Beitrags-Archiv für die Kategory 'TV und Radio'

Zitat des Tages: Donnerstag, 25. Februar 2010 – APPsolut überflüssig

Donnerstag, 25. Februar 2010 17:51

Ich verstehe bis heute die Aufregung um die Tagesschau-App nicht. Die BBC hatte vor ein paar Tagen angekündigt, dass es im Frühjahr zwei Applikationen für News und Sport geben sollte. Begeisterung überall, vor allem bei den Nutzern. Kaum Kritik. Anders in Deutschland, wo die App-Sau schon seit Wochen durchs Land gejagt wird. Nächste Etappe: Ein Brief von Silvana-Koch Mehrin (das ist die Person, die sonst meist durch Abwesenheit glänzt, falls sich niemand mehr an den Namen erinnert) an die EU-Kommission:

“[Die] ARD kann einen solchen Dienst offensichtlich nur deswegen kostenlos bereitstellen, weil sie durch obligatorische Rundfunkgebühren finanziert wird. Dagegen müssten private Anbieter ein solches Angebot kostenpflichtig machen.Die ARD [nutze] ihr staatlich garantiertes Recht auf ein hohes Gebührenaufkommen aus, um sich gegenüber privaten Konkurrenten einen nicht gerechtfertigten Vorteil zu verschaffen.”

Das dürfte alle privaten Medienanbieter und Zeitungen freuen. Endlich mal wieder, der sich auf ihre Seite schlägt. Und untereinander tun sich die WAZ-Mediengruppe und Grunner+Jahr auch zusammen: Der Kampf gegen die Tagesschau-App, die dafür sorgt, dass Qualitätsjournalismus im Netz gratis sei. Und das könne ja nicht die Zukunft sein!

Blöd nur – finde ich – dass man von den privaten Medienanbietern nicht einen qualitativen Beitrag in dieser Debatte bekommt. Eine Entwicklung verhindern – statt selbst ein vernünftiges, qualitativ hochwertiges Angebot zu machen. Selten war ich so auf Seite der ÖR-Befürworter. Komme mir schon ganz komisch vor.

[via Sat+Kabel]

Thema: Allgemein, TV und Radio, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Olympia-Berichterstattung: Manchmal ist weniger eben mehr

Donnerstag, 18. Februar 2010 11:40

Man stelle sich mal folgende Szene vor. Die Tagesthemen sind vorbei, es kommt das Wetter im Ersten, Jörg Kachelmann meldet sich für das Wetter natürlich live aus Vancouver und beginnt seinen Monolog:

“Guten Abend meine Damen und Herren, herzlich willkommen live hier zum Wetter im Ersten. Bevor wir gleich ganz kurz auf das Wetter in Deutschland schauen – darf Ihnen sagen, dass sich da nicht so viel tun wird, ist alles eine eher zähe Angelegenheit – schauen wir natürlich auf das Wetter hier. Und das bleibt spannend, hier ist richtig was los. Schauen Sie auf unseren Tagesthemen-Strömungsfilm! Wir haben hier das steuernde Hoch über Zentralkanada, das im Uhrzeigersinn die kalte, trockene Luft förmlich ansaugt. Aber das ist alles nicht so stabil, von Süden, aus den USA, schwappt immer wieder diese feuchte, mildere Suppe ins Land. Gleichzeitig nimmt der Wind ein wenig zu. Gucken Sie auf unsere Pfeile, die immer enger aneinanderkommen. Also, unter diesen Bedingungen möchte ich für den Biathlon-Wettbewerb nicht garantieren, und auch Ski Alpin wird schwierig, denn die feuchte Luft aus Süden drückt gegen die Berge, es wird dann länger anhaltend richtig schiffen. Schnee wird tauen, aber kann Ihnen versprechen, das lässt schon morgen nach, dann übernimmt das Hoch wieder die Kontrolle – und einem Capuccino auf der Plaza in Vancouver bei Sonnenschein steht nichts im Wege. Zu Ihnen nach Deutschland. Die Milderung setzt sich jetzt im ganzen Land durch, 2 bis 8 Grad. Michael Antwerpes übernimmt jetzt hier. Na Michael,  schon einen Ausflug für übermorgen an deinem freien Tag geplant? Wetter wird ja gut.”

So schlimm ist es dann nun doch noch nicht ganz gekommen in der Olympia-Berichterstattung der ARD. Viel fehlt aber nicht mehr, aber scheinbar trauen sich die Öffentlich-Rechtlichen nicht jede Hemmschwelle zu übertreten. Ich hatte die letzten Tage Home Office, wie es so schon heißt, und habe entsprechend häufig Olympia im Fernsehen laufen gehabt, und natürlich auch mal durch die Programme gezappt um zu schauen, was die Sender an Berichterstattung anbieten. In den Foren und Blogs tobt ja schon wieder die Diskussion über ARD und ZDF, ob es zu vertreten sei, dass ARD und ZDF mit viel mehr Mitarbeitern nach Vancouver fahren als zum Beispiel die BBC und dafür weniger Sendestunden verbrauchen. Und ob ARD und ZDF nicht zu verschwenderisch mit unseren Gebühren umgehen, wenn zum Beispiel auch Jörg Kachelmann und Franziska van Almsick nach Vancouver reisen. Zwei Personen, die man bei Olympischen Winterspielen nicht zwingend sehen muss und will. Ich will hier gar nicht in das durchaus berechtigte ÖR-Bashing einsteigen, sondern vielleicht mal meine Sicht und meinen Wunsch an eine gute Sportübertragung darlegen und dann nebenbei auch zeigen, warum ARD/ZDF dies eben nicht so gut können und vielleicht auch wollen, und dass Eurosport zumindest bei vielen Punkten die bessere Anlaufstelle ist.

Was steht bei Olympia im Vordergrund? Sport, Sport, Sport, fairer Wettkampf und wenn man so will ein wenig die Kultur und Präsentation der Gastgeberstadt. Heißt für mich: Ich möchte in erster Linie Sport sehen, bei den wichtigen Entscheidungen live dabei sein, möchte Emotionen erleben. Und ich möchte ein halbwegs verlässliches Programm. Ich will wissen, ob ich ein Eishockeyspiel in Gänze irgendwo sehen kann und nicht, dass ich irgendwann einen anderen Wettbewerb sehe. Verlässlichkeit im Programm und die Konzentration auf das Wesentliche – Sport! – das erwarte ich von einer guten Olympia-Berichterstattung. Das ist die eine Seite, die Voraussetzung, die andere Medaille ist dann die Umsetzung. Ich möchte ein gutes Fernsehbild und ich möchte einen kompetenten Kommentator, der – das wäre das höchste der Gefühle – noch einen guten, erfahrenen Experten neben sich hat. Eigentlich keine hohen Ansprüche an Sender, die von mir jährlich über 200 Euro bekommen und jährlich mit ein paar Milliarden ziemlich willkürlich umgehen können.

Doch ARD und ZDF können meine niedrigen Ansprüche nicht erfüllen, wie sollen sie auch? Generell laufen bei den ÖR massenkompatible Sportarten, jetzt muss man alle vier Jahre sich dem Eishockey widmen, einer Sportart, die sonst unter jedem Radar verschwindet. Dass dann da keine hochwertige Übertragung rauskommt, dürfte erstmal klar sein. Aber was ich eben erwarten kann, ist, dass sich ein Kommentator informiert vor jedem Spiel, die lokale Presse liest, im Internet sich die wichtigsten Statistiken raussucht und auch sonst vielleicht ein gewisses Interesse und eine Begeisterung für die Sportart vermittelt. Sonst kann man es auch gleich sein lassen. Und von ARD und ZDF, die wirklich jeden Clown nach Kanada geschickt haben, darf ich dann als zahlender Zuschauer auch erwarten, dass die Kommentatoren sich umfassend vorbereiten. Liebe ÖR, schaut euch doch bitte zum Beispiel beim Eishockey das Duo Faßnacht/Leinauer an. Oliver Faßnacht kommentiert vielleicht drei Eishockeyspiele pro Jahr auf Eurosport, Gerd Leinauer hat ja schon jahrelang Eishockey als Experte begleitet, nichts desto trotz merkt man, dass sich vor allem ein Faßnacht hervorragend vorbereitet hat. Er kennt die kleinen Geschichten hinter den Spielern, er kann ein Spiel einordnen, Leinauer es fast schon lesen, eine Spieltendenz ablesen. Und das bekommt man durch vieles Schauen einer Sportart. Ich weiß ja nicht, was die Olympia-Kommentatoren von ARD und ZDF so zwischen den Jahren machen, aber wenn ich weiß, dass ich Eishockey bei Olympia kommentiere, wäre es sicherlich nicht verkehrt, auch mal zwischendurch DEL und NHL zu verfolgen und ein Gefühl für diese Sportart zu bekommen. Gleiches gilt für Skispringen. Liebe ARD, gebt dem Tom Bartels doch endlich mal einen Co-Kommentator, das wäre dann sehr viel unterhaltsamer. Wieso darf Dieter Thoma zum Beispiel nicht ans Mirko während des Springens? Auch hier wieder der Verweis an Eurosport zum Duo Dirk Thiele und Gerd Siegmund.

Es braucht also gar nicht viel für eine gute Übertragung, zwei fähige Leute und ein guter Wettkampf. Stattdessen verschleudern ARD und ZDF ihre Ressourcen für teure Studios, zig Gäste und eine Wetterfee – und schaffen nur selten, Begeisterung für den Sport rüberzubringen, was an der fachlichen Ermangelung von Kommentatoren und Experten liegt. Was man aber erlernen kann, wie ich finde. Natürlich ist es einfach auf ARD und ZDF einzuhauen, aber gerade die Olympia-Berichterstattung zeigt mal wieder, wie realitätsfern die ÖR agieren. Sie wollen es vielleicht einfach zu gut machen. Aber das braucht es doch gar nicht, die meisten Zuschauer schalten wegen der sportlichen Wettkämpfe ein und nicht wegen der Schneefallwahrscheinlichkeit in Whistler. Das kann man in fünf Sekunden abhaken. Und es dürfte ebenso nachvollziehbar sein, dass vor allem nachts nur die Freaks noch eingeschaltet haben. Da braucht es dann also wirklich kein überflüssiges Gelaber mehr, sondern lediglich Sport. Ganz einfach.

Um hier nicht völlig mit Kritik rumzuwerfen, seien zumindest die Online-Aktivitäten der ARD, das Olympia-Radio und der ständig aktualisierte TV-Guide auf zdf.de positiv erwähnt. Wundert mich eigentlich, dass da noch gar nicht die Privaten gemeckert haben, wie umfangreich online bei den ÖR berichtet wird. Überhaupt wundert es mich, wie wenig die Berichterstattung von ARD und ZDF und die Rahmenbedingungen der Übertragungen aus Vancouver hinterfragt werden, auch von den privaten Medienakteuren. Da wird wegen einer kleinen App eine Sau durch die deutsche Medienwelt gejagt, aber wenn man überflüssige Gebühren verpulvert und noch nicht mal eine gute Berichterstattung hinlegt, interessiert das hier in Deutschland nur die interessierten Sportfans. Wenn ich sehe, für was sich die BBC in den letzten Wochen schon wieder rechtfertigen musste und wie sehr der Druck von Sun, The Times und Guardian auf die Anstalt ausgeübt wird, muss man sich eigentlich auch nicht groß wundern, wenn ARD und ZDF so handeln, wie sie es tun. Interessiert ja ehe nur die Sportfreaks. Eigentlich schade. Wenn ich lese, dass ARD und ZDF sich gemeinsam drei Jahre für die Übertragung vorbereitet haben, kommt da am Ende ernüchternd wenig rüber. Technisch vielleicht sehr positiv, aber redaktionell bin ich eher enttäuscht.

Manchmal kann weniger eben auch mehr sein. Ein gutes Bild, eine gut vorbereiteter Kommentator und ein kompetenter Experte. Und schon bin zumindest ich zufrieden. Mal sehen, ob ARD und ZDF irgendwann diesen Weg gehen werden. Freiwillig sicher nicht.

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Deshalb schaue ich so gerne The Daily Show

Dienstag, 2. Februar 2010 23:09

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
Q & O
www.thedailyshow.com
Daily Show
Full Episodes
Political Humor Health Care Crisis

Aus der gestrigen Episode vom 1. Februar -  John Stewart über das Treffen von Präsident Obama mit der republikanischen Partei. Er war zum Mittag eingeladen.

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Sky Deutschland sichert sich Premier League Rechte bis 2013

Dienstag, 8. Dezember 2009 20:39

Während der Champions League Übertragung wurde gerade mitgeteilt, dass sich Sky Deutschland die Rechte für die Premier League bis Sommer 2013, also für die Spielzeiten 2010/2011, 2011/2012 und 2012/2013 gesichert hat. Der aktuelle Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen.

Über Konditionen und auch Spieleumfang wurde leider nichts bekannt. Mich wundert der frühe Rechtegewinn, normalerweise werden die Auslandsrechte der Premier League immer erst zu Beginn des neuen Jahres für drei Spielzeiten beginnend ab dem folgenden Sommer vergeben.

Sobald es noch weitere Informationen gibt, werde ich sie hier veröffentlichen. Positiv ist der Rechtegewinn schon mal anzumerken. Er zeigt den scheinbar doch hohen Stellenwert der Premier League bei Sky. Jetzt kommt es eben darauf an, was man daraus macht.

Update, Donnerstag 14h07: Sky hat mittlerweile in einer Pressemitteilung Details zum Umfang der Premier League Berichterstattung genannt. Eigentlich bleibt beim Umfang alles wie beim Alten. Bis zu fünf Spiele gibt es pro Spieltag, heißt konkret, zu jeder Anstoßzeit wird man eine Partie zeigen. Parallelübertragungen gibt es damit nicht. 130 Spiele werden zudem in HD angekündigt. Ob live oder zeitversetzt am Abend nach der Bundesliga, steht nicht fest. Sollte es die HD-Übertragungen live geben, muss definitiv ein zweiter HD-Sportkanal für Sky her. Warten wir mal ab.

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Auftrag für uns alle nachzudenken und zu reflektieren

Sonntag, 15. November 2009 13:27

Heute Vormittag wurde in der AWD-Arena in Hannover in einer bewegenden Trauerfeier Robert Enke gedacht. Es war eine Zeremonie, die in ihren emotionalen Momenten, die in ihrer andächtigen Stille und ihren mahnenden Worte dem großartigen Sportler und fantastischen Menschen absolut gerecht wurde. Ich habe mich Donnerstag entschlossen, kurzfristig über das Wochenende nach Hannover zu fahren, um wenigstens ein bisschen an der Trauer und der Anteilnahme in Hannover teilzunehmen, habe eine Kerze für Enke vor dem Stadion angezündet und mich trotz langer Wartezeit in eines der Kondolenzbücher eingetragen. Ich habe selten ein so bedrückende Stimmung und Atmosphäre in Hannover mitbekommen. Als ich Freitagmittag am Hauptbahnhof angekommen war und mit der U-Bahn zum Aegidientorplatz gefahren bin, schossen viele Menschen Tränen in die Augen, als sie im Fahrgastfernsehen die Meldung über die bewegende Todesanzeige von Enkes Frau Teresa gelesen haben.

Die Ausmaße der Trauer, nicht nur in Hannover, sondern ja auch bundesweit und in der gesamten Fußballwelt, haben mich tief beeindruckt. Und natürlich war Hannover als Heimatstadt von Enke das Zentrum der Trauer und Anteilnahme. Als ich mit Komilitonen in Düsseldorf über den Tod von Enke gesprochen habe, konnten das viele gar nicht so richtig verstehen, warum es diese überwältigende Teilnahme am Trauermarsch, beim Gedenkgottesdienst in der Marktkirche oder eben heute bei der Trauerfeier im Stadion gegeben hat. Ohne es natürlich empirisch belegen zu können, ist Robert Enke den meisten Hannoveranern irgendwie schon einmal persönlich begegnet, sei es beim Fußballspiel im Stadion, in der Innenstadt, in der S-Bahn nach Hannover oder Neustadt, beim Training der Mannschaft oder auf einer der zahlreichen Veranstaltungen, die nur bedingt etwas mit Leistungssport zu tun hatten. Und jeder, der Enke schon einmal begegnet war – und dann vielleicht auch noch das Vergnügen hatte mit ihm ein paar Worte zu wechseln, erkannte sehr schnell, was für einem sympathischen Menschen man gegenüberstand. Das ist zumindest mein Eindruck.

Nicht nur auf den Fußball bezogen, war Hannover Enke für vieles dankbar und Enke gab diese Dankbarkeit mit tollen Leistungen auf dem Platz und im gesellschaftlichen Leben zurück. Enke hätte längst dank seiner tollen Leistungen Hannover verlassen können, aber nein, er blieb Hannover, seiner Heimat und seinen Fans immer treu. Überliefert sind viele Geschichten vom Menschen Robert Enke. Eine habe ich gestern Nachmittag beim NDR aufgeschnappt. Nach einem Training waren mal wieder mehrere Kinder nach Autogrammen von Enke hinterher. Dabei fiel ein Kind aus der Rolle, macht laut auf sich aufmerksam, dass es dringend und sofort ein Autogramm haben wollte. Enke ignorierte den Schreihals und gab zuerst den anderen Kids seine Unterschrift. Als dann zuletzt das unfreundliche Kind dran war und auch noch ein “Na endlich, das wurde aber auch Zeit” davorschickte, gab Enke natürlich bereitwillig das Autogramm, gleichzeitig aber darauf hinzuweisen: “Wenn du freundlich ‘Guten Tag Herr Enke, ich hätte gerne ein Autogramm’ gesagt hättest, wärest du der erste gewesen.”

Die Trauerfeier aus Hannover wurde heute von etlichen TV-Sendern übertragen, unter anderem die ARD, der NDR und unsere Nachrichtensender n-v und N24. Über Twitter kamen dann die ersten Hinweise, ob das nicht alles zu viel sei. Zum Beispiel das Internetportal der WAZ-Gruppe, der Westen, ließ darüber diskutieren. Komischerweise waren das genau die, welche am Dienstagabend ihre Online-Berichterstattung mit langen Klickstrecken ergänzten und aufbereiteten. Darauf hätte ich gerne verzichten können, aber dass man Menschen, die aus bestimmten Gründen nicht ins Stadion gehen konnten, die Möglichkeit gibt, eine große Trauerfeier trotzdem live  verfolgen zu können, fand ich absolut angemessen. Und dass dann neben den öffentlich-rechtlichen Sendern auch die privaten TV-Stationen übertragen, ist schlicht auch ein wenig unserem Rundfunksystem geschuldet. Wenn sich n-tv und N24 von ihrer Übertragung vielleicht eine höhere Quote versprechen und deswegen auf Live-Bilder setzen, dann ist das zwar bedauerlich, aber für mich irgendwie auch nachvollziehbar. Viel mehr müssen sich n-tv und N24 fragen, wieso sie jetzt noch so einen Hype um den Tod von Robert Enke machen und es die Tage davor nur selten geschafft haben, sachlich angemessen und vor allem aktuell zu berichten. Dass jetzt die Trauerfeier im Fernsehen gezeigt wird, ist absolut richtig, vielmehr sollten sich die Medien hinterfragen, ob es notwendig ist, mit Kränen in der hannoverschen Innenstadt vor der Markthalle zu stehen, um den Trauermarsch zu filmen, ob man in den Online-Medien Klickstrecken en Masse anbieten musste und ob es sinnvoll ist, immer weiter zu senden, obwohl es eigentlich gar nichts mehr zu senden gibt. Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn Leute wie Peter Neururer oder Christoph Daum ihren Senf dazugeben. Und das finde ich eigentlich das Bedauerliche.

Dass umfassend und ausführlich auf vielen Kanälen über den Freitod von Robert Enke berichtet wurde, ist doch selbstverständlich. Und Medienkritik mag zwar immer ganz passend und anspruchsvoll klingen, aber zu einer Berichterstattung der Medien gehören immer zwei Seiten. Die Medien und wie als Rezipienten. Wir wollten doch auch alle mit neuen Informationen, Gründen und Hintergründen überschüttet werden. Wer hat denn nicht seit Mittwoch jeden Morgen auf die Titel-Schlagzeile der BILD geschaut, wer hat sich nicht die Pressekonferenz von Teresa Enke bei Youtube oder in irgendeiner Mediathek noch einmal angeschaut, wer hat sich nicht im Internet auch die Klickstrecken angeschaut, obwohl fast alle gegen die Art und Weise der Aufbereitung protestiert haben, und wer wird sich morgen ausnahmsweise mal den SPIEGEL holen, weil Robert Enke auf dem Titelbild ist? Das werden schon viele Menschen sein. Man kann den Medien in diesem Land vieles vorwerfen – und ich mache das ja auch manchmal gerne – aber die Medien haben im Fall des Freitodes von Robert Enke doch hauptsächlich nur auf unseren Informationsdurst reagiert. Über die Art und Weise, wie einige Medien berichtet haben, lässt sich immer aufregen. Das sollte aber unabhängig vom Todesfall Enke die Regel sein. Es gibt auch positive Beispiele. Zum Beispiel hat mich die sehr sachliche, emotionale und informative Berichterstattung der HAZ beeindruckt. Vielleicht sollten sich viele Zeitungen daran mal ein Beispiel nehmen.

Der Tod von Robert Enke macht mich auch heute noch unendlich traurig. Er hat eben auch gezeigt, wie Menschen, Medien und Gesellschaft in einer solchen Extremsituation reagieren. Das war nicht immer vorbildhaft, keine Frage. Und vielleicht denken einige Medien im Speziellen vielleich auch einmal darüber nach, genauso wie wir Konsumenten, ob es nämich sinnvoll ist, stets immer der Sensation, dem Extrem, dem Besonderen und Reißerischen den Vorzug vor einer etwas seriöseren Berichterstattung zu geben.

Eigentlich verbietet es sich, erinnernde Worte an Robert Enke mit einer leichten Kritik an den Medien und unserem Verhalten als Rezipienten der medialen Berichterstattung zu vereinen. Ich habe das aber ganz bewusst gemacht, eben, weil ein Großteil der Bevölkerung und der Medien es in diesen Tagen nicht geschafft haben oder schaffen wollten. Durch den Tod von Robert Enke wird sich im Leistungssport und Profifußball hoffentlich einiges verändern. Die Worte vom DFB-Präsidenten Zwanziger machen mehr als nur Mut und Zuversicht. Aber gleichzeitig sollten wir Medienkonsumenten und die Medien vielleicht auch einmal ihr Verhalten und ihre Berichterstattung der letzten Tage positiv wie negativ reflektieren.

Dass wir aus bestimmten Medien keine anderen Medien machen können, steht außer Frage. Aber wir als Konsumenten haben die Entscheidung, welcher Art und Weise von Berichterstattung wir besser finden. Nämlich durch unseren Kauf der Zeitungen oder dem Einschalten eines bestimmten Fernsehsenders.

Zurückhaltend, sachlich, wohl überlegt, nie im Mittelpunkt stehen zu wollen – das waren einige der großen Charaktereigenschaften von Robert Enke. Es wäre schön, wenn wir als Gesellschaft, Medien und Öffentlichkeit diese Werte und Verhaltensweisen ein bisschen mehr in unsere Köpfe und unser Handeln einbringen könnten. Theo Zwanziger hat mit seiner beeindruckenden Rede die richtigen Worte heute gefunden. Es wäre schön, wenn alle Medien morgen in ihrer Zeitung, auf ihren Internetseiten oder im TV-Programm diese Worte einfach mal eins zu eins abdrucken, veröffentlichen oder senden. Ohne Klickstrecke.

Thema: Fußball, TV und Radio, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Es sollte doch alles besser und kundenfreundlicher werden…

Sonntag, 11. Oktober 2009 11:08

bei Sky, unserem deutschen Pay-TV Anbieter des Vertrauens, ehemals PREMIERE. Ich hatte mich eigentlich richtig gefreut gestern Abend die WM-Qualifikation aus Südamerika schauen zu wollen. Argentinien gegen Peru stand auf dem Programm, Spielbeginn Mitternacht. Das kann man ja mal machen. Also vor gut 10 Tagen bei Sky angerufen und gesagt, dass ich aufgrund meines Umzugs und damit verbunden einem neuen Kabelnetzanbieter auch eine neue Smartcard braucht. Auf der Internetpräsenz von Sky ist immer noch zu lesen, dass eine neue Smartcard in der Regel nach 3-5 Werktagen zugeschickt wird – und so wurde mir das von der Servicehotline auch noch einmal bestätigt. Also habe ich am 31.09. eine neue Karte angefordert. Das würde bis zum 10.10. ja wohl zu schaffen sein. Natürlich Pustekuchen. Die neue Karte soll jetzt wohl am Dienstag eintreffen, fast zwei Wochen nach Bestellung, oder rund 10 Werktage. Bei Sky Deutschland sollte doch alles besser, schneller und kundenfreundlicher werden. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Und da hat man schon einmal ein Live-Event bei Sky mit drei Spielen aus der Südamerika-Quali im Programm – was ja schon fast ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ist – und dann verpasse ich es, diese Spiele auch zu schauen. Das überwiegend negative Bild, das sich bei mir von Sky Deutschland festsetzt, hat einen weiteren schwarzen Tupfer bekommen.

Diese Geschichte reiht sich ein in ein Gesamtbild von Sky, das meiner Meinung nach ganz viele Chancen und Sympathien verspielt hat. CEO Mark Williams hat vor dem Relaunch Anfang Juli mit großen Tönen gespuckt, dass unter Sky alles ganz neu wird. Das Besondere sehen, war der Claim. Faktisch hat sich gar nichts geändert, außer ein bisschen mehr Optik, die ein oder andere Filmpremiere mehr, ein paar Spiele der Europa League und ein bis zwei Partien mehr aus der Premier League. Dafür wurden Millionen ausgegeben, die in Werbung, Marketing und angeblich Service gesteckt wurden. Sky sollte nicht so sicher sein, dass die Menschen nicht erkennen, was ihnen da jetzt angeboten wird. Im Prinzip ist es dasselbe Programm wie unter PREMIERE – nur zu einem deutlich höheren Preis. Und ja, es gibt jetzt viel mehr HD-Kanäle. Richtig, aber bei Sky scheint nur die Kür zu stimmen, nicht die Pflicht. Im Idealfall muss beides perfekt ausgestaltet werden. Nur so könnte man neue Abonnenten gewinnen. In einem Monat werden die neuen Quartalszahlen veröffentlicht. Insgeheim hoffe ich schon jetzt darauf, dass Sky eine schallende Ohrfeige bekommt und schnell erkennt, dass man mit weniger Sportprogramm, einer schlechteren Berichterstattung bei der Formel 1 zu höheren Preisen keine neuen Abonnenten – oder anders formuliert: weniger als erhofft und notwenig – zu Sky lockt.

Überhaupt ist das Sportangebot, eine der tragenden Säulen von Sky, ein Abbild der vertanen Chancen und Möglichkeiten von Sky. Keine Primera Division mehr, Serie A nicht bekommen, Formel 1 Berichterstattung auf Sparflamme, große Töne, was man sich alles holen könnte, nämlich Basketball, Tennis, Boxen und sogar Olympia (was für eine Verschwendung von Geld!). Wer ganz bewusst solche hohen Erwartungen weckt, indem er immer wieder in Interviews diese Rechte ins Spiel gebracht hat, verliert für mich jede Glaubwürdigkeit, wenn dann nicht eine Tat auch mal in die Wirklichkeit umgesetzt wird. Die paar mehr Spiele aus der Premier League und der Europa League rechtfertigen bei weitem nicht die höheren Preise von Sky. Und es wird sich nichts zum Positiven verändern. Die Indycar-Series soll, glaubt man Gerüchten in diversen Blogs und Foren, ihre letzte Saison bei Sky gehabt haben. Dass Nascar und die NBA zurückkommen – zwei Sportrechte, die auf dem Markt sind, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Also sehen wir dann im Winter nur noch Eishockey live auf Sky Sport 2.

Das Projekt Sky könnte schneller zuende sein, als viele Skeptiker es geglaubt haben. Warten wir mal den November ab. Oder man ändert endlich mal die Strategie. Sonst bleiben am Ende die übrig, die auf Champions League und Premier League nicht verzichten wollen. Und das werden nicht viele sein. Irgendwann stellt man sich dann die Fragen, ob man Formel 1 nicht auch bei RTL schauen könnte, die WM aus Südafrika bei ARD, ZDF und RTL (da nimmt man dann auch Bela Rethy in Kauf, wenn man nichts zahlen muss), Bundesliga in der Sportschau und gelegentlich mal in der Kneipe oder im Stadion. Und alles andere sowieso über einen halblegalen Internetstream. Die Anfangseuphorie von Sky ist schon jetzt verblasst. Nach knapp drei Monaten. Selbst ich hätte den neuen Machern eine längere Zeit gegeben. Aber Vertrauen kann man ganz schnell verspielen, es sich wiederzuholen dauert erheblich länger und ist sehr viel schwieriger.

Thema: TV und Radio | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Live-Blog: Zuschauer fragen Frank-Walter Steinmeier

Dienstag, 8. September 2009 20:48

[22h20] Man muss nicht so viel Ahnung haben um festzustellen, dass die heutige Sendung nicht an gestern anknüpfen konnte, gerade was Gradlinigkeit und Unterhaltung angeht. Ich habe in 150 Minuten nicht eine etwas persönlichere Frage gesehen. Stattdessen hat man sich heute zu Beginn viel zu lange, fast 30 Minuten, beim Thema Arbeitsmarkt aufgehalten. Und paradoxerweise hatte Steinmeier da seine stärksten Phasen und konnte teilweise auch durch verständliche und einfache Antworten punkten.

Der zweite Teil der Sendung war zäh, die Fragen wurden schlechter, Steinmeier wich manchmal aus oder beantwortete die Fragen nur am Rande. Das kann man ja auch alles machen. Aber warum beantwortet FWS nicht erst die Frage und dann kommt sowas wie “Gestatten Sie mir noch eine Ergänzung”. Perfekt und gut ist.

Seit der Frage von Lukas Heinser hat die Sendung nachgelassen. Aber wer konnte das ahnen, dass dieser kurze Einschub so für einen kleinen Bruch gesorgt hat. Vielleicht hat Steinmeier seitdem zu oft an Kurnaz gedacht. Da war ganz sicher mehr drin für den Kanzlerkandidaten der SPD. Guter Beginn, dann stark nachgelassen. Puste und Ausdauer im Wahlkampf, yadda, yadda.

Schönen Abend noch.

[22h17] Und wieder so ein bescheuertes Quiz der ARD. Steinmeier zu den vier Antwortmöglichkeiten A-D: “Und wo ist jetzt E?”. Ein weiterer Google-Treffer.

Und damit können wir diese 75 Minuten zu den Akten legen.

[22h14] Letzte Frage zu den Koalitionsmöglichkeiten an Steinmeier. Er führe keinen Koalitionswahlkampf, für eine starke SPD. Keine Koalition mit den Linken. Könne sich Bündnis mit Grüne und FDP vorstellen. Nichts Neues.

Meine Güte, die Fragen der letzten halben Stunde waren wirklich grenzwertig.

[22h10] Die Frau aus Hannover erzählt viel, stellt aber keine Frage. Ist das denn so schwer? Macht das Ende der Sendung nicht viel besser. Sie fordert kleinere Klassen. Dann gäbe es kleinere Probleme.

Und Steinmeier spricht jetzt über Bildungsfinanzierung, eigentlich nicht das Thema, aber er wirbt an dieser Stelle für seine Politik. Da das Wahlkampf ist, sei es ihm gestattet. Aber auch alles bekannt.

[22h06] Oh, Bildungspolitik. Was wird für Kinder mit Migrationshintergrund in den (weiterführenden) Schulen gemacht? Steinmeier: Essentielle Frage für unsere Gesellschaft. Aber Steinmeier sagt wieder nicht, was genau getan werden kann. Da stehen im Regierungsprogramm doch etliche Sachen drin. Ich habe das hier bei mir liegen. Wieso erzählt der das nicht? Ah, jetzt wieder im Nebensatz, Bessere Betreuung schon in den Kindergärten, gebührenfreies Studium. Und yaddda, yadda, gebührenfreie Bildung, jetzt Familiengeschichte von Steinmeier. Wenig Konkretes. Schade, wäre noch einmal eine gute Chance für FWS gewesen.

[22h02] Und was macht eigentlich Andy Murray da gerade in New York? Aber egal. Immer noch spannender als die Runde jetzt.

[21h59] Kann nicht einmal jemand diese Runde jetzt auflockern. Die schlafen gleich ein. Mehr Google-Treffer für Steinmeier, ARD-Wahlarena und Humor bitte. Schnell.

[21h55] Wie armselig wurde das Thema Außenpolitik abgehandelt. Unwürdig, dann besser gar nicht. Für zwei Minuten lang. Jetzt Atompolitik. Man möchte wohl noch ein paar Themen durchpeitschen. Frage nach der Endlagerung an den Vize-Kanzler. Doch es gibt erstmal ein paar Hinweise zur SPD-Energiepolitik. Kommt da noch was zur Endlagerung?….na..na…na, nein, es gibt keine klare Antwort auf die Endlagerung. Warum sagt Steinmeier nicht das, was im Regierungsprogramm der SPD steht? Aus dem Kopf ist das glaube ich: Offene Suche nach einem Endlager, nicht auf Gorleben festnageln lassen.

Und jetzt wird es wenig langweilig, die Stimmung sinkt. Die Fragen haben auch gar keinen Überraschungspotential mehr. Mal was Persönliches, dafür ist doch jetzt mal die Gelegenheit.

[21h53] Kurz vor Zehn – und wir nähren uns langsam dem Themenkomplex Außenpolitik. Wir müssen alles tun, um die Sicherheit der deutschen Soldaten zu gewährleisten. Und gleichzeitig über eine Rückzugsstrategie nachdenken. Alles schon bekannt, kaum Neues an dieser Stelle von Steinmeier. Aber das war bei Merkel nicht anders.

[21h50] Finde die Sendung einerseits schlechter, andererseits besser als gestern Abend. Schlechter, weil es ganz offensichtlich nicht so locker und schwungvoll geht. Wenige Themen werden angesprochen. Da musste man Lukas schon dankbar sein, dass man nicht im Arbeitsthema verstrickt. Und die Fragen werden auch wieder länger. Dafür wird – was mir besser gefällt – sehr viel mehr über Inhalte diskutiert und Steinmeier richtig herausgefordert wird, mehr als Merkel gestern. Das gefällt mir dann wieder besser, es werden mehr Nachfragen zugelassen.

Steinmeier insgesamt mit Licht und Schatten: Mal gute, knappe Antworten. Mal langes Ausschweifen und Herumreden ums Thema. Würde er die erstere Alternative häufiger nehmen, würden nicht nur die Politik-Maniacs folgen können. Das ist für Otto-Normalbürger teilweise nicht nachzuvollziehen. Das hat Merkel besser geschafft. Aber Steinmeier versucht sich eben so gut zu schlagen, wie es eben geht. Kämpft, ringt um die besten Worte.

Und die bisher beste Frage kam von Jörg Schönenborn. Sagt auch viel über die Zuschauer, aber gut, will da keinen kritisieren. Aber es gibt so viele Themen, die man ansprechen könnte, außer Arbeit.

[21h45] Nächste Frage: Inwieweit ist Realpolitik in Zeiten von Wahlen noch möglich?

Steinmeier: Er nehme Umfragen zur Kenntnis, aber er finde es nicht gut, wenn mit verkürzten Argumenten gearbeitet werde. Er will ehrlich und glaubwürdig bleiben. Verhaltener Applaus.

[21h41] Und plötzlich Themenwechsel. Lukas von Coffee And TV ist im Saal und fragt, ob Steinmeier von Herrn Kurnaz träumt. Steinmeier: Es gab keine Möglichkeiten, Herrn Kurnaz eher aus Guantanamo zurückzuholen. Die Situation tue ihm aber Leid.

[21h37] Frage an Steinmeier: Was will er gegen die Staatsverschuldung tun und wie will er Schulden abbauen? Und Steinmeier landet bei Konjunkturprogrammen. Konkrete Vorschläge bleiben erstmal aus. Aber das Problem der Kinder habe er im Blick. Da hätte ich mir sehr viel mehr erwünscht! NULL konkreter Vorschlag seitens Steinmeiers. Stichwort: Schuldenbremse, eventuell Sparen. Gibt doch genug.

Steinmeiers Antwort zugespitzt formuliert: Wir müssen die Krise verhindern, dann gibt es keine neuen Schulden.

[21h35] Ein zusätzlicher Treffer bei der Google-Suche Steinmeier und Humor: “Wenn die Große Koalition zu Ende geht, bin ich im Kanzleramt.”

Ansonsten völlig dusseliges Quiz wieder von der ARD. Wer kommt eigentlich bei den ÖR auf so einen Schwachsinn?

[21h32] Hugo Müller Vogg im Bildhintergrund kurz vor dem Einschlafen, weil Steinmeier nun wirklich dermaßen weit abgeschweift ist vom Thema. Es ging um Hartz IV und Schonvermögen, und Steinmeier landete bei Investitionsprogrammen für Schulen und Straßen. Ungünstig.

Und jedes Mal wird heute gefragt, ob man mit der Antwort zufrieden sei. War gestern nicht so.

[21h28] Eine Zuschauerin will wissen, ob Steinmeier schon den SPIEGEL gelesen habe? Oh je, das wird jetzt ein wenig kunterbunt. Die Zuschauerin liest was vor, Steinmeier bezweifelt den Wahrheitsgehalt der Aussagen im Spiegel-Bericht. Ein Ergebnis: Keine zusätzliche Besteuerung der Nacht- und Schichtarbeit. Ein Satz, eine klare Botschaft. Es geht doch auch kurz und knackig.

30 Minuten vorbei – und bisher nur das Thema Arbeitsmarkt. Finde ich ein bisschen sehr einseitig.

[21h24] Steinmeier schwitzt deutlich mehr als Merkel, finde ich aber völlig ok, das zeigt ja nur, dass er sich Gedanken macht und ein wenig mit den Fragen und Antworten kämpfen muss. Kennt jeder bei einer Präsentation.

Steinmeier steht übrigens wie Merkel nicht hinter dem kleinen Pult und hält sich mit beiden Armen fest, sondern lehnt sich ein wenig an das Pult an und benutzt eine Hand für Gesten.

Insgesamt sind die Fragen für Steinmeier schon deutlich besser, kürzer und auch mehr auf Inhalt gerichtet sind. Und die Zuschauer sind deutlich bereiter nachzufragen, zwingen Steinmeier seine Antworten noch einmal zu präzisieren. Da hat es Steinmeier deutlich schwerer als Angela Merkel!

Und dann muss ich noch einmal genau herausfinden, wer “wir” ist, von denen Steinmeier immer spricht. Die SPD? Warum sagt er das dann nicht…

[21h16] Wie wollen Sie, Herr Steinmeier, vier Millionen Arbeitsplätze schaffen und Arbeitsplätze in der Industrie erhalten? Frage eines Angestellten von Conti aus Hannover. Und Steinmeier weicht ein wenig aus, geht wieder auf das Thema Opel. Das braucht es doch nicht. Dann kommt die Antwort etwas verspätet, Weichen müssten gestellt werden, Signale erkannt werden, mehr in Bildung investieren. Neue Arbeitsplätze sollen mit guten ausgebildeten Menschen bestückt werden. Tja, das hätte der Stellwerksleiter aus Wattenscheid nicht besser sagen können mit den Weichen. So richtig hat Steinmeier nicht erklärt, wie die Arbeitsplätze entstehen sollen. Wo sind die neuen Märkte, wie Gesundheit und Energie, die hier hätten erwähnt werden müssen. Stattdessen jetzt wirkliches Abschweifen.

Und dann in einem Nebensatz die neuen Technologien. Das hätte besser gemacht werden können.

[21h12] Man bleibt weiter beim Thema Renteneintrittsalter. So bitter diese Entscheidung auch ist, ich finde sie richtig. Ganz einfach, weil es keine Alternativen gibt. Das Renteneintrittsalter wird unter einem Kanzler Steinmeier nicht erhöht.

Nächstes Thema: Angestellter von Hertie, 53 Jahre alt, wurde vor ein paar Monaten entlassen und “fühlt sich alleine gelassen” (O-Ton aus dem Einspielfilm). Frage: Warum Rettung für Opel, aber nicht Hertie? Das ist die Frage, die Steinmeier bei RTL nicht wirklich beantwortet hat. Entscheidener Unterschied laut Steinmeier: Bei Opel sei man bereit gewesen zu investieren, Investoren standen bereit. Bei Hertie und Arcandor war dies nicht der Fall.

Kurze, prägnante Antwort, kann ich so aus dem Kopf nicht sagen, ob man auch im Detail richtig war.

[21h05] Es geht los. Dem Kandidaten soll auf dem Zahn gefühlt werden. Na dann mal los. Erste Frage: Zum Thema Rente mit 67. Ob Steinmeier denn schon mal mit seiner Mutter darüber gesprochen habe, was es bedeutet hätte, wenn seine Mutter noch mit 67 in der Fabrik gearbeitet hätte.

Und Steinmeier erstmal mit einem Grundkurs zur demografischen Entwciklung. Rente mit 67 sei keine populäre Entscheidung. Wir mussten aber diese Entscheidung aber fällen. Schwierigkeiten für diejenigen, die hart arbeiten, sollen durch flexiblere Übergänge abgemildert werden. Kurz auf den Punkt. Es geht ja.

Wir werden die prinzipielle Entscheidung der Rente mit 67 nicht zurückdrehen, so Steinmeier. Wäre für jungen Menschen keine faire Entscheidung. Das war für den Anfang gar nicht so schlecht, der Grundkurs musste nicht unbedingt sein.

[20h59] Und dann hoffe ich noch, dass die Fragen heute etwas kürzer und auf den Punkt gebracht formuliert werden und sich vielleicht auch einmal direkter um die Person und ihre Art Politik zu machen richten. Merkel musste gestern nur “bequeme” inhaltliche Fragen beantworten. Das hat es ihr natürlich auch ein wenig leicht gemacht.

[20h56] Dass es Frank-Walter Steinmeier schwieriger als Angela Merkel fällt, komplexe politische Sachverhalte einfach zu erklären, und das in einer für nur politisch partiell interessierte Bürger verständlichen Sprache, ist ganz offensichtlich. Ich finde das nicht weiter schlimm. Jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Qualitäten. Wichtig aus meiner Sicht für die Performanz von Steinmeier heute Abend ist vor allem, dass er die Fragen – anders damals bei RTL – auch direkt beantwortet. Wenn sich Sachverhalte in zwei Sätzen klar und verständlich darstellen lassen, verstehe ich es nie, wieso man dann immer noch einen ganzen Monolog beginnen muss. Mal sehen, wie Steinmeier diese Herausforderung heute meistert. Dass einige Politiker ihre Politik verständlicher als andere erklären können, liegt in der Natur der Sache. Steinmeier muss heute Abend zeigen, dass es zumindest verständlich ist und vor allem auch auf die Fragen bezogen ist. Etwas, das Merkel gestern Abend sehr gut gelungen ist.

[20h52] Die Quoten für die gestrige Sendung mit Angela Merkel waren aber alles andere als berauschend. 2,89 Millionen Menschen haben zugeschaut, das entspricht einem Marktanteil von 10,8 Prozent. Und das ohne große Highlights an einem Montagabend im Fernsehen. Ich bin mir relativ sicher, dass heute weniger zuschauen werden, unter anderem auch weil die Konkurrenz in Sachen Dr. House und dem Sat.1 Schnulzenfilm groß ist. Wer würde da schon die Wahlarena mit FWS vorziehen?

[20h48] Noch ist er Zweiter und höchstwahrscheinlich bleibt er es auch. Deshalb darf  Frank-Walter Steinmeier heute Abend in der ARD-Wahlarena auch als Zweiter teilnehmen und versuchen das durchaus positive Bild vom Auftritt Angela Merkels gestern zu ergänzen oder noch positiver zu machen. Gleiches Prozedere wie gestern im TV und bei mir im Blog.

Thema: Bundestagswahl 2009, TV und Radio | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Live-Blog: Zuschauer fragen Angela Merkel

Montag, 7. September 2009 21:00

[22h33] Nur kurzes Fazit meinerseits: Sendung hat mir gut gefallen, Merkel hat sich recht gut geschlagen. An der ein oder anderen Stelle vielleicht nicht ganz deutlich genug, aber insgesamt sehr verständlich, kam sympathisch herüber, ist auf die Bürger gut eingegangen.

Zu Beginn fand ich die Fragen etwas zu lang, das muss man den Teilnehmern einfach mal sagen, dass man nicht drei Minuten hat um auf die Frage zu kommen. Am Ende wurde das besser, Themenvielfalt hat von Afghanistan über Krümmel bis zu Seniorenwohnungen alles abgedeckt. Fragen waren also ganz klar vorher nicht bekannt. Höhepunkt für mich die Diskussion über die Atompolitik. Das war Townhall-Meeting so wie es sein sollte.

Vielleicht ist die ARD ja auch auf den Geschmack gekommen, das jetzt häufiger anzubieten. Mal sehen, was die Quoten sagen. Morgen dann FWS, hier wieder im Live-Blog ab kurz vor neun. Gute Nacht aus Bremen und einen sonnigen Dienstag. Danke fürs Lesen.

[22h30] Angela Merkel schließt eine Koalition mit der SPD nicht aus, ihr Ziel bleibt eine Koalition mit der FDP.

[22h25] Wunderbar, dann kommen wir doch noch zum Schluss auf das Thema Afghanistan. Leider überhaupt viel zu wenig Außenpolitik. Aber gut, Zeit ist begrenzt. Ein ehemaliger Soldat in Afghanistan behauptet, dass die Bundeswehr nur noch mit Selbstschutz zu kämpfen habe.

Forderung nach Aufwertung der afghanischen Polizei, nach besserer Ausbildung der Polizisten im Land. Was sagt Merkel dazu? Vorfall vom Wochenende muss aufgeklärt werden, morgen früh dazu Regierungserklärung im Bundestag. Soldaten machen eine hervorragende Arbeit. Es müsse Tempo gemacht werden bei der Ausbildung, zusammen mit den afghanischen Behörden und in enger Kooperation. Europäische Polizeifraktion arbeitet noch nicht so gut zusammen. Wir müssen schauen, dass wir in den nächsten fünf Jahren einen massiven Schritt nach vorne kommen. Das sei schaffbar, so Merkel.

Bisschen dürftig die Antwort von Merkel. Wenn es nur an der Ausbildung der Polizei liegt, könnte es ja nicht so schwer sein.

[22h13] Nächste Frage kommt von einer Bewohnerin in direkter Lage zum Atomkraftwerk Krümmel. Wäre es für Deutschland nicht gesünder auf Atomenergie zu verzichten? Störfälle sind in der Tat inakzeptabel, Atomkraft soll Brückentechnologie werden. Sie sei sehr für erneuerbare Energien, aber Merkel befürchte, dass Deutschland es bis 2021 nicht schaffe, ohne Atomstrom den gesamten Energiebedarf zu decken. Deutschland könne für hohe Sicherheitsstandards bei Atomtechnologie stehen und diese weltweit anwenden. Endlagerung ist zäh. Merkel für Erkundung von Gorleben, wenn nicht geeignet, dann Suche nach einem anderen Endlager. Das ist fast schon SPD-like, nur nicht, was die Laufzeit der Atomkraftwerke angeht. “Brückentechnologie”, nicht “bis ultimo”, bin “Freund erneuerbarer Energien”. Meine Herren, Merkel besetzt auch alles. Kanzlerschaft verändert.

Merkel wird von der Fragenstellerin unter Druck gesetzt. Folgen und Risiken seien doch nicht abschätzbar. Sicherheit müsse doch vorgehen. Merkel sagt, dass bei fehlender Sicherheit sowieso eine Abschaltung geben würde.

Ja, so muss das sein, direkter Dialog zwischen Politik und Volk, mit guten Fakten, schlagkräftig, Merkel ein paar Schweißperlen auf die Stirn zaubern. Sehr sehr schön. So sollte das sein. Bravo!

[22h08] Erstwähler, geht aufs Gymnasium, fragt generall etwas zu den Sozialbeiträgen. Werden diese in den nächsten Jahren steigen? Stichwort, das ich mal einwerfe, sind Steuerzuschüsse und demografische Entwicklung. Gute Frage. Merkel antwortet: Ich gehe mal die Sozialsysteme durch. Bis 2020 bleibt der Rentenbeitrag in etwa konstant. Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ist seit 2005 um 3% gesunken. Schwierigstes Thema sei derzeit das Gesundheitswesen. Gesundheitsversorgung sei Aufgabe aller Steuerzahler, deshalb auch die Steuerzuschüsse. Das ist solidarischer.

Kenne ich mich zu wenig aus. Aber das wäre im Prinzip auch bei einer Bürgerversicherung so, dass alle einzahlen würden. Aber wer versteht noch jedes Detail in der Gesundheitsreform. Merkel kann Beitragserhöhungen im Gesundheitswesen nicht ausschließen, will sie aber vermeiden.

[22h05] Kleiner Einschub meinerseits: Überleben der Banken ist dringender wie der altersgerechte Ausbau von Seniorenwohnungen. Klingt bitter, ist es auch. Aber so ist Politik leider auch. Vor allem beim Schuldenstand in Deutschland.

[21h59] Satz des Tages: “Politik unter Finanzierungsvorbehalt”. Endlich Bildungspolitik. Warum ist Bildung immer noch Ländersache? Merkel beantwortet die Frage zwar nicht haargenau, sondern zeigt eher, was der Bund alles schon macht und den Ländern an Vorgaben auferlegt. Unter den Bedingungen der Verfassungen sei aber nichts anderes möglich.

Die Fragenstellerin kommt aus Niedersachsen. CDU-Land unter Christian Wulff. Aber das nur nebenbei. Merkel kann also nicht direkt die Situation in Niedersachsen kritisieren. Macht sie auch nicht. Niedersachsen habe viel getan. Nun ja, ich werfe einfach Heister-Neumann als Stichwort ein. Merkel weiß genau, dass jeder Kommentar zur Bildungspolitik in Niedersachsen ihr Nachteil ist.

[21h50] Völlig dusselige Aktion der ARD, die nach einer Art Quizfrage das Motto von Merkels nächster Kanzlerschaft wissen wollen. Merkel nimmt Antwort A: Wir haben die Kraft. Ach, liebe ARD, wie überflüssig.

Nächste Frage zur Mehrwertsteuer: Gibt es eine Erhöhung unter der Bundeskanzlerin Merkel? Ganz klares Nein zu einer Mehrwertsteuererhöhung von Merkel, auch beim ermäßigten Satz. Wäre das falsche Zeichen zur falschen Zeit. Wenn man ganz fies ist, könnte man Merkel sagen, dass sie nur für die Krise eine Steuererhöhung ausschließt. Aber gut, das war schon eine sehr klare Aussage.

Ich bleibe dabei: Das, was Merkel hier abliefert, gefällt durch klare Aussagen, kommt sympathisch rüber und ist auch für den Laien, denke ich mal, mehr als verständlich. Für mich bis hierhin der beste Auftritt der Bundeskanzlerin, den ich gesehen habe. Noch nicht perfekt, aber wirklich gut. Nur Guido Westerwelle wird auf den Tisch hauen, denn ist man ehrlich, könnte man heute Abend nicht mehr wirklich erkennen, dass Merkel in der CDU ist. Das kann auch meist mit dem Programm der SPD durchgehen.

[21h43] Fantastische Frage eines Unternehmers vom Bodensee bezüglich der Kreditklemme, der bemängelt, dass sich Banken nur noch die Unternehmen für die Kreditvergabe aussuchen, die einigermaßen guten Umsatz machen. Kann die Politik helfen, zumal sie ja auch Bürgschaften gegeben hat? Zuschauer applaudieren für die Frage. Merkel: Zentrales Thema, das uns umtreibt. Merkel will versuchen, dass die Kriterien für die Kreditvergabe gelockert werden (Stichwort Basel II, das da aber im Weg steht). Kann aber noch keine großen Fortschritte verkünden. Bürgschaftsprogramm soll Abhilfe schaffen. Banken sollen Globalsumme bekommen und dann Leuten Kredite geben. Politik bürgt dann für eventuelle Ausfälle, sollte der Antragssteller den Kredit nicht zurückzahlen können. Merkel weist auf Nachfrage von Jörg Schönenborn darauf hin, dass dieses Prozedere noch einige Zeit dauern wird.

Anmerkung meinerseits: Dürfte eines der spannendsten Themen auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh werden. Eigentlich das Thema, mit dem der Auf- oder Abschwung fällt.

[21h41] “Ich habe mir Mühe gegeben, es allgemein verständlich zu erklären.” Ich muss das noch mal irgendwo nachlesen. Aber gut, Pension und Rente, noch nicht mein Thema.

[21h38] Es wird ein wenig zäh, komische Fragen zu Acandor und den Pensionskassen. Wenn man sich schon meldet, liebe Zuschauer, dann bitte doch konkret und ohne irgendwelche großen Anekdoten.

Finde die Fragen teilweise alle ein bisschen zu lang. Man kann das doch auch in zwei, drei knappen Sätzen formulieren. Knapp sechs Fragen in 25 Minuten, da war der Anteil Frage/Antwort fast gleich groß. Könnte besser sein.

[21h31] Vom Projekt Rente mit 67 können wir nicht abweichen, so Merkel.

Ich finde das ganze bis jetzt ganz informativ. Auch wenn es so ein bisschen an eine Wünsch-Dir-Was-Stunde erinnert. Der Wunschzettel für die Politik ist lang. Da finde ich es ganz gut, dass Merkel auch sagt, was nicht geht.

Merkel wird auf eine Aussage aus dem Jahr 2005 angesprochen, ebenfalls in der ARD-Wahlarena, wo sie gesagt hat, dass es bei der Rente mit 65 bleibe. Hier hätte Merkel einfach nur sagen müssen, dass sich Zeiten ändern. Stattdessen versucht sich ein wenig aus der Situation herauszureden. Klitzekleiner Minuspunkt. Hätte sie es dem investigativen Journalisten durchaus so direkt sagen können. Koalitionen sind immer Kompromisse.

[21h29] Chef einer Baustellenfirma versucht der Bundeskanzlerin zu erklären, dass die Rente mit 67 gerade für Baustellenarbeiter nicht realistisch sei. Es müssten Regeln gefunden werden für solche Berufsgruppen, dass sie früher in Rente gehen könnten, ohne große Abschläge beim Einkommen. Die Kanzlerin antwortet: Es wird zukünftig keine Änderung geben. Wirbt für Verständnis und begründet ihre Entscheidung. Merkel macht deutlich, dass es vor allem sehr schwierig ist, eine klare Abgrenzung zwischen einzelnen Berufsgruppen zu finden. Man müsse in den Betrieben, Beispiel sei die Fließbandproduktion bei Opel, durch bessere Arbeitsmedizin vorsorgen.

[21h24] Merkel mit klarer Aussage: Mir ihr werde es einen Abbau des Kündigungsschutzes und Verletzung der Tariftreue nicht geben, verweist aber sogar darauf, dass dieses Thema 2002 und 2005 noch anders in den Regierungsprogrammen der Union stand. Damit grenzt sie sich sehr sehr deutlich von der FDP ab. Das wird Westerwelle alles andere freuen.

[21h19] Nächste Frage zum Thema Arbeitsmarkt, ein Arbeitsloser, seit sechs Jahren arbeitslos, möchte wissen, warum es so viele Jobs in Zeitarbeit gibt und wie Merkels Haltung zum Mindestlohn ist. Zwei Fragen, die zwar nichts miteinander zu tun haben. Merkel: “Wir müssen alles tun, jedem eine Chance zu geben, um auf den Arbeitsmarkt zu kommen.” Das ist mir zu unkonkret, so ein Allerweltssatz. Mindestlöhne würden dafür sorgen, dass Arbeitsplätze wegfallen, deshalb lehne sie diese flächendeckend ab. Hürden um auf den Arbeitsmarkt zu kommen, dürften nicht zu hoch sein, deshalb sei ein wichtiger Schritt die Zeitarbeit gewesen, weil man sich davon versprochen hat, dass Menschen dann in feste Beschäftigung gelangen.

Merkel kann den Fragensteller nicht wirklich überzeugen, fragt, ob er einmal an einen Umzug gedacht habe. Er verneint.

[21h16] Sendung startet aus dem E-Werk in Köln. Angela Merkel mit rotem Blazer, sieht ganz gut aus, fällt man schon mal farblich auf. Erste Frage einer alleinerziehenden Mutter zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bezüglich Anrechnung von Elterngeld und Absetzung von der Steuer, was nicht zu 100% möglich ist. Super konkrete Frage. Merkel geht nach Begrüßung sofort auf die Frage ein, fängt präszise an, verheddert sich dann aber ein bisschen in Details. Haushalt soll wie ein Arbeitgeber behandelt werden, was Absetzung von der Steuer angeht.

[21h14] Für die Bundeskanzlerin ist es übrigens die vorletzte Chance via Fernsehpräsenz die Wähler zu überzeugen. Sonntag steht dann noch das TV-Duell an.

[21h11] Ansonsten wünsche ich mir eigentlich nur eines: Viele Informationen, klare Aussagen und vor allem konkrete Fragen: Wenn ich sehe, was die ARD auf ihrer Programmseite darstellt, zum Beispiel “Wie kommen wir aus der Krise?” oder “Was wird aus meinem Arbeitsplatz?”, dann wird mir jetzt schon ein wenig schlecht, weil solche Fragen lassen sich in wenigen Minuten nicht beantworten und sind für solche Zuschauerrunden viel zu komplex.

[21h03] Mit Spannung werden auch die Aussagen von Merkel zum Luftschlag in Afghanistan erwartet. Mal sehen, wie aktuell diese Sendung sein wird. Ansonsten würde ich mich zu Aussagen und Fragen über die Bildungspolitik freuen. Da kam bisher eher wenig von der Union.

[21h00] Erstes Townhall-Meeting, wie es so schön heißt, heute Abend in der ARD. Zu Gast ist die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ich werde hier nicht jeden Satz live mitbloggen, also keine Stenografie betreiben, sondern die wichtigsten Aussagen dokumentieren und schauen, wie sich die Kanzlerin schlägt und wie sie mit ihren Antworten auf die Fragen eingeht. Also kein Minuten-Live-Ticker hier, sondern eine Zusammenfassung der Sendung in vielen Abschnitten.

Morgen ist dann der Herausforderer Frank-Walter-Steinmeier bei der ARD. Wenn alles klappt, werde ich auch das live mitbloggen.

Thema: Bundestagswahl 2009, TV und Radio | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Warum sich 24 nicht für den deutschen Free-TV Markt eignet

Mittwoch, 2. September 2009 20:17

Gestern gab es den Auftakt der 7. Staffel zur Echtzeitserie 24 im Deutschen Free-TV, diesmal nicht bei Pro Sieben oder RTL II, sondern bei Kabel Eins. Was als einzige Konsequenz bisher lediglich ein anderer Sender ist, der diese großartige Serie fast schon ins Nachtprogramm steckt. Von den Quoten hat sich gar nichts getan. Sie bleiben weiter auf einem Tief, das diese Serie und die 7. Staffel nicht verdient haben. Marktanteile von gerade einmal knapp über fünf Prozent sind das erste Zeichen, dass auch diese Staffel in aller Schnelle durch das Free-TV gepeitscht werden wird. Mal sehen, wann der Startschuss für die Überlegungen fällt, an den Dienstagabenden drei oder vier Episoden am Stück zu senden.

Ich verfolge 24 nun schon seit der 3. Staffel, gebe aber zu, mir nie die Ausstrahlung im Free-TV angeschaut zu haben. Ich habe immer auf die DVD-Box gewartet. Von daher war ich froh, dass PREMIERE im Januar 2009 mit der Ausstrahlung im Pay-TV in Deutschland began, zu einem festen Sendetermin montags 20:15 Uhr und mit klarem Wiederholungsschema. Für 24-Fans war dies eine unglaubliche Bereicherung. Und auch PREMIERE/Sky zeigten sich äußerst zufrieden mit der Resonanz ihrer Abonnenten. Die achte Staffel wird ebenfalls exklusiv bei Sky zu sehen sein. Hatten sich die Free-TV Sender durch die verstärkte Resonanz von 24 im deutschen Fernsehen vielleicht auch etwas Aufwind für ihre Quoten gewünscht, wurden sie gestern Abend einmal mehr enttäuscht.

Ich hatte nebenbei 24 Redemption, den Eröffnungsfilm zur siebten Staffel, und die erste Stunde nebenbei laufen lassen – und mir wurde dann zum ersten Mal bewusst, wie ungeeignet 24 fürs Free-TV ist und insgesamt der deutsche Fernsehmarkt die Popularität von 24 hat vorbeifahren lassen. Das Format einer Echtzeitserie ist ja nicht alltäglich und die zahlreichen Auszeichnungen für die Serie sprechen ja für ihre hervorragende Qualität und Resonanz. Nur in Deutschland scheinbar nicht.

1. 24 ist für das Free-TV aus zweierlei Sicht schon völlig ungeeignet. Zum einen ist die Werbung, welche durch die drei Unterbrechungen einer Episode die Handlung teilweise unmöglich macht zu verstehen und nachzuvollziehen. Und gerade bei 24 ist es mir aufgefallen, dass Werbung hier noch mehr nervt als sonst. Zum anderen ist es die späte Ausstrahlung nach 22:00 Uhr, aus Gründen des Jugendschutzes und der geltenden Bestimmungen in Deutschland. Das ist bei der Serie auch absolut nachvollziehbar. Die Frage ist dann eben, ob sich Free-TV Sender damit einen großen Gefallen tun, 24 in ihr Programm aufzunehmen. In Großbritannien läuft die Serie ausschließlich im Pay-TV bei Sky, da hat sich ein Free-TV Sender gar nicht erst heran gewagt die Serie ins Programmbouquet aufzunehmen.

2. 24 an sich ist eine großartige Serie, etwas Besonderes, mit einem ganz speziellen Schauspieler in der Hauptrolle, mit einem teilweise sehr schwer zu analysierenden Charakter. Die Serie hat auch immer wieder eine politische Dimension. Das sind aber alles keine Merkmale, die gegen 24 sprechen – sondern eher dafür. Trotzdem haben sich die deutschen Medien mit der Berichterstattung über den Serienstart von 24 im Pay- wie Free-TV zurückgehalten. Da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn die wenigsten 24 überhaupt nicht kennen. Klar gab es auf der ein oder anderen Medienseite einer regionalen Tageszeitung mal einen oder zwei Absätze oder auch die Medienportale schrieben kurz über den Start der Ausstrahlung. Faszination für 24 konnte man damit aber nicht rüberbringen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie Jack Baur bei der Chris Moyles Show auf BBC Radio 1 zu Gast war, eine ganze Stunde lang Interview und Promotion für die neue Staffel. Das muss man sich mal vorstellen, dass ein Free-TV Sender wie die BBC für eine Serie, die in UK ausschließlich im Pay-TV läuft, Werbung macht. Ich weiß gar nicht, wie oft erzählt wurde, dass die Serie nur bei Sky laufe. Dass Free-TV Pay-TV Programme bewirbt und umgekehrt – in UK eine Selbstverständlichkeit, in Deutschland teilweise immer noch ein No-Go. In Großbritannien hat man erkannt, dass dann der gesamte TV-Markt profitieren kann. Hier in Deutschland sucht man bei den Radiosendern der Öffentlich-Rechtlichen vergeblich nach der Berichterstattung für 24.

Wieder einmal hat der deutsche TV-Markt eine Chance verpasst, eine Serie, die nicht einfach zu etablieren ist, in Deutschland sesshaft zu machen. Klar, könnte man sagen. Die, die es sowieso sehen wollen, sehen es auch. Aber das kann ja für TV-Sender auch nicht das Ziel sein. Man möchte schließlich auch neue Zuschauer gewinnen, für seinen Sender und für seine Serie. So wie es jetzt läuft, ist es auf alle Fälle unbefriedigend. Komisch, dass bei Kabel Eins keiner Mal auf die Idee gekommen ist, einen 24-Themenabend zu machen. Aber so wie die Serie jetzt angegangen wird, wird sie noch ungeeigneter für das Free-TV gemacht, als sie teilweise schon ist. Bonuspunkte hätte es für mich gegeben, wenn Kabel Eins einen Neuanfang gemacht hätte. Aber man setzt den Weg von Pro Sieben und RTL II fort. Am besten man macht gleich einen 24-Stunden-Marathon. Wobei das wären dann ja fast zwei Tage, mit Werbung versteht sich. Geht ja auch wieder nicht.

Thema: TV und Radio | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Vorsicht Rutschgefahr: Die DEL startet in die neue Saison

Dienstag, 1. September 2009 16:25

Wenn die Temperaturen draußen noch hochsommerlich sind, startet in Deutschlands Sporthallen schon wieder die kalte Jahreszeit. Am Donnerstag eröffnet mit der Partie Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga. Bis April heißt es dann Kämpfen um den Einzug in die Playoffs, durch die Finalserie zum Meisterschaftstitel.

Auch wenn von der Jahreszeit wohl noch die wenigsten an Wintersport denken, es wird zumindest auch diese Saison wieder schwierig werden auch im Dezember, Januar und Februar die breite Masse für Eishockey zu begeistern. Die DEL kann zwar den Status Quo erhalten, aber es wird erstaunlich wenig unternommen, sich auf dem deutschen Sportmarkt besser in Szene zu setzen. Gerade jetzt wo die Basketball-Bundesliga vor einer unsicheren TV-Zukunft steht, ist die Chance groß, endlich die Entwicklung der Handball-Bundesliga einzugehen und sich unter den beliebten Sportarten in Deutschland noch besser zu platzieren. Doch wenig passiert. Die wenigsten wissen wohl überhaupt, dass am Donnerstag die neue Saison beginnen wird. Mit Ausnahme vielleicht die Eishockeyhochburgen Köln, Mannheim und Berlin. Die DEL war, ist und bleibt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, zumindest finanziell. Sportlich haben Düsseldorf und Hannover in der vergangenen Saison gezeigt, dass man auch mit wenig Geld und weniger Zuschauern bis ins Halbfinale und Finale vordringen kann.

Status Quo erhalten. Und das vor der Eishockey-WM im eigenen Lande. Das fängt beim TV-Vertrag schon an. Die kommenden drei Spielzeiten gibt es exklusiv nur im Pay-TV bei Sky zu sehen. Man zeigt ungefähr 65 Spiele pro Saison, ab dem Halbfinale werden alle Spiele gezeigt. Ab Januar wird die Anzahl der Übertragungen verstärkt, bis dahin wird auf Sparflamme gekocht. Etwa die Hälfte der von Sky gezeigten Spiele sollen in HD auf Sky Sport HD laufen. 65 Livespiele in einer Saison, die acht Monate andauert, kann immer noch nicht als sehr befriedigend angesehen werden. Zudem gibt es weiterhin keinerlei Magazine oder Zusammenfassungen anderer Spiele. Im Free-TV findet die DEL praktisch nicht statt, mit Ausnahme von zwei Minuten Zusammenfassung bei den regionalen Programmen, aber auch nur, wenn sich das zeitlich machen lässt. Wie sollen neue Fans fürs Eishockey geworben werden, wenn die DEL fast unter Ausschluss der Fernsehöffentlichkeit spielt? Was ist so schwierig daran, ein wöchentliches Magazin über die DEL bei Eurosport oder dem DSF laufen zu lassen? Wenn Sky da ihre Exklusivität flöten gehen sieht, kann man ja zu Not auch Werbung für Sky als übertragender Sender machen. Dann gibt es da noch DEL.tv, wo man Höhepunkte aller Spiele auf der Seite der DEL anschauen kann. Ein Produkt, das die wenigsten kennen und welches bisher überhaupt nicht an den Fan und Zuschauer gebracht werden konnte. Ich spiele Zuschauerzahl und TV-Präsenz nicht aus. Ich glaube, dass wenn mehr Leute die DEL live oder zusammengefasst im Fernsehen sehen können, irgendwann auch einmal die Begeisterung steigt und kommen wird ein Spiel live im Stadion anzuschauen. Aber so wie die Situation jetzt ist, bringt sie weder für den TV-Konsumenten noch für die Vereine, die auf Zuschauer angewiesen sind, nachhaltige Vorteile.

Und zur Freude aller Fans gibt es auch diese Saison wieder Veränderungen beim Spielplan und dem Modus der Liga. 15 Teams in der Liga, und man kehrt wieder zur Doppelrunde zurück. Jedes Team spielt gegen jedes Team also vier Mal, und nicht wie in der vergangenen Saison gegen eine Mannschaft lediglich drei Mal, und gegen andere Teams vier Mal. Die Playoffs werden massiv verkürzt, wegen der WM und der Olympischen Spiele. Im Viertelfinale werden maximal drei Spiele gespielt, im Halbfinale und Finale gibt es Best of Five. Insbesondere das Viertelfinale, in welchem letzte Saison eine Serie teilweise noch über sieben Spiele gegangen ist, ist entschlackt worden. Ansonsten hat sich nicht allzu viel verändert. Über Absteiger brauchen wir gar nicht spekulieren, weil ehe nicht klar ist, ob überhaupt der Meister aus der zweiten Liga fähig ist aufzusteigen. Bietigheim war es diese Saison nicht, Duisburg ging freiwillig von Bord.

Und auch finanziell scheint die Liga immer weiter auseinander zu driften. Auf der einen Seite die finanzstarken Klubs wie Mannheim, Berlin und Köln, die sich auch über den Zuschauerzuspruch nicht beklagen können, und auf der anderen Seite Mannschaften wie die Nürnberg Ice Tigers und die Hannover Scorpions, die beide kurz vor der Pleite und dem Einstellen des Spielbetriebes standen. Nürnberg musste im November 2008 Zahlungsunfähigkeit anmelden, im April konnte ein neuer Investor gefunden werden. Ein Schmuckhersteller. In Hannover war in diesem Sommer die Situation etwas komplizierter. Der Betreiber und Besitzer der Tui Arena in Hannover, Günter Papenburg, konnte die Kosten für die Unterhaltung der Arena nicht mehr alleine schultern. Konzerte in der Arena blieben aus, nur die Scorpions nutzen die Halle auf dem ehemaligen Expo-Gelände. Günter Papenburg setzte der Stadt Hannover die Pistole auf die Brust und verlangte einen Zuschuss der Stadt bzw. Region Hannover für die Unterhaltung der Tui-Arena. Die Stadt hat sich aber partout geweigert auch nur einen Cent hinzuzuschießen. Die Existenz der Scorpions war in Gefahr. Letzlich konnte man sich auf eine Lösung einigen, bei der die Hannover Scorpions richtig tief in die saure Zitrone beißen mussten. Man bleibt zwar weiterhin ein Verein in der DEL, die Spieler mussten aber erhebliche Gehaltsausfälle hinnehmen. Das Besondere daran war aber, dass sich alle Spieler dazu bereit erklärt haben und bis auf Topscorer Eric Schneider alle in Hannover geblieben sind. Schneider bekam ein deutlich besseres Angebot von den Frankfurt Lions. Und alle sind geblieben wegen ihrer Liebe zu Hannover und dem Verein. Chris Herperger hatte zum Beispiel mehrere sehr viel bessere Angebote als das in Hannover. Für eine weitere Saison ist der Spielbetrieb wohl gesichert. Was danach kommt, weiß keiner. Dass die Scorpions noch einmal eine so brilliante Saison spielen, ist unwahrscheinlich. Eine Qualifikation für die Playoffs sollte aber auf alle Fälle drin sein, zumal das Team nahezu komplett geblieben und sehr gut eingespielt ist. Youri Ziffzer soll neuer Stammtorwart werden und damit in die Fußstapfen von Dimitri Pätzold und Alexander Jung treten, die beide den Verein verlassen haben. Das stand aber schon länger fest und hatte nichts mit den geringeren Gehältern zu tun. Und das Karriereende vom ehemaligen Kapitän Dan Lambert dürfte man sicherlich irgendwie kompensieren.

Ansonsten ist sportlich mit eher wenigen Überraschungen zu rechnen. 13 der 15 Trainer der DEL-Klubs glauben, dass die Eisbären Berlin ihren Titel verteidigen werden. Das ist ungefähr so kreativ, wenn Fußballtrainer vor der Bundesligasaison meinen, dass Bayern München Deutscher Meister wird. Aber es ist so eindeutig im Eishockey. Es gibt wohl keine Mannschaft, die Abgänge von der Qualität eines Deron Quint, Rene Kramer, Marc Beaufait und Nathan Robinson adäquat ersetzen. Berlin kann das, unter anderem mit Derrick Walser von der Carrolina Huricanes aus der NHL. Richtig aufgerüstet haben auch die Adler Mannheim. Es ist also durchaus realistisch zu sagen, dass Mannheim und Berlin das DEL-Finale spielen werden.

Wollen wir wenigstens hoffen, dass es ein paar Überraschungen gibt, weil sich so viel bei der DEL nicht getan hat. Und das in einer Saison, die mit zwei großen Highlights – Olympia und der WM im eigenen Land – aufwartet. Manchmal ist es auch ein Rückschritt den Status Quo nur zu erhalten. Gibt es wirklich gar keine Veränderung? Doch, natürlich, die DEL-Seite hat einen kompletten Relaunch bekommen. Ist es denn die Möglichkeit.

Thema: Sport, TV und Radio | Kommentare (3) | Autor: medispolis