Hallo Frühling!
Sonntag, 18. März 2012 11:11

Elbe, Hamburg-Blankenese, am Freitag, 16.03.2011. Es wurde Zeit.
Thema: Alltägliches | Kommentare (0)
Sonntag, 18. März 2012 11:11

Elbe, Hamburg-Blankenese, am Freitag, 16.03.2011. Es wurde Zeit.
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Freitag, 2. März 2012 15:55
Zunächst ein wenig Formalkram, in erster Termine für Nachholspiele. Das wegen des Carling Cup Finales verlegte Merseyside Derby zwischen dem FC Liverpool und dem FC Everton wird nun am Dienstag, 13. März, um 21:00 Uhr nachgeholt. Parallel findet in der Champions League die Partie Bayern gegen Basel statt, sodass sich Sky bisher nicht zu einer Übertragung der Premier League durchringen konnte. Am darauffolgenden Wochenende (17./18. März) findet parallel zum Viertelfinale im FA-Cup die Premier League statt, allerdings wegen des Pokals nur mit fünf Spielen, unter anderem das Monday Night Game zwischen Chelsea und Manchester City. Die übrigen fünf Partien werden dann am Dienstag und Mittwoch ausgetragen, unter anderem Everton-Arsenal und QPR-Liverpool am 21. März um 21:00 Uhr. Auch hier noch keine Angaben zu möglichen Übertragungen bei Sky.
Nach der Länderspielpause geht es weiter mit einem sehr schmackhaften 27. Spieltag. Zwei Spitzenspiele, das Tyne-Wear-Derby und ein Duell der echten Gegensätze stehen auf dem Speiseplan.
FC Liverpool – FC Arsenal
Samstag 13:30 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Markus Gaupp
Ich muss es ehrlich zugeben, aber der letzte Sonntag zwischen der 35. und 60. Minute im Spiel von Arsenal gegen die Spurs war mit das geilste, was ich fußballtechnisch in den letzten Jahren gesehen und erlebt habe. Bloß ist das schon wieder eine Woche zurück und der Satz von Wenger, dass Arsenal lebhafter und dynamischer sei als jemals zuvor, längst vergessen. Der Sieg gegen Tottenham wird erst richtig vergoldet, wenn an der Anfield Road drei Punkte geholt werden. Nur so wäre es ein weiterer Schritt aus der schwierigen sportlichen Lage. Die Vorzeichen sind nicht die allerbesten. Wenger hat heute Vormittag auf der Pressekonferenz erstmal einen kleinen Rundumschlag gegenüber den Freundschaftsspielen gemacht. Seien völlig sinnlos, belasten die Spieler zu sehr. Anlass der Kritik war der belgische Fußballverband. Thomas Vermaelen spielte kurz nach seiner erneuten Verletzung 90 Minuten im Länderspiel und kam ein wenig erschöpft zurück nach London. “Wir sind das einzige Team der Welt, das Sonntag, Mittwoch, Samstag und Dienstag spielt”. Vier Spiele in neun Tagen könnten selbst die besten Fußballer auf hohem Niveau nicht absolvieren. Vermaelen wird aber fit sein und spielen. Fragezeichen noch hinter den Einsätzen von van Persie und Rosicky, der Tscheche wird wohl spielen können. Ramsey und Djourou fehlen weiter verletzt, dafür steht Abou Diaby gefühlt zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder im Kader. Wenn es normal läuft, verletzt er sich im März wieder schwer. Es ist ein imminent wichtiges Spiel für Arsenal. Mit einem Sieg könnte man bei einem Spiel mehr 10 Punkte Vorsprung auf Pool haben.
Liverpool kann ebenfalls ein Erfolgserlebnis mit in dieses Spiel nehmen, der mühsame Gewinn des Carling Cup. In der Liga gab es nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen. Die Reds haben zuhause erst vier Spiele gewonnen, Arsenal gewann auswärts fünf Begegnungen. Die große Baustelle bei Liverpool liegt ausgerechnet in der Offensive. Das Team von Dalglish hat die schlechteste Chancenverwertung der gesamten Premier League. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Gerrard und Glen Johnson, die beide mit Oberschenkelproblemen am Mittwoch vorzeitig ausgewechselt wurden. Sollten sie nicht fit werden, könnten Martin Kelly und Chalie Adam sie ersetzen. Im Hinspiel gewann Liverpool mit 2:0 im Emirates. Arsenal hat die letzten vier Spiele an der Anfield Road nicht verloren. Von meiner Seite aus kann das gerne so bleiben.
West Bromwich Albion – FC Chelsea
Im direkten Duell um den vierten Platz müssen die Blues auf das Ergebnis von der Anfield Road reagieren. Und die Reise ins The Hawthorns wird kein einfacher Trip. Zwar hat West Brom bisher nur drei Spiele zuhause gewinnen können, zuletzt zeigten sich die Baggies aber in fantastischer Form mit dem 5:1 bei den Wolves und dem 4:0 vor eigenem Publikum gegen Sunderland. Der FC Chelsea bleibt weiterhin die konstante Unkonstante. Aus den letzten acht Pflichtspielen gab es zwei mickrige Siege, zuletzt zwar ein souveränes 3:0, allerdings nur gegen Bolton. Und die Wanderers sind wirklich kein Gradmesser. Für die Blues stehen entscheidene Wochen an. Nach dem Spiel gegen West Brom gibt es das Wiederholungsspiel im FA-Cup bei Birmingham City, anschließend geht es gegen Stoke und in der Champions League gegen Napoli, bevor Man City und Tottenham in der Liga warten. Ende März könnte die Saison für die Blues bereits gelaufen sein. Für Samstag müssen die Blues auf Drogba verzichten, also bekommt Fernando Torres eine weitere Chance auf Torjagd zu gehen, neben Daniel Sturridge. Bosingwa und Terry fehlen weiterhin. Roy Hodgson kündigte heute Vormittag auf der Pressekonferenz an, dass erst kurzfristig entschieden wird, ob die Stammspieler Jerome Thomas, Paul Scharner und Chris Brunt eingesetzt werden. Chelsea hat die letzten 20 Duelle gegen West Brom nicht verloren (18 Siege, zwei Remis).
Wigan Athletic – Swansea City
Das dürfte insofern eine interessante Angelegenheit werden, weil Wigan Athletic eines der schwächsten Heimteams der Liga ist und Swansea auswärts keine Bäume ausreißt. Nur neun Punkte haben die Swans in der Fremde geholt. Mit den Blackburn Rovers zusammen ist dies die schlechteste Bilanz. Immerhin gab es zuletzt zwei Siege aus den letzten vier Auswärtsspielen. Aufsteigende Form weisen aber auch die Latics auf, die seit drei Spielen ungeschlagen sind – bisheriger Rekord für das Team von Martinez in dieser Spielzeit. Trotzdem liegt man weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, aber nur einen Punkt hinter Rang 18. Swansea muss aufpassen, dass sie bei weiteren Niederlagen nicht noch in die Abstiegszone rutschen. Wigan hat weiterhin keine Personalprobleme. Martinez könnte zum dritten Mal in Folge die gleiche Startelf aufbieten, also im Sturm wieder mit dem Duo Rodallega und di Santo. Bei Swansea kehrt Torhüter Michel Vorm nach Krankheit zurück ins Team. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stürmer Danny Graham nach seiner Viruserkrankung.
Blackburn Rovers – Aston Villa
Abstiegskampf gegen vermeintlich gesichertes Mittelfeld. So lässt sich auch die Partie der Rovers gegen Aston Villa überschreiben. Das 0:0 von Villa letztes Wochenende bei Wigan war eine ziemliche Enttäuschung. Auf dem Konto steht weiterhin nur ein Sieg in den letzten sieben Spielen. Trotzdem wird Trainer Alex McLeish noch nicht in Frage gestellt. Denn Villa muss jetzt endlich anfangen zu punkten. Ende März und in der ersten Aprilhälfte stehen hintereinander Partien gegen Arsenal, Chelsea, Liverpool und Man Utd an. Bis dahin muss der Klassenerhalt erreicht sein. Für einen Sieg bieten sich die Rovers theoretisch gut an. Blackburn hat mindestens immer ein Gegentor pro Spiel bekommen und stellt mit 59 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga. Die Rovers-Fans haben bereits vor der Partie erneut massive Proteste gegen Klubführung und Trainer angekündigt. In drei Protestmärschen zum Ewood Park wollen die Fans deutlich machen, dass Trainer Steve Kean keine Zukunft haben soll.
Manchester City – Bolton Wanderers
Die Citizens bleiben das Aushängeschild der Premier League Saison 2011/2012. Mit 67 erzielten Treffern markieren sie die beste Offensive der Liga, 19 Gegentore sind Beweis für die beste Defensive. Die letzten 13 Heimspiele wurden gewonnen. Und jetzt kommt mit Bolton (54 Gegentore) die zweitschlechteste Defensive der Liga. Anfang Januar gab es den letzten Auswärtssieg für den Tabellenvorletzten. Ein weiterer Baustein für den Erfolg von City: kaum Verletzte. Roberto Mancini kann genüsslich rotieren. Gegen Bolton wohl wieder mit Balotelli im Sturm, Nasri im rechten Mittelfeld, Aguero als hängende Spitze. Bei Bolton spielt Arsenal-Leihe Ryo Miyaichi einen guten Part im linken Mittelfeld.
Queens Park Rangers – FC Everton
So richtig Früchte getragen hat der Trainerwechsel bei den Queens Park Rangers noch nicht. Mark Hughes wollte mit dem Team eigentlich richtig durchstarten und seine etwas unschönen Abgänge bei Fulham und Man City vergessen machen. Stattdessen sah er fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen. Ob die Wende gegen Everton klappt? Immerhin sind die Toffees auswärts erschreckend schwach, gewannen nur eines der letzten sechs Auswärtsspiele. Die gute Nachricht: Nach zweiwöchiger Spielpause kann Everton wieder auf eine Reihe von verletzten Spielern zurückgreifen. Tim Cahill, Victor Anichebe und Leon Osman sind fit. Bei QPR kehren Luke Young und DJ Campbell ins Team zurück.
Stoke City – Norwich City
An jedem Wochenende gibt es so ein Spiel, dessen Relevanz aus rein sportlicher Sicht ein wenig begrenzt scheint. Meist trifft dies auf direkte Duelle im Mittelfeld der Tabelle zu. So können beide Teams und Fans immerhin beruhigt in das Fußballwochenende gehen. Und es ist Ausdruck für die starke Saisonleistung beider Vereine. Insbesondere Norwich als Aufsteiger hat mit dem Abstieg gar nichts zu tun. Und Stoke hat sich zu einer etablierten Größe in der Liga entwickelt. Einziges Akttraktivitätsbonbon im Britannia Stadium. Mit einem Sieg kann Stoke an Norwich vorbeiziehen und in die obere Tabellenhälfte rücken. Stoke hat die letzten sechs Heimspiele nicht verloren, Norwich hat drei der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen.
Newcastle United – AFC Sunderland
Sonntag 12:55 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Andreas Renner
Sportlich ist es stets nicht unbedingt das attraktivste Spiel, aber das Duell zwischen Newcastle und Sunderland ist eines der heißesten und brisantesten Derbys auf der Insel. Zum 147. Mal findet das Tyne-Wear-Derby statt. Es ist jedes Jahr das gleiche Prozedere bei diesem Hochsicherheitsspiel. Aus Sicherheitsgründen und nach Absprache mit der Polizei in Northumbria findet das Duell nur noch zu frühen Mittagszeit statt. Überhaupt ist die Polizei in Newcastle in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Fans aus Sunderland werden erst aus dem Stadion gelassen, wenn die Anhänger der Magpies den St. James’ Park verlassen haben. Über Durchsagen werden die Fans der Black Cats auf dem Laufenden gehalten, wielange sie noch zu warten haben (Toilettengänge sind zwischendurch erlaubt), anschließend geht es unter Polizeischutz aus dem Stadion und der Stadt. Der FC Sunderland hat zahlreiche kostenlose Bustranfers organisiert, die Fans sicher zum und vom Spiel weg transportieren. Sobald die Busse das Stadtgebiet von Newcastle erreichen, werden sie per Polizeieskorte zum Stadion begleitet. Nur gut 25 Kilometer liegen zwischen beiden Städten, einmal die A184 nach Nordwesten fahren. Die Rivalität zwischen beiden Städten geht bereits auf den englischen Bürgerkrieg Mitte des 17. Jahrhunderts zurück, der begleitet wurde von religiösen Konflikten. Newcastle stand eher den Anhängern des Königs nahe, Sunderland war Zentrum der Parlamentarismus-Bewegung.
Sportlich läuft es für beide Teams nicht schlecht. Da hat der Fußball im Nordosten schon schlechtere Tage erlebt. Newcastle liegt 10 Punkte vor den Black Cats und hat gute Chancen nächste Saison international zu spielen. Sunderland will Revanche für die 0:1-Niederlage in der Hinserie. Newcastle hofft noch auf den Einsatz Papiss Cisse, der seine Verletzung vom letzten Wochenende fast auskuriert hat. Bei Sunderland ist nur Phil Bardsley fraglich. Der schottische Nationalspieler musste verletzt von der Nationalelf abreisen. Wie gesagt, sportlich nicht das attraktivste, emotional aber ein hochbrisantes Derby. Wie hat es BBC 5live-Kommentator Mowbray vorhin so schön formuliert: “It is one of my favourite fixtures on the planet.”
FC Fulham – Wolverhampton Wanderers
Es sind schwierige Zeiten für den neuen Wolves-Trainer Terry Connor. Die Berufung als ehemaliger Co-Trainer von Mick McCarthy zum Chef sieht nicht wirklich nach Neuanfang aus. Die Rückendeckung der Fans ist ihm vorerst sicher und sportlich gab es mit dem 2:2 gegen Newcastle immerhin einen kleinen Hoffnungsschimmer. Und jetzt geht es zu den heimstarken Cottagers, im sicheren Mittelfeld platziert. Fulham hat nur zwei der letzten neun Ligaspiele verloren und will den dritten Sieg in Folge. Im Cravan Cottage hat man seit Mitte Dezember nicht mehr verloren. Allerdings hat Wolverhampton die letzten fünf Auswärtsspiele auch nicht verloren. Bei Fulham bilden weiterhin Pavel Pogrebnyak und Andy Johnson das Sturmduo.
Tottenham Hotspur – Manchester United
Sonntag 17:05 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Markus Gaupp
Sir Alex Ferguson hat die Ausgangslage vor der Partie seines Team an der White Hart Lane klar auf den Punkt gebracht. Nur bei einem Sieg könne Man Utd sich noch im Titelrennen bewähren. Die Partie gegen die Spurs werde zeigen, ob Man Utd reif für den Titel sei: “Es wird eines der wichtigsten Spiele der Saison. Wenn wir da bestehen, haben wir eine große Chance die Liga zu gewinnen. Ich will nach Möglichkeit nicht mit zwei Punkten Rückstand zu City reisen, sondern lieber mit Punktgleichstand.” Am Montag, 30. April, ist das große vielleicht entscheidene Duell um den Titel im Etihad Stadium. Und vorher setzt Sir Alex wieder auf die Trumpfkarte Erfahrung – Ryan Giggs und Paul Scholes machen es aber auch schwer dies nicht zu tun. Tottenham muss sich von der Klatsche bei Arsenal erholen. Trainer Redknapp hat zwat betont, dass die Niederlage sein Team nicht umwerfe. Die Kritik an seiner Defensive hat aber schon gezeigt, dass Redknapp sich mehr ausgerechnet hatte und sein Team schon stabiler wähnte. Für die Spurs ist es hingegen die letzte Chance noch in den Zweikampf einzugreifen. Bei einem Sieg würde man den Rückstand auf Man Utd auf fünf Punkte verkürzen. Bei Tottenham ist Gareth Bale noch fraglich wegen Oberschenkelproblemen nach dem Länderspiel mit Wales gegen Costa Rica. Scott Parker fehlt gesperrt, Ledley King braucht wieder mal eine Pause und wird wohl von Michael Dawson ersetzt. Bei Man Utd kehrt Rooney ins Team zurück, während die Red Devils weiter auf Tom Cleverley und Antonio Valencia verzichten müssen. Auch Chris Smalling ist nach seinem Zusammenstoß mit Huntelaar in Wembley eher unwahrscheinlich.
Schönes Wochenende!
Thema: Premier League | Kommentare (0)
Donnerstag, 1. März 2012 18:48
“No battle is too petty for Breitbart, no target too small or pathetic. He once showed me a series of messages that he had received from an apparently unhinged visitor to his Web sites. One missive concluded with a postscript: “You drank human urine three times—how did it taste?” Breitbart recalled, “That is when I said, O.K., I am not going to ignore him anymore—I want to create a level of pain for him that makes him realize this is not worth this.” He published the messages, as well as the sender’s name and photograph, on Big Journalism, along with a scathing editorial saying that the sender’s “stylings deserve a far greater public platform.” Breitbart told me, “I am sure if you talk to shrinks, or prosecutors, who are experts in these types of people, it is best to avoid them. But that’s not how my brain works.” Conflict also has the useful function of driving traffic to his sites. Breitbart.com is currently looked at by an average of 2.4 million people a month, according to Quantcast.com.”
In der vergangenen Nacht ist Andrew Breitbart, 43, in einem Krankenhaus in Los Angeles gestoben. Die Todesursache ist noch nicht geklärt. Breitbart war maßgeblich in den Start von Huffington Post involviert, hatte selbst zahlreiche Websites ins Leben gerufen, bloggte, galt häufig als Querdenker bei netzpolitischen Themen. Seine große Abneigung gegenüber Obama und die starke Anhängerschaft zu der Tea Party Bewegung zeigten Breitbarts politisches Engagement. Irgendwo in der Richtung Populismus, fast schon Extremismus. Ein Kämpfer gegen den linken politischen Flügel und die Occupy-Bewegung – um jeden Preis. Aber trotzdem eine interessante, spannende Persönlichkeit.
Fast schon legendär seine 15 Minuten Rede vor gut einem Monat bei der Conservative Political Action Conference in Washington.
The New Yorker hatte vor zwei Jahren dieses ausführliche Porträt geschrieben. Sehr lesenswert
Thema: US Wahl 2012, Zitat des Tages | Kommentare (0)
Donnerstag, 1. März 2012 11:13
Das erste Mal ist mir Dry The River, die sympatische Band aus dem Osten Londons, im November 2010 begegnet, als sie beim Guardian als die dynamischen Mumford and Sons vorgestellt wurden. Als die BBC die Band um Frontman Peter Liddle dann noch zum Sound of 2012 ausrief, war klar, dass es sich lohnen würde, mit der Band ein wenig genauer zu beschäftigen. Und ich wurde immer mehr begeistert von den ersten Song, die ich mir auf YouTube von diversen Festival-Auftritten angehört habe. Am morgigen Freitag erscheint nun endlich das erste Studioalbum von Dry The River.
Debütsingle New Ceremony von Dry The River [Direktlink]
Dry The River – Shallow Bed ab morgen im Handel. Review bei Rolling Stone.
Thema: Musik | Kommentare (0)
Freitag, 24. Februar 2012 15:58
Nach der Pokalpause letztes Wochenende geht es mit dem 26. Spieltag weiter. Wobei so ganz kommt der englische Fußball auch an diesem Wochenende nicht um den Pokal herum. Am Sonntagnachmittag bestreiten der FC Liverpool und Zweitligist Cardiff City das Carling Cup Finale im Wembley Stadium (Sport1 live ab 16:55 Uhr). Deswegen stehen auch nur neun Ligaspiele auf dem Programm und keine Partie am Sonntagnachmittag. Das Merseyside Derby gegen den FC Everton ist verschoben. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Das gestaltet sich deswegen ein wenig schwieriger, weil Liverpool und Everton beide noch im FA-Cup spielen und deswegen aufgrund möglicher Wiederholungsspiele bestimmte Tage provisorisch freigehalten werden müssen.
Kommen wir zurück zur Liga. Sechs Spiele am Samstag. Villas-Boas bei Chelsea unter Beobachtung, schwierige Aufgaben für die Kellerkinder und der Tabellenführer im Einsatz. Das sind die Brennpunkte morgen. Am Sonntag dann das North London Derby.
FC Chelsea – Bolton Wanderers
Samstag 15:55 Uhr, Sky Sport 1 live, Kommentar: Andreas Renner
Wenn man dieser Tage fies zu einem Chelsea-Fan sein will, sollten beiläufig zwei Namen erwähnt werden: Andre Villas-Boas und Fernando Torres. Beide stellen die Anhänger der Blues auf eine Geduldsprobe. Der Trainer schafft es nicht, die Mannschaft taktisch so einzustellen, dass sie erfolgreich ist. In der Liga hat Chelsea den vierten Platz abgegeben, in der Champions League kurz vor dem Ausscheiden. Und Fernando Torres wartet seit Oktober auf einen Treffer. Für einen Stürmer nicht akzeptabel – that’s 50 million pounds well spent. Und so stehen diese beiden Protagonisten stellvertretend für die Krise an der Stamford Bridge. Der Trainer bekommt Rückendeckung vom Besitzer, Torres wird am Samstag trotz leichter Grippe unter der Woche wohl stürmen. Bei Chelsea fehlen weiterhin Bosingwa und John Terry, Mata ist fraglich, wird aber wohl fit werden. In den letzten Jahren waren die Bolton Wanderers ein dankbarer Gegner für die Blues. Die letzten acht Duelle hat Chelsea gewinnen können. Ist jetzt eine Frage der Perspektive. Vielleicht ist es für Bolton der beste Zeitpunkt gegen die Blues zu spielen. Blöd nur, dass bei Bolton eine ganze Reihe von Stammkräften ausfallen. Kevin Davies, Marcos Alonso, Tyrone Mears, Ricardo Gardner, Chung-Yong Lee, Stuart Holden und Sean Davis fehlen alle verletzt. Chelsea hat die letzten fünf Spiele wettbewerbsübergreifend nicht gewonnen. Und wenn es gegen Bolton nicht klappt, dürfte die Krise eine neue Dimension bekommen.
Newcastle United – Wolverhampton Wanderers
Im Fernduell um den vierten Platz hat auch Newcastle United ein gehöriges Wort mitzureden. Einen Punkt liegen die Magpies hinter Chelsea und Arsenal. Jetzt kommen die Wolves. Die Gäste haben Anfang Februar bei QPR gewonnen, der erste Sieg nach zehn sieglosen Spielen in der Fremde. Es war aber auch der einzige Sieg in den letzten fünf Spielen. Grund genug Trainer Mick McCarthy zu entlassen. Jetzt haben die Wolves bis zum Saisonende einen Nachfolger gefunden. Terry Connor, Co-Trainer unter McCarthy, übernimmt die sportliche Leitung. Es ist die einfachste Lösung, aber nicht die gewünschte Option. Der Guardian schlüsselt auf, dass zahlreiche Wunschkandidaten, wie Alan Curbishley, Brian McDermott und Walter Smith, dem Verein abgesagt haben. Newcastle hat die letzten fünf Duelle in der Premier League gegen die Wolves nicht verloren. Aus den letzten drei Ligaspielen insgesamt gab es zwei Siege. Yohan Cabaye und Cheick Tiote sind nach Verletzung und Einsatz beim Afrika-Cup wieder im Mittelfeld der Magpies. Leon Best und Steven Taylor fehlen weiter verletzt.
Außerdem am Samstagnachmittag zwei Mal Abstiegsgefahr gegen sicheres Mittelfeld. Die Queens Park Rangers empfangen den FC Fulham. QPR wartet seit über einem Monat auf einen Sieg. Das Team von Trainer Mark Hughes holte nur vier Punkte aus den letzten sechs Spielen, Fulham holte im gleichen Zeitraum zehn Zähler. Deswegen liegen in der Tabelle jetzt neun Punkte und vier Plätze zwischen beiden Vereinen, QPR liegt auf Platz 16 punktgleich mit den Wolves auf Rang 18. Während die Cottagers keinerlei Personalprobleme haben – nur hinter dem Einsatz von Steve Sidwell steht ein kleines Fragezeichen – muss QPR auf den gesperrten Djibril Cisse und den verletzten DJ Campbell verzichten. Aller Voraussicht nach werden Frederico Macheda und Bobby Zamora im Sturm spielen. Insbesondere für Zamora wird es ein besonderes Spiel. Im Januar verließ er den FC Fulham, nach seiner langen Verletzungspause hatte er wieder das Vertrauen vom Trainer bekommen. Im zweiten Duell hat Schlusslicht Wigan Athletic den Tabellenfünfzehnten Aston Villa zu Gast. Die Latics versuchen den zweiten Heimsieg in dieser Saison zu erzielen. Und das ist auch dringend nötig. Den letzten Heimerfolg gab es im August, in den letzten sechs Heimspielen hat es Wigan nicht geschafft mehr als ein Tor zu erzielen. Nur eines der letzten fünf Ligaspiele wurde gewonnen, ausgerechnet vor zwei Wochen beim direkten Konkurrenten in Bolton. Ob Wigan den Aufwärtstrend fortsetzt? Gegen Villa mit drei Niederlagen in den letzten vier Spielen wäre das gut möglich. Alex McLeish fehlt Innenverteidiger Richard Dunne mit Schulterverletzung, ihn ersetzt Carlos Cuellar. Villa muss außerdem auf Ciaran Clark verzichten.
Desweiteren um 16:00 Uhr am Samstagnachmittag ein eher belangloses Mittelfelduell zwischen West Bromwich Albion und dem AFC Sunderland. Die Black Cats stehen im gesichersten Mittelfeld ohne Kontakt zu den internationalen Plätzen. Bei West Brom besteht noch ein wenig Abstiegsgefahr, was primär in der schwachen Heimform begründet ist. Die letzten beiden Spiele im The Hawthorns gingen verloren, gleichzeitig holten die Baggies aber sieben Punkte aus den letzten drei Spielen in der Fremde. Blöderweise jetzt wieder vor eigenem Publikum. Sunderland gewann drei der letzten vier Ligaspiele. Die Verpflichtung von Trainer Martin O’Neill hat sich als echter Glücksgriff erwiesen.
Manchester City – Blackburn Rovers
Samstag 18:25 Uhr, Sky Sport 1/HD Extra live, Kommentar: Sven Schröter
Im Kampf um die Tabellenführung darf Manchester City vorlegen. Nach der souveränen Leistung in der Europa League gegen den FC Porto wollen die Citizens jetzt den driten Sieg in Folge in der Liga. Klammert man den kleinen Ausrutscher mit der Niederlage beim FC Everton aus, sehe ich derzeit keinerlei Anzeichen, dass Man City leistungsmäßig nachlässt. Sie bleiben der Top-Favorit auf den Titel, nicht nur wegen des Vorsprungs von zwei Punkten auf Man Utd. Mit den Blackburn Rovers kommt jetzt ein dankbarer Gegner ins Etihad Stadium. Blackburn hat zwar die Abstiegsplätze verlassen – aber nur aufgrund der guten Leistungen vor eigenem Publikum. Auswärts, siehe das 1:7 bei Arsenal, gibt es regelmäßige Offenbarungen. Und jetzt reisen die Rovers zu dem Team, das in dieser Saison zuhause noch nicht verloren hat. Man City hat keine Personalsorgen, Carlos Tevez steht aber noch nicht im Kader. Bei Blackburn fehlt Chris Samba wegen Oberschenkelproblemen. City hat keines der letzten acht Spiele gegen Blackburn verloren. Aber die Rovers haben gute Erinnerungen an Manchester. Bei United konnten sie diese Saison schon gewinnen.
Norwich City – Manchester United
Nach der Samstagspartie von Man City muss United beim Aufsteiger in Norwich auf das entsprechende Ergebnis reagieren. Ich habe von der Europa League Partie gegen Ajax nur die Bilder in der Konferenz sehen und war eher enttäuscht von den Red Devils. Aber so richtig überzeugt war ich von Man Utd in den letzten Wochen sowieso nicht. Bei Chelsea spielte das Team eine miserable erste Hälfte, gegen Liverpool tat man nicht mehr als nötig. Richtig gut gefiel mir nur die Partie bei Ajax Amsterdam. Solange Man Utd aber auf Tuchfühlung zu City bleibt, liegt das Team von Sir Alex im Plan. Am Donnerstag hat Nani erstmals wieder über 90 Minuten gespielt und dürfte am Sonntag auch in der Liga wieder von Beginn an spielen. Rio Ferdinand wurde am Donnerstag gegen Amsterdam geschont, kehrt ins Team zurück. Wayne Rooney ist weiterhin fraglich ebenso wie Tom Cleverly. Bei Norwich kehrt Zak Whitbread nach Sperre zurück.
FC Arsenal – Tottenham Hotspur
Sonntag 14:15 Uhr, Sky Sport 1/HD 2 live, Kommentar: Marco Hagemann (Yeah!)
Es ist das 150. Derby zwischen den Gunners und den Spurs in der Premier League – und zum ersten Mal ist die Favoritenrolle klar verteilt. Zu Gunsten der Tottenham Hotspur. Zum ersten Mal seit 15 Jahren könnten die Spurs sich vor Arsenal in der Tabelle platzieren. Das Team von Harry Redknapp spielt insbesondere in der Offensive begeisternden Fußball und liegt nach 25 Spieltagen 10 Punkte vor dem FC Arsenal. Wer hätte das gedacht. “Für uns ist es ein extrem wichtiges Spiel, weil wir unsere Position im Kampf um den vierten Platz weiter verbessern können”, meinte Arsenal-Trainer Wenger heute Mittag auf der Pressekonferenz. Das Saisonziel des FC Arsenal ist klar definiert mit dem Erreichen der CL-Quali. Es werden kleine Brötchen im Emirates gebacken. Kleine Brötchen und Harry Redknapp passen hingegen nicht zusammen. Die Spurs wollen auf alle Fälle, so Redknapp, vor den Gunners in der Tabelle bleiben, haben die Hoffnung auf die Meisterschaft aber auch noch nicht ganz aufgegeben. Es sind nur sieben Punkte Rückstand bei noch 13 Spielen. So oder so brauchen beide Teams einen Sieg, beide wollen drei Punkte – könnte also ein großartiges Spiel werden.
Bei Arsenal sind Laurent Koscielny und Kieran Gibbs noch fraglich. Beide machen morgen einen Fitnesstest. Sollte der Franzose nicht fit werden, könnte Djourou in die Innenverteidigung rücken. Carl Jenkinson, der am Mittwoch in der Reservemannschaft erstmals 90 Minuten nach seiner Verletzung spielte, wäre die Notlösung auf der linken Seite. Vermaelen ersetzt in der Innenverteidigung Mertesacker, fällt für die linke Seite also aus. Ansonsten stellt sich das Team von alleine auf. Gervinho könnte nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup wieder ins linke Mittelfeld rücken. Bei Tottenham entspannt sich die Personalsituation. Luka Modric, Emmanuel Adebayor, Benoit Assou-Ekotto und Rafael van der Vaart fehlten am letzten Sonntag im FA-Cup, sind für Sonntag aber wieder fit. Für beide das vielleicht wichtigste North London Derby in den letzten Jahren, vor allem für Arsene Wenger. Arsenal hat übrigens nur eines der letzten sieben North London Derby gewonnen.
Es sind bis jetzt keinerlei Fanproteste gegen Le Professeur angekündigt. Die schwarzen Müllsäcke bleiben zuhause. Der Verein ist den Fans entgegen gekommen. Man hat die Preise für Dauerkarten für die nächste Saison nicht erhöht. Ob das die Fans bei Laune hält? Eigentlich hilft nur ein Sieg. Beide Vereine haben in gemeinsamen Erklärungen an die Anhänger appelliert sich vor dem Spiel und während der 90 Minuten respektvoll zu verhalten.
Der Spieltag wird abgeschlossen mit der Partie von Stoke City gegen Swansea. Beide Teams stehen im gesicherten Mittelfeld mit jeweils 30 Punkten, haben also mit dem Abstiegskampf nur noch bedingt zu tun. Der Sieger in dieser Partie sowieso nicht mehr. Stoke verlor die letzten zwei Ligaspiele und war in der Europa League gegen den FC Valencia chancenlos. Swansea ist ebenfalls im Formtief. Die Swans gewannen nur eines ihrer letzten fünf Pflichtspiele.
Thema: Premier League | Kommentare (0)
Freitag, 24. Februar 2012 10:00
Gestern Abend bei BBC World News America einen längeren Bericht vom BBC-Korrespondenten Ian Pannell aus Syrien gesehen. Das hat mich völlig fassungslos und bestürzt zurückgelassen. Teile des Berichts sind auch auf der BBC-Website. Pannell war unterwegs mit der syrischen Oppositionsbewegung und gibt seltene Einblicke in die Ansichten der Oppositionellen und zeigt auch, welches Schlachtfeld die Bomben des Assad-Regimes hinterlassen.
“I want freedom in all its concepts, whatever this word means I want it”, sagte ein Mitglied der Oppositionsbewegung. Hier Ausschnitte auf der BBC Newssite.
Thema: Politik International, TV und Radio | Kommentare (1)
Donnerstag, 23. Februar 2012 18:39
Die Premier League hat heute in Absprache mit BSkyB und ESPN UK die Premier League Spiele bis Ende April fest terminiert. Ein Blick auf die Highlights im März und April mit zwei Spieltagen an Ostern. Die meisten TV-Spiele auf der Insel wird es dann sicherlich auch bei Sky Deutschland zu sehen geben. Die Spitzenspiele sind fett markiert.
Sa 03.03. 13:45, Arsenal – Liverpool
So 04.03. 13:00, Newcastle – Sunderland
So 04.03. 17:10, Tottenham – Manchester United
Mo 12.03. 21:00, Arsenal – Newcastle
So 18.03. 14:30, Wolverhampton – Manchester United
Mo 19.03. 21:00, Manchester City – FC Chelsea
Sa 24.03. 13:45, FC Chelsea – Tottenham Hotspur
Sa 24.03. 16:00, Arsenal – Aston Villa / Liverpool – Wigan
Sa 24.03. 18:30, Stoke City – Manchester City
Mo 26.03. 21:00, Manchester United – FC Fulham
Sa 31.03. 16:00, Manchester City – FC Sunderland
So 01.04. 14:30, Newcastle – Liverpool
So 01.04. 17:00, Tottenham – Swansea
Mo 02.04. 21:00, Blackburn – Manchester United
Fr 06.04. 17:30, Swansea – Newcastle
Sa 07.04. 13:45, Sunderland – Tottenham
Sa 07.04. 15:00, Liverpool – Aston Villa
So 08.04. 14:30, Man Utd – QPR
So, 08.04. 17:00, Arsenal – Man City
Mo 09.04. 16:00, Tottenham – Norwich
Mo 09.04. 21:00, Fulham – Chelsea
Di 10.04. 21:00, Blackburn – Liverpool
Mi 11.04. 20:45, Man City – West Brom
Sa 14.04. 13:45, Liverpool – Fulham / Norwich – Man City
Sa 14.04. 16:00, Chelsea – Newcastle
So 15.04. 14:30, Bolton – Tottenham
So 15.04. 17:00, Man Utd – Aston Villa
Sa 21.04. 13:45, Arsenal – Chelsea
Sa 21.04. 18:30, QPR – Tottenham
So 22.04. 13:30, Man Utd – Everton
So 22.04. 17:00, Wolves – Man City
Sa 28.04. 16:00, Stoke – Arsenal
Sa 28.04. 18:30, Norwich – Liverpool
So 29.04. 14:30, Chelsea – QPR
So 29.04. 17:00, Tottenham – Blackburn
Mo 30.04. 21:00, Man City – Man Utd
Thema: Premier League | Kommentare (0)
Donnerstag, 23. Februar 2012 16:04
Der Zweijährige ist nur einer unter vielen Kindern, die in Syrien jeden Tag sterben. Colvin, die über 25 Jahre bei der britischen «Sunday Times» beschäftigt war, fand es überaus wichtig, über solche Schicksale zu berichten. «Hier in Syrien leben 28’000 Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder, die wehrlos versuchen, nicht getroffen zu werden. Die Geschichte über den kleinen Jungen würde vielleicht mehr Menschen darüber nachdenken lassen, was hier jeden Tag passiert», sagte sie gegenüber CNN.
Kurz nachdem sie das Gespräch mit Anderson Cooper von CNN beendet hatte, starb die engagierte Journalistin – durch eine Bombe, die frühmorgens im Haus in der Widerstandshochburg Homs einschlug. Die Reporter und die Aufständischen wurden offenbar durch einen Knall geweckt. Sie versuchten, sich zu retten, schafften es aber nicht, aus dem Haus zu kommen, bevor die nächste Rakete einschlug. Die Kriegsjournalistin Marie Colvin und der junge französische Kriegsfotograf Rémi Ochlik starben noch vor Ort.
[via Tagesanzeiger]
Einfach schrecklich, über das Morden eines brutalen Regimes in Syrien zu berichten – und dabei selbst zu sterben. Hier der letzte BBC-Bericht von Marie Colvin, ein lesenswerter Nachruf im FOX-Blog.
Thema: Politik International, Zitat des Tages | Kommentare (0)
Donnerstag, 23. Februar 2012 1:13
Es ist der pure Masochismus am Tabellenende der Deutschen Eishockey Liga. Die Hannover Scorpions, Meister 2010, haben sich in den letzten Wochen schon in alle Einzelteile zerfleischt. Heute kam dann der Höhepunkt, der Todesstoß vom Besitzer Günter Papenburg persönlich. Er hält trotz der sportlichen Misere an Trainer Toni Krinner fest und stellt sich damit gegen Geschäftsführer Marco Stichnoth, die komplette Mannschaft und die Fans. Die Hannover Scorpions sind endgültig am Ende. Aus. Vorbei. Aufgrund der Entscheidung von Papenburg haben nach Informationen hannoverscher Medien alle Spieler, deren Vertrag am Saisonende ausläuft, bereits mitteilen lassen, dass sie den Verein verlassen werden. Alle anderen Spieler, deren Kontrakt über die aktuelle Spielzeit hinausgeht, wollen versuchen ihren Vertrag aufzulösen. Schneller ist ein sportlicher Erfolg wie die Meisterschaft 2010 nie vergessen worden. Die Saison ist eine einzige sportliche Krise – doch stattdessen diese zu lösen, sind alle Beteiligten mit sich selbst beschäftigt. Die Leidtragenden sind die treuen Fans, die trotz 14 Heimspielniederlagen in Serie immer noch ihren Weg in die Tui-Arena finden. Doch auch das dürfte bald vorbei sein – dank eines Beziehungsgeflechts, das einzigartig im deutschen Profisport scheint und schon nicht mehr tragisch ist. Fünf Parteien stehen sich gegenüber. Alle haben ihre Ansichten, und keiner weicht davon ab, geschweige sucht den Ausgleich zwischen den Gruppen. Ein Gesprächsangebot von Besitzer Papenburg an die Spieler hat der Baununternehmer kurzfristig wieder ausgeschlagen. Er hat im Alleingang beschlossen, dass Toni Krinner auch in der neuen Saison Trainer bleibt. Wem das nicht gefällt, könne gehen oder einfach wegbleiben. Ich wette, Papenburg ist sich den Folgen dieser Aussage überhaupt nicht bewusst. Oder er leidet unter Realitätsverlust. Wie so viele bei den Hannover Scorpions.
Der Besitzer
Ohne Günter Papenburg würde es die Scorpions nicht geben. Der Bauunternehmer hat den Verein jahrelang mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag unterstützt und stets das Defizit am Saisonende ausgeglichen. Papenburg, gleichzeitig Besitzer und Betreiber der Tui-Arena auf dem Messegelände in Hannover, brauchte natürlich auch ein Zugpferd für die Mehrzweckhalle. Die Scorpions waren aber nicht nur Mittel zum Zweck. Dann hätte Papenburg die Scorpions schon eher fallen lassen können. Insbesondere unter der Ägide von Hans Zach, mit dem sich Papenburg exzellent verstand, sind die Scorpions Papenburg, auch aufgrund der großen sportlichen Erfolgs, sehr ans Herz gewachsen. Aus den sportlichen Planungen hatte sich Papenburg immer rausgehalten. Das war der alleinige Aufgabenbereich von Geschäftsführer Marco Stichnoth. Doch in Folge der sportlichen Krise in dieser Saison hat Papenburg sich häufiger zu Wort gemeldet. Er hat stets zu Trainer Krinner gehalten – auch nach der 14. Heimniederlage in Folge. Papenburg schwimmt damit alleine gegen den Strom.
Der Geschäftsführer
Der Erfolg der Scorpions hat eine Handschrift: Geschäftsführer Marco Stichnoth. Er hat das Team zusammengestellt, er hatte Hans Zach 2006 an die Leine geholt. Er war es aber auch, der es nie geschafft hat, sich am vom Besitzer zur Verfügung gestellten Etat zu orientieren. Die Scorpions haben in den letzten Jahren nicht gut gewirtschaftet. Die Meistersaison ließ aufgrund hoher Prämien ein großes finanzielles Loch zurück, das Papenburg dann ausgeglichen hat. Die Beziehung zwischen Stichnoth und Krinner war zu Beginn positiv, doch mit zunehmender Unzufriedenheit innnerhalb der Mannschaft mit Krinner, spielte sich Stichnoth in den Mittelpunkt. Er stellte sich während der Spiele auf die Trainerbank, war eine Art Co-Trainer, dessen Posten aufgrund des Sparkurses eingestellt wurde. Stichnoth ist der Ansprechpartner für das Team geworden, Krinner wird immer mehr umgangen. Und nicht zuletzt genießt Stichnoth großes Ansehen bei den Fans.
Das Team
Nahezu alle Spieler der Hannover Scorpions haben sich mit Trainer Krinner überworfen. Bereits zum Ende der letzten Saison gab es einen Bruch zwischen Trainer und Mannschaft, der sich nahtlos in der laufenden Saison fortgesetzt hat. Die Spieler haben schlicht keinen Bock mehr unter Krinner zu trainieren – und so spielen sie auch. Lustlos. Interna aus der Kabine drangen in die Öffentlichkeit. Die Mannschaft versuchte Krinner zum Rücktritt zu drängen. Der gab nicht nach – und hat jetzt die Unterstützung des Mäzen. Das Team ist der Verlierer – wie so häufig in dieser Saison.
Der Trainer
Toni Krinner trat in keine kleinen Fußstapfen. Hans Zach verließ als Meister die Scorpions. Im Sommer danach gab es das erste Theater um einen möglichen Rückzug und die Rückgabe der DEL-Lizenz. Ein rigoroser Sparkurs und der nahezu komplette Umbau des Teams war die Folge. Zu Beginn seines ersten Amtsjahres schien die Symbiose Team und Trainer noch zu klappen. Jetzt ist sie am Ende. Der Hauptvorwurf: Krinner lässt nur ein Spielsystem spielen und weicht auch nicht davon ab – bloß ist diese Taktik des frühen Attackierens nicht gemacht für die Mannschaft und die Spieler der Scorpions. Sie kommen damit nicht zurecht. Und das sollte jeder mit dem Blick auf die Tabelle sehen. Doch Krinner weigert sich vehement sein Konzept zu ändern. Das verärgert die Spieler. In den Phase vor den Playoffs der letzten Saison haben sich Stichnoth und das Team noch gegen Krinner durchgesetzt und auf die alte Zach-Taktik gewechselt. Mit Erfolg. Es war das letzte Mal. Krinner wird sich nicht ändern. Er bleibt stur. Nie hat er auch nur ansatzweise daran gedacht, von sich aus zurückzutreten.
Die Fans
Die Hannover Scorpions sind wahrlich nicht mit einem hohen Zuschauerschnitt gesegnet, aber die treusten Fans der Liga haben auch in den letzten Wochen zu ihrem Team gehalten, es immer wieder unterstützt. Die Sympathien bei den Fans sind klar verteilt. Sie sind pro Team und Geschäftsführer Stichnoth und klar gegen Trainer Toni Krinner gerichtet. Mehrfach wurde während Spielen der Rücktritt des Trainers gefordert. Und mit Günter Papenburg, der sich jetzt klar zu Krinner bekannt hat, haben die Fans eine weitere Zielscheibe für ihren Protest gefunden. Los geht es beim Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die DEG Metro Stars.
Es ist eine nahezu aussichtlose Lage. Es ist Endzeitstimmung. Sollte Krinner Trainer bleiben, wird Stichnoth und ein Großteil des Teams gehen und viele Fans dem Verein den Rücken kehren. Die Entscheidung liegt nun beim Besitzer Papenburg, jener Papenburg, der die Scorpions geschaffen hat, sie zu einer festen Größe in der DEL machte – und der jetzt, ohne wahrscheinlich auch nur ansatzweise über die Konsequenzen nachzudenken, mit seiner Entscheidung pro Krinner den Stecker ziehen wird. Papenburg scheint Schluss machen zu wollen. Zur Not gebe er die DEL-Lizenz gerne an Landshut weiter.
Es ist vorbei. Ein weiterer DEL-Klub wird langsam, aber stetig zu Grabe getragen. Zwei Jahre nach dem Gewinn der Meisterschaft.
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Freitag, 17. Februar 2012 18:57
Momentan hat die Deutsche Eishockey Liga (DEL) nur einen TV-Partner, den Pay-TV-Sender Sky. Dort gibt es zwei Spiele pro Woche zu sehen. Anders als die beiden anderen großen Mannschaftssportarten läuft Eishockey in Deutschland ausschließlich im Bezahlfernsehen. Die Basketball Bundesliga läuft ebenso wie Handball aus der höchsten deutschen Spielklasse bei sport1 im Free-TV – mit zufriedenstellenden Quoten für beide Parteien.
Präsenz im Free-TV fehlt der DEL komplett, mit Ausnahme von 45 Sekunden hin und wieder im Morgenmagazin von ARD und ZDF und einigen recht wenig beachteten Live-Spielen auf Eurosport. Nicht nur deshalb, aber auch deswegen hat die Deutsche Eishockey Liga in den letzten Jahren massiv an Bedeutung und Zuspruch verloren. Das öffentliche Interesse und die mediale Präsenz ist nicht gestiegen, eher gefühlt sogar noch gesunken – trotz der Eishockey-WM im eigenen Land mit fantastischen Leistungen der Nationalmannschaft.
Sky und die DEL pflegen eine langjährige Partnerschaft. Als regelmäßiger Zuschauer kann ich mich über die Übertragungen nicht beschweren. Zwei Kommentatoren, häufig noch ein zusätzlicher Experte, HD. Fachlich gut aufbereitet – da macht Sky einen richtig guten Job. Groß flankiert werden die wöchentlichen Übertragungen aber nicht. Es gibt keine Magazine oder Zusammenfassungen anderer Spiele, in den letzten Jahren wurden die Vorberichte immer weiter zusammengekürzt.
Nicht nur deshalb scheint die Liga mit Sky teilweise nicht zufrieden, wie zuletzt bei SPONSORs zu lesen war (Artikel liegt mir wörtlich vor). Der aktuelle Vertrag endet nach dieser Saison, die DEL hat sich bereits zu Gesprächen mit Sky getroffen. Eine Einigung steht aber nicht unmittelbar bevor. Die Liga ärgert sich vor allem an der geringen Cross-Promotion von Sky bezüglich der DEL. Und hat damit vollkommen Recht. Auf DEL-Übertragungen wird im gesamten Sky-Sportprogramm so gut wie nie hingewiesen. Cross-Promo von Bundesliga zu DEL gibt es gar nicht. Auch auf Sky Sport News HD wird die DEL stiefmütterlich behandelt. Es gibt lediglich eine Kurzzusammenfassung des auf Sky gezeigten Spiels. Dabei hat Sky Zugriff auf alle Bilder aus den Arenen, die auch meist in HD vorliegen. Es wird auf Sky Sport News HD kaum auf die DEL verwiesen, selten gibt es Vorberichte. Da zeigt man mehr bewegte Bilder vom College Basketball aus den USA als aus der DEL. Und das geht nicht. Ich verstehe den Ärger der DEL sehr gut.
Bisher hat die DEL nur mit Sky verhandelt. Beide Partner haben ein Erstverhandlungsrecht vereinbart. Ziel sei es für die DEL bis Ende April einen neuen TV-Vertrag zu erreichen. Ob das klappt, bleibt zweifelhaft. Spätestens Ende Juni oder Anfang Juli muss ein neuer Vertrag stehen. Von Seiten der DEL gibt es viel Lob für Sky, aber eben auch Kritik und Verbesserungsvorschläge. Jetzt liegt es an Sky auch auf die DEL zuzugehen, wenn man kein weiteres durchaus attraktives Sportrecht verlieren will. Sollte es keine Einigung mit Sky geben, würden andere Interessenten gesucht und angefragt.
Vielleicht schafft es ja die DEL, dass Sky aus Eishockey in Deutschland im Pay-TV noch mehr raushaut und dann die Rechte fürs Free-TV mit Zusammenfassungen oder Magazinen ebenso Abnehmer finden. Wäre für die DEL und Sky ein guter und für das Eishockey in Deutschland insgesamt notwendiger Schritt.
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