Tag-Archiv für » Hannover Scorpions «

Ich könnte mich freuen…wenn die Hannover Scorpions nicht wären

Freitag, 23. Juli 2010 17:49

So, es geht dann hier nach kurzer Pause wieder weiter im gewohnten Rhythmus. Hatte die letzten Tage viel Arbeit um die Ohren und musste mich nebenbei auch noch auf meine mündliche Prüfung vorbereiten. Das ist soweit ganz ordentlich gelaufen und über die anstehende Arbeit habe ich jetzt auch wieder den Überblick, sodass jetzt wieder Zeit zum Bloggen bleibt.

Ich hatte gestern Nachmittag nochmal intensiv für die mündliche Prüfung gelernt – und dann mach ich das meistens so, dass ich alle Geräte ausschalte, sodass ich mich komplett auf meine Notizen und Buchtexte konzentrieren kann. Frei nach dem Motto: Zwei Stunden konzentriert wiederholen anstatt ständig abgelenkt zu sein. Wenn man dann nach knapp drei Stunden wieder Anschluss an die Öffentlichkeit bekommt, Mails liest, bei Facebook vorbeischaut, habe ich eigentlich mit allem gerechnet – nur nicht mit der Meldung, dass das Aus der Hannover Scorpions kurz bevorsteht. Erst dachte ich wirklich, es wäre ein Fake, aber relativ schnell entpuppte sich die Meldung dann als ganz traurige Gewissheit. Einen Bekannten angesimst, der gute Kontakte zu den Scorpions hat. Antwort ein paar Minuten später: “Ich war auf der Pressekonferenz, ich bin nicht fähig zu kommunizieren gerade. Schock.” Und plötzlich bricht eine kleine Welt zusammen. Traurig, nach Erklärungen suchen.

Ich dachte, ich schaue dann mal, was die lokalen Medien so schreiben, aber habe es gleich sein gelassen, weil die Indianer wieder mit Häme und Galgenhumor wirklich alles zumüllten, was nach Textfeld aussah. Nicht mal in einer so großen Krise ist die Eishockey-Fan-Gemeinschaft in Hannover vereint. Ich habe diese Auseinandersetzungen zwischen Skorpionen und Indianern nie verstanden. Und Ausnahmen bestätigen die Regel. Dass ein Ende der Hannover Scorpions für den gesamten Eishockey-Standort Hannover dramatische Folgen hätte, scheint den meisten Indians-Fans egal zu sein, die immer noch von alten Zeiten schwärmen. Doch es ist kein Geheimnis, dass auch bei den Indians das Finanzielle nicht auf Rosen gebettet ist und schon mal mehr Einigkeit zwischen den Fangruppen bestand. Aber egal, das ist nicht das Thema.

Ich könnte jetzt noch einmal alles erklären, wie es zu den Problemen Hannover Scorpions gekommen ist – genau genommen ist der Eishockeyverein ja gar nicht die Schwierigkeit, sondern die Betreibung der Tui-Arena (nebenbei ein Projekt, das vor 10 Jahren von Stadt, Land und Messe AG vehement unterstützt wurde) – die Scorpions sind nur die Drohkulisse von Günter Papenburg. Im Moment fehlt mir dazu aber die Lust und Motivation. Immer noch geschockt. Dass die Situation der Scorpions nie einfach war, dürfte jedem Fan klar gewesen sein. Dass aber so plötzlich der Stecker gezogen wird, hat mich völlig unvorbereitet getroffen. Habe ich noch Hoffnung? Nicht wirklich. Und ich hatte mich schon so auf die neue Saison gefreut.

Nun ja, immerhin noch einmal Meister geworden. Wie bitter es klingt. Abwarten, was die nächsten Tage bringen. Vielleicht sehe ich mir dann in der Lage für eine ausführliche und detaillierte Analyse. Bis dahin vergesse ich einfach die Scorpions und freue mich über alle anderen schönen Dinge.

Thema: Alltägliches, Sport | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Vorschau DEL-Finale 2010: Hannover Scorpions vs Augsburg Panther

Montag, 19. April 2010 19:45

Ganz Eishockey-Deutschland, mit Ausnahme der Region Hannover, steht scheinbar geschlossen hinter den Augsburger Panthern, die morgen zum ersten Finalspiel in die Tui-Arena zu den Hannover Scorpions reisen. Es ist ja auch das Sportmärchen in diesem Frühjahr. Der AEV, häufig als “Armenhaus der DEL” beschrieben – wobei man da gar nicht weiß, ob der Terminus sowas wie Bedauern oder eher Bewunderung ausdrücken soll – träumt nach einem achten Tabellenplatz in der Hauptrunde 2009/2010 ( nach Siegen in den letzten sechs Vorrundenspielen) vom ganz großen Coup: dem ersten Meistertitel. Und der neutrale Fan kann gar nicht anders mehr als seine Sympathien dem AEV zuzuwerfen, jener Mannschaft, die als Underdog durch die Playoffs zog und mit Mannheim und Berlin die reichen Vereine aus dem Wettbewerb kegelte. Und schließlich mussten im Halbfinale auch die Grizzlys Adams Wolfsburg dran glauben, gerade mal mit etwas mehr Geld ausgestattet als die Augsburger, trotz potentiellem Großsponsor im Hintergrund. Augsburg lebt seinen Traum, die Stadt versinkt in einer Welle der Euphorie, und der AEV mausert sich zum Favoritenschreck. Doch nachdem man Mannheim, Berlin und Wolfsburg in den vorzeitigen Urlaub geschickt hat, muss man eigentlich bei weitem nicht mehr von einem Außenseiter sprechen, auch nicht vor dem Finale gegen die Hannover Scorpions. Ein Kapitel fehlt den Augsburg Panthern noch im Frühjahrsmärchen – jetzt aber in anderer Ausgangslage. Denn Außenseiter ist der AEV jetzt vielleicht noch auf dem Papier und wenn man sich den ein oder anderen spielerischen Aspekt näher begutachtet – letztendlich spürt der AEV jetzt auch den Druck und vielleicht die Last den finalen Schritt zu gehen, mit der großen deutschen Eishockey-Fangemeinde als stille Unterstützer. Die Augsburg Panther als Underdog – das lasse ich nicht mehr gelten.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Story der  Hannover Scorpions in dieser Saison genauso spektakulär verlaufen ist wie beim Gegner aus Bayern. Im November noch Tabellenletzter, der Trainer droht mit Rücktritt, steht man sechs Monate später jetzt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im DEL-Finale. Wie eine kleine Maschine an Effizienz und Effektivität zog man durch die Playoffs, vor allem die ersten beiden Spiele in der Halbfinalserie gegen Ingolstadt waren beeindruckendes Eishockey. Wenig Chancen, aber viele Tore und defensive Disziplin. Mittlerweile hat sich dann auch in der gesamten Stadt rumgesprochen, dass die Scorpions schon jetzt ihren größten Vereinserfolg geschafft haben. In der Abschiedssaison von Hans Zach soll jetzt das i-Tüpfelchen folgen. Scorpions-Verteidiger Thomas Dolak formuliert es so: “Wir wollen Hans Zach noch einmal einen ganz großen Abgang verschaffen.” Doch der Trainer aus Bad Tölz, seit vier Jahren an der Bande der Hannover Scorpions, will von all dem Trubel nichts wissen, zumindest gibt er sich so nach außen: “Krönung interessiert mich nicht.” Wobei selbst ein sonst so ruhiger Hans Zach einen Meisterschaftstitel zum Abschluss seiner Karriere sicherlich gerne mitnehmen würde. Die Euphorie in Hannover mag ein wenig kleiner sein als in Augsburg, aber trotzdem ist man sich auch an der Leine bewusst, was die Scorpions diese Saison erreicht haben und ja vielleicht noch erreichen. Und das wird von vielen endlich auch honoriert.

Schaut man sich beide Teams genauer an, dann fällt auf, dass beide Mannschaften in diesen Playoffs ihre Stärken vollends ausgespielt haben. Vor allem deswegen stehen sie im Finale. Blickt man auf die Hannover Scorpions, dann ist das an erster Stelle vor allem die Ausgeglichenheit im Team. Hans Zach lässt konsequent mit vier Reihen spielen, alle diese können Tore schießen. Erinnert sei an die Treffer von Blank und David Wolf in der Serie gegen Nürnberg. Zweites großen Plus der Hannoveraner: das Powerplay, zweitbestes in der Hauptrunde und in den Playoffs nochmal zu neuer Stärke erwachsen. Was daran liegt, dass auch die Reihe um Adam Mitchell, Matt Dzieduszycki und Chris Herperger – also die Formation, die das Überzahlspiel grundsätzlich hinter dem Tor spielen lässt – endlich wieder trifft. Das entlastet natürlich auch die Reihe um Dolak, Kathan und Vikingstad, die mit Sascha Goc den torgefährlichsten Verteidiger der DEL an ihrer Seite haben. Und auch Youngstar Ben Cottreau mit seinem gefährlichen Schlagschuss hat in den Playoffs das ein oder andere Mal getroffen. Wenn es nach der Hauptrunde so etwas wie ein Sorgenkind in Hannover gab, dann die Offensive. Das hat sich vorerst erledigt. Zudem hat Hannover eine Menge Erfahrung im Team, auf dem Eis wie neben dem Eis. Hans Zach weiß, wie man ein Team einstellen muss, dass um den Titel spielt. Drei Meisterschaften mit der Düsseldorfer EG sowie zwei weitere Finaleinzüge – einmal mit den Düsseldorfern und 2003 mit den Kölner Haien – sprechen für ganz viel Erfahrung, zudem hat Kapitän Tino Boos 2002 mit den Kölnern den Titel geholt. Vikingstad und Torhüter Travis Scott wissen ebenfalls, was es heißt eine Finalserie zu gewinnen. Größtes Manko der Hannover Scorpions sind die vielen Nachlässigkeiten und Formschwankungen während der Spiele, in der Serie gegen Nürnberg noch sichtbarer als bei den drei Partien gegen den ERC Ingolstadt. Die Scorpions schaffen es selten konstant über 60 Minuten konzentriert und engagiert zu spielen. Große Vorsprünge wurden häufig beinahe verspielt, dafür ist die Moral bei Rückständen umso größer. Herzstück eines jeden Zach-Teams ist die Defensive. Doch auch die ist zu knacken. Hannover hat Probleme, wenn man zu weit aufgerückt ist und dem Gegner die neutrale Zone als Start zum Kontern überlässt. Insbesondere in der Nürnberg-Serie ist aufgefallen, dass die Scorpions Schwierigkeiten haben, wenn die Gegner schnell hinter dem Tor spielen und dann den präzisen Pass in den Slot vor das Tor von Scott spielt. Das könnte eine Möglichkeit sein die Scorpions zu knacken. In den Playoffs haben es die Scorpions bisher nahezu gut verstanden, von der Strafbank fernzubleiben. Disziplin und die Geduld stimmen, war aber diese Saison auch schon mal anders.

Der große Rückhalt der Augsburg Panther steht im Tor. Nationaltorhüter Dennis Endras spielt überragende Playoffs und seine Fangquote von über 94 Prozent ist nur ein Merkmal dieser Stärke. Endras hält das Team defensiv zusammen, feuert sein Team an und scheint auch ein ganz wichtiger Faktor in der Verbindung Mannschaft und Fans zu sein, eben weil Endras seinen Vertrag im Gegensatz zu vielen anderen Leistungsträgern in Augsburg verlängern wird. Ich hatte ja nun häufiger die Gelegenheit einige Spiele der Panther in diesen Playoffs zu schauen. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, wie das Team insgesamt seine Struktur auch bei Rückstand beibehält, fast schon Zach-ähnlich. Es wird nichts überstürzt, alles wirkt durchdacht, jeder hält seine Position und erfüllt seine Aufgabe. Und das sieht dann häufig mit der offensiven Ausrichtung auch attraktiv aus. Überhaupt ist die Offensive exzellent besetzt. Der deutsch-kanadier Darin Olver bekommt in den Playoffs durch Chris Collins (sieben Treffer in 11 Partien) fantastische Unterstützung, Brett Engelhardt hat gezeigt, dass er die wichtigen spielentscheidenen Tore erzielen kann und auch Tyler Beechey und Connor James sind brandgefährlich. Weiterer Pluspunkt für die Panther ist der Zusammehalt im Team, viele Leistungsträger verlassen den Verein nach Saisonende. Was bietet sich da besser als mit einem Meisterschaftstitel zu gehen? Und so tritt die Mannschaft auch nach außen auf. Sie wirkt extrem gefestigt. Und damit sind dann eben Schwächen gegenüber dem Gegner auch auszugleichen. Und wenn man die Stärke nicht schon in der eigenen Mannschaft findet, dann wenigstens im Umfeld, genauer gesagt beim altehrwürdigen Curt-Frenzel-Stadion, eine Spielstätte, die für viele Gegner, die an geschlossene Mehrzweckarenen gewöhnt sind schwierig zu spielen sind. Zum Glück ist es im April nicht mehr so kalt, ist das Stadion doch nach drei Seiten offen, hat steile Stehplatztribünen, bei Sonnenschein reflektiert das Abendrot im Eis. Ein Hexenkessel und mit Sicherheit ein Faktor in dieser Finalserie. Schwächen muss man beim AEV schon etwas genauer suchen. Die Defensive könnte es sein. Zumindest in der Hauptrunde dieser Saison kassierte man die meisten Gegentreffer der Playoff-Teams, wenngleich die Defensive in der Serie gegen Wolfsburg überwiegend sattelfest verstand. Zumindest was die Gegentore angeht, aber insgesamt lässt Augsburg viel zu viele Torschüsse zu. Wenn Endras dann mal nicht seinen besten Tag erwischt hat, endet das wie in Spiel 3 in Wolfsburg. Ziel für die Hannover Scorpions muss es sein, möglichst viele Scheiben auf das Tor zu bringen, schnell und variabel zu spielen. Dann dürften die jungen Verteidiger der Panther ins Schwimmen kommen. Vom Gefühl her hatte Augsburg insbesondere in der Serie gegen Wolfsburg ein paar zu viele Strafen kassiert. Das wäre gegen das Powerplay der Scorpions von Nachteil, gleichzeitig haben die Panther die meisten Torschüsse in Unterzahl zugelassen. Augsburg sollte es also vermeiden, unnötig Strafen zu kassieren.

Das Finale – das Highlight der DEL-Saison und die Krönung einer einzigartigen Saison für beide Mannschaften und Fangruppen. Mit Tipps halte ich mich zurück, ich halte die Serie wie alles zuvor für völlig offen. Würde mir aber natürlich einen Titel für die Scorpions wünschen. Ansonsten ist es einfach nur toll eine Finalserie als Fan mitzuerleben. Ich bin am Sonntag in der Tui-Arena und freue mich jetzt schon unabhängig von den ersten beiden Spielen riesig darauf.

Die Finalspiele finden am 20., 23., 25., 28. und 30 April statt. Sky übeträgt alle Partien live.

Thema: Sport | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Hannover rückt zusammen

Freitag, 16. April 2010 12:33

Ich bin ja immer vorsichtig, wenn es darum geht, Euphorie und Begeisterung überzubewerten, aber ich glaube, dass in den letzten Tagen der Finaleinzug der Hannover Scorpions durchaus auch bei denjenigen, welche die Mannschaft gerade mal vom Hörensagen kennen, eine gewisse Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Zeitungen sind jetzt täglich mit halbseitigen Berichten voll. Und dann könnte es ja fast noch klappen, dass ganz Hannover hinter den Scorpions steht. Oder zumindest die Eishockey-Fans beider Vereine in der Stadt. Was insgesamt ein Image-Gewinn für die gesamte Region wäre – jenseits der Eisfläche.


Direktlink zum Video

Und wer der Finalgegner wird, entscheidet sich dann hoffentlich heute Abend.

Thema: Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 17. März 2010 – Es geht doch, Herr Stichnoth!

Mittwoch, 17. März 2010 15:02

Gerade eben in meinem Mail-Postfach aufgeschlagen. Infos der Hannover Scorpions zu den beginnenden Playoffs. Pre-Playoffs werden ja auf alle Fälle gespielt, ob es für die direkte Qualifikation reicht, entscheidet sich frühstens Freitag nach dem Heimspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg.

Hier ein Auszug aus der Mitteilung:

Es ist fast wieder soweit: die beste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Die Play-offs 2010 beginnen für unsere Scorpions entweder in der kommenden Woche mit der 1. Play-off-Runde oder aber mit der direkten Qualifikation für das Viertelfinale – dann starten wir Ende März/Anfang April in die Meisterrunde.
Das Team gibt grade im Endspurt noch einmal alles und unsere Fans haben sich während der gesamten Spielzeit von einer Seite präsentiert, die uns als Hannover Scorpions mit großem Stolz erfüllt. Alle Preise und auch die Ermäßigungen bleiben deshalb analog zur Vorrunde, einen moderaten Aufschlag gibt es frühestens ab dem Halbfinale. „Die Mannschaft braucht die Unterstützung unserer Fans gerade in den Play-offs und es wäre schön, wenn möglichst viele Freunde wieder den Weg in die TUI Arena zu den Spielen um die Deutsche Meisterschaft finden würden“, sagt Geschäftsführer Marco Stichnoth.

Da hat man aus dem Fehler der Vergangenheit und das Ticket-Chaos in den letzten Jahren gelernt. Gut so. Das freut mich sehr. Dann fehlt eigentlich nur eine tolle Leistung des Teams in den letzten drei Saisonspielen und dann in den Playoffs.

Thema: Sport, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

DEL 2008/2009 Playoff-Halbfinale Spiel 5, Hannover Scorpions – DEG Metro Stars

Dienstag, 7. April 2009 12:19

Aller guten Dinge sind drei. Und wer heute Abend in der Tui-Arena den dritten Sieg einfährt, zieht ins Finale um die deutsche Eishockeymeisterschaft gegen die Eisbären Berlin ein. Die Scorpions gewannen beide Heimspiele souverän. Ob das heute Abend auch gelingt, bleibt abzuwarten. Da ich es heute Abend selbst nicht nach Hannover schaffe, wird hier ab 18:30 Uhr live gebloggt. Also klappt die Bürgersteige hoch, haltet Beruhigungstropfen bereit – und ich versuche trotz garantiert schwitziger Hände und massiver Aufregung hier mitzutickern. Das Finale fürs Finale – aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei.

Thema: Live-Blog, Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 31.03.09 – Have a little patience

Dienstag, 31. März 2009 21:53

“Druck ist keine Garantie für Erfolg.”

Hans Zach nach dem 2:4 der Scorpions heute in Spiel 2 gegen Düsseldorf

Man muss geduldig sein. Wenn es 2:2 steht, geht man nicht auf das 3:2, sondern wartet ab, wartet und wartet. Seid geduldig, seid geduldig.

Und ich drücke aus London für Spiel 3 und 4 ganz fest die Daumen. Let’s go Scorpions.

Thema: Sport, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

DEL 2008/2009 Playoff-Viertelfinale Spiel 4, Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions

Freitag, 20. März 2009 19:10

[22h09] Ganz großes Kino von Hans Zach: “Wenn ich jetzt hier meine Meinung sagen würde, bin ich morgen kein Trainer mehr.” Zu der Ticketdiskussion bei den Scorpions. “Das, was die da oben machen, muss besser durchdacht sein.”

[22h01] Ich bin schweißgebadet. Meine Güte, was ein Spiel. Das war die pure Dramatik. Wenn man die gesamten 65 Minuten nimmt, dann geht der Sieg in Ordnung, weil die Scorpions insgesamt besser verteidigten und auch im Angriff das bessere, zielstrebigere Eishockey spielten. Durch Fahrlässigkeit und etwas Pech brachte man den Vorsprung in der regulären Spielzeit nicht über die Zeit. Spiel 5 am Sonntag in Hannover, Spiel 6 dann Dienstag in Wolfsburg.

Dann heißt es für mich wohl wieder Liveticker schauen, was nicht weniger aufregend ist. Gut, ich muss morgen früh raus, von daher war es das.

Endstand Nürnberg – Mannheim 1:2 (Serie 3-1 für die Adler)

Krefeld gegen Düsseldorf geht in die Verlängerung. 4:4 nach 60 Minuten

Von dieser Stelle einen schönen Abend noch.

[21h58] Endstand Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:4

[21h56] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:4, Martin Hlinka, 65. Minute Erster guter Angriff der Scorpions in der Verlängerung, hielten den Puck gut in der Wolfsburger Hälfte, schon ein Pfostenschuss, dann Pass von Sascha Goc über die Bande, ganz Wolfsburg überrascht, Hlinka ist da und kann einschieben.

[21h55] TOR TOR TOR !!!!

[21h54] Das ist die pure Dramatik, Wolfsburg überlegen, Hannover kämpft leidenschaftlich in der Verteidigung.

[21h51] Erste schwierige Situation überstanden – und Wolfsburg macht Druck und Tempo.

[21h50] Wir beginnen mit der ersten Verlängerung. Scorpions noch eine Minute in Unterzahl.

[21h44] Endstand Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 1:4. Die Hauptstadt im Halbfinale

[21h42] Ich habe gerade einen kleinen Wunschzettel geschrieben. Das ist echt unfassbar. In der Overtime kann jetzt fast diese ganze Serie hängen. Und eigentlich dürften wie hier nicht mehr spielen. Mal sehen, wie die Scorpions mit dem Nackenschlag kurz vor Schluss umgehen.

[21h35] Ende 3. Drittel Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:3 (0:2, 1:1, 2:0) Damit Verlängerung in diesem Spiel, zum zweiten Mal in dieser Serie. Die Scorpions schaffen es wieder nicht einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Zehn Minuten vor Schluss sah rein gar nichts danach aus, Hannover lag 3:1 sicher vorne. Und dann ein Glückstor – und zu viele Strafen für Hannover. Und Wolfsburg hat die Klasse das richtig mit Herzschmerz zu bestrafen. Kurze Pause und Durchpusten.

[21h33] Das gibt es alles nicht. Nochmal Strafe Hannover, erstmal 32 Sekunden Unterzahl in der regulären Spielzeit.

[21h31] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 3:3, Jan-Axel Alavaara, 59. Minute Ich fasse es einfach nicht. Da spielen die alle ihre Überzahlspiele so dermaßen harmlos, und dann dieses Mal sowas von gut. Ulmer, auf Furchner und dann auf Alavaara, der den Puck unter die Latte hämmert. Das war klasse gespielt.

[21h29] Oliver Jonas bliebt zunächst im Tor. Jetzt 6-4, wenn Wolfsburg im Scheibenbesitz ist. Pätzold verschiebt das Tor, kein Penalty, mein lieber Mann.

[21h27] Ich kann nicht mehr. Lattentreffer Wolfsburg, die Grizzlys riskieren alles. Hannover bekommt wieder eine Strafe. Zwei Minuten vor Schluss, Hannover also bis zum Ende in Unterzahl. Tino Boos muss gehen. Auszeit Wolfsburg. Nehmen die Gastgeber den Torwart raus?

[21h27] Spiel echt auf Messers Schneide jetzt, ganz knappe Abseitsenscheidung gegen Wolfsburg. Die Grizzlys wären durch gewesen. Powerplay überstanden.

[21h25] Jason Ulmer mit strammen Schuss vor das Tor von Pätzold, Chaos davor, Pätzold lässt die Scheibe fallen, hat sie dann aber doch sicher. Knapp vier Minuten noch.

[21h23] 2 Minuten für Goc, Powerplay Wolfsburg. Das muss man echt nicht geben, na ja, kritische Phase jetzt.

[21h21] Auch die Scorpions kommen um eine eigentlich klare Strafe herum. Wie schön wäre jetzt so ein überraschender Konter wie vorhin. Ausgeglichenes, packendes Spiel. Wolfsburg kommt zu klareren Chancen. Pätzold unter Dauerbeschuss. Wo ist mein Baldrian?

[21h17] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 2:3, Ken Magowan, 52. Minute Wolfsburg hat das Glück zurück. Abgefälschter Schuss nach einem Bullygewinn, durch Mann und Maus durch, an Pätzold vorbei ins Tor. Das war so überraschend wie nur irgendetwas. Und gleich im Anschluss an Hannovers Chance der Anschluss. Adrenalin für die letzten Minuten.

[21h17] Scorpions mit der Chance auf das 4:1. Wieder Schneider, wird aber klar behindert. Keine Strafe, was ein Witz ist. Das muss 2 Minuten für Wolfsburg geben. However.

[21h14] Und schon ist die erste Hälfte des letzten Drittels vorüber – Hannover hat kaum was zugelassen. Bitte weiter so.

[21h11] Wolfsburg schon mit dem ein oder anderen Verzweiflungsschuss an das Plexiglas hinter dem Tor von Pätzold. Hannover defensiv bärenstark im Moment und jetzt hin und wieder auch mal vor dem Tor von Oliver Jonas.

[21h09] Druck der Grizzly Adams wird langsam, ganz langsam größer, aber noch kann Hannover sich gut befreien.

[21h07] Wolfsburg läuft an, aber ohne wirklich große Gefahr auzustrahlen. Einen Schuss von Regan konnte Pätzold sicher abwehren. Hannover kämpft und ackert in der Defensive, bisher mit viel Erfolg im Schlussabschnitt. Kaum Platz für Wolfsburg.

[21h05] Scorpions stehen aber defensiv sehr sicher und verteidigen bis jetzt exzellent. Aber noch keine Möglichkeit selbst offensiv Akzente zu setzen.

[21h03] Und Wolfsburg wieder mit dem etwas besseren Start. Pätzold reagiert gut auf den Schuss von Kai Hospelt.

[21h01] Hinein in den Schlussabschnitt. Erster Erföffungsbully an Hannover. Wenn das Spiel weiter so gut bleibt, sehen wir noch ein paar Tore.

[20h56] Zwischenstände aus den anderen Partien

  • Krefeld Pinguine – DEG Metro Stars 3:2 (2:1, 1:1) (Serie 2-1 für Krefeld)
  • Sinupret Ice Tigers – Adler Mannheim 1:1 (1:1, 0:0) (Serie 2-1 für Mannheim)
  • Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 1:3 (1:1, o:2) (Serie 3-0 für Berlin)

[20h45] Ende 2. Drittel Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 1:3 (0:2, 1:1)

Eigentlich gar kein so gutes zweites Drittel für die Scorpions. Wolfsburg war in den ersten 10 Minuten klar dominant und die bessere Mannschaft. Dass man dann das Tor in Unterzahl erzielt, passte in dieses Bild. Spiel drohte ein bisschen zu kippen, Wolfsburg aggressiver, Hannover schaffte es nicht mehr in der neutralen Zone die Angriffszüge zu stoppen oder abzubremsen.

Aber genau als Wolfsburg vor dem Ausgleich statt, kam der tolle Konter mit dem Abschluss von Schneider. Genau zum richtigen Zeitpunkt wieder für Ruhe gesorgt. Im Moment ist es einfach so: Bis jetzt passt alles für die Scorpions. Wenn man das jetzt so weiterspielen kann, und vielleicht noch den ein oder anderen schnellen Konter fahren kann, sieht es gut aus.

Und was Dienstag gar nicht geklappt hat, nämlich das Nutzen der Chancen, passt heute wunderbar. Sehr effizienter und effektiver kann man nicht spielen wie es die Scorpions momentan tun. Und wenn man dann noch die Portion Glück hat, führt man verdient mit 3:1.

[20h43] Strafen für beide Teams wegen unnötiger Härte. Scorpions jetzt auch wieder aggressiver, gute Chance von Scheider, der aber in Oliver Jonas seinen Meister findet. Pätzold reagiert klasse nach einem Schuss von Pätzold, im Gegenzug Hinka auf Herperger mit der Chance zum 4:1. Jonas wirft sich dazwischen. Nochmal ereignisreiche Schlussminuten im zweiten Drittel.

[20h40] Gerade als Wolfsburg stärker wurde, machen die Scorpions das Tor. Die Grizzly Adams haben wieder einen Moment nicht aufgepasst. Und dann war es einfach individuelle Klasse von Schneider.

[20h37] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 1:3, Eric Schneider, 36. Minute Genau so eine Szene brauchte es jetzt mal. Scorpions befreien sich aus der eigenen Hälfte, langer Pass von Herperger auf Schneider, der zieht seinem Gegenspieler davon, umkurvt Oliver Jonas und trifft aus ganz spitzem Winkel unter die Latte. Wunderschönes Tor.

[20h36] Noch fünf Minuten im zweiten Drittel

[20h35] Insgesamt aber zu viele einfache und direkte Schüsse auf das Tor der Scorpions. Bei fünf gegen fünf Hannover immer ein bisschen zu weit weg vom Gegenspieler.

[20h33] Mit einer Ausnahme ein sehr schlechtes Powerplay, wenig Zug zum Tor. Scorpions verteidigen gut. Im Moment die Grizzly Adams in Unterzahl erfolgreicher als bei eigenem Powerplay. Pätzold mit guter Paerade eben.

[20h30] Wolfsburg wieder ein Tick schneller, Sascha Goc bekommt zwei Minuten wegen Behinderung. Grizzly Adams mit Überzahl, bestens Powerplayteam der Liga. Schaun wa mal.

[20h27] Wolfsburg hat Oberwasser jetzt. Scorpions spielen die Angriffe nicht mehr gut genug zu Ende. Wolfsburg entweder mit guten Kontern, oder schnellem Spiel nach vorne. Pätzold teilweise unter Dauerbeschuss, wirkt nicht ganz so souverän und hat ein paar Problemchen.

Weiter sehr schnelles Spiel, für Hannover in den letzten Momenten etwas zu schnell. Wäre vielleicht mal ein guter Zeitpunkt für ein 3:1. Aber Wolfsburg steht jetzt auch defensiv besser, kaum noch Fehler im Aufbauspiel.

[20h21] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 1:2, Arvids Rekis, 25. Minute Meine Fresse, irgendwie habe ich es befürchtet. Scorpions fliegt die eigene Überzahl um die Ohren. Blöder Scheibenverlust, und dann spielt Wolfsburg den Konter gut aus, durch die Beine von Pätzold.

Und als Wolfsburg komplett ist, Furchner mit Pfostenschuss. Ganz viel Glück für Hannover.

Und, es wird Zeit für eine erste Beruhigungspille. So unnötig Wolfsburg vorhin das 0:2 kassiert hat, so unnötig bringt sich jetzt Hannover um die gute Ausgangslage. 15. Gegentor in Überzahl, sagt Marc Hindelang.

[20h19] Wolfsburg mit mehr Druck jetzt, aber Scorpions verteidigen mit guter Laufarbeit. Tino Boos zwar mit riskantem Pass zur Klärung, aber gut gegangen. Strafe gegen Wolfsburg, Überzahl für Hannover. Zweite Strafe für Furchner wegen Hakens.

[20h15] Fantastisches Eishockey der Scorpions, toller Spielzug, letzlich Klaus Kathan an den Pfosten. Wolfsburg viel zu passiv, davor aber Timothy Regan mit guter Chance, aber Pätzold steht goldrichtig. Wieder spanender und dramatischer Auftakt.

[20h14] Weiter geht es mit dem 2. Drittel

[20h10] Zwischenstände aus den anderen Partien

  • Krefeld Pinguine – DEG Metro Stars 2:1 (Serie 2-1 für Krefeld)
  • Sinupret Ice Tigers – Adler Mannheim 1:1 (Serie 2-1 für Mannheim)
  • Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 1:1 (Serie 3-0 für Berlin)

[20h02] Marco Stichnoth bei Thomas Wagner im Interview

  • Ist sehr zufrieden mit dem ersten Drittel, lobt das Team für die Reaktion nach der Niederlage am Dienstag. Serie sieht er weiter sehr eng.
  • Anteil für die ermäßigten Karten soll bei den Nutzern nur bei 10% liegen. Fans seien nicht bereit mehr zu bezahlen, stellt Stichnoth fest. Publikum entscheide sich nicht spontan zu Spielen zu gehen. Wir können Zuschauer nicht erzwingen.
  • Region, Stadt und Land wurden um finanzielle Unterstützung gebeten, dies wurde aber abgelehnt. Man möchte sich festen Publikumsstamm aufbauen. Premium-Produkt Playoffs wird nicht angenommen.
  • Standort Hannover im Eishockey muss durchdacht werden. Säulen der Finanzierung müssen neu aufgebaut werden. Wir wollen Zuschauer nicht vergraulen.

[19h59] Ende 1. Drittel Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 0:2 Das war mit Abstand das beste Drittel der Scorpions in diesen Playoffs. Gut verteidigt, nur zwei gefährliche Situationen zugelassen. Und dann selbst die Fehler von Wolfsburg eiskalt ausgenutzt. Und man hatte einmal auch das Glück, dass Pätzold an der richtigen Stelle stand und Oliver Jonas patzte.

[19h57] Wolfsburg noch mit zu vielen Fehlpässen und ungenauen Zuspielen, für die Scorpions bis jetzt einfach zu verteidigen. Kaum Unterbrechungen in diesem Spiel, erst zwei Strafzeiten.

[19h53] Tolles Spiel bisher, mit Vorteilen für Hannover. Was bei den Scorpions exzellent klappt, ist das Umschalten auf Angriff, die Befreiung aus der eigenen Zone. Das war zum Beispiel in Spiel 1 noch ein Manko. Das machen sie bis jetzt richtig gut.

Wieder mal gute Chance für Wolfsburg. Timothy Regan verdeckt Pätzold ein bisschen die Sicht, Schuss geht aber an der langen Ecke vorbei. Scorpions sollten weiter so gut defensiv stehen wie bisher. Und vielleicht dann den ein oder anderen Konter setzen.

Wolfsburg mit zwei brauchbaren Chancen, können sich jetzt wieder etwas besser in Spiel bringen, waren nach den beiden schnellen Toren für Hannover doch sehr geschockt.

[19h51] Gut verteidigt, aber auch schwaches Powerplay der Grizzlys.

[19h49] Jetzt Wolfsburg in Überzahl, mal sehen, wie die Scorpions verteidigen. Bis jetzt hätte das Spiel für Hannover nicht laufen können. Zwei gute Chancen, zwei Tore und eine knifflige Szene mit Glück überstanden.

[19h44] Erstes Powerplay im Spiel für die Hannover Scorpions. Sebastian Furchner wegen Stockschlags.

[19h42] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 0:2, Matt Dzieduszycki, 8. Minute Was ein Spiel. Scorpions mit 3 gegen 1 vor Tor der Wolfsburger, klasse Konter, super zu Ende gespielt.

Vorher Chaos vor Pätzold, aber der Puck will nicht über die Linie. Mit vereinten Kräften schaffen es die Scorpions den Puck zu klären und leiten dann wunderbar den Konter ein. Klasse gespielt.

[19h40] Grizzly Adams Wolfsburg – Hannover Scorpions 0:1. Sascha Goc, 7. Minute Ein typisches Tor für Sascha Goc. Fehler im Aufbau der Wolfsburger, Goc schnappt sich in der neutralen Zone den Puck und hämmert den Ball ins Tor. Mit freundlicher nterstützung von Oliver Jonas, der den Ball hätte halten müssen.

[19h36] Die Stärke der Grizzlys. Kai Hospelt kann sich gegen drei Skorpione durchsetzen, Schuss von Milley aber kein Problem für Pätzold. Scorpions können sich nur mühsam befreien.

[19h34] Sehr flotter Beginn, beide Teams suchen den Weg nach vorne. Schnelles, direktes Spiel.

[19h32] Eröffnungsbully geht an Wolfsburg. Es kann losgehen.

[19h28] Hauptschiedsrichter der Partie sind Roland Aumüller und Alfred Hascher.

[19h27] Scorpions stehen schon fünf Minuten vor Beginn im Kabinengang. Tief in sich gekehrt. Wirken angespannt.

[19h25] Die Starting Six beider Teams

Grizzly Adams: Jonas – Kinch, Degon – Papineau – Magowan, Milley

Scorpions: Pätzold – Brimanis, Köppchen – Herperger – Schneider, Dzieduszycki

[19h21] Statistik von PREMIERE: Erst ein Überzahltor von den Scorpions in den Playoffs.

[19h20] Die Grizzly Adams müssen heute auf Alexander Genze und Ex-Scorpion Andreas Morczinietz verzichten, bei den Scorpions sind alle Mann an Bord. Dimitri Pätzold, Torhüter der Scorpions, ist auch rechtzeitig fit geworden.

[19h18] Und das Sport auch ein bisschen Psychologie ist, dürfte auch klar sein: Die Hürde des Favoriten scheint den Scorpions bis jetzt nicht so zu passen.

[19h17] In Hannover gab es die letzten Tage ja nur ein Thema. Das Chaos um die Ticketpreise und die geringen Zuschauerzahlen. Kaum wurde über die sportliche Situation gesprochen. Das kann für das Team von Hans Zach vielleicht gar nicht so schlecht sein.

[19h15] Das Spiel findet übrigens in der VoBa BraWo Eis Arena statt. Das habe ich heute Abend zum letzten Mal geschrieben. Was müssen die Scorpions anders machen? Ganz wichtig: Weiter so geduldig spielen, die Chancen besser nutzen und vor allem im Vergleich zum ersten Spiel in Wolfsburg weniger Strafen kassieren. Und hoffen, dass bei Wolfsburg auch nicht immer alles so perfekt gelingt.

[19h13] 2:1 in der Serie für Wolfsburg, weil Hannover am Dienstag die zahlreichen Chancen nicht nutzte und trotz 43 Torschüssen nur zwei Treffer markierten, auch dank einer überragenden Vorstellung von Oliver Jonas im Tor der Wolfsburger. Insgesamt eine absolut enge Serie, kein Spiel ging mit mehr als ein Tor Unterschied zu Ende. Hoffentlich wird es auch heute wieder so spannend.

[19h10] Vorentscheidung zu Gunsten der Grizzly Adams oder Ausgleich durch die Scorpions? Guten Abend zu Spiel 4 im Viertelfinale der Playoffs zwischen Wolfsburg und Hannover.

Thema: Live-Blog, Sport | Kommentare (10) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 18. März 2009 – Hans Zach droht mit Rücktritt

Mittwoch, 18. März 2009 7:21

Es knistert bei den Hannover Scorpions. Gestern nach dem Spiel soll Trainer Hans Zach – einem Bericht der HAZ von heute zu entnehmen – ausgeflippt sein und einen Rundumschlag gegen die Vereinsführung der Hannover Scorpions begonnen haben. Er wollte sogar einen Rücktritt nicht ausschließen.

“Wir haben die Halle mit überragenden Leistungen vollgespielt, hatten zweimal 10.000 Zuschauer, einmal 8.000 Zuschauer. Und jetzt, in den wichtigsten Spielen des Jahres, spielen wir vor halbleeren Rängen. Wenn ich lesen muss, dass Jugendliche, Rentner und Behinderte Probleme haben ermäßigte Karten zu bekommen, dann ist das ein Eigentor sondergleichen. Wenn wir als Mannschaft einen Fehler machen, dann versuchen wir ihn auszubügeln. Davon merke ich hier nichts. Dass die Mannschaft teuer ist, das wusste man ja vorher. “

Vom Reporter angesprochen, ob diese deutlichen Worte möglicherweise Konsequenzen für ihn haben könnten, antwortete Hans Zach:

“Es traut sich ja keiner etwas zu sagen. Aber ich bin total auf Seiten der Fans. Und wenn jemand etwas sagt, dann ist mir das auch egal – dann höre ich eben nach der Saison auf.”

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Man kann nur hoffen, dass die Scorpions mit ein bisschen Wut im Bauch ins Spiel 4 am Freitag gehen. Das Team und vor allem Hans Zach haben Besseres verdient.

Wer nicht weiß, warum die Fans der Hannover Scorpions derzeit so verärgert sind, dem sei noch einmal ein etwas älterer Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung empfohlen.

Thema: Sport | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Herr Stichnoth, wachen Sie endlich auf !

Dienstag, 17. März 2009 21:47

Scorpions verlieren in diesen Minuten mit 2:3 Spiel 3 gegen Wolfsburg. Teilweise gut gespielt, aber die zahlreichen Chancen nicht genutzt. Und immer noch eine inkompetente Geschäftsführung mit Marco Stichnoth. Mittlerweile gibt es so gut wie keine Ermäßigungen mehr für die Spiele in den Playoffs, nur noch für den Oberrang. Wie will man so neue Fans für die Hannover Scorpions gewinnen?

Heute Abend eine Geisterkulisse vor 3.700 Zuschauern in der Tui-Arena. Und jetzt stehen die Scorpions schon fast mit dem Rücken zur Wand. Sollte kein Sieg am Freitag gelingen, dürfte es schon sehr schwer werden. Scheinbar können wir in Hannover doch keine Eishockeystadt werden. Jetzt hatte man eine solche Chance – mal ganz davon abgesehen, wie die sportlichen Leistungen sind – und dann versaut man sich das so dermaßen, dass man als Scorpions-Fan hier in Bremen vor dem Liveticker fast schon Agressionen bekommt. Wie gesagt, dass man verlieren kann, steht außer Frage. Das ist auch nicht mein Problem. Mein Ärger sind die Rahmenbedingungen, unter denen das stattfindet. 3.700 Zuschauer, Herr Stichnoth, wachen Sie endlich mal auf !!!

Und wenn ich die Stimmung in der O2-World sehe, erblasse ich vor Neid.

Ich könnte jetzt hier ein großes Fass aufmachen, aber da komme ich dann wohl ohne Probleme nicht so einfach wieder raus. Ich könnte mich über Günter Papenburg, den Besitzer der Tui-Arena und der Hannover Scorpions Eishockes Betriebs GmbH, aufregen, der die Scorpions zwar unterstützt, aber auch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Ich habe mich bereits über Marco Stichnoth aufgeregt, der jahrelang bei seiner Ticketpolitik geschlafen hat und jetzt auf einmal seine Einnahmen schwinden sieht, und jetzt mit massiven Preiszuschlägen die Fans aus der Arena vergrault. Ich könnte mich über die Stadt Hannover aufrege, die nicht bereit ist die Tui-Arena und die Scorpions finanziell zu unterstützen. Ist anscheinend ja auch nicht wichtig, wenn man einen Eishockeyklub hat, der um die deutsche Meisterschaft kämpft. Interessiert in Hannover bei den Politikern keine Sau. Ich könnte mich auch über die HAZ aufregen, die es gerade mal so schafft, einen Spielbericht zu drucken. Kaum Hintergründe und Analysen, gerade während der Saison. Und an einem Abend, wo die Scorpions in den Playoffs kämpfen und die HAZ ihre neue Homepage so anpreist, fallen da alle Server aus. Wie wäre es mal mit einem Live-Blogging aus der Arena für eure Leser, liebe HAZ? Ach ja, die Liste ließe sich noch fortsetzen.

Leid tun mir nur die Spieler und das Trainerteam.

Sei es drum, ich beruhige mich jetzt wieder und freue mich auf Spiel 4, das ich am Freitagabend hier live mitbloggen werde. Und vielleicht hat sich Herr Stichnoth bis dahin auch mal ein paar Gedanken gemacht, dass es so nicht weitergehen kann.

Und Häme der Indianer vom Pferdeturm bringt jetzt auch nichts. Spielt ihr erstmal gegen Profimannschaften.

Thema: Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Die Hannover Scorpions siegen – und kaum einer möchte zuschauen

Samstag, 14. März 2009 13:40

Gestern Abend Spiel 1 im Viertelfinale DEL-Playoffs 2009. Die Hannover Scorpions empfangen im Niedersachsen-Derby die Grizzly Adams Wolfsburg. In einem teilweise hochklassigen Eishockeyspiel, das mit viel Kampf, Leidenschaft und Einsatz geführt wurde, gewinnen die Scorpions am Ende ein bisschen glücklich mit 2:1 (1:0, 1:1, 0:0). Über die gesamten 60 Minuten hatte Wolfsburg etwas mehr vom Spiel und gerade zu Beginn auch die besseren Torchancen. Der Schlüssel zum Erfolg für die Scorpions war die exezellente Chancenverwertung (erste gute Chance im Spiel führte zur Führung) und die sehr stabile Defensive im 2. und 3. Drittel. Sogar im Power-Play kam Wolfsburg nur noch zu wenigen klaren Torchancen.

Es war ein schöner Abend. Tolles Publikum, wir hatten nette Sitznachbarn, außer, dass ich in der Drittelpause die Getränke holen musste, konnte ich mich über fast nichts beklagen. Trotzdem war ich innerlich ein bisschen traurig, weil so wenige Zuschauer gekommen sind. Da spielen die Hannover Scorpions ihre beste Saison in der Vereingeschichte, es gibt ein Derby zum Auftakt in die Playoffrunde – und am Ende kommen gerade einmal 5000 Zuschauer, davon vielleicht 150 aus Wolfsburg. 5000 Zuschauer bei einem Playoffspiel – da hatte es in den regulären Saisonspielen gegen Mannschaften wie Iserlohn oder Frankfurt mehr Zuschauer in die Tui-Arena gezogen. Dass diese 5000 Zuschauer ihre Mannschaft leidenschaftlich angefeuert haben und für eine tolle Stimmung gesorgt haben, hat das ganze ein wenig erträglicher gemacht. Und was man nicht vergessen darf: Gestern war Freitag, ich will nicht wissen, wieviele Zuschauer unter der Woche am Dienstag gegen Wolfsburg in der Tui-Arena sind.

Es gibt zumindest einen ganz offensichtlichen Grund für den geringen Zuschauerzuspruch: Die Preiserhöhung vor den Playoffs. Marco Stichnoth, Geschäftsführer der Hannover Scorpions, hat diesen Schritt in den Medien unter der Woche als “absolut notwendig” dargestellt, weil die Einnahmen aus den Ticketverkäufen zu gering seien. Heißt als Folge: Saftige Preiserhöhung für den Unterrang mit den besten Plätzen – und keine Ermäßigungen mehr im Unterrang, für den Mittelrang gibt es nur ein begrenztes Kontingent an ermäßigten Karten. Was man als Hintergrund wissen sollte: In der regulären Saison waren die Eintrittskontrollen sehr lasch, es war überhaupt kein Problem auch für Erwachsene mit ermäßigten Karten in die Arena zu kommen. Wundert sich bei den Hannover Scorpions jetzt noch jemand darüber, warum die Einnahmen aus den Ticketpreisen niedriger als erwartet waren?

Bis jetzt liest man noch keine Stellungnahmen des Vereins zu möglichen Änderungen bezüglich Ticketpreise. Für Spiel 3 am Dienstag ist eine Änderung ehe nicht mehr möglich, für ein mögliches Spiel 5 oder auch in einem Halbfinalspiel sollen die Kontingente für ermäßigte Karten im Mittelrang etwas erhöht werden.

Ob das für einen höheren Zuschauerzuspruch sorgt, halte ich für zweifelhaft. Für mich gibt es nur einen notwendigen Schritt: Ermäßigte Karten wieder für den Unterrang und eine Preissenkung auf das Niveau der regulären Saison. Wieso sollen jetzt einzelne Fangruppen, die nicht so viel bezahlen wollen, für Fehler des Managements bezüglich der Ticketkontrollen haften? Da schneiden sich die Hannover Scorpions ein bisschen ins eigene Fleisch. Ich glaube, man könnte insgesamt höhere Einnahmen aus den Ticketverkäufen erzielen, wenn 10.000 Leute in die Tui-Arena kommen und davon eben ein Drittel ermäßigte Karten im Unterrang verteilt werden. Und wenn man die Rechtmäßigkeit für den Besitz der ermäßigten Karten so streng kontrolliert wie gestern, dürfte es dort auch wenig Möglichkeiten geben zu schummeln. Es wäre für das Team und die Stimmung ein echter Segen, wenn man eine ausverkaufte Tui-Arena hätte. Doch mit der Ticketpolitik ist dies schwer vereinbar.

Das ist der eine Faktor. Und dann gibt es scheinbar immer in Hannover immer noch nicht ein Bewusstsein für die Erfolge der Hannover Scorpions, ein Desinteresse an Eishockey in der Stadt. Das ist aber eine andere Geschichte, auf die ich demnächst mal genauer schauen möchte.

Thema: Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis