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Live-Blog: Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Finale in der Champions League

Freitag, 21. Mai 2010 12:46

[13h55] Soviel von der Pressekonferenz. Nicht wirklich etwas Neues. Sky ist auch sofort aus der Übertragung raus. Schönen sonnigen Freitag noch meinerseits.

[13h51] Van Gaal gefällt mir. Nachdem er bemängelt hatte, dass hier keine Fragen zur Taktik gestellt werden, kommt Daniel Kerst hervor: “Spielen sie mit einem oder zwei Stürmern?” Van Gaal: “Das kann ich so schnell und genau nicht erklären, weil wir viel mit Positionswechseln arbeiten.” Und dann kommt ein großes Haha des Niederländer, weil keiner mit der Antwort was anfangen dürfte. Zu cool.

[13h30] Louis Van Gaal ist jetzt noch auf der Pressekonferenz

Zum Verhältnis zwischen ihm und Mourinho: “Ich habe viele Freunde in dieser Welt, viele Freunde in den Niederlanden, die mir sehr nahe stehen. Mourinho habe ich in einem Termin mit dem Präsidenten des FC Barcelona kennengelernt. Wir haben für drei Jahre zusammengearbeitet, er hätte nach einem Jahe gehen können, aber er ist geblieben. Er hat alle Analysen gemacht, für alle Gegner, er hat das sehr gut gemacht. Er hat Qualität. Wir verschicken regelmäßig Sms, aber das mache ich auch mit anderen Co-Trainern.” Heißt so viel: Es ist ein professionellen Verhältnis, man schätzt sich.

Zur Sperre von Ribery und ob er damit sein letztes Spiel für die Bayern bereits absolviert hat.: “You are a smart guy. But I’m also smart.” Zu geil die Antwort.

Van Gaal: “Ich kenne nicht die Trainingsmethoden von Mourinho, ich sehr nur das Produkt und das Ergebnis. Und das ist sehr gut. Er hat Inter Mailand zu einer Siegermannschaft gemacht. Inter ist ein sehr schwieriger Gegner und das Ausscheiden von Chelsea und Barcelona hat das bestätigt.”

“Es ist für mich eine Ehre hier in dieses Stadion zurückzukehren. Für mich ist es entscheidend, dass der Rasen in Ordnung ist. Und das glaube und hoffe ich. Ich bin sehr stolz darauf, als Trainer dieser Mannschaft im Finale zu stehen.”

Van Gaal wirkt äußerst relaxt und gelassen, beantwortet artig die guten Fragen und schmettert mit einem Satz die Fragen ab, die er nicht beantworten will bzw. in Fragen Vertragsverlängerung Ribery nicht antworten darf. Über seine Person möchte er sich auch nicht äußern, das sollten andere machen.

Daniel Kerst mit der Frage, ob es eine Frage noch nicht gab, die er nicht beantworten durfte in den letzten Tagen. Van Gaal: Ich habe hier nicht eine einzige Frage zu unserer Taktik gehört.

[13h23] Martin Hörwick: Es wird heute und morgen von Seiten des Vereins keine Aussagen und Meldungen über Vertragsverlängerungen oder Wasserstände bei der Vertragsverhandlungen geben. Vereine machen Verträge, keine Zeitungen. Und schon ist der Saal ruhig.

[13h21] Und Schweinsteiger will den Kopfhörer gar nicht mehr abnehmen, auch bei den Fragen von Roland Zorn und Daniel Kerst, die nach der Bedeutung des Kapitän in einem solchen Spiel fragt, nach den Möglichkeiten eines Kapitän, auch noch im Spiel Einfluss und Veränderungen vorzunehmen. Und es ging um die Anspannung, ob die sich im Laufe der Vorbereitung verändert.

Van Bommel: “Man kann während eines Spiels nicht mehr viel machen, zumal der Trainer sehr gut von der Außenlinie uns versorgt.”

[13h19] Frage eines spanischen Journalisten: “Was ist Bayern-Dusel?” Antwort von Schweinsteiger: “Harte Arbeit.” Und ich dachte schon, der Schreibling hat nach der Düssel gefragt…

[13h17] Frage nach der Bedeutung von Arjen Robben: “Er ist fit, die Mannschaft weiß, wie wir für ihn spielen müssen und er weiß, wie er für uns spielen muss. Er leistet tolle Arbeit, macht wichtige Tore. Wir ergänzen uns hervorragend. Ich bin froh, dass er mit uns spielt. Warum Real Madrid ihn nicht mehr behalten wollte, weiß ich nicht”, so Mark Van Bommel.

[13h16] Bastian Schweinsteiger freut sich jedes Mal und lacht innerlich in sich hinein, wenn er den Kopfhörer aufsetzen darf, damit er den Übersetzer im Ohr hat. Alle Fragen der nicht deutsch sprechenden Journalisten gehen aber alle an Mark Van Bommel.

[13h14] Weitere Fragen der Journalisten, aber nicht wirklich Brauchbares, das man länger als zwei Minuten in Gedanken behalten muss. Warum fragt denn mal keiner nach Schlüsselspielern, nach den direkten Duellen im Spiel, nach den Stärken und Schwächen beider Teams, nach den Erfahrungen, die man von Inter Mailand gewonnen hat. Stattdessen Fragen nach Gefühlen und der mentalen Stärke eines Teams, die notwendig ist in einem solchen Finale.

[13h08] Nun sind Fragen der Journalisten erlaubt. Aber nur wieder Quatsch. Drei Gründe für einen CL-Triumph der Bayern. Schweinsteiger nennt die Perfektion der Bayern und die Mentalität der Spieler.

Ein spanischer Journalist fragt, ob ein möglicher Wechsel von Mourinho zu Real Madrid das Inter negativ beeinflussen wird. Van Bommel versteht zunächst die Frage nicht, weiß nicht, in welcher Sprache er antworten soll. Dann kommt die Antwort: “Ich weiß es nicht.”

Nächste Frage eines deutschen Journalisten, ob es ein gutes Omen sei, dass Turbine Potsdam den Frauenwettbewerb gewonnen habe. Meine Güte, was soll denn der gute Herr Schweinsteiger (“Basti”) darauf antworten. Solche Fragen auf einer PK, als Spieler würde ich dann gehen.

Du meine Güte. Nächste Frage: Sag mal, Schweini, genießt du auch ein bisschen das schöne Wetter hier in Madrid im Vergleich zu München? Unfassbar!

[13h02] Herr Hörwick, Pressesprecher des FC Bayern, begrüßt die anwesenden Journalisten. Erste Frage an Mark van Bommel, der ja schon mit Barcelona hier gespielt hat und auch schon CL-Sieger wurde. Frage nach seinen Gefühlen ein Tag vor dem CL-Finale.

Van Bommel: “Mir hilft die Erfahrung ein klein wenig, dass ich das schon mal erlebt habe. Spannung ist da.”

Schweinsteiger zu der Frage, wie die Atmosphäre im Team ist: “Sind alle sehr positiv gestimmt, auch aufgrund des Sieges im Pokalfinale. Wir sind uns bewusst, dass wir etwas Historisches schaffen können. Wir sind gierig, der Verein steht voll hinter uns. Es wird hoffentlich ein großer Abend morgen.”

Zum Stadion in Madrid: “Diesmal ist es etwas ganz Besonderers, 11 gegen 11, natürlich ist die Atmosphäre außen herum ein Faktor, der so ein Finale noch schöner macht.”

Mark van Bommel zu Inter und Wesley Schneijder: “Wenn man über Wesley redet, spricht man über einen weltklasse Spieler. Ich freue mich mit ihm bei der WM zu spielen, aber morgen erstmal gegen ihn.

[13h00] So, Pressekonferenz beginnt. Van Bommel und Schweinsteiger haben hinter den Mikros Platz genommen. Zunächst die Begrüßung des UEFA-Vertreters, der auf Schwierigkeiten der Akkreditierung bei den Journalisten hinweist. Dann kann es losgehen.

[12h58] Jörg Althoff von der BILD ist zu Gast und erklärt die Recherchetechniken der Zeitung zur Vertragsverlängerung von Ribery. Ist nen Mehrwert für jeden zahlenden Abonnenten. Es sind “Informationen, die wir haben”, so Althoff. Spricht von fundierten Informationen.

[12h56] Also besseres Wetter als hier in Deutschland haben die Madrilenen auch nicht. Gäste auf der PK sind Van Bommel, Schweinsteiger und Van Gaal.

[12h53] Drinking Game schon mal für den Samstag: “Nacht der Wahrheit”. Ganz ehrlich, bei mir liegt die Anspannung und Vorfreude auf das Champions League Finale irgendwo im niedrigen einstelligen Bereich, ganz einfach, weil ich mit den Bayern sonst wenig am Hut habe. Trotzdem freut es mich natürlich, dass sie im Finale stehen und ich kann mich auch ziemlich gut in alle Bayern-Fans hineinversetzen, wie die Anspannung und Vorfreude immer mehr steigt bis morgen zum Anstoß. Möchte da nicht unbedingt gerne tauschen.

[12h50] Die Bayern haben um 13:00 Uhr deutscher Zeit ihre letzte Pressekonferenz vor dem morgigen Champions League Finale gegen Inter Mailand. Sky überträgt live. Mal sehen, ob es einige interessante Aussagen und Ausblicke auf morgen gibt. Und schon mehr Details zur Vertragsverlängerung von Ribery. Angeblich bis 2015 soll der neue Vertrag laufen, geschätztes Jahresgehalt von 10 Millionen Euro. Damit spielen die Bayern in der Bundesliga endgültig in einer neuen Liga und Größenordnung.

[12h46] Guten Tag zusammen.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Champions League 2009/2010 Viertelfinale Hinspiel, FC Arsenal – FC Barcelona

Mittwoch, 31. März 2010 20:00

[22h35] Endstand FC Arsenal – FC Barcelona 2:2

Was soll man jetzt aus dieser Partie mitnehmen? Kompliment an Arsenal, die mit letzter Kraft und diversen Rückschlägen über 90 Minuten sich noch zurückgekämpft haben. Insgesamt hatten sie aber ganz viel Glück und den Gunners wurden über 70 Minuten sämtliche Grenzen aufgezeigt. Für das Rückspiel mag das vom Ergebnis noch einigermaßen offen sein, aber ich kann mir das nicht vorstellen, wie Arsenal ohne Fabregas im Camp Nou mit mehr Mut als heute spielen kann. Insgesamt war das offensiv zu fehlerhaft und von der Körpersprache zu sehr von Respekt geprägt. Kann man das innerhalb von einer Woche ablegen? Barca hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie die beste Fußballmannschaft der Welt haben und wissen wohl selbst nicht, warum sie hier nur mit einem Remis rausgehen. Im Rückspiel fehlt die Innenverteidigung – das könnte nochmal interessant werden.

Arsenal braucht selbst eine perfekte Leistung, einen perfekten Abend – und irgendwann muss es doch einfach mal passieren. Irgendwann.

[22h32] Drei Minuten Nachspielzeit

[22h27] 2:2, Cesc Fabregas, 85. Minute

Puyol mit dem Foul an Fabregas im Strafraum. Verhindert eine klare Torchance, von daher kam man den Platzverweis geben. Fabregas knallt den Ball zum Ausgleich ins Tor. Und wieder bricht die alte Verletzung auf. Wenn man den Ball auch so hämmert, sind wieder die Knieschmerzen da. Aber Cesc kann weitermachen. Ausgleich. Ich sag ja: Ein komisches Spiel.

[22h25] Elfmeter Arsenal und Platzverweis Puyol/Barcelona

[22h24] Da läuft bei Arsenal nicht mehr viel zusammen. So gut Barcelona hier heute gespielt hat, man hätte selbst eine perfekte Leistung erbringen müssen. Aber davon war man weit entfernt. Bitter: Wie so oft in den großen Spielen zuletzt.

[22h18] Xavi mit einem Pass auf Messi, wo man nur mit der Zunge schnalzen kann. Hebelt wieder die ganze Arsenal-Defensive aus. Messi auf dem Weg zum 3:1 – aber Almunia macht die kurze Ecke gut zu. Henry wird für Ibrahimovic eingewechselt und das ganze Emirates erhebt sich. Hat Arsenal wirklich noch einen Fuß in diesem Spiel? Im Moment nicht. Barca kontrolliert wieder. Arsenals Druck ist verschwunden. Noch gut 10 Minuten zu absolvieren.

[22h13] Arsenal jetzt mit gutem Offensivspiel, endlich mal Kombinationen über drei, vier Stationen. Piqué sieht gelb nach Foul an Fabregas, ist ebenfalls im Rückspiel gesperrt. Fabregas mit dem Freistoß über das Tor.

[22h11] 1:2, Theo Walcott, 70. Minute

Und sie können doch so schön Fußball spielen, wenn man sie lässt und sie wollen. Schöner Spielzug der Gunners über Nasri und Bendtner, der Walcott bedient. Der kommt mit Geschwindigkeit von der Außenbahn und lässt mit seinem durchaus haltbaren Flachschuss wenigstens ein wenig Hoffnung keimen. Valdez fällt da wie eine kleine Bahnschranke.

[22h09] Es ist nicht mal mehr eine Trumpfkarte, die Wenger spielen kann. Walcott kommt für Sagna. Heißt mehr Platz für Barca. Ich mag gar nicht dran denken. Und mal sehen, wann die ersten Fans kommen und Verstärkungen für den Sommer fordern.

[22h04] Bin gespannt, wann Arsenal einfach mal beginnt die weiße Fahne zu schwenken. Da sind jetzt alle Grenzen aufgezeigt worden. Im Prinzip ist dieses Viertelfinale hier und heute zu dieser Minute beendet. Arsnenal hat ganz andere Sorgen. Samstag kommt Wolverhampton ins Stadion und dann geht es um die Meisterschaft, die jetzt wohl Priorität genießt. 1:1 am Samstag in Birmingham in letzter Sekunde kassiert, jetzt diese teilweise Demütigung. Das kostet Kraft und Nerven für Arsenal sein Team wieder aufzurichten.

[22h00] 0:2, Zlatan Ibrahimovic, 59. Minute

Arsenal geht körperlich am Krückstock, und den nimmt ihn Barcelona jetzt noch weg inklusive eines gehörigen Tritts vors Schienbein. Ein Pass hebelt die ganze Abwehr der Gunners aus, Song rückt zu spät raus, Ibrahimovic hat alle Zeit der Welt und knallt den Ball unters Dach. Pure class von Barca gegen Arsenal, das völlig in sich zusammenfällt. Kapitulation on all accounts.

[21h58] Barca mit enormer Laufbereitschaft, da wird Denilson mit zwei Mann in der eigenen Hälfte attackiert. Arsenal wirkt im Vergleich dazu müde. Unfassbare Teamperformance der Katalanen.

[21h55] Endlich mal ein guter, schneller und flüssiger Angriff der Gunners. Toll gespielt, über links mit Clichy, präzise Flanke in die Mitte, wo Bendtner in der Luft steht und einen wuchtigen Kopfball produziert. Toller Reflex von Valdez. Arsenal mit einem Hauch von Drangphase. Sie müssen sich ja auch langsam mal was überlegen.

[21h52] Dieses Spiel ist komisch. Da spielt Barca Arsenal fast 20 Minuten mit schnellem Spiel gegen die Wand und dann ist es doch der lange Hafer, der zum Erfolg führt. Und Arsenal ist geschockt. Wer kann da jetzt nochmal einen neuen Impuls geben? Fabregas scheint es nicht zu sein. Und Schiedsrichter Busacca geht mir langsam auch gehörig auf die Nerven.

[21h48] 0:1, Zlatan Ibrahimovic, 46. Minute

Wenger sitzt bedient in seinem roten Sessel. Was ein Auftakt für Barca nach 22 Sekunden in der zweiten Hälfte – und das war eigentlich noch nicht mal eine richtige Chance. Arsenal noch im Tiefschlaf, langer Ball auf den Schweden, der Song abschüttelt, Almunia steht im luftleeren Raum und ist zuweit vor seinem Tor und der Barca-Stürmer luft den Ball wunderschön ins Tor. Denkbar ungünstig für Arsenal und damit ist eine Frage auch schon beantwortet. Und jetzt Arsenal, wenn überhaupt, noch eine große Mammutaufgabe. Aber so richtig waren sie ja auch noch nie in diesem Viertelfinale.

[21h47] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel. Mal sehen, was passiert im zweiten Durchgang. Schafft Barca 80 Prozent Ballbesitz? Trifft Ibrahimovic mal gegen ein englisches Team? Kann Arsenal zurückschlagen?

[21h41] Barcelona mit 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte. Als Auswärtsteam. Beeindruckend.

[21h32] Halbzeit FC Arsenal – FC Barcelona 0:0

Es steht noch 0:0, was angesichts der vielen Chancen von Barca und der überforderten Leistung von Arsenal in den ersten 15 Minuten fast schon an ein Wunder grenzt. Arsenal kam danach besser in Spiel, spielte offensiv aber zu fehleranfällig und hatte nur durch Nasri eine richtig gute Chance. Ansonsten steht Barca auch defensiv sehr sicher. Mit der Einwechselung von Eboue bekamen die Gastgeber mehr Ordnung ins Spiel. Gallas verletzt, Arshavin humpelt und Fabregas scheint nicht wirklich fit. Wenger hat vieles zu besprechen in der Kabine. Dass es noch 0:0 steht dürfte der positive Aspekt aus Gunner-Sicht sein.

[21h29] Fabregas sieht gelb für ein Tackling von hinten, wo er auch ganz klar den Ball spielt. Der Kapitän der Gunners fehlt also im Rückspiel. Wenger will das defensive Mittelfeld stärken, bringt Denilson für Gallas, Song geht neben Vermaelen in die Innenverteidigung.

[21h26] William Gallas war scheinbar doch nicht richtig fit, muss den Platz verlassen, wird sogar sitzend auf einer Trage vom Platz gebracht. Meine Güte, es läuft überhaupt nicht für Arsenal, aber es steht noch 0:0.

[21h23] Wenn man sich mal länger die Laufwege und die Pässe von Fabregas anschaut, dann kann der nicht richtig fit sein. Tut sich schwer in seinen Bewegungen, fehlt die Flüssigkeit und Spritzigkeit. Spiel hat sich jetzt beruht. Eboue’s Anwesenheit hat Arsenal geholfen, den ganz großen Druck vom Tor fernzuhalten. Vorerst. Wenn man offensiv jetzt noch an der Präzision und Genauigkeit feilen könnten, hätten wir ein richtig gutes Fußballspiel.

[21h20] Zaghafter Offensivversuch von den Gunners. Bendtner setzt sich auf dem rechten Flügel energisch durch, seine Flanke kann Diaby in Anwesenheit von zwei Gegenspielern nicht gut verwerten. Keine Gefahr für Valdez. Solche Szenen sind und bleiben die Ausnahme.

[21h16] Was die Überlegenheit von Barca ausdrückt: Die größeren Optionen in der Offensive. Dani Alves, Xavi, Messi, Busquets, Keita und Pedro strahlen alle Torgefahr aus, wechseln häufig die Seiten und können eben verdammt stark mit dem Ball umgehen. Das fehlt Arsenal ein bisschen, entsprechend sind die Gunners fast schon gezwungen, hinten erstmal sicher zu stehen. Da bleibt gar nichts anderes übrig, es sei denn, man möchte postwendend ein Gegentor kassieren. Barca schlicht besser.

[21h11] Arshavin muss verletzt raus, humpelte sich durch die letzten Minuten. Eboue kommt für ihn. Vielleicht gar keine schlechte Auswechselung angesichts der Überlegenheit von Barca. Es bleibt dabei: Wenn Arsenal mal den Ball hat, geben sie ihn zu schnell wieder ab. Mit Ausnahme der fünf Minuten vorhin. Fabregas noch ein Fremdkörper in diesem Spiel. Für mich wirkt der nicht vollständig fit. Und in der Defensive Arsenal immer noch zu weit von den Gegenspielern entfernt.

[21h07] Drangphase von Arsenal. Barca muss verteidigen, Zuspiele kommen bei den Gunners an. Es wird kombiniert. Nasri mit der ersten guten Chance. Schöne Einzelleistung, zieht von links nach innen, Schuss geht ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Ein Hauch von Befreiung für ein paar Augenblicke.

[21h05] Nach 20 Minuten kommt die erste Flanke in den Strafraum von Valdez. Arshavin hat die Schnauze jetzt gestichen voll und kassiert die gelbe Karte. Ein Zeichen setzen, wie man so schön zeigt.

[21h02] Es bräuchte mal eine Pause, das sich Arsenal für eine Minute mal sammeln könnte. Spiel läuft in eine Richtung – und Arsenal, wenn sie mal den Ball haben, hauen die Kugel nach vorne, bloß um mal für ein paar Sekunden verschnaufen zu können.

[20h59] Almunia-Kritiker, schaut euch dieses Spiel an. Zwei weltklasse Paraden hintereinander, erst brilliant den Winkel gegen Ibrahimovic verkürzt, dann einmal klasse in den Schuss von Xavi geworfen, die Nachschüsse von Barca in persona Messi und Dani Alves werden zweimal fast auf der Linie von Arsenal geklärt. Da stimmt gar nichts. Ich will das noch nicht mal an der Einstellung festmachen, das ist einfach brilliant von Barca gespielt. Arsenal schlicht ohne Chance.

[20h56] Wäre nicht verkehrt, wenn Arsenal etwas energischer in die Zweikämpfe gehen könnte. Da ist ganz viel Respekt bei den Londonern im Spiel. Respekt, der das Arsenal-Spiel lähmt. Das ist ganz dominant und Arsenal völlig ohne Chance. Solange kein Tor fällt, geht das zumindest vom Ergebnis noch gut.

[20h53] Nach acht Minuten noch kein Tor – und das ist schmeichelhaft für Arsenal, die ihrerseits im Angriff zu viele Fehler machen. Diaby mit Fehlpass, der einen Konter einleitet. Ibrahimovic auf und davon, Winkel aber zu spitz. Außennetz.

[20h50] Arsenal steht völlig neben sich. Messi kann durch das Mittelfeld spazieren, Almunia wieder gut gehalten. Und dann die Jackpot-Chance für Barca. Flanke Dani Alves, in der Mitte Ibrahimovic völlig frei, aus drei Metern aber über das Tor. Den muss der Schwede machen! Ibrahimovic bleibt weiterhin ohne Tor gegen eine englische Mannschaft.

[20h48] Kai Dittmann: “Das ist einfach nur schön und direkt” zu zwei Pässen, die bei Barca-Spielern ankommen. Sehr guter Auftakt für die Gäste, Arsenal hat Probleme überhaupt an den Ball zu kommen und wenn sie ihn haben, geben sie ihn wieder ganz schnell ab.

[20h46] Erste gefährliche Situation in diesem Spiel nach knapp einer Minute. Scharfe Hereingabe von Ibrahimovic, die Vermaelen gerade noch so zur Ecke klären kann. Aus dem anschließenden Eckball folgt ein Schuss von Busquets. Almunia reagiert glänzend, Barca macht das Spiel und beschäftigt Arsenal erstmal in der eigenen Hälfte.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

Und Abfahrt! Arsenal in rot-weiß mit Anstoß von links nach rechts in der ersten Hälfte, Barca in den gelben Trikots.

[20h43] Arsenal hat in den letzten 10 Spielen im Europapokal acht Mal zu null gespielt im Emirates, die letzten sechs Duelle daheim gegen spanische Teams hat man ohne Gegentor bestritten.

[20h40] “The Wonder of you” schallt durch das Emirates. Dann dürfte es auch gleich losgehen.

[20h38] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Gallas, Vermaelen, Clichy – Fabregas, Song, Diaby – Nasri, Arshavin – Bendtner

FC Barcelona: Valdes – Dani Alves, Pique, Puyol, Maxwell – Keita, Busquets, Xavi – Messi, Pedro – Ibrahimovic

Also Fabregas von Beginn an, sieht alles danach aus. Bei der BBC ist man nicht so erfreut über diese Entscheidung. Man glaubt, dass Wenger ein insgesamt zu hohes Risiko geht. Schauen wir mal. Bei Arsenal die Top-Elf auf dem Platz, auch die Ersatzbank ist außerordentlich gut besetzt. Bei Barca fehlt Iniesta, ansonsten ist das auch die beste Elf, die zur Verfügung steht. Henry auf der Bank.

[20h33] Nachdem es eben noch einen kräftigen Hagelschauer gegeben hat, haben Wasserziehr und Lehmann ihre Regenschirme wieder abgelegt. Trotzdem fechter und kalter Abend in der englischen Hauptstadt.

[20h28] Gelb vorbelastet in diese Partie gehen auf Seiten von Arsenal Clichy und Fabregas, bei Barca Pique und Puyol.

[20h24] Gibt es irgendwelche Schwächen beim FC Barcelona? Wenn ja, nicht viele. Wenn überhaupt die Defensive – und ein wenig die Leistungen in der Fremde. Die Katalanen haben mich – zumindest was die Auswärtsleistungen angeht – länger nicht mehr überzeugt. Das begann schon letzte Saison im Halbfinale bei Chelsea, diese Saison zum Beispiel in Stuttgart. Gut, das sind vielleicht nur Kleinigkeiten und die Leistungen in der Liga sprechen für sich. Und es wird ja auch häufig argumentiert, dass Barca diese Saison nicht mehr so stark ist wie in den vergangenen Spielzeiten. Alles kleine Puzzleteile, die zusammen genommen vielleicht die Chance für die Gunners ein wenig erhöht. Aber für mich bleibt Barca Favorit.

[20h15] Es war wie so oft vor wichtigen Spielen des FC Arsenal. Wenger möchte Geschichte schreiben und schreibt seinem jungen Team die Rolle zu, auf den Punkt hin konzentriert und fokussiert zu sein und jedes Team schlagen zu können. Eine weitere Bewährungsprobe also für die Young Gunners. Als Wenger dies zuletzt so deutlich ausdrückte, verlor Arsenal seine Heimspiele gegen Chelsea und Man Utd sang- und klanglos in der Premier League. Vielleicht gehen die Spieler mit der Situation als Außenseiter besser um. Niemand wird jetzt in großes Erstaunen ausbrechen, sollte Arsenal gegen den FC Barcelona ausscheiden. Bisher hat es Wenger noch nicht geschafft, seinen Worten dann auch mal ganz große Taten folgen zu lassen. Vielleicht in diesem Viertelfinale. Irgendwann muss auch mal die letzte Treppe auf der Leiter zu erklimmen sein. Hängt natürlich auch vom Gegner ab.

[20h10] Neue Nachrichten via BBC Five Live: Fabregas wird sich dem Fitnesstest unterziehen und ein Einsatz kann auch noch scheitern. Der Verein hat von Barcelona die Genehmigung bekommen, noch kurz vor dem Spiel die offizielle Aufstellung zu ändern, sollte Fabregas nicht spielen können.

[20h07] Arsene Wenger:

“I believe that when you do something, whether it be writing, dancing, or playing football, if you do it at the best level it becomes art. Because what is art – it is something that is always good to watch.”

[20h05] So viele Geschichten im Umfeld dieses Spiels. Thierry Henry kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, Fabregas spielt gegen seinen alten Verein, den er als Jugendlicher verlassen hat. Und dabei darf nicht übersehen werden, dass es hier heute um den ersten Schritt für den Einzug ins Halbfinale geht.

[20h02] Team-News: Fabregas wird von Beginn an spielen, so sind derzeit die Meldungen von der Insel. Unklar ist, ob er sich beim Aufwärmen trotzdem noch einmal einem Fitnesstest unterzieht. In den Innenverteidigung kehrt Gallas an die Seite von Vermaelen zurück. Bei den Katalanen Henry zunächst auf der Bank, Iniesta fehlt verletzt.

[20h00] Energisch geführte Zweikämpfe, enorme Laufbereitschaft, lange Bälle nach vorne, Gefährlichkeit nach Standardsituationen – all das kann ein gutes Fußballspiel ausmachen. Aber sind es nicht die Hackentricks, die Doppelpässe, das Solo durch die Abwehr, der Torschuss in den Winkel, die uns so häufig von The Beautiful Game sprechen lassen? Und wenn das zwei Teams nahezu in Perfektion ausüben, dann sind es Arsenal und Barcelona. Vorhang auf für das Viertelfinale Hinspiel, dazu einen wunderschönen guten Abend. Und langen Hafer suchen wir heute vergeblich.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (5) | Autor: medispolis

Champions League 2009/2010 Achtelfinale Rückspiel, FC Chelsea – Inter Mailand

Dienstag, 16. März 2010 20:10

[22h36] Endstand FC Chelsea – Inter Mailand 0:1

Beeindruckende Leistung von Inter insgesamt über die 90 Minuten. Wer an der Bridge kein Tor kassiert, hat nicht allzuviel verkehrt gemacht. Chelsea hatte zwei gute Phasen in diesem Spiel, kurz vor der ersten und gleich nach der zweiten Hälfte. Aber diese 20 Minuten überstand Inter mit ein wenig Glück. Ansonsten ließ man wenig zu, auch weil Chelsea es an Ideen mangelte. Offensiv setzten die Italiener wenig Akzente. Mitte der 2. Hälfte hatten sie das Spiel endgültig zerstört nur um dann das Siegtor zu erzielen. Nicht schön, aber erfolgreich.

Damit kann sich Chelsea ganz in Ruhe auf die Meisterschaft konzentrieren, was auch nicht von Nachteil sein dürfte. Aber heute Abend steht erstmal die große Enttäuschung. Damit hatte man nicht unbedingt gerechnet.

[22h34] ZSKA Moskau erreicht durch ein 2:1 beim FC Sevilla das Viertelfinale der Champions League.

[22h33] Materazzi  kommt für die letzten Minuten für Motta.

Turnbull kann sich nochmal auszeichnen. Eto’o wieder auf und davon, aber der Ex-Boro hält gut und klärt zur Ecke.

[22h32] Vier Minuten Nachspielzeit. Remember 1999. Alles ist möglich. Nur heute nicht.

[22h28] Platzverweis Didier Drogba/FC Chelsea

Der Ivorer im Strafraum im Zweikampf mit Motta, zunächst schubst Drogba Motta ein wenig. Im Nachhinein tritt Drogba Motta absichtlich auf den Fuß. Stark hat das gesehen und gibt glatt rot. Hart, aber vertretbar.

[22h27] Fünf Minuten noch und Inter macht jetzt das, was sie am besten können und was sie mit wenigen Ausnahmen heute durchgängig gemacht haben. Verteidigen mit acht, neun Mann in der Nähe des Strafraums. Und Chelsea fällt wie so häufig in dieser Partie nicht genug ein.

Mariaga kommt für Sneijder bei Inter.

[22h24] Acht Minuten noch und die englischen Kommentatoren ziehen schon ihren Hut vor Jose Mourinho. Chelsea wirkt geschockt und braucht noch zwei Tore. Sky gibt kurzer Hand die Rechte für die Champions League an RTL2 ab, weil Michael Ballack nicht mehr im Wettbewerb ist.

[22h20] FC Chelsea – Inter Mailand 0:1, Samuel Eto’o, 79. Minute

Ich wollte gerade schreiben, dass es überhaupt nicht nach einem Tor für Chelsea aussieht und dass Inter dieses Spiel endgültig getötet hat, da schlägt Inter zu. Und wie. Langer Ball auf Eto’o vom diesmal brillianten Sneijder, Eto’o steht nicht im Abseits, ist schneller als Ivanovic, der Weg ist frei und diesmal behält er die Nerven und lässt Turnbull keine Chance. Und das dürfte es gewesen sein. Nicht schön anzuschauen, aber erfolgreich.

[22h16] Bei Inter geht Pandev, Stankovic kommt.

[22h15] Salomon Kalou kommt für Zhirkov, damit darf Malouda seinen Arbeitsplatz 30 Meter nach hinten verlegen. Letzte Chance für Chelsea. Sie brauchen ein Tor, hätten aber auch schon längst aus dieser Partie sein können.

[22h14] Kein wirklich ansehnliches Spiel mehr. Aber das dürfte Inter egal sein. Die spielen nicht um einen Schönheitspreis.

[22h11] Stark mit der kleinlichen Linie mal wieder. Chelsea lässt zu viele Standards in Nähe des Strafraums zu. Wieder gute Gelegenheit für Inter, aber Motta köpft über den Querbalken. Ganz lange keine Chance mehr vom FC Chelsea.

[22h07] Inter mit dem Schuss ins Viertelfinale – daneben. Tolles Zuspiel von Sneijder auf Milito, der steht nicht im Abseits, verzieht aber aus bester Position den Schuss. Ball geht am langen Pfosten vorbei. Turnbull hat gut den Winkel verkürzt. Aber was war schon fast eine 100%.

Je später es wird, umso größer der Druck für Chelsea, die treffen müssen und hinten ein wenig offener stehen dann. Was das bedeutet, sieht man eben gerade. Malouda mit einem durchaus gelbwürdigen Foul an Lucio. Aber Stark belässt es bei der letzten Ermahnung.

Gute 23 Minuten noch. Es bleibt spannend.

[22h04] Erster Wechsel bei Chelsea. Joe Cole kommt für Michael Ballack. Marcel Reif und Sebastian Hellmann können es nicht fassen, verlangen noch während des Spiels eine Standleitung zu Carlo Ancelotti. Über was soll man denn in den Nachberichten sprechen?

[22h01] Super Spielzug von Inter. Sneijder legt mit der Hacke auf Pandev, der ist frei durch, wird im letzten Moment aber von Zhirkov geblockt. Die Chelsea-Abwehr im kompletten Tiefschlaf. Die anschließende Ecke bringt dann auch Gefahr, aber Turnbull kann den Schuss von Milito locker halten.

Chelseas Druck der ersten Minuten ist wieder ein wenig verflogen. Wir befinden uns wieder im Aggregatzustand von Mitte der ersten Hälfte.

[21h56] Inter hat ein bisschen seine Linie verloren. Wolfgang Stark übrigens auch. Zeigt Malouda gelb. In Halbzeit 1 hätte es dafür nur einen Freistoß gegeben. Bundesligakompatibel gepfiffen.

[21h55] ZSKA Moskau geht mit 2:1 beim FC Sevilla in Führung. Die Andalusier brauchen damit zwei Tore um ins Viertelfinale einzuziehen. Hätte ich auch nicht mit gerechnet.

[21h53] Ich sag ja: Florent Malouda. Wieder schön auf links durchgesetzt, Flachschuss aufs kurze Torwarteck, aber Cesar ist blitzschnell unten und klärt zur Ecke. Inter bisher nur einmal vor dem Chelsea-Tor in der zweiten Hälfte, als Eto’o ein langes Zuspiel nicht wirklich gut verarbeitet. Ansonsten nur Chelsea in Durchgang zwei. Führung wäre langsam verdient, weil die Blues sukzessive den Druck und das Tempo erhöhen.

[21h49] Malouda dreht auf, schönes kleines Solo. Wird nur durch Thiago Motta gestoppt. Erste gelbe Karte in diesem Spiel. Drogba mit dem Freistoß in die Arme von Cesar. Guter Beginn von Chelsea.

[21h47] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten. Dann wollen wir doch mal schauen, ob Chelsea das Tempo und die gute Phase aus dem Ende der ersten Hälfte durch den Pausentee nicht verloren hat.

[21h31] Halbzeit FC Chelsea – Inter Mailand 0:0

Peep. Peeep. Peeeeep. Halbzeit an der Stamford Bridge. Noch keine Tore, aber interessantes Spiel. Partie wurde besser im Verlauf der ersten Halbzeit. Inter steht defensiv mit Ausnahme bei langen Bällen, wo die Italiener erst im letzten Moment klären konnten, recht gut. Chelsea fiel lange nichts ein. Immerhin sowas wie Druckaufbau in den letzten fünf Minuten, aber die großen Torchancen fehlen noch. Verspricht viel Spannung für die zweite Hälfte.

In der anderen Partie steht es zwischen dem FC Sevilla und ZSKA Moskau 1:1. Würde Verlängerung bedeuten.

[21h30] Inter hat Probleme, wenn Chelsea lange Bälle spielt, diesmal rettet wieder Samuel vor dem einschussbereiten Lampard. Da stehen die Italiener nicht sicher genug. Aber nur so bekommt Chelsea überhaupt mal sowas wie Torgefahr.

[21h29] Wolfgang Stark pfeift sehr nicht-bundesligamäßig. Warum nicht immer so?

[21h26] Gute Gelegenheit für Chelsea. Ballack mit dem Zuspiel auf Malouda, der dreht sich um seinen Gegenspieler, tolle Bewegung, Schussbahn ist frei, doch diesmal ist es Samuel, der sich im letzten Moment in den Schuss wirft. Eine gute Minute später die nächste gute Chance für die Gastgeber. Feines Zuspiel von Drogba auf Anelka, der Franzose nimmt den Ball gut mit, legt ihn an den herausstürmenden Cesar vorbei, aber Motta klärt noch deutlich vor der Linie. Beste Phase der Blues in den letzten Minuten. Cesar wird behandelt, kann aber weiterspielen.

[21h25] Ancelotti steht, Mourinho sitzt. Seit Minuten.

[21h22] Guter Spielzug von Inter. Maicon, für mich einer der besten Akteure auf dem Spielfeld, schickt Eto’o auf rechts, gute Hereingabe, Schuss von Milito kann aber zur Ecke geklärt werden. Das sind dann aber auch schon Highlights. Bisher erst laut Statistik erst ein Torschuss.

[21h18] Beste Chance in diesem Spiel wahrscheinlich – für Inter. Wieder Maicon rechts ganz frei, Terry unterläuft die Flanke, am langen Pfosten ist Eto’o aber zu überrascht, als dass er noch einen vernünftigen und präzisen Kopfball hinbekommt. Dabei war er doch so frei.

[21h14] Stichwort Mittelfeldduelle: Bis jetzt aus meiner Sicht ausgeglichen. Mikel spielt unauffällig, aber soweit effektiv. Von Sneijder ist auch noch wenig zu sehen. Neutralisiert sich viel. Interessant vor allem, wie häufig Zhirkov mit nach vorne kommt, das ist ja fast schon Ashley Cole-Manier. Wenn Zhirkov ganz mit nach vorne geht, sichern Malouda und teils auch Mikel ab.

[21h11] Mal wieder Gefahr vor dem Tor von Julio Cesar. Malouda gewinnt ein Kopfballduell gegen Lucio im Strafraum (hat sich was mit den wichtigen Kopfballduellen), der Ball fällt Drogba vor die Füße, viel Platz, gute Schussposition, aber Maicon wirft sich in den Schuss und verhindert, dass der Ball aufs Tor kommt. Aber so was wie Marke Zufall. Aus dem Spiel geht bei Chelsea weiterhin wenig.

[21h05] Inter macht das exzellent, greifen rechtzeitig an, meist schon im Mittelfeld auf den ballführenden Spieler, nicht bei jeder Gelegenheit, aber wenn, sind die Räume für Chelsea verdammt eng. Inter steht eng am Mann, gewinnen fast alle Kopfballduelle und die Zweikämpfe auf den Außenbahnen. Mourinho dürfte zufrieden sein. Chelsea wirkt ein wenig planlos, nicht genug Ideen bisher um Inter zu knacken. Auf das Bisherige haben sich die Gäste außerordentlich gut eingestellt.

[21h00] Techtelmechtel zwischen Motta und Lampard, nachdem zuvor Lucio seinen Fuß etwas zu hoch hatte und beinahe das Gesicht von Malouda traf. Drogba war mit der Aktion des Brasilianers gar nicht einverstanden und hat ihm das auch sehr deutlich gezeigt und gesagt. Stark belässt es zurecht bei Ermahnungen. Mehr als eine Viertelstunde durch. Noch keine große Chance, aber interessantes Spiel. Inter hat es nach der anfänglichen Unruhe ganz gut geschafft, Chelsea vom Tor fernzuhalten.

[20h56] Auf der anderen Seite gute Szene von Ballack, dessen Distanzschuss aus 20 Metern knapp am rechten Pfosten vorbeigeht.

[20h54] Erster Angriffsversuch der Gäste. Maicon wird auf rechts gut frei gespielt, hat viel Platz, Schuss geht aber Richtung Londoner Innenstadt. Da war mehr drin. Spiel wird lebhafter, auch weil Inter sich überhaupt nicht versteckt. Lässt sich gut anschauen.

[20h52] Nach sieben Minuten macht sich Eto’o erstmals unbeliebt bei den Chelsea-Fans, als er nach einem wirklich harmlosen Zusammenprall fast eine Minute und vier Rollen auf dem grünen Rasen später endlich wieder aufsteht. Ob das schon Zeitspiel war?

[20h49] Chelsea übernimmt das Zepter in den ersten Minuten, aber noch alles sehr ungenau. Viele Fehlpässe, häufig Abseits. Aber Spiel bewegt sich klar in die Richtung Julio Cesar. Inter wacht nur langsam auf, ist dann aber sofort präsent von Turnbull. Ausgeglichen, leichte Vorteile für die Blues danke besserer Spielanlage.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

Inter Mailand mit Anstoß in den ersten 45 Minuten, spielen in weiß von links nach rechts, Chelsea wie gewohnt in blau.

[20h43] “It must be a strange feeling for Jose Mourinho to come out of the tunnel and turning right.”

[20h38] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Turnbull – Ivanovic, Alex, Terry, Zhirkov – Ballack, Mikel, Lampard, Malouda – Anelka, Drogba

Inter Mailand: Julio Cesar – Maicon, Lucio, Samuel, Zanetti – Cambiasso, Sneijder, Motta – Pandev, Eto’o, Milito

Also noch ergänzend: Mario Balotelli ist in Italien geblieben, gab da wohl ein paar Unstimmigkeiten zwischen Mourinho und dem Nachwuchstalent. Beide Teams mit offensiver Ausrichtung. Materazzi ist erstmal nur auf der Bank.

[20h32] Beide Teams kämpfen in ihren Ligen noch um die Meisterschaft. Chelsea am vergangenen Wochenende mit einem souveränen 4:1 gegen West Ham. Inter verlor bereits am Freitagabend bei Catania mit 1:3. Unterschiedliche Vorzeichen also vor dieser Partie was die Ligaleistungen angeht. Mein Tipp für heute Abend ist ein 3:1 für Chelsea nach Verlängerung.

[20h24] Ballack hier, Ballack da. Wie zu befürchten. Wenn der Deutsche mindestens 37 Ballkontakte in der ersten Hälfte verzeichnet, kommentiert Marcel Reif die zweite Hälfte sicherlich von der Eckfahne aus und Sebastian Hellmann wird kurzfristig nach London eingeflogen und fragt, was das für Ballack im Stadium seiner Karriere bedeutet.

[20h23] Worauf ich mich heute Abend freue:

1. Jose Mourinho. Großartiger Trainer, mir gefällt seine Art. Bin gespannt, wie er sich über die 90 Minuten verhält.

2. Florent Malouda. In bestechender Form zuletzt. Könnte für Chelsea ein Schlüssel zum Sieg sein.

3. Die Duelle im Mittelfeld: Ballack, Mikel und Lampard gegen Sneijder, Motta und Cambiasso.

4. Ross Turnbull. Sein zweites Champions League Spiel, und dann gleich ein Rückspiele im Achtelfinale. Hat zuletzt gegen West Ham eine gute Leistung gezeigt. Mal sehen, wie er sich in diesem wichtigen Spiel präsentiert.

[20h17] Doppelte deutsche Beteiligung heute Abend im Westen Londons. Wolfgang Stark leitet die Partie. Chelsea wieder mit Zhirkov hinten links in der Viererkette, ansonsten beide Teams mit dem Personal der letzten Wochen. Bei den Blues Alex wieder in der Innenverteidigung, Carvalho darf auf der Bank Platz nehmen.

[20h15] Eigentlich ist das Spiel aus Sicht von Jose Mourinho ja eigentlich schon gespielt. Denn Mourinho, so die Aussage des Trainers – verliert nicht an der Stamford Bridge. Es wurde einen großen Hype um seine Rückkehr gemacht. Da passen die Meldungen von heute Nachmittag, wonach Mourinho bei einem Ausscheiden heute Abend um seinen Job bangen muss, nicht ganz so zusammen.

[20h10] The Return of the Special One. Jose Mourinho kehrt mit Inter Mailand zurück an die Stamford Bridge. Der FC Chelsea muss das 1:2 aus dem Hinspiel aufholen. Bühne frei für die Champions League, Achtelfinale Rückspiel. Hoffentlich a special one. Guten Abend.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Champions League 2009/2010 Achtelfinale Hinspiel, FC Porto – FC Arsenal 2:1

Mittwoch, 17. Februar 2010 22:41

Während der Großteil der deutschen Fernsehzuschauer sich heute wohl auf die Partie zwischen den Bayern und dem AC Florenz konzentriert hat, habe ich mir ganz in Ruhe 90 Minuten lang den Auftritt vom FC Arsenal beim FC Porto angeschaut. Nachfolgend einige Eindrücke und Erkenntnisse des Spiels.

Vor dem Spiel:

Was macht Arsene Wenger, wenn mal wieder ein wichtiges Spiel für seine Gunners auf dem Programm steht? In beständiger Regelmäßigkeit erklärt er den Auftritt seines jungen Teams als Reifeprüfung, als mögliche Demonstration der Weiterentwicklung seiner Mannschaft, als das Umgehen mit Druck, als das Zeigen von hinzugewonnener Erfahrung über die letzten Jahre. Wenger hatte das bereits letztes Jahr vor jedem K.o.-Spiel in der Champions League gemacht, zuletzt vor den drei wichtigen Ligaspielen des FC Arsenal. Und nun wieder vor dem Auftritt der Gunners im Estádio do Dragao. Nun scheint für Wenger  wieder der nächste Schritt gekommen zu sein. Und in gewisser Hinsicht ist er das auch. Arsenal muss heute Abend mit zahlreichen Verletzten umgehen und gleichzeitig zeigen, dass sie auf europäischer Bühne mithalten können und die Leistungen aus dem Vorjahr bestätigen. Nicht ganz umsonst erwähnte Wenger, dass man wieder den Spirit of 2006, als man ins Finale einzog, wiederbeleben müsse. “Ich glaube, wir haben die Spieler, die aufs Feld kommen können und eine gute Leistung zeigen, weil sie die Erfahrung haben. Sie haben alle bereits Champions League gespielt, wir können uns darüber nicht beschweren. Es ist der Teil eines erfolgreichen Teams – große Spiele zu bestreiten ohne die Top-Elf und trotzdem erfolgreich zu sein. Der kleine Spagat von Wenger zwischen dem Starkreden seines Teams und der Herausstellung einer stets neuen Prüfung, die Erfahrung unter Beweis zu stellen. Arsenal muss mit Arshavin, Eduardo, Song, Almunia und Gallas auf fünf Stammspieler verzichten. Und auch deswegen ist es eine kleine erneute Reifeprüfung.

Der FC Porto liegt in der heimischen Liga schon neun Punkte zurück hinter Tabellenführer Benfica und kam am Wochenende beim Vorletzten Leixoes nur zu einem 0:0. Porto hat in der Liga zuhause noch nicht verloren, hat diese Spielzeit in der Champions League aber nur durchschnittliche Leistungen erbracht. Zwar gab es einen souveränen Heimsieg gegen Atletico Madrid, aber nur mit Mühe besiegte man Apoel Nikosia, gegen Chelsea verlor man im Drachenstadion. Letzte Saison schied man im Viertelfinale aus – dank einer Heimniederlage gegen Manchester United. Die englischen Teams scheinen also nicht so wirklich zu liegen.

Das Spiel:

Arsenal muss auf alle Fälle, wenn man dieses Spiel erfolgreich gestalten will, defensiv besser stehen und sich nicht wieder auskontern lassen. Porto hat letzte Saison im Viertelfinale bei Manchester United gezeigt, dass sie auch auswärts Tore schießen können, wenngleich Arsenal im Emirates gegen Porto immer hervorragend ausgesehen hat. Wenger wünscht sich auf alle Fälle eine stabile Defensive und vielleicht ein Auswärtstor. Arsenal musste also einige Spieler ersetzen. Fabianski rutschte ins Tor, Sol Campbell rückte in die Innenverteidigung und macht sein erstes Spiel in der Champions League seit seinem Finaltor 2006 für Arsenal in Paris. Denilson übernimmt die Rolle von Song, Bendtner ist einzige Spitze, umrahmt von Rosicky und Nasri in der Offensive. Bei Porto kehrt der in der Liga gesperrte Hulk in die Startelf und soll im Sturm für Tore sorgen. Raul Meireles, Varela und Falcao sollen ihn offensiv dabei unterstützen.

Beste äußere Bedingungen herrschten im Drachenstadion, über 10 Grad, trocken, großartige Atmosphäre voller Vorfreude auf ein hoffentlich tolles Spiel. Arsenal hatte Anstoß und spielte in weiß-rot von links nach rechts in der ersten Hälfte. Und nach zwei Minuten erstmals Gefahr vor dem Tor des FC Arsenal, Porto gelang ein Blitzstart. Campbell verliert das Laufduell mit Falcao, kann dann aber mit einer tollen Grätsche noch den Ball klären. Den Nachschuss von Micael blockt dann Vermaelen für den schon geschlagenen Fabianski. Eine Minute später nächster Aussetzer von Campbell im Strafraum, Hulk nimmt den Abpraller direkt, aber ganz knapp am Tor vorbei. Und Arsenal hätte sich über einen Rückstand nicht beklagen dürfen. Es war ein schnelles, temporeiches Spiel in den ersten Minuten, Arsenal versteckte sich nach der anfänglichen Schockstarre nicht mehr. Aber Porto ging in Führung in der 11. Minute mit tatkräftiger Mithilfe von Fabianski. Varela mit der Flanke von rechts, der Pole spekuliert auf eine Flanke, steht dann schon ungünstig, kann der Ball aber ganz bequem aufnehmen, lässt ihn aber dann unter seinem Körper durchrutschen. An die Almunia-Kritiker, habt ihr das gesehen? Porto belohnt sich für die starke Anfangsphase, Arsenal machte die Flügel nicht dicht, Clichy lässt sich wieder von Varela überlaufen, die Gunners mit zu vielen Schnitzern in der Defensive. Arsenal danach in totaler Schockstarre. Es dauerte fast zehn Minuten, bis Bendtner mit einem abgefälschten Schuss den Pfosten berühte und Arsenal wieder zu atmen begann. Die anschließende Ecke brachte dann den Ausgleich. Vermaelen und Rosicky verlängern wunderbar, Sol Campbell muss nur noch einköpfen. Und plötzlich bekam Arsenal Oberwasser, tolle Einzelleistung von Rosicky, dessen Rechtsschuss von Helton zur Ecke geklärt wird. Im Gegenzug gefährlicher Freistoß für Porto, weil Vermalen zu langsam agiert und sich nur mit einem Foul helfen kann. So toll beide Offensivreihen agierten, so schlecht spielten die Defensiven, vor allem bei den Gunners. Aber man holte sich über die offensive Grundausrichtung im Laufe der ersten Hälfte Sicherheit und ein Chancenplus. Fabregas bringt einen Freistoß in der 37. Minute in die Mitte, Bendtner mit dem Kopfball aus 10 Metern, Helton kann den Ball über die Latte lenken. Insgesamt nur noch wenig klare Torchancen nach den beiden Treffern, Arsenal wurde mit zunehmender Dauer in diesem Spiel souveräner, spielte offensiv variabler und stand defensiv näher am Mann und gewann die wichtigen Zweikämpfe. Ein tolles, temporeiches Fußballspiel ging mit einem verdienten 1:1 in die Pause.

Arsenal kam richtig gut in diese Partie und dann überschlugen sich ab der 50. Minute die Ereignisse. Zunächst foult Meireles Rosicky im Strafraum, von ersten Sehen ein klarer Elfer, gab leider keine Zeitlupe. Der schwedische Schiedsrichter Hansson verweigerte aber den Pfiff. Dann sind sich im Gegenzug Campbell und Fabianski nicht einig, wer zum Ball gehen soll. Letzlich entscheiden sie sich für die schlechteste aller Varianten. Campbell tickt den Ball noch leicht an, Fabianski nimmt ihn auf. Klarer Rückpass, und Porto führt schnell aus, Arsenal weiß noch gar nicht, was passiert ist und da ist der Ball durch Falcao im Tor. Sehr viel blöder kann man sich nicht anstellen, von den Regularien ein völlig korrekter Treffer, auch wenn Wenger an der Seitenlinie außer sich ist. Und zumindest einigermaßen kann ich das verstehen: Denn der schwedische Schiedsrichter gibt dem Porto-Spieler den Ball pfannenfertig zur Ausführung in die Hand. Das habe ich auch noch nicht gesehen. Keine Ahnung, wem man da von Arsenal die Schuld geben soll, wahrscheinlich eher Campbell. Wieso tickt er denn den Ball noch an? Fabianski war doch fast da und der Gegenspieler noch ein gutes Stück weg. Im Spiel von Arsenal danach erstmal ein Bruch, man spielte nicht mehr so souverän, Porto spielte jetzt wieder zielstrebiger nach vorne. Viele Chancen gab es aber nicht. Gut 20 Minuten vor Schlusspfiff brachte Wenger Walcott für Rosicky. Die Gleichung Investition in dieses Spiel gleich Torchancen ging bei Arsenal im zweiten Durchgang überhaupt nicht mehr auf. Und dabei blieb es trotz temporeichen spiel auch in der zweiten Hälfte. Für den neutralen Betrachter ein richtig gutes Champions League Spiel. Vela kam acht Minuten vor Schluss für Bendtner, aber offensiv blieb Arsenal eine Enttäuschung in der zweiten Hälfte, man spielte die Angriffe nicht gut aus, agierte schlampig in den Zuspielen, war zu umständlich im Abschluss. Porto war bei Kontern stets gefährlich, aber Fabianski machte zumindest einen ruhigeren Eindruck gegen Ende des Spiels. Es passierte in den letzten Minuten nicht mehr viel. Am Ende gewinnt der FC Porto gegen die Gunners insgesamt verdient mit 2:1, vor allem dank einer stärkeren zweiten Hälfte und purer offensiver Harmlosigkeit der Londoner nach der Halbzeit.

Die Lehren aus diesem Spiel:

Was mir bei Arsenal in der ersten Hälfte insgesamt richtig gut gefallen hat, war die offensive Grundausrichtung, das frühe Angreifen und das Pressing schon in Höhe der Mittellinie. Diese Taktik ist insgesamt richtig gut aufgegangen. Porto spielte in der ersten Hälfte offensiv gut mit, machte defensiv ein paar Fehler. Sehr gut gefallen hatte mir Varela, der das Duell auf dem rechten Flügel klar gegen Clichy für sich entschied. Ruben Micael war bemüht, von Hulk war wenig zu sehen. Den hatten Vermaelen und Campbell gut im Griff.

Apropos Sol Campbell: Nicht nur wegen seines Treffers eine gute Leistung. Nachdem er das erste Laufduell verloren hatte, bekam ich schon Schweißperlen auf der Stirn. Aber dann glänzte er durch gutes Zweikampfverhalten und exzellentes Stellungsspiel. Nur ein wenig langsam war er. Langsam leider auch in der 50. Minute. Am einfachsten wäre gewesen, er hätte den Ball in den Atlantik befördert. Da merkte man auch die fehlende Spielpraxis. Als Alternative zu Gallas nur bedingt einsetzbar.

Niklas Bendtner hatte von Arsene Wenger stets viel Vertrauen entgegenbekommen. Der Franzose forderte vom dänischen Stürmer dies jetzt nach und nach zurückzuzahlen. Und zumindest in der ersten Hälfte gelang das gut. Wirkte stets präsent, war immer anspielbereit und hatte zwei gute Torchancen. In der zweiten Halbzeit tauchte der Däne dann unter, weil aber auch zu wenig Impulse aus dem Mittelfeld kamen.

Das große Problem bei Arsenal bleibt weiterhin die Defensive, insbesondere, wenn Gallas nicht dabei ist. Und Fabianski hat zumindest heute gezeigt, dass er auch für einen hin und wieder schwächeren Almunia keine Alternative ist. Almunia bekam die letzten Wochen von vielen Arsenal-Fans sein Fett ab, vielleicht lernt man ihn ja jetzt wieder mehr schätzen. Aber immerhin konnte man die Schwierigkeiten in der Verteidigung durch eine gute Offensive in der ersten Hälfte kompensieren. Das war in der zweiten Halbzeit nicht mehr gegeben. Das war in den letzten 45 Minuten richtig schlecht. Keine Ahnung warum. Aber da war dann letzlich auch mehr drin als nur ein Tor. Insgesamt kein schlechtes Auswärtsspiel, da war viel mehr drin.

In den Schlüsselduellen eigentlich ein ausgeglichenes Spiel. Bruno Alves bekam Bendtner in der zweiten Hälfte sehr viel besser in den Griff, Vermaelen machte gegen Falcao ein tolles Spiel. Der Toptorjäger der Portugiesen war abgemeldet in der ersten Hälfte. Fabregas spielte aufopferungsvoll, wurde häufig gefoult. Insgesamt Punktsieger gegen Meireles.

Zum Schiedsrichter sage ich nichts. Sagen wir es mal so: Das Verhalten vor dem 2:1 war schon komisch. Aber egal, daran hat es nicht gelegen. Für Arsenal eine brauchbare Ausgangsposition. Ein 1:0 reicht im Emirates, ist aber auch gefährlich, weil Porto gut kontern kann. Arsenal muss diese defensiven Schlurigkeiten abstellen. Und wenn man dann offensiv schnell ins Spiel findet, ist ein Weiterkommen in greifbarer Nähe.

Thema: Champions League | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Champions League 2009/2010 Achtelfinale Hinspiel, AC Mailand – Manchester United 2:3

Dienstag, 16. Februar 2010 22:40

Ich habe es selten erlebt, dass man ein Achtelfinale in der Champions League so sehr auf eine Person reduzieren kann. Aber die englischen Medien konnten es. Milan gegen Manchester United stand ganz im Zeichen vom Aufeinandertreffen von David Beckham mit seinen alten Teamkollegen und seinem ehemaligen Trainer, Sir Alex Ferguson. Von 1992 bis 2003 kickte der blonde Engländer bei den Red Devils und hatte seine beste Zeit im Old Trafford. Seitdem konnte er nur noch selten an seine herausragenden Leistungen anknüpfen. Dass er immer noch zu einem der besten Spieler Europas gehört, könnte man dann am ehesten ja auf der europäischen Fußballbühne, der Champions League, zeigen. Wenn man es denn noch kann.

AC Mailand gegen Manchester United ist das Duell der Teams, die in ihren Ligen in Lauerposition sind. Manchester United liegt einen Punkt hinter dem FC Chelsea, Milan schon neun Punkte hinter dem Stadtrivalen Inter, aber auch noch mit einem Spiel weniger. In allen vier Aufeinandertreffen in der K.O.-Runde konnten die Italiener die Engländer schlagen, vor allem aufgrund der starken Heimleistungen. Ein gutes Ergebnis für Manchester United könnte hier also schon Basis für den Einzug ins Viertelfinale sein. Zu allem Überfluss stand David Beckham auch in der Startelf. Milan unter Trainer Leonardo ging offensiv in diese Partie mit einem 4-3-3. Ronaldinho, Huntelaar und der junge Pato bildeten das Sturm-Trio, wobei Ronaldinho eher als hängende Spitze agierte. Durch das 4-3-3 spielt Beckham im zentralen Mittelfeld und nicht wie sonst auf dem rechten Flügel, geht also einem Duell mit dem schnellen Evra aus dem Weg. Bei Manchester United stand Rio Ferdinand mal wieder in der Startelf, erst sein 10. Einsatz für die Red Devils in dieser Saison. Nani spielte ebenso wie Ji-Sung Park, der den verletzten Ryan Giggs ersetzte. Rafael erhielt auf der Rechtsverteidigerposition den Vorzug vor Wes Brown.

Ungemütlich kalter Abend in Mailand, knapp über null Grad, tagsüber hatte es geregnet. Stadion richtig gut gefüllt, traumhafte Atmosphäre. Wenn man Ronaldinho schon vor dem Anpfiff die Hände reiben sah und Fritz von Thurn und Taxis schon in seinen Ausführungen zu Beginn schon erwähnte, dass hier zwei der größten Fußballklubs Europas aufeinandertreffen, dann war eigentlich klar, dass es ein großartiges Fußballspiel werden musste. Ging doch gar nicht anders. Doch große Namen gleich großes Spiel? Nur Stars auf dem Platz. Man Utd in den weißen Trikots von links nach rechts, Milan in schwarz-rot.

Großartiges Spiel, zumindest der Anfang war es schon einmal. Milan ging nach drei Minuten durch Ronaldinho in Führung. Beckham tritt einen Freistoß von rechts in den Strafraum, Park verlängert unglücklich weiter, Ronaldinho nimmt den Ball volley, wird noch leicht abgefälscht von Carrick, sodass Van der Sar keine Abwehrchance hatte. Schöner Auftakt in dieser Partie, der nur dadurch ein wenig getrübt wird, dass auf Tonoption 2 Italiener sprechen. Müssen ich und mein Gerät im Salon halt mit Thurn und Taxis leben. Die ersten Minuten gehörten ausschließlich den Gastgebern, insbesondere Ronaldinho, der hauptsächlich über links kam, spielte Wes Brown ein ums andere Mal schwindelig. Thiago konnte wunderbar Antonini bedienen, der aber knapp verzog. Das Mittelfeld von Manchester United war praktisch nicht präsent. Aus dem Spiel ging bei Man Utd wenig, einzig Unsicherheiten von Dida nach Eckbällen brachten etwas Gefahr. Und die ganzen Stars bei den Gästen konnten nur wenig zeigen, richtig schlechte Teamperformance von United in den ersten 20 Minuten. Der AC stand defensiv erstaunlich sicher, kompakt, eng am Mann und gewann alle wichtigen Zweikämpfe. Mitte der ersten Hälfte verlor das Spiel dann ein bisschen an Unterhaltungswert, Man Utd stellte sich besser auf die Angriffe der Rossoneri ein, konnte offensiv aber weiter kaum Akzente setzen. Und defensiv blieb man anfällig für schnelle Spielzüge des AC, insbesondere weil auch Ferdinand nach seiner Rückkehr nicht den besten Tag erwischte. Die beste Chance zum 2:0 hattte Huntelaar in der 34. Minute, als nach einem Fehlpass von Evans Ambrossini den Holländer schickt, der aber knapp am Tor vorbeizielt. Van der Sar ist außer sich wegen der Leistung seiner Vorderleute. Ich habe Man Utd selten so schwimmen gesehen wie heute, unerklärlich viele kleine Fehler. Und mit dem ersten guten Angriff gelingt den Gästen aus dem Nichts dann der Ausgleich. Fletcher läuft sich auf rechts gut frei, bekommt das Zuspiel von Park, butterweiche Flanke in die Mitte, wo Scholes den Ball gar nicht richtig trifft, er aber unerreichbar für Dida über die Linie rollt. Mit einem doch glücklichen 1:1 ging es dann für United in die Pause. Sir Alex hat bereits an der Seitenlinie alle Energien für die Halbzeitansprache gesammelt.

Auch wenn Sir Alex in der Halbzeit davon sprach, dass man jetzt hier mehr wolle, hatten wieder die Gastgeber den besseren Start. Pato versiebt nach Wiederanpfiff eine gute Chance, einen Freistoß von Pirlo kann Van der Sar gerade noch so über die Querlatte lenken. Man Utd schaffte es auch weiterhin nicht Ballbesitz auch nur ansatzweise in Torgefahr umzumünzen. Und bei Van der Sar konnte man sich nach 60 Minuten bedanken, dass man überhaupt noch einen Fuß im Spiel hatte. Ferguson brachte Valencia für die rechte Seite um mehr offensive Impulse zu erhalten, Nani ging nach schwacher Leistung vom Platz. Und fast wie in der ersten Hälfte kommt United einmal gefährlich vor das Tor – und trifft. Rooney – wer sonst, möchte man fragen – macht in der 67. Minute das 2:1, weil er eine wunderschöne Flanke von Valencia ins Tor köpft, nachdem er das Kopfballduell gegen Bonera für sich entscheidet, keine Chance für Dida. Danach hatte es überhaupt nicht ausgesehen. Beckham ging nach 70 Minuten vom Platz. Ein starker Beginn mit gefährlichen Standards, ein schwache zweite Hälfte, hatte aber eben auch starke Mitspieler um sich herum. Nach der Führung war Man Utd besser im Spiel, kontrollierte das Geschehen und ließ sehr viel weniger Torchancen zu – und belohnte sich mit dem 3:1, weil die Hintermannschaft von Milan auch nicht so sicher wirkte wie in den ersten 30 Minuten. Rooney in der 74. mit dem Ausbau der Führung. Nach Flanke von Fletcher toller Kopfball des Stürmers, der momentan wohl der beste Fußballspieler der Welt ist. Gegenspieler im näheren Umkreis von Rooney gab es keine.

Und wenn man nicht mehr weiter weiß, bringt man Inzahgi, so geschehen in der 76. Minute. Ein letzter Rettungsanker für die Rossoneri. 36 Jahre alt. Womöglich ausgeschieden im Achtelfinale, Milan hat scheinbar seinen Zenit endgültig erreicht. United schien alles im Griff zu haben, da schlägt Milan noch einmal zu. Das 2:3 in der 85. Minute durch den kurz zuvor eingewechselten Seedorf nach tollem Zuspiel von Ronaldino, die Abwehr von Man Utd wieder zu weit von den Gegenspielern entfernt. Es blieb nach einer turbulenten Schlussphase und eines Platzverweises für Michael Carrick wegen Zeitspiels beim knappen Sieg für Man Utd, die über 90 Minuten gesehen nicht das bessere Team waren. Hatten viel Glück in der ersten Hälfte, gute Phase in der zweiten Hälfte, wo man dann auch seine Chancen nutzte und defensiv sicherer wirkte. Milan hatte den besseren Start, verpasste es aber die vielen Chancen zu nutzen und die Unsicherheiten von United konsequenter auszunutzen. So gehen die Red Devils mit einer hervorragenden Ausgangsposition ins Rückspiel am 11. März.

Und über David Beckham wird morgen nicht viel in der Zeitung stehen. Die Schlagzeilen gehören Wayne Rooney.

Thema: Champions League | Kommentare (2) | Autor: medispolis