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Premier League 2011/2012 Preview #32 – “Ihr dürft nicht absteigen!”

Donnerstag, 5. April 2012 12:02

Die Premier League absolviert über die Osterfeiertage zwei komplette Spieltage. Daher kann, wer will, vom morgigen Karfreitag bis kommenden Mittwoch täglich Fußball aus der Premier League geschaut werden. Es gibt schlimmere Umstände. Zunächst steht der 32. Spieltag auf dem Programm. Ich reiche eine Vorschau auf den 33. Spieltag (Ostermontag bis Mittwoch) im Laufe des Wochenendes nach. Außerdem gibt es auch diese Vorschau zunächst nur in Teilen, da ich eine vollgepackte Arbeitswoche hatte und vor Freitagnachmittag nicht zum Schreiben des Eintrags komme.

Aber einen Blick auf die Partie am Freitag gibt es schon mal. Der Freitag und Samstag steht ganz im Zeichen des Kampfes um die Europapokalplätze und für den Klassenerhalt. Im Meisterschaftskampf wird es erst am Sonntag spannend. Und viele Experten haben diese Woche bereits prognostiziert, dass es das letzte Mal spannend werden könnte. Manchester United hat eine Pflichtaufgabe mit den Queens Park Rangers, während Man City zum FC Arsenal reisen muss.

Swansea City – Newcastle United
Freitag 17:25 Uhr, Sky Sport 1/HD 1 live, Kommentar: Marcel Meinert

Während für Swansea City die Saison eigentlich gelaufen ist, kämpft Newcastle United noch um die Europapokalplätze. Nach dem etwas mühsamen Sieg am Sonntag gegen den FC Liverpool – es war der dritte Sieg in Folge für Newcastle – haben die Magpies gerade mal fünf Punkte Rückstand auf den FC Arsenal auf dem dritten Platz. Nun folgt allerdings der schwere Gang ins Liberty Stadium. Swansea hat erst drei Heimspiele in dieser Saison verloren, gegen Everton zuletzt vor zwei Wochen, zuvor noch Norwich und Manchester United. Also nicht unbedingt Teams, mit denen man gerechnet hätte. Arsenal, Man City, Chelsea und Tottenham konnten bei dem Team aus Wales nicht gewinnen. Drei Punkte für das Team von Alan Pardew wären also ein weiterer großer Schritt Richtung Europa League. Denn das ist bisher immer noch das erklärte Saisonziel von Newcastle. Champions League nehmen die wenigsten in den Mund. Dabei schaut das Programm der nächsten Wochen eher einfach aus. Nach dem Trip zu Swansea gibt es zwei Heimspiele gegen Bolton und Stoke. Für das Spiel am Freitag kann Swansea wieder auf Innenverteidiger Steven Caulker zurückgreifen, der gegen Tottenham nicht spielberechtigt war. Nathan Dyer könnte nach seinem Kurzeinsatz gegen die Spurs wieder in die Startelf rücken. Bei Newcastle werden weiterhin Davide Santon und Jonas Gutierrez die linke Seite bilden, Gutierrez rückt ins Mittelfeld vor. Der Einsatz von Danny Guthrie ist fraglich. Newcastle hat gegen die Aufsteiger auswärts noch nicht geglänzt, Niederlage in Norwich, Remis bei QPR. Kann das Traumtrio in der Elf von Newcastle mit Cisse, Ba und Ben Arfa wieder zurückschlagen oder schlägt Gylfi Sigurdsson (sechs Tore in den letzen acht Spielen) für Swansea zu?

AFC Sunderland – Tottenham Hotspur
Samstag 13:40 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Toni Tomic

Die Black Cats scheinen sich in der Rolle des Spielverderbers recht wohl zu fühlen. Folgt nach dem 3:3 bei Man City der nächste Streich? Zu Gast im Stadium of Light sind die Tottenham Hotspur, die an diesem Spieltag im Kampf um den dritten Platz vorlegen dürfen. Aufpassen muss nur Harry Redknapp, dass seine Euphorie und die Jubelstürme nach dem 3:1 gegen Swansea und Arsenals Niederlage bei QPR nicht schon wieder verblassen. Denn die Spurs haben die letzten sechs Auswärtsspiele nicht gewonnen, drei Remis und drei Niederlagen stehen zu Buche. Demgegenüber hat Sunderland unter Trainer Martin O’Neill sechs ihrer acht Heimspiele gewonnen. Während bei den Spurs alle Spieler außer die Langzeitverletzten an Bord sind, muss Sunderland weiter auf John O’Shea, Wes Brown und Titus Bramble verzichten, der Einsatz von Stürmer Fraizer Campbell ist fraglich. Aber Sunderland hat ja vorne Niklas Bendtner, der mit weiteren Toren seinem Noch-Arbeitgeber FC Arsenal einen großen Gefallen tun könnte.

FC Chelsea – Wigan Athletic
Samstag 16:00 Uhr

Ganz interessantes Spiel auch an der Stamford Bridge, verbunden mit der Frage, welche Mannschaft am besten den Schwung aus den letzten Erfolgen mitnehmen kann. Chelsea qualifizierte sich gegen Benfica für das Halbfinale der Champions League und konnte letztes Wochenende bei Aston Villa zum ersten Mal seit Anfang Januar wieder auswärts gewinnen. Wigan feierte mit dem 2:0 gegen Stoke den zweiten Sieg in Folge und hat zur Konkurrenz um den Klassenerhalt aufgeschlossen. Die Blues wollen den sechsten Sieg im achten Aufeinandetreffen mit den Latics, die erstmals seit November 2005 drei Spiele in Folge gewinnen könnten. Bei den Hauptstädtern fehlt John Terry, Wigan muss weiter auf Stürmer Hugo Rodallega verzichten, soll aber Mitte April wieder spielen können.

Bolton Wanderers – FC Fulham
Samstag 16:00 Uhr

Ganz viel Abstiegskampf am Samstagnachmittag auch im Reebok Stadium. Bolton präsentiert sich derzeit in guter Form, steckt zwar weiter unten im Tabellenkeller, spielt derzeit aber bei weiten nicht wie ein zukünftiger Absteiger. Die letzten drei Ligaspiele wurden gewonnen, letztes Wochenende gab es einen imminent wichtigen 3:2-Sieg bei den Wolves durch zwei Tore in der Schlussphase. Fabrice Muamba befindet sich auf dem Weg der Besserung und kann bereits wieder Gehversuche unternehmen. Die Wanderers haben nach und nach die Schockstarre verlassen. Mit Fulham kommt jetzt eines der auswärtsschwächsten Teams der Liga mit den wenigsten geschossenen Toren in der Fremde. David N’Gog und Ivan Klasnic bilden auch am Samstag das Sturmduo, bei den Wanderers fehlt weiterhin Rechtsverteidiger Gretar Steinsson. Bei Fulham sind Pavel Pogrebnyak und Orlando Sa fraglich wegen Oberschenkelproblemen bzw. Knöchelbeschwerden. Beide sollen Samstag nochmal getestet werden.

West Bromwich Albion – Blackburn Rovers
Samstag 16:00 Uhr

Bevor für die Blackburn Rovers vier schwierige Partien anstehen – es geht gegen Liverpool, Swansea, Norwich und Tottenham – gibt es als Aufwärmprogramm eine Reise in The Hawthorns. Die Rovers stehen auf dem ersten Abstiegsplatz und müssen eigentlich bei den Baggies gewinnen angesichts des Restprogramms. West Brom wartet seit vier Spielen auf einen Sieg, Blackburn hat die letzten zwei Partien verloren und in der Saison überhaupt nur zweimal auswärts gewonnen. Beide Teams können wieder auf Stammkräfte zurückgreifen. Bei Blackburn hat Verteidiger Gael Givet seine Oberschenkelzerrung überstanden, bei West Brom ist Kapitän Chris Brunt nach seiner Mandelentzündung zumindest wieder so fit, dass er im Kader für die Partie steht.

FC Liverpool – Aston Villa
Samstag 16:00 Uhr

Man fragt sich, ob der FC Liverpool eigentlich noch tiefer sinken kann als in dieser Saison. Das Auswärtsspiel letztes Wochenende in Newcastle war Sinnbild für die erschreckende Form der Reds in den letzten Wochen. Defensiv anfällig, im Mittelfeld ohne Druck und Kreativität und im Sturm spielt Andy Carroll, der lieber gelb für eine Schwalbe kassiert statt ins leere Tor zu treffen. Zu allem Überfluss flog auch noch Torwart Pepe Reina wegen vermeintlicher Tätlichkeit vom Platz und wurde für drei Spiele gesperrt, Alexander Doni, ehemals AS Rom, ersetzt Reina am Wochenende im Tor. Man darf auf die Atmosphäre an der Anfield Road gespannt sein. Sechs der letzten sieben Spiele hat Liverpool verloren. Bevor es am nächsten Wochenende im FA-Cup gegen Everton geht, steht Dienstag die Reise zu den Blackburn Rovers auf dem Programm – eine lästige Nebenaufgabe, so scheint es. Spannend bleibt auch, wie Trainer Dalglish auf die Misere personell reagiert. Kuyt für Bellamy? Eine neue Chance für Henderson und Downing? Glen Johnson und Daniel Agger sind auf dem Weg der Besserung und könnten gegen Blackburn wieder spielen. Emotionale Wochen erlebt auch Aston Villa. Vergangenes Wochenende die traurige Diagonose der Leukämie-Erkrankung bei Stiliyan Petrov und die überwältigende Anteilnahme im Heimspiel gegen Chelsea. Sportlich läuft es weiter miserabel, nur ein Sieg in den letzten acht Spielen. Fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Villa-Besitzer Randy Lerner hat einen Appell an die Mannschaft gerichtet: Ihr dürft nicht absteigen!

Norwich City – FC Everton
Samstag 16:00 Uhr

Das große Highlight für die Fans des FC Everton kommt erst am nächsten Wochenende mit dem Halbfinale im FA-Cup. In der Liga können sie befreit aufspielen – und das lässt sich ja meistens ganz gut machen. Nur zwei Niederlagen – gegen Arsenal und Liverpool – in den letzten 11 Ligaspielen kassierten die Toffees. Den Stadtrivalen hat man in der Tabelle auch überholt. Norwich will mit drei Punkten wieder in die obere Tabellenhälfte gelangen, zuletzt gab es nur ein Sieg aus den letzten vier Spielen. Einen Schub könnte die Rückkehr des gesperrten Top-Stürmers Grant Holt bringen. Bei Everton könnte das Verletztentrio Seamus Coleman, Jack Rodwell und Royston Drenthe wieder im Kader stehen.

Stoke City – Wolverhampton Wanderers
Samstag 18:30 Uhr

Sind die Wolves schon abgestiegen oder gibt es noch eine Rettung, the great escape? Sechs Punkte Rückstand hat Wolverhampton und nun folgt das unbequeme Auswärtsspiel bei Stoke City. Acht der letzten zehn Ligaspiele wurden verloren. Momentan spricht wenig dafür, dass die Wolves den Turnaround schaffen. Vielleicht ist die Hoffnung am Samstagabend schon vorbei. Wobei Stoke City in den letzten Wochen auch nicht glänzte, nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen.

Manchester United – Queens Park Rangers
Sonntag 14:25 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Markus Jestaedt

Letztes Wochenende haben mit dem Heimspiel gegen den FC Arsenal die Hammerwochen für die Queens Park Rangers begonnen. Den Auftakt haben sie erstaunlich gut über die Bühne gebracht. Durch das 2:1 gegen die Gunners wurden die Abstiegsplätze verlassen. Jetzt reist QPR ins Old Trafford, bevor dann Swansea, West Brom, Tottenham und Chelsea als nächste Gegner warten. Manchester United befindet sich derzeit in bestechender Form, neun Siege und ein Remis in den letzten zehn Ligaspielen. Fünf Punkte Vorsprung auf City, ein annehmbares Restprogramm (einzige Hürden gegen Man City und beim FC Sunderland) und an diesem Wochenende die deutlich leichtere Aufgabe als der Stadtrivale. Es könnte eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft fallen. Der letzte Auswärtssieg von den Queens Park Rangers datiert von Mitte November bei Stoke City. Warum dann jetzt ausgerechnet bei Man Utd? Bei den Red Devils kehrt Nani endlich wieder zurück. Der Portugiese habe, so Sir Alex, die ganz Woche trainiert und sei ein Kandidat für die Startelf.

FC Arsenal – Manchester City
Sonntag 16:45 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Andreas Renner

Das Momentum, von dem Arsene Wenger immer so gerne spricht, ist seinem FC Arsenal letztes Wochenende ein wenig abhanden gekommen. Nach sieben Siegen in Serie folgte eine durchweg enttäusche Leistung bei den Queens Park Rangers. Für den Franzosen aber kein Grund gleich wieder in Hektik zu verfallen. Wenger heute Vormittag auf der Pressekonferenz: “Das Momentum ist immer noch da. Das Ergebnis gegen QPR war eine Unterbrechung und Enttäuschung. Wir sind in der Lage, selbst dafür verantwortlich zu sein, uns wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Wir wollen das nächste Spiel gewinnen.” Das wäre auch bitter nötig, denn Chelsea und Tottenham machen Druck auf den dritten Platz. Personell stehen Wenger dieselben Spieler wie gegen QPR zur Verfügung. Unklar bleibt, wer spielt. Mir haben die Versuche von Wenger, Ramsey auf die linke Mittelfeldseite zu stellen überhaupt nicht gefallen. Aus Fan-Sicht würde ich Ramsey mal eine Pause gönnen, Oxlade-Chamberlain auf links stellen, Song und Rosicky defensiv und Arteta zentral hinter van Persie. Kieran Gibbs dürfte weiterhin den Vorzug vor Santos hinten links bekommen. Jack Wilshere fehlt weiterhin. Auf der PK teilte Wenger mit, dass sich in den nächsten 14 bis 20 Tagen entscheide, ob Wilshere nochmal in dieser Saison spielt. Sollte es im Worst Case nicht klappen, hält Wenger auch wenig von einer Nominierung Wilsheres für die Europameisterschaft.
Auf der anderen Seite steht Sonntag Manchester City, die zuletzt ihre gute Position im Meisterschaftskampf ziemlich erbärmlich verschwendet haben. Nur ein Sieg in den letzten vier Ligaspielen. So groß die sportlichen Probleme sein mögen, ist das noch kein Vergleich zur derzeitigen miesen Stimmung in der Mannschaft. Zu viele Einzelinteressen, ein leicht überforderter Trainer – und das enfant terrible Mario Balotelli, der seine eigenen Interessen scheinbar nicht der Mannschaft unterordnen will. Mancini betont weiterhin, dass die Meisterschaft noch zu holen sei – aber im Vergleich zu Manchester United hat City zu viele Nebenkriegsschauplätze, die verhindern sich ganz auf den Sport zu konzentrieren. Vielleicht ist es auch schon ein wenig Frust. Gerade die Defensive wirkte in den letzten Wochen weit von der Bestform entfernt. Sergio Aguero sollte nach seinem Kinderfahrradunfall wieder fit sein, ebenso wie Juleon Lescott. Samir Nasri kehrt zu seinem alten Verein zurück.

Und Sonntagabend um 19:00 Uhr wissen wir, ob es eine Vorentscheidung im Titelkampf gibt.

Einen schönen Start in das Osterwochenende.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 Preview #31 – Wie ein guter Champagner (Update)

Freitag, 30. März 2012 14:07

Update, Samstag 14:06 Uhr: Newcastle-Liverpool am Sonntag ab 14:25 Uhr auf Sky Sport 1 und Sky Sport HD2.

Wir biegen endgültig auf die Zielgerade der Saison ein. Bevor an Ostern ein Doppelspieltag in der Premier League bevorsteht, geht es am Wochenende noch einmal mit dem gewohnten Programm an den Start. Sieben Spiele am Samstag um 16:00 Uhr deutscher Zeit, zwei Begegnungen am Sonntag und es gibt wieder ein Monday Night Game.

Für Aufregung und ein großes mediales Echo in den letzten Tagen hat Manchester City gesorgt. Der Tabellenzweite der Premier League hat den BBC-Sportkorrespondenten Dan Roan (@danroan) von allen medialen Aktiväten des Vereins, allen voran Pressekonferenzen und Stadionbesuche, rausgeschmissen. Grund: ein Interview, das Roan mit Patrick Viera, bei den Citizens mittlerweile Football Development Executive, geführt hat. Der Vorwurf des Vereins: Roan habe Aussagen von Viera, der behauptet hatte, dass die großen Teams in der Liga, allen voran Manchester United, bei Heimspielen bevorzugt werden, weil die Gegner selten klare Elfmeter bekämen, aus dem Kontext gerissen. Anlass war ein Foul von Michael Carrick an Danny Murphy am Montagabend kurz vor Schluss im Old Trafford. Schiedsrichter Michael Oliver zeigte nicht auf den Punkt. Manchester City machte in einem Statement auf der Vereinswebsite seinen Unmut deutlich. Die Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen, Viera habe mehrfach betont, dass er Manchester United nicht kritisieren wollte und selbst das Spiel zwischen den Red Devils und Fulham gar nicht gesehen hat. Die BBC reagierte sehr gelassen und ruhig auf den Ausschluss von Roan. Andere Sportjournalisten äußerten vor allem auf Twitter ihr Unverständnis über die Maßnahme von City.

Die SUN berichtete heute Morgen von Überlegungen der Premier League, ab der Saison 2013/2014, also zur neuen TV-Rechteperiode, die Anzahl der im britischen Fernsehen gezeigten Live-Spiele der Premier League zu erhöhen. Von derzeit knapp 140 Spielen soll die Zahl auf circa 200 steigen. Der Ligaverband verfolgt drei wesentliche Ziele damit: Zum einen könnten dadurch die Erlöse der Inlandsrechte, derzeit 1,7 Milliarden Pfund für drei Jahre von BSkyB und ESPN, gesteigert werden. Außerdem verspricht sich die Liga höhere Einnahmen von Auslandsrechten, wo erstmals Pakete mit einer bestimmten Spielauswahl gestrickt werden könnten. Gleichzeitig wäre es für Pub-Besitzer weniger attraktiv, auf ausländisches Pay-TV zurückzugreifen, wenn zukünftig auch samstags um 16:00 Uhr Spiele im britischen TV gezeigt werden dürfen. Noch gibt es keine Reaktionen von der Liga, gerade den unteren Fußballigen, die stets davon profitiert haben, dass Samstagnachmittag kein Erstligafußball läuft. Es wird interessant sein, wie die Premier League mit den Samstagnachmittagspielen ab der Saison 2013/2014. Die eine Möglichkeit ist die hier diskutierte einer Ausweitung der Live-Spiele im TV oder – und solche Überlegungen gab es auch schon – Samstagnachmittag einfacher weniger Spiele auszutragen.

Das Spiel zwischen Aston Villa und den Bolton Wanderers, das wegen der tragischen Ereignissen um Fabrice Muamba verschoben wurde, wird am Dienstag, 24. April, um 20:45 Uhr nachgeholt.

Kurze Anmerkung noch zur HD-Übertragung bei Sky. Newcastle gegen Liverpool am Sonntag um 14:30 Uhr ist auf Sky Sport HD Extra gelistet, allerdings nur weil auf Sport HD 2 ein mögliches Spiel 6 im Playoff-VF der DEL läuft. Sollten sich beide Serien am Freitag entscheiden, würde diese Übertragung wegfallen. Mal ein Auge darauf werfen, ob Sky dann eventuell die Premier League auf HD 2 zeigt. Und damit zu den einzelnen Partien.

Queens Park Rangers – FC Arsenal
Samstag 16:00 Uhr

Derzeit macht es richtig Spaß, Arsenal-Fan zu sein. Die letzten sieben Ligaspiele wurden gewonnen, man geht mittlerweile als Favorit ins Rennen um den dritten Tabellenplatz. Bevor nächstes Wochenende das Highlight gegen Manchester City auf dem Programm steht, geht es für die Gunners zunächst zum Abstiegskandidaten QPR, die einen Punkt von einem Nichtabstiegsplatz entfernt sind. Die Queens Park Rangers gewannen nur eines der letzten acht Spiele und haben in den letzten 21 Spielen mindestens immer ein Tor kassiert. Mit Mittelfeldspieler Alejandro Faurlin und Stürmer Heider Helguson fehlen den Hoops seit Januar zwei wichtige Stammspieler, nun ist Djibril Cisse immer noch gesperrt. Also wird Bobby Zamora wieder einzige Spitze spielen. Für Arsenal läuft es auf und neben dem Platz. Arsene Wenger hat keinen Grund, seine Elf zu ändern. Hat aber weiterhin die freie Wahl zwischen Oxlade-Chamberlain und Gervinho fürs linke Mittelfeld. Defensiv kehrt Laurent Koscielny wieder ins Team zurück. Der Franzose musste letztes Wochenende kurzfristig passen.

Aston Villa – FC Chelsea
Samstag 16:00 Uhr

Bei aller Euphorie über das erfolgreiche Hinspiel im Viertelfinale der Champions League bei Benfica, darf nicht vergessen werden, dass die Blues in der Liga fünf Punkte hinter einem CL-Quali-Platz stehen. Dann brennt erst richtig der Baum, wenn ab nächster Saison massiv gespart werden müsste. Oder glaubt jemand, dass Chelsea die Champions League gewinnt? Es zählen also nur noch Siege – möglichst hohe. Nun geht es zu Aston Villa. Chelsea hat die letzten drei Auswärtsspiele in der Liga verloren, Villa hat nur eines der letzten sieben Ligaspiele gewonnen. Zwei Personalien sollten beachtet werden. Bei Chelsea könnte es ein erster Fingerzeig sein, wie Roberto di Matteo mit Erfolgserlebnissen umgeht. Spielt dieselbe, eher ungewöhnliche Elf wie in Lissabon? Oder bekommt Daniel Sturridge wieder den Vorzug vor Kalou? Aston Villa plagen größere Personalsorgen. Charles N’Zogbia fällt vier Wochen mit einer Knieverletzung aus, Stilyan Petrov ist wegen Krankheit fraglich. Und da Alan Hutton wegen Wadenproblemen ebenfalls nicht zur Verfügung steht, könnte Eric Lichaj auf der Rechtsverteidigerposition zu seinem ersten Einsatz kommen. Der 23-jährige US-Boy hat bereits in der Jugend für die Villens gespielt.

Manchester City – AFC Sunderland
Samstag 15:55 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Marcel Meinert

So einen kleinen Knacks hat das eher unerwartete 1:1 der Citizens bei Stoke schon hinterlassen. Das Vereinsumfeld wirkte ein wenig gereizt und nervös, nicht nur wegen der BBC-Journalistenaffäre. Da kam das ziemlich glückliche 1:0 von Titelkonkurrent United wie ein heftiger Schlag ins Gesicht. Denn genauso hätte auch City seinen Samstagabend gestalten wollen. Hat nicht geklappt und deswegen liegt jetzt eine Lücke von drei Punkten zwischen den Manchester-Klubs. City darf jetzt wieder vorlegen bzw. mittlerweile ja eher nachrücken. Und dabei wollen sich die Citizens wieder auf ihre Heimstärke verlassen. Bei drei Punkten im Etihad Stadium wäre der 21. Heimsieg eingetütet. In den letzten 13 Ligaspielen hat Man City 19 Tore erzielt, 16 davon in Eastlands. Auch Sunderland kommt nicht unbedingt mit dem positivsten Erlebnis in diesen Spieltag. Am Dienstag schieden die Black Cats im FA-Cup gegen Everton aus. In der Liga gab es zuletzt zwei Siege aus drei Spielen. Vincent Kompany ist bei City wieder fit, Juleon Lescott noch nicht wieder fit. Kurzfristig fällt auch Sergio Aguero aus, unklar ist noch, wie lange. Bei Sunderland fehlt Wayne Bridge gegen seinen Ex-Klub, alle Hoffnung liegen auf Niklas Bendtner, der zuletzt drei Tore in vier Spielen erzielte. Messi-like, wie es Barry Glendenning zuletzt im Football Weekly Podcast vom Samstag andeutete.

Wolverhampton Wanderers – Bolton Wanderers
Samstag 16:00 Uhr

Ganz viel Abstiegskampf am Samstag im Molineux. Der Tabellenletzte trifft auf den Tabellensiebtzehnten. Mit einem Sieg könnten die Wolves bis auf einen Punkt an die Wanderers ranrücken – es ist so ein bisschen wie der letzte Rettungsanker. Mit Arsenal, Man City und Sunderland vor der Brust in den nächsten Wochen ist das fast schon ein Must-Win für Wolverhampton. Blöderweise strahlen die Wolves kein Selbstvertrauen aus, zuletzt vier Niederlagen am Stück. Bolton zeigte im Spiel 1 nach dem Herzstillstand von Muamba eine bemerkenswerte Leistung und blendete alle Emotionen und Trauer aus, besiegte Blackburn mit 2:1.

Wigan Athletic – Stoke City
Samstag 16:00 Uhr

Ich spreche ja hier häufiger von Schlüsselspielen und Turning Points in einer Saison. Es wird sich zeigen, ob Wigan ein solches Spiel letztes Wochenende gehabt hat. 2:1 in Liverpool gewonnen, den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf einen Punkt verringert. Nützt alles nichts, wenn gegen Stoke City nicht der nächste Sieg folgt. Da wirkte es fast schon ein wenig voreilig, als Wigan-Trainer Roberto Martinez nach dem Sieg in Anfield ins Mikrofon posaunte, dass Wigan jetzt die Liga halten werde. Zumal Wigans letzter Heimsieg weiter aus dem August (!) letzten Jahres datiert. Und jetzt kommen die unbequem zu spielenden Potters, die Man City ein 1:1 abknöpften. Aber auch Stoke wartet schon über zwei Monate auf einen Sieg auswärts, zuletzt Anfang Januar bei Blackburn.

FC Everton – West Bromwich Albion
Samstag 16:00 Uhr

Ich frag mich schon seit einigen Wochen, wie sich Everton-Fans neben der großen Liebe zu ihrem Verein noch motivieren können, jeden Samstag regelmäßig die Spiele der Toffees zu verfolgen. Ein erneutes Wochenende, wo eine eher unspektakuläre Begegnung wartet. Die ganze Konzentration und Vorfreude scheint auf das Halbfinale im FA-Cup gegen Liverpool am 14. April gebündelt werden. Aber auch in der Liga hat es zuletzt mit dem 2:0 bei Swansea City gut geklappt. Wenn man weiter punktet, kann man vielleicht sogar noch den Lokalrivalen Liverpool in der Tabelle einholen. West Brom gewann nur eines der letzten vier Spiele. Die Baggies zeigten letzten Sonntag eine enttäuschende Leistung gegen Newcastle. In den medialen Fokus geriet Trainer Roy Hodgson, der während der Partie aus Frust ein Armband in Erinnerung an die WBA-Legende Ray Barlow von seinem Arm riss und auf den Boden warf. Hodgson entschuldigte sich nach dem Spiel dafür.

FC Fulham – Norwich City
Samstag 16:00 Uhr

Eher bedeutungsloses Mittelfeldduell Nummer zwei findet im Cravan Cottage statt. 11 gegen 13 in der Tabelle, 39 Punkte gegen 26 Zähler. Wenn man noch ein wenig Bedeutung in diese Ansetzung bringen will, dann vielleicht durch zwei Aspekte. Fulham hatte zuletzt drei Niederlagen in Serie und will endlich wieder an seine Heimstärke anknüpfen. Und der Aufsteiger Norwich City kann am 31. Spieltag mit einem Remis auf 40 Zähler kommen. Eine sehr bemerkenswerte Leistung. Bei Norwich fehlt Kapitän Grant Holt nach seinem Platzverweis letztes Wochenende.

Newcastle United – FC Liverpool
Sonntag 14:25 Uhr, Sky Sport 1/HD 2, Kommentar: Sven Schröter

Für mich ist es das interessanteste und reizvollste Spiel an diesem Wochenende. Zum einen wegen der Tabellenkonstellation, da in erster Linie für Newcastle, die nur fünf Punkte hinter Platz vier liegen. Dann kehrt Andy Carroll, sollte er denn spielen, zurück zu seinem alten Verein. Und es wird spannend zu beobachten sein, ob sich Liverpool nochmal fangen kann oder die Saison weiter abschenkt. Kommen wir zunächst zu den Reds: Das 1:2 gegen Wigan wurde von vielen Fans und Experten als absoluter Tiefpunkt gesehen. Trainer Dalglish machte die Lage mit seinem Post-Match-Interview nicht besser, indem er behauptete, Liverpool spiele derzeit nicht gut, weil so viele Spiele aufgrund von TV-Übertragungen direkt nacheinander folgen. Behauptet ein Team, das international nicht mehr dabei ist. Die Liste der Probleme ist ellenlang bei den Reds: Das fängt im schwachen Torabschluss an, geht über fehlende Kreativität im Mittelfeld weiter und endet bei der laschen Einstellung der letzten Wochen – Pokalspiele mal ausgenommen. Dalglish scheint derzeit nicht in der Lage, auch nur irgendeine Schwachstelle adäquat zu lösen. Diskussionen um den Trainer gibt es aber nicht. Das verbietet scheinbar seine Vorgeschichte. Aber eine langfristige Lösung wird es auch nicht. Es wird heftig spekuliert, dass Liverpool im Sommer einen neuen Trainer hat, nicht weil Dalglish rausgeschmissen wird, sondern freiwillig Platz macht.
Von solchen Schwierigkeiten ist man in Newcastle nicht betroffen. Man spielt die beste Saison seit über fünf Jahren. Oder wie es Trainer Alan Pardew so schick formuliert hat über die Leistung seines Offensivtrios: “Es war wie ein guter Champagner.” Bei Liverpool fehlt weiterhin Charlie Adam, defensiv sind Glen Johnson, Martin Kelly und Daniel Agger alle fraglich. Offensiv steht Maxi Rodriguez wieder zur Verfügung, Craig Bellamy fehlt auch das fünfte Spiel in Folge.

Tottenham Hotspur – Swansea City
Sonntag 16:55 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Markus Gaupp

Die Partie am Sonntagnachmittag an der White Hart Lane hat zunächst einmal eine interessante spielerische Konstellation. Tottenham ist zum Siegen verdammt, um weiter an Arsenal dran zu bleiben und den Vorsprung auf Chelsea nicht zu verringern. Die Spurs konnten die letzten fünf Ligaspiele nicht gewinnen. Und auf der anderen Seite der spielstarke Aufsteiger Swansea City, die mittlerweile von allen Abstiegssorgen befreit, schon intensiv an der Mannschaft für die nächste Saison formen können. Zuletzt gab es für die Swans zwei Auswärtssiege bei 5:0 Toren. Aber seit heute Mittag ist das Spiel noch um eine Komponente reizvoller. Die Daily Mail berichtet, dass Tottenham gerne Swansea-Trainer Brendan Rodgers verpflichten würde, sollte Harry Redknapp englischer Nationaltrainer werden. Rodgers hatte allerdings gerade erst einen neuen Vertrag bei Swansea unterzeichnet. Die Spurs wollen ihn scheinbar auf alle Fälle haben, es ist also quasi eine Art Vorspielen vor dem möglicherweise neuen Arbeitgeber.

Blackburn Rovers – Manchester United
Montag 20:55 Uhr live, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Markus Gaupp

Wie am letzten Spieltag ist es dem englischen Rekordmeister vorbehalten, den Spieltag abzuschließen und auf das Ergebnis von Man City zu reagieren. Das hat Montag gegen Fulham zumindest von der Punktausbeute geklappt, spielerisch war das aber eher unterer Durchschnitt. Vielleicht war es eher die Ausnahme der Regel, denn in den letzten sechs Spielen gewann Man Utd stets mit spielerischer Überlegenheit. Bei den Red Devils kehrt Rio Ferdinand nach seiner Rückenverletzung zurück in den Kader, Nani ist weiterhin noch nicht fit genug. Blackburn, nach zuletzt zwei Siegen letztes Wochenende mit einer Niederlage in Bolton, hat den Schwung der guten Form nicht mit in die Partie gegen die Wanderers nehmen können. Bei den Rovers ist nur Verteidiger Gael Givet mit Oberschenkelproblemen fraglich. Rund 40 Kilometer liegen zwischen beiden Städten, Man Utd muss einmal gen Norden die A666 nehmen. In der Tabelle sind es 45 Punkten.

Schönes Wochenende!

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 #30, FC Chelsea – Tottenham Hotspur 0:0

Samstag, 24. März 2012 15:41

Spitzenspiel am 30. Spieltag zur Mittagszeit im Südwesten Londons zwischen dem FC Chelsea und den Tottenham Hotspur. Für beide Teams war es ein enorm wichtiges Spiel. Chelsea wollte mit einem Heimsieg Anschluss an die Spurs und Arsenal halten, Tottenham konnte mit einem Sieg den Vorsprung auf die Blues auf acht Punkte ausbauen und gleichzeitig wieder Arsenal unter Druck setzen. Ausverkaufte Stamford Bridge bei strahlendem Sonnenschein und fast 20 Grad in der englischen Hauptstadt. Tottenham konnte nur einen Sieg in den letzten vier Spielen holen, Chelsea verlor am Mittwoch teils unglücklich bei Manchester City. Die Spurs konnten in der Premier League noch nie bei den Blues gewinnen. Angesprochen auf die schlechte Form seines Teams nach den Spekulationen um den Nationaltrainerposten meinte Harry Redknapp vor dem Spiel: Völliger Blödsinn. Wer kehrte in die Erfolgsspur zurück?

Chelsea-Trainer Roberto di Matteo änderte sein Team auf fünf Positionen im Vergleich zur Niederlage bei Man City. John Terry kehrte als Kapitän (und Spielertrainer) zurück aufs Feld. Ebenfalls neu dabei waren Jose Bosingwa, Michael Essien, Daniel Sturridge und Didier Drogba, die das Sturmduo bildeten. Für den Ivorer nahm Fernando Torres auf der Bank Platz, Ramires spielte im rechten Mittelfeld, Mata kam über die linke Seite. Bei Tottenham begann wie erwartet Adebayor im Sturm als einzige Spitze. Willam Gallas ersetzte den verletzten Ledley King.

Es war ein eher langweiliges Spiel in den ersten 30 Minuten, viel Mittelfeld-Geplänkel, viel Abtasten, wenig Torchancen. Die Zuschauer hätten sich problemlos ein Eis holen können und hätten nichts verpasst. Erste richtig große Aufregung gab es in der 27. Minute beim Zweikampf von Gallas an Lampard. Doch Schiedsrichter Martin Atkinson gab zurecht keinen Elfmeter. Chelsea wirkte optisch leicht überlegen, hatte 60 Prozent Ballbesitz. Aber das war es dann auch. Die Spurs enttäuschten offensiv auf ganzer Linie, Modric, Bale und auch van der Vaart waren komplett unsichtbar. Und ansonsten fielen sie nur durch Ballverluste auf. Einzig eine schöne Einzelaktion von Adebayor über die linke Seite sorgte für etwas Torgefahr. Da hatte Bosingwa einmal nicht aufgepasst. Chelsea hatte zwar mehr vom Spiel, zwingende Torchancen erspielten sich aber auch die Blues nicht. Die Flanken von Mata und Ashley Cole waren einfach für die Verteidigung der Spurs abzufangen.

Als alle Augen schon auf den Halbzeitpfiff gerichtet waren, hatten die Spurs die 100%-Chance zur Führung. Modric drang von links in den Strafraum ein, Flachpass in die Mitte, wo van der Vaart zweimal aus kurzer Distanz erst an Cech und dann an John Terry, der sich in den Schuss geworfen hatte, scheiterte. Anschließend köpfte Adebayor den Ball über das Tor. Musste eigentlich ein Tor werden, war aber auch sehr emotional von Chelsea verteidigt. Ansonsten war es aber eine der schlechtesten ersten Hälfte, die ich in dieser Premier League Saison gesehen habe, ganz wenig Tempo. Viel Taktik. 0:0 zur Halbzeit an der Stamford Bridge.

Keine Wechsel zur zweiten Halbzeit. Die ersten Minuten bestätigten den Grundeindruck der ersten Hälfte, Chelsea leicht überlegen ohne Torchancen am Fließband zu erspielen. Die Spurs nahmen nur rudimentär am Spielbetrieb teil, waren bedacht auf Ballkontrolle. Das gelang allerdings völlig, weil insbesondere im Mittelfeld weiterhin zu viele Fehlpässe gespielt wurden. Wie in der ersten Halbzeit kam Tottenham nur gelegentlich vors Tor der Blues – aber dann richtig. In der 57. Minute war Chelseas linke Abwehrseite völlig blank, Bale gibt raus zu Kyle Walker, der nur das Außennetz trifft. War das der Startschuss für mehr Mut der Spurs? Nicht wirklich. Aufregung fünf Minuten später, als Assou-Ekotto Ramires im Laufduell im Strafraum zu Fall bringt. Wieder kein Pfiff von Atkinson – und wieder richtig entschieden. Ansonsten weiterhin ganz wenig Fußball auch in der zweiten Halbzeit. Dann musste eben eine Standardsituation helfen. Mata scheiterte in der 73. Minute mit einem wunderschönen Freistoß aus über 20 Metern am Pfosten, für den Nachschuss stand keiner bereit. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Fernando Torres für Michael Essien, Chelsea mit zwei echten Stürmern nun.

Doch die Spurs sorgten wieder für einen offensiven Nadelstich. Langer Ball auf Adebayor, der nicht im Abseits steht. Adebayor umkurvt Peter Cech, doch bekommt nicht mehr genug Power hinter den Ball. Gary Cahill kann vor der Linie noch klären. Die Spurs hatten nicht viele Chancen, aber die wenigen waren sehr hochkarätig – und wurden kläglich vergeben. Nach der anschließenden Ecke kommt Bale zum Kopfball und trifft nur die Latte. Das war Pech. Den Rebound köpft Adebayor über das Tor. Das war Unvermögen. Die Spurs läuteten endlich ihre Schlussoffensive ein, seit Chelsea mit Essien eine defensive Schaltstelle im Mittelfeld verloren ging. Torres brachte zunächst keine Impulse. Es gab vier Minuten Nachspielzeit. Und in der 94. Minute gab es nochmal Freistoß für Tottenham, Bale scheiterte am glänzend reagierenden Cech. Und dann war Schluss.

Die Spurs mit Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, hatten mehr Chancen, mehr Ballbesitz, aber es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Und ein wenig Pech war wie bei Chelsea auch dabei. Letzlich hilft der Punkt keiner Mannschaft so richtig weiter. Insgesamt über weite Strecken ein schwaches und zerfahrenes Spiel. Der große Gewinner könnte der FC Arsenal sein, sollten die Gunners gegen Aston Villa gewinnen.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 Preview #30 – Genug Munition für Mind Games

Freitag, 23. März 2012 14:26

Endlich mal wieder ein kompletter Spieltag mit zehn Begegnungen, acht davon am Samstag, außerdem gibt es mal wieder ein Monday Night Game, einschließlich dieser Partie sind das insgesamt noch fünf Begegnungen zu Beginn der Woche. Neun Spieltage vor Ende der Saison kristallisieren sich immer mehr die drei Schwerpunkte heraus, die bis zum Saisonende spannend bleiben könnten. Zum einen ist dies der Kampf um die Meisterschaft und die Vorherrschaft in Manchester. Außerdem im Fokus steht der Kampf um die Plätze 3-5. Gary Cahill vom FC Chelsea hat die Mind Games eröffnet und verkündet, dass die Blues die Spurs noch in der Tabelle überholen werden. Das hat vorerst Arsenal geschafft. Und Newcastle redet auch noch ein Wörtchen mit. Im Abstiegskampf lautet die Formel wohl “3 aus 5″. Die Wolves, Wigan, Bolton, QPR und Blackburn kämpfen um den Klassenerhalt.

Sky mit drei Live-Spielen an diesem Wochenende. An den nächsten drei Spieltagen gibt es dann jeweils vier Übertragungen pro Runde. Freuen wir uns drauf.

DER KAMPF UM DIE EUROPAPOKAL-PLÄTZE

FC Chelsea – Tottenham Hotspur
Samstag 13:40 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Sven Schröter

Niederlagen gegen Arsenal, Man Utd und Everton, nur Remis gegen Stoke. Die Tottenham Hotspur sind auf der Suche nach Erklärungen für die schlechte Performance in den letzten Wochen. Es läuft einfach nicht mehr. Trainer Harry Redknapp: “Es scheint so, als wären wir ein wenig vom Weg abgekommen. Wir spielen nicht mehr mit derselben Dynamik und Genauigkeit. Es macht jetzt keinen Sinn, den Finger auf irgendjemanden zu zeigen.” Klare Worte von dem Trainer, der im Januar und Februar noch großspurig angekündigt hat, um die Meisterschaft mitspielen zu wollen. Doch seit der Diskussion um Redknapp als möglichen neuen Nationaltrainer Englands haben die Spurs die Erfolgsspur verlassen. Das wird im Punkteschnitt deutlich. Vor der Entlassung von Fabio Capello haben die Spurs im Schnitt 2,1 Punkte pro Spiel erzielt, seitdem nur noch 0,8 Punkte. Eine ausführliche Analyse bei der BBC.
Nun folgt das Spitzenspiel an der Stamford Bridge gegen den FC Chelsea, der Tabellenvierte zu Gast beim Fünften, getrennt durch fünf Punkte. Geht die Negativserie der Spurs weiter oder kann Chelsea den Abstand verkürzen? Die Blues haben sich unter Interimstrainer Roberto di Matteo stabilisiert, zeigten im FA-Cup gegen Leicester guten Fußball und auch am Mittwoch bei Man City war das eine sehr ordentliche Leistung. Die Spurs wollen zum ersten Mal in der Premier League Geschichte an der Stamford Bridge gewinnen. Bei Chelsea ist John Terry wieder fit, Gary Cahill könnte deswegen wieder auf der Bank Platz nehmen. Bei den Spurs kehrt Emmanuel Adebayor nach Verletzung ins Team zurück.

FC Arsenal – Aston Villa
Samstag 16:00 Uhr

Viele Arsenal-Fans haben wohl nicht mehr daran geglaubt, dass sie noch einen möglichen Termin für den St Totteringham’s Day in ihren Kalender eintragen müssen. Doch nachdem die Gunners Ende Januar noch 13 Punkte hinter den Spurs lagen, geht man jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf Platz vier in die letzten neun Spieltage. Nun ist es die Aufgabe von Arsenal den dritten Platz zu verteidigen. Arsenal gewann die letzten sechs Ligaspiele, am Mittwoch ein in der ersten Halbzeit souveränes, in der zweiten Halbzeit wackeliges 1:0 beim FC Everton. Nun soll der siebte Streich folgen. Erstaunlicherweise hat Arsenal derzeit eine sehr entspannte Personalsituation mit recht vielen Alternativen im Mittelfeld. Wenger kann also rotieren. Das ging am Mittwoch los, als Rosicky im linken Mittelfeld spielte, Ramsey und Song die Doppelsechs bildeten und Arteta den kreativen Spielmacher gab. Gegen Villa dürfte Alex Oxlade-Chamberlain und Gervinho ihre Chancen bekommen, Walcott und Rosicky dürften zunächst pausieren. Mal sehen, wie sich Wenger entscheidet. Der Trainer hat einen Schlüsselfaktor für den Rest der Saison ausgemacht: Beständigkeit und Konstanz. Er tue derzeit alles in der täglichen Trainingsarbeit, um das Momentum des Erfolgs zu verlängern. Das sei der Schlüssel für den Erfolg. Aston Villa könnte ein dankbarer Gegner sein. Aus den letzten sieben Pflichtspielen gab es nur einen Sieg, zuletzt aber immerhin drei Unentschieden. Der letzte Auswärtssieg der Villens datiert vom 21. Januar. In den letzten sechs Aufeinandertreffen gewann Villa nur ein Spiel. Bei Villa fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Darren Bent, Richard Dunne und Ciaran Clarke.
Weiter erfolgreich sein, das Momentum behalten. Das heißt auch volle Konzentration auf die eigene Aufgabe. Mit dem direkten Aufeinandertreffen von Chelsea und Tottenham könnte Arsenal der große Gewinner des Spieltages sein. Wenger dazu: “Wir werden uns damit nicht zwanghaft beschäftigen. Es ist nicht der letzte Spieltag der Saison.”

West Bromwich Albion – Newcastle United
Sonntag 17:00 Uhr

Beim Kampf um die Plätze 3-5 läuft Newcastle United immer ein wenig unter dem Radar der meisten Experten. Ein wenig unverständlich, denn auf Platz vier sind es nur sieben Punkte Rückstand und die nächsten Gegner der Magpies heißen nach der Reise zu West Bromwich dann unter anderem Liverpool und Chelsea (direkte Konkurrenten, um Punkte zu holen) sowie Bolton, Stoke und Wigan. Es gibt schwierigere Restprogramme. Wenn solche Patzer wie beim 0:5 in Tottenham ausbleiben, ist Newcastle vorerst ein team to watch. Gegen Norwich gab es vor einer Woche zwar ein mühsames 1:0, doch das 1:2 bei Arsenal hat gezeigt, dass Newcastle zumindest über 50-60 Minuten mit den Top-Teams der Liga auf Augenhöhe mitspielen kann. Mit etwas mehr Konstanz könnte Newcastle zum ersten Mal seit der Saison 2006/2007 wieder im Europapokal spielen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg bei West Bromwich, die sich unter Roy Hodgson endgültig von den Abstiegsplätzen entfernt haben. Die Baggies mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen.

DER ABSTIEGSKAMPF

Bolton Wanderers – Blackburn Rovers
Samstag 16:00 Uhr

So ganz allmählich kehrt Alltag bei den Bolton Wanderers ein. Nach den tragischen Vorfällen mit Fabrice Muamba bestreiten die Wanderers ihr erstes Pflichtspiel. Die Blackburn Rovers hatten angeboten, das Spiel zu verlegen, wenn Bolton dies wünsche. Fabrice Muamba ist mittlerweile ganz langsam auf dem Weg der Besserung – vielleicht auch ein Faktor, warum das Spiel stattfindet. Und es ist ein verdammt wichtiges. Bolton liegt auf dem ersten Abstiegsplatz, fünf Punkte hinter den Rovers. Und Blackburn hat einen Lauf. Die Mannschaft von Steve Kean hat die letzten beiden Spiele gewonnen. Bolton konnte nur eines der letzten fünf Ligaspiele erfolgreich gestalten. Ganz interessant: Es trifft die schlechteste Heimdefensive auf die schwächste Auswärtsdefensive. Blackburn besitzt von allen Teams im Tabellenkeller die stärkste Offensive. Vielleicht bekommen wir ja ein Torfestival zu sehen. Bei den Rovers keine großen Personalprobleme. Steve Kean setzt auf das erfolgreiche Team der vergangenen Wochen, also mit Yakubu als einzige Spitze, unterstützt von Junior Hoilett, der immer noch keinen neuen Vertrag unterschrieben hat. Trainer Kean hat auf der Pressekonferenz am Donnerstag nochmal seine Befürchtung geäußert, dass Hoilett den Verein verlassen könnte. Angeblich haben die Tottenham Hotspur großes Interesse an dem 22-jährigen Kanadier. Großes Rätselraten noch um die Aufstellung der Bolton Wanderers. Trainer Owen Coyle hat jedem seiner Spieler freigestellt, ob sie spielen oder nicht. 11 Männer sollte er dann aber doch zusammen bekommen. Chris Eagles ist nach seiner Oberschenkelverletzung wieder fit, dafür müssten Martin Petrov oder Ryo Miyaichi wieder auf der Bank Platz nehmen.

Norwich City – Wolverhampton Wanderers
Samstag 16:00 Uhr

Der Tabellenletzte aus Wolverhampton reist zum soliden Aufsteiger an die Ostküste Englands. Es sind zwar nur drei Punkte bis zum rettenden Ufer für die Wolves. Aber die Leistungen der letzten Wochen machen wenig Hoffnung. Es wäre nicht übertrieben zu äußern, dass Wolverhampton wie ein Absteiger spielt. Aus den letzten fünf Ligaspielen wurde nur ein Punkt geholt, dabei kassierte man 19 Gegentore. Der positive Effekt des Trainerwechsels von Mick McCarthy zu seinem Co-Trainer Terry Connor ist ausgeblieben. Connor wirkt auch in der Außendarstellung, insbesondere bei seinem Interview nach dem 0:5 gegen Man Utd, ein wenig rat- und hilflos. Ich habe die ersten 45 Minuten gegen die Red Devils gesehen. Da waren im Offensivspiel durchaus gute Ansätze von den Wolves dabei, doch defensiv und in der Rückwärtsbewegung ist das momentan nicht tauglich für die Premier League. Die Wolves müssen aufpassen, nicht in einen Negativstrudel zu geraten. Die Therapie soll die Reise nach Norwich sein. The Canaries auch nur mit einem Punkt aus den letzten vier Spielen.

FC Liverpool – Wigan Athletic
Samstag 16:00 Uhr

Auch an der Anfield Road ist Abstiegskampf ein Thema am Samstagnachmittag. Der Tabellenvorletzte aus Wigan ist zu Gast bei den Reds. Interessanteste Frage beim FC Liverpool ist, wie konzentriert sie die Saison noch zu Ende spielen. Die Qualifikation zur Champions League können die Reds nicht mehr erreichen – zuletzt gab es nur ein Sieg aus fünf Spielen, inklusive der peinlichen 2:3-Niederlage nach 2:0-Führung bei den Queens Park Rangers -, für die Europa League ist man durch den Gewinn des Carling Cup bereits qualifiziert. Geht also um nicht mehr wirklich viel. Vielleicht ist das ja eine kleine Chance für Wigan. Die Latics spielten einen recht erfolgreichen Februar, zuletzt gab es aber nur Remis gegen West Bromwich und Norwich. Und solche Spiele musst du eigentlich gewinnen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Trainer Roberto Martinez gibt sich nach außen trotzdem weiter sehr optimistisch, dass der Klassenerhalt geschafft wird. Was soll er aber auch anderes sagen?

AFC Sunderland – Queens Park Rangers
Samstag 16:00 Uhr

In der Fußballsprache hört man häufig den Begriff des Wendepunkts in einer Saison, die Engländer würden wohl turning point rufen. Vielleicht war der Mittwochabend einer für die Queens Park Rangers. Nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in der Premier League, sah der siebte Versuch genauso erfolglos wie immer aus. Liverpool führte verdient 2:0, auch dank eines Traumtores von Sebastian Coates, doch dann drehte QPR die Partie innerhalb von 13 Minuten und gewann 3:2, gleichbedeutend mit dem Verlassen der Abstiegsplätze. Ob das nun ein turning point war, wissen wir spätestens am Samstag um 17:55 Uhr. Die Black Cats verloren am Dienstag nach zuletzt fünf Punkten aus drei Spielen sang- und klanglos mit 2:0 in Blackburn. Die Queens Park Rangers sind eigentlich schon zum Siegen verdammt. Denn in den letzten neun Saisonspielen geht es unter anderem noch gegen Arsenal, Man Utd, Tottenham, Chelsea und Man City.

DER KAMPF UM DIE MEISTERSCHAFT

Stoke City – Manchester City
Samstag 18:25 Uhr, Sky Sport 1/HD Extra live, Kommentar: Markus Jestaedt

Roberto Mancini hatte die Wichtigkeit des Spiels gegen den FC Chelsea vor der Partie damit unterstrichen, dass nur bei einem Sieg seine Mannschaft noch die Chance hat die Meisterschaft zu gewinnen. Nicht nur, weil dann der Punkteabstand nicht weiter anwächst, sondern auch weil die Citizens dann die Qualität gezeigt haben, solch wichtigen Spiele zu gewinnen. Auch wenn die Leistung nicht unbedingt die beste in den letzten Wochen war, reichte es für einen knappen 2:1-Erfolg. Was Mancini voller Euphorie zu der Aussage hinreißen ließ: Wir werden auf alle Fälle Meister. Damit dem Italiener diese Aussage nicht im Mai um die Ohren fliegt, ist ein weiterer Sieg im Britannia Stadium notwendig. City reist mit der Empfehlung von fünf Siegen in den letzten sechs Spielen zu den Potters. Stoke steht im gesicherten Mittelfeld, hat zwei der letzten vier Spiele gewonnen. Problem beim Team von Tony Pulis ist diese Saison ein wenig die Offensive. Nur sechs Tore in den letzten neun Spielen haben die Potters erzielt. Man City hat mit seinen 27 Auswärtstoren nur ein Tor weniger als Stoke insgesamt erzielt. Die Vorzeichen sind also klar: Geballte Offensivpower gegen ein Abwehrbollwerk. Bei Stoke fehlt Salif Diao verletzt, Ricardo Fuller ist noch gesperrt. Bei Man City ist nur Joleon Lescott fraglich.

Manchester United – FC Fulham
Montag 20:55 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Markus Gaupp

Sir Alex Ferguson kann ganz in Ruhe bei einem Glas Rotwein beobachten, was der Titelkonkurrent vorlegt. Denn Manchester United schließt am Montag gegen den FC Fulham den Spieltag ab. Sportlich sind die Vorzeichen klarer denn je. Mit nur noch einem Wettbewerb vor der Brust, kann sich United ganz auf die Liga konzentrieren. Das 5:0 bei den Wolves war ein erstes Ausrufezeichen. Die Red Devils haben die letzten neun Ligaspiele nicht verloren, darunter nur zwei Unentschieden. Mit dem FC Fulham kommt eines der schlechtesten Auswärtsteams der Liga ins Old Trafford. Die Cottagers konnten nur eines der letzten neun Auswärtsspiele gewinnen, Ende Februar bei den Queens Park Rangers. Kein Team erzielt weniger Tore auf gegnerischem Platz als der FC Fulham. Nur acht mickrige Törchen waren es in 14 Spielen. Manchester United stellt die zweitbeste Heimoffensive der Liga. Man Utd weiterhin ohne Nani, dafür aber wieder mit Tom Cleverley und Phil Jones, die gestern für die zweite Mannschaft im Einsatz waren.
Neun Spieltage vor Schluss spitzt sich der Meisterschaftskampf zu, City oder United? Es ist die Zeit für die berühmte Mind Games von Sir Alex Ferguson. Nachdem Mancini nach dem Sieg gegen Chelsea gesagt hatte, dass sein Team den Titel gewinnen wird, hat Ferguson heute zurückgeschlagen. Sir Alex: “Ich habe genug Munition für Mind Games gegen Man City.” Beiläufig bekam dann Roberto Mancini noch eine ab. Es sei die pure Verzweifelung, so Ferguson, dass Mancini Tevez, den er nie mehr aufstellen wollte und der dann Urlaub in Argentinen machte, eingewechselt hatte. Es werde weitere Episoden folgen.

BEST OF THE REST

Swansea City – FC Everton
Samstag 16:00 Uhr

Es bleibt bei der Tradition, dass es an einem Spieltag mindestens ein Spiel gibt, in dem die Tabellenkonstellation nicht unbedingt danach schreit, der Partie mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Was aus der Sicht vom Aufsteiger Swansea City eine fantastische Nachricht ist, haben die Swans doch nichts zu tun mit dem Abstiegskampf. Gleiches gilt für Everton, die mit einem Sieg Swansea in der Tabelle überholen würden und auf Platz acht klettern könnten. Everton bleibt eine solide Mannschaft in der Premier League, mehr aber auch nicht. Vor der Saison und auch während der Winterpause gab es ja immer wieder Fanproteste gegen den Klubbesitzer Bill Kenwright, der den Verein gerne verkaufen möchte, aber keine finanzstarken Interessenten findet. Everton fehlt das Geld, das Stadion ist gemütlich, fast schon provinziell, aber eben nicht sehr groß. Wenn man die Entwicklung der Toffees positiv betrachtet, ist die Leistung des Teams trotz der eingeschränkten finanziellen Mittel immer noch toll. Negativ formuliert dürfte klar sein, dass Everton aus dem Status der grauen Maus in der Liga, dem soliden Mittelfeldteam, auf Dauer nur herauskommt, wenn mehr Geld zur Verfügung steht. Everton zuletzt mit einem Sieg aus vier Ligaspielen, Swansea weist die Bilanz von vier Siegen in den letzten sechs Spielen auf.

Schönes Wochenende!

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

So endet die Premier League Saison 2011/2012

Donnerstag, 22. März 2012 16:07

Gerade mal in einer ruhigen Minute auf SPOX die restliche Premier League Saison getippt. Dabei durchaus ein wenig auf die Heim- und Auswärtsstärke der Teams geachtet. Wenn es so kommen sollte, wie ich getippt habe, wird Man City dank der besseren Tordifferenz Meister. Arsenal behauptet knapp Platz 3 vor den Tottenham Hotspur. Chelsea muss mit der Belastung aus Champions League und FA-Cup abreißen lassen. Am Tabellenende leiden die Queens Park Rangers unter dem schwierigen Restprogramm. Blackburn und Bolton können sich retten, weil im Nachholspiel Bolton einen Punkt holen wird gegen Aston Villa, kämen dann auf 34 Zähler bei 38 Partien.

Mehr zum 30. Spieltag dann im Laufe des Freitags in der Spieltagsvorschau.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 Preview #29 – #PrayforMuamba

Montag, 19. März 2012 20:07

Es ist ein außergewöhnlicher 29. Spieltag in der Premier League. Wegen des Viertelfinals im FA-Cup findet über die Hälfte der Spiele erst am morgigen Dienstag und Mittwoch statt. Und leider steht seit den tragischen Vorfällen um Fabrice Muamba der Fußball auf der Insel in diesen Tagen verständlicherweise nicht im Mittelpunkt. Nachdem Muamba am Samstagabend auf dem Spielfeld zusammengebrochen war und sofort wiederbelebt werden musste, haben es die Ärzte immerhin geschafft, sein Herz wieder zum Schlagen zu bringen, fast zwei Stunden nach dem Kollaps. Sein Zustand, so die Ärzte heute, sei weiterhin sehr kritisch, habe sich aber gebessert. Muamba könne Arme und Beine bewegen, Besucher am Krankenbett berichten, dass er sogar ein paar Wörter gesprochen hat. Er erkennt Freunde und Familie. Das sind großartige Neuigkeiten, wenngleich für Muamba noch ein ganz langer Weg zur Genesung vor ihm liegt. Hoffentlich kann er diesen Weg gehen und behält so wenig Folgeschäden wie irgend möglich. Get well soon!

Die Bolton Wanderers und der gesamte Fußball auf der Insel steht noch immer unter Schock. Am Wochenende gab es vor den Spielen minutenlangen Applaus für Muamba. Auch der Spielplan wird durcheinander gewürfelt. Die für Dienstagabend angesetzte Partie zwischen Aston Villa und den Bolton Wanderers wurde abgesagt. Das Spiel von Bolton am Wochenende vor eigenem Publikum gegen die Blackburn Rovers wird verlegt, wenn Bolton dies wünsche. Die Liga und auch Rovers-Trainer Steve Keane haben bereits ihre Bereitschaft für eine Spielverlegung signalisiert. Völlig unklar ist noch, wann und ob das FA-Cup-Spiel vom Samstag wiederholt wird. In einigen englischen Zeitungen wurden heute Überlegungen aus dem Umfeld der Bolton Wanderers zitiert, dass man freiwillig aus dem Pokalwettbewerb ausscheide. Am 15. April wird das Halbfinale gegen Chelsea in Wembley stattfinden.

Vier Spiele haben bereits am Wochenende stattgefunden. Am überraschendsten war wohl der klare Auswärtssieg von Swansea City beim heimstarken FC Fulham. Mit dem 3:0 haben die Swans Fulham in der Tabelle überholt und sind jetzt Achter. Aber auch Fulham bleibt im gesicherten Mittelfeld. Newcastle United hielt mit dem mühsamen 1:0 gegen Norwich City Anschluss an die Europapokalplätze. Im Tabellenkeller kam Wigan Athletic nicht über ein 1:1 gegen West Bromwich Albion hinaus. Wigan war die bessere und spielbestimmende Mannschaft, vergab aber eine Reihe bester Torchancen. Die Latics bleiben damit Tabellenletzter. Von ganz unten in der Tabelle nach ganz oben. Manchester United gewann souverän und lässig mit 5:0 bei den Wolverhampton Wanderers und hat jetzt vier Punkte Vorsprung vor Man City. Sir Alex hat nach dem Ausscheiden aus der Europa League ja die Devise ausgegeben, die restlichen zehn Saisonspiele zu gewinnen. Teil eins der Aufgabe wurde erfüllt. Und setzt Man City unter Druck.

Fünf Spiele stehen am Dienstag und Mittwoch noch auf dem Programm. Leider ohne Übertragungen bei Sky. Insbesondere dass Manchester City gegen Chelsea nicht übertragen wird, wundert mich schon sehr. Bis dato gibt es von Sky auch keine plausible Erklärung, warum es keine Übertragung gibt. Suchen Sie also Ihren Irish Pub in der Nähe auf oder hoffen Sie auf brauchbare Streams.

Der Kampf um die Champions League
Der Mittwoch steht ganz im Zeichen der Europapokalplätze. Mit Manchester City gegen den FC Chelsea steht ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm. City muss den Anschluss an die Spitze halten, kann im optimalen Falle den Abstand auf einen Zähler verkürzen. Die Blues aus der Hauptstadt, zuletzt immerhin mit vier Pflichtspielsiegen in Folge und der tollen Leistung in der Champions League gegen Neapel, wollen den FC Arsenal, drei Punkte vor Chelsea, unter Druck setzen. Kann Fernando Torres seine überragende Quote vom Spiel am Sonntag fortsetzen? Die Gunners sind ebenfalls gefordert. Der FC Everton, Tabellenzehnter, empfängt den FC Arsenal. Die Londoner zuletzt mit überragenden Leistungen und geballter Offensivkraft. Vier Siege am Stück, dabei 12 Tore geschossen. Tolle Moral gegen Newcastle gezeigt. Everton kam am Wochenende im FA-Cup gegen Sunderland nicht über ein Remis hinaus. Die 90 Minuten zeigten die Schwäche der Toffees recht deutlich, die Chancenverwertung. Viele Chancen gehabt, wenig Ertrag bekommen. Arsenal hat mittlerweile ein klares Saisonziel ausgegeben: Platz 3. Den haben derzeit noch die Tottenham Hotspur inne, die Stoke City empfangen. Die Spurs liegen nur noch einen Zähler vor Arsenal, weil es zuletzt in der Liga drei Niederlagen in Folge gab. Gegen Stoke soll der Weg in die Erfolgsspur gefunden werden. Das gilt in der Liga auch für den FC Liverpool, der zu den Queens Park Rangers reist.

Battle against relegation
QPR empfängt also den FC Liverpool. Das Team von Mark Hughes wartet seit sieben Ligaspielen auf einen Sieg. Den letzten Erfolg gab es am 21. Januar gegen Wigan. Die Reds von der Merseyside haben mittlerweile sieben Punkte Rückstand auf Platz 5, sind ja aber bereits durch den Gewinn des Carling Cup für die Europa League qualifiziert. Liverpool nur mit zwei Siegen aus den letzten sechs Ligaspielen. Die Queens Park Rangers liegen einen Punkt vom rettenden Ufer entfernt auf Platz 18 und hoffen auf eine Niederlage der Blackburn Rovers. Im Ewood Park empfängt der Tabellensechszehnte den AFC Sunderland, der im grauen Mittelfeld der Tabelle spaziert.

Thema: Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Sonntag, 18. März 2012 – Robbie Fowler

Sonntag, 18. März 2012 11:20

“My type of forward, a No10, thrives in partnerships, dropping off another striker but a lot of teams now have just one up front. I’m old school, I like 4-4-2 but the Premier League has definitely changed since my day. I’m not saying we weren’t fit but the players are a lot more athletic now and there’s a much bigger emphasis on pace. That doesn’t mean the standard of football’s better, though. I’m not sure it is.”

Äußerst lesenswertes Interview mit dem ehemaligen Liverpool-Spieler Robbie Fowler über seine Zeit in Thailand und Australien und seine Sicht auf die heutige Spielweise in der Premier League, fünf Jahre nachdem er den FC Liverpool verlassen hatte.

The Observer: Robbie Fowler back from his faraway travels and hungry to play

Thema: Premier League, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 Preview #27 – “One of my favourite fixtures on the planet”

Freitag, 2. März 2012 15:55

Zunächst ein wenig Formalkram, in erster Termine für Nachholspiele. Das wegen des Carling Cup Finales verlegte Merseyside Derby zwischen dem FC Liverpool und dem FC Everton wird nun am Dienstag, 13. März, um 21:00 Uhr nachgeholt. Parallel findet in der Champions League die Partie Bayern gegen Basel statt, sodass sich Sky bisher nicht zu einer Übertragung der Premier League durchringen konnte. Am darauffolgenden Wochenende (17./18. März) findet parallel zum Viertelfinale im FA-Cup die Premier League statt, allerdings wegen des Pokals nur mit fünf Spielen, unter anderem das Monday Night Game zwischen Chelsea und Manchester City. Die übrigen fünf Partien werden dann am Dienstag und Mittwoch ausgetragen, unter anderem Everton-Arsenal und QPR-Liverpool am 21. März um 21:00 Uhr. Auch hier noch keine Angaben zu möglichen Übertragungen bei Sky.

Nach der Länderspielpause geht es weiter mit einem sehr schmackhaften 27. Spieltag. Zwei Spitzenspiele, das Tyne-Wear-Derby und ein Duell der echten Gegensätze stehen auf dem Speiseplan.

FC Liverpool – FC Arsenal
Samstag 13:30 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Markus Gaupp

Ich muss es ehrlich zugeben, aber der letzte Sonntag zwischen der 35. und 60. Minute im Spiel von Arsenal gegen die Spurs war mit das geilste, was ich fußballtechnisch in den letzten Jahren gesehen und erlebt habe. Bloß ist das schon wieder eine Woche zurück und der Satz von Wenger, dass Arsenal lebhafter und dynamischer sei als jemals zuvor, längst vergessen. Der Sieg gegen Tottenham wird erst richtig vergoldet, wenn an der Anfield Road drei Punkte geholt werden. Nur so wäre es ein weiterer Schritt aus der schwierigen sportlichen Lage. Die Vorzeichen sind nicht die allerbesten. Wenger hat heute Vormittag auf der Pressekonferenz erstmal einen kleinen Rundumschlag gegenüber den Freundschaftsspielen gemacht. Seien völlig sinnlos, belasten die Spieler zu sehr. Anlass der Kritik war der belgische Fußballverband. Thomas Vermaelen spielte kurz nach seiner erneuten Verletzung 90 Minuten im Länderspiel und kam ein wenig erschöpft zurück nach London. “Wir sind das einzige Team der Welt, das Sonntag, Mittwoch, Samstag und Dienstag spielt”. Vier Spiele in neun Tagen könnten selbst die besten Fußballer auf hohem Niveau nicht absolvieren. Vermaelen wird aber fit sein und spielen. Fragezeichen noch hinter den Einsätzen von van Persie und Rosicky, der Tscheche wird wohl spielen können. Ramsey und Djourou fehlen weiter verletzt, dafür steht Abou Diaby gefühlt zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder im Kader. Wenn es normal läuft, verletzt er sich im März wieder schwer. Es ist ein imminent wichtiges Spiel für Arsenal. Mit einem Sieg könnte man bei einem Spiel mehr 10 Punkte Vorsprung auf Pool haben.
Liverpool kann ebenfalls ein Erfolgserlebnis mit in dieses Spiel nehmen, der mühsame Gewinn des Carling Cup. In der Liga gab es nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen. Die Reds haben zuhause erst vier Spiele gewonnen, Arsenal gewann auswärts fünf Begegnungen. Die große Baustelle bei Liverpool liegt ausgerechnet in der Offensive. Das Team von Dalglish hat die schlechteste Chancenverwertung der gesamten Premier League. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Gerrard und Glen Johnson, die beide mit Oberschenkelproblemen am Mittwoch vorzeitig ausgewechselt wurden. Sollten sie nicht fit werden, könnten Martin Kelly und Chalie Adam sie ersetzen. Im Hinspiel gewann Liverpool mit 2:0 im Emirates. Arsenal hat die letzten vier Spiele an der Anfield Road nicht verloren. Von meiner Seite aus kann das gerne so bleiben.

West Bromwich Albion – FC Chelsea
Im direkten Duell um den vierten Platz müssen die Blues auf das Ergebnis von der Anfield Road reagieren. Und die Reise ins The Hawthorns wird kein einfacher Trip. Zwar hat West Brom bisher nur drei Spiele zuhause gewinnen können, zuletzt zeigten sich die Baggies aber in fantastischer Form mit dem 5:1 bei den Wolves und dem 4:0 vor eigenem Publikum gegen Sunderland. Der FC Chelsea bleibt weiterhin die konstante Unkonstante. Aus den letzten acht Pflichtspielen gab es zwei mickrige Siege, zuletzt zwar ein souveränes 3:0, allerdings nur gegen Bolton. Und die Wanderers sind wirklich kein Gradmesser. Für die Blues stehen entscheidene Wochen an. Nach dem Spiel gegen West Brom gibt es das Wiederholungsspiel im FA-Cup bei Birmingham City, anschließend geht es gegen Stoke und in der Champions League gegen Napoli, bevor Man City und Tottenham in der Liga warten. Ende März könnte die Saison für die Blues bereits gelaufen sein. Für Samstag müssen die Blues auf Drogba verzichten, also bekommt Fernando Torres eine weitere Chance auf Torjagd zu gehen, neben Daniel Sturridge. Bosingwa und Terry fehlen weiterhin. Roy Hodgson kündigte heute Vormittag auf der Pressekonferenz an, dass erst kurzfristig entschieden wird, ob die Stammspieler Jerome Thomas, Paul Scharner und Chris Brunt eingesetzt werden. Chelsea hat die letzten 20 Duelle gegen West Brom nicht verloren (18 Siege, zwei Remis).

Wigan Athletic – Swansea City
Das dürfte insofern eine interessante Angelegenheit werden, weil Wigan Athletic eines der schwächsten Heimteams der Liga ist und Swansea auswärts keine Bäume ausreißt. Nur neun Punkte haben die Swans in der Fremde geholt. Mit den Blackburn Rovers zusammen ist dies die schlechteste Bilanz. Immerhin gab es zuletzt zwei Siege aus den letzten vier Auswärtsspielen. Aufsteigende Form weisen aber auch die Latics auf, die seit drei Spielen ungeschlagen sind – bisheriger Rekord für das Team von Martinez in dieser Spielzeit. Trotzdem liegt man weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, aber nur einen Punkt hinter Rang 18. Swansea muss aufpassen, dass sie bei weiteren Niederlagen nicht noch in die Abstiegszone rutschen. Wigan hat weiterhin keine Personalprobleme. Martinez könnte zum dritten Mal in Folge die gleiche Startelf aufbieten, also im Sturm wieder mit dem Duo Rodallega und di Santo. Bei Swansea kehrt Torhüter Michel Vorm nach Krankheit zurück ins Team. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stürmer Danny Graham nach seiner Viruserkrankung.

Blackburn Rovers – Aston Villa
Abstiegskampf gegen vermeintlich gesichertes Mittelfeld. So lässt sich auch die Partie der Rovers gegen Aston Villa überschreiben. Das 0:0 von Villa letztes Wochenende bei Wigan war eine ziemliche Enttäuschung. Auf dem Konto steht weiterhin nur ein Sieg in den letzten sieben Spielen. Trotzdem wird Trainer Alex McLeish noch nicht in Frage gestellt. Denn Villa muss jetzt endlich anfangen zu punkten. Ende März und in der ersten Aprilhälfte stehen hintereinander Partien gegen Arsenal, Chelsea, Liverpool und Man Utd an. Bis dahin muss der Klassenerhalt erreicht sein. Für einen Sieg bieten sich die Rovers theoretisch gut an. Blackburn hat mindestens immer ein Gegentor pro Spiel bekommen und stellt mit 59 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga. Die Rovers-Fans haben bereits vor der Partie erneut massive Proteste gegen Klubführung und Trainer angekündigt. In drei Protestmärschen zum Ewood Park wollen die Fans deutlich machen, dass Trainer Steve Kean keine Zukunft haben soll.

Manchester City – Bolton Wanderers
Die Citizens bleiben das Aushängeschild der Premier League Saison 2011/2012. Mit 67 erzielten Treffern markieren sie die beste Offensive der Liga, 19 Gegentore sind Beweis für die beste Defensive. Die letzten 13 Heimspiele wurden gewonnen. Und jetzt kommt mit Bolton (54 Gegentore) die zweitschlechteste Defensive der Liga. Anfang Januar gab es den letzten Auswärtssieg für den Tabellenvorletzten. Ein weiterer Baustein für den Erfolg von City: kaum Verletzte. Roberto Mancini kann genüsslich rotieren. Gegen Bolton wohl wieder mit Balotelli im Sturm, Nasri im rechten Mittelfeld, Aguero als hängende Spitze. Bei Bolton spielt Arsenal-Leihe Ryo Miyaichi einen guten Part im linken Mittelfeld.

Queens Park Rangers – FC Everton
So richtig Früchte getragen hat der Trainerwechsel bei den Queens Park Rangers noch nicht. Mark Hughes wollte mit dem Team eigentlich richtig durchstarten und seine etwas unschönen Abgänge bei Fulham und Man City vergessen machen. Stattdessen sah er fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen. Ob die Wende gegen Everton klappt? Immerhin sind die Toffees auswärts erschreckend schwach, gewannen nur eines der letzten sechs Auswärtsspiele. Die gute Nachricht: Nach zweiwöchiger Spielpause kann Everton wieder auf eine Reihe von verletzten Spielern zurückgreifen. Tim Cahill, Victor Anichebe und Leon Osman sind fit. Bei QPR kehren Luke Young und DJ Campbell ins Team zurück.

Stoke City – Norwich City
An jedem Wochenende gibt es so ein Spiel, dessen Relevanz aus rein sportlicher Sicht ein wenig begrenzt scheint. Meist trifft dies auf direkte Duelle im Mittelfeld der Tabelle zu. So können beide Teams und Fans immerhin beruhigt in das Fußballwochenende gehen. Und es ist Ausdruck für die starke Saisonleistung beider Vereine. Insbesondere Norwich als Aufsteiger hat mit dem Abstieg gar nichts zu tun. Und Stoke hat sich zu einer etablierten Größe in der Liga entwickelt. Einziges Akttraktivitätsbonbon im Britannia Stadium. Mit einem Sieg kann Stoke an Norwich vorbeiziehen und in die obere Tabellenhälfte rücken. Stoke hat die letzten sechs Heimspiele nicht verloren, Norwich hat drei der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen.

Newcastle United – AFC Sunderland
Sonntag 12:55 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Andreas Renner

Sportlich ist es stets nicht unbedingt das attraktivste Spiel, aber das Duell zwischen Newcastle und Sunderland ist eines der heißesten und brisantesten Derbys auf der Insel. Zum 147. Mal findet das Tyne-Wear-Derby statt. Es ist jedes Jahr das gleiche Prozedere bei diesem Hochsicherheitsspiel. Aus Sicherheitsgründen und nach Absprache mit der Polizei in Northumbria findet das Duell nur noch zu frühen Mittagszeit statt. Überhaupt ist die Polizei in Newcastle in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Fans aus Sunderland werden erst aus dem Stadion gelassen, wenn die Anhänger der Magpies den St. James’ Park verlassen haben. Über Durchsagen werden die Fans der Black Cats auf dem Laufenden gehalten, wielange sie noch zu warten haben (Toilettengänge sind zwischendurch erlaubt), anschließend geht es unter Polizeischutz aus dem Stadion und der Stadt. Der FC Sunderland hat zahlreiche kostenlose Bustranfers organisiert, die Fans sicher zum und vom Spiel weg transportieren. Sobald die Busse das Stadtgebiet von Newcastle erreichen, werden sie per Polizeieskorte zum Stadion begleitet. Nur gut 25 Kilometer liegen zwischen beiden Städten, einmal die A184 nach Nordwesten fahren. Die Rivalität zwischen beiden Städten geht bereits auf den englischen Bürgerkrieg Mitte des 17. Jahrhunderts zurück, der begleitet wurde von religiösen Konflikten. Newcastle stand eher den Anhängern des Königs nahe, Sunderland war Zentrum der Parlamentarismus-Bewegung.
Sportlich läuft es für beide Teams nicht schlecht. Da hat der Fußball im Nordosten schon schlechtere Tage erlebt. Newcastle liegt 10 Punkte vor den Black Cats und hat gute Chancen nächste Saison international zu spielen. Sunderland will Revanche für die 0:1-Niederlage in der Hinserie. Newcastle hofft noch auf den Einsatz Papiss Cisse, der seine Verletzung vom letzten Wochenende fast auskuriert hat. Bei Sunderland ist nur Phil Bardsley fraglich. Der schottische Nationalspieler musste verletzt von der Nationalelf abreisen. Wie gesagt, sportlich nicht das attraktivste, emotional aber ein hochbrisantes Derby. Wie hat es BBC 5live-Kommentator Mowbray vorhin so schön formuliert: “It is one of my favourite fixtures on the planet.”

FC Fulham – Wolverhampton Wanderers
Es sind schwierige Zeiten für den neuen Wolves-Trainer Terry Connor. Die Berufung als ehemaliger Co-Trainer von Mick McCarthy zum Chef sieht nicht wirklich nach Neuanfang aus. Die Rückendeckung der Fans ist ihm vorerst sicher und sportlich gab es mit dem 2:2 gegen Newcastle immerhin einen kleinen Hoffnungsschimmer. Und jetzt geht es zu den heimstarken Cottagers, im sicheren Mittelfeld platziert. Fulham hat nur zwei der letzten neun Ligaspiele verloren und will den dritten Sieg in Folge. Im Cravan Cottage hat man seit Mitte Dezember nicht mehr verloren. Allerdings hat Wolverhampton die letzten fünf Auswärtsspiele auch nicht verloren. Bei Fulham bilden weiterhin Pavel Pogrebnyak und Andy Johnson das Sturmduo.

Tottenham Hotspur – Manchester United
Sonntag 17:05 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Markus Gaupp

Sir Alex Ferguson hat die Ausgangslage vor der Partie seines Team an der White Hart Lane klar auf den Punkt gebracht. Nur bei einem Sieg könne Man Utd sich noch im Titelrennen bewähren. Die Partie gegen die Spurs werde zeigen, ob Man Utd reif für den Titel sei: “Es wird eines der wichtigsten Spiele der Saison. Wenn wir da bestehen, haben wir eine große Chance die Liga zu gewinnen. Ich will nach Möglichkeit nicht mit zwei Punkten Rückstand zu City reisen, sondern lieber mit Punktgleichstand.” Am Montag, 30. April, ist das große vielleicht entscheidene Duell um den Titel im Etihad Stadium. Und vorher setzt Sir Alex wieder auf die Trumpfkarte Erfahrung – Ryan Giggs und Paul Scholes machen es aber auch schwer dies nicht zu tun. Tottenham muss sich von der Klatsche bei Arsenal erholen. Trainer Redknapp hat zwat betont, dass die Niederlage sein Team nicht umwerfe. Die Kritik an seiner Defensive hat aber schon gezeigt, dass Redknapp sich mehr ausgerechnet hatte und sein Team schon stabiler wähnte. Für die Spurs ist es hingegen die letzte Chance noch in den Zweikampf einzugreifen. Bei einem Sieg würde man den Rückstand auf Man Utd auf fünf Punkte verkürzen. Bei Tottenham ist Gareth Bale noch fraglich wegen Oberschenkelproblemen nach dem Länderspiel mit Wales gegen Costa Rica. Scott Parker fehlt gesperrt, Ledley King braucht wieder mal eine Pause und wird wohl von Michael Dawson ersetzt. Bei Man Utd kehrt Rooney ins Team zurück, während die Red Devils weiter auf Tom Cleverley und Antonio Valencia verzichten müssen. Auch Chris Smalling ist nach seinem Zusammenstoß mit Huntelaar in Wembley eher unwahrscheinlich.

Schönes Wochenende!

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 Preview #26 – Kings of London

Freitag, 24. Februar 2012 15:58

Nach der Pokalpause letztes Wochenende geht es mit dem 26. Spieltag weiter. Wobei so ganz kommt der englische Fußball auch an diesem Wochenende nicht um den Pokal herum. Am Sonntagnachmittag bestreiten der FC Liverpool und Zweitligist Cardiff City das Carling Cup Finale im Wembley Stadium (Sport1 live ab 16:55 Uhr). Deswegen stehen auch nur neun Ligaspiele auf dem Programm und keine Partie am Sonntagnachmittag. Das Merseyside Derby gegen den FC Everton ist verschoben. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Das gestaltet sich deswegen ein wenig schwieriger, weil Liverpool und Everton beide noch im FA-Cup spielen und deswegen aufgrund möglicher Wiederholungsspiele bestimmte Tage provisorisch freigehalten werden müssen.

Kommen wir zurück zur Liga. Sechs Spiele am Samstag. Villas-Boas bei Chelsea unter Beobachtung, schwierige Aufgaben für die Kellerkinder und der Tabellenführer im Einsatz. Das sind die Brennpunkte morgen. Am Sonntag dann das North London Derby.

FC Chelsea – Bolton Wanderers
Samstag 15:55 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Andreas Renner

Wenn man dieser Tage fies zu einem Chelsea-Fan sein will, sollten beiläufig zwei Namen erwähnt werden: Andre Villas-Boas und Fernando Torres. Beide stellen die Anhänger der Blues auf eine Geduldsprobe. Der Trainer schafft es nicht, die Mannschaft taktisch so einzustellen, dass sie erfolgreich ist. In der Liga hat Chelsea den vierten Platz abgegeben, in der Champions League kurz vor dem Ausscheiden. Und Fernando Torres wartet seit Oktober auf einen Treffer. Für einen Stürmer nicht akzeptabel – that’s 50 million pounds well spent. Und so stehen diese beiden Protagonisten stellvertretend für die Krise an der Stamford Bridge. Der Trainer bekommt Rückendeckung vom Besitzer, Torres wird am Samstag trotz leichter Grippe unter der Woche wohl stürmen. Bei Chelsea fehlen weiterhin Bosingwa und John Terry, Mata ist fraglich, wird aber wohl fit werden. In den letzten Jahren waren die Bolton Wanderers ein dankbarer Gegner für die Blues. Die letzten acht Duelle hat Chelsea gewinnen können. Ist jetzt eine Frage der Perspektive. Vielleicht ist es für Bolton der beste Zeitpunkt gegen die Blues zu spielen. Blöd nur, dass bei Bolton eine ganze Reihe von Stammkräften ausfallen. Kevin Davies, Marcos Alonso, Tyrone Mears, Ricardo Gardner, Chung-Yong Lee, Stuart Holden und Sean Davis fehlen alle verletzt. Chelsea hat die letzten fünf Spiele wettbewerbsübergreifend nicht gewonnen. Und wenn es gegen Bolton nicht klappt, dürfte die Krise eine neue Dimension bekommen.

Newcastle United – Wolverhampton Wanderers
Im Fernduell um den vierten Platz hat auch Newcastle United ein gehöriges Wort mitzureden. Einen Punkt liegen die Magpies hinter Chelsea und Arsenal. Jetzt kommen die Wolves. Die Gäste haben Anfang Februar bei QPR gewonnen, der erste Sieg nach zehn sieglosen Spielen in der Fremde. Es war aber auch der einzige Sieg in den letzten fünf Spielen. Grund genug Trainer Mick McCarthy zu entlassen. Jetzt haben die Wolves bis zum Saisonende einen Nachfolger gefunden. Terry Connor, Co-Trainer unter McCarthy, übernimmt die sportliche Leitung. Es ist die einfachste Lösung, aber nicht die gewünschte Option. Der Guardian schlüsselt auf, dass zahlreiche Wunschkandidaten, wie Alan Curbishley, Brian McDermott und Walter Smith, dem Verein abgesagt haben. Newcastle hat die letzten fünf Duelle in der Premier League gegen die Wolves nicht verloren. Aus den letzten drei Ligaspielen insgesamt gab es zwei Siege. Yohan Cabaye und Cheick Tiote sind nach Verletzung und Einsatz beim Afrika-Cup wieder im Mittelfeld der Magpies. Leon Best und Steven Taylor fehlen weiter verletzt.

Außerdem am Samstagnachmittag zwei Mal Abstiegsgefahr gegen sicheres Mittelfeld. Die Queens Park Rangers empfangen den FC Fulham. QPR wartet seit über einem Monat auf einen Sieg. Das Team von Trainer Mark Hughes holte nur vier Punkte aus den letzten sechs Spielen, Fulham holte im gleichen Zeitraum zehn Zähler. Deswegen liegen in der Tabelle jetzt neun Punkte und vier Plätze zwischen beiden Vereinen, QPR liegt auf Platz 16 punktgleich mit den Wolves auf Rang 18. Während die Cottagers keinerlei Personalprobleme haben – nur hinter dem Einsatz von Steve Sidwell steht ein kleines Fragezeichen – muss QPR auf den gesperrten Djibril Cisse und den verletzten DJ Campbell verzichten. Aller Voraussicht nach werden Frederico Macheda und Bobby Zamora im Sturm spielen. Insbesondere für Zamora wird es ein besonderes Spiel. Im Januar verließ er den FC Fulham, nach seiner langen Verletzungspause hatte er wieder das Vertrauen vom Trainer bekommen. Im zweiten Duell hat Schlusslicht Wigan Athletic den Tabellenfünfzehnten Aston Villa zu Gast. Die Latics versuchen den zweiten Heimsieg in dieser Saison zu erzielen. Und das ist auch dringend nötig. Den letzten Heimerfolg gab es im August, in den letzten sechs Heimspielen hat es Wigan nicht geschafft mehr als ein Tor zu erzielen. Nur eines der letzten fünf Ligaspiele wurde gewonnen, ausgerechnet vor zwei Wochen beim direkten Konkurrenten in Bolton. Ob Wigan den Aufwärtstrend fortsetzt? Gegen Villa mit drei Niederlagen in den letzten vier Spielen wäre das gut möglich. Alex McLeish fehlt Innenverteidiger Richard Dunne mit Schulterverletzung, ihn ersetzt Carlos Cuellar. Villa muss außerdem auf Ciaran Clark verzichten.

Desweiteren um 16:00 Uhr am Samstagnachmittag ein eher belangloses Mittelfelduell zwischen West Bromwich Albion und dem AFC Sunderland. Die Black Cats stehen im gesichersten Mittelfeld ohne Kontakt zu den internationalen Plätzen. Bei West Brom besteht noch ein wenig Abstiegsgefahr, was primär in der schwachen Heimform begründet ist. Die letzten beiden Spiele im The Hawthorns gingen verloren, gleichzeitig holten die Baggies aber sieben Punkte aus den letzten drei Spielen in der Fremde. Blöderweise jetzt wieder vor eigenem Publikum. Sunderland gewann drei der letzten vier Ligaspiele. Die Verpflichtung von Trainer Martin O’Neill hat sich als echter Glücksgriff erwiesen.

Manchester City – Blackburn Rovers
Samstag 18:25 Uhr, Sky Sport 1/HD Extra live, Kommentar: Sven Schröter

Im Kampf um die Tabellenführung darf Manchester City vorlegen. Nach der souveränen Leistung in der Europa League gegen den FC Porto wollen die Citizens jetzt den driten Sieg in Folge in der Liga. Klammert man den kleinen Ausrutscher mit der Niederlage beim FC Everton aus, sehe ich derzeit keinerlei Anzeichen, dass Man City leistungsmäßig nachlässt. Sie bleiben der Top-Favorit auf den Titel, nicht nur wegen des Vorsprungs von zwei Punkten auf Man Utd. Mit den Blackburn Rovers kommt jetzt ein dankbarer Gegner ins Etihad Stadium. Blackburn hat zwar die Abstiegsplätze verlassen – aber nur aufgrund der guten Leistungen vor eigenem Publikum. Auswärts, siehe das 1:7 bei Arsenal, gibt es regelmäßige Offenbarungen. Und jetzt reisen die Rovers zu dem Team, das in dieser Saison zuhause noch nicht verloren hat. Man City hat keine Personalsorgen, Carlos Tevez steht aber noch nicht im Kader. Bei Blackburn fehlt Chris Samba wegen Oberschenkelproblemen. City hat keines der letzten acht Spiele gegen Blackburn verloren. Aber die Rovers haben gute Erinnerungen an Manchester. Bei United konnten sie diese Saison schon gewinnen.

Norwich City – Manchester United
Nach der Samstagspartie von Man City muss United beim Aufsteiger in Norwich auf das entsprechende Ergebnis reagieren. Ich habe von der Europa League Partie gegen Ajax nur die Bilder in der Konferenz sehen und war eher enttäuscht von den Red Devils. Aber so richtig überzeugt war ich von Man Utd in den letzten Wochen sowieso nicht. Bei Chelsea spielte das Team eine miserable erste Hälfte, gegen Liverpool tat man nicht mehr als nötig. Richtig gut gefiel mir nur die Partie bei Ajax Amsterdam. Solange Man Utd aber auf Tuchfühlung zu City bleibt, liegt das Team von Sir Alex im Plan. Am Donnerstag hat Nani erstmals wieder über 90 Minuten gespielt und dürfte am Sonntag auch in der Liga wieder von Beginn an spielen. Rio Ferdinand wurde am Donnerstag gegen Amsterdam geschont, kehrt ins Team zurück. Wayne Rooney ist weiterhin fraglich ebenso wie Tom Cleverly. Bei Norwich kehrt Zak Whitbread nach Sperre zurück.

FC Arsenal – Tottenham Hotspur
Sonntag 14:15 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Marco Hagemann (Yeah!)

Es ist das 150. Derby zwischen den Gunners und den Spurs in der Premier League – und zum ersten Mal ist die Favoritenrolle klar verteilt. Zu Gunsten der Tottenham Hotspur. Zum ersten Mal seit 15 Jahren könnten die Spurs sich vor Arsenal in der Tabelle platzieren. Das Team von Harry Redknapp spielt insbesondere in der Offensive begeisternden Fußball und liegt nach 25 Spieltagen 10 Punkte vor dem FC Arsenal. Wer hätte das gedacht. “Für uns ist es ein extrem wichtiges Spiel, weil wir unsere Position im Kampf um den vierten Platz weiter verbessern können”, meinte Arsenal-Trainer Wenger heute Mittag auf der Pressekonferenz. Das Saisonziel des FC Arsenal ist klar definiert mit dem Erreichen der CL-Quali. Es werden kleine Brötchen im Emirates gebacken. Kleine Brötchen und Harry Redknapp passen hingegen nicht zusammen. Die Spurs wollen auf alle Fälle, so Redknapp, vor den Gunners in der Tabelle bleiben, haben die Hoffnung auf die Meisterschaft aber auch noch nicht ganz aufgegeben. Es sind nur sieben Punkte Rückstand bei noch 13 Spielen. So oder so brauchen beide Teams einen Sieg, beide wollen drei Punkte – könnte also ein großartiges Spiel werden.
Bei Arsenal sind Laurent Koscielny und Kieran Gibbs noch fraglich. Beide machen morgen einen Fitnesstest. Sollte der Franzose nicht fit werden, könnte Djourou in die Innenverteidigung rücken. Carl Jenkinson, der am Mittwoch in der Reservemannschaft erstmals 90 Minuten nach seiner Verletzung spielte, wäre die Notlösung auf der linken Seite. Vermaelen ersetzt in der Innenverteidigung Mertesacker, fällt für die linke Seite also aus. Ansonsten stellt sich das Team von alleine auf. Gervinho könnte nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup wieder ins linke Mittelfeld rücken. Bei Tottenham entspannt sich die Personalsituation. Luka Modric, Emmanuel Adebayor, Benoit Assou-Ekotto und Rafael van der Vaart fehlten am letzten Sonntag im FA-Cup, sind für Sonntag aber wieder fit. Für beide das vielleicht wichtigste North London Derby in den letzten Jahren, vor allem für Arsene Wenger. Arsenal hat übrigens nur eines der letzten sieben North London Derby gewonnen.
Es sind bis jetzt keinerlei Fanproteste gegen Le Professeur angekündigt. Die schwarzen Müllsäcke bleiben zuhause. Der Verein ist den Fans entgegen gekommen. Man hat die Preise für Dauerkarten für die nächste Saison nicht erhöht. Ob das die Fans bei Laune hält? Eigentlich hilft nur ein Sieg. Beide Vereine haben in gemeinsamen Erklärungen an die Anhänger appelliert sich vor dem Spiel und während der 90 Minuten respektvoll zu verhalten.

Der Spieltag wird abgeschlossen mit der Partie von Stoke City gegen Swansea. Beide Teams stehen im gesicherten Mittelfeld mit jeweils 30 Punkten, haben also mit dem Abstiegskampf nur noch bedingt zu tun. Der Sieger in dieser Partie sowieso nicht mehr. Stoke verlor die letzten zwei Ligaspiele und war in der Europa League gegen den FC Valencia chancenlos. Swansea ist ebenfalls im Formtief. Die Swans gewannen nur eines ihrer letzten fünf Pflichtspiele.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012 – TV Spiele bis Ende April terminiert

Donnerstag, 23. Februar 2012 18:39

Die Premier League hat heute in Absprache mit BSkyB und ESPN UK die Premier League Spiele bis Ende April fest terminiert. Ein Blick auf die Highlights im März und April mit zwei Spieltagen an Ostern. Die meisten TV-Spiele auf der Insel wird es dann sicherlich auch bei Sky Deutschland zu sehen geben. Die Spitzenspiele sind fett markiert.

Sa 03.03. 13:45, Arsenal – Liverpool
So 04.03. 13:00, Newcastle – Sunderland
So 04.03. 17:10, Tottenham – Manchester United

Mo 12.03. 21:00, Arsenal – Newcastle

So 18.03. 14:30, Wolverhampton – Manchester United
Mo 19.03. 21:00, Manchester City – FC Chelsea

Sa 24.03. 13:45, FC Chelsea – Tottenham Hotspur
Sa 24.03. 16:00, Arsenal – Aston Villa / Liverpool – Wigan
Sa 24.03. 18:30, Stoke City – Manchester City
Mo 26.03. 21:00, Manchester United – FC Fulham

Sa 31.03. 16:00, Manchester City – FC Sunderland
So 01.04. 14:30, Newcastle – Liverpool
So 01.04. 17:00, Tottenham – Swansea
Mo 02.04. 21:00, Blackburn – Manchester United

Fr 06.04. 17:30, Swansea – Newcastle
Sa 07.04. 13:45, Sunderland – Tottenham
Sa 07.04. 15:00, Liverpool – Aston Villa
So 08.04. 14:30, Man Utd – QPR
So, 08.04. 17:00, Arsenal – Man City

Mo 09.04. 16:00, Tottenham – Norwich
Mo 09.04. 21:00, Fulham – Chelsea
Di 10.04. 21:00, Blackburn – Liverpool
Mi 11.04. 20:45, Man City – West Brom

Sa 14.04. 13:45, Liverpool – Fulham / Norwich – Man City
Sa 14.04. 16:00, Chelsea – Newcastle
So 15.04. 14:30, Bolton – Tottenham
So 15.04. 17:00, Man Utd – Aston Villa

Sa 21.04. 13:45, Arsenal – Chelsea
Sa 21.04. 18:30, QPR – Tottenham
So 22.04. 13:30, Man Utd – Everton
So 22.04. 17:00, Wolves – Man City

Sa 28.04. 16:00, Stoke – Arsenal
Sa 28.04. 18:30, Norwich – Liverpool
So 29.04. 14:30, Chelsea – QPR
So 29.04. 17:00, Tottenham – Blackburn
Mo 30.04. 21:00, Man City – Man Utd

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis