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DEL 2009/2010: Noch drei Wochen bis zu den Playoffs

Sonntag, 28. Februar 2010 13:13

Noch etwas mehr als drei Wochen sind es, bevor am 24. März das erste Spiel der Pre-Playoffs absolviert wird und damit die ganz heiße Phase im Kampf um die deutsche Eishockeymeisterschaft 2010 beginnt. Am Dienstag nimmt die DEL nach der Olympiapause wieder ihren Spielbetrieb auf. Dann heißt es für alle Mannschaften noch acht bis zehn Spiele zu absolvieren. Nach dem letzten Spieltag am 21. März steht dann fest, welche sechs Teams sich direkt für die Playoffs qualifiziert haben und welche vier Klubs um die letzten zwei verbliebenen Plätze kämpfen.

Und insbesondere der Kampf um die direkten Playoff-Plätze ist diese Saison so spannend wie lange nicht mehr. Die bisherige Spielzeit hat gezeigt, dass mit Ausnahme der Eisbären Berlin es keine Übermannschaft in der DEL gibt und jedes Team jeden schlagen kann. Zwischen Platz 2 und Platz 7 liegen gerade einmal 11 Punkte. Acht Teams haben noch gute Chancen sich für die direkte Teilnahme an den Playoffs zu qualifizieren. Fünf Plätze sind noch zu vergeben. Und auch der Kampf um die Pre-Playoff-Plätze bleibt interessant. Lediglich die Kassel Huskies und die Straubing Tigers sind davon völlig außen vor. Wohl auch die Hamburg Freezers, die gestern zwar in einem Nachholspiel mit 3:1 gegen Kassel gewannen. Das dürfte aber trotzdem nicht reichen um noch einmal in den Kampf um die Pre-Playoffs einzusteigen. Aber ansonsten tobt der Kampf um die Playoffs. Dienstag geht es wieder los, Anlass genug mal einen genaueren Blick auf die aktuelle Lage in der DEL zu werfen.

Ganz oben in der Tabelle stehen souverän die Eisbären Berlin, die als einziges Team auch schon für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert sind. Und man braucht kein großer Prophet sein um zu sagen, dass der Klub aus der Hauptstadt auch der Topfavorit auf die Meisterschaft ist. Der ausgeglichenste Kader, die besten Spieler und die mit Abstand beste Heimbilanz in der Liga. Und stets mit Heimrecht in den Playoffs augestattet. Wer soll die Eisbären also stoppen? Zu Beginn des Jahres gab es mal eine kleine Schwächephase, wo man drei Spiele in Folge verloren hatte. Da wollten einige Journalisten den Berlinern schon eine Krise andichten. Davon war dann in den folgenden Wochen wenig zu spüren. Ganz still und heimlich haben sich die Grizzly Adams Wolfsburg auf Platz 2 geschoben. In der Abschiedssaison von Trainer Toni Krinner – er wird im Sommer Nachfolger von Hans Zach in Hannover – wollen sich die Spieler wohl noch einmal von ihrer besten Seite zeigen. Die Grizzlys legten eine tolle Serie hin, gewannen acht der letzten neun Spiele. Und dass das Team offensiv nicht schlecht aufgestellt ist, dürfte nach der letzten Saison bekannt sein. Mit Kai Hospelt und Ken Magowan hat man zwei treffsichere Spieler in den Reihen, und über all den steht noch John Laliberte, Topscorer der Wolfsburger mit schon 25 Toren und 26 Vorbereitungen. Für Platz 1 wird es nicht mehr reichen, aber man muss das Team auf der Rechnung haben, wenn es um den Finaleinzug geht. Diesen Status als Finalgegner für die Eisbären hatten bis zuletzt eigentlich die DEG Metro Stars, die über weite Strecken der Saison den zweiten Platz belegten, zuletzt aber zu schwächeln begannen. Zuletzt gab es fünf Niederlagen in Folge, unter anderem gegen Krefeld und Augsburg, aber vor allem auch gegen direkte Konkurrenten wie Frankfurt und Nürnberg – eigentlich gewann man bisher solche Spiele. Düsseldorf kommt auch diese Saison wieder nur mit drei kompletten Reihen aus. Da ist die Belastung natürlich besonders hoch, gerade bei der Dichte der Spiele vor der Olympiapause. Von daher ist so eine Schwächephase zwar ärgerlich, aber durchaus nachvollziehbar. Trotzdem hat man mit Kreutzer, Collins und Reimer immer noch Stürmer in den Reihen, die ein Spiel nahezu alleine entscheiden können. Spannend wird zu sehen sein, wie die Metro Stars aus der Pause herauskommen. Die ersten Gegner heißen Köln, Berlin und Mannheim. Mit Ausnahme des Rhein-Derbys zwei richtig schwierige Aufgaben.

Auf Platz 4 liegen derzeit die Nürnberg Ice Tigers mit 81 Punkten. Niederlagen wechselten sich in letzter Zeit mit Siegen ab, man spielte also nicht völlig konstant. Aber das geht für alle Teams, die zwischen dem vierten und siebten Platz stehen. Zusammen mit den Nürnbergern kämpfen die Frankfurt Lions, die Hannover Scorpions und der ERC Ingolstadt um die direkte Qualifikation für die Playoffs, getrennt nur durch sechs Punkte, wobei Nürnberg und Frankfurt sogar noch ein Spiel mehr absolviert haben als die Konkurrenz. Alle vier Teams spielen eine gute Saison, die Hannover Scorpions kamen nach ganz schwachem Saisonstart in die obere Tabellenhälfte. Prognosen fallen schwer, wer sich direkt für die Playoffs qualifiziert. Wahrscheinlich ist es das Team, das die konstantesten Leistungen in den nächsten drei Wochen bringt und vielleicht auch eine kleine Serie starten kann. Dass dazu alle Teams fähig sind, haben sie schon unter Beweis gestellt. Aber eben auch das Gegenteil. Vielleicht bekommen wir ja schon am Dienstag einen ersten Eindruck, wenn es in der Tui-Arena zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Hannover und Frankfurt kommt. Allgemein ist es für die Scorpions kein leichter Start nach der Pause. Dienstag empfängt man die Lions, Donnerstag muss man zum Tabellenführer nach Berlin reisen und nächste Woche Sonntag empfängt man die Hamburg Freezers. Die Scorpions müssen weiterhin noch ein paar Wochen auf Stürmer Chris Herperger verzichten, der seinen Mittelfußbruch noch auskurieren muss. Aber auch die direkte Konkurrenz von Hannover hat keine leichten Aufgaben, Ingolstadt muss unter anderem nach Wolfsburg, Nürnberg empfängt unter anderem Mannheim und reist zu den stark formverbesserten Straubing Tigers. Was eben auch erkennbar ist: Es gibt noch zahlreiche direkte Duelle der Mannschaften, die um die direkte Teilnahme an den Playoffs kämpfen. Gerade solche Spiele sind doppelt wert. Vielleicht sind es dann auch die Mannschaften, die sich qualifizieren, die solche Big Points landen und dann vielleicht auch Selbstvertrauen für die vermeintlich leichteren Spiele mitnehmen.

Sechs Teams sind also erstmal in der näheren Auswahl für die letzten fünf Playoff-Plätze. Vier Teams muss man auf alle Fälle noch für die Pre-Playoffs auf der Rechnung haben: Die derzeit aussichtsreichsten Kandidaten sind die Augsburg Panther, die Adler Mannheim und die Kölner Haie. Außenseiterchancen wenn überhaupt noch für die Iserlohn Roosters und die Krefeld Pinguine. Aber aus den sechs Teams im Kampf für die direkte Qualifikation fällt ja noch ein Team raus, von daher haben Iserlohn und Krefeld nur bedingt gute Aussichten. Beide Teams spielen auch nicht das Eishockey, wo man sagen könnte, es ist aussichtsreich, das man mal eine Serie von vier bis fünf Siegen in Folge zeigt. Das ist im Moment vielleicht noch den Adler aus Mannheim zuzutrauen. Fraglich, ob es noch bis zur direkten Qualifikation reicht, aber die letzten Leistungen (vier Siege in Folge, unter anderem gegen Düsseldorf und Ingolstadt) geben zumindest Anlass zur Hoffnung, dass die verkorkste Saison mit den ganzen Undiszipliniertheiten zu Beginn der Spielzeit noch ein gutes Ende nimmt. Defensiv steht man jetzt wieder sicherer, offensiv hat der Schuh ja wirklich nie so richtig gedrückt. Aber was nützt die gute Offensive mit Scott King, Justin Papineau und auch Nathan Robinson, wenn man hinten häufig offen wie ein Scheunentor stand? Das war zuletzt besser und wenn man diese Grundausrichtung konservieren kann, hat man vielleicht auch noch eine klitzekleine Chance auf Platz 6, hängt eben auch davon ab, ob die Konkurrenz aus Frankfurt, Hannover und Ingolstadt patzt. In ähnlich guter Form wie Mannheim ist auch Augsburg, zuletzt gab es sieben Siege aus neun Spielen. Man hat mit der Partie in Mannheim und gegen Augsburg aber ein schwieriges Auftaktprogramm. Heißt aber auch: Mit zwei Siegen ist man ganz dick im Geschäft drin.

Richtig dick im Geschäft scheinen auch die Kölner Haie zu sein, zumindest was den Fortbestand des Vereins betrifft. Die Mannschaft aus der Domstadt macht derzeit eher Schlagzeilen in den Wirtschaftsteilen der Zeitung. Den Verein drücken Verbindlichkeiten in Höhe von 1, 5 Millionen Euro. Die Liquidität ist bedroht, kurzfristig müssen eine halbe Million Euro aufgebracht werden. Sonst droht die Insolvenz. Am Freitag gab es nun ein Gespräch zwischen der Geschäftsführung des Verein und dem Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. Die Stadt hat sich scheinbar bereit erklärt für den finanziell angeschlagenen Klub einzuspringen. Zurückgehende Zuschauerzahlen sind ein Grund, warum die Haie weniger Geld in den Kassen haben. Interessant wird jetzt zu sehen sein, wie die wirtschaftliche Misere sih auf den sportlichen Erfolg auswirkt. Momentan ist man auf Platz 10, den letzten Pre-Playoff-Platz. Für die Haie wird es entscheidend sein, auch mal auswärts dreifach zu punkten. Man ist eines der besten Heimteams in der Liga, aber auswärts läuft nur selten etwas zusammen. Erste Gelegenheit die Auswärtsschwäche abzustellen ist am Dientag bei den Eisbären Berlin. Und dass man zu besten Heimteams der Liga gehört, kann man am Freitag im Derby gegen Düsseldorf unter Beweis stellen. Keine einfachen, aber aufregende Tage bei den Kölner Haien. In jeglicher Hinsicht.

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Olympia-Berichterstattung: Manchmal ist weniger eben mehr

Donnerstag, 18. Februar 2010 11:40

Man stelle sich mal folgende Szene vor. Die Tagesthemen sind vorbei, es kommt das Wetter im Ersten, Jörg Kachelmann meldet sich für das Wetter natürlich live aus Vancouver und beginnt seinen Monolog:

“Guten Abend meine Damen und Herren, herzlich willkommen live hier zum Wetter im Ersten. Bevor wir gleich ganz kurz auf das Wetter in Deutschland schauen – darf Ihnen sagen, dass sich da nicht so viel tun wird, ist alles eine eher zähe Angelegenheit – schauen wir natürlich auf das Wetter hier. Und das bleibt spannend, hier ist richtig was los. Schauen Sie auf unseren Tagesthemen-Strömungsfilm! Wir haben hier das steuernde Hoch über Zentralkanada, das im Uhrzeigersinn die kalte, trockene Luft förmlich ansaugt. Aber das ist alles nicht so stabil, von Süden, aus den USA, schwappt immer wieder diese feuchte, mildere Suppe ins Land. Gleichzeitig nimmt der Wind ein wenig zu. Gucken Sie auf unsere Pfeile, die immer enger aneinanderkommen. Also, unter diesen Bedingungen möchte ich für den Biathlon-Wettbewerb nicht garantieren, und auch Ski Alpin wird schwierig, denn die feuchte Luft aus Süden drückt gegen die Berge, es wird dann länger anhaltend richtig schiffen. Schnee wird tauen, aber kann Ihnen versprechen, das lässt schon morgen nach, dann übernimmt das Hoch wieder die Kontrolle – und einem Capuccino auf der Plaza in Vancouver bei Sonnenschein steht nichts im Wege. Zu Ihnen nach Deutschland. Die Milderung setzt sich jetzt im ganzen Land durch, 2 bis 8 Grad. Michael Antwerpes übernimmt jetzt hier. Na Michael,  schon einen Ausflug für übermorgen an deinem freien Tag geplant? Wetter wird ja gut.”

So schlimm ist es dann nun doch noch nicht ganz gekommen in der Olympia-Berichterstattung der ARD. Viel fehlt aber nicht mehr, aber scheinbar trauen sich die Öffentlich-Rechtlichen nicht jede Hemmschwelle zu übertreten. Ich hatte die letzten Tage Home Office, wie es so schon heißt, und habe entsprechend häufig Olympia im Fernsehen laufen gehabt, und natürlich auch mal durch die Programme gezappt um zu schauen, was die Sender an Berichterstattung anbieten. In den Foren und Blogs tobt ja schon wieder die Diskussion über ARD und ZDF, ob es zu vertreten sei, dass ARD und ZDF mit viel mehr Mitarbeitern nach Vancouver fahren als zum Beispiel die BBC und dafür weniger Sendestunden verbrauchen. Und ob ARD und ZDF nicht zu verschwenderisch mit unseren Gebühren umgehen, wenn zum Beispiel auch Jörg Kachelmann und Franziska van Almsick nach Vancouver reisen. Zwei Personen, die man bei Olympischen Winterspielen nicht zwingend sehen muss und will. Ich will hier gar nicht in das durchaus berechtigte ÖR-Bashing einsteigen, sondern vielleicht mal meine Sicht und meinen Wunsch an eine gute Sportübertragung darlegen und dann nebenbei auch zeigen, warum ARD/ZDF dies eben nicht so gut können und vielleicht auch wollen, und dass Eurosport zumindest bei vielen Punkten die bessere Anlaufstelle ist.

Was steht bei Olympia im Vordergrund? Sport, Sport, Sport, fairer Wettkampf und wenn man so will ein wenig die Kultur und Präsentation der Gastgeberstadt. Heißt für mich: Ich möchte in erster Linie Sport sehen, bei den wichtigen Entscheidungen live dabei sein, möchte Emotionen erleben. Und ich möchte ein halbwegs verlässliches Programm. Ich will wissen, ob ich ein Eishockeyspiel in Gänze irgendwo sehen kann und nicht, dass ich irgendwann einen anderen Wettbewerb sehe. Verlässlichkeit im Programm und die Konzentration auf das Wesentliche – Sport! – das erwarte ich von einer guten Olympia-Berichterstattung. Das ist die eine Seite, die Voraussetzung, die andere Medaille ist dann die Umsetzung. Ich möchte ein gutes Fernsehbild und ich möchte einen kompetenten Kommentator, der – das wäre das höchste der Gefühle – noch einen guten, erfahrenen Experten neben sich hat. Eigentlich keine hohen Ansprüche an Sender, die von mir jährlich über 200 Euro bekommen und jährlich mit ein paar Milliarden ziemlich willkürlich umgehen können.

Doch ARD und ZDF können meine niedrigen Ansprüche nicht erfüllen, wie sollen sie auch? Generell laufen bei den ÖR massenkompatible Sportarten, jetzt muss man alle vier Jahre sich dem Eishockey widmen, einer Sportart, die sonst unter jedem Radar verschwindet. Dass dann da keine hochwertige Übertragung rauskommt, dürfte erstmal klar sein. Aber was ich eben erwarten kann, ist, dass sich ein Kommentator informiert vor jedem Spiel, die lokale Presse liest, im Internet sich die wichtigsten Statistiken raussucht und auch sonst vielleicht ein gewisses Interesse und eine Begeisterung für die Sportart vermittelt. Sonst kann man es auch gleich sein lassen. Und von ARD und ZDF, die wirklich jeden Clown nach Kanada geschickt haben, darf ich dann als zahlender Zuschauer auch erwarten, dass die Kommentatoren sich umfassend vorbereiten. Liebe ÖR, schaut euch doch bitte zum Beispiel beim Eishockey das Duo Faßnacht/Leinauer an. Oliver Faßnacht kommentiert vielleicht drei Eishockeyspiele pro Jahr auf Eurosport, Gerd Leinauer hat ja schon jahrelang Eishockey als Experte begleitet, nichts desto trotz merkt man, dass sich vor allem ein Faßnacht hervorragend vorbereitet hat. Er kennt die kleinen Geschichten hinter den Spielern, er kann ein Spiel einordnen, Leinauer es fast schon lesen, eine Spieltendenz ablesen. Und das bekommt man durch vieles Schauen einer Sportart. Ich weiß ja nicht, was die Olympia-Kommentatoren von ARD und ZDF so zwischen den Jahren machen, aber wenn ich weiß, dass ich Eishockey bei Olympia kommentiere, wäre es sicherlich nicht verkehrt, auch mal zwischendurch DEL und NHL zu verfolgen und ein Gefühl für diese Sportart zu bekommen. Gleiches gilt für Skispringen. Liebe ARD, gebt dem Tom Bartels doch endlich mal einen Co-Kommentator, das wäre dann sehr viel unterhaltsamer. Wieso darf Dieter Thoma zum Beispiel nicht ans Mirko während des Springens? Auch hier wieder der Verweis an Eurosport zum Duo Dirk Thiele und Gerd Siegmund.

Es braucht also gar nicht viel für eine gute Übertragung, zwei fähige Leute und ein guter Wettkampf. Stattdessen verschleudern ARD und ZDF ihre Ressourcen für teure Studios, zig Gäste und eine Wetterfee – und schaffen nur selten, Begeisterung für den Sport rüberzubringen, was an der fachlichen Ermangelung von Kommentatoren und Experten liegt. Was man aber erlernen kann, wie ich finde. Natürlich ist es einfach auf ARD und ZDF einzuhauen, aber gerade die Olympia-Berichterstattung zeigt mal wieder, wie realitätsfern die ÖR agieren. Sie wollen es vielleicht einfach zu gut machen. Aber das braucht es doch gar nicht, die meisten Zuschauer schalten wegen der sportlichen Wettkämpfe ein und nicht wegen der Schneefallwahrscheinlichkeit in Whistler. Das kann man in fünf Sekunden abhaken. Und es dürfte ebenso nachvollziehbar sein, dass vor allem nachts nur die Freaks noch eingeschaltet haben. Da braucht es dann also wirklich kein überflüssiges Gelaber mehr, sondern lediglich Sport. Ganz einfach.

Um hier nicht völlig mit Kritik rumzuwerfen, seien zumindest die Online-Aktivitäten der ARD, das Olympia-Radio und der ständig aktualisierte TV-Guide auf zdf.de positiv erwähnt. Wundert mich eigentlich, dass da noch gar nicht die Privaten gemeckert haben, wie umfangreich online bei den ÖR berichtet wird. Überhaupt wundert es mich, wie wenig die Berichterstattung von ARD und ZDF und die Rahmenbedingungen der Übertragungen aus Vancouver hinterfragt werden, auch von den privaten Medienakteuren. Da wird wegen einer kleinen App eine Sau durch die deutsche Medienwelt gejagt, aber wenn man überflüssige Gebühren verpulvert und noch nicht mal eine gute Berichterstattung hinlegt, interessiert das hier in Deutschland nur die interessierten Sportfans. Wenn ich sehe, für was sich die BBC in den letzten Wochen schon wieder rechtfertigen musste und wie sehr der Druck von Sun, The Times und Guardian auf die Anstalt ausgeübt wird, muss man sich eigentlich auch nicht groß wundern, wenn ARD und ZDF so handeln, wie sie es tun. Interessiert ja ehe nur die Sportfreaks. Eigentlich schade. Wenn ich lese, dass ARD und ZDF sich gemeinsam drei Jahre für die Übertragung vorbereitet haben, kommt da am Ende ernüchternd wenig rüber. Technisch vielleicht sehr positiv, aber redaktionell bin ich eher enttäuscht.

Manchmal kann weniger eben auch mehr sein. Ein gutes Bild, eine gut vorbereiteter Kommentator und ein kompetenter Experte. Und schon bin zumindest ich zufrieden. Mal sehen, ob ARD und ZDF irgendwann diesen Weg gehen werden. Freiwillig sicher nicht.

Thema: Sport, TV und Radio | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Vorsicht Rutschgefahr: Die DEL startet in die neue Saison

Dienstag, 1. September 2009 16:25

Wenn die Temperaturen draußen noch hochsommerlich sind, startet in Deutschlands Sporthallen schon wieder die kalte Jahreszeit. Am Donnerstag eröffnet mit der Partie Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga. Bis April heißt es dann Kämpfen um den Einzug in die Playoffs, durch die Finalserie zum Meisterschaftstitel.

Auch wenn von der Jahreszeit wohl noch die wenigsten an Wintersport denken, es wird zumindest auch diese Saison wieder schwierig werden auch im Dezember, Januar und Februar die breite Masse für Eishockey zu begeistern. Die DEL kann zwar den Status Quo erhalten, aber es wird erstaunlich wenig unternommen, sich auf dem deutschen Sportmarkt besser in Szene zu setzen. Gerade jetzt wo die Basketball-Bundesliga vor einer unsicheren TV-Zukunft steht, ist die Chance groß, endlich die Entwicklung der Handball-Bundesliga einzugehen und sich unter den beliebten Sportarten in Deutschland noch besser zu platzieren. Doch wenig passiert. Die wenigsten wissen wohl überhaupt, dass am Donnerstag die neue Saison beginnen wird. Mit Ausnahme vielleicht die Eishockeyhochburgen Köln, Mannheim und Berlin. Die DEL war, ist und bleibt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, zumindest finanziell. Sportlich haben Düsseldorf und Hannover in der vergangenen Saison gezeigt, dass man auch mit wenig Geld und weniger Zuschauern bis ins Halbfinale und Finale vordringen kann.

Status Quo erhalten. Und das vor der Eishockey-WM im eigenen Lande. Das fängt beim TV-Vertrag schon an. Die kommenden drei Spielzeiten gibt es exklusiv nur im Pay-TV bei Sky zu sehen. Man zeigt ungefähr 65 Spiele pro Saison, ab dem Halbfinale werden alle Spiele gezeigt. Ab Januar wird die Anzahl der Übertragungen verstärkt, bis dahin wird auf Sparflamme gekocht. Etwa die Hälfte der von Sky gezeigten Spiele sollen in HD auf Sky Sport HD laufen. 65 Livespiele in einer Saison, die acht Monate andauert, kann immer noch nicht als sehr befriedigend angesehen werden. Zudem gibt es weiterhin keinerlei Magazine oder Zusammenfassungen anderer Spiele. Im Free-TV findet die DEL praktisch nicht statt, mit Ausnahme von zwei Minuten Zusammenfassung bei den regionalen Programmen, aber auch nur, wenn sich das zeitlich machen lässt. Wie sollen neue Fans fürs Eishockey geworben werden, wenn die DEL fast unter Ausschluss der Fernsehöffentlichkeit spielt? Was ist so schwierig daran, ein wöchentliches Magazin über die DEL bei Eurosport oder dem DSF laufen zu lassen? Wenn Sky da ihre Exklusivität flöten gehen sieht, kann man ja zu Not auch Werbung für Sky als übertragender Sender machen. Dann gibt es da noch DEL.tv, wo man Höhepunkte aller Spiele auf der Seite der DEL anschauen kann. Ein Produkt, das die wenigsten kennen und welches bisher überhaupt nicht an den Fan und Zuschauer gebracht werden konnte. Ich spiele Zuschauerzahl und TV-Präsenz nicht aus. Ich glaube, dass wenn mehr Leute die DEL live oder zusammengefasst im Fernsehen sehen können, irgendwann auch einmal die Begeisterung steigt und kommen wird ein Spiel live im Stadion anzuschauen. Aber so wie die Situation jetzt ist, bringt sie weder für den TV-Konsumenten noch für die Vereine, die auf Zuschauer angewiesen sind, nachhaltige Vorteile.

Und zur Freude aller Fans gibt es auch diese Saison wieder Veränderungen beim Spielplan und dem Modus der Liga. 15 Teams in der Liga, und man kehrt wieder zur Doppelrunde zurück. Jedes Team spielt gegen jedes Team also vier Mal, und nicht wie in der vergangenen Saison gegen eine Mannschaft lediglich drei Mal, und gegen andere Teams vier Mal. Die Playoffs werden massiv verkürzt, wegen der WM und der Olympischen Spiele. Im Viertelfinale werden maximal drei Spiele gespielt, im Halbfinale und Finale gibt es Best of Five. Insbesondere das Viertelfinale, in welchem letzte Saison eine Serie teilweise noch über sieben Spiele gegangen ist, ist entschlackt worden. Ansonsten hat sich nicht allzu viel verändert. Über Absteiger brauchen wir gar nicht spekulieren, weil ehe nicht klar ist, ob überhaupt der Meister aus der zweiten Liga fähig ist aufzusteigen. Bietigheim war es diese Saison nicht, Duisburg ging freiwillig von Bord.

Und auch finanziell scheint die Liga immer weiter auseinander zu driften. Auf der einen Seite die finanzstarken Klubs wie Mannheim, Berlin und Köln, die sich auch über den Zuschauerzuspruch nicht beklagen können, und auf der anderen Seite Mannschaften wie die Nürnberg Ice Tigers und die Hannover Scorpions, die beide kurz vor der Pleite und dem Einstellen des Spielbetriebes standen. Nürnberg musste im November 2008 Zahlungsunfähigkeit anmelden, im April konnte ein neuer Investor gefunden werden. Ein Schmuckhersteller. In Hannover war in diesem Sommer die Situation etwas komplizierter. Der Betreiber und Besitzer der Tui Arena in Hannover, Günter Papenburg, konnte die Kosten für die Unterhaltung der Arena nicht mehr alleine schultern. Konzerte in der Arena blieben aus, nur die Scorpions nutzen die Halle auf dem ehemaligen Expo-Gelände. Günter Papenburg setzte der Stadt Hannover die Pistole auf die Brust und verlangte einen Zuschuss der Stadt bzw. Region Hannover für die Unterhaltung der Tui-Arena. Die Stadt hat sich aber partout geweigert auch nur einen Cent hinzuzuschießen. Die Existenz der Scorpions war in Gefahr. Letzlich konnte man sich auf eine Lösung einigen, bei der die Hannover Scorpions richtig tief in die saure Zitrone beißen mussten. Man bleibt zwar weiterhin ein Verein in der DEL, die Spieler mussten aber erhebliche Gehaltsausfälle hinnehmen. Das Besondere daran war aber, dass sich alle Spieler dazu bereit erklärt haben und bis auf Topscorer Eric Schneider alle in Hannover geblieben sind. Schneider bekam ein deutlich besseres Angebot von den Frankfurt Lions. Und alle sind geblieben wegen ihrer Liebe zu Hannover und dem Verein. Chris Herperger hatte zum Beispiel mehrere sehr viel bessere Angebote als das in Hannover. Für eine weitere Saison ist der Spielbetrieb wohl gesichert. Was danach kommt, weiß keiner. Dass die Scorpions noch einmal eine so brilliante Saison spielen, ist unwahrscheinlich. Eine Qualifikation für die Playoffs sollte aber auf alle Fälle drin sein, zumal das Team nahezu komplett geblieben und sehr gut eingespielt ist. Youri Ziffzer soll neuer Stammtorwart werden und damit in die Fußstapfen von Dimitri Pätzold und Alexander Jung treten, die beide den Verein verlassen haben. Das stand aber schon länger fest und hatte nichts mit den geringeren Gehältern zu tun. Und das Karriereende vom ehemaligen Kapitän Dan Lambert dürfte man sicherlich irgendwie kompensieren.

Ansonsten ist sportlich mit eher wenigen Überraschungen zu rechnen. 13 der 15 Trainer der DEL-Klubs glauben, dass die Eisbären Berlin ihren Titel verteidigen werden. Das ist ungefähr so kreativ, wenn Fußballtrainer vor der Bundesligasaison meinen, dass Bayern München Deutscher Meister wird. Aber es ist so eindeutig im Eishockey. Es gibt wohl keine Mannschaft, die Abgänge von der Qualität eines Deron Quint, Rene Kramer, Marc Beaufait und Nathan Robinson adäquat ersetzen. Berlin kann das, unter anderem mit Derrick Walser von der Carrolina Huricanes aus der NHL. Richtig aufgerüstet haben auch die Adler Mannheim. Es ist also durchaus realistisch zu sagen, dass Mannheim und Berlin das DEL-Finale spielen werden.

Wollen wir wenigstens hoffen, dass es ein paar Überraschungen gibt, weil sich so viel bei der DEL nicht getan hat. Und das in einer Saison, die mit zwei großen Highlights – Olympia und der WM im eigenen Land – aufwartet. Manchmal ist es auch ein Rückschritt den Status Quo nur zu erhalten. Gibt es wirklich gar keine Veränderung? Doch, natürlich, die DEL-Seite hat einen kompletten Relaunch bekommen. Ist es denn die Möglichkeit.

Thema: Sport, TV und Radio | Kommentare (3) | Autor: medispolis

DEL 2008/2009 Playoff-Halbfinale Spiel 5, Hannover Scorpions – DEG Metro Stars

Dienstag, 7. April 2009 12:19

Aller guten Dinge sind drei. Und wer heute Abend in der Tui-Arena den dritten Sieg einfährt, zieht ins Finale um die deutsche Eishockeymeisterschaft gegen die Eisbären Berlin ein. Die Scorpions gewannen beide Heimspiele souverän. Ob das heute Abend auch gelingt, bleibt abzuwarten. Da ich es heute Abend selbst nicht nach Hannover schaffe, wird hier ab 18:30 Uhr live gebloggt. Also klappt die Bürgersteige hoch, haltet Beruhigungstropfen bereit – und ich versuche trotz garantiert schwitziger Hände und massiver Aufregung hier mitzutickern. Das Finale fürs Finale – aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei.

Thema: Live-Blog, Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 31.03.09 – Have a little patience

Dienstag, 31. März 2009 21:53

“Druck ist keine Garantie für Erfolg.”

Hans Zach nach dem 2:4 der Scorpions heute in Spiel 2 gegen Düsseldorf

Man muss geduldig sein. Wenn es 2:2 steht, geht man nicht auf das 3:2, sondern wartet ab, wartet und wartet. Seid geduldig, seid geduldig.

Und ich drücke aus London für Spiel 3 und 4 ganz fest die Daumen. Let’s go Scorpions.

Thema: Sport, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

DEL 2008/2009 Playoff-Viertelfinale Spiel 4, Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions

Freitag, 20. März 2009 19:10

[22h09] Ganz großes Kino von Hans Zach: “Wenn ich jetzt hier meine Meinung sagen würde, bin ich morgen kein Trainer mehr.” Zu der Ticketdiskussion bei den Scorpions. “Das, was die da oben machen, muss besser durchdacht sein.”

[22h01] Ich bin schweißgebadet. Meine Güte, was ein Spiel. Das war die pure Dramatik. Wenn man die gesamten 65 Minuten nimmt, dann geht der Sieg in Ordnung, weil die Scorpions insgesamt besser verteidigten und auch im Angriff das bessere, zielstrebigere Eishockey spielten. Durch Fahrlässigkeit und etwas Pech brachte man den Vorsprung in der regulären Spielzeit nicht über die Zeit. Spiel 5 am Sonntag in Hannover, Spiel 6 dann Dienstag in Wolfsburg.

Dann heißt es für mich wohl wieder Liveticker schauen, was nicht weniger aufregend ist. Gut, ich muss morgen früh raus, von daher war es das.

Endstand Nürnberg – Mannheim 1:2 (Serie 3-1 für die Adler)

Krefeld gegen Düsseldorf geht in die Verlängerung. 4:4 nach 60 Minuten

Von dieser Stelle einen schönen Abend noch.

[21h58] Endstand Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:4

[21h56] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:4, Martin Hlinka, 65. Minute Erster guter Angriff der Scorpions in der Verlängerung, hielten den Puck gut in der Wolfsburger Hälfte, schon ein Pfostenschuss, dann Pass von Sascha Goc über die Bande, ganz Wolfsburg überrascht, Hlinka ist da und kann einschieben.

[21h55] TOR TOR TOR !!!!

[21h54] Das ist die pure Dramatik, Wolfsburg überlegen, Hannover kämpft leidenschaftlich in der Verteidigung.

[21h51] Erste schwierige Situation überstanden – und Wolfsburg macht Druck und Tempo.

[21h50] Wir beginnen mit der ersten Verlängerung. Scorpions noch eine Minute in Unterzahl.

[21h44] Endstand Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 1:4. Die Hauptstadt im Halbfinale

[21h42] Ich habe gerade einen kleinen Wunschzettel geschrieben. Das ist echt unfassbar. In der Overtime kann jetzt fast diese ganze Serie hängen. Und eigentlich dürften wie hier nicht mehr spielen. Mal sehen, wie die Scorpions mit dem Nackenschlag kurz vor Schluss umgehen.

[21h35] Ende 3. Drittel Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:3 (0:2, 1:1, 2:0) Damit Verlängerung in diesem Spiel, zum zweiten Mal in dieser Serie. Die Scorpions schaffen es wieder nicht einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Zehn Minuten vor Schluss sah rein gar nichts danach aus, Hannover lag 3:1 sicher vorne. Und dann ein Glückstor – und zu viele Strafen für Hannover. Und Wolfsburg hat die Klasse das richtig mit Herzschmerz zu bestrafen. Kurze Pause und Durchpusten.

[21h33] Das gibt es alles nicht. Nochmal Strafe Hannover, erstmal 32 Sekunden Unterzahl in der regulären Spielzeit.

[21h31] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:3, Jan-Axel Alavaara, 59. Minute Ich fasse es einfach nicht. Da spielen die alle ihre Überzahlspiele so dermaßen harmlos, und dann dieses Mal sowas von gut. Ulmer, auf Furchner und dann auf Alavaara, der den Puck unter die Latte hämmert. Das war klasse gespielt.

[21h29] Oliver Jonas bliebt zunächst im Tor. Jetzt 6-4, wenn Wolfsburg im Scheibenbesitz ist. Pätzold verschiebt das Tor, kein Penalty, mein lieber Mann.

[21h27] Ich kann nicht mehr. Lattentreffer Wolfsburg, die Grizzlys riskieren alles. Hannover bekommt wieder eine Strafe. Zwei Minuten vor Schluss, Hannover also bis zum Ende in Unterzahl. Tino Boos muss gehen. Auszeit Wolfsburg. Nehmen die Gastgeber den Torwart raus?

[21h27] Spiel echt auf Messers Schneide jetzt, ganz knappe Abseitsenscheidung gegen Wolfsburg. Die Grizzlys wären durch gewesen. Powerplay überstanden.

[21h25] Jason Ulmer mit strammen Schuss vor das Tor von Pätzold, Chaos davor, Pätzold lässt die Scheibe fallen, hat sie dann aber doch sicher. Knapp vier Minuten noch.

[21h23] 2 Minuten für Goc, Powerplay Wolfsburg. Das muss man echt nicht geben, na ja, kritische Phase jetzt.

[21h21] Auch die Scorpions kommen um eine eigentlich klare Strafe herum. Wie schön wäre jetzt so ein überraschender Konter wie vorhin. Ausgeglichenes, packendes Spiel. Wolfsburg kommt zu klareren Chancen. Pätzold unter Dauerbeschuss. Wo ist mein Baldrian?

[21h17] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 2:3, Ken Magowan, 52. Minute Wolfsburg hat das Glück zurück. Abgefälschter Schuss nach einem Bullygewinn, durch Mann und Maus durch, an Pätzold vorbei ins Tor. Das war so überraschend wie nur irgendetwas. Und gleich im Anschluss an Hannovers Chance der Anschluss. Adrenalin für die letzten Minuten.

[21h17] Scorpions mit der Chance auf das 4:1. Wieder Schneider, wird aber klar behindert. Keine Strafe, was ein Witz ist. Das muss 2 Minuten für Wolfsburg geben. However.

[21h14] Und schon ist die erste Hälfte des letzten Drittels vorüber – Hannover hat kaum was zugelassen. Bitte weiter so.

[21h11] Wolfsburg schon mit dem ein oder anderen Verzweiflungsschuss an das Plexiglas hinter dem Tor von Pätzold. Hannover defensiv bärenstark im Moment und jetzt hin und wieder auch mal vor dem Tor von Oliver Jonas.

[21h09] Druck der Grizzly Adams wird langsam, ganz langsam größer, aber noch kann Hannover sich gut befreien.

[21h07] Wolfsburg läuft an, aber ohne wirklich große Gefahr auzustrahlen. Einen Schuss von Regan konnte Pätzold sicher abwehren. Hannover kämpft und ackert in der Defensive, bisher mit viel Erfolg im Schlussabschnitt. Kaum Platz für Wolfsburg.

[21h05] Scorpions stehen aber defensiv sehr sicher und verteidigen bis jetzt exzellent. Aber noch keine Möglichkeit selbst offensiv Akzente zu setzen.

[21h03] Und Wolfsburg wieder mit dem etwas besseren Start. Pätzold reagiert gut auf den Schuss von Kai Hospelt.

[21h01] Hinein in den Schlussabschnitt. Erster Erföffungsbully an Hannover. Wenn das Spiel weiter so gut bleibt, sehen wir noch ein paar Tore.

[20h56] Zwischenstände aus den anderen Partien

  • Krefeld Pinguine – DEG Metro Stars 3:2 (2:1, 1:1) (Serie 2-1 für Krefeld)
  • Sinupret Ice Tigers – Adler Mannheim 1:1 (1:1, 0:0) (Serie 2-1 für Mannheim)
  • Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 1:3 (1:1, o:2) (Serie 3-0 für Berlin)

[20h45] Ende 2. Drittel Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 1:3 (0:2, 1:1)

Eigentlich gar kein so gutes zweites Drittel für die Scorpions. Wolfsburg war in den ersten 10 Minuten klar dominant und die bessere Mannschaft. Dass man dann das Tor in Unterzahl erzielt, passte in dieses Bild. Spiel drohte ein bisschen zu kippen, Wolfsburg aggressiver, Hannover schaffte es nicht mehr in der neutralen Zone die Angriffszüge zu stoppen oder abzubremsen.

Aber genau als Wolfsburg vor dem Ausgleich statt, kam der tolle Konter mit dem Abschluss von Schneider. Genau zum richtigen Zeitpunkt wieder für Ruhe gesorgt. Im Moment ist es einfach so: Bis jetzt passt alles für die Scorpions. Wenn man das jetzt so weiterspielen kann, und vielleicht noch den ein oder anderen schnellen Konter fahren kann, sieht es gut aus.

Und was Dienstag gar nicht geklappt hat, nämlich das Nutzen der Chancen, passt heute wunderbar. Sehr effizienter und effektiver kann man nicht spielen wie es die Scorpions momentan tun. Und wenn man dann noch die Portion Glück hat, führt man verdient mit 3:1.

[20h43] Strafen für beide Teams wegen unnötiger Härte. Scorpions jetzt auch wieder aggressiver, gute Chance von Scheider, der aber in Oliver Jonas seinen Meister findet. Pätzold reagiert klasse nach einem Schuss von Pätzold, im Gegenzug Hinka auf Herperger mit der Chance zum 4:1. Jonas wirft sich dazwischen. Nochmal ereignisreiche Schlussminuten im zweiten Drittel.

[20h40] Gerade als Wolfsburg stärker wurde, machen die Scorpions das Tor. Die Grizzly Adams haben wieder einen Moment nicht aufgepasst. Und dann war es einfach individuelle Klasse von Schneider.

[20h37] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 1:3, Eric Schneider, 36. Minute Genau so eine Szene brauchte es jetzt mal. Scorpions befreien sich aus der eigenen Hälfte, langer Pass von Herperger auf Schneider, der zieht seinem Gegenspieler davon, umkurvt Oliver Jonas und trifft aus ganz spitzem Winkel unter die Latte. Wunderschönes Tor.

[20h36] Noch fünf Minuten im zweiten Drittel

[20h35] Insgesamt aber zu viele einfache und direkte Schüsse auf das Tor der Scorpions. Bei fünf gegen fünf Hannover immer ein bisschen zu weit weg vom Gegenspieler.

[20h33] Mit einer Ausnahme ein sehr schlechtes Powerplay, wenig Zug zum Tor. Scorpions verteidigen gut. Im Moment die Grizzly Adams in Unterzahl erfolgreicher als bei eigenem Powerplay. Pätzold mit guter Paerade eben.

[20h30] Wolfsburg wieder ein Tick schneller, Sascha Goc bekommt zwei Minuten wegen Behinderung. Grizzly Adams mit Überzahl, bestens Powerplayteam der Liga. Schaun wa mal.

[20h27] Wolfsburg hat Oberwasser jetzt. Scorpions spielen die Angriffe nicht mehr gut genug zu Ende. Wolfsburg entweder mit guten Kontern, oder schnellem Spiel nach vorne. Pätzold teilweise unter Dauerbeschuss, wirkt nicht ganz so souverän und hat ein paar Problemchen.

Weiter sehr schnelles Spiel, für Hannover in den letzten Momenten etwas zu schnell. Wäre vielleicht mal ein guter Zeitpunkt für ein 3:1. Aber Wolfsburg steht jetzt auch defensiv besser, kaum noch Fehler im Aufbauspiel.

[20h21] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 1:2, Arvids Rekis, 25. Minute Meine Fresse, irgendwie habe ich es befürchtet. Scorpions fliegt die eigene Überzahl um die Ohren. Blöder Scheibenverlust, und dann spielt Wolfsburg den Konter gut aus, durch die Beine von Pätzold.

Und als Wolfsburg komplett ist, Furchner mit Pfostenschuss. Ganz viel Glück für Hannover.

Und, es wird Zeit für eine erste Beruhigungspille. So unnötig Wolfsburg vorhin das 0:2 kassiert hat, so unnötig bringt sich jetzt Hannover um die gute Ausgangslage. 15. Gegentor in Überzahl, sagt Marc Hindelang.

[20h19] Wolfsburg mit mehr Druck jetzt, aber Scorpions verteidigen mit guter Laufarbeit. Tino Boos zwar mit riskantem Pass zur Klärung, aber gut gegangen. Strafe gegen Wolfsburg, Überzahl für Hannover. Zweite Strafe für Furchner wegen Hakens.

[20h15] Fantastisches Eishockey der Scorpions, toller Spielzug, letzlich Klaus Kathan an den Pfosten. Wolfsburg viel zu passiv, davor aber Timothy Regan mit guter Chance, aber Pätzold steht goldrichtig. Wieder spanender und dramatischer Auftakt.

[20h14] Weiter geht es mit dem 2. Drittel

[20h10] Zwischenstände aus den anderen Partien

  • Krefeld Pinguine – DEG Metro Stars 2:1 (Serie 2-1 für Krefeld)
  • Sinupret Ice Tigers – Adler Mannheim 1:1 (Serie 2-1 für Mannheim)
  • Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 1:1 (Serie 3-0 für Berlin)

[20h02] Marco Stichnoth bei Thomas Wagner im Interview

  • Ist sehr zufrieden mit dem ersten Drittel, lobt das Team für die Reaktion nach der Niederlage am Dienstag. Serie sieht er weiter sehr eng.
  • Anteil für die ermäßigten Karten soll bei den Nutzern nur bei 10% liegen. Fans seien nicht bereit mehr zu bezahlen, stellt Stichnoth fest. Publikum entscheide sich nicht spontan zu Spielen zu gehen. Wir können Zuschauer nicht erzwingen.
  • Region, Stadt und Land wurden um finanzielle Unterstützung gebeten, dies wurde aber abgelehnt. Man möchte sich festen Publikumsstamm aufbauen. Premium-Produkt Playoffs wird nicht angenommen.
  • Standort Hannover im Eishockey muss durchdacht werden. Säulen der Finanzierung müssen neu aufgebaut werden. Wir wollen Zuschauer nicht vergraulen.

[19h59] Ende 1. Drittel Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 0:2 Das war mit Abstand das beste Drittel der Scorpions in diesen Playoffs. Gut verteidigt, nur zwei gefährliche Situationen zugelassen. Und dann selbst die Fehler von Wolfsburg eiskalt ausgenutzt. Und man hatte einmal auch das Glück, dass Pätzold an der richtigen Stelle stand und Oliver Jonas patzte.

[19h57] Wolfsburg noch mit zu vielen Fehlpässen und ungenauen Zuspielen, für die Scorpions bis jetzt einfach zu verteidigen. Kaum Unterbrechungen in diesem Spiel, erst zwei Strafzeiten.

[19h53] Tolles Spiel bisher, mit Vorteilen für Hannover. Was bei den Scorpions exzellent klappt, ist das Umschalten auf Angriff, die Befreiung aus der eigenen Zone. Das war zum Beispiel in Spiel 1 noch ein Manko. Das machen sie bis jetzt richtig gut.

Wieder mal gute Chance für Wolfsburg. Timothy Regan verdeckt Pätzold ein bisschen die Sicht, Schuss geht aber an der langen Ecke vorbei. Scorpions sollten weiter so gut defensiv stehen wie bisher. Und vielleicht dann den ein oder anderen Konter setzen.

Wolfsburg mit zwei brauchbaren Chancen, können sich jetzt wieder etwas besser in Spiel bringen, waren nach den beiden schnellen Toren für Hannover doch sehr geschockt.

[19h51] Gut verteidigt, aber auch schwaches Powerplay der Grizzlys.

[19h49] Jetzt Wolfsburg in Überzahl, mal sehen, wie die Scorpions verteidigen. Bis jetzt hätte das Spiel für Hannover nicht laufen können. Zwei gute Chancen, zwei Tore und eine knifflige Szene mit Glück überstanden.

[19h44] Erstes Powerplay im Spiel für die Hannover Scorpions. Sebastian Furchner wegen Stockschlags.

[19h42] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 0:2, Matt Dzieduszycki, 8. Minute Was ein Spiel. Scorpions mit 3 gegen 1 vor Tor der Wolfsburger, klasse Konter, super zu Ende gespielt.

Vorher Chaos vor Pätzold, aber der Puck will nicht über die Linie. Mit vereinten Kräften schaffen es die Scorpions den Puck zu klären und leiten dann wunderbar den Konter ein. Klasse gespielt.

[19h40] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 0:1. Sascha Goc, 7. Minute Ein typisches Tor für Sascha Goc. Fehler im Aufbau der Wolfsburger, Goc schnappt sich in der neutralen Zone den Puck und hämmert den Ball ins Tor. Mit freundlicher nterstützung von Oliver Jonas, der den Ball hätte halten müssen.

[19h36] Die Stärke der Grizzlys. Kai Hospelt kann sich gegen drei Skorpione durchsetzen, Schuss von Milley aber kein Problem für Pätzold. Scorpions können sich nur mühsam befreien.

[19h34] Sehr flotter Beginn, beide Teams suchen den Weg nach vorne. Schnelles, direktes Spiel.

[19h32] Eröffnungsbully geht an Wolfsburg. Es kann losgehen.

[19h28] Hauptschiedsrichter der Partie sind Roland Aumüller und Alfred Hascher.

[19h27] Scorpions stehen schon fünf Minuten vor Beginn im Kabinengang. Tief in sich gekehrt. Wirken angespannt.

[19h25] Die Starting Six beider Teams

Grizzly Adams: Jonas – Kinch, Degon – Papineau – Magowan, Milley

Scorpions: Pätzold – Brimanis, Köppchen – Herperger – Schneider, Dzieduszycki

[19h21] Statistik von PREMIERE: Erst ein Überzahltor von den Scorpions in den Playoffs.

[19h20] Die Grizzly Adams müssen heute auf Alexander Genze und Ex-Scorpion Andreas Morczinietz verzichten, bei den Scorpions sind alle Mann an Bord. Dimitri Pätzold, Torhüter der Scorpions, ist auch rechtzeitig fit geworden.

[19h18] Und das Sport auch ein bisschen Psychologie ist, dürfte auch klar sein: Die Hürde des Favoriten scheint den Scorpions bis jetzt nicht so zu passen.

[19h17] In Hannover gab es die letzten Tage ja nur ein Thema. Das Chaos um die Ticketpreise und die geringen Zuschauerzahlen. Kaum wurde über die sportliche Situation gesprochen. Das kann für das Team von Hans Zach vielleicht gar nicht so schlecht sein.

[19h15] Das Spiel findet übrigens in der VoBa BraWo Eis Arena statt. Das habe ich heute Abend zum letzten Mal geschrieben. Was müssen die Scorpions anders machen? Ganz wichtig: Weiter so geduldig spielen, die Chancen besser nutzen und vor allem im Vergleich zum ersten Spiel in Wolfsburg weniger Strafen kassieren. Und hoffen, dass bei Wolfsburg auch nicht immer alles so perfekt gelingt.

[19h13] 2:1 in der Serie für Wolfsburg, weil Hannover am Dienstag die zahlreichen Chancen nicht nutzte und trotz 43 Torschüssen nur zwei Treffer markierten, auch dank einer überragenden Vorstellung von Oliver Jonas im Tor der Wolfsburger. Insgesamt eine absolut enge Serie, kein Spiel ging mit mehr als ein Tor Unterschied zu Ende. Hoffentlich wird es auch heute wieder so spannend.

[19h10] Vorentscheidung zu Gunsten der Grizzly Adams oder Ausgleich durch die Scorpions? Guten Abend zu Spiel 4 im Viertelfinale der Playoffs zwischen Wolfsburg und Hannover.

Thema: Live-Blog, Sport | Kommentare (10) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 18. März 2009 – Hans Zach droht mit Rücktritt

Mittwoch, 18. März 2009 7:21

Es knistert bei den Hannover Scorpions. Gestern nach dem Spiel soll Trainer Hans Zach – einem Bericht der HAZ von heute zu entnehmen – ausgeflippt sein und einen Rundumschlag gegen die Vereinsführung der Hannover Scorpions begonnen haben. Er wollte sogar einen Rücktritt nicht ausschließen.

“Wir haben die Halle mit überragenden Leistungen vollgespielt, hatten zweimal 10.000 Zuschauer, einmal 8.000 Zuschauer. Und jetzt, in den wichtigsten Spielen des Jahres, spielen wir vor halbleeren Rängen. Wenn ich lesen muss, dass Jugendliche, Rentner und Behinderte Probleme haben ermäßigte Karten zu bekommen, dann ist das ein Eigentor sondergleichen. Wenn wir als Mannschaft einen Fehler machen, dann versuchen wir ihn auszubügeln. Davon merke ich hier nichts. Dass die Mannschaft teuer ist, das wusste man ja vorher. “

Vom Reporter angesprochen, ob diese deutlichen Worte möglicherweise Konsequenzen für ihn haben könnten, antwortete Hans Zach:

“Es traut sich ja keiner etwas zu sagen. Aber ich bin total auf Seiten der Fans. Und wenn jemand etwas sagt, dann ist mir das auch egal – dann höre ich eben nach der Saison auf.”

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Man kann nur hoffen, dass die Scorpions mit ein bisschen Wut im Bauch ins Spiel 4 am Freitag gehen. Das Team und vor allem Hans Zach haben Besseres verdient.

Wer nicht weiß, warum die Fans der Hannover Scorpions derzeit so verärgert sind, dem sei noch einmal ein etwas älterer Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung empfohlen.

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Herr Stichnoth, wachen Sie endlich auf !

Dienstag, 17. März 2009 21:47

Scorpions verlieren in diesen Minuten mit 2:3 Spiel 3 gegen Wolfsburg. Teilweise gut gespielt, aber die zahlreichen Chancen nicht genutzt. Und immer noch eine inkompetente Geschäftsführung mit Marco Stichnoth. Mittlerweile gibt es so gut wie keine Ermäßigungen mehr für die Spiele in den Playoffs, nur noch für den Oberrang. Wie will man so neue Fans für die Hannover Scorpions gewinnen?

Heute Abend eine Geisterkulisse vor 3.700 Zuschauern in der Tui-Arena. Und jetzt stehen die Scorpions schon fast mit dem Rücken zur Wand. Sollte kein Sieg am Freitag gelingen, dürfte es schon sehr schwer werden. Scheinbar können wir in Hannover doch keine Eishockeystadt werden. Jetzt hatte man eine solche Chance – mal ganz davon abgesehen, wie die sportlichen Leistungen sind – und dann versaut man sich das so dermaßen, dass man als Scorpions-Fan hier in Bremen vor dem Liveticker fast schon Agressionen bekommt. Wie gesagt, dass man verlieren kann, steht außer Frage. Das ist auch nicht mein Problem. Mein Ärger sind die Rahmenbedingungen, unter denen das stattfindet. 3.700 Zuschauer, Herr Stichnoth, wachen Sie endlich mal auf !!!

Und wenn ich die Stimmung in der O2-World sehe, erblasse ich vor Neid.

Ich könnte jetzt hier ein großes Fass aufmachen, aber da komme ich dann wohl ohne Probleme nicht so einfach wieder raus. Ich könnte mich über Günter Papenburg, den Besitzer der Tui-Arena und der Hannover Scorpions Eishockes Betriebs GmbH, aufregen, der die Scorpions zwar unterstützt, aber auch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Ich habe mich bereits über Marco Stichnoth aufgeregt, der jahrelang bei seiner Ticketpolitik geschlafen hat und jetzt auf einmal seine Einnahmen schwinden sieht, und jetzt mit massiven Preiszuschlägen die Fans aus der Arena vergrault. Ich könnte mich über die Stadt Hannover aufrege, die nicht bereit ist die Tui-Arena und die Scorpions finanziell zu unterstützen. Ist anscheinend ja auch nicht wichtig, wenn man einen Eishockeyklub hat, der um die deutsche Meisterschaft kämpft. Interessiert in Hannover bei den Politikern keine Sau. Ich könnte mich auch über die HAZ aufregen, die es gerade mal so schafft, einen Spielbericht zu drucken. Kaum Hintergründe und Analysen, gerade während der Saison. Und an einem Abend, wo die Scorpions in den Playoffs kämpfen und die HAZ ihre neue Homepage so anpreist, fallen da alle Server aus. Wie wäre es mal mit einem Live-Blogging aus der Arena für eure Leser, liebe HAZ? Ach ja, die Liste ließe sich noch fortsetzen.

Leid tun mir nur die Spieler und das Trainerteam.

Sei es drum, ich beruhige mich jetzt wieder und freue mich auf Spiel 4, das ich am Freitagabend hier live mitbloggen werde. Und vielleicht hat sich Herr Stichnoth bis dahin auch mal ein paar Gedanken gemacht, dass es so nicht weitergehen kann.

Und Häme der Indianer vom Pferdeturm bringt jetzt auch nichts. Spielt ihr erstmal gegen Profimannschaften.

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Die Hannover Scorpions siegen – und kaum einer möchte zuschauen

Samstag, 14. März 2009 13:40

Gestern Abend Spiel 1 im Viertelfinale DEL-Playoffs 2009. Die Hannover Scorpions empfangen im Niedersachsen-Derby die Grizzly Adams Wolfsburg. In einem teilweise hochklassigen Eishockeyspiel, das mit viel Kampf, Leidenschaft und Einsatz geführt wurde, gewinnen die Scorpions am Ende ein bisschen glücklich mit 2:1 (1:0, 1:1, 0:0). Über die gesamten 60 Minuten hatte Wolfsburg etwas mehr vom Spiel und gerade zu Beginn auch die besseren Torchancen. Der Schlüssel zum Erfolg für die Scorpions war die exezellente Chancenverwertung (erste gute Chance im Spiel führte zur Führung) und die sehr stabile Defensive im 2. und 3. Drittel. Sogar im Power-Play kam Wolfsburg nur noch zu wenigen klaren Torchancen.

Es war ein schöner Abend. Tolles Publikum, wir hatten nette Sitznachbarn, außer, dass ich in der Drittelpause die Getränke holen musste, konnte ich mich über fast nichts beklagen. Trotzdem war ich innerlich ein bisschen traurig, weil so wenige Zuschauer gekommen sind. Da spielen die Hannover Scorpions ihre beste Saison in der Vereingeschichte, es gibt ein Derby zum Auftakt in die Playoffrunde – und am Ende kommen gerade einmal 5000 Zuschauer, davon vielleicht 150 aus Wolfsburg. 5000 Zuschauer bei einem Playoffspiel – da hatte es in den regulären Saisonspielen gegen Mannschaften wie Iserlohn oder Frankfurt mehr Zuschauer in die Tui-Arena gezogen. Dass diese 5000 Zuschauer ihre Mannschaft leidenschaftlich angefeuert haben und für eine tolle Stimmung gesorgt haben, hat das ganze ein wenig erträglicher gemacht. Und was man nicht vergessen darf: Gestern war Freitag, ich will nicht wissen, wieviele Zuschauer unter der Woche am Dienstag gegen Wolfsburg in der Tui-Arena sind.

Es gibt zumindest einen ganz offensichtlichen Grund für den geringen Zuschauerzuspruch: Die Preiserhöhung vor den Playoffs. Marco Stichnoth, Geschäftsführer der Hannover Scorpions, hat diesen Schritt in den Medien unter der Woche als “absolut notwendig” dargestellt, weil die Einnahmen aus den Ticketverkäufen zu gering seien. Heißt als Folge: Saftige Preiserhöhung für den Unterrang mit den besten Plätzen – und keine Ermäßigungen mehr im Unterrang, für den Mittelrang gibt es nur ein begrenztes Kontingent an ermäßigten Karten. Was man als Hintergrund wissen sollte: In der regulären Saison waren die Eintrittskontrollen sehr lasch, es war überhaupt kein Problem auch für Erwachsene mit ermäßigten Karten in die Arena zu kommen. Wundert sich bei den Hannover Scorpions jetzt noch jemand darüber, warum die Einnahmen aus den Ticketpreisen niedriger als erwartet waren?

Bis jetzt liest man noch keine Stellungnahmen des Vereins zu möglichen Änderungen bezüglich Ticketpreise. Für Spiel 3 am Dienstag ist eine Änderung ehe nicht mehr möglich, für ein mögliches Spiel 5 oder auch in einem Halbfinalspiel sollen die Kontingente für ermäßigte Karten im Mittelrang etwas erhöht werden.

Ob das für einen höheren Zuschauerzuspruch sorgt, halte ich für zweifelhaft. Für mich gibt es nur einen notwendigen Schritt: Ermäßigte Karten wieder für den Unterrang und eine Preissenkung auf das Niveau der regulären Saison. Wieso sollen jetzt einzelne Fangruppen, die nicht so viel bezahlen wollen, für Fehler des Managements bezüglich der Ticketkontrollen haften? Da schneiden sich die Hannover Scorpions ein bisschen ins eigene Fleisch. Ich glaube, man könnte insgesamt höhere Einnahmen aus den Ticketverkäufen erzielen, wenn 10.000 Leute in die Tui-Arena kommen und davon eben ein Drittel ermäßigte Karten im Unterrang verteilt werden. Und wenn man die Rechtmäßigkeit für den Besitz der ermäßigten Karten so streng kontrolliert wie gestern, dürfte es dort auch wenig Möglichkeiten geben zu schummeln. Es wäre für das Team und die Stimmung ein echter Segen, wenn man eine ausverkaufte Tui-Arena hätte. Doch mit der Ticketpolitik ist dies schwer vereinbar.

Das ist der eine Faktor. Und dann gibt es scheinbar immer in Hannover immer noch nicht ein Bewusstsein für die Erfolge der Hannover Scorpions, ein Desinteresse an Eishockey in der Stadt. Das ist aber eine andere Geschichte, auf die ich demnächst mal genauer schauen möchte.

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Vor dem Playoff-Viertelfinale in der DEL

Donnerstag, 12. März 2009 20:28

Morgen beginnt dann die Crunch Time in der Deutschen-Eishockey-Liga. Die Playoffs beginnen, in denen acht Teams um die deutsche Meisterschaft kämpfen. Läuft die Saison – auch von medialem Interesse und meiner Begeisterung – meist so vor sich hin, sind die Playoffs der Abschnitt, in dem Interesse, Berichterstattung und Intensität noch einmal deutlich zulegen. Alle zwei Tage wird gespielt, es gibt kein Penaltyschießen mehr. Sollte eine Partie nach 60 Minuten unentschieden stehen, wird solange weiter gespielt, bis ein Tor fällt. Der Sudden-Death entscheidet dann das Spiel. Das keine eine durchaus lange Angelegenheit werden. Letztes Jahr dauerte die Partie zwischen Köln und Mannheim fast drei Stunden reine Spielzeit. Nach 60 Minuten stand es 4:4, erst in der 168. Minute erzielte Köln in der sechsten Verlängerung durch Philip Gogulla den Siegtreffer. Es war bereits nach Mitternacht. Und genau solche Ereignisse machen die Playoffs in der DEL nach der eher langen und durchschnittlichen Saison zu einem absoluten Krimi. Hoffen wir, dass es diesmal auch so wird.

#1 Eisbären Berlin – #8 Hamburg Freezers

Der Titelverteidiger wurde auch Meister der regulären Saison 2008/2009, wenngleich erst gegen Ende der Saison die Eisbären ihre beste Leistung zeigten. Unter anderem gewann man die wichtigen Duelle in Hannover und Mannheim. Dass bei den Eisbären aber auch nicht alles nach Plan lief, zeigten unter anderem die Heimniederlage gegen das Schlusslicht Duisburg oder auch die drei Niederlagen gegen die Hannover Scorpions, davon zwei vor eigenem Publikum. Betrachtet man aber die gesamte Saison war das Team von Trainer Don Jackson das konstanteste Team und verdient auf dem ersten Platz. Die Eisbären sind über Jahre hinweg jetzt der Maßstab in der DEL und haben ganz eindeutig die besten Einzelspieler in ihrem Kader, allen voran die Sturmreihe mit Denis Pederson, Steve Walker und Nathan Robinson. Der Gegner der Eisbären sind völlig überraschend die Hamburg Freezers mit dem Comeback der diesjährigen DEL-Saison. Nach einer ganz schwachen ersten Saisonhälfte stand man Anfang Februar noch weit entfernt von den Playoffs und hatte alles andere als einen leichten Spielplan vor sich, man gewann aber die Spiele gegen Hannover und in Düsseldorf, Partien, die man in der ersten Saisonhälfte noch deutlich verloren hat. Locker erreichte man dann die Pre-Playoffs, lag aber im Duell mit den Frankfurt Lions schnell 0:2 zurück, drehte die Partie dann aber noch zu einem 3:2. Die Freezers scheinen also zu allem fähig, Berlin sollte gewarnt sein.

#2 Hannover Scorpions – #7 Grizzly Adams Wolfsburg

Das beste Heimteam der Liga empfängt die zweitstärkste Heimmannschaft in der diesjährigen DEL-Saison. Man bräuchte sich also nicht unbedingt wundern, wenn die Serie über die vollen 7 Spiele geht und letzlich das Team ins Halbfinale einzieht, dass einmal auswärts gewinnen kann. Dass die Scorpions auswärts dazu in der Lage sind, haben sie mehrfach diese Saison unter Beweis gestellt, gegen Ende der Saison aber immer weniger. Beispielhaft die recht deutliche Niederlage im Pokalfinale in Wolfsburg, von daher schreiben die hannoverschen Medien schon von der Revanche für das verlorene Pokalfinale. Aber es ist viel mehr. Hannover hat für seine Maßstäbe eine überragende Saison gespielt, trifft jetzt im Viertelfinale aber so ein bisschen auf den Angstgegner, gerade die Spiele der Scorpions in Wolfsburg gehörten zu den schlechtesten Saisonleistungen. Es ist also nicht nur eine Revanche, vielmehr muss Hannover demonstrieren, dass die reguläre Saison keine Eintagsfliege war und man in den wichtigen Spielen eine Top-Leistung abrufen kann. Interessant wird zu sehen sein, wie die Scorpions ins erste Spiel kommen. Vorteil, weil länger ausgeruht oder Nachteil, weil man im Gegensatz zu den Grizzlys nicht im Spielrhythmus ist. Für zwei Spieler ist es ein ganz besonderer Moment. Kai Hospelt und Sebastian Furchner wechselten vor der Saison von Köln nach Wolfsburg. Im Nachhinein kann man beiden nur zu diesem Schritt gratulieren. Welche Faktoren könnten diese Derby-Serie entscheiden? Wolfsburg hatte in der regulären Saison zwei große Stärken: Sie bekamen wenig Strafen und gehören nach den Eisbären Berlin zu den effektivsten Teams in Überzahl. Wenn die Scorpions verhindern könnten, dass Wolfsburg viele Überzahlspiele bekommen, wäre man schon einen guten Schritt weiter. Und dann kommt es zu einem spannnden Duell in der Offensive. Die Grizzlys haben mit Jason Ulmer und Ken Magowan den Topscorer und den Toptorjäger in ihren Reihen. Auf Seiten der Scorpions ist das Pendant Eric Schneider, der eine überragende Saison spielt. Auch Tore Vikingstad ist nach seiner Verletzung zum Saisonbeginn in guter Form. Vorteil für die Scorpions könnte zudem die etwas größere Tiefe im Kader sein. Die 4. Reihe mit Martin Hinka und Rainer Köttstorfer hat schon einige Spiele diese Saison entscheiden können. Insgesamt aber alles offen. Könnte eine sehr spannende Serie werden, ich freue mich morgen auf den Abend in der Tui-Arena.

#3 DEG Metro Stars – #6 Krefeld Pinguine

Spiel 2, PREMIERE live, Sonntag ab 14:15 Uhr; Kommentar:

Wie praktisch, dass man mit einer U-Bahn, nämlich der U76 zwischen beiden Spielstätten hin und herpendeln kann. 25 Kilometer liegen zwischen dem ISS-Dome und dem Königpalast. Das kleine Derby am Rhein im Viertelfinale der Playoffs, für Düsseldorf geht es diesmal eher nach Norden, denn die Kölner Haie sind ja nicht dabei. Und wenn es eine Serie gibt, die für Verlängerungen prädestiniert ist, dann diese. Drei der vier Saisonspiele zwischen beiden Teams gingen in die Verlängerung. Einen sehr schönen Vorbericht zum Spiel gibt es bei der Rheinischen Post, überhaupt bekommt man den Eindruck, dass der Boulevard am Rhein schon seit Tagen das Duell hochkocken lässt. Und DEG-Kapitän Kreutzer gibt schon mal den Startschuss: “Ich will Meister werden.” Das wollen sie aber alle.

#4 Adler Mannheim – #5 Sinupret Ice Tigers Nürnberg

Spiel 1, PREMIERE live, Freitag ab 19:15 Uhr; Kommentar: Marc Hindelang

Soll man die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg als Favorit für diese Serie nennen? Immerhin gewannen sie alle vier Saisonspiele gegen Mannheim. Überhaupt sind die Adler von ihrer Bestform ein gutes Stück entfernt. Man wurde nur Vierter in der regulären Saison mit weitem Abstand zu Berlin und Hannover. Ende Februar trennte man sich nach fünf Niederlagen in sechs Spielen – darunter unter anderem bei den Kölner Haien -  von Coach Dave King, der nur etwas mehr als ein Jahr bei den Adlern gearbeitet hat, aber sowieso am Saisonende aufgehört hätte. Jetzt durfte er etwas früher aufhören. Wie lange noch die Adler dabei sein werden, hängt vor allem davon ab, wie Interimstrainer Teal Fowler das Team in so kurzer Zeit wieder aufmuntern konnte. Es gibt sicherlich günstigere Zeitpunkte für einen Trainerrauswurf als direkt vor den Playoffs. 2006/2007 war diese Paarung übrigens das Finalspiel, danach gab es in jeder Saison das Aufeinandertreffen in den Playoffs. Alle Duelle gewannen die Adler Mannheim.

Als Nachtrag noch der Hinweis auf das spox-Interview mit Hans Zach.

Thema: Sport | Kommentare (2) | Autor: medispolis