Premier League 2009/2010 Preview #28 – Going into administration

Es ist ein 28. Spieltag der Premier League 2009/2010 in der etwas abgespeckten Variante mit nur acht Spielen. Manchester United hatte ja bereits am Dienstagabend im vorgezogenen Spiel West Ham United mit 3:0 besiegt und damit weiter Ansprüche auf die Meisterschaft angemeldet. Da am Sonntag auch das Carling Cup Finale stattfindet, ist die Partie von Aston Villa gegen Hull CityAufbau verlegt worden. Einen Termin für das Nachholspiel gibt es noch nicht. Nichts desto trotz ist es ein sehr interessanter Spieltag mit zwei wichtigen direkten Duellen im Abstiegskampf und schwierigen Aufgaben der Titelkandidaten. Chelsea empfängt Manchester City und Arsenal muss zum heimstarken Stoke City reisen.

Aber zunächst der Blick an die Südküste, wie so häufig in den letzten Wochen und Monaten. Aber zumindest heute kann unter die Saga des FC Portsmouth ein erster kleiner Schlussstrich gezogen werden. Nachdem man in den letzten Tagen noch vermehrt und intensiv nach einem neuen Besitzer geschaut hat – der derzeitige Balram Chainrai war nur eine Übergangslösung -, gab es dann gestern die Bestätigung vom Verein, dass man nicht fündig geworden ist und Insolvenz anmelden muss. Alle nötigen Formalia dafür sollen heute abgeschlossen werden. Mit einer Entscheidung am High Court in London wird am Vormittag gerechnet. Portsmouth ist der erste Klub der Premier League, der einen solchen Schritt vollziehen muss.  Den Verein drücken Schulden in Höhe von 60 Millionen Pfund, zudem standen Steuernachzahlungen in Höhe von fast 12 Millionen Pfund aus, die umgehend geleistet werden mussten. Dem konnte Pompey aber nicht nachkommen. Nachdem die Premier League in den letzten Wochen schon den Stecker zog und TV-Einnahmen dem Verein verweigerte, macht Portsmouth jetzt selbst die Lichter aus.

Was sind die Folgen für den FC Portsmouth? Langfrisitig kann man das nur schwer abschätzen. Zunächst wird es einen Abzug von neun Punkten geben, was soviel bedeutet, dass der Abstieg schon jetzt in Stein gemeißelt ist. Man wird nächste Saison also in der Championship spielen. Ob man ein zweites Leeds United wird, kann heute niemand sagen. Neben den Punktabzügen wird auch über Gehaltskürzungen diskutiert. Wie paradox: Jetzt diskutiert man in Portsmouth über Gehaltskürzungen, dabei konnte man zuletzt überhaupt froh sein, dass man Geld auf seinem Konto vorfand. Aber wenn der Verein weniger überweisen muss, geht es vielleicht zügiger. Trainer Avram Grant hat heute Morgen seine Spieler zu einem Treffen eingeladen, bei dem ein solcher Schritt diskutiert wurde. Nach Berichten des Guardian sollen zwei Spieler mit diesem Vorschlag auf Grant zugekommen sein. Über die Zukunft des Trainer kann nur spekuliert werden. Ich tippe darauf, dass er nach der Saison den Verein verlassen wird. Schaut man sich seine gestrigen Ausführungen im Interview bei Sky Sports News an, dürfte klar sein, dass Grant mit der Situation bei Pompey alles andere als zufrieden ist und seine Wut über die Situation nur schwer verbergen kann.

Welche Konsequenzen hat die Insolvenz des FC Portsmouth nun für die Premier League? Zunächst einmal steht damit ein Absteiger fest, was für die anderen Konkurrenten heißt, dass die Chancen für den Klassenerhalt wieder ein wenig größer geworden sind. Natürlich wird es jetzt auch wieder eine Diskussion über den Zustand der Premier League mit der Eigentümerstruktur und den hohen Schulden der Vereine geben. So eine Debatte kann der Premier League aber nur helfen. Und bei aller Kritik an der mit Geld aufgeblähten Liga darf eben auch nicht übersehen werden, dass die Situation des FC Portsmouth nur bedingt auf andere Premier League Klubs anwendbar ist. Über die Hintergründe und die spezielle Situation des Vereins hatte ich einen längeren Beitrag bereits im September letzten Jahres geschrieben.

FC Chelsea – Manchester City

Sky Sport 1 live, Samstag ab 13:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Natürlich kommt man bei diesem Duell nicht um das direkte Aufeinandertreffen von John Terry und Wayne Bridge herum. Terry hatte eine Affäre mit der Ex von Bridge. Seitdem hetzt der Boulevard eine exklusive Story nach der anderen durch den Blätterwald, wohl nicht nur deswegen hat Bridge gestern bekannt gegeben, dass er nicht mehr für die englische Nationalmannschaft zur Verfügung steht und damit nicht mit John Terry zusammenspielen möchte. Aber das ist dann am Samstagmittag hoffentlich nur eine Randnotiz, es bleibt zu hoffen, dass das Spiel vor allem sportliche Schlagzeilen schreibt. City schied am Mittwoch im FA-Cup bei Stoke City aus und muss Wiedergutmachung leisten, auch damit man im spannenden Kampf um den vierten Platz nicht zurückfällt. Chelsea will den Abstand auf Man Utd wieder auf vier Punkte aufbauen und die Niederlage bei Inter Mailand wieder vergessen machen. Verzichten müssen die Blues auf Peter Cech, der mit einer Wadenverletzung vier Wochen ausfallen wird. Vertreten wird er von Hilario. Bei City könnte Craig Bellamy wieder in der Startelf stehen.

FC Burnley – FC Portsmouth

Wenn der Tabellenvorletzte das Schlusslicht der Liga empfängt, kann man auf alle Fälle von einem Kellerduell sprechen. Blöd nur, dass Portsmouth schon fast außer Reichweite für den Klassenerhalt ist. Heißt konkret, dass es ausschließlich das Spiel des Jahres für den FC Burnley ist. Den Clarets fehlt ein Punkt auf das rettende Ufer – und wenn nicht gegen Pompey gewinnen, wann dann? Hoffnung für Burnley gibt es vor allem durch die Rückkehr von Verteidiger Graham Alexander, der nach vier Wochen Verletzungspause in den Überlegungen von Trainer Brian Laws wieder eine Rolle spielt. Interessant dürfte sein, wie Burnley den Schock aus der letzten Woche verkraftet hat, wo man in 12 Minuten vier Gegentore kassiert hatte. Wie gut, dass da ein Verteidiger wieder zurück ins Team kehrt.

Bolton Wanderers – Wolverhampton Wanderers

Sky Sport 1 live, Samstag ab 15:55 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Nicht weniger interessant und dramatisch ist das Duell von Bolton gegen Wolverhampton, für das sich Sky in der Nachmittagsübertragung entschieden hat. Bolton belegt derzeit den ersten Abstiegsplatz und hat zwei Punkte Rückstand auf die Wolves, die derzeit den 16. Platz belegen. Mit einem Sieg könnten die Wanderers also an Wolverhampton vorbeiziehen. Bolton kommt mit einem negativen Erlebnis aus der Woche in den Spieltag, als man im FA-Cup Wiederholungsspiel mit 0:4 bei Tottenham unterging. Auch wenn die Wolves letzte Woche zuhause gegen Chelsea verloren haben, zeigt die Formkurve doch langsam nach oben. Vor allem die Leistungen auf dem Platz stimmen, die Ergebnisse fehlen noch. Bei den Gästen kommt Stürmer Andy Keogh zurück ins Team. Der irische Nationalspieler hat drei Monate gefehlt.

Birmingham City – Wigan Athletic

Birmingham City steht im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und kann ganz ruhig und befreit in diesen Spieltag gehen. Der Druck in dieser Partie liegt vor allem auf Wigan Athletic, die zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz stehen, aber eine der schlechtesten Tordifferenzen im Tabellenkeller haben. Wigan hatte zuletzt zwei Unentschieden erzielt, doch kann man sich dafür auf Dauer nicht so viel kaufen. Es bräuchte mal wieder einen Sieg. In den Schlagzeilen war der Verein unter der Woche, weil Trainer Roberto Martinez nach der Niederlage gegen Tottenham vom Wochenende in seiner Pressekonferenz für das Spiel in Birmingham eine Schiri-Schelte par excellance auslegte. Zum Verständnis: Das Führungstor der Spurs letzten Sonntag zählte trotz klarer Abseitsposition von Jermain Defoe. Martinez redete sich also in Rage: “Ich glaube, das wertet die Premier League ab, wenn man solche Aktionen sieht. Das war noch nicht mal knapp und das verwundert mich. Da war ein Spieler zwei Meter im Abseits. Ich kann nicht erklären, wie die beste Liga der Welt Leute beschäftigt, die solche Entscheidungen nicht richtig machen können. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich über eine gesamte Saison schon so viele Ungerechtigkeiten erlebt habe. Normalerweise gleicht sich das ja immer aus.”

Stoke City – FC Arsenal

Sky Sport 1 live, Samstag ab 18:25 Uhr, Kommentar: Toni Tomic

Stoke, Burnley, Hull, West Ham und Birmingham sind die nächsten fünf Gegner für den FC Arsenal. Das klingt nach vielen machbaren Aufgaben für die Gunners im Titelrennen und die Experten sind sich einig, dass bei erfolgreichem Abschneiden in diesen Begegnungen Arsenal beide Füße vehement im Titelrennen haben wird. Und da ist die Partie am Samstagabend in Stoke der ganz schwierige Auftakt und ein erneute Bewährungsprobe für das Team von Wenger. Alle Meisterschaftsträume könnten bei einer Niederlage bei den heimstarken Potters schon beendet sein, gleichzeitig könnte man bei einem Sieg aber mit richtig viel Selbstvertrauen in die nächsten einfacheren Aufgaben gehen. Wenger spricht nicht nur wegen der Niederlage im Januar im FA-Cup bei Stoke von einem Schlüsselspiel für sein Team: “Es ist ein Spiel, das wir gewinnen wollen, das aber nicht notwendigerweise mit den Ereignissen aus dem Januar verbunden ist. Wir müssen verhindern, dass Stoke seine Stärken ausspielen kann und wir selbst müssen stark und geschlossen auftreten.” Wenger muss dabei weiterhin auf Arshavin, Gallas und Diaby verzichten, noch unklar ist, ob Eduardo ins Team zurückkehrt, wenn ja aber noch nicht in die Startelf. Also wird Bendtner wieder einzige Spitze sein, flankiert von Walcott und Nasri auf den Außenbahnen.

Das wird eine ganz harte Nuss für den FC Arsenal zu knacken. Stoke ist extrem heimstark und kommt mit viel Selbstvertrauen in die Partie, unter der Woche besiegte man Manchester City nach Verlängerung im FA-Cup. Was aber auch heißt, dass Arsenal deutlich ausgeruhter in die Partie geht. Mal sehen, wie man damit umging zum ersten Mal seit Monaten eine komplett freie Woche zu haben. Arsenal muss vor allem verhindern, dass Stoke zu Standards kommt. 15 Tore hat City schon nach Standards erzielt, 14 davon zuhause, vor allem dank der langen Einwürfe von Roy Delap. Den wollte Arsene Wenger ja mal verbieten. Augenmerk auch auf den wieder erstarkten Stürmer der Potters, Dave Kitson.

Tottenham Hotspur – FC Everton

Wenn der FC Everton noch eine kleine Chance haben möchte im Kampf um die internationalen Plätze, dann muss ein Sieg bei den Spurs her, wass bedeuten würde, dass man den Rückstand auf Tottenham auf vier Punkte verkürzt. Aber nach der deutlichen Niederlage in Lissabon in der Europa League am Donnerstagabend dürfte das eher fraglich sein. Aber Everton hat schon mehrmals gezeigt, dass sie nach solchen Rückschlägen zurückkommen können. Auf der anderen Seite heißt es aber auch, dass Tottenham gewinnen muss um klare Ansprüche auf den vierten Platz anzumelden. Um Raphael Honigstein aus dem Guardian Football Weekly Extra zu zitieren: “Das sind diese Spiele, die Tottenham gewinnen muss, um den vierten Platz zu erreichen. Und sie werden es nicht machen, weil sie Spurs sind.”

FC Sunderland – FC Fulham

Respekt an den FC Fulham für die Leistungen auch in dieser Saison. Ähnlich wie Birmingham City hat man eigentlich nicht mehr viel zu verlieren in der Premier League. Trotzdem bringt man Woche für Woche gute Leistungen und kann schon für die neue Saison planen. Umso erfreulicher sind die Spiele für Fulham in der Europa League. In der Zwischenrunde mal schnell den Titelverteidiger ausgeschaltet. Da macht es sich, wenn man so einen alten Trainerfuchs wie Roy Hodgson an der Seitenlinie hat. Da hat der Gegner aus Sunderland schon ganz andere Probleme. Die Black Cats warten seit dem 21. November (damals 2:0 gegen den FC Arsenal) auf einen Sieg in der Liga. Man ist im freien Fall und die Zeit für Trainer Steve Bruce läuft langsam aber sicher ab.

FC Liverpool – Blackburn Rovers

Sky Sport 1 live, Sonntag ab 15:55 Uhr, Kommentar: Andreas Renner

Der Spieltag schließt am Sonntagnachmittag mit der Partie zwischen den Reds und den Rovers ab. Kein Spiel, das mich jetzt wirklich vom Hocker haut. Es bekommt seine Brisanz höchstens dadurch, dass Liverpool weiter gewinnen muss, um im Kampf für den vierten Platz mitreden zu können. Was so viel heißt: Um Benitez auch nach der Saison eine Jobgarantie zu geben. Immerhin konnte man jetzt das Achtelfinale in der Europa League erreichen. Blackburn geht als 12. mit großen Ruhepolster auf die Abstiegsplätze in diese Partie und kann Liverpool mal so richtig ärgern.

Wenn ich Zeit finde, gibt es am Wochenende ein Live-Blogging. Tippe mal auf Chelsea gegen Manchester City am Samstagmittag.

Premier League 2009/2010 Preview #24 – Unhaltbare Situation

Beginnen wir die Vorschau auf den Premier League Spieltag 24 mit einem erneuten Blick zum Krisenklub der Premier League, zum FC Portsmouth. Wobei kurz angemerkt sein soll, dass es momentan eigentlich bei keinem Verein wirklich ruhig ist. Theater um Benitez bei Liverpool, stets neue Verletzte beim FC Arsenal, sportliche Talfahrt in Sunderland, Fulham, Wigan und Burnley, Phil Brown in Hull mal wieder auf der Kippe zum Rauswurf, ein wenig Stillstand bei Tottenham, Ärger um Rio Ferdinand bei Man Utd. Da ist ja fast schon paradox, dass ausgerechnet der FC Everton dieser Wochen auf einer kleinen Welle des Erfolgs schwebt. Aber zurück nach Portsmouth, deren Krise sehr viel schlimmer erscheint als die paar aufgezählten Missstände bei den anderen Vereinen. Ausbleibende Gehälter an Spieler und Beschäftigte, der Pleite immer noch bedrohlich nahe, Transferembargo, ein Abschalten der Vereinswebsite, ausbleibende Fernsehgelder um die Schulden des Vereins bei anderen Klubs zu tilgen. Portsmouth hat in den vergangenen Wochen alles erlebt. Und zu den enormen finanziellen Problemen kommt die sportliche Talfahrt. Jetzt scheint die Krise bei den Südküstlern eine neue Dimension angenommen zu haben. Nach übereinstimmenden Medienberichten stehen Chief Exekutive Peter Storrie und Trainer Avram Grant kurz vor dem Rücktritt. In den Frühnachrichten der BBC war bereits von einer Entscheidung am heutigen Freitag die Rede. Das ist aber nicht bestätigt. Der Verein soll hinter dem Rücken von Grant und Storrie Verhandlungen mit den Tottenham Hotspur über den Verkauf von Younes Kaboul und Torwart Asmir Bergovic geführt haben. Das Portsmouth Spieler verkaufen muss, ist ja eigentlich keine neue Meldung wert. Doch scheinbar hat auch intern ein tiefer Riss durch den Verein zu geben. Vertrauen scheint nicht mehr gegeben. “Die Situation ist unhaltbar”, sagte Storrie. “Wenn wir Spieler verkaufen müssen um Geld in die Kasse zu bekommen, dann bin nur ich der richtige Mann um Vertragsdetails auszuhandeln.” Nach Berichten von BBC Five Live sollen die Spieler von Pompey zum vierten Mal in dieser Saison nicht zum regulären Termin bezahlt werden können. Mal sehen, welche Entwicklungen das Wochenende da noch bereithält.

Update, Freitag 12:34 Uhr. ESPN Soccernet berichtet, dass Storrie und Grant vorerst beim FC Portsmouth bleiben wollen.

Es steht also Spieltag 24 auf dem Programm. Wobei nur fünf Teams die komplette Zahl an Spielen absolviert haben, viele Klubs stehen immer noch bei 21 oder 22 Spielen. Nachholspiele gibt es deshalb zahlreiche im Februar. Bereits nächste Woche. Dazu am Dienstag dann mehr.

Hull City – Wolverhampton Wanderers

Keine einfachen Tage auch für Hull City im Monat Januar. Nur einen Punkt in den letzten drei Spielen, und das auch nur mit sehr viel Glück in Tottenham. Ansonsten wirken die Tigers in ihren Spielen sowas von chancenlos und zerbrechen regelmäßig in der Schlussphase, zuletzt beim 0:4 im Old Trafford, aber auch im FA-Cup Anfang Januar in Wigan. Hull steht einen Punkt unter dem Strich und hat zudem mit Abstand die schlechteste Tordifferenz. Defensiv hakt es besonders. Nun könnte man meinen, dass entsprechende Verstärkung notwendig ist. Doch auch Hull City setzt den Rotstift an. Der neue Chairman des Vereins, Adam Pearson, hat einen drastischen Sparkurs angekündigt. Erster Schritt das Kürzen von Spielergehältern. Oder noch am besten: Das Verkaufen der Großverdiener im Verein. Nach Berichten sollen das Peter Halmosi, Kevin Kilbane und Daniel Cousin sein. Nur Abnehmer gibt es für die drei noch nicht. Phil Brown hat den Kürzungen, so hört man, zugestimmt. Aber solche Maßnahmen machen die Arbeit für den Trainer nicht gerade leichter. Interessant wird derweil zu sehen sein, wie die Wolves, einen Punkt und zwei Plätze vor Hull in der Tabelle, den Achtungserfolg beim 0:0 gegen Liverpool mit in dieses Spiel nehmen können. Was für Hull gilt, trifft auch auf Wolverhamtpon zu: Richtig überzeugend hat man schon lange nicht mehr gespielt.

FC Liverpool – Bolton Wanderers

Sky Sport 1 live, Samstag 15:55 Uhr, Kommentar: Sven Schröter

Man mag es kaum aussprechen, aber Liverpool könnte mit eigenem Sieg und gleichzeitiger Niederlage der Spurs in Birmingham auf Platz 4 der Tabelle aufrücken, profitiert aber davon, dass Man City noch einige Nachholspiele zu absolvieren hat. Bei Liverpool hängt der Haussegen sowieso schief. Angeblich soll es gestern Abend ein Treffen von Juventus-Verantwortlichen mit Beratern von Benitez gegeben haben. Die Italiener wollen den Spanier möglichst schnell nach Turin lotsen. Solche Gerüchte und Meldungen sind natürlich alles andere als vorteilhaft vor dem wichtigen Spiel gegen Bolton. Torres wird weiterhin fehlen, Gerrard bekommt die zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, Kuyt hat sich als einzige Spitze zuletzt ganz gut gemacht. Die Wanderers haben sich unter dem neuen Trainer Owen Coyle schon ganz gut verbessert. Das hat man bereits bei der Niederlage im Emirates gesehen, zuletzt vor allem in den Siegen im FA-Cup und in der Liga gegen Coyle’s Ex-Klub Burnley. Würde mich nicht wundern, wenn Bolton mit entsprechender Leistung wie zuletzt auswärts bei Arsenal an der Anfield Road punkten kann. Liverpool braucht eine weitere Energieleistung und den vollen Rückhalt der Fans.

Wigan Athletic – FC Everton

Der FC Everton ist nach seinem fürchterlichen Saisonstart und der großen Verletzungsmisere richtig gut in Fahrt gekommen und sowas wie das Team der Stunde in der Premier League. In der Liga hat man zuletzt Ende November verloren, seitdem gab es aus den letzten neun Spielen 17 Punkte. Die Toffees haben sich damit vorerst aller Abstiegssorgen entledigt. Großen Anteil daran hat auch Landon Donovan, der gegen Sunderland sein erstes Pflichtspieltor für Everton erzielte. Völlig diametral hingegen läuft die Formkurve bei Wigan Athletic. Nach dem guten Saisonstart kommt man einfach nicht aus der bedrohten Zone raus. Einem guten Spiel mit defensiver Stabilität und guter Chancenauswertung folgt dann meist eine katastrophale Leistung wie zuletzt bei der Niederlage in Blackburn, wo man die Tore sich fast selbst einschenkte.

West Ham United – Blackburn Rovers

Auch für die Hammers ein extrem wichtiges Spiel im Abstiegskampf. Zuletzt gab es einen kleinen Achtungserfolg beim 0:0 bei Aston Villa, 10 Tage später dann aber ein eher ernüchterndes Remis in Portsmouth. Um in der Liga zu bleiben, muss West Ham solche Spiele eigentlich gewinnen. Und dazu gehört dann auch die Partie gegen die Rovers am Samstagnachmittag. Blackburn kommt mit der Empfehlung von zwei Siegen in Folge in der Premier League.

FC Fulham – Aston Villa

Ein klein wenig Stillstand bei Aston Villa, viel schlimmer die Situation hingegen beim FC Fulham. Villa ist vor dem Spiel im Cravan Cottage nur noch siebter in der Tabelle, hatte aber im Januar bisher auch nur zwei Ligaspiele, die beide nur mit Unentschieden beendet wurden. Dafür gab es umso überzeugendere Siege in den Pokalwettbewerben. Fulham hat aus den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt. Und man war in nahezu allen Spielen völlig chancenlos. Mal sehen, wer den Turning Point in diesem Spiel finden kann.

Birmingham City – Tottenham Hotspur

Der Tabellenachte empfängt den Viertplatzierten in der Tabelle, eigentlich also eine ganz attraktive Begegnung. Wenn die Blues nochmal in die Nähe der Europapokalplätze kommen wollen, ist ein Sieg gegen die Spurs notwendig. Birminghams Erfolgsserie ging am Mittwoch beim FC Chelsea zu Ende, was nun alles andere als eine große Schande ist. Interessant wird sein, wie Tottenham mit dem physischen, sehr kampfbetonten Spiel der Blues umgehen werden. Gegen solche Gegner hatte Tottenham zuletzt immer wieder Probleme.

FC Burnley – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Oliver Faßnacht

Der FC Chelsea ist in der Premier League weiterhin das Maß aller Dinge. 10 Tore in den letzten zwei Heimspielen, in den beiden Partien des neuen Jahres hat das Team von Carlo Ancelotti nicht verloren und überzeugend wieder die Tabellenführung übernommen – in Abwesenheit zum Beispiel von Didier Drogba. Mittlerweile ist die Konkurrenz in der Offensive durch die vielen guten Leistungen schon so groß, dass Joe Cole von Ancelotti keine Stammplatzgarantie mehr ausgesprochen bekommt. Jetzt wartet mit dem Auswärtsspiel der Blues beim FC Burnley eine vermeintlich einfache Aufgabe. Man hat den Eindruck, dass die Clarets nach dem Wechsel von Owen Coyle zu Bolton immer noch ein wenig in Schockstarre versetzt sind und die Harmonie ein wenig verloren gegangen ist, auch gerade in Verbindung zwischen Fans und Verein. Viele Anhänger des Vereins haben den Abgang von Coyle und die Zustimmung der Vereinsführung dazu nicht verstanden, bei Burnleys Partie am Mittwoch in Bolton hallten Judas-Rufe durch das Reebok Stadium. Burnley hat die letzten drei Ligapartien verloren und ist zudem auch im FA-Cup gegen Zweitligist Reading ausgeschieden.

Manchester City – FC Portsmouth

Sky Sport 1 live, Sonntag 14:25 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Im Moment gibt es für den FC Portsmouth nun wirklich keine leichte Aufgabe, aber gerade ein Auswärtsspiel bei Manchester City in der jetzigen Phase kann gut und gerne zu einer Demontage für Pompey werden. Die Gastgeber brauchen den Sieg um weiter im Kampf um den begehrten vierten Platz mitreden zu können. Gegenwärtig liegt man drei Punkte zurück, hat aber auch zwei Spiele weniger absolviert. Es ist Spiel 1 nach dem Intermezzo von Robinho in Eastlands. City ist zwar im Carling Cup gegen den Stadtrivalen United ausgeschieden, hat aber eindrucksvoll gezeigt, dass man ein ernsthafter Konkurrent um den vierten Platz ist und bei besserem Saisonverlauf auch um den Meistertitel gewesen wäre. Portsmouth ist schon fünf Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt und derzeit sieht wenig danach aus, dass es nach dem Spiel am Sonntagnachmittag weniger sein könnten.

FC Arsenal – Manchester United

Sky Sport 1 live, Sonntag 16:55 Uhr, Kommentar: Roland Evers

Achtung Wortwitz zum Anfang! Das Remis bei Aston Villa war mit Sicherheit kein Beinbruch (angesprochen auf die Verletzung von Thomas Vermaelen), auch wenn man sich schon ein wenig enttäuscht zeigte beim FC Arsenal. Trotz zweier Lattentreffer der Gunners reichte es nur zu einem 0:0 im Villa Park, Arsenal musste also ein wenig abreißen lassen gegenüber Chelsea. Manchester United musste hingegen im Carling Cup deutlich mehr investieren, kam aber auch zu einem Erfolgserlebnis und den Finaleinzug. Von den Voraussetzungen und der Stimmungslage geht man also ein wenig unterschiedlich in das Spitzenspiel des 24. Spieltages. Arsenal steht einmal wieder unter Druck sich in einem großen Spiel mit dem jungen Team beweisen zu müssen, hingegen darf Man Utd wieder zeigen, dass sie ein erfahrenes Team sind, das mit solchen schwierigen Auswärtsspielen exzellent umgehen kann. Die Red Devils verloren diese Saison aber sowohl in Liverpool als auch beim FC Chelsea, Arsenal ist eines der heimstärksten Teams der Liga und hat diese Saison daheim nur einmal verloren, gegen den FC Chelsea. Man Utd hat diese Saison immerhin schon viermal verloren.

Arsenal gegen Manchester United – das ist immer auch das Duell zweier Trainer-Legenden, Arsene Wenger gegen Sir Alex Ferguson. Und bezogen auf die letzten Jahre ist es auch das Aufeinandertreffen von Erfolgslosigkeit bezogen auf Titeln versus Titel in Serie zuletzt. Es ist aber auch das Duell zwischen einem Team, das auf gesunden Finanzen steht gegen einen überschuldeten Verein. Doch danach fragt am Saisonende keiner, wenn die Meisterschale vergeben wird. Zwei Schlüsselspieler stehen im Fokus in diesem Spiel, zum einen Wayne Rooney. Der Stürmer der Red Devils produziert Tore am Fließband, vier Treffer gegen Hull und den entscheidenen Treffer im Carling Cup. Für die Arsenal-Verteidigung, in der Thomas Vermalen aller Voraussicht nach noch fehlen wird, steht also eine Menge Arbeit an. Sollte Vermaelen noch fit werden, was laut Arsene Wenger nicht völlig auszuschließen ist, wird wohl Sol Campbell in die Startelf rücken an der Seite von Gallas. Und dann sind alle Augen bei Arsenal natürlich wieder auf Cesc Fabregas gerichtet, der sich mit Rooney schon jetzt so ein wenig um den Titel Spieler der Saison streitet. Zuletzt war der Spanier der Schlüssel zum Erfolg für die Gunners, gerade auch in Spitzenspielen. Eine weitere tolle Leistung wird die Telefondrähte aus Spanien nach London sicherlich wieder glühen lassen. Bei Arsenal wird Eduardo mit Oberschenkelzerrung fehlen, auch Diaby ist noch nicht wieder fit. Dafür kehrt aber Niklas Bendtner in die Startelf zurück, Eboue und Alex Song sind wohlbehalten vom Afrika-Cup zürück und ebenfalls einsatzbereit. Bei den Gästen fehlt Rio Ferdinand gesperrt, Valencia wird ins Team zurückkehren.

Alles weitere zu diesem Spiel am Sonntag in einem Live-Blog ab 16:30 Uhr.

FC Sunderland – Stoke City

Sky Sport 1 live, Montag 20:55 Uhr, Kommentar: tba

Wenn wir von derzeitigen sportlichen Krisen in der Premier League sprechen, führt auch kein Weg am FC Sunderland vorbei. War das 2:7 beim FC Chelsea das höchste aller möglichen Alarmzeichen, hat sich danach aber auch gar nicht verbessert. Man schied im FA-Cup beim FC Portsmouth aus und verlor sang- und klanglos in Everton in der Liga. Drei Punkte ist man noch von einem Abstiegsplatz entfernt und langsam gehen Trainer Steve Bruce die Argumente aus. Auch wenn Sunderland ein etablierter Verein in der Premier League ist, erinnert die Situation doch ein wenig an den sportlichen Abstieg von Hull City letzte Saison. Sunderland muss endlich den Turnaround schaffen. Da bietet sich das Heimspiel gegen Stoke City an, immerhin direkter Tabellennachbar der Black Cats. Aber Stoke kommt mit einer guten sportlichen Form ins Stadium of Light. Sieg im FA-Cup gegen Arsenal, zuvor in der Liga ein Punkt gegen Liverpool und deren drei gegen Fulham. Das wird also alles andere als ein Spaziergang für Sunderland. Verdammt zu siegen.

Fußball am Mittwochabend: Premier League und Werder in Bilbao

[22h58] Endstände Tottenham-Man City 3:0 und Liverpool-Wigan 2:1

Kleine Klatsche für Man City bei den Spurs nach schwacher Leistung gegen einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze. Tottenham festigt Platz fünf, jetzt einen Rank vor Liverpool, die ähnlich wie Chelsea zu einem knappen Arbeitssieg gegen Wigan kommen. Torres hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig er ist. Und Aquilani darf weiter nur ab der 75. Minute von der Bank mitmachen.

Das war es für diesen Abend. Gute Nacht aus Düsseldorf.

[22h56] FC Liverpool – Wigan Athletic 2:1, Charles N’Zogbia, 90. Minute +2

[22h54] Endstand Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:3

Für mich eine der besten Halbzeiten von Werder in dieser Saison, vielleicht noch zu vergleichen mit der zweiten Hälfte in Freiburg. Danach hat man das Ergebnis über die Runde gebracht. Werder damit Gruppensieger, Bilbao auf dem zweiten Rang.

[22h52] Tottenham – Manchester City 3:0, Niko Krancjar, 90. Minute +4

Dann kommt es zum Abschluss noch einmal richtig dicke für Man City. Glaubt man den Tweets der BBC-Reporter vor Ort eine ganz schwache Leistung des Teams von Mark Hughes.

[22h46] Fünf Minuten noch in Bilbao. Im Prinzip hätte man sich diese zweite Hälfte auch schenken können. Nachdem Bilbao es zu Beginn noch einmal versucht hat, ranzukommen, hat man seit 15 Minuten den Offensivbetrieb komplett eingestellt und Werder spielt das locker und selbstbewusst nach Hause.

[22h43] FC Liverpool – Wigan Athletic 2:0, Fernando Torres, 79. Minute

Der Spanier nur auf der Bank zunächst, war wieder nicht fit genug um von Beginn an zu spielen. Aber wenn er als Joker trifft, umso besser. Liverpool kurz vor dem Pflichtsieg gegen die Latics. Dank des Rückstandes von City bei Tottenham würde man auf den sechsten Platz vorrücken.

[22h38] Endstände Chelsea-Portsmouth 2:1 und Burnley-Arsenal 1:1

Chelsea mit ganz dreckigem und glücklichem Sieg, Ausbau der Tabellenspitze auf drei Punkte gegenüber Man Utd und acht Punkte vor Arsenal (ein Spiel weniger). Chelsea mit guten 15 Minuten zu Beginn, dann aber wirkungs- und ideenlos. Ein Geschenk von Portsmouth brachte den Sieg. Arsenal tat sich in der ersten Halbzeit schwer gegen Burnley, in einer unterhaltsamen zweiten Hälfte gab es Chancen auf beiden Seiten. Denke, Arsenal kann mit dem Punkt einigermaßen gut leben. In Burnley zu spielen ist sicherlich nicht einfach, dennoch sind es zwei Punkte Verlust gegenüber Chelsea und Man Utd.

[22h35] Borini hat für Chelsea die Entscheidung auf dem Fuß, umkurvt den Torhüter von Portsmouth, Winkel dann aber zu spitz, Ball geht knapp am langen Pfosten vorbei. Von Portsmouth kommt nicht mehr viel.

[22h34] Vier Minuten Nachspielzeit

[22h31] Schöne Kombination von Chelsea über Joe Cole und Anelka. Der Franzose dann aber mit dem harmlosen Abschluss direkt in die Arme von Begovic.

[22h27] 25 Minuten noch zu absolvieren in Bilbao. Glaubt man diversen Tweets besorgter Werder-Fans zieht sich das Team zu weit zurück und bettelt um ein Gegentor. Von den paar Minuten, die ich gerade mal wieder gesehen habe, würde ich das nicht behaupten. Und der Anschluss ist ja auch noch nicht gefallen.

[22h25] Die Blues haben ab der 70. Minute das Heft wieder ein bisschen mehr in die Hand genommen und Portsmouth hat sich auch wieder zu sehr zurückgezogen, dennoch gab es kaum spielerische Highlights und gute Tormöglichkeiten für Chelsea. Da musste dann schon der Elfmeter helfen. Chelsea in einer kleinen spielerischen Krise, verglichen mit den Leistungen von vor ein paar Wochen.

[22h22] FC Chelsea – FC Portsmouth 2:1, Frank Lampard, 79. Minute (FE)

Lampard knallt den Ball unters Dach, nachdem zuvor Wilson Ivanovic im Strafraum gefoult hat. Auch wenn Ivanovic schon klar vorher abhebt, darf Wilson da so nie und nimmer reingehen. Von Ivanovic aber clever angenommen. Völlig unnötig für Portsmouth, die sich hier um den Lohn einer guten zweiten Hälfte bringen.

[22h22] Elfmeter FC Chelsea

[22h19] Gute Viertelstunde für Arsenal und Chelsea noch in ihren Spielen. Beide zurzeit 1:1, für beide zu wenig, für Chelsea wohl noch einen Tick mehr. Zeit zur Korrektur bleibt noch, ansonsten freut sich Manchester United.

[22h15] Avram Grant bringt für die letzten 20 Minuten seinen letzten offensiven Joker. Dindane für Piquionne, Chelsea wechselt zum letzten Mal, Nachwuchstalent Borini kommt für Kalou.

[22h14] Tottenham – Manchester City 2:0, Jermain Defoe, 54. Minute

[22h13] Da das Spiel von Werder ja nahezu entschieden ist, bleibe ich jetzt bis auf weiteres erstmal auf der Premier League Option. Da entwickeln sich spannende letzte 20 Minuten.

[22h10] Weiter offenes Spiel in Burnley mit Chancen auf beiden Seiten. Wenger bringt Eduardo für Walcott. Derweil Chelsea mit der besten Szene in der zweiten Halbzeit so far, als eine Hereingabe von Malouda an Ben-Haim vorbeifliegt und Ersatzkeeper Begovic mit tollem Reflex ein weiteres Gegentor verhindert.

[22h05] Portsmouth jetzt das bessere Team an der Bridge, Chelsea drückt und rückt zwar immer mehr nach vorne, hinterlässt deswegen in der Abwehr aber eklatant große Lücken, die Boateng fast zweimal ausnutzen konnte. Erst wird sein Schuss in letzter Sekunde von Ashley Cole geblockt, dann rutscht er aus guter Schussposition aus und verfehlt eine weitere gute Chance.

Erste Pfiffe der Chelsea-Fans, als Ballack mit einem Hackentrick Joe Cole bedienen will und kläglich scheitert. Malouda kommt für Obi Mikel in die Partie.

[22h01] Völlig anderes Spiel in der zweiten Hälfte, Portsmouth nimmt aktiv am Geschehen teil, bemüht sich strukturiert nach vorne zu spielen. Chelsea kommt nur mühsam wieder ins Spiel. Ancelotti wechselt, bringt den etwas offensiveren Joe Cole für Deco. Bis jetzt aber noch keine große Chance für die Blues im zweiten Durchgang. Langsam aber sicher muss Chelsea mehr Risiko gehen.

[21h54] FC Chelsea – FC Portsmouth 1:1, Piquionne, 51. Minute

Da hatte ich ja mal wieder den richtigen Riecher. Portsmouth belohnt sich für couragierten Beginn. Ein Freistoß wird von der Chelsea-Mauer unglücklich abgefälscht und fällt über Umwege Piquionne direkt vor die Füße. Sehr sehenswerter Abschluss, keine Chance für Cech. Und wieder ein Gegentor für Chelsea nach Standardsituation.

[21h53] Der FC Portsmouth in den ersten vier Minuten schon häufiger in der Hälfte von Chelsea als in der gesamten ersten Hälfte vorher. Trauen sich in den ersten Minuten ein wenig mehr zu.

[21h51] Halbzeit Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:3

Es hätte nicht besser laufen können bisher. Starker Auftritt von Werder. Gruppensieg ist eingetütet.

[21h49] Zweimal 1:0 zur Halbzeit in den anderen beiden Spielen der Premier League. Spurs vorne gegen Man City und Liverpool in Front gegen Wigan. Mit dem Sieg würde Tottenham nach jetzigem Stand wieder näher an Arsenal rücken.

[21h49] Beginn 2. Halbzeit FC Chelsea – FC Portsmouth

[21h45] Werder hat das Spiel jetzt völlig im Griff. Sukzessive über 45 Minuten gesteigert, immer konzentriert gewesen und mit einer Chancenverwertung, die einmalig gut ist. Alles läuft also auf einen ruhigen Abend für Werder hinaus. Gut, dann kann man vielleicht schon ein paar Kräfte für Hamburg schonen.

[21h41] Bilbao – Werder Bremen 0:3, Markus Rosenberg, 36. Minute

Da darf man ja schon fast von Entscheidung sprechen nach 37 Minuten. Schöne Kombi im Offensivspiel zwischen Özil und Pizarro, Rosenberg nimmt den Abpraller der Bibao-Verteidigung auf, geht ein, zwei Schritte nach links und schiebt an Iraizoz vorbei ins Tor.

[21h37] Tottenham – Manchester City 1:0, Niko Kranjcar, 37. Minute

[21h35] Halbzeit auch im Turf Moor. Zwischen Burnley und Arsenal steht es 1:1, die Gastgeber haben sich nach der zwischenzeitlichen Führung für die Gunners mit dem Ausgleich auch für ihre starke Anfangsphase belohnt. Mal sehen, welche Ansprache Wenger in der Kabine findet und ob die wieder so fruchtet wie am Sonntag. Nötig wäre es.

[21h33] Halbzeit FC Chelsea – FC Portsmouth 1:0

Hoffentlich gibt es guten und günstigen Glühwein im Stadion, ansonsten lohnt sich der Besuch dieses Spiels bisher nicht so wirklich. Chelsea hat stark begonnen und ging folgerichtig mit 1:0 in Führung. Doch danach machte man nicht mehr als notwendig. Portsmouth spielt ängstlich, zurückhaltend und ohne Mut nach vorne. Also entsteht ein Spiel, das nach guten 15 Minuten keine weiteren Höhepunkte gesehen hat. Den Blues soll es egal sein, immerhin zu null bisher.

[21h29] Kleiner Schock für Arsenal. Fabregas muss noch in der ersten Hälfte verletzt den Platz verlassen, Ramsey für ihn jetzt in der Partie. Und bei den Gunners-Fans fangen die Gebete an.

[21h25] Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:2, Naldo, 20. Minute

Das läuft ja ganz geschmiert bisher bei Werder. Naldo per Kopf nach Freistoß von Özil. Einige Minuten später die riesen Chance für Rosenberg zum 3:0, aber der Schwede schießt knapp am Tor vorbei. Bis dato sehr überzeugender Auftritt von Werder.

Derweil Portsmouth mit der ersten Torchance nach knapp 40 Minuten.. Freistoß von links durch Jamie O’Hara, in der Mitte Ben-Haim mit dem Kopfball über das Tor. Viel zu selten versucht Portsmouth Chelsea unter Druck zu setzen. Die sind ja nun in der Tat verwundbar.

[21h23] Die Blues haben mit dem 1:0 im Rücken das Tempo ein wenig rausgenommen, Portsmouth kommt aber auch nur sporadisch zu gefährlichen und zwingenden Offensivaktionen. Gefahr bei den Blues wieder durch Alex, doch dessen Freistoß aus 20 Metern geht recht deutlich am langen Pfosten vorbei.

[21h21] Chelsea und Liverpool liegen recht locker vorne, Arsenal muss in Burnley heute Abend richtig kämpfen – aber das hatte ich erwartet – und die Spurs und City beschnuppern sich noch.

[21h17] Athletic Bilbao – Werder Bremen 0:1, Claudio Pizarro, 13. Minute

Kaum schreibe ich vorherigen Eintrag, macht die etwas überraschende Führung. Die Hanseaten nutzen ihre erste Chance im Spiel. Rosenberg setzt sich auf links gut durch, butterweiche Flanke, Pizarro mit dem wuchtigen Kopfball ins Tor. Sehr schön gemacht.

[21h17] Wurde gerade durch das Telefon ein wenig abgelenkt, aber so wie ich das sehe, gibt es noch wenig Berichtenswertes aus Bilbao. Verteiltes Spiel im Mittelfeld.

[21h15] FC Burnley – FC Arsenal 1:1, Graham Alexander, 28. Minute (FE)

Scheint nicht der Abend von Thomas Vermaelen zu werden. In den Anfangsminuten fast schon das Eigentor, jetzt den Elfmeter verschuldet, den Alexander souverän verwandelt. Burnley wurde wieder stärker und Arsenal ließ zu sehr die Zügel schleifen.

[21h12] FC Liverpool – Wigan Athletic 1:0, David Ngog, 9. Minute

[21h08] FC Chelsea – FC Portsmouth 1:0, Nicolas Anelka, 23. Minute

Easy für die Blues. Ganz easy. Führung ist verdient, Portsmouth nur einmal gefährlich vor dem Tor. Alex setzt sich über rechts durch, geht bis zur Grundlinie, dribbelt noch ein paar Schritte, gibt in die Mitte, wo Anelka völlig blank steht und zum 1:0 einschiebt.

[21h05] Beginn 1. Halbzeit Bilbao – Werder

[21h04] Die Aufstellungen im San Mamés

Athletic Bilbao: Iraizoz – Amorebieta, Etxeita, San José, Aurtenetxe – Yeste, Martinez, Susaeta – Muniain – Toquero, Diaz de Cerio

Werder Bremen: Wiese – Prödl, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski, Jensen, Özil – Pizarro, Rosenberg

Werder schont einige Spieler, unter anderem Marin und Hunt. Fritz fehlt verletzt. Dafür darf Pizarro erstmals nach Verletzung wieder von Beginn an spielen und Rosenberg bekommt eine weitere Chance. Bei Bilbao fehlt Topstürmer Llorente.

[20h58] Eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Chelsea die Führung erzielt. Das Team von Ancelotti ist drückend überlegend, Portsmouth hat noch nicht mal einen Fuß in diesem Spiel. Einziges Manko: Die Blues nutzen ihre Chancen nicht. Nach 12 Minuten könnte es bereits 2:0 stehen.

[20h54] FC Burnley – FC Arsenal 0:1, Cesc Fabregas, 7. Minute

[20h51] Guter Start auch für Burnley. Almunia kann eine verunglückte Abwehr von Vermaelen gerade noch so an die Querlatte lenken. Eigentor gerade so verhindert.

[20h50] Fünf Minuten gespielt in London, schwierige Verhältnisse bei leichtem Schneeregen an der Bridge. Chelsea mit dem etwas geordneter und strukturierter im Spielaufbau, zwei halbgefährliche Schüsse von Ballack und Lampard und eine gute Chance durch Anelka stehen zu Buche. Portsmouth steht erstmal tief hinten drin und lässt Chelsea die komplette Spielwiese bis auf den eigenen Strafraum.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit FC Chelsea – FC Portsmouth

[20h41] Die Spiele in Chelsea und Burnley beginnen um viertel vor, in Tottenham und Liverpool wird um 21:00 Uhr angestoßen, nochmal fünf Minuten später dann in Bilbao.

[20h38] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Cech – Ivanovic, Alex, Terry, Ashley Cole – Obi Mikel, Ballack, Lampard, Deco – Kalou, Anelka

FC Portsmouth: Begovic – Finnan, Ben-Haim, Wilson, Hreidarsson – Mokoena, Mullins, O’Hara, Diop – Boateng, Piquionne

Ballack gegen Boateng – darüber freuen sich eigentlich auch nur deutsche Medien. Freue mich auf Jamie O’Hara bei Pompey, in den letzten Wochen in sehr guter Form. Drogba ist nicht fit genug für die Startelf, Kalou ersetzt ihn. In den Innenverteidigung Alex für Ricardo Carvalho, in der Offensive Deco für Joe Cole. Portsmouth allein mit sieben Veränderungen gegenüber dem Remis in Sunderland. David James fehlt wegen Krankheit, Younes Kaboul, die defensive Stütze, ist gesperrt. Man darf nur hoffen aus Sicht von Pompey.

[20h31] Werder darf also ins kühle Baskenland reisen, auch dort Temperaturen nur wenig über null Grad. Der Gruppensieg wird angepeilt, dafür reicht schon ein Unentschieden. Bin gespannt, wie man den Rückschlag von Samstag verkraftet und ob die Vertragsverlängerung von Schaaf nochmal einen kleinen Schub gegeben hat. Hoffentlich sind die Gedanken nicht schon in Hamburg.

[20h26] Werde mich an dieser Stelle erstmal um die Partien von Chelsea und Werder kümmern, beide Spiele gibt es bei Sky. Je nach Lage hoffe ich einen akzeptablen Stream zu finden, dann kann ich auch detaillierter auf andere Spiele eingehen.

[20h22] Ganz interessante Partien heute Abend in der Premier League.

FC Burnley – FC Arsenal: Mit Bestbesetzung laufen die heimstarken Clarets gegen den FC Arsenal auf. Eine echte Bewährungsprobe für die Gunners, die in der Tabelle nicht den Anschluss an Manchester United (gestern locker leicht 3:0 die Wolves geschlagen) verlieren wollen.

FC Chelsea – FC Portsmouth: Die Blues wollen sich in der Tabelle wieder absetzen und von der Punktezahl alleine an der Tabellenspitze stehen. Die Gäste von der Südküste können mit einem Sieg den letzten Platz verlassen. Es ist auch die Rückkehr von Avram Grant an die Stamford Bridge.

FC Liverpool – Wigan Athletic: Rafael Benitez hat dieser Tage versprochen, dass sein Team trotz der aktuellen Formkrise am Ende der Saison in den Top Four landen werden. Momentan sind es sieben Punkte Rückstand. Dann muss heute – auch für das Gefühl der Fans – ein überzeugender Sieg her.

Tottenham Hotspur – Manchester City: Die beiden Geheimfavoriten auf den vierten Platz im direkten Duell an der White Hart Lane. Beide kommen nicht so richtig vom Fleck, die Formkurve zeigt auf keinen Fall steil nach oben, wie sie es vor den Weihnachtsfeiertagen eigentlich sollte. Mit einem Auswärtssieg würde City die Spurs in der Tabelle überholen.

[20h13] Schönen Mittwochabend zusammen. Ich entschuldige mich dafür, dass es hier die letzten Tage wieder ruhig war, aber ich hatte in den letzten 10 Tagen drei Referate an der Backe, gerade bei dem heutigen war die Vorbereitung ausgesprochen umfangreich und zeitraubend. Hinzu kamen noch etliche andere Termine, von daher war ans Bloggen zwar zu denken, aber tun konnte ich es wirklich nicht.

Aber, jetzt ist wieder die Zeit da. Vier interessante Spiele heute Abend in der Premier League und Werder und Bilbao spielen den Gruppensieg in der Europa League aus. Hereinspaziert…

Storrie-Telling: Hoffnung für den FC Portsmouth. Aber wie lange?

Um keinen Verein in der Premier League gab es in den vergangenen Wochen und Monate so viele Gerüchte wie um den FC Portsmouth von der Südküste Englands. Anfang August tauchten erstmals Gerüchte in einer Sondersendung von BBC Five Live zur finanziellen Situation in der Premier League auf, wonach der Klub keine Chance zum finanziellen Überleben mehr habe und kurz vor der Pleite stand. Von offizieller Seite gab es dazu nie Stellungnahmen. Man bemühte sich um einen neuen Investor für den Klub – und bis dahin gab es von allen Seiten nichts als Schweigen. Da Portsmouth in der Sommerpause einige Spieler hat ziehen lassen müssen und selbst gerade einmal 10 Millionen Pfund für neue Spieler ausgegeben hat, konnte man zumindest auf zweitem Wege erkennen, dass die Situation um den Verein nicht die allerbeste ist.

Um zumindest den Hintergrund für die derzeitige Lage des FC Portsmouth ein wenig besser zu verstehen, muss man einige Jahre zurück in die Vereingeschichte gehen und sich auch kurz mit dem Umfeld bei Pompey beschäftigen. Im März 2002 wird Harry Redknapp zum ersten Mal Trainer an der Südküste Englands, seine dritte Trainerstation nach Bournemouth und sieben Jahren bei West Ham United. Seit Sommer 2001 war er bereits im Verein tätig als Director of Football. Als Trainer führte er Portsmouth in die Premier League und sicherte in der ersten Saison auch den Klassenerhalt, verließ dann aber den Verein wegen interner Streitigkeiten über seinen damaligen Assistenten Jim Smith. Unter Redknapp gab es die beste Saisonplatzierung, danach ging es immer weiter abwärts. Man entkam immer nur knapp dem Abstieg. Die Fans waren es leid, das Vereinsumfeld auch. Im Dezember 2005 ging bereits wieder das Abstiegsgespenst durch den Fratton Park. Und was machte man in der Führungsriege bei Pompey: Man holte sich Harry Redknapp zurück. Er sollte wieder den Aufschwung bringen. Und Redknapp konnte wieder den Klassenerhalt sichern. Gleichzeitig steuerte der französische Unternehmer Alexandre Gaydamak frisches Geld für den Verein bei und wurde Mitbesitzer am Verein. Harry Redknapp war es leid, seine Fußballliebe immer nur gegen den Abstieg spielen zu sehen und wollte richtig Geld in den nächsten Jahren investieren. Und das Portmonee wurde geöffnet, für Jermain Defoe, für Lassana Diarra, oder für den Rekordtransfer von Peter Crouch vom FC Liverpool, für eine Ablöse von 11 Millionen Pfund. Sportlich konnte Redknapp diese Transfers immer rechtfertigen. Man holte mit dem neuen Platz die beste Saisonplatzierung und gewann 2008 den FA-Cup. Aber finanziell war dies für den kleinen Club schlicht nicht zu stemmen. Das Stadion ist mit 20.000 Zuschauern das kleinste in der Premier League – und die teueren Transfers wollten auch ordentlich Gehalt. Überhaupt ist der Fratton Park im maroden Zustand und braucht dringend eine Modernisierung. Doch Portsmouth gab das Geld lieber für teure Transfers aus – Geld, das sie aber eigentlich gar nicht hattten. Als dann auch noch Alexandre Gaydamak die Lust am Mitbesitz verlor, vertrocknete auch diese Geldquelle – ein neuer Investor musste gesucht werden. Und eine Gelddruckmaschine. Mit dem Scheich Sulaiman Al-Fahim, der sich im Heimspiel gegen Manchester City auch schon auf der Tribüne gezeigt hat, ist man sich jetzt im August einig geworden. Es kann wieder aufwärts gehen.

Und nachdem alle Baustellen zumindest vorerst gelöst sind, kann man auch der Öffentlichkeit verraten, wie eng es um das Überleben des FC Portsmouth gestanden hat. Das hat der Chief Executive des FC Portsmouth, Peter Storrie, gestern Abend in einem Interview mit BBC Five Live öffentlich gemacht. Eine Zusammenfassung des Interviews gibt es bei BBC Sport.

“Pompey had been living way outside our means. On a couple of occasions it got very close to going into administration. It’s something I Was fighting very heavily against but at the end of the day you can ask people so many times to give you a little longer to pay things.”

Storrie erhofft sich mit dem Geld des neuen Investors jetzt den Neubau eines Stadions und des Trainingsgeländes und will weiterhin im Amt bleiben. Doch die größte Herausforderung für Portsmouth ist jetzt nicht mehr die finanzielle, sondern die sportliche. Das Vermeiden des Abstiegs in die Championship. Und insbesondere der Saisonstart mit vier Niederlagen in den ersten vier Spielen gibt wenig Hoffnung auf Besserung. Zumal Portsmouth aufgrund der finanziell knappen Kassen wichtige Spieler hat gehen lassen müssen. Dass Portsmouth von der spielerischen Qualität heute schlechter dasteht als vor einigen Wochen ist ganz offensichtlich. Peter Crouch, Sylvain Distain, Glen Johnson und Niko Krancjar haben den Verein verlassen. Das waren alles ehemalige Leistungsträger bei Pompey. Der Guardian zählt auf, dass von den 13 Neuzugängen des FC Portsmouth in der Sommer-Transferperiode fünf noch nie in der Premier League gespielt haben und sieben der 13 Spieler erst wenige Tage vor Ende des Transfensters an die Südküste gewechselt sind. Ein erfahrenes Premier League Team, das die Gelegenheit hatte sich einzuspielen, sieht anders aus. Und das weiß auch Trainer Paul Hart.

Und da ist dann noch das eher unterkühlte Verhältnis von Torwart David James zu seinem Verein und dem Trainer Paul Hart. James, der sich Chancen für die Teilnahme an der WM 2010 im englischen Nationaltor ausrechnet, ist für die Qualifikationspiele der Engländer am Samstag und Mittwoch von Trainer Fabio Capello nicht nominiert worden. Und dann verplfichtete Portsmouth auch noch den finnischen Nationaltorhüter Antti Niemi, immerhin drei Jahre jünger als James, vom FC Fulham. Sein Stammplatz sei keine Garantie mehr, habe David James mitgeteilt bekommen. James sah dies als Beweis dafür, dass er nicht länger bei Portsmouth bleiben könnte, weil so seine Chancen im Tor zu stehen erheblich sinken würden. Also was macht der erfahrene Torwart da? Er wünscht sich zu seinem größten Förderer zu wechseln, zu den Tottenham Hotspur und Harry Redknapp. Der soll nach diversen Medienberichten auch ein Angebot für James abgegben haben, bekommt am Ende aber nur Krancjar an die White Hart Lane gelotst. James war entsprechend sauer und soll sich intern auch mit Trainer Paul Hart angelegen haben. Diesen Darstellungen hat Peter Storrie nun aber widersprochen. Man habe kein konkretes Angebot von den Spurs für James gehabt. Es sei zwischen Hart und James lediglich zu Diskussionen gekommen. Das scheint sehr nett formuliert zu sein.

Auch wenn man den finanziellen Kollaps gerade so vermeiden konnte. Dass nun auch der sportliche Erfolg zurückkommt, kann das neue Frischgeld nur wenig beeinflussen. Dazu gehört eher ein erfahrenes, eingespieltes Team mit einer Führungspersönlichkeit im Tor. Doch David James scheint degradiert worden zu sein. Was nützt die große Rettung des FC Portsmouth kurz vor dem finanziellen Tod, wenn man nächste Saison nicht mehr gegen Arsenal oder Chelsea spielt, sondern Leicester und Conventry spielt. Dann hat man das Sterben des Vereins nur um ein Jahr hinausgezögert. Irgendwie müssen die Fehler der Vergangenheit ja auch bestraft werden. Und Harry Redknapp wird man im Januar ganz sicherlich nicht zurück nach Portsmouth holen können. Das steht fest.

Premier League 2009/2010: Saisonvorschau – Mittelfeld und Abstiegszone

Bleiben noch – die Aufsteiger ausgenommen, auf die ich in einem seperaten Eintrag noch einmal genauer eingehen werde, sieben Mannschaften, die ich irgendwie versucht habe tabellenmäßig ein bisschen einzuschätzen und einzuordnen. Vom FC Sunderland, Wigan Athletic, den Blackburn Rovers und den Bolton Wanderers erwarte ich, dass sie über die gesamte Saison gesehen eher wenig mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden. Stoke City, Hull City und den FC Portsmouth habe ich hingegen auf den Zettel, wenn es um den direkten Abstieg in die Championship geht.

Vom FC Sunderland – da bin ich mir sicher – wird definitiv mehr kommen als in der letzten Saison, als man fast bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfte. Zum einen ist der Trainerposten mit Steve Bruce, der Wigan Athletic verlassen hatte, endlich nach der Ära Roy Keane wieder so besetzt, dass man von den Black Cats ein Stück Kontinuität und Verlässlichkeit auf wie neben dem Platz erwarten kann. Und man war sich auf dem Transfermarkt nicht zu schade ordentlich Geld auszugeben. Jüngster Neuzugang ganz aktuell am heutigen Mittwoch war für sechs Millionen Pfund Lee Cattermole von Wigan Athletic, ein Spieler, den Steve Bruce also bestens kennt. Zudem gab man 10 Millionen Pfund für Darran Bent von Tottenham, fünf Millionen Pfund für Lorik Cana von Olympique Marseille und weitere 3,5 Millionen Pfund für Frazier Campbell von Manchester United aus. Im Gegenzug haben 13 Spieler den Verein verlassen. Das scheint gerade unter den durchschnittlichen Teams der Premier League ein neuer Trend zu sein: den Kader schlanker und konkurrenzfähiger machen, sich auf 18-20 Spieler konzentrieren, möglichst wenige Spieler im Kader haben, die nur Geld fürs Erwärmen der Ersatzbank bekommen.

Was kann man nächste Saison von den Bolton Wanderers erwarten? Ich denke, es reicht wieder für einen gesicherten Mittelfeldplatz, vor allem dann, wenn man mehr Konstanz in die Leistungen reinbringt als noch in der vergangenen Saison. Dass Bolton auch mal eine Siegesserie starten kann, haben sie gezeigt. Und mit Gary Megson konnten sich viele Fans auch immer besser anfreunden. Augenmerk auf die drei Neuzugänge der Bolton Wanderers: Zat Knight kam von Aston Villa, Sam Ricketts von Hull City und Sean Davis vom FC Portsmouth. Alle drei sehr erfahrene Spieler, die Bolton qualitativ weiterbringen. Zwei besondere Abgänge haben die Blackburn Rovers und Wigan Athletic zu verkraften. Bei den Rovers ist es der Top-Stürmer der vergangenen Jahre, nämlich Roque Santa Cruz, der zu der Scheich-Truppe Manchester City wechselte. Und bei Wigan ist es eben der Vater des Erfolgs der vergangenen Saison, der Trainer Steve Bruce, welcher das finanziell wohl bessere Angebot von Sunderland nicht ablehnen konnte. Wigan wird sicherlich auch die Kreativität von Antonio Valencia im Mittelfeld vermissen. Immerhin brachte der Transfer zu Manchester United ein wenig Geld in die Transferkasse, sodass man unter anderem Jason Scotland von Swansea City und Jordi Gomez von Espanyol Barcelona verpflichten konnte. Insbesondere auf Scotland sollte der interessierte Premier League Fan beide Augen werfen, nicht nur wegen der sehr interessanten Vita. Auf Trinidad und Tobago geboren kam spielte er von 2003 bis 2007 vier Jahre in Schottlanf für Dundee United und St. Johnstone. 2007 folgte dann der Wechsel zum englischen Zweitligisten Swansea City, wo er in zwei Spielzeiten richtig auftrumpfte. 45 Tore in 90 Pflichtspielen sprechen eine deutliche Sprache. Also, schaut auf Jason Scotland!

Das zweite Jahr in der Premier League soll ja immer das schwierigste sein. Klassische Beispiel dafür gibt es viele, zum Beispiel der FC Reading, der in seiner ersten Spielzeit in der Premier League 2006/2007 sensationell Achter wurden. Ein Jahr später stiegen die Royals wieder ab. Es gibt aber auch Gegenargumente. Zu Beginn des neuen Jahrtausends schaffte der FC Sunderland als Aufsteiger zweimal in Folge den siebten Platz, konnte eine erste erfolgreiche Premierensaison wieder bestätigen, bevor man dann mit der negativen Rekordpunktzahl 19 nach der dritten Saison abstieg. Das schwere zweite Jahr gehen nun Stoke City und Hull City an. Und wie versuchen beide Teams die zweite Saison anzugehen? Die Potters eher ruhig und konservativ. Stoke ist das Team mit den bisher geringsten Aktivitäten auf dem Transfermarkt. Man hat in der letzten Saison gesehen, dass man nicht unbedingt spielerisch, aber kämpferisch und von der Laufbereitschaft in der Premier League mithalten kann. Stoke spielte nicht schön, aber für ihre Verhältnisse erfolgreich. Einziger prominenter Neuzugang ist Dean Whitehead vom FC Sunderland. Hull City ist so ein bisschen Dr. Jekyll and Mr. Hyde. Von überzeugenden Siegen gegen den FC Arsenal wie peinlichen Heimniederlagen gegen direkte Abstiegskandidaten war letzte Saison bei den Tigers alles dabei. Würde mich nicht wundern, wenn es diese Saison wieder so ist, die negativen Erlebnisse aber deutlich umfangreicher und ausgeprägter als die Erfolgserlebnisse.

Kommen wir zum Abschluss zu einem Verein, der es diese Saison noch schwerer haben wird als vergangene Spielzeit, die ja auch gezeigt hat, dass es etablierte Premier League Teams, wie Newcastle oder Middlesbrough, mit dem Abstieg treffen kann. Es wäre keine Überraschung, wenn einer der drei Absteiger im Mai 2009 FC Portsmouth heißen würde. Aber immerhin wird es den Verein wohl noch länger geben. Denn so klar war dies im Sommer 2009 auch nicht immer. Der Verein stand finanziell kurz vor dem Exodus, Überlebenschance äußerst gering. Einfach pleite. Marodes Stadion, schlechte Transferpolitik, hohe Schulden sowieso. Ein gefährlicher Cocktail. Jetzt hat der Wüstengott mal wieder seine Hand geöffnet. Ende Mai kaufte dann Sulaiman Al Fahim, auch schon in die Gestricke bei Manchester City verwickelt, für angeblich 60 Millionen Pfund den Verein. Der Deal scheint zu stehen, genehmigt ist er von der Seiten der Premier League noch nicht. Einige Details sind auch noch zu klären. Aber es scheint immerhin ein klein wenig Licht am Ende des Tunnels zu sein. Auch wenn finanziel erstmal alles wieder im Rahmen sein sollte, ist es sportlich noch lange nicht, eben weil man aufgrund des finanziellen Engpasses zahlreiche Spieler abgeben musste. Dies sind immerhin Peter Crouch, Glen Little, Glen Johnson, Sean Davis, Lauren und Djimi Traore. Wer soll die Tore für Pompey schießen? Zu Beginn der vergangenen Saison stürmten da noch Jermain Defoe und Peter Crouch. So ändern sich die Zeiten, im Moment nicht zum besseren für das Team von der Südküste.

Premier League 2008/2009 28. Spieltag, FC Portsmouth – FC Chelsea

[22h42] Liverpool führt 10 Minuten vor Schluss mit 2:0 gegen Sunderland. Auch dort dürfte nichts mehr anbrennen. Gute Nacht aus Bremen.

[22h40] Endstand FC Portsmouth – FC Chelsea 0:1

Minimalistenfußball. Insgesamt kein schönes Spiel, aber drei Punkte. Portsmouth hatte nur Hoffnung auf einen Punkt, aber nichts dafür getan. Und dann hat man einmal in der Abwehr geschlafen und hat auch noch diesen Punkt verspielt. Chelsea keinesfalls besser, aber insgesamt etwas druckvoller Richtung Tor. Sieg geht dann auch ok.

Arsenal gewinnt mit 3:1 bei West Bromwich Albion. Vielleicht sind die Baggies ganz schnell weg vom Fenster. Die Gunners bis auf drei Punkte an Aston Villa dran.

[22h37] Wechsel FC Chelsea:  Mancienne für Michael Ballack

Und ich fordere einen Stammplatz für Quaresma. Bester Mann auf dem Platz. Trotz seiner Flanken.

[22h36] Drei Minuten Nachspielzeit. Keine Ahnung warum.

[22h31] Chelsea und Liverpool gehen also im Gleichschritt, beide liegen jetzt bei 58 Punkten. Die Blues bringen das Ergebnis jetzt über die Zeit. Portsmouth hat sich von dem Nackenschlag bisher nicht erholen können. Vom Spielaufbau Portsmouth wie eine Kreisligamannschaft heute.

[22h26] FC Liverpool – FC Sunderland 2:0, Yossi Benayoun, 65. Minute

[22h25] FC Portsmouth – FC Chelsea 0:1, Didier Drogba, 80. Minute

Portsmouth mit fürchterlicher Defensivarbeit, Bosingwa mit der Hereingabe, alles orientiert sich in die Mitte, der Ball läuft durch alle Mannen hindurch, Drogba ist völlig frei, von Glen Johnson überhaupt nicht bewacht, und kann ins lange Eck zirkeln. Schönes Tor.

[22h24] Quaresma flankt mit dem Außenrist in den Gegenspieler, der fünf Meter vor ihm steht. Es ist nicht mehr mit anzuschauen. Ganz schwaches Spiel.

[22h17] Wechsel FC Portsmouth: John Utaka für Jermaine Pennant

[22h14] Die zwei flachen Hereingaben von rechts durch Quaresma werte ich mal schon als Highlight, Drogba verpasst in der Mitte knapp, wird einmal gut geblockt. Und Lampard mit einem Freistoß in die Mauer.

Und Chelsea lässt sich mal schnell auskontern, Crouch mit gutem Ball auf Kranjcar, doch der kann den Ball nicht kontrollieren. Ich fasse es nicht, sowas kann man auch schon mal zur Führung nutzen.

[22h12] FC Liverpool – FC Sunderland 1:0, David Ngog, 52. Minute

Und wenn man denkt, es kann schlimmer nicht kommen, es gibt keinen negativeren Trend mehr, dann kommt Michael Ballack.

[22h10] Liebe 22 Akteure da auf dem Platz, es regnet in Strömen, die Hütte ist voll, der Boden glitschig. Sorgt doch endlich mal für ein Highlight in der zweiten Hälfte. Etwas, das ich hier schreiben kann, etwas, das mich aufhorchen lässt. Und Man Utd bekommt schon Alpträume angesichts der Leistung von Chelsea.

Peter Crouch ist heute so torgefährlich wie Niklas Bendtner in seinen besten Zeiten :)

[22h06] Wechsel FC Chelsea: Ricardo Quaresma für Salomon Kalou

[22h05] 15 Minuten gespielt im zweiten Durchgang – und im Moment ist diese Partie fast am Einschlafen, wäre nicht David Nugent auf dem Platz. Lässt Terry aussteigen und steht völlig frei vor Cech, kann sich die Ecke aussuchen, und schießt dann Cech an. Das Tor hätte dem Spiel gut getan [ich zahle schon ins Phrasenschwein]

[22h02] Wechsel FC Chelsea: Juliano Belletti für John Mikel Obi

[21h59] Die Angriffsbemühungen von Portsmouth sind eine Farce. Da wird der Ball in der eigenen Hälfte teilweise gut erobert, und dann kommen zwei fürchterliche Pässe – und schon ist die Kugel wieder weg. Wenn Chelsea mit etwas mehr Intelligenz spielt, könnte man die Defensive auch knacken. Denn offensiv sehe ich derzeit keine Land für Pompey. Peter Crouch allein auf weiter Flur, Nugent abgetaucht. Das passt im Umschalten nach vorne überhaupt nicht. Marco Hagemann sagt es: Vielleicht sollten sie es mal mit Kick and Rush versuchen, die Flachpässe kann Chelsea alle problemlos abfangen.

[21h57] Peter Crouch spielt übrigens auch mit.

[21h51] Weiter geht es an der stürmischen und regnerischen Südküste. Keine Wechsel auf beiden Seiten. Portsmouth muss mehr nach vorne tun, wenn sie hier ernsthaft drei Punkte in Erwägung ziehen wollen.

[21h48] Halbzeit FC Liverpool – FC Sunderland 0:0

[21h35] Halbzeit FC Portsmouth – FC Chelsea 0:0 und West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:3

Sagen wir es mal so: Durchschnittliche Partie an der Südküste bei aber auch fiesen Bedingungen. Chelsea hat es verpasst gegen Mitte und Ende der ersten Hälfte die Überlegenheit in noch klarere Chancen und zur Führung umzuwandeln. Portsmouth hangelt sich so durch das Spiel, hatten eine gute Chance durch Davies. Mehr war nicht, sind bei Freistößen und Ecken durchaus gefährlich.

[21h33] Richtig gute Chance für Chelsea und beste Szene von Michael Ballack. Ecke Lampard, Kopfball Ballack, knapp über das Tor. Portsmouth wieder zuweit von den Gegenspielern entfernt.

Und gleich die nächste Chance, schon in der Nachspielzeit. Freistoßhammer von Alex aus 30 Metern, James ist auf dem Posten.

[21h31] West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:3, Niklas Bendtner, 44. Minute

[21h28] Portsmouth angelt sich über Standardsituationen so ein bisschen wieder zurück ins Spiel.

[21h25] West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:2, Kolo Touré, 38. Minute

[21h21] Portsmouth wartet in der Abwehr auf den Osterhasen, anders ist diese Passivität nicht zu erklären. Keiner greift Lampard an, der dann aus 20 Metern abzieht. James lässt den Ball nur abklatschen, direkt in die Mitte, aber Glen Johnson knapp vor Drogba am Ball, kann zur Ecke klären.

Vielleicht ein Wort zu Michael Ballack. Unauffällig wie so häufig in letzter Zeit. Ich habe jetzt nicht mitgezählt, aber mehr als 10 Ballkontakte dürften es bis jetzt nicht gewesen sein.

[21h15] Dominante 10 Minuten des FC Chelsea, präsenter, zweikampfstärker, variabler im Spielaufbau. Die Gäste kommen mit den Platzverhältnissen sehr viel besser zurecht, die klaren Chancen fehlen aber noch. Entweder Pompey kann noch rechtzeitig einen Fuß dazwischen halten, oder Chelsea spielt es nicht konsequent genug zuende.

Lebenszeichen vom FC Portsmouth. Schuss aus 20 Metern von Sean Davies, den Cech noch um den Pfosten lenken kann. Gut, jetzt wisssen wir, dass die Gastgeber auch noch versuchen ein Tor zu schießen.

[21h05] Applaus der Pompey-Fans für David James, der weit aus seinem Tor rauskommt, geschickt den Winkel verkürzt. Drogba scheitert nach öffnendem Pass von Lampard mit seinem Linksschuss am englischen Nationaltorhüter. Chelsea bekommt jetzt auch die Chancen zur Führung.

[21h03] Beste Chance des Spiels für den FC Chelsea nach einer Viertelstunde, als Malouda auf Ashley Cole durchsteckt. Die scharfe Flanke des Linksverteidigers verpasst Drogba in der Mitte nur um Zentimeter. Chelsea wird besser und dominanter.

[20h59] Gutes Tempo vom FC Portsmouth, warten keineswegs ab, lassen Chelsea nicht den Platz im Mittelfeld. Insgesamt verteiltes Spiel. Beide Teams tuen sich extrem schwer mit dem tiefen und glitschigen Boden. Kranjcar hat sich bei einem Angriff den Ball etwas zu weit nach vorne gelegt, ist ausgerutscht – und weg war die fast schon einzigartig gute Chance auf einen Torschuss. Und es schüttet weiter. Aber sehr intensives, kampfbetontes Spiel.

[20h54] West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:1, Chris Brunt, 7. Minute

[20h52] West Bromwich Albion – FC Arsenal 0:1, Niklas Bendtner, 4. Minute

Ich will nichts gesagt haben.

Ausgeglichenes Spiel in den ersten Minuten im Fratton Park. Portsmouth schon öfter in der gegnerischen Hälfte, passiert aber nicht viel. Chelsea einmal ganz gefällig vor David James, aber die Flanke von Kalou konnte der Keeper von Pompey sicher abfangen.

[20h48] Here we go. Chelsea in den gelben Auswärtstrikots von links nach rechts, Portsmouth in Blau hat Anstoß.

[20h46] Guus Hiddink ist also nur “temporary” beim FC Chelsea. Sagt die englische Grafik.

[20h42] Sturm und strömender Regen an der englischen Südküste. Könnte für englischen Fußball nicht viel besser sein.

[20h39] David James und Sol Campbell heute mit ihren 100. Spielen für die Gastgeber. Die Partie in Liverpool beginnt erst um 21:00 Uhr, in The Hwathorns wird jetzt ebenfalls schon gleich angestoßen.

[20h37] Die Aufstellungen im Fratton Park

FC Portsmouth: James – Johnson, Campbell, Distin, Hreidarsson – Pennant, Mullins, Davis, Kranjcar – Crouch, Nugent

FC Chelsea: Cech – Bosingwa, Terry, Alex, Ashley Cole – Ballack, Mikel, Lampard – Kalou, Drogba, Malouda

Interessante Aufstellung beim FC Chelsea, die BBC interpretiert das als ein 4-5-1, ich halte eher ein 4-3-3 für wahrscheinlich. Mal sehen. Zwei Wechsel bei Chelsea. Bosingwa kehrt nach seiner Sperre ins Team zurück, und Malouda ersetzt den verletzten Nicolas Anelka. Hayden Mullins kehrt bei Portsmouth für den zuletzt eher schwachen Basinas ins Team zurück.

[20h31] Peter Crouch, der Stürmer des FC Portsmouth, hat gestern einen leidenschaftlichen Appell an das Team, die Fans und sich selbst gerichtet: “I have just got to get the goals to keep us in this league.” Für Peter Crouch, der 2005 mit Southampton abgestiegen ist, soll sich diese Situation nicht wiederholen. Er kann seinen Beitrag dazu leisten.

[20h27] Beim FC Liverpool soll heute David Ngog für Tore sorgen. Torres fehlt ja verletzt, Kuyt kommt als hängende Spitze, Gerrard zentral in der Mitte, rechts Benayoun, links Riera. In den BBC Foren prasselt schon wieder die Kritik auf Benitez ein.

[20h24] Die Meldung des Tages aus dem Lager des FC Chelsea kam vom Vorstand des Vereins. Der Chairman, Bruce Buck, hat im Daily Mirror angekündigt, dass es im Sommer auf dem Transfermarkt bei Chelsea einiges an Bewegung gibt. Er erwarte, dass etwa fünf Spieler den Verein verlassen werden, gleichzeitig soll der Verein neue Talente verpflichten. Ganz oben auf der Abschussliste soll Florent Malouda sein. Namen wurden nicht genannt. Es sollen aber auch hochkarätige Spieler dabei sein.

[20h18] Neben dem Auftritt der Blues beim FC Portsmouth empfängt Liverpool im Fernduell um den zweiten Platz heute den FC Sunderland. Und Arsenal versucht nach sechs Wochen Fehlschüsse mal wieder einen Treffer zu erzielen. Heute einzige Spitze bei den Gunners: Niklas Bendtner. Das CL-Spiel gegen Rom lässt grüßen.

[20h15] Die Sportsendungen in England kennen heute aber nur ein Thema, den Anschlag auf das Cricket-Team aus Sri Lanka heute in Pakistan. Vom Team kam bei dem Anschlag auf den Teambus niemand ums Leben, allerdings verloren sechs Polizisten ihr Leben.

[20h12] Wunderschönen guten Abend zu drei Spielen in der Premier League, Schwerpunkt auf dem Live-Spiel zwischen Portsmouth und dem FC Chelsea.

Premier League 2008/2009 Preview FC Portsmouth – Manchester City

Weil Mitte Januar das Wetter nicht mitspielte und sich der arme Süden Englands keine Rasenheizung leisten kann beziehungsweise will, wird am Samstagnachmittag die Partie des 21. Spieltages zwischen dem FC Portsmouth und Manchester City wiederholt. Sowohl in England als auch in Deutschland gibt es keine Live-Übertragung des Spiels.

Trotzdem ist es für beide ein wichtiges und ganz besonderes Spiel. Mark Hughes steht zum 25. Mal an der Seitenlinie für Manchester City und geht mit Zuversicht in das Spiel: “Wir können uns mit einem Sieg weiter von den Abstiegsplätzen entfernen. Diese Chance – das habe ich den Jungs vermittelt – wollen wir unbedingt nutzen.” Für den FC Portsmouth ist es das Spiel 1 nach der Ära Tony Adams. Für die BBC ist es derweil viel mehr, nämlich ein großer sportlicher Absturz. Letztes Jahr noch Sieger im FA-Cup, diese Saison geht es um die sportliche Existenz in der Premier League. In dem BBC-Dossier geht es vor allem auch um die finanzielle Situation von Pompey und Fehleinschätzungen der Vereinsführung. Kevin Ryan, Vorsitzender der Fanbewegung des FC Portsmouth, sagt:

“At the end of last season, we were expecting the club to go out and spend about £20m-£30m on three or four big signings to strengthen the team. But Portsmouth are a club who have chased the dream for two or three years and lived beyond their means in terms of finance and Premier League position. Now we’re feeling the financial consequences.”

Und indirekt spricht er damit auch die sportliche Führung ein bisschen von der Misere frei. Das hatte ich in einem früheren Blogbeitrag auch schon mal erwähnt. Wie soll man auch zukünftig Erfolg haben, wenn sich die Konkurrenten im Abstiegskampf über die Wintertransferperiode gut verstärken, man selbt aber ohne Ersatz zwei nennenswerte Leistungsträger abgibt? Im Moment drücken den Klub Verbindlichkeiten von 80 Millionen Pfund. Eine ganz interessante Zahl noch: Portsmouth gab zwischen Januar 2005 und Juli 2008 fast 68 Millionen Pfund aus. Mit Ausnahme von Jermain Defoe war kein wirklicher Leistungsträger dabei, der Portsmouth nachhaltig und dauerhaft hilft und geholfen hat. Da ist dann aber auch vieles auf dem Mist von Harry Redknapp gewachsen, der gerne und viel einkauft.

Wie geht es also weiter beim FC Portsmouth? Man ist intensiv auf Trainersuche, unter den Kandidaten sollen Sven Göran-Eriksson, Terry Venables und auch Roy Keane sein. Zumindest Eriksson hat schon mal durchblicken lassen, dass er für das Amt nicht zur Verfügung stehe. Für Portsmouth ist das Spiel essentiell. Nur einem Punkt vor einem Abstiegsplatz und mit nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen ist ein Sieg fast schon überlebenswichtig.

Bei Manchester City fällt man derzeit eher neben dem Platz negativ auf. In der Premier League konnte man sich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Drei der letzten vier Ligaspiele konnten gewonnen werden, 13 Punkte holte man aus den letzten sechs Partien, nur gegen Stoke City setzte es eine Niederlage. Da zeigte sich dann nochmal das “alte” City, ansonsten spielt man durchschnittlich, aber man holt die wichtigen Punkte gegen direkte Konkurrenten. Mit einem weiteren Sieg würde man sich aller Abstiegssorgen entledigen. Bei City fehlen am Samstag die gesperrten Shaun-Wright Philipps und Richard Dunne, Elano soll über die rechte Seite für Wirbel sorgen. Etwas, was ihm diese Saison bisher nur bedingt gelungen ist. Bei Pompey gibt Jermaine Pennant, von Liverpool ausgeliehen, sein Debüt. Papa Bouba Diop und Richard Hughes fehlen verletzt.

Nach Tony Adams und Felipe Scolari: Hoffnung auf Besserung beim FC Portsmouth und Chelsea London?

Kein Tag vergeht, wo die Premier League einmal zur Ruhe kommen kann. Jetzt weiß ich auch, warum die englischen Medien so gerne hyperventilieren. Mittlerweile scheinen sie gar nichts anderes mehr gewohnt zu sein.

Der Paukenschlag des Tages kam heute am frühen Abend: Der FC Chelsea hat auf seiner Internetseite bekanntgegben, dass Trainer Felipe Scolari entlassen wurde.

“Luiz Felipe Scolari has been dismissed as manager of Chelsea Football Club today with immediate effect. The Chelsea board would like to place on record our gratitude for his time as manager. Felipe has brought many positives to the club since he joined and we all feel a sense of sadness that our relationship has ended so soon. Unfortunately the results and performances of the team appeared to be deteriorating at a key time in the season. In order to maintain a challenge for the trophies we are still competing for we felt the only option was to make the change now. The search for a new manager has already started and we hope to have someone in place as soon as possible.”

Bereits am späten Sonntagabend meldete die BBC exklusiv, dass Tony Adams beim FC Portsmouth kurz vor dem Rauswurf steht. Die Vermutungen der BBC haben sich dann heute Vormittag bestätigt. Auf der Internetseite von Pompey heißt es kurz und schmerzlos:

“The priority is for Portsmouth Football Club to remain in the top flight and we feel the appointment of a new manager will give us the best opportunity to enable us to do this.”

Die Begründungen beider Vereine für die Entlassung der Trainer sind also mehr oder weniger deckungsgleich. Gerade für das entscheidene letzte Saisondrittel braucht man zum Erreichen der angestrebten sportlichen Ziele einen neuen Mann an der Seitenlinie. Luis Felipe Scolari und Tony Adams mussten wegen Erfolgslosigkeit gehen. Rein von den nackten Zahlen kann man das auch alles unterstreichen: Die Blues spielen seit Monaten einen fürchterlichen Fußball – negativer Höhepunkt der Auftritt beim FC Liverpool – und liegen, wenn es ungünstig läuft, 10 Punkte hinter Manchester United auf dem vierten Rang. Für die Ansprüche des FC Chelsea ist dies schlicht zu wenig. Auch Tony Adams konnte beim FC Portsmouth keine großen Erfolge feiern, zumindest, was die Punktausbeute angeht. Man steht auf Platz 16, einen Punkt vor den Abstiegsplätzen, Adams holte nur zwei Siege in 16 Spielen. Für den FC Portsmouth, dieses Jahr immerhin Teilnehmer des UEFA-Cup, ein bedrohlicher sportlicher Absturz. Tony Adams hatte sich heute Mittag gegenüber der BBC geäußert und sprach von einer überraschenden Entlassung, beklagte zu wenig Zeit und zu wenig Geld für Spielertransfers bekommen zu haben.

Kai macht sich bei allesaussersport auch so seine Gedanken.

Jetzt soll also der große Befreiungschlag kommen bei Chelsea und Portsmouth, das Zurückfinden in die sportliche Spur. Aber ich bin spektisch, ob das wirklich gelingt. Und das liegt nicht daran, dass diese Saison noch kein Trainerwechsel in der Premier League – und die Entlassung von Scolari war bereits die achte in dieser Spielzeit – wirklich zu einer positiven Verbesserung der sportlichen Lage beigetragen hat, mit Ausnahme vielleicht von Gianfranco Zola bei West Ham. Aber Blackburn, Tottenham und auch Sunderland zeigen kaum signifikante Verbesserungen unter den neuen Trainern.

Schauen wir uns die Lage der letzten Monate beim FC Portsmouth genauer an: Ende Oktober geht Harry Redknapp zu den Tottenham Hotspur, Tony Adams übernimmt das Amt. Zur der Zeit stand Portsmouth im gesicherten Mittelfeld, wenngleich man an die guten Leistungen der Vorsaison auch nicht so richtig anknüpfen konnte. Tony Adams verlor seine ersten beiden Partien unglücklich nach guten Leistungen bei Liverpool und zuhause gegen Wigan, schafft dann aber mit dem 2:1 beim FC Sunderland den ersten Auswärtssieg von Pompey in dieser Saison. Ende November schlägt man in einem tollen Spiel die Blackburn Rovers mit 3:2, man steht im oberen Mittelfeld auf Platz Acht. Also fast kein Substanzverlust unter Tony Adams nach einem Monat. Auch Ende Dezember steht man noch immer in der oberen Tabellenhälfte. Doch dann folgt im Januar der Knackpunkt. Portsmouth ist ein Verein, der finanziell nun wahrlich nicht auf Rosen gebettet ist. Ein neues Stadion kann zurzeit nicht finanziert werden, nicht mal Geld für eine Rasenheizung ist da. Geld wird gerne genommen. Also verkauft man in der Transferperiode Lassana Diarra und Jermain Defoe, zwei Stützen des Offensivspiels von Pompey. Und an Zahlen ganz klar belegbar: Seit dem 20. Dezember bis heute hat Portsmouth nur fünf Tore geschossen. Das ist natürlich viel zu wenig. Aber ist das die Schuld von Tony Adams? Der Verein hat sich stur geweigert für adäquaten Ersatz zu sorgen. Der sportliche Abstieg schon fast ein bisschen vorprogrammiert. Am vergangenen Samstag macht Portsmouth gegen den FC Liverpool eines der besten Saisonspiele, kämpferisch, leidenschaftlich und auch mit spierlischen Highlights. Das Team war von Tony Adams exzellent eingestellt worden. Warum also Tony Adams entlassen? Auch Paul Doyle vom Guardian ist der Meinung, dass Tony Adams ein mehr als nur intaktes Team seinem Nachfolger übergibt.

Ob es bei Portsmouth also wirklich besser wird, mag ich bezweifeln. Ich denke aber, dass es beim FC Chelsea unter dem neuen Trainer etwas aufwärts geht, zumal man wirklich schlechter auch nicht mehr spielen konnte. Aber auch bei den Blues gibt es viele Fragezeichen. Schafft es der neue Trainer die Form der Leistungsträger wieder nachhaltig auf sehr hohes Niveau zu bringen? Lampard, Ballack und Deco sind weit davon entfernt. Da braucht es schon die Bezeichnung “Highlight” in der dpa-Pressemeldung für einen Schuss von Michael Ballack neben das Tor in der ersten Hälfte gegen Hull City. You don’t know what you do, sangen die Chelsea-Fans am Samstag wieder im Stadion. Und diesen Eindruck konnte man von Scolari auch haben. Gerade im Sturm fand er nie eine Idee oder ein Konzept, in welchem Drogba und Anelka zusammenspielen konnten. Wenngleich – und das darf man auch nicht vergessen – Chelsea mit Joe Cole und Michael Essien zwei ganz wichtige Spieler fehlen. Scolari ist auch an den hohen Erwartungen des Vereinsumfeldes gescheitert. Auch hier aber wieder der kritische Blick auf die Transferpolitik. Es war bereits Anfang Januar – spätestens nach dem blamablen 0:3 bei Manchester United – klar, dass Chelsea einen neuen Stürmer braucht. Doch Abramovitsch öffnete den Geldbeutel nicht. Wundert es dann also jemanden, dass Chelsea keine Tore schießt?

Wer wird also Nachfolger bei Chelsea? Wunsch aller Chelsea-Fans dürften Gianfranco Zola und Steve Clarke, beides ehemalige Spieler der Blues und gern gesehen an der Stamford Bridge. Aber West Ham hat schon mal vorgesorgt: Man wird Zola und Clarke nicht an Chelsea abgeben.

Und so gibt es heute Abend bisher erstmal nur Verlierer. Außer vielleicht Steve Clarke und Gianfranco Zola. Erfolg macht eben sexy. Und sie leisten exzellente Arbeit bei den Hammers. Es wäre West Ham zu wünschen sie als Trainerteam länger behalten zu dürfen.

Und einen Gewinner gibt es auch noch: Gareth Southgate ist immer noch – entgegen meiner Prognosen – Trainer beim FC Middlesbrough.

Premier League 2008/2009 22. Spieltag, Tottenham – Portsmouth

[18h53] Endstand Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 1:1

Schwere Zeiten für die Spurs. Hier war viel mehr drin, wenn man seine Chancen besser genutzt hätte. So bringt Portsmouth das Remis etwas mehr. Tottenham klettert mit dem Punktgewinn zwar bis auf Platz 16, aber alle Teams dahinter ebenfalls mit 21 Punkten. Lennon konnte seine gute Form nicht 90 Minuten halten. Portsmouth wollte am Ende nicht mehr als das 1:1. Wir lesen uns morgen Abend wieder zum Merseyside Derby. Einen schönen Abend, was immer Schönes ihr macht.

[18h52] Bent nochmal mit Flachschuss, direkt auf James. Chancenauswertung mangelhaft. Portsmouth krökelt sich über die Zeit.

[18h50] Drei Minuten Nachspielzeit

[18h48] Wechsel FC Portsmouth: Marc Wilson für Younes Kaboul

[18h45] Und jetzt will Tottenham den Ball ins Tor tragen. Denen ist aber auch nicht zu helfen. Dann wieder schön gespielt. Langer Ball auf Defoe, der den Ball schön abschirmt, verzieht aber knapp. Angriffswelle auf Angriffswelle

[18h42] Portsmouth hat hier viel Glück. Nach einer Ecke spielt Tottenham schnell, auf links wieder Bentley schön frei. In der Mitte kann in höchster Not vor Bent und Defoe geklärt werden. Nach vorne von den Südküstlern kommt praktisch gar nichts mehr.

[18h40] Es wäre fast passiert, aber nur fast. Tolle Flanke von links von Bentley, in der Mitte Bent sowas von frei. Köpft aber aus zwei Metern (!) neben das Tor (!!). Das wäre es gewesen. 10 Minuten noch.

[18h35] Was wäre Pompey ohne David James. Langer unangenehmer Freistoß, den James aus dem Winkel fischt. Die anschließende Ecke sieht Portsmouth mit Mann und Maus auf der Linie klären Davies kratzt den Kopfball von Woodgate von der Linie. Spurs mit dem Oberwasser.

[18h33] Wechsel Portsmouth: John Utaka für David Nugent

[18h31] Und jetzt 20 Minuten Dramatik bitte. Können die Spurs, wie damals gegen Liverpool, das Spiel noch drehen?

[18h29] Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 1:1, Jermain Defoe, 70. Minute

Home sweet Home. Defoe trifft zum verdienten 1:1. Schöner angriff der Spurs. Zokora sieht Modric in der Mitte. Der geht Richtung Strafraum und legt dann quer zu Defoe, der mit links satt ins untere Eck bringt. Portsmouth einen Moment unaufmerksam.

[18h28] Wechsel Tottenham: David Bentley für Gareth Bale

Noch mehr Offensive. Letzte Hoffnung für die Spurs’ Fans.

[18h24] Gute 25 Minuten noch. Was haben die Spurs noch im Köcher? Das Spiel hat durch den Führungstreffer einen kleinen Bruch bekommen. Tottenham muss sich erstmal wieder sammeln. Portsmouth verlegt sich noch mehr aufs Kontern, wenn sie das nicht schon die ganze Zeit erledigt haben. Ganz kritische Phase für Harry Magic Redknapp.

[18h18] Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 0:1, David Nugent, 59. Minute

Was für Szenen. Zunächst David James wieder mit famoser Parade gegen einen abgefälschten Schuss von Lennon. Und dann fliegt den Spurs der eigene Angriff um die Ohren. James wirft schnell ab, Portsmouth kontert, Traore treibt den Ball, legt rüber zu Nugent, der mit sattem Flachschuss ins lange Eck noch leicht abgefälscht trifft. Klasse gespielt. Spielverlauf ein bisschen auf den Kopf gestellt. Erste Chance für Portsmouth im zweiten Durchgang und das Tor.

[18h14] Ledley King musste übrigens mit einer Oberschenkelzerrung raus. Also Entwarnung wegen des Knie und ich revidiere meine Aussage von vorhin.

[18h12] Am auffälligsten bisher im zweiten Durchgang der doch recht bunte Schal von Tony Adams, steht im gut. spiel kommt erst sehr langsam wieder in Fahrt. Bemühen ist da, aber immer viel zu viele Fehler, gerade im Spiel nach vorne. Der letzte Pass kommt nicht an. Kein Wunder, dass Crouch, Bent und Defoe mehr oder weniger vorne in der Luft hängen.

[18h05] Keine Wechsel. Weiter geht es.

[17h49] Halbzeit Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 0:0

Gutes, interessantes Spiel mit vielen Chancen. Doch entweder halten die Torhüter gut oder das Nervenkostüm der Spieler verhindert die Führung. Spurs etwas zwingender und zielstrebiger. Bester Mann auf dem Platz: Aaron Lennon, teilweise eine Augenweide, wie er von rechts in die Mitte zieht. Spannung für die zweite Halbzeit garantiert.

[17h46] Wechsel Tottenham: Michael Dawson für Ledley King

[17h44] Beste Chance dieses Spiels – für Portsmouth. du liebe Güte. Spurs wollen auf Abseits spielen, doch das klappt nicht. Nugent frei vor Gomes, so frei, so frei. Doch Gomes hält klasse. Wer hätte das gedacht.

Und wieder konnte kein Fehler genutzt werden. Ledley King muss vom Platz, scheint wieder das Knie zu sein. Ach Mann, das ist wirklich blöd. Ich hatte unten ja schon die Befürchtung.

[17h41] Fünf Minuten noch bis zur Pause. Von den Chancen klarer Vorteil für die Gastgeber, Spielanteile sind relativ ausgeglichen, wenngleich Tottenham zwischen der 20. und 30. Minute klar dominant war.

Und ich wette, Heurelho Gomes legt sich heute noch einen Ball ins Tor. Ein Nervenkostüm, das zu überhasteten und unüberlegten Aktionen führt.

[17h38] Tottenham mit fahrlässigem Ballverlust im Spielaufbau, doch Younes Kaboul haut den Ball ins Außennetz anstatt Crouch oder Traore in der Mitte zu bedienen. So viele gute Chancen bekommt Pompey nicht mehr.

Und Fehler gab es schon zahlreiche, man muss sie nur mal nutzen.

[17h36] Nächste Großchance für die Spurs. King nach schöner Hereingabe mit dem Kopfball, aber wieder reagiert James glänzend. Bent will abstauben, steht dann aber im Abseits und hatte den Nachschuss auch sowieso nicht unterbringen können.

[17h34] Luka Modric ist einer der ganz wenigen bei den Spurs, die überhaupt noch nicht im Spiel sind. Aber war das jemals anders in dieser Saison?

[17h31] Wechsel Tottenham: Darren Bent für Roman Pavlyuchenko

[17h29] Sean Davies sieht die erste gelbe Karte der Partie für ein mehr als nur rüdes Einsteigen gegen Pavlyuchenko. Wird länger behandelt und kann wohl nicht weitermachen. Muss mit der Trage vom Platz gebracht werden.

[17h27] Und dann auf einmal Portsmouth mit brandgefährlichem Konter über Kranjcar auf rechts. In der Mitte kann Corluka in letzter Sekunde den Schuss von Traore blocken, sonst hätte es 0:1 gestanden. Spurs etwas zu weit aufgerückt. Wer soll es ihnen verzeihen bei dem Mehr an Chancen?

[17h24] Tolle Szene. Lennon auf rechts mit fantastischer Vorarbeit für Defoe in der Mitte. Doch James kann den wuchtigen Kopfball von Defoe exzellent über die Latte lenken. Führung der Spurs wäre jetzt mehr als verdient.

[17h21] Ein richtig gutes Fußballspiel. Schuss von Lennon, bester Mann auf dem Platz doch James mit toller Parade, lenkt den Ball um den Pfosten. Nach der Ecke dann Pavlyuchenko scheißt Defoe an, ansonsten wäre der Ball wohl drin gewesen.

Intensives Spiel, viel Tempo und Einsatz, aber auch noch sehr viele Fehler im Spielaufbau. Aber alleine für die Leidenschaft beider Teams gibt es Applaus von mir.

[17h13] Meine Fresse, Heurelho Gomes kann einen ganz einfachen Schuss von Glen Johnson nicht festhalten, Crouch um ein Haar am Abpraller dran, doch da kann Gomes dann noch die Hand zwischen bringen und den Ball klären. Mal sehen, welcher Torwart hier für mehr Lacher sorgt. Sein Gegenüber ist ja auch dafür bekannt.

[17h12] Aaron Lennon macht auch mal auf sich aufmerksam, dass die Angriffe der Spurs nicht nur über die linke Seite laufen sollen. Zieht von rechts schön in die Mitte, Schuss geht dann aber genau in die Arme von David James.

[17h10] Ganz nette Anfangsphase. Spurs klar überlegen. Defoe mit der besten Chance, als er einen Querschläger der Pompey-Defensive nutzen kann und fast frei auf das Tor zuläuft. Verzieht aber mit links ganz knapp am Tor vorbei.

Portsmouth ist um Ordnung bemüht. Trauen sich auch immer wieder mal nach vorne, ist aber sehr vorausschaubar. Trotzdem gutes Tempo für ein so wichtiges Spiel.

[17h05] Sol Campbell wird bei jeder Ballberührung ausgebuht. So lange es beim Buhen bleibt, ist es ok.

[17h01] Portsmouth mit Anstoß in den dunklen Trikots von links nach rechts. Es kann losgehen.

[17h00] Die White Hart Lane in den letzten Strahlen der Abendsonne. Sehr schöne Atmosphäre. Innige Begrüßung von Redknapp mit seinem alten Trainerteam, begrüßt fast jeden mit herzlicher Umarmung.

[16h58] Der Ersatzverkehr auf der Victoria Line scheint auch geklappt zu haben. Spiel wird pünktlich beginnen.

[16h54] Der FC Chelsea veröffentlicht auf seiner Homepage ein Statement, wonach es keinerlei Pläne von Abramovitsch gebe den Klub zu verkaufen. Entsprechende Meldungen seien falsch. Abramovitsch behält sich weitere Schritte gegen die Sunday Times vor.

[16h52] Die Aufstellungen an der White Hart Lane

Tottenham: Gomes – Corluka, Woodgate, King, Bale – Lennon, Zokora, O’Hara, Modric – Pavlyuchenko, Defoe

Portsmouth: James – Johnson, Campbell, Distin, Belhadj – Nugent, Davies, Kaboul, Kranjcar – Armand Traore – Crouch

Bei den Spurs gibt es einen Wechsel. Aaron Lennon soll wieder für Druck über die rechte Mittelfeldseite sorgen. Michael Dawson muss weichen. Pluspunkt für die Spurs-Abwehr ist das Mitwirken von Ledley King. Das Knie scheint zu halten. Auch Pompey mit einem Wechsel. Sean Davies für Mark Wilson im Mittelfeld.

[16h45] Harry Redknapp trifft auf seinen alten Verein, bei dem er bis Oktober Trainer war. Und Defoe spielt mit seinem alten/neuen Verein gegen seinen alten Verein. Und wenn Defoe heute treffen sollte, bin ich auf den Jubel gespannt.

[16h43] Und jetzt gibt es knallharten Abstiegskampf an der White Hart Lane. Tottenham, zurzeit nach den Ergebnissen von gestern, Tabellenschlusslicht empfängt den FC Portsmouth, die fünf Plätze und drei Punkte besser stehen. Und wie eng das da alles ist, zeigt die Tabelle. Mit einem Sieg würden die Spurs von 20 auf 12 klettern. Verrückte Saison.

[16h38] Im frühen Sonntagspiel hat West Ham United seinen Höhenflug fortgesetzt. Man schlug den FC Fulham mit 3:1 und überholte die Cottagers in der Tabelle, liegt jetzt auf Rang 8, noch vor Hull City. David di Michele, Mark Noble und Carton Cole mit seinem fünften Tor im fünften Spiel schossen die Treffer für die Gastgeber. Paul Konchesky konnte sehenswert zum 1:1 ausgleichen. Fulham kassiert nach neun Spiele ohne Niederlage mal wieder einen kleinen Dämpfer.

[16h33] Zwei Nachrichten, die heute tagsüber aufgeschlagen sind. Demnach plant laut einem Bericht der Sunday Times Chelsea-Präsident Abramovitsch einen Verkauf des Klubs und erkundigt sich in der Wüste gerade nach potentiellen Interessenten. Und dann hat der Guardian/Observer, unter anderem der stets exzellent informierte Ducan Castles, eine Story veröffentlicht, wonach Manchester City’s Besitzer nie ein Angebot in Höhe von 125 Millionen Euro abgegeben hätten. 50 Millionen Pfund sollen angeblich geboten worden.

[16h27] Tach zusammen.

Premier League 2008/2009 Preview 10. Spieltag – Krawatte in Tigerfarben

Nun ist es also doch offiziell: Tony Adams wird neuer Trainer beim FC Portsmouth. An der Südküste Englands hat man sich damit für die einfach und auch bequeme Situation entschieden. Adams ist seit Jahren der Assistent von Harry Redknapp gewesen, kennt also Spieler, Strukturen und das Umfeld des Vereines. Adams war schon mal Trainer, für ein Jahr bei den Wycombe Wanderers, hatte dort aber wenig Erfolg. Nun bekommt er beim FC Portsmouth eine zweite Chance sein Können an der Linie unter Beweis zu stellen. Kontinuität also bei Pompey. All das war notwendig geworden, weil die Tottenham Hotspur Juande Ramos am Wochenende entlassen haben und Harry Redknapp der Nachfolger wurde. Und dass der englische Fußball etwas ganz Besonderers ist, bekam man am Sonntag an der White Hart Lane zu spüren. Minutenlange stehende Ovationen für Redknapp von den Spurs-Fans verwandelten das Stadion in eine ganz besondere Fußballbühne.

Im Mittelpunkt dieser bisherigen Premier League Saison 2008/2009 steht aber der Aufsteiger Hull City. Nur Nottingham Forest hatte vor knapp 15 Jahren eine bessere Bilanz als Aufsteiger als die Tigers momentan. Die letzten Jahre waren für das Team von Phil Brown wie eine Reise ins Märchenland. Man schaffte mit einem großen Schlussspurt die Qualifikation für die Playoffs zum Aufstieg in die Premier League. Man besiege souverän Watford und schlug im Aufstiegsfinale in Wembley Bristol City mit 1:0. Torschütze damals Dean Windass. Und ausgerechnet Windass. Denn der spielte schon als 22-jähriger bei Hull City, mit 27 verließ er den Verein und wurde 2007, als es bei Hull City nicht ganz so gut lief, ausgeliehen. Und dann schoss er das entscheidene Tor für den Aufstieg in die Premier League. Mittlerweile haben die Tigers Windass wieder längerfristig unter Vertrag genommen. Es sind diese kleinen Geschichten, die den Aufsteiger so sympathisch machen. Fans, die Stadt Kingston uopn Hull sind im Ausnahmezustand. Ekstase im sonst so beschaulichen Städtchen am Humber. Macher des Erfolgs ist Trainer Phil Brown, der seit zwei Jahren die Mannschaft trainiert. Dass man Vertrauen in Brown setzt, macht auch die Vertragsverlängerung für drei weitere Jahre zu Beginn der Saison deutlich. Ganz ehrlich: Welcher Aufsteiger verlängert einen Vertrag mit dem Trainer noch vor dem ersten Saisonspiel? Bei Hull City ist alles abgestimmt, sogar die Krawatte von Trainer Phil Brown, stets in gelb, dazu der schwarze Anzug. Hin und wieder gibt es auch die gelbe Krawatte mit den schwarzen Streifen. Aber das ist dann schon fast zu viel Tiger. Hull gewann diese Saison alle vier Spiele gegen Teams aus London, kommt jetzt mit dem FC Chelsea der fünfte Coup?

Der 10. Spieltag in der Premier League sieht nur ein Spiel am Dienstag vor, dementsprechend gleich neun am Mittwochabend, Blödeerweise finden dann drei, vier tolle Partien gleichzeitig statt. Die Krone setzt sich PREMIERE auf, die nur ein mickriges Spiel zeigen. Ich hätte mir da eine Parallelübertragung von Chelsea und dem Nord-London-Derby gewünscht. Wie war das nochmal mit den 3 Spielen pro Spieltag?

Newcastle United – West Bromwich Albion

West Bromwich Albion musste die letzten Wochen ein bisschen Federn lassen 0:7 Tore in zwei Spielen, trotz guter Chancen eine Heimniederlage gegen Mitaufsteiger Hull City. Die Krise von WBA hätte man trotzdem gerne in Newcastle. Nach dem 1:2 in Sunderland brauchen die Magpies dringend einen Sieg, und dazu sollte man fähig sein gegen West Brom. Dem Team von Joe Kienaar fehlen aber weiterhin wichtige Stammkräfte. Michael Owen und Nicky Butt fallen beide verletzt aus, Joey Barton und Jonas Gutierrez ersetzen sie. Die Gäste von Trainer Tony Mawbray müssen weiterhin auf die zentrale Achse im Mittelfeld mit Abdoulaye Meite und Filipe Teixeira verzichten, dafür kann Chris Brunt auf der rechten Mittelfeldseite wieder mitwirken.

Hull City – FC Chelsea London

PREMIERE live, Mittwoch ab 20h40; Kommentar: Markus Gaupp

Keine Frage, Hull City steht richtig gut in der Tabelle, hat auch einige tolle Spiele gemacht, erinnert sei an das 2:1 im Emirates gegen Arsenal. Aber man steht eigentlich besser da, als es die spielerischen Leistungen eigentlich ausdrücken. Gegen West Bromwich Albion hatte man in der ersten Halbzeit große Probleme und hätte durchaus mit einem 0:2 in die Pause gehen können. Dass dann Hull solche Spiele noch so souverän gewinnt, ist der eigentliche Qualitätsbeweis. Von Fehlern, gerade in der Abwehr, gibt es bei den Tigers aber noch genug. Und der FC Chelsea ist eine Mannschaft, die die vielleicht so gnadenlos ausnutzen kann wie keine andere Mannschaft. Zumal Hull City gerade zuhause Probleme hat, wenn man das Spiel machen muss. Chelsea kann erstmal abwarten und schauen, was das Team von Phil Brown anbietet. So genau tat es Wigen Athletic, und man gewann mit 5:0 im KC Stadium. Interessant dürfte sein, wie der FC Chelsea die Heimniederlage gegen den FC Liverpool verkraften wird. Bei den Blues kehrt Joe Cole zurück ins Team, Essien, Drogba und Ballack fehlen weiterhin.

Aston Villa – Blackburn Rovers

Die Villens haben einen richtig guten Lauf, national wie international. Belohnung ist momentan der fünfte Platz in der Tabelle. Die Blackburn Rovers sind nur Durchschnitt, das 1:1 im Heimspiel gegen Middlesbrough fiel erst in der Nachspielzeit. Gerade zuhause ist das Team von Paul Ince extrem ungefährlich. Vielleicht klappt es ja auswärts besser, wenngleich die Aufgabe im Villa Park nicht die leichteste ist.

FC Fulham – Wigan Athletic

Solche Spiele muss man aus Sicht vom FC Fulham gewinnen, Wigan bot am Sonntag gegen Villa eine katastrophale Leistung. Für beide Teams ist ein ganz wichtiges Spiel, der Tabellensechszehnte empfängt den Fünfzehnten. Ein richtungsweisender Abend im Cravan Cottage. Sehe Fulham dank der Heimstärke ein bisschen im Vorteil.

Stoke City – FC Sunderland

Die Black Cats machen sich richtig gut unter Roy Keane. Der ehemalige ManU-Spieler hat dem Team endgültig seinen Stempel aufgedrückt, Kieran Richardson kommt als Spielmacher immer besser in Form und hat mit einem Traum-Freistoß den Sieg im Derby gegen Newcastle möglich gemacht.  Stoke City scheint der Schuh Premier League zu groß zu sein.

FC Arsenal London – Tottenham Hotspur

Die Woche der Bewährung für Tottenham und Trainer Harry Redknapp. Erst das Auswärtsspiel am Mittwochabend gegen den FC Arsenal, dann am Samstagabend daheim gegen den FC Liverpool. Und kann man Redknapp seinen Trainerjob schöner anfangen als mit einem Derby im Nordosten Londons gegen die Gunners? Es ist das 160. Aufeinandertreffen beider Teams in der höchsten englischen Spielklasse, und für die Hauptstadt ist es vielleicht das brisanteste Derby, noch vor Chelsea gegen Arsenal. Eine bessere Atmosphäre kann es für einen Mittwochabend gar nicht geben. Die Gunners waren zuhause diese Saison schon mehrfach in Schwierigkeiten, wenn die Spurs so spielen wie am Sonntag gegen Bolton könnte sie für eine Überraschung sorgen. Es würde zu den letzten Tagen der Spurs passen.  als Arsenal schon mehrfach Schwierigkeiten zuhause, kann das Tottenham nutzen. Bei den Gunners kehrt Denilson zurück ins Team, die Spurs dürfen Gareth Bale nach einem Spiel Sperre wieder begrüßen. Interessant dürfte sein, wie Wenger sein Team aufstellt. Nach seiner starken Leistung gegen West Ham winkt Adebayor der Platz in der Startelf.

FC Liverpool – FC Portsmouth

Der alleinige Tabellenführer grüßt von der Anfield Road, wer hätte das vor der Saison gedacht. Und Trainer Raphael Benitez hat auch gleich mal eine Ansage an die Konkurrenz losgeschickt. Man könne überall und jederzeit gewinnen, das sei die Botschaft des Sonntagnachmittag an der Stamford Bridge gewesen. Doch so richtig vergolden würden die Reds ihre Tabellenführung mit Heimsieg gegen den FC Portsmouth. Die Südküstler hatten gegen Fulham genug Chancen das Spiel vorzeitig zu entscheiden, kassierten aber kurz vor Schluss noch den Ausgleich. Die Reds müssen weiterhin auf Fernando Torres verzichten, auch der Einsatz von Robbie Keane ist fraglich, gleiches gilt für Sol Campbell bei Pompey.

Manchester United – West Ham United

Die Anfangseuphorie bei West Ham United unter dem neuen Gianfranco Zola ist auch schon wieder ein bisschen verflogen, zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge, wobei man beachten sollte, dass die Hammers gegen den FC Arsenal bei weitem nicht schlecht gespielt haben. Aber letzlich stehen null Punkte auf dem Konto. Manchester United  darf nicht den Anschluss verlieren. Insbesondere die zweite Halbzeit im Goodison Park war ein kleiner Rückfall in alte Zeiten zu Saisonbeginn mit einem pomadigen Spielaufbau und vielen Fehlern im Defensivverbund. Manchester United kann nach 10 Wochen Pause wieder auf Michael Carrick bauen, bei den Hammers fehlt der gesperrte Carton Cole.

FC Middlesbrough – Manchester City

Wahrscheinlich hat Manchester City dann doch noch mit Robinho einen echten Glücksgriff gelandet. Der Brasilianer findet sich immer besser in der Premier League zurecht.  Drei Tore steuerte er zum Sieg gegen Stoke City bei und glänzte durch eine überragende mannschaftsdienliche Leistung.  Middlesbrough muss mal wieder gewinnen, die Chance bstand dazu in Blackburn. Aber wie so häufig schon in dieser Saison: Es fehlt immer irgendetwas.

Bolton Wanderers – FC Everton

Bolton-Manager Gary Magson hat das Auswärtsspiel bei den Tottenham Hotspur als Spitzenspiel des letzten Spieltages tituliert, dann muss der Heimauftritt gegen den FC Everton ja jetzt ein echter Thriller werden. Sky News hat kurzfristig eine Übertragung ermöglicht, PREMIERE berichtet live aus Bolton, alles ist vorbereitet für dieses Spiel, diesen Knaller, dieses Traditionsduell zweier Titelanwärter, Menschen rundum den Globus warten seit Monaten auf den Anstoß im Reebok Stadium. Seit August ist das Spiel ausverkauft. Guten Morgen, Herr Magson, sie sind mit ihrem Team genauso wie der FC Everton im grauen Mittelfeld der Tabelle Beide Teams kommen nicht so richtig vom Fleck. Mit einem Sieg würden die Wanderers den FC Everton überholen, und das, lieber Herr Magson, wäre dann aus ihrer Sicht sicherlich spitze.

Ich werde die Partie Hull gegen Chelsea am Mittwochabend live mitbloggen und auch über alle anderen Tore hier berichten.