Beitrags-Archiv für die Kategory 'Medien-Sport-Politik'

Medien-Sport-Politik, 18.08.2009

Dienstag, 18. August 2009 9:18

Bevor ich für einen Tag und eine Nacht nach Düsseldorf aufbreche um den Wohnungsmarkt anzuschauen und Papierkram an der Uni zu erledigen, noch ein paar Informationen, die nicht unerwähnt bleiben sollen.

Auch an dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf die wieder sehr interessante und bisher gut aufbereitete Themenwoche von Sky News. Aufghanistan: The Future. Es gibt tagsüber immer wieder Hintergründe, Dokumentationen und Schalten zu dem exzellenten Jeremy Thompson, der live in Kabul diese Woche ist. Zu empfehlen auch die Eindrücke von Nick Ludlam aus der Forward Operating Base Jaker. Alle weiteren Informationen gibt es hier. Am Donnerstag finden in Afghanistan Präsidentschaftswahlen statt.

Einen guten Artikel über die Rolle des derzeitigen Präsidenten Hamid Karzai in der aktuellen Ausgabe des Economist.

Die Zahl der toten Soldaten aus Großbritannien hat am Wochenende erstmals die 200 überschritten. Und so ganz allmählich bekommt auch die Insel eine politische Diskussion über den Krieg in Afghanistan, die Sicherheit der Soldaten und den Sinn des Kampfeinsatzes. Premier Gordon Brown hatte am Sonntag in einem Interview gesagt, dass die Arbeit und das Engagement der Soldaten am Hindukusch Großbritannien sicherer mache und dies immer wieder mit der Gefahr des islamistischen Terrorismus begründet, der sich am deutlichsten bei den Anschlägen von London im Sommer 2005 gezeigt habe. Der Guardian hat Zahlen und Hintergründe zu der Anzahl der toten Soldaten von der Insel. Besonders auffällig: Die steigende Zahl toter Soldaten in Afghanistan. Da ist in Großbritannien die politische Diskussion erst am Anfang.

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Kein Tag vergeht, wo die BBC nicht im Blickpunkt der Medien-Seiten der englischen Tageszeitungen steht. Zu groß, zu teuer, zu viel Meinungsmacht. Da ist die Kritik, die ein ehemaliger Mitarbeiter an BBC Radio 2 äußert, ja fast schon milde. Auch für die deutschen Radiosender vielleicht ganz interessant zu lesen.

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Angela Merkel war gestern Abend in Bremen zu einer Wahlkampfrede auf dem Marktplatz. Spontan habe ich mich doch noch entschlossen ihr zuzuhören. Die Rede fand ich höchstens durchschnittlich, ich hätte mir gerne mehr konkrete inhaltliche Forderungen gewünscht. So blieb der große Teil ihrer Rede meist sehr vage. Man müsse alles tun um zu verhindern, dass diese Wirtschafts- und Finanzkrise nicht wieder passiere. Doch wie die Politik das erreichen kann, sagte Merkel nicht. Der Weser-Kurier fasst die wichtigsten Aussagen zusammen. Und da ist schon das Optimum rausgeholt worden. Schade, Chance verpasst. Wenn man Merkels Rede dagegen mit der des CDU-Landesvorsitzenden Röwekamp vergleicht, war Merkel brilliant. Einer der ersten Sätze von Röwekamp: “Bremen ist Merkel-Land”. Da hat der halbe Marktplatz gelacht. Wichtigtuer. Mehr nicht.

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Nichts Neues übrigens in Sachen Primera Division und Serie A bei Sky. Man teilte mir auf meine Anfrage nur mit, dass man weiter verhandele und bei erfolgreichem Abschluss eine Pressemitteilung herausgebe. Ich lehne mich einmal ein bisschen aus dem Fenster, was reine Spekulation ist: Primera Division sehen wir ab dieser Saison mit drei Spielen pro Woche. Serie A nicht, wahrscheinlich erst nächste Saison, wenn die Kasse eventuell ein wenig voller ist. Ist aber mein derzeitiger Tipp. Und dass verhandelt wird, sagt Sky. Wie es wirklich hinter den Kulissen aussieht, weiß wohl nur Carsten Schmidt.

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Dafür läuft die Premier League dankenswerter Weise wieder auf sehr gutem Niveau bei Sky. Fünf Spiele am ersten Wochenende, am kommenden Wochenende sind es wegen des Spielplans nur vier, aber damit kann ich gut leben. Der 2. Spieltag der Premier League Saison 2009/2010 steht heute und am Mittwoch auf dem Programm. Sky zeigt heute Abend ab 20:40 Uhr Sunderland gegen Chelsea mit Markus Gaupp und morgen Abend ebenfalls ab 20:40 Uhr Burnley gegen Manchester United. Die Heimpremiere der Clarets im Turf Moor kommentiert Marcel Meinert. Für den FC Chelsea keine leichte Aufgabe heute Abend in Sunderland. Die Black Cats sind gut in die Saison gestartet, gegen Bolton wirkte insbesondere das Zusammenspiel im Mittelfeld und das Verständnis mit den beiden Stürmern schon recht gut für den Beginn einer Saison. Bei Chelsea wirkte gegen Hull City noch vieles ungenau, wenig eingespielt und häufig durch Zufall produziert. Manchester United möchte in Burnley den zweiten Saisonsieg, Burnley den ersten Punktgewinn.

Wigan will den tollen Saisonstart mit dem Auswärtssieg bei Aston Villa jetzt mit einem Heimsieg gegen die Wolverhampton Wanderers krönen und erstmals Tabellenführer für eine Nacht werden. Für die Wolves würde das die zweite Auftaktniederlage bedeuten. Liverpool will den fürchterlichen Saisonstart mit einem Heimsieg gegen Stoke City vergessen machen. Letzte Saison gab es an gleicher Stelle nur ein 0:0. Um den ersten Saisonsieg kämpfen Birmingham und Portsmouth im St. Andrews Park. Und Hull City will den Höhenflug der Tottenham Hotspur stoppen.

Und dann ist da heute Abend ja noch der Battle of Britain, Celtic-Arsenal. In diesem Sinne Cheers und bis die Tage.

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Medien-Sport-Politik, 10.08.2009

Montag, 10. August 2009 16:48

Zurück von einer kurzen Auszeit, da ich seit Donnerstagabend Besuch aus Baden-Württemberg in Bremen hatte und meinen Gästen fünf Tage lang das schöne Bremen und die Landschaft an der Nordsee zeigen konnte. Und wenn man dann feststellt, dass sich Touristen für so ganz banale Dinge wie die Bremer Stadtmusikanten interessieren, weiß man, dass man das ganz Spezielle in Bremen als Einwohner gar nicht mehr wahrnimmt. Aber es war sehr schön – und der Besuch hat sich sehr positiv über Bremen, die Stadt und das hanseatische Flair geäußert. Wenn man aber Besuch über vier Tage in der Stadt hat, kommt man selten zu etwas anderem als den Besuch zu betreuen. Sprich, ich habe wenig Fußball gesehen am Wochenende, was ich aber auch gar nicht schlimm fand. Den Auftakt am Freitag musste ich natürlich sehen, das konnte ich den VfB-Fans nicht verweigern. Ich hatte mich bereit erklärt, auf das Spiel von Werder zu verzichten und stattdessen lieber an die Nordsee zu fahren – was im Nachhinein die beste Entscheidung war.

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Apropos Fußball: Nur noch wenige Tage bis zum Start der Premier League. Am Samstag ist es dann endlich soweit. Seit heute hat der Guardian auch wieder seine große Vorschau online gestellt. Das ganze gibt es auch in der heutigen Ausgabe in Papierform, auf dem Bremer Hbf war die Beilage aber nicht im Guardian zu finden. Trotzdem einmal nachschauen. Und ansonsten kann man alles auch mal an einem Abend schön am PC durchlesen. Insbesondere die Artikel von Amy Lawrence und Kevin McCarra sind sehr lesenswert.

Mit der Saisonvorschau geht es auch an dieser Stelle weiter. Heute im Laufe des Montags noch mit Manchester City. Von Dienstag bis Donnerstag steht dann das internationale Geschäft, das Mittelfeld und die Abstiegskandidaten im Fokus, bevor ich Freitag wieder eine Übersicht über die Medienberichterstattung zur Premier League erstelle.

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Manchmal verstehe ich Journalisten nicht. Wieso regen sich jetzt eigentlich alle über die neuen Anstoßzeiten der Bundesliga auf? Gibt es keine wichtigeren Themen mehr. Und bei der Argumentation bekomme ich sowieso das Grauen, zum Beispiel…

Christoph Biermann bei SPIEGEL Online

“Vielleicht gibt es deshalb im Kleingedruckten der Verträge mit den Anbietern Sky und Liga Total bislang überlesene Hinweise auf die Gefahren von übermäßigem Genuss von Fernsehfußball. Dort könnte es etwa heißen: “Das Anschauen von zu vielen Fußballspielen kann zu Störungen des Familienfriedens, sozialer Vereinsamung und körperlichen Schäden durch mangelnde Bewegung führen.”

Steffen Dobbert bei ZEIT online

“Dann werden sich alle zum Fußball verabreden, erst freitags, dann zweimal samstags, dann zweimal sonntags. Wenn die Männer das ganze Wochenende Fußball gucken, was sagen dann ihre Frauen? Sie werden sich zu ihren Männern vor den Fernseher setzen, in der Halbzeitpause werden Handtaschen und Prosecco beworben. Ganze Familien werden sich erst auf Gladbach gegen Hannover und dann besonders auf Nürnberg gegen Freiburg freuen. Zum Glück überträgt Sky jetzt diese Spiele hintereinander.”

Oskar Beck bei WELT online

“Am Montag schleppen wir Fußballfans uns scharenweise in die Notaufnahmen der Hospitäler, mit Bindehautentzündungen und Augapfeltrübungen bis hin zur Nackenverspannung mit Beckenschiefstand – soviel zu den Risiken und Nebenwirkungen dieses Dauerfernsehens, das uns der Fußball neuerdings serviert.”

Unsere Journalisten machen sich also alle Gedanken um unser Familienleben. Schon einmal darüber nachgedacht, dass man alles gar nicht gucken muss, was im TV läuft. Vielleicht gibt es in Familien auch Kompromisse? Ein Wochenende Fußball, das andere dann Familienausflug…aber hauptsache mal wieder auf irgendetwas sinnlos eindreschen und so tun, als würde die Welt untergehen, weil die Bundesliga fünf Anstoßzeiten hat. Dass die Mehreinnahmen der Liga durch den neuen TV-Vertrag uns allen – auch den Fans – mehr als positiv zu Gute kommen, wurde in den letzten Tagen nicht mit einer Silbe erwähnt. Aber hauptsache, man macht sich Gedanken um Bindehautentzündungen. Verrückt.

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Medien-Sport-Politik, 01.08.2009

Samstag, 1. August 2009 12:42

Max von Abenteuer Fussball war gestern beim ersten Pflichtspiel von RasenBallsport Leipzig, finanziell unterstützt und für die Zukunft das große Spielzeug von Red Bull, gegen Blau-Weiß Leipzig.

“Die Stimmung auf den Rängen war etwa so, wie von mir erwartet. Nach dem ersten Treffer gab es artigen, aber verhaltenen Applaus der insgesamt 2.321 Zuschauer. Doch nur etwa eine Viertelstunde dauerte es, bis die ersten RB-Anti-Rufe kamen. Zunächst nur von einer Gruppe von zehn Leuten, doch schon bald kamen weitere Schreihälse aus den Löchern gekrochen.”

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Enno hat sein Blog Welt-Hertha-Linke eingestellt und bloggt und ist jetzt Teil eines Trios, die seit ein paar Stunden das Hertha BSC Blog ins Leben gerufen haben.

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Der Guardian gedenkt an den gestern verstorbenen Sir Bobby Robson.

“It was Robson’s enduring presence in the game, whether abroad as a club manager in Holland, Portugal and Spain or back in this country at Newcastle, or simply as a spectator at St James’ Park, that reminded people of the essentially English footballing values which he represented in an age of strong foreign influences on and off the field.”

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Der Weser-Kurier hat jetzt endlich seinen neuen Internetauftritt. Optisch sieht das ganze schon mal sehr viel besser aus als im Vergleich zum alten Design. Wobei das auch nicht sehr schwer war. Jetzt gibt es endlich auch eine klare, übersichtliche Themenaufteilung nach Ressorts, die ganz oben auf der Homepage zu finden ist. Was für mich vor allem noch einen großen Verbesserungsbedarf darstellt, ist die Auswahl der Themen auf der Hauptseite. Mir kommt es im Moment so vor, als würden da einfach nur die Artikel reingeklatscht ohne groß zumindest eine gewisse Themenstruktur erkennen zu lassen. Nach einem Bericht über Werder folgt Mallorca, dann der DFB-Pokal, weiter unten mischen sich dann Politik und Wirtschaft ab. Auch auf der Hauptseite sollte zumindest nach Themenblöcken gegliedert sein. Das macht die schnelle und vollständige Suche sehr viel einfacher, finde ich. Und weiteres Manko: Ich sehe immer noch keinen RSS-Feed. Keine Ahnung warum man sich damit so schwer tut. Positiv zumindest von der Idee: Der Chefredakteur hat sein eigenes Blog und man möchte regelmäßig twittern. Scheinbar hat sich bis jetzt aber keiner bereit erklärt das auch am Wochenende zu übernehmen.

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Morgen startet dann Werder Bremen in die Pflichtspielsaison 2009/2010. Man ist in der ersten Runde des DFB-Pokal zu Gast beim Zweitligisten Union Berlin. Ich blogge die Partie an dieser Stelle live ab 14:00 mit. Freue mich auf den ein oder anderen Leser. Alle Termine für die Live-Blogs gibt es oben in der Kategorie “Live-Blog”.

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Ich habe nächste Woche meine letzten Urlaubstage. Bisher konnte ich mich in den 10 Urlaubstagen überhaupt nicht über das Wetter beschweren. Da hatten wir schon viel schlimmere Juli-Monate. Und nächste Woche soll es nach derzeitigem Stand noch einmal hochsommerlich werden. Ich habe mal wieder festgestellt: Wenn man im Urlaub nicht wegfährt, hat man in den ersten Tagen doch sehr viel mehr zu tun, als man eigentlich gedacht hat. Wohnung mal wieder aufräumen und ausmisten und tausend andere kleine Dinge, die man sonst eher vernachlässigt oder für die man keine Zeit hat, und sei es nur Fenster putzen, Fahrrad zur Inspektion bringen oder den Keller aufräumen. Von daher war es gar nicht so schlecht, dass ich nicht weggefahren bin. Wobei ich da wahrscheinlich anders darüber denken würde, wenn es die ganze Zeit geregnet hätte. Ich bin jetzt aber mittlerweile in der zweiten Urlaubsphase angelangt, der sehr viel schöneren, wo man einfach mal so in den Tag hineinlebt und sich auch nicht schlecht fühlen muss, wenn man samstags erst um halb zehn aufsteht, eine Stunde frühstückt und dann sich erstmal in den Garten zum Sonnen legt und dabei seine Lieblings-Playlisten durchhört. Kann man eben alles mal genießen, weil man gewöhnlicherweise dazu an einem Samstag nicht immer die Zeit hat. So, nachdem ich jetzt diesen kurzen Beitrag geschrieben habe, geht es wieder in die Gartenliege.

Einen sommerlichen Samstag euch allen!

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Medien-Sport-Politik, 27.07.2009

Montag, 27. Juli 2009 9:57

Für die Freunde des Football-Weekly-Podcast: Der Guardian wird wieder zwei Podcasts pro Woche produzieren. Die erste Ausgabe der neuen Saison gibt es am Donnerstag, 06. August 2009. James Richardson wird wieder moderieren, Gäste bis jetzt sind Barry Glendenning und Sean Ingle plus ein weiterer Gast, der noch bekannt gegeben wird. Quelle: Sean Ingle via Twitter

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Exzellente Story in der Montagsausgabe des Guardian. Ein Interview mit Richard Desmond, Besitzer der Northern&Shell Media Group, die unter anderem den Daily Express und den Daily Star herausgibt. Schwerpunkt des Interviews. Wie bekommt man die Rolle des Besitzers und Herausgebers unter einen Hut? “How much editorial control do newspaper proprietors really excert?”

“Desmond’s editorial intervention is also unique because it is not done at arm’s length. He is a regular visitor to the newsroom and can be heard commenting on the content and the blurbs. Reporters and subeditors know what he likes and dislikes because they have overheard him. It came as no surprise to them when the Sunday Express editor in Desmond’s early days, Michael Pilgrim, complained that he had been obliged to spike stories about Desmond’s commercial allies and publish critical pieces about rivals he did not like.”

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Daniel Taylor im Sport-Blog des Guardian über die Rolle von Mark Hughes im Transferpoker von Manchester City um Chelsea-Kapitän John Terry. Mehr zur Premier League in einem gesonderten Eintrag heute Abend.

“Mark Hughes, for one, would be entitled to wonder whether he has been led up the garden path given some of the information he has received since he was first told that Terry apparently wanted, at the very least, to speak to City’s billionaire owners.”

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Nichts Neues beim Internet-Auftritt des Weser-Kuriers. Weiterhin hat sich nichts verändert, obwohl man seit Monaten einen Relaunch ankündigt. Jetzt soll es wohl Anfang August passieren. Selten ein solches Vorgehen gesehen. Einen Relaunch macht man still und heimlich und kündigt ihn vielleicht eine Woche vorher an, wenn man das genaue Datum weiß. Der Weser Kurier schiebt jetzt die Spannungskurve seit Jahresbeginn vor sich her. Und man hätte zur Überbrückung immerhin einen vernünftigen RSS-Feed einrichten können. Ach ja, ganz wichtig. Der Weser-Kurier macht darauf aufmerksam, dass man nach dem Relaunch auch Artikel kommentieren kann. Ich werde verrückt.

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Interessanter Kommentar im Tagesspiegel über die Ausgangsbedingungen der SPD zwei Monate vor der Bundestagswahl. Mehr Dienst wagen. Alleine für die Überschrift zwei Karmapunkte in die Hauptstadt.

Nochmal zum Dienstwagen von Ulla Schmidt. Ich habe gestern Abend eine Mail bekommen, in der sich beschwert wurde, warum ich jetzt so auf Ulla Schmidt herumhacken würde. Ich habe das gar nicht so wahrgenommen. Ich habe mich nur ein bisschen darüber lustig gemacht, dass ihr Fehlverhalten durch so einen Zufall aufgedeckt wird. Und ich möge doch bitte nicht so auf Ulla Schmidt eindreschen. Die Methode seinen Dienstwagen mitzunehmen sei üblich und machen viele Politiker.

Das mag ja sein. Nur ist dieser Fall jetzt ans Licht der Öffentlichkeit gekommen. Ich hätte nichts dagegen, wenn man auf Basis der Ereignisse rund um Ulla Schmidt eine gesetzliche Regelung findet, die besagt, dass Dienstwagen nicht mit in den Urlaub genommen werden dürfen und sich vor Ort um einen Wagen gekümmert werden müsse. Und wohl gemerkt: Ich habe das Verhalten von Ulla Schmidt, gerade was die Kommunikation ihres Ministeriums mit der Presse, kritisiert, wo man wieder die Salami-Taktik angewendet wird und scheibchenweise neue Details ans Licht kommen. Personelle Konsequenzen finde ich abwegig, trotzdem muss diese Debatte geführt werden, weil ein solches Verhalten von Politikern nicht akzeptabel ist.

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Medien-Sport-Politik, 20.07.2009

Montag, 20. Juli 2009 17:56

Das ZDF startet am morgigen Dienstagabend um 22:45 Uhr die Sendung “Illner Intensiv“, bei der in fünf Folgen die im Bundestag vertretenen Parteien auf Herz und Nieren geprüft werden und den Zuschauern eine Entscheidungshilfe für die kommende Bundestagswahl gegeben werden. Prinzipiell finde ich das Konzept und die Idee der Sendung gar nicht mal so schlecht beziehungsweise begrüße sie sogar, weil man scheinbar versuchen möchte, politische Programmatik und Sachverhalte zu erklären und die Vorstellungen der Parteien zu präsentierten. Zwei Kritikpunkte vorweg: Wieso läuft so eine Sendung erst um 22:45 Uhr und welcher Stratege hat sich diesen Namen für die Sendung ausgedacht? Illner Intensiv um 22:45 also morgen in ihrem Zweiten Deutschen Fernsehen.

Durch Zufall am Wochenende entdeckt: MSNBC hat eine mehrteilige Doku “Inside The Obama White House gedreht, die auch online verfügbar ist. Das ganze ist in sechs Bereiche aufgeteilt: Inside the real West Wing, Setting the nation’s agenda, anatomy of a talking point, und out to lunch with Obama, um nur ein paar Titel zu nennen. Ich habe mangels Zeit die Doku noch nicht gesehen, kann also wenig zum Inhalt sagen. Klingt aber interessant.

Ich hatte hier schon mal kurz erwähnt, dass es in Zukunft einen Podcast einiger Fußball-Blogger geben wird. Mittlerweile hat es bereits einen Testlauf gegeben, der mir ganz gut gefallen hat. Klar fehlt an einigen Ecken und Enden noch die Eingespieltheit, aber inhatlich fand ich den Auftakt vielversprechend. Rechtzeitig zum Bundeslig-Start soll es den ersten Podcast für die Öffentlichkeit geben.

Vom 15.-23. August 2009 findet bekanntlich die Leichtathletik-WM in Berlin statt. Am Wochenende wurde bekannt gegeben, dass a-ha mit “Foot of The Mountain” den offiziellen Song zu WM singen werden, inklusive eines Live-Auftritts am 14. August bei der Eröffnungsfeier. Wer als einzige Band in den aktuellen Album-Charts in den Top 10 neben Michael Jackson ist, hat es verdient.

Coldplay machen mittlerweile nicht nur gute Musik, sondern auch exzellente Musikvideos. Nach Life in Technicolor II, welches ich schon großartig fand, nun die Fortsetzung bei Strawberry Swing. Video ist bis jetzt nur online bei Babelgum zu sehen.

Ich will mich im Moment eigentlich gar nicht so lange mit der deutschen Innenpolitik aufhalten. Das Theater in Kiel zwischen SPD und CDU ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. Und dann wundern sich Vertreter der beiden großen Volksparteien regelmäßig, dass immer weniger Leute sie wählen und auch an den politischen Rändern neue Parteien entstehen. Es geht mir gar nich so darum, wer letztendlich schuld ist. Als Bürger kann ich erwarten, dass Politiker, die eine Koalition führen das vernünftig und so gut es geht für mein Bundesland führen – und nicht Monate vorher aufhören, weil sie keine Lust mehr haben oder sehen, dass es taktisch klug sei, jetzt Neuwahlen anzusetzen. Und wie jetzt schon wieder mit dem Grundgesetz umgegangen wird, ist einfach nur traurig. Interessant fand ich die gestrige Medienberichterstattung zum Krach in der Kieler Koalition. Nach den Vorabberichten des SPIEGEL vom Wochenende wurde bekannt, dass Ministerpräsident Carstensen (bewusst) falsche Informationen über die Krise bei der HSH-Nordbank weitergegeben hat und auch nicht richtig lag mit seiner Außerung, dass die SPD darüber informiert wurde. ARD und ZDF sprachen dann in ihren Nachrichten davon, Carstensen hätte falsche Angaben gemacht. Liebe Medien, ihr seid doch sonst nicht so zimperlich. Lügen wäre der vielleicht passendere Ausdruck gewesen.

Apropos Tagesschau von Sonntagabend. Ist die ARD jetzt niveaumäßig auch schon so tief gesunken, dass im Nachrichten-Flagschiff des Ersten Meldungen wie der Erdrutsch in Sachen-Anhalt oder die Amokfahrt in Menden an erste Stelle gerückt werden. Natürlich ist das auch wichtig und muss in diese Sendung. Aber von der ARD erwarte ich, dass das gegen Ende kommt und zunächst der Innen- und Außenpolitik der Vorrang gegeben wird. Sonst kann ich auch gleich bei Sat.1 oder RTL 2 vorbeischauen.

So, genug gemeckert. War nicht so ein toller Tag heute. Viel zu erledigen, wenig erreicht, weil von anderen abhängig, die mit ihrer Arbeit nicht nachkommen.

Lesetipp für heute: Der San Franciso Chronicle berichtet darüber, wie großartig und nützlich Twitter sein kann, wenn man es richtig nutzt. Lest selbst. Guten Appetit.

Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Medien-Sport-Politik, 14.07.2009

Dienstag, 14. Juli 2009 16:26

Damit hier nicht nur immer die ellenlangen Berichte zu lesen sind, gibt es ab heute eine neue Kategorie in diesem Blog, die sich schlicht Medien-Sport-Politik nennt und die ich möglichst regelmäßig veröffentlichen möchte. In dieser wird es stets einen kleinen Überblick über das geben, was ich am Tage aus den drei Themenbereichen so aufschnappe und welche Gedanken ich mir darüber mache. Das könnten Lesetipps, aber auch Verweise auf Videos und Audiomaterial sowie aktuelle Nachrichten sein. Wenn man es anders ausdrücken will. Solche Themen, die man nicht ganz in 140 Zeichen, also Twitter-Länge, packen kann, für die es sich aber auch nicht lohnt einen eigenen, neuen Beitrag zu schreiben.

Mittlerweile ist Barack Obama fast ein halbes Jahr im Amt. Über die politische Bilanz seiner Außenpolitik schreibe ich hier die nächsten Tage noch etwas. Einmal mehr bin ich immer wieder davon beeindruckt, wie seine Präsidentschaft und die Person Obama auch medial dargestellt wird. Wenn auch schon eine Woche alt, der Verweis auf eine exzellente Bilderserie beim Boston Globe über die ersten 167 Tage von Obama im Amt. Auch zum empfehlen: Der offizielle flickr-Stream des Weißen Hauses mit sehr sympathischen und authentischen Aufnahmen aus dem alltäglichen Leben eines US-Präsidenten.

Gestern das erste Mal gelesen. Ein ganz neues Blog mit Geschichten aus dem Alltag eines Bahnfahrers. Im Zug unterwegs – Geschichten vom Bahnfahren.

Nachdem letzte Woche in Großbritannien aktuelle Verkaufszahlen von Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht wurden, hat heute die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern nachgelegt und Zahlen für Deutschland präsentiert. Alles fein säuberlich aufgeschrieben bei DWDL. Größter Verlierer bei den Zeitschriften ist die TV-Digital, die innerhalb eines Jahres 35 Prozent an verkaufter Auflage verliert. Ich tippe mal darauf, dass das Ende des kostenlosen Abos für viele PREMIERE-Abonnenten dort die Hauptrolle gespielt hat. Ansonsten starke Verluste für Focus und Stern, stabil bliebt der SPIEGEL bei über einer Million. Bei den überregionalen Wochenzeitungen verliert besonders die SZ, Welt Kompakt und das Handelsblatt. Bei der Welt würden mich mal die Verkaufszahlen für den Großraum Bremen interessieren. Großer Gewinner unter den Print-Zeitungen bleibt weiterhin die ZEIT.

Heute wurden auch aktuelle Zahlen zur Radionutzung in Deutschland veröffentlicht. Überblick bei Quotenmeter. Wenn man sich die Zahlen für Bremen anguckt, konnten beide Hauptprogramme von Radio Bremen, Bremen Eins und Bremen Vier, an Hörern gewinnen. Einer davon scheine ich zu sein. Habe in letzter Zeit häufiger Bremen Vier gehört. Sagen wir mal so: Im Vergleich von vor zwei Jahren hat es sich wirklich gebessert. Aber Mitte und Ende der 90er war dieser Sender teilweise pures Gold. Schade, dass sich so umfassend dem Mainstream angepasst wurde, wenngleich Bremen Vier gerade an den Themenabenden auch mal Musik spielt, die man sonst selten in Deutschland hört. Und es ist mir bis heute ein Rätsel, wie fast 500.000 Menschen Hit Radio Antenne hören können. Wenn hier ein Hörer mitliest, erkläre mir das einer bitte!

Am Freitag sendet das ZDF die heute-Nachrichten um 19:00 Uhr erstmals aus seinem neuen, hochmodernen Nachrichtenstudio. 30 Millionen hat der Bau gekostet. Ich habe – wie die meisten sicher schon, die Vorab-Videos des neuen Studios gesehen. Ich glaube, es ist noch zu früh, dass ich hier eine fundierte Meinung mitteilen kann. Das ZDF muss sich an seinen selbst gesteckten Zielen messen. Nachrichten verständlicher einordnen und besser erklären. Ob es dafür aber ein neues Studio braucht? Abwarten, was das ZDF aus seinen Möglichkeiten macht.

Kurzer Blick auf die Insel in Sachen Premier League: Manchester City hat sich von einem Transfer verabschiedet. Eto’o wird nicht nach Eastlands wechseln. Dafür aber Carlos Tevez. Nach Berichten der BBC ist Manchester City nun auch an Emmanuel Adebayor vom FC Arsenal dran. Es werden Gespräche über einen Wechsel geführt. Sollten die Infos der BBC stimmen – wovon man eigentlich ausgehen kann – wirft das für mich mehrer Fragen auf? Lässt Arsenal Adebayor ziehen? Einen Wechsel zum AC Mailand hatte man ihm strikt untersagt, warum also die Freigabe für City und dann gleichzeitig noch einen Ligakonkurrenten stärken? Sollte der Wechsel wirklich klappen, hätte Arsene Wenger zumindest eine Menge liquider Mittel um im Sturm und im Mittelfeld Erfahrung zu kaufen. Die Frage ist dann aber, ob man so kurzfrisitig und schon mitten in der Saisonvorbereitung noch passenden, für das Wenger-System geeigneten Ersatz findet. Ich wäre schon sehr überrascht, wenn Wenger und Arsenal Adebayor ziehen lassen würden.

Zum Schluss noch ein Lesetipp: Wahlen nach Zahlen, das ZEIT-Blog zur Bundestagswahl 2009.

Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (2) | Autor: medispolis