasilien zwei Nummern schlechter als in der ersten Hälfte.

[17h10] 1:1, Eigentor Felipe Melo, 53. Minute

Das war eigentlich gar keine Torchance. Ein Tor aus dem Nichts. Sneijder von der rechten Seite einfach mal hoch in den Strafraum geschlagen. Julio Cesar und Melo behindern sich gegenseitig und der Brasilianer verlängert den Ball mit dem Kopf ins Tor. Und Brasilien bringt sich um den Lohn der guten ersten Halbzeit. Aber das darf sich Julio Cesar auch dick ankreiden. Immerhin, dem Spiel kann es nur gut tun.

[17h09] Michel Bastos darf keinen Grashalm mehr umknicken, ansonsten wird er das Spiel frühzeitig verlassen.

[17h07] Bei den Niederländern passt das alles nicht zusammen. van Persie häufig auch auf dem Flügel, ebenso wie Robben. Dann fehlt in der Mitte eine Anspielstation. Kuyt wandert immer mal wieder auf den rechten Flügel, dann ist die linke Seite leer. Passt alles einfach nicht so harmonisch wie bei den Brasilianern.

[17h04] Der japanische Schiedsrichter mit verdammt starker Leistung. Zeigt van der Wiel zurecht gelb wegen Schwalbe. Wäre damit in einem möglichen Halbfinale gesperrt.

[17h02] Beginn 2. Halbzeit

[16h56] Und ich könnte schon wieder heulen, dass das Match von Murray gegen Nadal schon beginnt und die zweite Hälfte im Fußball noch nicht mal begonnen hat. Bad timing.

[16h47] Halbzeit Niederlande – Brasilien 0:1

Ziemliche dürftige Performance der Niederlande. Heute reicht es dann eben mal nicht mit halber Kraft durch die Partie zu tigern. Anfällig in der Defensive, nicht nur beim Gegentreffer, und nach vorne viel zu harmlos. Robben noch wirkungslos.

Ziemlich beeindruckende Vorstellung der Brasilianer. Haben das Spiel im Griff, können jederzeit zwei Gänge höherschalten und die Niederlande in Verlegenheit bringen. Defensiv sattelfest und offensiv bei nahezu allen Angriffen gefährlich.

Beste Ausgangsbedingungen für Brasilien in der zweiten Hälfte. Die Niederlande kommen lassen und dann wieder die gefährlichen Konter starten.

[16h46] Die Brasilianer kurz vor der Halbzeit noch mal mit schönem Spielzug. Bastos über links, Kaka und Dani Alves die Stationen, um den Ball auf die rechte Seite zu bringen. Maicon trifft mit Flachschuss nur das Außennetz.

[16h37] Und im dritten Anlauf ist Michel Bastos fällig. Zweite gelbe Karte dieser Partie.

[16h35] Eckentrick des Jahres von den Niederlanden. Robben tickt den Ball an der Eckfahne kurz an und läuft dann weg. Kein Mitspieler weit und breit, Dani Alves schnappt sich den Ball. Passt zum Spiel der Niederlande. Der Trick war noch peinlicher und ärgerlicher als der Ballack-Freistoß von Chelsea beim FC Liverpool. Wer sich spontan dran erinnert…

[16h31] Brilliante Aktion von Robinho auf der linken Seite, setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch und kann im Fallen noch den Pass nach rechts auf Luis Fabiano geben. Der legt den nur kurz weiter auf Kaka, dessen Schlenzer von Stekelenburg um den Pfosten gelenkt wird. Für die Highlights im spielerischen Sinne sorgen weiter nur die Brasilianer.

[16h28] Könnte ich bitte das Bild mit den Gesichtsausdrücken der niederländischen Bank aus der 28. Minute bekommen? Klasse Impression. Als wäre man 0:4 hinten in der 85. Minute.

[16h26] Brasilien mit den besseren Chancen. Nach einer Ecke tanzt Dani Alves Kuyt auf der rechten Seite aus, Flachpass in die Mitte, wo zwei Holländer mal wieder alles machen, nur nicht verteidigen. Juan kommt locker an den Ball, ballert die Kugel aber deutlich über das Tor. Ein Stürmer hätte den vielleicht gemacht. Und den Niederlanden fällt weiterhin nicht viel ein.

[16h24] Michel Bastos bekommt vom japanischen Schiedsrichter die zweite Ermahnung. Wäre demnächst auch fällig für den gelben Karton, wenn er ihn nicht schon beim ersten Foul hätte bekommen müssen.

[16h21] Ziemlich souveräner Auftritt der Brasilianer bisher. Arbeiten gut nach hinten, stehen defensiv sicher, gewinnen die wichtigen Zweikämpfe. Haben schon nach 20 Minuten die Niederlande im Griff. Diesmal sehr gute Team-Performance.

[16h18] Wenig in der Offensive von den Niederlanden. Einzig ein Freistoß von van Persie aus 30 Metern steht auf dem Notizzettel. Ball ging aber zwei Stockwerke über das Tor. Aber ist ja auch noch Zeit für den nötigen Ausgleich.

[16h13] Und es ist wie immer. Brasilien mit lockerem Beginn, ziehen dann kurz das Tempo an und machen mit der ersten Chance das Tor. Beneidenswert. Heitinga sieht die erste gelbe Karte dieser Partie. Vom Gefühl fliegt da heute noch einer vom Platz. Sehr viel Hektik, teils harte Zweikämpfe.

[16h10] 0:1, Robinho, 10. Minute

Du meine Güte, wenn das die Niederländer in der Videoanalyse noch einmal sehen, werden sie ganz klein den Raum verlassen. Felipe Melo mit dem Pass von Höhe der Mittellinie zentral nach vorne, Robinho löst sich im richtigen Moment, Heitinga und Oojer viel zu weit weg und Robinho braucht sich freistehend nur noch die Ecke aussuchen. Genialer Pass von Melo. In 1 von 100 Fällen kommt der wohl auch an.

Brasilien belohnt sich damit für den besseren Auftakt. Die Niederlande wollten ja kein Fehler machen, agierten sehr vorsichtig. Und dann lassen sie so ein Tor zu. Meine Herren.

[16h08] Brasilien mit dem ersten Treffer, Luis Fabiano auf Robinho. Aber die japanischen Schiedsrichter haben exzellent gesehen, dass Fabiano beim Zuspiel von Dani Alves im Abseits stand.

[16h04] Sehr hektische ersten Minuten. Mal zeigen, wo der Hammer hängt. Kaum Spielfluss. Und Robinho hing mit seinen Lippen schon im Gesicht von de Jong.

[16h01] Beginn 1. Halbzeit

Die Niederlande mit Anstoß, spielen in orange von links nach rechts in der ersten Hälfte, Brasilien in den blauen Trikots.

[15h54] Von den ersten Eindrücken und TV-Bildern wieder nicht ganz ausverkauft. Noch einige freie Plätze zu erkennen.

[15h49] Live-Blog wie immer auch bei allesaussersport.

[15h46] Die Aufstellungen im Nelson Mandela Bay Stadium zu Port Elizabeth

Niederlande: Stekelenburg – van der Wiel, Heitinga, Ooijer, van Bronckhorst – van Bommel, De Jong – Robben, Sneijder, Kuyt – van Persie

Brasilien: Julio Cesar – Maicon, Lucio, Juan, Michel Bastos – Dani Alves, Gilberto Silva, Felipe Melo – Kaka, Robinho – Luis Fabiano

Die Niederlande mit einer Veränderung  im Vergleich zum Auftritt im Achtelfinale gegen die Slowakei. Mathijsen musste kurzfristig passen, ist wohl beim Aufwärmen passiert. Andre Ooijer für ihn in der Innenverteidigung. Ansonsten wieder im 4-2-3-1 mit van Persie als einziger Spitze. Bei den Brasilianern nur eine Veränderung, Felipe Melo ist nach seiner Knöchelverletzung wieder dabei und ersetzt im Mittelfeld den gelb gesperrten Ramires.

[15h42] Ich denke mir jetzt einfach mal nichts Böses, dass die FA einen Tag nach der Unterzeichnung des Vertrages von Hodgson beim FC Liverpool die Verlängerung mit Capello bekannt gibt. In anderen News von der Insel. Yaya Toure wechselt zu Manchester City. Macht es wieder einen Tick wahrscheinlicher, dass Fabregas beim FC Arsenal bleibt. Es wurde ja häufig über ein Tauschgeschäft Fabregas-Toure nachgedacht.

[15h37] Hier die offizielle Erklärung der Football Association:

“We are all still extremely disappointed at our performance in South Africa, and we believed it was important that we took some time to reflect on everything in a calm and considered manner back in England. After fully discussing our performance we remain convinced that Fabio is the best man for the job. He went into the World Cup with a reputation as one of World football’s finest managers and we are confident Fabio will benefit from his first international tournament experience and this will undoubtedly make us all stronger for the Euro 2012 campaign.”

[15h32] BREAKING NEWS: Sky News und die BBC melden, dass Fabio Capello weiter englischer Nationaltrainer bleibt. Das habe die FA mitgeteilt.

[15h24] Kaka spielt höchstens eine durchschnittliche WM, wenn überhaupt. Gleichwohl hat er sich mit Verlauf des Turniers etwas gesteigert. Richard Williams blickt im Guardian Sport Blog auf die Rolle des brasilianischen Superstars bei der WM.

When Kaká came out for Brazil’s first group match in South Africa, against North Korea on a freezing night at Ellis Park, he did not have the presence of a superstar. The beatific smile was present and correct, but the passing was largely all over the place. With very rare exceptions, his interchanges with his fellow forwards – Robinho, Elano and Luís Fabiano – were failing to connect. Once in the first half he even swung a 30-yard crossfield ball well behind Elano, his intended target, and straight into touch. Could this be the same player who had devastated Manchester United with his liquid breaks at Old Trafford a few years ago and masterminded Milan’s European Cup revenge over Liverpool in 2007? But then, with 64 minutes gone, the ball flickered from Michel Bastos to Kaká to Robinho in a lightning counterattack that ended with Fabiano hooking his shot narrowly wide of the North Korean goal. The real Brazil seemed to have arrived, and the real Kaká, too.

[15h19] Das erste Viertelfinale bei dieser Weltmeisterschaft und gleich ein echter Leckerbissen zwischen Niederlande und Brasilien. Wäre schön, wenn beide Teams heute mal ihre wirkliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen könnten. Von den Niederländern hatte man immer das Gefühl und den Eindruck, sie würden nur mit halber Kraft durch dieses Turnier gehen. Das dürfte gegen Brasilien nicht reichen. Und die Südamerikaner konnten sich den Luxus erlauben stets gemächlich das Spiel zu beginnen. Und dann reichte es zwei Mal das Können aufblitzen zu lassen und das Spiel war gewonnen. Wird interessant zu sehen sein, wie die brasilianische Abwehr agiert, wenn sie unter Dauerdruck gerät und schnelles, direktes Kurzpassspiel verteidigen muss.

[15h12] Schönen Nachmittag zusammen.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Achtelfinale #6, Brasilien – Chile

Montag, 28. Juni 2010 20:03

[22h19] Endstand Brasilien – Chile 3:0

Das Ergebnis klingt zwar deutlich, aber so viel Spektakel war das gar nicht. Aber Brasilien muss man extremst auf der Rechnung haben. So viel individuelle Klasse in der Offensive, aber auch viele Chancen vergeben und in der Defensive in der zweiten Halbzeit ein paar Mal unsortiert. Chile praktisch chancenlos, weil in der Offensive mit zu wenig Durchschlagskraft und in der Abwehr mit den entscheidenen Fehlern.

Damit steht das zweite dritte Viertelfinale fest. Freitag 16:00 Uhr, Brasilien-Niederlande. Sollte man sich vormerken. Morgen dann der Auftritt der Spanier gegen Portugal als großes Highlight in diesem Achtelfinale. Bis dahin.

[22h17] Zwei Minuten Nachspielzeit

[22h14] Ramires ist übrigens gesperrt fürs Viertelfinale. Und auch sonst dürfte Dunga nicht alles geschmeckt haben. Einige defensive Aussetzer und die Chancenverwertung könnte auch noch verbessert werden.

[22h01] Es könnte mittlerweile auch 4:1 oder 5:2 stehen. Offenes Spiel jetzt, Chile spielt alles oder nichts. Chile hat die Latte getroffen, Brasilien wurden zwei Tore durch guten Paraden von Bravo verwehrt.

[21h48] Und Dani Alves um ein Haar mit dem Distanzschuss zum 4:0, knapp am Tor vorbei.

Chile derweil mit dem Wechsel, noch mehr Offensive. Ob es noch was bringt? Mauricio Isla geht, Rodrigo Millar kommt. Aber es dürfte zu spät sein. Chile kann die brasilianische Abwehr kaum in Verlegenheit bringen. Sie versuchen alles, Sanchez und Suazo, großer Kampf. Valdivia mit dem Distanzschuss knapp über das Tor. Brasilien hat drei Gänge zurückgeschaltet.

[21h46] 3:0, Robinho, 60. Minute

Es war nur eine Frage der Zeit. Endgültige Entscheidung in diesem Spiel. Ramires schleppt den Ball beherzt nach vorne, Pass raus zu Robinho, der den Ball ins Tor schlenzt. Ganz einfach gemacht. Aber Chile war auch aufgerückt.

[21h44] Großartige Parodie von Dave Henson zum Ausscheiden der Engländer und dem gestrigen Spiel gegen Deutschland, nach der Melodie von Cliff Richard – Mistletoe and Wine [via Tweet von Mark Chapman]. Der Song lief heute schon ein paar Mal bei BBC Five Live.

[21h40] Kaka bisher mit eher unglücklicher Leistung. Aber Brasilien hat schon nicht mehr so richtig Lust, rücken nur langsam nach, Fabiano und Robinho sind vorne meistens mit besten Wünschen auf sich alleine gestellt und haben kaum Anspielstationen bzw. müssen auf diese warten. Und dann ist Chile geschlossen wieder zurück und die Möglichkeit zum Kontern dahin.

[21h35] Eigentlich dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Chile die Kräfte schwinden, sie hinten noch mehr Räume anbieten und Brasilien irgendwann einen Konter erfolgreich zu Ende fährt.

[21h31] Beginn 2. Halbzeit

Zwei Wechsel bei Chile zur Halbzeit. Contreras muss für Rodrigo Tello weichen und Joge Valdivia ist für Mark Gonzalez im Spiel.

[21h16] Halbzeit Brasilien – Chile 2:0

Zehn starke Minuten gegen Ende der ersten Hälfte reichen Brasilien für eine komfortable Halbzeitführung und einer Vorentscheidung in diesem Spiel. Da war Chile bei allem Bemühen insgesamt zu ungefährlich im Spiel nach vorne. Und man muss konstatieren, dass Brasilien wohl noch eine Schippe drauflegen könnte. Wenn Brasilien auch mal von Anfang an so dominant und spielfreudig agieren könnte, würde ich mich mit dem Team auch glatt anfreuden können. Aber so ist es zu Beginn teils sogar ein wenig arrogant und behäbig. Dass sie es dann doch in ihre Richtung drehen, verdient Anerkennung. Und lässt Chile in Ratlosigkeit zurück.

[21h12] Und das ist dann eben doch bedenklich aus Sicht aller verbliebenen Mannschaften im Turnier, wie erfolgreich Brasilien spielt, wenn sie mal zwei Gänge höherschalten. Da war dann Chiles Abwehr chancenlos – und es wäre vielleicht jede dieser Welt.

Für Chile denkbar ungünstig. 30 Minuten lang war man zwar nicht immer spielbestimmend, aber man konnte Brasilien bei aller Qualität ganz gut vom eigenen Tor fernhalten. Und dann hat man zweimal nicht aufgepasst und wurde von der individuellen Klasse Brailiens überlaufen – und steht jetzt nach einer eigentlich ganz ordentlichen ersten Hälfte mit leeren Händen da. Gut angefangen, aber mit zunehmender Dauer offensiv bemüht, aber wirkungslos. Und defensiv in Schockstarre. Blöd gelaufen.

[21h07] 2:0, Luis Fabiano, 38. Minute

Super gespielt von den Brasilianern. Das war doch mal Fußball. Und eigentlich ist dieses Spiel entschieden damit. Es sei denn Brasilien wird überheblich. Robinho marschiert auf dem linken Flügel runter, Pass in die Mitte, wo Kaka den Ball einfach nur auf Luis Fabiano weiterleitet. Der steht nicht im Abseits, war gleiche Höhe, super gesehen vom Linienrichter, Fabiano geht noch einen Schritt, umkurvt den herauseilenden Bravo und schiebt zum 2:0 ein. Ganz feines Tor. Ganz fein.

[21h04] 1:0, Juan, 35. Minute

Ach Brasilien. Wieder ein Tor aus dem Nichts. Wieder eigentlich ohne viel Aufwand. Ist wohl auch Qualität, richtig verdient und absehbar war das nicht. Eckball von rechts, in der Mitte springt Juan am höchsten und wuchtet den Ball per Kopf ins Tor. Bravo im chilenischen Tor einfach eine Nummer zu klein um an den Ball heranzukommen.

[21h03] Spiel hat merklich nachgelassen. Chile und Brasilien ohne wirkliche Struktur, bei Brasilien ist das Tempo im Spiel nach vorne völlig weg, alles viel zulangsam und behäbig jetzt. Das hat Chile dann einigermaßen im Griff. Selbst ist das in Ansätzen ganz durchdacht im Spiel nach vorne, kommen manchmal auch bis an die Grundlinie. Aber im Abschluss dann meistens mangelhaft in der Ausführung.

[20h58] Glück für Chile, als Lucio im Strafraum im Getümmel gefoult wird. Für den Schiedsrichter schwierig zu sehen, hätte man aber bei klarer Sicht durchaus auf den Punkt zeigen können.

[20h54] Suazo mit merkwürdigem Ritual vor jedem Eckball. Er tätschelt herzlichst die Eckfahne, eine innige Umarmung. Ecken sind auch gar nicht so schlecht getreten.

[20h52] Bei beiden noch einige Mängel in der Vorwärtsbewegung. Vor allem Brasilien mit erstaunlich vielen langen Bällen, Chile im Moment sowieso. Und dann meistens häufig durch die Mitte, da steht vor allem Chile kompakt und stabil. Wenig Durchkommen. Brasilien möchte man zurufen es endlich mal mit Flanken zu versuchen. Aber sie hören mich nicht.

[20h43] Ausgeglichenes Spiel, weil auch Chile weiterhin den Weg nach vorne sucht. Bei den Chilenen geht viel über die rechte Seite, ebenso bei Brasilien. Links wird von beiden nahezu komplett ignoriert. Interessant die Duelle im Mittelfeld, Gilberto Silva gegen Mark Gonzalez, im Moment noch sehr ausgeglichen. Wenn Brasilien mal im Angriff ist, spielen sie den Ball extrem schnell nach vorne, bis jetzt ist Chile da noch gewappnet.

[20h39] Brasilien brauchte ein paar Minuten um in dieses Spiel zu kommen, in den letzten Minuten spielt sich aber alles in der chilenischen Hälfte ab. Distanzschuss von Gilberto Silva, den Claudio Bravo spektakulär zur Ecke abwehren kann.

[20h35] Auch wenn erst knapp fünf Minuten gespielt sind und Chile erst eine halbe Torchance hatte, das sieht zumindest offensiv sehr fein aus. Aber man steht hinten offen wie ein Scheunentor, Konter der Brasilianer, aber Luis Fabiano verzieht im Abschluss. Munteres Spielchen.

[20h31] Und Chile mit dem ersten Eckball nach 75 Sekunden. Vielversprechend.

[20h30] Beginn 1. Halbzeit

Chile mit Anstoß, spielen in den weißen Trikots von rechts nach links in der ersten Hälfte. Brasilien wie eigentlich immer in gelb-blau.

[20h24] Kai Dittmann zur Schiedsrichteransetzung von Howard Webb: “Auch das gibt es, ein Montag, und ein Engländer im Turnier.” Und in England sitzt jetzt wahrscheinlich die ganze Familie von Webb zitternd auf der Wohnzimmercouch vor dem TV.

[20h18] Es sind die vielleicht stärksten Teams derzeit aus Südamerika, beide schlossen die Eliminatorias Sudamericanas als erster und zweiter ab. Und Chile hat gezeigt, dass sie mit Argentinien und Brasilien mithalten kann. Vielleicht ist es ja ein Vorteil, dass sich beide Teams kennen, also nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen.

[20h16] Die Aufstellungen im Ellis Park zu Johannesburg

Brasilien: Julio Cesar – Maicon, Lucio, Juan, Michel Bastos – Gilberto Silva, Ramires – Dani Alves, Kaka – Robinho – Luis Fabiano

Chile: Bravo – Contreras, Fuentes, Jara, Vidal – Isla, Mark Gonzalez, Carmona – Sanchez, Suazo, Beausejour

Chile mit offensiver Aufstellung im 4-3-3. Estrada, Ponce und Jorge Valdivia sitzen nur auf der Bank, Gary Medel fehlt gesperrt. Dafür auf den Außenpositionen im Sturm mit Suazo und Beausejour. Brasilien wieder mit der vorsichtigen Formation, mit zwei defensiven Absicherungen Gilberto Silva und Ramires. Robinho, Kaka und Ramires, die gegen Portugal geschont wurden, sind wieder dabei. Elano ist immer noch nicht fit.

[20h09] Ist es nun das berühmte Pferd, das nur so hoch springt, wie es wirklich muss? Oder ist Brasilien unter der neuen Taktik von Trainer Dunga doch nicht so stark, wie von vielen Experten vorhergesagt? Gegen Nordkorea und die Elfenbeinküste reichte eine durchschnittliche Leistung, gegen Portugal war das eine einzige Enttäuschung. Wäre mal an der Zeit eine Duftmarke zu setzen. Die hat Chile mit guten Leistungen gegen Honduras und die Schweiz schon getan, Spanien war dann eine kleine Nummer zu groß. Wollen wir mal hoffen, dass Chile weiter so engagiert offensiv spielt, dann könnten wir vielleicht ein nettes Spiel bestaunen.

[20h03] Guten Abend. Gesucht wird der Viertelfinalgegner der Niederlande. Rekordweltmeister Brasilien, der bisher nur auf Sparflamme gekocht hat, oder Chile, Überraschungsmannschaft, die sich vielleicht auch nicht vor den ganz großen Teams fürchten muss.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Live-Blog: WM 2010, Tag 18

Montag, 28. Juni 2010 7:41

[17h49] Endstand Niederlande – Slowakei 2:1

Stekelenburg mit dem Foul, Elfmeter geht in Ordnung. Der niederländische Torwart sieht gelb. Vittek verwandelt sicher. Und gleich danach wird das Spiel abgepfiffen.

Die Holländer locker, leicht und lässig im Viertelfinale. Vierter Sieg bei dieser WM im vierten Spiel, erst ein Gegentor kassiert, aber höchstens mit zwei Toren Unterschied gewonnen. Ganz effizienter und zweckmäßiger Fußball. Muss man nicht gut finden, ist auch – wie man heute wieder feststellen konnte – nicht besonders schön anzuschauen, aber eben erfolgreich. Die Niederlande bleiben im 23. Spiel in Folge ohne Niederlage. Und da hast du dann alle Argumente auf deiner Seite.

Vier große Chancen hatten die Niederlande, zwei Tore haben sie gemacht und dann gemütlich das Ergebnis verwaltet. Ging auch so wunderbar auf, weil die Slowakei in der ersten Halbzeit nichts nach vorne unternahmen. Daran änderte sich auch nichts in der zweiten Halbzeit bis Mitte der zweiten 45 Minuten, als man plötzlich innerhalb weniger Minuten drei Großchancen hatte. Aber man hat eben das Tor nicht gemacht. Wie man Chancen und Fehler nutzt, haben dann die Niederlande wieder gezeigt und das Spiel zehn Minuten vor Schluss entschieden.

Sind die Niederlande jetzt ein WM-Favorit? Man kann ja sagen, weil sie extrem ruhig, abgeklärt spielen und wenige Chancen für Tore benötigen. Sie spielen nicht besonders gut, aber sie gewinnen und sind erfolgreich. Das macht gefährlich. Fraglich ist eben nur, was passiert, wenn die Mannschaft mal über 90 Minuten gefordert wird, die Defensive unter Druck steht. Denn die vermeintliche Schwachstelle wurde bei dieser WM noch kaum gefordert. Über den wahren Leistungsstand der Holländer werden wir wohl eher im Viertelfinale richtig schlau werden.

[17h48] Elfmeter Slowakei

[17h38] Niederlande – Slowakei 2:0, Wesley Sneijder, 84. Minute

Und die Niederlande machen den Deckel drauf. Drei Chancen von der Slowakei in der zweiten Hälfte, die Niederlande seit der Doppelchance von vorhin kaum gefährlich vor dem Tor, aber wenn sie da sind, nutzen sie die Chancen. Langer Ball von Van Bronckhorst, Kuyt ist vor dem herauseilenden Mucha am Ball, legt in die Mitte, wo Sneijder nur noch ins leere Tor einschieben muss.

[17h22] Und jetzt die Doppelchance für die Slowakei innerhalb einer Minute. Die ersten beiden Gelegenheiten überhaupt. Erst scheitert Stoch nach schöner Einzelleistung an Stekelenburg, der den Ball gerade noch so über die Querlatte lenkt. Gleich danach die Niederlande wieder unter Druck. Tolles Zuspiel auf Vittek, kein Abseits, aber Schuss zu unplatziert auf Stekelenburg. Immerhin ein bisschen Aufregung in einer weiterhin vom Niveau sehr überschaubaren Partie.

[17h06] Zwei Chancen in einer Minute  für die Niederländer zu Beginn der zweiten Hälfte, zwei Tore hätten fallen können. Beste Chance durch Robben, zieht von rechts rein, Schuss mit links, aber diesmal kann Mucha den Ball noch um den Pfosten lenken. Starke Szene von beiden. Und die Slowakei weiter ohne Torchance.

[16h45] Halbzeit Niederlande – Slowakei 1:0

Die Niederlande wie immer bisher bei dieser WM. Eine sehr gute Szene, das Tor gemacht und dann lässig den Stiefel runtergespielt. Geht diesmal wieder auf, weil von der Slowakei nach vorne so gut wie gar nichts kommt. Kein tolles Spiel, aber für die Niederlande eine bequeme und nie gefährdete Führung. Und warum mehr machen, wenn nicht nötig?

[16h31] 30 Minuten hat es gedauert, bis die erste gelbe Karte gezeigt wird. Robben für absichtliches Handspiel. Wenn es schon keine gelbwürdigen Fouls gibt, dann eben so, sagt sich Undiano. Entscheidung ist ein Witz. Bei sowas muss man kein gelb geben. Robben hat zwar den Arm draußen, aber schon sehr viel früher, als der Schuss kommt. Kurze Distanz und meilenweit vom Tor entfernt irgendwo an der Seitenlinie. Das berühmte Fingerspitzengefühl…

[16h21] England verlässt Südafrika. Sky Sports Reporter Chris Skudder hat gerade dieses twitpic online gestellt. Man beachte die Aufschrift auf dem Bus der englischen Mannschaft.

[16h17] Niederlande-Slowakei 1:0, Arjen Robben, 18. Minute

Wer sonst und wie sonst. Langer Ball auf Robben auf den rechten Flügel raus. Robben zieht nach innen, lässt zwei Gegenspieler aussteigen und schießt mit links flach ins Tor. Es scheint immer so zu funktionieren, aber die Slowakei hätte da ruhig etwas energischer auftreten können.

Führung ist insgesamt verdient, auch wenn es noch keine großen Torchancen gab, haben die Niederländer etwas mehr fürs Spiel getan, haben mehr Ballbesitz, lassen den Ball besser durch die Reihen zirkulieren. Wird ein schweres Stück Arbeit für die Slowakei und die Niederlande können jetzt gemütlich über Kuyt und Robben die Konter starten.

[16h04] Also Robben tatsächlich auf dem rechten Flügel, Kuyt kommt über die linke Seite.

[16h00] Beginn 1. Halbzeit

Schiedsrichter ist übrigens Undiano von der Partie Deutschland-Serbien. Holt euch also schon mal das große DIN A4-Blatt für die Liste der Verwarnungen.

[15h58] Unklar noch, wo Robben spielt. Offizielle Aufstellung der FIFA listete ihn auf der linken offensiven Seite, laut Tom Bayer eher über rechts. Dann muss Kuyt auf den linken Flügel. Hat der da jemals schon mal gespielt? Aus seiner Liverpool-Zeit mir nicht in Erinnerung.

[15h50] Dank Arbeit kein ausführliches Live-Bloggen. Analyse später vielleicht noch, spätestens dann nachher fürs Live-Blog zu Brasilien-Chile.

[15h25] Gleich um 16:00 Uhr das fünfte Achtelfinale. Die Niederlande gegen die Slowakei. Trotz des Sieges gegen Italien hat mich die Slowakei nicht beeindruckt. Halte die Niederländer für den klaren Favoriten. Robben wird erstmal bei dieser WM in der Startelf stehen, Rafael Van der Vaart muss dafür auf die Bank.

[15h08] Oder braucht die FA nur genug Zeit um einen Nachfolger zu finden? Und wenn es den nicht gibt, weil Redknapp bei Tottenham bleiben möchte oder O’Neill bei Villa, dann für die EM-Quali doch noch einmal mit Capello versuchen?

[14h59] Und diese PK wird viele Interpretationen zulassen. Ist Fabio Capello wirklich so happy über die Aussagen der FA? Oder hätte er sich ein klareres Bekenntnis seitens des Verbandes gewünscht?Warum sind die Spieler auf einmal so müde? Kam das überraschend für den Trainer? Welche Konsequenzen hat die angebliche Müdigkeit der Spieler für Struktur der Premier League?

Da werden wir den Sommer über noch einige Diskussionen erleben und erfahren.

Zu Frage über sein hohes Gehalt, gab Capello spöttisch ins Mikrofon: “I don’t choose my salary.”

Out of Africa, but still in his job. Two weeks to go.

[14h47] Und es geht los. Fabio Capello ist da. Einige Fragen muss er sich wieder übersetzen lassen.

“Habe mit Vertretern der FA gesprochen, haben um Überlegenszeit für zwei Wochen gebeten. Es ist in ihren Händen jetzt. Ich möchte  absolut weiter englischer Nationaltrainer bleiben.”

“Wir hatten das Problem, dass sehr viel Spieler in unserem Team bei dieser Weltmeisterschaft sehr müde waren, nicht so schnell spielen konnten, wie wir uns das vorgestellt und auch vorgenommen haben. Den schlechten körperlichen Zustand von den englischen Spielern waren wir nicht gewohnt.”

FA hat Capello also tatsächlich gesagt, dass sie zwei Wochen benötigen um über die Zukunft von Capello zu entscheiden. Ist auch eine Leistung. Vertreter der FA, anwesend Adrian Bevington,  haben betont, dass er einen gültigen Vertrag habe und das auch erstmal gelte. Hingegen müsse man aufgrund des schlechten Abschneidens die letzten Wochen genau analysieren und reflektieren.

Capello teilt Journalisten mit, dass er zufrieden sei mit der Aussage der FA. Er liebe es englischer Nationaltrainer zu sein und möchte es gerne weiter machen.

Capello spricht sich für eine Winterpause wie zum Beispiel in der Bundesliga aus. Aber es ist nicht seine Aufgabe darüber zu entscheiden.

Er bereue seine Auswahl der Spieler nicht. Er habe nach der Form der Spieler am Ende der Saison entschieden. Dies sei richtig gewesen.

Capello wird gefragt, ob das 4-4-2 überholt sei. Möchte sich dazu nicht klar äußern, er passe das System an die Fähigkeiten seiner Spieler an. Es würde auch, sollte er weiter Trainer bleiben, an der Grundstruktur nichts ändern, zeigt sich für Veränderungen aber offen.

Capello habe zahlreiche Angebote von anderen Klubs abgelehnt um weiter Nationaltrainer Englands zu bleiben.

Und nach 10 Minuten ist die PK beendet. In zwei Wochen wissen wir spätestens mehr.

[14h39] Fabio Capello lässt sich viel Zeit, noch einmal zum Schluss ein kleines Machtspielchen?

[14h32] Und Sky News kann den ganzen Tag schon nicht verstehen, dass die FIFA sich nicht zu Videotechnologie im Fußball äußern will geschweige denn darüber nachdenken.

[14h27] Im Media Centre der englischen Mannschaft, wo Capello in wenigen Augenblicken eine Pressekonferenz halten soll, ist erstmal der Strom kurzzeitig ausgefallen. Dürfte aber trotzdem pünktlich losgehen. BBC Five Live und Sky News klinken sich live ein.

[14h02] Sky News mit dem Rätsels Lösung für die englische Schwäche bei Weltmeisterschaften. Diesmal waren 12 Spieler im Kader über 30 Jahre alt.

[13h22] Kevin McCarra/Guardian über den Neuanfang in der englischen Nationalmannschaft

The future cannot start too soon. It is no comfort for England’s elimination at the hands of Germany in the last 16, but a disaffected public will not have to spend all that much longer with several of these players. This, after all, has been the oldest group ever to represent the country at the tournament. Germany’s youth proved to be a devastating asset rather than a burden in Bloemfontein and no amount of indignation over a valid goal disallowed when the score was 2-1 alters that fact. There was already a need for change even before the humdrum results in South Africa. While the European Championship of 2012 is an immediate target, every calculation really has to be made in the context of the next World Cup, in Brazil. Four years from now, the only members of the present group who will still be in their twenties are Joe Hart, Glen Johnson, James Milner, Aaron Lennon and Wayne Rooney.

[13h04] Wieder mal sehr amüsante Fußball-Mittags-Mail vom Guardian, The Fiver.

[13h00] Wenig Ergiebiges heute aus der PK. Klose wird danach gefragt, warum er trotz der mäßigen Saison bei Bayern jetzt wieder so stark spielt. Er habe immer auf Australien hinarbeitet und Vertrauen in diejenigen Betreuer um ihn herum gehabt. Erfahrung der WM 2010 sei, so Klose, ganz wichtige Erfahrung für das noch junge Team.

[12h47] Die Pressekonferenz des DFB geht los. Stenger und Khedira sitzen auf dem Podium. Am Tag nach Bloemfontein..

Stenger bedankt sich für Reaktionen, Grüße und Glückwünsche aus Deutschland. “Einen herzlichen Gruß an unsere tollen Fans nach Deutschland. Ihr seid genauso super wie unsere Mannschaft hier.” Heute Morgen war Training, ein bisschen mit Ball, sonst Fitnesscenter. Heute ab 16:00 Uhr ist bis morgen 23:00 Freizeit für die Spieler.

Khedira: “Ja, alles ist sehr positiv bei uns. Die Reaktionen aus Deutschland zeigen uns jungen Spielern, dass wir auf dem richtigen Weg ist. Es gab ja Skepsis, aber wir jungen Spieler spielen aus Überzeugung für Deutschland.”

Khedira lobt Schweinsteiger und freut sich auf die freie Zeit. Jeder sei froh abzuschalten, aber danach gelte die Konzentration wieder auf Argentinien.

Khedira lehnt Videobeweise und mehr Technik ab: “”Wir Spieler sind froh, wie es gerade ist.”

Klose, mittlerweile auch auf der PK, sieht das anders: “Wenn Technik da ist und wir auch darauf zurückgreifen können, dann sollten wir das auch machen.”

Klose zu seinem 50. Länderspieltor und vor seinem 100. Länderspiel: “Es ist was Großartiges für einen Fußball das erreicht zu haben. Und das schöne: ich bin noch nicht am Ende. Es kann noch das ein oder andere Tor hinzukommen. Ich muss die Mannschaft loben, dass sie mich immer so in Szene setzt.”

[12h01] Sky startet seine Vorberichterstattung mit den Toren der deutschen Mannschaft, samt Originalkommentar von Marcel Reif. GÄNSEHAUT!

[11h47] Ein englischer Fan bei der BBC im Interview: “What a waste of money. I saved for a year, it cost me £5000, probably what those players spend on  a pair of jeans.”

[11h22] Sky News mit einer längeren Schalte nach Rustenburg, wo den Journalisten immer noch das blanke Entsetzen in den Gesichtern steht. Keine wirklich neuen Erkenntnisse, außer die schonungslose Offenlegung, dass England einfach nicht gut genug war und weniger Leidenschaft gezeigt habe als das deutsche Team.

Pressekonferenz von Capello gegen 14:30 Uhr unserer Zeit. Noch nichts Konkretes über den Inhalt, es kann nur spekuliert werden, ob Capello heute Nachmittag schon seinen Rücktritt verkündet oder sich noch ein paar Tage dem Druck der Presse aussetzen möchte. PK gibt es live bei der BBC und auf Sky News.

[10h56] Treffen sich ein Italiener, ein Franzose und ein Engländer am Flughafen..ach ne, lassen wir das.

[10h46] Die Engländer sind so fair und schieben ihre Niederlage nur bedingt auf das nicht gegebene Tor von Frank Lampard. Dann müssen wir uns doch eigentlich auch nicht länger damit aufhalten. Die SZ hält trotzdem noch einmal inne.

“Die Debatten darüber, welche Konsequenzen aus dem größten Schiedsrichter-Versagen dieser WM zu ziehen sind, begannen schon lange vor dem Abpfiff in Bloemfontein und sind eine eigene Geschichte. Die plumpe Wiederholung und perfide Umdeutung der Ereignisse von Wembley 1966 aber waren eine Verhöhnung dieser ansonsten so wunderbaren Partie, die wie eine Zusammenfassung die Historie aller Duelle dieser Teams wiedergab, das Wembley-Aus der Deutschen ebenso wie das legendäre 1:5 von München, von allem fand sich etwas in den 90 Minuten voller dramatischer Lattenschüsse und wunderbarer Kontertore. Nur: Das alles wird nichts sein wegen dieser Fehlentscheidung der Schiedsrichter.”

[10h35] Jeder wird als Sündenbock tituliert: Der Trainer, die Spieler, die Geldmaschine Premier League, die eher schwache Jugendarbeit bzw. die geringen Früchte aus der durchaus guten Leistung der U21 letzten Sommer.

Und die derzeit größten Gewinner sind Darran Bent, der von Capello völlig unverständlich ignoriert wurde, und Theo Walcott, die beide eine lange Sommerpause hatten.

Alan Green, Kommentator bei BBC Five Live und bekannt für seine teils sehr kontroversen und drastischen Meinungen, hat wenig Glauben an Veränderungen im englischen Fußball. Was würde denn jetzt passieren? Die Spieler fahren nach Hause und verabschieden sich dann in den Urlaub nach Barbados und denken schon nicht mehr an die Blamage von Südafrika. Es liege jetzt an der englischen Öffentlichkeit, so Green, weiter mit Nachdruck die Spieler in Verantwortung zu nehmen und Veränderungen im englischen Fußball zu fordern. Von den Spielern sei dies bei weitem nicht zu erwarten.

Plan für das englische Team: Rückflug heute Abend nach England, zuvor die Pressekonferenz von Fabio Capello. Mal sehen,ob er freiwillig zurücktritt und sich dem Drama ganz schnell entzieht.

Der ehemalige Schiedsrichter Graham Poll, bekannt geworden durch seine drei gelben Karten bei der WM 2006, hat sich heute Morgen ebenfalls stark für Videotechologie ausgesprochen. Es wäre jetzt Zeit über die Einführung einer solchen Technologie nachzudenken.

[10h23] Die ersten englischen Fans, die nach Südafrika gereist sind, fordern eine Entschädigung, in Form von Gratis-Eintrittskarten für Länderspiele. Aber ganz ehrlich, liebe englischen Fußball-Fans, wollt ihr das euch wirklich weiter antun?

[10h14] Sogar Louis Van Gaal wird als möglicher Nachfolger diskutiert. Außerdem auf der Liste, wie erwähnt, Redknapp, auch Martin O’Neill, derzeit in Diensten von Aston Villa, bekommt eine Nennung. Und Stuart Pearce wird ebenfalls bei den Buchmachern gehandelt.

[10h05] Fabio Capello wird heute Mittag gegen 13:30 Uhr eine Pressekonferenz in Rustenburg abhalten. Er wird von sich aus nicht zurpcktreten, möchte von der FA aber einen Vertrauensbeweis haben, dass sie weiter mit ihm zusammenarbeiten wollen und die Qualifikation für die EM 2012 beginnen wollen.

[10h00] BBC Five Live Phone-In heute Morgen mit der Frage, wer verantwortlich ist für das Ausscheiden der Engländer im Achtelfinale. Könnte eine lebhafte Diskussion werden. BBC-Kommentator Graham Taylor geht davon aus, dass Capello keine Chance hat weiter englischer Nationaltrainer zu sein. Und die ersten Anrufer sehnen sich schon nach Harry Redknapp als Nachfolger.

[09h57] Pressekonferenz im deutschen Lager heute um 12:45 Uhr mit Klose und Khedira.

[09h33] Spätestens seit dieser Szene und auch durch das Abseitstor von Tevez gestern gegen Mexiko erhebt sich wieder die Diskussion über technische Hilfsmittel und den Videobeweis. Kai hat bei allesaussersport ein kleines Plädoyer aufgeschrieben, das ich zu großen Teilen unterschreiben würde.

Ich brauche kein Videobeweis in der Bundesliga, aber bei solch wichtigen Turnieren wie EM und WM wäre es nicht verkehrt darüber nachzudenken.

[09h31] Großartig zu sehen, wie Fabio Capello sich bei dem Lattentreffer schon über das Tor freut und dann in Schockstarre gerät.

[08h57] Ich hatte mich ja schon ein wenig gewundert, dass England auch von den deutschen Medien so stark geredet wurde. Die Leistungen in der Vorrunde waren ja teilweise unterirdisch. Müsste man mal in die WM-Historie schauen, welche Mannschaft nach eher mäßiger Vorrunde im Achtelfinale dann drei Leistungsexplosionen absolviert hat. Bei England war es zumindest von den Spielern möglich, aber zwingend erwarten konnte man es nicht. Im Spiel nach vorne war das aus Sicht der Three Lions gar nicht so schlecht, vielleicht sogar besser als gegen Slowenien, aber die defensiven Schwächen – vor allem der eher langsame Glen Johnson auf der rechten Seite – waren wieder stets dieselben. Terry weit von seiner Bestform entfernt, Zusammenspiel mit Upson hat überhaupt nicht geklappt. Wäre mit Carragher vielleicht anders gewesen.

Und was soll man noch zum deutschen Team sagen, außer dass es über weite Strecken eine großartige Leistung war, taktisch, wie auch spielerisch nach vorne. Wenn man solche Schwächephasen wie vor der ersten Halbzeit noch ein wenig abstellen könnte, wäre es nahezu perfekt. Und die Konter in der zweiten Halbzeit! Das war ja Arsenal-Style in den besten Zeiten. Einfach traumhaft.

[08h25] Wie geht es weiter mit Fabio Capello? Er will nicht zurücktreten, hat er jedenfalls gesagt, und die FA hat gestern zumindest die Tür für den Italiener nicht zugeschlagen. Es gibt aber Gespräche mit Vertretern der FA, die noch vor der Abreise heute nach England stattfinden sollen. Vertreter der FA, darunter unter anderem Managing Director Adrian Bevington, sind vor Ort bei der WM. Im Moment stehen die Zeichen für Capello aber nicht besonders gut.

[08h13] Mein letzter freier Montag für wieder längere Zeit. Bin ich heute an diesem Tag sehr dankbar dafür, kein Stress, kann die restliche Woche in Ruhe vorbereiten und ich kann nebenbei noch einmal die Wiederholung des Spiels schauen, ab 08:40 auf Sky.

Und bei der BBC hat man schon wieder Galgenhurmor. Spielt “Don’t cry for me, Argentinia, the truth is we never play you.”

[08h09] Schaut man sich die Medienberichterstattung am Morgen in England an, steht die blanke Enttäuschung und Wut vielen Journalisten ins Gesicht geschrieben. So sehr die Nationalmannschaft bei Siegen gelobt und aufgemuntert wird, wird sie bei Niederlagen in alle Bestandteile zerlegt. Tenor ist aber, dass die Three Lions nicht wegen des regulären nicht gegebenen Tores verloren haben. Das wird zwar trotzdem aufgegriffen, insgesamt wird die Leistung der englischen Nationalmannschaft aber als viel zu schlecht tituliert um überhaupt eine Chance gegen Deutschland gehabt zu haben. Die Sportausgabe des Daily Star greift das zweite Wembley-Tor nochmal auf und legt seine Berichterstattung darauf, dass Fabio Capello eigentlich keine Chance mehr haben dürfte Nationaltrainer zu bleiben. Besonders deutlich in seiner Wortwahl ist mal wieder die SUN, die den Spielern bescheinigt das Land schlecht vertreten zu haben. Und die Times ist in ihrem Sportteil ähnlich drastisch in ihrer Wortwahl. Spricht von Demütigung. Und bezeichenderweise haben die Fotografen es doch einmal geschafft die englische Viererkette auf einer Linie einzufangen. Denn das war sie viel zu selten. Ähnliche Reaktion der englischen Fans: Man war schlicht nicht gut genug. Einige Pessimisten schlagen jetzt natürlich genau in die Kerbe, dass die es schon vor dem Achtelfinale gewusst haben. Im Prinzip ist es wieder das alte Lied. Nach dem 1:0 von England gegen Slowenien – was bei weitem keine gute Leistung, aber eine bessere Leistung als vorher war – waren viele englische Zeitungen schon wieder euphorisch und haben wohl sicher mit einem Sieg der Three Lions gegen Deutschland gerechnet. Und dass es in dieser Extremtheit dann so anders kommt, stellt natürlich auch die englischen Medien ein wenig in Frage. Aber Selbstkritik darf man denen von nicht erwarten. Sowas wie “We were so wrong” wird man dort nicht lesen. Stattdessen hat man mit dem gesamten Team und auch Trainer Capello die Zielscheibe schnell gefunden. Einige Journalisten, insbesondere beim Boulevard, stellen schon nicht mehr nur den Trainer in Frage, sondern fragen auch schon, we von den Spielern überhaupt noch einmal den Weg in die Nationalmannschaft finden soll.

[07h48] Die Aufarbeitung der Krise des englischen Fußballs ist bereits am Anfang. Kosens scheint zu sein, dass die Krise der Nationalmannschaft zu einem ganz wesentlichen Grund auch bedingt ist durch die Struktur der Premier League. Zu viele Spiele, keine wirkliche Verbindung zwischen Liga und Nationalmannschaft, sehr viele ausländische Spieler und Trainer. Owen Gibson fasst im Guardian die Gründe zusammen.

“Premier League executives can’t be blamed for protecting their brand in the most successful way they know. But the FA’s German counterpart, the DFB, has a far more balanced relationship with the Bundesliga and is able to weigh what is best for the league against what is best for the game as a whole. That has led to a very different ownership model, often eyed enviously by those who feel alienated by the excesses of the Premier League era, and a higher percentage of homegrown players plying their trade in their domestic league. In the Premier League, that figure is just 37%. Meanwhile, the National Football Centre in Burton stayed on the drawing board for a decade, although there are renewed hopes that it will finally be built.”

[07h41] Tag eins nach der fantastischen Leistung der deutschen Nationalmannschaft gegen England. Jetzt wartet Argentinien im Viertelfinale. Mittlerweile hoffe ich die Ereignisse von gestern einigermaßen in Worte zu fassen. Und heute steht ja auch viel an. Die Reaktionen im deutschen Team, die Diskussionen in England mit einem vermeintlichen Rücktritt von Fabio Capello, das Infragestellen der gesamten englischen Mannschaft. Und wir haben zwei weitere Achtelfinale. Bring it on! Guten Morgen zusammen.

Screenshot der SUN-Website, am Montagmorgen, 07:30 Uhr.

Und Fabio Capello weht der Wind immer mehr ins Gesicht nach dem Ausscheiden im Achtelfinale. Angeblich soll Harry Redknapp, derzeit noch Trainer bei den Tottenham Hotspur, Favorit für eine mögliche Nachfolge sein. Capello selbst hat gestern mehrfach deutlich gesagt, dass er nicht an einen Rücktritt denke. Strategie?

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Achtelfinale #2, USA – Ghana

Samstag, 26. Juni 2010 19:56

[23h00] Endstand USA – Ghana 1:2 nach Verlängerung

Spannende, dramtische Schlussminuten, aber es hat nicht gereicht für die USA. Drei Sekunden nach Abpfiff haut Sky das Sponsoring rein. Na einen schönen guten Abend, danke dafür.

Über das gesamte Spiel gesehen steht Ghana verdient im Viertelfinale. Haben es sich mit ihrer Passivität in der zweiten Halbzeit selbst schwer gemacht. In der Verlängerung dann gleich wieder mehr investiert, und prompt belohnt worden. Die USA sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Und haben Ghana dann mit erbärmlicher Defensivleistung vor dem 1:2 auf die Siegerstraße geholfen. Am Ende fehlte die Kraft für ein weiteres Miracle. Damit Ghana im Viertelfinale gegen Uruguay, am Freitag um 20:30 Uhr.

[22h57] Drei Minuten Nachspielzeit. USA werfen inklusive Tim Howard alles nach vorne.

[22h55] Two minutes to go. Ghana hat alles im Griff.

[22h49] Letzter Wechsel Ghana: Samuel Inkoom geht, Sullay Ali Muntari kommt für die letzten acht Minuten.

[22h47] Die USA mobilisieren noch einmal ihre letzten Kräfte, haben wieder mehr Spielanteile, aber Ghana steht defensiv sicher bei allen Flanken, die von den US-Boys getreten wurden. 10 Minuten noch.

[22h41] Spielstand nach 105 Minuten USA – Ghana 1:2

Hätte ich nicht gedacht, dass Ghana doch noch mal eine kleine Schippe drauflegen konnte, sind den USA körperlich und läuferisch wieder überlegen. Und Ghana wieder mit dem perfekten Start, inklusive Aufzeigen der Anfälligkeit der US-Abwehr. Ghana fehlen 15 Minuten bis zum Viertelfinale.

[22h35] Die USA müssen ein wenig Tribut zollen für die Aufholjagd in der zweiten Hälfte, wirken platt und ein wenig langsam im Spielaufbau. Ghana mobilisert alle Kräfte, gewinnen die wichtigen Zweikämpfe. Erinnert alles ein wenig an die erste Halbzeit der regulären Spielzeit. Können die USA nochmal zurück ins Spiel finden?

[22h31] Die USA antworten mit einer Chance durch Feilhaber, aber der hat heute kein Glück im Abschluss. Ist halt kein Gyan.

[22h28] 1:2, Asamoah Gyan, 93. Minute

Gyan! Gyan! Gyan! Gyan! Ghana wieder mit einem Blitzstart, aber dank freundlicher Unterstützung der USA. Langer Ball auf Gyan, der die Kugel wunderbar mit der Brust verarbeitet. Setzt sich im Laufduell gegen Bocanegra durch, DeMerit kommt ebenso zu spät und Gyan zieht einfach ab. Keine Chance für Howard bei dem wuchtigen Schuss. Ganz schlechte Performance der Innenverteidigung der Amerikaner.

[22h25] Beginn 1. Halbzeit Verlängerung

Die US-Boys haben ihren dritten Wechsel vollzogen. Herculez Gomez ist für Jozy Altidore in die Partie gekommen.

[22h19] Spielstand nach 90 Minuten USA – Ghana 1:1

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Deshalb geht das Remis auch okay, wenngleich Ghana schon ein wenig enttäuscht sein dürfte, die sich dann doch relativ einfach die Butter vom Brot haben nehmen lassen. Konnten viele gute Dinge aus der ersten Halbzeit nicht mitnehmen, und das lag nicht nur an der besseren Präsenz der US-Boys im Mittelfeld. Die Angriffe und Konter haben sie nicht mehr gut ausgespielt. Zweimal 15 Minuten Zugabe, da es ein durchaus ansehnliches Spiel war, nimmt man das gerne mit.

[22h18] Nochmal Eckball Ghana

[22h17] Sehr bitter. Laufduell zwischen Ayew und Altidore. Der US-Boy fällt, Ayew bekommt gelb, fehlt für ein mögliches Viertelfinale. In der Zeitlupe ist zu sehen, dass Altidore über seine eigenen Füße gestolpert ist. Für den Referee schwierig zu sehen, aber das muss der Linienrichter sehen, der gut zu dem Zweikampf stand.

[22h16] Drei Minuten Nachspielzeit. Den USA gehen auch die Kräfte aus. Es ist im Moment ein Versuch von beiden Teams sich in die Verlängerung zu retten.

[22h11] Fünf Minuten noch in der regulären Spielzeit. Mittlerweile riecht es ein wenig nach Verlängerung.

[22h06] Die Großchancen häufen sich für die USA. Langer Ball aus der eigenen Hälfte auf Altidore, der setzt sich in einem robusten Zweikampf gegen Jonathan Mensah durch, Schuss geht aber knapp am langen Pfosten vorbei. Ghana in der Defensive nicht mehr wieder zu erkennen.

[22h03] Wechsel Ghana: Stephen Appiah für den verletzten Kevin-Prince Boateng.

[22h01] Das sieht richtig klasse aus, was die USA jetzt teilweise spielen, schönes, schnelles Kurzpassspiel über vier, fünf Stationen. Ghana nur staunender Beobachter, Bradley mit dem Linksschuss als krönenden Abschluss des schönen Spielzuges. Kingson aber rechtzeitig unten. USA dem Sieg näher als Ghana.

[21h58] Hans Sarpei hat keine Lust mehr auf Clint Dampsey auf der rechten Seite. Ghana wechselt, bringt dafür Lee Addy. Linksverteidiger für Linksverteidiger. Der Dampsey-Bändiger. Etwas mehr als 15 Minuten noch regulär zu absolvieren.

[21h51] Und aus Sicht von Ghana würde ich mir Sorgen machen, weil sie regelmäßig, wenn die USA den Druck auf die Abwehr erhöhen, Fehler in Serie produzieren und zu schwimmen anfangen. Pendel endgültig zugunsten der USA umgeschlagen. Und dass obwohl die USA nicht mal viel investiert haben, sondern nur einige Stellschrauben fester gezogen haben.

[21h47] 1:1, Landon Donovan, 62. Minute (FE)

Donovan verwandelt souverän, ganz platziert an den Innenpfosten. Wenn das so gewollt war, Respekt! USA belohnen sich für Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Elfmeter ging völlig in Ordnung. Dampsey tunnelt John Mensah, ist frei durch und wird dann von Jonathan Mensah von der Seite umgehauen. Referee hatte gute Sicht und zeigt auf den Punkt, zudem gelb für Mensah, wäre im Viertelfinale gesperrt.

[21h46] Elfmeter USA

[21h45] Ghana hat Glück, dass sie keinen Elfmeter gegen sich bekommen, als Feilhabe im 16er gefoult wird. Schwierig für den Schiedsrichter zu sehen, erst in der zweiten Zeitlupe ist ein klares Foul zu erkennen. Ghana macht zu wenig nach vorne, spielt seine Angriffe schlampig zu Ende.

[21h39] Positiv zu erwähnen, dass die USA in der zweiten Halbzeit jetzt deutlich mehr nach vorne investieren. Sind auch nicht mehr so unterlegen im Mittelfeld. Dampsey aus dem Mittelfeld jetzt raus, eher als hängende Spitze oder offensiv auf dem rechten Flügel. Feilhaber kommt über halblinks. Sieht alles etwas harmonischer und durchdachter aus. Richtig große Chancen sind noch ausgeblieben, aber die Tendenz ist vielversprechend. Ghana muss jetzt deutlich mehr in der Defensive leisten, sodass die Angriffsbemühungen ein wenig seltener geworden sind.

[21h32] Was ist denn mit Kingson passiert? Zweite richtig gute Tat. USA mit schönem Angriff über rechts, flache Hereingabe, Altidore irritiert Jonathan Mensah, legt auf Feilhaber weiter, der am herauseilenden Kingson scheitert. Könnten die USA bitte so weiterspielen…

[21h31] Beginn 2. Halbzeit

[21h30] USA mit dem zweiten Wechsel. Benny Feilhaber kommt für Findley.

[21h16] Halbzeit USA – Ghana 0:1

Gbit es noch Hoffnung für die USA? Ja, es sind noch 45 Minuten zu spielen, man liegt nur ein Tor zurück und hat bei diesem Turnier schon häufig gezeigt, dass man Rückstände aufholen kann. Schaut man sich die ersten 45 Minuten an, dann nur bedingt. USA im Mittelfeld teilweise hoffnungslos unterlegen, können die schnellen Angriffe von Ghana überhaupt nicht unterbinden. Wenn überhaupt in den letzten Minuten der ersten Hälfte leichte Aufwärtstendenz, auch durch die Großchance von Findley. Ghana hat profitiert von der frühen Führung, danach aber genug unternommen um sich die Führung zu verdienen. Viel Laufarbeit, setzen die USA unter Druck ohne die Defensive völlig zu vernachlässigen. Gut geordnet, hohes Tempo. Das könnte vielleicht noch ein weiterer Vorteil der USA werden, sollte Ghana bald die Puste ausgehen.

[21h12] Erschreckend, wie dominant Ghana die USA im Mittelfeld ausspielt. Und Steven Cherundolo steht weiter völlig neben sich.

[21h06] Und auf der Gegenseite die Chance zum 2:0, wieder die Abwehr im Tiefschlaf. Langer Ball nach vorne, per Kopf auf Asamoah verlängert, DeMerit viel zu langsam, diesmal reagiert aber Tim Howard glänzend nach dem Schuss von Asamoah, ebenfalls schnell unten gewesen. Spiel bekommt endlich meh Torchancen.

[21h04] Und aus dem Nichts die Ausgleichschance für die USA. Ballverlust von Ghana im Spielaufbau, Jonathan Mensah hatte da einen kompletten Blackout,  Überzahl USA, Ball wird nach rechts raus auf Findley gegeben, der aber am gut aufgelegten Kingson scheitert. Gar nicht mal schlecht gehalten und gut antizipiert. Tja, und solche Chancen zu verwerten wäre nicht verkehrt gewesen.

[21h01] Wieder Kommando zurück. Wechsel bei den USA. Maurice Edu kommt für Ricardo Clarke, der das Tor maßgeblich verschuldet hat und schon gefährdet für einen Platzverweis war. Ist Cherundolo auf rechts übrigens auch, wenn er weiter zwei Schritte später als Ayew am Ball ist, oder besser gesagt nicht am Ball ist.

[20h59] Fast 30 Minuten gespielt. Ghana gefällt mir, spielen engagiert nach vorne und haben mit dem Tor im Rücken natürlich viel Selbstvertrauen und Sicherheit gewonnen. Bei den USA viel zu viele Fehler im Spielaufbau, läuft bis auf den Spielzug über DeMerit und Bradley wenig zusammen. Von Donovan noch kaum was zu sehen.

[20h52] Erster guter Spielzug der USA. Langer Ball von DeMerit, direkt weiter geleitet auf Michael Bradley, dessen Hereingabe Kingson aber sicher abfangen kann. Tempo hat etwas nachgelassen, Ghana zieht sich zurück, lässt die USA kommen. Die versuchen sich ins Spiel zu kämpfen. Hohe Laufarbeit beider Teams.

[20h47] Cherundolo wird erneut von Ayew überlaufen auf der linken Angriffsseite der Ghanaer, kann sich nur mit einem Foul helfen und sieht die zweite gelbe Karte dieser Partie. Wäre für ein mögliches Viertelfinale gesperrt. Ghana schafft es derzeit exzellent die Schwachstellen der Amerikaner zu nutzen. USA nicht wirklich in der Partie bisher angekommen.

[20h43] Bei den USA klappt die defensive Abstimmung mal noch so gar nicht. Cherundolo wird auf rechts von Ayew oder Gyan permanent überlaufen, in der Mitte steht man zu weit von den Gegenspielern weg und ist schlicht zwei Schritte zusammen. Ghana, extrem ballsicher und genau in den Zuspielen, bekommt fast jeden zweiten Ball.

[20h40] Und die USA laufen mal wieder einem Rückstand hinterher. Aber das sind sie ja gewohnt.

[20h37] Erste gelbe Karte dieser Partie für Clark. Findet sich ja prima ein in das Spiel. Ob das Bob Bradley schon bereut?

[20h35] 0:1, Kevin-Prince Boateng, 5. Minute

Wieder schneller Spielzug. Der Prinz hat getroffen. Tolles Tor von Boateng. USA verlieren in Persona Ricardo Clarke den Ball in Höhe der Mittellinie, Boateng schnappt sich den Ball, wird nicht angegriffen, kleiner Schlenker nach links und dann satter Flachschuss. Wenig Chance für Tim Howard, wenn er da so steht. Ungünstig, scheint Boateng gesehen zu haben.

[20h34] Hohes Tempo in den ersten Minuten. Und Samuel Inkoom spielt alles andere als einen Rechtsverteidiger, sondern wohl eher im Mittelfeld. War jedefalls gerade sehr weit in der gegnerischen Hälfte. Schuss von Dampsey, aber keine Probleme für Kingson. Lässt sich gut ansehen.

[20h30] Beginn 1. Halbzeit

Die USA in den weißen Trikots. Ghana hat Anstoß in den roten Jerseys und spielt von rechts nach links in den ersten 45 Minuten. Viktor Kassi aus Ungarn ist der Schiedsrichter, soll angeblich aus Sicht der UEFA, hieß es heute bei der BBC, einer der kommenden großen Referees werden. Leistungen sprechen für ihn.

[20h26] Die USA spielen doch mit völlig anderer Aufstellung, eine Premiere, zumindest was die Positinierung bei der Nationalhymne angeht. Stimmung scheint fantastisch, wenngleich wieder einige leere Plätze im Unterrang zu erkennen sind. Ich verstehe es nicht.

[20h23] Die Aufstellungen im Royal-Bafokeng-Stadion zu Rustenburg

USA: Howard – Cherundolo, Bocanegra, DeMerit, Bornstein – Bradley, Clark – Dempsey, Donovan – Altidore, Findley

Ghana: Kingson – Paintsil, John Mensah, Jonathan Mensah – Inkoom, Sarpei – Boateng, Annan – Ayew, Asamoah, Gyan

Dreierkette oder mit fünf Verteidigern bei Ghana, ist nicht ganz so klar auf dem Aufstellungsbogen. Inkoom und Sarpei werden wohl vielleicht doch die Außenverteidigerpositionen einnehmen. Schauen wir mal. Ansonsten zwei Wechsel bei den US-Boys. Ricardo Clark ersetzt Edu im Mittelfeld und Robbie Findley kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück in den Sturm, Herculez Gomez dafür wieder auf der Bank. Bei Ghana eine Veränderung im Vergleich zur Niederlage gegen Deutschland. Inkoom kommt als defensive Absicherung für Prince Tagoe

[20h13] Live-Blog wie immer auch bei allesaussersport.

[20h11] Hoher Besuch für die USA heute Abend. Kobe Bryant, der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und Mick Jagger sind zusammen im Stadion gesichtet worden.

[20h09] Wenn man zwei Spieler bei beiden Teams herausstreichen will, dann auf Seiten der USA vor allem Landon Donovan, der den Siegtreffer gegen Algerien erzielte. Spielte eine tolle Weltmeisterschaft. Auf Seiten von Ghana – das hat nicht nur das Spiel gegen Deutschland gezeigt – Asamoah Gyan, der bei Stade Rennes in der Ligue 1 spielt. Groß, kräftig, dynamisch. Für die stets ein wenig unsicher wirkende US-Abwehr die wohl größte Bedrohung.

[20h04] Halte die Begegnung für völlig offen. Bin gespannt, wie Ghana es schafft aus der eher defensiven Grundhaltung der letzten Spiele wieder mehr in die Offensive investieren kann. Oder bleiben sie bei ihrer Taktik aus dem Deutschland-Spiel, unabhängig davon, dass jetzt das Achtelfinale stattfindet. Auf der anderen Seite die USA, nicht unbedingt mit der großen spielerischen Klasse, aber mit sehr viel Moral und Fighting Spirit. Erst ein 0:2 gegen Slowenien egalisiert, dann in der letzten Minute gegen Algerien das Tor zum Achtelfinale erzielt. Größtes Manko bei den US-Boys bisher die Chancenauswertung. Dampsey und Altidore lassen einfach zu viele Chancen liegen.

Gönnen würde ich beiden den Einzug ins Viertelfinale. Dem gesamten afrikanischen Kontinent würde es sicherlich gut tun, wenn ein afrikanisches Team in die Runde der letzten Acht einzieht. Und die USA kann man fußballtechnisch doch gar nur unterstützen. In der US-Öffentlichkeit häufig mit schwierigem Standing und trotzdem mit viel Herz und Einsatz in den Spielen bei der WM, verbunden mit der Hoffnung, dass irgendwann doch ein ganzes Land hinter ihnen steht. Ein Viertelfinale würde dabei sicherlich helfen.

[19h56] Stars and Stripes gegen Black Stars. Rustenburg ist Austragungsort für das zweite Achtelfinale bei der WM 2010. Good Evening everybody.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Achtelfinale #1, Uruguay – Südkorea

Samstag, 26. Juni 2010 15:22

[17h50] Endstand Uruguay – Südkorea 2:1

Uruguay zieht als erstes Team ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Sieger der Partie USA gegen Ghana, die heute Abend noch stattfindet. Über die gesamten 90 Minuten gesehen ein glücklicher Sieg. Die Südamerikaner gehen früh in Führung und haben danach wenig für dieses Spiel gemacht. Südkorea kam sukzessive besser ins Spiel und belohnte sich mit dem Ausgleich. Erst danach tat Uruguay wieder mehr für das Spiel und konnte durch die individuelle Klasse von Suarez dieses Spiel gewinnen.

Forlan, Suarez und auch Cavani sind als Trio nicht zu unterschätzen und eine echte Waffe gegen jede Defensive. Und die war bei Südkorea nicht immer sattelfest. Offensiv die zahlreichen Chancen nicht genutzt, da gab es in der zweiten Halbzeit genug Möglichkeiten. Und im Gegensatz zu den Asiaten hat Uruguay dann eiskalt zugeschlagen. Wenn die Südamerikaner nicht wieder in ihre Passivität verfallen, ist mit ihnen auf alle Fälle noch zu rechnen.

[17h46] Drei Minuten Nachspielzeit

[17h43] Fantastische Chance für Südkorea zum Ausgleich. Toller Pass von Park auf Dong-Gook Lee, Muslera rutscht der Ball durch, kann aber die Wucht des Schusses etwas stoppen, sodass noch vor der Linie geklärt werden kann. Pech für Südkorea.

[17h40] Der vermeintliche Matchwinner Suarez geht vom Platz, für die letzten gut fünf Minuten jetzt Alvaro Fernandez in der Partie. Mittelfeldspieler für Stürmer.

Auch Südkorea wechselt offensiv. Sung Yong Ki geht für Yeom Ki-Hun.

[17h36] 2:1, Luis Suarez, 80. Minute

Was für ein wunderschönes Tor. Und Uruguay mit dem Treffer, der nun gar nicht auf dem Programm stand. Ecke für die Urus von rechts, Ball segelt durch den Strafraum, wird nochmal nach links zu Suarez gegeben. Ein Move um den Gegenspieler herum und dann ins lange Eck geschlenzt. Fantastisch gemacht. Und überhaupt keine Chance für Jung im Tor. Südkorea wieder ein bisschen zu passiv und weit weg vom Gegenspieler.

Und Uruguay mit minimalstem Aufwand in der zweiten Halbzeit zur Führung. Kann man natürlich machen. Wenn es gelingt, hast du alle Argumente auf deiner Seite. Bitter für Südkorea.

[17h35] Packendes, spannendes Spiel jetzt bei sintflutartigem Regen, der vom Wind gepeitscht durch das Stadion tröpfelt.

[17h30] Unmotiviert nach vorne geschlagener Ball von Fucile findet Suarez, der wieder nicht im Abseits steht und fünf Meter um sich herum keinen Gegenspieler hat. War aber zu überrascht um den Kopfball aufs Tor zu platzieren. Aber das sollte doch Uruguay zeigen, dass die ganze zweite Halbzeit bisher Müll war und es auch anders geht.

Uruguay wechselt: Nicolas Lodeiro für Alvaro Pereria

[17h28] Und Südkorea scheint noch nicht genug zu haben. Uruguay wirkt platt und müde, noch keine Torchance in der zweiten Hälfte. Hätte ich nicht erwartet. Aber vielleicht gibt es ja noch nen Torwartfehler irgendwo.

[17h24] 1:1, Chung-Yong Lee, 68. Minute

Und jetzt Chaos und Unordnung in der Abwehr der Südamerikaner. Freistoß von der linken Seite, die Südkoreaner gewinnen die Kopfballduelle, Victorino mit der Kerze im 16er, Lugano zu weit weg vom Gegenspieler, Muslera kommt zu zögerlich heraus, Lee mit dem Kopfball ins Tor, jegliche Rettungaktionen der Urus kommen zu spät. Unnötiges Gegentor, aber Südkorea belohnt sich für den starken Beginn in der zweiten Halbzeit.

[17h17] Über das gesamte Spiel betrachtet mehr Ballbesitz für Südkorea, 54% zu 46%. Allein in der zweiten Halbzeit würde ich gefühlt von zwei Drittel Ballbesitz für die Asiaten sprechen wollen. Halbe Stunde noch zu gehen. Und vielleicht sollte man mal untersuchen, was Uruguay in der Kabine getrieben hat oder was an Tee getrunken wurde. Positive Effekte hatte es nicht.

Dong Gook Lee für Kim-Jae Sung bei Südkorea.

[17h14] Nur noch Südkorea in der zweiten Halbzeit. Flanke von rechts durch Du Ri Cha, in der Mitte Ji-Sung Park schneller als Lugano, Kopfball aber kein Problem für Muslera. Schon ein paar mehr Schweißperlen. Uruguay gelingt gar nichts mehr. Ausgleich wäre mittlerweile verdient und folgerichtig.

[17h07] Und dann muss Südkorea die Chancen irgendwann auch mal nutzen. Mal wieder ein langer Ball in Richtung Muslera, Lugano köpft direkt vor die Füße von Cho-Young Park, der den Ball statt aufs Tor aber in den südafrikanischen Abendhimmel befördert. Riesen Chance, viel mehr drin. Spiel scheint zu kippen, Südkorea dominant jetzt im zweiten Durchgang bisher.

[17h04] Uruguay weiter mit defensiver Grundhaltung, Südkorea mit der Richtung klar nach vorne. Und dann streuen die Asiaten einen fürchterlichen Querpass im Spielaufbau ein. Uruguay in Überzahl, aber Suarez hat keine Augen für seine Mitspieler, sondern versucht es selbst. Keine Probleme für Jung. Südkorea ist defensiv weiter alles andere als stabil, da muss Uruguay einfach mehr Druck ausüben. Sonst wird Südkorea irgendwann den Ausgleich machen, denn offensiv sieht das weiter vielversprechen aus.

[17h01] Beginn 2. Halbzeit

Regen in Port Elizabeth, meldet Roland Evers auf Sky. Bin gespannt, ob Südkorea die positiven Entwicklungen der letzten Minuten aus Halbzeit 1 aufrecht erhalten kann.

Wechsel bei Uruguay: Victorino kommt für Godin, Austausch des Innenverteidigers.

[16h46] Halbzeit Uruguay – Südkorea 1:0

Uruguay machte mit seiner ersten und einzigen Torchance die Führung in diesem Spiel. Das spielte den Südamerikanern natürlich blendend in ihre Karten. Konnten sich anschließend ganz auf ihre Defensive konzentrieren und machten nur noch wenig nach vorne. Hatten einmal ein wenig Pech mit der Abseitsentscheidung gegen Suarez. Südkorea brauchte sehr lange um in dieses Spiel zu finden, vieles nur Stückwerk, häufig lange Bälle auf Park. Das war für Uruguay einfach zu verteidigen. Gefahr einzig und allein durch den Freistoß in der fünften Minute. Gegen Ende der ersten Hälfte Südkorea mit mehr Tempo und Gefahr auch aus dem Spiel heraus, mit direkten Pässen und nicht mehr nur langen Bällen. Allerdings schafft man es noch nicht die Überlegenheit der letzten Minute in Torchancen umzumünzen. Aber es sind ja noch 45 Minuten zu absolvieren.

[16h43] Südkorea hat also knapp 30 Minuten gebraucht um das Gegentor zu verkraften, das lässt zumindest auf eine zweite Hälfte mit mehr Torchancen hoffen. Und nicht nur durch Distanzschüsse von Du Ri Cha.

[16h38] Südkorea etwas druckvoller in den letzten Minuten, Partie gestaltet sich etwas offener, wenngleich die Asiaten Muslera immer noch keine Schweißperlen auf die Stirn treiben. Uruguay sonnt sich auf seinem Ergebnis und macht kaum noch was nach vorne. Bei Südkoreas Defensivleistung eigentlich unverständlich.

[16h31] Aus dem Spiel geht wenig bei Südkorea. Vorhin der Freistoß von Chu-Young Park, jetzt versucht es der Stürmer aus Monaco mit einem schönen Schuss aus 20 Metern, geht aber ein paar Meter am Ball vorbei. Mehr war aber nicht aus Sicht von Südkorea. Bisschen wenig.

[16h28] Suarez war vor einigen Augenblicken frei durch, wurde aber zurückgepfiffen. Zeitlupe ließ lange auf sich warten. Schwierig zu entscheiden. Könnte ganz knapp Abseits gewesen sein, schwierig zu sehen, weil der Angriff auch mit sehr viel Tempo gespielt wurde.

[16h23] So richtig unterscheiden sich die beiden Tonoptionen bei Sky auch nicht mehr. Wollte mal Stimmung im Stadion einfangen – oder es ist Gottesdienst in Port Elizabeth. Uruguay steht verdammt gut hinten drin, Südkorea operiert nur mit langen Bällen, selten dass sie mal Platz haben für Direktspiel und Kombinationen. Und lange Bälle können die Südkoreaner nicht so wirklich gut verwerten.

[16h18] Es ist soweit okay, was Südkorea nach vorne anbietet. Da ist eine Grundidee erkennbar, Schwierigkeiten noch beim öffnenden Pass und vor allem beim In-Szene-Setzen von Park, der von Godin und Lugano gut bewacht wird. Uruguay steht defensiv soweit sicher, im Moment läuft vieles für die Südamerikaner.

[16h14] Meine Güte, Südkorea muss sich erstmal wieder sortieren. Sobald die Urus im Angriff sind, hat man das Gefühl, dass bei Südkorea alle Alarmglocken angehen und erstmal alle stehen bleiben vor Ehrfurcht. Uruguay kann sich viel zu leicht in der Offensive den Ball zuspielen. Und ohne mich jetzt zu sehr bestätigen zu wollen. Südkorea macht defensiv genau da weiter, wo sie gegen Nigeria aufgehört haben. Und ein Forlan oder Suarez sind halt zwei Nummern cleverer als die nigerianischen Stürmer und nutzen diese Schwächen konsequent.

[16h07] 1:0, Luis Suarez, 8. Minute

Und da sind die Defensivprobleme von Südkorea mal wieder – und Uruguay ist eiskalt und geht hier mit der ersten richtig guten Chance in Führung. Cavani gibt den Ball zunächst auf links raus zu Forlan, der setzt sich auf dem Flügel viel zu einfach gegen Cha und Kim durch, Hereingabe von Forlan relativ zentral vors Tor, Jung im Tor Südkoreas kann sich nicht entscheiden, was er machen soll. Fliegt am Ball vorbei, am langen Pfosten dann Suarez, der sich vom Gegenspieler gelöst hat. Trifft aus spitzem Winkel gekonnt ins leere Tor.

[16h05] Fünf Minuten gespielt und Südkorea hätte fast das 1:0 erzielt. Chu-Young Park setzt einen direkt getretenen Freistoß an den Pfosten, wunderschön über die Mauer gezogen, hätte ein Tor verdient gehabt.Und da wäre Muslera auch nicht mehr rangekommen.

Im Gegenzug Uruguay das erste Mal gefährlich vor dem Tor, weil Südkorea den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone klären kann. Forlan mit der Direktabnahme, allerdings mit dem schwächeren linken Fuß, keine Probleme für Südkoreas Torwart. Vielversprechender Beginn.

[16h00] Beginn 1. Halbzeit

Südkorea stößt an, spielen in den weißen Trikots von rechts nach links in der ersten Hälfte. Uruguay in den blauen Shirts. Schiedsrichter der Partie ist Wolfgang Stark.

[15h56] Viele leere Plätze im Stadion, ist mir gestern auch bei Schweiz-Honduras aufgefallen. Zu teure Tickets? Kein Interesse am Spiel? Aber das Stadion von Port Elizabeth sieht aus der Hubschrauberperspektive schon sehr geil aus.

[15h51] Wie schon heute Vormittag gesagt: ich sehe Uruguay in der Favoritenrolle. Sollte Südkorea in der Defensive nicht wieder geordneter und kompakter stehen, könnte das Spiel deutlicher ausfallen. Und Uruguay muss natürlich treffen. Und die Chancenauswertung war bisher ja nicht so schlecht.

[15h42] Kai bloggt auf allesaussersport ebenfalls live mit.

[15h40] Die Aufstellungen im Nelson-Mandela-Bay-Stadion zu Port Elizabeth

Uruguay: Muslera – Alvaro Pereira, Lugano, Godin, Fucile – Perez – Arevalo Rios, Forlan, Maxi Pereia – Suarez, Cavani

Südkorea: Sung-Ryong Jung – Du-Ri Cha, Yong-Hyung Cho, Jung-Soo Lee, Young-Pyo Lee – Sung-Yong Ki, Jung-Woo Kim – Jae-Sung Kim, Ji-Sung Park, Chung-Yong Lee – Chu-Yong Park

Ich bleibe dabei: Die südkoreanische Aufstellung einzuordnen und die Namen nicht zu verwechseln, ist mühsame Kleinarbeit. Aber nötig. Südkorea im 4-2-3-1 mit nur einer Spitze. Eine Veränderung im Vergleich zum Remis gegen Nigeria, Jae-Sung Kim auf der rechten Mittelfeldseite für Kihun. Uruguay mit der bekannten Formation, zwei Stürmer, Forlan dahinter, Perez mit der defensiven Rolle im Mittelfeld. Auch nur ein Wechsel bei den Südamerikanern. Godin kehrt in nach seiner Oberschenkelverletzung wieder in die Innenverteidigung zurück.

[15h26] Noch einmal ein kurzer Blick ins deutsche Lager. Philipp Lahm grüßt alle Twitter-Follower.

[15h22] Das erste Achtelfinale dieser WM steht vor der Tür. Während draußen die Temperaturskala Richtung 30 Grad schreitet, ist es in meiner Wohnung angenehm kühl. Eis und Obstsalat stehen bereit. Zeit für ein hoffentlich spannendes und dramatisches Fußballspiel.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis