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Premier League 2009/2010 #29, Wigan Athletic – FC Liverpool

Montag, 8. März 2010 21:51

[22h58] Endstand Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0

Meine Güte, Liverpool, was für eine enttäuschende Leistung, die allen Fans richtig Sorgen machen muss. Defensiv in der ersten Hälfte wieder mit den bekannten Schwächen. Das wäre ja noch zu verkraften. Aber offensiv war das heute so harmlos und ungefährlich. Kirkland musste nicht einen Ball halten. Da warten ganz schwierige Wochen auf die Reds. Wigan insbesondere in der ersten Hälfte mit toller Leistung. In den zweiten 45 Minuten tat man so viel wie nötig.

Durch den Sieg verbessert sich Wigan auf Platz 14, hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Liverpool verpasst den Sprung auf den vierten Platz. Man bleibt Sechster mit 48 Punkten, einen Punkt weniger als Man City auf 5, die aber noch zwei Spiele weniger haben. Siebter ist Aston Villa mit 45 Punkten, aber drei (!) Spielen weniger als Liverpool. Und die heutige Leistung gibt überhaupt keinen Anlass dafür, die Wörter Liverpool und Champions League noch einmal in den Mund zu nehmen. Wenn sie so weiter spielen, für länger Zeit nicht mehr.

[22h56] Und Liverpool ohne Chancen in der Nachspielzeit, kommen nicht in Nähe des Strafraums. Tolle Einzelaktion von Moses, der sich auf links gegen Johnson durchsetzt, Schuss aber nicht präzise genug aufs Tor. Aber bringt Zeit.

[22h52] Fünf Minuten Nachspielzeit. It’s Premier League.

[22h48] Letzter Wechsel Wigan: Hugo Rodallega geht, Jason Scotland für die letzten drei Minuten plus Nachspielzeit.

[22h47] Und der Gesichtsausdruck von Benitez auf der Bank spricht Bände, quasi nach dem Motto: “Leckt mich doch alle mal – und der Platz ist furchtbar schlecht.”

[22h44] Henry Thomas für Diame bei Wigan und Liverpool bringt Ryan Babel für Dirk Kuyt. Gerrard mit dem nächsten überflüssigen Foul. Der nächste gelbe Karton, die insgesamt sechste Verwarnung in dieser Partie.

[22h41] Torres mit dem Frustfoul nach überflüssigem Ballverlust. Liverpools gute Phase zwischen der 65. und 72. Minute ist komplett verpufft. Wigan wieder besser im Spiel, die Reds tun sich fast schon selbst Leid.

[22h38] Und da ist der Jackpot für den FC Liverpool, die riesengroße Chance zum Ausgleich. Flanke von links von Insua, Kuyt legt toll mit dem Kopf für Torres vor, dessen Seitfaltzieher ganz knapp am Pfosten vorbeigeht. Tolles Spiel jetzt, noch eine knappe Viertelstunde.

[22h35] Bei Wigan schwinden die Kräfte, kaum noch Entlastung oder gescheite Angriffe nach vorne. Man steht kompakt in der Defensive. Spiel kippt immer mehr in Richtung Liverpool. Jetzt mal wieder ein gefährlicher Konter für Wigan, Reina kann gut gegen Rodallega klären, am langen Pfosten kann Carragher gegen Scharner klären. Aber das sind eher Ausnahmen, wobei man sagen muss, dass Liverpool trotz mehr Ballbesitz weiterhin kaum gefährlich vor Kirkland auftaucht.

[22h31] Liverpool erhöht ein wenig den Druck. In den letzten fünf Minuten vier Ecken. Aber alle ungefährlich. Keine Torchancen. Zweiter Wechsel bei Liverpool. Aquilani kommt für Benayoun.

[22h29] Torres versucht es volley mit einem Torschuss, Ball geht ins Seitenaus. Martinez bringt Victor Moses für Moreno. Kam im Januar vom insolventen Chrystal Palace.

[22h24] Hut ab vor Wigan Athletic, wie die kämpfen und teilweise richtig ansehnlich nach vorne spielen. Konter über drei Stationen nach vorne. Langer Ball auf Moreno, der auf der rechten Außenbahn in die Mitte zieht. Abschluss dann aber zu zentral aufs Tor, direkt in die Arme von Reina. Und Liverpool fällt offensiv weiter wenig ein. Torres versucht es mal über die Flügel, dann fehlt er aber in der Mitte. Von Maxi Rodriguez ist gar nichts mehr zu sehen. Auch Gerrard ist abgetaucht.

[22h20] Meine Güte, was eine Szene. Reina kommt völlig übermotiviert aus seinem Tor, obwohl Kyrgiakos und Carragher bei Moreno sind. Reina fliegt am Ball vorbei, Carragher schießt Moreno an. Von dessen Fuß senkt sich der Ball fast ins Tor, bevor der Grieche noch den Ball über die Querlatte köpft. Das wäre es ja gewesen. Wie gesagt, Liverpool weiterhin mit katastrophalen defensiven Fehlern.

[22h16] Benitez mit dem ersten cleveren Wechsel. Glen Johnson kommt für Lucas. Damit der Ex-Pompey hinten rechts in der Kette. Mascherano rückt in die defensive Mittelfeldrolle. Das sollte vielleicht etwas mehr Stabilität verleihen.

[22h13] Partie mit mehr Tempo in die zweite Hälfte gestartet. Sieht ganz so aus, als habe Benitez seiner Mannschaft mitgegeben, mehr für die Offensive zu tun. Schien ja auch bitter nötig. Leider bleibt man defensiv weiter anfällig. Heißt für Wigan: Konterchancen. Und insbesondere über Rodallega ist man stets gefährlich. Auch Moreno macht einen vitalen Eindruck. Liverpool spielt schon nach 52 Minuten mit dem Feuer, weil sie 45 Minuten es nicht geschafft haben den Brand in der eigenen Defensive zu löschen.

[22h09] Und sollte Insua mit seiner gelben Karte im Hinterkopf weiterhin die Zweikämpfe so meiden und Gegenspieler an sich vorbeispazieren lassen, dann ist die Auswechselung eine Frage der Zeit. Oder der Gegentreffer.

[22h07] Beginn 2. Halbzeit

[21h56] Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, die Partie komplett live mitzubloggen. Leider musste ich noch eine Website aktualisieren und erwartete noch einen wichtigen Anfruf. Von daher weiter unten eine schnelle Zusammenfassung der ersten Hälfte und jetzt in gewohnter Form die zweite Hälfte in Live-Blog-Form. Liverpool muss eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, sollten noch drei Punkte mitgenommen werden.

[21h52] Halbzeit Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0


1. Halbzeit

Stellen Sie sich mal vor, Sie wären Trainer eines Vereins, der in den letzten 13 Ligaspielen nur ein einziges Mal gewonnen hat. Und dann vergewissern Sie sich bitte noch einmal, dass Sie gerade Ihre erste Saison als Trainer in der Premier League absolvieren. Und nach einem guten, fast schon unerwarteten guten Saisonstart taumelt ihr Team jetzt unaufhaltsam dem Abstieg entgegen. Was gibt es dann Besseres für Sie als ein Monday Night Game in der Premier League gegen den immer noch großen FC Liverpool? Ein Spiel, in dem Sie – Team wie Trainer – doch eigentlich nur gewinnen können? Gut, natürlich können Sie nach diesem Spiel ohne Punkte dastehen. Aber wer würde das als große Überraschung verbuchen? Wahrscheinlich niemand. Sie haben die große Gelegenheit Ihr Team durch eine gute Leistung wieder mehr Selbstvertrauen zu geben. Und auch Sie können wieder ein wenig durchatmen. Das Team lebt, heißt es dann ja immer so schön.

Und genau diese Gedanken scheinen Roberto Martinez, dem Trainer von Wigan Athletic, vor dem wichtigen Spiel gegen den FC Liverpool durch den Kopf gegangen zu sein. Anders waren die ersten guten 20 Minuten von Wigan Athletic nicht zu erklären. Verglichen mit den letzten Aufgaben, war das Team fast schon wie ausgewechselt. Dem Gast aus Liverpool, Tabellensechster vor dieser Partie mit der Chance bei einem Sieg auf Platz Vier zu springen, gehörten zwar die ersten Minuten, aber danach fand Wigan viel besser in die Partie, hatte mehr Ballbesitz und verstand es exzellent, Liverpool früh im Spielaufbau zu stören. Die Reds verfielen in ihre diese Saison schon häufig gesehene Passivität und ließen Wigan machen. Den Latics fehlte allerdings die Qualität im Abschluss und die wirklich gefährlichen Torszenen.

Bei Liverpool spielte in der Abwesenheit von Glen Johnson – er saß immerhin schon wieder auf der Bank – Mascherano wieder auf der Position des Rechtsverteidigers. Krygiakos ersetzte Daniel Agger und Insua sprang für den verletzten Fabio Aurelio ein. Gerrard war eher mit defensiven Aufgaben bedacht, spielte eher die defensivere Sechser-Rolle. Passte nicht so ganz in den ersten 20 Minuten. Für Bewegung nach vorne sollten Benayoun und Maxi Rodriguez sorgen. Kuyt und Torres übernahmen die Sturmspitzen, der Holländer dabei leicht zurückgezogen. Bei Wigan spielte Marcelo Moreno, ehemals Werder Bremen, für Hendry Thomas. Melchiot stand für die Latics nicht zur Verfügung.

Nach 30 Minuten durfte man dann ein wenig in Ernüchterung fallen. Leider wenig Highlights, Gerrard scheiterte in der 25. Minute nach gutem Zuspiel von Benayoun an den eigenen Nerven und der guten Abwehrreihe von Wigan. Für die Gastgeber musste man bis dahin aber ein großes Kompliment aussprechen. Zumindest vom Kampf, der Leidenschaft und dem Einsatz war das eine sehr gute Leistung. Dass man spielerisch nicht überzeugen konnte, war fast nicht anders zu erwarten. Bei Liverpool fehlte das gewisse Etwas, man war zwar bemüht, aber da waren viele Fehler und Ungenauigkeiten dabei. Man ging wenig Risiko, setzte Wigan kaum unter Druck. Die typische Auswärtstaktik von Rafael Benitez. Und alle Liverpool-Fans, jetzt mal kurz weghören. Und genau deshalb steht ihr diese Saison nur auf Platz 6 derzeit und nicht da, wo derzeit Arsenal, Chelsea und Man Utd stehen. Aber das nur am Rande. Am interesantesten in der ersten Hälfte war noch die rigorose Kartenverteilung von Schiedsrichter Andre Marriner, der eine äußerst kleine Linie fuhr und nach 33 Minuten schon beide Innenverteidiger der Reds mit gelb verwarnte. Wigan belohnte sich in der 35. Minute mit der 1:0-Führung für die gute erste Hälfte – und Liverpool half kräftig mit. An einer langen Fehlerkette stand ein fürchterlicher Pass von Kuyt, Emmerson Boyce schnappte sich den Ball, tolle Flanke auf Rodallega, der Mascherano in der Mitte entwischt ist und aus kurzer Distanz nur noch über die Linie schieben muss. Keine Chance für Pepe Reina.

Bis zur Halbzeit war es dann ein deutlich munteres Spiel. Liverpool kam durch Torres zu einer guten Chance, Wigan blieb bei schnellen Gegenangriffen immer wieder gefährlich, auch weil Liverpool fürchterliche Fehlpässe spielte. Auf der Trainerbank der Reds bereitete derweil Rafael Benitez seine Pausenpredigt vor, die Notizzettel sahen sehr voll aufgeschrieben. Da passte einiges nicht. Defensiv klappte die Absicherung mit Lucas und Gerrard auf den eher defensiven Positionen kaum. Da waren die Lücken zu groß, wenig ging über die Flügel, Maxi Rodriguez und Benayoun waren da häufig auf sich alleine gestellt. Gerrard hatte auf seinen defensiveren Part schon nach 35 Minuten keinen Bock mehr und schaltete sich häufiger in die Offensive ein, was nur zur Folge hatte, dass Liverpools defensive Löcher noch größer wurden.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #29 – (Not) Arsenal against the rest of the world

Freitag, 5. März 2010 23:21

Es ist ein etwas seltsamer Spieltag, der uns da in den nächsten Tagen bevorsteht. Nur fünf Spiele stehen an diesem Wochenende auf dem Programm, weil gleichzeitig zum Liga-Betrieb das Viertelfinale des FA-Cup staffindet. Und da sechs Premier League Vereine in fünf Begegnungen um den Pokal kämpfen, haben wir in der Premier League nur die halbe Zahl an Spielen. Drei der fünf ausgefallenen Nachholspiele (Aston Villa-Sunderland, Portsmouth-Chelsea und Blackburn gegen Birmingham) werden am Mittwoch, 24. März 2010, nachgeholt. Für die Begegnungen zwischen Tottenham und Manchester City sowie Fulham gegen Stoke gibt es noch keine genauen Nachholtermine. Was zum einen daran liegt, dass Fulhams Terminplan aufgrund der Europa League noch extrem eng ist und sich damit Zeiträume unter der Woche vorerst nicht ergeben. Auch Manchester City hat Terminkollisionen, weil man auch noch eine weitere Partie im Nachzug ist. Gegen Everton muss man am 24. März erstmal antreten und dann findet sich dann wohl im April ein Nachholtermin für das Spiel gegen die Spurs. Und dann soll da keiner mehr sagen, dass die Premier League kein Terminproblem hat. Bei den ganzen Nachholpartien verliert man langsam den Überblick. Und zu allem Überfluss gibt es nächste Woche parallel zur Champions League und Europa League noch drei Nacholpartien. Die stammen aber noch aus dem Januar, als ein Schneechaos England lahmlegte.

Auch in den Meisterschaftskampf greift der Terminplan jetzt ein, weil Chelsea am Wochenende ja pausieren muss. Zeit und Gelegenheit für Manchester United und den FC Arsenal Boden gut zu machen. Insbesondere die Gunners hatten nach der schweren Verletzung von Aaron Ramsey keine leichte Woche. Arsene Wenger war nach seinen Aussagen vom letzten Wochenende nach dem Spiel gegen Stoke – er hatte beklagt, dass seine Spieler sich gegen die Fouls nicht wehren können und das alles kein Zufall sei – auch in den letzten Tagen ein gefragter Mann für die Journalisten. Vorläufiger Höhepunkt die heutige Pressekonferenz des Arsenal-Trainers, als er sich fast mit einem Journalisten anlegte und danach mehrfach sehr gereizt auf die Fragen der Medienvertreter reagierte. Angesprochen auf das Foul von Willam Gallas an Mark Davies aus dem Spiel gegen die Bolton Wanderers im Januar (nachzulesen hier in meinem Live-Blog) und dem Hinweis des Journalisten, Davies habe daraufhin vier bis Wochen seinem Team gefehlt, gibt es den ersten kleinen Ausbruch von Wenger.

” What you say here is not true. He played less than 10 days later. That is exactly what we face on the other side: Offense that is not checked and we have to stand up for [...] It is not Arsenal against the rest of the world. What I say here is valid for the Arsenal players as well. I want the Arsenal players to go into the tackles like everybody else. To go into the tackles and be committed. What I say is not just for Stoke or Arsenal players, it is for everybody. I defend football. It is not that we are apart from anybody else. We are the same. I am continuing to defend the values that I believe are important for our club and football. That doesn’t mean we are angels and everyone else is the devil. It is for everybody.”

Mal sehen, ob Wenger den Kampf gegen die Journalisten diese Saison noch gewinnt. Jetzt ist er erstmal wieder in der Defensive.

FC Arsenal – FC Burnley

Sky Sport 1, Samstag live ab 15:55 Uhr, Kommentar: Sven Schröter

Das soll sein Team am Samstagnachmittag ganz sicherlich nicht sein. Die Gunners wollen ihre Siegesserie auf  vier Spiele ausbauen und Schritt halten mit Manchester United und Chelsea. Im Heimspiel gegen Burnley können sie vorlegen. Definitiv ausfallen werden verständlicherweise Ramsey und der gesperrte Alex Song. Gute Chancen bestehen, dass Arshavin und Denilson wieder ins Team zurückkehren können, hinter dem Einsatz von Abou Diaby steht noch ein kleines Fragezeichen. Burnley stauchelt stark der Championship entgegen. Man holte nur einen Punkt aus den letzten 16 Spielen und gehört zu den schlechtesten Auswärtsteams der Liga, nur ein magerer Punkt steht zu Buche. Damit dürfte die Ausgangslage klar genug sein. Burnley spielt am Wochenende mit Trauerflor. Die Mutter von Alex MacDonald, dem 19-jährigen Stürmer der Clarets, Janette Fackrell, ist am letzten Freitag im Alter von 40 Jahren nach langer Krankheit verstorben. “Inside I feel lost. I am trying to carry on my life as normal, trying to put a brave face around the lads.” Und immer wird klar, wie wirklich unwichtig Fußball sein kann.

West Ham United – Bolton Wanderers

Auch West Ham United will eine Serie aufrecht erhalten. Seit fünf Heimspielen ist man unbesiegt und hat sich mit dieser tollen, teils auch unerwarteten Bilanz vorerst aus dem Tabellenkeller geschoben. Mit Bolton kommt jetzt der nächste Kandidat, der um den Klassenerhalt kämpft. Mit einem Sieg könnten sich die Hammers bis auf sechs Punkte von der Abstiegszone entfernen.

Wolverhampton Wanderers – Manchester United

Sky Sport 1, Samstag live ab 18:25 Uhr, Kommentar: Toni Tomic

Ich versuche noch sowas wie einen guten Grund zu finden, dieses Spiel eventuell in der Wiederholung am Sonntag zu schauen ohne das Ergebnis zu kennen. Die Frage ist nur, ob sich das lohnt. Eigentlich sollte das eine klare Sache sein. Die Wolves gewannen nur eines der letzten neun Ligaspiele. Woher also die Hoffnung für dieses Spiel nehmen? Auch wenn Man Utd eigentlich in guter Form ist, haben die letzten Auswärtsleistungen gezeigt, dass man immer noch anfällig ist für einen Ausrutscher. Man siegte nur in zwei der letzten sechs Auswärtsspiele und hat bereits bei den anderen beiden Premier League Aufsteigern aus Burnley und Birmingham schon nicht gewonnen. Also zumindest etwas Hoffnung, dass dieses Spiel sich nicht völlig nur in eine Runde entwickelt. Es ist zudem das erste Spiel, in dem Sir Alex auf Michael Owen verzichten muss, der wohl diese Saison auch nicht mehr in der Premier League zu sehen sein wird.

FC Everton – Hull City

Sky Sport 1, Sonntag live ab 16:55 Uhr, Kommentar: Andreas Renner

Immerhin hat sich die Premier League noch mit einem Spiel in den Sonntag gerettet. Everton empfängt Hull City. Vor allem für die Tigers im Abstiegskampf ein imminent wichtiges Spiel, liegt man doch mit 24 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz. Für Everton im gesicherten Mittelfeld ist diese Partie längst nicht so von großer Bedeutung.

Wigan Athletic – FC Liverpool

Sky Sport 1, Montag ab 20:55 Uhr, Kommentar: Marco Hagemann

Da muss man den Spielplanersteller der Premier League schon mal hinterfragen. Da fällt schon die Hälfte der Spiele aus beziehungsweise muss verlegt werden und trotzdem streckt man den Spieltag dann über drei Tage. Im Monday Night Game empfängt Wigan Athletic den FC Liverpool. Die Reds können, weil Man City und Tottenham spielfrei haben, wieder auf den vierten Platz vorrücken. Wigan braucht jeden Punkt im Abstiegskampf. Also eine richtig interessante Konstellation und Ausgangslage. Mehr zu dem Spiel dann – eventuell, wenn ich Zeit finde -  am Montag ab kurz vor neun im Live-Blog an dieser Stelle.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #28, FC Chelsea – Manchester City

Samstag, 27. Februar 2010 13:33

[15h43] Endstand FC Chelsea – Manchester City 2:4

Dann wurde das ja in der zweiten Halbzeit noch eine richtig tolle Partie. Chelsea verspielte wieder mal eine Führung und offenbarte in der Defensive große Schwächen, die City eiskalt ausnutzte. Für die Gäste lief dann alles nach Plan, man konnte sich den Gegner zurecht legen und dann per Konter den Sack zuschnüren. Chelsea versuchte offensiv viel, es fehlte aber am Quäntchen Glück und Genauigkeit – oder man scheiterte wie Anelka am sehr guten Shay Given. Chelsea holt damit Man Utd und eventuell auch Arsenal wieder ganz dick ins Titelrennen zurück, City belegt jetzt Platz 4, aber Tottenham und Liverpool spielen ja erst morgen.

[15h38] 2:4, Frank Lampard, 90. Minute +1 (FE)

Barry mit dem Foul an Anelka im Strafraum, den Elfmeter muss man nicht unbedingt geben, aber sei es drum. Lampard verwandelt im Gegensatz zum Hinspiel, wo er noch an Given scheiterte, diesmal lässig und souverän.

[15h38] Elfmeter FC Chelsea

[15h37] So, die Chelsea-Fans dürfen noch mal richtig kräftig pfeifen. Tevez geht vom Platz, Silvinho kommt für die letzten Sekunden.

Fünf Minuten Nachspielzeit

[15h34] 1:4, Craig Bellamy, 87. Minute

Wird dann doch eine ziemliche Klatsche für die Blues. Toller Konter der Citizens, fünf gegen drei. Wright-Philips legt quer für den mitgelaufenen Bellamy, der nur noch einschieben braucht.

[15h33] Fünf Minuten noch regulär. Anelka scheiterte gerade eben am klasse reagierenden Shay Given. Das wäre noch einmal Pfeffer für die letzten Minuten gewesen. So bleibt es bei der komfortablen Führung für die Gäste, die das Spiel über die Zeit schaukeln wollen. Chelsea versucht alles.

[15h28] Platzverweis Michael Ballack/FC Chelsea

Mist, jetzt ist Ballack ja doch wieder in allen Zeitungsartikeln, aber negativ, denn nach 80 Minuten darf er völlig zurecht unter die Dusche. Hatte vorhin schon gelb wegen Meckerns bekommen, jetzt Frustfoul von hinten in Höhe der Mittellinie an Tevez. Chelsea nur noch zu neunt. Ballack und Beletti fehlen Chelsea damit im nächsten Ligaspiel am 13. März gegen West Ham United. Oder schon im FA-Cup am 7. März gegen Stoke. Das weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf, wie da die Regel genau ist. Wer es weiß, darf sich gerne in den Kommentaren melden.

[15h26] Du meine Güte, was ist mit Mancini los? Führt 3:1 an der Bridge und bringt Stürmer für Linksverteidiger. Bridge darf Feierabend machen, Santa Cruz kommt aufs Feld. Wenn da nichts mehr passiert, hat das morgen jeder vergessen. Aber wäre mal sehr interessant zu erfahren, was er sich dabei gedacht hat.

[15h23] 1:3, Carlos Tevez, 76. Minute (FE)

Ist das die Entscheidung in diesem Spiel? Gareth Barry setzt sich wieder auf der linken Seite durch, ähnlich wie vorhin Bellamy, diesmal ist Belletti zu langsam und kann sich nur noch mit einem Foul helfen. Elfmeter geht völlig okay. Und Mike Dean ist knallhart und schickt Belletti wegen Notbremse auch noch vom Platz. Tevez verwandelt den Elfmeter sicher, keine Chance für Hilario. Und City mit der zweiten guten Szene in der zweiten Hälfte und dem zweiten Tor. Da ist ein Spiel ganz nach Wunsch verlaufen.

[15h22] Elfmeter Manchester City und Platzverweis Belletti/FC Chelsea

[15h20] Shaun Wright-Philipps hat seiner Einwechselung von vor zehn Minuten – er kam für Adam Johnson – auf rechts auch noch nicht viel bewegt. Überhaupt bleibt es jetzt zwar ein temporeiches, durchaus ansehnliches Spiel, aber es gibt wenige Torchancen. Chelsea macht Druck, aber City verteidigt gut. Beste Szene von Ballack so far. Schuss aus 20 Metern, aber Given auf dem Posten. Bei den Gastgebern fehlt der letzte Feinschliff.

[15h17] City wird noch mehr Platz bekommen, weil Chelsea zum letzten Mal wechselt. Kalou kommt für Carvalho, Stürmer für Innenverteidiger.

[15h11] Terry und Tevez geraten nach einem Zweikampf aneinander, können sich aber beide noch kontrollieren und schlagen nicht aufeinander ein. Referee Dean bittet beide zum Gespräch und belässt es bei einer Ermahnung. Und am Ende vertragen sich die beiden sogar.

[15h08] Ancelotti lässt wechseln, bringt Sturridge für den starken Joe Cole. Verstehe ich jetzt nicht. Aber ich bin auch nicht Trainer. Zudem kommt Belletti für Obi Mikel.

[15h04] City kommt dieser Spielstand natürlich jetzt sehr entgegen. Bellamy und Adam Johnson haben gezeigt, dass sie die Räume, die Chelsea jetzt anbietet, sehr gut nutzen können. City tut auch gut daran sich nicht völlig hinten einzuigeln. Die Blues versuchen derweil wieder mehr für das eigene Spiel nach vorne zu tun, wirkt aber alles zwar durchdacht und strukturiert, scheitert aber häufig an der Ausführung. Für alle deutschen Medien hier mal zum Mitschreiben: Ballack total unauffällig. Man muss ihn also nicht erwähnen.

[14h58] 1:2, Craig Bellamy, 51. Minute

Großes Tor von Bellamy, setzt sich auf links gegen Mikel durch, hat Tempo drauf und schafft es trotzdem einen präzisen Linksschuss ins lange Eck zu setzen. Hilario zu langsam unten. Und City hat dieses Spiel gedreht. Wieder keine gute defensive Leistung der Blues, zu offen auf den Außenbahnen und Bellamy hat das wunderbar ausgenutzt.

[14h56] John Terry sieht gelb nach Foul an dem quirligen Adam Johnson. Fans des FC Chelsea laufen aufs Spielfeld und wollen Wayne Bridge dafür verantwortlich machen, fordern Handschlag. Bridge schießt den Freistoß in die Mauer.

[14h53] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten

[14h36] Halbzeit FC Chelsea – Manchester City 1:1

Dann war das ja doch noch ein wenig Spektakel in der ersten Hälfte nach ganz schwachen 30 Minuten. Chelsea tat dann mehr für die Offensive und ging verdient in Führung. City in der Defensive mit ordentlicher Leistung, im Angriff aber zu einfallslos. Höchstens Adam Johnson macht da einen ordentlichen Eindruck. Nichts desto trotz kam man glücklich zum Ausgleich, dank tatkräftiger Hilfe der Chelsea-Verteidigung. Verspricht also Spannung für den zweiten Durchgang.

[14h33] 1:1, Carlos Tevez, 45. Minute +1

Knappe vier Minuten hat die Führung für die Blues gehalten. Und dann macht Man City aus dem Nichts den Ausgleich. Und das war eigentlich gar keine Torchance. Unglückliche Kopfballverlängerung von Mikel auf Tevez, der hat keinen Mitspieler um sich herum, zieht aber trotzdem aufs Tor. Setzt sich gegen Terry und Carvalho durch und schießt fast schon im Liegen den Ball an Hilario, der wahrlich auch keine gute Figur macht, vorbei ins Tor. Tolle Einzelleistung von Tevez und fürchterliches Verteidigen bei Chelsea.

[14h32] Drei Minuten Nachspielzeit

[14h29] 1:0, Frank Lampard, 42. Minute

Chelsea hat in den letzten Minuten mehr für die Offensive getan und belohnt sich kurz vor Halbzeitpfiff mit der durchaus verdienten Führung. Lampard mit seinem 11. Saisontor. Schöner Pass von Joe Cole in die Schnittstelle der Abwehr, riesen Lücken in der City-Abwehr, Lampard mit dem Schuss an Given vorbei ins lange Eck, nimmt den Innenpfosten fast noch mit. Hat genau gepasst.

[14h24] Das war doch mal wenigstens etwas Aufregung – rein zufällig. Flanke von Ivanovic, City klärt den Ball zu kurz, Lampard will den Ball eigentlich aufs Tor schießen, produziert aber einen Querschläger, den Drogba aus der Drehung aufnimmt, aber über das Tor. An guten Tagen macht der Ivorer solche Gelegenheiten auch schon mal rein.

[14h18] Kein wirklich gutes Spiel, für die Ansprüche beider Teams schlicht zu wenig. Einen Hauch von Torgefahr gibt es nach Fernschüssen oder durch Zufallsprodukte Marke unglükliches Klären in der Abwehr. Passiert ganz wenig. Einzig die taktische Einstellung und das durchaus gute Defensivverhalten dürfte beide Trainer ein wenig zufrieden stellen.

[14h05] So langsam könnten sich die Spieler mal um mehr Torchancen kümmern, sonst ist dieser nicht vorhandene Handschlag das einzige Highlight in der ersten Hälfte. 17 Minuten gespielt, Freistoß von Adam Johnson, direkt ins Torwarteck auf Hilario. Null Gefahr.

[13h59] Erste kleine Chance in diesem Spiel. Distanzschuss von Malouda, aber über das Tor von Shay Given. Ansonsten ein sehr mäßiger Auftakt in den ersten 12 Minuten.

[13h53] Bin mal gespannt, wie weit sich Florent Malouda als Linksverteidiger nach vorne wagt. Ob das so offensiv wird wie bei Ashley Cole wage ich mal zu bezweifeln, weil die Rückwärtsbewegung des Franzosen sicherlich nicht so gut ist. Und Man City einen unbesetzte Außenbahn zu geben, dürfte nicht unbedingt das Ziel sein. Sonst schon was passiert? Nö, außer Szenenapplaus für John Terry nach einem erfolgreichen Tackling. Chelsea sucht den Weg nach vorne, die Citizens kompakt und eng am Gegenspieler.

[13h48] Beginn 1. Halbzeit

Dann man an den Sport. Chelsea mit Anstoß und ganz in blau von rechts nach links in den ersten 45. Minuten. Here we go.

[13h45] So, und Wayne Bridge hat John Terry nicht die Hand geschüttelt. Terry war bereit dazu, Bridge verweigerte. Hätten wir das auch abgehandelt.

[13h40] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Hilario – Ivanovic, Carvalho, Terry, Malouda – Ballack, Mikel, Lampard – Anelka, Drogba, Joe Cole

Manchester City: Given – Richards, Kompany, Lescott, Bridge – Zabaleta, De Jong, Barry -  Bellamy, Tevez, Johnson

Beide Mannschaften plagen ein paar Personalsorgen. Chelsea muss Peter Cech ersetzen, Hilario tut das. Problem die Linksverteidigerposition. Ashley Cole und Zhirkov sind beide verletzt, also muss Malouda nach hinten links in die Viererkette. Insgesamt offensive Ausrichtung beider Mannschaften. Bei Man City kehrt Tevez ins Team zurück, Adam Johnson ersetzt den gesperrten Emmanuel Adebayor.

[13h33] Tach zusammen, bin gerade so fertig geworden mit Arbeit, Telefonaten und Mittag, von daher jetzt volle Konzentration auf den Auftakt zum 28. Spieltag der Premier League an diesem Wochenende. Und zum Glück bietet diese Partie genug sportliche Brisanz – Chelsea will die Tabellenführung ausbauen und Man City darf nicht den Anschluss an Platz 4 verpassen – sodass die Medien nicht vollends an der Saga Terry-Bridge ersticken.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #28 – Going into administration

Freitag, 26. Februar 2010 10:03

Es ist ein 28. Spieltag der Premier League 2009/2010 in der etwas abgespeckten Variante mit nur acht Spielen. Manchester United hatte ja bereits am Dienstagabend im vorgezogenen Spiel West Ham United mit 3:0 besiegt und damit weiter Ansprüche auf die Meisterschaft angemeldet. Da am Sonntag auch das Carling Cup Finale stattfindet, ist die Partie von Aston Villa gegen Hull CityAufbau verlegt worden. Einen Termin für das Nachholspiel gibt es noch nicht. Nichts desto trotz ist es ein sehr interessanter Spieltag mit zwei wichtigen direkten Duellen im Abstiegskampf und schwierigen Aufgaben der Titelkandidaten. Chelsea empfängt Manchester City und Arsenal muss zum heimstarken Stoke City reisen.

Aber zunächst der Blick an die Südküste, wie so häufig in den letzten Wochen und Monaten. Aber zumindest heute kann unter die Saga des FC Portsmouth ein erster kleiner Schlussstrich gezogen werden. Nachdem man in den letzten Tagen noch vermehrt und intensiv nach einem neuen Besitzer geschaut hat – der derzeitige Balram Chainrai war nur eine Übergangslösung -, gab es dann gestern die Bestätigung vom Verein, dass man nicht fündig geworden ist und Insolvenz anmelden muss. Alle nötigen Formalia dafür sollen heute abgeschlossen werden. Mit einer Entscheidung am High Court in London wird am Vormittag gerechnet. Portsmouth ist der erste Klub der Premier League, der einen solchen Schritt vollziehen muss.  Den Verein drücken Schulden in Höhe von 60 Millionen Pfund, zudem standen Steuernachzahlungen in Höhe von fast 12 Millionen Pfund aus, die umgehend geleistet werden mussten. Dem konnte Pompey aber nicht nachkommen. Nachdem die Premier League in den letzten Wochen schon den Stecker zog und TV-Einnahmen dem Verein verweigerte, macht Portsmouth jetzt selbst die Lichter aus.

Was sind die Folgen für den FC Portsmouth? Langfrisitig kann man das nur schwer abschätzen. Zunächst wird es einen Abzug von neun Punkten geben, was soviel bedeutet, dass der Abstieg schon jetzt in Stein gemeißelt ist. Man wird nächste Saison also in der Championship spielen. Ob man ein zweites Leeds United wird, kann heute niemand sagen. Neben den Punktabzügen wird auch über Gehaltskürzungen diskutiert. Wie paradox: Jetzt diskutiert man in Portsmouth über Gehaltskürzungen, dabei konnte man zuletzt überhaupt froh sein, dass man Geld auf seinem Konto vorfand. Aber wenn der Verein weniger überweisen muss, geht es vielleicht zügiger. Trainer Avram Grant hat heute Morgen seine Spieler zu einem Treffen eingeladen, bei dem ein solcher Schritt diskutiert wurde. Nach Berichten des Guardian sollen zwei Spieler mit diesem Vorschlag auf Grant zugekommen sein. Über die Zukunft des Trainer kann nur spekuliert werden. Ich tippe darauf, dass er nach der Saison den Verein verlassen wird. Schaut man sich seine gestrigen Ausführungen im Interview bei Sky Sports News an, dürfte klar sein, dass Grant mit der Situation bei Pompey alles andere als zufrieden ist und seine Wut über die Situation nur schwer verbergen kann.

Welche Konsequenzen hat die Insolvenz des FC Portsmouth nun für die Premier League? Zunächst einmal steht damit ein Absteiger fest, was für die anderen Konkurrenten heißt, dass die Chancen für den Klassenerhalt wieder ein wenig größer geworden sind. Natürlich wird es jetzt auch wieder eine Diskussion über den Zustand der Premier League mit der Eigentümerstruktur und den hohen Schulden der Vereine geben. So eine Debatte kann der Premier League aber nur helfen. Und bei aller Kritik an der mit Geld aufgeblähten Liga darf eben auch nicht übersehen werden, dass die Situation des FC Portsmouth nur bedingt auf andere Premier League Klubs anwendbar ist. Über die Hintergründe und die spezielle Situation des Vereins hatte ich einen längeren Beitrag bereits im September letzten Jahres geschrieben.

FC Chelsea – Manchester City

Sky Sport 1 live, Samstag ab 13:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Natürlich kommt man bei diesem Duell nicht um das direkte Aufeinandertreffen von John Terry und Wayne Bridge herum. Terry hatte eine Affäre mit der Ex von Bridge. Seitdem hetzt der Boulevard eine exklusive Story nach der anderen durch den Blätterwald, wohl nicht nur deswegen hat Bridge gestern bekannt gegeben, dass er nicht mehr für die englische Nationalmannschaft zur Verfügung steht und damit nicht mit John Terry zusammenspielen möchte. Aber das ist dann am Samstagmittag hoffentlich nur eine Randnotiz, es bleibt zu hoffen, dass das Spiel vor allem sportliche Schlagzeilen schreibt. City schied am Mittwoch im FA-Cup bei Stoke City aus und muss Wiedergutmachung leisten, auch damit man im spannenden Kampf um den vierten Platz nicht zurückfällt. Chelsea will den Abstand auf Man Utd wieder auf vier Punkte aufbauen und die Niederlage bei Inter Mailand wieder vergessen machen. Verzichten müssen die Blues auf Peter Cech, der mit einer Wadenverletzung vier Wochen ausfallen wird. Vertreten wird er von Hilario. Bei City könnte Craig Bellamy wieder in der Startelf stehen.

FC Burnley – FC Portsmouth

Wenn der Tabellenvorletzte das Schlusslicht der Liga empfängt, kann man auf alle Fälle von einem Kellerduell sprechen. Blöd nur, dass Portsmouth schon fast außer Reichweite für den Klassenerhalt ist. Heißt konkret, dass es ausschließlich das Spiel des Jahres für den FC Burnley ist. Den Clarets fehlt ein Punkt auf das rettende Ufer – und wenn nicht gegen Pompey gewinnen, wann dann? Hoffnung für Burnley gibt es vor allem durch die Rückkehr von Verteidiger Graham Alexander, der nach vier Wochen Verletzungspause in den Überlegungen von Trainer Brian Laws wieder eine Rolle spielt. Interessant dürfte sein, wie Burnley den Schock aus der letzten Woche verkraftet hat, wo man in 12 Minuten vier Gegentore kassiert hatte. Wie gut, dass da ein Verteidiger wieder zurück ins Team kehrt.

Bolton Wanderers – Wolverhampton Wanderers

Sky Sport 1 live, Samstag ab 15:55 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Nicht weniger interessant und dramatisch ist das Duell von Bolton gegen Wolverhampton, für das sich Sky in der Nachmittagsübertragung entschieden hat. Bolton belegt derzeit den ersten Abstiegsplatz und hat zwei Punkte Rückstand auf die Wolves, die derzeit den 16. Platz belegen. Mit einem Sieg könnten die Wanderers also an Wolverhampton vorbeiziehen. Bolton kommt mit einem negativen Erlebnis aus der Woche in den Spieltag, als man im FA-Cup Wiederholungsspiel mit 0:4 bei Tottenham unterging. Auch wenn die Wolves letzte Woche zuhause gegen Chelsea verloren haben, zeigt die Formkurve doch langsam nach oben. Vor allem die Leistungen auf dem Platz stimmen, die Ergebnisse fehlen noch. Bei den Gästen kommt Stürmer Andy Keogh zurück ins Team. Der irische Nationalspieler hat drei Monate gefehlt.

Birmingham City – Wigan Athletic

Birmingham City steht im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und kann ganz ruhig und befreit in diesen Spieltag gehen. Der Druck in dieser Partie liegt vor allem auf Wigan Athletic, die zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz stehen, aber eine der schlechtesten Tordifferenzen im Tabellenkeller haben. Wigan hatte zuletzt zwei Unentschieden erzielt, doch kann man sich dafür auf Dauer nicht so viel kaufen. Es bräuchte mal wieder einen Sieg. In den Schlagzeilen war der Verein unter der Woche, weil Trainer Roberto Martinez nach der Niederlage gegen Tottenham vom Wochenende in seiner Pressekonferenz für das Spiel in Birmingham eine Schiri-Schelte par excellance auslegte. Zum Verständnis: Das Führungstor der Spurs letzten Sonntag zählte trotz klarer Abseitsposition von Jermain Defoe. Martinez redete sich also in Rage: “Ich glaube, das wertet die Premier League ab, wenn man solche Aktionen sieht. Das war noch nicht mal knapp und das verwundert mich. Da war ein Spieler zwei Meter im Abseits. Ich kann nicht erklären, wie die beste Liga der Welt Leute beschäftigt, die solche Entscheidungen nicht richtig machen können. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich über eine gesamte Saison schon so viele Ungerechtigkeiten erlebt habe. Normalerweise gleicht sich das ja immer aus.”

Stoke City – FC Arsenal

Sky Sport 1 live, Samstag ab 18:25 Uhr, Kommentar: Toni Tomic

Stoke, Burnley, Hull, West Ham und Birmingham sind die nächsten fünf Gegner für den FC Arsenal. Das klingt nach vielen machbaren Aufgaben für die Gunners im Titelrennen und die Experten sind sich einig, dass bei erfolgreichem Abschneiden in diesen Begegnungen Arsenal beide Füße vehement im Titelrennen haben wird. Und da ist die Partie am Samstagabend in Stoke der ganz schwierige Auftakt und ein erneute Bewährungsprobe für das Team von Wenger. Alle Meisterschaftsträume könnten bei einer Niederlage bei den heimstarken Potters schon beendet sein, gleichzeitig könnte man bei einem Sieg aber mit richtig viel Selbstvertrauen in die nächsten einfacheren Aufgaben gehen. Wenger spricht nicht nur wegen der Niederlage im Januar im FA-Cup bei Stoke von einem Schlüsselspiel für sein Team: “Es ist ein Spiel, das wir gewinnen wollen, das aber nicht notwendigerweise mit den Ereignissen aus dem Januar verbunden ist. Wir müssen verhindern, dass Stoke seine Stärken ausspielen kann und wir selbst müssen stark und geschlossen auftreten.” Wenger muss dabei weiterhin auf Arshavin, Gallas und Diaby verzichten, noch unklar ist, ob Eduardo ins Team zurückkehrt, wenn ja aber noch nicht in die Startelf. Also wird Bendtner wieder einzige Spitze sein, flankiert von Walcott und Nasri auf den Außenbahnen.

Das wird eine ganz harte Nuss für den FC Arsenal zu knacken. Stoke ist extrem heimstark und kommt mit viel Selbstvertrauen in die Partie, unter der Woche besiegte man Manchester City nach Verlängerung im FA-Cup. Was aber auch heißt, dass Arsenal deutlich ausgeruhter in die Partie geht. Mal sehen, wie man damit umging zum ersten Mal seit Monaten eine komplett freie Woche zu haben. Arsenal muss vor allem verhindern, dass Stoke zu Standards kommt. 15 Tore hat City schon nach Standards erzielt, 14 davon zuhause, vor allem dank der langen Einwürfe von Roy Delap. Den wollte Arsene Wenger ja mal verbieten. Augenmerk auch auf den wieder erstarkten Stürmer der Potters, Dave Kitson.

Tottenham Hotspur – FC Everton

Wenn der FC Everton noch eine kleine Chance haben möchte im Kampf um die internationalen Plätze, dann muss ein Sieg bei den Spurs her, wass bedeuten würde, dass man den Rückstand auf Tottenham auf vier Punkte verkürzt. Aber nach der deutlichen Niederlage in Lissabon in der Europa League am Donnerstagabend dürfte das eher fraglich sein. Aber Everton hat schon mehrmals gezeigt, dass sie nach solchen Rückschlägen zurückkommen können. Auf der anderen Seite heißt es aber auch, dass Tottenham gewinnen muss um klare Ansprüche auf den vierten Platz anzumelden. Um Raphael Honigstein aus dem Guardian Football Weekly Extra zu zitieren: “Das sind diese Spiele, die Tottenham gewinnen muss, um den vierten Platz zu erreichen. Und sie werden es nicht machen, weil sie Spurs sind.”

FC Sunderland – FC Fulham

Respekt an den FC Fulham für die Leistungen auch in dieser Saison. Ähnlich wie Birmingham City hat man eigentlich nicht mehr viel zu verlieren in der Premier League. Trotzdem bringt man Woche für Woche gute Leistungen und kann schon für die neue Saison planen. Umso erfreulicher sind die Spiele für Fulham in der Europa League. In der Zwischenrunde mal schnell den Titelverteidiger ausgeschaltet. Da macht es sich, wenn man so einen alten Trainerfuchs wie Roy Hodgson an der Seitenlinie hat. Da hat der Gegner aus Sunderland schon ganz andere Probleme. Die Black Cats warten seit dem 21. November (damals 2:0 gegen den FC Arsenal) auf einen Sieg in der Liga. Man ist im freien Fall und die Zeit für Trainer Steve Bruce läuft langsam aber sicher ab.

FC Liverpool – Blackburn Rovers

Sky Sport 1 live, Sonntag ab 15:55 Uhr, Kommentar: Andreas Renner

Der Spieltag schließt am Sonntagnachmittag mit der Partie zwischen den Reds und den Rovers ab. Kein Spiel, das mich jetzt wirklich vom Hocker haut. Es bekommt seine Brisanz höchstens dadurch, dass Liverpool weiter gewinnen muss, um im Kampf für den vierten Platz mitreden zu können. Was so viel heißt: Um Benitez auch nach der Saison eine Jobgarantie zu geben. Immerhin konnte man jetzt das Achtelfinale in der Europa League erreichen. Blackburn geht als 12. mit großen Ruhepolster auf die Abstiegsplätze in diese Partie und kann Liverpool mal so richtig ärgern.

Wenn ich Zeit finde, gibt es am Wochenende ein Live-Blogging. Tippe mal auf Chelsea gegen Manchester City am Samstagmittag.

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Premier League 2009/2010 Review #27 – In Stein gemeißelt?

Montag, 22. Februar 2010 9:09

Es war jetzt nicht unbedingt der Spieltag, der aufgrund der dramatischen Spiele und der vielen Highlights in Erinnerung bleibt. Trotzdem war es ein richtungsweisender Spieltag für die weitere Saison. Denn immer mehr lassen sich jetzt die Tendenzen für das schon begonnene letzte Saisondrittel erkennen.

Es wird wohl einen Dreikampf um den Titel in der Premier League geben. Chelsea, Man Utd und Arsenal haben alle noch Chancen, die Trophäe zu holen. Die beste Ausgangslage haben die Blues aus London. Um den vierten Platz wird es einen Vierkampf geben. Von Platz 4 bis Platz 7 liegt nur ein Punkt Differenz nach dem mäßigen 0:0 von Liverpool und Manchester City. Tottenham und Aston Villa, beide mit souveränen Siegen, sind die anderen beiden Kontrahenten. Everton, Fulham, Birmingham, Stoke und Blackburn spielen um die goldene Ananas, platzieren sich im gesicherten Mittelfeld. Ab Platz 13 mit West Ham United beginnt dann die Abstiegsgefahr. Zwischen den Hammers und Burnley auf Platz 19 liegen nur vier Punkte. Portsmouth steht nicht nur vor einem finanziellen Scherbenhaufen, sondern scheint auch sportlich keine Perspektive mehr auf den Klassenerhalt zu haben. Wie gesagt, alles nur mehr oder weniger vorsichtige Tendenzen, die sich immer mehr in Stein meißeln lassen. Aber wer weiß, ob das am nächsten Spieltag sich nicht schon wieder ändert?

Die Zitate des Premier League Spieltags fassen das noch einmal gut zusammen.diesmal von Sir Alex Ferguson, Arsene Wenger, Gianfranco Zola, Avram Grant und Rafael Benitez:

Sir Alex Ferguson:

“Our second-half performance was very poor and when you are going for the championship you expect Manchester United to respond to the importance of the game. This is a bad result and at this time of the year we can’t afford results like that.”

Arsene Wenger:

“The only thing we can do is win our games and hope the others drop points. The top two will drop points because they play against each other. Everton have beaten them both and there are plenty of other teams where you can drop points.”

Avram Grant:

“Everything is going wrong.”

Gianfranco Zola:

“The whole team is getting better; the more confidence you get, the more the players can give.”

Rafael Benitez:

“It was difficult. We were working very hard, we had control. I thought we could win, we could lose. Very close. At the end maybe a draw is fair. As a manager you have to see your team as strong in defence, in attack we have to be a little bit better. Both teams were working hard trying to stop the other.”

Spieltag 28 am nächsten Wochenende, unter anderem mit Chelsea gegen Manchester City, Arsenal muss zu Stoke reisen, Liverpool emfängt Blackburn und Tottenham muss sich gegen Everton beweisen. Bereits morgen empfängt Manchester United in einem vorgezogenen Spiel West Ham United. Am kommenden Wochenende steht nämlich auch das Carling Cup Finale zwischen den Red Devils und Aston Villa auf dem Programm.

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Zitat des Tages: Donnerstag, 18. Februar 2010 – Konzentration auf den Abstiegskampf

Donnerstag, 18. Februar 2010 13:47

Eine kurze persönliche Anmerkung: Ich bin ab heute Nachmittag über das Wochenende auf einem Workshop in Dortmund und weiß daher noch nicht, ob ich es schaffe eine Vorschau auf den Premier League Spieltag zu schreiben. Wenn nicht, gibt es aber auf alle Fälle eine Rückschau.

Derweilt teilt Darren Bent vom FC Sunderland mit:

“I had a good chat with the manager recently and I just thought with the run we’re on at the moment, I needed to get rid of the distractions. I have to solely focus on getting Sunderland out of the relegation battle and I have shut the Twitter down. I don’t even go on it any more to look at what other people are posting.”

Also volle Konzentration auf den Abstiegskampf. Da ist Twitter nur störend.

[ via Sunderland Echo]

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“Armageddon” für West Ham United oder “too good to go down”?

Mittwoch, 10. Februar 2010 7:44

Keine einfachen Zeiten für West Ham United und die Fans der Hammers in diesen Tagen. Der Verein kämpft ums sportliche und wirtschaftliche Überleben. Einer der neuen Besitzer des Vereins, David Sullivan, sprach gestern sogar von einem “Armageddon”, sollte West Ham absteigen müssen. Gleichzeitig kündigte er einen Sparkurs samt drastischer Gehaltskürzungen für die nächste Saison an. Jede Position im Verein sei überbezahlt. West Ham steht kurz vor dem finanziellen Kollaps. Nach Berichten der Sun steht der Verein bei anderen Mannschaften mit 15 Millionen Pfund in der Kreide.

Für West Ham beginnen mit dem heutigen Heimspiel gegen Birmingham City entscheidene Wochen, die vielleicht die ganze Saison definieren könnten. Anlass genug um genauer auf die Lage bei dem Traditionsklub aus dem Osten Londons zu schauen. Und wer könnte das besser tun als ein Hammers-Fan. Mit Wolfgang/Rapidhammer sprach ich über die sportliche und finanzielle Krise von West Ham und die derzeitige Stimmungslage bei den Anhängern der Hammers. Wolfgang wohnt in Wien und bloggt über West Ham United auf Rapidhammer Footballunited und ist via Twitter unter @rapidhammer zu erreichen.

*****
Vielen Dank für deine Zeit. Für alle, die dein Blog nicht kennen, erzähl doch mal ganz kurz, wie es dazu gekommen ist, dass du Fan von West Ham United geworden bist.

Ich glaube, der Beginn der Begeisterung für einen Verein kann oft nicht richtig erläutert werden. Das hat auch was Mystisches, Unerklärliches. Nick Hornby meinte einmal: “I fell in love with football as I would later fall in love with women suddenly, uncritically, giving no thought to pain it would bring”. Bei uns gab es schon im Gymnasium eine starke Fraktion von Fans des englischen Fußballs. Wir freuten uns damals vor allem über die im Sonntag-Abendsport gezeigten besten Torszenen aus der “First Division”, und da fielen mir auch die “Hammers” mit ihren für das kontinentale Auge ungewohnten “claret and blue”-Trikots auf. Bobby Moore, die Academy, die Liebe zu London und mehrfache Aufenthalte dort taten ein Übriges. Es gibt auch Parallelen zu meinem heimatlichen Klub Rapid Wien (da bin ich wirklich ein “lifelong supporter”): Rapid wurde als “1. Wiener Arbeiter Fußballklub” gegründet, West Ham als “Thames Ironworkers” – beide also richtige Arbeiterklubs! Und schließlich ist da vielleicht noch “die moralische Autorität des Außenseiters”, die Nick Hornby den West Ham-Fans einmal zugebilligt hat – ein Klub für “glory hunters” ist das jedenfalls nicht.

Momentan ist es ja nicht gerade einfach Anhänger der Hammers zu sein. Seit dem sechsten Spieltag steckt man im Tabellenkeller, nach der Niederlage in Burnley ist man weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Was sind die Hauptgründe für die sportliche Krise im Osten Londons?

Die gesamte Saison war geprägt von ökonomischer Unsicherheit. Nachdem die Gläubiger von Björgulfur Gudmundsson – der isländische Eigentümer war im Zuge der Wirtschaftskrise bankrott gegangen – über eine “CB Holding” den Klub übernommen hatten, wusste man nie so richtig, wie es weitergehen sollte. Die Kaderzusammenstellung im Sommer war – vor allem aus finanziellen Gründen – nicht optimal, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung hatte man zuwenig “cover” für verletzte Spieler. Junge Spieler, die letzte Saison erfolgreich in die Mannschaft eingebaut wurden, spielten im Herbst nicht konstant. Und wenn es auch blöd klingt, viele Spiele gingen wirklich knapp verloren, da war sicher auch Pech dabei, das sich im Verlauf dieser bisherigen Saison noch nicht “ausgeglichen” hat. Mit dem Eigentümerwechsel sollte nun Ruhe eingekehrt sein.

Gibt es denn noch Hoffnung für West Ham? In der Wintertransferperiode konnten immerhin Mido von Middlesbrough, Benny McCarthy aus Blackburn und der Brasilianer Ilan aus St. Etienne geholt werden. Wie können die drei den Hammers weiterhelfen?

Natürlich gibt’s Hoffnung: man erinnere sich nur an den “greatest escape” 2007, als West Ham noch neun Runden vor Schluss auf dem letzten Platz lag. Ein Carlos Tévez ist zwar diesmal nicht im Kader, aber an sich haben die Hammers genug Qualität, um nicht abzusteigen. Mido wurde von Middlesbrough ausgeliehen, spielte aber zuletzt bei einem Klub in seiner Heimat Ägypten. Wie fit er ist, wird sich weisen. Er spielt aber um eine minimale Gage und möchte echt nochmal beweisen, was in ihm steckt. Der Brasilianer Ilan muss sich an das Spiel in der Premier League wohl erst gewöhnen, er hat aber Torinstinkt und gleich bei seinem Debüt getroffen. Am meisten halte ich von Benedict McCarthy, auch wenn er bei seinem ersten Spiel am Wochenende gegen Burnley noch nicht voll überzeugen konnte.

Leistungsträger bei West Ham insbesondere im Sturm ist Carlton Cole, schon sieben Saisontreffer in 16 Einsätzen, aber auch immer wieder verletzt. Überhaupt ist die Offensive mit 30 Treffern, darunter fast ¾ Stürmertore, nicht das größte Problem. Warum dann aber kaum Verstärkungen für die Defensive im Winter?

Ich hätte zwar auch noch einen Verteidiger geholt, aber die drei neuen Stürmer sollten dem bisherigen Alleinunterhalter im Angriff, Carlton Cole, helfen und für die entscheidenden Siege sorgen können. Seit sich Cole und dann auch Guillermo Franco verletzt hatten, sah’s im Angriff müde aus: nur 7 Tore in den 11 Spielen seit Anfang Dezember!

Es sah im Angriff doch müde aus, weil inbesondere das Mittelfeld extrem ungefährlich ist. Nur neun Mittelfeldtore von vier verschiedenen Spielern. Das war letzte Saison ähnlich. Warum schafft es West Ham nicht gerade bei der doch offensiv ausgerichteten Spielweise ein torgefährliches Mittelfeld zu erzeugen? Das würde doch auch den Sturm entlasten.

Da liegt wohl ein echtes Problem: die Stürmer hängen oft in der Luft, weil aus dem Mittelfeld zu wenig Brauchbares kommt. Grund: einerseits sind frühere Leistungsträger nicht in Form. Vor allem Mark Noble (bis zum Erreichen der Altersgrenze Kapitän des englischen U21-Teams) und der junge Jack Collison lassen heuer ziemlich aus. Dann war Behrami länger verletzt und sein Ersatz Radoslav Kovac ist einfach nicht gut genug. Scott Parker, eigentlich der Star im Mittelfeld, hatte auch mit Verletzungen zu kämpfen; bei ihm fehlt mir die Konstanz. Andererseits war die Einkaufspolitik bei den midfielders alles andere als glücklich. Da haben wir Alessandro Diamanti: bei ihm wechseln Licht und Schatten – ein neuer Paolo di Canio wird der nicht mehr. Und der zweite Neue für’s offensive Mittelfeld, Jimenez, kam in London nie richtig an – er hat im Jänner zurück nach Italien gewechselt. Savio detto, er ging schon im August zurück nach Italien.
Alles in allem: es fehlt ein echter Kreativer, ein “flair player”, Assistgeber und Heckenschütze, wie es zum Beispiel bis vor zwei Saisons Yossi Benayoun war. Oder auch ein Kieron Dyer sein könnte, wenn er fit wäre. Lee Bowyer hat man abgegeben, der spielt jetzt eine super Saison bei Birmingham. Matty Etherington hat man abgegeben – eine super Saison bei Stoke. Gegen Burnley hat Junior Stanislas in der zweiten Halbzeit recht gut gespielt. Wenn Scott Parker und Valon Behrami fit bleiben und sich Noble wieder fängt, wären die vier mein Wunsch-Mittelfeld. Bei Diamanti bin ich mir nicht so sicher, ob der noch einschlägt…

Gleichzeitig las man in den Tageszeitungen, dass West Ham gerne Van Nistelrooy, Robbie Keane aus Tottenham und Mateja Kezman von Paris St. Germain holen wollte – alle wieder Stürmer. Alle sind trotz lukrativer Angebote nicht nach London gewechselt. Belastet die finanzielle Ungewissheit des Vereins den Wechsel von Neuzugängen, einfach, weil man sich nicht sicher sein kann, ob in einem Jahr noch das Gehalt gezahlt wird?

Ein Abstiegskampf in der Premier League ist wohl auch nicht so attraktiv wie mit HSV in der Europa League zu spielen. Und die neuen Eigentümer haben ein schonungsloses Bild vom hohen Schuldenstand bei den Hammers gezeichnet, da überlegt man sich’s als Spieler, ob man dorthin wechseln möchte. Robbie Keane war den Hammers aber, glaube ich, definitiv zu teuer.

Wie groß findest du denn die Auswirkungen der finanziellen Krise des Vereins auf die sportlichen Leistungen des Teams?

Das ständige Gerede von einem bevorstehenden Eigentümerwechsel und hohen Schulden hat sich sicher ausgewirkt. Und wenn’s einmal nicht gut läuft, dann kommt auch Pech und mangelndes Selbstvertrauen hinzu. “In football it’s all about confidence”, heißt es nicht zu unrecht.

Eine Serie zu starten ist ja auch nicht einfach. Ich kann mich an die gute Leistung von West Ham gegen Portsmouth Ende Dezember erinnern. Anschließend sah ich dann eine richtig schlechte Performance bei den Spurs. Nach den wenigen Siegen diese Saison folgte in der nächsten Partie sofort ein Rückschlag. Komischerweise zeigte man vor allem gegen die großen Teams der Liga gute Leistungen. Ist der Abstiegskampf bei den Spielern schon angekommen?

Das frage ich mich auch. Vor allem die ewigen netten Interviews von Gianfranco Zola nach Niederlagen lassen mich daran zweifeln, dass man den Ernst der Lage schon erkannt hat. “Too good to go down” – das sollte man rasch aus den Hirnen rauskriegen.

Die neuen Besitzer des Vereins, David Sullivan und David Gold, haben nach ihrer Übernahme sehr schnell mitgeteilt, dass den Verein Schulden in Höhe von 110 Millionen Pfund plagen, für einen kleinen Premier League Klub eine enorme Summe. Gleichzeitig sagte Sullivan, es mache ökonomisch überhaupt keinen Sinn in den Verein zu investieren, er mache das nur, weil er Fan der Hammers sei. Einerseits rettet jemand den Klub, sagt aber auch, dass die Zukunft sehr schwierig wird. Wie kommt sowas bei den Anhängern an?

Ich denke, da will jemand bewusst ganz anders antreten als vor gut drei Jahren die Isländer, die damals den Klub übernommen haben. Wahrscheinlich sollen diese Hinweise auf den Schuldenstand und vor allem die hohen laufenden Kosten eine Vorbereitung auf kommende Umbrüche sein. Man wird sich im Sommer wohl noch von dem einen oder anderen besonders gut verdienenden Spieler trennen. Vor allem aber dürfte es auch um das Senken von anderen Personalkosten gehen. In einem aktuellen Interview teilte Sullivan mit, man habe  höherrangigen Klubmitarbeitern bereits den Vorschlag gemacht, auf 25 Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie ihren Job behalten möchten. Im Sommer könnte man sich von “zwanzig bis dreißig” Mitarbeiten trennen. Indem Sullivan die hohen Einkünfte in dem Interview auch zahlenmäßig benennt, versucht er – glaube ich – öffentlichen Druck aufzubauen und Verständnis bei den Anhängern zu erwecken. Für die Anhänger geht’s jetzt mal um’s Überleben in der Premier League. Auch wenn sich viele den dynamischen Unternehmer Tony Fernandes als neuen Eigentümer gewünscht haben anstatt der beiden alten Eastender mit schlüpfriger Vergangenheit – jeder ist nun froh, dass die Eigentümerfrage endlich gelöst wurde und man sich wieder auf’s Sportliche konzentrieren kann. Bis zum Saisonende jedenfalls…

…wenn dann Spieler, wie zum Beispiel Carton Cole, Scott Parker oder Alessandro Diamanti, verkauft werden müssen. Wird die nächste Saison nach einem möglichen Klassenerhalt nicht noch viel schwieriger und würden die Fans Verkäufe von Leistungsträgern einfach so akzeptieren?

Matthew Upson wird schon derzeit als möglicher Kandidat für einen Transfer genannt. Bei Cole und Parker habe ich eher das Gefühl, dass sie nicht abgegeben werden. Auch Tormann Robert Green könnte gehen. Dass es zu einem Ausverkauf kommt, glaube ich aber nicht.

Schweißt die schwierige Situation die Fans eigentlich zusammen? Du bist da vielleicht näher dran als ich. Gib doch mal einen kurzen aktuellen Stimmungseinblick in die Seele eines Hammers-Fan.

Im Augenblick macht sich bei mir ein gewisser Fatalismus breit. “Never a dull moment with West Ham United”, heißt es so schön – aber leider wird’s vor allem deshalb nicht langweilig, weil in den letzten Jahren was schiefgehen konnte, auch schiefging: 2006 das FA-Cup-Finale durch einen Fernschuss von Steven Gerrard praktisch Sekunden vor dem Schlusspfiff verloren, bei der Carlos Tévez-Affäre 8,5 Millionen Pfund Strafe und bis zu 20 Mio Pfund Schadenersatz an Sheffield Utd bezahlt, der letzte Eigentümer gerade aus dem Land, das von der Finanzkrise am härtesten getroffen wurde, unser Stürmer-Star bei seinem ersten Einsatz im Nationalteam schwer verletzt und mittlerweile in “Frühpension”. Fehlt nur noch, dass man heuer in die Championship absteigt! Aber das wird nicht passieren, denn auch wir Anhänger sind der Meinung: “too good to go down”!

West Ham steht schon seit knapp zwei Jahren immer wieder negativ in den Schlagzeilen wegen der finanziellen Situation des Vereins. Wie geht man als Fan damit um und ändert man seine Haltung gegenüber dem Verein?

Die ärgsten negativen Schlagzeilen machte wohl zunächst die Carlos-Tévez-Affäre, als der Klub im Frühjahr 2007 wegen unzulässiger Vertragsklauseln bei der Verpflichtung des Argentiniers und seines Landsmannes Javier Mascherano fürchten musste, Punkte abgezogen zu bekommen. Man kam dann zwar mit einer horrenden Geldbuße davon, aber der Ruf des Klubs war ramponiert. Und gegen Absteiger Sheffield United war West Ham in einen jahrelangen Rechtsstreit verwickelt, der schließlich mit einem Vergleich endete. Aufgrund dessen muss West Ham einen zig-Millionen-Betrag als Schadenersatz an Sheffield Utd zahlen. Gleichzeitig kam die Wirtschaftskrise, die Island besonders getroffen hat – und West Ham hatte das Pech, einen isländischen Eigentümer zu haben. Man bleibt natürlich ein Fan des Klubs, aber man betrachtet vieles kritischer.

Nun hatte man letzte Saison und dem 9. Platz als Abschluss eine tolle Spielzeit unter Trainer Gianfranco Zola gespielt. 2009/2010 läuft es bisher nicht zufriedenstellend. Wie viel Kredit hat denn Zola noch bei den Fans?

Als im Zuge der Übernahme durch Sullivan/Gold das Gerücht auftauchte, dass diese den Trainer auswechseln würden, wurde gleich eine Petition “pro Zola” gestartet, und die beiden Neuen bestätigten unverzüglich, dass “GZ” Trainer bleiben werde. Die Zahl der Kritiker unter den Fans nimmt aber natürlich mit jedem enttäuschenden Resultat zu, wobei Zola vor allem eine gewisse taktische Ahnungslosigkeit vorgeworfen wird. Der italienische Manager hat aber zweifellos noch viel Kredit bei den Fans, vor allem weil er sein Team seit jeher den tradionellen “West Ham Way” spielen lässt (gepflegtes Kombinationsspiel statt “kick and rush” mit hohen Flanken in den Strafraum, und dazu baut Zola, dem West Ham-Selbstverständnis entsprechend, immer wieder Eigenbauspieler aus der vereinseigenen Academy in die Mannschaft ein). Ich hoffe nur, dass man heuer nicht “in Schönheit stirbt”, zumal die Zola-Philosphie nicht gegen jeden Gegner und in jedem Spiel umgesetzt werden kann.

Wenn das System Zola nicht flexibel genug ist, erklärt das vor allem, dass man gegen Chelsea und Arsenal, wo man Raum zum Kombinieren hatte, gute Leistungen zeigte. Gegen Burnley oder Stoke sind aber andere Elemente von Nöten. Haben die Fans der Hammers zu hohe qualitative Ansprüche an den gespielten Fußball?

Der West Ham-Fan wird sich nie mit einer langweiligen statischen Spielweise zufrieden geben. Als man bemerkte, dass “GZ” ganz anders spielen ließ als sein Vorgänger Alan Curbishley, löste das eine echte Euphorie aus. Und in der ersten Saison des Italieners lief es ja auch prächtig: ein “top ten”-Finish und beinah die Qualifikation für einen Europa League-Startplatz. Aber für den “relegation dog fight” könnte Zolas bevorzugte Spielweise schön langsam zum Bumerang werden. Wobei man dazusagen muss, dass Zola ohnehin immer wieder herum experimentiert. Am Anfang trat er mit einem dezitierten 4-3-3 an und ließ auch in der Reserve und in den Jugendteams auf diese Taktik umstellen, dann wurde oft Carlton Cole als Solostürmer eingesetzt, und jetzt mit den Stürmer-Neuerwerbungen wird man wahrscheinlich meistens 4-4-2 spielen, wie zuletzt gegen Burnley. Da hatten die Hammers übrigens beachtliche “11 attempts on target” zu verzeichnen, so schlecht war das nicht, nachdem man – leider viel zu spät nach einem allzu defensiven Beginn – in die Partie hineingefunden hatte. Es wird aber Zeit, dass “GZ” und sein Co-Trainer Steve Clarke das Team so einstellen, dass Angriffsspiel, Mittelfeld und solide Verteidigung wieder so ineinander greifen, wie das in der letzten Saison der Fall war.

Noch einmal Thema Verletzungen: Kieron Dyer kam 2007 als großer Hoffnungsträger von Newcastle nach West Ham. Seitdem hat er nur 18 Pflichtspiele absolviert. Sullivan legt ihm den Rücktritt vom Profisport nahe – damit West Ham auch hier Kosten sparen kann. Ein richtiger Schritt?

Ich kann nicht beurteilen, wie Dyer wirklich gesundheitlich beisammen ist. Aber die Situation erinnert an Stürmer Dean Ashton, der nach seiner schweren Knöchelverletzung im Sommer 2006 – das war eigentlich der Beginn der großen Pechsträhne bei West Ham – nicht mehr ganz gesund geworden ist und seinen Abschied vom Fußball bekannt geben musste. Wenn die Situation bei Dyer ähnlich ist, dann muss man einen Schlussstrich ziehen.

Ein kurzer Ausblick auf die nächsten Spiele. West Ham hat drei schwere Auswärtsspiele demnächst, bei Manchester United, Chelsea und Arsenal. Die nächsten Heimspielgegner heißen nach der heutigen Partie gegen Birmingham unter anderem Hull City, Wolverhampton, Bolton und Stoke. Wo steht West Ham Ende März in der Tabelle?

Die nächsten Spiele werden entscheidend sein. Mittwoch gegen Birmingham (zu Hause) und dann nochmals zu Hause gegen Hull müssen zwei Siege her – was gegen Brum alles andere als leicht werden wird. Entscheidend werden die direkten Duelle gegen die “fellow strugglers” im unteren Tabellendrittel sein, und da haben die Hammers viele Heimspiele. Ende März muss schon ein Respektabstand zum “Strich” da sein, egal wie die drei Auswärtsspiele gegen die Großen ausgehen!

Sollte es mit den Siegen im Februar nicht klappen, wäre dann ein Rücktritt von Zola denkbar?

Ja. Wenn man keine neuen Spieler mehr holen kann, holt man einen neuen Trainer. Diesem Gesetz würden sich wahrscheinlich auch Sullivan/Gold nicht entziehen können. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommen wird…

*****

Ich bedanke mich recht herzlich beim Rapidhammer, dass er für das Interview zur Verfügung stand.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #26 – Wortmassage für Dirk Kuyt

Dienstag, 9. Februar 2010 7:30

Der FC Liverpool steht nach dem 1:0-Sieg im Derby gegen den FC Everton wieder auf dem so wichtigen vierten Platz in der Premier League. Auch wenn Manchester City, derzeit noch drei Punkte hinter den Reds und zwei Spiele weniger absolviert, noch gute Chancen hat das Team von Benitez vom vierten Platz zu verdrängen. Dennoch beginnen auf der Insel wieder die Diskussionen über die langweilige Premier League, die immer dieselben vier Mannschaften vorne sieht. Das kann doch gar nicht sein diese Saison, in der Liverpool so schlecht und unkonstant spielt. Ist aber so. Die Diskussion will ich gar nicht ausführen, sondern kurz die Aufmerksamkeit auf Dirk Kuyt legen. Der niederländische Stürmer der Reds erzielte das Siegtor am Samstag im Derby, es war sein 50. Tor für den FC Liverpool, in den letzten vier Spielen erzielte er vier Tore und hat maßgeblichen Anteil daran, dass Liverpool seit sieben Spielen ungeschlagen ist. Es ist Kuyt’s Verdienst, dass momentan kaum einer von Fernando Torres spricht. Grund genug für Rafael Benitez Kuyt mal so richtig ausführlich zu loben:

“Mittlerweile sollte nun jeder erkannt haben, wie wichtig Dirk Kuyt für uns ist. Er hat Qualität und spielt fantastisch in jedem Spiel, gibt alles für das Team. Zu Beginn war Stürmen seine kleine Schwäche, aber jetzt schießt er mehr Tore denn je. Spieler und Fans wissen jetzt, wie gut Dirk Kuyt wirklich ist. 50 Tore für einen Spieler sind eine tolle Leistung, vor allem in der Premier League. Er hat auf dem rechten und linken Flügel gespielt, als einzige Spitze oder im Sturmduo. Er ist so wichtig für uns.”

Spieler des Monats Januar wurde Wayne Rooney, der schlicht noch ein bisschen besser war. Aber Kuyt’s Leistung und Einsatz sind gar nicht hoch genug zu bewerten.

Die Premier League absolviert einen kompletten Spieltag unter der Woche. Vier Spiele finden am Dienstag statt, sechs am Mittwoch. Am kommenden Woche ist FA-Cup, nächste Woche gibt es parallel zur Champions League zwei Nachholspiele. Der reguläre Spielbetrieb in der Premier League geht dann am Samstag, 20. Februar, weiter.

Manchester City – Bolton Wanderers

Sky Sport 1 live, Dienstag ab 20:40 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Die verdiente Niederlage der Citizens bei Hull City stand ganz sicher nicht auf dem Menüplan von Roberto Mancini. Man hat dank des Remis von Villa und Tottenham eine sehr gute Chance verpasst näher an den vierten Platz ranzurücken. Das will man jetzt nachholen, zwingend notwendig ist dafür ein Sieg gegen die Bolton Wanderers, die zu einem 0:0 gegen Fulham kamen. Und Owen Coyle wird sehr schnell erkennen müssen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Man bleibt nur einen Punkt und einen Rang von den Abstiegsplätzen entfernt. Zu allem Überfluss kam jetzt auch noch die Verletzung von Verteidiger Gary Cahill, Kandidat für die englische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft. Cahill meldete sich am Freitagmittag krank und konnte entsprechend auch am Samstag nicht spielen. Am Samstag wurde er dann ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sein Arm stark angeschwollen war. Die Ärzte stellten darafhin ein Blutgerinnsel im Arm fest. Cahill wird wohl bis Saisonende ausfallen. Das Gerinnsel wurde entfernt, Cahill wird aber noch mehrere Wochen mit Medikamenten behandelt. Das Krankenhaus hatte er Montagnachmittag aber verlassen dürfen. Bei City steht Craig Bellamy nicht zur Verfügung, Patrick Viera und Adam Johnson könnten ihr Startdebüt geben.

Wigan Athletic – Stoke City

Wigan kommt auch nicht wirklich von der Stelle, immerhin reichte es zuletzt für ein 1:1 in Sunderland. Trainer Martinez war dementsprechend unzufrieden: “Wenn wir das zweite Tor gemacht hätten, würde sich im Spiel vieles ändern und es uns leichter machen. Aber so werden wir für sehr wenig bestraft und wir brauchen einfach zu viele Chancen.” Nächste Gelegenheit zur Verbesserung gibt es am Dienstagabend gegen Stoke, die sich mit einem klaren 3:0 gegen Blackburn von allen Abstiegssorgen entledigten.

FC Fulham – FC Burnley

Burnley kommt nach einem überlebenswichtigen Sieg über West Ham mit viel Selbstvertrauen ins Cravan Cottage und will jetzt endlich auch wieder auswärts punkten. Fulham spielt sich so ein wenig mühsam durch die Liga und hat weiterhin alle Aufmerksamkeit auf die Europa League.

FC Portsmouth – FC Sunderland

Für Portsmouth könnte es mal wieder ein entscheidener Mittwoch werden – natürlich nicht auf dem Platz. Nach dem 0:5 bei Manchester United dürften nur noch die kühnsten Optimisten Hoffnung auf den Klassenerhalt haben. Die Abschiedstour von Pompey bekommt ihre zweite Episode. Die erste war ein Offenbarungseid im Old Trafford, die zweite kann eigentlich nur besser werden. Aber das Spiel gegen Sunderland dürfte erstmal nur eine Randnotiz sein. Vor Gericht wird morgen über die Zwangsauflösung des Vereins verhandelt. Nachdem man derzeit nicht mal mehr die Stromrechnung zahlen kann, wäre man nicht überrascht, wenn man am Mittwoch endgültig die Stecker zieht. Die erneute Verunsicherung kann der FC Sunderland nutzen, die endlich mal wieder drei Punkte brauchen.

Aston Villa – Manchester United

Das könnte ein ganz interessantes Spiel werden. Die gute, kompakte Defensive von Villa, die auch am Samstag bei den Spurs aber sowas von glücklich gehalten hat, gegen den Powersturm von Manchester United, allen voran mit Wayne Rooney. Für beide ist es zudem ein sehr wichtiges Spiel. Manchester United darf im Fernduell mit dem FC Chelsea keine Punkte liegen lassen, Villa droht bei weiterer Niederlage endgültig den Anschluss an Platz 4 zu verlieren. Überhaupt ist die momentane Form vom Team von Martin O’Neill ein wenig besorgniserregend. Fünf Punkte aus den letzten vier Ligaspielen reichen nicht aus um ernsthaft Ansprüche auf den vierten Platz anzumelden. Und man darf nicht vergessen, dass man mit viel Glück an einer Niederlage bei den Spurs vorbeigeschrammt ist. Ich würde jetzt noch nicht soweit gehen, dass Villa wie letzten Spielzeit in der zweiten Saisonhälfte einbricht, aber wirklich überzeugend sind die Villens nicht. Woran liegt es? Basierend auf den letzten Spielen, die ich gesehen habe, fehlt mir ein wenig das Spiel über die Flügel und der schnelle, direkte Pass in die Spitze. Gerade die Vorwärtsbewegung wirkt ein wenig wie ein stottender Motor. Man Utd hat nach der Heimniederlage gegen Villa noch eine Rechnung offen.

FC Arsenal – FC Liverpool

Sky Sport 1 live, Mittwoch ab 20:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Auch wenn sich der FC Arsenal nach der Niederlage an der Stamford Bridge erstmal vorzeitig aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet hat, ist die Partie am Mittwochabend im Emirates von enormer Wichtigkeit. Denn Arsenal muss langsam auch wieder den Blick in den Rückspiegel werfen, Liverpool liegt auf Rang vier nur fünf Punkte hinter den Wenger-Boys. Und Liverpool braucht sowieso jeden Sieg im Kampf um die Qualifikation für die Champions League. Interessant dürfte zu beobachten sein, wie Wenger sein Team nach den beiden schmerzhaften, aber verdienten Niederlagen gegen Chelsea und Man Utd wieder aufbauen kann. Beide Spiele haben eindrucksvoll gezeigt, wo die Grenzen der Gunners liegen und welche Schwächen das aktuelle Team hat. Sehr schön nachzulesen bei der BBC. Insbesondere das naive Verhalten von Wenger in einem Spitzenspiel mit acht Mann nach vorne zu stürmen und dann per Konter Tore zu kassieren, wird ihm nun vermehrt auch von den Fans angehängt. Wiedergutmachung im begrenzten Maße kann nur ein Sieg gegen Liverpool sein. Die Reds ihrerseits bleiben dem Status einer Top-Mannschaft der Premier League schon längere Zeit schuldig. Man hat zwar seit sieben Spielen nicht verloren, aber der große Gegner war mit Ausnahme von Aston Villa und Tottenham nicht dabei. Ein Sieg gegen eines der Big Four Teams würde sicherlich auch die Position von Rafael Benitez nachhaltig stärken.

Wolverhampton Wanderers – Tottenham Hotspur

Als ich Sonntagnachmittag in den DEL-Drittelpausen mal kurz zum Spiel von Wolverhampton bei Birmingham schaltete, war ich schon überrascht, dass die Wolves solange in Führung lagen. Als ich dann das Endergebnis las, war es aber wieder Business as usual. Zwei späte Gegentore in den letzten 10 Minuten stürzten die Wolves, die einfach nicht mehr gewinnen können, in ein Tal der Tränen. Jetzt steht das schwierige Heimspiel gegen die Spurs auf dem Programm – gefolgt von Spielen gegen Chelsea und Manchester United. Tottenham will zeigen,dass sie nicht 40 Torschüsse für ein Tor brauchen, sondern auch mal ganz abgeklärt und souverän gewinnen können. Mal sehen, ob Eidur Gudjohnsen seinen ersten Einsatz bei den Spurs bekommt.

FC Everton – FC Chelsea

Es ist sicherlich eine der schwierigeren Auswärtsaufgaben für den FC Chelsea. Auch wenn Everton am Samstag im Derby gegen Liverpool fürchterlich schlecht spielte, haben die letzten Wochen gezeigt, dass die Blues mit Ausnahme des Spiels bei Hull City sehr gut in Form sind. Verglichen mit dem Fernduell mit Manchester United dürfte Everton an diesem Abend die leichtere Hürde sein. Dennoch ist der Battle of the Blues für Everton eine gute Chance zu zeigen, dass sie besser spielen können als Samstag und fähig sind Rückschläge hinter sich zu lassen und aus den Fehlern der vergangenen Partie zu lernen. Und mehr zu diesem Spiel findet sich in einer schönen Vorschau auf der Homepage des FC Everton. Dave und Carrie aus meiner Lieblings-Breakfast-Show der BBC, der Chris Moyles Show auf BBC Radio 1, sind leidenschaftliche Fußballfans. Dave, Assistent von Moyles, unterstützt Everton, Carrie, zuständig für den Sport in der Sendung, hält es mit Chelsea. Beide zusammen im Interview.

West Ham United – Birmingham City

Für die Hammers ist es das erste von fünf Heimspielen in den nächsten Wochen, die im Bereich des Möglichen liegen gewonnen zu werden. Und das ist dringend erforderlich. Nach dem 1:2 in Burnley gehen auch langsam im Osten Londons die alarmglocken auf Dauerbetrieb. Trainer Gianfranco Zola war dennoch nicht unzufrieden mit der Leistung seines Teams: “Ich denke, dass niemand was dagegen sagen würde, wenn wir hier einen Punkt mitgenommen hätten. Ich war enttäuscht über unseren Start ins Spiel, die ersten 20 Minuten, aber ansonsten war ich sehr zufrieden und wir hätten es verdient gehabt mehr aus dem Spiel mitzunehmen.” So schön, so gut. Nur nützt das eben wenig im Abstiegskampf. Birmingham City schwebt weiter auf der Erfolgswelle für einen Premier League Aufsteiger und kann ganz befreit dieses Auswärtsspiel angehen. Mehr zu Situation bei West Ham United am Mittwoch an dieser Stelle.

Blackburn Rovers – Hull City

Da lag ich mit meiner Vermutung gar nicht so verkehrt, dass Hull City aus dem guten Spiel gegen Chelsea genug Mut und Vertrauen mitgenommen hat für einen Sieg gegen Manchester City. Und wer Phil Brown vor diesen beiden Spielen erklärt hätte, er stünde danach mit vier Punkten mehr auf dem Konto fünf Plätze weiter oben in der Tabelle, wäre völlig verständlich für nicht verrückt erklärt worden. Denn der Trainer der Tigers ist seit dem ersten Spieltag von seinem Team überzeugt, nur selten konnte er es aber auch mal anschaulich beweisen, warum das angebracht sein kann. Mit drei Punkten in Blackburn kann man sich noch weiter von den Abstiegsplätzen entfernen und sogar Blackburn in der Tabelle naherücken. Die Rovers müssen eine Antwort auf die dürftige Leistung bei Stoke City geben. Oder wie Big Sam Allardyce ausführt: “Solange wir nicht 40 Punkte haben, sind wir akut abstiegsgefährdet.”

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Premier League 2009/2010 #25, Tottenham Hotspur – Aston Villa

Samstag, 6. Februar 2010 18:11

[20h24] Endstand Tottenham Hotspur – Aston Villa 0:0

Die Spurs können mit diesem Spiel nicht zufrieden sein, hatten genug Chancen hier ein Tor zu erzielen. Villa wird mit dem Unentschieden einigermaßen leben können. Viel Glück, wenig Aufwand, immerhin ein Punkt. Trotzdem für beide Teams im Kampf um den vierten Platz eine Enttäuschung. Tottenham verliert den vierten Platz an Liverpool, Aston Villa rangiert weiterhin auf Rang 7. Beide haben es aber versäumt insbesondere an Liverpool und Man City eine Kampfansage zu machen. Und wenn Harry Redknapp am Freitag noch durch die Pressekonferenz posaunte, dass man Arsenal noch überholen könnte, dann war das vom spielerischen Potential ansatzweise noch zu verstehen. Nur dann muss man das aber auch in Tore und drei Punkte umsetzen.

[20h22] Nochmal Schlussoffensive der Spurs, Villa schwimmt wieder. Zwölfte Ecke für die Gastgeber.

[20h21] Drei Minuten Nachspielzeit

[20h18] Kompliment an Schiedsrichter Foy, der eine Aktion im Strafraum an Defoe nicht als Elfmeter pfeift. Defoe hatte bereits vor dem Kontakt mit Petrov sich fallen lassen. Villa wechselt, Steve Sidwell für Stuart Downing.

[20h16] Tottenham hat wieder zwei Schippen zugelegt, aber das ist alles noch zu ungefährlich. Peter Crouch und seine Kopfbälle sehen immer sehr spektakulär aus, sind aber für Friedel keine Problem. Fünf Minuten noch.

[20h13] Schlussoffensive der Spurs, Aston Villa beginnt zu schwimmen.

[20h09] Disproportionalität bei den Ecken der Spurs. Je mehr sie bekommen (mittlerweile bei neun), desto schlechter und ungefährlicher werden sie. Minus-Bereich ist bald erreicht. Tottenham immerhin noch bemüht, aber kläglich im Abschluss.

[20h03] 20 Minuten noch zu absolvieren, kein gutes Spiel mehr, es tut sich nicht mehr viel. Kleinere Chancen wie zwei Aktionen durch Carew und einen Kopfball von Crouch verhindern immerhin, dass die Zuschauer nicht komplett einschlafen. Villa verteidigt jetzt sehr gut, gibt Tottenham weniger Raum als in den ersten 45 Minuten.

[19h49] Tottenham mit über 60 Prozent Ballbesitz in der zweiten Hälfte, also ähnlich wie im ersten Durchgang. Villa ist jetzt aber sehr viel präsenter und kann die Spurs sehr gut vom Tor fernhalten. Daher noch kaum eine gute Chance in den letzten 15 Minuten. Wenn sind es Einzelleistungen und Fernschüsse, diesmal Huddlestone, Friedel ist rechtzeitig unten. Halbe Stunde noch. Beide Teams müssen wieder stärker auf die Torchancen hinarbeiten, sonst läuft das hier zielstrebig auf ein 0:0 hinaus.

[19h40] Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehören ganz klar Aston Villa, die eine gute Freistoßposition 20 Meter vor dem Tor nach Foul von King an Agbonlahor bekommen. Downing setzt den Ball aber über den Querbalken. Tottenham scheint ein wenig überrascht, hat gar keine Ballsicherheit in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff.

[19h36] Beginn 2. Halbzeit

[19h19] Halbzeit Tottenham Hotspur – Aston Villa 0:0

Gutes Spiel, das Tottenham über weite Strecken bestimmt hat. Beide Teams kamen schwierig in diese Partie, die Spurs übernahmen dann das Kommando und hatten genug Chancen hier in Führung zu gehen. Von Villa kommt viel zu wenig, einzig eine gute Chance steht auf der Habenseite. Insbesondere das schnelle Spiel über die Flügel mit Ashley Young und Downing könnte sehr viel besser laufen. Für beide noch Spielraum nach oben.

[19h14] Beste Chance für Tottenham in diesem Spiel. Schöner Freistoß vors Tor von Villa, Ball wird gut auf Ledley King verlängert, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am überragenden Friedel scheitert, den Nachschuss setzt Defoe über das Tor. Trifft die Kugel nicht richtig, Ball landet auf dem Tornetz. Tottenham verpasst es erneut sich für eine gute einstudierte Standardsituation zu belohnen.

[19h11] Noch etwas mehr als fünf Minuten bis zur Halbzeit. Tottenham weiter spielbestimmend, in den letzten Minuten fehlen aber die großen Torchancen. Von Villa kommt weiter sehr wenig, bis auf die Doppelchance von Millner und Agbonlahor habe ich zumindest auf meinem Notizzettel nichts stehen.

[19h00] Und aus dem Nichts die große Chance für Villa zur Führung. Gomes hält zweimal glänzend, zunächst gegen einen Fernschuss von Milner, dann den Nachschuss von Agbonlahor. Da hat Tottenham zum ersten Mal richtig geschlafen in der Abwehr. Und Agbonlahor war blitzschnell da um den Abpraller aufzunehmen.

[18h56] Nächste mehr als passable Gelegenheit für Tottenham. Distanzschuss von Huddlestone, gute Parade von Friedel, auch der Nachschuss wird von Cuélla rechtzeitig zur Ecke abgewehrt. Führung wäre mehr als verdient.

[18h54] Emil Heskey kann mit seinen Schmerzen nicht weitermachen, O’Neill bringt John Carew, der von einigen sowieso schon in der Startelf erwartet wurde.

[18h50] Da hatte Peter Crouch schon das Lächeln des Torerfolges auf seinen Lippen. Toller Doppelpass vom Ex-Pompey mit Luka Modric, Crouch läuft sich prima frei, hat das ganze lange Eck frei, Richard Dunne blockt in allerletzter Sekunde den Schuss zur Ecke. Tolle Aktion des Innenverteidigers von Villa, aber erneute schaffen es die Spurs durch schnelles Direktspiel die Villa-Abwehr auszuhebeln. Wird Martin O’Neill nicht sonderlich schmecken.

[18h47] Tottenham übernimmt langsam aber sicher die Initiative, spielen den besseren Offensivfußball und strahlen mehr Torgefahr aus. Eckball Bentley, Kopfball Ledley King in die Arme von Brad Friedel. Villa findet offensiv noch kaum statt, ist auch ein wenig gehandicapt, weil Heskey nach einem Zusammenstoß mit Palacios Schmerzen an der Hüfte hat. Pluspunkt für die Spurs in den ersten Minuten: Luka Modric, zieht die Fäden im Mittelfeld. Auch Bentley knüpft auf rechts an seine guten Leistungen an.

[18h40] Noch nichts Erwähnenswertes passiert. Viele Fehler im Aufbau, beide Teams stehen kompakt im Mittelfeld. Entscheidend in diesem Spiel vielleicht die Duelle auf den Flügeln. Auf rechts Bentley gegen Downing, auf links Modric und Bale gegen Ashley Young und Cuéllar. Bis jetzt noch alles ausgeglichen.

[18h33] Beginn 1. Halbzeit

Stimmungsvolle White Hart Lane. Die Spurs in den weißen Trikots, Villa in den gewohnten lila-farbenen Shirts. Die Gäste mit Anstoß in dieser Partie, spielen von links nach rechts in der ersten Hälfte. Referee der Partie ist Chris Foy.

[18h25] Die Aufstellungen an der White Hart Lane

Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, Dawson, King, Bale – Bentley, Huddlestone, Palacios, Modric – Defoe, Crouch.

Aston Villa: Friedel – Cuellar, Collins, Dunne, Luke Young – Ashley Young, Milner, Petrov, Downing – Heskey, Agbonlahor

Beide Teams nahezu mit ihren Bestformationen heute Abend. Bei Tottenham ersetzt David Bentley den noch verletzten Aaron Lennon auf der rechten Seite. Hat das zuletzt außerordentlich gut erledigt. Nachdem Robbie Keane jetzt nach Glasgow ausgeliehen ist, lautet das Sturmduo der Spurs Crouch und Hattrick-Defoe. Bei Villa sitzt John Carew zumindest wieder auf der Bank.

[18h17] Die bisherigen Ergebnisse des 25. Spieltages

FC Liverpool – FC Everton 1:0 ; Manchester United – FC Portsmouth 5:0 ; Hull City – Manchester City 2:1 ; FC Burnley – West Ham 2:1 ; Stoke City – Blackburn Rovers 3:0 ; FC Sunderland – Wigan Athletic 1:1 ; Bolton Wanderers – FC Fulham 0:0

Ganz wichtige Siege für Burnley und Hull im Abstiegskampf, derweil verschärft sich die Krise bei West Ham nach der schwachen Vorstellung bei den Clarets. Sunderland und Wigan treten auf der Stelle, während Stoke mit dem Heimerfolg über Blackburn einen ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt macht. Liverpool meldet durch den hart erkämpften Sieg im Derby gegen Everton wieder Ansprüche auf den vierten Platz an, Everton verliert zum ersten Mal wieder seit Ende November. Man Utd übernimmt zumindest erstmal für 24 Stunden die Tabellenführung, während Portsmouth heute über 90 Minuten gezeigt hat, dass man nicht mehr die Qualität hat in der Premier League mitzuhalten. Es machte den Eindruck, als dass viele Spieler dazu auch gar keine Lust mehr hatten.

[18h11] Nachdem der FC Liverpool heute Mittag das Merseyside-Derby gegen den FC Everton gewinnen konnte, brauchen die Spurs jetzt einen Sieg um wieder auf den vierten Platz vorzurücken. Dank der Niederlage von Manchester City in Hull kann auch Aston Villa mit drei Punkten wieder Anschluss an den vierten Platz finden. Immens wichtiges Spiel also für beide Teams.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #25 – Die wichtigen Dinge

Freitag, 5. Februar 2010 18:22

Ein sehr interessanter 25. Spieltag in der Premier League steht uns bevor.  Drei Stadtderbys stehen uns bevor, zudem gibt es ein Spitzenspiel im Verfolgerduell um den vierten Platz zwischen Spurs und Villa und viele direkten Duelle in der Abstiegszone. Das wird richtig spannend zu beobachten am Samstag und Sonntag.

Die Premier League hat seit einem Monat einen eigenen Podcast, quasi als eine Spieltagsvorschau. Ich habe jetzt den Podcast mehrfach gehört und finde ihn sehr hörenswert. Schwerpunkt liegt ganz klar auf den sachlichen Informationen. Wer großartige Interaktion und Humor erwartet, wird leider enttäuscht. Meist ist ein wechselnder Moderator mit einem Gast 30 Minuten dabei auf den kommenden Spieltag zu schauen, gelegentlich gibt es Interviews mit Trainern oder Spielern, die per Telefon zugeschaltet sind, und Audio-Einspieler. Mehr Infos gibt es hier.

Keine Woche derweil ohne neue Schlagzeilen aus Portsmouth. Seit dieser Woche hat der Verein mal wieder einen neuen Besitzer, den vierten in der laufenden Spielzeit. Damit hat Pompey diese Saison schon mehr Eigentümer im Verein gesehen als Siege auf dem Spielfeld, da stehen nämlich nur drei zur Buche. Der neue Mann an den kurzen Zügeln ist jetzt Balram Chainrai, ein Unternehmer aus Hongkong. Chainrai will seinen Anteil am Verein aber so schnell wie möglich wieder an einen “verantwortlichen und vertrauensvollen” Käufer weitergeben. Chainrai war bereits in die Übernahme von Portsmouth im Oktober verwickelt. Damals hatte er dem letzten Besitzer, dem Saudi Ali al-Faraj, 17 Millionen Pfund geliehen um Kredit zu begleichen. Al-Faraj war aber, wie sich später herausstellte, nun alles andere als reich oder bereit in den Verein zu investieren. Von daher hatte Chainrai Angst sein ganzes Geld, das er zur Verfügung gestellt hatte, zu verlieren und übernahm am Mittwoch kurzfristig den Verein. Und jetzt ist auf der Suche nach einem neuen Besitzer, aber mal ganz ehrlich – wer will Portsmouth in der Situation eigentlich noch haben?

FC Liverpool – FC Everton

Sky Sport 1 live, Samstag ab 13:40 Uhr, Kommentar: Andreas Renner

Der 25. Spieltag beginnt mit einem der attraktivsten Stadtderbys auf der Insel zwischen Rot un Blau. Liverpool empfängt Everton und beide Teams wollen ihre sehr gute Form weiterbehalten. Liverpool ist seit sechs Spielen ungeschlagen, darunter gab es vier Siege, Everton hat sein neun Begegnungen nicht mehr verloren. Liverpool kann mit einem Sieg vorübergehend auf den vierten Platz vorrücken, solange Tottenham am Abend nicht gewinnt. Es ist das 213. Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams, Everton hat in der Liga seit über 11 Jahren bei Liverpool nicht mehr gewonnen. Doch dieses Jahr scheint man mehr denn je bereit und fähig dem Lokalrivalen ein Bein zu stellen. Die Toffees bringen seit Wochen konstant gute Leistungen, Liverpool muss sich immer wieder zu Siegen mühen. Das sieht alles andere als leichtfüßig und überzeugend aus. Interessant wird zu sehen sein, wie Liverpool mit eher defensiv eingestellten Gästen zurecht kommt. Liverpools Vorteil zum Beispiel im Heimspiel gegen Tottenham war, dass die Spurs selbst nach vorne spielten. Doch das muss Everton nicht, die können abwarten und sich den Gegner ausschauen. Fabio Aurelio dürfte für Liverpool wieder fit sein, bei Everton kehren Yakubu und Joseph Yobo nach ihrer Afrika-Reise zurück.

FC Burnley – West Ham United

Mehr Abstiegskampf in einem direkten Duell geht dann nicht derzeit. Der Tabellenneuntzehnte empfängt die vier Plätze besser platzierten Hammers, beide Teams trennen aber nur einen Punkt. Die Clarets könnten mit einem Sieg also West Ham in der Tabelle überholen und die Abstiegsplätze verlassen. Wenn da nicht das fehlende Selbstvertrauen wäre. Bei beiden Mannschaften muss man sich ja schon fast fragen, ob die noch wissen, wie sich ein Sieg anfühlt. Burnley hat die letzten 12 Spiele nicht gewonnen, darunter vier Niederlagen in den letzten Partien. Die letzten drei Punkte gab es am 31. Oktober beim 2:0 über Hull City. West Ham gewann nur eines der letzten neun Spiele, gegen Schlusslicht Portsmouth. Augenmerk auf die neue Sturmformation der Hammers. Die Neuzugänge aus der Wintertransferperiode sollen für Tore sorgen, Benni McCarthy und Mido. Für Burnley spricht immerhin die einigermaßen gute Heimform, während West Ham zu einen der schlechtesten Auswärtsteams der Liga zählt.

FC Sunderland – Wigan Athletic

Ähnlich brisant geht es auch im anderen Tabellenkellerduell zwischen Sunderland und Wigan zu. Beide Teams spielen seit Wochen fürchterlich schlechten Fußball und Sunderlands Performance am Montag gegen Stoke war eine der schlechtesten der ganzen Saison bisher. Zum Glück war “nur” Stoke der Gegner. Die Black Cats warten seit zehn Spielen auf einen Sieg, zuletzt im November gegen den FC Arsenal. Mit einem Sieg könnte man sich endlich wieder ein bisschen Luft im Abstiegskampf verschaffen. Da könnte Wigan Athletic gerade rechtzeitig kommen. Das Team von Roberto Martinez hat nur eines der letzten acht Spiele gewonnen, ist unter der Woche nach kläglicher Leistung zuhause im FA-Cup gegen den Viertligisten Notts County (ja, das Team, wohl Svennie mal war). Da sollte dann das letzte aller möglichen Alarmzeichen gewesen sein. Sunderland startet mit seinen Neuverpflichtungen Benjani (von Man City) und Alan Hutton (von den Spurs).

Bolton Wanderers – FC Fulham

Fulham darf die restlichen Saisonspiele einmal mehr versuchen zu zeigen, wie man spielen kann, wenn es nur noch um wenig geht. Man steht im gesicherten Mittelfeld, zu groß der Abstand nach oben und nach unten, das man nachträglich noch in Abstiegsgefahr kommen sollte. Da sind die Aufgaben in der Europa League gegen Donezk ja fasz schon die großen Highlights in den nächsten Wochen. Ganz andere Sorgen haben die Bolton Wanderers, punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz. Die Bilanz vom neuen Trainer Owen Coyle ist noch ein wenig verzerrt, waren die ersten Spiele doch unter anderem gegen Arsenal und Liverpool. Das wichtige Spiel gegen Burnley hat er gewonnen. Und genauso muss es auch diesmal laufen.

Stoke City – Blackburn Rovers

Das Duell der Tabellennachbarn, die beide gerade so am Rand zur bedrohten Zone in der Tabelle stehen. Stoke hat zudem zwei Spiele weniger als Blackburn ausgetragen, liegt zwei Punkte in der Tabelle hinter den Rovers. Mit einem Sieg und der stets großartigen Unterstützung im Britannia Stadium würde man einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Die Rovers kommen mit der Empfehlung von vier Punkten aus den letzten beiden Spielen.

Manchester United – FC Portsmouth

Sky Sport 1 live, Samstag ab 15:55 Uhr, Kommentar: Toni Tomic

Sir Alex Ferguson stapelt tief vor dem Heimspiel gegen den FC Portsmouth. Pompey sei zwar angenockt, aber dafür gerade umso gefährlicher. Bei aller Vorsicht von Sir Alex wäre ein Sieg von Man Utd in der derzeitigen Form nach dem tollen Spiel gegen Arsenal das Normalste der Welt. Ich kann hier kein Argument nennen, das Portsmouth auch nur in die Nähe eines Punktgewinnes bewegen würde. Portsmouth spielt die schlechteste Premier League Saison in der Vereingeschichte und hat nur eines der letzten 25 Auswärtsspiele saisonübergreifend gewonnen. Es gibt unter den Experten nur noch wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt, viele prophezeien sogar einen glatten Durchmarsch in die dritte Liga, quasi ein Leed United light. Mal sehen, ob Portsmouth auf seiner Abschiedstour durch die Premier League wenigstens ein wenig Unterhaltung in Old Trafford bietet.

Hull City – Manchester City

Ein Spiel, auf das ich nach dem Begutachten des Spiel vom Dienstag ungemein gespannt bin. Hull hat mir gegen den FC Chelsea richtig gut gefallen, fragt sich eben nur, ob man eine solche Leistung noch einmal wiederholen kann und gleichzeitig der Gegner nicht seinen besten Tag erwischt. Beides wäre nötig um auch gegen Manchester City etwas Zählbares mitzunehmen. Hull wartet seit 10 Spielen auf drei Punkte, aber das Remis gegen Chelsea war Hoffnungsschimmer genug, oder wie es Trainer Phil Brown formulierte: “Wir waren überlegen gegen Chelsea – warum sollen wir es dann nicht auch gegen Man City sein.” Zwei Hinweise auf Manchester City: Patrick Viera könnte sein Debüt für die Citizens geben, und Wayne Bridge könnte nach seiner Knieverletzung wieder im Kader stehen. “Alle anderen Dinge sind für mich nicht wichtig,” so Trainer Mancini. Für mich auch nicht.

Tottenham Hotspur – Aston Villa

Sky Sport 1 live, Samstag ab 18:25 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Für mich eines der reizvollsten Spiele des Wochenendes, vor allem aufgrund der Tabellenkonstellation. Der Tabellenvierte hat den siebten zu Gast, bei Anpfiff könnte Tottenham durch einen Sieg von Liverpool einen Platz zurückgefallen sein. Villa kann mit einem Auswärtssieg in der Tabelle an den Spurs vorbeiziehen. Villa kommt nach dem eher schwachen Jahresausklang jetzt wieder langsam in Fahrt, hat drei der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen. Die Spurs treten auch ein wenig zu viel auf der Stelle. Nur ein Sieg im Jahr 2010 bisher, im Heimspiel gegen Fulham. Dazu die Punktverluste gegen Birmingham und Hull, die so zumindest gegen letztgenanntes Team sicherlich nicht so eingeplant waren. Jetzt können beide Teams in diesem Spiel zeigen, ob sie ihre Mini-Krise überwunden haben und erheblichen Anspruch auf den vierten Platz untermauern wollen. Mehr dazu morgen Abend in einem Live-Blogging ab 18:15 Uhr.

Birmingham City – Wolverhampton Wanderers

Sky Sport 1 live, Sonntag ab 14:25 Uhr, Kommentar: Sven Schröter

Das zweite Derby an diesem Spieltag steigt im Großraum Birmingham, wo die Blues die Wolves im St. Andrews Park empfangen. Die Gäste spielen derzeit auch in einer Phase jenseits von gut und böse, schieden unter der Woche im FA-Cup gegen den insolventen Zweitligisten Crystal Palace aus und haben in der Premier League die letzten fünf Spiele nicht gewonnen. Birmingham derweil hat sich im oberen Mittelfeld der Tabelle konsolidiert. Mit dem internationalen Geschäft wird es definitiv nichts, aber damit hat ehrlicherweise auch keiner gerechnet. Zum 12. Mal in Folge wird Alex McLeish sein Team unverändert aufs Feld schicken. Das könnte das große Plus im Duell der beiden Aufsteiger sein.

FC Chelsea – FC Arsenal

Sonntag ab 16:45 Uhr, Kommentar: Roland Evers

Und da im Leben bekanntlich aller guten Dinge drei sind, wartet die englische Hauptstadt am Sonntagnachmittag mit dem letzten Derby des Spieltages auf. Für Arsenal ist es die allerletzte Chance den Fuß noch einmal in die Meisterschaftstür zu stellen. Mit einem Sieg an der Stamford Bridge würde man den Rückstand auf Chelsea auf drei Punkte verkürzen. Was im Umkehrschluss heißt, dass Arsenal bei einer Niederlage sich in den nächsten Wochen wohl darauf konzentrieren kann, die Champions League zu gewinnen und den dritten Platz abzusichern. Personell ändert sich nicht viel bei den Gunners. Erst am Samstagabend wird entschieden, ob Abou Diaby in den Kader für das Spiel berufen wird. Ansonsten bleibt alles beim alten, Eduardo fehlt weiter verletzt. Wenger wird wohl mit derselben Elf starten wie gegen Man Utd. Es wird spannend zu sehen sein, wie das junge Team den Rückschlag vom letzten Wochenende verkraftet hat. Bei Chelsea wird man froh sein, dass sich Sonntag wohl alles auf das Spitzenspiel konzentrieren wird, es sei denn, wie heute von der News of the World bei Sky News angekündigt, dass man in den Wochenendausgaben der Zeitungen die Terry-Affäre weiter ausschlachten wird. Chelsea könnte sich am Sonntag erstmals seit langer Zeit nur auf Platz 2 sehen, die Blues brauchen bei hohem Sieg der Red Devils vielleicht sogar drei Punkte für die Rückeroberung der Tabellenführung. Ashley Cole ist wieder vollständig fit und wird hinten links in der Viererkette beginnen.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis