Beitrags-Archiv für die Kategory 'Zitat des Tages'

Zitat des Tages: Mittwoch 13. April 2011 – Lauwarmer Auftritt

Mittwoch, 13. April 2011 20:35

„Wichtig war, grundlegend zu definieren, was den Eishockeysport überhaupt ausmacht [...] Wir wollen einen positiven Imagetransfer durch ein dynamisches und zeitgerechtes Erscheinungsbild schaffen. Dazu wird der neue Auftritt beitragen.”

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zu dem leicht modifiziertem DEL-Logo und dem neuen Markenauftritt der Deutschen Eishockey Liga (Quelle: Pressemitteilung der DEL)

Dass ein neuer Markenauftritt nicht zur neuen Saison gestartet wird, sondern zur Finalserie ab Freitag, sagt eigentlich schon alles über das Dilemma der DEL aus. Im September würde man so eine kleine lauwarme Neuerung – denn mehr ist es nicht – kaum wahrnehmen. Ein bisschen Kreativität, mehr nicht. Und auf den positiven Imagetransfer warte ich schon seit Jahren. Der neue Markenauftritt ist eigentlich ein Schlag ins Gesicht jedes Eishockey-Fans in Deutschland. Die Playoffs werden trotz nahezu rappelvoller Hallen weiterhin als Best Of Five zu spielen, die DEL-Homepage begleitet die Playoffs nur mit dem Nötigsten. Grundlegende strukturelle Probleme im deutschen Eishockey werden weiter nicht angegangen. Aber Hauptsache, man verkündet einen neuen Markenauftritt. Hätte man heute endlich einen neuen Kooperationsvertrag zwischen DEL, DEB und ESBG verkündet, der wieder den Auf- und Abstieg aus der DEL einführt, hätte ich mich gefreut. Wenn man heute Best of Seven für die Playoffs 2012 verkündet hätte, wäre ich begeistert gewesen. So ist der heutige Tag eine bloße erneute Offenbarung der DEL. Eiskalte Leidenschaft für ein abgestaubtes, höchstens in der Außendarstellung und Wahrnehmung in diesem Land lauwarmes Produkt. Dabei ist das ein so toller Sport. Frage mich bloß, warum man nicht erst das Produkt reformiert und dann einen neuen Markenauftritt initiiert? Es passt zu meinem Erscheinungsbild, das ich von den DEL-Verantwortlichen habe. Wird nicht besser.

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Zitat des Tages: Donnerstag, 24. März 2011 – Glaubwürdige Politik

Donnerstag, 24. März 2011 15:36

“Was ich kenne, ist meine Haltung und die Haltung der Bundesrepublik. Wir wollen ins Zeitalter der erneuerbaren Energien. Wir machen verantwortungsvolle Politik und halten Kurs. Uns Wahlkampfmaöver vorzuwerfen ist absurd.”

Rainer Brüderle in der heutigen Bundestagsdebatte. Nachzuhören bei YouTube: Brüderle und sein “Protokollfehler”.

Kann man der Bundesregierung dieser Tage noch glauben? Ich hatte selten zuvor ein so wütendes Gefühl auf einige Politiker wie in diesen Tagen. Aber das nur am Rande. So oder so ist die Aussage von Brüderle, in der er sich und die Politik der Bundesregierung verteidigt, gar nicht mehr wichtig. Denn bereits ein simpler Zeitungsartikel in der Ausgabe der Süddeutschen Zeitung reicht dafür aus, dass Merkels Politik wie ein kleines Kartenhaus zusammenbricht. Ob Brüderle nun wirklich gesagt hat, dass der Umschwung in der Energiepolitik ein Wahlkampfmanöver ist, ist gar nicht mehr entscheidend. Große Teile der Bevölkerung, das belegen ja die neuesten Umfragewerte, halten die derzeitige Politik der Bundesregierung in dieser Frage für nicht glaubwürdig. Und da reichen ein, zwei Sätze um diese Haltung zu bestätigen. Denn in diesem Fall ist nicht von Bedeutung, ob die Politik jetzt glaubwürdig ist. Viel wichtiger ist, ob sie von den Menschen in diesem Land so wahrgenommen wird. Und wenn dies der Fall ist, wird sich diese Haltung so schnell nicht verändern. Da hat Brüderle eher noch für eine Festigung gesorgt, auch wenn für die meisten die Feststellung des FDP-Politikers nicht mehr überraschend kommt. Und da kann Brüderle nun noch so viele Versuche unternehmen sich für seine Aussagen zu rechtfertigen oder sie gar als falsch wiedergegeben herausstellen. Es nützt alles nichts.

Brüderle hat die Situation für die Bundesregierung noch schlimmer gemacht als sie ohnehin schon war.

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Zitat des Tages: Mittwoch, 16. Februar 2011 – Einmannregimes

Mittwoch, 16. Februar 2011 18:15

“Warum aber haben all die Einmannherrschaften versagt? Und wieso kamen sie überhaupt zustande? Ihr Versagen ist leicht zu erklären, es liegt in der Natur solcher Herrscher. Wenn sie lange genug absolut regieren, umgeben sie sich fast unvermeidlich mit einem dichten Geflecht von Schmeichlern und Profiteuren. Diese tun ihr Möglichstes, um ihren Herrn und Gebietern vorzusagen, alles gehe sehr gut, dank ihrer fabelhaften Herrscherqualitäten, das Volk sei glücklich mit ihnen und liebe sie. Sie sorgen auch dafür, dass nichts anderes gedruckt und gesendet wird, und sie bauen einen Polizeiapparat auf (heute vornehm «Sicherheitsapparat» genannt), der dafür sorgt, dass alle Kritik verstummt. Die Schmeichler und die Familienangehörigen sind dann auch diejenigen, welche von dem Alleinherrscher wirtschaftliche Monopole, Oligopole und andere besondere Wirtschaftsvorteile erlangen, die sie bald schwer reich werden lassen. Ihr Reichtum fliesst nicht – wie das in den meisten Industrieländern der Fall ist – in Neuunternehmen und in Konsum der Artikel des eigenen Landes (oder im Falle der EU des eigenen wirtschaftlichen Grossverbandes), sondern ins Ausland. Sie konsumieren weitgehend «amerikanisch» und «europäisch». Dort finden sie die Artikel und die Lebensformen, die sie wirklich begehren.”

Der Nahostexperte Arnold Hottinger im Tagesanzeiger: “Den USA waren die Einmannregimes willkommen”

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Zitat des Tages: Donnerstag, 20. Januar 2011 – Guttenberg wird vielleicht noch gebraucht

Donnerstag, 20. Januar 2011 21:51

„Immer dann, wenn es tatsächlich Verfehlungen gibt und Verfehlungen auch nachgewiesen werden können, hat die Bundeswehr diesen Verfehlungen nachzugehen. Gleichzeitig wehre ich mich aber dagegen, dass wir Pauschalurteile über Soldaten in unserem Lande aussprechen.”

Bundesministerium der Verteidigung: Zu Guttenberg verspricht rückhaltlose Aufklärung

Hui, ganz plötzlich steht der Herr zu Guttenberg ein klein wenig unter Druck. Tod durch Dienstwaffe, die Vorfälle auf der Gorch Fock und die Feldpost aus Afghanistan. Mal sehen, ob die Medien behutsam mit dem Verteidigungsminister umgehen. Und bitte nicht in die Enge treiben. Eventuell brauche ich Herrn zu Guttenberg noch für meine Masterarbeit, Stichwort erfolgreiche politische PR. Da wären solche Entwicklungen wie die der letzten Tage eher von Nachteil, wobei man mal abwarten muss, wie sich die Dinge entwickeln. Und zur Not vergleiche ich einfach Erfolg und Krise…

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Zitat des Tages: Donnerstag, 23. Dezember 2010 – Die Probleme der Deutschen Bahn im Winter

Donnerstag, 23. Dezember 2010 12:58

“Die Deutsche Bahn hat definitiv zu spät reagiert. Der Winter kommt ja nicht zum ersten Mal. Hinzu kommen durch Schnee und Eis abgeknickte Bäume. Meist stehen sie zu nah an den Gleisen. Doch zusätzliche Weichenheizungen und die Beseitigung der Bäume an den Strecken des 34.000 Kilometer langen Schienennetzes sind teuer. Oppositionspolitiker rufen nun nach mehr Geld für die Bahn in Deutschland. Die Forderung ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Wer einen störungsfreien Schienenbetrieb im Winter haben will, muss auch bereit sein, präventiv zu investieren. Stattdessen zahlt die Deutsche Bahn 500 Millionen Euro Dividende an den Bund. Das Geld wäre in das Schienennetz besser investiert.”

Christian Schlesiger/Wirtschaftswoche: Warum sich die Deutsche Bahn im Winter so schwer tut

Exzellenter Artikel, der kompakt und prägnant die wichtigsten Ursachen zusammenfasst, mit Zahlen belegt und auch die Politik nicht ganz von der Schuld mit den Problemen der Deutschen Bahn freispricht.

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Zitat des Tages: Mittwoch, 15. Dezember 2010 – Rettet den Euro!

Mittwoch, 15. Dezember 2010 21:20

“Auf lange Sicht trägt Deutschland einen hohen Anteil an der Verantwortung dafür, dass die europäischen Staaten zu einem ökonomisch handlungsfähigen Verband zusammenwachsen. Dazu ist allerdings weder ein deutscher Oberkommandierender, noch ein deutscher Schulmeister nötig, denn er würde die anderen Kapitäne nur befremden und abschrecken. Wohl aber müssen die deutschen Politiker den Bürgern erklären, dass wir und warum wir Deutschen Opfer zu bringen haben.”

ZEIT online: Altkanzler Schmidt stellt die Deutschen auf hohe Kosten ein.

Schmidt hat Recht, keine Frage. Und im Prinzip argumentiert er mit derselben Begründung wie Joschka Fischer das in seinen Ringvorlesungen an der Universität Düsseldorf in diesem Sommer getan hat (“Kennen wir unsere eigenen Interessen nicht?” ; “Beispielloser Tiefpunkt der deutschen Europapolitik!”)

Schmidt und Fischer fordern, dass die Bundesregierung das sachlich Richtige entscheidet, auch wenn es unpopulär erscheint. Natürlich haben die beiden die Argumente auf ihrer Seite. Nur ist es natürlich ein Leichtes von außerhalb jetzt so zu argumentieren. Und wahrscheinlich werden Merkel und Westerwelle den Euro auch retten, so ganz viele Alternativen gibt es dazu ja nicht. Helmut Schmidt und Joschka Fischer gehören vielleicht zu den politischen Größen und Persönlichkeiten, die sich einen solchen Frontalangriff auf die Buindesregierung erlauben.

Wie sie in vergleichbarer Position im Amt gehandelt hätten, wissen wir leider nicht. Aber immerhin wird durch solche Beiträge immerhin eine öffentliche und notwendige Debatte angeschoben. Und die Bundesregierung muss sich erklären. Und dafür sollte man Fischer und Schmidt sehr dankbar sein, dass sie darauf hinweisen und nicht irgendwo Öl bohren oder Pipelines legen.

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Zitat des Tages: Montag, 6. Dezember 2010 – Typisch Hanke

Montag, 6. Dezember 2010 8:18

“Die ganze Bundesliga ist hinter mir her, Bayern München, alle. Ich kann mich kaum retten vor Angeboten. Von daher muss ich mich irgendwann mal entscheiden.”

Mike Hanke, Stürmer von Hannover 96, nach dem 2:1-Sieg der Roten in Mönchengladbach. Hanke steuerte den zwischenzeitlichen Ausgleich bei, seinen dritten Treffer in Folge nach Einwechselung.

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Zitat des Tages: Mittwoch, 17. November 2010 – America’s political system is broken

Mittwoch, 17. November 2010 21:35

“American political institutions are in a period of crisis. The source of the crisis is relatively simple. Our institutions work only when leaders can reasonably expect broad bipartisan co-operation, but the emergence of more ideologically rigorous parties makes such co-operation extremely unlikely. The typical response among American political elites is to respond to this impasse by deploring the rise of more rigorous partisanship. But the previous era of lax partisanship was a direct consequence of white supremacist rule in the old one-party south and neither can nor should be restored. The correct solution is to update our institutions to fit the circumstances.”

Matthew Yglesias/Center for American Progress auf der umfangreichen Debattenseite des Economist zum aktuellen Zustand des politischen Systems der USA.

Viel Text, aber sehr lesenswert.

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Zitat des Tages: Donnerstag, 11. November 2010 – Shared experiences

Donnerstag, 11. November 2010 20:51

On his Facebook profile, Fisher has posted photos from a vacation in San Diego and his 25th birthday party. But it is the 108 photos in an album titled Marine Pics 3rd deployment to Iraq which stand out. Fisher has shared some of these photos in several groups, including one of his best friend, Sgt Ryan Cummings, who was killed in action in June 2006. “Not everybody might know about his legacy, about his obituary website, but everybody can go to Facebook and look, and if they want to leave a message they can,” says Fisher. “It’s a good way to relieve some stress overall.”

Franz Strasser/BBC World News America: How social media is helping today’s war veterans

Lesenswerter Artikel bei der BBC über die Hilfe, Vor- und Nachteile von Social Media bei der Verarbeitung von Kriegserfahrungen durch ehemalige US-Soldaten. Das Departement of Veteran Affairs hat einen eigenen YouTube-Kanal, Facebook-Page und sehr aktuelle und beeindruckende Bilder bei Flickr.

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Zitat des Tages: Dienstag, 02. November 2010 – Hugely encouraged

Dienstag, 2. November 2010 21:16

“Most importantly we are able to say something that very few papers can say, which is that we are growing, the number of people buying the Times is on the rise. It’s a good start. If you think about it, what we had we engaged in is quite a suicidal form of economics which was giving away our journalism is free, and we knew that if we continued to do that we couldn’t really invest in reporting.”

The Guardian Media: Times editor warns paywall is in ‘early stages

James Harding, Times Editor, spricht sehr ausführlich über die Einführung der Bezahlschranken bei The Times und Sunday Times. Der Guardian hat die aktuellen Zahlen aufgeschlüsselt und analysiert.

Thema: Zeitungen/Zeitschriften, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis