Medien-Sport-Politik Historie (I): Viererpack von Arshavin an der Anfield Road

Heute vor vier Jahren habe ich abends die Partie FC Liverpool gegen den FC Arsenal gebloggt. Es war vielleicht eines der besten und dramatischsten Spiele, die ich bis heute gesehen habe. Wolff Fuss am Mikrofon, acht Tore, ein Viererpack von Arshavin. Es war die allerbeste Unterhaltung. Und vielleicht wird der Name Arshavin in der aktuellen Saison für Arsenal noch einmal wichtig.

Nach sieben Minuten Nachspielzeit endet diese denkwürdige Partie. Was für ein Fußballspiel. Mutmaßlich hat es auch die Meisterschaft entschieden. aber so wie Arsenal heute gespielt hat, können sie auch Man Utd ein Bein stellen. Fakt ist aber erstmal, dass Man Utd morgen bei Sieg gegen Portsmouth drei Punkte vor Liverpool liegt, mit einem Spiel weniger, das am 13. Mai gegen Wigan ausgetragen wird.
[...]
Es war einfach ein tolles Fußballspiel. Arsenal war über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft, insbesondere in der ersten Hälfte. Dann hat man aber die Fehler der Reds so gnadenlos bestraft, dass man überlegen muss, dass nicht schon als Verstoß gegen die Genfer Menschenrechtskonvention zu werten. Liverpool ist toll zurückgekommen, aber am Ende hat es nur zu einem Punkt gereicht. Für den neutralen Zuschauer war es eines der besten Fußballspiele der letzten 10 Jahre. Vom Gefühl fällt mir jetzt nur das UEFA-Cup Finale zwischen Liverpool und Alaves ein – sowie eben Champions League letzte woche. Aber das fand ich hier heute noch eine Spur dramatischer. Großartiges Spiel.
[...]
Das ist pervers. Das ist pervers. Unfassbar. Liverpool verliert gerade die Meisterschaft. Liverpool fliegt die eigene Ecke um die Ohren. Walcott und Arshavin kontern die Reds aus. Der Russe mit seinem vierten Tor in diesem Spiel.

Die Tore im Schnelldurchlauf

Kommentar von Wolff Fuss (Teil I)

Kommentar von Wolff Fuss (Teil II)

Eine sehr sehr schöne Erinnerung

Premier League 2012/2013 #18 – Quo vadis, FC Liverpool?

Umbrüche brauchen Zeit und erfordern Geduld bei den Fans. Neuer Trainer, viele neue junge Spieler. Der FC Liverpool hinkt nach knapp der Hälfte der Premier League Saison trotzdem den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Weil er sich selbst Ziele setzt, die momentan noch nicht zu erreichen sind. Aber der Weg dahin ist momentan der einzig richtige. Liverpool braucht endlich Kontinuität

1. Januar 2011, Anfield Road in Liverpool. Die Reds schlagen die Bolton Wanderers mit 2:1, nachdem sie vier Tage zuvor zum ersten Mal seit 27 Jahren ein Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten Wolverhampton Wanderers verlieren. Trotz des Sieges gegen Bolton hatte der FC Liverpool zum Jahreswechsel so wenig Punkte – 28 Zähler nach 20 Spielen waren es Neujahr 2011 – wie zuletzt in der Saison 1953/1954. Ein paar Tage später verloren die Reds zu allem Überfluss auch noch bei den Blackburn Rovers. Die amerikanischen Besitzer sahen sich gezwungen, Trainer Roy Hodgson zu entlassen. Der bei den Fans äußerst beliebte Kenny Dalglish wurde sein Nachfolger. Jetzt sollte alles besser werden. Dalglish bekam einen 3-Jahres-Vertrag, gewann immerhin den Ligapokal und stand im Finale des FA-Cup. In der Premier League reichte es nach gutem Saisonstart nur für den achten Platz, die schlechteste Platzierung seit 1994. Zum dritten Mal in Folge wurde die Champions League verpasst. Nur dank des Ligapokaltriumphs spielt Liverpool international, in der wenig beliebten Europa League, an die sich die Reds aber schon gewöhnt haben. Im letzten Sommer war dann auch für Dalglish Schluss. Liverpool fehlte die sportliche Perspektive. Die sollte der neue Trainer Brendan Rodgers bringen. Die letzten Jahre waren turbulent bei der roten Hälfte an der Merseyside. Die Sehnsucht nach Kontinuität nie größer.

15. Dezember 2012, Anfield Road in Liverpool. Die Reds unterliegen nach einer blamablen Vorstellung Aston Villa mit 1:3. Nach 17 Spieltagen stehen die Reds mit 22 Punkten auf Platz 12 in der Tabelle, genauso viele Punkte hatte auch Roy Hodgson erreicht. Es sind zwar nur sieben Punkte Rückstand auf einen Platz für die Qualifikation zur Champions League. Aber es fehlt nicht viel und Liverpool unterbietet die schwache Bilanz aus der Amtszeit von Roy Hodgson aus der Saison 2010/2011 noch. Drei Spiele sind in diesem Kalenderjahr noch zu vergeben, neun Punkte. Die Reds brauchen zwei Siege, um die Bilanz zumindest zu egalisieren. Brendan Rodgers steht trotzdem nicht in der Kritik. In der Europa League wurde recht souverän die Zwischenrunde erreicht. In der Liga ist die Bilanz trotzdem ernüchternd. Liverpool gewann nur drei seiner neun Heimspiele, vorbei die Rede von der Festung Anfield Road. Die Heimbilanz war unter Roy Hodgson sogar um einiges besser.

Eigentlich also genug Gründe, um als Fan des FC Liverpool mit Besorgnis und Skepsis in die Zukunft zu blicken. Denn böse formuliert stagniert der FC Liverpool sportlich. Und die Tabelle lügt ja bekanntlich nicht. Aber mit dieser verkürzten These würden es sich viele zu einfach machen. Nach Jahren der vielen unsinnigen Transferausgaben für vorher hochgelobte und in Liverpool dann mittelmäßige Spieler, nach vielen Wechseln auf der Trainerbank und der Trennung von vielen älteren ehemaligen Spielern versucht Rodgers Liverpool einen neuen Anstrich zu verpassen. Und das braucht eben viel Zeit. Die wirklich wichtige Saison für den FC Liverpool ist die nächste Spielzeit, denn bis dahin sollte das Konzept endlich Früchte tragen, sprich erfolgreich sein. Ausreden gibt es dann nicht mehr. Im Sommer trennten sich die Reds von vielen Spielern, die den Klub nicht mehr weiterbrachten und nicht mehr in das neue Konzept von Rodgers – junge, talentierte Spieler, vorzugsweise aus der eigenen Jugend oder aus England – passten. Dirk Kuyt, Charlie Adam, Craig Bellamy, Alberto Aquilani und Maxi Rodriguez sind die prominentesten Namen. Es wirkte schon ein wenig wie die Befreiung von Altlasten. Im Gegenzug hat Rodgers sein Team deutlich verjüngt und vielen Spielern aus der zweiten Mannschaft des FC Liverpool eine Chance gegeben. Suso und Raheem Sterling sind die beiden, die ganz schnell den Durchbruch geschafft haben und schon bei anderen Klubs gefragt sind. Liverpool will möglicht schnell mit beiden verlängern, obwohl beispielsweise Sterling noch einen Vertrag bis 30.06.2015 besitzt. Suzo und Sterling sind also die beiden großen Hoffnungsträger, die für den neuen FC Liverpool stehen. Dass das Konzept auf junge Spieler zu setzen, nicht völlig neu bei den Reds ist, soll hier nur kurz Erwähnung finden. Jonjo Shelvey wurde, 21-jähriger Engländer, wurde übrigens von Hodgson in die erste Mannschaft integriert.

Das Problem bei Liverpool ist vielmehr noch, dass die Leistungen insgesamt zu schwankend sind. Joe Allen, Neuzugang aus Swansea, hat viele gute Ansätze, aber drei, vier sehr gute Spiele in Folge sind ihm auch noch nicht gelungen. Steven Gerrard steht immer mehr für einzelne geniale Momente, arbeitet viel für die Mannschaft. Die Zeiten, in denen Gerrard ein Spiel alleine entschieden hat, sind lange vorbei. Lucas ist nach seiner langen Verletzung noch längst nicht wieder bei Bestform. Trotz des begonnenen Umbruchs sind im Team noch viele kleine Baustellen zu schließen. Das fängt bei der Torwartposition an. Pepe Reina ist schon 30 Jahre alt und damit fast schon ein Oldie zwischen den Pfosten. Mit Brad Jones haben die Reds gerade verlängert, aber ist Jones die neue zukünftige Nummer Eins? Das angebliche Interesse von Liverpool an Ron Robert Zieler von Hannover 96 zeigt, dass die Reds mittelfristig einen international erfahrenen neuen Torhüter haben wollen. Für Liverpool liegen also noch ein paar beschwerliche Monate bevor. Und so richtig groß ist der Spielraum für Investitionen auch nicht mehr. Die Schulden der vergangenen Jahre sollen abgebaut werden, in der Vergangenheit wurde viel zu viel Geld für viel zu wenig Qualität ausgegeben, und mit der Europa League ist finanziell höchstens ein besserer Blumentopf zu holen. Wenn Liverpool wieder in die Champions League will, müssen die US-Besitzer also nochmal ein paar Geldsäcke anschleppen, die Erweiterung und Modernisierung der Anfield Road verursacht ebenfalls Kosten. Denn langfristig muss der Anspruch der Reds sein, wieder in der Champions League zu spielen.

Das zeigen ja auch die Aussagen der direkt Beteiligten. Womit wir bei einem Aspekt wären, der zeigt, dass die Verantwortlichen im Verein ein wenig ungeduldig mit den Erfolgen des Umbruchs sein könnten bzw. nicht richtig einschätzen, dass momentan sportlich mit dem FC Liverpool nicht mehr zu holen ist als eine Platzierung zwischen Rang 7 und 13. Diese bittere Wahrheit wollte vor einigen Monaten Kapitän Steven Gerrard nicht hinnehmen. Trotz eines katastrophalen Saisonstarts gab Gerrard Platz 4 als Saisonziel aus. Ziele kann jeder haben und es ist auch gut welche energisch zu verfolgen. Nur Ziele zu formulieren, die so realistisch wie der Weltuntergang in dieser Woche sein mögen, schadet der Mannschaft mehr als ihr hilft. Platz 4 ist ja nun auch gar nicht so abwegig, wie gesagt sieben Punkte Rückstand. Viel schlimmer waren die Aussagen vom Trainer selbst in der vergangenen Woche. Da gewinnen die Reds einmal zwei Spiele in Folge (die Bilanz insgesamt ist mit drei Siegen aus sieben Spielen wohlgemerkt nicht geeignet für die Formulierung von Höhenflügen) – und schon werden wieder Ziele ausgegeben, die fernab dem Potential der Mannschaft liegen. Rodgers vor dem Spiel gegen Aston Villa: “Wie liegen vier Punkte hinter Platz vier. Aber ich habe höhere Ansprüche und Ziele. Wir sind 11 Punkte hinter Platz zwei und das kann sich alles sehr schnell ändern, wenn wir Konstanz in unsere Leistungen bekommen.”

Ja, und das hat sich ganz schnell geändert. Niederlage gegen Villa, keine Konstanz. 14 Punkte hinter Platz 2. Diskussion beendet. Wie sinnbildlich. Hoffentlich scheitert Rodgers nicht an den hohen Erwartungen, die er ganz alleine geschürt hat. Die nächsten Gegner für die Reds heißen Fulham vor eigenem Publikum und dann bei Stoke und den Queens Park Rangers. Das klang vor vier Jahren wie lästige Pflichtaufgaben. Mittlerweile sind das härtere Brocken für Pool, Spiele, die sie in letzter Zeit regelmäßig nicht gewonnen haben. Und der worst case, dass Liverpool nicht international spielen könnte in der nächsten Saison, könnte bereits nach Weihnachten wahrscheinlicher werden. Bleiben dann wieder einmal die Pokalwettbewerbe als letzter Rettungsanker.

Wohin führt also der Weg des FC Liverpool? Momentan stehen viele Vorzeichen für eine weitere Saison im Mittelfeld der Premier League. Damit haben die meisten, einschließlich Rodgers, der vor der Saison noch vor Wunderdingen gewarnt hat, gerechnet. Es könnte das berühmte Jahr der Konsolidierung bei den Reds werden. Ein Neuanfang. Ohne großen Erfolg erstmal. Stabilität und Kontinuität vorziehen gegenüber hektischem, nicht überlegten Handlungen. Dass so ein Prozess im modernen Fußball noch möglich ist, zeigen nur ganz wenige Ausnahmen. Hoffentlich gehört der FC Liverpool dazu, aus einer stabilen Vereins- wie Mannschaftsstruktur neue realistische Ziele setzen. Und dann müssen die Besitzer bereit sein, Vorschusslorbeeren zu verteilen und in das Team gezielt, passend zum Konzept investieren. Dann könnte sich auch wieder Erfolg einstellen. Denn zumindest ich will gerne wieder Champions League Spiele von der Anfield Road im Fernsehen sehen.

Zitat des Tages: Sonntag, 18. März 2012 – Robbie Fowler

“My type of forward, a No10, thrives in partnerships, dropping off another striker but a lot of teams now have just one up front. I’m old school, I like 4-4-2 but the Premier League has definitely changed since my day. I’m not saying we weren’t fit but the players are a lot more athletic now and there’s a much bigger emphasis on pace. That doesn’t mean the standard of football’s better, though. I’m not sure it is.”

Äußerst lesenswertes Interview mit dem ehemaligen Liverpool-Spieler Robbie Fowler über seine Zeit in Thailand und Australien und seine Sicht auf die heutige Spielweise in der Premier League, fünf Jahre nachdem er den FC Liverpool verlassen hatte.

The Observer: Robbie Fowler back from his faraway travels and hungry to play

Premier League 2010/2011 #35, FC Liverpool – Newcastle United

[14h53] Endstand FC Liverpool – Newcastle United 3:0

Letzlich verdienter und souveräner Sieg des FC Liverpools gegen schwache Gäste aus Newcastle, die Liverpool mit eigenen Fehlern die Tore ermöglicht haben und gleichzeitig nur zehn Minuten mal ordentlich Fußball gespielt haben. Das haben die Reds angenommen ohne selbst viel in dieses Spiel zu investieren. Einzig nach dem 2:0 haben sie mal fünf Minuten lang Druck auf die Magpies-Abwehr ausgeübt und wurden prompt mit dem 3:0 belohnt. Dann war das Spiel auch eigentlich entschieden. Liverpool verbessert mit auf dem 5. Rang und setzt Tottenham unter Druck. Newcastle muss weiter vor eigenem Publikum punkten. Und für nächste Saison sollten sich die Magpies die Reise an die Anfield Road sparen. Newcastle noch nicht gerettet, aber da sollte eigentlich trotzdem nichts mehr passieren.

[14h49] Vier Minuten Nachspielzeit an der Anfield Road. Die braucht eigentlich keiner.

[14h45] Wechsel FC Liverpool: Jo Cole für Suarez

[14h42] Wechsel Newcastle: Shola Ameobi geht, Kuqi für ihn in der Partie.

[14h41] Restprogramm des FC Liverpool: Übernächsten Montag in Fulham, am 15. Mai zuhause gegen Tottenham (!) und am letzten Spieltag am 22. Mai bei Aston Vila. Sechs Punkte sollten es schon sein, damit die Chancen auf den 5. Platz intakt bleiben.

[14h40] Wechsel FC Liverpool: John Flanagan geht, Shelvey kommt.

[14h38] Gute 10 Minuten noch. Newcastle bäumt sich ein klein wenig auf, aber weiterhin sind es nur Gutierrez und Jose Enrique, die etwas Spielkultur ins Spiel der Gäste bringen. Barton gelingt gar nichts. Und Shola Ameobi steht zwar auf dem Spielberichtsbogen, wirklich gesehen habe ich ihn aber noch nicht. Ah, da ist er ja, wollte einen Elfmeter gegen Skrtel haben. Kann man überlegen.

[14h33] Wechsel Newcastle: Lövenkrands geht, Nile Ranger kommt.

Die Gäste offensiv weiter komplett harmlos. Da schlägt selbst Mikael Silvestre gefährlichere Flanken als die Außenbahnen der Magpies. Liverpool hat das Spiel im Griff und bringt das ruhig und gekonnt über die Zeit.

[14h29] Zum Glück hat Newcastle noch zwei Heimspiele, gegen Birmingham und West Brom. Da sollten die Magpies vor eigenem Publikum den Klassenerhalt sicher machen. Denn mit so einer Leistung wie heute wird man auswärts überall Probleme bekommen, ganz schwacher Auftritt.

[14h28] Wechsel FC Liverpool: Andy Carroll für Maxi Rodriguez

[14h23] 3:0, Luis Suarez, 65. Minute

Das muss man Liverpool lassen. Nach dem 2:0 haben sie nicht den Fuß vom Gaspedal genommen und weiter nach vorne gespielt. Und sie wurden belohnt, weil Newcastle mittlerweile hoffnungslos überfordert ist. Suarez spielt erst mit dem Bein von Colocini Doppelpass, der Ball kommt zu Kuyt, der wunderschön in den freien Raum zu Suarez durchsteckt. Suarez frei vor Krul und hat keine Probleme beim Einschieben. 3:0 ein Tick zu hoch, aber markiert zumindest das deutlich größere Engagement der Reds. Die Begegnung dürfte damit durch sein.

[14h17] 2:0, Dirk Kuyt, 59. Minute

Eiskalt verwandelt ins untere linke Eck vom Schützen aus gesehen. 12. Saisontreffer für den Niederländer. Das dürfte es für Liverpool schon gewesen sein, so schwach wie Newcastle in der Offensive agiert. Auch das 2:0 hat sich nicht wirklich abgezeichnet.

[14h17] Elfmeter Liverpool

Ganz dämlich für Newcastle gelaufen. Langer Abschlag von Reina, Suarez eigentlich in der schlechteren Position zum Ball, doch Williamson stellt sich amateurhaft an, lässt Suarez an sich vorbei und kann ihn dann nur noch mit einem Foul helfen. Berechtigter Elfmeter und gelb für den Innenverteidiger.

[14h12] In der zweiten Halbzeit spielt Glen Johnson übrigens auf rechts und der Platzverweis gefährdete Flanagan auf links. Weil auf der rechten Seite von Newcastle die Chance für einen gefährlichen Zweikampf trotz Joey Barton nahezu gegen null geht. Weiter ein schwaches Spiel.

[14h10] Das Spiel befindet sich immer noch im Schwebezustand und kann sich nicht so richtig entscheiden, wo es hingehen soll. Eher in Richtung 2:0 für Liverpool oder doch der Ausgleich? Momentan sehe ich aufgrund der individuellen Klasse in der Liverpool-Offensive eher die Reds im Vorteil, aber richtig mit Torchancen lässt sich das nicht untermauern. Es passiert einfach zu wenig. Kuyt läuft wieder viel, ist bemüht, findet aber selten eine Anspielstation, weil zumindest Suarez gut von Colocini bewacht wird.

[14h05] Und nach 46 Sekunden in der zweiten Halbzeit hat Newcastle die beste Chance des Spiels. Über links passt Nolan in die Mitte, am langen Pfosten schiebt Barton knapp am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug Liverpool mit der guten Gelegenheit zum 2:0, als sich Suarez gegen Colocini durchsetzt, sein Schuss von Williamson aber zu Ecke abgewehrt wird. Die anschließende Ecke bringt dann nichts ein.

[14h04] Beginn 2. Halbzeit

[13h48] Halbzeit FC Liverpool – Newcastle United 1:0

Ordentliche erste 10 Minuten der Reds. Aber nach der Führung war das erschreckend schwach von den Gastgebern. Bei der mentalen Verfassung von Newcastle hätte man durchaus ein schnelles 2:0 nachlegen können. Newcastle wollte 25 Minuten überhaupt nicht an diesem Spiel teilnehmen. Dann haben sie plötzlich festgestellt, dass Liverpool gar nichts mehr macht und man ja vielleicht mal selbst einen Fuß in diese Partie bringen könnte. Taten die Magpies dann, ohne aber wirklich gefährlich vor dem Tor von Reina zu sein und sich Torchancen in Hülle und Fülle zu erspielen. Im Gegenteil: Newcastle bliebt trotz größeren Spielanteilen genauso harmlos offensiv wie Liverpool. Und so geht es nach schwachen 45 Minuten mit einer knappen Führung für die Reds in die Kabinen. Kann fast nur besser werden.

Halbzeit auch im Parallelspiel, wo es zwischen Birmingham City und den Wolverhampton Wanderers 1:1 steht.

[13h41] Fünf Minuten noch bis zur Pause. Newcastle jetzt mit der besten Phase. Was fehlt, ist ein gelungener Torabschluss. Reina war, glaube ich, erst zweimal am Ball.

[13h37] Newcastle jetzt mit der ersten kleinen offensiven Druckphase, erspielen sich einige Ecken und Freistöße. Aber wirklich geführlich ist das nicht, aber immerhin beschäftigt man Liverpool und hält die Reds vom eigenen Tor fern. Von Liverpool kam in den letzten 10 Minuten viel zu wenig.

[13h33] Birmingham City hat mittlerweile zum 1:1 durch Larsson ausgeglichen, ist aber nur noch zu zehnt, weil Craig Gardner mit gelb-rot frühzeitig in die Kabine muss. Da scheint Action zu sein im St. Andrews.

[13h31] Halbe Stunde durch. Im Nachhinein war das 1:0 Gift für dieses Spiel. Liverpool macht jetzt nicht mehr als nötig und von Newcastle kommt weiterhin ganz wenig. Und so sehen die 40.000 an der Anfield Road ein sehr überschaubares Fußballspiel. Alan Pardew gestikuliert wild an der Seitenlinie mit seinen Spielern. Damit zeigt der Trainer mehr Einsatz als so einige seiner Spieler. Barton, I’m looking at you. Einzig und allein Jonas Gutierrez und Jose Enrique kann man ein wenig Engagement bescheinigen.

[13h24] Zweite ordentliche Offensivszene für den FC Liverpool. Distanzschuss von Spearing aus fast 25 Metern, Krul hält im Nachfassen. Ansonsten Newcastle in der Offensive nicht exsistent. Liverpool zwar bemüht, aber richtig überzeugend ist das auch nicht. Aber es reicht derzeit. Liverpool führt ja 1:0.

[13h20] Und Joey Barton bewirbt sich mal wieder um eine gelbe Karte, wen wundert es.

[13h17] Newcastles Aufbauspiel leidet unter den vielen Fehlern, kaum mal ein Zuspiel, das über zwei, drei Stationen fehlerfrei beim Mitspieler ankommt. Lövenkrands und Ameobi im Sturm bekommen gar keine Zuspiele. Und Liverpool verteidigt bei Ballbesitz der Magpies mit allen Mann in der eigenen Hälfte, wartet auf Fehler um dann schnell zu kontern. Hoheit und Dominanz für Liverpool im Mittelfeld einerseits und weniger Fehler im Spielaufbau. Deshalb verdient sich Liverpool die Führung immer mehr.

[13h11] Wolverhampton geht im Kellerduell und Derby mit 1:0 bei Birmingham City in Führung. Steven Fletcher per Foulelfmeter.

[13h10] 1:0, Maxi Rodriguez, 10. Minute

Erste Chance, erstes Tor. So geht das in diesen Wochen beim FC Liverpool. Schön vorgetragener Angriff der Reds, lassen den Ball im Mittelfeld gut laufen. Kugel geht rechts raus zu Flanagan, dessen präzise Flanke Williamson direkt vor die Füße von Maxi Rodriguez köpft. Schuss des Argentiniers dann noch abgefälscht von Simpson, keine Chance für Krul.

[13h09] Newcastle zunächst vollständig auf die Defensive bedacht, machen die Räume im Mittelfeld eng, stellen die Außenbahnen gut zu. Liverpool tut sich schwer im Spielaufbau. Also noch ganz wenig Fußball. Außer ein kleines Schüsschen von Meireles am Tor vorbei gab es noch nichts Aufregendes. Aber Liverpool bemüht sich.

[13h03] Wie von mir vermutet. Flanagan über die rechte Seite, Johnson auf links. Sonnenschein in Liverpool, gemächlicher Start in die Begegnung.

[13h01] Beginn 1. Halbzeit

[12h57] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Flanagan, Carragher, Skrtel, Johnson – Meireles, Lucas, Spearing – Maxi Rodriguez, Kuyt – Suarez

Newcastle United: Krul – Simpson, Coloccini, Williamson, Jose Enrique – Barton, Nolan, Tiote, Gutierrez – Lövenkrands, Ameobi

Newcastle wie gewohnt im klassischen 4-4-2. Das lässt Alan Pardew schon die ganze Rückserie spielen und das klappt zumindest vor eigenem Publikum ganz gut. Newcastle unverändert gegenüber dem 1:1 gegen Blackpool am letzten Wochenende. Kapitän Kevin Nolan ist rechtzeitig fit geworden. Bei Liverpool kehrt Glen Johnson nach Verletzung zurück ins Team. Nachwuchsspieler Jack Robinson kehrt dafür wieder auf die Bank zurück. Johnson wird wohl wieder auf der Linksverteidigerposition starten, da Flanagan rechts spielt. Schauen wir mal.

[12h50] Liverpool hat die letzten fünf Partien gegen Newcastle an der Anfield Road für sich entschieden. Überhaupt sind die Reds in guter Form. Sie holten sieben Punkte aus den letzten drei Spielen. Newcastle konnte nur eines der letzten sieben Auswärtsspiele gewinnen. Ganz besonderer Tag natürlich in erster Linie für Andy Carroll, der im Winter Newcastle in Richtung Merseyside verließ. Der Stürmer ist nach seiner Knieverletzung aber immer noch nicht richtig fit und sitzt zunächst auf der Bank. Zu den Aufstellungen gleich mehr.

[12h45] Nach der unglücklichen Niederlage der Tottenham Hotspur gestern beim FC Chelsea kann der FC Liverpool heute mit einem Sieg auf den fünften Platz vordringen und die Spurs überholen. Man hätte dann aber bereits ein Spiel mehr ausgetragen und wäre nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vorübergehend auf dem Europa-League-Platz. Nichts desto trotz wären die Reds mit drei Punkten wieder ganz dick drin im Kampf um den Europapokal. Newcastle United hingegen kann mit einem Sieg heute den Klassenerhalt perfekt machen. Momentan liegen die Magpies sechs Punkte vor den Abstiegsplätzen. Bei noch vier Spielen sollte ein Sieg heute auch dank des besseren Torverhältnisses für Newcastle zum Klassenerhalt reichen. Ist also jede Menge Brisanz in der Begegnung.

[12h40] Alles neue macht der Mai. Nachdem ich im April zahlreiche Arbeitsprojekte endlich final abgeschlossen habe und danach sich der Körper mit Krankheit eine längere Auszeit nahm, bin ich jetzt endlich wieder in der Lage ein wenig mehr Zeit in dieses klitzekleine private Projekt hier zu stecken. Also, alle Augen heute auf die Insel. Zunächst Live-Blog vom Duell der Reds gegen die Magpies. Hereinspaziert!

Premier League 2010/2011 #26, FC Chelsea – FC Liverpool

[18h57] So viel vom Sonntag in der Premier League. Weiter geht es nächstes Wochenende, unter anderem mit dem Manchester Derby. Da ich nächste Woche und am kommenden Wochenende auf Reisen sein werde, weiß ich noch nicht, ob ich es schaffe zu bloggen. Bemühe mich aber wie immer. Einen schönen Abend, viel Spaß beim Super Bowl und einen angenehmen Wochenstart. Cheers.

[18h53] Endstand FC Chelsea – FC Liverpool 0:1

Selten eine so nahezu perfekte Mannschaftleistung wie vom FC Liverpool heute gesehen. Der vierte Sieg in Serie für die Reds – und das stets ohne Gegentor. Jetzt sechs Punkte hinter dem fünften Platz, allerdings bei einem Spiel mehr als die Spurs. Exzellente Defensive der Reds mit einem überragenden Jamie Carragher. Fast nichts zugelassen. Ein wenig Glück gehabt bei der einen Schiedsrichterentscheidung.

Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass Chelsea (vorerst) aus dem Titelrennen ist. Muss man mal schauen, wie schnell es dauert, bis Ancelotti ein neues Spielsystem mit Torres integrieren kann. Heute war das schlicht nichts. Vom Potential kann Chelsea viel mehr.

[18h49] Glück für den FC Liverpool, als Johnson mit einem kleinen Bodycheck das Kopfballduell von Ivanovic mit Carragher verhindert, indem er den Serben mal schön wegblockt. Hätte Elfmeter geben können.

[18h48] Es gelingt nichts beim FC Chelsea. Bleiben vier Minuten Nachspielzeit.

[18h42] Und Dirk Kuyt kann noch laufen. Wahnsinn.

[18h41] Wechsel FC Liverpool: Christian Poulsen für Raul Meireles

[18h37] Zehn Minuten noch bleiben dem FC Chelsea. Momentan sind sie weiter denn je entfernt vom Ausgleich. Aber das kann ja immer schnell gehen. Momentan fällt den Blues aber wenig ein. Liverpool steht weiter sicher. Konter von Liverpool nur alibimäßig geführt.

Wollte ich schreiben, aber dann gibt es einen über Kuyt und Aurelio, der noch einen Gegenspieler aussteigen lässt. Toller Reflex von Cech, der die Hände blitzschnell hochkriegt und zur Ecke klärt.

[18h32] Wechsel FC Liverpool: Fabio Aurelio für Maxi Rodriguez

[18h30] Und Malouda fügt sich gleich prima ein. Pass von Anelka in die Schnittstelle, Malouda scheitert aus spitzem Winkel an Reina. Jetzt ist es endlich ein tolles, spannendes Topspiel.

[18h28] Wechsel FC Chelsea: Florent Malouda für John Obi Mikel und David Luiz für Bosingwa

[18h26] 0:1, Raul Meireles, 69. Minute

Er hat einen Lauf. Er hat einen Lauf. Er hat einen Lauf. Wieder ist es Meireles, der die Liverpool-Fans feiern lässt. Flanke von der rechten Seite, in der Mitte kommt Kuyt nicht an den Ball, Cech und Ivanovic völlig von der Rolle, behindern sich gegenseitig, Meireles kann mit links ganz einfach den Ball ins Tor schießen. Gut, den hätte man sicherlich auch in die Wolken ballern können, aber Meireles in der Form derzeit nicht.

Chelsea insgesamt mit mehr Tempo und Schwung in der zweiten Hälfte, aber eiskalt vor dem Tor bisher nur die Reds.

[18h25] Es sind die Einzelaktionen, die derzeit das Spiel noch ein klein wenig am Leben halten. Diesmal schöne Aktion und toller Move von Essien, Linksschuss geht ganz knapp über das Tor. Etwas mehr als 20 Minuten noch.

[18h23] Wechsel FC Chelsea: Salomon Kalou für Fernando Torres

Liverpool-Fans jubeln, als angezeigt wird, dass Torres gehen muss. Bis auf zwei kleine Szenen in der ersten Hälfte ein sehr unauffälliges Debüt.

[18h23] Beste Chance in der zweiten Halbzeit bis hierhin. Schuss von Anelka geht knapp am Tor vorbei. Zum ersten Mal die Liverpooler-Abwehr nicht auf der Höhe.

[18h19] Und die gute Phase dauerte weniger als fünf Minuten. Jetzt sind wir wieder im Trott der ersten Halbzeit.

[18h14] Gute Phase vom FC Chelsea jetzt, gewinnen ein paar mehr Zweikämpfe im Mittelfeld. Aber bis auf Distanzschuss von Anelka und einem Kopfball von Ivanovic nach anschließender Ecke ist nichts heraus gesprungen. Ist alles nicht sehr gefährlich. Mal sehen, wie lange Liverpool diese intensive Laufarbeit noch aufrecht erhalten kann.

[18h11] Und Liverpool hin und wieder mit einigen passablen Angriffen. Kuyt wird von Ivanovic nicht angegriffen, legt quer auf Johnson, dessen Schuss ganz knapp am Tor vorbeistreicht. Guter Versuch.

[18h07] Auch in den ersten Minuten der zweiten Hälfte bleibt es dabei: Chelsea findet keine Mittel, hat keine Ideen die exzellente Defensive der Reds zu knacken.

[18h03] Beginn 2. Halbzeit

[17h47] Halbzeit FC Chelsea – FC Liverpool 0:0

Defensiv hervorragend gespielt vom FC Liverpool, Lucas zwar mit ein paar Aussetzern, aber insgesamt schafft man es perfekt zum Beispiel Anelka aus dem Spiel zu nehmen. Der Franzose sieht kein Land. Lampard, Essien und Mikel können da noch keine Impulse setzen. Nach vorne geht dementsprechend wenig. Drogba und Torres gut bewacht vom starken Jamie Carragher. Auch Skrtel, der zwischenzeitlich leicht angeschlagen wirkte, wieder hochkonzentriert. Nach vorne hatte Liverpool die beste Chance des Spiels durch Maxi Rodriguez.

Noch ganz viel Luft nach oben, zum Glück gibt es eine zweite Hälfte. Und Cech und Ivanovic haben 15 Minuten Zeit ihre Streitigkeiten zu klären. Bis gleich.

[17h38] Liverpool traut sich nach dem Lattentreffer von Rodriguez ein wenig mehr zu im Spiel nach vorne. Chelsea kann den Raumgewinn im Mittelfeld aber noch nicht nutzen. Ein großes Theaterstück, bei dem der Vorhang noch nicht aufgegangen ist.

[17h34] Erster Aufreger in diesem Spiel. Riesenchance für den FC Liverpool. Riesenchance. Querpass, halb Schuss von Gerrard, der einen Abpraller der Chelsea-Abwehr aufnimmt, am langen Pfosten Maxi Rodriguez völlig blank, doch der Argentinier trifft aus zwei Metern nur die Querlatte. Unfassbar.

[17h32] Schlampig von Lucas, verliert ganz einfach den Ball. Chelsea schaltet blitzschnell um, Pass von Drogba auf Torres, doch Carragher blockt den Schuss des Spaniers. Hervorragend verteidigt vom Rückkehrer. Im Gegenzug erste Chance Liverpool durch Meireles, aber keine Probleme für Cech. 32 Minuten absolviert.

[17h28] Verbuchen wir es mal als eine weitere kleine Torchance. Erste Ecke für den FC Chelsea, von Lampard getreten. In der Mitte Jovanovic, aber ein gutes Stück neben das Tor geköpft. Zuvor Foul von Agger an Torres, zumindest ein klein wenig Revanche war da mit dabei. Sonst weiter wenig los vor den Toren, unverändeter Aggregatzustand. Obi Mikel übrigens ganz vorsichtig in jedem Zweikampf.

[17h21] Falls es ein paar Probleme beim Aktualisieren des Beitrags gibt, liegt das nicht an euch, sondern an mir. Der Server sprinnt ein wenig. Hoffe, es geht jetzt besser. Nicht viel passiert in der Zwischenzeit, außer dass sich Liverpool mit Kuyt nach vorne traute, erreicht aber mit seinem Pass den mitgelaufenen Meireles nicht. Chelsea hat noch zu viele Fehler im Spielaufbau. Jetzt wurde es mal gefährlich, als Ashley Cole auf links durch ist, in der Mitte kann aber Skrtel klären.

[17h16] An wirklich torreiche Spiele zwischen beiden Teams kann ich mich mit Ausnahme des Halbfinal Rückspiels in der Champions League vor einigen Jahren nicht erinnern. Und so wie es jetzt aussieht, dürfte es auch heute nicht so viele Treffer geben. Safety first weiterhin beim FC Liverpool. Johnson und Kelly nur mit sporadischen Vorstößen auf den Flügeln.

[17h12] Zehn Minuten vorüber, noch wenig passiert. Chelsea nicht überraschend mit mehr Ballbesitz, aber Liverpool steht im Mittelfeld sehr gut, machen die Räume eng, stehen sehr tief. Ähnlich so wie Birmingham vorhin. Und Chelsea fällt derzeit noch nichts Gescheites ein um die Defensive der Reds zu knacken. Kuyt läuft in den ersten Minuten schon wie ein Weltmeister. Der wird die 90 Minuten so nicht überstehen. Bei Liverpool klappt das schnelle Umschalten aber noch nicht perfekt, dementsprechend wenige Aktionen von Reina und Cech.

[17h03] Maxi Rodriguez mit füchterlichem Ballverlust, es ist Torres, der davon profitiert. Erster Schuss nach zwei Minuten aber deutlich über das Tor. Hohes Tempo zu Beginn.

[17h02] Geht ja gut los. Obi Mikel mit hartem Einsteigen gegen Gerrard, sieht nach 30 Sekunden die erste gelbe Karte in diesem Spiel.

[17h02] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool in rot, Chelsea in Blau. Die Reds mit Anstoß, spielen von links nach rechts in der ersten Hälfte.

[16h58] Schönes Bild, wie Torres seine alten Teamkollegen per Handschlag begrüßt und über alle Gesichter der Liverpool-Spieler ein kleines Lächeln huscht.

[16h54] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Cech – Bosingwa, Ivanovic, Terry, Cole – Mikel, Essien, Lampard – Anelka – Torres, Drogba

FC Liverpool: Reina – Skrtel, Carragher, Agger – Kelly, Lucas, Johnson, Meireles – Gerrard, Maxi Rodriguez – Kuyt

Die erwarteten Aufstellungen an der Bridge. Carragher bei Liverpool zurück in der Innenverteidigung, dafür muss Kyrgiakos wieder auf die Bank. Kelly und Johnson kommen über die Außenbahnen im Mittelfeld, Meireles und Lucas sollen defensiv absichern, Gerrard und Maxi Rodriguez die einzige Spitze Kuyt unterstützen. Bei Chelsea dieselbe Elf wie am Dienstag, mit der Ausnahme Salomon Kalou, der für Torres Platz macht. Neuzugang Luiz noch auf der Bank, ebenso Suarez bei Liverpool.

[16h48] Anelka, Torres und Drogba stehen in der Startelf für die Blues. Dann wird Carlo Ancelotti Anelka wohl wieder hinten den Spitzen spielen lassen. Das hat beim 4:2 in Sunderland sehr gut geklappt. Liverpool am Mittwoch gegen Stoke mit einem 3-4-2-1, mit Kuyt einziger Spitze, dahinter Meireles und Gerrard. Das Aufeinandertreffen wird also heute wieder einmal was für die Taktikfüchse. Viele interessante Duelle im Mittelfeld, dazu die Außenbahnen, die insbesondere Liverpool nutzen will um nach vorne zu spielen, mit Kelly und Johnson, der wieder auf links einen ordentlichen Eindruck hinterließ.

[16h41] Auch tabellenmäßig eine interessante Konstellation. Chelsea braucht nach den Patzern von Man Utd und Arsenal drei Punkte um sich ein klein wenig im Titelkampf zurückzumelden, Liverpool würde mit einem Sieg wieder Tuchfühlung zum 5. Platz bekommen.

[16h39] Bühne frei für das Topspiel des 26. Spieltages. Fernando Torres in der Startelf für den FC Chelsea gegen seinen ehemaligen Verein, die Reds aus Liverpool.

Premier League 2010/2011 #24, Wolverhampton Wanderers – FC Liverpool 0:3

Der 24. Spieltag der Premier League eröffnet heute Mittag mit der Partie zwischen den Wolverhampton Wanderers und dem FC Liverpool, der Tabellendreizehnte zu Gast beim Tabellenvorletzten. Doch so wenig eindeutig wie die Situation in der Tabelle vor dem Spiel war, zeigte sich auch die Favoritenstellung nicht. Unter normalen Umständen sind die Reds in Partien gegen die Wolves Favorit, aber was ist schon normal in dieser Saison beim FC Liverpool? Nach dem Trainerwechsel von Roy Hodgson zu Kenny Dalglish hat Liverpool noch kein Spiel gewonnen. Auch Wolverhampton kann nun nicht behaupten, dass man Siegesserien erfunden hat. In der Liga gab es aber zuletzt ein aufopferungsvolle und spielerisch durchaus vorzeigbare 3:4-Niederlage bei Manchester City, unter der Woche besiegte im FA-Cup-Replay Doncaster glatt mit 5:0. Und das letzte Ligaheimspiel am 5. Januar hat man immerhin gegen den FC Chelsea gewonnen. Vier Siege aus den letzten acht Spielen ist für einen Abstiegskandidaten keine so schlechte Bilanz. Liverpool wollte zudem Revanche für die 0:1-Heimniederlage Ende Dezember gegen Wolverhampton. Extrem wichtiges Spiel also für beide Teams. Eigentlich nicht vorstellbar, dass Liverpool beide Spiele gegen die Wolves in einer Saison verliert. Aber was ist schon normal in dieser Saison beim FC Liverpool?

Im Vergleich zum Unentschieden im Derby gegen den FC Everton nahm Dalglish bei Liverpool wieder ein paar Änderungen vor. Christian Poulsen begann im defensiven Mittelfeld neben Lucas, Spearing musste wieder auf der Bank nehmen, weil Kuyt und Meireles den eher offensiveren Part im Mittelfeld übernahmen. Agger ist wieder fit, damit muss Kyrgiakos wieder auf der Bank Platz nehmen. Steven Gerrard fehlte zum letzten Mal gesperrt. Ein Wechsel bei den Wolves. Mick McCarthy brachte im Mittelfeld Karl Henry für David Jones – wenn man so will die etwas aggressivere Variante. Die Duelle im Mittelfeld können ein Schlüssel zu einem erfolgreichen Spiel sein, insbesondere für Wolverhampton, die schon im Spiel an der Anfield Road die Lücken bei den Reds perfekt ausnutzten.

Ausverkauftes Molineux. Kalt, windig, ein wenig Nieselregen. Es war alles angerichtet für ein leidenschaftliches und packendes Fußballspiel. Flotter Beginn von den Wolves, die schnell und geradlinig nach vorne spielten. So einen schnellen Konter konnte Poulsen nur mit einem taktischen Foul unterbinden, erste gelbe Karte nach knapp drei Minuten. Liverpool hatte sich den Start anders vorgestellt. Nach knapp 10 Minuten wurde Liverpool etwas aktiver. Glen Johnson setzte sich auf dem linken Flügel wunderbar durch, schickt Lucas, der den Ball noch vor der Torauslinie in die Mitte bringt, wo der Schuss von Poulsen aus bester Position gerade noch so geblockt wird. Ansonsten war es in den ersten 20 Minuten ein zwar bemühter Auftritt von beiden Mannschaften, große Torchancen sprangen auf beiden Seiten aber nicht heraus. Torres bekam wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld und die Wolves kamen überhaupt noch selten vor das Gehäuse von Pepe Reina. Es fanden viele Duelle im Mittelfeld statt, kein Team konnte aber über mehrere Minuten Überlegenheit erzwingen. Folgerichtig war der Ballbesitz fast ausgeglichen. Wolverhampton überzeugte durch viel Laufarbeit, machte die Räume eng. Wenig Platz für aber auch sehr unkreative Reds. Die vorerst beste Chance in diesem Spiel dann nach 22 Minuten, als Torres einen langen Ball von Meireles wunderbar mitnimmt, seinen Gegenspieler Berra noch ins Kino schickt, letzlich ist der Torabschluss aber zu unpräzise. Keine Probleme für Hennessey im Tor der Wolves. Die Torchance blieb eine Ausnahme, weiter viel Kampf und Bewegung im Mittelfeld, aber ganz wenig Fußball. Wenn ein wenig Gefahr im Strafraum herrschte, dann durch den FC Liverpool. 33. Minute: Torres legt per Hacke auf Meireles zurück, der zieht direkt aus der Drehung ab, Schuss geht ganz knapp am Tor vorbei. Molineux wurde für einen ganz kurzen Moment ein wenig laut. Liverpool erhöhte ein wenig den Druck, Torres bedient Maxi Rodriguez, Hennessey ist blitzschnell unten beim Schuss des Argentiniers. Und Liverpool belohnte sich für die kleine Druckphase mit der Führung in der 37. Minute. Toller Pass von Poulsen auf Meireles, Zubar hebt das Abseits auf, Meireles gibt in die Mitte, wo Torres völlig frei mitgelaufen war und nur noch einschieben braucht. Schön herausgespieltes Tor und verdiente Führung für den FC Liverpool! Kurz vor der Pause hatte Wolverhampton die erste richtig sehenswerte Torchance. Freistoß von links durch Stephen Hunt, der Ball wird verlängert und kommt am langen Pfosten zu Milijas, aber Reina verkürzte exzellent den Winkel. Mit dem 1:0 für die Reds ging es nach einer höchsten durchschnittlichen Halbzeit in die Pause. Von den Wolves kam offensiv viel zu wenig. Und ein 1:0 zur Pause ist für Liverpool sowieso noch kein Freifahrtsschein gewesen. Man erinnere sich an die zwei Gegentreffer gleich nach der Halbzeit im Liverpool-Derby am vergangenen Wochenende.

Liverpool kam mit ganz viel Schwung und Engagement aus der Kabine und ging in der 50. Minute mit 2:0 in Führung. Langer Ball nach vorne, Kuyt legt per Kopf auf Meireles zurück, der den Ball volley in den Winkel hämmert. Wunderbares Tor. Und diesmal wurde es wohl nichts mit dem Einbruch der Reds nach der Halbzeit. Vor dem 2:0 hatte Liverpool bereits eine weitere Chance, als der Ball PingPong mit Meireles und Richard Stearman spielte und Hennessey knapp vor Kuyt an den Ball kam. Kenny Dalglish saß zufrieden auf der Trainerbank, sehr viel besser hätte der Start des FC Liverpool in die 2. Halbzeit nicht sein können. Bezeichnenderweise für die heutige Leistung der Wolves kamen die Gastgeber erst mit dem 2-Tore-Rückstand im Nacken besser ins Spiel, ermöglichten sich mehr Spielanteile, erspielten sich viele Freistöße und Ecken, aber – erstaunlicherweise – hielt Liverpools Defensive dem Druck sehr gut stand. Das dürfte Dalglish zuversichtlich stimmen. Liverpool zog sich weit zurück und beschränkte sich weitestgehend auf Konter. In der 67. Minute hatte Liverpool zum ersten Mal richtig Glück. Nach einer Flanke legt Skrtel den Ball direkt vor die Füße von Stephen Ward, Reina hält den leicht abgefälschten Schuss exzellent. Nach dem 2:0 kam insgesamt zu wenig von Liverpool, wäre überhaupt nicht nötig gewesen die Wolves noch einmal so eindrucksvoll ins Spiel kommen zu lassen. Kleine Randnotiz noch: Premier League Debüt für den 22-jährigen Wolves-Neuzugang Adam Hammill, der vom Zweitligisten Barnsley verpflichtet wurde, der jahrelang bei Liverpool in der Jugend trainierte. Auch Liverpool wechselte, Shelvey kam für den gut spielenden Poulsen. Und Shelvey hatte nach einem Konter über Meireles und Torres eine Viertelstunde vor Schluss die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, zog aber knapp über das Tor. So blieb es mit aufopferungsvoll kämpfenden Wolves zumindest noch ein wenig spannend. Aber es dürfte frustrierend für Mick McCarthy gewesen sein, wie wenig sich sein Team für den großen Aufwand in der zweiten Halbzeit belohnte. Und es kam noch schlimmer für die Wolves. In der Nachspielzeit erhöhte Torres mit seinem Treffer aus kurzer Distanz auf 3:0, Kuyt hatte sich gut durchgesetzt. Der Spanier musste nur noch einschieben. Easy goals. Und zum ersten Mal seit September 2009 gelingen Torres zwei Auswärtstore. Alles positive Zeichen für Liverpool.

Am Ende blieb es beim alles in allem verdienten 3:0 – vielleicht insgesamt ein Tor zu hoch – für Liverpool , das damit ein wenig den Anschluss ans Mittelfeld schafft. Sehr ordentliche 20 Minuten, jeweils zehn vor und nach dem Halbzeitpfiff. Und das hat heute gegen insgesamt schwache Wolves, die den Elan von den drei guten Spielen zuletzt überhaupt nicht transformieren konnten. Die Gastgeber fingen erst nach dem 0:2 so richtig mit dem Fußballspielen an. Aber die Liverpool-Defensive hielt dem Druck stand und so feiert Dalglish seinen ersten Sieg als Liverpool-Trainer. Und wenn Meireles so weiterspielt, könnte er noch richtig wertvoll und wichtig für die Reds werden. Ein erster kleiner Schritt für den FC Liverpool. Heimspiel gegen Fulham am Mittwoch heißt die nächste Aufgabe. Wieder machbar. Eigentlich ein Pflichtsieg für Liverpool in normalen Zeiten. Aber was ist schon normal in dieser Saison beim FC Liverpool?

Premier League 2010/2011 #23, FC Liverpool – FC Everton

Man kann wohl stundenlang darüber streiten, welches das emotionalste Derby in der Premier League ist. Vielleicht das gerade laufende Newcastle gegen Sunderland, aber heute mit dem Heimpremiere von Liverpools Trainerlegende Kanny Dalglish im 215. Merseyside Derby gegen den FC Everton muss man nicht lange überlegen. Beide Mannschaften nur vier Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Verlieren verboten – das sollte im Stadtderby ja sowieso selbstverständlich sein. Hereinspaziert zum Live-Blog. Kommentaren, Anmerkungen und Beobachtungen sind wie immer gerne gesehen.

Premier League 2010/2011 #14, FC Liverpool – West Ham United

[20h21] Endstand FC Liverpool – West Ham United 3:0

Verdienter und nie gefährdeter Sieg für die Reds. West Ham mit enttäuschender Leistung auf ganzer Linie. Robert Green verhinderte ein kleines Debakel. Roy Hodgson lächelt. Mit wenig Aufwand viel erreicht und die Stoke-Niederlage wieder ausgebessert. Liverpool verbessert sich auf Rang 9, West Ham bleibt Tabellenschlusslicht. Und da gehören sie nach dieser Leistung auch hin. Schwere Tage stehen für Avram Grant bevor. Mal sehen, wie lange er noch das Vertrauen bei den Besitzern genießen wird. Ich werde es beobachten. Fürs Erste einen schönen Samstagabend noch. Bye.

[20h19] Zwei Minuten Nachspielzeit

[20h12] Wechsel FC Liverpool: Raul Meireles geht, der englische U19-Nationalspieler Jonjo Shelvey kommt für ihn in die Partie Shelvey wurde von Charlton Athletic letzten Sommer verpflichtet und gilt bei vielen Experten als “The next Steven Gerrard”. Torres bekommt ebenfalls Applaus, Ryan Babel neu in der Partie.

[20h03] Wechsel FC Liverpool: Fabio Aurelio für David Ngog. Ergebnis verwalten nennt man das dann wohl.

[20h03] Ich schaue mir derweil zur Unterhaltung die besten Tore von Steven Gerrard auf YouTube an. Eines werde ich nie vergessen, das 3:1 gegen Piräus, damals selbst auf PREMIERE gesehen. Ein Champions League Abend, den ich wohl nicht mehr vergessen werde. Damals ging ich noch zur Schule und hatte am nächsten Tag eine wichtige Geschichtsklausur. Und wollte eigentlich früh ins Bett gehen. Hat dann nicht geklappt, weil ich so von dem Spiel gefesselt war. Und der Live-Kommentar von Andy Gray mit das Beste, was ich je gehört habe.

[20h01] Drama, Baby, Drama. Endlich mal wieder. Erst Torres mit einem kraftvollen Distanzschuss, Green mit Weltklasse-Parade, lenkt den Ball mit den Fingerspitzen noch an die Querlatte. Sekunden später kann sich Green wieder auszeichnen, Schuss von Poulsen sensationell um den Pfosten gelenkt.

[19h58] Wechsel West Ham: Benny McCarthy für Carlton Cole

[19h57] Spiel ist langweilig geworden. Es passiert nicht mehr viel. West Ham zeigt auch keinerlei Ambitionen an dem Ergebnis noch was zu ändern.

[19h46] West Ham steht jetzt etwas sicherer in der Defensive. Und Liverpool tut nur noch das Nötigste in der zweiten Halbzeit. Und so plätschert das Spiel vor sich hin. Da kann man Liverpool angesichts des umfangreichen Programms bis zum Jahreswechsel keinen großen Vorwurf machen.

[19h39] Und völlig überraschend hat dieses Spiel weiterhin nur eine Richtung. Auf das Tor von Robert Green. Das 4:0 liegt jetzt zwar noch nicht in der Luft, wird aber sicherlich noch fallen. Torres hat ja noch nicht getroffen.

[19h35] Wechsel West Ham United: Barrera spielt für Obinna. Avram Grant konnte ja leider keine zehn Wechsel machen.

[19h34] Beginn 2. Halbzeit

[19h18] Halbzeit FC Liverpool-West Ham United 3:0

Zitat Avram Grant vor dem heutigen Spiel: “Ich bin sehr sicher und zuversichtlich, dass wir aus dem Tabellenkeller rauskommen.” Wenn er die 45 Minuten gesehen hat, wird er sich so schnell nicht wieder trauen eine solche Aussage zu treffen.

Liverpool beeindruckend, West Ham auf ganzer Linie enttäuschend. Für die Reds ist es ein besseres Trainingsspiel. Führung zur Halbzeit auch in dieser Höhe absolut verdient. West Ham zu weit weg vom Gegner und Liverpool hat seine spielerische Klasse genutzt um den Raum im Mittelfeld erfolgreich zu durchlaufen und gefährliche Torabschlüsse zu produzieren. Die Tore waren eine Frage der Zeit.

[19h14] Liverpool könnte langsam mal überlegen dieses Spiel zu nutzen um das leicht angeschlagene Torverhältnis aufzubessern.

[19h12] Und die West Ham Fans verlassen das Stadion oder suchen Alkohol in ihrer Nähe.

[19h10] 3:0, Maxi Rodriguez, 38. Minute

Das geht alles viel viel viel zu einfach für die Reds. Flanke von links, in der Mitte Rodriguez völlig frei, präziser Kopfball in die lange Ecke, keine Chance für Robert Green. Zuvor hatte bereits Torres das 3:0 auf dem Fuß, da konnte Green aber noch abwehren. Zuspiel kam von Kuyt für den Spanier, der dann auf die kurze Ecke zielte, Green per Fußabwehr zur Stelle.

[19h06] Gabbidon klärt kurz vor der Linie für seinen geschlagenen Torwart Green, der sich nach einer Flanke ein wenig verschätzt hat und ins Stolpern kommt. Glen Johnson wäre erneut der Torschütze gewesen, aber West Ham kann klären.

[19h02] Natürlich fehlt West Ham mit Scott Parker die Schlüsselfigur im Mittelfeld. Aber auch von der Körpersprache, der Bereitschaft lange Wege zu gehen und den Mitspieler zu unterstützen, legen die Gäste eine Performance hin, die nicht mehr als tauglich für die Premier League bezeichnet werden kann. So spielt man, wenn man kein Selbstvertrauen hat.

[18h59] 2:0, Dirk Kuyt, 27. Minute (FE)

Handelfmeter von West Ham verursacht. Torres setzt sich schön durch und Gabbidon nimmt die Hand raus um den Schuss zu blocken. Korrekte Entscheidung und dumme Aktion des Hammers-Innenverteidiger. Kuyt schnappt sich die Kugel und netzt zum 2:0 ein. Nicht besonders orginell direkt in die Mitte, da sich Green aber für die aus der Sicht des Schützen rechte Ecke entscheidet, sieht das dann doch recht souverän aus. Und ich sage ja, es könnte bereits zur Halbzeit entschieden sein. Aber das dachte und hoffte ich bei Arsenal gegen die Spurs heute Mittag auch.

[18h58] Elfmeter FC Liverpool

[18h56] Avram Grant sieht ja sowieso immer schon ein bisschen wie Frankenstein vom Gesichtsausdruck aus. Aber die Gestik eben auf der Bank konnte man so interpretieren, als würde er am liebsten aufs Spielfeld laufen und jeden seiner 11 Spieler mal richtig die Meinung sagen.

[18h53] So, mal schauen, ob West Ham auch noch an diesem Spiel teilnehmen möchte. Momentan geht das gar nicht, keine Optionen im Angriff, viel zu weit weg vom Gegenspieler, machen die Räume im Mittelfeld nicht eng. Das passt beim Team von Grant von vorne bis hinten nicht. Carlton Cole ist als einzige Spitze hoffnungslos verloren, bekommt überhaupt keine Unterstützung aus dem Mittelfeld. Grant muss sich ganz schnell was überlegen, sonst ist das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden.

[18h49] 1:0, Glen Johnson, 18. Minute

Überfällig, überfällig, überfällig. Hat sich angedeutet. Liverpool belohnt sich für eine sehr ordentliche Anfangsphase. Ecke von rechts, in der Mitte kann Johnson den Ball in aller Ruhe annehmen und schließt mit viel Kraft durch Mann und Maus ins Tor ab. Sicht für Green verdeckt und aus der kurzen Distanz auch keine Abwehrchance.

[18h42] West Ham hat immer noch nicht in dieses Spiel gefunden. Liverpool dafür umso mehr, was fehlt, ist die letzte Präzision im Abschluss. Ngog tankt sich gegen drei Gegenspieler durch und bedient an der Strafraumgrenze noch Torres, dessen Schuss knapp am Tor vorbeigeht. Liverpool versteht es bisher sehr gut die Räume zu nutzen, die West Ham anbietet. Kuyt zieht häufig in die Mitte hinter die Spitzen, Ngog weicht häufig auf rechts aus, Torres lässt sich zurückfallen. Konchesky und Glen Johnson schalten sich immer wieder ins Spiel nach vorne ein. Das sieht variabel und ganz gut aus. Braucht es nur noch ein Tor.

[18h35] Richtig starker Beginn der Gastgeber. Robert Green im Tor von West Ham hat schon reichlich zu tun bekommen. Beste Chance nach einem Solo von Ngog auf der linken Seite, zieht in die Mitte, aber Green ist nach dem Flachschuss schnell genug unten um den Ball zur Seite abzuwehren. Eine Minute später geht ein Schuss von Maxi Rodriguez knapp daneben. Vielversprechend für das Team von Roy Hodgson.

Und West Ham ist noch gar nicht da, lassen viel zu viele Schüsse zu und verhindern die Flanken und Pässe in die Tiefe nicht. Liverpool will was gutmachen.

[18h32] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool in den roten Trikots. Spielen von links nach rechts in der ersten Hälfte. Und haben Anstoß, West Ham spielt in den weißen Trikots. Dann kann es ja losgehen. West Ham wartet seit über einem Jahr auf einen Auswärtssieg. Mal sehen, ob das Warten auch nach 90 Minuten weitergeht.

[18h26] Flutlicht an der Anfield Road. Sehr gute Stimmung. Fehlen nur noch 90 dramatische Minuten.

[18h24] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Skrtel, Konchesky – Kuyt, Meireles, Poulsen, Maxi Rodriguez – Torres, Ngog

West Ham United: Green – Jacobsen, Gabbidon, Upson, Ilunga – Noble, Kovac, Boa Morte – Piquionne, Obinna – Cole

Roy Hodgson stellt sein System wegen des verletzt fehlenden Gerrard ein wenig um auf ein klassisches 4-4-2 mit den Spitzen Torres und Ngog, Kuyt kommt über rechts, Maxi Rodriguez über links. Glen Johnson kehrt ins Team zurück, damit kann Jamie Carragher wieder in der Innenverteidigung spielen und Kyrgiakos muss Platz auf der Bank nehmen. Christian Poulsen spielt im defensiven Mittelfeld für den gesperrten Lucas. Bei West Ham gibt es zwei Veränderungen zum Remis gegen Blackpool letztes Wochenende. Carlton Cole spielt für den verletzten Kieran Dyer und Kovac ersetzt Scott Parker, der kurzfristig passen musste. West Ham mit nur einer Spitze, Carlton Cole. Dahinter ein flexibles 5er-Mittelfeld mit Piquionne auf dem rechten Flügel.

[18h15] Ganz besonderes Spiel heute Abend für Jamie Carragher, sein 650. Spiel im Trikot der Reds und in Abwesenheit vom verletzten Steven Gerrard noch Kapitän des FC Liverpool.

[18h12] Good Evening. Was ist die beste Medizin nach enttäuschenden Fußballergebnissen? Genau, man schaut weiter Fußball. Das Samstagabendspiel am 14. Spieltag der Premier League, zumindest ein kleiner Krisengipfel. West Ham braucht dringend Punkte um nicht schon an Weihnachten für die Championship planen zu müssen, Liverpool wäre mit einem Sieg heute Abend vorübergehend bis auf drei Punkte am vierten Platz dran. Für die Reds gilt es den “Ausrutscher” in Stoke vergessen zu machen.

Premier League 2010/2011 #8, FC Everton – FC Liverpool

[16h26] Endstand FC Everton – FC Liverpool 2:0

Liverpool hatte die beste Phase nach dem 0:2-Rückstand. Und nicht mal da wirkte man überzeugend und dominant. Verdienter Sieg für die Blauen, taktisch, spielerisch und insbesondere in der ersten Halbzeit von der Leidenschaft eine gute Klasse besser als die Reds. Everton setzt den Aufwärtstrend der letzten Wochen fort, und für David Moyes wohl am wichtigsten, dass man jetzt die guten Leistungen auch in Siege verwandelt. Everton klettert ins Mittelfeld der Tabelle. Defensiv stand man fast immer bombensicher, Jagielka mit überzeugender Rückkehr. Offensiv in der Abwesenheit von Fellaini die Defensive mit der Hereinnahme von Heitinga genau richtig gestärkt, hatte man über 60 Minuten ein Übergewicht im Mittelfeld. Und dann – im Gegensatz zu Liverpool – eiskalt vor dem Tor.

Roy Hodgson wirkte ratlos, die ganze Zeit mit verschränkten Armen an der Seitenlinie stehend. Viel mit Sammy Lee kommuniziert. Es gibt Redebedarf in den nächsten Tagen beim FC Liverpool. Donnerstag steht die Europa League auf dem Programm. Bei den Reds bleiben, das hat das Spiel heute erneut gezeigt – zwei große Baustellen. Einmal das defensive Mittelfeld, besonders in der ersten Halbzeit schlicht nicht da. Wenn die Kombination vor gut einem Jahr damals noch Mascherano und Xabi Alonso hieß, ist das mit Lucas und Meireles ein großer Qualitätsverlust. Meireles immerhin mit offensiven Impulsen, Lucas einfach nicht da. Zweite Baustelle: Das Toreschießen. Torres zwar mit guten Chancen, aber es macht einfach nicht klick. Der Spanier zu sehr auf sich alleine gestellt. Man spielt zu häufig durch die Mitte, wenig über die Außen, kaum verwertbare Flanken, wenig Abwechselung, wenig Kreativität. Liverpool fast nicht wiederzuerkennen. Das wird eine interessante Woche in Liverpool. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hodgson weitermachen darf, es sei denn, er tritt freiwillig zurück. Aber das scheint nicht die Art von Hodgson zu sein. Mal sehen, was die nächsten Spiele bringen. Sollte die Erfolgslosigkeit anhalten, wird es auch langsam für Roy ganz eng. Everton gewinnt das 214. Merseyside Derby verdient mit 2:0 und schlägt erstmals seit 2006 die Reds.

[16h21] Vier Minuten Nachspielzeit

[16h18] Und die beste Chance für den FC Liverpool in der 87. Minute. Langer Ball von Ryan Babel auf Fernando Torres, der lässt zwei Gegenspieler aussteigen, 1 gegen 1 mit Tim Howard, aber der Keeper des FC Everton reagiert glänzend. An guten Tagen macht Torres den mit verbundenen Augen.

[16h15] Wechsel FC Liverpool: Milan Jovanovic für Maxi Rodriguez

Wie gesagt, Liverpool nährt sich. Dabei bleibt es dann auch. Everton nicht wirklich unter Dauerbeschuss.

[16h10] Wechsel FC Liverpool: Ryan Babel für Joe Cole

[16h06] Viertelstündchen noch. Zweite Baustelle für den FC Liverpool neben dem schwachen defensiven Mittelfeld konnte man in den letzten Minuten beobachten. Man macht zu wenig aus der Überlegenheit, Distanzschüsse von Meireles kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wo sind die Direktpässe, wo die Flanken? Torres hängt durch, wird aber auch kaum in Szene gesetzt. Die Hereingaben von Joe Cole sind zwei Nummern schlechter als die von Steven Cherundolo. Das passt alles nicht zusammen. Und wenn du zwei solch großen Baustellen im Team hast, wird es gegen einen engagierten Gegner wie den FC Everton ganz ganz schwierig.

[16h05] Wechsel FC Everton: Jermaine Beckford, Neuzugang aus Leeds – ganz interessanter Spieler – für den verletzten Mikel Arteta

[16h04] Roy Hodgson guckt in Minute 73 an der Seitenlinie genauso ratlos wie in Minute 34.

[16h03] Wechsel FC Everton: Tony Hibbert für den sehr starken John Heitinga

[16h02] Wechsel FC Liverpool: David Ngog für den enttäuschenden Lucas.

[15h59] Everton hat momentan beide Füße vom Gaspedal genommen und lässt Liverpool ein wenig kommen. Die kommen häufiger zum Torabschluss, aber wirklich gefährlich ist das weiterhin nicht. Gerrard versucht jetzt das Spiel an sich zu reißen, hat die zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, Maxi Rodriguez gibt einen zweiten Stürmer, Joe Cole kommt vermehrt über die linke Seite. Liverpool nährt sich langsam den Anschluss, der dringend benötigt wird.

[15h54] Schuss von Meireles aus 30 Metern in die Arme von Howard. Wenn das alles ist, muss man sich als Liverpool-Fan ernsthaft Gedanken machen.

[15h52] Gute Stunde durch. Everton verwaltet die Führung ohne wirklich allzu viele Torchancen zuzulassen. Die Reds zwar bemühter als in der ersten Hälfte, aber immer noch plan- und konzeptlos in der Hälfte des FC Everton. Tor für die Reds liegt jetzt nicht unbedingt in Reichweite.

[15h47] 80% Ballbesitz in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit für den FC Everton. Wow. Die Toffees wie im Rausch derzeit.

[15h43] Und der FC Liverpool hat noch 40 Minuten Zeit nicht noch tiefer in die Krise zu schlittern. Und der Goodison Park tobt.

[15h41] 2:0, Mikel Arteta, 50. Minute

Und hat sich was von Schwung nach der Halbzeit, wenn der FC Everton mit der ersten Chance die Führung ausbaut. Bilyaletdinov holt eine Ecke von links raus, Krygiakos mit Kopfballbefreiung völlig unnötig direkt in die Mitte. Arteta aus 20 Metern einfach drauf gehalten. Reina sieht dank der vielen Spieler vor sich überhaupt nicht, wo der Ball hingeht und kann nicht mehr reagieren. 2:0. Herzlich Willkommen, John W Henry.

[15h37] Nach einer guten Minute schon ein Torschuss für den FC Liverpool. Baines mit unglücklicher Kopfballvorlage für Maxi Rodriguez, gute Schussposition, aber zu zentral auf Tim Howard gezielt. Liverpool mit Schwung aus der Halbzeit kommend, ist ja auch nötig.

[15h36] Beginn 2. Halbzeit

[15h35] Wechsel FC Everton: Der Freund aller Fußball-Kommentatoren, Diniyar Bilyaletdinov, für den angeschlagenen Leon Osman.

[15h19] Halbzeit FC Everton – FC Liverpool 1:0

Überzeugende Leistung des FC Everton. Verdiente Führung für die Toffees, die viel mehr in dieses Spiel investieren. Tolle Laufarbeit. Die Taktik von Moyes Heitinga ins defensive Mittelfeld zu verfrachten, geht wunderbar auf. Everton hatte ja auch in den letzten Spielen nie schlecht gespielt, heute belohnt man sich dann auch mit dem Tor, nachdem bereits einige gute Chancen hatte. Liverpool enttäuscht auf ganzer Linie, ernüchternd wieder zu sehen, wie wenig das defensive Mittelfeld der Reds eine Bindung ins Gesamtgefüge der Mannschaft bekommt. Nach vorne mit der Ausnahme des Torres-Kopfball ist das schlicht viel zu wenig. Tolle Partie, intensiv geführt, beste Nachmittagsunterhaltung für die Zuschauer.

[15h16] Zwei Minuten Nachspielzeit

[15h11] Unfassbar gute Laufarbeit vom FC Everton und weiter enttäuschend, was Liverpool in der Offensive anbietet. Fünf Minuten noch bis zur Halbzeit. 60 Prozent Ballbesitz für die Toffees.

[15h05] 1:0, Tim Cahill, 34. Minute

Und da ist die verdiente Führung für die Gastgeber. Lucas (er spielt ja doch mit) verliert im Mittelfeld den Ball, dann folgt eine exzellente, wunderbare Vorarbeit von Seamus Coleman, der auf der Außenbahn zwei Liverpool-Spieler abschüttelt, Flachpass in die Mitte, wo Krygiakos durch Yakubu gebunden ist. Cahill völlig frei – und knallt die Kugel in die Maschen. Null Abwehrchance für Reina.

[15h04] Auch wenn spielerisch sicherlich noch ganz viel Luft nach oben ist, bisher ein richtig interessantes Spiel. Kann man gut zuschauen.

[14h58] Trotz der einen Chance eben durch Torres wenig Offensives für die Gäste. Credit to Everton, ganz starkes Spiel, viel Laufarbeit, viel über die Flügel, weil die Außenverteidiger fleißig mit nach vorne gehen. Die Räume werden eng für den FC Liverpool gemacht, die Reds im Mittelfeld hoffnungslos unterlegen (wo ist eigentlich Lucas?), es hapert bei den Blauen mal wieder am Abschluss. Aber trotzdem kann David Moyes sehr zufrieden sein, Roy Hodgson eher weniger. Zumindest mit dem Ergebnis noch.

[14h54] 23 Minuten durch und wir schreiben die erste Chance vom FC Liverpool auf den Notizzettel. Flanke von Links durch Joe Cole, in der Mitte Torres mit dem Kopf am Ball, Howard lenkt den Ball über die Linie. Man spielt offensiv noch mit. Und die neuen Besitzer nehmen es erfreut zur Kenntnis.

[14h50] Und jetzt hat Howard Webb keine Gnade mehr. Maxi Rodriguez mit der ersten gelben Karte nach 18 Minuten. Everton weiter spielbestimmend. Von Liverpool kommt gar nichts nach vorne.

[14h45] Everton drückt und spielt gut die Chancen raus. Baines gewinnt den Ball auf links, schickt Yakubu, der mal auf den Flügel ausgewichen ist. Schuss in die Mitte, wo wirklich alle Reds-Spieler verpassen, Distin kommt an die Kugel, dreht sich um seinen Gegenspieler, Abschluss wieder einen Tick zu hoch.

Viele Fouls, Gerrard mit einem gelbwürdigen Tackle, aber Webb wie immer großzügig zu Beginn, belässt es bei einer strengen Ermahnung.

[14h43] Erste gute Chance in diesem Spiel, für den FC Everton. Nach einem Freistoß für die Toffees bekommen die Reds den Ball nicht weg. Baines dribbelt am Strafraum, legt links raus, Flachpass in die Mitte, wo Skrtel den Ball direkt vor die Füße von Phil Jagielka legt, doch der Linksschuss des Innenverteidigers deutlich zu hoch. Everton nährt sich dem Tor immer mehr.

[14h40] Bleibt eine intensiv geführte, körperbetonte Partie. Spielerisch leider bisher noch ganz wenig zu vermelden, ebenso wie nennenswerte Torchancen. Leichter Vorteil für Everton in den ersten Minuten, der soweit geht, dass man sich ganz gut durchs Mittelfeld bewegt. Aber der letzte Pass, die letzte Flanke findet dann noch keinen Abnehmer.

[14h35] Everton mit viel Pressing in den ersten Minuten, gehen früh auf die ballführenden Spieler, machen die Räume eng. Liverpool bleibt vorerst nur der Weg das Spiel zu beruhigen und hinten rum zu spielen. Schon jetzt unglaublich intensive Begegnung.

[14h32] Beginn 1. Halbzeit

Referee Howard Webb pfeift an. Liverpool in rot, Everton in blau. Wie es sich gehört. Die Gäste mit Anstoß, spielen von rechts nach links in der ersten Hälfte. Sonnenschein in Liverpool, man mag es sich gar nicht vorstellen.

[14h26] Wie ich diese Intros der Premier League liebe…

[14h21] Skrtel und Kyrgiakos, nicht unbedingt die stärkste Defensive für die Reds, gegen einen wenig gehemmten Sturm der Toffees. Könnte also auch ein 0:0 werden. Überhaupt dürfte der Verlierer des Spiels einen ungemütlichen Oktober bekommen.

[14h19] Die Aufstellungen im Goodison Park:

FC Everton: Howard – Neville, Jagielka, Distin, Baines – Coleman, Heitinga, Arteta – Osman, Cahill – Yakubu

FC Liverpool: Reina – Carragher, Skrtel, Kyrgiakos, Konchesky – Gerrard, Lucas – Meireles, Cole, Maxi Rodriguez – Torres

Zunächst zu den Gästen. Torres wie erwartet fit, Kuyt wird noch längere Zeit fehlen. Kurzfristig auch ausgefallen ist Glen Johnson, deshalb rückt Carragher auf die rechte Abwehrseite, Kyrgiakos mit Skrtel in der Innenverteidigung (auf die Schnelle kann ich mich nicht erinnern, dass die beiden von Beginn an schon mal zusammengespielt haben). Das Mittelfeld wie immer flexibel, mal schauen, wie die Rolle von Gerrard genau aussehen wird. Torres ist einzige Spitze. Bei Everton Aufatmen, weil Jagielka zurück in die Innenverteidigung kehrt. Heitinga rückt ins Mittelfeld und ersetzt den verletzten Fellaini. Das ist dann doch die etwas defensivere Variante, zumal wohl Arteta und Cahill auch eher die Rollen im Mittelfeld übernehmen. Yakubu nominell einzige Spitze, Cahill kann aber gut und gerne auch in den Sturm rücken. Hat das letzte Saison, als Everton wegen Verletzungen die Stürmer ausgingen, mehrmals gespielt.

[14h11] Liverpool muss defensiv wieder sicherer stehen als zuletzt, als die Rückwärtsbewegung bei Angriffen des Gegners schlicht nicht exsistent war und große Lücken im Mittelfeld klafften. Und ein Fernando Torres mit Torriecher dürfte heute auch nicht schaden. Und Everton würde sich heute mal über eine effizientere Chancenverwertung freuen als in den letzten Wochen. Zu viel Aufwand, zu wenig Ertrag. Mit Ausnahme des ersten Saisonsiegs vor zwei Wochen in Birmingham.

[14h07] Schönen Nachmittag zusammen. Endlich wieder mal sportlich auf den FC Liverpool blicken. Nachdem die Besitzerfrage gelöst ist, sind jetzt wieder Spieler und Trainer gefordert. Hinter dem Hickhack um einen neuen Besitzer kann man sich jetzt nicht wieder verstecken. Das 214. Merseyside Derby und für beide Vereine die Hoffnung einen Schritt raus aus der sportlichen Krise zu machen. Die neuen Besitzer von der NESV sind im Goodison Park, Roy Hodgson hat erstmal eine Jobgarantie bekommen. Es könnte alles so schön sein für die Reds. Warten wir aber erstmal die 90 Minuten ab.

Live-Blog: D-Days für den FC Liverpool

Freitag, 15. Oktober 2010

[17h37] Es gibt eine offfizielle Erklärung auf der Website des FC Liverpool. Die Reds sind nun offiziell an die NESV verkauft worden.

New England Sports Ventures announces that it has completed the purchase of Liverpool Football Club. NESV wishes to extend its sincere gratitude to the Board of Liverpool FC for their diligence and their efforts on behalf of the Club and its supporters. The transaction values the Club at £300m and eliminates all of the acquisition debt placed on LFC by its previous owners, reducing the Club’s debt servicing obligations from £25m-£30m a year to £2m-£3m. NESV Principal Owner John Henry said: “On behalf of the entire NESV partnership, I want to express how incredibly proud and humbled we are to be confirmed as the new owners of Liverpool FC. We regard our role as that of stewards for the Club with a primary focus on returning the Club to greatness on and off the field for the long-term. We are committed first and foremost to winning. We have a history of winning, and today we want LFC supporters to know that this approach is what we intend to bring to this great Club.”
Offizielle Erklärung: Liverpool FC sold to NESV

[15h15] Damit wird nun noch auf die Bestätigung gewartet, dass die NESV der neue Eigentümer des FC Liverpool ist. In der Hoffnung, dass das Geld rechtzeitig überwiesen ist.

[15h01] Die Royal Bank of Scotland wartet nun auf den Eingang von über 200 Millionen Pfund um den Klub an die NESV zu verkaufen. Die Überweisung soll wohl schon auf dem Weg sein. Wie schnell das dann alles gehen kann.

[14h58] Damit wäre nun der Weg frei für die NESV. Ist ja schon mal ein Anfang, dass ich das schreiben konnte.

[14h50] Breaking News: Sky und der Guardian vermelden, dass Tom Hicks das Handtuch geworfen haben könnte. It could be over! Tom Hicks und George Gillett werden nicht weiter den Verkauf des Vereins behindern, damit auch eine Insolvenz verhindert werden kann. Gleichzeitig fordern die beiden eine Abfindung in Höhe von 1,6 Milliarden Pfund (!). “It’s an extraordinary swindle and it will result in exactly the wrong thing for the Club and the fans.”

Steve Stodghill, Vertreter vor Gericht für Hicks und Gillett: “Mr. Hicks and Mr. Gillett wanted to position this club for the future, but others have a different agenda. In truth, there is nothing positive from these events for Liverpool Football. That is exactly the opposite of what my clients wanted to achieve.” Weiter gab Stodghill zu Protokoll, dass Hicks und Gillett bereit gewesen wären, die Schulden des Vereins an die RBS zurückzuzahlen (was möglicherweise gleichgekommen wäre mit einer Übernahme durch Mill Financial nach Übergabe der Hicks-Anteile), aber das wurde von der Liverpool-Direktive geblockt.

Als wäre unter Hicks und Gillett alles bisher gewesen. Aber das könnte, sollte die Besitzerfrage erstmal geklärt sein, noch ein weiteres schönes Hickhack um die Entschädigung von Hicks und Gillett geben.

[14h36] In diesen Minuten Verhandlungen in Dallas und London. Und sicher ist mal gar nichts. Keine Ahnung, wer sich in diesem Hickhack durchsetzt. Stand gestern Abend hat es keinen Verkauf der Hicks-Anteile an Mill Financial gegeben. Die Aufhebung der einstweiligen Verfügung durch Hicks und Gillett soll noch durch einen Richter in Dallas abgezeichnet und bestätigt werden.

[13h59] Tweets diverser englischer Sportjournalisten zufolge soll die Mill Financial bereits gestern Abend bei der Premier League mal angeklpft haben. Die hat aber abgeschmettert, weil man nur mit der Liverpool Direktive im Gespräch sein möchte. Aber der Mill Financial scheint es ernst zu sein.

[13h53] Interessantestes Szenario, das den trüben Düsseldorfer Nachmittag versüßen könnte, wäre, wenn Tom Hicks es wirklich schaffen würde seine Anteile an die Mill Financial zu veräußern und die dann bereit wären die Schulden des Vereins zurückzuzahlen. Damit wäre dann pro Forma erstmal der US-Hedgefond Besitzer der Reds (ob das überhaupt in Liverpool jemand will, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier). Ob sich die Premier League damit einverstanden zeigt, wollen wir noch gar nicht thematisieren. Call it a Hängepartie. Aber eine richtige. 17:30 Uhr deutscher Zeit läuft die Frist zur Rückzahlung des Darlehens ab.

[13h50] Live-Blog aus Dallas vom Dallas Observer, inklusive Beobachtungen aus der Gerichtsverhandlung.

[13h37] Auch zur Stunde weiter alles offen im Übernahmekampf um den FC Liverpool. Hicks/Gillett mit der Mill Financial auif der einen Seite, RBS und die NESV auf der anderen Seite. Und irgendwo dazwischen der Verein, der weiter die NESV präferiert und bereits mit ihr vertragliche Details festgehalten hat. Die nächsten Minuten gegen 14:00 Uhr dürften dann wieder interessanter werden.

[12h48] Es ist eigentlich schade, was gerade um diesen großen Traditionsverein und die leidenschaftlichen Fans passiert.


YouTube-Direktlink

[12h44] Stichwort Gelassenheit der NESV: Vertreter der New England Sports Venture sind überzeugt, dass eine mögliche Einigung zwischen Hicks/Gillett und Mill Financial erneut die Zustimmung der Liverpool-Direktive benötigt, ein möglicher Deal also nicht einfach so am Verein vorbei realisiert werden kann.

[11h46] Journalisten am Trainigsgelände des FC Liverpool vermelden einerseits, dass die Trainigssitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit heute stattfindet, zum anderen die Pressekonferenz vor dem Merseyside Derby von 14:30 auf 15:30 Uhr deutscher Zeit verschoben wurde. Scheinbar scheint man bis dahin wissen zu wollen, wem der FC Liverpool denn nun gehört.

[11h22] Sportliches zum FC Liverpool: Jamie Carragher hat seinen Vertrag noch einmal verlängert, um zwei Jahre bis 2013.

[11h08] Keine Ahnung, wie das jetzt juristisch abgelaufen ist, aber wenn Hicks und Gillett die einstweilige Verfügung gegen den Verkauf aufgehoben haben, ist der FC Liverpool wieder einen großen Schritt näher an einem Verkauf an die New England Sports Venture.

Oder zweite Möglichkeit, was schlecht für Liverpool wäre. Hicks und Gillett haben einen Deal mit Financial Mill unter Dach und Fach. Abwarten. Da bin ich aber überfragt, ob das jetzt so einfach geht. Und welche juristischen Mittel dann RBS und die NESV dagegen unternehmen könnten. Damit stellt sich dann aber auch wieder die Frage, ob es der RBS egal ist, von welcher Partei sie die Schulden des Vereins zurückgezahlt bekommt. Hätte wohl mal doch mehr Jura-Seminare nebenbei belegen sollen.

[11h06] Breaking News: Sky News meldet: Liverpool owners Tom Hicks and George Gillett lift restraining order blocking sale of club. Wo das nun auf einmal herkommt?

[11h01] Die Meldungen bestätigen sich, wonach Tom Hicks die Mill Financial mit ins Boot holen möchte um einen Verkauf des FC Liverpool zu verhindern. Und auch das Gespenst einer Insolvenzanmeldung macht wieder verstärkt die Runde. John W Henry von NESV ist weiterhin in London um eine Einigung zu erzielen. Doch momentan sind noch zu viele unbekannte Variablen im Spiel. Bleibt spannend.

[10h00] Tom Hicks und George Gillett scheinen hinter den Kulissen alles zu unternehmen, um einen Verkauf der Reds an die NESV zu verhindern. Die BBC vermeldete von einigen Minuten, dass Tom Hicks versucht seinen Anteile am Verein nun auch an den US-Hedgefonds Mill Financial zu veräußern. Gillett hatte das bereits im August getan. Mit den Anteilen von Hicks und Gillett könnte Mill Financial dann die Bezahlung der Schulden übernehmen und die NESV wäre erstmal außen vor. Vertreter der NESV geben sich derzeit aber noch gelassen.

[09h07] Leitartikel in der britischen Zeitung The Independent, der ein wenig losgelöst von den letzten Entwicklungen in Liverpool ein düsteres Bild von der Premier League zeichnet. Die Situation bei den Reds stehe stellvertretend für viele negative Entwicklungen in der Premier League und einem Wirtschaften auf Pump und Anhäufung immenser Schuldenberge.

“But the greatest blame must lie with the Premier League. What has befallen Liverpool is just one entry in a long catalogue of derelictions of duty by the league’s governors. Over the past decade the Premier League has allowed English clubs to be acquired by a succession of dubious characters and financial predators. It has failed to ensure a reasonably level financial playing field across the league. The game’s governors have shrugged their shoulders as sugar-daddy owners have pumped in money to buy quick success, putting immense financial pressures on smaller clubs that have attempted to compete. They have sat back while clubs have squandered vast television revenues on ludicrous transfer fees and grotesquely-inflated player wages. The majority of Premier League clubs are now running unsustainable losses and several have mortgaged their futures with staggering recklessness.”
The Independent: Black days for English football

[08h08] Was also, wenn der Worst Case eintritt und der FC Liverpool heute nicht den Verkauf an die NESV vollziehen kann. Was macht dann die Royal Bank of Scotland? Es wird kräftig spekuliert, aber keiner der Journalisten will sich so richtig festlegen. Owen Gibson/Guardian schreibt aber, dass die RBS zugunsten von Liverpool die Deadline verlängern könnte:

“Tomorrow’s date is significant because 15 October is when the £237m owed to RBS and Wells Fargo is due to be called in, although in practice the bank has been able to do so for some time and would be likely to extend the loans until Monday.”
The Guardian: Battle for Liverpool goes into extra-time after day in court

Paul Kelso/Daily Telegraph kann schlicht nicht abschätzen, wie die RBS entscheiden würde.

“Should the deal not go through RBS will finally face the decision that it has spent the last three days in court trying to avoid: what to do if the loans are not repaid on time.”
The Daily Telegraph: Liverpool takeover: Anfield club’s future to be decided in Dallas court on Friday

[07h59] Mit einer juristischen Entscheidung aus Dallas wird gegen 14:00 Uhr deutscher Zeit (7:00 Uhr Ortszeit in Dallas) gerechnet.

[07h57] Guten Morgen. Über Nacht hat sich eigentlich nichts grundlegend an der Situation für den FC Liverpool verändert. Der Verkauf an die NESV könnte über die Bühne gehen, wenn man grünes juristisches Licht aus Dallas bekommt und das Gericht keine weitere einstweilige Verfügung gegen einen Verkauf unternimmt bzw. die jetzige Regelung aufhebt und das Gerichtsurteil aus London anerkennt. Wenn nicht, dürfte es wieder interessant werden. Sollte das Gericht weiter zugunsten von Hicks und Gillett entscheiden, könnte Liverpool befürchten, Insolvenz anmelden zu müssen, inklusive eines möglichen Punktabzugs. Das meldete zumindest eben BBC Radio 1 in seinen Frühstücksnachrichten. Heute wäre die große Rückzahlung an die Royal Bank of Scotland fällig. Es gibt aber keine einheitlichen Aussagen, ob Liverpool wirklich vor der Insolvenz steht, wenn der Verkauf heute nicht über die Bühne gebracht werden kann.


Donnerstag, 14. Oktober 2010

[22h17] Will man den heutigen Donnerstag ganz kurz zusamenfassen, dann ist nach dem positiven Gerichtsurteil vom frühen Abend der FC Liverpool einem Verkauf an die NESV sicherlich wieder ein Stück näher gerückt, als beide Parteien nach der nächtlichen Intervention von Hicks und Gillett heute früh waren. Trotzdem ist das im Vergleich zur Situation von Mittwochmorgen, als eigentlich schon alles für einen Verkauf bereitet war, ein großer Rückschritt, auch wenn wichtige Verhandlungsschritte schon klammheimlich erledigt wurden. Jetzt liegt der Spielball wieder bei Hicks und Gillett in Dallas, die einen Verkauf des Vereins weiter verhindern wollen. Neben der sportlichen und finanziellen Komponente haben wir nun also auch juristische Streitigkeiten. Die Spieler bereiten sich derweil auf das Merseyside Derby vor. Fernando Torres hat grünes Licht für einen Start bekommen. Morgen aber erstmal wieder ganz viel Justiz. Entscheidung immer noch vertagt. Auf der Suche nach der finalen Einigung. Bis morgen früh.

[21h40] Breaking News: Sky News meldet per Nachrichtenlaufband und Twitter, dass George Gillett und Tom Hicks erneut das Gericht in Texas anrufen um den Verkauf des Klubs zu verhindern. Verhandlung ist aufgeschoben bis 14:00 Uhr deutscher Zeit am morgigen Freitag. Und sie können es nicht lassen. Es könnte wieder interessanter werden.

[21h30] Mittlerweile sickern immer mehr Meldungen durch, wonach die Rechtsanwälte der NESV überzeugt sind, dass heute Nacht eine Einigung erzielt werden kann. Voraussetzung: letzte Streitigkeiten mit Dallas werden so schnell wie möglich gelöst.

[21h20] BBC Five Live beschäftigt sich schon den ganzen Abend mit der Liverpool-Übernahme. Blöderweise habe ich nicht den Auftakt der Sendung mitbekommen. Wenn die Nachrichten von vor 20 Minuten aber stimmen, dann sind Vertreter der NESV auf dem Weg nach Dallas.

[21h17] Alles schon in trockenen Tüchern? Harry Harris/ESPN Soccernet schreibt, dass die Übernahme der NESV bereits in kleinem Kreis am Mittwochabend beschlossen und durchgewunken wurde. Für 300 Millionen Pfund wandert der FC Liverpool in die Hände der NESV. Die Anwälte und Vertreter beider Seiten waren sich nach der Genehmigung am Mittwochmorgen so sicher, dass sie bereits ein paar Stunden später alle wichtigen Details festhielten. Dies soll auch der primäre Grund sein, warum der Unternehmer aus Singapur, Peter Lim, heute Nachmittag seinen Rückzug verkündete. Dies würde die Übernahme beschleunigen, sollten alle wichtigen Fakten bereits geklärt sein. Man würde nach Ablauf der Frist morgen um 17:00 Uhr also nicht ganz vorne wieder anfangen müssen. Gute Neuigkeiten für alle Reds-Fans, sollten sie sich bewahrheiten.

[20h34] Der FC Liverpool hat in einem Statement auf der Vereinshomepage zum Gerichtsurteil vom frühen Abend Stellung genommen.

“The Independent Directors of Liverpool Football Club are delighted with the verdict of Mr. Justice Floyd in the High Court this afternoon which now requires Mr. Hicks and Mr. Gillett to withdraw their Texas Restraining Order by 4pm tomorrow. We are glad to have taken another important step towards completing the sale process.”

[19h09] Durch die juristische Deadline rechnen Beobachter mit einem Verkauf des FC Liverpool frühstens am Montag.

[18h42] Richter Floyd gibt Hicks und Gillett bis morgen 17 Uhr deutscher Zeit sich mit dem heutigen Gerichtsurteil einverstanden zu erklären. Interessante Frist, weil sie den Spielraum für die Rückzahlungen weiter eingrenzt, sollten sie wirklich planmäßig bis Freitag beglichen werden müssen.

[18h38] Etwas, das Liverpool hoffentlich nicht bevorsteht, hat jetzt den schottischen Erstligisten Dundee United. Britische Medien melden gerade, dass die Tangerines Insolvenz angemeldet haben. Die finanziellen Schwierigkeiten von Dundee United waren schon seit längerem bekannt. Überhaupt ist die Scottish Premier League (SPL) finanziell nicht mehr auf Rosen gebettet. Das geht über zurückgehende Zuschauerzahlen bis zum Kollaps von Setanta vor einem Jahr und geringeren Einnahmen aus den TV-Rechten. Immer wieder wird über einen Abgang der beiden “Leuchttürme” Celtic und Glasgow Rangers in die englische Premier League spekuliert.

[18h30] Man sollte George Gillett und Tom Hicks sicherlich nicht unterschätzen, aber es wäre doch schon überraschend, wenn der Verkauf des FC Liverpool an die NESV jetzt nicht wie geplant durchgeführt werden könnte. Ich rechne vorerst nicht mehr mit einer Wendung. Aber abwarten. Nach der Entscheidung in London ist vor einer weiteren Entscheidung in Dallas? Wie entscheidet das Gericht in Dallas?

[18h25] Breaking News: Die Direktive des FC Liverpool und die Royal Bank of Scotland bekommen das Recht die einstweilige Verfügung der US-Besitzer nach dem Gerichtsbeschluss in Dallas aufzuheben. “This case has nothing to do with Texas.” Damit könnte der Verkauf des FC Liverpool jetzt theoretisch weiter wie geplant abgewickelt werden. Interessant, wie Hicks und Gillett reagieren werden.

[18h08] Noch einmal ein Statement von Richard Snowdon von der Royal Bank of Scotland aus der heutigen Gerichtsverhandlung:

“This is the most outrageous abuse of process. The proceedings in Texas are plainly inappropriate. This dispute involves an English football club and three English companies and has no connection with Texas other than that Hicks and Gillett may reside there. It is a plain attempt to frustrate and impede the proceedings. But it is apparent the US judge himself was aware that what he was being asked to do might cause some ruffling of feathers in this jurisdiction.”

[18h04] Wie sehr die Menschen ein mögliches weiteres Gerichtsurteil bewegt, sieht man gerade, dass die Guardian Sport-Website wegen zu hoher Besucherzahlen in die Knie gezwungen wird.

[17h58] Sky Sports hat die Saga um die Besitzer und Übernahmegerüchte beim FC Liverpool zusammengefasst.

[17h52] Richter Floyd: Es ist ganz offensichtlich, dass der Gerichtsbeschluss aus Texas bereits eine beträchtliche Zeit in Vorbereitung war. Was im Prinzip auch ein Eingeständnis ist, dass man mit solch einer Aktion nicht rechnen konnte und Hicks und Gillett bereits sehr lange vor einem möglichen konkreten Verkauf des Klubs scheinbar diesen Schritt überlegt und gestaltet haben.

[17h39] Aus einem Forumsbeitrag beim Liverpool Echo: Don’t mess with The Kop!

[17h35] Sky News und der Guardian melden übereinstimmend, dass mit einer Entscheidung von Richter Floyd um 18:00 Uhr deutscher Zeit zu rechnen ist.

[17h23] In den nächsten Minuten wird eine Entscheidung des Gerichts erwartet, wie man weiter vorgehen will und ob heute überhaupt noch mit weiteren Schritten zu rechnen ist. Hicks und Gillett scheinen dort ein ganz dickes Brett zum Bohren hinterlassen haben. Kam für viele ganz überraschend und lässt sich wohl auch nicht so schnell wieder abwenden.

[17h01] Auf “englischer” Seite geht das primäre Bemühen darum zu versuchen, die einstweilige Verfügung von Hicks und Gillett wieder aufzuheben und alle Möglichkeiten auszuschließen, dass weitere Unterlassungen seitens der US-Besitzer unternommen werden können. Das dauert.

[16h40] Breaking News: Und diesmal ganz sportlich. Fernando Torres hat von den Ärzten des FC Liverpool grünes Licht für einen Einsatz am Sonntag im Merseyside Derby bekommen.

[16h37] Was machen denn eigentlich die Fans des FC Liverpool gerade? Wieder Versammlung vor dem Gerichtsgebäude und “You never walk alone” singen, ähnlich wie am Mittwoch, als die Entscheidung bekanntgegeben wurde, dass der FC Liverpool verkauft werden kann (Video BBC)

[16h34] Gerichtsunterlagen oder die Frage, welcher Mittelname gehört zu wem: Im Angebot die Herren Hicks, Gillett und Broughton. Mittelnamen sind Faulkner, Nield und Ollis. Raten Sie doch mal.

[16h09] Die Argumente der beiden Parteien im Liverpooler Gericht konzentrieren sich vor allem darauf aufmerksam zu machen, dass es doch nicht angehen könne, dass ein amerikanisches Gericht sich einmische und mit seinen Urteilen rechtskräftig werde, wenn alle beteiligten Akteure, Verein, Bank etc. “english” seien. Tja, nur scheiße, wenn die derzeitigen Besitzer des Vereins zwei Amerikaner sind.

[16h05] Auf meinem Nachhausweg zwei Ereignisse, die erwähnenswert sind. Die Gerichtsverhandlungen mit Teilnahme von Vertretern der Reds und der RBS sind zurzeit unterbrochen. Derweil halten sich Hicks und Gillett in einem Gericht in Dallas auf und beraten eine weitere Anklage vor. Der FC Liverpool würde die gestern getroffene Gerichtsentscheidung missachten.

Zweite Entwicklung: Peter Lim, Unternehmer aus Singapur, dem durchaus Ambitionen für einen Kauf des FC Liverpool nachgesagt wurden, hat sein Angebot zurückgezogen, nicht, weil er finanziell die Lasten nicht stemmen könne, sondern weil er sich von der Direktive des Vereins nicht beachtet genug gefühlt sah. Er wurde mit seinem Angebot ignoriert, also habe er auch kein Bedürfnis länger seine Pläne aufrechzuerhalten.

[15h12] Aus dem Gerichtssaal von einem Vertreter der Royal Bank of Scotland:

“Proceedings in Texas are inappropriate. It involves an English football club and three English companies. It is intended to frustrate.

[15h07] Alles Wichtige aus dem Gerichtsaal und zur Lage beim FC Liverpool, inklusive Beantwortung von Fragen, bei den Guardian-Journalisten Owen Gibson und Steve Busfield.

[15h00] Nun also erstmal Gerichtstermin mit Vertretern des FC Liverpool und Gesandten der Royal Bank of Scotland, unklar auch, ob in den USA weitere juristische Verhandlungen unternommen werden müssen. Die NESV ist weiter, so die Liverpool-Direktive, der präferierte Bieter. NESV-Chariman Tom Werner, der heute eigentlich über den Atlantik auf die Insel fliegen sollte, bleibt erstmal in den USA.

[14h47] Ein Schlüsselakteur ist die Royal Bank of Scotland, deren Kredit eigentlich morgen zurückgezahlt werden müsste. Die Frage bleibt unklar, was passiert, wenn der Verein oder die alten/neuen Besitzer des FC Liverpool am Freitag das Geld nicht aufbringen werden.

[14h42] Der Guardian hat die Schlüsselakteure für die nächsten 24 Stunden zusammengefasst.

[14h36] Eine weitere überraschende Wendung kam dann heute Mittag, als durch die eigentlich stets gut unterrichtete Liverpooler Tageszeitung Liverpool Echo bekannt wurde, dass Hicks und Gillett ihre Anteile am FC Liverpool an Mill Financial, eine Investorengruppe formerly known as “Heuschrecke” verkauft hat. Dies wurde inzwischen von Hicks dementiert. Das ist insoweit interessant, als dass Mill Financial dann mit den Anteilen in der Hand und der Bereitschaft die Schulden an die RBS zurückzuzahlen, offiziell Besitzer des Vereins wären und die NESV leer ausgehen würde.

[14h32] Wie geht es in den nächsten Stunden weiter? Im Prinzip schien ja alles schon geklärt, der FC Liverpool bekam die Freigabe für den Verkauf des Klubs an die NESV, die auch den fälligen Kredit an die Royal Bank of Scotland begleichen würde. Die entscheidene Wendung kam gestern am späten Abend über die englischen Nachrichtenagenturen. Die US-Besitzer Hicks und Gillett hatten bei einem Gericht in Texas eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf des Vereins erlangt. Dies scheint nach geltendem US-Recht möglich zu sein. Sie würden durch den Verkauf geschädigt und schickten gleich mit eine utopische Entschädigung an den Verein in Höhe von einer Milliarde Pfund. Der Vorstand des FC Liverpool sah sich erneut genötigt, weitere juristische Schritte zu gehen. Heute Nachmittag um 15:00 Uhr deutscher Zeit soll nun vor einem Gericht in Liverpool die einstweilige Verfügung rückgängig gemacht werden und der Verkauf des Klubs damit weiter voranschreiten. Ohne die dramatische Intervention von Hicks und Gillett wären wir wohl schon drei Schritte weiter.

[14h24] Die Situation um den FC Liverpool bezüglich eines neuen Eigentümers spitzt sich weiter zu. Drei Tage vor dem wichtigen Merseyside-Derby beim FC Everton ist die Frage nach den Eigentümern der Reds unklarer denn je. Die Zeit drängt, denn die Royal Bank of Scotland würde gerne ihr Geld zurück haben. Die noch derzeitigen Besitzer, die US-Amerikaner Tom Hicks und George Gillett, blockieren den Verkauf an die Investorengruppe New England Sports Ventures (NESV), eine Tochtergesellschaft der Boston Red Sox. Nachdem gestern Mittag alle Zeichen auf einen Verkauf standen und auch juristisch grünes Licht kam für einen Eigentümerwechsel, stehen jetzt alle Räder wieder still. Die entscheidenen Stunden im Kampf um den Besitz des FC Liverpool hier im Live-Blog mit Einschätzungen und den wichtigsten News.