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Premier League 2010/2011 #14, FC Fulham – Manchester City

Sonntag, 21. November 2010 16:40

[18h52] Endstand FC Fulham – Manchester City 1:4

Locker, leicht und souverän bringt City dieses Spiel über die Zeit. Fulham stark verbessert in der zweiten Hälfte, aber viel schlechter als in Halbzeit eins ging es ja auch nicht. Tolle erste Hälfte mit einem sehr gut aufgelegten Marco Hagemann am Mikro. Das war schon toll anzusehen, auch wenn die Partie sehr einseitig war. Mancini kann durchatmen. City jetzt einen Schritt näher Richtung Tabellenspitze, man ist Vierter, überholt die Bolton Wanderers und liegt nur noch drei Zähler hinter Tabellenführer Chelsea. Fulham muss kleinere Brötchen backen, bleibt im Tabellenkeller. Und Mark Hughes verliert gegen seinen Ex-Klub.

Nur sechs Punkte liegen zwischen den ersten sechs Plätzen und zwischen Platz 7 und 18 sind es nur fünf Zähler. Das wird eine richtig tolle Saison und ganz viel Spannung und Dramatik in den nächsten Wochen. Freuen wir uns drauf. Schönen Sonntag noch.

[18h49] Drei Minuten Nachspielzeit

[18h43] Zoltan Gera schießt einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in den Abendhimmel der englischen Hauptstadt. Fünf Minuten noch plus Nachspielzeit. Das wird nichts mehr für Fulham, aber hat irgendjemand überhaupt daran ersnthaft einen Gedanken verschwendet?

[18h35] Wechsel Manchester City: Adam Johnson für Carlos Tevez

[18h33] Fulham drückt auf den zweiten Treffer, aber es fehlen weiterhin die klaren Torchancen. Aber Moral hat das Team aus London.

[18h28] 1:4, Zoltan Gera, 70. Minute

Wird nicht wirklich der Beginn einer Aufholjagd sein, sondern eher Ergebniskosmetik. Ecke von links, Zoltan Gera durch Mann und Maus durch, noch leicht abgefälscht, zu spät zu sehen für Joe Hart. Diesmal hat City den Ball nicht gut geklärt.

[18h27] Bei Fulham mittlerweile Kamara für den schwachen Etuhu. Hat am Aggregatzustand dieses Spiels aber nichts verändert. Man City hat weiter alles im Griff. Hin und wieder nach Ecken oder Standards kleinere Druckphasen der Cottagers, aber auch nur, weil City jetzt doch mindestens zwei Gänge zurückgeschaltet hat.

[18h14] 0:4, Carlos Tevez, 56. Minute

Over and out. Tevez mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, nachdem er eben nach wunderschönem Zuspiel von Zabaleta noch freistehend am glänzenden Schwarzer scheiterte. Die anschließende Ecke bringt dann die finale Entscheidung in diesem Spiel. Ecke von rechts, diesmal ist es Etuhu, der den Ball direkt in die Mitte abwehrt, Schuss aus dem Hintergrund von Zabaleta (ganz starker Auftritt heute!), Tevez hält den Schlappen dazwischen zum 4:0. Mal wieder ganz blöd für Fulham gelaufen.

[18h11] Besser von Fulham in der zweiten Hälfte, neuer Schwung durch den eingewechselten Gera, aber bis auf einen Kopfball von Gera nach Flanke von Hangeland, nicht wirklich viele Situationen, bei denen Manchester City wirklich unter Druck gerät. Aber Fulham arbeitet ein wenig an der eigenen Rehabilitation. Und die Fans sind auch wieder da. Man City tut wenig nach vorne, warum auch, Tevez macht jetzt die einzige Spitze. Silva und Jo kommen eher aus dem offensiven Mittelfeld. Ein viertes Tor hingegen und die Messe wäre endgültig gelesen. Aber Fulham ist ja noch weit vom Torerfolg entfernt.

[18h05] Fulham in den ersten beiden zwei Minuten der zweiten Hälfte schon mit mehr Torgefahr als in der gesamten ersten Hälfte. Joe Hart hatte die Hände am Ball. Und das soll was heißen.

[18h03] Beginn 2. Halbzeit

Fulham hat einmal gewechselt, Zoltan Gera kommt für den enttäuschenden Damien Duff. Mal sehen, ob für die Cottagers noch was geht in diesem Spiel.

[17h47] Halbzeit FC Fulham – Manchester City 0:3

Verdiente Halbzeitführung, vielleicht die beste Saisonleistung von Manchester City. Führung auch in der Höhe dem Spielverlauf und den Spielanteilen auf dem Platz entsprechend. City in allen Belangen Fulham überlegen.

[17h45] Zwei Minuten Nachspielzeit

[17h41] Und genau so muss man als Spitzenmannschaft auftreten, wenn du überlegen bist und der Gegner keinen Fuß in diesem Spiel hat. Etwas, das Arsenal gestern zum Beispiel nicht geschafft hat. Und Fulham wirkt leblos, ohne Ideen. Habe in meinen Notizen nochmal nachgeschaut, es ist das erste Spiel diese Saison, das ich von Fulham sehe. Nicht mehr vergleichbar zur letzten Spielzeit. Da scheint der Umbruch nach dem Abgang von Hodgson und der Neuverpflichtung von Hughes doch länger zu dauern. Viel Zeit hat man aber eigentlich nicht.

[17h38] Und schon wieder ein Spiel, das ich live mitblogge und nach einer guten halben Stunde praktisch entschieden ist. Wo sind meine Statistik-Unterlagen nochmal?

[17h34] 0:3, Yaya Toure, 35. Minute

Meine Fresse, Fulham wird jetzt in sämtliche Bestandteile zerlegt. Tevez wird von Hangeland nicht wirklich angegriffen, gibt rechts raus zu Yaya Toure, der von Salcido alleine gelassen wird. Flachschuss ins lange Eck, Schwarzer wieder ohne jegliche Abwehrchance. Ganz fein gespielt von City gegen einen Gegner, der nicht mehr auf dem Platz scheint.

Mancini-Sprechchöre der City-Fans. Und drei Tore für City in der ersten Hälfte. Was für eine Reaktion auf die “City is boring”-Debatte.

[17h32] 0:2, Pablo Zabaleta, 32. Minute

Und wieder ging es zu schnell für Fulham. Mark Hughes kocht innerlich, weil im Prinzip wieder ein hergeschenktes Tor. Fulham lädt Man City zum 2:0 ein. Eine Flanke von links wehrt Damien Duff direkt in die Mitte ab, mit anlauf knallt Zabaleta dann den Ball direkt neben den Pfosten ins Tor. Keine Chance für Schwarzer.

[17h30] Halbe Stunde durch und mit ganz wenigen Ausnahmen ist City immer einen Schritt eher am Ball als Fulham, die noch gar nicht so richtig in dieses Spiel gefunden haben. Spielen weiter sehr vorsichtig, wenn die Möglichkeit mal besteht den Risikopass nach vorne zu initiieren, wird meist wieder hinten rum die Zeit vertrödelt. Ganz anders City, straight, direkt und schnell nach vorne. Fulham noch ohne echte Torchance.

[17h22] Fulham fliegt der eigene Freistoß um die Ohren. Brillianter Konter von City, drei gegen eins, aber City vergibt diese großartige Chance. Kolarov ignoriert den besser postierten Mitspieler und zieht selbst ab. Schwarzer lenkt den Ball zur Ecke ab. Gute Parade, schöner Schuss, aber das muss eigentlich, wenn gut ausgespielt, das 0:2 sein. Und die Cottagers dürften gewarnt sein nicht noch einmal in einen solchen Konter zu laufen. Der Konter gelang übrigens auch nur, weil Fulham die einstudierte Freistoßvariante versemmelte. Da hat man schon mal eine Standardsituation – und macht nicht das 1:1, sondern ermöglicht fast das 2:0 für die Gäste.

[17h17] Die Gastgeber finden weiter kein Rezept gegen defensiv kompakt stehende Citizens. City macht jetzt nicht mehr viel nach vorne, wenn Fulham den Ball hat, ist nur Tevez in der Hälfte des Gegners, ansonsten 10 Spieler hinter dem Ball. Und da fehlt Fulham die spielerische Klasse dieses Bollwerk zu knacken. Man hofft auf die gefährlichen Standards, aber die kann City noch verhindern. Und so sieht das sehr komfortabel für das Mancini-Team aus. Ein Treffer liegt momentan überhaupt nicht in der Luft, viel spielt sich im Mittelfeld ab. Und das tut City im Moment nicht weh.

[17h10] Und Fulham macht erstmal weiter mit der Zurückhaltung, spielen sehr vorsichtig nach vorne und wollen bloß keinen weiteren Fehler machen. Ging ja nur bedingt auf, auch weil Man City schon getroffen hat. Die Gäste mit mehr Ballbesitz, mit der besseren Technik am Ball, mit mehr Genauigkeit im Passspiel. Das sieht schon sehr gut aus für das Team von Mancini, klasse Vorstellung bisher.

[17h06] 0:1, Carlos Tevez, 6. Minute

Da wollte ich gerade schreiben, dass das eine harte Nuss zu knacken sein wird, weil Fulham bei Ballbesitz Man City verdammt tief steht. Und dann macht City die frühe Führung. Eigentlich war alles schon geklärt, Hughes mit dem Befreiungsschlag, und dann schaltet Fulham kollektiv ab. Barry nimmt den Ball auf, Pass in die Tiefe an die Strafraumgrenze zu Tevez, der am Rande des Abseits steht. Der Argentinier gewinnt den Zweikampf gegen Salcido und kann ohne Probleme einschieben. Tevez – wer sonst. Und jetzt wird es für Fulham ein unangenehmer Abend vorerst. So hatte sich Mark Hughes das nicht erwünscht.

[17h01] Beginn 1. Halbzeit

Diego Maradona gibt sich die Ehre und schaut im Südwesten Londons vorbei. Und sieht, wie Fulham in weiß spielt, mit Anstoß von links nach rechts in der ersten Hälfte. Manchester City in den dunkelblauen Trikots.

[16h57] Cravan Cottage bei einbrechender Dunkelheit ergibt ja schon eine sehr schöne Szenerie.

[16h54] Die Aufstellungen im Cravan Cottage

FC Fulham: Schwarzer – Baird, Hangeland, Hughes, Salcido – Davies, Murphy, Etuhu, Duff – Dempsey, Andy Johnson

Manchester City: Hart – Zabaleta, Toure, Kompany, Kolarov – Yaya Toure, De Jong, Barry – Jo, Tevez, Silva

Fulham im 4-4-2, das System, das Mark Hughes mehr oder weniger von Roy Hodgson übernommen hat und das ganz gut zu den Cottagers passt. Bei Fulham Baird und Salcido nach Verletzung zurück im Team. Dickson Etuhu ersetzt im Mittelfeld den verletzten Moussa Dembele. Langzeitverletzt natürlich weiter Bobby Zamora. Bei City das klassische 4-3-3, diesmal nur mit einer defensiven Absicherung. Milner und Adam Johnson nur auf der Bank, dafür bekommt Jo im Sturm seinen ersten Saisoneinsatz von Beginn an, gepaart mit Tevez und David Silva. Joe Hart, unter der Woche noch vor dem Freundschaftsspiel Englands gegen Frankreich verletzt abgereist, hat seine Verletzung wieder auskuriert.

[16h48] Interessant die Bilanz von Mark Hughes letzte Saison bei Manchester City. Nach 13 Spielen hatte er ebenfalls 22 Punkte auf dem Konto, also genau so viele, wie Mancini bisher verbuchen kann. Das 14. Spiel- also heute – gewann Man City und brachte Mark Hughes 25 Punkte. Drei Wochen später – allerdings nach einer kleinen Negativserie – wurde Hughes entlassen. Bedingt vergleichbar, allerdings haben beide eigentlich genug Punkte gesammelt um ruhig im Sattel sitzen zu dürfen. Was bei Hughes wie Mancini nicht passt, ist die Art und Weise, wie das Team auftritt. Unter Mark Hughes gab es viel zu viele Gegentore (nach 14 Spielen 19 Gegentreffer), dafür hatte man aber auch schon 24 Mal selbst getroffen. Jetzt hat Mancini die Defensive stabilisiert (erst 10 Gegentore), allerdings hat man auch gerade erst 15(!) Mal selbst ein Tor erzielt. Und für die hohen Ambitionen des Vereins und die Erwartungen des Publikums ist das schlicht zu wenig.

[16h40] Schönen Nachmittag zusammen. Für Manchester City und Trainer Roberto Mancini schlägt langsam die Stunde der Wahrheit in dieser noch eher jungen Saison. Immer weiter unter den eigenen Möglichkeiten bleiben gilt nicht mehr. Mit den Niederlagen von Chelsea und Arsenal haben die Citizens heute die Chance bis auf drei Punkte an die Tabellenspitze und einen Zähler an die Gunners ranzurücken. Und wenn das nicht gelingt, gibt es in Eastlands auch keine Ausreden mehr. Denn Gegner ist “nur” Fulham, derzeit Tabellensiebzehnter. Aber da sitzt jemand auf der Trainerbank, der noch eine kleine Rechnung mit Man City offen hat. Mark Hughes, Vorgänger von Mancini, hat noch nie als Trainer gegen Man City und seine Ex-Klubs überhaupt verloren. Und Mancini hätte ein Problem mehr, sollte die Serie von Hughes bestehen bleiben.

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Premier League 2010/2011: Saisonvorschau Oberes Mittelfeld

Montag, 9. August 2010 17:33

Nachdem ich die letzten Vorschauen etwas ausführlicher gestaltet habe und jeweils einem Verein gewidmet habe, möchte ich, bevor ich am Mittwoch ausführlicher auf die Aufsteiger in der Premier League blicke, heute und morgen kurz die übrigen Teams unter die Lupe nehmen. Dies wird längst nicht so ausführlich sein, werde aber jede Woche bei der Spieltags-Preview immer auch auf die Geschehnisse bei den kleineren Klubs eingehen. Fürs erste also eine Vorschau auf fünf Mannschaften, die ich eher im oberen Mittelfeld erwarte, also zwischen den Plätzen 7-10. Die Reihenfolge ist da erstmal sekundär.

Breaking News: So eben wird bekannt, dass Martin O’Neill als Trainer von Aston Villa mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Dies wird auf der Vereinshomepage von Villa bestätigt.

“I have enjoyed my time at Aston Villa immensely. It’s obviously a wrench to be leaving such a magnificent club. I would like to pay tribute to the Villa players, my coaching staff and the Villa supporters for all the support and encouragement they have given both the club and me personally during my time as manager. I wish them all the best for the future. I will obviously be assisting the club in the immediate short-term with regard to the handover of my duties.”

Ob es mit der Transferpolitik zu tun hat? Der Sportkorrespondent von BBC Five Live spekuliert darüber, dass O’Neill ziemlich verärgert darüber war, dass der Verein Verhandlungen über einen Transfer von Ashley Young zu den Tottenham Hotspur zugestimmt hat. O’Neill soll Young auf alle Fälle bei Villa halten wollen. Und wie zufrieden war O’Neill mit der Situation um den Transfer von James Milner?

Das ist für Villa eine Woche vor Saisonstart natürlich eine mittlere Katastrophe.

Aston Villa (PL 2009/2010 6. Platz)
Das Team von ehemaligen Trainer Martin O’Neill ist derzeit das einzige Team in der Premier League, das noch keine Neuzugänge verzeichnen kann. Was im Moment noch nicht weiter tragisch ist, weil auch kein Stammspieler und Leistungsträger den Verein verlassen hat und Villa schon immer mit einem kleinen Kader ausgekommen ist. Letzte Saison setzte O’Neill nur 23 Spieler ein, der niedrigste Wert in der Premier League, zusammen mit Stoke City. Und das zeigt aber auch die Misere, in der Villa steckt. Man hat eine starke 11, die jederzeit um den vierten Platz mitspielen kann. Es fehlt aber die Tiefe im Kader, sodass es fast schon regelmäßig gegen Ende der Saison bergab geht – teils bedingt durch Verletzungen, teils verursacht durch die Müdigkeit der Spieler nach einer anstrengenden Spielzeit – und Villa meist um den sechsten oder sieben Platz eintrudelt. Und in diesem Umfeld würde ich sie auch für die kommende Premier League Saison einschätzen, da hat die Konkurrenz zu stark aufgerüstet und es scheint derzeit nicht der Fall, dass Villa noch zwei Mega-Transfers aus dem Hut zaubern wird. Im Gegenteil: Es scheint nur eine Frage der Zeit – immer wieder wird der kommende Donnerstag genannt – bis James Milner den Verein in Richtung Manchester City verlassen wird, was für Villa eine weitere Lücke im Kader darstellt, die es zu kompensieren gilt. Und das muss kostengünstig geschehen, denn Villa-Besitzer Randy Lerner tritt wegen ehe schon hoher Gehälter und zu hohen Schulden auf die Kostenbremse. Mit Brad Friedel hat man einen der ältesten, aber auch erfahrensten Torhüter zwischen den Pfosten, die Abwehr hat mit Richard Dunne, Curtis Davies und Carlos Cuellar genug Matcherfahrung in der Premier League. Und im Sturm mit John Carew, Gabriel Agbonlahor ist man ebenso stark vertreten, unterstützt von Stiliyan Petrov, Ashley Young und James Milner aus dem Mittelfeld. Wenn sich bloß keiner verletzt oder den Verein verlässt.

FC Fulham (PL 2009/2010 12. Platz)
Die Cottagers haben sich in den letzten zwei Jahren von einem Abstiegskandidaten zu einem soliden, teilweise richtig attraktiv spielendem Premier League Team entwickelt. Zu verdanken hatte man das im wesentlichen Roy Hodgson, der nun aber zum FC Liverpool wechselte. Mark Hughes, ehemals Manchester City und Blackburn Rovers, übernimmt nun die Verantwortung im Cravan Cottage. Muss man sich im Südwesten Londons an der Themse also nun wieder nach unten orientieren? Gewiss nicht, denn Mark Hughes – und das soll nicht despektierlich gemeint sein – ist genau der passende Trainer für einen soliden Premier League Klub im Mittelfeld der Tabelle. Da hat er in Blackburn stets das Optimum herausgeholt. Das soll sich in Fulham nun wiederholen. Die Ausgangslage ist günstig. Das Team aus der vergangenen Saison ist nahezu komplett geblieben, einzig die Weggänge von Verteidiger Chris Smalling zu Manchester United und vom Mittelfeldakteur Kevin Nevland nach Norwegen zu Viking hinterlässt eine kleine Lücke, die man kostengünstig und sehr passabel aufgefangen hat. Phillippe Senderos kommt für die Innenverteidigung vom FC Arsenal und man bindet den Publikumsliebling von West Bromwich Albion, Jonathan Greening, längerfristig an den Verein. Vorteil von Greening: Er ist nahezu überall im Mittelfeld flexibel einsetzbar. Hatte letzte Saison schon als Ausleihe bei den Cottagers gespielt und dort vor allem in der defensiveren Rolle dem Mittelfeld Stabilität verliehen.

FC Everton (PL 2009/2010 8. Platz)
Dem FC Everton geht es so ein bisschen wie Aston Villa. Man spielt meist eine sehr gute Saison, für den letzten Schritt nach vorne reicht es über eine gesamte Spielzeit gesehen noch nicht aus. Und im Sommer beißt man mit dem Mund in jede Tischkante und hofft, dass ja alle begehrten Spieler den Verein nicht verlassen und man das Team so umfangreich wie möglich zusammenhält. Dieser Aufgabe hat sich in diesem Sommer vor allem Everton-Trainer David Moyes verschrieben, der nahezu jeden Abwerbungsversuch – sei die Geldsumme noch so hoch – abblitzen lässt. Und bisher ist die Strategie aufgegangen. Da Evertons Kader sowieso nicht der größte in der Premier League ist, war dies auch zwingend notwendig. Man gab einige Nachwuchsspieler und Akteure aus der zweiten Reihe an unterklassige Vereine ab. Ergänzt wird der Kader durch den französischen Stürmer Magaye Gueye, der aus Strasburg an die Mersey wechselte, und den portugiesischen Angreifer Joao Silva, der in der zweiten portugiesischen Liga bei Aves in 30 Spielen immerhin 14 Tore erzielte. Und der dritte Neuzugang ist wohl der prominenteste und hat keine Ablöse gekostet. Stürmer Jermaine Beckford kam vom Zweitliga-Aufsteiger Leeds United. Für alle, die jetzt einen Ausruf der Erinnerung beim Namen Beckford wahrnehmen. Das war der Spieler, der das Siegtor für Leeds im FA-Cup bei Manchester United schoss. Beeindrucke Bilanz bei Leeds United: 126 Spiele, 72 Tore. Und er ist erst 26 Jahre alt, kann also noch ein paar Jahre richtig gute Leistungen bringen. Everton hat ihm einen 4-Jahres-Vertrag angeboten. Auf diesen Spieler dürfen wir uns wirklich freuen.

Birmingham City (PL 2009/2010 9. Platz)
Wenn es die Blues wieder hinbekommen so heimstark und defensiv sicher aufzutreten wie in der vergangenen Saison, können sich die Fans wieder auf eine entspannte Saison freuen, wird man mit dem Abstieg dann doch eher wenig zu tun haben. Kein Team der Big Four konnte letzte Spielzeit im St. Andrews Park gewinnen. Dass sieht dann spielerisch nicht immer attraktiv aus, weil es primär auf die Defensive beschränkt ist, wenn man dann aber die Spieler hat, welche die wenigen Chancen in Tore ummünzen können und gute Konter fahren, ist das eine berechtigte und erfolgreiche Strategie. Größtes Plus für Birmingham City ist wieder mal ein Faktor, der in der ganzen Premier League ausreichend vorhanden ist: Geld. Der chinesische Besitzer Carson Yeung ermöglicht Transfers, die für andere Klubs vom Status Birmingham City nicht realisierbar sind. Und mit dem Chinesen im Hintergrund kann man gegebenenfalls im Winter nach einer eher schlechteren Hinserie jederzeit neue Spieler kaufen. Und man hat mal schnell schlappe 12 Millionen Pfund für Torhüter Ben Foster von Manchester United und für Stürmer Nikola Zigic, der vom FC Valencia kommt, zuletzt aber Racing Santander ausgeliehen war. Und nebenbei hat man noch einige auslaufende Verträge nicht verlängert und Abnehmer für Christian Benitez (zu Santos Laguna), Lee Carsley (Coventry City) und Frank Queudrue (zu Panionios Athen).

Blackburn Rovers (PL 2009/2010 10. Platz)
Die wenigsten wissen wohl, dass die Blackburn Rovers seit Einführung der Premier League einmal die Meisterschaft gewonnen hat. Davon hat man sich aber auch schnell verabschiedet. Mit Trainer Sam Allardyce hat man jetzt einen erfahrenen Trainer gefunden, der Blackburn zu einem soliden Mittelfeldteam geformt hat. Mehr zu den Blackburn Rovers in den beiden Vorschauserien des Guardian.

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Europa League Finale 2010, Atletico Madrid – FC Fulham 2:1 n.V.

Donnerstag, 13. Mai 2010 12:12

Wenn man unter anderem den Titelverteidiger Schachtar Donzek, Juventus Turin und den Hamburger SV auf dem Weg ins Finale besiegt, dann kann man durchaus als leichter Favorit in das erste Finale der Europa League gehen. Doch das ist für Fulhams Trainer Roy Hodgson, von der League Managers Association auf der Insel gerade zum Trainer des Jahres gewählt, gar nicht von oberster Priorität: “Es mir egal, ob wir als Favorit in ein solches Spiel gehen. Die viel wichtigere Frage ist, ob wir wirklich gewinnen wollen, ob wir uns so gut vorbereitet haben wie irgend möglich und ob wir alles geben – und die Antwort ist ein deutliches, deutliches Ja.” Roy’s boys go for glory, stehen ein Spiel vor dem größten Triumph der Vereingeschichte. Fulham, im Südwesten Londons gelegen, immer im Schatten der großen Stadtrivalen Arsenal, Chelsea und Tottenham, aber ausgestattet mit viel Tradition und Leidenschaft. An der Themse hat man nicht jeden neumodischen Kram mitgemacht und sich so viel Tradition bewahrt, dass man Fulham eigentlich mögen muss. Gestern Abend gehörte ihnen die große Fußballbühne. Gegner Atletico Madrid steht ebenfalls ein wenig überraschend im Finale der Europa League. Wer Galatasaray Istanbul, Sporting Lissabon, den FC Valencia und den FC Liverpool ausschaltet, kann man mit Fug und Recht behaupten, etwas Besonderes geleistet zu haben. Auch wenn dabei ein bisschen Glück dabei war. Häufig kam man über die Auswärtstorregel weiter, machte das Weiterkommen immer erst im Rückspiel klar, teilweise sogar in allerletzter Minute, wie im Rückspiel in Istanbul, als Diego Forlan eine Minute vor Schluss den Treffer zum Weiterkommen erzielt. Eine gehörige Portion Glück gepaart mit der Nevenstärke Spiele auch noch in den letzten Minuten zu entscheiden – das brachte Atletico ins Finale nach Hamburg.

Und Fulham überzeugte in nicht nur von der kämpferischen Seite, sondern spielte auch teilweise richtig schönen, effektiven und zielstrebigen Fußball. Nur zwei Teams im Wettbewerb haben weniger Schüsse auf das eigene Tor zugelassen als der FC Fulham. Die Mannschaft von Roy Hodgson hat fast jede fünfte Torchance zu einem Treffer genutzt, der fünftbeste Wert aller Clubs im Wettbewerb. Zudem hat Fulham mehr Schüsse als jedes andere Team geblockt und spielte die zweitmeisten Tackles (Zahlen der ITV-Analyse entnommen). Und die extrem starke Defensive wird im Besonderen von Diego Forlán gefordert werden. Zuletzt im Rückspiel in Liverpool hat der Uruguayer gezeigt, dass er nicht viele Chancen zum Torerfolg braucht und über 90 Minuten auch nicht oft am Ball sein muss. Es wird ganz interessant zu sehen sein, wie Fulham mit der starken Offensivreihe der Spanier umgeht. Man kann den Triumph beider Vereine gar nicht hoch genug einschätzen. Für Fulham ist es das erste Mal, das sie im Europapokal spielten. Insbesondere auch auch für Atletico Madrid, weil die Mannschaft von Quique Sanchez Flores nur eine durchschnittliche Saison in der Liga spielt. International wird man nächste Spielzeit nur bei einem Triumph in Hamburg spielen. Es ist paradox: Die Auswärtsstärke von Atletico, die sie in der Europa League so ausgezeichnet hat, gibt es in der Liga gar nicht. Nur zwei Siege in 19 Spielen stehen zu Buche.

Es war eine traumhafte Atmosphäre in Hamburg, das Stadion gut gefüllt, viele Fans waren aus Spanien und England an die Elbe gekommen. Atletico spielte mit der Erfolgself der letzten Wochen aus der Europa League. Also die volle Offensivkraft, mit Forlan und Aguero als Stürmer, flankiert von Simao und Reyes auf den Außenbahnen. Zwei defensive Sechser mit Raul García und Aussuncao sollen verhindern, dass Fulham schnelle Konter initiiieren kann. Auch Fulham ohne große Personalsorgen im 4-4-1-1, Duff und Zamora haben sich rechtzeitig fit gemeldet. Also wieder Zamora ganz vorne im Sturm, Gera dahinter ein wenig zurückhängend, Clint Dampsey als Reserve auf der Bank. Murphy und Davies für die kreativen Momente im Mittelfeld.

Nach der Eröffnungszeremonie ging es dann um 20:45 Uhr pünktlich los. Fulham mit Anstoß in den dunklen Trikots von links nach rechts in der ersten Hälfte, in der Atletico zu Beginn den Ballbesitz kontrollierte, ließ den Ball ganz gut durch die eigenen Reihen laufen. Die Nervösität war beiden Teams anzumerken, beide spielten nur zögerlich nach vorne, bloß nicht zu viel Risiko. Nach 11 Minuten das erste Highlight in diesem Spiel. Murphy verliert den Ball beim Spielaufbau im Mittelfeld, schneller Konter der Spanier, Aguero legt auf Forlan auf, dessen Schuss den Pfosten noch berühte. Atletico in den ersten Minuten mit mehr Ballbesitz, setzten Atletico früh unter Druck und provozierten diesen einen bedeutenden Fehler. Fulham war aber auch bemüht nach vorne zu spielen, zeigte einige gute Kombinationen im Mittelfeld, es fehlte aber der letzte finale Pass, der Gefahr für das Tor von De Gea bedeutete. Die besseren Möglichkeiten hatte Atletico, Schwarzer kann den Freistoß von Reyes nach einer guten Viertelstunde erst im Nachfassen festhalten. Nach 18 Minuten die erste Chance für Fulham zumindest etwas so wie Torgefahr anzudeuten, aber Gera’s Volleyabnahme ging doch deutlich über das Tor, zwei Minuten später rettete da Gea vor Davies. Atletico machte das sehr geschickt, gaben Fulham nur so viel Platz, dass sie nicht gefährlich nahe dem eigenen Tor kommen konnten und stand dann selbst defensiv sehr kompakt. Die Cottagers hatten Mühe den Abwehrriegel zu knacken, gleichzeitig spielte Atletico auch dank individueller Klasse von Aguero und Reyes sehr schnell nach vorne. Exzellente Raumaufteilung und Spielaufbau bei den Spaniern. Fulham wirkte häufig ein wenig ratlos, die Zuspiele in die Spitze waren viel zu ungenau, sodass Zamora sich kaum in Szene setzen konnte. Atletico ging nach 32 Minuten mit 1:0 in Führung, natürlich durch Forlan, und weil Fulham wieder zu weit von den Gegenspielern stand. Forlan steht letzlich am Ende einer Reihe von einem schönen Sprint von Reyes, der in die Mitte flankt, und einer Kopfballverlängerung von Aguero und Simao, Forlan sprintet in die Lücke zwischen den beiden Innenverteidigern und lässt Schwarzer keine Chance. Zwei Vorwürfe an Fulham: Wie gesagt zu weit weg von den Gegenspielern, aber auch nicht früh genug angegriffen und nicht auf einer Linie. Ein Schritt nach vorne und Forlan hätte im Abseits gestanden. Aber wie oft hat Fulham schon gezeigt, dass sie ein Rückstand überhaupt nicht schockt? Und es hat ganze fünf Minuten gedauert! Zamora verspielt zunächst eine gute Chance, der Ball geht wieder raus zu Gera, der den Ball butterweich in die Mitte gibt, die Kopfballverlängerung der Atletico-Abwehr geht genau auf den Fuß von Davies, der den Ball volley nimmt und flach ins Tor hämmert. Richtig viel Kontrolle brachte das nicht ins Spiel von Fulham, Madrid blieb das bessere Team, weil Fulham stets Schwierigkeiten hatte sich aus der eigenen Defensive zu befreien. Schwarzer verhinderte nach einem strammen Schuss von Forlan den Rückstand. Mit dem aus Fulham eher glücklichen 1:1 ging es in die Halbzeit.

Es gab keine Wechsel in der Halbzeitpause. Fulham kam viel besser aus der Kabine als in den ersten 45 Minuten, spielte aber weiterhin zu häufig durch die Mitte, wo Atletico kaum Platz zum Kombinieren zuließ. Nach 55 Minuten ging Bobby Zamora, der wenig brauchbare Zuspiele bekam. Und die, welche vielversprechend waren, verwertete er mangelhaft. US-Boy Clint Dampsey kam für ihn in die Partie. Die Cottagers blieben das bessere und torgefährlichere Team im zweiten Abschnitt. Nach einer Stunde kann Davies einen Abpraller in der Atletico-Abwehr nach der Flanke von Gera von links aufnehmen, aber de Gea kann fanstastisch halten. Duff zieht nach ein paar Minuten später nach schöner Einzelleistung knapp am Tor vorbei. Von Madrid kam gar nichts mehr, gefühlt ein Ballkontakt von Forlan nach 15 Minuten in der zweiten Hälfte. Insgesamt konnte die zweite Hälfte an die Spannung und Dynamik der ersten 45 Minuten nicht anknüpfen. Einzig ein Freistoß von Aguero eine Viertelstunde vor Schluss brachte etwas Beschäftigung für Schwarzer. Gegen Ende der regulären Spielzeit wurde Atletico wieder stärker, setzten die Fulha-Defensive wieder mehr unter Druck, aber wenn Hodgson den Cottagers etwas beigebracht hat, dann ist es gute Defensivwerk. Fulham konnte alle Flanken sicher abfangen, auch wenn die Kraft ein wenig verloren ging. Folgerichtig ging es dann in die Verlängerung, 1:1 stand es nach 90 Minuten. Couragierte zweite Hälfte vom FC Fulham, von Atletico kam gerade zu Beginn einfach zu wenig für die Offensive.

Verlängerung und Atletico Madrid. Da war doch was. Auch beim FC Liverpool schaffte man das Weiterkommen erst in der Verlängerung durch einen Treffer von Diego Forlan. Und Geschichte sollte sich wiederholen. Fulham kämpfte in der Verlängerung mit den Kräften, schaffte es aber immerhin zu verhindern, dass die Spanier zu wirklich ganz großen Torchancen kam. Auch Atletico merkte man in den letzten Minuten die Müdigkeit ein wenig an, im Gegensatz zu den Cottagers reichte es aber noch für halbwegs strukturiertes Bild. Die Erlösung für Atletico kam dann drei Minuten vor Schluss. Aguero setzt sich auf links gut durch, zieht Richtung Strafraum, präsziser Pass auf Forlan, der den Ball eigentlich nur wenig berüht, zudem springt der Ball noch an das Bein von Hangeland, aber es reicht, dass der Ball über die Torlinie geht. Atletico im sieben Himmel – und Hugh Grant und Lilly Allen sind auf der Tribüne den Tränen nahe.

Am Ende gewinnt Atletico verdient mit 2:1 und ist Sieger der Europa League 2009/2010. Mit Ausnahme der ersten 20 Minuten in der zweiten Hälfte waren die Spanier das klar bessere Team. Fulham schwanden am Ende auch die Kräfte. Trotzdem ist es natürlich extrem bitter, so kurz vor Schluss den Siegtreffer zu kassieren. Roy Hodgson nach dem Spiel: “Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Unsere Leistung heute Abend fasst sehr gut das zusammen, wofür wir stehen. Man kann nach einer Niederlage nie fröhlich sein, aber ich kann meine Mannschaft nicht kritisieren. Unglücklicherweise war das Schicksal gegen uns, wenn es um das Hochheben der Trophäe ging.”

Thema: Fußball | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #17, Stoke City – FC Fulham

Dienstag, 5. Januar 2010 20:20

[22h40] Endstand Stoke City – FC Fulham 3:2

Richtig spannendes Spiel, wenn auch gerade Mitte der ersten Hälfte und zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht immer hochklassig. Die erste Hälfte gehörte zu großen Teilen Stoke, Fulham wachte erst ab der 60. Minute wieder richtig auf. Das reichte aber nicht für den Sieg. Die Gastgeber verschaffen sich Luft im Abstiegskampf, Fulham bleibt im Mittelfeld der Tabelle.

Wenn Arsenal gegen Bolton morgen stattfindet, werde ich die Partie aller Voraussicht nach hier wieder live mitbloggen. Gute Nacht aus Düsseldorf.

[22h38] Auch Innenverteidiger Smalling jetzt mit vorne. Sein Schuss geht knapp am Tor vorbei und wird aber wieder abgefälscht. Stoke wirft sich mit Mann und Maus in die Angriffe von Fulham. Eine Minute noch zu überstehen.

[22h35] Damien Duff mit dem Schuss aus dem Hinterhalt, Eckball für Fulham. Mit vereinten Kräften schlagen die Potters den Ball über die Mittellinie.

[22h34] Fünf Minuten Nachspielzeit. Love you, Premier League.

[22h34] Wechsel Stoke City: Salif Diao für Liam Lawrecne

[22h29] 3:2, Clint Dampsey, 85. Minute

Eigentlich aus dem Nichts! Aus dem Nichts! Und jetzt haben wir hier fünf Minuten eine richtig spannende Schlussphase. Traumtor vom US-Boy, sechster Saisontreffer. Dampsey hämmert den Ball aus 25 Metern unter die Latte, hatte gesehen, dass Simonsen etwas zu weit vor seinem Tor stand. Aber wie gesagt: Aus dem Nichts!

Und plötzlich hat Fulham wieder zwei Schippen draufgelegt.

[22h26] Wechsel FC Fulham: Erik Nevland für Andy Johnson

[22h24] 10 Minuten noch zu absolvieren. Wenn Fulham hier noch irgendwas mitnehmen will, wird es jetzt langsam Zeit zu handeln.

[22h18] Gute Chance für Stoke den Sack zuzumachen. Fuller dringt von rechts in den Strafraum ein, Fulham wieder mit Sicherheitsabstand. Fuller zieht mit links aufs kurze Eck ab, Schuss wird noch abgefälscht und prallt vom Bein von Schwarzer zur Ecke. Im Moment kein Aufbümen von Fulham mehr, es scheint so, als finde Stoke die zweite Kraft nach der kurzen Verschnaufspause.

[22h14] Packendes Spiel jetzt wieder, nachdem die ersten 25 Minuten der zweiten Hälfte doch recht unspektakulär über die Bühne gingen. Fulham ist zwar einen Tick besser im Moment, mit mehr Zug nach vorne. Es fehlen aber weiterhin die großen und klaren Torchancen. Konchesky mit langem Ball auf Dampsey, doch schießt nach ansprechender Ballannahme deutlich über das Tor. Stoke lässt dieses Spiel nur noch über sich ergehen und sendet wahrscheinlich schon Stoßgebete aus bezüglich eines baldigen Schlusspfiffes. Aber solange Fulham keine klaren Chancen bekommt, bleibt das zwar ein wenig spannend und beunruhigend für die Potters-Fans, aber wirklich gefährlich für Simonsen im Tor nicht.

[22h11] Sky Sports meldet, dass Zamora sofort nach seiner verletzungsbedingten Auswechselung ins Krankenhaus für weitere Untersuchungen gebracht wurde. Keine schöne Nachrichten für Roy Hodgson, vor allem aufgrund des dichten Terminkalenders ab Februar.

[22h10] Wechsel Stoke City: Glen Whelan für Rory Delap

[22h05] 3:1, Damien Duff, 61. Minute

Ist das jetzt die große Aufholjagd? Mal abwarten. Stoke wird die Passivität der letzten Minuten jedenfalls erstmal bestraft. Duff mit seinem fünften Premier League Treffer in dieser Saison. Der Ire mit einem Schuss aus 20 Metern, von Showcross unhaltbar abgefälscht. Ich sag ja: Es kann erstmal nur ein abgefälschter Schuss sein.

Fulham mit zwei Drittel Ballbesitz in der zweiten Hälfte.

[22h03] Fulham bekommt jetzt immer mehr Zeit und Raum zu kombinieren, viel kommt dabei aber noch nicht heraus. Stoke zieht sich weit zurück, lässt Fulham machen – doch viel fällt denen nicht ein. Gefährliche Aktionen sind Zufallsprodukte Marke abgefälschter Schuss oder Ungenauigkeiten bei Stoke. Die Potters wollen das Spiel wohl schön nach Hause schaukeln. Und so wie Fulham sich bis jetzt präsentiert, dürfte das auch klappen.

[21h58] Wechsel FC Fulham: Clint Dampsey für Bobby Zamora

[21h57] Kaum kritisiert man Zamora einmal, packt er seinen unvergleichlichen Antritt aus, setzt sich klasse gegen Faye durch, der sich nur mit einem ziemlich üblen Foul wehren kann. Erste gelbe Karte in dieser Partie, knapp vor der Strafraumgrenze. Zamora fällt nach dem Foul auch noch unglücklich und kann nicht weitermachen. Es passt zu diesem Abend. Zamora fällt ganz blöde auf die rechte Schulter.

Duff mit gutem Freistoß, aber dann doch ein Meter über das Tor.

[21h56] Eine Statistik führt Fulham an, die Eckenbilanz. Eben die siebte Ecke für die Cottagers. Ungefährlich wie die sechs anderen davor.

[21h54] Bobby Zamora spielt übrigens auch mit, war glaube ich eben zum zweiten Mal am Ball.

[21h50] Beginn 2. Halbzeit

[21h34] Halbzeit Stoke City – FC Fulham 3:0

Ein Abend wie gemalt bisher für Stoke City. Man ist bei weitem nicht gut in diese Partie bekommen, Fulham war in den ersten 15 Minuten das technisch und spielerisch bessere Team. Stoke profitierte von der Führung mit der ersten Torchance. Danach ließ man Fulham kommen. Und als die Cottagers offenbarten, dass sie nicht so richtig wollen und können, schlug Stoke zum zweiten Mal an diesem Winterabend eiskalt zu. Und danach war nur noch Stoke. Könnte durchaus 4:0 oder 5:0 stehen. Fulham zerfiel vor allem in der Defensive in alle Einzelteile, keine Abstimmung untereinander und viel zu weit vom Gegenspieler weg. Eigentlich eine klare Sache zur Halbzeit. Mal sehen, ob Stoke das so selbtbewusst über die Zeit bringt.

[21h31] Drei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte, für jedes Tor eine, so wie es sich gehört. Und Fulham verhindert dreimal nach einer Ecke das 0:4. Erst wird auf der Linie geklärt, dann hält Schwarzer den Nachschuss glänzend und zu guter letzt wird sich energisch in einen weiteren Schuss geschmissen. 4:0 wäre aber auch zwei Tore zu hoch gewesen. Perfekte Chancenauswertung.

Und Stoke macht auch in der dritten Minute noch Druck. Sidibe und Fuller in Koproduktion, letzlich ist noch ein Bein dazwischen, das zur Ecke klären kann. Die Cottagers völlig von der Rolle in der Defensive. Und mich würde es wundern, wenn Hangeland noch die zweiten 45 Minuten sieht.

[21h27] Wechsel Stoke City: Ricardo Fuller für Tuncay

[21h22] 3:0, Sidibe, 37. Minute

Meine Güte, Stoke spielt sich in einen kleinen Rausch. Vom Ergebnis zumindest eine der besten Saisonleistungen. Und wieder steht Fulham aufmerksam daneben. Hatten nach dem 0:2 schnell versucht den Anschluss zu schaffen, aber nach vorne geht da gar nichts mehr. Stoke startet den nächsten Angriff mit einem langen Ball. Hangeland mit einem ganz rabenschwarzen Abend. Sidibe hat viel zu viel Platz und kann nach Zuspiel von Delap den Ball per Seitfaltzieher ins Tor pfeffern. Schwarzer wieder ohne Chance. Unfassbar, wie Fulham sich nach den guten ersten 15 Minuten hier die Butter vom Brot hat nehmen lassen.

[21h19] 2:0, Abdoulaye Faye , 34. Minute

Das ist ja fast schon unverschämt von Stoke. Zweite gute Chance und das zweite Tor. Britannia steht Kopf. Insgesamt schlecht verteidigt und nicht gut aufgepasst von Fulham. Scharf reingetretener Freistoß von Etherington, in der Mitte hält Faye den Schuh hin. Steht völlig blank zwischen zwei Fulham-Spielern. Keine Chance für Schwarzer.

Läuft natürlich optimal für Stoke.

[21h16] Halbe Stunde gespielt in einer doch recht ansehnlichen Partie. Mit Ausnahme von ein paar Aktionen von Fulham zwar nicht der große spielerische Glanz, dafür aber viel Einsatz, Kampf und gerade bei Stoke extreme Leidenschaft. Lässt sich gut ansehen.

Stoke hat es in den letzten fünf Minuten wieder besser verstanden, Fulham vom eigenen Tor fernzuhalten. Die ganz großen Chancen hatte Fulham sowieso nicht, aber auch der Druck auf die Abwehr der Potters hat nachgelassen. Nach vorne geht noch nicht wirklich viel. Fulham hat es verpasst das Übergewicht und den häufigeren Ballbesitz in den ersten 20 Minuten in klare Torchancen umzumünzen. Jetzt spielt sich viel im Mittelfeld ab, wo Stoke kompakt steht, nah am Mann ist und somit das Aufbauspiel von Fulham extrem schnell unterbindet.

Viel passiert deshalb im Mittelfeld. Trotzdem interessant anzuschauen.

[21h07] Fulham weiter spielbestimmend, langsam häufen sich auch die Chancen, wenngleich die ganz gefährliche Aktion noch nicht dabei ist. Bei Stoke häufen sich die Fehler. Seit der Führung in der 12. Minute ist man nur mit Defensivaufgaben beschäftigt.

[21h02] Fantastische Atmosphäre übrigens im Britannia – und Stoke legt sich kämpferisch richtig ins Zeug. Fulham aber weiterhin mit den gefährlicheren Aktionen. Andy Johnson kommt ganz knapp nicht an einen Kopfball, weil Simonsen gut aufpasst. Stoke kann dann den Schuss von Murphy blocken.

[20h58] 1:0, Tuncay, 12. Minute

Da hat jemand seinen Einsatz in der Startelf schon einmal gerechtfertigt. Stoke macht das 1:0 in der 12. Minute. Für einen Moment sind die Stürmerprobleme vergessen. Scharf reingezogene Ecke von links, Huth verlängert mustergültig, Tuncay muss am langen Pfosten nur noch Einnicken. Stoke macht die Führung, als Fulham sukzessive das Spiel in die Hälfte der Potters verlagerten.

[20h56] Erste gute Chance für Fulham in dieser Partie nach 10 Minuten. Freistoß von Danny Murphy aus 20 Metern zentrale Position. Ball geht durch die Mauer – aber eben auch ganz knapp am Tor vorbei. Die Cottagers kommen besser ins Spiel, mehr Qualität beim Kombinieren und im Spielaufbau. Stoke zieht sich erstmal weit zurück und setzt den ein oder anderen Nadelstich durch frühes Angreifen. Von Zeit zu Zeit.

[20h50] Der ganz besondere Freund von Arsene Wenger, Rory Delap, mit dem ersten noch nicht gefährlichen Einwurf. Zuvor wurde der Ball 15 Sekunden mit einem Handtuch schön trocken gerubbelt.

[20h48] Ball zum ersten mal im Tor. Stoke kombiniert sich wunderbar durch die kompakte Defensive von Fulham, aber Etherington steht nach feinem Zuspiel von Sidibe dann auf links doch recht deutlich im Abseits, von daher richtig auf keinen Treffer entschieden. Aber so könnte es für die Potters gehen. Wenn es ein kleine Schwachstelle gibt bei Fulham, dann die rechte Abwehrseite mit Kelly.

[20h46] Beginn 1. Halbzeit

Fulham in den dunklen Trikots von links nach rechts, Stoke traditionell in rot-weiß.

[20h43] Trotz Schneefall und viel Wind findet die Partie statt. Platz ist wunderbar freigeräumt und erstrahlt im winterlichen Grün. Kann also gleich losgehen.

[20h41] Schiedsrichter der Partie ist Mark Clattenburg.

[20h39] Die Aufstellungen im Britannia Stadium

Stoke City: Simonsen – Huth, Abdoulaye Faye, Shawcross, Higginbotham – Lawrence, Delap, Whitehead, Etherington – Tuncay, Sidibe

FC Fulham: Schwarzer – Kelly, Hangeland, Hughes, Konchesky – Baird, Gera, Murphy, Duff – Johnson, Zamora

Fulham hatte am Wochenende im FA-Cup einige Stammspieler geschont, in der Premier League laufen jetzt wieder die etablierten Kräfte auf. Damien Duff bekommt wieder seine Chance im offensiven Mittelfeld. Stoke tauscht im Vergleich zum Erfolg im FA-Cup gegen York seine Sturmreihe aus. Beatie und Fuller auf die Bank, Chance für Tuncay und Sidibe. Zudem spielt wieder das etablierte Innenverteidigerduo Faye und Shawcross.

[20h34] Laut Wetterbericht soll es auch noch einige Stunden in Stoke schneien, der Schneefall soll aber schon demnächst schwächer werden.

[20h31] Und zu allem Überfluss fehlt den Potters heute Abend auch noch ihr Stammtorwart. Thomas Sorensen wurde nicht rechtzeitig fit und musste nach dem Aufwärmen passen. Steve Simonsen ersetzt den Dänen im Tor bei Stoke.

[20h29] Versucht man die eher schwierige Situation bei Stoke City zu erklären, fällt der erste Blick sofort auf den Angriff. Nur 15 Tore in 19 Spielen, der schwächste Wert in der Premier League. Mittelfeldspieler Mathew Etherington hat mit vier Toren mehr Treffer als die etatmäßigen Stürmer Beatie, Tuncay und Fuller. Da nützt dann auch der gute Saisonstart mit der positiven Heimbilanz nichts mehr. Die letzten drei Spiele gingen verloren – und natürlich wurde kein Tor geschossen. Da schaut man neidisch zum Gegner, wo Bobby Zamora eine seiner besten Saisons spielt und bereits bei 11 Pflichtspieltoren steht.

[20h24] Vor allem für die Gastgeber aus Stoke eine wichtige Partie, steht man doch nur drei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Ein Sieg würde die Situation also erheblich verbessern. Fulham kann die Sache doch schon etwas gelassener angehen. Man steht im gesicherten Mittelfeld, zu groß aber der Punktabstand nach vorne. Trotzdem wird man aber sicherlich gerne jeden weiteren Punkt mitnehmen.

[20h21] Es wird doch noch gespielt heute Abend auf der Insel. Nachdem wegen kräftiger Schneefälle (im Südosten von England werden über 40 Zentimeter Schnee erwartet) bereits beide Halbfinals im Carling Cup abgesagt wurden, stand auch das Nachholspiel der Premier League vom 17. Spieltag zwischen Stoke und Fulham auf der Kippe. Aber es scheint angestoßen zu werden – trotz heftiger Schneefälle im Britannia Stadium. Mal sehen, was für ein Spiel wir sehen werden. Freue mich auf einen interessanten Abend. Hereinspaziert.

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Premier League 2009/2010 #9, FC Fulham – Hull City 2:0

Montag, 19. Oktober 2009 22:54

Die Tage werden langsam kürzer. Für die Premier League Fans heißt das wieder mehr Monday Night Games unter Flutlicht. Den Anfang machte heute Abend die Partie zwischen dem FC Fulham und Hull City im gemütlichen Cravan Cottage im Südwesten Londons. Für den FC Fulham ein ganz besonderes Spiel, wurde der Verein doch vor genau 130 Jahren gegründet. Für die Fans gab es ein spezielles Geschenk, ein T-Shirt, wo unter dem Logo des Vereins der Schriftzug 130 years zu finden war. So richtig schön und abgerundet würde der Geburtstag aber nur durch einen Heimsieg werden.

Fulham gegen Hull ist am neunten Spieltag der Premier League Saison 2009/2010 ein Duell im Tabellenkeller. Beide haben sieben Punkte, getrennt nur durch zwei Plätze. Während Hull aufgrund eines fürchterlichen Torverhältnisses den ersten Abstiegsplatz belegt, liegt Fulham auf dem 16. Tabellenrang und hat noch ein Spiel weniger absolviert. Trotzdem für beide Teams ein ganz wichtiges Spiel, zumal Wigan, Wolverhampton und die Blackburn Rovers am Wochenende alle gepunktet hatten. Die Cottagers mussten auf den gesperrten Kagisho Diakagcoi verzichten, zudem wurde Simon Davies nach seiner Knöchelverletzung nicht rechtzeitig fit. Dafür kehrte Damien Duff zurück in die Startelf. Zamoara und Kamara bildeten das Sturmduo bei den Gastgebern. Besonderer Abend auch für Jimmy Bullard. Fast ein Jahr Pause Verletzung, jetzt wieder fit und zumindest auf der Bank. Zum ersten Mal – und dann gleich gegen seinen Ex-Klub Fulham, wo er drei Jahre lang unter Vertrag stand. Die meiste Zeit zwar wieder verletzt, aber trotzdem ein Publikumsliebling im Cravan Cottage. Bullard immerhin auf der Bank, Anthony Gardner wurde bei den Tigers nicht rechtzeitig fit. So vertraute Hull-Coach Phil Brown auf das wenig erfolgreiche Team der letzten Wochen, also wieder mit Hunt und Jan Venegoor of Hesselink für die Power im Sturm und Geovanni als kreativer Akteur dahinter. Auch die zuletzt wackelige Innenverteidigung mit Sonko und Kilbane bekam eine weitere Chance sich zu beweisen.

Für Fulham ist es bereits das 15. Pflichtspiel in dieser Saison, Donnerstag kommt der AS Rom nach London und Sonntag geht es weiter in der Liga. Aber zunächst einmal volle Konzentration auf die 90 Minuten. Mit einem Sieg würde Hull den 50. Sieg in der Ära Phil Brown feiern. Also irgendeiner wird heute Abend schon feiern, oder? Grandiose Stimmung im Cravan Cottage, klingt halt klasse, wenn die Klänge von Insomnia durch das Stadion schwirren. Hull City spielte wieder in den hässlichen hellblauen Auswärtstrikots, die so gar nichts von der Schönheit und Agressivität der gelb-schwarzen Leibchen haben. Die Tigers verlieren an Stahlkraft.

Es war eine schwache erste Viertelstunde. Und jedem wäre es verziehen, wenn er den Fernseher dann ausgeschaltet hätte. Fulham optisch zwar ein wenig überlegen, aber beide Teams mit etlichen leichten Fehlern, Ungenauigkeiten und fehlenden Absprachen. Ganz schwaches Spiel, das die Zuschauer bei knapp 10 Grad sehen mussten. Für Hull mit der schlechtesten Defensive der Liga immerhin ein kleiner Achtungserfolg. Aber insbesondere von Fulham kam zu wenig Zählbares und Gefährliches vor das Tor von Myhill. Die erste Chance erst nach 24 Minuten, aber was für eine, als Bobby Zamora sich wunderbar löst eine exzellente Hereingabe von links von Kamara aus kurzer Distanz knapp über das Tor schießt. Mehr war dann aber auch nicht. Zehn Minuten bis zur nächsten Chance, als Duff aufs kurze Eck zielt, aber Myhill glänzend reagiert. Fulham war wenigstens bemüht ein bisschen dieses Spiel zu beheben, von Hull City kam gar nichts. Fulham hätte viel mehr aus dieser Partie gegen schwache Tigers holen können, spielten aber häufig zu umständlich durch die Mitte. Fulham belohnte sich dann zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Hull wieder zu passiv und nur aufs Spiel zerstören beschränkt, reagiert nicht schnell genug, als Myhill einen Fernschuss von Duff nur abklatschen kann und Zamora aus leicht abseitsverdächtiger Position den Ball per Kopf über die Linie drückte. Insgesamt dank der leichten Leistungssteigerung und dem größeren Bemühen von Fulham eine verdiente Führung für die Gastgeber zur Halbzeit.

Und wer gedacht hatte, dass Hull City nach der Halbzeit, vielleicht bedingt durch eine zünftige Pausenansprache von Phil Brown, mehr an diesem Spiel teilnahm, sah sich getäuscht. Fulham behielt weiter die Kontrolle über dieses Spiel, ohne aber wirklich gefährlich zu sein und Torchancen am Fließband zu produzieren. “Das ist einfach schlecht”, sagte Sky-Kommentator Marco Hagemann. Hull City hatte nach 55 Minuten den ersten Eckball. Jimmy Bullard kam dann nach knapp einer Stunde und sollte die Offensive von Hull verstärken. Ein paar Pfiffe von den Rängen, aber sonst auch viel Beifall. Phil Brown spielte schon fast seine letzte Trumpfkarte. Hull wurde ein wenig stärker, erspielte sich auch ein paar Eckbälle, aber klare Torchancen blieben Mangelware. Aber Fulham machte das zweite Tor in der 64. Minute. Und die beiden Stürmer wieder in Koproduktion. Langer Ball auf Zamora, Hull spielt auf Abseits und wird bestraft. Zamora legt butterweich in die Mitte, wo Kamara nur noch einschieben braucht. Gerade als Hull etwas zulegte, gab es den Todesstoß von den Cottagers. Fulham tat nach der komfortablen Führung mehr nur als nötig, war dem 3:0 aber immer noch näher als Hull dem 1:2. 10 Torschüsse standen einem einzigen Torversuch von Hull gegenüber. Kamara hatte nach schöner Einzelleistung die Chance auf sein zweites Tor, spielt die gesamte Abwehr schwindelig, verzieht dann aber knapp.

Am Ende blieb es beim mehr als verdienten 2:0 für Fulham. Genau das richtige Ergebnis für den 130. Geburtstag der Cottagers. Hull enttäuschte auf ganzer Linie, insbesondere offensiv. Venegoor of Hesselink ohne Bindung zum Spiel, Geovanni weit entfernt von seiner Form der letzten Saison. Hull bleibt auf dem 18. Tabellenplatz und steht jetzt nach neun Spielen bei 22 Gegentoren. Da kann man auch nicht bis Januar warten. Mit der Ausnahme von fünf Minuten in der zweiten Halbzeit spielte Hull wie ein Absteiger. Fulham klettert durch den Sieg ins Mittelfeld der Tabelle und hat endlich auch mal wieder zu null gespielt. Man darf das T-Shirt morgen im Büro tragen.

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Premier League Saison 2009/2010: Saisonvorschau – Kampf um die internationalen Plätze

Dienstag, 11. August 2009 22:33

Neben den ersten sechs ausführlicheren Vorschauserien soll es nun noch einen kurzen Überblick über die restlichen Teams geben, jeweils eingeteilt von mir in Gruppen, meist nach dem Tabellenstand, den ich für die Teams erwarte. Basierend auf den Leistungen der Vorsaison und den Entwicklungen in der Sommerpause. Sprechen wir über den Einzug in die Europa League, also im Optimalfall die Plätze fünf, sechs und sieben, kommen dafür neben Manchester City, welches ich gestern schon näher vorgestellt hatte, insgesamt noch fünf Teams in Frage: der FC Everton, Aston Villa, Tottenham Hotspur, der FC Fulham und West Ham United.

Es ist natürlich schwierig jetzt diese Teams prognosemäßig in eine Reihenfolge einzuordnen bezüglich ihres Tabellenplatzes. Das kann ich nicht, weil es aus meiner Sicht völlig willkürlich wäre. Ich sehe im Moment keine große Anzahl von Argumenten, warum Everton hinter Tottenham landen sollte. Vielmehr haben diese fünf Teams alle das Potential um die Plätze 5 bis 7 mitzukämpfen.

Großer Vorteil des FC Everton: Das Team ist nahezu identisch mit dem der Vorsaison. Das ist für einen Teilnehmer der Europa League auch in der Premier League keine Seltenheit mehr. Aber Trainer David Moyes hat sich gegen alle Abwerbungsversuche seiner Spieler gesperrt. Die letzte Hürde muss er in der Tat allerdings noch nehmen. Manchester City buhlt weiterhin intensiv um die Defensivstütze Joleon Lescott. Sollte Lescott wirklich noch zu Manchester City wechseln, würde den Toffees eine ganz wichtige Position in der Defensive fehlen – und die Philosophie von Trainer Moyes wäre für den Papierkorb. Zu wünschen wäre dem FC Everton weniger Verletzte als vergangene Saison, als man insbesondere in der Hinserie teilweise ohne kompletten Sturm auskommen musste und Tim Cahill sich als einzige Spitze versuchen durfte. Auch diese Zeiten sollen im Goodison Park vorbei sein. Man hat sich im Sommer nur punktuell verstärkt. Jo wurde von Manchester City ausgeliehen, im Gegenzug gab man Lars Jacobsen an die Blackburn Rovers ab. Und so könnte am Samstag im Heimspiel gegen den FC Everton fast dieselbe Mannschaft aufspielen wie am ersten Spieltag der vergangenen Saison. Und Kontinuität scheint sich auszuzahlen. Im Tor ist Tim Howard weiter gesetzt, die Viererkette bestünde aus Joseph Yobo, Juleon Lescott, Phil Jagielka und Leighton Baines. Im Mittelfeld dann als eher defensive Absicherung Leon Osman und Phil Neville, als kreative Abteilung Tim Cahill, Mikel Arteta und Marouane Fellani. Einzige Spitze könnte Louis Saha sein. Vor der Premier League Saison 2009/2010 spricht wenig dagegen, dass der FC Everton die gute Vorsaison wiederholen kann.

Dass Aston Villa hingegen an die großartige Vorsaison, wo man teilweise unter den ersten drei Mannschaften in der Tabelle spielte, anknüpfen kann, wird von vielen Experten eher bezweifelt. Insbesondere der Abgang von Gareth Barry zu Manchester City ist schon eine erhebliche Schwächung, auch wenn der englische Nationalspieler letzte Saison nicht immer auf Top-Niveau spielte. Ob die Neuzugänge – unter anderem das große englische Talent Fabian Delph, gekommen vom Viertligisten Leeds United, und Stewart Downing von Absteiger FC Middlesbrough – diese Lücke schon füllen können und Aston Villa auf dem Niveau der Vorsaison halten, bezweifele ich. Zumal gerade auch die Endphase der vergangenen Spielzeit gezeigt hat, dass Villa über eine gesamte Saison sich immer wieder Schwächephasen nimmt, die zum Beispiel beim FC Everton sehr viel weniger auftreten. Villa hat letzte Saison ein wenig über seinen Möglichkeiten gespielt. Trotzdem ist sicherlich festzustellen, dass Villa immer noch den Kader hat um unter die ersten Fünf zu kommen, insbesondere in der Offensive ist man mit Ashley Young, John Carew, Gabriel Agbonlahor und Emile Heskey exzellent besetzt. Ein paar mehr Sorgen muss sich Trainer Martin O’Neill da schon um seine Abwehr machen, die mit dem Ende der Karriere von Martin Laursen eine wichtige Stütze verliert.

Ein bisschen wie der FC Everton und Aston Villa möchte man auch an der White Hart Lane bei den Tottenham Hotspur. Insbesondere das Theater der vergangenen Saison mit dem miserablen Saisonstart und der Posse um Juande Ramos soll vergessen gemacht werden. Mit Harry Redknapp ist jetzt ein wenig Kontinuität in den Verein gekommen. Und es ist deutlich sichtbar, dass Redknapp dem Team und Vereinsumfeld seinen Stempel auftragen möchte. Mit Sebastien Bessong von Newcastle United und Peter Crouch vom ehemaligen Redknapp-Klub FC Portsmouth sind zwei Wunschspieler in den Nordosten Londons gekommen. Im Gegenzug haben bisher 16 Spieler den Verein verlassen, die Bekanntesten sind Didier Zocora, welcher zum FC Sevilla wechselte, und Darran Bent für 10 Millionen Pfund zum FC Sunderland, inklusive 140 Zeichen auf seiner Twitter-Page. Der Kader wurde also schlanker gemacht, Harry Redknapp möchte mit mit maximal 24 Spielern zusammenarbeiten. Große Stärke der Spurs könnte ihre Ausgeglichenheit sein. Kein Mannschaftsteil ist wirklich schlecht besetzt, die großen Stars fehlen aber, mal den Sturm ausgenommen. Aber das ist genau das, was Harry Redknapp so schätzt. Spielerische Eingespieltheit wird sehr viel höher bewertet als die großen Starallüren auf dem Platz. Robbie Keane kann ein Lied davon singen.

Viele werden sich fragen, warum ich auch den FC Fulham mit in die Liste aufgenommen habe. Und so ganz weiß ich es im Moment auch nicht mehr, vielleicht auch, weil ich den Verein sehr sympathisch finde. Eigentlich immer ein Abstiegskandidat gewesen, konnte Roy Hodgson die Cottagers vergangene Saison mit einer der besten Heimbilanzen (und dafür einer eher mäßigen Auswärtsperformance) in die Europa League führen. Ich weiß, jetzt kommen wieder die kritischen Stimmen, die meinen, dass man so eine Leistung erstmal wiederholen muss. Das weiß ich sehr wohl, aber warum sollte es der FC Fulham nicht noch einmal schaffen am Ende den siebten Platz zu belegen. Finanziell ist der Klub – auch im Vergleich zu Villa, Everton und Tottenham – ein richtig kleiner Zwerg. Es ist wenig Geld da, die Einnahmen aus den Ticketverkäufen ist aufgrund des kleinen Stadions sehr viel geringer. Kein Wunder also, dass die Transfertätigkeiten des FC Fulham immer völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Lediglich vier Transferaktivitäten verzeichnet man im Südwesten Londons. Dabei hat man sich aber gar nicht so unklug verstärkt. Verteidiger Stephen Kelly, 25 Jahre jung, kam von Birmingham City, Björn Helge Riise, 26 Jahre jung und Bruder vom ehemaligen Liverpool-Spieler John Arne Riise, wechselte aus Lillestrom nach London. Beide passen ideal in das Anforderungsniveau und die Philosophie von Trainer Hodgson hinein. Interessant und spannend wird zu sehen sein, wie gut Fulham die Doppelbelastung aus Premier League und Europa League verkraften wird.

Und kein Artikel über die Premier League, wo man nicht auf das große, nicht mehr vorhandene Geld stößt und die Finanzkrise fast schon existenzgefährdende Spuren hinterlassen hat, nämlich beim Klub aus dem Osten Londons, West Ham United. Deren Besitzer, der isländische Bankier Björgulfur Guomundsson, hat durch die Wirtschafts- und Finanzkrise nahezu sein komplettes Vermögen verloren. Mittlerweile ist West Ham im Besitz der isländischen CB Holding, an der zu 70 Prozent die Straumur-Burdaras-Bank und zu 30% die beiden Banken Byr und MP beteiligt sind. Alle kommen aus Island, und alle können sich mit den Gläubigern nicht darauf einigen, wem was gehört und zusteht. Die Straumur-Bank ist mittlerweile pleite und verstaatlicht worden. West Hams Zukunft ist in größerer Gefahr denn je. Eine Einigung bis zum Jahresende scheint unwahrscheinlich. Geld für große Verpflichtungen ist also nicht da, dennoch hält es sich, was den Verkauf von Spielern angeht, noch im Rahmen. Aber die große Welle von Verkäufen der Stammspieler kann auch erst noch beginnen. Lucas Neill ist der erste auf der Liste, der sich schon Gedanken um seine Zukunft macht – außerhalb von West Ham. Bisher wurden lediglich Diego Tristan, Lee Bowyer und Freddie Sears abgegeben. West Ham hat nicht um sonst den kleinsten Kader in der Premier League, derzeit gerade einmal 18 Spieler. Da müssen viele Faktoren zusammenspielen, dass es für West Ham wieder unter die ersten Sieben reicht. Von allen hier fünf genannten Teams sehe ich die Hammers mit den geringsten Chancen. Trotzdem sollte man vor allem auf den exzellenten Torwart Robert Green achten. Und ich würde mir sehr wünschen, wenn Kieron Dyer endlich mal wieder mehr als zwei Spiele pro Saison absolviert.

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Premier League 2008/2009 Preview Manchester United – FC Fulham

Dienstag, 17. Februar 2009 22:40

Eigentlich braucht man über das Nachholspiel des dritten Spieltages in der Premier League zwischen Manchester United und dem FC Fulham gar nicht so viele Worte verlieren. Da kommt das Team ins Old Trafford, das diese Saison noch keinen Auswärtssieg eingefahren hat, da findet die Partie statt, die in den letzten acht Aufeinandertreffen nur den Sieger Manchester United kannte, und Fulham reist zu dem Team, das die letzten neun Pflichtspiele alle gewonnen hat. Alles als ein Sieg von Manchester United wäre eine mittelschwere Sensation.

Und selbst wenn man im Cravan Cottage spielen würde – Fulham ist dagegen zuhause eine Macht, das ist auch der Grund, warum sie im Mittelfeld der Tabelle stehen- könnte man immer noch sehr zuversichtlich auf Manchester United setzen. Die Red Devils schweben derzeit auf einem Formhoch wie schon lange nicht mehr. Vorne erzielt man regelmäßig ein, zwei Tore – und hinten scheint das Tor zumindest in der Premier League wie vernagelt. Im FA-Cup musste man bei Derby County erstmals seit langer Zeit wieder ein Gegentor schlucken. Würde Man Utd morgen Abend zu null spielen, wäre man in der Premier League seit 1302 Minuten ohne Gegentreffer. Ein weiteres Spiel braucht es noch für den europäischen Rekord. Wenn sich Fulham also nachhaltig empfehlen will für den Spielverderber des Abends, stellt man sich 90 Minuten hinten rein und versucht ein Tor zu schießen um dann am Ende 1:3 zu verlieren. So in etwa könnte der Abend aussehen.

Können wir denn wenigstens etwas Spannung für dieses Spiel erzeugen? Wenn man ehrlich ist, eigentlich nicht. Und ich müsste mich schon an Heimspiele von Manchester United gegen Middlesbrough oder Sunderland im Dezember erinnern um Manchester United auch nur irgendeine Formschwäche andichten zu wollen. Trotzdem kann die Partie durchaus interessant werden, was davon abhängt, wieviel Leidenschaft und Mut Fulham in die Waagschale wirft. Zumal auch nicht so viel zu verlieren hat. Drei Punkte im Old Trafford hat Roy Hodgson sicherlich nicht im Plan mit einberechnet, da zählen eher die nächsten drei Heimspiele gegen West Brom, Hull und Blackburn. Wenn man dort sieben Punkte holt, spielt man auch nächste Saison in der Premier League. Ein Punktgewinn am Mittwochabend im Old Trafford würde zumindest den Druck siegen zu müssen für diese Spiele etwas nehmen. Für Manchester United geht es einfach nur darum die Tabellenführung auszubauen. Mit einem Sieg würde man den Vorsprung auf fünf Punkte gegenüber Liverpool auf Platz 2 ausbauen und nochmal ein Ausrufezeichen im Meisterschaftskampf setzen. Und fast zwei Wochen ist die Tabelle dann auch bereinigt von Nachholspielen, ehe die Red Devils wegen des Carling Cup Finales gegen Tottenham mit dem Ligabetrieb wieder aussetzen müssen.

Zumindest auf einen Spieler kann man Mittwochabend mal etwas genauer beobachten. Der Franzose Olivier Dacourt, ausgeliehen von Inter Mailand bis zum Ende der Saison, bestreitet für den FC Fulham sein zweites Spiel in der Premier League. Gegen Wigan wurde er zur zweiten Halbzeit eingewechselt und machte ein gutes Spiel. Und für genau solche Spiele hat man sich die Erfahrung eines Dacourt geholt, mal sehen, wir sehr er seiner Mannschaft die auf dem Platz weitergeben kann.Manchester United wird wie auch schon in den letzten Wochen auf seine beste Mannschaft zurückgreifen können, Wayne Rooney sitzt nach seiner Verletzung wieder auf der Bank. Bei Fulham sind zwei Leistungsträger fraglich. Bei Verteidiger Paul Konchesky und Stürmer Andy Johnson wird kurzfristig entschieden, ob sie spielen können.

PREMIERE überträgt das Nachholspiel am Mittwochabend live um 20:55 Uhr.

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Das Saisonfinale in der Premier League 2007/2008

Sonntag, 11. Mai 2008 10:31

So langsam erhöht sich der Puls auf der Insel. Der letzte Spieltag in der Premier League steht am Nachmittag auf dem Programm. Drei Fragen werden gegen 18h00 beantwortet werden: Wer ist neuer englischer Meister, wer schnappt sich den fünften Platz und wer steigt ab? Und man möge meinen, in England ist der Fokus ganz klar auf der Meisterschaft, aber das täuscht, denn auch der Abstiegskampf bekommt in den Fernseh- und Radiosendungen viel Berichterstattung. “It is the most exciting league in the world. We are all looking forward to a nail-biting Sunday for the fans”, sagte Sir Alex Ferguson diese Woche. Dann auf ein neues Kapitel. Alles hier live-gebloggt ab 15h00, die Spiele starten um 16h00.

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2 aus 3 – Der FC Fulham, Birmingham City und der FC Reading vor dem Finale gegen den Abstieg

Freitag, 9. Mai 2008 23:47

Neben den Entscheidungen über die Meisterschaft und den Kampf für den fünften Platz – die beiden Vorschauen gibt es im Laufe des Samstags – ist es vor allem das Finale gegen den Abstieg, das die Massen am Sonntag auf der Insel elektrisiert. Derby County ist ja bereits seit mehreren Wochen abgestiegen, nun machen Fulham, Birmingham und Reading aus der einfachen Losung “2 aus 3″ ein hoffentlich spannendes und dramatisches Finale für den Klassenerhalt in der Premier League. Fulham sah vor drei Wochen noch wie ein sicherer Abstiegskandidat aus, hat jetzt aber die besten Chancen aller drei Teams auch in der kommenden Saison in der höchsten englischen Spielklasse zu spielen. Aber schauen wir genauer auf die einzelnen Partien.

FC Portsmouth – FC Fulham

Die Ausgangslage: Fulham liegt mit 33 Punkten gleichauf mit dem FC Reading, hat aber das um 6 Tore bessere Torverhältnis gegenüber Reading. Fulham liegt einen Punkt vor Birmingham City.

Die Zahlen zum Spiel:

  • Nur einmal stand der FC Fulham 2008 nicht auf einem Abstiegsplatz, genau am lezten Spieltag, der uns bevorsteht.
  • Der FC Portsmouth hat von der Punktzahl die beste Saison seit über 50 Jahren gespielt.
  • Portsmouth hat die letzten 5 Spiele gegen Fulham nicht verloren
  • Überhaupt gab es noch keinen Sieg des FC Fulham gegen Portsmouth in der Premier League überhaupt
  • Portsmouth hat sieben der letzten acht Heimspiele nicht verloren
  • Fulham könnte mit einem Sieg zum ersten Mal seit April 2006 drei Spiele in Serie wieder gewinnen
  • Der FC Fulham hat diese Saison nur zweimal auswärts gewonnen, das waren die letzten beiden Auswärtsspiele gegen Reading und Manchester City.
  • Fulham hat 70% seiner Gegentore in der zweiten Halbzeit kassiert.

Im Prinzip sprechen die Zahlen nicht besonders für den FC Fulham, zumal man auswärts antreten muss. Aber die Zahlen und die spielerische Form haben auch in den letzten beiden Wochen nicht für die Cottagers gesprochen, aber man konnte überlebenswichtige Siege einfahren, zwar nicht spielerisch schön, aber effektiv. Und nun steht man auch dank der Patzer der Konkurrenz wieder in der Pole-Position. Und es ist nebenbei eben auch eine Bestätigung für die Arbeit von Trainer Roy Hodgson, Phil McNulty von der BBC mit einer schönen Analyse der Arbeit des Fulham-Trainers. Und auch diesmal stehen die Chancen für den FC Fulham nach einem Sieg an der Südküste gar nicht so schlecht. Portsmouth ist seit Wochen mehr oder weniger mit den Gedanken beim FA-Cup Finale, zuletzt gab es drei Niederlagen. Pompey weiter ohne Torwart David James, zudem ist der Einsatz von Sol Campbell fraglich. Fulham spielt mit der gleichen Elf wie beim Sieg gegen Birmingham. Mit Kontiunität zum Klassenerhalt lautet das Motto im Südwesten Londons.

Derby County – FC Reading

Die Ausgangslage: Reading liegt auf dem ersten Abstiegsplatz aufgrund des schlechteren Torverhätltnisses gegen Fulham, man hat aber ebenso wie die Cottagers 33 Punkte und liegt damit einen Punkt vor Birmingham City.

Die Zahlen zum Spiel:

  • Derby County hat die schlechteste Bilanz einer Mannschaft in der Premier League jemals
  • Die Rams haben die letzten fünf Spiele verloren, in den letzten vier Begegnungen 17 Gegentore
  • Der FC Reading ist seit über neun Stunden ohne eigenen Treffer.
  • Reading nur mit einem Sieg aus den letzten acht Spielen, nur 2 Punkte aus den letzten sechs Spielen
  • Zweitschlechteste Defensive nach Derby County
  • Der FC hat sieben der letzten neun Auswärtsspiele verloren

Das krasse Gegenteil zum FC Fulham ist das Team von Steve Coppell aus Reading, das jetzt seine zweite Premier League Saison absolviert. In der vergangenen Spielzeit stand man vor dem letzten Spieltag um über 20 Punkte besser da. Auch die Hinrunde hat durchaus vielversprechend für den FC Reading begonnen, doch man spielte eine fürchterliche Rückserie, in der nicht mehr viel zusammenkam. Von Defensive bis Offensive gab es immer wieder Baustellen, einzig und allein Steve Coppell blieb die Konstante im Vorort Londons. Denn der Trainer wurde eben nicht vor die Tür gesetzt, was angesichts der Rückrundenbilanz durchaus möglich gewesen wäre. Jetzt geht es also zu den Rams, vor dem Spiel werden schon mal die Giftpfeile ausgeteilt. Reaing wohl wieder mit der etwas offensiveren Spielweise, Marek Matejovsky wird von Beginn an spielen. Reading hat wohl vom Papier her die einfachste Aufgabe, aber auch im Pride Park muss Reading erstmal etwas gewinnen.

Birmingham City – Blackburn Rovers

Die Ausgangslage: Birmingham City belegt mit 32 Punkten den 19. Platz und liegt einen Punkt hinter Fulham und Reading, hat aber von allen Teams, die gegen den Abstieg spielen, die beste Tordiffierenz, wobei das hier auch nur relativ zu nehmen ist.

Die Zahlen zum Spiel:

  • Es ist das 25. Spiel von Trainer Alex McLeish an der Seitenlinie der Blues
  • Blackburn hat seit acht Jahren noch nie das Abschlussspiel einer Saison verloren
  • Kein Sieg in den letzten fünf Spielen, nur zwei Punkte aus den letzten sechs Partien.
  • Seit 18 Spielen immer Minimum einen Gegentreffer kassiert.
  • Unter McLeish vier von 23 Spiele gewonnen
  • Schon 10 Gegentore für Birmingham in den letzten 10 Spielminuten
  • Die Blackburn Rovers wollen den dritten Sieg in Folge einfahren
  • Nur eine Niederlage in den letzten sieben Ligaspielen
  • Die Rovers gewannenn nur eines der letzten vier Auswärtsspiele, haben aber bei all ihren sieben Auswärtssiegen in dieser Saison mit nur einem Tor Unterschied gewonnen.

Aber nicht nur für Birmingham hat diese Partie noch eine übergeordnete Bedeutung. Sollte Blackburn gewinnen und Aston Villa gegen West Ham verlieren, wären die Rovers Sechster und damit für den UI-Cup qualifiziert und hätten die Chance wieder international zu spielen. Der große Druck liegt aber klar auf Birmingham City, Trainer Mc Leish fordert von seinem Team den Glauben an die eigene Stärke. Interessant dürfte vor allem zu sehen sein, wie die Abwehr von City mit dem durchaus gefährlichen Sturm der Rovers, Roque Santa Cruz und Jason Roberts, umgeht. Liam Ridgewell als Stütze in der Innenverteidigung ist bei Birmingham fraglich, ebenso Stümer McFadden. Keine guten Vorzeichen. Bei Blackburn könnte Benny McCarthy wieder in die Startelf zurückkehren, ansonsten eben das Stürmerduo Curz/Roberts.

Und was das Schöne ist an diesem letzten Spieltag im Tabellenkeller. Es gibt überhaupt kein Taktieren mehr, auf die anderen Plätze schauen bringt gar nichts. Jedes Team, egal ob Fulham, Reading oder Birmingham, muss voll auf Sieg spielen. Wenn ich noch ein Prognose abgeben darf, dann steigen Birmingham und Fulham ab, obwohl ich es mir wünschen würde, wenn Fulham in der Liga bliebe. Aber ich glaube, dass es nicht für einen Sieg in Portsmouth reicht. Aber mal schauen, Sonntag um 18h00 sind wir schlauer.

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Manchester United kämpft um den Titel, Fulham und Birmingham gegen den Abstieg

Samstag, 3. Mai 2008 10:10

Am vorletzten Spieltag der Premier League könnten die ersten Vorentscheidungen fallen. Drei Schwerpunkte gibt es an diesem Samstag in den sieben Spielen. Eröffnet wird der Spieltag mit dem Kampf um die Meisterschaft, wenn Manchester United West Ham United empfängt. Die Red Devils müssen vorlegen um Chelsa unter Druck zu setzen. Um 16h00 steht dann vor allem der Abstiegskampf bei zwei Partien im Mittelpunkt. Mit einem Sieg gegen Birmingham würde der FC Fulham das Team von Alex McLeish in der Tabelle überholen. Reading muss gegen Tottenham unbedingt punkten. Und Aston Villa kann mit einem Sieg gegen Wigan Athletic auf Platz 5 vorrücken. All das ab 13h00 nachher in einem Live-Blog.

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