<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Medien-Sport-Politik &#187; Zeitungen/Zeitschriften</title>
	<atom:link href="http://www.medien-sport-politik.de/category/medien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.medien-sport-politik.de</link>
	<description>...denn schreiben ist leichter als handeln</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 14:17:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1</generator>
		<item>
		<title>Zitat des Tages: Mittwoch, 15. Juni 2011 &#8211; Europe&#8217;s Daily Soap Opera</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2011/06/15/zitat-des-tages-mittwoch-15-juni-2011-europes-daily-soap-opera/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2011/06/15/zitat-des-tages-mittwoch-15-juni-2011-europes-daily-soap-opera/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 17:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Krise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=10846</guid>
		<description><![CDATA[The daily soap opera being performed by the stars of Euroland drama is gripping fare. The Greek government and its trade unions; the European Central Bank; the International Monetary fund; various euro-zone institutions; German chancellor Angela Merkel; and assorted bit players strut and fret across our television screens and financial pages, in the end signifying [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>The daily soap opera being performed by the stars of Euroland drama is gripping fare. The Greek government and its trade unions; the European Central Bank; the International Monetary fund; various euro-zone institutions; German chancellor Angela Merkel; and assorted bit players strut and fret across our television screens and financial pages, in the end signifying very little. Waiting in the wings are Italy, Spain, Belgium, perhaps even the U.K., if the current downturn proves to be the beginning of a tragic Grecian debt spiral.</strong></p></blockquote>
<p>Irwin Stelzer/Wall Street Journal: <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052702304474804576367352565764590.html?mod=WSJ_Irwin_Stelzer" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/online.wsj.com/article/SB10001424052702304474804576367352565764590.html?mod=WSJ_Irwin_Stelzer&amp;referer=');">Europe&#8217;s Daily Soap Opera Keeps Rolling</a> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2011/06/15/zitat-des-tages-mittwoch-15-juni-2011-europes-daily-soap-opera/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lena, du hast es oft nicht leicht.</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2011/04/14/lena-du-hast-es-oft-nicht-leicht/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2011/04/14/lena-du-hast-es-oft-nicht-leicht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 08:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovision Song Contest 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Lena Meyer-Landrut]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=10591</guid>
		<description><![CDATA[Gestern Abend eröffnete Lena Meyer-Landrut in der Berliner O2-World ihre Deutschland-Tournee, heute Abend macht sie in ihrer Heimatstadt Hannover Station. Da ich nun in Hannover geboren wurde und die lokalen Medien an der Leine krampfhaft versuchen die Begeisterung für Lena hochzuhalten &#8211; und ich gleichzeitig als Wahl-Düsseldorfer derzeit mit dem Eurovision Song Contest quasi an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend eröffnete Lena Meyer-Landrut in der Berliner O2-World ihre Deutschland-Tournee, heute Abend macht sie in ihrer Heimatstadt Hannover Station. Da ich nun in Hannover geboren wurde und die lokalen Medien an der Leine krampfhaft versuchen die Begeisterung für Lena hochzuhalten &#8211; und ich gleichzeitig als Wahl-Düsseldorfer derzeit mit dem Eurovision Song Contest quasi an jeder Straßenecke konfrontiert werde, ist bei mir die Stimmung in Bezug auf Lena jetzt vielleicht nicht ganz so mies, wie sie es beim Rest der Republik scheint. Viele halten ihren Zauber für erloschen, sehen es als Fehler, dass sie ein zweites Mal antritt und trauen ihr sowieso nicht zu, dass sie große Hallen füllen und begeistern kann. </p>
<p>Soweit so gut. Gestern also Auftakt der Tour in Berlin. Gestern Abend twitterte die HAZ live vom Konzert und offenbarte ein Lob nach dem anderen. Von daher dachte ich mir heute Morgen, ich schaue mal, was die deutsche Presse so schreibt. Und Pustekuchen: Von großer Begeisterung war da nur selten was zu lesen. Was &#8211; nebenbei bemerkt &#8211; der erneute Beweis ist, Konzertkritiken nicht mehr zu lesen. Es sei denn, man war selbst auf dem Konzert. Aber es ist verblüffend, wie unterschiedlich die Zeitungen und Magazine den Tourauftakt von Lena bewerten.</p>
<p>Gestern Abend <a href="http://twitter.com/#!/HAZ/status/58244503462625280" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/twitter.com/_/HAZ/status/58244503462625280?referer=');">twitterte HAZ-Medienredakteur Imre Grimm</a> über den <a href="http://twitter.com/#!/haz" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/twitter.com/_/haz?referer=');">Twitter-Account der HAZ</a>:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Gänsehautstimmung bei #lena: mr curiosity. Ein hauch von #usfo. Ich sag mal so: im osten geht die sonne auf. [...] #lena: premiere geglückt, konzert zu ende. Keiner sitzt mehr. So geht das. Und morgen ein Heimspiel in Hannover. Kommet zuhauf!</strong></p></blockquote>
<p>Entsprechend positiv fällt heute auch das Fazit in der Printausgabe der HAZ auf Seite 8 aus. Ich zitiere:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Und siehe da. Sie kann das, tausende Menschen zwei Stunden begeistern [...] Sie hat die Sache früh im Sack. Eine spektakuläre Lichtshow, eine präzise, druckvolle Band &#8211; und eine Lena in Spiellaune, mit überraschend kräftiger Stimme.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Auch die deutsche Presse-Agentur (hier ein <a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/News/Kultur/Musik/Nachrichten/360562/Lena-begeistert-beim-Tourauftakt.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.weser-kurier.de/Artikel/News/Kultur/Musik/Nachrichten/360562/Lena-begeistert-beim-Tourauftakt.html?referer=');">Artikel im Weser-Kurier</a>) spricht von einem fantastischen Konzert:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Und die Fans, die gekommen waren, erlebten eine Lena in Bestform: Auf der Bühne der Berliner O2 World präsentierte sich die Hannoveranerin anders als beim Grand Prix 2010 nicht zurückhaltend minimalistisch, sondern mit großem Aufgebot. Eine auf Podesten stehende, gut aufgelegte Live-Band sowie Backgroundsängerinnen und Tänzerinnen ließen selten Langeweile aufkommen; ein Leinwand-Reigen leuchtender Sterne und Herzen, grellbunte Lichteffekte sowie Konfetti-Regen machten aus dem Konzert eine bunte Pop-Show.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p><a href="http://www.stern.de/kultur/musik/tourauftakt-von-lena-meyer-landrut-ein-schulfest-fuer-die-ganze-familie-1674602.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.stern.de/kultur/musik/tourauftakt-von-lena-meyer-landrut-ein-schulfest-fuer-die-ganze-familie-1674602.html?referer=');">Der Stern hat ein völlig anderes Konzert gesehen</a> und spart nicht mit Kritik an der gesamten Organisation der Lena-Tournee.</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Nur 6000 Zuschauer waren nach Berlin gekommen. Tapfer spulte Lena ihr Programm ab &#8211; und ist genau daran gescheitert [...] Doch nicht ihre Fans, sondern ihr Management ist an dieser Misere schuld. Die größten zur Verfügung stehenden Hallen in Deutschland wurden für die Lena-Tour gebucht. Festhalle Frankfurt, O2-Arena Hamburg, Lanxess-Arena Köln &#8211; der Größenwahn zieht sich quer durchs Land. 10.000 Karten wurden bei einer Gewinnspielaktion unters Volk gebracht, neuerdings werden die Tickets sogar zum halben Preis im Internet verscherbelt &#8211; vergebens. Bislang ist keine einzige Halle ausverkauft. Das passiert zwar selbst Superstars wie Kylie Minogue (nur 8000 Zuschauer in Berlin), doch bei Lena ist es umso bedauerlicher.</p>
<p>Denn ihr Konzert ist in Wahrheit ein Liederabend. Einer, der im Friedrichstadtpalast oder im Tempodrom, wunderbar funktioniert hätte, der aber in einer Arena zum Scheitern verurteil ist. Viel zu weit weg ist sie von ihrem Publikum. Die Bestätigung ihrer Fans, die sie dringend gebraucht hätte, sie kommt nicht bei ihr an. Versuche, mit dem Publikum in Kontakt zu kommen, bricht sie gerade dann ab, wenn die Zuschauer richtig in Fahrt gekommen sind. Selbst als sie bei der Vorstellung ihres neuen Songs &#8220;Wanna Find Love&#8221; drei Fans auf die Bühne holt, wirken diese eher wie ungewollte Statisten. Statt mit Lena zu tanzen oder zu singen, müssen sie auf einer Couch Platz nehmen.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Dirk Hautkapp/Der Westen <a href="http://www.stern.de/kultur/musik/tourauftakt-von-lena-meyer-landrut-ein-schulfest-fuer-die-ganze-familie-1674602.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.stern.de/kultur/musik/tourauftakt-von-lena-meyer-landrut-ein-schulfest-fuer-die-ganze-familie-1674602.html?referer=');">schlägt in die gleiche Kerbe</a> und sieht anders als HAZ und dpa einen schwachen Auftritt von Lena.</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Und? So viel darf man vielleicht sagen, ohne der wirklich herzallerliebsten Diplomatenfamilien-Enkelin und ihren beseelten Anhängern, die als Vater, Mutter, Sohn und Tochter in Familienausflugformat angereist waren, zu nahe zu treten: Die Frühform ist noch nicht zum Fürchten [...] Überspringen wollte der Funke dennoch nicht so richtig. Und wo kein Funke, da kein Feuer. Ganz gleich, ob Lena „What Happened To Me“, „Mama Told Me“ oder „Mister Curiosity“ sang: Der schöne Charme des Unausgereiften und Unbeholfenen, der vor einem Jahr Millionen Castingshow-Zuschauer für die Hannoveranerin eingenommen hatte, ist auf der Bühne einem wohltemperierten Gleichmaß gewichen. Tausend mal gehört, live leider nix passiert. Seltsam langweilig.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Haben wir von &#8220;langweilig&#8221; über &#8220;gescheitert&#8221; und &#8220;Bestform&#8221; alles dabei. Alles eine Frage der Betrachtung. Bleibt nur die Einsicht, selbst auf eine Lena-Konzert zu gehen um das mal zu prüfen. Platz gibt es ja noch genug. Und die Preise der Tickets sinken ja auch weiter. Und das sagt ja eigentlich schon alles. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2011/04/14/lena-du-hast-es-oft-nicht-leicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn Blogger Interviews führen&#8230;und Journalisten es als ihre Leistung verkaufen</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2011/01/19/wenn-blogger-interviews-fuhren-und-journalisten-es-als-ihre-leistung-verkaufen/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2011/01/19/wenn-blogger-interviews-fuhren-und-journalisten-es-als-ihre-leistung-verkaufen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 10:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Premier League]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[FC Arsenal]]></category>
		<category><![CDATA[Premier League 2010/2011]]></category>
		<category><![CDATA[The SUN]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=10058</guid>
		<description><![CDATA[Es ist schon so vieles über die Beziehung zwischen Bloggern und Journalisten geschrieben worden, dass ich dieses Verhältnis, wie immer man es nun beschreiben oder klassifizieren will, an dieser Stelle gar nicht mehr länger ausführen will. Trotzdem ist diese Story heute um ein kleines Kapitel reicher geworden. Wir blicken nach England. Es geht um ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon so vieles über die Beziehung zwischen Bloggern und Journalisten geschrieben worden, dass ich dieses Verhältnis, wie immer man es nun beschreiben oder klassifizieren will, an dieser Stelle gar nicht mehr länger ausführen will.</p>
<p>Trotzdem ist diese Story heute um ein kleines Kapitel reicher geworden. Wir blicken nach England. Es geht um ein <a href="http://player.vimeo.com/video/18867724" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/player.vimeo.com/video/18867724?referer=');">Interview</a>, das eine <a href="http://www.arsenalbrasil.com.br/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.arsenalbrasil.com.br/?referer=');">brasilianische Arsenal-Fanseite</a> mit Denilson, dem brasilianischen Mittelfeldspieler des FC Arsenal, Anfang Januatr geführt hat. Wahrscheinlich um für das hörenswerte Interview, das einige ganz interessante und teils auch kontroverse Aussagen zum Mannschaftsgefüge der Gunners beinhaltet, eine größere Resonanz zu erreichen, haben die Macher der brasilianischen Fanseite beim Londoner <a href="http://arseblog.com/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/arseblog.com/?referer=');">Arseblog</a>, eines der bekanntesten und besten Blogs über den FC Arsenal, angefragt, ob die nicht das Interview mit Verweis auf die brasilianische Fanseite veröffentlicht können. Dieser Bitte ist <a href="http://arseblog.com/2011/01/exclusive-arsenal-brasil-interview-denilson/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/arseblog.com/2011/01/exclusive-arsenal-brasil-interview-denilson/?referer=');">das Arseblog gestern Abend nachgekommen</a>.</p>
<p>Und scheinbar verfolgt auch Charlie Wyett, Sportkorrespondent beim Boulevardblatt SUN und regelmäßiger Beobachter des FC Arsenal, das Arseblog und hat die zumindest teilweise kontroversen Aussagen von Denilson bezüglich Leadership in der Arsenal-Mannschaft (&#8220;I think that we lack leadership and without leadership we can’t move forward. You can walk forward a bit but then the same thing that’s happened will happen again. These things make us very sad but I don’t see a player at Arsenal who is a real leader. I can’t see a single one. Even if Fabregas is the captain, but he is not a leader to me.&#8221;) auch mitbekommen.</p>
<p>Soweit, sogut. Kann man als Boulevardblatt ja mal eine Story draus schnitzen. Hat die SUN dann auch gemacht und als großen Aufmacher auf ihrer Sportseite im Netz veröffentlicht, dick unterlegt mit dem Banner &#8220;Exclusive&#8221;, ohne auch nur in einem Wort zu erwähnen, dass die Story und die Informationen nicht von der SUN stammen, sondern von zwei Arsenal-Bloggern, die das Interview mit Denilson selbst geführt bzw. dann veröffentlicht haben. Und die beiden haben darum ausdrücklich in ihren Posts gebeten, dass, wenn man Aussagen aus dem Interview zitiert, bitte auf das Arseblog etc. verweist.</p>
<p>Es ist zwar nur die SUN, aber Journalist nennt sich Charlie Wyett trotzdem:</p>
<p>Mehr Infos <a href="http://arseblog.com/2011/01/leeds-preview-the-sun-charlie-wyett-are-content-thieves/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/arseblog.com/2011/01/leeds-preview-the-sun-charlie-wyett-are-content-thieves/?referer=');">beim Arseblog</a> selbst. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2011/01/19/wenn-blogger-interviews-fuhren-und-journalisten-es-als-ihre-leistung-verkaufen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>The old newspaper is dead, long lives the newspaper</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2011/01/13/the-old-newspaper-is-dead-long-lives-the-newspaper/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2011/01/13/the-old-newspaper-is-dead-long-lives-the-newspaper/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 17:13:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=10042</guid>
		<description><![CDATA[Ich war am Mittwoch ausnahmsweise mal in einem Bachelor-Seminar zur Mediennutzung. Ungefähr 40 Studierende, ein Professor. Es geht um die veränderte Mediennutzung in Deutschland. Der Professor fragt, wer heute noch eine Tageszeitung abonniert hat. Drei Arme gehen hoch. Der Professor schaut erstaunt und verblüfft: &#8220;Als Studenten der Sozialwissenschaften müssen Sie doch eine Tageszeitung lesen, damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war am Mittwoch ausnahmsweise mal in einem Bachelor-Seminar zur Mediennutzung. Ungefähr 40 Studierende, ein Professor. Es geht um die veränderte Mediennutzung in Deutschland. Der Professor fragt, wer heute noch eine Tageszeitung abonniert hat. Drei Arme gehen hoch. Der Professor schaut erstaunt und verblüfft: &#8220;Als Studenten der Sozialwissenschaften müssen Sie doch eine Tageszeitung lesen, damit sie jeden Morgen über das Neuste informiert sind und auch Hintergründe zum politischen Alltag erfahren.&#8221; Aus der letzten Reihe ruft jemand: &#8220;Bekomme ich im Prinzip auch alles im Internet, man muss nur ein wenig suchen und die richtigen Quellen ansteuern.&#8221;</p>
<p>Innerlich konnte ich mir ein kleines Lachen nicht verkneifen. Da prallten wohl zwei Generationen von Medienkonsum aufeinander. Und der Seminarinhalt von gestern erinnerte mich wieder an zwei Sachverhalte, die ich hier eigentlich schon länger kurz erzählen wollte. Ich war im Dezember nämlich für zwei Wochen mal wieder Abonnent einer Tageszeitung. Eigentlich nur, weil ich einer Kommilitonin, die Testabos vertickerte, einen Gefallen gemacht und das Formular unterschrieben habe, nicht wirklich aus Überzeugung, ich könnte noch einmal zum Tageszeitungsleser mutieren. Also kam ich im Dezember 14 Tage lang wieder in den Genuss der Süddeutschen Zeitung. Und im Vergleich zu <a href="http://www.medien-sport-politik.de/2010/01/04/wie-die-tageszeitung-aus-meinem-leben-verschwand/">meinem Blogeintrag von vor einem Jahr</a> hat sich nicht viel verändert: Solange sich die Zeitungen nicht wirklich wandeln und sich meinen Lesegewohnheiten anpassen, werden wir keine Freunde. </p>
<p>Inhaltlich hatte ich an der Süddeutschen Zeitung gar nicht so viel auszusetzen, na gut, außer den falsch abgedruckten Wetterbericht, der statt Schnee auf einmal Sonne und 14 Grad vorhersagte. Der Sportteil der Süddeutschen Zeitung ist in Deutschland immer noch einer der besten, wenn nicht der beste. Und auch sonst habe ich hervorragenden Journalismus erlebt, beim Porträt von Heiner Geißler, den zahlreichen Leitartikeln von Heribert Prantl zu den Bürgerprotesten oder einen exzellenten Bericht auf Seite 3 über den veränderten Regierungsstil von Herrn Mappus im Ländle. Alles ganz toll und würde ich auch sofort für bezahlen&#8230;nur</p>
<p>1. Das Format. Ich habe von einer Freundin letzte Woche aus London ein paar Zeitungen bekommen, weil ich da ein paar Artikel für die Uni brauchte. Und dieses händliche Format von Guardian und Times hat mich dann wieder begeistert. Kann man hierzulande in der Straßenbahn wunderbar lesen und umklappen, hingegen hängt man bei der Süddeutschen Zeitung, sobald man nur ans Umblättern denkt, schon dem Sitznachbarn im Gesicht. Und der Versuch vom Mantel und den einzelnen Ressorts bloß die erste Seite zu lesen &#8211; um das Umblättern zu vermeiden &#8211; kann ja auch nicht die Lösung sein. Was wäre eigentlich so schwierig an einer Formatumstellung auf das Berliner Zeitungsformat? Wäre schon deutlich lesefreundlicher. Und der Inhalt müsste darunter ja auch nicht leiden, Guardian und Times machen es vor.</p>
<p>2. Aktualität: Nur zwei Sätze. Wenn ich erst Mittwoch in einer Tageszeitung einen ausführlichen Nachbericht zum Spiel Barcelona gegen Real Madrid bekomme, das am Montagabend stattfand, ist das einfach nicht mehr aktuell. Da habe ich mich schon auf zahlreichen anderen Seiten durchgelesen. Da bringt mit die Tageszeitung weiterhin keinen Mehrwert. </p>
<p>3. Ich würde weiterhin für ausgewählte Artikel der Süddeutschen Zeitung zahlen. Fürs Streiflicht, die Seite 3, den Sportteil. Und das dann am liebsten online lesen. Aber ich warte ja immer noch darauf, dass man nur noch für einzene Ressorts und Artikel der gedruckten Zeitung online zahlt und die dann lesen kann. Wäre das so ein großes Verlustgeschäft für die Zeitungen?</p>
<p>Ich bin ja gespannt, wann sich die Zeitungen hier in Deutschland endlich ein kleines Stück nach vorne bewegen. Interesse an gutem Journalismus ist ja definitiv da. Und dass guter Journalismus kostet, werden sicherlich die meisten ebenso akzeptieren. Nur warum muss ich eigentlich ständig hinter dem guten Journalismus hinterherlaufen? Warum kommt er nicht zu mir auf den verschiedensten Wegen, passt sich den individuellesten Lesegewohnheiten an und nimmt Rücksicht auf die vorhandene Zeit und den Tagesablauf der Leser? Wahrscheinlich, weil es noch keiner wirklich ausprobiert hat. Es will sich keiner die Finger brennen, bis dann irgendwann in den Redaktionen deutschlandweit der Baum brennt. Soweit soll es doch nun nicht kommen.  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2011/01/13/the-old-newspaper-is-dead-long-lives-the-newspaper/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Medien können nicht anders, weil wir nicht anders können.</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2010/12/07/die-medien-konnen-nicht-anders-weil-wir-nicht-anders-konnen/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2010/12/07/die-medien-konnen-nicht-anders-weil-wir-nicht-anders-konnen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 21:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[TV und Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Wetten dass...?]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=9669</guid>
		<description><![CDATA[Samstagabend, DVDs schauen auf dem Sofa. Via Twitter erfahre ich um viertel vor neun von dem tragischen Unfall des Kandidaten bei wetten, dass&#8230;?. Das muss für alle Zuschauer, insbesondere für die Gäste und alle Beteiligten vor Ort, ein richtiger Schock gewesen sein. Und leider scheint es, beruft man sich auf die Aussagen der Ärzte, gesundheitlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstagabend, DVDs schauen auf dem Sofa. Via Twitter erfahre ich um viertel vor neun von dem tragischen Unfall des Kandidaten bei wetten, dass&#8230;?. Das muss für alle Zuschauer, insbesondere für die Gäste und alle Beteiligten vor Ort, ein richtiger Schock gewesen sein. Und leider scheint es, beruft man sich auf die Aussagen der Ärzte, gesundheitlich nicht gut um Samuel Koch stehen. Ich habe Twitter danach sofort wieder abgeschaltet. Denn wenn ich etwas nach vielen Jahren Twitter-Aktivität gelernt habe, dann ist es, dass man bei solchen Ereignissen, seien es Unglücke, Todesfälle oder Amokläufe, Twitter am besten meidet. Zu viele Retweets, dass man schon nach Minuten den Überblick verliert. Und dann gibt es eben eine Reihe von Usern, die in solchen Momenten am besten lieber ruhig wären. Und dank der vielen Retweets und der Aufforderung die Leute sofort zu blocken, kommt man dann als Unbeteiligter ganz schnell in Kontakt mit den geistigen Ergüssen, bei denen man manchmal nur den Kopf schütteln kann.</p>
<p>Am nächsten Morgen dann versucht mit etwas Abstand den Abend Revue passieren zu lassen. Und dann las ich wieder etwas, das mich immer ein wenig fraglos zurücklässt. Medien-Schelte hier und dort, Bilder vom Unglück und dem Unfall, Nachfragen bei den Eltern, riesige Schlagzeilen, Klickstrecken und was sonst noch die Palette hergibt. Und dann kommen aus allen Ecken und Enden die Menschen mit erhobenem Zeigefinger und beschweren sich wieder über die journalistische Berichterstattung, die jegliche Bezüge zu Moral und Ethik verloren hat. Und es ist ein Jubelkasten, der immer wieder bei solchen Gelegenheiten angeschaltet wird. Ich kritisiere die Medien auch gerne, weil mir einiges vor allem an der politischen Berichterstattung und dem Sportjournalismus missfällt, aber bei Ereignissen wie diesen finde ich Medienkritik unangebracht. Schon mal gefragt, warum die Medien den Verunglücktem am Boden liegend zeigen? Es gibt eigentlich nur eine Antwort auf diese Frage: Weil wir, die Medienrezipienten, es lesen, sehen und anschauen wollen. Wenn das Video des Unfalls sofort bei YouTube hochgeladen wird, mag man das als pervers bezeichnen. Nur klicken wir doch alle auf die Videoplattform und schauen, ob es schon hochgeladen wurde. Und da spielt die Tatsache, dass es wir uns dann vernünftigerweise gar nicht anschauen, gar keine Rolle. Das gleiche Prinzip gilt für das Jammern über die Berichterstattung von BILD und SPIEGEL online, die sehr ausführlich &#8211; auch mit Bildern &#8211; den Unfallhergang dokumentierten. Einerseits regen sich wieder alle über die visuelle Darstellung auf, aber auf Bild.de wird dann trotzdem geklickt um zu schauen, was der Axel-Springer-Verlag (ASV) mit dem Thema anfängt. Das menschliche Bedürfnis nach Information versus den Hang vieler Menschen nicht davor zurückzuschrecken auch solche leidvollen Bilder anzuschauen. Und da viele es anklicken, bieten die Medien diesen Service an. Und je mehr und öfter durch alle Social Media-Kanäle gebrüllt wird, wie schlimm doch wieder die BILD oder der SPIEGEL das Thema journalistisch aufbereiten, freuen sich die Portale über weitere Klicks. Denn einmal gelesen, wird dann natürlich zur Prüfung und Kontrolle gleich persönlich nachgeschaut. Es ist ja auch völlig okay zu beobachten, wie die Medien das Thema aufbereiten. Und jeder sollte selbst entscheiden, ob er sich Klickstrecken mit dem Unfallhergang anschaut. Nennt man Medienkompetenz. Doch Medienschelte ist hier völlig unangebracht. Denn die Zeitungen und Magazine orientieren sich doch nur an den Gewohnheiten und Bedürfnissen der Leser.</p>
<p>Als ich am Sonntagmittag mit dem ICE von Hannover nach Düsseldorf fuhr, war in den Buchhandlungen auf dem hannoverschen Hauptbahnhof die BILD am Sonntag schon fast ausverkauft, während daneben noch riesengroße Stapel von WELT am Sonntag und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung lagen. Im ICE lasen alleine in Wagen 22, wo ich saß, acht Leute die BILD am Sonntag. Das Blatt vom ASV hatte es als einzige Sonntagszeitung noch geschafft den Unfalls als großen Aufmacher auf die Titelseite zu setzen und auch sonst ausführlich über den Unfall bei der ZDF-Show zu berichten. WELT am Sonntag und FAS hatten keinerlei nennenswerte Meldung im Blatt. Und dann wundert sich noch jemand, warum die Medien solche Zwischenfälle in all ihren Facetten darstellen und ausschlachten? Egal, ob nun online, auf Papier oder dem Handy. Ist völlig nebensächlich. Denn überall findet sich eine riesige Anzahl von Rezipienten, die es liest, schaut und anhört. Es ist ein ganz schmaler Grad zwischen dem eigenem Informationsbedürfnis und der nicht zu befürwortenden Sensationsgier, Leid, Drama und Action so gut es geht mitzubekommen. Vielleicht kennen Sie ja die &#8220;Gaffer&#8221; bei den Autobahnunfällen. </p>
<p>Kritik an den Medien mag populär an dieser Stelle sein, nur bringen normative Forderungen gar nichts. Denn es hat sich bezüglich der medialen Darstellung von solchen Unglücken in den letzten Jahren nichts verändert. Es klingt beeindruckend, wenn man immer an Ethik und Moral appelliert, auf Verantwortung und Pflichtbewusstsein der Journalisten hinweist, nur sind wir als Rezipienten und Konsumenten diejenigen, die solchen Journalismus unterstützen, indem wir drüber reden, darauf hinweisen und darauf klicken. Und solange eine Mehrzahl das weiter tut, werden sich die Medien &#8211; ganz dem ökonomischen Gedanken fokussierend &#8211; nicht bewegen und ihre Berichterstattung nicht verändern. Und bis dahin müssen wir als Rezipienten den richtigen Weg finden zum Stillen unseres Informationsbedürfnisses finden. Und das geht auch ohne Klickstrecken, Videos und Bilderserien. Wenn wir nicht anders können, werden die Medien in ihrer Berichterstattung nicht anders werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2010/12/07/die-medien-konnen-nicht-anders-weil-wir-nicht-anders-konnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zitat des Tages: Dienstag, 02. November 2010 &#8211; Hugely encouraged</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2010/11/02/zitat-des-tages-dienstag-02-november-2010-hugely-encouraged/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2010/11/02/zitat-des-tages-dienstag-02-november-2010-hugely-encouraged/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 20:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlinhalte]]></category>
		<category><![CDATA[The Times]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=9435</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Most importantly we are able to say something that very few papers can say, which is that we are growing, the number of people buying the Times is on the rise. It&#8217;s a good start. If you think about it, what we had we engaged in is quite a suicidal form of economics which was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>&#8220;Most importantly we are able to say something that very few papers can say, which is that we are growing, the number of people buying the Times is on the rise. It&#8217;s a good start. If you think about it, what we had we engaged in is quite a suicidal form of economics which was giving away our journalism is free, and we knew that if we continued to do that we couldn&#8217;t really invest in reporting.&#8221;</strong></p>
<p><em><a href="http://www.guardian.co.uk/media/2010/nov/02/james-harding-times-paywalls" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.guardian.co.uk/media/2010/nov/02/james-harding-times-paywalls?referer=');">The Guardian Media: Times editor warns paywall is in &#8216;early stages</a>&#8216;</em></p></blockquote>
<p>James Harding, Times Editor, spricht sehr ausführlich über die Einführung der Bezahlschranken bei The Times und Sunday Times. Der Guardian hat <a href="http://www.guardian.co.uk/media/organgrinder/2010/nov/02/times-paywall-under-the-covers" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.guardian.co.uk/media/organgrinder/2010/nov/02/times-paywall-under-the-covers?referer=');">die aktuellen Zahlen aufgeschlüsselt und analysiert</a>. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2010/11/02/zitat-des-tages-dienstag-02-november-2010-hugely-encouraged/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Halb geöffnete Bezahlschranken</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2010/08/19/halb-geoffnete-bezahlschranken/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2010/08/19/halb-geoffnete-bezahlschranken/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 16:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlinhalte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=8595</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe die vergangenen Tage für eine kleine wissenschaftliche Untersuchung über Bezahlschranken (&#8220;Paywalls&#8221;) im Internet recherchiert. Nach Tagen der Recherche bleibt bei mir immer noch eine Frage offen. Aber dazu weiter unten mehr. Mittlerweile ist die Einrichtung von Bezahlinhalten bei Zeitungen im Web immerhin in der öffentlichen Wahrnehmung, in der Umsetzung zwar immer noch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die vergangenen Tage für eine kleine wissenschaftliche Untersuchung über Bezahlschranken (&#8220;Paywalls&#8221;) im Internet recherchiert. Nach Tagen der Recherche bleibt bei mir immer noch eine Frage offen. Aber dazu weiter unten mehr.</p>
<p>Mittlerweile ist die Einrichtung von Bezahlinhalten bei Zeitungen im Web immerhin in der öffentlichen Wahrnehmung, in der Umsetzung zwar immer noch ein Experiment und Testballon. Im Juni zog die Londoner Times inklusive ihrer Sonntagsausgabe die Vorhänge hoch und ließ Bezahlschranken einrichten. Mit bisher mäßigem Erfolg. Wie erwartet und prognostiziert bleiben die Leser weg. Um <a href="http://www.gulli.com/news/times-paywall-l-sst-leserzahlen-um-66-prozent-einbrechen-2010-07-20" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.gulli.com/news/times-paywall-l-sst-leserzahlen-um-66-prozent-einbrechen-2010-07-20?referer=');">knapp zwei Drittel sind die Zugriffe zurückgegangen</a>, andere Studien sprechen teilweise sogar von einem <a href="http://www.digitaltrends.com/international/london-times-paywall-leads-to-90-pct-traffic-drop/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.digitaltrends.com/international/london-times-paywall-leads-to-90-pct-traffic-drop/?referer=');">Rückgang um 90 Prozent</a>. Das sieht in erster Linie sehr dramatisch aus, für eine abschließende Betrachtung sollte man aber vielleicht bis Ende des Jahres warten. Dass man keine großen Zuwächse durch die Schaffung von Bezahlinhalten erlangen würden, war innerhalb der Times sicherlich jedem klar. Wenn man sieht, dass das Wall Street Journal über mehrere Jahre hinweg die Abonnentenzahlen für Online-Inhalte stetig ein wenig steigern konnte, sind Urteile über den Sinn von Bezahlinhalten verfrüht. Eine andere Frage ist eben, wie lange Murdoch die Geduld hat seine Strategie durchzuziehen.</p>
<p>Aber scheinbar meint er Murdoch es ernst. Gerüchte entstanden gestern, dass im Laufe des Oktobers auch die News of the World hinter den Bezahlschranken verschwindet. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. <a href="http://www.guardian.co.uk/media/greenslade/2010/aug/18/paywalls-newsinternational" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.guardian.co.uk/media/greenslade/2010/aug/18/paywalls-newsinternational?referer=');">Der Guardian spekuliert darüber</a>, dass kurz danach auch Murdochs anderes Boulevardblatt, The Sun, nur noch per Bezahlung online Inhalte liefert. Das wäre trotz des breiten britischen Boulevardzeitungsmarktes dann schon ein Zeichen, wenn die NOW und The Sun diesen Schritt gehen würden. Ganz anders die Situation bei der Times. Da gibt es genug vernünftige Alternativen sich andernorts zu informieren, zum Beispiel beim Guardian oder dem Daily Telegraph.</p>
<p>Es gibt wohl tausend Meinungen und Ansichten zu diesem Thema, über den Sinn und Unsinn von Bezahlinhalten im Internet. Ich wäre bereit für guten Journalismus und besondere journalistische Produkte zu bezahlen. Womit wir wieder bei meiner Frage wären. Ich kann verstehen, dass sich die Expansion der Zeitungen in der Online-Welt irgendwie rentieren muss, dass man wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigen muss und sich unabhängiger vom Werbemarkt und Anzeigengeschäft machen möchte. Dass leuchtet mir ein, von daher verstehe ich es aber nicht, warum man nicht nur einige Inhalte, zum Beispiel besonders gute journalistische Leistungen oder eine tägliche Kolumne eines sehr guten Journalisten, mit einem kleinen Preis versieht, alle übrigen Inhalte, wie Agenturmeldungen oder sonstige Klickstrecken offen für alle Leser lässt. Würde man mit einem solchen Schritt nicht guten hochwertigen Journalismus belohnen, gleichzeitig aber verhindern, dass Leser in Scharen davon laufen und somit auch die Wahrscheinlichkeit für Werbe- und Anzeigenkunden sinkt?</p>
<p>Man lässt also 70% der Inhalte weiter frei verfügbar, für 30% müssten die Leser bezahlen. Das setzt auf der anderen Seite natürlich 30 Prozent guten, spannenden und lesenswerten Journalismus voraus. Aber der wird dann ja auch entsprechend bezahlt. Ich könnte mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, für den <a href="http://www.guardian.co.uk/football/series/footballweekly" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.guardian.co.uk/football/series/footballweekly?referer=');">Football Weekly Podcast</a> des Guardian zu bezahlen, für die <a href="http://www.spox.com/de/community/blogschau/blogschau-archiv.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.spox.com/de/community/blogschau/blogschau-archiv.html?referer=');">SPOX-Blogschau</a> oder für <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sueddeutsche.de/sport?referer=');">einige Sportartikel der Süddeutschen Zeitung</a>. Ich könnte mir auch vorstellen für einige <a href="http://www.zeit.de/2010/33/Superreiche" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.zeit.de/2010/33/Superreiche?referer=');">politische Analysen bei der ZEIT</a> <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712276,00.html#ref=rss" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.spiegel.de/politik/deutschland/0_1518_712276_00.html_ref=rss?referer=');">oder dem SPIEGEL</a> Geld zu bezahlen, aber eben nicht für simple Zusammenstellungen von Agenturmeldungen. Es muss schon etwas Besonderes sein. Vielleicht wäre das ja mal ein Experiment nur einen Teil als Bezahlschranke einzurichten- für ganz besondere Inhalte. Und solchen Content, den man ehe überall lesen kann, lässt man unbezahlt.</p>
<p>Warum Bezahlschranken immer gleich ganz oder gar nicht? Vielleicht wäre ein Mittelweg ja die Lösung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2010/08/19/halb-geoffnete-bezahlschranken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zitat des Tages: Dienstag, 25. Mai 2010 &#8211; It is time to stop giving our journalism away</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/25/zitat-des-tages-dienstag-25-mai-2010-it-is-time-to-stop-giving-our-journalism-away/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/25/zitat-des-tages-dienstag-25-mai-2010-it-is-time-to-stop-giving-our-journalism-away/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 May 2010 19:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Sunday Times]]></category>
		<category><![CDATA[The Times]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=7181</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;What&#8217;s at the heart of the Times and what&#8217;s at the heart of good journalism everywhere is reporting and making sure you can continue to send people to Afghanistan, to Iraq, to the Gulf of Mexico, into the business world, covering sport. That kind of thing is absolutely essential and you cannot give that away.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>&#8220;What&#8217;s at the heart of the Times and what&#8217;s at the heart of good  journalism everywhere is reporting and making sure you can continue to  send people to Afghanistan, to Iraq, to the Gulf of Mexico, into the  business world, covering sport. That kind of thing is absolutely  essential and you cannot give that away.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p><strong>James Harding</strong>, Editor of The Times, im <a href="http://news.bbc.co.uk/today/hi/today/newsid_8702000/8702510.stm" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/news.bbc.co.uk/today/hi/today/newsid_8702000/8702510.stm?referer=');">Interview auf BBC Radio 4</a> über die neue Website der Times, für deren Inhalte man ab sofort bezahlen muss. Murdoch lässt grüßen.</p>
<p>Dazu eine <a href="http://www.guardian.co.uk/media/organgrinder/2010/may/25/thetimes-compact-paper-broadsheet-website" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.guardian.co.uk/media/organgrinder/2010/may/25/thetimes-compact-paper-broadsheet-website?referer=');">erste Begutachtung des neuen Angebots</a> durch Peter Robins/Guardian.</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Overall, the Times site makes a very accomplished effort at bringing the  style and symbolism of the paper on to a screen without sacrificing the  breadth and depth of information that readers expect from web pages,  and the Sunday Times one is an interesting stab at displaying the vast  wealth and diversity of all those supplements. Whether they&#8217;re beautiful  enough to pay for is, of course, another issue.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Essenz und deutsche Sicht <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,696527,00.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.spiegel.de/netzwelt/web/0_1518_696527_00.html?referer=');">auch bei Spiegel Online</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/25/zitat-des-tages-dienstag-25-mai-2010-it-is-time-to-stop-giving-our-journalism-away/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zitat des Tages: Montag, 24. Mai 2010 &#8211; Reality of Dubai</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/24/zitat-des-tages-montag-24-mai-2010-reality-of-dubai/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/24/zitat-des-tages-montag-24-mai-2010-reality-of-dubai/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 10:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=7160</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;My initial feeling about Dubai was that here you have a place that&#8217;s an autocracy by definition, but it&#8217;s socially wide-open,&#8221; he said. &#8220;I bought into the hype of Dubai, that you have economic and social freedoms that no one will impinge upon. The reality is if you don&#8217;t do anything to offend anyone, you&#8217;ll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>&#8220;My initial feeling about Dubai was that here you have a place that&#8217;s an  autocracy by definition, but it&#8217;s socially wide-open,&#8221; he said. &#8220;I  bought into the hype of Dubai, that you have economic and social  freedoms that no one will impinge upon. The reality is if you don&#8217;t do  anything to offend anyone, you&#8217;ll never know the reality.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p><a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/05/23/MN2K1DFU60.DTL" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/05/23/MN2K1DFU60.DTL&amp;referer=');">Interessante und sehr lesenswerte Story im San Francisco Chronicle</a> über Arbeitsmethoden und Untersuchungen der Sicherheitsbehörden in Dubai. Wirtschaftliche und soziale Freiheit sind scheinbar schwieriger denn je zu erreichen. Auch für die Arbeit von Journalisten.</p>
<div id="TixyyLink">
<a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/05/23/MN2K1DFU60.DTL#ixzz0oqCE31xq" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/05/23/MN2K1DFU60.DTL_ixzz0oqCE31xq&amp;referer=');"><br />
</a></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/24/zitat-des-tages-montag-24-mai-2010-reality-of-dubai/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Darf die Daily Mail das?</title>
		<link>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/17/darf-die-daily-mail-das/</link>
		<comments>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/17/darf-die-daily-mail-das/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 13:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medispolis</dc:creator>
				<category><![CDATA[WM 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen/Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Daily Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Football Association]]></category>
		<category><![CDATA[Lord Triesman]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medien-sport-politik.de/?p=7119</guid>
		<description><![CDATA[Fangen wir vorne an: Am Sonntag veröffentlicht die Wochenendausgabe der Daily Mail einen Artikel über Lord Triesman, noch gar nicht so lange Präsident des englischen Fußballverbandes FA, Labour-Politiker und Vorsitzender des Organisationskomittees für Englands Bewerbung zur Fußballweltmeisterschaft 2018. Für den englischen Fußball also keine ganz unwichtige Person, erhoffen sich doch viele Fußballfans einen Zuschlag von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fangen wir vorne an: Am Sonntag veröffentlicht die Wochenendausgabe der <strong>Daily Mail</strong> einen Artikel über <strong>Lord Triesman</strong>, noch gar nicht so lange Präsident des englischen Fußballverbandes FA, Labour-Politiker und Vorsitzender des Organisationskomittees für Englands Bewerbung zur Fußballweltmeisterschaft 2018. Für den englischen Fußball also keine ganz unwichtige Person, erhoffen sich doch viele Fußballfans einen Zuschlag von der FIFA für das Turnier auf der Insel und hatten durchaus guten Grund zu hoffen, dass die skandalgebeutete FA wieder ein wenig Anerkennung und Glaubwürdigkeit erhält.</p>
<p>Am Sonntag steht im Sportteil der Daily Mail <a href="http://www.dailymail.co.uk/sport/worldcup2010/article-1278759/World-Cup-2010-FA-chief-Lord-Triesman-accuses-Spain-Russia-bid-bribe-referees-South-Africa.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dailymail.co.uk/sport/worldcup2010/article-1278759/World-Cup-2010-FA-chief-Lord-Triesman-accuses-Spain-Russia-bid-bribe-referees-South-Africa.html?referer=');">ein großer Artikel vom Sportkorrespondenten Ian Gallagher</a> mit einem äußerst brisanten Vorwurf. Demnach soll in in mehreren Treffen, unter anderem mit seiner Ex-Gebliebten Melissa Jacobs, Triesman unter vielen weiteren unfassbaren Gesprächsfetzen folgendes gesagt haben: Er besitze Informationen, wonach Spanien seine Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2018 zurückziehen würde, wenn Russland &#8211; ebenfalls Bewerber für die WM in acht Jahren &#8211; Spanien dabei helfe, Schiedsrichter bei der in knapp drei Wochen beginnenden WM in Südafrika zu bestechen. Im Gegenzug würde Spanien seine Bewerbung zu Gunsten von Russland zurückziehen. Ein hochrangiger Sportsfunktionär, eine ehemalige Geliebte und ein handfester Skandal, der ganz England bewegt &#8211; vor allem, nachdem das Organisationskomittee zwei Tage vorher die offizielle Bewerbung für die WM auf der Insel vorgelegt hat. Eine Geschichte wie gemalt für den englischen Boulevard, wie gemalt für die Daily Mail.</p>
<p>An einem frühen Sonntagmorgen bringt die Geschichte die Medienwelt in Aufruhr. Die BBC und Sky News fahren Sondersendung, die Telefone in den Call-In-Sendungen laufen heiß. Und innerhalb von ein paar Stunden war Lord Triesman seinen Job als FA-Präsident und Vorsitzender der Bewerbungskommission los. Sportminister Hugh Robertson sprach von der &#8220;<a href="http://www.dailymail.co.uk/sport/worldcup2010/article-1278831/Lord-Triesman-quits-FA-chairman-Englands-2018-World-Cup-bid-chief-accuses-Spain-Russia-trying-bribe-referees.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dailymail.co.uk/sport/worldcup2010/article-1278831/Lord-Triesman-quits-FA-chairman-Englands-2018-World-Cup-bid-chief-accuses-Spain-Russia-trying-bribe-referees.html?referer=');">absolut richtigen Entscheidung</a>&#8220;. Es sei nichts verloren, so Robertson, bezüglich Englands Bewerbung um die Austragung der Weltmeisterschaft 2018. Und jetzt wird landauf landab über die Konsequenzen für Englands Chancen zur Austragung der WM gestritten, also um die Konsequenzen der unfassbaren Entgleisungen von Lord Triesman trotz des schnellen Rücktritts. Den Scherbenhaufen, den Triesman hinterlassen hat, ist groß. Wieder für Vertrauen bei der FIFA werben, sich bei den Spaniern und Russen entschuldigen und von den Äußerungen zu distanzieren, verhindern, dass es jetzt und zukünftig eine Allianz gegen die englische Bewerbung gibt &#8211; und vor allem wieder für Stabilität und Glaubwürdigkeit in der FA sorgen, nach innen, und nach außen, gegenüber der eigenen Bevölkerung und der FIFA. Keine leichte Aufgabe &#8211; und sicherlich eine Aktion, die man sich bei der FA trotz der Unbeliebtheit von Triesman bei einigen &#8211; auch bei der FIFA Exekutive &#8211; sicherlich lieber gespart hätte.</p>
<p>Ob die Vorwürfe nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, interessiert derzeit keinen. Inwieweit die Anschuldigungen verfolgt werden, steht auch noch nicht fest. Und ob die FA auch einen positiven Schub aus der Affäre mitnehmen kann, lässt sich noch nicht abzeichnen. Spätestens aber am 2. Dezember, wenn die Gastgeber für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bekanntgegeben werden.</p>
<p>Nun ist der englische Boulevard alles andere als zimperlich, wenn es um solche Skandale geht. Da nimmt man kein Blatt vor dem Mund, ist gnadenlos und bereut nichts. So eine Story bringt nur eines &#8211; eine höhere Auflage. Und das sollten die Engländer eigentlich gewohnt sein. Umso erstaunlicher ist die Diskussion, die sich dieser Tage auf der Insel abspielt. Immer häufiger wird sich die Frage gestellt: Darf die Daily Mail das? Hätte man nicht einmal aus Rücksicht auf Englands Chancen eine exklusive Story zurückhalten können um der Gesellschaft und dem Bewerbungskomittee diese Peinlichkeit zu ersparen? Hätte die Daily Mail auf eine Veröffentlichung verzichten sollen? Bei BBC Five Live gingen die Meldungen da heute Vormittag weit auseinander. Für mich ist die Sache klar: Rein normativ betrachtet kann man der Daily Mail überhaupt keinen Vorwurf machen. Zur Aufgabe der Medien gehört die Kontrolle der Eliten in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Und wenn sich diese Infos, die der Daily Mail vorlagen als einwandfrei glaubwürdig und wahrhaftig erwiesen haben, spricht nichts gegen eine Veröffentlichung. Was eben viel fragwürdiger ist als das eigentliche Veröffentlichen der Informationen ist die Unternehmung an diese Infos heranzukommen. Muss man Gespräche mitschneiden und belauschen, muss man Journalisten teilweise gezielt auf einzelne Personen ansetzen um irgendwann schon den ein oder anderen Skandal zu finden. Zumal bei der Vergangenheit von Triesman: Labour Politiker, man munkelt er sei nur auf den großen Stuhl Football Association gekommen, weil er in der Politik genug Verbündete gehabt hat. Da freut sich die Daily Mail, eher konservativ ausgerichtet, natürlich besonders, wenn sie einen Funktionär aus dem gegnerischen politischen Lager absägen kann. Und die andere Frage: Muss die Daily Mal wirklich jede Information erkaufen und bekommen? Es ist noch unklar, wie teuer die brisanten News von der ehemaligen Geliebten von Triesman waren, aber sie dürften gekostet haben.</p>
<p>Bleibt am Ende nur die Konsequenz zu sagen, dass die Daily Mail nicht falsch gehandelt hat &#8211; oder anders formuliert &#8211; nicht unüblich. Klar ist das mögliche Erkaufen und das Ansetzen von Journalisten auf bestimmte Personen kein Gütesiegel. Nur gerade in England sollte man das gewohnt sein. Heißt auch: Man muss vorsichtig sein, was man in der Öffentlichkeit äußert und zu wem man es tut. Dass die Daily Mail die Infos dann auch veröffentlicht hat, überrascht nicht und ist auch nicht verwerflich. Wenn man etwas kritisieren möchte, dann lediglich die zum Teil eher fragwürdigen Methoden zur Erlangung der Infos. Kann man an diesem Fall eigentlich von Schuld sprechen? Triesman wusste ja sicherlich nicht, dass seine Gespräche irgendwann mal in der Zeitung stehen. Und die Daily Mail hat ihre Pflichten als journalistisches Kontrollorgan erfüllt. Es wurden Fehler gemacht &#8211; und die Fehlerkette begann bei Triesman.</p>
<p>Nachfolger von Triesman im Bewerbungskomittee soll <a href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/may/17/geoff-thompson-lord-triesman-world-cup-bid" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.guardian.co.uk/football/2010/may/17/geoff-thompson-lord-triesman-world-cup-bid?referer=');">nach Recherchen des Guardian</a> Geoff Thompson werden, ehemaliger Chairman der FA und mit scheinbar sehr guten Kontakten zur FIFA. Das ist auch better nötig. Sonst könnte es im Dezember doch heißen: Die Daily Mail hat dafür gesorgt, dass England die Weltmeisterschaft 2018 nicht austragen wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medien-sport-politik.de/2010/05/17/darf-die-daily-mail-das/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

