Jetzt darf Barack Obama endlich mit der Arbeit anfangen
Mittwoch, 21. Januar 2009 16:51
Titelbild des Boston Herald vom heutigen Mittwoch. Good luck, Mister President!
(via)
Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Mittwoch, 21. Januar 2009 16:51
Titelbild des Boston Herald vom heutigen Mittwoch. Good luck, Mister President!
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Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Dienstag, 20. Januar 2009 12:54
[18h50] So, es geht jetzt weiter mit einem Essen im Kapitol und der Verabschiedung von George W. Bush. Ab 20:30 Uhr gibt es dann die Parade auf der Pennsylvania Avenue. Ich mach jetzt hier Schluss. Genießt noch die schönen Bilder aus Washington. Einen schönen Abend aus Bremen.
[18h43] Jetzt kommt journalistisch der interessanteste Teil. ZDF schaltet gleich zum Moderator, Sky News begibt sich in die Menschen und fragt nach. Jeder darf sich vorstellen, wie er heißt und wo er herkommt und dann erzählen ganz einfache Leute ihre Eindrücke. Unaufgeregt und angenehm zuzuhören.
Und zwei Karmapunkt für Tom Buhrow und Hanni Hüsch für ihre Headsets. Und dann gleich wieder der Punktverlust. Wen interessiert, dass George Bush morgen früh Kaffee kocht? Oder war bisher unklar, dass er das auch kann?
[18h38] Zum Schluss gibt es die Nationalhymne.
[18h33] Ob sich die Menschen da in der Kälte vielleicht mehr von der Rede erwartet haben? Es war eine gute Rede, aber ohne die großen rhetorischen Glanzlichter, ohne das absolute Highlight, an das man sich vielleicht erinnern kann. Aber Obama macht auch keinen Wahlkampf mehr, sondern ist Präsident.
“The World has changed, and we must change with it.” Auch Barack Obama hat sich verändert.
Inhaltlich: Auf die Grundwerte und die historischen Erfahrungen beruht. Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, die Verbindung zwischen Politik und Volk wieder lebhafter machen. Für Frieden auf der Welt sorgen, aber zusammen und wohl überlegt. Und Terroristen bekämpfen, die Amerika schaden wollen. Die Herausforderungen seien real, aber Amerika habe die Kraft diese Krise zu meistern und zu lösen. Wir haben die Hoffnung gewählt, nicht die Angst und Furcht. Das war ein Satz, der mir in Erinnerung bleibt.
[18h28] Hier die komplette Antrittsrede von Barack Obama
[18h08] Barack Obama tritt ans Pult für seine Antrittsrede [frei vom Mithören übersetzt]
Es sei dankbar für das große Vertrauen. Er danke George W. Bush für seine Arbeit für die Nation, insbesondere für die Transition Phase. Wir sind mitten in einer großen Krise, wir sind im Krieg gegen ein weit entferntes Netzwerk, unsere Wirtschaft liegt am Boden, Häuser wurden verloren, Gesundheit kostet zu viel. Ich stehe hier mit großer Demut vor den Aufgaben, die vor uns liegen.
Es wird nicht schnell gehen, aber wir werden es schaffen. Wir haben Hoffnung gegenüber Furcht ausgesucht. Wir haven viele Herausforderungen, aber wir werden sie lösen. Alle sind frei, alle sind gleich, alle haben das Recht nach Glück. Es ist Zeit unseren dauerhaften Glauben zu bestätigen.
Wir bleiben die mächtigste Nation auf dieser Welt. Wir müssen aufstehen und die Arbeit beginnen um Amerika zu erneuern. Überall ist Arbeit zu erledigen. Wir wollen nicht nur neue Jobs, wir wollen auch neuen Wohlstand und Wachstum für unsere Wirtschaft. Wir müssen neue Rahmenbedingugen schaffen. Und natürlich gibt es Leute, die den Umfang unserer Maßnahmen hinterfragen. Diejenigen, die öffentliches Geld ausgegeben haben, müssen wieder glaubwürdig handeln.
Unsere Gründungsvater haben Ideale geschaffen, das Wirken von Recht und das Recht aller Menschen. Ich lehne die Idee ab auszusuchen zwischen Sicherheit und Idealismus. Jeder, der weltweit nach Frieden sucht, ist ein Freund von Amerika. Wir sind bereit noch einmal mit gutem Beispiel vorne weg zu marschieren. Wir geben den Irak an die Menschen zurück und arbeiten eng zusammen um atomare Waffen zu verhindern. Wir werden die Terroristen besiegen, die vorhaben uns zu schaden und zu zerstören.
Wir suchen einen neuen Weg vorwärts mit der muslimischen Welt, der auf Respekt und Anerkennung basiert. Wir müssen mit Demut an all die denken, die für unser Land im Ausland dienen. So viel wie Politik auch machen kann, es ist das Vertrauen und der Glaube der Bürger, der Regierung und Politik lebendig macht. Das ist die Quelle von Vertrauen, das Wissen, dass Gott usn ruft um in eine unsichere Zukunft zu begleiten.
“Let it be told to the future world…that in the depth of winter, when nothing but hope and virtue could survive…that the city and the country, alarmed at one common danger, came forth to meet.”
[18h06] John G. Roberts vereidigt Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Und Obama war nervös. Aber das macht nichts. Wer will es ihm nicht zugestehen? Und es folgen 21 Salutschüsse. Welcome Mr. President
[18h00] Nochmal Musik, eigens komponiert von John Williams für diesen Tag. Gabriela Montero ist unter anderem dabei, den Rest kenne ich nicht. Man ist ein bisschen im Zeitverzug. Bush darf noch ein paar Minuten länger Präsident bleiben.
[17h57] John Paul Stevens, Richter am Supreme Court, vereidigt nun Joe Biden.
[17h54] Nachdem Rick Warren das Gebet gesprochen hat, singt nun Aretha Franklin.
[17h51] Millionen Menschen sind in sich gekehrt und beten für Barack Obama, für Joe Biden, das Kabinett und für sich selber. Emotionale Eindrücke.
[17h45] So, jetzt sind endlich alle da. “Obama”-Rufe der Menge. Kann man relaxter diese Treppe darunter gehen, als es eben Barack Obama getan hat? Zunächst leistet Joe Biden den Eid.
[17h40] Ein Meer aus weiß, rot und blau. Jetzt tritt Barack Obama gleich nach draußen.
[17h38] George W. Bush wirkt ausgesprochen entspannt, lacht und scherzt. Tja, wenn man sich jetzt nicht mehr um die ganze Scheiße kümmern muss, die man angerichtet hat, geht es einem gleich viel besser.
[17h35] In den Menschenmassen sollen Gesänge wie “Na Na Hey Hey Goodbye” angestimmt worden sein, als Bush zusammen mit Cheney aus dem Kapitol kommt. Und jetzt kommt Joe Biden, der gleich dann vereidigt wird.
[17h32] Buh-Rufe für George W. Bush, als er auf den Leinwänden zu sehen ist. Erstmal kommen Frau Obama und Frau Biden.
[17h29] Amerika scheint im Moment ein ziemlich zufriedenes Land zu sein. Lächeln, wohin man sieht. Gleich kommt George W. Bush.
[17h23] Und am Weißen Haus werden Umzugskartons in LKW eingepackt. Und die Musikkapelle spielt immer noch, aber keiner scheint ihr zuzuhören.
[17h21] Und welcher Modeberater hat den Schal von George Bush Senior ausgesucht? Jetzt schütteln die Clintons die Hände. Jeder bekommt seinen Applaus, seine Ehre für ehemalige politische Arbeit.
[17h19] Jimmy Carter kommt auf die Bühne vor dem Kapitol. Das erinnert mich wieder an mein Referat damals in den USA, das ich über die Regierungszeit von Carter gehalten habe. Ein Mann mit großen Plänen gewesen, aber eher wenig erreicht. In seiner Zeit nach der Präsidentschaft erfolgreicher.
[17h16] Das Ehepaar Clinton im Kapitol, draußen brandet großer Applaus bei den Menschen auf. Und es ist noch nicht Obama gewesen.
[17h06] Ein paar Minuten bei ARD und ZDF reingeschaut. Immerhin hat die ARD mit Tom Buhrow einen ausgewiesenen USA-Experten an seiner Seite. Buhrow mit interessanten Worten über Washington, seine Einwohner und das Lebensgefühl. Auch die ARD zeigt die Bilder in Großaufnahme, kein Bilder der Studios und Moderatoren. Beim ZDF werden die schönen Bilder überquatscht.
Ich weiß nicht, aber ich fühle mich bei CNN und Sky besser unterhalten.
Mittlerweile sind Bush und Obama im Kapitol angekommen.
[16h57] In Amerika wird auch nichts dem Zufall überlassen. Die Autoleuchten blinken sogar blau und rot. Einfach schöne Bilder. Sky News berichtet von zwei Millionen Gästen.
[16h56] Die Leute jubeln den Autos zu. Ich freue mich schon jetzt auf die Bildergalerien beim Boston Globe.
[16h52] Großartiges Bild. Luxuslimousinen, und dazwischen ein weißer, dreckiger und abgewrackter Wagen für das kleine Fernsehteam, das die Fahrt filmt. So, gleich gehen dann auch unsere deutschen ÖR auf Sendung. Mal schauen, was wir da erfahren.
[16h48] George W. Bush hat zum letzten Mal das Weiße Haus als Präsident gesehen.
[16h46] Dick Cheney, zuletzt geschwächt von Herzproblemen, im Rollstuhl und mit Gehstock auf dem Schoß liegend verlässt das Weiße Haus. Joe Biden zeigt viel Respekt und ordnet sich hinter dem ehemaligen Vize-Präsidenten ein. Update: Er sitzt aber im Rollstuhl, weil er sich am Rücken verletzt hat. Danke an Arne für die Anmerkung in den Kommentaren.
[16h42] Mitglieder des Kongress kommen nach und nach auf ihre Plätze. Biden und Obama verlassen soeben das Weiße Haus, jetzt geht es Richtung Kapitol.
[16h36] Ich frage mich gerade, ob Barack Obama bei seiner neuten von zehn Reden auf den Festbällen in Washington so etwas wie Erleichterung oder Respekt vor der Aufgabe vor ihm spürt. Und 10 Reden an einem Abend. Stressiger kann es für einen Präsidenten ja fast schon nicht mehr werden.
[16h33] CNN macht das ganz clever, Gäste und Experten nur in einem kleinen Fenster, das große Bild schwenkt über die Menschenmenge. Mit über zwei Millionen Besuchern wird jetzt gerechnet.
[16h24] Bei Sky News standen zwei Themen im Vordergrund in den letzten Minuten. Die Sicherheitslage am heutigen Tage (sehr kritische Sicherheitslage, so heißt es) und für mich interessanter die historische Dimension dieser Vereidigung. Ein Gast sagte, dass er sein Land nicht wiedererkenne. Schwarze und Weiße würden freundschaftlich und herzlich miteinander sprechen, fahren gemeinsam Richtung Kapitol.
Zurzeit kommen die Gäste, Persönlichkeiten und Promis Richtung Kapitol. Muhammad Ali wurde schon gesichtert. Und die US Marine Band spielt ihre Militärmusik. Sonniges Wetter in Washington.
[16h07] Der Guardian tickert jetzt auch live mit.
[16h03]
Was ist das? Nein, das ist kein Fotoalbum. Die Süddeutsche Zeitung hat mal wieder eine Klickstrecke gemacht mit Glückwünschen an Barack Obama.
[15h55] Die Top Ten Titelseiten amerikanischer Zeitungen von heute (via HAZde)
Die Ehepaare Obama und Biden sind jetzt beim Kaffeetrinken im Weißen Haus.
[15h42] Der Guardian fasst die Ereignisse des Tages zusammen.
[15h38] Barack Obama wird nachher seine Hand auf dieselbe Bibel legen, die Abraham Lincoln benutzt hat. Seine Worte werden dann die folgenden sein:
“I do solemnly swear that I will faithfully execute the office of President of the United States, and will to the best of my ability, preserve, protect, and defend the Constitution of the United States.”
Unklar ist noch, Obama das “So help me God” an die wenigen prägnanten Worte dranhängt. Bei Sky News war vorhin eine Journalistin, die meinte, er würde es machen. Obama sei durchaus ein religiöser Mensch, zeige es nur nicht so nach außen.
[15h26] David Miliband, britischer Außenminister, war gerade aus London zugeschaltet. Er erwarte sich eine Fortsetzung der guten Beziehungen zu den USA. Und die englischen Medien machen sich schon wieder Sorgen, dass Gordon Brown nicht der erste sein könnte, der einen Termin bei Obama bekommen könnte.
[15h24] Hervorragender Artikel in der Los Angeles Times über die Probleme, die Obama im alltäglichen Washingtoner Politikbetrieb bekommen könnte. Stichwort special interests und Lobbygruppen. Talking about bridges is easier than building them.
[15h18] Das schöne an Sky News ist, dass sie eben nicht in ein Studio gehen oder von irgendeinem Dach senden, sondern direkt an dem Memorial stehen. Auf einer kleinen Plattform umringt von den ganzen Menschen. Ein Kameraschwenk nach links und man hat eindrucksvolle Bilder.
[15h16] Und nur so geht es.
[15h08] In Washington soll die Memorial Metro Station geschlossen sein, weil mehrere Menschen in der Nähe der Station an Unterkühlung leiden. Haben wohl in der Station übernachtet.
Einzigartige Atmosphäre. Musik überall, die Leute singen und tanzen. Halten sich irgendwie warm.
[15h04] Auch wenn ich mich wiederhole. Das sind unfassbare Menschenmassen. Bleibe für die nächsten Stunden erstmal bei Sky News. Jeremy Thompson erzählt mal gleich, dass er gestern Abend einen Mann aus Simbabwe getroffen hat. He could not resist to travel to the USA.
[14h58] Die New York Times bloggt auch live mit. Ein Zitat des Tages vom ZUENDER.
CNN hat sich unter die Menschenmassen getraut und interviewt Familien, viele Schwarze unter den Besuchern, so die Moderatorin. Alle mit der gleichen Antwort, warum sie heute in Washington sind: Sie wollen dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird.
[14h50] Die “Bestie”, Obamas Limousine, hat sich in Bewegung gesetzt. Jede Kurve wird von den Kameras festgehalten. Menschen jubeln an den Straßenrändern. Fahrt dauert gerade mal eine Minute. War ja auch kein Verkehr.
[14h45] CNN hat zurzeit die eindrucksvollsten Live-Bilder: Menschen mit Mützen und US-Fahnen in der Hand jubeln in die Kameras. Nach Schätzungen sollen bereits über eine Million Menschen sich in der Nähe des Kapitols befinden.
[14h41] Weil es Hubertus Heil gerade twittert: Hier der offene Brief von Frank-Walter Steinmeier an Barack Obama.
[14h38] Barack Obama wird in den nächsten Minuten zur Saint John’s Church aufbrechen für einen Gottesdienst, anschließend geht es dann weiter zu Kaffee und Kuchen bei der Bush-Familie.
Bei Sky News wird gerade diskutiert, wer wohl die Rede für Barack Obama geschrieben habe. Alle sind sich einig: Seine Redenschreiber – und Michelle Obama war auch dran beteiligt.
[14h32] “We Are One” Concert für Barack Obama. Beyonce mit “America the Beautiful”
Ich habe am Sonntagabend neben dem Footballspiel immer mal wieder beim Konzert “We are one” für Barack Obama vorbeigeschaut. Und ich weiß nicht ganz, wie ich es jetzt hier ausdrücken soll. Aber ich hätte wirklich nichts dagegen, wenn es sowas auch für die Bundeskanzlerin oder den Bundespräsidenten gibt. Muss ja nicht gleich U2 sein, aber warum schafft es unsere deutsche Politik nicht sich endlich mal den Menschen zu öffnen, sie an Politik teilhaben zu lassen?
Ich will ja gar keine amerikanischen Verhältnisse hier in Deutschland. Nur eines: Dass sich Politik wieder den Menschen zumwendet, ihnen zuhört, auf sie zugeht. Da können solche Veranstaltungen allemal helfen. Aber wenn ich sehe Wahlabende hier in Deutschland ablaufen, kann ich wohl nur urteilen, dass es ein sehr langer Weg bis dorthin ist. Warum muss zum Beispiel die Vereidigung der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers in dieser Betonburg Bundestag stattfinden? Warum nicht Open Air, dass die Menschen daran teilhaben können? Mit Musik, Aufführugen, eben ein kleines Fest. So, das wollte ich mal loswerden.
[14h12] Wenn es einen Grund für N24 gibt, dann deren USA-Korrespondent Stephan Strothe. N24 hat ein schönes Live-Bild aus Washington. Es sind und bleiben unglaubliche Menschenmassen.
Und fast alle Sender mit dem gleichen Schema: Fragen, ob Obama jetzt die Welt besser mache, wie schnell er den Nahost-Konflikt lösen kann, ob jetzt alles besser wird. Dazu stets die gleichen Studiogäste. Da kann man eine Stunde zuhören, aber dann wiederholt es sich.
Ich freue mich schon auf Sky News, wenn die wieder einfach nur mit den Menschen reden, sich einfach unter die Leute begeben. Das ist auch kein Königsweg, aber unterhaltsam und eine gute Abwechselung, wenn man als Sender den ganzen Tag über berichtet.
[14h07] Und wo ich gerade bei meinem Guardian-Feedordner bin. Noch zwei Hinweise: Die US-Korrespondenten des Guardian schreiben über die Bedeutung der Antrittsrede. Immer wieder zu empfehlen: Deadline USA, eines der besten Politikblogs, das ich kenne.
[14h03] Was am 10. Februar 2007 in Springfield begann mit der Verkündung, dass Barack Obama sich für das Präsidentenamt bewirbt, ging weiter mit der Nominierung der Demokratischen Partei am 28. August in Denver. Und am 04. November gewann Obama die Wahl gegen John McCain. Ich hole noch mal zwei alte Links hervor: Der Guadian hat einen tollen Artikel veröffentlicht: The Obama Story. Das ganze auch nochmal als Video: The Road to the White House
[13h51] Live-Impressionen aus Washington. Irgendwo zwischen Absperrzäunen und Blaulichtern der Polizeifahrzeuge bewegen sich hunderttausende Richtung Kapitol. ABC News spricht auf ihrer Website von chaotischen Zuständen auf den Straßen.
[13h49] Was planen die TV-Sender? Sagen wir es so: Nichts Überraschendes. Man greift auf bewährte Kräfte zurück.
ARD: Übertragung von 17:00 Uhr bis 18:50 Uhr mit Hanni Hüsch und Tom Buhrow. Übertragung im Internet unter tagesschau.de ab 15:30 Uhr.
ZDF: Sondersendung ebenfalls ab 17:00 Uhr mit Steffen Seibert und Matthias Fornoff. Heute-Journal aus Washington, um 22:15 Uhr fast Claus kleber den Tag zusammen
Phoenix: Überträgt von 14:45 bis Mitternacht.
RTL: Zwei Minuten vor High Noon geht RTL auf Sendung. Moderiert wird das ganze von Peter Kloeppel.
n-tv und N24 berichten seit heute Morgen rund um die Uhr. Ebenso CNN.
Sky News: Berichtet live ab 15:00 Uhr komplett aus Washington mit dem stets exzellenten Jeremy Thompson. Man überträgt auch die Parade live.
[13h37] N24 gibt Tipps für eine US-Reise, bei welcher man Obamas Lebensstationen abklappern kann. Illinois im Winter sei aber nicht zu empfehlen,weil zu kalt. Dann, die Autorin, lieber Hawaii. Und jetzt der Reiseexperte. Florida ist zurzeit am beliebtesten. Man merkt, wie schwer sich N24 tut, wenn man seit 7:00 Uhr fast nur über ein Thema berichtet. Und ganz wichtig: Genug Trinkgeld und keine Diskussionen mit Polizisten bei Verkehrskontrollen.
Und dass Florida beliebt ist, hätte ich jetzt nicht gedacht, ganz ehrlich. Interessant eine Zahl. Die Reisen der Deutschen in den USA haben seit dem Gewinn von Obama um 20% zugenommen.
[13h30] Barack Obama hatte am Wochenende John King von CNN Frage und Antwort gestanden. Es ist ein sehr bemerkenswertes Interview geworden mit sehr viel persönlichen Gedanken und Botschaften abseits der großen Politik. Interessant fand ich vor allem eine Aussage.
Die WELT hat das Interview dokumentiert.
John King: Ihre Familie ist nach Washington umgezogen. Ihre wunderbaren Töchter haben Freunde zurückgelassen und werden neue Freunde finden. Meine Tochter ist zwölf. Sie sieht die Fotos Ihrer Kinder in Zeitschriften, die wir manchmal wahrscheinlich besser von ihr fernhielten. Und sie sagt: „Daddy, haben sie schon neue Freunde? Und welchen Sport treiben sie?“ Wo ziehen Sie die Grenze, hinter der Ihre Töchter und Ihre Familie niemanden mehr etwas angeht?
Obama: Meine Hoffnung ist, die Medien mögen einsehen, dass es schon schwer genug ist groß zu werden, selbst wenn man nicht in einem Goldfischglas lebt. Es wäre naiv von mir oder Michelle zu glauben, die Menschen interessierten sich nicht für die Mädchen. Aber wir haben die Medienvertreter gebeten, den Mädchen nicht zu folgen und keine Bilder von ihnen zu machen, wenn sie nicht gerade mit ihren Eltern an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmen. Und ich hoffe, dass die Journalisten das respektieren, weil sie selber doch auch Eltern sind und die Probleme kennen
[13h23] Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht sich eine engere Zusammenarbeit mit den USA. Die globalen Probleme können nur gemeinsam gelöst werden. Das sagte sie heute Morgen um kurz nach sechs im Morgenmagazin. Hier das Video.
[13h20] Die ARD diskutiert in ihrem Mittagsmagazin, ob Obama wirklich die Welt retten kann. Als Interviewgast zugeschaltet ist Josef Braml von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Braml ist skeptisch. Zu viele institutionelle Verschränkungen, zu viele Probleme. Auf die Frage, warum Obama so beliebt ist, kommt doch tatsächlich als Antwort, dass er nicht George W. Bush ist. Da kann man von einem Experten etwas mehr Tiefe erwarten.
[13h16] Für die Twitterer unter uns: Zu empfehlen sind der offizielle Account zur Vereidigung: Obama Inaugural und das USA-Ressort des Guardian. Bei Flickr gibt es fast minütlich neue Fotos aus Washington.
Es gibt so viele Sachen im Internet zu entdecken, dass man alles gar nicht erwähnen kann. Wer noch interessante Links hat, darf dies gerne in den Kommentaren kundtun.
[13h10] Wunderschöner Sonnenaufgang über Washington. Sky News hat den Partnersender Fox für erste Eindrücke von vor Ort losgeschickt. Es ist erkennbar, dass der gesamte Bereich vom Kapitol bis zur National Mall bereits überfüllt ist
[13h08] Wie läuft der Tag heute ab? Um kurz vor vier trifft Obama den alten Präsidenten George W. Bush und seine Frau zum Kaffeetrinken. Um fünf beginnen die Feierlichkeiten vor dem Kapitol mit der Vereidigung von Joe Biden als Vize-Präsident. Obama legt dann den Amtseid um 18:00 Uhr ab, dann folgen Antrittsrede und Nationalhymne. Um 20:30 Uhr startet die Parade die Pennsylvania Avenue entlang zum Weißen Haus.
[13h02] Wetter soll passabel werden. Temperaturen tagsüber knapp unter null Grad, wolkiger Himmel, vielleicht ein bisschen Sonnenschein. Sky News mit Bildern aus Washington. Und das sind unglaubliche Menschenmassen, alle in dicken Jacken eingepackt. Wahnsinn.
[12h59] Kurz vor sieben Uhr morgens in Washington. Es ist noch dunkel, das Kapitol wird durch die Scheinwerfer hell erleuchtet. Und es sind schon unglaubliche Menschenmassen unterwegs. Der Bereich zwischen Kapitol, National Mall und dem Washington Monument ist schon sehr gut gefüllt. Parkplätze in der Nähe von Metrostationen sind bereits geschlossen worden. Besucher werden gebeten per Bus anzureisen, Züge sind überfüllt
[12h54] Guten Tag zusammen. Ich werde die nächsten Stunden über die Ereignisse in Washington live mitbloggen und schauen, was die Fernsehsender aus ihren Übertragungen machen. Der Rest ergibt sich dann sicherlich. Mal sehen, was der Tag an schönen Bildern und Emotionen bringt.
Thema: Live-Blog, Politik International | Kommentare (10) | Autor: medispolis
Donnerstag, 15. Januar 2009 16:05
Barack Obama schreibt einen öffentlichen Brief an seine beiden Töchter und alle Kinder in den USA. Nachzulesen im PARADE Magazine.
Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Dienstag, 13. Januar 2009 8:28
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Und ich dachte schön, Barack Obama würde alles gelingen in seiner Zeit vor dem Amtseid am 20. Januar. Aber scheinbar gibt es auch Schwierigkeiten, wie bei der Hundesuche.
Aber Spaß beiseite. Als Barack Obama vergangene Woche von Chicago dauerhaft in Richtung Washington D.C. gezogen ist, sagte er, dass er sowas wie Wehmut verspüre. Jetzt ist dann also richtig auf der großen Weltbühne angekommen. Kommenden Dienstag ist dann die Vereidigung. Und dann beginnt die harte Arbeit. Nahost-Konflikt, Irak und Iran, Wirtschafts- und Finanzkrise, marode Infrastruktur in den USA, Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten. Es gibt so viel zu tun. Und die Erwartungen sind sowas von groß. Dass man da sowas von Wehmut oder Sehnsucht nach der Heimatstadt verspürt, dürfte nur allzu verständlich sein.
Wie wird aber das erste Regierungsjahr Barack Obama aussehen? Wird er wirklich grundlegendes auf der Welt verändern? Und wo wird er die Schwerpunkte legen? Denn angesichts der Aufgaben und Erwartungen muss es solche geben. Denn alles, was man von ihm verlangt und wünscht, ist nicht in den ersten zwei Jahren zu erreichen. Es bleibt also interessant, wie der Präsident Barack Obama auf der großen Weltbühne auftritt. Und was würde mehr Magie verleihen als ein dauerhafter Friedensprozess im Nahen Osten unter der Verhandlung von Obama.
Viel zu tun, viel wird erwartet, nicht alles wird Obama erfüllen können.
Sehr ausführlich mit der bevorstehenden Regierungszeit von Barack Obama hat sich die Sendung “Der Tag” des Hessischen Rundfunks beschäftigt. “Hoffnung als Bürde – Obamas schwierige Agenda” (MP3).
Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Dienstag, 18. November 2008 22:10
“Once I take office, you can be sure that the United States will once again engage vigorously in these negotiations, and help lead the world toward a new era of global co-operation on climate change”
Barack Obama, zukünftiger US-Präsident, in einer Videobotschaft auf der internationalen Klimakonferenz in Los Angeles.
(via BBC News)
Thema: Politik International, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Mittwoch, 5. November 2008 23:36
Im Nachhinein war es doch eine mutige Entscheidung letzte Nacht nur 90 Minuten geschlafen zu haben, wenn man einen langen Arbeitsmittwoch vor sich hat. Und so kam ich vor zwei Stunden völlig ermüdet nach Hause. Kann man mal machen, ist aber nicht für mehrmaligen Gebrauch zu empfehlen.
Der Boston Globe hat meine Sehnsucht von gestern Nacht erhöht und in seiner Reihe “The Big Picture” eine Fotoreihe von Barack Obama veröffentlicht. Ein Porträt schöner als das andere.
Momentaner Stand der Wahlmänner ist 349 zu 163 für Barack Obama. In Missouri und North Carolina gibt es noch kein endgültiges Ergebnis. Kurz nach dem Ende meines Live-Blogs kam dann Obama auf die Bühne in Chicago und hielt eine ausgezeichnete Rede. Fast einzigartig gut der Abschnitt über die 106-jährige Ann Nixon Cooper.
Ein paar weitere gut geschriebene Artikel zur US-Wahl:

So sieht dann eine Live-Blogging-Nacht bei mir aus. Ich möchte mich nochmal fürs Lesen und die rege Anteilnahme bedanken. War sehr kurzweilig und hat viel Spaß gemacht. Und ab jetzt wird hier beobachtet, wieviel change Barack Obama den USA und der Welt bringen wird.
Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (3) | Autor: medispolis
Dienstag, 4. November 2008 22:15
[05h54] So, dann verabschiede ich mich mal. 90 Minuten Schlaf sollten es dann doch noch sein. Wünsche einen schönen Mittwoch, danke fürs Lesen und Kommentieren. Schreibe heute Abend vielleicht noch ein paar Sätze mehr.
[05h50] Mr President, wenn Sie sich nicht gleich mit den Europäern querstellen wollen, dann halten Sie jetzt bitte ihre Rede.
[05h39] Barack Obama gewinnt Colorado und Nevada, John McCain gewinnt Arizona. Sieben Staaten konnte Obama damit den Republikanern abnehmen. In Washington D.C. finden Feiern auf den Straßen aus.
[05h33] George Bush hat Barack Obama telefonisch zum Wahlsieg gratuliert.
[05h32] Mit Florida zusammen kommt Obama auf 324 Wahlmänner so far.
[05h30] Barack Obama wird in den nächsten Minuten im Grant Park in Chicago erwartet.
[05h18] John McCain spricht: “Wir sind am Ende einer langen Reise. Das Volk hat gesprochen – und es hat deutlich gesporchen. Ich gratuliere Barack Obama zu seinem Triumph. Sein Erfolg verdient meinen vollen Respekt. Das ist eine historische Wahl. Ich bewundere und erkenne den Stolz der Afro-Amerikaner an. Es gibt keinen besseren Beweis, dass die USA die großartigste Nation der Welt sind durch die Wahl von Barack Obama. Ich bedauere, dass seine Großmutter diesen besonderen Tag nicht mehr erleben kann. Ich biete ihm meine Hilfe an um Amerika durch diese schwierige Zeit zu führen. Wir müssen Wege finden unsere Unterschiede zu überwintern um zusamenzukommen. Was immer unsere Unterschiede sind, wir sind Amerikaner. Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir müssen darüber kommen. Es ist mein Scheitern, nicht eueres. Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Ich bin so dankbar für eure Unterstützung, für die Hilfe während dieser langen Kampagne. Mein besonderer Dank gilt Sarah Palin, eine der besten Wahlkämpferin, die ich je gesehen habe. Eine Kraft für Reform. Wir können uns auf ihre zukünftige politische Arbeit in unserer Partei freuen. Diese Wahl hat mir viel bedeutet, eurer Glauben, eure Untersützung. Auch ich habe meine Fehler gemacht, und ich verspüre Respekt und Ehre für die Unterstützung durch euch und ich möchte, dass ihr Barack Obama und Joe Biden unterstützt. Wir geben nicht auf. Glaubt an das Versprechen, an den amerikanischen Traum.”
Buhrufe aus dem Publikum, John McCain-Rufe wechseln sich ab. Aber eine tolle Rede, sehr staatsmännisch. Sehr ehrlich.
[05h16] Associated Press: Barack Obama gewinnt Florida !
In Kürze soll sich John McCain äußern. Mehr gibt es an Neuigkeiten nicht. Ich bewundere gerade die ganzen Bilder.
[05h09] Was für Bilder. Lieber Boston Globe, ich will davon eine große Serie im “Big Picture”.
[05h05] Meine Güte, die Expertenrunde bei CNN hat Tränen in den Augen. Was für Szenen.
[05h04] CNN: Obama gewinnt Kalifornien, Oregon, Washington State und Hawaii
[05h02] Er ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten und der erste Afro-Amerikanische Präsident der USA. Jubelbilder in Chicago. Unglaubliche Szenen.
[05h00] CNN: Barack Obama ist Präsident der Vereinigten Staaten!!!
[04h59] Gleich ist es dann so weit…
[04h58] CNN: Barack Obama gewinnt Virginia (220:135)
[04h57] Vorsprung von Barack Obama in Florida ist mittlerweile recht konstant. Also, wie wäre es, Fox News, traut ihr euch?
[04h55] Sky ist auf der Wahlparty in Arizona, Stimmung jenseits von Beerdigung. Totale Stille.
[04h48] Sollte Fox richtig liegen, hätte Obama jetzt 220 Wahlmänner. Mit Kalifornien (55 Wahlmänner) kann er US-Präsident werden. Associated Press bestätigt Virginia für Barack Obama.
[04h46] Virginia, Ohio, Pennsylvania – die Demokraten müssen sich die Augen reiben. Wer hätte das gedacht, dass Obama so deutig gewinnt.
[04h44] Das wären dann noch mal 13 Wahlmänner für den Senator aus Illinois. Und in einer Viertelstunde ist dann auch alles offiziell, denn dann schließen die Wahllokale in Kalifornien, Oregon, Washington State, Hawaii und Idaho.
[04h42] Fox News: Barack Obama gewinnt Virginia !
[04h41] Sky News mal wieder auf Stimmenfang am Strand von Mimai auf einer kleinen Beach-Party. Es ist einfach großartig.
[04h37] Auch bei den Wahlen zum Senat und Repräsentantenhaus sind die Demokraten auf der Siegerstraße.
[04h34] Vorsprung von Obama in Florida liegt immer so zwischen 1 und 3 Prozent, in Virginia noch knapper, teilweise nur wenige Zehntausend Stimmen Unterschied zwischen beiden Kandidaten.
[04h29] Sarah Palin soll innerhalb der nächsten 30 Minuten eine Rede halten, angeblich hat John McCain sogar schon Barack Obama gratuliert und wird seine Niederlage eingestehen.
[04h26] Obamas Vorsprung in Florida ist wieder kleiner geworden, das wird wohl noch länger dauern. In Virginia sind 90% ausgezählt, 40.000 Stimmen Vorsprung für Obama.
[04h25] CNN: John McCain gewinnt Mississippi (207:135)
[04h24] Die Republikaner haben übrigens auch erkannt, dass sie nicht mehr gewinnen können.
[04h21] CNN: John McCain gewinnt Texas (207:129)
[04h17] Latino Voters: 2/3 zu 1/3 pro Barack Obama. Sogar in Florida Lations mit 57:42 für Obama. Vor vier Jahren noch Bush stärker als Kerry in dieser Wählergruppe.
[04h11] CNN: Arkansas geht zu John McCain (207:95)
[04h07] Ja, auch die Zahlen von CNN sehen wieder einen größeren Vorsprung von Obama in Florida. Aber das wird noch minimum eine Stunde dauern. Und hey, eigentlich könnten wir ja alle schlafen gehen, weil es so gut wie durch ist. Aber will das jemand? Ich bleibt bis zur Rede von Obama auf und schlafe dann später wo auch immer.
[04h04] Es gibt keine Prognosen bezüglich Nevada (Tendenz Obama) und Montana (Tendenz McCain)
[04h03] Die Experten von CNN sagen, dass Obama nur zwei von drei sehr sicheren Staaten gewinnen muss. Solche Sorgen muss man haben.
[04h00] CNN: Barack Obama gewinnt Iowa und John McCain gewinnt Utah und Kansas. Damit haben wir einen Stand von 207 zu 95 bei den Wahlmännern. Florida, wir warten auf dich. Oder Virginia. Eins von beiden. Die Westküste ist ja ehe teifblau.
[03h57] Vorsprung für Obama auch in Virginia jetzt. Fast 90% ausgezählt, 10.000 Stimmen Vorsprung.
[03h53] Florida wird ein echter Thriller: Fast 2/3 sind ausgezählt. Obama führt 51% zu 49%, Unterschied bei knapp 140.000 Stimmen. Vorsprung also etwas kleiner geworden. Also an Florida hängt jetzt das offizielle Ergebnis. Bevor wir da nicht Klarheit haben, wird es, denke ich, auch keine Auftritte der Kandidaten geben.
[03h50] Sehr enges Ergebnis beim Popular Vote, aber da fehlt noch Kalifornien. Und dann wird das auch deutlicher pro Barack Obama. Und das Popular Vote ist ehe völlig egal.
[03h48] CNN: Barack Obama gewinnt New Mexico und John McCain gewinnt Lousiana (Wahlmänner: 199 zu 78)
[03h47] Die nächsten Staaten, die ihre Ergebnisse mitteilen könnten, sind um 04h00 deutscher Zeit Iowa, Utah, Montana und Nevada.
[03h41] John King geht die politische Landkarte der USA durch und was können wir sagen: John McCain wird es auf 270 nicht schaffen, auch mit Florida nicht.
[03h40] McCain soll auf dem Weg zu der Veranstaltung nach Arizona sein.
[03h37] Wie gesagt, jetzt fehlt nur noch Florida. Man muss es sich mal auf der Zunge zergehen lassen, falls Obama alle diese drei Staaten gewinnen würde.
[03h34] CNN: Ohio geht zu Barack Obama. (194:69) Der zweite Big-Point des Abends.
[03h33] In Pennsylvania hat es McCain nach ersten Analysen nicht geschafft die Clinton-Wähler auf seine Seite zu ziehen.
[03h31] John King zeigt, dass Obama fantastisch abschneidet in Ohio.
[03h29] In Virginia nur 15.000 Stimmen Unterschied bisher.
[03h27] In Florida 54% ausgezählt, Obama 51 zu 48% vorne, Unterschied absolut bei 170.000 Stimmen. Too close to call.
[03h25] John McCain kann ja schon mal in Arizona auf die Bühne treten unter der Musik von Mike and the Mechanics: “All I Need Is A Miracle”.
[03h23] CNN: John McCain gewinnt West Virginia (174:69)
[03h20] Associated Press meldet, dass die Demokraten auch im US-Senat die Mehrheit bekommen werden.
[03h18] Also jetzt nochmal: Fox News gibt Ohio an Barack Obama. Damit der Senator aus Illinois kurz vor der Präsidentschaft. Florida dürfte auch gleich dran sein.
[03h17] Also mehrere Breaking News Dienste melden auf Berufung von Fox, dass Ohio an Obama geht. Scheinbar ist dem doch nicht so. Also erstmal Kommando zurück, vorerst.
[03h13] CNN: John McCain gewinnt Georgia (174:64)
[03h12] Sollte Ohio zu Obama gehen, fehlen nur noch ein paar Wahlmänner zum Sieg. Eigentlich war es dann das fast. Abwarten.
[03h08] Fox News: Obama gewinnt New Mexico und Ohio !!!
[03h05] Es läuft für Barack Obama. Florida und Ohio werden den letzten Schritt machen. Gewinnt Obama einen dieser beiden Staaten, dann ist er Präsident.
[03h03] Rasse war laut CNN kein entscheidener Wahlfaktor. Also kein Bradley-Effekt.
[03h00] CNN: Obama gewinnt Rhode Island, Michigan, Wisconsin, Minnesota, New York. John McCain gewinnt Wyoming und North Dakota. Damit 174: 49 für Barack Obama
Sogar der Home-State von McCain, Arizona, ist too close too call. Ebenso Texas.
[02h58] CNN: McCain geht an Alabama. (102:43 für Barack Obama)
[02h57] Mir fällt gerade auf, dass in genau fünf Stunden meine Straßenbahn ins Büro fährt.
[02h55] Gleich kommt ein ganzer Schwung an neuen Ergebnissen, aber alles hängt jetzt an Florida und Ohio. Momentan kommt Obama unter Berücksichtigung der sicheren Staaten auf 239 Wahlmänner, plus die 27 von Florida wären dann 266 und so gut wie am Ziel.
[02h50] Bin mal gespannt, welcher Sender sich als erster mit Florida und Ohio hervortut. In beiden Staaten liegt Obama vorne, wenn auch nur knapp. In Indiana beide Kandidaten fast gleichauf.
[02h48] Die nächsten wichtigen Staaten, die den Walgang beenden, sind in Kürze unter anderem New York, Wisconsin, Michigan, Colorado und New Mexico
[02h45] Sky News rechnet nochmal vor: Sollte Barack Obama Florida gewinnen, wäre er der neue Präsident der Vereinigten Staaten.
[02h39] CNN: Pennsylvania geht an Barack Obama Jubel in Chicago und im demokratischen Lager. Damit dürfte ein großer Schritt geschafft sein. Jetzt noch Florida und Obama ist ganz nah an der Präsidentschaft. 102:34 lt. CNN in Anzahl der Wahlmänner.
[02h38] Mittlerweile berichten Sender, dass McCain Arkansas und Georgia gewonnen hatt. Obama liegt weiter in Florida in Führung. Momentaner Zwischenstand bezüglich der Wahlmänner:
[02h35] ABC News berichtet, dass John McCain Alabama gewinnt.
[02h33] CNN und CSB haben PA noch nicht vergeben, ansonsten sind alle Sender wieder halbwegs auf Linie, was die Gemeinsamkeiten der Wahlmänner angeht.
[02h30] CNN: New Hampshire geht an Barack Obama. Damit 81:34 laut CNN, die PA immer noch too close to call sehen.
[02h30] Sky News: Barack Obama gewinnt Pennsylvania
[02h28] Bei Sky News schlägt ein Wahlkampfstratege der Demokraten schon mal vor den Champagner kalt zu stellen
Überlege gerade, ob sich die TV-Anstalten in den USA einen Wettkampf liefern, wer was zuerst verkündet. Mittlerweile hat auch BBC America Pennsylvania an Obama vergeben.
[02h26] Was sind das für Gänsehaut-Bilder vor der Skyline von Chicago?
[02h22] Mittlerweile haben alle Sender in den USA und Sky sowie CNN andere Rechnungen bezüglich der Wahlmännerverteilung. Ich bleine hier mal bei der CNN-Rechnung, die momentan bei 77:34 liegt, wie gesagt ohne PA und NH, die einige Sender schon mit einberechnet haben.
[02h20] Ein Drittel der Stimmen in Florida ausgezählt, Obama 53:47 im Sonnenstaat in Führung.
[02h18] Nimmt man die derzeit sicheren Staaten mit ihren Wahlmännern dazu, käme Obama auf 214 Wahlmänner und McCain auf 118.
[02h16] CNN sieht frühen Vorsprung für Obama in Ohio und West Virginia. Führung für McCain in Georgia. New Hampshire ist nur noch von CNN als too close to call klassifiziert.
[02h14] CBS News vergibt jetzt New Hampshire auch an Obama, bei Pennsylvania ist man noch konservativ und gibt keine Prognose ab.
[02h12] In Florida führt Obama 57:38 bei 2% ausgezählten Stimmen, in Indiana 52:47 für McCain bei 12% ausgezählten Stimmen.
[02h10] ABC News und MSNBC: Pennsylvania und New Hampshire gehen an Barack Obama Das wären dann zusätzliche 25 Wahlmänner. Wären dann 103: 34. Allerdings noch sehr unsicher.
[02h08] John King erklärt die CNN-Strategie. Solange keine Stimmen gezählt sind, gibt es kein Ergebnis seitens CNN. Anders ABC News und MSNBC, die Pennsylvania schon an Barack Obama geben. Wenn dies so sein sollte, wäre dies ein großer Schritt. Aber wie gesagt, in PA wurde noch nichts ausgezählt.
[02h06] Alle anderen Staaten, wie Pennsylvania, New Hampshire, Florida, Missouri und Alabama, sind too close to call.
[02h04] Aktueller Zwischenstand bei den Wahlmännern ist 78:34 für Barack Obama
[02h02] CNN: John McCain gewinnt Oklahoma und Tennessee
[02h00] CNN: Barack Obama gewinnt Massachussetts, Illinois, Conneticut, New Jersey, Maine, Delaware, Maryland und District of Columbia
[01h57] CNN schenkt South Carolina jetzt auch an McCain.
[01h53] Insgesamt 15 Staaten und der District of Columbia schließen gleich die Wahllokale. Alle Spannung liegt auf Pennslyvania. Und John King zeigt, dass in Indiana noch nichts entschieden ist. Indianapolis geht an Barack Obama, aber viele demokratisch dominierte Gebiete haben noch keine Ergebnisse genannt.
[01h51] Ganz netter Vergleich eben bei CNN: In den Exit Polls der Vorwahlen hatte Barack Obama bessere Zahlen als jetzt am Wahltag.
[01h48] NBC: South Carolina geht an John McCain. Auch erwartet worden. Weitere acht Wahlmänner für McCain, Zwischenstand 21:3
[01h48] Alle Augen dann ab den nächsten Minuten auf Pennsylvania. McCain muss diesen Staat gewinnen, das hat er selbst gesagt.
[01h46] CNN-Reporterin in Chicago kann nicht gegen die Zuschauermassen anreden. Beamt doch mal die Zuschauer weg, liebes CNN.
[01h45] Die nächsten Staaten, die ihre Wahllokale schließen, sind in knapp 15 Minuten: Florida, Pennsylvania, Massachussetts, New Jersey, Illinois und Missouri.
[01h42] CBS und Fox News: John McCain gewinnt West Virginia. Damit fünf Wahlmänner für den Republikaner. Aktueller Zwischenstand 13:3. Auch Sky News vergibt Vest Virginia an McCain. Alles wie erwartet, keine große Überraschung.
[01h40] Habe noch ein Drinking Game: “It’s very early.”
[01h38] Leichte Führung für Obama in North Carolina, etwas deutlicher in Florida, weiter knapp in Indiana. Aber alles noch too close too call. National würde Obama momentan mit 3% führen. Zählt aber wenig, weil ja Wahlmänner vergeben werden.
[01h34] RealityCheck berichtet in den Kommentaren, dass Fox News West Virginia an John McCain vergibt. Das wären dann fünf Wahlmännner. Bisher hat man diese Meldung noch exklusiv.
[01h30] Also Schließen der Wahllokale jetzt in Ohio, West Virginia und North Carolina. Nochmal zur Erinnerung: Noch nie ist ein Kandidat US-Präsident geworden ohne Ohio zu gewinnen.
[01h27] John King zeigt an der Magic Wall, dass erst zwei Bezirke in Virginia ausgezählt sind. McCain liegt vorne. In Indiana ist der Unterschied zur Wahl 2004 verblüffend. Damals über 20% Vorsprung für Bush. Obama mit gutem Start in Indiana, viele demokratische Hochburgen haben ihr Ergebnis noch nicht gemeldet. Competitive race in Indiana. Obama hat alle Chancen auf den Sieg hier.
[01h25] Erste Zahlen aus Florida. Führung für John McCain, acht Prozent mehr für den Republikaner. Aber noch nicht mal alle Wahllokale geschlossen und weniger als 1% ausgezählt.
[01h24] Mein Speiseplan für heute Nacht: Momentan noch Tee und ein paar geschmierte Brote, aber ich steige gleich auf Chips, Cola und Gummibärchen um.
[01h21] NBC berichtet, dass über 90% der schwarzen Bevölkerung in Virginia Barack Obama gewählt hat. Auch eine der eher durchaus interessanten, letzlich aber wieder schnell unwichtige Exit Polls.
[01h18] “You are a terrific hologram” Und ich sage jetzt mal was ganz Sachliches: In Indiana und Virginia ist das alles noch too close to call. Auch Virginia. In letzten Umfragen lag Obama hier knapp vorne. Alles noch zu früh. Die Nacht wird lang.
[01h15] CNN Virtual View. Die Korrespondentin aus Chicago wird ins Studio gebeamt und steht da jetzt als virtuelles Wesen auf einem roten Punkt und Blitzer kriegt sich vor Freude gar nicht mehr ein. Hach, wie intim das alles bei CNN ist. In Chicago pilgern die Menschenmassen Richtung Grant Park.
[01h13] Sechs Prozent der Stimmen sind in Indiana ausgezählt. McCain liegt 51% zu 48% vorne. Unterschied etwas mehr als 7.000 Stimmen.
[01h11] Ein Journalist bei Sky News gibt folgende These: Sollte McCain Pennsylvania gewinnen, könnte es eine lange Wahlnacht werden. Sollte Obama bereits in Indiana gewinnen, hätten die Republikaner massive Probleme. Indiana wird wahrscheinlich auch der nächste Staat sein, der sein Ergebnis bekanntgegeben wird.
MSNBC sagt, dass Indiana too close to call ist.
[01h10] Mittlerweile bestätigt auch MSNBC den Sieg von McCain in Kentucky. Danke an probek für den Link.
[01h08] Die nächsten Wahllokale schließen um 01h30 deutscher Zeit in West Virginia und Ohio. Aktueller Zwischenstand nach Wahlmännern ist 8:3 für John McCain.
[01h05] Was Indiana angeht, sehr knappes Rennen, nur tausend Stimmen Unterschied. Mark Warner gewinnt den Senatssitz für die Demokraten in Virginia. Hier wurden die Republikaner schon einmal abgelöst.
[01h03] Vor allem in ländlichen Gebieten konnte McCain in Kentucky punkten.
[01h00] CNN: John McCain gewinnt Kentucky und Barack Obama Sieger in Vermont Damit acht Wahlmänner für den Republikaner und drei für Obama. Alles wie erwartet. Alle anderen Staaten haben noch keinen verkündbaren Ergebnisse. Wäre auch zu schön gewesen.
[01h00] Gerade mal gerechnet. Nehmen wir mal die sicheren Staaten als sicher, könnte Obama bei Siegen in Virginia und Indiana fast schon Präsident sein. Hätte dann 264 Wahlmänner.
[00h58] Experten bei CNN sind ich einig. Barack Obama habe einen der besten und modernsten Wahlkämpfe in der Geschichte der Vereinigten Staaten geführt.
[00h54] Fokus hier vor allem auf Georgia und Virginia. Beides umkämpfte Staaten, in Georgia McCain leicht vorn, in Virginia ist es Barack Obama. Virginia hat 2004 übrigens auch für George Bush gestimmt.
[00h52] Nächster step für heute Abend: In wenigen Minuten schließen die Wahllokale in Georgia, Indiana, Kentucky, South Carolina, Vermont und Virginia.
[00h48] Was ich an Sky News auch so liebe. Die Reporter sind immer draußen und immer an besonderen Orten. In New York sendet man aus einem Studio über den Dächern von New York mit toller Aussicht auf die beleuchtete Stadt, in Miami hattte eine Villa direkt am Strand, in Chicago steht man am Grant Park und in San Francisco in der Nähe der Golden Gate Bridge. Einfach, aber gut.
[00h43] In Kentucky bleibt der Vorsprung von John McCain relativ konstant, je mehr Stimmen ausgezählt sind, desto enger wird das Rennen in Indiana. 2% sind ausgezählt, 51% zu 48% für Barack Obama.
[00h39] Bei CNN wirkt das alles ein bisschen hektisch heute. Ganz das Gegenteil ist Sky News. Eben ein fast 10-minütiges Interview mit Carolyn Maloney, der Kongressabgeordneten der Demokraten im Bundesstaat New York. Die Demokraten hätten das Momentum. Und wenn man solch einen ruhigen, erfahrenen Moderator wie Jeremy Thompson hat, bekommt man ein großartiges Interview. Manchmal ist weniger eben mehr.
[00h31] Im Internet kursieren erste Gerüchte, wonach Barack Obama einen großen Vorsprung in Pennsylvania hat. Enges Rennen in Florida und North Carolina. Aber alles unbestätigt und ohne Gewähr.
[00h28] !Erste Ergebnisse aus Indiana sehen eine Führung von Barack Obama! Allerdings erst 2% der Stimmen ausgezählt. Demnach liegt Obama mit 55% zu 44% vorne. Alles nur eine Tendenz. Auch Indiana war umkämpft.
[00h26] !Erste Ergebnisse aus Kentucky sehen eine Führung von John McCain! 62% zu 36% für McCain. Das war erwartet worden, McCain führte hier teilweise zweistellig in den Umfragen. Wie gesagt, noch sind in einigen Teilen die Wahlurnen nicht geschlossen. Aber eine erste Tendenz pro John McCain.
[00h22] Während CNN eine Korrespondentenschalte durch die Swing-States macht und bei Sky News es ein sehr bewegendes Interview mit David Dinkins , Afro-Amerikaner und ehemaliger Bürgermeister von New York, gibt, redet in der ARD Sandra Maischberger mit Otto Schily. Das sagt alles.
[00h18] CNN jetzt mit durch den Raum schwebenden Grafiken über die Wahl für den US-Senat. Manche Staaten könnten man bereits angesichts der Umfragewerte den Republikanern oder Demokraten zuordnen. Interessant auch die Wahl für das Repräsentantenhaus. Sollten die Demokraten eine Mehrheit im Kongress bekommen und Obama Präsident werden, würde das das Regieren erheblich erleichtern. Anhand der Umfragen haben die Demokraten 39 sichere Sitze, die Republikaner 26 Sitze.
[00h16] Ach, wie ich sie vermisst habe. Campbell Brown ist auch da.
[00h11] In North Carolina wird in einigen Bezirken die Stimmabgabe verlängert, und zwar um eine Stunde. Also bis 02h30 deutscher Zeit. Das liegt daran, dass es zu Beginn Schwierigkeiten bei der Stimmabgabe gab.
[00h05] Auch die letzte “Poll of Polls” sieht weiterhin einen 7%-Vorsprung von Barack Obama. Sky News schaltet sich durch das ganze Land. Der Korrespondent in Arizona, der Heimatstadt von John McCain, berichtet von einer angespannten Atmosphäre. In Chicago im Grant Park ist es mittlerweile dunkel geworden, Arbeiter nehmen letzte Vorbereitungen an der Bühne vor. In Kalifornien an der Westküste strahlender Sonnenschein. Auch hier wird von einem Andrang an den Wahlurnen berichtet, und das trotz des großen Vorsprungs in den Umfragen für Obama hier.
[00h02] Fast 94% der US-Bürger sehen die Wirtschaft in einem schlechten Zustand. Und wie man einen Vorspann zu den US-wahlen macht, können sich alle Fernsehanstalten bei Sky News abschauen.
[23h59] In Teilen von Kentucky und Indiana schließen die Wahllokale. Insgesamt gibt es zusammen 19 Wahlmänner zu verteilen ( 8 in Kentucky und 11 in Indiana)
[23h57] Bereits heute früh haben ja einige Wähler in New Hampshire abgestimmt, klar zu Gunsten von Barack Obama. Auch das waren eher sichere Bezirke für die Republikaner. Ein Omen für die heutige Wahlnacht. In wenigen Minuten schließen die ersten Wahllokale.
[23h54] Die Swing-States. Darauf kommt es heute an. Ich habe nochmal eine kleine Übersicht über die Battlegrounds für heute Abend. Angegeben sind die letzten Umfragewerte:
Das sieht jetzt auf den ersten Blick für McCain recht angenehm aus, aber alle diese Staaten gingen 2004 an George Bush, teilweise mit deutlichem Vorsprung. Um diese muss McCain jetzt kämpfen. Die Hochburgen der Demokraten an den Küsten sind sowieso Obama-Land, in Kalifornien hat er fast 25% Vorsprung.
[23h39] CNN hatte eben Live-Bilder aus Chicago, wolkenloser Himmel, Sonnenuntergang im Hintergrund. Der Grant Park noch leer, nachher sollen 1 Million Menschen erwartet werden.
[23h45] Hier teffen dann die Ergebnisse ein: Das CNN Election Center.
[23h42] Neue Exit-Polls: Über 70% der Erstwähler haben Barack Obama gewählt.
[23h41] Und es gibt gefälschte Textmessages mit der Nachricht: “Due to very long lines, all Obama voters are asked to vote on Wednesday. Thank you. Please forward to everyone.”
[23h39] Auch Colorado meldet eine extrem hohe Wahlbeteiligung. Was ich mich frage die ganze Zeit ist, wie es dazu kommen kann, dass man teilweise Stunden lang bis zur Wahl warten muss. Ist die Infrastruktur in den USA soviel schlechter und die Dichte der Wahllokale so viel geringer als im Vergleich zum Beispiel zu Deutschland?
Mittlerweile rufen bei CNN die Leute an und melden Probleme bei der Wahl.
[23h37] Bei Sky laufen gerade die Tore der Champions League. Was für eine Elfmeterentscheidung in Liverpool, mein lieber Mann.
[23h34] Einer war noch nicht vor den Kamera, richtig, aber jetzt bei CNN: Rudy Giuliani. Sieht es als genetisch an, dass Demokraten höhere Wirtschaftskompetenz als die Republikaner haben. Genauso wie die Republikaner in der Bekämpfung des Terrorismus. Das wäre auch ein lustiger Wahlkampf geworden, wenn Rudy Kandidat gewesen wäre. Amerika sei ein Land mit Patrioten, das Land sei geeint. Aber Politik muss wieder das Vertrauen zu ihnen gewinnen. Amerika wisse aber, wie man mit Herausforderungen umgeht. Rudy Giuliani schließt ein weiteres Engagement in der Politik aus.
[23h32] Nur 9% sahen Terrorismus und Gesundheitsversorgung als wichtigstes Thema für ihre Wahlentscheidung. Einerseits schlecht für McCain, aber auch nicht gerade ein Vertrauensbeweis für beide Kandidaten. War das Thema Gesundheit doch sehr zentral im Wahlkampf.
[23h30] Wenn man sich durch die Websiten und Programme zappt, dann hat man fast alle wichtigen politischen Größen der USA vor der Kamera gehabt. Nur einen nicht – der derzeitigen Präsidenten George W. Bush.
[23h28] Jemand für ein Drinking-Game mit “the best political team on television” bereit?
[23h27] Eindrücke aus Virginia bei CNN: Probleme bei den Wahlcomputern werden bestätigt, allerdings nur Einzelfälle. Liegt aber auch am Wetter. Seit Stunden prasselt Dauerregen über die Ostküste.
[23h26] Wie gesagt. Ich würde mir wünschen, wenn Obama die Wahl gewinnen würde, hätte aber auch keine Probleme, wenn McCain es dennoch schaffen sollte. Ich glaube aber, dass die USA und die Welt besser mit Obama dran wären.
Außerdem bin ich gespannt, ob Obama wirklich die Welt verändern wird. Denn an dieser Aussage muss er sich messen lassen.
[23h23] Ein kleiner Nachteil bei CNN ist übrigens der doch etwas hohe Anteil an Werbung.
[23h16] Neue Exit-Polls: 10% für Irak als wahlbeherrschendes Thema. Und von diesen 10% würden angeblich 63% für Obama sprechen. Wie gesagt, das sind nur erste Zahlen und Erhebnungen aus Befragungen am Wahltag. Und CNN fängt schon wieder zu spielen an.
In den Kommentaren gibt es ein Screenshot mit Bildern aus Florida, wo Wähler drei Stunden vor Wahllokalen warten müssen. Dass die dann nicht alle weggehen, sollte zeigen, wie wichtig diese Wahl in den Augen vieler Bürger ist.
[23h14] 60% gegen laut Associated Press an, dass Wirtschaft das Thema für die Wahlentscheidung war. Würde für einen Sieg von Barack Obama sprechen.
[23h10] Erste Exit Polls bei CNN: Wirtschaft beherrschendes Thema bei der Wahlentscheidung.
[23h08] Sky News ist im Grant Park in Chicago, da, wo Obama seine Siegesrede halten will. Im Moment ist es noch leer, aber Menschenmassen warten, müssen sich vor Eintritt ausführlich kontrollieren lassen. Eine riesige Bühne ist aufgebaut, zwei große Scheinwerfer links und rechts und dann ein Gang in die Menschenmasse hinein. Ungefähr 20 US-Flaggen wehen und bilden dann das Hintergrundbild, wenn Obama sich im TV erklärt.
[23h06] Ist es eigentlich ein gutes Zeichen, wenn John McCain heute noch durch drei Staaten bereist um Wahlkampf zu machen. Der unbändige Willen zum Kampf vs. die verzweifelte Versuch der Überzeugung der amerikanischen Bürger.
Sarah Palin möchte morgen mit John McCain ihre Arbeit beginnen. Lachte in die Kameras und verschwand.
[23h04] Bilder vom Tage bei Sky News: Obama mit Siegessicherheit, als er das Flugzeug betritt. Auch McCain zeigt sich selbstbewusst.
[23h02] Ich frage mich gerade, was dieser Wahlnacht mehr Emotionalität geben würde. Wenn Barack Obama der erste schwarze Präsident der USA wird oder John McCain allen Experten und Umfragen zum Trotz das Rennen doch nochmal umbiegen kann.
[22h57] Und John King schon wieder an der magic wall, zeigt, wo die ersten Ergebnisse eintreffen. Kann man dafür mal einen alternativen Nobelpreis verleihen?
Probleme in Texas an den Wahlcomputern sollen sich bestätigen. Angeblich wurden sogar Stimmen den falschen Kandidaten zugeordnet. Ich habe gerade das blöde Gefühl, dass es doch eine längere Nacht werden könnte. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
[22h55] Was ist also bisher heute so passiert in den USA. Es ist ein bisschen die Ruhe vor dem Sturm.
[22h44] Mal sehen, wie sich die politische Karte der USA verändern wird. 2004 war da sehr viel rot, blau für die Demokraten nur an der Küste. Jetzt könnte Barack Obama sogar tradtionelle Hochburgen der Republikaner für sich einnehmen. Dass wäre dann beeindruckend für Obama, hätte aber zudem auch viel längerfristige Konsequenzen für die politische Landschaft der USA.
[22h39] Bei den Straßen von Berlin wird bereits seit heute Vormittag gebloggt, ebenfalls wird alles live begleitet bei Spiegel Online und der BBC. Die New York Times und der Guardian mit dem etwas anderen Fahrplan für die Wahlnacht.
[22h30] Das Team John McCain gibt schon mal eine Pressemitteilung raus und beschwert sich über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl, vor allem in Pennsylvania.
[22h28] Ich werde heute Abend zwischen CNN und Sky News zappen und auch ein bisschen deren Berichterstattung begutachten. Gerne darf in den Kommentaren über andere Sender ergänzt werden.
[22h25] Ich bin ja starker Anhänger der These, dass wenn Barack Obama Florida gewinnt er auch Präsident der Vereinigten Staaten wird. Interessant sind ja heute nur noch die Swing-States, also vor allem eben Florida, Georgia, North Carolina, Indiana, Virginia und Ohio. In Pennsylvania sieht der Vorsprung von Obama recht komfortabel aus.
So schließen die Wahllokale (angegeben ist die deutsche Zeit)
24h00: Indiana und Kentucky
01h00: Florida, Georgia, South Carolina, Virginia
01h30: Ohio, West Virginia, North Carolina
02h00: Pennsylvania, Missouri und zahlreiche Neuengland-Staaten
03h00: Arizona
04h00: Montana, Nevada
[22h15] Schwarz gegen weiß, jung gegen alt, charismatischer Emporkömmling gegen politischen Haudegen. Die Amerikaner wählen ihren 44. Präsidenten. Wunderschönen guten Abend zum Live-Blogging der Wahlnacht. Ich bin eingerichtet und freue mich auf spannende und emotionale Stunden.
Thema: Live-Blog, TV und Radio, US Wahl 2008 | Kommentare (118) | Autor: medispolis
Montag, 3. November 2008 21:08
Noch knapp 30 Stunden und wir dürften wissen, wer der 44. Präsident der Vereinigten Staaten wird. Heute touren Obama und McCain noch einmal durch die wichtigen Swing-States, auch morgen soll es noch Veranstaltungen geben. Alle Umfragen sehen Obama mit sieben Prozentpunkten vor John McCain, fünf Prozent der Wähler sind noch unentschieden. Eine neue Umfrage von NBC und dem Wall-Street-Journal sieht Obama ebenfalls mit sieben Prozent vorne, der Vorsprung ist aber leicht geschmolzen. Es wird morgen mit einer der höchsten Wahlbeteiligung jemals bei den Präsidentschaftswahlen gerechnet.
Da ich heute Nachmittag etwas eher Feierabend gemacht habe, konnte ich nebenbei ein bisschen die Nachmittagsnachrichten von Sky News schauen, die fast schon rund um die Uhr aus den USA berichten. Ohne viel Show, sehr sachlich, mit einer Review der US-Tageszeitungen, Live-Schalten zu den wichtigsten Reden und zahlreichen Interviews. Sehr angenehm zu schauen. Es gab eine tolle Reportage über New York, bei der man Ground Zero und die Wall Street besuchte und mit ganz normalen Bürgern an zwei nostralgischen Punkten der US-Geschichte der letzten Jahre über die Wahl sprach, zudem interviewte man einen Journalisten und eine Händlerin an der Börse, alles unterlegt von malerischer Musik, begleitet immer wieder durch das Flötenspiel eines Obdachlosen auf den Straßen New Yorks. Sehr viel besser kann man Atmosphäre nicht rüberbringen.
Sky News brachte dabei heute einen interessanten Vergleich ins Spiel, den ich erst für völlig abwegig hielt, bei längerem Nachdenken finde ich den aber sehr zutreffend. Man verglich die jetzige Situation in den USA mit der von GB kurz vor der Wahl von Tony Blair 1997. Damals wollte auch England Veränderung – und dann kam Tony Blair mit so einem großen Vorsprung ins Amt und wusste gar nicht, was er zuerst anfangen sollte. Ähnlich könnte es ja auch Obama ergehen. Mit einem deutlichen Sieg würden sich die Erwartungen enorm erhöhen, aber Obama ist eher unerfahren und die Probleme des Landes sind lang. Wie brachte es ein NBC-Journalist so treffend auf den Punkt: Politiker sind auch nur Menschen. Manchmal glaube er, dass es zu hohe Erwartungen an Obama und McCain gebe. Na ja, wenn Obama verspricht die Welt zu verändern, dann darf man ja auch etwas erwarten.
Einen schönen Stimmungsbericht aus dem Swing-State Florida gibt es beim Miami Herald.
10 Dinge, über die ich mich in der Wahlnacht freuen würde.
Na denn, ich freue mich auf die Wahlnacht und werde hier ab 23h00, also nach der Champions League, die Ereignisse aus den USA live mitbloggen. Mal schauen, wann der neue US-Präsident feststeht. Wie gesagt, wenn wir wissen, wie die Ostküste abgestimmt hat, dann dürfte es soweit sein. Sollte so gegen 03h00 deutscher Zeit sein.
Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (5) | Autor: medispolis
Sonntag, 2. November 2008 20:16
Es wird langsam spannend in den Vereinigten Staaten zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl. Gestern sickerten neue Zahlen durch, wonach John McCain in den Umfragen nochmal ein wenig aufholen konnte. Die allerneuste Umfrage von CNN sieht Obama sieben Prozent vor John McCain. Die neuste Gallup-Umfrage sieht sogar einen Vorsprung von Obama in Höhe von 11 Prozentpunkten. Ich gebe bei Wahlen grundsätzlich eher wenig auf Zahlen und Umfragen, von daher glaube ich, dass noch nichts entschieden ist, wenngleich ich Obamas Chancen besser einschätze. Im Prinzip richtet sich die Aufmerksamkeit auch nur noch auf die Swing-States.

Nach den letzten Umfragen (die Grafik stammt von Pollster) kommt Barack Obama auf 264 sichere Wahlmänner, John McCain auf 129. Die Tendenz spricht für Obama. Er liegt in einigen wenigen Staaten knapp vor McCain und könnte nochmal 47 Wahlmänner auf sich verzeichnen und hätte dann die nötige Mehrheit. Zu den Staaten, die zu Obama tendieren, gehört auch Virginia und Ohio. Aber vor allem in Ohio hat McCain über das Wochenende alle Register aufgefahren, unter anderem Auftritte mit Arnold Schwarzeneger, von daher sehe ich das vor allem in Ohio für völlig offen.
Kommen wir mal zu dem Swing-State überhaupt, nämlich Florida. Hier sind 27 Wahlmänner zu vergeben. Sollte Obama Florida gewinnen, dann hat er auch die Präsidentschaft sicher. Er hätte dann, vorausgesetzt er bekäme die 264 sicheren Wahlmänner, auf eine Anzahl von 291 und damit deutlich mehr als die 270. Dann kann Mc Cain auch Ohio, Georgia und Indiana gewinnen – es würde ihm alles nichts nützen. In den letzten Umfragen liegt Obama mit 2,5 Prozentpunkten vor McCain. Sollte McCain gewinnen, würde es nochmal spannend werden. Dann brächte Barack Obama die 15 Wahlmänner von North Carolina, liegt hier in Umfragen mit 1,3% vor John McCain. Alle Blicke gehen am Dienstag also nach Florida, Georgia, North Carolina und Ohio. Wenn wir wissen, wie diese Staaten abgestimmt haben, dann wissen wir auch, wer der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird.
Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (1) | Autor: medispolis
Montag, 27. Oktober 2008 20:01
“Ich weiß, dass Halloween nicht mehr weit ist. Aber John McCain als Kandidat des Wandels? Das ist eine Verkleidung, die ihm die Amerikaner nicht abkaufen.”
Vize-Präsidentschaftskandidat Joe Biden
Bei den Gründen nach dem derzeitigen Vorsprung in den Umfragen für Barack Obama wird ja viel über Finanzkrise, Sarah Palin, Obamas Ruhe und Kontinuität in der Wirtschaftspolitik und das schwierige Erbe von John McCain durch acht Jahre Präsidentschaft von George W. Bush gesprochen. Meiner Meinung nach wird ein ganz wesentlicher Grund vergessen, nämlich die Person Joe Biden.
Er ist die Erfahrung in Obamas Team, der ruhende Pol zwischen der glänzenden Rhetorik und dem Charisma von Barack Obama. Seit 35 Jahren ist er im Senat vertreten, blickt also ähnlich wie John McCain auf eine lange politische Karriere zurück. Obama hat mit der Nominierung von Biden als sein Running Mate seine fehlende Kompetenz in Fragen der Außen-und Sicherheitspolitik abgedeckt. So weit, so gut. Das macht noch keinen guten Kandidaten im Wahlkampf, von dem Obama hätte profitieren können. Kernaspekt für mich ist, dass Biden es fast durchgängig im Wahlkampf geschafft hat, sachlich, ruhig, aber sehr konsequent seine und Obamas politische Vorstellungen zu präsentieren. Ohne viel Schnickschnack, ohne große Sprüche (da ist das Zitat weiter oben schon eine Ausnahme), ohne große Ausrutscher, eine beständige Person in turbulenten Zeiten des Washingtoner Politikbetriebes. Biden bekam als politische Kontrahentin Sarah Palin gegenübergesetzt. Deren Ansehen ist bei vielen nach peinlichen Interviews und poltischen Fehlern schnell wieder gesunken. Biden hatte die Gelegenheit im TV-Duell Anfang Oktober alle Schwächen von Sarah Palin aufzudecken und damit sie und John McCain bloßzustellen. Er tat es nicht und unterscheidet sich damit von der republikanischen Strategie. Und Anfang Oktober war die Situation in den Umfragen längst nicht so deutlich wie jetzt, Biden hätte also durchaus diese Strategie fahren können.
Biden steht für Sachlichkeit, für Verlässlichkeit und kann damit punkten – und das obwohl er aus der Washington-Clique kommt. Change kann man mit Joe Biden nicht unbedingt direkt verkörpern, aber man kann change mit einer sachlichen, klar definierten Politik unterstreichen und ausfüllen. Und das genau war die Aufgabe von Joe Biden, und bis jetzt hat er die sehr gut ausgefüllt. Gut für ihn, aber vor allem hilfreich für Barack Obama.
Fox News hat sich auch etwas näher mit Bidens Rolle im Wahlkampf beschäftigt.
Thema: US Wahl 2008, Zitat des Tages | Kommentare (3) | Autor: medispolis