Premier League 2012/2013 Abstiegskampf: Gelingt Wigan Athletic The Great Escape?

6:1 schlug Aston Villa am Montagabend den AFC Sunderland, unter anderem dank eines Hattrick von Christian Benteke. Mit diesem Sieg machte Aston Villa einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. In trockenen Tüchern ist aber noch nichts für Villa. Alles hängt ein wenig an Wigan Athletic, die noch ein Spiel mehr als die Konkurrenz auszutragen haben. Gelingt den Latics The Great Escape oder müssen Sunderland, Newcastle und eben Aston Villa noch einmal richtig zittern. Zwei Absteiger stehen ja schon fest: Die Queens Park Rangers und der FC Reading müssen nächste Saison wieder in der Championship spielen. Mit Cardiff City steht ein Aufsteiger in die Premier League bereits fest. Am Samstagmittag entscheidet sich im Fernduell zwischen Hull City (78 Punkte, gegen Cardiff City) und Watford (77 Punkte, gegen Leeds United), wer der direkte zweite Aufsteiger in die Premier League wird. Aber erstmal Abstiegskampf in der Premier League. Ein Überblick:

Aktuelle Tabelle:
15. AFC Sunderland (35 Spiele, 37 Punkte, -12 Tore)
16. Aston Villa (35 Spiele, 37 Punkte, -22 Tore)
17. Newcastle United (35 Spiele, 37 Punkte, -23 Tore)
18. Wigan Athletic (34 Spiele, 32 Punkte, -23 Tore)

Sollte Wigan wirklich alle vier Spiele gewinnen, kämen die Latics auf 44 Punkte. Das scheint aber extrem unwahrscheinlich. Alle Teams vor Wigan rechnen derzeit damit, dass vier Punkte aus den letzten drei Spielen reichen könnten. Das wären dann 41 Zähler, die Wigan nur bei drei Siegen mit gutem Torverhältnis aufholen könnte. Alles orientiert sich also an Wigan, die am letzten Spieltag noch Aston Villa empfangen, also dann in Reichweite von drei Punkten liegen müssen. Das heißt, dass Wigan zwei Zähler auf die Villens aufholen muss bis zum letzten Spieltag. Der Blick auf das Restprogramm der Abstiegskonkurrenten:

AFC Sunderland:
06.05. 21:00, Stoke City (H)
12.05. 16:00, Southampton (H)
19.05. 17:00, Tottenham Hotspur (A)

Sunderland kann in den beiden Heimspielen gegen Stole und Southampton alles klar machen, sodass sie dann für das schwierige Auswärtsspiel gegen Tottenham nichts mehr befürchten müssen. Angesichts der miserablen Auswärtsbilanz von Sunderland (nur vier Siege in 18 Spielen) können sich die Black Cats des Spielplans glücklich schätzen.

Aston Villa:
04.05. 16:00, Norwich City (A)
11.05. 13:45, FC Chelsea (H) (live auf Sky)
19.05. 17:00, Wigan Athletic (A)

Es wäre sicherlich nicht verkehrt, wenn Villa bei Norwich punktet und den Schwung aus dem 6:1 gegen Sunderland mitnimmt. Es folgt das nicht einfache Heimspiel gegen Chelsea und dann eben möglicherweise das entscheidene Spiel im Abstiegskampf bei Wigan. Aus der Sicht von Villa möchte man zu diesem Zeitpunkt bereits den Klassenerhalt perfekt gemacht haben.

Newcastle United:
04.05. 16:00, West Ham United (A)
12.05. 16:00, Queens Park Rangers (A)
19.05. 17:00, FC Arsenal (H)

Die Magpies sind auch ein ganz heißer Kandidat für eine Zitterpartie bis zum Saisonschluss. Vier Niederlagen in den letzten sechs Spielen sprechen für sich, hinzu kam die Demütigung gegen den FC Liverpool am letzten Wochenende. Man trifft mit West Ham und QPR auswärts auf zwei Teams, für die es um nichts mehr geht und die frei aufspielen können. Und zumindest die Hammers kommen damit sehr passabel zurecht. Am letzten Spieltag warten die Gunners, die dann sicherlich noch im Kampf um die Champions League Plätze mitmischen wollen.

Wigan Athletic:
04.05. 16:00, West Bromwich Albion (A)
07.05. 20:45, Swansea City (H)
11.05. 18:15, Manchester City (FA-Cup Finale)
14.05. 20:45, FC Arsenal (A) (live auf Sky)
19.05. 17:00, Aston Villa (H)

Aber wie gesagt: Alles hängt von Wigan Athletic ab. Im Vergleich zur Konkurrenz haben die Latics noch zwei Pflichtspiele mehr, weil sie im FA-Cup Finale stehen und nächsten Dienstag gegen Swansea ein Nachholspiel haben. Die Rechnung ist ganz einfach: Wigan muss Samstag bei West Bromwich und Dienstag gegen Swansea gewinnen, um noch eine reale Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Mit Punkten im Emirates muss man nicht unbedingt rechnen, wenngleich Wigan das letzte Spiel bei Arsenal 2:1 gewinnen konnte. Und für den Schlussspurt am letzten Spieltag wäre wichtig: Drei Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze darf der Rückstand maximal betragen, am besten auf Aston Villa. Die Tordifferenz ist sehr ähnlich. Mit einem hohem Heimsieg wäre also dann alles geschafft.

Es wäre schon The Great Escape von Wigan. Fünf Spiele in 15 Tagen, ein eher dünner Kader, mit Figueroa ein weiterer Spieler wohl mit dem Saisonaus aufgrund einer Wadenverletzung. Aber wer, wenn nicht Wigan.

FA-Cup 2011/2012 4. Runde, FC Arsenal – Aston Villa

[18h55] Endstand FC Arsenal – Aston Villa 3:2

What a turnaround. Damit hatte ich nicht gerechnet. Balsam auf die Seele der leidenden Arsenal-Fans. Innerhalb von 15 Minuten drehen die Gunners die Partie von 0:2 auf 3:2. Verdienter Einzug ins Achtelfinale durch die Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten. Next step Middlesbrough oder Sunderland auf der Road to Wembley.

Arsenal hat in der zweiten Halbzeit vieles besser gemacht. Druckvoller über die Flügel gespielt. In den Strafraum gezogen statt ungefährliche Flanken zu schlagen. Und dann klappt es auch mit den Torchancen und Toren gegen die kopfballstarke Villa-Defensive, die mit Flanken nicht zu knacken war. Das hätte man eigentlich auch schon vor dem Spiel wissen müssen. Defensiv wieder ein paar Patzer, dafür in der zweiten Halbzeit wenig zugelassen. Nach drei Niederlagen in der Liga ein Sieg für Arsenal. Wäre auch nur Futter für wütende Fans gewesen, wenn Arsenal lediglich ein Spiel im Januar gewonnen hätte. So scheint erstmal Ruhe einzukehren – bis Mittwochabend, wenn es nach Bolton geht.

[18h53] Arsenal bringt das Spiel bisher problemlos über die Zeit.

[18h50] Vier Minuten Nachspielzeit

[18h47] Wechsel FC Arsenal: Gleich doppelt. Walcott und Oxlade-Chamberlain gehen, Sagna und Henry jetzt mit dabei.

[18h43] Sieben Minuten noch regulär. Arsenal sieht ein wenig nervös aus.

[18h41] Wechsel Aston Villa: Stilian Petrov geht, Barry Bannan kommt.

[18h38] Es ist noch nicht vorbei. Wieder Gefahr von Villa nach einer Ecke. Diesmal die scharf gezogene Flanke von Ireland, in der Mitte Cieran Clarke mit dem Kopfball. Fabianski auf dem Posten. Eine Minute später Keane frei vor dem Tor. Trifft den Ball aber nicht, Koscielny kann klären.

[18h37] In other news: Jack Wilshere gibt Autogramme auf der Tribüne. Nichts Neues wegen des Comeback-Termins. Am Freitag wurde bekannt, dass eine alte Verletzung wieder aufgetaucht ist und die Rückkehr weiter verzögert. Freitagnachmittag war Wilshere erneut bei den Doktoren. Seitdem seitens des Vereins keine neue offizielle Verlautbarung.

[18h31] Wechsel: Mikel Arteta für Thomas Rosicky bei den Gunners. Bei Villa ist Agbonlahor gegangen, Gardner jetzt in der Partie

[18h30] Villa bleibt brandgefährlich. Wieder rettet Mertesacker zur Ecke, nachdem Koscielny wegrutscht. Petrov mit dem Zuspiel in die Mitte.

[18h28] Solo von Walcott auf rechts, mal keine Flanke, sondern ein fulminanter Schuss. Given wehrt in die Mitte ab, Villa kann klären. Bei Arsenal geht jetzt viel durch die Mitte und über rechts mit Song, Rosicky und Walcott. Dringend benötigte Leistungssteigerung umgesetzt, insbesondere Walcott.

[18h25] Erstmal durchatmen und sortieren. Das ging fix in den letzten Minuten. Arsenal drückt weiter aufs Tempo, will die Entscheidung zum 4:2. Villa hat sich kurz geschüttelt und versucht zurück ins Spiel zu kommen. Mertesacker klärt in höchster Not vor Bent und Keane. Weiter hohes Tempo, noch keine Wechsel.

[18h21] FC Arsenal – Aston Villa 3:2, Robin van Persie, 61. Minute (FE)

Koscielny geht auf links, zieht dynamisch in den Strafraum, wo ihn Bent aus dem Gleichgewicht bringt. Den Elfmeter kann man geben. Van Persie wie gewohnt sicher vom Punkt. Crazy game. Arsenal dreht das Spiel komplett. Henry mit einem Lächeln an der Seitenlinie. Die Gunners wie ausgewechselt.

[18h20] Elfmeter FC Arsenal

[18h19] Halbe Stunde noch. Packendes Spiel jetzt. Klasse.

[18h16] FC Arsenal – Aston Villa 2:2, Theo Walcott, 56. Minute

Endlich belohnt sich Arsenal mal für das druckvolle Spiel. Walcott setzt sich toll auf der rechten Seite durch, zieht in die Mitte an der Grundlinie entlang, Given kann zunächst klären, dann schießt Walcott an, von da landet der Ball im Netz. Zehn Minuten hat es gebraucht, bis Arsenal zurück im Spiel ist. Wenger hatte ne passende Halbzeitansprache.

[18h13] FC Arsenal – Aston Villa 1:2, Robin van Persie, 54. Minute (FE)

Song schickt Ramsey, der vom gelbverwarnten Dunne gefoult wird. Kein Platzverweis, aber dafür ein berechtigter Elfmeter. Van Persie verwandelt souverän in die linke untere Ecke.

[18h13] Elfmeter FC Arsenal

[18h10] Arsenal kommt mit Schwung aus der Kabine. Sieht alles paletti aus – bis auf der Abschluss. So auch diesmal. Feiner Spielzug über Rosicky und Walcott, gut durch die Mitte kombiniert. Ramsey mit dem Abschluss genau auf Given. Zu wenig.

[18h08] Die Arsenal-Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen. Eckball van Persie von rechts, Kopfball Mertesacker, Ireland klärt auf der Linie. Close.

[18h05] Beginn 2. Halbzeit

[17h50] Halbzeit FC Arsenal – Aston Villa 0:2

Villa macht es vor, was effektive Chancenverwertung heißt. Zwei gute Chancen, zwei Tore mit teils kräftiger Mithilfe der Arsenal-Verteidigung. Beim 0:1 wird die Ecke nicht verhindert und dann nicht hochgesprungen. Beim 0:2 lässt man sich stupide auskontern. Arsenal war besser, spielbestimmend, mit guten Ansätzen gleich zu Beginn und kurz vor der Pause. Blöderweise haben die Gunners aus der Überlegenheit in der ersten Viertelstunde nichts gemacht. Van Persie blass, Walcott bemüht, aber glücklos. Nur The Ox mit etwas Dynamik. Und dann mit Wut im Bauch auf den Ausgleich gedrängt und vergessen, dass Villa hervorragend kontern kann. Das hat Wenger Freitag sogar noch in der PK gesagt.

Das wird ein ganz langer Weg für Arsenal. Also schonmal warmpfeifen in der Halbzeit, falls Arshavin in der 60. Minute eingewechselt wird. Denn schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Credit to Villa. Gut verteidigt, bisschen Glück gehabt, aber eiskalt zugeschlagen. Perfekter kann ein Pokalspiel auswärts nicht laufen.

[17h49] FC Arsenal – Aston Villa 0:2, Darran Bent, 45. Minute +1

Die Gunners werden in der Nachspielzeit wie aus dem Lehrbuch ausgekontert. Peinlich. Da laufen alle nach vorne, unter anderem Mertesacker, um den Druck weiter zu erhöhen. Und Villa steht gut. Sauber rausgespielt, Bent wird lang geschickt. Fabianski reagiert zunächst großartig, kann den Nachschuss aber nicht verhindern. Bent trifft aus spitzem Winkel ins lange Eck. Fein gemacht.

[17h48] Arsenal ist wieder aufgewacht. Fernschuss von Oxlade-Chamberlain, Given klärt zur Seite weg. Man nährt sich.

[17h45] Beste Chance für Arsenal. Villa bekommt in persona Hutton den Ball nicht weg, Ramsey schnappt sich die Kugel, umkurvt Cuellar, zieht vors Tor, aber Given macht die kurze Ecke hervorragend zu und klärt zur Ecke.

[17h43] Arsenal hatte sehr gut begonnen. Villa wurde zuletzt stärker, war gefährlich bei Kontern. Und jetzt fällt Arsenal nicht mehr viel ein, was nach großer Torgefahr riecht. Lange Bälle auf van Persie oder eine erneut missglückte Flanke von Walcott. Villa macht es sich hinten bequem.

Herr Wenger, wie kann man trotz so viel Ballbesitz und Überlegenheit so ungefährlich aussehen?

[17h38] Im Gegenzug feine Kombination von The Ox und Walcott, Schüsschen von Rosicky aus der zweiten Reihe. Da hat Given sogar noch Probleme den Ball festzuhalten. Unverständlich, van Persie kommt aber zu spät. Flottes Spiel jetzt, aber auch viele Ungenauigkeiten.

[17h36] FC Arsenal – Aston Villa 0:1, Richard Dunne, 34. Minute

Schlimm verteidigt nach einer Ecke von Villa. Die Gäste mit der ersten guten Chance zur Führung. Kurz ausgeführte Ecke, Keane mit der gefühlvollen Hereingabe auf den langen Pfosten. Arsenal hat deutliche Überlegenheit. Aber entweder wird sich vom Ball weg orientiert oder nicht richtig hochgesprungen. Dunne mit dem problemlosen Kopfball. Fabianski chancenlos.

[17h33] Die nächste grauenvolle Flanke von Walcott

30 Minuten durch. Wie immer bei Arsenal zuletzt, wenn es gegen einen kompakt stehenden Gegner geht. Viel Ballbesitz, ein paar Chancen. Aber man macht viel zu wenig aus der Überlegenheit. Das ist für Villa alles nicht überraschend und leicht zu verteidigen.

[17h29] Die beiden Duelle auf den Flügeln – Walcott gegen Warnock und Hutton gegen The Ox – gehen bisher klar zu Gunsten von Arsenal aus. Und dafür springt offensiv einfach zu wenig raus. Die Mitte macht Villa ganz gut zu, Rosicky und auch Ramsey müssen häufig wieder hinten rum spielen.

[17h24] Villa zum ersten Mal offensiv in Aktion. Plötzlich ist Bent völlig frei vor Fabianski, ist aber selbst wohl zu erschrocken, weil Fabianski daneben greift und auch Bent nicht wirklich den Kopfball perfekt ansetzt. Zuvor Mertesacker mit, na ja, ausbaufähigem Stellungsspiel.

[17h21] Villa macht in den letzten Minuten die Räume ein wenig enger, steht besser im Mittelfeld, greift früher an. Von daher ist der große Druck der Gunners erstmal weg. Viel Ballbesitz, aber wenig Zug nach vorne. Offensiv Villa noch nicht vorhanden. Arsenal macht selbst zu wenig aus dem Platz in der Offensive, Kombinationen dauern noch zu lange.

[17h15] Wieder schneller Gegenzug von Arsenal. Diesmal schickt Rosicky Walcott auf die lange Reise. Doch der Rechtsaußen wird gut bedrängt und verteidigt, sein Abschluss doch recht weit neben das Tor.

BTW: Fabianski macht einen auf ganz lässig heute Nachmittag.

[17h10] Starker Konter vom FC Arsenal. Coquelin erkämpft sich den Ball in der eigenen Hälfte, schickt Walcott, der van Persie bedient. Doch der Niederländer nicht schnell genug im Abschluss. Lediglich Ecke für die Gastgeber. Die kann Villa aber problemlos klären.

[17h08] Erste gute Chance für die Gunners. Freistoß von Vermaelen aus über 25 Metern. Given reagiert großartig und faustet den Ball zur Ecke ab. Arsenal weiter spielbestimmend.

[17h06] Mal beobachten, ob Oxlade-Chamberlain und Walcott wieder die Flügel tauschen während des Spiels. Zunächst beginnt Walcott wie gewohnt auf rechts. Rosicky zentral. Arsenal mit zügiger Vorwärtsbewegung in den ersten Minuten.

[17h03] Beginn 1. Halbzeit

Die Gunners mit Anstoß in den roten Trikots. Villa in weiß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten. Here we go.

[16h53] Und mit Alex McLeish hat Arsenal noch eine Rechnung offen. Der jetzige Villa-Coach trainierte letzte Saison noch Birmingham City, das Arsenal im Carling Cup Finale in Wembley mit 2:1 besiegte und danach die schleichende Krise im letzten Saisondrittel einläutete.

[16h50] Arsene Wenger hat am Freitagnachmittag auf der Pressekonferenz gesagt, dass er den FA-Cup ernst nehme. Und hat sich da mal geschickt auf seine ganze Amtszeit als Referenzwert bezogen. Clever. Denn seit 2005 hat Arsenal den Pokal nicht mehr gewonnen und sich in den letzten Jahren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Und so gab Wenger gleich einschränkend zu Protokoll, dass das Hauptsaisonziel das Erreichen der Champions League sei. Und das Verpassen könne auch nicht durch einen eventuellen Pokalerfolg abgemildert werden.

[16h43] Auslosung Achtelfinale FA-Cup 2011/2012

FC Liverpool – Brighton & Hove Albion
FC Everton – Blackpool / Sheffield Wednesday
FC Chelsea – Birmingham City
Crawley Town – Stoke City
Stevenage – Tottenham Hotspur
Norwich City – Leicester City
Sunderland / Middlesbrough – FC Arsenal / Aston Villa
Millwall / FC Southampton – Bolton Wanderers

Und alle großen Mannschaften gehen sich aus dem Weg. Schön. Gespielt wird am Wochenende 18./19. Februar.

[16h39] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Fabianski – Coquelin, Mertesacker, Koscielny, Vermaelen – Song, Ramsey – Oxlade-Chamberlain, Rosicky, Walcott – Van Persie

Aston Villa: Given – Hutton, Cuellar, Dunne, Warnock – Ireland, Clark, Petrov, Agbonlahor – Keane, Bent

Die Gastgeber im bekannten 4-2-3-1 mit van Persie als einziger Spitze. Henry sitzt auf der Bank. Ebenso Sagna, für einen Startelfeinsatz reicht es aber noch nicht. Deshalb spielt Coquelin Rechtsverteidiger, Djourou fehlt verletzt. Rosicky bekommt den Vorzug vor Arteta, the Ox vor dem formschwachen Arshavin. Vermaelen spielt wieder Linksverteidiger. Bei Villa Keane an der Seite von Bent im Sturm. Bei den Gösten sind kurzfristig Marc Albrighton und James Collins ausgefallen, haben sich beide gestern im Abschlusstraining verletzt.

[16h33] Bei den Gunners heute Fabianski im Tor, Oxlade-Chamberlain wieder in der Startelf. Bei Villa beginnt Robbie Keane von Beginn an. Komplette Aufstellungen gleich.

[16h29] In der ersten Partie des heutigen Tages trennten sich der FC Sunderland und der FC Middlesbrough leistungsgerecht 1:1. Damit bekommt der Zweitligist ein Wiederholungsspiel, voraussichtlich am 7. oder 8. Februar.

[16h26] Schönen Nachmittag zusammen. Gleich die Auslosung für die nächste Runde im FA-Cup, im Anschluss das Schlussspiel der 4. Runde. Der FC Arsenal empfängt im Premier League Duell Aston Villa.

Premier League 2010/2011 #21 – Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig

FC Chelsea – Aston Villa 3:3 (1:1)
Der Sonntag in der Premier League eröffnete mit einem spektakulären Spiel. Nach einer dramatischen Schlussphase und drei Toren in den letzten zehn Minuten trennten sich die Blues und der Gast aus Birmingham mit 3:3. Nach dem 1:1-Halbzeitstand ging Villa gleich nach der Pause durch den ins Team zurückgekehrten Emil Heskey mit 2:1 in Führung. Chelsea wirkte danach geschockt und erst als Aston Villa ein wenig die Kräfte schwanden und sich die Mannschaft von Houllier immer weiter zurückzog, drehte Chelsea noch einmal auf und machte durch Drogba und Terry binnen fünf Minuten aus dem 1:2 ein 3:2. Die Spieler fielen nach dem Treffer des Chelsea-Kapitän Carlo Ancelotti an der Seitenlinie um den Hals und hatten das Spiel danach wohl schon als gewonnen eingestuft. Anders war das fürchterliche Abwehrverhalten beim 3:3 durch Ciaran Clarke in der zweiten Minute der Nachspielzeit nicht zu erklären. Für beide Teams bringt das Ergebnis keinen wirklichen Fortschritt in der Tabelle, wenngleich Villa mit dem Punktgewinn sicherlich zufriedener sein dürfte. Villa bleibt Tabellenfüftzehnter, Chelsea musste Tottenham in der Tabelle passieren lassen und rangiert auf dem fünften Platz.
Die Blues treten auf der Stelle. Nur ein Sieg aus den letzten acht Spielen ist schlicht zu wenig um als ernsthafter Titelkandidat zu gelten. Sollte Manchester United sein Nachholspiel noch gewinnen, wären es neun Punkte Vorsprung auf den FC Chelsea. Bei solchen Abständen hatte man Arsenal in den letzten Spielzeiten stets zur Grabe getragen. Chelsea konnte insgesamt nur wenig Schwung aus dem Sieg gegen Bolton mit in die Partie nehmen. Es fehlt die Dominanz alter Tage. Es bleibt dabei, dass Chelsea bei einem normalen Spielaufbau derzeit zu ausrechenbar ist. Es brauchte schon Geniestreiche von Lampard oder Malouda um die Abwehr von Villa vor große Probleme zu stellen. Heute hatte man auch ein wenig Pech dank eines sehr gut aufgelegten Brad Friedel im Villa-Tor. Aber wenn man dann schon vorne nicht alles trifft, war es zumindest in den letzten Spielzeiten Markenzeichen von Chelsea, dass die Defensive felsenfest von sich überzeugt war und stabil stand und man eine knappe Führung über die Zeit schaukelte. Da ist man Lichtjahre von entfernt. Die Berufung des 19-jährigen niederländischen Innenverteidigers Jeffrey Bruma in die Startelf konnte zunächst als möglicher Überraschungscoup von Ancelotti gelten, Bruma hatte gegen Heskey aber häufig das Nachsehen. Es passt derzeit vieles bei Chelsea nicht zusammen, entsprechend enttäuscht blickte Ancelotti auf den Nachmittag an der Stamford Bridge: ” Ich bin offensichtlich enttäuscht, weil ich denke, dass wir sehr viel Energie in die zweite Halbzeit gesteckt haben um nach dem Rückstand zuzrückzukommen und das Spiel zu gewinnen. Wir hatten eine fantastische Reaktion und spielten mit viel Leidenschaft und Druck in den letzten Minuten nach vorne. Als wir dachten, dass wir das Spiel gewonnen hatten, haben wir in der letzten Situation zwei Punkte verloren. Deswegen bin ich enttäuscht, weil wir gewinnen musste und es auch verdient gehabt hätten. Es ist einzig und allein unsere Schuld weil wir nicht fähig waren uns bis zum Ende zu konzentrieren.” Bleibt also weiter spannend, wie es mit Chelsea und Ancelotti weitergeht. Ich glaube nicht an einen schnellen Rücktritt oder Rausschmiss ebenso wenig wie bei Aston Vlla und Gérard Houllier. Noch rettet man sich von Spiel zu Spiel, weil man immer wieder ein Erfolgserlebnis einsträuen kann. Scheinbar braucht es schon eine längere Negativserie um die beiden Trainer noch stärker unter Druck zu setzen.

Newcastle United und die Twitter-Richtlinien
Mittlerweile sind auch zahlreiche Spieler bei Twitter, ob nun Rio Ferdinand von Man Utd, Kevin Davies von den Bolton Wanderers oder Jack Wilshere vom FC Arsenal (um mal ein paar bekannte Namen zu kennen. Ich kenne leider keine aktuelle Liste, die alle Spieler aufführt. Wenn ich irgendwann mal ganz viel Zeit habe, nehme ich mir das vielleicht mal vor). Jedenfalls stellt die Expansion von Twitter unter den Spielern der Premier League für die Vereine eine kleine Herausforderung dar, verbunden mit der Frage, was die Spieler über Vereinsinterna und mögliche Einsätze twittern dürfen. Newcastle United ist nun der nächste Verein, der Regeln für die Spieler im Umgang mit Twitter aufstellt. Hintergrund ist ein Tweet von Mittelfeldspieler José Enrique (@josenufc3) am Dienstagvormittag, wo er mitteilte, dass er wegen Verletzung nicht spielen werde. Das brachte den neuen Newcastle-Trainer Alan Pardew sowas von auf die Palme, das er mit seinem Trainerteam eine Präsentation für die Spieler ausarbeiten ließ, wie mit Informationen im digitalen Zeitalter umzugehen ist. Ergebnis: Aktuelle Fitnesszustände, Aufstellungen und sonstige Vereininterna haben bei Twitter nichts zu suchen. Mehr beim Guardian.

Wie lange steht Roy Hodgson noch an der Seitenlinie für Liverpool?
Trotz des knappen Sieges gestern gegen die Bolton Wanderers scheinen die Tage für Hodgson an der Anfield Road gezählt zu sein. Der Daily Telegraph berichtet heute Vormittag exklusiv, dass die Besitzer des FC Liverpool bereit wären Hodgson zu entlassen und zunächst auf eine langfristige Lösung für den Trainerposten zu verzichten. Man könne sich eine Übergangslösung bis zum Sommer vorstellen. Ein Name, der immer wieder gehandelt wird und der sicherlich auch die Fans versöhnen würde, ist Kenny Dalglish, der von 1985 bis 1991 die Reds trainierte, dabei drei Meisterschaften holte und seit zwei Jahren die Jugendakademie des FC Liverpool betreut. Hodgson scheint noch die Unterstützung der Spieler zu haben, Fakt ist aber auch, dass Liverpool derzeit nicht die Erwartungen erfüllt. Ich hatte schon in einem Kommentar bei allesaussersport kurz zur Lage in Stellung bezogen und den Aderlaß zahlreicher Stammspieler der letzten Jahr und die fehlende Tiefe des Kaders als Hauptursachen identifiziert. Fraglich, ob das jetzt ein anderer Trainer besser machen würde. Unklar auch, ob Liverpool im Januar auf dem Transfermarkt groß zuschlagen wird. Die Reds werden ja immer wieder in Verbindung mit Ashley Young von Aston Villa (mögliche Ablöse bei rund 15 Millionen Pfund) in Verbindung gebracht.

Wenn Harry Redknapp einen Lauf hat…will er David Beckham
Die Verpflichtung von David Beckham durch die Tottenham Hotspur scheint von Seiten der Spurs nur noch Formsache. Redknapp will Beckham, man habe, so Redknapp gestern, ein ordentliches Angebot vorgelegt, Beckham selbst soll bekundet haben, dass er gerne für die Spurs spielen würde. Nun muss nur noch LA Galaxy zustimmen. Alles, was Harry Redknapp seit Anfang August angefasst hat, wurde zu Gold. Die Verpflichtung von Rafael van der Vaart, Einzug ins Achtelfinale der Champions League und Platz vier in der Premier League zum Jahreswechsel. Ihm gelingt alles. Und wenn man einen solchen Lauf hat, scheint man ein wenig blind zu werden um zu denken, dass Beckham die Spurs personell wirklich verbessern und weiterbringen würde. Aber über Redknapp wird gesprochen. Und wenn dieser Tage sein Name fällt, muss man ja auch zwangsläufig über die Erfolge der Spurs sprechen. Cleverer Mann.

Premier League 2010/2011: Saisonvorschau Oberes Mittelfeld

Nachdem ich die letzten Vorschauen etwas ausführlicher gestaltet habe und jeweils einem Verein gewidmet habe, möchte ich, bevor ich am Mittwoch ausführlicher auf die Aufsteiger in der Premier League blicke, heute und morgen kurz die übrigen Teams unter die Lupe nehmen. Dies wird längst nicht so ausführlich sein, werde aber jede Woche bei der Spieltags-Preview immer auch auf die Geschehnisse bei den kleineren Klubs eingehen. Fürs erste also eine Vorschau auf fünf Mannschaften, die ich eher im oberen Mittelfeld erwarte, also zwischen den Plätzen 7-10. Die Reihenfolge ist da erstmal sekundär.

Breaking News: So eben wird bekannt, dass Martin O’Neill als Trainer von Aston Villa mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Dies wird auf der Vereinshomepage von Villa bestätigt.

“I have enjoyed my time at Aston Villa immensely. It’s obviously a wrench to be leaving such a magnificent club. I would like to pay tribute to the Villa players, my coaching staff and the Villa supporters for all the support and encouragement they have given both the club and me personally during my time as manager. I wish them all the best for the future. I will obviously be assisting the club in the immediate short-term with regard to the handover of my duties.”

Ob es mit der Transferpolitik zu tun hat? Der Sportkorrespondent von BBC Five Live spekuliert darüber, dass O’Neill ziemlich verärgert darüber war, dass der Verein Verhandlungen über einen Transfer von Ashley Young zu den Tottenham Hotspur zugestimmt hat. O’Neill soll Young auf alle Fälle bei Villa halten wollen. Und wie zufrieden war O’Neill mit der Situation um den Transfer von James Milner?

Das ist für Villa eine Woche vor Saisonstart natürlich eine mittlere Katastrophe.

Aston Villa (PL 2009/2010 6. Platz)
Das Team von ehemaligen Trainer Martin O’Neill ist derzeit das einzige Team in der Premier League, das noch keine Neuzugänge verzeichnen kann. Was im Moment noch nicht weiter tragisch ist, weil auch kein Stammspieler und Leistungsträger den Verein verlassen hat und Villa schon immer mit einem kleinen Kader ausgekommen ist. Letzte Saison setzte O’Neill nur 23 Spieler ein, der niedrigste Wert in der Premier League, zusammen mit Stoke City. Und das zeigt aber auch die Misere, in der Villa steckt. Man hat eine starke 11, die jederzeit um den vierten Platz mitspielen kann. Es fehlt aber die Tiefe im Kader, sodass es fast schon regelmäßig gegen Ende der Saison bergab geht – teils bedingt durch Verletzungen, teils verursacht durch die Müdigkeit der Spieler nach einer anstrengenden Spielzeit – und Villa meist um den sechsten oder sieben Platz eintrudelt. Und in diesem Umfeld würde ich sie auch für die kommende Premier League Saison einschätzen, da hat die Konkurrenz zu stark aufgerüstet und es scheint derzeit nicht der Fall, dass Villa noch zwei Mega-Transfers aus dem Hut zaubern wird. Im Gegenteil: Es scheint nur eine Frage der Zeit – immer wieder wird der kommende Donnerstag genannt – bis James Milner den Verein in Richtung Manchester City verlassen wird, was für Villa eine weitere Lücke im Kader darstellt, die es zu kompensieren gilt. Und das muss kostengünstig geschehen, denn Villa-Besitzer Randy Lerner tritt wegen ehe schon hoher Gehälter und zu hohen Schulden auf die Kostenbremse. Mit Brad Friedel hat man einen der ältesten, aber auch erfahrensten Torhüter zwischen den Pfosten, die Abwehr hat mit Richard Dunne, Curtis Davies und Carlos Cuellar genug Matcherfahrung in der Premier League. Und im Sturm mit John Carew, Gabriel Agbonlahor ist man ebenso stark vertreten, unterstützt von Stiliyan Petrov, Ashley Young und James Milner aus dem Mittelfeld. Wenn sich bloß keiner verletzt oder den Verein verlässt.

FC Fulham (PL 2009/2010 12. Platz)
Die Cottagers haben sich in den letzten zwei Jahren von einem Abstiegskandidaten zu einem soliden, teilweise richtig attraktiv spielendem Premier League Team entwickelt. Zu verdanken hatte man das im wesentlichen Roy Hodgson, der nun aber zum FC Liverpool wechselte. Mark Hughes, ehemals Manchester City und Blackburn Rovers, übernimmt nun die Verantwortung im Cravan Cottage. Muss man sich im Südwesten Londons an der Themse also nun wieder nach unten orientieren? Gewiss nicht, denn Mark Hughes – und das soll nicht despektierlich gemeint sein – ist genau der passende Trainer für einen soliden Premier League Klub im Mittelfeld der Tabelle. Da hat er in Blackburn stets das Optimum herausgeholt. Das soll sich in Fulham nun wiederholen. Die Ausgangslage ist günstig. Das Team aus der vergangenen Saison ist nahezu komplett geblieben, einzig die Weggänge von Verteidiger Chris Smalling zu Manchester United und vom Mittelfeldakteur Kevin Nevland nach Norwegen zu Viking hinterlässt eine kleine Lücke, die man kostengünstig und sehr passabel aufgefangen hat. Phillippe Senderos kommt für die Innenverteidigung vom FC Arsenal und man bindet den Publikumsliebling von West Bromwich Albion, Jonathan Greening, längerfristig an den Verein. Vorteil von Greening: Er ist nahezu überall im Mittelfeld flexibel einsetzbar. Hatte letzte Saison schon als Ausleihe bei den Cottagers gespielt und dort vor allem in der defensiveren Rolle dem Mittelfeld Stabilität verliehen.

FC Everton (PL 2009/2010 8. Platz)
Dem FC Everton geht es so ein bisschen wie Aston Villa. Man spielt meist eine sehr gute Saison, für den letzten Schritt nach vorne reicht es über eine gesamte Spielzeit gesehen noch nicht aus. Und im Sommer beißt man mit dem Mund in jede Tischkante und hofft, dass ja alle begehrten Spieler den Verein nicht verlassen und man das Team so umfangreich wie möglich zusammenhält. Dieser Aufgabe hat sich in diesem Sommer vor allem Everton-Trainer David Moyes verschrieben, der nahezu jeden Abwerbungsversuch – sei die Geldsumme noch so hoch – abblitzen lässt. Und bisher ist die Strategie aufgegangen. Da Evertons Kader sowieso nicht der größte in der Premier League ist, war dies auch zwingend notwendig. Man gab einige Nachwuchsspieler und Akteure aus der zweiten Reihe an unterklassige Vereine ab. Ergänzt wird der Kader durch den französischen Stürmer Magaye Gueye, der aus Strasburg an die Mersey wechselte, und den portugiesischen Angreifer Joao Silva, der in der zweiten portugiesischen Liga bei Aves in 30 Spielen immerhin 14 Tore erzielte. Und der dritte Neuzugang ist wohl der prominenteste und hat keine Ablöse gekostet. Stürmer Jermaine Beckford kam vom Zweitliga-Aufsteiger Leeds United. Für alle, die jetzt einen Ausruf der Erinnerung beim Namen Beckford wahrnehmen. Das war der Spieler, der das Siegtor für Leeds im FA-Cup bei Manchester United schoss. Beeindrucke Bilanz bei Leeds United: 126 Spiele, 72 Tore. Und er ist erst 26 Jahre alt, kann also noch ein paar Jahre richtig gute Leistungen bringen. Everton hat ihm einen 4-Jahres-Vertrag angeboten. Auf diesen Spieler dürfen wir uns wirklich freuen.

Birmingham City (PL 2009/2010 9. Platz)
Wenn es die Blues wieder hinbekommen so heimstark und defensiv sicher aufzutreten wie in der vergangenen Saison, können sich die Fans wieder auf eine entspannte Saison freuen, wird man mit dem Abstieg dann doch eher wenig zu tun haben. Kein Team der Big Four konnte letzte Spielzeit im St. Andrews Park gewinnen. Dass sieht dann spielerisch nicht immer attraktiv aus, weil es primär auf die Defensive beschränkt ist, wenn man dann aber die Spieler hat, welche die wenigen Chancen in Tore ummünzen können und gute Konter fahren, ist das eine berechtigte und erfolgreiche Strategie. Größtes Plus für Birmingham City ist wieder mal ein Faktor, der in der ganzen Premier League ausreichend vorhanden ist: Geld. Der chinesische Besitzer Carson Yeung ermöglicht Transfers, die für andere Klubs vom Status Birmingham City nicht realisierbar sind. Und mit dem Chinesen im Hintergrund kann man gegebenenfalls im Winter nach einer eher schlechteren Hinserie jederzeit neue Spieler kaufen. Und man hat mal schnell schlappe 12 Millionen Pfund für Torhüter Ben Foster von Manchester United und für Stürmer Nikola Zigic, der vom FC Valencia kommt, zuletzt aber Racing Santander ausgeliehen war. Und nebenbei hat man noch einige auslaufende Verträge nicht verlängert und Abnehmer für Christian Benitez (zu Santos Laguna), Lee Carsley (Coventry City) und Frank Queudrue (zu Panionios Athen).

Blackburn Rovers (PL 2009/2010 10. Platz)
Die wenigsten wissen wohl, dass die Blackburn Rovers seit Einführung der Premier League einmal die Meisterschaft gewonnen hat. Davon hat man sich aber auch schnell verabschiedet. Mit Trainer Sam Allardyce hat man jetzt einen erfahrenen Trainer gefunden, der Blackburn zu einem soliden Mittelfeldteam geformt hat. Mehr zu den Blackburn Rovers in den beiden Vorschauserien des Guardian.

Premier League 2009/2010 #25, Tottenham Hotspur – Aston Villa

[20h24] Endstand Tottenham Hotspur – Aston Villa 0:0

Die Spurs können mit diesem Spiel nicht zufrieden sein, hatten genug Chancen hier ein Tor zu erzielen. Villa wird mit dem Unentschieden einigermaßen leben können. Viel Glück, wenig Aufwand, immerhin ein Punkt. Trotzdem für beide Teams im Kampf um den vierten Platz eine Enttäuschung. Tottenham verliert den vierten Platz an Liverpool, Aston Villa rangiert weiterhin auf Rang 7. Beide haben es aber versäumt insbesondere an Liverpool und Man City eine Kampfansage zu machen. Und wenn Harry Redknapp am Freitag noch durch die Pressekonferenz posaunte, dass man Arsenal noch überholen könnte, dann war das vom spielerischen Potential ansatzweise noch zu verstehen. Nur dann muss man das aber auch in Tore und drei Punkte umsetzen.

[20h22] Nochmal Schlussoffensive der Spurs, Villa schwimmt wieder. Zwölfte Ecke für die Gastgeber.

[20h21] Drei Minuten Nachspielzeit

[20h18] Kompliment an Schiedsrichter Foy, der eine Aktion im Strafraum an Defoe nicht als Elfmeter pfeift. Defoe hatte bereits vor dem Kontakt mit Petrov sich fallen lassen. Villa wechselt, Steve Sidwell für Stuart Downing.

[20h16] Tottenham hat wieder zwei Schippen zugelegt, aber das ist alles noch zu ungefährlich. Peter Crouch und seine Kopfbälle sehen immer sehr spektakulär aus, sind aber für Friedel keine Problem. Fünf Minuten noch.

[20h13] Schlussoffensive der Spurs, Aston Villa beginnt zu schwimmen.

[20h09] Disproportionalität bei den Ecken der Spurs. Je mehr sie bekommen (mittlerweile bei neun), desto schlechter und ungefährlicher werden sie. Minus-Bereich ist bald erreicht. Tottenham immerhin noch bemüht, aber kläglich im Abschluss.

[20h03] 20 Minuten noch zu absolvieren, kein gutes Spiel mehr, es tut sich nicht mehr viel. Kleinere Chancen wie zwei Aktionen durch Carew und einen Kopfball von Crouch verhindern immerhin, dass die Zuschauer nicht komplett einschlafen. Villa verteidigt jetzt sehr gut, gibt Tottenham weniger Raum als in den ersten 45 Minuten.

[19h49] Tottenham mit über 60 Prozent Ballbesitz in der zweiten Hälfte, also ähnlich wie im ersten Durchgang. Villa ist jetzt aber sehr viel präsenter und kann die Spurs sehr gut vom Tor fernhalten. Daher noch kaum eine gute Chance in den letzten 15 Minuten. Wenn sind es Einzelleistungen und Fernschüsse, diesmal Huddlestone, Friedel ist rechtzeitig unten. Halbe Stunde noch. Beide Teams müssen wieder stärker auf die Torchancen hinarbeiten, sonst läuft das hier zielstrebig auf ein 0:0 hinaus.

[19h40] Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehören ganz klar Aston Villa, die eine gute Freistoßposition 20 Meter vor dem Tor nach Foul von King an Agbonlahor bekommen. Downing setzt den Ball aber über den Querbalken. Tottenham scheint ein wenig überrascht, hat gar keine Ballsicherheit in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff.

[19h36] Beginn 2. Halbzeit

[19h19] Halbzeit Tottenham Hotspur – Aston Villa 0:0

Gutes Spiel, das Tottenham über weite Strecken bestimmt hat. Beide Teams kamen schwierig in diese Partie, die Spurs übernahmen dann das Kommando und hatten genug Chancen hier in Führung zu gehen. Von Villa kommt viel zu wenig, einzig eine gute Chance steht auf der Habenseite. Insbesondere das schnelle Spiel über die Flügel mit Ashley Young und Downing könnte sehr viel besser laufen. Für beide noch Spielraum nach oben.

[19h14] Beste Chance für Tottenham in diesem Spiel. Schöner Freistoß vors Tor von Villa, Ball wird gut auf Ledley King verlängert, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am überragenden Friedel scheitert, den Nachschuss setzt Defoe über das Tor. Trifft die Kugel nicht richtig, Ball landet auf dem Tornetz. Tottenham verpasst es erneut sich für eine gute einstudierte Standardsituation zu belohnen.

[19h11] Noch etwas mehr als fünf Minuten bis zur Halbzeit. Tottenham weiter spielbestimmend, in den letzten Minuten fehlen aber die großen Torchancen. Von Villa kommt weiter sehr wenig, bis auf die Doppelchance von Millner und Agbonlahor habe ich zumindest auf meinem Notizzettel nichts stehen.

[19h00] Und aus dem Nichts die große Chance für Villa zur Führung. Gomes hält zweimal glänzend, zunächst gegen einen Fernschuss von Milner, dann den Nachschuss von Agbonlahor. Da hat Tottenham zum ersten Mal richtig geschlafen in der Abwehr. Und Agbonlahor war blitzschnell da um den Abpraller aufzunehmen.

[18h56] Nächste mehr als passable Gelegenheit für Tottenham. Distanzschuss von Huddlestone, gute Parade von Friedel, auch der Nachschuss wird von Cuélla rechtzeitig zur Ecke abgewehrt. Führung wäre mehr als verdient.

[18h54] Emil Heskey kann mit seinen Schmerzen nicht weitermachen, O’Neill bringt John Carew, der von einigen sowieso schon in der Startelf erwartet wurde.

[18h50] Da hatte Peter Crouch schon das Lächeln des Torerfolges auf seinen Lippen. Toller Doppelpass vom Ex-Pompey mit Luka Modric, Crouch läuft sich prima frei, hat das ganze lange Eck frei, Richard Dunne blockt in allerletzter Sekunde den Schuss zur Ecke. Tolle Aktion des Innenverteidigers von Villa, aber erneute schaffen es die Spurs durch schnelles Direktspiel die Villa-Abwehr auszuhebeln. Wird Martin O’Neill nicht sonderlich schmecken.

[18h47] Tottenham übernimmt langsam aber sicher die Initiative, spielen den besseren Offensivfußball und strahlen mehr Torgefahr aus. Eckball Bentley, Kopfball Ledley King in die Arme von Brad Friedel. Villa findet offensiv noch kaum statt, ist auch ein wenig gehandicapt, weil Heskey nach einem Zusammenstoß mit Palacios Schmerzen an der Hüfte hat. Pluspunkt für die Spurs in den ersten Minuten: Luka Modric, zieht die Fäden im Mittelfeld. Auch Bentley knüpft auf rechts an seine guten Leistungen an.

[18h40] Noch nichts Erwähnenswertes passiert. Viele Fehler im Aufbau, beide Teams stehen kompakt im Mittelfeld. Entscheidend in diesem Spiel vielleicht die Duelle auf den Flügeln. Auf rechts Bentley gegen Downing, auf links Modric und Bale gegen Ashley Young und Cuéllar. Bis jetzt noch alles ausgeglichen.

[18h33] Beginn 1. Halbzeit

Stimmungsvolle White Hart Lane. Die Spurs in den weißen Trikots, Villa in den gewohnten lila-farbenen Shirts. Die Gäste mit Anstoß in dieser Partie, spielen von links nach rechts in der ersten Hälfte. Referee der Partie ist Chris Foy.

[18h25] Die Aufstellungen an der White Hart Lane

Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, Dawson, King, Bale – Bentley, Huddlestone, Palacios, Modric – Defoe, Crouch.

Aston Villa: Friedel – Cuellar, Collins, Dunne, Luke Young – Ashley Young, Milner, Petrov, Downing – Heskey, Agbonlahor

Beide Teams nahezu mit ihren Bestformationen heute Abend. Bei Tottenham ersetzt David Bentley den noch verletzten Aaron Lennon auf der rechten Seite. Hat das zuletzt außerordentlich gut erledigt. Nachdem Robbie Keane jetzt nach Glasgow ausgeliehen ist, lautet das Sturmduo der Spurs Crouch und Hattrick-Defoe. Bei Villa sitzt John Carew zumindest wieder auf der Bank.

[18h17] Die bisherigen Ergebnisse des 25. Spieltages

FC Liverpool – FC Everton 1:0 ; Manchester United – FC Portsmouth 5:0 ; Hull City – Manchester City 2:1 ; FC Burnley – West Ham 2:1 ; Stoke City – Blackburn Rovers 3:0 ; FC Sunderland – Wigan Athletic 1:1 ; Bolton Wanderers – FC Fulham 0:0

Ganz wichtige Siege für Burnley und Hull im Abstiegskampf, derweil verschärft sich die Krise bei West Ham nach der schwachen Vorstellung bei den Clarets. Sunderland und Wigan treten auf der Stelle, während Stoke mit dem Heimerfolg über Blackburn einen ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt macht. Liverpool meldet durch den hart erkämpften Sieg im Derby gegen Everton wieder Ansprüche auf den vierten Platz an, Everton verliert zum ersten Mal wieder seit Ende November. Man Utd übernimmt zumindest erstmal für 24 Stunden die Tabellenführung, während Portsmouth heute über 90 Minuten gezeigt hat, dass man nicht mehr die Qualität hat in der Premier League mitzuhalten. Es machte den Eindruck, als dass viele Spieler dazu auch gar keine Lust mehr hatten.

[18h11] Nachdem der FC Liverpool heute Mittag das Merseyside-Derby gegen den FC Everton gewinnen konnte, brauchen die Spurs jetzt einen Sieg um wieder auf den vierten Platz vorzurücken. Dank der Niederlage von Manchester City in Hull kann auch Aston Villa mit drei Punkten wieder Anschluss an den vierten Platz finden. Immens wichtiges Spiel also für beide Teams.

Premier League Saison 2009/2010: Saisonvorschau – Kampf um die internationalen Plätze

Neben den ersten sechs ausführlicheren Vorschauserien soll es nun noch einen kurzen Überblick über die restlichen Teams geben, jeweils eingeteilt von mir in Gruppen, meist nach dem Tabellenstand, den ich für die Teams erwarte. Basierend auf den Leistungen der Vorsaison und den Entwicklungen in der Sommerpause. Sprechen wir über den Einzug in die Europa League, also im Optimalfall die Plätze fünf, sechs und sieben, kommen dafür neben Manchester City, welches ich gestern schon näher vorgestellt hatte, insgesamt noch fünf Teams in Frage: der FC Everton, Aston Villa, Tottenham Hotspur, der FC Fulham und West Ham United.

Es ist natürlich schwierig jetzt diese Teams prognosemäßig in eine Reihenfolge einzuordnen bezüglich ihres Tabellenplatzes. Das kann ich nicht, weil es aus meiner Sicht völlig willkürlich wäre. Ich sehe im Moment keine große Anzahl von Argumenten, warum Everton hinter Tottenham landen sollte. Vielmehr haben diese fünf Teams alle das Potential um die Plätze 5 bis 7 mitzukämpfen.

Großer Vorteil des FC Everton: Das Team ist nahezu identisch mit dem der Vorsaison. Das ist für einen Teilnehmer der Europa League auch in der Premier League keine Seltenheit mehr. Aber Trainer David Moyes hat sich gegen alle Abwerbungsversuche seiner Spieler gesperrt. Die letzte Hürde muss er in der Tat allerdings noch nehmen. Manchester City buhlt weiterhin intensiv um die Defensivstütze Joleon Lescott. Sollte Lescott wirklich noch zu Manchester City wechseln, würde den Toffees eine ganz wichtige Position in der Defensive fehlen – und die Philosophie von Trainer Moyes wäre für den Papierkorb. Zu wünschen wäre dem FC Everton weniger Verletzte als vergangene Saison, als man insbesondere in der Hinserie teilweise ohne kompletten Sturm auskommen musste und Tim Cahill sich als einzige Spitze versuchen durfte. Auch diese Zeiten sollen im Goodison Park vorbei sein. Man hat sich im Sommer nur punktuell verstärkt. Jo wurde von Manchester City ausgeliehen, im Gegenzug gab man Lars Jacobsen an die Blackburn Rovers ab. Und so könnte am Samstag im Heimspiel gegen den FC Everton fast dieselbe Mannschaft aufspielen wie am ersten Spieltag der vergangenen Saison. Und Kontinuität scheint sich auszuzahlen. Im Tor ist Tim Howard weiter gesetzt, die Viererkette bestünde aus Joseph Yobo, Juleon Lescott, Phil Jagielka und Leighton Baines. Im Mittelfeld dann als eher defensive Absicherung Leon Osman und Phil Neville, als kreative Abteilung Tim Cahill, Mikel Arteta und Marouane Fellani. Einzige Spitze könnte Louis Saha sein. Vor der Premier League Saison 2009/2010 spricht wenig dagegen, dass der FC Everton die gute Vorsaison wiederholen kann.

Dass Aston Villa hingegen an die großartige Vorsaison, wo man teilweise unter den ersten drei Mannschaften in der Tabelle spielte, anknüpfen kann, wird von vielen Experten eher bezweifelt. Insbesondere der Abgang von Gareth Barry zu Manchester City ist schon eine erhebliche Schwächung, auch wenn der englische Nationalspieler letzte Saison nicht immer auf Top-Niveau spielte. Ob die Neuzugänge – unter anderem das große englische Talent Fabian Delph, gekommen vom Viertligisten Leeds United, und Stewart Downing von Absteiger FC Middlesbrough – diese Lücke schon füllen können und Aston Villa auf dem Niveau der Vorsaison halten, bezweifele ich. Zumal gerade auch die Endphase der vergangenen Spielzeit gezeigt hat, dass Villa über eine gesamte Saison sich immer wieder Schwächephasen nimmt, die zum Beispiel beim FC Everton sehr viel weniger auftreten. Villa hat letzte Saison ein wenig über seinen Möglichkeiten gespielt. Trotzdem ist sicherlich festzustellen, dass Villa immer noch den Kader hat um unter die ersten Fünf zu kommen, insbesondere in der Offensive ist man mit Ashley Young, John Carew, Gabriel Agbonlahor und Emile Heskey exzellent besetzt. Ein paar mehr Sorgen muss sich Trainer Martin O’Neill da schon um seine Abwehr machen, die mit dem Ende der Karriere von Martin Laursen eine wichtige Stütze verliert.

Ein bisschen wie der FC Everton und Aston Villa möchte man auch an der White Hart Lane bei den Tottenham Hotspur. Insbesondere das Theater der vergangenen Saison mit dem miserablen Saisonstart und der Posse um Juande Ramos soll vergessen gemacht werden. Mit Harry Redknapp ist jetzt ein wenig Kontinuität in den Verein gekommen. Und es ist deutlich sichtbar, dass Redknapp dem Team und Vereinsumfeld seinen Stempel auftragen möchte. Mit Sebastien Bessong von Newcastle United und Peter Crouch vom ehemaligen Redknapp-Klub FC Portsmouth sind zwei Wunschspieler in den Nordosten Londons gekommen. Im Gegenzug haben bisher 16 Spieler den Verein verlassen, die Bekanntesten sind Didier Zocora, welcher zum FC Sevilla wechselte, und Darran Bent für 10 Millionen Pfund zum FC Sunderland, inklusive 140 Zeichen auf seiner Twitter-Page. Der Kader wurde also schlanker gemacht, Harry Redknapp möchte mit mit maximal 24 Spielern zusammenarbeiten. Große Stärke der Spurs könnte ihre Ausgeglichenheit sein. Kein Mannschaftsteil ist wirklich schlecht besetzt, die großen Stars fehlen aber, mal den Sturm ausgenommen. Aber das ist genau das, was Harry Redknapp so schätzt. Spielerische Eingespieltheit wird sehr viel höher bewertet als die großen Starallüren auf dem Platz. Robbie Keane kann ein Lied davon singen.

Viele werden sich fragen, warum ich auch den FC Fulham mit in die Liste aufgenommen habe. Und so ganz weiß ich es im Moment auch nicht mehr, vielleicht auch, weil ich den Verein sehr sympathisch finde. Eigentlich immer ein Abstiegskandidat gewesen, konnte Roy Hodgson die Cottagers vergangene Saison mit einer der besten Heimbilanzen (und dafür einer eher mäßigen Auswärtsperformance) in die Europa League führen. Ich weiß, jetzt kommen wieder die kritischen Stimmen, die meinen, dass man so eine Leistung erstmal wiederholen muss. Das weiß ich sehr wohl, aber warum sollte es der FC Fulham nicht noch einmal schaffen am Ende den siebten Platz zu belegen. Finanziell ist der Klub – auch im Vergleich zu Villa, Everton und Tottenham – ein richtig kleiner Zwerg. Es ist wenig Geld da, die Einnahmen aus den Ticketverkäufen ist aufgrund des kleinen Stadions sehr viel geringer. Kein Wunder also, dass die Transfertätigkeiten des FC Fulham immer völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Lediglich vier Transferaktivitäten verzeichnet man im Südwesten Londons. Dabei hat man sich aber gar nicht so unklug verstärkt. Verteidiger Stephen Kelly, 25 Jahre jung, kam von Birmingham City, Björn Helge Riise, 26 Jahre jung und Bruder vom ehemaligen Liverpool-Spieler John Arne Riise, wechselte aus Lillestrom nach London. Beide passen ideal in das Anforderungsniveau und die Philosophie von Trainer Hodgson hinein. Interessant und spannend wird zu sehen sein, wie gut Fulham die Doppelbelastung aus Premier League und Europa League verkraften wird.

Und kein Artikel über die Premier League, wo man nicht auf das große, nicht mehr vorhandene Geld stößt und die Finanzkrise fast schon existenzgefährdende Spuren hinterlassen hat, nämlich beim Klub aus dem Osten Londons, West Ham United. Deren Besitzer, der isländische Bankier Björgulfur Guomundsson, hat durch die Wirtschafts- und Finanzkrise nahezu sein komplettes Vermögen verloren. Mittlerweile ist West Ham im Besitz der isländischen CB Holding, an der zu 70 Prozent die Straumur-Burdaras-Bank und zu 30% die beiden Banken Byr und MP beteiligt sind. Alle kommen aus Island, und alle können sich mit den Gläubigern nicht darauf einigen, wem was gehört und zusteht. Die Straumur-Bank ist mittlerweile pleite und verstaatlicht worden. West Hams Zukunft ist in größerer Gefahr denn je. Eine Einigung bis zum Jahresende scheint unwahrscheinlich. Geld für große Verpflichtungen ist also nicht da, dennoch hält es sich, was den Verkauf von Spielern angeht, noch im Rahmen. Aber die große Welle von Verkäufen der Stammspieler kann auch erst noch beginnen. Lucas Neill ist der erste auf der Liste, der sich schon Gedanken um seine Zukunft macht – außerhalb von West Ham. Bisher wurden lediglich Diego Tristan, Lee Bowyer und Freddie Sears abgegeben. West Ham hat nicht um sonst den kleinsten Kader in der Premier League, derzeit gerade einmal 18 Spieler. Da müssen viele Faktoren zusammenspielen, dass es für West Ham wieder unter die ersten Sieben reicht. Von allen hier fünf genannten Teams sehe ich die Hammers mit den geringsten Chancen. Trotzdem sollte man vor allem auf den exzellenten Torwart Robert Green achten. Und ich würde mir sehr wünschen, wenn Kieron Dyer endlich mal wieder mehr als zwei Spiele pro Saison absolviert.

Der Kampf um die Plätze 4 bis 6 – Arsenal, Aston Villa und der FC Everton im Battle for Europe

Nach der gestrigen Vorschau mit dem Schwerpunkt Kampf um die Meisterschaft geht es heute um den Kampf für die Qualifikation zur Champions League und die beiden UEFA-Cup Plätze. Momentan qualifizieren sich die Mannschaften, die am Ende der Saison den fünften und sechsten Platz belegen, direkt für den UEFA-Cup. Aller Voraussicht nach wird auch der siebte Platz für den UEFA-Cup reichen, das hängt von den Finalteilnehmern des FA-Cup ab. Um den siebten Platz kämpfen dann Wigan, West Ham, Fulham und auch Manchester City. Da aber noch nicht absehbar ist, ob der siebte Platz auch wirklich für den UEFA-Cup reicht, lasse ich dieses Szenario noch außen vor und reiche es später, wenn nötig nach. An dieser Stelle jetzt der Kampf um die Plätze 4 bis 6, den der FC Arsenal, Aston Villa und der FC Everton ausspielen.

FC ARSENAL LONDON

Die aktuelle Form: Seit dem Einzug ins viertelfinale der Champions League ist Arsenal in sehr guter Form. Ashavin hat sich wunderbar integriert, die Langzeitverletzten kommen immer näher an die Startelf heran, zuletzt gab es in der Premier League zwei überzeugende Siege gegen Blackburn und Newcastle und den Einzug ins Halbfinale des FA-Cup. Arsenal liegt mit 55 Punkten auf Platz 4, drei Punkte vor Aston Villa und sieben vor dem FC Everton.

Das Restprogramm:

  • 04.04. Manchester City
  • 11.04. Wigan Athletic
  • 21.04. FC Liverpool
  • 26.04. FC Middlesbrough
  • 02.05. FC Portsmouth
  • 09.05. FC Chelsea
  • 16.05. Manchester United
  • 24.05. Stoke City

Der FC Arsenal spielt noch gegen alle drei Top Four Mannschaften, dabei zweimal auswärts, nur gegen Chelsea zuhause. Zudem die unbequemen Auswärtsspiele in Wigan und Portsmouth. Dabei allerdings auch eher leichte Aufgaben gegen Middlesbrough und Stoke. Insgesamt sind unter den restlichen acht Partien fünf dabei, wo auch Arsenal sich in der jetzigen Form ziemlich strecken muss.

Das nächste Spiel: Am Samstag empfängt man den reichsten Klub der Welt, Manchester City. Die Gäste von Mark Hughes sind noch immer auswärts total schwach, mit den letzten guten Ergebnissen in den Heimspielen sollte Arsenal genug Selbstvertrauen und Qualität haben City zu besiegen.

Die Prognose: Auch wenn Arsenal drei Hammerspiele vor sich hat, reicht es am Ende ganz ganz knapp zu Platz 4, auch, weil man diese Saison gegen die Topteams immer sehr gut gespielt hat und auch die wichtigen Punkte einfahren konnte.

ASTON VILLA

Die aktuelle Form: Villa ist in einer Formkrise, der negative Höhepunkt war das 0:5 bei Aston Villa. Seit Anfang Februar wartet man auf einen Sieg, gegen den Abstiegskandidaten Stoke City kassierte man in den letzten fünf Minuten zwei Tore und verspielte einen Sieg. Momentan liegt man drei Punkte hinter dem FC Arsenal und vier vor dem FC Everton.

Das Restprogramm:

  • 05.04. Manchester United
  • 12.04. FC Everton
  • 18.04. West Ham United
  • 25.04. Bolton Wanderers
  • 02.05. Hull City
  • 09.05. FC Fulham
  • 16.05. FC Middlesbrough
  • 24.05. Newcastle United

Villa hat das deutlich leichtere Restprogramm als der FC Arsenal, wenn man die beiden nächsten schweren Spiele gut übersteht. Erst geht es zum Tabellenführer, dann im direkten Duell gegen den FC Everton. Wenn sich Villa fängt, sind die restlichen Partien alles sehr lösbare Aufgaben.

Das nächste Spiel: Villa kann eigentlich ohne wirklichen Druck zu den Red Devils fahren. Ihnen traut da im Moment keiner einen Sieg zu. Vielleicht kann man es schaffen hier für eine Überraschung zu sorgen. Aber das Hauptaugenmerk von Villa liegt sicherlich auf dem direkten Duell gegen den FC Everton.

Die Prognose: Viel hängt davon ab, ob Villa die Kurve wieder bekommt. Wenn ja, kann man zumindest mit dem FC Arsenal Schritt halten, ansonsten muss man sich nach hinten orientieren. Für Platz 5 sollte es nach 38 Spielen aber doch reichen.

FC EVERTON

Die aktuelle Form: Auch wenn man am letzten Spieltag etwas überraschend gegen den FC Portsmouth verloren hat, steht seit Ende Januar nur diese eine Niederlage zu Buche. Zudem hat man das Halbfinale im FA-Cup erreicht. Man liegt auf Platz 6 sieben Punkte hinter Arsenal und vier hinter Aston Villa.

Das Restprogramm:

  • 05.04. Wigan Athletic
  • 12.04. Aston Villa
  • 22.04. FC Chelsea
  • 25.04. Manchester City
  • 02.05. FC Sunderland
  • 09.05. Tottenham Hotspur
  • 16.05. West Ham United
  • 24.05. FC Fulham

Für Everton stehen zwei schwierige Auswärtsspiel auf dem Programm, direkt hintereinader geht es zu Villa und dem FC Chelsea. Die Heimspiele sind bei der Stärke des FC Everton vor heimischen Publikum lösbare Aufgaben. Die Auswärtspartien in Sunderland und Fulham sind vom Papier her auch machbar, hängt dann viel vom Saisonverlauf ab. Sollte Fulham am letzten Spieltag noch um den UEFA-Cup Platz 7 spielen, wird das auch nochmal eine ganz harte Nuss.

Das nächste Spiel: Everton hat mit Wigan noch eine Rechung offen, verlor man doch die Partie in der Hinserie unglücklich mit 0:1. Wigan hat nach leichter Formschwäche im Februar und Anfang März jetzt wieder die Kurve bekommen. Zuletzt gab es zwei Siege für das Team von Steve Bruce, also keine leichte Aufgabe für den FC Everton.

Die Prognose: Everton hat sieben Punkte Vorsprung auf den 7. Platz. Das ist ein komfortabler Vorsprung, die Toffees müssen also nicht unbedingt nach hinten  schauen und können vielleicht auch das ein oder andere Mal etwas risikoreicher agieren. Platz 6 wird auf alle Fälle erreicht, sollte Villa weiter schwächeln, könnte ich mir auch vorstellen, dass Everton Villa noch überholt.

Premier League 2008/2009 30. Spieltag, FC Liverpool – Aston Villa

[18h57] Endstand FC Liverpool – Aston Villa 5:0

[18h53] Drei Minuten Nachspielzeit

[18h48] Die englischen Regisseure spielen gerade die Rekationen von Trainer Benitez nach den fünf Toren seines Teams ein. Fast keine Regung, einmal kurz in die Hände geklatscht, auf die Uhr geschaut und dann weiter im Programm. Und bei allen fünf Toren fast identisch. Tolle Sequenz eben.

[18h44] Wechsel FC Liverpool: David Ngog für Steven Gerrard

Das ganze Stadion steht und applaudiert Steven Gerrard. Was für ein Spiel des Liverpool-Kapitäns.

[18h39] Wechsel FC Liverpool: Daniel Agger für Arbeloa

Fernando Torres hat noch gar nicht getroffen heute.

[18h33] Rafael Benitez auf der Trainerbank mit einem Gesichtsausdruck, als würde sein Team unverdient mit 1:0 führen. Dabei läuft alles 100% für den FC Liverpool. Villa hat sich komplett aufgegeben und steht noch hinten drin und versucht so gut es gehen das Ergebnis noch im Rahmen halten. Liverpool brennt ein offensives Feuerwerk ab und gehen sogar noch zielstrebig auf ein weiteres Tor.

Mann des Tages natürlich Steven Gerrard wegen seiner drei Tore, aber was Riera heute auf links spielt, ist auch sehr stark.

[18h29] Wechsel FC Liverpool: Lucas für Xabi Alonso

Bei Aston Villa steht jetzt Ersatztorwart Bradly Guzan im Tor. Laut Statistik sein erstes Premier League Spiel.

[18h27] FC Liverpool – Aston Villa 5:0, Steven Gerrard, 66. Minute

Hattrick von Steven Gerrard. Wieder ganz locker und souverän in die von ihm aus rechte Ecke. Sehr viel besser kann man einen Elfmeter nicht schießen. Und Villa bekommt hier eine richtige Packung.

[18h25] Elfmeter FC Liverpool und Platzverweis Brad Friedel/Aston Villa

Langer Pass auf Torres, der geht noch ein paar Schritte, Friedel stellt sich ihm in den Weg. Ein Foul war es, keine Frage, aber ein Platzverweis viel zu hart, zumal Torres den Kontakt dankend angenommen hat.

[18h20] Wechsel Aston Villa: Gabriel Agbonlahor für Emile Heskey

Luft ist aus dem Spiel raus, Liverpool kontrolliert das Geschehen, ist dem 5:0 teilweise sogar näher als Villa dem 1:4

[18h12] FC Liverpool – Aston Villa 4:0, Steven Gerrard, 50. Minute

Gerrard ist ein so großartiger Fußballer. Verwandelt einen direkten Freistoß mit der Innenseite. Friedel macht einen Schritt in die Mitte, Gerrard sieht das und platziert den Schuss neben dem Pfosten an der Mauer vorbei. Und spätestens jetzt ist das Spiel entschieden.

[18h08] Weiter geht es mit der zweiten Halbzeit. Keine Wechsel auf beiden Seiten.

[18h06] Zwei Heimsiege gab es noch an diesem Sonntag. Wigan schlägt Hull mit 1:0 und Manchester City besiegt Sunderland mit demselben Ergebnis. Damit können Wigan und Man City auch für die neue Saison in der Premier League planen, Hull und Sunderland weiter dick drin im Abstiegskampf.

[17h51] Halbzeit FC Liverpool – Aston Villa 3:0

Besser hätte der Nachmittag für den FC Liverpool nicht verlaufen können. Man schießt selbst ein frühes Tor, schaltet danach einen Gang zu viel zurück, ermöglicht Villa zahlreiche Torchancen und hat Glück und Pepe Reina, dass es nach 30 Minuten noch 1:0 steht. Und dann hat man die individuelle Klasse und ein bisschen Glück auf seiner Seite für 15 beeindruckende Schlussminuten in der ersten Hälfte. Ein klares Zeichen: Liverpool is back im Kampf um die Meisterschaft.

[17h49] Zwei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte

[17h45] Und Villa muss aufpassen, dass sie hier noch mit 11 Mann die zweite Hälfte bestreiten. Ein paar blöde Frustfouls in den letzten Minuten.

[17h43] FC Liverpool – Aston Villa 3:0, Steven Gerrard, 40. Minute

Der Liverpool-Kapitän profitiert davon, dass sich Brad Friedel früh für eine Ecke entscheidet. In die andere trifft dann Gerrard souverän.

[17h42] Elfmeter FC Liverpool

Foul von Reo-Coker an Riera. Sagen wir es mal so. Ich habe schon eindeutigere Elfmeter gesehen, aber man kann ihn wohl geben.

[17h39] Liverpool muss hier das 3:0 machen. Friedel mit abenteuerlichem Zuspiel auf seinen Gegenspieler, Arbeloa geht dazwischen und hat eigentlich freie Bahn, will aber lieber auf einen Mitspieler passen anstatt alleine auf das 3:0 zu gehen. Und das wäre hier die beste Lösung gewesen.

[17h36] FC Liverpool – Aston Villa 2:0, Albert Riera, 33. Minute

Was für ein Tor! Villa schenkt einen Freistoß her, der in die Arme von Reina fällt. Und bisher ist er der Mann dieses Spiels. Langer, präziser Abstoß in den Lauf von Riera, der kann einen Gegenspieler abschütteln und knallt aus 20 Metern den Ball unter die Latte. Absolutes Traumtor in einer spanischen Co-Produktion. Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Villa stürmte – Liverpool macht das 2:0, und wie sie es gemacht haben. Sehr stark.

[17h29] Pepe Reina – der Mann der ersten 30 Minuten bisher. Langer Freistoß von Milner, die Liverpool-Abwehr ein bisschen desorientiert, Carew mit dem Kopfball, aber Reina mit einer Parade vom Prädikat absolute Weltklasse. Villa hat das Spiel an sich gerissen und kommt zu guten Chancen.

Es ist ein richtig gutes Fußballspiel.

[17h25] Diesmal von links. Flanke Ashley Young, Carew in der Mitte mit Direktabnahme, Reina regiert hervorragend zur Ecke. Villa drückt zunehmend auf den Ausgleich.

[17h23] Richtig starker Angriff von Villa, der die Schwächen von Liverpool auf der linken Abwehrseite mal wieder offenbart. Zum zweiten Mal kann ein Villa-Spieler flanken, diesmal Milner, in der Mitte ist Reina vor John Carew am Ball. Villa probiert es viel mit flachen Zuspielen in die Spitze, vielleicht wäre eine hoher Ball mal eine gute Alternative.

[17h19] Villa nimmt wieder am Spiel teil, aber Liverpool mit den sehr guten Chancen in diesem Spiel. Eine Flanke von links von Riera wird noch leicht abgefälscht, Gerrard am zweiten Pfosten kann den Ball, der eine ganz komische Flugbahn bekommen hat, aber nicht richtig kontrollieren, geht knapp vorbei. Villa versucht sich wieder langsam am Offensivspiel. Ashley Young geht weite Wege und hatte vor kurzem eine präzise Hereingabe von rechts, in der Mitte kann Liverpool aber klären. Bei den Gästen geht fast gar nichts über links, Arbeloa auf rechts hat schon den Campingstuhl rausgeholt. Und vor Brad Friedel herrscht immer wieder Gefahr.

[17h12] FC Liverpool – Aston Villa 1:0, Dirk Kuyt, 8. Minute

Ein Start nach Maß für die Reds. Toller, scharf getretener Freistoß von Gerrard, Xabi Alonso verlängert mit dem Kopf an die Latte, von dort prallt der Ball vor die Füße des Holländer, der aus acht Metern mit voller Wucht ins Tor schießt.

Verdiente Führung, weil Liverpool unglaublich viel Druck gemacht hat. Insgesamt unfassbares Tempo beider Mannschaften, beide mit schnellem Spiel, überbrücken weiter das Mittelfeld. Liverpool schafft das etwas besser, zudem Villa mit einer kleinen Unsicherheit, die dann zum Freistoß von Gerrard geführt hat. Tolles Spiel bisher.

[17h08] Flotter Beginn an der Anfield Road von beiden Teams. Schon zwei Ecken nach drei Minuten, beide Mannschaften überbrücken das Mittelfeld recht schnell, Abwehrreihen bei den Eckbällen auf der Höhe.

[17h04] Los geht es. Liverpool in rot von rechts nach links in der ersten Hälfte, Aston Villa in den blauen Trikots.

[17h01] Was für Emotionen. Bewgende Schweigeminute an der Anfield Road für das verstorbene Mitglied der Geschäftsführung des FC Liverpool, Bryce Morrison.

Ich bin jetzt auch wieder 100% bei der Premier League, nachdem ich eben noch an den DEL-Tickern hing und mich über den Sieg der Scorpions gefreut habe. Aber jetzt alle Konzentration Richtung Insel.

[16h55] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Arbeloa, Carragher, Skrtel, Aurelio – Mascherano, Alonso – Kuyt, Riera – Gerrard – Torres

Aston Villa: Friedel – Reo-Coker, Cuellar, Davies, Luke Young – Milner, Petrov, Barry, Ashley Young – Heskey, Carew

Villa mit überraschender Aufstellung. Carew und Heskey zusammen im Sturm, Agbonlahor nur auf der Bank. Zwei Wechsel beim FC Liverpool. Alonso und Arbeloa kommen zurück in die Partie, dafür Hyypiä und Lucas wieder auf der Bank.

[16h47] Nachdem Manchester United gestern sensationell beim FC Fulham verloren hat, kann der FC Liverpool heute im Spiel gegen Aston Villa bis auf einen Punkt an die Red Devils rankommen. Gleichzeitig kann man Platz 2 festigen, weil Chelsea in Tottenham verlor. Und die Gäste aus Birmingham wollen aus ihrer Formkrise raus und Anschluss am FC Arsenal halten.

Spitzenspiel in der Premier League. Hereinspaziert, schönen guten Nachmittag zusammen.

Premier League 2008/2009 26. Spieltag, Aston Villa – FC Chelsea 0:1

Ich hatte eigentlich schon einen längeren Blogbeitrag zum wundersamen Aufstieg von Aston Villa in der Pipeline, habe aber mit der Veröffentlichung immer wieder gewartet, zumal in den letzten Tagen die Formkurve der Villens etwas nach unten sank. Bisher hatte ich immer den Eindruck, dass das Team von Martin O’Neill mehr oder weniger alles für ihre Verhältnisse zu Gold machen konnten in dieser Saison. Diese Vorstellung musste ich zuletzt ein bisschen revidieren. Im FA-Cup beim FC Everton fiel die komplette Innenverteidigung aus und Villa zeigte bis dato unbekannte Schwächen in der Defensive. Im UEFA-Cup gab es nur ein mageres 1:1 gegen ZSKA Moskau. Auch in Birmingham stößt man also an seine Grenzen.

Jetzt stand die nächste Bewährungsprobe in der Liga bevor, das Spitzenspiel gegen den FC Chelsea London im heimischen Villa Park. Für beide Teams geht es noch um die direkte Qualifikation für die Champions League. Ein Sieg für die Blues würde bedeuten, dass sie an Aston Villa in der Tabelle vorbeiziehen würden. Oder anders ausgedrückt: Chelsea gibt sich noch nicht geschlagen und Villa bekommt weiterhin seine Grenzen aufgezeigt. Doch zumindest in der Liga dürfte das Selbstvertrauen der Gastgeber groß sein. Seit 13 Spielen ist man ungeschlagen, Chelsea verlor nur zwei der letzten 10 Spiele. Ein echtes Spitzenspiel also.

Vor der Begegnung das übliche Taktieren in den Medien. Villa-Manager Martin O’Neill gab die Favoritenrolle komplett an die Blues, die sehr viel mehr unter Druck stehen würden als Aston Villa. Guus Hiddink stand zum ersten Mal an der Seitenlinie für die Londoner und musste auf den gesperrten Ashley Cole verzichten. Dafür kehrte John Terry nach abgelaufener Sperre ins Team zurück. Bei Aston Villa war die medizinische Abteilung vor allem mit zwei Spielern beschäftigt. Emile Heskey und James Milner, zuletzt in glänzender Form, waren fraglich vor dem Spiel.

Sonnenschein, blauer Himmel im Villa Park. Fast schon Frühling. Heskey und Milner wurden rechtzeitig fit, Carlos Cuellar bekam in der Defensive den Vorzug vor Ricardo Gardner. Für mich völlig überraschend spielte Paulo Ferreira für Ashley Cole auf links, im Sturm das Duo Drogba und Anelka. So ein bisschen schon die neue Handschrift von Guus Hiddink. Und die zeigte sich dann auch auf dem Platz. Chelsea war nicht wiederzuerkennen im Vergleich zu den Leistungen der Scolari-Ära. Schnell, direkt, flexibel mit Zug zum Tor. Man hat sehr früh das Kommando übernommen, was nicht heißen soll, dass Villa gar nicht an diesem Spiel teilnahm. Aber die besseren Chancen oder Chancen überhaupt hatte nur der FC Chelsea. Lampard zog im Mittelfeld die Fäden, Drogba und Anelka waren beide sehr engagiert. Bei Villa ging aus dem Spiel heraus so gut wie gar nichts. Umständlich beim letzten Platz in die Spitze, über die Flügel längst nicht so druckvoll wie gewohnt. Quasi folgerichtig dann auch die Führung der Gäste in der 19. Minute durch Nicolas Anelka. Lampard dribbelt sich durch zwei Villa-Spieler durch und hat dann noch das Auge für den in die Schnittstelle der Abwehr sprintenden Anelka, der per Lupfer über den herauseilenden Brad Friedel diesen wunderschönen Spielzug abschließt. Danach verstanden es die Blues die Räume sehr eng zu machen, Villa hatte wenig Platz zum Kombinieren. Die beste Chance der ersten Hälfte für Aston Villa deshalb auch nach einer Standardsituation. In der 33. Minute trifft Ashley Young mit einem tollen Freistoß nur die Querlatte. Das war dann zumindest so ein bisschen die Initialzündung für einen kleinen Schlussspurt gegen Ende der ersten Hälfte, aber wieder nur gefährlich nach Ecken und Freistößen, wenig Strukturiertes aus dem Spiel heraus. Aber man konnte Chelsea immerhin am eigenen Strafraum beschäftigen, zumal die Blues bei den Flanken alles andere als sicher wirkten. Insbesondere Peter Cech macht für micht seit Wochen alles andere als eine souveräne Figur bei hohen Bällen.

Also 1:0 zur Pause für die Gäste aus London, die sich klar formverbessert gezeigt haben. Villas Stärken wurden exzellent aus dem Spiel genommen. Ein Quantensprung gegenüber vorheriger Leistungen der Blues. Verdiente Führung für Chelsea, Villa konnte nur in den letzten 15 Minuten Druck auf den Kasten von Peter Cech ausüben. Und dass Villa in der zweiten Halbzeit durchaus Rückstände aufholen kann, weiß Arsenal London am besten.

Die Gastgeber kamen besser und zielstrebiger aus der Halbzeit, besonders über links brachte Villa mehr Druck auf Bosingwa, der sich unter Dauerbeschäftigung sah. Höhepunkt der Offensive nach der Halbzeit die Doppelchance in der 53. Minute, als erste Agbonlahor völlig freistehend an Cech scheiterte und nach der anschließenden Ecke Millner völlig frei nicht das Tor traf, sondern den Fuß von Drogba. Danach verflachte die Partie, Villa bekam wieder den Trott der ersten 30 Minuten, Chelsea nahm nicht die letzte Konsequenz auf ein 2:0 zu gehen. So schwebte das Spiel so vor sich hin. 20 Minuten vor Schluss war es eine Glanzparade von Cech nach tollem Schuss von Barry, der die Fans im Villa Park wieder aufwachen ließ. Martin O’Neill setzte alles auf eine Karte, brachte mit John Carew einen Stürmer für Curtis Davies. 20 Minuten vor Schluss war die Partie weitesgehend ausgeglichen, aber insgesamt war die zweite Hälfte nicht mehr wirklich anzuschauen. Es wirkte teilweise so, als befinde man sich noch in der Findungsphase dieses Spiels, zu viele Fehler und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Villa versuchte zwar immer wieder mal nach vorne zu spielen, aber alles wirkte zu zaghaft, Peter Cech wurde kaum geprüft. Chelsea spielte das dann mehr oder weniger locker und lässig über die Zeit.

Alles in Allem gewinnt der FC Chelsea also verdient bei Aston Villa mit 1:0. In der Tabelle überholt man das Team von Martin O’Neill und ist jetzt Dritter. Guter Einstand für Guud Hiddink, der – so scheint es – Chelsea wieder mehr Leben und Leidenschaft auf dem Spielfeld vermitteln konnte, und wenn es als positives Beispiel auch nur die Spieler auf der Torlinie bei gegnerischen Ecken sind. Wir haben heute nicht die Villens gesehen, die zu Recht dort oben spielen. Aber es kann ja auch nicht immer klappen. Heute hatte man sich das Glück auch nicht erarbeitet. Villa verliert zum ersten Mal seit dem 9. November 2008.

Am angenehmsten für viele Fans war in der zweiten Halbzeit der Sonnenschein und die 12 Grad im Villa Park.

Premier League 2008/2009 14. Spieltag, Aston Villa – Manchester United

[20h23] Endstand Aston Villa – Manchester United 0:0 Über weite Strecken eine tolle, intensive und verbissen gekämpfte Partie. Manchester in der ersten Hälfte überlegen, Villa dominierte in der zweiten Hälfte, vor allem zu Beginn.

Insgesamt war Villa zu Beginn einfach ein bisschen zu respetkvoll. Man war nicht geil genug darauf innerhalb von einer Woche Arsenal und ManU zu schlagen. Die Red Devils ihrerseits scheiterten häufig an der hervorragend organisierten Abwehr der Villens.

Beide verpassen den Anschluss nach ganz oben. Das werden Chelsea und Liverpool mit Freude sehen. ManU bleibt dritter, Aston Villa überholt die Gunners und ist auf Platz 4. Bis spätestens morgen zum Nordderby. Schönen Samstagabend noch.

[20h20] Drei Minuten Nachspielzeit

[20h16] Wuff, drei Minuten vor Schluss die Wahnsinns-Chance für Villa, als sich Milner mit tollem Solo über links durchsetzt, bis zur Torauslinie geht, in die Mitte passt, und Vidic klärt auf der Linie den Schuss von Agbonlahor. Spannendes Spiel.

[20h11] Wechsel Manchester United: Anderson für Christiano Ronaldo

[20h10] Zehn Minuten noch, alles völlig offen. Beide Teams suchen jetzt auch verstärkt das Spiel nach vorne. Großartig mit anzuschauen.

Wechsel Aston Villa: John Carew für Steve Sidwell. Martin O’Neill will scheinbar den Sieg.

[20h08] Gbit es das dritte 0:0 eines Top Four Teams an diesem Samstag?

[20h05] Martin O’Neill nutzt die Coaching-Zone auch voll aus, wedelt mit den Armen, springt im Viereck herum. Sir Alex sitzt gelassen auf der Bank.

[20h03] Mal wieder Entlastung für Villa, als Ahley Young mit seinem Flachschuss an Van der Sar scheitert. Es bleibt intensiv ohne die großen Torchancen. Völlig offenes und ausgeglichenes Spiel. Gute Viertelstunde noch.

[20h00] Wechsel Manchester United: Nani für Carlos Tevez. Der Argentinier zu Beginn eher übermotiviert, danach mit völlig indiskutabler Leistung.

[19h57] Sidwell liegt im eigenen Strafraum, als er mit Laursen nach einem Eckball mit den Köpfen zusammenstößt. Spiel wird sofort unterbrochen, weil das wohl ernsthafter aussah. Ist aber doch alles nicht so schlimm.

[19h54] Unglaubliches Spiel jetzt, um jeden Ball wird verbissen gekämpft, teilweise überharte Zweikämpfe. Und es gab noch keine gelbe Karte. Spielanteile ungefähr gleich, es geht rauf und runter. Publikum geht großartig mit.

[19h52] Beste Chance in diesem Spiel, als Rooney mustergültig in Szene gesetzt wird, aber aus kurzer Distanz mit Karacho über das Tor schießt. Hätte die Führung sein können.

[19h51] Freistoß Ronaldo die Dritte. Steht neben dem Ball, schaut kurz gen Nachthimmel, spricht zwei, drei Worte ins Dunkle hinein, drei Schritte zurück, alles genau abgemessen. Breibeinig stehen, durchpusten, Mauer fixieren, Anlauf. Und wieder kläglich in die Mauer. Da ist eine Postkarte schreiben stilvoller.

[19h48] Laufduell Vidic gegen Agbonlahor. Der Serbe zieht und hakt, Agbonlahor schon fast vorbei, da kommt der Villa-Stürmer zu Fall. Das Spiel geht weiter. Weder Freistoß noch eventuell sogar Elfmeter. Sogar die englischen Kommentatoren kriegen sich nicht mehr ein. Spiel wird härter, das Spielerische geht wieder ein bisschen den Bach runter.

[19h46] Der Beginn der zweiten Hälfte gleicht so ein bisschen den ersten Minuten der ersten Hälfte. Villa wieder mit mehr Bewegung nach vorne, aber noch ohne große Torchancen. Tempo hoch, Internsität hoch, es fehlen weiter richtig klare Torchancen.

[19h44] Evra liegt verletzt tief in der Hälfte von Villa. Doch das Spiel geht erstmal zwei Minuten weiter, weil keine Spieler den Ball ins Aus spielt. Gibt es auch nur in der Premier League.

[19h39] Yeah, offensive Action von Aston Villa, als Ashley Young einen gefühlvollen Schuss aufs Tor zielt, Van der Sar muss sich richtig strecken, kann den Ball aber gerade so mit den Fingerspitzen neben das Tor lenken. Kurze Drangphase der Villens. Bitte mehr davon.

[19h35] Wünsche für die zweite Hälfte. Villa soll wieder mehr nach vorne spielen, Tevez sollte sich steigern. Und weniger Show bei Ronaldo. Let’s go. Second half. Keine Wechsel.

[19h18] Halbzeit Aston Villa – Manchester United 0:0 Zu Beginn dachte ich ja, dass Villa durchaus öfter den Weg nach vorne sucht. Da gab es vielversprechende Ansaätze. Doch ab der 20. Minute hat man diesbezüglich keinen Versuch mehr unternommen und Manchester United das Feld überlassen. Da die Gastgeber hier aber gut und mit viel Laufbereitschaft verteidigen, sind noch keine Tore gefallen.

[19h12] ManU mit über 60% Ballbesitz, Villas Offensivbemührungen sind komplett eingeschlafen. Freistoß Giggs von außen, Vidic steigt am höchsten, Kopfball knapp am Tor vorbei.

[19h08] Zweiter Freistoß Ronaldo, diesmal gibt es sogar Gerangel in der Mauer, Schuss geht gut und gerne drei Meter daneben. Aber für sowas sind wir aufgrund der sehr taktisch geprägten Partie ja auch irgendwie dankbar.

[19h06] Knapp 10 Minuten noch bis zur Halbzeit. Beide scheuen noch das letzte Risiko. Deshalb ist es kein schlechtes Spiel, aber es fehlen die Highlights und großen Torchancen. Wenn Ronaldo einen Freistoß vorbereitet, ist das bisher das größte Spektakel.

[18h58] Park macht auf rechts ein richtig gutes Spiel. Überhaupt kommen die Gäste jetzt etwas besser in die Partie, können die Villens vom eigenen Tor fernhalten. Seit der Szene mit Agbonlahor und dem Schuss von Reo-Coker keine auch nur annährend gefährliche Szene von Aston Villa.

[18h54] Ronaldo bekommt einen zweifelhaften Freistoß 20 Meter vor dem Tor. Er zelebriert sich wieder bis zur Ausführung, minutenlang überprüft er den Abstand per Zentimetermaß – und schießt den Ball dann kläglich in die Mauer. Spiel doch einfach nur Fußball, Junge.

[18h48] Villa schafft es trotz der Überlegenheit noch nicht wirklich die ManU-Abwehr unter Druck zu bringen, weil die Red Devils es ganz gut schaffen die Außen zuzumachen, Evra und O’Shea lassen über die Flügel wenig anbrennen. Und manchmal schafft es der Franzose auch noch mit nach vorne zu gehen. Bei Villa gefällt mir Einsatz und auch die Passgenauigkeit, vor allem im Mittelfeld. Wenn man dann noch den letzten Pass besser spielen würde. Aber es muss ja noch Luft nach oben sein.

[18h45] Ronaldo konnte sich seiner meist zwei Bewacher mal entledigen, zieht von links in die Mitte. Schuss aus 20 Metern, den Friedel aber souverän zur Ecke klären kann. ManU erstmals mit etwas Zug zum Tor.

[18h41] Hach, das könnte richtig interessant werden. Manchester United will hier das Tempo aus dem Spiel nehmen, den Ball möglichst ohne viel Aufwand kontrollieren und in den eigenen Reihen halten. Dagegen Villa mit viel Tempo und expressartig mit langen Bällen auf Agbonlahor. Villa etwas frischer und spritziger, gewinnen mehr Zweikämpfe, geben den Ball dann aber viel zu einfach wieder her.

[18h37] Erste gute Chance für Villa, mehr nach einem Zufallsprodukt. Langer Ball wird von Laursen verlängert, Agbonlahor kriegt aber nur noch die Fußspitze an den Ball, von daher kein Problem für Van der Sar, der den Ball fast nur aufnehmen braucht.

[18h36] Vier Minuten gespielt. Und wenn es mit dem Tempo und der Intensität weiter geht, dann wird das ein richtig gutes Spiel. Villa versteckt sich nicht, sucht den Weg nach vorne, ManU auf Kontrolle bedacht.

[18h32] Villa hat seit 13 Jahren nicht daheim gegen Manchester United gewonnen. Los geht es. Villa in lila/blau mit Anstoß von links nach rechts, Manchester United in weiß und den blauen Hosen.

[18h29] In der Causa Gallas gab es auch nach dem Spiel von Arsenal gegen Manchester City keine Stellungnahme. Es werde dazu vom Verein kein Wort zu geben, so Wenger.

[18h28] Mal sehen, wie sich die Torwart-Senioren schlagen. Knapp über dem Gefrierpunkt in Birmingham, aber keine Wolke am Himmel.

[18h23] Die Aufstellungen im Villa Park

Aston Villa: Friedel – Reo Coker, Davies, Laursen, Young – Sidwell, Petrov, Barry – Milner, Agbonlahor, Young

Manchester United: Van der Sar – O’Shea, Ferdinand, Vidic, Evra – Ronaldo, Park, Carrick, Giggs – Rooney, Tevez

Bei den Gästen wieder Ferdinand und Rooney in der Anfangself, dafür fehlt Berbatov. Giggs ersetzt Darran Fletcher. Bei Villa nur ein Wechsel: Reo-Coker für den verletzten Carlos Cuella.

[18h18] Chelsea nur remis gegen Newcastle, Liverpool schafft nur ein 0:0 daheim gegen Fulham. Die große Chance jetzt für Aston Villa und Manchester United Boden gut zu machen auf die Tabellenspitze. Und Arsenal darf sich von der Meisterschaft verabschieden. Guten Abend zum Spitzenspiel am Samstagabend.