Medien-Sport-Politik Historie (I): Viererpack von Arshavin an der Anfield Road

Heute vor vier Jahren habe ich abends die Partie FC Liverpool gegen den FC Arsenal gebloggt. Es war vielleicht eines der besten und dramatischsten Spiele, die ich bis heute gesehen habe. Wolff Fuss am Mikrofon, acht Tore, ein Viererpack von Arshavin. Es war die allerbeste Unterhaltung. Und vielleicht wird der Name Arshavin in der aktuellen Saison für Arsenal noch einmal wichtig.

Nach sieben Minuten Nachspielzeit endet diese denkwürdige Partie. Was für ein Fußballspiel. Mutmaßlich hat es auch die Meisterschaft entschieden. aber so wie Arsenal heute gespielt hat, können sie auch Man Utd ein Bein stellen. Fakt ist aber erstmal, dass Man Utd morgen bei Sieg gegen Portsmouth drei Punkte vor Liverpool liegt, mit einem Spiel weniger, das am 13. Mai gegen Wigan ausgetragen wird.
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Es war einfach ein tolles Fußballspiel. Arsenal war über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft, insbesondere in der ersten Hälfte. Dann hat man aber die Fehler der Reds so gnadenlos bestraft, dass man überlegen muss, dass nicht schon als Verstoß gegen die Genfer Menschenrechtskonvention zu werten. Liverpool ist toll zurückgekommen, aber am Ende hat es nur zu einem Punkt gereicht. Für den neutralen Zuschauer war es eines der besten Fußballspiele der letzten 10 Jahre. Vom Gefühl fällt mir jetzt nur das UEFA-Cup Finale zwischen Liverpool und Alaves ein – sowie eben Champions League letzte woche. Aber das fand ich hier heute noch eine Spur dramatischer. Großartiges Spiel.
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Das ist pervers. Das ist pervers. Unfassbar. Liverpool verliert gerade die Meisterschaft. Liverpool fliegt die eigene Ecke um die Ohren. Walcott und Arshavin kontern die Reds aus. Der Russe mit seinem vierten Tor in diesem Spiel.

Die Tore im Schnelldurchlauf

Kommentar von Wolff Fuss (Teil I)

Kommentar von Wolff Fuss (Teil II)

Eine sehr sehr schöne Erinnerung

Tote machen sich einfach besser als Verletzte im Boulevard-Journalismus

Heute gegen 10:30 Uhr trudelten die ersten Breaking News ein, wonach es bei der Premiere des neuen “Batman”-Films in einem Vorort von Denver im US-Bundesstaat Colorado zu einer Schießerei und einer kleinen Explosion in dem Kino gekommen sein soll. So schlimm die Ereignisse für alle Beteiligten sein mögen. Es war mal wieder eine negative Glanzstunde für den Online-Journalismus, zumindest bei einem großen Boulevardblatt in Deutschland. Aber nicht nur dort.

Alles fing mit einem sowas von dünnen Bericht des lokalen Radiosenders KOA an, der sich auf ein paar Augenzeugen, die vor dem Kino in Aurora standen, und erzählt haben, dass sie ein paar Leichen gesehen haben. Der Radiosender berichtet dann in seinen Nachrichten, dass 10 Menschen bei der Schießerei ums Leben gekommen sein sollen. Die Nachrichtenagentur Reuters US übernahm dann diese Angaben und veröffentlichte einen Bericht auf ihrer Homepage: 10 Tote bei einer Schießerei in der Nähe von Denver. Ein lokaler Radiosender, ein paar Augenzeugen, womöglich unter Schock – und das reicht für die Erstellung einer Meldung einer genauen Zahl von Opfern. Und das ganze wird dann in die Welt geschickt. Ich würde es mutig nennen. Keine Prüfung von Quellen. Sehr dünne Faktenlage.

Und natürlich gibt es dann (Bouelvard-)Medien, die solche Meldungen völlig ungeprüft übernehmen ohne zu fragen, ob die Fakten überhaupt auf einer soliden Informationsbasis entstanden sind. Selbst Informationen überprüfen, abwägen, ob das online gehen kann. Mehrere Quellen heranziehen. Überprüfen, was die anderen Medien berichten. Bei Bild.de ist das nicht so. Nur wenige Minuten, nachdem die Reuters-Meldung veröffentlicht wurde, räumt das Online-Portal schön und erschreckend emotionslos die Startseite frei.

Und mit dieser Meldung von 10 Toten steht Bild.de ziemlich alleine da. Sky News übernimmt ebenfalls diese Zahl, aber hat zumindest selbst einen Reporter vor Ort, der bestätigt haben soll, dass es mehrere Toten gebeben haben soll. Macht die Art und Weise der Berichterstattung nur ein bisschen weniger schlimm.

Alle anderen großen Nachrichtensender und Nachrichtenwebsites reagieren angemessen auf die unübersichtliche Lage bei Denver und sind vorsichtiger bei der Beschreibung der Lage. Gehen also angemessener mit der Situation um. Und das erwarte ich von Journalisten. Beispiele dafür:

CNN:

Spiegel Online:

NBC News:

Es gab eben zahlreiche Verletzte – aber die Zahl der Toten hat keine offizielle Stelle bestätigt. Und das ist relevant. Und das haben zum Glück viele Journalisten zu Beginn auch so interpretiert. Es ist jetzt auch nicht relevant, ob Bild.de mit dieser reißerischen Überschrift am Ende Recht behalten hat. Sie werden es wahrscheinlich. Mittlerweile wird verbreitet berichtet, dass es viele Todesopfer gegeben hat. Aktuelle Zahl um kurz vor halb zwölf laut Polizei in Denver jetzt leider bei 14.

Was ich deutlich machen wollte und was mich ärgert – es gab um kurz nach halb elf nach meiner Meinung keinen Grund und keine verlässliche Faktenlage davon zu berichten, dass es Todesopfer gibt. Ein lokaler Radiosender und vermutlich ein paar Augenpaare. Reuters und bild.de hätten da vorsichtiger berichten müssen. So wie CNN und die anderen Beispiele. Die BBC, ABC News und auch CBS haben zunächst von einer unübersichtlichen Lage berichtet. Und das war ganz offensichtlich angemessen. Und was war guter Journalismus. Kann und will halt nicht jeder.

EM-Berichterstattung: Qualität statt Quantität

Zum ersten Mal seit sechs Jahren ein großes Turnier im Fußball – und ich bin kein Student mehr, sondern Arbeitnehmer in Vollzeit. Sprich weniger Zeit für dieses Blog. Deswegen gibt es keine umfangreiche Berichterstattung wie bei der EM 2008 oder der WM 2010. Ich spare lieber meine Ressourcen. Das Wochenende war vollgepackt mit Arbeit, ich hoffe, das wird im Juni etwas weniger.

In Zeiten pluralisierender Nachrichtenverbreitungswege und Mediengattungen konzentriere ich mich sowieso nur noch auf eine wenige Medien für die Informationsaufnahme, gerade bei sportlichen Großereignissen. Qualität statt Quantität- Und während meine ganze Twitter-Timeline sich stundenlang über das ZDF aufregt, höre ich in Ruhe die angnehm unspektakuläre, aber sehr informative Vorberichterstattung auf BBC Radio 5live. Ich suche mir die Sachen aus, die mir vertraut sind, von denen ich weiß, dass sie eine sehr gute Berichterstattung abliefern, mich informieren und gelegentlich auch unterhalten. Aber in erster Linie: Information. Und so schalte ich ARD und ZDF mit den Nationalhymnen ein und nach dem Abpfiff wieder aus.

Hier mein Informationsmenü während der EM 2012.

allesaussersport.de – Ich bewundere Kai für seine Arbeit. Großartig. Sachlich, alternativ, mit Liebe zum Detail. Live-Blogs. Meist tolle Diskussion in den Kommentaren. Man verpasst praktisch nichts.

BBC Radio 5live – Im Gegensatz zum ARD Eventradio überträgt 5live alle Spiele der EM, leider nur für UK. Davor gibt es aber auch für Kontinentaleuropäer die umfangreiche Vor- und Nachberichterstattung inklusive dem kompakten Football Daily Podcast.

Guardian EM Daily Podcast - 30 Minuten lang. Das wichtigste vom Tage amüsant auf dem Punkt gebracht mit vielen Berichten der Guardian-Sportkorrespondenten aus Polen und der Ukraine. Pflichtprogramm.

Sportradio360 EM Daily Podcast - Genauso wie das deutsche Pendant mit vielen Gästen (einige Sky-Kommentatoren), Rückblick und Vorausschau auf die Spiele.

Sieht jetzt nicht nach viel aus, nebenbei lese ich noch ein wenig bei Twitter und in einigen deutschen und britischen Sportblogs. Reicht mir aber völlig. Unspektakulär, aber ich fühle mich top informiert.

Medien-Sport-Politik, 08.04.2010

Hallo zusammen. Dank akuten Zeitmangels für private Aktivitäten meinerseits in dieser Woche ist es an dieser Stelle etwas ruhig. Ab Sonntag geht es dann in der gewohnten Schlagzahl weiter. Also gibt es jetzt hier einen großen Eintrag mit einigen Gedanken und Infos, was die letzten Tage so liegen geblieben ist.

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Wollte ich an dieser Stelle eigentlich schon viel eher erwähnen. Großartiger Essay von Thea Dorn in der letzten ZEIT-Ausgabe über den Umgang der Menschen mit Bedrohnungsszenarien.

“Der global vernetzte Zuschauer des frühen 21.Jahrhunderts hat seinen Instinkt für die Realität verloren. Seine eigene Urteilskraft reicht nicht mehr aus, um zu unterscheiden, wo der Theaterdonner aufhört und die wirkliche Bedrohung anfängt. Auch die Medien helfen ihm nicht, wenn es darum geht, Sinne und Verstand zu schärfen. Im Gegenteil: Immer schneller und unter immer grelleren Jahrmarktsklängen treiben sie das Karussell der schlechten Nachrichten aus aller Welt an: Schweinegrippe, bombardierte Tanklaster in Afghanistan, Erdbeben in Haiti, Griechenland vor dem Staatsbankrott. Alles furchtbar, alles scheinbar ganz nah und dann doch wieder weit weg. Mit jedem Tag, an dem die Verhältnisse in seiner kleinen Welt stabil bleiben, erscheint dem Zuschauer der Katastrophenhorizont mehr und mehr als flirrender Bühnenprospekt. Doch wenn er die überreizten Augen für einen Moment schließt, kommt die Angst, und er fleht nach Politikern, die versprechen, dass ihm in seiner Nussschale nichts zustoßen wird, ganz gleich, wie wild die Wogen draußen toben.”

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Zumindest in Hannover ist es hin und wieder immer noch ein Thema: Die Alkoholfahrt von der ehemaligen Vorsitzenden der evangelischen Kiche in Deutschland, Margot Käßmann. Ein neues Licht bekam dieser Fall, als Joahim Steinhöfel, Rechtsanwalt und Blogger aus Hamburg, behauptete, dass nach ihm vorliegenden oder zugespielten Informationen, der Beifahrer von Käßmann an besagtem Abend Ex-Kanzler Gerhard Schröder gewesen sein soll. Schröder hat mittlerweile per eidesstattlicher Eklärung mitgeteilt, dass er nicht der Beifahrer gewesen sei. Hinzu kommt eine einstweilige Verfügung, Steinhöfel musste den Beitrag mit den Behauptungen entfernen. Bleibt immer noch die Frage, wer denn Beifahrer war. In Hannover gibt es durchaus die Grundstimmung, dass es jemand nicht ganz Unbekanntes gewesen ist, weil unter normalen Umständen doch schon längst herausgefunden wurde, wer mit Käßmann zusammen im Auto saß. Mal sehen, vielleicht gibt es da ja noch ein weiteres Kapitel.

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Das United Kingdom hat nun endlich einen Wahltermin. Am 6. Mai stellt sich Premier Gordon Brown zur Wiederwahl, in den nächsten Wochen versuche ich an dieser Stelle den Wahlkampf ein wenig ausführlicher zu begleiten. Es war schon ein biazarres Bild vorgestern. Brown fährt zur Queen in den Buckingham Palace und von dort weiter zu seinem Amtssitz in die Downing Street. Mit dabei rund um die Uhr auf fas jedem Schritt der ganze britische Medienmarkt (gefühlt). In Minutenabständen gingen via Twitter die Breaking-News rein, wo sich Gordon Brown gerade befindet, mit Hubschraubern wurde die Autofahrt begleitet und diverse Zeitungsjournalisten füllten einen ganzen Tag lang Live-Blogs mit Informationen, die schon am Vortag feststanden. Unterhaltsamer, wenn auch leicht hyperventilierender Journalismus. Aber besser als andersherum.

Ich werde die Tage noch eine kleine Linkliste zu den Wahlen in GB aufstellen. Fürs erste seien zwei Blogs empfohlen. Guardian-Journalist Andrew Sparrow bloggt den ganzen Tag über täglich bis zum Wahltermin bei Live with Andrew Sparrow. Wenn er das bis zum 06. Mai durchhält, Respekt! Zudem sei das BBC-Blog von Nick Robinson, political editor bei der BBC, wärmstens ans Herz gelegt. Ergänzend das Blog vom Sky News Political Team.

Insgesamt wird es drei TV-Duelle der Spitzenkandidaten Brown, Cameron und Clegg geben. Beginnend am 15. April über innenpolitische Themen (übertragender Sender ist ITV), am 22. April über außenpolitische Fragen (Sky News überträgt) und eine Woche später die BBC-Debatte über Wirtschaftspolitik. Sky News überträgt seine Debatte in HD. Und rührt dafür schon mal kräftig die Werbetrommel.

Promo für Sky News HD und die TV-Debatte am 22. April.

Screenshot: Guardian

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Thema DEL-Playoffs: Die Halbfinals stehen fest. Wolfsburg emfängt am Freitag Augsburg, und die Hannover Scorpions haben den ERC Ingolstadt zu Gast. Es wird nach dem Ausscheiden der Eisbären Berlin nicht nur einen neuen deutschen Meister geben, sondern auch eine Mannschaft, die erstmals die Trophäe gewinnen würde. Ausgang der Halbfinals völlig offen. Ich kann beim besten Willen keine durchdachte Prognose abgeben. Ich hatte die Grizzlys leicht favorisiert, aber wer wie Augsburg Berlin rausschmeißt und mit Endres einen derzeit in Top-Form spielenden Goalie hat, ist alles zuzutrauen. Zwei Teams auf den Pre-Playoffs im Halbfinale, dazu der Dritte und Vierte aus der Hauptrunde. Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht die großen Namen sind, verspricht das doch eine Menge Spannung. Und das schöne ist: Kein Team verspürt wirklich den Druck unbedingt gewinnen zu müssen. Das ist schon alles Zugabe für die vier Klubs.

Schiedsrichter in der DEL: Ist ja auch ein schon mehr oder weniger komplett durchgekautes Thema. Ich hatte das Vergnügen Spiel 3 zwischen Hannover und Nürnberg live in der Tui-Arena zu sehen, wo zumindest einige sehr zweifelhafte Entscheidungen gegen Hannover getroffen wurden. Auch die DEG hatte sich häufig über die Referees in der Serie gegen Wolfsburg beklagt. Nach den zahlreichen DEL-Spielen, die ich zuletzt gesehen habe, ist das größte Problem der Schiedsrichter nicht mehr, dass sie zu kleinlich pfeifen, sondern dass die Entscheidungen häufig nicht mehr nachvollziehbar sind, sprich nicht konsistent und konsequent in ihrer Auslegung. Da wird ein Check oder ein Haken 10 Mal nicht abgepffifen – um dann ganz plötzlich doch mal für 2 Minuten gut zu sein. Und das kann es eigentlich nicht sein. Entweder ich pfeife es immer – oder gar nicht. Das macht es für die Spieler einfacher – und für die Fans nachvollziehbar.

Spiel 5 gestern Abend zwischen Hannover und Nürnberg. Ich hatte zwischendurch mal auf den Live-Ticker geschaut und konnte nach dem ersten Drittel meinen Augen nicht trauen, war aber erst für die letzten 10 Minuten vor dem heimischen Fernseher. Und sowas möchte ich nicht mehr durchmachen. Zwischendurch habe ich vor Aufregung abgewaschen, damit ich nicht jede Nürnberger Angriffswelle erlebe. In Hannover waren gestern Abend gerade mal knapp 3.000 Zuschauer in der Arena, was extrem wenig ist, aber auch seine Ursachen hat (Champions League parallel, später Beginn, kurzfristige Ansetzung), ist natürlich aber trotzdem schade. Auch in den hannoverschen Medien wird heute die geringe Zuschauerzahl beklagt. Und was ist auf der Titelseite der HAZ: Jubelnde Bayern-Spieler, die Meldung über den Halbfinaleinzug der Scorpions muss man schon sehr lange suchen. Da steht das Team von Hans Zach zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren im Halbfinale (haben nebenbei bemerkt nur die Eisbären, Düsseldorf und die Haie geschafft), aber hannoversche Medien schaffen es außer einem Vor- und Nachbericht zum Spiel überhaupt nicht sowas wie eine Playoff-Stimmung zu erzeugen in der Stadt. Und da ist die Titelbildauswahl nur das letzte Puzzleteil. Auf der Internetseite der Neuen Presse klebt immer noch eine emotionlose dpa-Meldung zum Einzug. Wo sind die Hintergründe zu den Spielen? Wo ist ein vernünftiger Live-Ticker aus der Arena, wo ein Live-Blog eines Redakteurs? Gibt es keinen, de Fans per Twitter aus der Arena mit Eindrücken versorgen kann? Wo ist mal ein Interview zum Playoff-Start gewesen? Wo ist ein Fan-Forum, wo besondere Specials in den Zeitungen? Nein, es wird seitens hannoverscher Medien gar nichts gemacht. Eishockey, sowohl von den Scorpions als auch den Indians, wird links liegen gelassen, es ist schlicht Pflicht statt Kür. Und sich dann noch über die schlechten Zuschauerzahlen beklagen. My ass, seid ruhig und lasst uns, die regelmäßig in die Arena gehen oder die Scorpions andersweitig unterstützen, in Ruhe. Dann kommen eben nur 3.000 – aber die machen stimmung und unterstützen das Team bis zur letzten Sekunde.

P.S.: Ich will die Leistung der Bayern nicht schlechtreden. Großartig gemacht bei Man Utd. Es ging in erster Linie um die Auswahl der Titelbilder.

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Die Premier League startet am Wochenende den 34. Spieltag. Da parallel die Halbfinals im FA-Cup stattfinden, werden am Samstag nur zwei Spiele ausgetragen. Im echten Abstiegsknaller empfängt Hull City den FC Burnley, beide drei Punkte voneinander getrennt, Hull einen Platz vor Burnley und selbst einen Zähler hinter dem rettenden Ufer. Zudem empfängt West Ham Sunderland. Auch die Hammers brauchen jeden Punkt im Abstiegkampf. Sunderland kommt mit Rückenwind durch den Sieg gegen die Tottenham Hotspur. Am Sonntag spielen dann unter anderem Liverpool, Man Utd und Man City, bevor es dann am Mittwoch das Spitzenspiel des Spieltages gibt. Nord-London-Derby zwischen Tottenham und Arsenal. Soviel zur Premier League erstmal in Kürze. Mehr dann am Sonntag.

Schönen Start ins Wochenende.

Medien-Sport-Politik, 01.04.2010

Beginnen wir mal mit einem ganz attraktiven Thema in NRW: Verkehrspolitik. Ich fahre ja gerne und oft mit dem Zug durch NRW und ich schaffe es vielleicht auf drei von zehn Reisen pünktlich durchs Bundesland zu kommen. Es passiert selten, dass wenn man das Bundesland verlässt, weniger Verspätung hat als beim Start der Reise. Da kann man in Bielfeld pünktlich sein und auf dem Weg bis Düsseldorf werden sich schon die 10-15 Minuten Verspätung ansammeln. Zu viele Züge in NRW, zu wenig Gleis, gerade auf der Rhein-Ruhr-Magistrale zwischen Dortmund und Duisburg. Da würde es doch Sinn machen, Streckenabschnitte auszubauen, Überholmöglichkeiten zu schaffen, vielleicht zusätzliche Gleise für den Fernverkehr, wo die Strecken völlig verstopft sind. Das wäre teilweise auch noch alles im finanziellen Rahmen. Aber was macht die Landesregierung? Mal 2,1 Milliarden Euro für den Rhein-Ruhr-Express, auch so ein Projekt, das schon länger tot erschien, aber komischerweise immer wiederbelebt wurde. Ursprünglich sollte dieses Vorhaben einmal zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 realisiert werden. Jetzt sollen in den nächsten zwei Jahren erstmal baurechtliche Voraussetzungen geprüft werden, danach soll gebaut werden. Und natürlich nicht in einem Stück, sondern erstmal abschnittsweise. Erst Köln-Leverkusen, dann nach und nach der Abschnitt zwischen Dortmund und Essen. Wenn Sie jetzt da eine Lücke im Streckenplan entdecken, haben sie alles richtig gemacht. Manchmal frage ich mich wirklich, ob man das wenige Geld nicht sinnvoller ausgeben kann [via Der Westen]

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Wahlplakat der Grünen zur NRW-Landtagswahl. Quelle: Grüne NRW

Wahlplakat der FDP zur NRW-Landtagswahl. Quelle: FDP-NRW

Ich bin ja kein großer Freund von Wahlplakaten. Es sei denn, sie sind kontrovers, transportieren eine klare inhaltliche Botschaft, sind kreativ und ein wenig humorvoll gestaltet. Ansonsten finde ich dieses Instrument im Wahlkampf überflüssig. Nun sind seit ein paar Tagen die Straßen in NRW mit Plakaten zugepflastert. Hier mal drei Plakate zur Auswahl. Über die Großfläche der Grünen kann ich immerhin noch schmunzeln, da hat man zumindest mal ein wenig Kreativität einfließen lassen, ansonsten sind alle Plakate furchtbar einfach, simpel und inhaltslos gehalten. Schade ums Papier. Und bei den Plakaten der SPD denke ich immer an Waschmittel-Werbung. Keine Ahnung, wer da mit den Farben ein wenig zu viel gespielt hat. Und die FDP mit der klassischen Gleichung und zwei Unbekannten. Und dann einfach mal gleichsetzen. Wird schon irgendwie.

Wahlplakat der SPD zur NRW-Landtagswahl. Quelle: SPD NRWUnd bei der CDU liest man, dass es in NRW um folgende drei Dinge geht: Arbeit, Kinder und Sicherheit. Meine Güte, wer hätte das gedacht. Und das hat man alles auf ein Plakat bekommen. Oder auf einem anderen Plakat ist zu lesen: Wir in NRW – Stark. Sicher. Sozial. Und die Rote-Socken-Kampagne darf auch nicht fehlen. Rot-Rot nicht mit mir!, fordert der Ministerpräsident. Rote Socken bringt normalerweise sonst nur der Weihnachtsmann.

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Apropos Grüne NRW. Bärbel Höhn, ehemalige Umweltministerin in NRW, in einem Gastbeitrag für das Wir-in-NRW-Blog.

Die “Rent-a-Rüttgers”-Affäre um die Vermarktung des Ministerpräsidenten auf CDU-Parteitagen hat dem Ansehen seines Amtes schweren Schaden zugefügt. Die “Video-Affäre” um die aus der Staatskanzlei heraus betriebene Video-Überwachung von Oppositionsführerin Hannelore Kraft hat elementare Anstandsregeln des demokratischen Wettbewerbs verletzt. Und kritischen Journalisten und Bloggern, die diese Skandale untersuchen, wird nun mit der Staatsanwaltschaft gedroht – ein Affront gegen die freie Presse, der manche an die Spiegel-Affäre erinnert.

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Was ich mich auch schon den ganzen Tag frage: Warum bekunde ich mein Interesse an einem Fernsehsender, von dem überhaupt noch nicht sicher ist, ob er zum Verkauf ansteht? Von N24 ist die Rede – wobei ich mich sowieso frage, warum man N24 kaufen soll. Besitzer von Nachrichtenagenturen, Produzenten und Rupert Murdoch melden ihr Interesse an. Murdoch und Nachrichtensender. Zwischen Fox News und Sky News dann noch ein deutscher Ableger. Dann lieber kein Fox News. Besser keine Nachrichten als irgendein Propaganda-Sender.

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Ich weiß gar nicht, ob es Gordon Brown genießt noch ein paar Tage länger mit dem Termin für die nächsten Wahlen zu warten, nur um die Journalisten zu ärgern. Denn ständig sind diese jetzt hinter Brown her, bloggen jede Rede und jeden Auftritt live mit in der Hoffnung, der Termin würde bekanntgegeben. Über Wasser hält man sich mit der Veröffentlichung geheimer Wahlplakate und den Reporterreisen durchs Land, um die Stimmung der Menschen zu erfragen. Doch wann gewählt wird, weiß noch keiner.

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Die Dallas Mavericks heute Nacht mit ihrem 50. Saisonsieg bei den Memphis Grizzlies. In knapp zwei Wochen beginnen die NBA-Playoffs und insbesondere in der Western Conference ist das Rennen um die guten Platzierungen enger denn je. Zwar stehen schon fast alle Teams fest, die an den Playoffs teilnehmen werden, nur ist noch reichlich Spielraum für Verbesserungen und Verschlechterungen in der Tabelle vorhanden. Ich hatte die Tage bei Sky mal vorsichtig angefragt, wie die Coverage der Playoffs aussehen wird, habe aber leider noch keine Antwort. So wie es aussieht, habe ich dieses Jahr ein eher entspannte zweite Aprilhälfte, da würde ich dann schon gerne möglichst viel an Spielen mitnehmen. Aber ich sehe mich schon wieder vor irgendwelchen Computerstreams nachts auf der Tastatur einschlafen.

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Premier League Spieltag 33 steht vor der Tür. Mehr zu den Ansetzungen und Rückblick über die Osterfeiertage. So richtig freuen kann ich mich irgendwie nicht seit den Ereignissen von gestern Abend. Arsenal war über weite Strecken der Partie gegen Barcelona chancenlos, hat zwar eine tolle Moral gezeigt und sich zurückgekämpft. Aber der Preis dafür war sehr hoch, vielleicht zu hoch. Fabregas fällt bis Ende der Saison aus, ebenso William Gallas, Arshavin möglicherweise drei bis vier Wochen. Ich kann beim besten Willen nicht sehen, dass Arsenal sowas wie eine Chance im Camp Nou hat, zumal mit den Personalsorgen. Gleichzeitig stehen aber auch entscheidene Wochen in der Meisterschaft an, wo ich die Chancen auf den Titel immer noch durchaus als intakt bezeichnen würde, zumal Man Utd und Chelsea am Samstag direkt aufeinandertreffen. Aber wahrscheinlich sind die Gedanken jetzt sowieso schon in Barcelona. Was ich sagen will: mir wäre es lieber gewesen, Arsenal wäre gestern gegen ein sehr viel besseres Team ausgeschieden oder zumindest deutlich unterlegen und könnte sich ganz auf die Liga konzentrieren. Hinterher ist man immer schlauer, ich weiß, aber im Moment kommt mir die Situation beim FC Arsenal wie in einem Schwebezustand vor. Nichts halbes und nichts ganzes. Einen kleinen Schritt noch in der Champions League, irgendwo in Lauerstellung im Titelkampf. Dazu die personellen Rückschläge. Aber vielleicht sieht die Situation am Samstag nach dem Spiel gegen die Wolves wieder vielversprechender aus.

Wie gesagt, mehr zur Premier League spätestens am Samstag. Bis dahin einen schönen Donnerstagabend und einen angenehmen ersten Feiertag.

Medien-Sport-Politik, 12.03.2010

Es war die letzten Tage schon wieder ein wenig ruhiger, was einfach daran liegt, dass zurzeit zu viele andere Dinge – gewollt wie ungewollt – zu erledigen sind. Sollte sich über das Wochenende aber hoffentlich entspannen. Einstweilen ein kompakter Eintrag, zudem auch mit ein paar Hinweisen auf den bevorstehenden Premier League Spieltag am Ende des Eintrags.

Zeitungsmarkt Großbritannien

Das Audit Bureau of Circulation hat heute neue Verkaufszahlen für den englischen Zeitungsmarkt im Monat Februar veröffentlicht. Es bleibt bei dem Trend der vergangenen Jahre: Vor allem die Qualitätszeitungen verkaufen weniger Ausgaben. Der Guardian setzt erstmals seit 30 Jahren weniger als 300.000 Ausgaben am Tag ab, liegt jetzt aktuell bei 284.514, das sind fast 17% weniger als vor einem Jahr, rund sechs Prozent weniger als im Januar. Auch die Sonntagsausgabe Observer musste einen Rückgang verzeichnen. Weniger dramatisch sind die Auflagenverluste bei der Times, dem Independent und dem Daily Telegraph. Die Auflage gesteigert hat als eine der wenigen Zeitungen die News of The World. Quellen: Guardian, Media Week. Alle Zahlen gibt es hier in der Übersicht.

BBC 6 Music: Schluss oder nicht Schluss?

Ende 2011 soll die Radiostadion der BBC zusammen mit dem Asian Network geschlossen werden und mit zahlreichen weiteren Einsparungen dem Druck der Politik nachgegeben werden. Knapp zwei Wochen nach der Verkündigung der Pläne durch BBC-Chef Mark Thompson sind bisher knapp 8.000 Beschwerden bei der BBC eingegangen, die eine Fortführung von BBC Radio 6 Music fordern, darunter mittlerweile bekannte Moderatoren, aber auch Musikbands wie Coldplay, Lily Allen und andere. Da dürften die nächsten Wochen interessant werden. Der Politik dürften die bisher knapp 8.000 Beschäftigten ziemlich egal sein.

Alle Spiele der WM 2010 auch in GB in HD

Der britische TV-Sender ITV hat heute den Start eines eigenen HD-Kanals angekündigt. Man hat Verhandlungen mit Sky und Virgin Media abgeschlossen. Das heißt also, dass eine flächendeckende Versorgung via Kabel und Satellit gewährleistet ist. Britische Fußballfans können somit fast alle 64 Spiele auch in HD verfolgen, nur eines der parallel stattfindenen Spiele gibt es in HD. Also ingesamt 56. Da haben wir den britischen TV-Markt doch tatsächlich im Sommer 2010 etwas voraus.

Politcamp 2010

In knapp einer Woche findet das PolitCamp 2010 statt, wieder in Berlin direkt am Spreeufer. Vorschau auf die Veranstaltung in der nächsten Woche noch an dieser Stelle. Vorerst lebt zumindest angesichts des eher zähen Online-Wahlkampfes zur Bundestagswahl 2009 und den bisher noch mäßigen Aktivitäten zur NRW-Landtagswahl die Debatte wieder auf, wie Online-Wahlkampf in Deutschland funktionieren könnte oder auch nicht. Dazu sechs steile Thesen von Mathias Richel, und Antwortversuche bei den Kühlschranknotizen.

Das Bild der Politiker dieser Tage

Ich war gestern Morgen in Hannover mit einem durchaus fähigen Nachwuchspolitiker frühstücken. Namen und Parteizugehörigkeit sind unwichtig, aber ihm wird eine durchaus ansehnliche Karriere zugetraut. Irgendwann mal. Ich habe ihn gefragt, ob er nach den Pannen der Bundesregierung, den Skandalen und Äußerungen der letzten Woche und die ganze schlechte Außendarstellung der Politik manchmal überlegt, einfach mit der Politik aufzuhören und etwas anderes zu machen. Ich fand die Frage durchaus berechtigt. Gerade als junger Politiker würde ich jetzt bei den Entwicklungen der letzten Tage schon mal an die Decke gehen (vor allem, wenn ich einer Regierungspartei angehöre). Er antwortete dann, dass er über sowas gar nich nachdenke und das auch nicht seine Haltung sei. Und solange er sich kräftig anstrenge und sich nichts zu Schulden kommen lässt, stehe ein Rückzug aus der Politik überhaupt nicht zur Debatte. Es wundere ihn nur, dass er so häufig mit dieser Frage konfrontiert werde. Da war ich beruhigt, dass ich nicht der einzige war, der bisher gefragt hat.

Sport-Wochenende

Ich freue mich jetzt schon drauf. Morgen in der AWD-Arena 96 gegen Frankfurt schauen und am Sonntag endlich mal wieder in die Tui-Arena. Scorpions gegen Adler Mannheim. Der erste von fünf Thrillern für die Mannschaft von Hans Zach im Kampf um die direkten Playoff-Plätze. Nürnberg auswärts, Mannheim daheim, in Düsseldorf und Ingolstadt und Wolfsburg noch zu Gast. Da meinte es der Spielplangestalter besonders gut mit den Scorpions-Fans.

Zitat des Tages: Liverpool-Trainer Rafael Benitez

“I am confident we can beat anyone at Anfield on our day with the fans behind us. We were just not strong enough today but there is still 90 minutes to play. It was an improvement from the last game. The players’ reaction has been very positive. I am disappointed with the result but really pleased with the effort of the players. They were fantastic today.”

Nun ja, 1:0 in Lille verloren nach der 1:0-Niederlage in Wigan. Und wie schwer war es wirklich noch schlechter zu spielen als bei den Latics? Rafael Benitez vor keine einfachen Tagen.

Premier League 2009/2010: 30. Spieltag

Der Titelkampf

Keine einfachen, aber lösbare Aufgaben für die drei Titelanwärter. Chelsea mit einem Heimspiel gegen West Ham United und Man Utd hat Fulham zu Gast. Schon schwieriger die Reise des FC Arsenal zu Hull City, die gezeigt haben, dass sie zumindest punktuell über ein Spiel eine ganz starke Leistung bringen können. Der FC Chelsea kann ein Lied davon singen. Die Gunners weiterhin ohne Cesc Fabregas.

Der Kampf um den 4. Platz

Pflichtaufgaben für Tottenham gegen Blackburn (Samstag 13h45 auf Sky) und Liverpool gegen Schlusslicht Portsmouth (Montag 20h55 bei Sky). Schon schwieriger die Aufgaben für die beiden anderen Teams. Aston Villa muss zum heimstarken Stoke City und Manchester City reist zum FC Sunderland, der unter der Woche mit dem 4:0 gegen Bolton erstmals seit November wieder gewinnen konnte.

Der Abstiegskampf

6-Punkte-Spiel am Samstagnachmittag zwischen Burnley und Wolverhampton. Beide liegen derzeit bei 24 Punkten, nur die schlechtere Tordifferenz trennt beide Teams. So belegt Burnley den ersten Abstiegsplatz. Mit einem Sieg könnte man sich also erstmal ein klein wenig Luft verschaffen. Gegen den Abstieg geht es auch bei der Partie zwischen Bolton und Wigan. Der Sieger kann sich erstmal von den Abstiegsplätzen entfernen.

Mehr zur Premier League im Laufe des Wochenendes und auch am Montag noch.

Medien-Sport-Politik, 16.02.2010

Das närrischen Treiben liegt fast hinter dem Rheinland. Ich durfte zum ersten Mal sowas wie Karnevalsluft schnuppern und war gestern beim Rosenmontagsumzug in Köln. Unabhängig mal davon, dass es die Deutsche Bahn nicht schafft an einem solchen Festtag mehr Züge einzusetzen und man auf der ganzen Fahrt von Düsseldorf nach Köln kaum Luft zum Atmen hatte, war es eigentlich ein schöner Tag. So ganz langsam erschließt sich mir auch der Sinn von Karneval beziehungsweise hat das gestern das ZDF für mich erledigt. Als ich abends wieder in Düsseldorf war, wollte ich Heute-Journal schauen und hatte mich auf ein Bilder von den Rosenmontagsumzügen im Nachrichtenblock gefreut. Aber nein, zu meinem Erstaunen waren die Umzüge in Düsseldorf, Köln, Bonn und Mainz das zweite Topthema in der Sendung. Die Anmoderation ließ dann auch erahnen warum: Karneval hat eine politische Botschaft, durch die Mottowagen wird eine politische Meinung geäußert. Und das hat dann auch das ZDF für seinen Beitrag gemacht. Mal schön mit dem Mikro durch die Massen und gefragt, was man von der aktuellen politischen Lage halte. Alles durchweg negativ. Und damit dürfte dann endlich auch der Stellenwert des Karnevals für Gesamtdeutschland gegeben sein. Volkes Stimme wird gehört und auch noch schön visualisiert. Und für das ZDF, deren boulevardeske Grundtendenz vor allem im Heute-Journal ich schon häufiger festgestellt habe, ein willkommener Anlass. Für mich war es ein lustiger Tag mit netten Leuten, Musikkapellen, Süßigkeiten und ausreichend Alkohol. Habe nicht einmal an Politik gedacht. Selbst Rousseau hat die politische Relevanz  von Festumzügen als direktdemokratisches Element nicht erkannt. Wir sind mal wieder schlauer, danke liebes ZDF.

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Heute Abend startet die KO-Phase der Champions League mit dem Aufeinandertreffen von David Beckham im Trikot des AC Mailand und seinem Ex-Klub Manchester United, zudem reist Real Madrid an die Rhone zu Olympique Lyon. Kevin McCarra vom Guardian mit einem Plädoyer für den Wettbewerb Champions League.

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Seit dem Wochenende laufen nun auch endlich die Olympischen Spiele, habe bis auf das Skispringen und den Biathlon-Sprint der Frauen noch eher wenig gesehen, von daher kann ich bisher wenig zu den Übertragungen sagen. Generell bin ich bei solchen Events kein Freund von ARD und ZDF, wobei es gerade auf den hinteren Optionen und bei den weniger populären Wettbewerben ungeahnte Qualität gibt. Erinnert sei an Carsten Sostmeier bei den Reitwettbewerben und der Dressur 2008 in Peking. Das war für die ÖR ja fast schon eine kleine Sternstunde. “Hinni, behalt die Nerven, mach da jetzt keine Scheiß-Distanz rein.” Mal schauen, wie sich ARD und ZDF machen. Und am Duo Faßnacht/Leinauer beim Eishockey und Siegmund/Thiele führt sowieso kein Weg vorbei, von daher haben es ARD/ZDF bei mir da schon mal schwer.

Jens Weinreich, der selbst mal wieder hervorragend aus Vancouver bloggt, war heute beim DRadio Wissen im Interview: Blogging Regeln für Olympioniken.

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Heute Abend werden die Brit Awards 2010 vergeben. Es entsteht ja immer wieder die Diskussion, ob der Musikpreis nicht langsam an Stellenwert verliert, weil er immer weniger die musikalischen Leistungen berücksichtigt, sondern vielmehr zu einer Auszeichnung von kommerziellem Erfolg geworden ist. Was auch nur bedingt stimmt, denn Coldplay gewannen letztes Jahr zum Beispiel trotz mehrfacher Nominierungen keinen Brit Award. Das ganze findet wieder im Londoner Earls Court statt. Live-Blog durch den ganzen Abend beim Guardian. Zum ersten Mal gibt es eine Kategorie, von der sich die Veranstalter eine Menge versprochen hatten: Brits Album of 30 Years mit Musikgrößen wie Oasis, Dire  Straits, Travis und Coldplay. Doch die drei letztgenannten Bands haben ihr Teilnahme schon mal abgesagt, genauso Dido, Keane und Duffy. Coldplay wollen sich lieber auf ihre Lateinamerika-Tour vorbereiten, die in einigen Tagen startet. Ob da noch ein bisschen Ärger drinsteckt wegen der Erfolgslosigkeit des letzten Jahres, sei dahingestellt. Und nun hat diese Kategorie nur noch einen Stellenwert, nämlich für Oasis. Sollten sie die gewinnen. Bei den Buchmachern gelten sie neben Coldplay als Favorit. Wer nimmt den Preis aber entgegen? Liam und Noel haben sich ja zerstritten und auch keinen Kontakt mehr zueinander. Es wäre ein Wunder, wenn beide auf die Bühne kommen sollten. So ein ganz bisschen ist diese Kategorie aus dem Ruder gelaufen. Es gibt dann noch das Pendant, Brits Hits of 30 Years. Aber der Album-Preis hat schon das höchste Ansehen, doch kaum eine Bands interessiert sich für die mögliche Trophäe. Die besten Chancen mit je drei Nominierungen haben Lily Allen, Lady Gaga und Pixie Lott. Live-Performances am Abend gibt es von Jay-Z, Kasabian, Florence and the Machine, JLS und Robbie Williams. Moderieren wird der britische Komiker Peter Kay, der aber wirklich lustig ist. Die Liste der Nominierten gibt es hier.

Und wie mache ich das heute Abend? Champions League und Olympia im TV, Brit Awards im Live-Blog (es sei denn, ich finde einen brauchbaren Stream) und die Scorpions spielen gegen Straubing. Schwere Entscheidung.

Medien-Sport-Politik, 19.01.2010

Wurde eigentlich jemals schon so umfassend und ausführlich über eine Naturkatastrophe, wie das Erdbeben in Haiti, im deutschen Fernsehen berichtet? Von meinem Gefühl übersteigert das auch noch die Berichterstattung zum Tsunami in Südostasien vor einigen Jahren. Ich bin bei sowas ja immer ein wenig sensibel, was den Umfang und die Art der Berichterstattung angeht. Natürlich muss umfassend uns ausführlich über die Lage in Haiti berichtet werden, auch mit Extra-Sendungen, Brennpunkten und zu ausführlichem Teil in den Hauptnachrichtensendungen. Und gerade auch die Resonanz auf die Spendenaufrufe scheint zu zeigen, dass die Menschen das Thema und das Schicksal der hilflosen Menschen in Haiti bewegt. Gestern Abend in den ARD-Tagesthemen wurde ebenfalls wieder ausführlich mit mehreren Berichten und einer Fast-Live-Schalte nach Haiti berichtet. Unter anderem gab es eine interessante Reportage, in welcherein Hilfsteam, das frisches und sauberes Wasser an die Menschen verteilt, begleitet wurde. Sowas finde ich dann für eine sachliche Berichterstattung angemessen. Aber muss man einer alten Frau, die nach einer Woche unter Trümmern gelegen hat und im letzten Moment gerettet wurde, gleich als Erstes das Mikro ins Gesicht halten? Ich finde, hier geht die Berichterstattung zu weit.

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Achtung Trommelwirbel…Angela Merkel hat sich zu einem politischen Sachverhalt klar und deutlich geäußert. Sie hat den Bau von Kohlekraftwerken unterstützt, sie war gestern in NRW auf einem CDU-Wirtschaftstreffen. Aktuell gibt es in NRW recht fortgeschrittene Pläne ein neues Kohlekraftwerk zu bauen, eventuell auch in Düsseldorf. Auf kommunaler Ebene hat man sich aber scheinbar in Düsseldorf gegen den Bau eines neuen Kraftwerkes entschlossen.

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Diese Geschichte mit der Hotelspende und der FDP darf man durchaus als unglücklich bezeichnen, wenn auch alles im rechtlichen Rahmen geschehen ist. Könnte bei entsprechender Dynamik vielleicht ein ähnlicher Fall werden wie die Dienstwagenaffäre von Ulla Schmidt. Nicht gegen das Gesetz verstoßen, aber politisch nicht gerade clever gehandelt. Blöd nur, dass für eine entsprechende Änderung des Gesetzes für die Parteispenden sich eigentlich alle Parteien daran beteiligt müssen. Nur eine Anstrengung aller Akteure könnte ein Verbot von Spenden durch Unternehmen an Parteien effektiv umsetzen. Aber, ich wette, das lässt die FDP nicht mit sich machen. Wäre trotzdem ein deutliches Zeichen. Es wäre clever, denn ich sehe doch schon wieder die ganzen wüsten Kommentare aller Politikenttäuschten, die auf dieser Story tagelang rumreiten. Und die, welche ehe schon skeptisch der neuen Regierung gegenüberstanden, bekommen jetzt kein besseres Bild.

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Gestern Abend gab es zum ersten Mal die Liga Total! Spieltagsanalyse im DSF. Auf den ersten Blick dachte ich, es wäre ein weitere dieser Quiz-Shows mit einem Moderator und zwei Kandidaten hinter ihren Pulten. Und es gibt dann alle drei Minuten eine Frage, eine kleine Szene und dann die Antworten der beiden Experten. Warum eine solch große Distanz zwischen Moderator und Gästen? Finde ich völlig unangebracht. Warum nicht ein großer Analysetisch und ein Halbkreis im Sitzen? Inhaltlich war das sicherlich soweit okay, trotzdem würde ich mir da ein wenig Abwechselung wünschen. Man muss nicht jedes Tor krampfhaft analysieren, ständig werden Szenen eingespielt. Man kann sich auch überanalysieren. Ein bisschen Abwechselung mit Interviews und einem Loslösen vom Analysieren der einzelnen Spielszenen würde der Sendung sicherlich gut tun.

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Vor einiger Zeit hatte sich der private britsche Fernsehsender Channel 4 die Rechte an den London Paralympics 2012 gesichert und damit der BBC sicher geglaubte Übertragungsstunden weggenommen. Jetzt wird wieder darüber spekuliert, ob Channel 4 sein Engagement im Sportbereich ausbauen könnte und damit an frühere Zeiten anknüpfen könnte. Spekuliert wird zum Beispiel über einen Ausbau und eine Rückgewinnung der Cricket-Übertragungen. Quelle: Guardian.

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Gestern Abend wurden die Nominierten für die Brit Awards bekanntgegeben. Lily Allen, Lady Gaga und Pixie Lott führen die Liste mit je drei Nominierungen an. Hier die komplette Liste der Nominierungen. Die Brits Album of 30 years werden übrigens per Publikumvoting ermittelt. Da bin ich mal richtig gespannt, wer das gewinnt. Einige Top-Alben dabei.

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“Du hast da so ein Funkeln in den Augen. Ist was passiert?” “Nein, überhaupt nicht, ich sehe gerade nur, dass der FC Arsenal am Mittwoch die Tabellenspitze übernehmen kann.” Auch wenn das zu diesem Zeitpunkt überhaupt nichts wert ist und das Spiel gegen Bolton auch erstmal gewonnen werden muss, stellt sich für einen Arsenal-Fan dann schon sowas wie ein großes Gefühl der Erleichterung ein. Im August schrieb ich noch: ” Ich tue mich sehr schwer mit einer Prognose für die Gunners. Wenn alles gut läuft, wird es am Ende der vierte Platz.” Und dann war schon viel Wunsch und Hoffnung dabei. Und das es jetzt so gut läuft, freut mich dann doch sehr. Mittwoch also das Nachholspiel gegen Bolton. Parallel dazu spielt Rafael Benitez um seinen Job. Wichtiges Spiel gegen die Tottenham Hotspur. Mit einem Sieg würde man auf einen Punkt an Platz 4 ranrücken. Und das aber auch nur, weil die Konkurrenz vor dem FC Liverpool auch nicht gerade eine Siegesserie hat. Mit den bisherigen Leistungen wäre Liverpool eigentlich schon aus dem Rennen, aber so können regelmäßig weitere Enttäuschungen produziert werden.

Beide Spiele gibt es am Mittwoch bei Sky und hier im Live-Blogging.

Bei irgendeinem Klub in der Premier League brennt ja immer der Baum. War es in den vergangenen Tagen eher der FC Portsmouth, sucht derzeit West Ham United händeringend nach einem neuen Investor. Einer fällt schon mal weg: Tony Fernandes, Unternehmer aus Malaysia, konnte sich nicht mit West Ham einigen. Und Fernandes hat das mal eben schnell via Twitter mitgeteilt. Jetzt dürfte der Weg frei sein für David Sullivan und David Gold. Entscheidung vielleicht schon heute. Je eher desto besser, denn West Ham braucht frisches Geld für Aktionen auf dem Transfermarkt.

Im Brennpunkt steht dieser Tage auch Manchester United. Ein mit Schulden überfüllter Klub, Fan-Aufstand gegen die Glazers mit der Aufforderung an Ferguson zurückzutreten, Gedanken über den Verkauf des Trainingsgeländes. Die Glazers brauchen dringend neues Geld und wollen ihre Schulden verschenken. Wenn das so einfach wäre. Momentan hat das vor allem noch eine wirtschaftliche Komponente, über die sportlichen Auswirkungen wird man wohl erst nächste Saison richtig diskutieren können. Mehr im Artikel von Raphael Honigstein zur Tickenden Bombe Man Utd.

Medien-Sport-Politik, 29.10.2009

Da ich am Wochenende außer Haus bin und eher wenig vor dem TV und Computer hänge, hier mal eine komprimierte Übersicht zu den Themen des Wochenendes, allen voran Premier League und ein wenig Politik.

Wer es noch nicht mitbekommen hat, dem sei das Interview von Frank Buschmann mit André Voigt vom Five Basketball-Magazin empfohlen. Mit Buschmann sprach er über seinen emotionalen Stil Basketballspiele zu kommentieren und blickt zurück auf die NBA-Übertragungen der 90er Jahre. Überhaupt nimmt das Thema TV im Basketball einen breiten Raum ein. Absoluter Hörtipp. Gerade, wer ein wenig in Erinnerungen über die frühen NBA-Übertragungen schwärmen möchte.

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Neues Deutschland titelt heute die ZEIT, die ich ansonsten ja über wirklich alles schätze. Aber so eine Titelzeile und dazu die Konterfeis von Rösler, Guttenberg und Norbert Röttgen. Das neue Deutschland sieht also so aus. Kann man nicht noch dicker auftragen? Vielleicht können wir über eine solche Schlagzeile mal nachdenken, wenn wir Schulden abgebaut haben oder ein nachhaltig finanziertes Gesundheitssystem. Aber nicht, wenn Rösler und Röttgen im Kabinett sind. Das ist zwar neu, das steht fest. Aber Deutschland ist dadurch ganz sicherlich nicht neu. Aber vielleicht wird in fünf Jahren rückblickend die Schlagzeile doch richtig sein. Hoffen wir es mal.

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Der Guardian hat heute eine interaktive Seite zu den Olympischen Spielen 2012 in London gestartet. Vor allem die Bauabschnitte sollen bildlich festgehalten werden.

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Zudem gibt es neue Hörerzahlen aus der Radiolandschaft in Großbritannien. Größter Sieger diesmal das Dokumentationsradio der BBC, BBC Radio 4. Da sind dann wohl mehrere auf die exzellenten Reportagen aufmerksam geworden. Auch der neue Internetauftritt dürfte sich positiv ausgewirkt haben.

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Tony Blair ist jetzt auch mal wieder in den Schlagzeilen. Der könne doch nicht die Europäische Union als ständiger Ratspräsident führen, war die einhellige Meinung auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Der habe sich ja kaum Verdienste auf europäischer Ebene führen. Mag richtig sein, was aber viele vergessen, dass Blair mit einem sehr ambitionierten Programm in der Europapolitik 1997 nach seinem Wahlsieg an den Start ging. Dass dann in 10 Jahren eher wenig dabei rumkam, lag aber in erster Linie an den skeptischen Menschen auf der Insel, was eigentlich nahezu alle Fragen europäischer Politik anbetrifft, sei es der Beitritt zur Euro-Zone oder die Ablehnung beziehungsweise das Chaos um eine Referendum für die EU-Verfassung. Und im Prinzip hat Blair nur auf nationale Interessen Rücksicht genommen um wiedergewählt zu werden. Das machen doch alle in der EU.

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In der Premier League ist vor dem 11. Spieltag einiges los. Vor allem bei Hull City und Trainer Phil Brown. Es kursierten Gerüchte, wonach Brown bereits vom Verein entlassen wurde. Das hatten mehrere Tageszeitungen berichtet. Prompt kam vom Verein das Dementi. Er genieße weiterhin das Vertrauen, stattdessen hat sich der Chairman des Vereins, Paul Duffen, verabschiedet. Die sportlichen Ergebnisse seien nicht gut genug gewesen und deswegen müsse er gehen, nicht Trainer Brown. Das ist eine gewagte These und Behauptung. Denn für den sportlichen Bereich hat ganz klar Phil Brown die Verantwortung. Der Trainer der Tigers rechne damit, dass er auch weiterhin Trainer bleibe und seine Spieler komplett hinter ihm stehen. Für Hull geht es am Samstagnachmittag zum FC Burnley. Und dann wollen wir mal schauen, was passiert, sollte Hull auch hier wieder nicht gewinnen können.

Marlon King von Wigan Athletic ist heute zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er in einer Disko einer 20-jährigen die Nase gebrochen und sie beleidigt hat. Prompt kam die Stellungnahme vom Verein. King wird von Wigan Athletic entlassen: “Er ist selbstverständlich rausgeworfen worden. Wir akzeptieren keine Spieler, die für 18 Monate ins Gefängnis kommen. Soweit wir das beurteilen können, ist seine Zeit beim Fußballklub Wigan Athletic abgelaufen.”

Und dann ist wieder Derby-Time am Wochenende – und fast mehr Derby geht nicht. Arsenal empfängt am Samstagmittag um 13:45 Uhr die Tottenham Hotspur zum Derby im Norden Londons. Und es ist ein echtes Spitzenspiel, dritter gegen vierter. Mit einem Sieg kann sich Arsenal endgültig in der Spitzengruppe festsetzen. Nachdem man am Mittwoch Liverpool mit einer Jugendgruppe besiegt hat, spielen am Samstag wieder die etablierten, etwas älteren Männer. Man Utd hat ein leichtes Heimspiel gegen Blackburn, Chelsea reist nach Bolton. Liverpool muss zu Fulham und darf dann mal zeigen, ob sie auch wieder gegen die kleinen Teams gewinnen können.

Ach ja, Düsseldorf gefällt mir immer besser. Mehr dazu in der nächsten Woche. In diesem Sinne einen schönen Gruß aus Düsseldorf.

Medien-Sport-Politik, 20.10.2009

Wer es noch nicht entdeckt hat. Beim Guardian gibt es seit ein paar Tagen die sehr interessante Sonderseite 2000 to 2009: Reviews of the decade mit vielen lesenswerten Berichten und Eindrücken verschiedenen Ressorts. Da gibt es vieles, was sich als Lektüre anbietet. Besonders empfehlen kann ich die Schilderung von Alan Rusbridger: Democracy in the decade of Google.

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Noch einmal der Guardian, diesmal eher aus sportpolitscher Sicht. Journalisten der Zeitung sind nämlich vom englischen Viertligisten Drittligisten Leeds United rausgeschmissen worden und dürfen nicht mehr zu Spielen, Trainingssessions und Pressekonferenzen. Das schildert David Conn im Inside Sport Blog des Guardian. Anstoß des Rauswurfs war ein sehr kritischer und investigativer Artikel von Conn über die Besitzverhältnisse von Leeds United, mit denen sich der Verein nicht einverstanden zeigte. Konkret geht es darum, dass der Chairman Ken Bates den Verein zwar zusammen mit einer Holding besitze, dies auch einmal ausdrücklich so mitteilte, diese Schilderung dann aber wieder zurücknahm. Seitdem ist völlig unklar, wer zu welchem Anteil Leeds United besitzt. Vom Verein selbst habe ich keine Erklärung gefunden.

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Es ist ja bekannt, dass ich die BBC verehre. Und mal wieder ein weiterer Beweis dafür: Die Aktion Children in Need von der BBC. Das ist ja schon mal aller Ehren wert dieses Engagement. Aber dann noch nebenbei für diese Benefizaktion ein Konzert organisieren, unter anderem mit Muse, Snow Patrol, Take That, Mika und Lily Allen, macht mich schon wieder neidisch, dass das ARD und ZDF nicht in ähnlicher Weise mal hinkriegen. Aber das ist dann ja nicht Volksmusik oder mit der Beteiligung von Jörg Pilawa. Zum Heulen.

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Heute in genau einer Woche startet die neue Saison in der NBA, unter anderem mit der Spitzenpartie zwischen Boston und Cleveland, zudem empfängt Dallas die Washington Wizards. Früher habe ich mich seit Anfang Oktober darauf gefreut, mir Basketballhefte gekauft und die Homepages der Vereine besucht. Mich einfach riesig darauf gefreut, dass es wieder losgeht. Sonntagabend Basketball und bei guten Spielen gerne auch einmal in der Nacht aufgestanden. Seit zwei Jahren ist diese Begeisterung verflogen, weil die NBA nicht mehr im deutschen TV läuft. Es ist doch fast schon ein Armutszeugnis, dass wir einen der besten Basketballspieler der Welt in der NBA aus Deutschland haben und wir hier im TV nichts sehen, stattdessen die NBA in Dänemark, Belgien und Polen zu sehen ist. Manchmal würde ich am liebsten auswandern. Gerade Dallas mit einem wieder erstarkten Jason Terry, mit Nowitzki und Neuzugang Shawn Marion halte ich zumindest für deutlich stärker als letzte Saison. Aber was sehen wir deutschen Basketballfans mal wieder davon – nichts. Und liebe ARD und ZDF, Ergebnisse braucht ihr im Morgenmagazin auch nicht durchgeben. Zeigt lieber Basketball.

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Heute Abend Olympique Lyon, Sonntag Manchester United. Dazu schon sieben Punkte Rückstand auf eben Manchester United, den derzeitigen Tabellenführer in der Premier League. Könnten am Sonntag 10 Zähler werden. Schwere Zeiten für Trainer Rafael Benitez und den FC Liverpool. Da ist es für den Spanier nur erfreulich, dass immer noch über den Strandball diskutiert wird – und nur am Rande über die fast schon dramatische sportliche Situation bei Liverpool. Im schlimmsten Fall könnte man vielleicht schon die Meisterschaftsträume begraben und muss um das Weiterkommen in der Champions League bangen. Zumindest für diese eine Sache war der Beach Ball dann doch gut.

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Wort des Tages: Schattenhaushalt. Und sagen wir es mal so: Sollten CDU und FDP Steuergeschenke über neue Schulden finanzieren, hat diese Koalition bei mir schon jeden Kredit verloren. Hoffentlich verläuft sich Westerwelle dann irgendwo auf seiner Auslandsreise.

Zitat des Tages: “Ullrich wäre jetzt gut beraten, seine Anzeige zurückzuziehen. Es weiß ja nun jeder, was wirklich passiert ist”, sagt der Anwalt von Werner Franke, unser deutscher Anti-Doping Ermittler. Interessanter Artikel dazu im Tagesspiegel.