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Premier League 2010/2011: Saisonvorschau FC Liverpool

Samstag, 7. August 2010 18:10

Es fällt schwer beziehungsweise ist nahezu unmöglich in diesen Tagen sich sportlich mit dem FC Liverpool zu beschäftigen. Schon taucht der Verein von der Merseyside wieder vermehrt in den Wirtschafts- und Finanzressorts der Zeitungen auf, leider wie so häufig in den vergangenen Jahren. Warum sollte dieser Sommer dann eine Ausnahme sein? Man kann es mit beißendem Humor formulierten, wie es der Guardian getan hat (“You’ll never wok alone”) oder man kann sich ernsthaft über die Zukunft des FC Liverpool Sorgen machen. Sind die sportlichen Probleme der vergangenen 24 Monate nicht schon groß genug gewesen, müssen sich Fans und Anhänger im Umfeld der Reds täglich damit beschäftigen, ob ihr Verein zukünftig Spielball eines milliardenschweren Investmentfonds aus Ostasien wird. Es gibt einfachere Zeiten für einen Fußballfan.

Wenn man sich an das Jahr 2005 zurückerinnert. Der Triumph in der Champions League gegen den AC Mailand, zwei Jahre später verpasst man den erneuten Gewinn, wieder im Finale gegen die Italiener. Zwischenzeitlich hatten sich im Februar 2007 die US-Milliardäre Tom Hicks und George Gillett den FC Liverpool, immer noch einer der wertvollsten Fußballklubs der Welt, gekauft. Seitdem ging es bergab. Hicks und Gillett wurden von der Finanzkrise stärker getroffen, als Liverpool sportlich von den häufigen Ausfällen von Fernando Torres. Die Fans wollten die Besitzer loswerden, es wurden Protestmärsche veranstaltet, der ehemalige Trainer Benitez verkrachte sich mit beiden über Geld für neue Spieler und hatte mehrmals gedroht die Brocken hinzuschmeißen. Im März 2009 verlängerte der Spanier trotzdem seinen Vertrag um fünf weitere Jahre bis 2014 bei dem Verein, der ihm so ans Herz gewachsen ist. Um dann Ende 2010 seinen Abschied zu verkünden, der Verein kam ihm mit der Entlassung vor. Nachdem der FC Liverpool finanziell immer größere Scherbenhaufen ansammelte, verzeichnete man auch ein sportliches Tief nach dem anderen. Frühes Ausscheiden in der Gruppenphase der Champions League, das erklärte Ziel des Europa League Finales nicht erreicht und zu allem Überfluss die Qualifikation für die Champions League verpasst. Und jetzt soll durch den Chinesen alles anders werden, jemand, der sich noch nie zu der Premier League geäußert hat, der keinerlei weiteres sportliches Engagement zeigt, der aber große Träume, wie den Stadionneubau, die Tilgung aller Vereinsschulden und den Rauskauf der US-Besitzer, verspricht? Es gibt einfachere Zeiten für Fans des FC Liverpool, aber wann waren die zuletzt einfach?

Und es lässt sich Stand 7. August 2010 doch auch viele positive Zeichen entdecken, und die sind vor allem sportlich geprägt. Fernando Torres und Steven Gerrard bleiben trotz aller Abwerbungsversuche eine weitere Saison bei den Reds. Bei Gerrard war das schon eher wahrscheinlich – interessant, ob der überhaupt mal woanders gegen den Ball tritt – aber ein Abgang von Torres war schon bedrohlich nahe. Umso mehr auch ein Erfolg für den neuen Trainer Roy Hodgson, der aus Fulham kam, und gleich mal vor dem Saisonstart schon ein Ziel erreicht hat. Mit Innenverteidiger Danny Wilson von den Rangers, einem Klub in finanziellen Nöten, konnte man ein junges Talent für wenig Geld an den Verein bitten und hat jetzt fast schon ein Überbedarf an Innenverteidigern (Daniel Agger, Kyrgiakos, Jamie Carragher, Martin Skrtel, um mal die bekanntesten zu nennen). Könnte mir also durchaus vorstellen, dass Agger auf die Linksverteidigerposition wechselt. Rechts ist man mit Glen Johnson ja durchaus prima besetzt. Joe Cole soll etwas schaffen, das Ryan Babel nie wirklich erfüllen konnte, Druck und Torgefährlichkeit über die Flügel zu erzeugen. Babel darf sich das dann mal anschauen, Yossi Benayoun hatte genug bei den Reds und spielt jetzt beim FC Chelsea London. Sollten Gerrard und Torres fit sein, muss man sich in Liverpool offensiv wenig Sorgen machen.

Das gilt dann schon eher für die Defensive. Was man durchaus schon bei der Anzahl der Gegentreffer sieht. Und Defensive fängt ja schon im Mittelfeld an. Vergangene Saison kassierte der FC Liverpool 35 Gegentore, damit liegt man immer noch, die gesamte Premier League betrachtend, ganz vorne. Sehr viel entscheidender ist die Tendenz. 2006/2007 und 2008/2009 kassiertem man jeweils 27 Tore, 2007/2008 28. Das waren letztes Jahr also sieben Tore mehr als im Schnitt der letzten drei Jahre. Der FC Liverpool hat es immer noch nicht geschafft den Abgang von Xabi Alonso zu kompensieren. Diese Lücke im defensiven Mittelfeld könnte sich noch verschärfen, sollte Xavier Mascherano den Verein verlassen. Bei einem passenden Angebot von einem großen Verein ist Liverpool bereit den Argentinier ziehen zu lassen. Was die Probleme nicht kleiner macht, zumal man auf dem Transfermarkt keine defensiven Mittelfeldspieler in Hülle und Fülle findet. Lucas und auch Alberto Aquilani sind höchstens passable Vertreter, und zieht man Steven Gerrard zurück in die defensivere Rolle, geht Liverpool viel an offensiver Power verloren. Maxi Rodriguez eignet sich ja nur bedingt für defensive Aufgaben. Und sollte Liverpool wieder die ersten drei Plätze angreifen wollen, dann muss defensiv wieder mehr Ordnung und Stabilität herrschen.

Wieder keine einfache Saison für den FC Liverpool. Vielleicht wird eine schnelle Einigung mit Asien bis zum Ende des Monats für ein wenig Ruhe sorgen. Aber kann der Chinese einen hervorragenden defensiven Mittelfeldspieler aus dem Hut zaubern? Roy Hodgson scheint sich gut eingefunden zu haben an der Anfield Road. Die Leistungen in den Testspielen und in der Europa League Qualifikation haben gezeigt, dass er sehr schnell eine Startformation gefunden hat, die Platz für die WM-Fahrer lässt, aber gleichzeitig den jetzigen Akteuren schon genug Möglichkeiten gibt sich einzuspielen. Hodgson hat sehr große internationale Erfahrung und kann – siehe Fulham – aus wenig sehr viel machen. Zu wünschen wäre es dem FC Liverpool. You never walk alone.

Zugänge: Danny Wilson (Glasgow Rangers), Jonjo Shelvey (Charlton Athletic), Joe Cole (FC Chelsea), Milan Jovanovic (Standard Lüttich)

Abgänge: Albert Riera (Olympiakos Piräus), Yossi Benayoun (FC Chelsea)

Prognose: Ganz viel hängt von drei Faktoren ab. Gerrard und Torres sollten verletzungsfrei durch die Saison kommen, das Gerangel um eine Übernahme muss schnell geregelt sein, und die Defensive bräuchte bei einem eventuellen Weggang von Mascherano einen neuen Anstrich. Gehen diese unbekannten Variablen zu Gunsten der Reds auf, könnte es am Ende vielleicht der 4. Platz sein, der für die finanzielle Konsolidierung zwingend notwendig wäre. Wenn nicht – was eher wahrscheinlich scheint – sieht man Man City und vielleicht auch die Spurs wegziehen. Also meine Prognose: 5. Platz.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Vor der Premier League Saison 2010/2011: One Last Shot

Dienstag, 3. August 2010 11:08

Die Vorfreude steigt langsam wieder. In 11 Tagen beginnt die neue Premier League Saison. Schafft Chelsea den Titel zu verteidigen? Kann Arsene Wenger Arsenal endlich wieder zu einem großen Titel führen? Und wie stark wird Manchester City sein? Das sind nur ein paar Fragen, welche die kommende Spielzeit wieder eindrucksvoll beantworten wird. Bevor ich an dieser Stelle in den nächsten Tagen in mehreren Vorschauserien die sportlichen Aspekte der neuen Premier League Saison aufgreifen möchte, soll es zunächst heute ein paar einleitende Bemerkungen und Gedanken zur höchsten englischen Fußballliga vor der Spielzeit 2010/2011 geben. Da ließe sich sicherlich noch viel erwähnen und diskutieren, ich habe mir einige Aspekte herausgegriffen, die lohnenswert sind hier noch einmal ausführlicher dargestellt zu werden.

Nach der WM ist vor der Premier League: Konsequenzen des frühen Ausscheidens der Three Lions vorerst nicht für die Liga
Nach dem blamablen Abschneiden der englischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika mit der deutlichen Niederlage im Achtelfinale gegen Deutschland, haben auch die Strukturen der Premier League sehr schnell ihr Fett abbekommen. Zu viele ausländische Spieler, die Nachwuchsarbeit wird nur unzureichend gefördert, die Profis sind durch die vielen Spiele und die fehlenden Winterpause am Ende der Saison müde und können bei sportlichen Großereignissen nicht mehr ihre beste Leistung abrufen, weil sie müde und erschöpft wirken. Vorerst wird es aber keine spürbar nachhaltigen Veränderungen geben, vor allem nicht in dieser Spielzeit. Erste Entscheidungen könnten frühstens zur nächsten Saison 2011/2012 fallen. Aktueller Stand der Überlegungen ist derzeit, dass man die Wiederholungsspiele im FA-Cup abschafft, damit man der Premier League zwei Wochen Pause im Januar gewähren könnte. Ob das letztendlich auch umgesetzt wird, ist eine weitere Dimension. Alle 20 Vereine müssten zur Abstimmung gebeten werden, erforderlich ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit, sechs Vereine dürften also höchstens ihr Veto einlegen. Wobei eine Winterpause mittlerweile schon Konsens zu sein scheint, strittig ist noch die Implementierung im Januar. Die Einführung einer Winterpause steht schon seit Jahren auf dem Wunschzettel vieler Trainer (siehe ein Interview von Arsene Wenger aus dem Januar 2004), sechs Jahre danach ist wenig passiert. Es wäre überraschend, wenn man sich jetzt innerhalb einer Spielzeit auf eine neue Regelung verständigen könnte. Aller Befürworter einer Winterpause bekommen Stoff durch eine umfangreiche Datenerhebung von IMScouting, welche die Spielzeiten der europäischen Top-Ligen in zwei Hälften eingeteilt und geschaut haben, wie sich die Anzahl der Treffer der Mannschaften verändert hat. Nur fünf Teams haben in der zweiten Saisonhälfte weniger Tore erzielt, drei davon kommen mit Liverpool, Arsenal und Man Utd aus der Premier League. Die Bilanz des FC Chelsea hingegen widerspricht der Bilanz. Es könnte ein weiteres Indiz sein, ein Mittel zur Unterstützung für die Einführung einer Winterpause, wobei Korrelation und Kausalität gerne noch einmal überprüft werden dürften.

Zweiter wesentlicher Kritikpunkt war die mangelnde Nachwuchsarbeit im englischen Fußball, wofür die Premier League maßgeblich verantwortlich sei. Die Nationalmannschaft sei zu alt, junge, gute Spieler würden zu wenig nachkommen. Dabei wurde gerne übersehen, dass Spieler wie Theo Walcott und Darran Bent von Capello nicht mitgenommen wurden. Vergleicht man die A-Nationalmannschaft mit der Aufstellung der englischen U21 im Finale gegen Deutschland im Juni 2009, kann man feststellen, dass nur James Milner aus der Startelf auch den Sprung in die erste Mannschaft von Capello gefunden hat, der eben bei dieser WM auch ganz klar die Trumpfkarte Erfahrung ausspielen wollte. Er hätte genauso gut auch Joe Hart ins Tor stellen können. Dennoch ist die Sehnsucht nach spielstarken, jungen englischen Nationalspielern scheinbar riesengroß. Als Arsene Wenger am Sonntag mal seine Gedanken zu einem möglichen Nationalmannschaftseinsatz von Jack Wilshere der Presse offenbarte, überschlugen sich die Journalisten mit Schlagzeilen und Meldungen, dass Wenger unbedingt einen Einsatz seines Mittelfeldspielers fordere. Dabei war das gar nicht die Intention des Franzosen, sondern vielmehr der Wunsch vieler Medien. Die Premier League versucht sich dem Problem des fehlenden englischen Fußballnachwuchses anzunehmen. Ab der kommenden Saison wird erstmals die Home-grown-player-rule greifen, so etwas wie eine Talentquote (siehe dazu meinen Blogeintrag vom September 2009). Am Ende der Transferperiode zum 31. August 2010 muss jede Mannschaft in ihrem 25-Spieler-Kader mindestens acht “home-grown” players haben. Als ein solcher Spieler gilt man, wenn man im Alter von 16 bis 21 mindestens drei Spielzeiten bei einem englischen oder einem Klub aus Wales unter Vertrag stand. Diese Regel beinhaltet auch, dass man seinen Kader mit mehr als 25 Spielern vergrößern kann, wenn diese “home-grown” sind. Das heißt aber auch, dass der Kader bei fehlenden “home-grown” Spieler entsprechend kleiner wird. Arsenal hat zum Beispiel nach derzeitigem Stand nur sechs Spieler, die diese Bedingung erfüllen, darf also deshalb insgesamt nur 23 Spieler nominieren. Liverpool hat nur fünf Spieler, darf also maximal vorerst einen Kader von 20 Spielern haben. Ausführliche Erklärung bei der BBC.

Money, Money, Money: Die Finanzen der Premier League
Vor einem Jahr stand die beginnende Premier League Saison noch unter den Eindrücken der Wirtschafts- und Finanzkrise mit hohen Verlusten für die Besitzer der Vereine und massiven Sparkursen der Klubs. Man scheint aus den Erfahrungen der letzten 12 Monate ein wenig gelernt zu haben und kontrolliert die Ausgaben sehr viel stärker. Chelsea hat sich von einem Großteil seiner Spieler, die nur auf der Bank sitzen und Geld kosten, getrennt, Arsenal dreht schon seit Jahren bei Transfers jeden Penny viermal um. Und Manchester United sitzt immer noch auf den Transfererlösen von Christiano Ronaldo. Was dabei aber nicht vergessen werden darf sind die immer noch teils enormen Schulden der Besitzer-Familien. Trotzdem ist man vorsichtiger beim Ausgeben des vielen Geldes geworden. Bei den Transfertätigkeiten in diesem Sommer ist man vorsichtig und bedacht vorgegangen. Mit einer Ausnahme, dazu unten später mehr. Doch dass die Premier League weiter im großen Geldfluss schwimmt, dürfte auch unmissverständlich sein. Ab dieser Saison tritt für drei Spielzeiten der neue TV-Vertrag mit BSkyB und ESPN UK in Kraft, der fast 1,8 Milliarden Pfund für die nächsten drei Saisons ausschüttet. Zudem steigen die Einnahmen aus dem Trikotsponsoring (via Allesaussersport-Facebookpage) bei einigen Vereinen oder bleiben gleich, sinken tun sie aber nur bei Newcastle und Sunderland. Die Zuschauerzahlen sind letzte Saison trotz Wirtschafts- und Finanzkrise nur leicht gesunken, das dürfte sich dank verbesserter wirtschaftlicher Lage und leicht rückläufigen Ticketpreisen vielleicht wieder verbessern. Zudem hat man die intensive Vorbereitungsphase wieder für einen globale Werbetour genutzt. Blackburn und Everton waren unter anderem in Australien, Man Utd, Man City und die Spurs in den Vereinigten Staaten. Das globale Interesse an der Premier League ist weiterhin enorm groß, wenn in Toronto 40.000 für ein Testspiel der Red Devils gegen Celtic Glasgow antreten – bei Ticketpreisen zwischen 75 und 165 US-Dollar. Mehr über die Erschließung des US-Marktes durch die Premier League gibt es bei EPL Talk zu lesen. Die Premier League ist also schon mit sehr viel schlechteren Rahmenbedingungen in eine neue Spielzeit marschiert. Trotzdem hat ein Sinneswandel stattgefunden: Starke Kontrolle der Ausgaben bei aber weiter stark steigenden Einnahmen. Es könnte schlechter sein.

Manchester City: Fluch oder Segen für die Premier League?
Kein Verein hat in der Sommerpause die Fans so polarisiert wie Manchester City. Der Geldhahn war dauergeöffnet und wer stand nicht alles auf dem Wunschzettel in Eastlands. Messi, Balotelli, Dzeko, Özil um nur einige zu nennen. Manchester City unternimmt in der nächsten Saison den letzten Versuch endgültig in die Phalanx der Big Four einzubrechen. Und die Story der Citizens ist schon Saisonbeginn die vielleicht interessanteste und dürfte es auch während der 38 Spieltage bleiben. Das Scheitern in der vergangenen Saison – denn etwas anderes als der fünfte Platz mit dem verlorenen direkten Duell gegen die Tottenham Hotspur – scheint Spuren hinterlassen zu haben. Und da Geld vorerst weiter keine Rolle spielt, versucht man jetzt noch einmal den Großangriff auf die Ligaspitze. Wie ein kleines gekränktes Kind, das sich beweisen will. 200 Millionen Pfund haben die Besitzer der Abu Dhabi United Group dafür zur Verfügung gestellt. Und es sind noch Scheine in der Kriegskasse. Rund 28 Millionen Pfund ließ man sich den Wechsel von Yaya Toure vom FC Barcelona kosten, David Silva vom FC Valencia kam für 24 Millionen Pfund, Jerome Boateng für schlappe 11 Millionen Pfund. Bereits im Sommer 2009 gab Manchester City 120 Millionen Pfund aus. Jetzt wurde noch einmal von den Besitzern des Vereins mehr Geld zur Verfügung gestellt. Und es dürfte offensichtlich sein, dass City sich bis zum Transferschluss am 31. August noch ein paar große Namen angeln wird. Ist das nun Segen oder Fluch für die Premier League? Die einen sagen, das hätte mit Fußball nicht mehr viel zu tun und zeige nur die Geldgier und dass Premier League Vereine Spielbälle ausländischer Milliardäre seien. Die andere Fraktion, zu der ich mich auch zählen würde, sieht das ganze mehr unter dem sportlichen Aspekt. Mit der Aufrüstung der Citzens ist ein weiterer potentieller Kandidat für die Plätze 1-4 entstanden. Sportlich macht das den Wettbewerb also durchaus reizvoller. Wenn City nicht wieder so unter seinen Möglichkeiten spielt wie in der vergangenen Spielzeit, was ebenso die Frage aufwirft, ob Roberto Mancini der richtige Trainer für diese Star-Truppe ist. Eigentlich stand er zum Ende der vergangenen Saison mehr denn je in Frage. Jetzt will man aber an ihm festhalten und er verspricht Erfolg. Sollte der sich in den ersten Monaten nicht einstellen, dürfte Mancini ganz schnell weg sein.

Das Kartenhaus FC Liverpool: Wer rettet es vor dem Zusammenfallen?
Ob der richtige Trainer beim richtigen Verein ist, kann man sich auch beim FC Liverpool fragen. Roy Hodgson, ehemals FC Fulham, soll die Reds wieder zurück in die Erfolgsspur bringen und eine Saison in der Europa League schadlos überstehen und am besten nebenbei noch um den Titel in der Premier League kämpfen. Keine leichte Aufgabe. Zumal die Arbeit von Hodgson wieder mit allzu vielen Unbekannten auskommen muss. Wie ist die Form von Steven Gerrard und Fernando Torres in der kommenden Spielzeit? Bleiben sie eine komplette Saison verletzungsfrei? Mit Jovanovic aus Lüttich, Joe Cole vom FC Chelsea und Wilson von den Glasgow Rangers hat man den Kader sinnvoll ergänzen können, was nach den Abgängen von Benayoun und vermeintlich auch Mascherano dringend nötig war. Und bis jetzt konnte man auch Gerrard und Torres halten. Sportlich bisher alles aufgegangen, was die finanziellen Probleme an der Anfield Road sicherlich nicht kleiner macht. Der Verein hat immer noch einen Kredit von 237 Millionen Pfund bei der Royal Bank of Scotland, der dringend und schnell abbezahlt werden muss. Die US-Besitzer Hicks und Gillett können das wohl nicht erreichen, schieben sie den Termin für eine Rückzahlung immer weiter voraus. Hilfe könnte jetzt aus China kommen. Der chinesische Milliardär Kenny Huang, Aktienhändler an der New Yorker Wall Street und Chairman der QSL Sports group aus Hongkong, hat mit einem der wohl finanzstärksten Investmentfonds in Asien im Rücken ein Angebot für den FC Liverpool vorgelegt. Er würde, so melden diverse Medienberichte, den Kredit bei der Bank of Scotland abbezahlen und gleichzeitig die US-Besitzer der Reds rauszuschmeißen, indem er die Schulden des Vereins versucht abzubezahlen und dann Kontrolle über den Verein zu bekommen. Er habe Fernando Torres gebeten mit eventuellen Wechselentscheidungen noch zu warten, was darauf schließen lässt, dass ein möglicher Deal des Chinesen schon in den nächsten Tagen passieren könnte. Aus China wird Druck ausgeübt auf die Verwaltung beim FC Liverpool. Huang habe mehrere Leckerbissen im Angebot, unter anderem stellt er auch in Aussicht, dass unter seiner Übernahme auch das neue Stadion für den FC Liverpool gebaut werden würde. Der Guadian meldet, dass vor allem der Preis einer Übernahme noch als Hinderung im Weg stünde. Hicks und Gillett sollen den Wert es FC Liverpool mit knapp 800 Millionen US-Dollar (504 Millionen britische Pfund) beziffert haben. Experten gehen davon aus, dass beide den Preis senken müssten, sollte es zu einer Einigung kommen. Das dürfte interessant werden, ob die US-Besitzer dazu bereit wären und auf einen erheblichen Profit verzichten würden. Jetzt wird man sehen, wie sehr ihnen der Verein am Herzen liegt oder ob sie am Ende ihrer dreijährigen durchwachsenen Amtszeit noch einmal das Optimale für ihre Konten herausholen wollen.

Also die optimale Lösung für den FC Liverpool? Das Angebot des Chinesen klingt verlockend. Abbezahlen der Schulden bei der Royal Bank of Scotland, das Ausbezahlen der US-Besitzer und zusätzliches Geld für Transfers. Realistisches Szenario oder mehr Wunsch als Verstand? Das dürfte in den nächsten Tagen zu klären sein. Und völlig offen bleibt immer noch die Intention von Huang hinter seinen Unternehmungen. Große Liebe zum FC Liverpool kann es erstmal nicht sein. Viel Risiko also für die Reds, wobei wirklich schlimmer als jetzt kann es ja schon gar nicht mehr werden.

Also auch abseits der Spielfeldes viele Themen, welche die Premier League reizvoll und ein wenig unberechenbar machen. Ab Morgen geht es dann aber ganz ums Sportliche mit der Saisonvorschau für den FC Chelsea London.

Thema: Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #37, FC Liverpool – FC Chelsea 0:2

Sonntag, 2. Mai 2010 16:23

Noch zweimal 90 Minuten ohne Punktverlust bestehen – und dann ist der FC Chelsea London englischer Meister 2009/2010. Zweimal, das klingt nicht unbedingt dramatisch, zumal das letzte Spiel daheim gegen Wigan geht. Bloß hatte man an diesem Sonntag noch eine der schwersten Hürden vor sich, gegen den FC Liverpool an der Anfield Road. Die Reds, die im Gegensatz zu den Blues so gar nichts mehr zu verlieren haben, wollen eine mäßige Saison zumindest für die Fans verschönen. Denn auch wenn man mit drei Punkten wohl Manchester United zum Meister machen würde, gäbe es nicht viel mehr Prestige und Anerkennung von den Fans, wenn man den FC Chelsea besiegen würde. Und es wäre vielleicht auch das passende Abschiedsgeschenk für Rafael Benitez, im seinem wohl letzten Heimspiel an der Anfield Road. Der Spanier, der Liverpool in seiner ersten Saison zum Champions League Titel führte, ist Sinnbild für die Reds in dieser Saison: Zu viele Baustellen außerhalb des Spielfeldes, zu viele Gerüchte, zu viele Diskussionen um Cash als um Tore und Triumphe. Da kann man zumindest mit einem tollen Spiel einiges vergessen machen. Rekordmeister im englischen Fußball hin oder her.

Chelsea konnte seit elf Spielen nicht mehr an der Anfield Road gewinnen, hat seit 2005 nur ein Tor in Ligaspielen an der Mersey erzielt. Liverpool veränderte seine Aufstellung im Vergleich zum Ausscheiden in der Europa League auf zwei Positionen. Maxi Rodriguez, der im Europapokal nicht spielberechtigt war, ersetzte Ryan Babel, Javier Mascherano spielt weiter auf der Rechtsverteidigerposition, weil Glen Johnson weiter verletzt ist. In der Innenverteidgung ersetzt Kyrgiakos Daniel Agger. Der Däne rückt dann auf die Linksverteidigerposition. Alles nicht so optimal. Bei Chelsea kehrt der Kapitän John Terry nach seiner Sperre zurück, Paulo musste deshalb wieder auf der Bank nehmen. Vom Personal und den Möglichkeiten offensiv zu spielen, geht der FC Chelsea hier ganz als Favorit in die Bank.

Nach der inbrünstigen Intonation von You never walk alone ging es dann los. Chelsea mit Anstoß in der ersten Hälfte, spielte in den blauen Trikots von links nach rechts, Liverpool wie immer ganz in rot. Nach zehn Minuten die beste Chance für den FC Liverpool. Nach einem Einwurf spielt Liverpool schnell, Gerrard mit dem Pass von der rechten Seite in die Mitte, wo Aquilani viel zu viel Platz hat. Der Italiener mit einem fantastischen Distanzschuss, der sogar noch die Latte streichelt. Insgesamt in der Anfangsphase verteiltes Spiel, beide bemühten sich um einen geordneten Spielaufbau und wollten partout nicht die Defensive vernachlässigen. Große Torchancen blieben aus, mit Ausnahme der Gelegenheit von Aquilani. Dass das eine Spazierfahrt für Chelsea werden könnte, war nach 10 Minuten überhaupt nicht zu sehen. Liverpool sehr konzentriert, fragt sich eben nur, wie lange die Reds dies im Spiel durchhalten können. Chelsea agierte vorsichtig, überließ Liverpool zum großen Teil das Mittelfeld, hin und wieder griff man aber sehr früh an und machte die Räume eng. Zwischendurch wollte man mal zeigen, dass man auch dabei ist. Aber man braucht ja auch nicht auf Teufel komm raus die Tore schießen, man hat 90 Minuten Zeit und demonstriert die Stärke jederzeit einen Gang höher schalten zu können. Was Liverpool exzellent machte in den ersten 20 Minuten, war das Zustellen der Flügel, die eigentliche Schwachstelle im Spielsystem der Reds. Aber Agger auf Links und Mascherano auf rechts hatten gegen Malouda und Kalou überhaupt keine Probleme, gewannen fast alle Zweikämpfe.

Mit Verlaufe der ersten Halbzeit wurde es ein füchterlich anzuschauendes Fußballspiel, insbesondere Chelsea enttäuschte auf ganzer Linie, kam überhaupt nicht ins Spiel. Einige Glanzlichter kamen, wenn überhaupt, nur vom FC Liverpool, die sich ganz gut durch das Chelsea-Mittelfeld kombinierten, im Abschluss aber immer wieder kläglich scheiterten. Da fehlte einfach ein Fernando Torres. Und wenn Chelsea schon keine Tore schießen will, macht das eben Liverpool für die Blues. Zumindest fast. 33 Minuten waren gespielt, als der Kapitän der Reds, Steven Gerrard, einen unglaublich blöden Rückpass auf Reina spielte. In das riskante Zuspiel sprintet Drogba und legt den Ball an Reina vorbei ins Tor. Chelsea auf dem Weg Richtung Meisterschaft – und sie haben dafür überhaupt nichts getan. Ein Spiegelbild der Saison vom FC Liverpool. Und plötzlich war Chelsea da, Lampard verzog völlig freistehend aus knapp 20 Metern in der 36. Minute. Liverpool geschockt vom Rückstand. Zwei Minuten später bekommt Kyrgiakos in allerletzter Sekunde das Bein vor den einschussbereiten Anelka. Das hätte das 0:2 sein können. Kurz vor der Halbzeit musste Benitez verletzungsbedingt wechseln, brachte Ryan Babel – bekannt für Tore in Duellen gegen die Big Four – für Maxi Rodriguez. Mit dem 10 für Chelsea ging es in die Pause, zumindest durch die letzten Minuten der ersten Halbzeit teilweise verdient. Liverpool offensiv zu umständlich und defensiv mit dem einen haarsträubenden Fehler.

Es gab keine Wechsel in der Halbzeitpause – und am Spiel änderte sich im Vergleich zu den letzten Minuten der ersten Hälfte wenig. Liverpool schien sich schon aufgegeben haben, auch Mascherano und Agger auf den Außenbahnen längst nicht mehr so präsent und zielstrebig wie in den ersten 45 Minuten. Chelsea versuchte schon kurz nach Wiederanpfiff den Sack zuzumachen, hatte aber ein wenig Pech im Abschluss, als Kalou sich mit schönem Solo bis zur Grundlinie durchtankte, in der Mitte dann aber keinen Abnehmer fand. Chelsea tat gut daran auf das 2:0 zu gehen, denn auch wenn es nur 1:0 nach 50 Minuten stand und Liverpool seelisch und körperlich nicht mehr an diesem Spiel teilnahm, war die Führung dennoch knapp. Und nach 54 Minuten die Konsequenz, die schon lange angedeutet hatte. Lampard macht das 2:0. Ein Pass hebelt die Reds-Abwehr aus, Anelka hat alle Zeit der Welt in die Mitte zu passen, wo Lampard nur noch einschieben braucht. Game over. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Jamie Carragher bei der möglichen Verhinderung des Gegentores, Daniel Ayala kam für ihn in die Partie. Liverpool kann einem leid tun, wirklich. Die Reds versuchten noch mal alles, Chelsea hatte zahlreiche Konterchancen. Das 3:0 lag eher in der Luft als ein Anschlusstreffer des FC Liverpool. Kuyt verletzte sich im Kopfballduell mit Terry, musste den Platz verlassen um die Blutung zu stillen. Der Fußballgott hatte sich gegen Liverpool gestellt. Es ging alles schief. Das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Liverpool konnte nicht mehr, Chelsea brauchte nicht mehr. Und wenn Chelsea mal wollte, war der überragende Reina zur Stelle.

Die Blues sind auf dem besten Weg zur Meisterschaft, Manchester United muss gegen Sunderland schon gewinnen um noch Chancen zu haben. Für Liverpool bleibt nach 90 enttäuschenden Minuten – nicht von der Leistung, denn die war gepaart mit der Einstellung in den ersten 35 Minuten mehr als ordentlich – der Weg in die Europa League. Die Reds stehen vor einem Neuanfang. Und das muss nicht immer schlecht sein.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #35, FC Liverpool – West Ham United

Montag, 19. April 2010 20:35

[22h54] Endstand FC Liverpool – West Ham United 3:0

Mit Ausnahme des Treffers nicht ein Highlight in der zweiten Hälfte. West Ham sowas von mit einer unterirdischen Leistung, da fällt mir nicht mehr viel zu ein. Bedrohlich nahe rückt die Championship, wenn man so weiterspielt. Liverpool springt auf Platz 6 und hält noch leichten Kontakt zum vierten Platz.

[22h50] Herr Walton, Sie sind raus. Drei Minuten Nachspielzeit. Noch mal runterzählen.

[22h49] Noch eine Minute

[22h48] Noch zwei Minuten

[22h47] Noch drei Minuten

[22h46] Noch vier Minuten

[22h42] Newcastle United nach dem 2:0 gegen Plymouth jetzt definitiv Meister der Championship.

[22h41] Zumindest ansatzweise hat David Ngog gezeigt, dass er Fernando Torres vertreten kann. Ob das für den Saisonendspurt reicht, bleibt abzuwarten. Auch der Franzose jetzt in der Kabine, Ryan Babel darf sich warm laufen für Donnerstagabend.

[22h37] Benayoun geht, Degen kommt. Auf dem Platz passiert leider gar nichts mehr. Liverpool macht schon Auslaufen, West Ham läuft überhaupt nicht. 12 Minuten noch und wer hier Nachspielzeit gibt, meint es nicht gut mit den Fans. Übrigens nur 37.000 Zuschauer an der Anfield Road.

[22h31] Steven Gerrard hat Feierabend, Javier Mascherano für ihn in der Partie. Benitez denkt an Donnerstag. Auch West Ham wechselt. Carlton Cole geht, Benny McCarthy jetzt im Sturm. Ändert aber auch nicht viel.

[22h27] Liverpool für einen Moment nachlässig, da schnappt sich Carlton Cole die Kugel, setzt sich gut durch, aber Reina hat den Winkel exezellent verkürzt. Keine Probleme für den Spanier im Tor. Sowas wie die beste Torchance für die Hammers. Geht da etwa noch was?

[22h25] Zola mit einem Gesichtsausdruck nicht von dieser Welt. Sieht so aus, als müssten seine Spieler zu Fuß nach London gehen. Oder warten, bis wieder ein Flieger geht. Ohne Hotel.

[22h22] Und Liverpool drängt jetzt vehement auf ein weiteres Tor, toller Spielzug, Gerrards Schuss wird von Da Costa im letzten Moment geblockt. West Ham kurz davor komplett auseinander zu fallen.

[22h19] 3:0, Eigentor Robert Green, 59. Minute

Viel viel Pech für den Goalie der Hammers, aber das darf er auch mal wieder der Unfähigkeit seiner Abwehr zuschreiben. Liverpool macht den Sack hier zu, wieder nach einer Standardsituation. Freistoß von Gerrard von links, scharf vors Tor getreten, Kyrgiakos setzt sich in der Mitte gegen zwei (!) Gegenspieler durch, trifft nur den Pfosten, von wo der Ball an Robert Greens Wade prallt und dann ins Tor.

[22h18] Die West Ham Fans beschäftigen sich derweil im Gästebllock mit ihren Seifenblasen-Fläschen. Gehört zu jeder guten Auswährtsfahrt dazu.

[22h12] Wäre Robert Green nicht anwesend, es könnte 3:0 oder 4:0 stehen. Es hat sich gar nicht geändert. Liverpool macht das Spiel, kontrolliert, nicht blind nach vorne spielend. Von West Ham kommt nichts – gar nichts. Dieses spiel kann nur noch mal erwachen, wenn Liverpool à la Arsenal gestern komplett den Stecker bei sich zieht. Ansonsten ein Spiel, bei dem sich die Fans gut und gerne auch mal 10 Minuten über den Arbeitskollegen, die Kochkünste der Freundin oder Wahlumfragen unterhalten könnten – sie verpassen nichts.

[22h05] Beginn 2. Halbzeit

[22h02] Gianfraco Zola regiert. Guillermo Franco kommt für Junior Stanislas. Ein kleines Zeichen, bei West Ham kann es nur besser werden. Damit dann sowas wie drei Stürmer bei den Hammers. Ist das engagiert.

[21h48] Halbzeit FC Liverpool – West Ham United 2:0

Absolut verdiente Führung zur Pause für den FC Liverpool, die bei mehr Engagement auch hätten höher führen könnten. West Ham zu Beginn noch ein wenig Einsatz für dieses Spiel, danach war das aber ein einziger Offenbarungseid. Liverpool schont sich schon für Madrid. Und sie können das ganz beruhigt tun.

[21h46] Liverpool mit fast 70% Ballbesitz in den letzten Minuten. Dafür ist das 2:0 eigentlich noch zu wenig. West Ham erinnert mich fatal an Hannover 96. Gibt eine Minute Nachspielzeit.

[21h45] West Ham fällt in den letzten Minuten nur noch durch Befreiungsschläge auf. Keine Ahnung warum die das machen. Sieht nach Lauffaulheit auf. Liverpool hatte derweil ne weitere gute Torchance. Kuyt’s Distanzschuss wurde von Rober Green aber um den Pfosten zur Ecke gelenkt.

[21h42] Ohne Liverpool hier mit Kritik belegen zu wollen, aber zwei Schippen drauf, ein paar Kohlen mehr und West Ham hätte zur Pause schon wieder die Heimfahrt antreten können. Oder den Fans für die lange Reise ein Essen spendieren können. Man sagt dann immer, ein Team spiele wie ein Absteiger. West Ham heute ja, dabei waren die letzten Wochen von der Form und den Ergebnissen so vielversprechend.

[21h41] Der Hinweis, dass Liverpool noch nicht ganz untätig ist, kommt durch den Freistoß von Gerrard aus aussichtsreicher Position, aber doch deutlich über das Tor. Ansonsten lassen die Reds das Tempo aber merklich schleifen. Fünf Minuten noch bis zum Pausentee.

[21h39] West Ham hat nächstes Wochenende Kellerduell gegen Wigan, die seit gestern sowieso auf Asche sieben schweben nach dem Sieg gegen Arsenal. Zudem dürfen die Hammers noch zu Fulham reisen und erwarten Man City. Das ist alle keine Laufkundschaft. Und dann so eine Arbeitsverweigerung heute. Fand man sich wohl zu gut in den ersten 10 Minuten, als man zumindest noch in die Zweikämpfe ging und wenigstens eng am Mann stand.

[21h35] Wir notieren den zweiten Torschuss von West Ham United nach 34 Minuten. Ist es denn die Möglichkeit. Carlton Cole mit seinem schwächeren linken Fuß, gut zwei Meter daneben. Reina muss nicht eingreifen. Zolas Team braucht scheinbar mal einen Tritt in den Allerwertesten oder in der Halbzeit die Tabelle an der Kabinentür.

[21h30] 2:0, David Ngog, 29. Minute

West Ham war wieder mal nicht da. Liverpool kann sich da lässig durch die Abwehr spielen, Pass nach rechts raus zu Maxi Rodriguez, super Zuspiel in die Mitte, wo Ngog mit ansprechender Technik den Ball direkt nimmt. Wieder keine Chance für Green, der verzweifelt seine Abwehr sucht. Verdiente Führung. Könnte ein extrem unspannender Abend werden.

[21h28] Meine Güte, Kyrgiakos wird heute Nacht schlecht schlafen. Der Grieche mit der fantastischen Chance zum 2:0. Ecke Gerrard, in der Mitte Kyrgiakos sowas von blank, doch trifft den Kopfball nicht richtig, Ball geht über das Tor. West Ham könnte eigentlich auch vom Platz verschwinden, bei den Standardsituationen würde man es nicht merken. Wie kann man so weit von den Gegenspielern entfernt sein?

[21h26] Marco Hagemann hat es eben gerade auch nochmal bestätigt. Portsmouth bewirbt sich um Teilnahme an der Europa League. Sollte das gelingen, würde der siebte Platz nicht für die Qualifikation reichen. Ausgang offen.

[21h23] Auf der Gegenseite der erste Schuss aufs Tor des FC Liverpool. Carlton Cole setzt sich schön gegen Carragher durch, Winkel ist aber zu spitz, sodass Reina keine Probleme hat den Ball sogar zu fangen. Aber erste vielversprechende Aktion. Überhaupt sollte West Ham sich mehr trauen nach vorne zu spielen, insbesondere Agger auf der ungewohnten Linksverteidigerposition macht einen nervösen Eindruck.

[21h20] 1:0, Yossi Benayoun, 19. Minute

Führung für die Reds nach einer Standardsituation. Wenn es schon aus dem Spiel nicht klappt. Freistoß von der rechten Seite von Gerrard, in der Mitte schaltet Benayoun am schnellsten und drückt den Ball mit dem Bauch (!) punktgenau an den Innenpfosten, und von dort trudelt der Ball ins Netz.

[21h18] Sinnbildlich für dieses Spiel. Beide Teams mit aussichtsreichen Konterchancen, spielen aber zu ungenau, wenn es schnell gehen soll. Beide Abwehrreihen können sich dann sortieren. Wieder viel mehr drin.

[21h16] Die Partie plätschert so vor sich hin, Liverpool konnte das hohe Tempo aus den Anfangsminuten nicht halten. Und West Ham tut fast gar nichts für die Offensive. Wenn dann geschieht das meistens nach Fehlern im Aufbauspiel der Reds. Viertelstunde durch – von beiden Teams muss wieder mehr kommen.

[21h09] Nächste gute Gelegenheit für den FC Liverpool. Freistoß auf der rechten Seite, Gerrard führt diesen schnell aus, in der Mitte segelt Robert Green vorbei, aber auch Kuyt, Ngog und Kyrgiakos. Übergewicht für die Reds in den ersten Minuten, West Ham zunächst darauf bedacht defensiv kompakt zu stehen. Und nicht mal das gelingt einwandfrei bisher.

[21h05] Liverpool mit Schwung in dieser Partie, Begegnung in den ersten Minuten nur in der Hälfte der Hammers. Eine gute Chance für die Reds. Kuyt dribbelt sich in der Mitte schön durch, gibt nach rechts raus auf Maxi Rodriguez, dessen Schuss aber kein Problem für Robert Green ist.

[21h02] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool mit Anstoß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten, spielen in den roten Trikots. Die Gäste aus London in den dunklen Jerseys. Peter Walton ist der Referee.

[20h59] Und da kann die sportliche Lage noch so schlimm sein, die Saison überhaupt nicht den Erwartungen entsprechen – You never walk alone wird so leidenschaftlich wie immer gesungen. Traum-Atmosphäre in Liverpool, die untergehende Sonne scheint mit den letzten Strahlen in das Stadion hinein.

[20h54] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Kyrgiakos, Agger – Maxi Rodriguez, Gerrard, Lucas, Benayoun – Kuyt – Ngog

West Ham United: Green – Faubert, da Costa, Upson, Spector – Behrami, Kovac, Noble, Stanislas – Cole, Ilan

Drei Wechsel beim FC Liverpool.  Kuyt spielt für Babel, Lucas ersetzt im defensiven Mittelfeld Mascherano. Zudem bekommt Benayoun den Vorzug vor Aquilani. Ngog ersetzt Fernando Torres. West Ham mit der Startelf der letzten Wochen, allerdings muss man auf den gesperrten Scott Parker verzichten, was ein schmerzlicher Ausfall ist.

[20h48] Fernando Torres spielt diese Saison nicht mehr für den FC Liverpool, es gibt immer wieder unklare Meldungen über den neuen Besitzer oder einen Verkauf der jetzigen Eigentümer. Man kann noch nicht mal davon ausgehen, dass Liverpool nächste Saison überhaupt international spielt. Keine einfache Situation.

[20h44] Statistik des Tages: West Ham United hat seit 37 Spielen nicht mehr an der Anfield Road gewinnen können. Das ist die drittlängste Serie, die ein Team  an nicht verlorenen Spielen gegen einen Kontrahenten hält. Folgt heute Episode 38?

[20h41] Auch wenn es von der Tabellenkonstellation jetzt nicht unbedingt das Spitzenspiel des Spieltages ist, steht an der Anfield Road eine enorm wichtige Partie für beide Teams an. Liverpool liegt jetzt bei gleicher Spielzahl zwei Punkte hinter Platz 6, den Aston Villa nach dem 2:1 bei Portsmouth einnimmt. Ein Sieg ist also Pflicht um sich überhaupt für die Europa League zu qualifizieren. Zudem lauert Everton auf Platz 8. Und von Champions League Qualifikation will ich im Moment gar nicht sprechen. Der Gegner aus London braucht hingegen alle Punkte im Abstiegskampf. Die Hammers liegen derzeit drei Punkte vor Hull City. Mit einem Punktgewinn kann man zumindest etwas Luft schaffen, ein Sieg wäre natürlich schon fast wie Weihnachten. Also verlieren verboten für beide Mannschaften – zumindest von der Ausgangslage extrem spannend.

[20h35] Schönen guten Abend zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #35 – Time for a derby

Freitag, 16. April 2010 16:53

Kompletter Spieltag an diesem Wochenende, noch vier bis zum Saisonende. Eher wenig reizvolle Partien an diesem Spieltag, dafür fast alle Ansetzungen extrem wichtig für die Tabellenkonstellation. Alles wird überstrahlt von den zwei großen Stadtderbys und dem wichtigen Spiel von Liverpool gegen West Ham am Montagabend.  Die Top 3 der Tabelle mit schwierigen Aufgaben an diesem Wochenende.

Manchester City – Manchester United

Sky Sport 1 live, Samstag 13:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Der Spieltag eröffnet mit dem Manchester Derby, wenn der Tabellenvierte den Zweitplatzierten empfängt. United muss im Laufe der letzten vier Saisonspiele vier Punkte auf den FC Chelsea aufholen um Meister werden zu wollen. Das Spiel in der Hinserie war ein Klassiker, als United Mitte September mit 4:3 durch einen Treffer in der Nachspielzeit gewann. Es wäre schön, wenn ähnliches Spektakel auch morgen wieder stattfinden würde. Die Red Devils spielen aller Voraussicht nach nicht von Beginn an mit Wayne Rooney, die Verantwortung liegt dann erstmal wieder auf den Schultern von Nani und Berbatov.  Aber über die Einsätze vom wohlmöglich besten Spieler dieser Premier League Saison wurde ja schon so viel geschrieben, warten wir mal ab, was sich letzlich herauskristallisiert. Interessant und ein Schlüssel zum Sieg in diesem Spiel könnten vor allem die direkten Duelle im Mittelfeld werden. De Jong und Barry auf Seiten von City gegen Scholes und Fletcher bei Manchester United. Während die Gäste Anschluss an Chelsea halten wollen, versucht City einmal mehr ein deutliches Ausrufezeichen für den vierten Platz zu setzen. Zuletzt gelang das spektakulär, als man in den letzten zwei Spielen 11 Tore erzielte. City diese Saison bisher nur mit einer Heimniederlage, gegen den FC Everton. Und man hat den erfolgreichsten Stürmer des Jahres 2010 in seinen Reihen. Carlos Tevez erzielte bisher 13 Tore seit Jahresanfang – Ligaspitze.

Birmingham City – Hull City

Hull City ist jetzt das einzige Team noch ohne Auswärtssieg in dieser Saison, nachdem man selbst gegen Burnley zuhause nicht gewinnen konnte. Trainer Dowie gibt sich dennoch in Durchhalteparolen, obwohl sein Team vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist. “Wir müssen uns daran halten, an was wir glauben. Dann kommen auch die Erfolge, Hektik hilft uns jetzt nicht weiter.”  Hull muss auf den verletzten Stephen Hunt verzichten, der wohl auch bis zum Saisonende ausfallen wird. Eigentlich ist es die letzte Chance für Hull überhaupt noch einmal sowas wie Hoffnung und Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die nächsten Gegner heißen Aston Villa, Sunderland, Wigan und Liverpool. Da bleibt nur noch wenig Spielraum für Punktverluste. Vielleicht könnte die aktuell sinkende Formkurve von Birmingham City den Tigers entgegenkommen. Die Gastgeber mit nur drei Punkten aus den letzten sechs Spielen. Es wirkt so, als habe das Team von Alex McLeish ein wenig den Fokus verloren. Wer will es ihnen verdenken, wenn man im grauen Mittelfeld der Tabelle steht.

FC Sunderland – FC Burnley

Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison von Burnley vergangenes Wochenende bei Hull City müssen jetzt unbedingt weitere Punkte folgen. Doch die Hürde Sunderland ist ungleich schwieriger als das KC Stadium letzten Samstag. Die Black Cats diese Saison erst mit zwei Heimniederlagen – allerdings auch sieben Unentschieden im Stadium of Light. Das wird also sehr schwer für die Clarets und Burnley kann sich eigentlich noch nicht mal mit einem Remis zufrieden geben. Natürlich kann man einen wichtigen Sieg nicht gleich überbewerten, aber der Erfolg in Hull hat schon Verbesserungen gezeigt, insbesondere in der Offensive und auch auf der rechten Mittelfeldseite bei Chris Eagles. Größtes Sorgenkind von Burnley bleibt weiterhin die Defensive, dort gibt es einfach zu viele Schwachstellen. Beim Sunderland-Sturm mit Bent und Jones wirkt das mehr als bedrohlich.

Außerdem am Samstagnachmittag drei Duelle, in denen es nicht mehr wirklich um viel geht. Die Blackburn Rovers empfangen den FC Everton (Sky Sport 1 live, 15:55 Uhr mit Oliver Faßnacht). Beide Teams stehen im Mittelfeld der Tabelle, wenngleich die Toffees noch kleine theoretische Chancen auf den sechsten Platz haben. Dafür wäre ein Sieg bei den heimstarken Rovers notwendig und Ausrutscher der Konkurrenz. Blackburn mit sehr starker Heimbilanz. Saisonübergreifend nur drei Niederlagen in 28 Spielen. Everton aber ebenso in guter Form, man verlor nur zwei der letzten 20 Pflichtspiele. Könnte also eine interessante Partie werden. Die defensiv starken Rovers, die fast alles können nur keine Tore schießen – und auf der anderen Seite Everton, eine Maschine, die gelegentlich auf Torejagd geht, aber vor allem auswärts die brutale Effizienz darstellt. Desweiteren hat der FC Fulham die Wolverhampton Wanderers zu Gast. Die Wolves mit nur einer Niederlage in den letzten sechs Spielen, mit sechs Punkten Vorsprung aber immer noch nicht final gerettet. Ob Fulham schon den HSV in Gedanken bei sich habt? Im Britannia Stadium empfängt Stoke City die Bolton Wanderers.

Tottenham Hotspur – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Dass die Tottenham Hotspur durchaus auch noch im Mesiterschaftsrennen eine gewichtige Rolle spielen können, haben sie am Mittwochabend gezeigt, als siein einem tollen Fußballspiel den FC Arsenal mit 2:1 besiegten. Jetzt wartet der nächste Stadtrivale aus London, wenngleich die Spurs mit einem Sieg gegen Chelsea zumindest nicht die Titelträume der Blues beenden, aber immerhin einen mittelgroßen Dämpfer verpassen können. Chelsea gibt sich dieser Tage in der Außendarstellung als sehr selbstbewusst und gefestigt. Nach dem wichtigen Sieg bei Manchester United schwebt man auf einer kleinen Erfolgswelle, holte 16 von möglichen 18 Punkten zuletzt. Da kündigt Peter Cech dann auch schon mal an, dass man durchaus gewillt sei, auch dreckig und knapp gewinnen zu wollen beziehungsweise zu können. Der Dienstagabend gegen Bolton hat es gezeigt.  Es wird interessant zu sehen sein, wie die Spurs mit ihren Kräften umgehen. Das FA-Cup Halbfinale und die Partie gegen Arsenal haben viele Energien verbraucht, insbesondere in der Schlussphase gegen die Gunners war man stehend K.O. Tottenham hat in 2010 an der White Hart Lane noch nicht verloren und diese Saison erst 11 Gegentore kassiert, wird also bei aller physischen und vielleicht auch psychischer Überlegenheit keine leichte Aufgabe für den FC Chelsea. Bei den Blues sitzt Ashley Cole erstmals seit seiner Verletzung wieder auf der Bank, bei den Spurs fehlt wie schon am Mittwoch der gesperrte Wilson Palacios und jetzt zudem auch Niko Kranjcar, der mit einer Knöchelverletzung die Saison beendet hat. Augenmerk auf das Duell Kaboul gegen Malouda auf der rechten Spurs-Seite. Könnte eine gute Möglichkeit sein, den Spurs-Defensivriegel zu knacken.

Am Sonntag zwei Duelle, die seit den Partien unter der Woche ein wenig an Attraktivität verloren haben. Wigan Athletic hat den FC Arsenal zu Gast (Sky Sport 1 live, 14:25 Uhr, Kommentar: Andreas Renner). Arsenal nur noch mit theoretischen Chancen auf den Titel, Wigan liegt fünf Punkte über dem rettenden Ufer. Dann sind vor allem zwei Aspekte interessant: Wie reagiert Arsenal auf die Niederlage und wie wird sich Robin van Persie in der Startelf über 60 bis 75 Minuten in die Offensive der Gunners integrieren? Wenger spricht zwar davon, dass der Titel noch nicht komplett aus der Reichweite der Gunners ist, hat heute Vormittag auf der Pressekonferenz aber angekündigt, dass die nächste Saison ein echter Prüfstein für seine junge Mannschaft wird. Wie immer eigentlich. Klappt es einmal nicht, ist die nächste Herausforderung die nächste Reifeprüfung. A never ending story. Zudem am Sonntagnachmittag der Auftritt vom FC Portsmouth gegen Aston Villa (Sky Sport 1 live, 16:55 Uhr, Kommentar: Toni Tomic). Villa spielte unter der Woche nur remis gegen den FC Everton und hat damit praktisch keine Chancen mehr auf den vierten Platz. Das Team von Martin O’Neill kann aber noch dem FC Liverpool kräftig in die Suppe spucken und die Reds vom sechsten Tabellenplatz verdrängen. Das sollte Motivation genug sein.

Der FC Liverpool hat am Montagabend – ausgerechnet am Montagabend, wo ich vom Gefühl her seit langem keine guten Spiele der Reds mehr gesehen habe – die Chance den Angriff von Aston Villa zu kontern. Gleichzeitig kommt mit West Ham United ein Team an die Anfield Road, das mit einem Auswärtssieg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen kann. Sky überträgt live ab 20:55 Uhr mit Marco Hagemann am Mikrofon.

Wenn ich es schaffe, versuche ich am Sonntag oder Montag den Spieltag per Live-Blog ein wenig zu begleiten. Angenehmen Start ins Wochenende

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #29, Wigan Athletic – FC Liverpool

Montag, 8. März 2010 21:51

[22h58] Endstand Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0

Meine Güte, Liverpool, was für eine enttäuschende Leistung, die allen Fans richtig Sorgen machen muss. Defensiv in der ersten Hälfte wieder mit den bekannten Schwächen. Das wäre ja noch zu verkraften. Aber offensiv war das heute so harmlos und ungefährlich. Kirkland musste nicht einen Ball halten. Da warten ganz schwierige Wochen auf die Reds. Wigan insbesondere in der ersten Hälfte mit toller Leistung. In den zweiten 45 Minuten tat man so viel wie nötig.

Durch den Sieg verbessert sich Wigan auf Platz 14, hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Liverpool verpasst den Sprung auf den vierten Platz. Man bleibt Sechster mit 48 Punkten, einen Punkt weniger als Man City auf 5, die aber noch zwei Spiele weniger haben. Siebter ist Aston Villa mit 45 Punkten, aber drei (!) Spielen weniger als Liverpool. Und die heutige Leistung gibt überhaupt keinen Anlass dafür, die Wörter Liverpool und Champions League noch einmal in den Mund zu nehmen. Wenn sie so weiter spielen, für länger Zeit nicht mehr.

[22h56] Und Liverpool ohne Chancen in der Nachspielzeit, kommen nicht in Nähe des Strafraums. Tolle Einzelaktion von Moses, der sich auf links gegen Johnson durchsetzt, Schuss aber nicht präzise genug aufs Tor. Aber bringt Zeit.

[22h52] Fünf Minuten Nachspielzeit. It’s Premier League.

[22h48] Letzter Wechsel Wigan: Hugo Rodallega geht, Jason Scotland für die letzten drei Minuten plus Nachspielzeit.

[22h47] Und der Gesichtsausdruck von Benitez auf der Bank spricht Bände, quasi nach dem Motto: “Leckt mich doch alle mal – und der Platz ist furchtbar schlecht.”

[22h44] Henry Thomas für Diame bei Wigan und Liverpool bringt Ryan Babel für Dirk Kuyt. Gerrard mit dem nächsten überflüssigen Foul. Der nächste gelbe Karton, die insgesamt sechste Verwarnung in dieser Partie.

[22h41] Torres mit dem Frustfoul nach überflüssigem Ballverlust. Liverpools gute Phase zwischen der 65. und 72. Minute ist komplett verpufft. Wigan wieder besser im Spiel, die Reds tun sich fast schon selbst Leid.

[22h38] Und da ist der Jackpot für den FC Liverpool, die riesengroße Chance zum Ausgleich. Flanke von links von Insua, Kuyt legt toll mit dem Kopf für Torres vor, dessen Seitfaltzieher ganz knapp am Pfosten vorbeigeht. Tolles Spiel jetzt, noch eine knappe Viertelstunde.

[22h35] Bei Wigan schwinden die Kräfte, kaum noch Entlastung oder gescheite Angriffe nach vorne. Man steht kompakt in der Defensive. Spiel kippt immer mehr in Richtung Liverpool. Jetzt mal wieder ein gefährlicher Konter für Wigan, Reina kann gut gegen Rodallega klären, am langen Pfosten kann Carragher gegen Scharner klären. Aber das sind eher Ausnahmen, wobei man sagen muss, dass Liverpool trotz mehr Ballbesitz weiterhin kaum gefährlich vor Kirkland auftaucht.

[22h31] Liverpool erhöht ein wenig den Druck. In den letzten fünf Minuten vier Ecken. Aber alle ungefährlich. Keine Torchancen. Zweiter Wechsel bei Liverpool. Aquilani kommt für Benayoun.

[22h29] Torres versucht es volley mit einem Torschuss, Ball geht ins Seitenaus. Martinez bringt Victor Moses für Moreno. Kam im Januar vom insolventen Chrystal Palace.

[22h24] Hut ab vor Wigan Athletic, wie die kämpfen und teilweise richtig ansehnlich nach vorne spielen. Konter über drei Stationen nach vorne. Langer Ball auf Moreno, der auf der rechten Außenbahn in die Mitte zieht. Abschluss dann aber zu zentral aufs Tor, direkt in die Arme von Reina. Und Liverpool fällt offensiv weiter wenig ein. Torres versucht es mal über die Flügel, dann fehlt er aber in der Mitte. Von Maxi Rodriguez ist gar nichts mehr zu sehen. Auch Gerrard ist abgetaucht.

[22h20] Meine Güte, was eine Szene. Reina kommt völlig übermotiviert aus seinem Tor, obwohl Kyrgiakos und Carragher bei Moreno sind. Reina fliegt am Ball vorbei, Carragher schießt Moreno an. Von dessen Fuß senkt sich der Ball fast ins Tor, bevor der Grieche noch den Ball über die Querlatte köpft. Das wäre es ja gewesen. Wie gesagt, Liverpool weiterhin mit katastrophalen defensiven Fehlern.

[22h16] Benitez mit dem ersten cleveren Wechsel. Glen Johnson kommt für Lucas. Damit der Ex-Pompey hinten rechts in der Kette. Mascherano rückt in die defensive Mittelfeldrolle. Das sollte vielleicht etwas mehr Stabilität verleihen.

[22h13] Partie mit mehr Tempo in die zweite Hälfte gestartet. Sieht ganz so aus, als habe Benitez seiner Mannschaft mitgegeben, mehr für die Offensive zu tun. Schien ja auch bitter nötig. Leider bleibt man defensiv weiter anfällig. Heißt für Wigan: Konterchancen. Und insbesondere über Rodallega ist man stets gefährlich. Auch Moreno macht einen vitalen Eindruck. Liverpool spielt schon nach 52 Minuten mit dem Feuer, weil sie 45 Minuten es nicht geschafft haben den Brand in der eigenen Defensive zu löschen.

[22h09] Und sollte Insua mit seiner gelben Karte im Hinterkopf weiterhin die Zweikämpfe so meiden und Gegenspieler an sich vorbeispazieren lassen, dann ist die Auswechselung eine Frage der Zeit. Oder der Gegentreffer.

[22h07] Beginn 2. Halbzeit

[21h56] Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, die Partie komplett live mitzubloggen. Leider musste ich noch eine Website aktualisieren und erwartete noch einen wichtigen Anfruf. Von daher weiter unten eine schnelle Zusammenfassung der ersten Hälfte und jetzt in gewohnter Form die zweite Hälfte in Live-Blog-Form. Liverpool muss eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, sollten noch drei Punkte mitgenommen werden.

[21h52] Halbzeit Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0


1. Halbzeit

Stellen Sie sich mal vor, Sie wären Trainer eines Vereins, der in den letzten 13 Ligaspielen nur ein einziges Mal gewonnen hat. Und dann vergewissern Sie sich bitte noch einmal, dass Sie gerade Ihre erste Saison als Trainer in der Premier League absolvieren. Und nach einem guten, fast schon unerwarteten guten Saisonstart taumelt ihr Team jetzt unaufhaltsam dem Abstieg entgegen. Was gibt es dann Besseres für Sie als ein Monday Night Game in der Premier League gegen den immer noch großen FC Liverpool? Ein Spiel, in dem Sie – Team wie Trainer – doch eigentlich nur gewinnen können? Gut, natürlich können Sie nach diesem Spiel ohne Punkte dastehen. Aber wer würde das als große Überraschung verbuchen? Wahrscheinlich niemand. Sie haben die große Gelegenheit Ihr Team durch eine gute Leistung wieder mehr Selbstvertrauen zu geben. Und auch Sie können wieder ein wenig durchatmen. Das Team lebt, heißt es dann ja immer so schön.

Und genau diese Gedanken scheinen Roberto Martinez, dem Trainer von Wigan Athletic, vor dem wichtigen Spiel gegen den FC Liverpool durch den Kopf gegangen zu sein. Anders waren die ersten guten 20 Minuten von Wigan Athletic nicht zu erklären. Verglichen mit den letzten Aufgaben, war das Team fast schon wie ausgewechselt. Dem Gast aus Liverpool, Tabellensechster vor dieser Partie mit der Chance bei einem Sieg auf Platz Vier zu springen, gehörten zwar die ersten Minuten, aber danach fand Wigan viel besser in die Partie, hatte mehr Ballbesitz und verstand es exzellent, Liverpool früh im Spielaufbau zu stören. Die Reds verfielen in ihre diese Saison schon häufig gesehene Passivität und ließen Wigan machen. Den Latics fehlte allerdings die Qualität im Abschluss und die wirklich gefährlichen Torszenen.

Bei Liverpool spielte in der Abwesenheit von Glen Johnson – er saß immerhin schon wieder auf der Bank – Mascherano wieder auf der Position des Rechtsverteidigers. Krygiakos ersetzte Daniel Agger und Insua sprang für den verletzten Fabio Aurelio ein. Gerrard war eher mit defensiven Aufgaben bedacht, spielte eher die defensivere Sechser-Rolle. Passte nicht so ganz in den ersten 20 Minuten. Für Bewegung nach vorne sollten Benayoun und Maxi Rodriguez sorgen. Kuyt und Torres übernahmen die Sturmspitzen, der Holländer dabei leicht zurückgezogen. Bei Wigan spielte Marcelo Moreno, ehemals Werder Bremen, für Hendry Thomas. Melchiot stand für die Latics nicht zur Verfügung.

Nach 30 Minuten durfte man dann ein wenig in Ernüchterung fallen. Leider wenig Highlights, Gerrard scheiterte in der 25. Minute nach gutem Zuspiel von Benayoun an den eigenen Nerven und der guten Abwehrreihe von Wigan. Für die Gastgeber musste man bis dahin aber ein großes Kompliment aussprechen. Zumindest vom Kampf, der Leidenschaft und dem Einsatz war das eine sehr gute Leistung. Dass man spielerisch nicht überzeugen konnte, war fast nicht anders zu erwarten. Bei Liverpool fehlte das gewisse Etwas, man war zwar bemüht, aber da waren viele Fehler und Ungenauigkeiten dabei. Man ging wenig Risiko, setzte Wigan kaum unter Druck. Die typische Auswärtstaktik von Rafael Benitez. Und alle Liverpool-Fans, jetzt mal kurz weghören. Und genau deshalb steht ihr diese Saison nur auf Platz 6 derzeit und nicht da, wo derzeit Arsenal, Chelsea und Man Utd stehen. Aber das nur am Rande. Am interesantesten in der ersten Hälfte war noch die rigorose Kartenverteilung von Schiedsrichter Andre Marriner, der eine äußerst kleine Linie fuhr und nach 33 Minuten schon beide Innenverteidiger der Reds mit gelb verwarnte. Wigan belohnte sich in der 35. Minute mit der 1:0-Führung für die gute erste Hälfte – und Liverpool half kräftig mit. An einer langen Fehlerkette stand ein fürchterlicher Pass von Kuyt, Emmerson Boyce schnappte sich den Ball, tolle Flanke auf Rodallega, der Mascherano in der Mitte entwischt ist und aus kurzer Distanz nur noch über die Linie schieben muss. Keine Chance für Pepe Reina.

Bis zur Halbzeit war es dann ein deutlich munteres Spiel. Liverpool kam durch Torres zu einer guten Chance, Wigan blieb bei schnellen Gegenangriffen immer wieder gefährlich, auch weil Liverpool fürchterliche Fehlpässe spielte. Auf der Trainerbank der Reds bereitete derweil Rafael Benitez seine Pausenpredigt vor, die Notizzettel sahen sehr voll aufgeschrieben. Da passte einiges nicht. Defensiv klappte die Absicherung mit Lucas und Gerrard auf den eher defensiven Positionen kaum. Da waren die Lücken zu groß, wenig ging über die Flügel, Maxi Rodriguez und Benayoun waren da häufig auf sich alleine gestellt. Gerrard hatte auf seinen defensiveren Part schon nach 35 Minuten keinen Bock mehr und schaltete sich häufiger in die Offensive ein, was nur zur Folge hatte, dass Liverpools defensive Löcher noch größer wurden.

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Premier League 2009/2010 Nachholspiele, Arsenal-Bolton und Liverpool-Tottenham

Mittwoch, 20. Januar 2010 20:19

[23h02] Am Wochenende ist fast Premier League Pause. Nur Hull gegen Man Utd steht auf dem Programm. Den nächsten Spieltag gibt es dann in einer Woche, wieder abends am Dienstag und Mittwoch. Dann aber wieder mit Live-Blog an dieser Stelle. Für heute mache ich die Lichter aus. Schau mir gleich noch mal die Tabelle an und dann geht es ab in die Koje. Gute Nacht.

[23h00] Endstand Liverpool-Tottenham 2:0

Und wenn man jetzt mal eine kleine Siegesserie starten könnte, wäre dieser wichtige Sieg auch was wert. Liverpool verkürzt den Rückstand auf die Spurs auf einen Punkt. Insgesamt verdient, Tottenham mit zu wenig Durchschlagskraft. Liverpool hat mit viel Kampf und Leidenschaft die Ausfälle kompensiert.

[22h58] Gänsehaut-Atmosphäre an der Anfield Road.

[22h55] FC Liverpool-Tottenham 2:0, Dirk Kuyt, 90. +3

Foul von Bassong an Ngog. Kuyt verwandelt sicher, allerdings erst im zweiten Versuch, nachdem beim ersten Mal Lucas zu früh in den Strafraum gelaufen ist. Entscheidung in diesem Spiel.

[22h53] Elfmeter FC Liverpool

[22h53] Stephen Darby für Philip Degen. Und wir haben fünf Minuten Nachspielzeit. Premier League at it’s best an diesem Abend.

[22h49] Wenn es ein Spiel gibt, das eine Mannschaft mit den Fans versöhnen kann, dann eine solche leidenschaftliche Leistung wie heute. Benitez hat sein Team toll eingestellt. Und Liverpool macht den Sack nicht zu. Kyrgiakos scheitert an Gomes. Und Marco Hagemann braucht demnächst ein Sauerstoffzelt, exzellenter Kommentar wie immer.

[22h47] Rodriguez und Ngog mittlerweile in der Partie. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit Ngog mit toller Einzelleistung, toll über links mit dem Schlenzer in die lange Ecke, aber Gomes mit super Reflex.

[22h43] Endstand Arsenal-Bolton 4:2

Die Gunners mit einer unglaublichen Energieleistung und großen Willen nach dem 0:2, drehen das Spiel auf 4:2. Als Belohnung die vorübergehende Tabellenführung. Kompliment an Bolton. Wenn man so weiterspielt, wird man nicht absteigen. Da hat Owen Coyle schon ganze Arbeit geleistet.

[22h41] Aston Villa im Carling Cup Finale nach 6:4 gegen Blackburn.

[22h38] Theo Walcott gibt sein Comeback, kommt für Eduardo.

[22h37] Liverpool kann sich wieder ein bisschen besser aus der Umklammerung der Spurs befreien. Ein Distanzschuss von Riera geht knapp am Tor vorbei. Viertelstunde noch. Und die Liverpooler Fans sprechen schon Stoßgebete. Spurs stark in den letzten 15 Minuten – und Liverpool prädestiniert für später Gegentore.

[22h34] Carlos Vela kommt für Rosicky.

[22h32] Arsenal-Bolton 4:2, Andrej Arshavin, 86. Minute

Wieder mit viel Willen und Leidenschaft die hoffentlich Entscheidung in diesem Spiel. Denilson leitet auf Arshavin, der wuselt sich durch die Abwehr und trifft dann trocken humorlos zum 4:2. Saisontreffer Nummer 59 für den FC Arsenal im 22. Spiel.

[22h30] Arsenal ist kurz vor dem Kollaps, Bolton hat jetzt die letzten Minuten das Spiel nur in eine Richtung diktiert. Auch hier ist noch nichts entschieden. Keine Ahnung, warum Wenger nicht noch einmal wechselt.

[22h29] Tottenham übernimmt immer mehr das Zepter an der Anfield Road. Und es steht ja auch nur 1:0, weil Liverpool einen exzellente Kontersituation nicht gut abschließt. Kuyt und Degen haben nur einen Gegenspieler vor sich, aber der Ex-Dortmunder traut sich den Abschluss nicht zu.

[22h27] Bolton verstärkt die Offensive. Klasnic für Lee. Die Wanderers damit zu zweit im Sturm.

[22h24] Bei den Spurs Alan Hutton in der Partie. Erst Aktion ein Ummähen von Mascherano. Die große Klasse ist es nicht in Liverpool, eher was für die Vertreter des traditionellen britischen Fußballs. Und Redknapp zieht die Register nach und nach. Robbie Keane kommt gleich in die Partie.

[22h23] Arsenal wechselt. Craig Eastmond für den leicht angeschlagenen Diaby. Luft ist aus dem Spiel ein wenig raus. Arsenal mit den Kärften verständlicherweise ein wenig am Ende. Bolton traut sich noch nicht komplett zu öffnen.

[22h18] 20 Minuten noch in London zu absolvieren.

[22h17] Komischer Status jetzt im Spiel in London. Arsenal nimmt ein wenig Fahrt raus, Bolton kommt wieder stärker nach vorne und lässt Räume offen, die Arsenal noch nicht konsequent nutzt. Gleichzeitig muss aber immer auch befürchten, dass Bolton den Ausgleich macht. Arsenal in der Defensive alles andere als sattelfest und sicher.

[22h14] Besserer Start für Tottenham, Defoe bekommt ein eigentlich reguläres Tor nicht anerkannt. Gute Chance auch für Liverpool. Kopfball Riera an die Latte. Und ich hätte gerne zwei Bildschirme. Habe immer das Gefühl, dass ich was verpasse.

[22h11] Arsenal-Bolton 3:2, Thomas Vermaelen, 65. Minute

Und Arsenal dreht das Spiel. Diesmal mit regulärem Tor. Ecke von rechts, Diaby gewinnt das entscheidene Kopfballduell, legt auf für Vermaelen, der aus kurzer Distanz pfannenfertig neben den Pfosten trifft. Keine Chance für Jaaskelainen. Bolton zu passiv, hatte keiner den Belgier auf der Rechnung.

[22h08] Beginn 2. Halbzeit an der Anfield Road

[22h07] 5:2 für Villa und dann Blackburn mit dem Anschluss. Wenn es läuft, dann läuft es. Nur nicht in der Defensive, scheinbar

[22h05] Tolle Kombination über Arshavin und Fabregas, Schuss des Spaniers aus 16 Metern, Jaaskelainen lenkt den Ball hervorragend über den Querbalken. Arsenal drückt auf die Führung, darf hinten aber nicht zu offen stehen. Bolton hat die offensiven Bemühungen bei weitem nicht eingestellt.

[22h04] Villa scheint alles klar machen zu wollen. 4:2 gegen die Rovers. Einen Fuß im Wembley Stadium. Gavin McCann bei Bolton jetzt in der Partie.

[22h03] Mark Davies muss mit der Trage vom Platz. Das sah richtig böse aus – und der Schiedsrichter hatte eigentlich mehr als gute Sicht. Hoffentlich die Verletzung nicht allzu schlimm. Davies mit einer der besten bei Bolton.

[22h00] Villa geht im Carling Cup Halbfinale Rückspiel mit 3:2 gegen Blackburn in Führung. Spiel gedreht.

[21h59] Arsenal-Bolton 2:2, Cesc Fabregas, 53. Minute

Unglückliches, fast schon kontroverses Gegentor für die Wanderers. Gallas mit klarem Foul an Davies, sieht böse aus. War aber keine Absicht, aber klares Foul. Referee lässt weiterlaufen und Fabregas setzt sich gegen mehrere Gegenspieler durch, tunnelt Jaaskelainen. Nach dem Foul wäre das Gegentor zwar noch verhindert gewesen, aber sehr sehr unglücklich. Entsprechend wütend auch die Reaktionen der Wanderers.

[21h56] Bin gespannt, wie Arsenal diese zweite Hälfte angehen wird. Volle Offensive gleich von Beginn an und langsam auf den Ausgleich hinarbeiten. Oder volles Risiko auf den Sieg gehen und eventuell ein blödes Kontergegentor kassieren? Momentan sieht es eher nach der gedämpften Variante aus. Aber dauert ja immer einige Minuten, bis Arsenal in Fahrt kommt. Derweil hat Bolton wieder den leicht besseren Start in die zweite Hälfte. Die Gastgeber in der Defensive teilweise schon wieder zu weit weg von ihren Gegenspielern.

[21h51] Beginn 2. Halbzeit im Emirates

[21h51] Halbzeit Liverpool-Tottenham 1:0

Auch ein tolles Fußballspiel. Tolle Stimmung, unfassbare Leidenschaft. Nicht unbedingt die vielen und hochkarätigen Chancen wie bei Arsenal-Bolton, aber dafür viel Kampf und Einsatz. Liverpool insgesamt mit den besseren Torchancen, von daher geht die knappe Führung schon okay. Tottenham hat ein bisschen den Beginn verschlafen, kam dann aber Mitte der ersten Hälfte besser in die Partie.

[21h50] Beste Szene für Tottenham nach tollem Zuspiel von Palacios auf Modric, Reina verkürzt hervorragend den Winkel und vereiltelt die Chance. Intensives Spiel zwischen beiden Teams, wenn auch ohne große Torchancen, aber unglaubliches Engagement aller 22 Spieler.

[21h48] Jamie Carragher holt in der Nachspielzeit einen Eckball raus. Anfield erhebt sich. Sagt alles über dieses Spiel. Premier League vom Feinsten heute Abend. Gomes zum wiederholten Male mit Problemen bei hohen Bällen, nach der Hereingabe von Riera Skrtel aus der Distanz über das Tor.

[21h47] Vier Minuten Nachspielzeit

[21h41] Intensives, körperbetontes Spiel an der Road. Mascherano sieht gelb nach Foul an Jenas. Krancjar mit dem Freistoß, King mit dem Kopfball. Reina hält toll, wird dann aber abgepfiffen. Crouch beklagt sich festgehalten worden zu sein. In der Zeitlupe klar erkennbar. Glück für die Reds, da pfeifen viele auch Elfmeter für sowas.

[21h36] Halbzeit Arsenal-Bolton 1:2

Unfassbare Szenen in den Schlussminuten der ersten Halbzeit, als Arsenal wie eine Armee auf das Tor der Wanderers marschierte. Die Gäste halten die knappe, aber glückliche Führung. Die Gastgeber haben sich den Rückstand durch zum teils dilettantisches Abwehrverhalten selbst zuzuschreiben. Bring on Sol Campbell!

[21h31] Arsenal-Bolton 1:2, Thomas Rosicky, 43. Minute

Aber sowas von verdient. Die gefühlt 50. Chance wird dann genutzt. Eine Minute später Arsenal mit der großen Chance zum 2:2. Fabregas scheitert mit tollem Distanzschuss nach Vorlage von Arshavin an Jaaskelainen. Wäre ein tolles Tor geworden.

Zwei Minuten Nachspielzeit.

[21h31] Benitez und Redknapp an der Seitenlinie, sehr schön anzuschauen.

[21h28] Arsenal komplett dominant jetzt. Bekommen Freistöße in Serie. Und haben Pech. Kevin Davies köpft an die Unterkante der Latte, fast ein Eigentor. Fünf Minuten noch in Halbzeit 1. In Duisburg wäre das jetzt der Anschlusstreffer gewesen.

[21h26] Drama derweil im Carling Cup. Christopher Samba muss mit glatt rot vom Platz, Elfmeter für Villa zum 2:2. Spiel wieder in erträglichere Bahnen gebracht.

[21h23] Der Unterschied zwischen Arsenal und Bolton ist momentan auch die Chancenverwertung. Nächste äußerst passable Gelegenheit für die Gunners, als Fabregas nach tollen Sololauf auf Eduardo ablegt, der dann aber aus aussichtsreicher Position viel zu harmlos im Abschluss.

[21h20] Keine Sorge, ich schaue mit einem Auge immer auch nach Liverpool. Nur, jedes Mal, wenn ich die Option dann wechsle, fällt im Emirates ein Tor. Zur Partie an der Anfield Road: Was ich bisher so gesehen habe, verdiente Führung für die Reds, wenngleich Tottenham in den letzten Minuten stärker wird. Spiel verlagert sich zunehmend vor das Tor von Reina.

Villa verkürzt im Carling Cup auf 1:2 gegen die Blackburn Rovers.

[21h16] Arsenal-Bolton 0:2, Matthew Taylor, 28. Minute

Arsenal begräbt sich gerade selbst. Nach einer völlig misslungenen Ecke der Wanderers bekommen die Gunners den Ball wieder nicht weg, Denilson mit dem klaren Foul im Strafraum. Taylor hat Glück beim Elfmeter, Almunia war dran, kann das 0:2 aber nicht verhindern. Scheint so ein Tag zu sein, an dem nichts zu Stande kommt, obwohl es das doch eigentlich sollte.

[21h16] Elfmeter Bolton Wanderers

[21h12] Die Blackburn Rovers erhöhen auf 2:0 bei Aston Villa. Würden damit jetzt im Carling Cup Finale stehen.

[21h10] Bolton kurz vor dem 2:0, man mag es kaum glauben. Freistoß Taylor, um die Mauer herum, Almunia kann den Ball gerade noch so um den Pfosten lenken.

[21h08] FC Liverpool-Tottenham 1:0, Dirk Kuyt, 7. Minute

Frühe Führung für die Reds. Langer Abschlag von Reina, Dawson rutscht in der Spurs-Defensive aus. So haben Kuyt und Aquilani die Gelegenheit sich per Doppelpass in Position zu spielen. Kuyt schließt mit präzisem Flachschuss ins lange Eck ab.

[21h05] Fazit nach einer Viertelstunde im Emirates. Nach der verdienten Führung für Bolton kommt Arsenal jetzt viel besser ins Spiel, drei gute Chancen, haben deutlich mehr Ballbesitz und Bolton versucht immer mehr alle Mann hinter den Ball zu bekommen. Die Gäste bleiben aber weiterhin gefährlich bei Kontern. Gutes, schnelles Spiel.

[21h02] Beginn 1. Halbzeit an der Anfield Road

Derweil wieder erneut gute Chance für Arsenal, Eduardo mit Schuss aus der Distanz nur ganz knapp über das Tor. Arsenal übernimmt die Kontrolle über das Spiel, ist ja auch bitter nötig.

[20h59] Riesen Chance für Arsenal zum Ausgleich. Nach tollem Pass von Rosicky ist Fabregas völlig frei, scheitert aus kurzem Winkel aber an Jaaskelainen. Derweil gehen die Blackburn Rovers mit 1:0 im Carling Cup bei Aston Villa in Führung und egalisieren das Ergebnis aus dem Hinspiel.

[20h55] Arsenal-Bolton 0:1, Gary Cahill, 7. Minute

Die Gunners spielen Harakiri in der eigenen Hälfte und werden für Fehler, Nachlässigkeiten und dem sehr nervösen Beginn in der Abwehr sofort bestraft. Erst klärt Gallas unglücklich zum Einwurf, nachfolgend Clichy mit Kerze im Strafraum, Cahill fällt der Ball vor die Füße, keiner in seiner Nähe und aus kurzer Distanz ist Almunia dann auch chancenlos. Verdiente Führung für couragierte Wanderers.

[20h54] Bolton kommt besser ins Spiel, spielen mutig nach vorne. Arsenal hat die erste Gelegenheit zum Kontern. Über Diaby und Arshavin, der Franzose dann mit dem Flachschuss in die Arme von Jaaskelainen. Eine Minute später versucht es Arshavin mit ähnlichem Resultat. Flottes Spiel in den ersten Minuten.

[20h53] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Carragher, Skrtel, Kyrgiakos, Insua – Degen, Mascherano, Lucas, Riera – Aquilani – Kuyt.

Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, Dawson, King, Bale – Modric, Jenas, Palacios, Kranjcar – Crouch, Defoe

Maxi Rodriguez bei den Reds vorerst nur auf der Bank. Bei den Spurs fehlt Lennon, dafür spielt Ledley King mal wieder in der Innenverteidigung.

[20h49] Beginn 1. Halbzeit im Emirates Stadium

Sehr guter Besuch für einen Mittwochabend in London. Nach den Begrüßungen und der Schweigeminute geht es dann los. Arsenal in rot-weiß mit Anstoß von links nach rechts, die Wanderers in den dunklen Trikots. Referee der Partie ist Alan Whiley.

[20h41] Arsenal war übrigens zum letzten Mal am ersten Spieltag nach dem 6:1 bei Everton an der Tabellenspitze.

[20h36] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Gallas, Vermaelen, Clichy – Fabregas, Denilson, Diaby, Rosicky – Arshavin, Eduardo.

Bolton Wanderers: Jaaskelainen – Steinsson, Cahill, Knight, Robinson – Lee, Mark Davies, Muamba, Cohen, Taylor, Kevin Davies.

Bei den Gastgebern wie gesagt Clichy und Denilson neu im Team im Vergleich zur Auswärtspartie in Bolton am Sonntag, dafür müssen Traore und Craig Eastmond weichen. Sitzen aber beide auf der Bank. Und insbesondere bei Eastmond kann ich mir einen Einsatz später vorstellen. Bei den Wanderers Ivan Klasnic nur auf der Bank. Damit nominell nur eine Spitze. Man spielt ja auch im Emirates.

[20h29] Vor dem Spiel im Emirates gibt es eine Schweigeminute für die Opfer der Erdbebenkatastrophe auf Haiti. Zudem geht von jedem Verkauf des Stadionprogramms für das Spiel ein Pfund auf ein Spendenkonto. Schöne Geste des Vereins.

[20h27] Wie gesagt, Arsenal kann mit einem Sieg punktemäßig zu Chelsea aufschließen, Liverpool könnte mit drei Punkten bis auf einen Zähler an die viertplatzierten Spurs heranrücken. Hört sich auf den ersten Blick gut an, würde aber im Falle einer Niederlage auch sieben Punkte Rückstand bedeuten. Harry Redknapp hat in seinen 12 Besuchen als Manager an der Anfield Road noch nie gewonnen.

[20h23] Die interessantesten Personalien: Bei Arsenal kehren Clichy und Denilson ins Team zurück. Laut Wenger ein großer Schub für sein Team. Theo Walcott sitzt nach seiner Verletzung von Ende Dezember erstmals wieder auf der Bank. Samir Nasri und Ramsey fallen noch gut zwei Wochen aus. Bei Liverpool fangen Alberto Aquilani und Albert Riera von Beginn an, Ngog auf der Bank, Kuyt ganz vorne im Sturmzentrum. Robbie Keane sitzt bei seiner Rückkehr an die Anfield Road nur auf der Spurs-Bank.

[20h19] Hereinspaziert und schönen guten Abend. Zwei äußerst interessante Nachholspiele in der Premier League heute Abend. Um 20:45 Uhr versucht Arsenal seine gute Form mit einem Sieg gegen Bolton zu untermauern. Bei einem Sieg mit zwei Toren oder mehr Unterschied würden die Gunners vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen. Um 21:00 Uhr startet Liverpool im Heimspiel gegen Tottenham ein weiteren Versuch der Kampagne “Alles für die Rettung des Vereins mit dem Erreichen des vierten Platzes am Ende der Saison”. Mit einem Sieg würde man zumindest wieder den Anspruch stellen, dass man nicht ganz vom Radar genommen werden darf.

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Premier League 2009/2010 #14, FC Everton – FC Liverpool

Sonntag, 29. November 2009 14:05

[16h25] Geht dann gleich weiter hier mit Live-Blogging zu Arsenal gegen Chelsea. Das ganze dann in einem neuen Eintrag.

[16h23] Endstand FC Everton – FC Liverpool 0:2

Everton hat über weite Strecken das Spiel gemacht, Liverpool die Tore erzielt und die Schlussminuten dominiert. Kein überzeugender Sieg der Reds, viel Glück dabei, aber immerhin drei Punkte. Liverpool rückt damit auf Platz Fünf. Everton bleibt in der Nähe der Abstiegsplätze. Wenn sie aber so spielen wie heute, dann muss David Moyes nicht angst und bange werden. Das war mit Ausnahme der beiden defensiven Fehlern eine gute Mannschaftsleistung.

[16h19] Drei Minuten Nachspielzeit

[16h17] Wenige Minuten noch an der Mersey zu spielen. Liverpool spielt den Schuh jetzt herunter, Everton hat sich aufgegeben und macht praktisch keine Versuche mehr nach vorne zu spielen. Braucht man ein Spiegelbild der bisherigen Saison des FC Everton, dann war es schlicht dieses Spiel. Viele Verletzte, vom Pech verfolgt, aber trotzdem gut gekämpft und teilweise auch gut gespielt. Und was kommt am Ende dabei heraus? Nothing.

[16h15] Wechsel FC Everton: Lucas Neill für Joseph Yobo

[16h09] 0:2, Dirk Kuyt, 80. Minute

So bitter kann auch nur Fußball sein. Everton machte das Spiel, Liverpool erzielt mit der zweiten guten Szene in der zweiten Hälfte das 2:0. Langer Ball von Reina, Yobo haut über den Ball im Strafraum. Das gibt Gerrard die Chance zuruückzulegen auf Riera, dessen wuchtigen Flachschuss Howard noch abwehren kann. Allerdings in die Mitte direkt vor die Füße von Kuyt. Der Holländer muss nur noch einschieben.

Und Everton-Trainer David Moyes steht das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben.

[16h09] Noch 10 Minuten im Goodison Park. Flutlicht ist an, es dämmert langsam über Liverpool, der Regen peitscht ins Stadion herein. Keine tollen äußeren Bedingungen – und Liverpool dreht schon jetzt an der Uhr.

[16h07] Wechsel FC Liverpool: Albert Riera für Fabio Aurelio

[16h03] Wechsel FC Liverpool: Yossi Benayoun für David Ngog

Und Benitez rührt den Beton an. Das werden ja tolle 15 Minuten noch. Everton immer noch nicht am Verzweifeln, sondern spielen weiter nach vorne. Liverpool muss noch 15 Minuten durchhalten, macht selbst kaum noch was nach vorne.

[16h00] Unfassbar! Unfassbar! Pepe Reina mit Riesenreflex. Freistoß reingechipt von Heitinga, Kopfball Cahill, Reina blitzschnell unten, Reina kann den Ball verständlicherweise nicht festhalten, Fellaini mit der Chance den Nachschuss zu verwerten, doch er schießt den spanischen Torwart an. Einmal großartig reagiert von Reina, beim zweiten Schuss das nötige Glück des Tüchtigen.

[15h55] Wechsel FC Everton: Louis Saha für Jo

Spiel ist wieder temporeicher geworden, weil Liverpool mal zwischenzeitlich ein, zwei Schippen draufgelegt hat. Spiel bleibt zumindest spannend, denn solange die Reds hier nicht das 2:0 machen, bleibt Everton in der Partie.

[15h47] Distanzschuss von Pienaar, Reina lässt den Ball fallen, er trudelt durch seine Beine durch. Bleibt dann aber vor der Linie – wohl auch dem sehr nassen Rasen geschuldet – liegen. Die Reds strapazieren weiterhin ihr Glück.

[15h43] Wenn hier Liverpool hier ohne Gegentor bleibt, dann haben sie für den Rest des Jahres ihr Glück aufgebraucht. Als wenn Everton im Strafraum der Reds Artenschutz genießt und bloß nicht angefasst werden darf. Everton übernimmt die Kontrolle in diesem Spiel, bleibt aber zu hektisch im letzten Pass. Und das rettet Liverpool bisher hier noch.

[15h39] Ngog verliert in der Hälfte des FC Everton den Ball, und dann sind die Toffees nach drei Ballkontakten vorne. Über den starken Pienaar kommt der Steilpass in die Spitze, doch Pepe Reina ist hellwach und ist gerade so vor Jo am Ball. Aber fein gespielt von den Gastgebern. Liverpool nach vorne weiterhin mit Fehlern en masse, und auch in der Defensive steht man weiterhin nicht nah genug am Gegenspieler.

[15h34] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten. Also auch der vorübergehend angeschlagen wirkende Pienaar kann weiterspielen. Wetter hat sich auch nicht geändert, es regnet weiter.

[15h18] Halbzeit FC Everton – FC Liverpool 0:1

Everton hat sogar zweimal ins Tor getroffen, stand aber beide Male im Abseits. Das klappt immerhin beim FC Liverpool. Ansonsten war das eine schwache erste Hälfte der Reds, vor allem in der Defensive zeigte man viele Scwächen. Es lag am FC Everton, das die Reds dafür nicht bestraft wurden. Die Gastgeber mit zu viel Hektik vor dem Tor. Liverpool hatte zwei gute Gelegenheiten in dieser Partie, und ein Tor aus einer Chance, die gar keine war. Trotz der Führung kann Benitez die Leistung überhaupt nicht gefallen, Moyes dürfte zumindest mit dem Einsatz und der Leidenschaft seines Teams zufrieden sein.

[15h12] Noch fünf Minuten bis zur Halbzeit, die Angriffe von Everton sind jetzt nicht mehr ganz so zwigend und zielstrebig wie Mitte der ersten Hälfte. Liverpool kann das Spiel wieder in die gegnerische Hälfte verlagern. Flanke von Johnson, Kopfball Insua, super Reflex von Howard, der das 0:2 verhindert. Liverpool hat wenige Chancen, aber wenn sie mal eine haben, wird es brandgefährlich.

[15h01] Everton gefällt mir richtig gut in den letzten 10-15 Minuten, setzen Liverpool ganz gut unter Druck und spielen das auch richtig schön aus. Was halt fehlt, ist ein vernünftiger Torabschluss. Oder böse formuliert: Everton nimmt die vorweihnachtlichen Geschenke der Reds nicht an.

[14h56] Im dritten Derby des Tages gewinnt Birmingham City bei den Wolverhampton Wanderers mit 1:0. Setzt sich damit im Mittelfeld der Tabelle fest, die Wolves bleiben Vorletzter.

[14h55] Das, was Liverpool in der Verteidigung anbietet, ist ja fast schon vogelfrei. Das muss den Defensivfanatiker Benitez eigentlich auf 180 treiben. Da wird nicht richtig geklärt, da stimmt die Zuordnung nicht, und bei hohen Bällen ist man schlicht in einer anderen Welt. Deshalb nächste Chance für Everton, Bilyaletdinov mit Seitfallzieher, Reina kann nur abklatschen, Johnson klärt zur Ecke. Agger in der Innenverteidigung spielt unterirdisch. Skrtel ist auf der Bank – und so einen Brecher scheint Liverpool dringend zu brauchen.

[14h49] Und das MUSS der Ausgleich für Everton sein. Einwurf für die Toffees, Jo und Fellaini verlängern den Ball in die Mitte, Carragher ist aber unfreiwillig als letzter am Ball. Und am langen Pfosten ist Bilyaletdinov völlig frei, bekommt den Ball aber im Tor nicht unter. Alle Zeit der Welt, ist aber zu überhastet und schießt knapp daneben. Zum wiederholten Male Liverpool bei hohen Bällen im Strafraum unsicher wirkend.

[14h47] War eigentlich ein ausgeglichenes Spiel mit hohem Tempo, aber auch noch vielen Unzulänglichkeiten. Everton war einmal ein wenig gefährlich vor dem Tor der Reds, war aber selbst überrascht, dass sie so viel Platz bekommen haben und damit nichts anfangen konnten. Mit der Führung im Rücken wird Liverpool sicherer, Everton muss sich erstmal langsam aus der Schockstarre entfernen.

[14h42] 0:1, Javier Mascherano, 12. Minute

Erste gute Chance, wenn das überhaupt eine war, und die Reds gehen in Führung. Mascherano bekommt auf Zuspiel ca. 25 bis 30 Meter vor dem Tor den Ball, zieht direkt ab, Yobo hält den Fuß noch in den Schuss und fälscht somit unhaltbar für Tim Howard ab. Bisschen überraschend die Führung für die Gäste.

[14h37] Haben Jo und Fellaini eigentlich den gleichen Friseur? Muss man zweimal hinschauen, wer gerade am Ball ist. Aber der Fellaini hat doch noch eine etwas umfangereichere Haarpracht.

[14h34] Tim Cahill nach knapp zwei Minuten mit erstem härteren Foul im Mittelfeld an Mascherano. In Deutschland hätte es dafür gelb gegeben, in der Premier League ein kleines klärendes Gespräch mit dem Schiedsrichter. Schon in den ersten Augenblicken ein temporeiches und intensives Spiel.

[14h32] Beginn 1. Halbzeit

Everton mit Anstoß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten, Liverpool ganz in rot.

[14h28] Referee der Partie ist Alan Wiley. Er wird einen ruhigen Nachmittag haben. Sir Alex Ferguson ist nicht in seiner Nähe.

[14h26] Diese Einspielfilme der Premier League vor Derbys und direkten Duellen der Big Four ist mit das beste, was ich im Sportfernsehen kenne. Großartige Zusammenstellungen.

[14h24] Die Aufstellungen im Goodison Park

Everton: Howard – Hibbert, Yobo, Distin, Baines – Pienaar, Heitinga – Fellaini, Bilyaletdinov, Cahill – Jo

Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Agger, Insua – Mascherano, Lucas – Kuyt, Gerrard, Aurelio – Ngog

Rafael Benitez überrascht mich immer wieder. Kein Benayoun, Riera oder Aquilani, sondern Fabio Aurelio auf links. Beide Teams nur mit einer Spitze, Jo bei Everton und Ngog bei Liverpool. Gerrard ist wieder fit bei den Reds, bei Everton sitzt Saha ebenso erstaunlich nur auf der Bank. Keine Zeichen weiterhin von Fernando Torres. Er steht nicht im Kader der Reds.

[14h18] Es ist auch das Spiel zweier angeschlagener Trainer. Moyes gegen Benitez, beide stehen unter Druck, weil die Leistungen in der Liga – auch im Vergleich zum Vorjahr – meilenweit von den eigenen Erwartungen entfernt sind. Beide Teams müssen wiederum häufig auf verletzte Spieler verzichten, sodass selten eine eingespielte Mannschaft auflaufen konnte. Vom Papier her sind beide Trainer trotzdem völlig unumstritten in ihren Vereinen, aber beide können mit den derzeitigen Leistungen zufrieden sein – und sind es ja auch nicht. Aber den Schlüssel zum Erfolg hat man in Liverpool immer noch nicht gefunden.

[14h13] Sind die Probleme auf dem Platz nicht schon groß genug derzeit für den FC Everton, wurde dem Verein am Donnerstag zum dritten Mal untersagt, ein neues Stadion bauen zu lassen. Gerade die kommunalen Vertreter würden die Vitalität durch den Bau eines neuen großen Stadions gefährdet sehen. Das offizielle Klub-Statement versucht zwar noch einmal alle Vorteile eines Neubaus aufzuzählen, doch Experten gehen davon aus, dass es das jetzt vorerst war mit den Gedankenspielen. Liverpool hat übrigens abgelehnt sich ein Stadion mit dem Lokalrivalen zu teilen.

[14h05] Einen schönen ersten Advent zusammen. Erstes Derby an diesem Sonntagnachmittag, das sich der deutsche TV-Zuschauer zu Gemüte führen darf, und zwar in Liverpool. Everton empfängt die Reds und versucht zu beweisen, dass sie doch nicht “so weit wie noch nie von der Form des Stadtrivalen entfernt” sind (Everton-Trainer David Moyes). Und das ist in Anbetracht der aktuellen Formkrise des FC Liverpool eine ziemlich ernüchternde Beschreibung der Toffees. Liverpool könnte mit einem Sieg immerhin auf Platz 5 vorrücken und die Punktverluste von Man City, den Spurs und Villa ausnutzen.

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Premier League 2009/2010 #13, FC Liverpool – Manchester City 2:2

Samstag, 21. November 2009 15:45

Das Samstagmittagsspiel am 13. Spieltag in der Premier League war eine ganz wichtige Begegnung für beide Teams. Sowohl der FC Liverpool als auch Manchester City sind wohl die beiden Teams, die am weitesten von den eigenen Erwartungen und den Hoffnungen der Fans entfernt sind.  Schaut man mal auf die letzten Ergebnisse beider Teams kann einem ein wenig Angst und Bange werden. Liverpool 2:2 gegen Birmingham, 1:3 in Fulham, 0:1 in Sunderland oder 0:2 beim FC Chelsea. Manchester City mit zuletzt fünf Remis, gegen Teams wie Burnley, Fulham, Birmingham oder Wigan. Das ist soweit von den Erwartungen und Worten des Trainers entfernt, dass ein Ausflug in die Wüste fast schon mal wieder nötig wäre für Mark Hughes.

Und wenn schon nicht die Ergebnisse stimmen, macht man sich vereinintern noch ein paar Streitigkeiten mehr. Liverpool Trainer Rafael Benitez hat mal schnell kundgetan, dass er Liverpool sofort verlassen werde, sollten sich die Besitzer Hicks und Gillett entscheiden, Fernando Torres zu verkaufen. Dass überhaupt eine solche Überlegung von Benitez jetzt wieder angezettelt wird, zeigt entweder wie klamm die Kassen an der Anfield Road sind oder wie verzweifelt der Spanier um Einfluss bei den Transferaktivitäten ringt. Dabei sollte doch eigentlich geklärt sein, dass Benitez volle Kontrolle über die Transferaktivitäten hat. Und bei Mark Hughes sind es immer noch die größenwahnsinnigen Worte über das Brechen der Phalanx der Top Four – um dann mit schlechten Spielen und ungenügenden Ergebnissen sich jedes Mal ein Eigentor zu schießen.

Liverpool holte nur ein Sieg in den letzten neun Spielen wettbewerbsübergreifend. Und nächste Woche beginnt dann auch The Great Escape in der Champions League. Das sind ganz entscheidene Tage für Liverpool und Benitez. Wie so oft in den letzten Monaten. Es könnte ein Spiel sein, das zeigt, welches Team diese Saison reif ist für die Top Four und welches nicht. Und beide Mannschaften haben den Anspruch dies zu sein.

Liverpool begann mit der erwarteten Aufstellung. Kapitän Steven Gerrard konnte von Beginn an auflaufen, dafür hat es Rechtsverteidiger Glen Johnson nicht rechtzeitig geschafft fit zu werden. Riera, Benayoun und Neuzugang Alberto Aquilani waren alle auf der Bank, entsprechend durfte Ngog wieder stürmen, flankiert von Babel auf links und Kuyt auf rechts. Gerrard sollte mit Tempo aus dem Mittelfeld in die Spitze stoßen. Bei den Gästen aus Manchester waren Tevez und Roque Santa Cruz auf der Bank, Robinho glänzte derweil nur durch Anwesenheit mit feiner Vereinskrawatte auf den Tribünen der Anfield Road. City im klassischen 4-4-2, mit Bellamy und Adebayor als Spitzen. Ireland im linken Mittelfeld, Wright-Philipps kam über rechts. Gareth Barry ist rechtzeitig startbereit geworden und übernahm den defensiven Part im Mittelfeld neben dem Ex-Hamburger Nigel De Jong.

Zur Mittagszeit war bereits das Flutlicht an. Stürmisches und regnerisches Wetter an der Anfield Road, auch wenn Liverpool nicht direkt von den Unwetterfronten im Nordwesten Englands getroffen wurde. Aber zur Mittagszeit war bereits das Flutlicht an. Wobei das zur eigentlichen Lage bei den Reds sicherlich gut gepasst hätte. Trotz aller Widrigkeiten eine exzellten Stimmung in Liverpool, wie sollte es auch anders sein. Liverpool ging mit dem Gefühl eines Sieges gegen City’s Stadtrivalen in diese Partie, hatte Anstoß in der ersten Hälfte und spielte ganz in rot von links nach rechts, City wie immer in hellblau.

Liverpool war versucht gleich von Beginn an die Anspannung abzulegen, Gerrard versuchte sofort die Leitung seines Teams zu übernehmen, man ging agressiv in die Zweikämpfe. Und die Reds bereits nach fünf Minuten mit der riesen Chance zum 1:0. Nach einem zweifelhaften Foul von Barry an Kuyt bringt Gerrard mit viel Schnitt einen Freistoß vors Tor, Skrtel mit dem Kopfball und Given hält sensationell. Bei der Hereingabe stoßen in der Mitte Agger und Toure mit den  Köpfen zusammen. Agger hat Blut im Gesicht, wirkt leicht mitgenommen und wird länger behandelt. Für ihn ging es nicht weiter, ganz im Gegenteil, er muss mit der Trage vom Platz getragen werden. Weitere schlechte Nachrichten für Rafael Benitez. Es ist die Seuche momentan in Liverpool. Kyrgiakos kam nach 10 Minuten für den verletzen Dänen in die Partie. Liverpool spielte einige Minuten nur zu zehnt, in der Phase hatte City die erste Chance. Kopfball von Barry in die Mitte, Reina ist rechtzeitig draußen und kann den Ball noch ablenken, sodass Adebayor nicht einköpfen kann. Und fast der nächste Schock für Liverpool nach knapp einer Viertelstunde. De Jong geht mit gestreckten Beinen in Babel rein, der Niederländer wird komplett abgeräumt und bekommt noch nicht mal einen Freistoß zu gesprochen. Referee Phil Dowd steht zwei Meter daneben. Babel konnte erstmal weitermachen. Für ein paar Minuten. Benayoun kam für Babel.

Durch die ganzen Unterbrechungen und Verletzungspausen war der Rhythmus aus diesem Spiel völlig raus, der Anfangsdruck von Liverpool in den ersten Minuten völlig dahin. Gefährliche Torchancen stellten einen Seltenheitswert dar, außer in der 28. Minute, als Gerrard einen Abpraller der City-Abwehr knapp über das Tor schoss. Es blieben Einzelaktionen, City war dran in der 36. Minute. Ireland lässt für Wright-Philipps durch, der schießt aber am Tor vorbei. Liverpool optisch ein wenig überlegen, aber große Highlights bot das Spiel bis dahin nicht. Als Bonus für die leicht genervten Fans gab es sechs Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte. Aber es blieb dabei: Viel Stückwerk, wenig Durchschlagskraft. Bis jetzt konnte kein Team wirklich Werbung für eine Position unter den Top Four machen. Aber weiß, wie Liverpool in dieses Spiel gekommen wäre, wenn man nicht nach 18 Minuten schon zwei Mal wechseln musste. 0:0 zur Halbzeit. Ernüchternd.

Kolo Toure, der in den ersten 45 Minuten einige fürchterliche Aussetzer hatte, blieb in der Kabine. Nedum Onuoha, 23 Jahre alt, in Nigeria geboren und in England aufgewachsen, ersetzte ihn. Zumindest für die Spannung in der zweiten Hälfte war zumindest vom Ergebnis gesorgt. Ein Remis würde beiden Teams überhaupt nicht helfen. Die Frage war aber eben auch, wie bereit Liverpool war großes Risiko zu gehen und nicht möglicherweise in Rückstand zu geraten. In der 50. Minute dann vielleicht der Erlöser für den FC Liverpool. Freistoß von links durch Gerrard, in der Mitte Martin Skrtel schneller als Adebayor am Ball und drückte zum 1:0 über die Linie. Keine Chance für Shag Given, der irischen Nummer Eins im Tor bei Man City. Die Reds wirkten mit der Führung im Rücken sicherer, man stand defensiv sicher, verpasste es aber nach vorne genauer und konsequenter zu spielen. City blieb wie fast schon die gesamte erste Halbzeit im ersten Drittel der zweiten Hälfte harmlos. Eigentlich wäre es die Phase gewesen zu zeigen, wie ein Spitzenteam mit Rückstand umgehen kann. Und wäre City dieses Spitzenteam, dann hätten sie die uneingespielte Mannschaft aus Liverpool in der ersten Halbzeit schon viel mehr beschäftigt. Mark Hughes reagierte auf die lethargische Leistung seines Teams und brachte in der 61. Minute Carlos Tevez für Gareth Barry. Als Liverpool ein paar Minuten lang den Fuß vom Pedal nahm und sich nur noch hinten reinstellte, hatte Manchester City Platz zum Kombinieren. Viel kam dabei aber nicht herum. Dann musste es ein Standard sein, in der 70. Minute kam Emmanuel Adebayor völlig frei zum Kopfball nach einer Ecke von Bellamy. City mit dem verdienten 1:1, und god only knows, warum Liverpool ab der 60. Minute plötzlich komplett den Spielbetrieb einstellte.

Und plötzlich drehte dieses Spiel innerhalb von einer Minute völlig auf und ließ die eher langweiligen 75 Minuten vergessen. Erst schoss Stephen Ireland in der 76. Minute das 2:1, doch statt Sicherheit und Kontrolle bei den Citizens stellte man sich dilettantisch in der Abwehr an. Und Liverpool kam 74 Sekunden später wieder ins Spiel zurück. Yossi Benayoun erzielte das 2:2 unter freundlicher Mithilfe vom eingewechselten Nedum Onuhoa. Und plötzlich war es ein offenes Spiel, das sich alle Zuschauer erhofft hatten. Fabio Aurelio kam für Yossi Benayoun, ein Wechsel, den sicherlich viele Liverpool-Fans wieder hinterfragen werden. Die Schlussphase blieb spannend, aber nicht gerade hochklassig. Insbesondere bei Steven Gerrard merkte man den Kräfteverschleiß. Ein Fernando Torres wäre jetzt hilfreich gewesen. Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt.

Am Ende blieb es trotz Dauerdrucks von Liverpool beim 2:2, ein Remis, das beiden Teams überhaupt nicht hilft. City mit dem sechsten Remis in Folge. Man tritt auf der Stelle. Chelsea könnte mit einem Sieg gegen Wolverhampton jetzt auf 12 Punkte gegenüber Liverpool wegziehen. Und auch wenn es in der zweiten Halbzeit mal ein paar spektakuläre Minuten gab – insbesondere das 2:1 und 2:2 – so waren diese 90 Minuten samt 10 Minuten Nachspielzeit von wenig Klasse geprägt. Liverpool hatte viel Pech, City nicht die Klasse es zu nutzen. Beide Teams mit keinem erstklassigen Bewerbungsschreiben auf einen Platz unter den Top Four. Der Zug scheint langsam endgültig abzufahren. Braucht es eine Spiegelung der Gemütslage und der Realität beider Mannschaften, dann kann man diese 90 Minuten als Gradmesser nehmen. Durchschnittlich. Mehr nicht. Herr Hughes, übernehmen Sie!

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #10, FC Liverpool – Manchester United

Sonntag, 25. Oktober 2009 14:25

[16h57] Endstand FC Liverpool – Manchester United 2:0

Wie in der letzten Saison. Zwei Tore gegen Man Utd geschossen, gewonnen und Vidic des Platzes verwiesen. Nahezu perfekter Nachmittag für die Reds, die das Spiel über 90 Minuten fast immer kontrolliert und beherrscht haben. Und das ohne Steven Gerrard im Mittelfeld. Lucas und Benayoun im Mittelfeld mit überragender Leistung. Von den Red Devils kam viel zu wenig. Das Plus an Torchancen hat Liverpool in den Sieg umgemünzt.

Und Benitez hat es seinen Kritkern mal wieder gezeigt. Für ein paar Tage müssen sie jetzt wieder verstummen, bis es dann gegen die kleinen Gegner geht. Und plötzlich sind es nur noch vier Punkte zwischen Man Utd und Liverpool. Von der Niederlage der Red Devils könnte jetzt auch Arsenal im Spiel bei West Ham profitieren. Das gibt es ab 17:15 Uhr. Aber ohne mich. Wenn Werder und Arsenal parallel spielen, bin ich nervlich nicht fähig auch noch in die Tastatur zu hauen. In diesem Sinne schönen Abend aus Düsseldorf.

[16h55] 2:0, David Ngog, 90. Minute +6

Manchester United ausgekontert. Toller Spielzug der Reds über Kuyt und Lucas. Am Ende läuft Ngog frei auf Van der Sar zu und hat die Nerven am Keeper den Ball vorbei ins Tor zu schieben.

[16h54] Platzverweis Mascherano/FC Liverpool

Auch der Platzverweis geht in Ordnung. Mascherano kommt zu spät gegen Van der Sar.

[16h51] Wechsel FC Liverpool: Martin Skrtel für Yossi Benayoun

[16h50] Fünf Minuten Nachspielzeit. Crazy.

[16h49] Platzverweis Vidic/Manchester United

Gelbwürdiges Foul von Vidic an Kuyt, Verhindern eines schnellen Angriffs von Liverpool. Zum dritten Mal in Folge fliegt Vidic gegen den FC Liverpool vom Platz. Unfassbar.

Ansonsten leidenschaftliches Verteidigen des FC Liverpool gegen immer mehr Angriffswellen von Manchester United.

[16h46] Zweikampf zwischen Owen und Carragher. Der Liverpool-Verteidiger ist letzter Mann, aber keine klare Torchance, weil sie sich vom Tor wegbewegten. Gelb für Carragher, der völlig außer sich ist, weil Owen zuerst gefoult haben soll. Den Freistoß schießt Nani in die Arme von Reina. Schwach.

[16h44] Da stockte 40.000 der Atem. Owen legt im Strafraum auf Nani, der trifft aus spitzem Winkel nur die Querlatte. Warnschuss für die Reds konzentriert zu bleiben. Beste Chance für Manchester United nach 84 Minuten.

[16h39] Wechsel FC Liverpool: David Ngog für Fernando Torres.

Anfield erhebt sich. Noch etwa 10 Minuten. Liverpool zieht sich ein wenig zurück, steht aber bis jetzt ganz sicher. Kaum gefährliche Aktionen der Gäste – außer ein harmloser Torschuss von Nani, Liverpool antizipiert sehr gut, was Utd als nächstes vorhat. Dirk Kuyt (“the slightly old dutch model” – Jon Champion) übernimmt die Fleißarbeit im Mittelfeld.

[16h36] Mal sehen, ob sich Benitez traut heute Benayoun – bester Spieler auf dem Platz – auszuwechseln.

[16h33] Wechsel Manchester United: Michael Owen für Dimitar Berbatov und Nani für Paul Scholes.

Pfiffe für den Ex-Liverpooler Owen. Nach Schilderungen der BBC-Korrespondenten vor Ort soll mehrmals der Begriff “Judas” gerufen worden sein. Vidic sieht gelb nach Foul an Torres. Weiterhin nur Liverpool.

[16h29] Führung für den FC Liverpool geht völlig in Ordnung. Drängen jetzt auf das 2:0. Von Man Utd kommt jetzt wie auch in der gesamten zweiten Halbzeit äußerst wenig. Nächste Chance für Liverpool, als ein langer Einwurf Vidic unglücklich vor die Füße fällt, der Abpraller wird  von Lucas aber fast über das Stadiondach in die Mersey geschossen.

[16h25] Die Bolton Wanderers gewinnen mit 3:2 gegen den FC Everton. Fellaini mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich für die Toffees, Klasnic schoss in der 86. Minute den Siegtreffer für Bolton.

[16h24] 1:0, Fernando Torres, 65. Minute

Ein wunderschöner Spielzug zur Führung für die Reds. War das klasse gespielt. Toller Pass von Benayoun in die Schnittstelle der Abwehr, Torres nimmt den Ball wunderbar mit, setzt sich gegen Ferdinand durch und knallt den Ball unters Dach. Keine Chance für Van der Sar. Und Anfield tobt. Neunter Saisontreffer für Torres.

[16h22] Spiel wird wieder intensiver und hektischer. Noch mehr Leidenschaft in den letzten 30 Minuten würde zu einem dramatischen Ende passen.

[16h19] Bin ein wenig enttäuscht von Manchester United. Da geht in der zweiten Halbzeit fast gar nichts zusammen, insbesondere Berbatov spielt fernab seiner Bestform. Würde mich nicht wundern, wenn Owen für den Bulgaren eingesetzt wird. Und über Stories, die nur der Fußball schreibt, reden wir in 25 Minuten vielleicht nochmal.

[16h14] Und die Anfield Road steht auch geschlossen hinter ihrer Mannschaft. Den einzigen Vorwurf, den man den Reds machen muss, dass sie ein wenig fahrlässig mit ihren Chancen umgehen. Man hat ein Tor durchaus nötig.

[16h10] Wieder engagierter Beginn vom FC Liverpool, übernehmen recht schnell die Kontrolle des Spiels, haben mehr Ballbesitz und die besseren Chancen. Evra verliert den Ball im Spielaufbau, Mascherano schickt Kuyt mit steilem Zuspiel, doch der Holländer findet mit seinem Zuspiel in der Mitte keinen Abnehmer. Man Utd kann letzlich klären.

Liverpool steht erstaunlich offensiv und aufgrückt. Man profitiert noch davon, dass Man Utd die Konter gar nicht erst starten kann, weil man vorher wieder den Ball verloren hat.

[16h05] Beginn 2. Halbzeit

[15h49] Halbzeit FC Liverpool – Manchester United 0:0

Hitzige Schlussphase. Und mich würde auch nicht wundern, wenn Sir Alex in der Pause länger mit dem Referee spricht als mit seinen Spielern. Erste Halbzeit geht insgesamt an Liverpool, die vor allem zu Beginn aktiver waren und über die ersten 45 Minuten die besseren Chancen hatte. Man Utd zwischen der 30 und 35. Minute klar Herr im Haus. Da stand Liverpool für ein paar Momente richtig unter Druck. Die Reds konnten ihre wenigen Chancen nicht nutzen. Eigentlich genau ein Spiel, wie es sich die Red Devils vorstellen. Erstmal alles beobachten, sicher stehen, kein Gegentor kassieren und irgendwann zwei Schippen zulegen und das Tor machen. Enges Spiel mit wenig Toren – wie so häufig, wenn Liverpool auf Manchester United trifft.

[15h44] Wenn Torres nach diesen 45 Minuten kein Bock mehr hätte und einfach an den Strand ginge, würde ich das verstehen. Wird von Ferdinand und Vidic richtig bearbeitet.

[15h42] Ein Strandball würde dem Spiel gut tun.

[15h37] Unterhaltsames und temporeiches Spiel, das in den letzten Minuten ein erstarktes Manchester United gesehen hat. Fast 80 Prozent Ballbesitz in den letzten fünf Minuten. Aber kaum klare Torchancen, auch wenn Liverpool etwas mehr unter Druck geraten ist und fast einen Elfmeter kassiert hätte, als Carragher Carrick und den Ball im Strafraum abräumt. Die gute Torchance dann wieder für Liverpool. Kopfball durch Aurelio nach Flanke von Benayoun, aber Van der Sar ist rechtzeitig auf dem Posten.

[15h30] Halbe Stunde absolviert. Richtig gute Leistung vom FC Liverpool, die gut in der Defensive stehen, aber auch viel nach vorne unternehmen. Was noch fehlt, ist eine weitere klare Torchance oder mal ein gelungener Abschluss. Bei Man Utd ist noch ein bisschen der Rhythmus abwesend, Umschalten von Defensive auf Offensive klappt noch nicht so. Valencia auf rechts sehr aktiv, Carrick im Mittelfeld noch kaum in Erscheinung getreten.

[15h21] Die Bolton Wanderers führen 2:1 gegen den FC Everton zur Halbzeit. Tore durch Lee und Cahill, für Everton traf Saha.

Erste gute Szene derweil von Man Utd. Flanke Valencia, Kopfball von Rooney in der Mitte. Aber Reina hat keine Probleme den Ball zu halten. Erstes kleines Ausrufezeichen der Red Devils.

[15h19] Und die nächste gute Chance gleich hinterher. Konter der Reds, drei gegen zwei. Torres, Kuyt und Lucas sind für Liverpool mitgelaufen. Lucas legt den Ball rechts auf Kuyt raus, doch der Niederländer verzieht erneut recht deutlich neben das Tor. Da war wieder viel mehr drin.

[15h17] Beste Chance in diesem Spiel. Foul von Evra an Torres. Der Franzose sieht gelb. Den Freistoß zieht Aurelio aus 22 Metern direkt aufs Tor. Van der Sar mit tollem Reflex, bekommt den Ball noch aus dem Winkel gefischt. Die Nachschüsse der Reds kann Man Utd dann mit vereinten Kräften abwehren.

Ansonsten unveränderter Aggregatzustand in dieser Partie. Liverpool aktiver, die Gäste schauen sich das dann ganz ruhig an und tun eher wenig nach vorne.

[15h10] Knapp 10 Minuten gespielt in Liverpool. Die Reds mit anständigem und engagierten Beginn, haben mehr Ballbesitz und ein wenig mehr Zug nach vorne. Eine gute Kombination konnte Lucas nicht würdig abschließen, als er den Ball nicht richtig traf und die Kugel doch ein paar Meter neben das Tor geht. Man Utd tut nur das Nötigste erstmal, solange die Überlegenheit der Reds nicht weh tut.

Liverpool übrigens mit zwei echten Spitzen, Kuyt und Torres. Aurelio und Benayoun übernehmen das Flügelspiel. Benitez kann mit den ersten Minuten durchaus zufrieden sein.

[15h04] Zum ersten Mal der Ball im Tor, aber Rooney stand im Abseits. Sami Hyypiä ist an der Anfield Road und besucht seine alten Teamkameraden, sitzt eine Reihe unter dem verletzten Steven Gerrard.

[15h01] Beginn 1. Halbzeit

Sonnenschein an der Anfield Road. Es ist angerichtet und kann verspeist werden. Liverpool traditionell in rot von rechts nach links im ersten Durchgang. Man Utd in den schwarzen Auswärtstrikots mit Anstoß in den ersten 45 Minuten. Und es fliegen weiterhin die Bälle.

[14h58] Gänsehaut

[14h56] Hui, Jon Champion kommentiert auf der englischen Tonoption. Damit ist der Nachmittag gerettet. Und so richtig scheint die Kontrolle am Eingang nicht geklappt zu haben. Strand- und Fußballbälle fliegen von den Rängen der Man Utd Fans aufs Spielfeld.

[14h54] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Agger, Insua – Lucas, Mascherano – Aurelio, Benayoun, Kuyt – Torres

Manchester United: Van der Sar – O’Shea, Ferdinand, Vidic, Evra – Valencia, Carrick, Scholes, Giggs – Rooney, Berbatov.

Schiedsrichter der Partie ist Andre Marriner.

[14h41] Wobei sich der FC Liverpool natürlich auch fragen muss, warum man ein die Saison definierendes Spiel bereits am 10. Spieltag hat. Normalerweise sollte man solche Begegnungen am 35. oder 36. Spieltag haben. Und das vielleicht noch ergänzt: Man kann Benitez einiges vorwerfen, zum Beispiel die Auswechselung von Benayoun am Dienstag oder heute die Aufstellung von Aurelio gegenüber Babel. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Aber dass Liverpool auf finanziell unsicheren Füßen steht und ein Xabi Alonso abgegeben werden musste, kann man Benitez ganz sicherlich nicht ankreiden.

[14h36] Und an der Anfield Road muss das Spielfeld von ersten Strandbällen beseitigt werden. Ich glaube, jeder Fan von Man Utd hat es noch nie so genossen zum FC Liverpool zu fahren wie jetzt. Ob das dann in 90 Minuten auch so bleibt, werden wir sehen.

[14h34] Dass aus allen Löchern jetzt die Stimmen hervorkriechen, die Rafael Benitez einen sicheren Arbeitsplatz bescheinigen, zeigt doch nur, dass die Situation beim FC Liverpool ernst und kritisch ist. Seit über 50 Jahren könnte man heute zum ersten Mal eine Serie von fünf Niederlagen in Folge abschließen und endgültig im Mittelfeld der Tabelle absinken. Der Managing Director des FC Liverpool, Christian Purslow, hat heute Morgen bei BBC Five Live nochmal versichert, dass Benitez auch bei einer Niederlage weiter im Amt bleibe. “Wir sind beim FC Liverpool auf einen längerfristigen Erfolgsplan angelegt. Und den erreicht man nicht, wenn man sich über kurzfristige Rückschläge Sorgen macht. Rafael Benitez spielt eine absolut zentrale Rolle in diesem längerfristigen Plan.”

[14h28] Über 1000 Fans sollen sich nach bisher unbestätigten Berichten bei den Protesten gegen die amerikanischen Besitzer beteiligt haben. Hicks und Gillett sollen sich übrigens seit heute 10:00 Uhr an der Anfield Road befinden.

[14h25] Kann man trotz der Tabellenposition des FC Liverpool noch von einem Spitzenspiel sprechen? Wie auch immer, es ist für beide Mannschaften eines der wichtigsten Spiele in der ganzen Saison. Und für den FC Liverpool in dieser aktuellen Phase noch umso mehr. Schönen Nachmittag zusammen.

BBC Five Live ist seit 90 Minuten live an der Anfield Road und versorgt mal wieder exzellent mit Vorberichten. Aufstellungen sind auch schon raus. Gerrard wird bei Liverpool fehlen, dafür kehren Torres und Johnson zurück. Babel bei den Reds wieder nur auf der Bank. Bei Manchester United kehrt Rooney nach Verletzung wieder zurück, dafür muss Owen wieder auf die Ersatzbank.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis