Zitat des Tages: Samstag, 07. Juni 2008 – Vereinte Demokraten

“I will continue to stand strong with you every time, every place and every way that I can. Take your energy, your passion and your strength and do all you can to help elect Barack Obama. I ask all of you to join me in working as hard for Barack Obama as you have for me.”

Hillary Clinton gab ihr Aufgeben am Samstag bei einer Rede vor Anhängern in Washington bekannt. Geeinte Demokraten wollen jetzt alle tun für einen demokratischen Präsidenten, für den ersten schwarzen Präsidenten der USA, Barack Obama.

Lesetipps zum Freitagabend

Christop Hickmann in der SZ über den erstarkten Roland Koch

  • “Doch mit seinem Manöver, zwei Tage nach der vermeintlichen Abschaffung der Studiengebühren auf einen entscheidenden Formfehler hinzuweisen und die Unterschrift zu verweigern, hatte Roland Koch eher das Gegenteil dessen erreicht, was er wohl gewollt hatte.”

Die New York Times über das Treffen von Hillary Clinton und Barack Obama

  • “And so it happened, The Meeting, that Democrats knew was inevitable, but for a long while thought would never come. It lasted about an hour.”

The Economist: Presedential Election – America at its best

  • “Both candidates have their flaws and their admirable points; the doughty but sometimes cranky old warrior makes a fine contrast with the inspirational but sometimes vaporous young visionary.”

Gary Lineker, Sportmoderator bei der BBC, mit seinen EM-Tipps

  • “It is open, but I am going for those perennial underachievers in Spain.”

Die Sofa-Experten blicken ausführlich auf das deutsche Mittelfeld bei der EM

  • Ballack bleibt einer der großen Unvollendeten. Vielleicht kann er dieses Bild bei der EM wieder geraderücken.


Hillary, ach Hillary

Gestern Nachmittag sagte ihr Mann Bill, Hillary Clinton würde heute, am Dienstag, ihren Rücktritt bekannt geben. Heute Vormittag sagte ihr Wahlkampfmanager Terry McAuliffe bei NBC, Clinton würde die Kandidatur Obamas anerkennen. Alle US-Medien und auch die BBC und Sky berichteten dann, dass Hillary Clinton zurücktritt.

Das wurde dann wiederum vom Wahlkampfmanager dementiert. Es gebe keinen Rücktritt, nur die Anerkennung der Kandidatur von Barack Obama. Verstehe das wer will. Derweilen berichtet die Nachrichtenangentur Associated Press, dass Obama die nötige Zahl an Delegierten für die Nominierung beisammen habe. South Dakota und Montana wählen heute. 47 Delegierte werden heute bei den Demokraten vergeben, Obama wird wohl Montana gewinnen, Clinton in South Dakota.

Und als wenn die Aufregung nicht schon groß genug wäre, gibt es in US-Medien Berichte, wonach Clinton für Mitte Juni plant ihr gesamtes Wahlkampfteam zu entlassen.

Aber  Stand 21h13 deutscher Zeit ist sie (noch) nicht zurückgetreten. Wobei ein ruhmreicher Abschied wird es so oder so nicht. Auch der heutige Tag lief alles andere als günstig für die ehemalige First Lady.

Zitat des Tages: Dienstag, 20. Mai 2008 – Ein Märchen wird vollendet

“Niemand hätte jemals geglaubt, dass der 46jährige schwarze Barack Obama der Kandidat sein wird. Es hat geklappt – wegen Euch. Ihr habt den Wahlkampf finanziert, ihre habt Euch organisiert, Ihr habt beschlossen, Eure Regierung wieder in Eure Hand bekommen zu wollen. Dafür werden wir bis November kämpfen.” Barack Obama auf einer Wahlveranstaltung in Portland, US-Bundesstaat Oregon

Die letzten Tage im Vorwahlkampf der Demokraten haben eine neue Dynamik bekommen. Alles begann damit, dass John Edwards sich auf die Seite von Barack Obama gestellt hat. Seitdem wird im Wahlkampfteam von Obama fleißig daran gearbeitet, Obama möglichst würdig und inszeniert zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten zu küren. Geschehen soll dies heute Abend nach den Vorwahlen in Kentucky und Oregon. Denn nach letzten Umfragen sieht es so aus, dass Obama mit einem Sieg in Oregon die nötigen Delegiertenstimmen auf sich vereinen kann, damit er im Sommer auf dem Nominierungsparteitag in Denver die Mehrheit der Delegiertenstimmen besitzt. Nach der Rechnung der Demokraten sind dafür noch 16 Stimmen notwendig, die Obama durch seinen Sieg in Oregon, wo 52 Delegierte verteilt werden, definitiv zusammenbekommt. In letzten Umfragen liegt Obama hier gut 10% vor Hillary Clinton. Der Senatorin aus New York würde somit auch kein eindeutiger Sieg in Kentucky weiterhelfen. Dieser Ansicht ist sie natürlich überhaupt nicht. Wenn sie einen überzeugenden Sieg in Kentucky erringen sollte, so Clinton gestern Abend, dann werde sie weiterkämpfen. Nach letzten Umfragen führt sie teilweise bis zu 30% vor Barack Obama, 51 Delegierte werden vergeben. Demnach würde Clinton also den Rückstand an Delegiertenstimmen aufholen, wenn aber auch nur minimal, nicht ausreichend, um Obama und jetzt immer mehr auch ihre Partei davon zu überzeugen, dass sie noch Kandidatin werden kann.

Barack Obama will sich also heute Abend in Iowa zum Sieger bei den Demokraten küren, in Iowa unter freiem Himmel. Besser kann man es dann wohl nicht machen. Und das Wetter soll wohl auch halten, trocken aber kalt. Für Obama soll sich hier ein Lebensabschnitt vollenden. Am 03. Januar gewann er völlig überraschend seine erste Vorwahl in Iowa – und hier will er jetzt den nächsten Schritt zur Präsidentschaft gehen. Alles begann in Sommer 2004, als Barack Obama auf dem Nominierungsparteitag in Boston eine bewegende, viel gefeierte Rede über das Selbstverständnis der Amerikaner und seinen American Dream hielt. Anwesende Journalisten fragten damals, wer dieser Mann sei. Seitdem blieb Obama immer im Blickfeld der demokratischen Partei als Senator von Illinois. Im Februar 2007 verkündete er dann seine Präsidentschaftskandidatur bei den Demokraten. Im Jannaur 2008 feierte er dann gegen die haushohe Favoriten Hillary Clinton in Iowa seinen ersten Vorwahlsieg, viele weitere sollten folgen, auch am so wichtigen Super Tuesday konnte Hillary Clinton sich nicht entscheidend absetzen. Es folgten acht Vorwahlsiege in Folge, die US-Medien stimmten in die “Obamania” mit ein. Obama spüurte den Aufwind seiner Kampagne “Yes, we can.” Doch die Monate März und April zeigten auch erste Schatten auf die Person Obama, nicht immer ganz glückliche Aussagen über Bewohner auf dem Lande, Obama wirkte blass und ideenlos gegenüber den verschärften Angriffen und Attacken von Hillary Clinton und John McCain. Doch er fand aus seiner Krise zurück. Und heute Abend soll unter den Vorwahlkampf der erste Schlussstrich gezogen werden. Denn ab dann soll es nur noch heißen: Obama, Präsidentschaftsakandidat der Demokraten.

Mir fallen nur wenige politische Karrieren ein, die so harmonisch, so in sich stimmig verliefen wie die von Barack Obama. Aber vielleicht ist so eine Entwicklung auch nur in den USA möglich. Mir persönlich wäre es egal gewesen, ob nun Hillary Clinton oder Barack Obama antreten würde. Wichtig ist mir nur, dass die Republikaner so schnell nicht mehr das Präsidentenamt übernehmen. Aber ich kann eine gewisse Begeisterung für so eine Persönlichkeit und so eine politische Karriere wie die des Barack Obama nicht leugnen. Deshalb freue ich mich, dass diese Vorstellung und sein Ziel wohl gelungen ist. Now he is looking to November, wie CNN es das ausgedrückt hat. Hoffentlich hat er Erfolg. Das Märchen soll weitergehen.

Zitat des Tages: Montag, 12. Mai 2008 – Weiter, immer weiter

“I am now convinced that it is time to pull together behind a single candidate who has the backing of a growing number of Americans. I therefore announce my wholehearted endorsement of Sen. Barack Obama.” Dolly Strazar, Superdelegierte aus Hawaii.

Most of the primary voters across the nation have now spoken. It is time to bring a graceful end to the primary campaign. We now need to unify the Democratic Party and focus on electing Sen. Obama and a working majority in the United States Senate.” Tom Allen, Mitglied des Representantenhauses im Bundesstaat Maine

Ist der Spuk also bei den Demokraten bald vorbei? Nein, denn Hillary Clinton macht weiter. Kommende Woche stehen die Vorwahlen in West Virginia an. Clinton liegt dort haushoch in Führung, aber es sind nur 28 Delegierte zu vergeben, bei dem Rückstand, den sie hat, ist das gar nichts. Und auch bei den Superdelegierten liegt sie jetzt im Rückstand. Wie kann man Hillary Clinton bloß zum Aufgeben bewegen?

(via CNN)

Die Vorwahlen der US-Demokraten gehen in die Verlängerung

Eigentlich ist es wie immer in den vergangenen Monaten bei den Vorwahlen der US-Demokraten. Gewinnt Barack Obama mal eine Vorwahl, werden die Stimmen nach einem Ausscheiden von Hillary Clinton plötzlich größer. Kann die Senatorin aus New York dann einen Erfolg für sich verzeichnen, dann kommt in den US-Medien schnell die Floskel vom “Comeback-Kid”, Clinton spricht schnell von einem “Game-Changer”, was nur so viel heißt, dass sie nicht aufgebe und das Elefantenrennen weitergeht. Zurücklehnen kann sich im Moment nur einer: der Republikaner John McCain.

Und so wird es auch wieder morgen nach den beiden wichtigen Vorwahlen in Indiana und North Carolina sein. Im Prinzip können die Zeitungen schon heute zwei Artikelversionen drucken und sich dann je nach Ergebnis für eine Variante entscheiden. Zum letzten Mal gibt es an einem Vorwahltermin über 200 Delgiertenstimmen zu verteilen, 115 in North Carolina und 72 in Indiana. Was auch soviel heißt, dass es Hillary Clinton, wenn sie es denn nochmal allen zeigen will als “Comeback-Kid”, hier noch einmal richtig punkten kann. 10% Vorsprung bei beiden Vorwahlen – und das Momentum würde klar bei der ehemaligen First Lady liegen. Aber danach sieht es überhaupt nicht aus. Nach letzten Umfragen liegt Barack Obama in North Carolina recht souverän vorne (50 zu 42 Prozent), Hillary Clinton liegt in Indiana 4% vor dem Senator aus Illinois. Nehmen wir also mal an, Obama gewänne North Carolina (den Staat mit den größeren Delegiertenstimmen) und Clinton den Staat Indiana mit knapp 5 Prozentpunkten Vorsprung. Was haben wir dann bei den Demokraten? Eigentlich weiterhin nur Chaos, es geht in die Verlängerung bis weit in den Sommer hinein, vielleicht bis zum Nominierungsparteitag Ende August in Denver. Eines ist aber auch klar: Sollte Hillary Clinton nicht beide Staaten gewinnen, dann dürfte die Story von dem “Comeback-Kid” auch erstmal wieder im Kleiderschrank versteckt werden.

Ich weiß nicht, wie es euch gehen würde, aber ich wünsche mir nach acht Jahren George W. Bush durchaus einen Präsidenten der Demokraten. Ich würde eigentlich auch Hillary Clinton oder Barack Obama durchaus als geeigneten und fähigen Präsidenten ansehen, mache mir aber immer mehr Sorgen, dass es eben kein Kandidat der Demokraten werden wird. Denn je länger die Vorwahlschlacht geht, desto unwahrscheinlicher ist dies. Aber ich wüsste eben auch keine glaubhafte Erklärung, wie man das Problem bei den Demokraten lösen könnte. Hillary Clinton zum Aufgeben zu zwingen mag zwar noch am verständlichsten sein, würde den Demokraten aber auch Schaden zufügen, Schaden, den die Republikaner um John McCain in Wählerstimmen umwandeln wollen. Das Beispiel zeigt sehr schön, wie schwierig es in der Politik sein kann, getroffene Entscheidungen wieder rückgängig machen zu können.

Na ja, schauen wir erstmal auf die Vorwahlen heute. Sollte Barack Obama beide Vorwahlen gewinnen, dann dürfte der Spuk vielleicht ja auch bald vorbei sein.

Drei Wochen vor den Vorwahlen in Pennsylvania gehen Hillary Clinton langsam die Argumente aus

Seit Anfang März, seit den überraschenden und teils deutlichen Erfolgen von Hillary Rodham Clinton, ist Vorwahlpause bei den Demokraten. Eine Pause, die eigentlich nur einem wirklich zu Gute kommt – John McCain von den Republikanern. Heute in drei Wochen finden dann die Vorwahlen in Pennsylvania statt, eigentlich ein Staat, der eher Clinton liegt, hoher Anteil von weißen, älteren, katholischen Menschen. Eigentlich eine Bühne, auf der man sich wieder richtig präsentieren kann. Aber ob es überhaupt soweit kommt beziehungsweise es möglicherweise der letzte Auftritt ist, wird hier nicht beantwortet werden können. Aber es ist wahrscheinlich. Hillary Clinton hat man zwar im Schnitt durchaus 10-15 Prozentpunkte Vorsprung in den Umfragen in Pennsylvania, aber seit zwei Wochen tut sich rein gar nichts in irgendwelchen Meinungsschwankungen. Das mag und kann man durchaus positiv bewerten für Clinton, aber es zeigt eben auch: Die Wähler und Anhänger der Demkraten haben solange das Gefühl der Poltikmüdigkeit – sie wollen eine Entscheidung. Entweder Obama oder Clinton. Und wie es aussieht: Dann eher Obama. Wirklich lange kann man sich damit nicht mehr rumschlagen. Obama und vor allem Clinton sinken in ihren persönlichen Umfragewerten signifikant ab, John McCain von den Republikanern sonnt sich, macht Reisen durch die Welt, tritt so auf, als wäre er mit einem Bein schon im Weißen Haus.

Und die Pause kommt den Demokraten auch nicht wirklich gut. Das haben auch die wichtigsten Leute der Partei so langsam erkannt. Howard Dean sorgt sich besonders. Die letzten Wochen haben aber eben auch gezeigt, dass die Zeit und die Argumente für Hillary Clinton immer dünner werden. Gerade die erfundene Geschichte mit dem möglichen Beschuss bei einem Besuch in Serbien hat sich enorm negativ auf ihre Popularität ausgewirkt. Und besonders nett fand ich dann ihre Entschuldigung: Menschen machen auch mal Fehler. Also, wenn man sich an bestimmte Sachen nicht mehr richtig erinnert, dann macht man auch nicht solche bewussten Aussagen, wie Clinton es tat. Keine Frage, dass auch Barack Obama vor Problemen und Schwierigkeiten stand. Aber er hat sie, unter anderem mit der Rede über die Frage des Rassismus in den USA, weitaus eleganter gelöst als Clinton. Und vor allem: Er hat sich die Probleme nicht selbst gemacht. Clinton lag nach ihren Erfolgen gut im Rennen – und schießt dann ein bemerkenswertes politisches Eigentor. Und auch andere Tatsachen sprechen gegen Clinton. Immer mehr Superdelegates laufen ins Obama-Lager, zuletzt die Senatorin von Minnesota, Amy Klobuchar. Und dann ist es eben auch noch der Rückstand in den Delegiertenstimmen, den sie auch bei deutlichen Siegen in allen noch ausstehenden Vorwahlen nicht mehr aufholen wird. Dass Barack Obama einen Austritt verneint, ist auch nicht verwunderlich, liegt er doch immer noch in Führung und braucht nicht nach hinten schauen.

Und es ist eben auch ein bisschen die politische Stimmung. Die Demokraten fürchten vor allem darum, dass sie mit den immer länger andauernden Streitigkeiten McCain ungewollt zum Favoriten für das Präsidentenamt machen. Das soll auf alle Fälle verhindert werden. Die Stimmen von vielen Seiten nach einer Aufgabe von Hillary Clinton werden immer lauter. Gerade durch ihre Handlungen in der letzten Woche hat sie ihre Angriffsfläche vergrößert. Irgendwann wird auch Hillary Clinton einsehen müssen, dass sie aus diesem Rennen aussteigen muss – zum Wohle der Partei. Das könnte, auch wenn es eine herbe politische Niederlage wäre, ihr wieder ein Stück an Glabwürdigkeit zurückbringen. Denn die vielen Niederlagen in den Vorwahlen hat auch sie mit zu verantworten. Die Zeit läuft gegen Hillary Clinton.

US Wahl 2008: Die Vorwahlen in Texas und Ohio

[08h55] So, ein paar Stunden Schlaf seien gegönnt. Die letzten zwei Stunden waren ein echter Thriller auf CNN. Plötzlich sah es so aus, als würde Obama in Texas wieder näher an Hillary Clinton rankommen, die Auswirkungen der guten Ergebnisse in den Städten machten sich bemerbar.

Am Ende gewann Hillary Clinton auch Texas. Momentan sind 90% ausgezählt, Clinton liegt 51 zu 47% vorne, in absoluten Zahlen sind es ungefähr knapp 100.000 Stimmen. Wie sich das genau auf die Delegiertenstimmen auswirkt, ist noch unklar. Bei der Caucus in Texas sind gerade erstmal ein Drittel ausgezählt, hier liegt Obama 10 Prozentpunkte vorne.

Hillary Clinton hat vor allem ihre Stammwähler an sich gebunden. Jetzt geht der Kampf bei den Demokraten weiter. Hillary Clinton geht nach den Siegen in Texas, Ohio und Rhode Island mit ganz viel Rückenwind in die nächsten Aufgaben, Obama konnte nur in Vermont siegen. Das Momentum liegt wieder klar bei Hillary Clinton.

Bei den Republikanern ist alles entschieden. John McCain gewann alle vier Vorwahlen des Abends, hat jetzt genug Delegiertenstimmen für die Nominierung. Seine Kontrahenten sind aus dem Rennen ausgestiegen, heute soll John McCain George W. Bush besuchen. Tätigkeiten, von denen die Demokraten noch mehrere Schritte entfernt sind. In den nächsten Tagen wird es durch die Vorwahlen in Mississippi und Wyoming keine Entscheidung geben, auch eine Entscheidung in Pennsylvania scheint fraglich. Obama hat immer noch einen Vorsprung in den Delegiertenstimmen, hat in Texas eventuell sogar mehr Delegierte gewonnen. Den Demokraten steht ein langer Frühling bevor.

[06h11] CNN wieder mit Spielereien. Und Obama holt wieder auf. 64% ausgezählt, nur noch 55.000 Stimmen Rückstand. Und über das Ergebnis der Caucus wollen wir noch mal gar nicht reden.

Aktuelle Delegiertenverteilung: Obama 1411, Clinton 1324.

So, ich lege mich nebenbei ins Bett, lasse aber alles an. Wenn was passiert, bin ich wieder da.

[06h07] Obamas letzte Hoffnung sind Houston und Dallas, die großen Städte, die immer noch nicht ausgezählt sind, teilweise erst bei 14%. Das kann noch dauern. Momentan sind fast 60% ausgezählt, Clinton kann den Vorsprung etwas ausbauen, knapp 60.000 Stimmen.

[06h00] Larry King ist auch aufgewacht. Die nächsten Vorwahlen der Demokraten sind übrigens am Samstag in Mississippi und am Dienstag in Wyoming. Der nächste wichtige Schritt kommt dann erst am Dienstag, 22. April, in Pennsylvania, wo 188 Delegierte vergeben werden.

[05h55] So, und damit sind eigentlich alle wichtigen Punkte abgehandelt. Nur noch die Frage, wie die Primary und Caucus in Texas ausgeht? Und das könnte noch etwas länger dauern.

[05h39] “City of Binding Lights” von U2 – Barack Obama kommt in San Antonio auf die Bühne. “Es ist ein enges Rennen in Texas.” Zunächst eine Gratulierung an Hillary Clinton, dann Dank an die Wähler in Vermont. “Wir haben die gleichen Vorsprung an Delegierten wie zu Beginn. Wir setzen unsere Kampagne fort.”Yes we can.” Obama sagt, dass die Bewegung nach Wandel noch nicht am Ende sei. Vor vielen Wochen wurden sie abgeschrieben, jetzt lasse man sich auch nicht unterkriegen. Scharfe direkte Angriffe gegen John McCain folgen, der, so Obama, lediglich die Politik von George W. Bush fortsetzen werde. Ansonsten nicht wirklich Neues, was ich noch nicht gehört habe. Wie gesagt, es ist das Momentum, das Barack Obama ganz allmählich abhanden gekommen ist.

[05h33] Zahlen für Ohio: 70% ausgezählt, Clinton führt 56 zu 42%. Nach vorläufigen Berechnungen bekommt Clinton 35 Delegierte, Obama 19.

Zahlen für Rhode Island: 97% ausgezählt, 58 zu 41 % für Clinton. Hillary bekommt 5 Delegierte, Obama einen.

Zahlen für Texas: Knapp 50% ausgezählt, 50 zu 48% für Clinton, knapp 28.000 Stimmen

[05h29] Die nächsten Wochen könnten eine ganz schmutzige Angelegenheit werden. Das war eben mehr als eine Comeback-Ankündigung von Hillary Clinton. Und ihr dürfte auch aufgefallen sein, dass es mit direkten Angriffen und mit teilweise fiesen Attacken gelingt Obama Stimmen abzunehmen. Der Senator aus Illinois wird sich in den nächsten Minuten in Texas äußern. Interessant wird zu sehen sein, wie Obama reagiert. Denn das Momentum, das Obama in den vergangenen Wochen so für sich beansprucht hat, ist jetzt wieder zu Hillary Clinton gewandert.

[05h24] MSNBC blickt genauer auf die Vorwahlen in Ohio. Die Wähler der Demokraten sind gespalten.

Mittlerweile nichts Neues in Ohio. Zwei Drittel sind augezählt, Clinton führt 57% zu 41%, Obama liegt auch in Texas hinten, 1%, und knapp 22.000 Stimmen.

[05h16] “The Rising” von Bruce Springsteen bereitet Hillary Clinton den Weg unter donnerndem Applaus ans Redepult. “Danke Ohio.Wir haben nicht aufgegeben, dieser Sieg ist für euch. Wie Ohio abstimmt, so stimmt die Nation ab. Meine Kampagne kommt wieder. Ohio hat es laut und deutlich gesagt. Wir sind wieder da. Wir gehen unseren Weg.” Ohio wisse, wie man einen Präsidenten auswähle. Hillary strahlt über beide Backen, eine innere Befreiung. “Wir brauchen einen Kandidaten, der Ohio gewinnen kann” [...und das bin ich - Anmerkung des Bloggers]. Ohio habe ein neues Kapitel in der Geschichte dieser Wahlkampfkampagne geschrieben. Und der Telefonanruf darf natürlich auch nicht fehlen.

[05h01] In Columbus verteiben sich die Hillary-Anhänger die Zeit in die Kamera von CNN zu jubeln, jedes Mal, wenn sie sich auf der großen Leinwand sehen. In Texas 33% ausgezählt, Clinton führt 50 zu 48%.

[04h55] CNN: Hillary Clinton gewinnt Ohio !!! Trotz der zahlreichen Auszählungen rund um Cleveland geht Ohio wohl an Hillary Clinton. Das ist dann der erste Big Point für Clinton in dieser Nacht und ein ganz wichtiger Sieg. Damit dürfte klar sein, dass Hillary Clinton unabhängig vom Ausgang der Vorwahlen in Texas weiter im Rennen bleibt. Und da freut sich dann besonders John McCain. Momentan sind 55% ausgezählt, Clinton führt 58 zu 40%.

[04h47] Hillary Clinton liegt in Texas jetzt vorne mit 1000 Stimmen, 24% sind ausgezählt. Die ehemalige First Lady tritt nun auch gleich vor ihre Anhänger.

[04h43] Das mit der Rede von Hillary Clinton scheint sich noch etwas zu verzögern. Sky News hat bisher wieder ins Studio geschaltet und bringt nochmal eine Zusammenfassung des Abends und der Nacht. Mache ich das auch mal.

  • John McCain hat die Vorwahlen der Republikaner in Vermont, Rhode Island, Texas und Ohio gewonnen und hat die magische Grenze von 1.191 Delegierten überschritten und ist damit offiziell Kandidat der Republikaner
  • McCain hat in einer Rede seine Nominierung bestätigt. Er wird morgen ins Weiße Haus zu George We. Bush fahren. Zuvor hatte Mike Huckabee seinen Rückzug vom Nominierungsmarathon angekündigt.
  • Barack Obama hat die Vorwahlen in Vermont gewonnen, Hillary Clinton hat Rhode Island gewonnen.
  • Ohio und Texas sind weiterhin too close to call. In Texas liegen beide Kandidaten gleich auch, in Ohio liegt Clinton leicht vorne. Aber in beiden Staaten ist noch alles offen.
  • In Ohio sind vor allem die Gebiete mit Afro-Amerikanischer Bevölkerung und die Stadt Cleveland noch nicht ausgezählt, in Texas fehlen ebenfalls noch einige Städte. Clinton schneidet vor hier vor allem in ländlichen Gebieten gut ab, Obama in den Städten.

[04h30] 19% in Texas ausgezählt, beide gleichauf bei 49%, Unterschied von knapp 7000 Stimmen.

[04h27] CNN spielt mal wieder mit der Grafik, zeigen dass der Sieg von Clinton in Ohio noch nicht in trockenen Tüchern ist. Cleveland und andere Städte haben noch nicht komplett ausgezählt. Zudem sind die Gebiete, in den African-Americans leben, noch nicht ausgezählt.

[04h24] Sky News ist schon live in Columbus/Ohio für die Rede von Hillary Clinton, CNN noch in der Werbung.

[04h18] CNN präsentiert neue Daten, wonach in Texas und Ohio die unentschlossenen Wähler der letzten Tage klar in Richtung Hillary Clinton tendierten, teilweise mehr als 60%. Für Texas bei weißen Wählern 55% Clinton, 44% Obama, African-Americans 89% für Obama, 11% für Clinton. In Ohio etwas bessere Werte für Hillary Clinton bei weißen Wählern.

[04h12] So, die Caucuses sind jetzt auch in Gang gekommen in Texas, wenn auch sehr schleppend. Dass die Leute da überhaupt noch Bock zu haben. Und wieviele schauen eigentlich zeitgleich das Spiel der San Antonio Spurs ? 53:42 gegen New Jersey Mitte des 3. Viertels. Die Halle müsste doch leer sein.

[04h08] Texas und Ohio können ganz zähe Angelegenheiten werden, zumindest Texas. In Ohio sieht es immer mehr nach Hillary Clinton aus.

Texas: Obama 50%, Clinton 48% (12% ausgezählt)
Ohio: Clinton 57%, Obama 41% (31% ausgezählt)

In Ohio kann Obama etwas zulegen, aber in Texas wird das Rennen immer enger. Momentan ist es in absoluten Stimmen gemessen ein Unterschied von knapp 27000 Stimmen.

[04h03] San Antonio ist die einzige Metropolregion in Texas, die wohl nicht von Barack Obama gewonnen wird. Die genaue Übersicht bietet CNN.

[03h58] John McCain hat wie der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gesprochen. “We don’t hide from history, we make history.” Wow.

[03h54] Hillary Clinton holt etwas auf in Texas. 7% sind ausgezählt, Obama führt nur noch 51 zu 48%. Wie gesagt, dabei handelt es sich nur um die Primary, nicht um die Ergebnisse des Caucus. Deutliche Vorsprünge für die ehemalige First Lady weiterhin in Ohio und Rhode Island.

[03h48] John McCain kommt unter “Eye of the tiger” auf die Bühne in Dallas. “Ich werde der Kandidat der Republikaner sein”. Er bedankt sich bei allen Wählern und Untersützern, die die Wahlkampagne unterstützt haben. Er bedankt sich bei allen ehemaligen Gegnern und dankt besonders Mike Huckabee. Und nennt dann eine ganze Liste von Personen, den er danken will. Nun beginne der wichtigste Abschnitt der Wahlkampagne. “Ich verstehe die Verantwortung dieser Nominierung und werde euch alle nicht enttäuschen”.

[03h42] Nach Informationen von CNN wird John McCain in Kürze vor seine Anhänger treten. Bei den Republikanern ist die Luft eigentlich raus. McCain führt in allen Staaten mehr als deutlich. Ich werde die ergebnisse bei Auszählung der Hälfte der stimmen noch mal erwähnen. Bleiben wir bei den Demokraten. Viele Bezirke in Texas und Ohio sind noch nicht ausgezählt, der Bereich, in dem die Lations wohnen, hat noch keine Ergebnisse gemeldet, ebenso die Metropolregionen Dallas und Austin.

[03h37] Damit bleiben jetzt noch zwei Fragen zu beantworten. Wer gewinnt Ohio, und wer gewinnt Texas? Noch ist gar nichts entschieden. Die Bezirke in Ohio, in denen Obama mit mehr Stimmen rechnen kann, sind noch nicht komplett ausgezählt. Alles noch völlig offen.

[03h34] Mal wieder ein Schwung aktuelle Ergbnisse der Demokraten

Texas: Obama 53%, Clinton 46% (3% ausgezählt)
Ohio: Clinton 59%, Obama 39% (9% ausgezählt)
Vermont: Obama 59%, Clinton 39% (50% ausgezählt)
Rhode Island: Clinton 53%, Obama 46% (13% ausgezählt)

[03h26] Fox und CNN bestätigen entsprechende Meldungen. Damit geht Rhode Island an Hillary Clinton, was aber aufgrund der Umfragen erwartet wurde. Bis jetzt sind dort 13% ausgezählt, Clinton führt 53% zu 46%, entspricht in etwa 1200 Stimmen.

[03h24] MSNBC: Hillary Clinton gewinnt Rhode Island. Finde ich jetzt etwas voreilig, denn das sieht mehr als knapp aus. Bis jetzt haben das die Kollegen unique.

[03h19] Mike Huckabee tritt vor die Presse und seine Anhänger in Irving, Texas. Mike Huckabee wird das Nominerungsrennen verlassen. Er habe mit McCain vor wenigen Augenblicken telefoniert. Huckabee wird McCain mit allen Kräften unterstützen. Man brauche eine geschlossene republikanische Partei. Er habe vielen Leuten zu danken, ganz besonders seiner Ehefrau, die direkt neben ihm steht. Wir müssen das Rennen als Erste beenden. Ich verliere lieber eine Wahl als meine Prinzipien, die mich auf die politische Bühne gebracht haben.

[03h17] Fox: Rhode Island bei den Demokraten “too close to call”. 3% ausgezählt, Clinton liegt bei 51%, Obama bei 48%.

[03h14] Mike Huckabee wird in Kürze ein Statement abgeben. Keine Ahnung, ob er sich schon jetzt zurückzieht. Wahrscheinlich nimmt er nur Stellung zu den Ergebnissen.

[03h05] Korrespondentin von CNN hat erfahren, dass Mike Huckabee spätestens am Donnerstag seinen Rückzug bekanntgibt.

[03h03] Texas war schon immer ein enger Staat. 2% mittlerweile ausgezählt, 54% zu 45% für Obama.

[03h01] CNN: John McCain gewinnt Texas und Rhode Island und ist somit offiziell Kandidat der Republikaner für das Präsidentenamt.

Die Grenze von 1191 Delegierte ist überschritten. 1195 Delegierte fallen nach aktuellen Prognosen auf John McCain. Was für ein politisches Comeback.

[02h59] Es gibt Unregelmäßigkeiten in Ohio mit Stimmzetteln, wird berichtet. Zudem hat Obama per Gerichtsbeschluss im Rücken durchgesetzt, dass bis 03h00 deutscher Zeit die Wahllokale geöffnet sind aufgrund des schlechten Wetters. So, jetzt schließen die Wahllokale in Texas und Rhode Island. Zeit für die nächsten Prognosen.

[02h57] Überblick über die aktuellen Zahlen bei den Republilanern

Texas: McCain 56%, Huckabee 32%, Paul 5% (1% ausgezählt)
Ohio: McCain 68%, Huckabee 23%, Paul 4% (weniger als 1% ausgezählt)
Vermont: McCain 72%, Huckabee 15%, Paul 6% (37% ausgezählt)

[02h52] Überblick über die aktuellen Zahlen für die Demokraten

Texas: Obama 56%, Clinton 43% (1% ausgezählt)
Ohio: Clinton 60%, Obama 38% (weniger als 1% ausgezählt)
Vermont: Obama 59%, Clinton 39% (38% ausgezählt)

[02h37] CNN und Fox berichten, dass Präsident George Bush morgen John McCain zum Kandidaten der Republikaner ernennen wird. Ofiziell ist diese Meldung aber nicht bestätigt.

[02h34] Alle aktuellen Zahlen werden im CNN Election Center minütlich aktualisiert.

[02h31] CNN mit Schalten zu den Caucuses der Demokraten nach Texas, großer Andrang. Wie gesagt, die Caucuses finden erst statt, wenn die Primaries beendet sind. 2/3 der Delegierten werden via der Primary, 1/3 via der Caucus ermittelt.

[02h29] Ach, CNN ist trotz der ein oder anderen Werbeunterbrechung schon ein toller Sender. Da steht eine sehr attraktive Moderatorin mit der ersten Gesprächsrunde, im Hintergrund sieht man die anderen Gesprächsrunde sitzen und Kaffee trinken. Dann kommt wieder Wolf Blitzer mit aktuellen Zahlen und wenn es ganz toll kommt, dann kommt noch John King und pinselt auf den zahlreichen interaktiven Karten und Grafiken rum. So stelle ich mir politischen Journalismus vor.

[02h22] Fox News berichtet, dass Mike Huckabee sich noch heute Nacht deutscher Zeit äußern wird. Bei Fox wird darüber spekuliert, ob er aus dem Rennen um die Nominierung aussteigt. CNN eben mit einer Schalte nach Columbus/Ohio zum Clinton Headquarter. Sie sei zuverlässig, dass man Ohio gewinnen würde.

[02h10] Erste Zahlen aus Texas, weniger als 1% ausgezählt. Obama 58%, Clinton 41%, John McCain 53%, Mike Huckabee 35%

[02h07] MSNBC berichtet, dass John McCain morgen seine Nominerung als Kandidat für die Republikaner verkünden will.

[02h04] Und da ist auch endlich Campbell Brown. Hach

[02h01] CNN zeigt gerade sehr ausführlich an einer Grafik, dass auch wenn Hillary Clinton heute die restlichen drei Vorwahlen gewinnt, sie nicht vor Barack Obama liegen wird, weil die Stimmen proportional verteilt werden. Interessant auch: Sollte Hillary Clinton alle noch ausstehende Vorwahlen gewinnen, würde sie nicht die eigentlich notwendigen 2.025 Delgiertenstimmen bekommen.

[01h55] Erste Zahlen für Ohio, Clinton 60%, Obama 38%, aber erst wenige Prozent der Stimmen ausgzählt. Es ist weiter too close to call. Bei den Republikanern McCain bei 63% deutlich vor Huckabee und Paul.

[01h52] Nächster Schritt ist dann gegen 2h00 eine erste Prognose für Texas, wobei einige Wahllokale noch nicht geschlossen haben.

[01h48] Erste Ergebnisse der Exit Polls für Texas. 64% der Latinos für Hillary Clinton, 35% für Barack Obama. Wahnsinn, hat jemand signifikante Beweise für die Theorie, dass Republikaner in Texas aufgefordert wurden Hillary Clinton zu wählen, damit das Rennen weiter offen bleibt, Obama und Clinton sich weiter zerfleischen, und McCain sonnt?

[01h44] Hochrechnungen für Vermont: Obama 57%, Clinton 41%, bei den Republikanern McCain 75%, Huckabee 13% und Ron Paul 4%.

[01h42] Erste Ergebnisse der Exit Polls. College Abschluss für Obama, kein College-Abschluss für Clinton. Obama gewinnt bei Anhängern von Gewerkschaftern, Clinton bei finanziell besorgten Menschen. Aber alles nur hauchzarte Vorsprünge, deshalb weiter kein Ergebnis.

[01h38] Sehe ich das richtig, dass einzig und allein SPIEGEL Online und das ZDF die Meldung mit Vermont schon verarbeitet hat? Bei N-TV läuft die Doku “Deluxe – alles was Spaß macht”.

[01h34] MSNBC und Fox News bestätigen die ersten Meldungen von CNN. McCain bekommt somit die 85 Delegierten, steht mit Vermont jetzt bei 1.095 Delegierten. Fehlen also noch 96 bis zur magischen Grenze.

[01h30] CNN: John McCain gewinnt Ohio, das Rennen bei den Demokraten ist too close to call, es ist ein “competitive race”.

[01h28] Wieviele Menschen sitzen da bei CNN eigentlich rum? Ich verliere da langsam den Überblick. Und ich vermisse die bezaubernde Campbell Brown, aber das nur am Rande. So gleich erste Prognosen aus Ohio.

[01h25] In Ohio wird im Bezirk Sandusky die Öffnung der Wahllokale verlängert, bis 03h00 deutscher Zeit aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse, 83% der schwarzen Bevölkerung wählten Obama in Vermont.

[01h23] Der Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama hat in den letzten Tagen an Schärfe gewonnen. Da ging es um nächtliche Anrufe bei Krisen in der Welt etc. etc. Der Wahlkampf war noch nie so hart geführt worden. Was Clinton an Offensive in den TV-Duellen vermissen ließ, zeigte sie dann in den Reden vor ihren Anhängern. Ob diese Stategie aufgeht, wird spannend zu sehen sein. Denn so könnte man das Momentum wieder auf seine Seite ziehen. Aber wie gesagt, mal schauen. Ehemann Bill hat gesagt, dass, wenn sie nicht Ohio und Texas gewinne, müssen sie aus dem Rennen aussteigen. Hillary drehte die Medaille um. Wenn Obama nicht Texas und Ohio gewinnt, dann verliere er seine Position als front runner.

[01h17] John McCain bekommt also alle 17 Delegiertenstimmen von Vermont. Bei den Demokraten wird das proportional entsprechend dem Stimmenanteil vergeben. 15 Delegierte sind zu verteilen. Die proportionale Verteilung gibt es übrigens auch in Ohio und Texas.

[01h15] Was mich schon wieder an den politschen Journalisten hier wie jenseits des Teiches ein bisschen stört. Was passiert wenn, kann Hillary noch, was macht Obama, wenn? Soviele Fragen, die ehe nicht beantwortet werden können. Vielleicht warten wir erstmal die Ergebnisse der Nacht ab.

[01h08] Also die erwarteten Ergebnisse in Vermont. Interessant ist dann noch vor allem, wieviele Delegierte Obama auf sich vereinen kann. Die nächsten Prognosen folgen dann in einer halben Stunde. Um 01h30 deutscher Zeit schließen die Wahllokale in Ohio, um 03h00 deutscher Zeit in Rhode Island, in Texas schließen die Wahllokale um 02h00, in den Bezirken zum Grenzgebiet nach Mexiko gegen 03h00 deutscher Zeit.

62% der weißen Wähler stimmten für Obama. Mehrheiten für Obama auch bei Männern und Frauen. Auch bei den 65+ fast 20% Vorsprung für Barack Obama.

[01h04] MSNBC und CNN berichten: Obama und John McCain gewinnen in Vermont

[01h02] Entscheidene Staaten sind also Texas und Ohio. Ich frage mich immer noch, wer das Wahlsystem in Texas erfunden hat. Der hatte wohl auch mal einen Augenblick, wo er nichts zu tun hat. Also: 228 Delegierte werden in Texas vergeben. 126 Delegierte werden in einer Primary vergeben, verteilt auf die 31 Distrikte im Bundesstaat. Jeder Distrikt vergibt am 4. März zwischen zwei und acht Delegierte. Wie viele, hängt nicht etwa von der Größe des Bezirks ab oder von der Zahl der Einwohner – sondern von der Wahlbeteiligung bei den letzten landesweiten Wahlen. Nach der Primary werden dann noch einmal 67 Delegierte in Caucuses gewählt. Und die restlichen Delegierte sind dann 35 Superdelegates. Wichtig sind dann wohl die Ergebnisse und dass da einer den Überblick behält.

[00h56] So, dann wollen wir uns mal ins Lager der Demokraten begeben. Die Ausgangslage ist klar: Hillary Clinton braucht Siege und vor allem mehr Delegierte als Barack Obama. Blicken wir zunächst auf die letzten Umfrageergebnisse.

Texas: Clinton 47,4% ; Obama 45,7%
Ohio: Clinton 50,1% ; Obama 43%
Rhode Island: Clinton 48%, Obama 38,3%
Vermont: Obama 57%, Clinton 33%

Deutliche Siege gibt es wohl für Obama in Vermont und Clinton in Rhode Island. Knapper Vorsprung für Clinton in Texas und Ohio. Aber wie zuverlässig die Umfragen bisher waren, wissen wir, dass es nicht mehr als ein Stimmungsbericht ist.

[00h46] Phoenix beginnt mit der Übertragung, die bis 07h30 dauern wird. Was genau geplant ist, kann man hier nachlesen. Phoenix übernimmt ab 01h00 wieder das Signal des Fernsehsenders MSNBC, das Programm wird von Dokumentationen und Gesprächen mit den Studiogästen unterbrochen. Hier werden meine GEZ-Gebühren sinnvoll genutzt.

[00h43] Ein paar aktuelle Meldungen

  • In Ohio wird heute nach einem neuen Wahlsystem gewählt. Mehr dazu hier
  • Letzte Befragungen in Ohio sehen das Thema Wirtschaft als wichtigstes Thema, hohe Wahlbeteiligung unter independent Voters
  • Ohio wird gerade von einem Sturmtief mit gefrierendem Regen heimgesucht. Der Verkehr in Cleveland ist weitgehend zum Erliegen gekommen.
  • Die Wahllokale in Ohio schließen gegen 1h30 deutscher Zeit.

[00h36] Im Situation Room trudeln so langsam erste Befragungen ein, die man am Wahltag gemacht hat. Die sind nicht repräsentativ, geben aber einen ersten Anhaltspunkt. Mehr aber auch nicht. In Ohio stimmen 56%, die keinen College-Abschluss haben, für Hillary Clinton, 42% für Obama. Wähler, die einen College-Abschluss haben, stimmen zu 56% für Obama und 42% für Clinton. In Texas sehen 55% zu 39% der Wähler Hillary Clinton als die Präsidentin mit der größeren Erfahrung. Allerdings sagen auch 52% zu 36%, dass Clinton einen unfairen Wahlkampf führt.

Ansonsten gibt es ein paar Gespräche, ein paar Interviewpartner. Man untersucht die Rolle der Superdelegierten (sollen sie nach ihrer Meinung abstimmen oder die Meinung der Bevölkerung in ihrem Bundesstaat abstimmen?) und klären die Frage, ob Hillary Clinton, falls sie sich im Lager der Demokraten durchsetzt, überhaupt eine Chance gegen John McCain hat.

[00h26] Ziemlich viel Werbung für das best political television.

[00h19] Hey, John Kerry im Interview mit Wolf Blitzer. Nimmt Stellung zu den Vorwürfen der Clinton-Administration, wonach Obama im Hintergrund anders agiert als auf den Wahlkampfveranstaltungen. Kerry weißt die Vorwürfe zurück. “Obama is on the winning street. It’s all about the delegates.”

[00h15] Nochmal kurz zum TV-Fahrplan. Bis 01h00 läuft jetzt noch der Situation Room, dann geht es ab 02h00 deutscher Zeit mit dem Election Center weiter. Phoenix geht ab 00h45 auf Sendung.

[00h14] Fangen wir mal bei den Republikanern an. Das ist ja ganz einfach darzustellen. Es ist schon längst kein Zweikampf mehr zwischen John McCain und Mike Huckabee. Nur noch 172 Delegiertenstimmen benötigt McCain für die Nominierung, heute werden bei den Republikanern 265 Delegierte vergeben. Es könnte also auch offiziell im Lager der Republikaner heute zu Ende sein mit dem Nominerungsmarathon.

Letzte Umfragen sehen McCain in Ohio und Texas deutlich vorne. In Texas führt McCain 53,8% zu 34,4% und in Ohio 55% zu 28,8%. In Vermont führt er teilweise mit bis zu 30 Prozentpunkten. In Rhode Island ist der Vorsprung etwas geringer, wobei Rhode Island auch wirklich nur am Rande eine Bedeutung dastellt.

[00h05] Willkommen im Situation Room mit dem best political team.

[00h03] So, ich habe mich für eine lange Nacht halbwegs eingerichtet. Es ist die letzte Chance für Hillary Clinton. Siege in Texas und Ohio müssen her. Zudem wird auch in Rhode Island und Vermont abgestimmt. Sowohl Republikaner als auch Demokraten halten in diesen Staaten ihre Vorwahlen ab. Mal sehen, was die Nacht so bringt. In der nächsten Stunde letzte Infos zu Umfragen und ein paar allgemeine Infos.

Zitat des Tages: Sonntag, 24. Februar 2008 – Obama soll sich schämen

“Schäm Dich, Obama. Es wird Zeit, dass Du einen Wahlkampf führst, der im Einklang mit Deinen öffentlichen Verlautbarungen steht. Das erwarte ich von Dir. Triff mich in Ohio, lass uns über Deine Taktiken und Dein Verhalten in dieser Kampagne debattieren.”
Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio

Hillary Clinton greift zu ihrem letzten Strohhalm in Vorwahlkampf. Die Möglichkeit über die TV-Debatte sich zu profilieren, schlug fehl, im Wahlkampf mit Argumenten ihre Wählerschichten wieder zurückzugewinnen auch, jetzt kommt dann eben der direkte Angriff auf den Gegenkandidaten. Und sie setzt Obama vor der TV-Debatte damit gehörig unter Druck. Doch falls Obama auch diese Attacke abwenden sollte, dürfte damit das Reportuire damit aber auch aufgebraucht sein.

Warum es bei den Vorwürfen genau geht, fasst CNN nochmal auch mit Videobeiträgen zusammen.

Ein ruhiger Obama, eine ruhige Hillary Clinton

Ich bin am frühen Abend dazu gekommen die Freitagnacht stattfindende Debatte der Demokraten in Austin/Texas mir anzuschauen. Vorne weg: Ich fand die Veranstaltung mehr als lasch, wirklich Neues haben wir nicht erfahren – und auf mich wirkte Hillary Clinton mehr als chanenlos Obama in die Defensive zu drängen. Besonders beim Vorwurf des Kopierens von Reden durch Barack Obama gab es sogar viele Buh-Rufe für Hillary Clinton. Am besten hat mir noch die Moderatorin Campbell Brown gefallen, aber nicht nur wegen des sehr guten Aussehens.

Die Debatte fand in der University of Texas statt. Zu Beginn wurden beide Kandidaten auf die Bühne gerufen und vom Publikum frenetisch gefeiert. Es gab ein Gruppenbild mit dem Präsidenten der Universität. Die Debatte war im Vorfeld mit großer Spannung erwarten worden. Texas wird wohl mutmaßlich ein entscheidener Staat sein im Prozess der Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten, zudem richteten sich alle Augen auf Hillary Clinton, die über diese Debatte nach 10 Vorwahl-Niederlagen wieder Fuß fassen wollte. Es war vielleicht ihre letzte Chance.

Neben den vielen nationalen Themen, wie Irak-Krieg, Gesundheitsvorsorge und Wirtschaft, gab es zahlreiche lokalspezifische Themen, wie Grenzkontrollen, Einwanderung und auch das Zusammenleben und Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Ein Sender für die Hispanics hat die Debatte in Spanisch übertragen.

Beide begannen mit einem Eröffnungsstatement – und da wurde mir schon irgendwie klar, dass Hillary Clinton eher die ruhigere, besonnerer Schiene fährt an diesem Abend. Sie bringt viele persönliche Erfahrungen mit ein, will menschlich wirken, irgendwie so ein bisschen wie Obama. Der Senator aus Illinois beginnt die Debatte mit Erfahrungen aus dem Wahlkampf, erzählt drei Fallbeispiele und münzt das dann in eine Unterstreichung seiner Programmatik um. Was mich völlig verwundert hat, war, dass als erstes Thema die Beziehungen der USA zu Kuba thematisiert wurden. Vielleicht hängt das wohl mit der aktuellen Situation und mit dem Abtreten von Fidel Castro zusammen. Beide wollen in der post Fidel Castro – Ära Kuba verändern und zum eigenen Vorteil nutzen.

Dann kommt ein ganzer Berg an Themen, wie Immigration, wie Schulbildung und auch der ganze Wirtschaftskomple, wo kaum Unterschiede zwischen den Kandidaten deutlich werden. Die Angriffe beider gehen mehr in die Richtung der Regierung von Präsident Bush. Als Obama zum Beispiel die Unterschiede seiner Wirtschaftspolitik gegenüber der von Hillary Clinton erklären sollte, tat er sich schwer und wich, für die meisten aber eher unbemerkt, etwas aus. Gleiches galt dann aber auch für Hillary Clinton beim Thema Einwanderung. Dass es so viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Kandidaten gebe, wurde dann als Stärke der demokratischen Partei angesehen.

Obama, der einen feinen Anzug mit einer rot/lila Krawatte trug, spricht fast während der ganzen Debatte sehr langsam und ruhig, überlegt manchmal auch kurz wie er seine Sätze stellt, verwendtet dabei stets viele Elemente von Körpersprache, benutzt seine Hände zum Verstärken seiner Meinung, sucht stets Blickkontakt mit dem Publikum und den Moderatoren. Ganz ähnlich geht Hillary Clinton vor, vielleicht noch einen Tick agressiver und entschlossener in der Stimme, aber wirklich nur eine Nuance. Das Wort, das man übrigens am meisten hört, ist “agree”. Es war mehr eine Kuschel- und Wohlfühlveranstaltung der Demokraten. Eine aggressive, offensive, vielleicht auch leicht zickige Hillary Clinton hätte nur die ganze Atmosphäre versaut.

Bis auf einen Moment in der Debatte, als über den Vorwurf des Plagiatismus von Barack Obama gesprochen wurde. Er wieß die Vorwürfe zurück, bezeichnete die Diskussion darüber als “silly season”. Das sei nicht das, was das amerikanische Volk wolle. Probleme müssten gelöst werden. Obama bekam für dieses Statement sehr viel Applaus. Das konnte Hillary Clinton natürlich nicht auf sich sitzen lassen und konterte: “If your candidacy is going to be about words, then they should be your own words. ”

Blöd nur für Hillary Clinton, dass diese Story sich entwickelt hat. Quasi ein klassisches politisches Eigentor, wenn es sich bestätigen sollte. Und so war im Prinzip auch der Abend. Ein friedliches Remis – mehr auch nicht. Aber Hillary Clinton brauchte einen überzeugenden Sieg. Der ist ihr nicht gelungen – und sollten sich Berichte von heute bestätigen, verliert sie es wahrscheinlich auch noch in der Nachspielzeit.

Die nächste Debatte der beiden ist dann in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ab 00.45 Uhr deutscher Zeit live bei Phoenix. Der Sender übernimmt dabei das Signal von MSNBC und sendet auch in Zweikanalton. Man muss sich also nicht unbedingt die Übersetzung antun. Tolle Sache, dass Phoenix das macht.

Und irgendwie glaube ich auch, dass Bill Clinton’s Anwesenheit in diesem Wahlkampf Hillary Clinton mehr geschadet als genützt hat.