Tag-Archiv für » John McCain «

Es kommt Energie in die Auseinandersetzung zwischen Obama und McCain

Montag, 4. August 2008 17:25

Wenn es noch etwas Schönes an Politik gibt, dann ist es ihre Unvorhersehbarkeit. Hatte man zum Beispiel vor einem halben Jahr noch die Themen Irak-Krieg, Gesundheitsversorgung und Steuererleichterungen auf der Agenda im US-Wahlkampf, ist es jetzt vor allem die Energie- und Ölpolitik der USA. Auch die einzig verbliebende Weltmacht muss sich ernsthaft Gedanken darüber machen, wie man weiterhin die Nachfrage nach Öl im ganzen Land bedient, es aber gleichzeitig schafft die Preise möglichst niedrig zu halten, damit auch Geringverdiener und ärmere Bevölkerungsschichten weiterhin eine warme Stube haben.

Auch wenn es vor allem externe Effekte sind, die die Vereinigten Staaten jetzt ergreifen, müssen Barack Obama und John McCain Antworten, Konzepte und Lösungsvorschläge finden und dem Wahlvolk präsentieren. Das schnellebige Geschäft des US-Wahlkampfs muss sich dieser Tage zu Ruhe setzen, denn das Thema ist komplex und lässt sich nicht in ein paar Pressestatements packen. Und deshalb touren John McCain und Barack Obama quer durch die USA um die Wähler von ihrer Energiepolitik zu überzeugen. War es zu Beginn vor allem der Republikaner, der Obama auf diesem Themenfeld scharf attackierte, ist es jetzt vor allem Barack Obama, der sich versucht zu wehren. Und Obama hat es auch ein bisschen nötiger, rückte er vor ein paar Tagen doch von seiner strikten Position ab, dass es vor der US-Küste in Naturschutzgebieten keine Bohrungen nach Öl geben dürfe. McCain habe diese strikte Haltung Obamas stets kritisiert. Punktsieg für den Senator aus Arizona. In ersten Umfragen liegt John McCain jetzt auch landesweit hauchzart vor Barack Obama.

Der Senator aus Illinois hat heute einen neuen Werbespot geschaltet und beschuldigt darin, dass John McCain “in the pocket of big oil” sei. Eine kleine, aber durchaus neue Strategie. John McCain wird direkt neben George W. Bush gezeigt verbunden mit dem Fakt, dass McCain rund zwei Millionen Dollar Wahlkampfspenden aus der Ölindustrie bekommen hat und gleichzeitig 4 Millionen Dollar Steuererleichterungen für den Unternehmenszweig plant – trotz großer Gewinne der Konzerne. Folglich heißt es dann auch: “Every time you fill your tank, the oil companies fill their pockets. Now big oil’s filling John McCain‘s campaign with $2 million dollars in contributions.” Was Obama verschweigt, ist, dass auch er Wahlkampfspenden der Ölindustrie bekommen hat – allerdings deutlich weniger als McCain. Genannt werden knapp 400.000 Dollar. Obama wird einen Energierabatt in Höhe von 1.000 Dollar für Amerikaner anbieten, die aufgrund der hohen Energiekosten in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Zudem sollen die USA in 10 Jahren unabhängig von Öl aus dem Nahen Osten sein. Wie das genau geschehen soll, lässt Obama noch völlig offen.

Der Wahlkampf wird wieder hektischer und energiegeladen. Und es sind noch drei Monate bis zu den Wahlen im November. Zeit für ganz viele Werbespots und gegenseitige Vorwürfe.

Mit dem Thema Energiepolitik beschäftigt sich auch Peter A.Brown im Blog des Wall Street Journals.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Die Obama-Blase verliert langsam an Luft

Mittwoch, 30. Juli 2008 16:00

96 Tage sind es noch bis zum ersten Dienstag im November 2008. Am 04.11. stimmt Amerika über einen neuen Präsidenten ab, der dann 77 Tage später offiziell als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wird. Mehr als drei Monate – das ist eine lange Zeit in einem Wahlkampf. Für den designierten Bewerber der US-Demokraten, Barack Obama, könnte diese Zeit zu lange sein. Tolle Bilder, jubelnde Menschenmassen und bewegende Reden hielt Barack Obama auf seiner Welttournee, die Medien haben rund um die Uhr berichtet, den Senator aus Illinois auf Schritt und Tritt verfolgt. Doch in den USA konnte sich der durchaus positive Grundtenor der Auslandsreise nicht positiv in den Umfragen für Obama niederschlagen. Die Obama-Blase sei noch nicht geplatzt, aber sie verliere langsam an Luft, formulierte Peter Brown vom Umfrageinstitut der Quinnipiac University.

Landesweit und auch in den wichtigen, bevölkerungsreichen Staaten führt Obama weiterhin vor John McCain, der Vorsprung ist aber weiter geschmilzt. Für Barack Obama ist dies keine leichte Situation. Den Vorsprung versuchen ins Ziel nach Washington zu retten dürfte nicht gelingen und zweitens auch das Bild eines möglichen Präsidenten Obama beschädigen. Jemanden, der nur reagiert statt aktiv Politik zu gestalten, wollen die Wähler ihr Vertrauen nicht schenken. Obama muss also seine Linie des Abwartens und Sonnens nach der Auslandsreise möglichst schnell ablegen, also wieder aktiv Themen auf die Agenda setzen, eigene Vorschläge und Lösungsansätze präsentieren und nicht nur auf die Anschuldigungen und Statements seines Gegenkandidaten reagieren. Denn eines ist auch klar: Die US-Bevölkerung kennt den Politiker und Menschen John McCain. CNN hat durch eine Umfrage herausgefunden, dass nahezu doppelt so viele Menschen ihre Aufmerksamkeit auf die Frage richten, wie ein Präsident Obama wohl handeln würde. Das Wall-Street Journal hat zusammen mit NBC ermittelt, dass 51% auf die Kampagne von Barack Obama schauen, nur 27% interessieren sich für den Wahlkampf von John McCain. Jetzt sind es nicht mehr die Medien, die Barack Obama auf Schritt und Tritt verfolgen. Jetzt sind es die weißen Wähler aus Pennsylvania, die Antworten auf hohe Preise haben wollen, jetzt sind es die Fabrikarbeiter aus Ohio, die unter Arbeitslosigkeit leiden, jetzt sind es die Latinos aus Texas, die Antworten zur Einwanderungspolitik wollen. Barack Obama ist neu auf der politischen Bühne Amerikas. Bill Scheider, Politikanalyst bei CNN hat es vergangene Nacht im Situation Room wunderbar auf den Punkt gebracht: Die Abstimmung am 04. November 2008 sei keine Abrechnung mit der Politik von George W. Bush, es werde ein Referendum sein über den Politiker Barack Obama.

Wie gesagt, landesweit und in den wichtigsten Staaten führt Obama weiterhin in den Umfragen. Aber Barack Obama zeigen sich Problemfelder auf, denen er begegnen muss. Eine kleine Übersicht:

  • Umfragewerte: Die Washington Post veröffentlichte vorgestern Zahlen, wonach Obamas Vorsprung in Michigan, Wisconsin und Minnesota weiter geschrumpft sei, in Ohio liege erstmals John McCain in den Umfragen vor Obama. In Virginia und Colorado beträgt der Vorsprung weniger als 2%. Landesweit brträgt der Vorsprung ungefähr fünf Prozentpunkte mit der Tendenz, dass John McCain aufholt. Das Meinungsforschungsinstitut Gallup hatte vor kurzem neue Zahlen präsentiert. Obama liegt bei 47%, John McCain bei 41%. Knapp 100 Tage vor der Präsidentenwahl gewann jeder Kandidat, der zu dieser Zeit in den Umfragen von Gallup vorne lag, auch die Abstimmung.
  • Die Zustimmung von Frauen: Letzte Zahlen des Senders Fox News zeigen, dass Barack Obama die weibliche Bevölkerungsschicht noch nicht so für seine Politik gewinnen kann, wie man sich das vielleicht im Lager der Demokraten gewünscht hat. Ein möglicher Hillary-Effekt blieb bisher aus. Zwar führt Barack Obama bei den unter 40-jährigen Frauen mit 13% Vorsprung, bei den Frauen im Alter von 41 bis 45 führt John McCain mit 4%, bei den über 50-jährigen führt der Senator aus Arizona mit drei Prozentpunkten. Dass ein demokratischer Kandidat gegenüber seinem republikanischen Gegenspieler bei den Frauen über 40 hinten liegt, gab es zuletzt vor 20 Jahren. Ältere Frauen können sich scheinbar nicht für Barack Obama erwärmen. Aber genau diese Wählerschicht ist hart umkämpft. Wenn Obama Präsident werden will, muss er hier noch Boden gut machen. Denn das Problem ist hier nicht John McCain’s große Popularität, nein, es ist schlicht die Person Barack Obama.
  • Obamas Suche nach einem geeigneten Vizepräsidenten: Michael Duffy vom Time Magazin fasst die Problematik für Barack Obama ganz gut zusammen. Nimmt er nun einen erfahrenen Politiker aus der Washington-Szene? Oder einen Newcomer, ja Seiteneinsteiger? Vielleicht sogar eine Frau? Von seine beiden Wunschkandidaten, dem Republikaner Chuck Hagel und dem Senator aus Rhode Island, Jack Reed, musste er sich schon mal trennen. Beide zeigten kein Interesse an dem Job und wollten ihre Senatorentätigkeit nicht aufgeben.
  • Der Fallensteller John McCain: Die Strategie des Republikaners dürfte für die nächsten Monate klar sein. Obama soll Antworten geben, soll getestet werden, mit John McCain aktiv über die Probleme der Amerikaner diskutieren. McCain will Obama aus der Defensive locken, die dieser ja auch verlassen muss. Nur darf Obama dabei zwei Fehler nicht machen. Er darf erstens nicht mit voller Wucht auf McCain lostreten, sondern seine Gegenvorschläge und Kozepte sachlich rüberbringen. Denn die “Schlammschlacht” über negative Erfahrung, fehlendes außenpolitisches Wissen, wird definitiv von McCain losgehen. Diese Ebene muss Obama aber meiden. Und zweitens darf er aber auch nicht zu sehr nur auf die Sätze von John McCain reagieren. Eigeninitiative ist gefragt. Obama muss es vermeiden in die Fallen von John McCain zu treten. Letzes Beispiel: John McCain hat für knapp drei Millionen Dollar einen neuen Werbespot geschaltet über die Energiepolitik von Barack Obama und macht ihn da für die hohen Preise verantwortlich. Obamas Team konterte schnell: Es sei falsch, Obama für hohe Gaspreise zu kritisieren. Das sei Politik von gestern. Gleiches gilt für die Werbspots über Obamas mangelnde außenpolitische Fähigkeit und die Liebe der Medien zu Obama (Spots sind auf der offiziellen Homepage von John McCain anzuschauen).

Keine einfachen Zeiten für Barack Obama. Präsident ist der schwarze Senator aus Illinois noch lange nicht.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (1) | Autor: medispolis

US Wahl 2008: Die Vorwahlen in Texas und Ohio

Mittwoch, 5. März 2008 0:01

[08h55] So, ein paar Stunden Schlaf seien gegönnt. Die letzten zwei Stunden waren ein echter Thriller auf CNN. Plötzlich sah es so aus, als würde Obama in Texas wieder näher an Hillary Clinton rankommen, die Auswirkungen der guten Ergebnisse in den Städten machten sich bemerbar.

Am Ende gewann Hillary Clinton auch Texas. Momentan sind 90% ausgezählt, Clinton liegt 51 zu 47% vorne, in absoluten Zahlen sind es ungefähr knapp 100.000 Stimmen. Wie sich das genau auf die Delegiertenstimmen auswirkt, ist noch unklar. Bei der Caucus in Texas sind gerade erstmal ein Drittel ausgezählt, hier liegt Obama 10 Prozentpunkte vorne.

Hillary Clinton hat vor allem ihre Stammwähler an sich gebunden. Jetzt geht der Kampf bei den Demokraten weiter. Hillary Clinton geht nach den Siegen in Texas, Ohio und Rhode Island mit ganz viel Rückenwind in die nächsten Aufgaben, Obama konnte nur in Vermont siegen. Das Momentum liegt wieder klar bei Hillary Clinton.

Bei den Republikanern ist alles entschieden. John McCain gewann alle vier Vorwahlen des Abends, hat jetzt genug Delegiertenstimmen für die Nominierung. Seine Kontrahenten sind aus dem Rennen ausgestiegen, heute soll John McCain George W. Bush besuchen. Tätigkeiten, von denen die Demokraten noch mehrere Schritte entfernt sind. In den nächsten Tagen wird es durch die Vorwahlen in Mississippi und Wyoming keine Entscheidung geben, auch eine Entscheidung in Pennsylvania scheint fraglich. Obama hat immer noch einen Vorsprung in den Delegiertenstimmen, hat in Texas eventuell sogar mehr Delegierte gewonnen. Den Demokraten steht ein langer Frühling bevor.

[06h11] CNN wieder mit Spielereien. Und Obama holt wieder auf. 64% ausgezählt, nur noch 55.000 Stimmen Rückstand. Und über das Ergebnis der Caucus wollen wir noch mal gar nicht reden.

Aktuelle Delegiertenverteilung: Obama 1411, Clinton 1324.

So, ich lege mich nebenbei ins Bett, lasse aber alles an. Wenn was passiert, bin ich wieder da.

[06h07] Obamas letzte Hoffnung sind Houston und Dallas, die großen Städte, die immer noch nicht ausgezählt sind, teilweise erst bei 14%. Das kann noch dauern. Momentan sind fast 60% ausgezählt, Clinton kann den Vorsprung etwas ausbauen, knapp 60.000 Stimmen.

[06h00] Larry King ist auch aufgewacht. Die nächsten Vorwahlen der Demokraten sind übrigens am Samstag in Mississippi und am Dienstag in Wyoming. Der nächste wichtige Schritt kommt dann erst am Dienstag, 22. April, in Pennsylvania, wo 188 Delegierte vergeben werden.

[05h55] So, und damit sind eigentlich alle wichtigen Punkte abgehandelt. Nur noch die Frage, wie die Primary und Caucus in Texas ausgeht? Und das könnte noch etwas länger dauern.

[05h39] “City of Binding Lights” von U2 – Barack Obama kommt in San Antonio auf die Bühne. “Es ist ein enges Rennen in Texas.” Zunächst eine Gratulierung an Hillary Clinton, dann Dank an die Wähler in Vermont. “Wir haben die gleichen Vorsprung an Delegierten wie zu Beginn. Wir setzen unsere Kampagne fort.”Yes we can.” Obama sagt, dass die Bewegung nach Wandel noch nicht am Ende sei. Vor vielen Wochen wurden sie abgeschrieben, jetzt lasse man sich auch nicht unterkriegen. Scharfe direkte Angriffe gegen John McCain folgen, der, so Obama, lediglich die Politik von George W. Bush fortsetzen werde. Ansonsten nicht wirklich Neues, was ich noch nicht gehört habe. Wie gesagt, es ist das Momentum, das Barack Obama ganz allmählich abhanden gekommen ist.

[05h33] Zahlen für Ohio: 70% ausgezählt, Clinton führt 56 zu 42%. Nach vorläufigen Berechnungen bekommt Clinton 35 Delegierte, Obama 19.

Zahlen für Rhode Island: 97% ausgezählt, 58 zu 41 % für Clinton. Hillary bekommt 5 Delegierte, Obama einen.

Zahlen für Texas: Knapp 50% ausgezählt, 50 zu 48% für Clinton, knapp 28.000 Stimmen

[05h29] Die nächsten Wochen könnten eine ganz schmutzige Angelegenheit werden. Das war eben mehr als eine Comeback-Ankündigung von Hillary Clinton. Und ihr dürfte auch aufgefallen sein, dass es mit direkten Angriffen und mit teilweise fiesen Attacken gelingt Obama Stimmen abzunehmen. Der Senator aus Illinois wird sich in den nächsten Minuten in Texas äußern. Interessant wird zu sehen sein, wie Obama reagiert. Denn das Momentum, das Obama in den vergangenen Wochen so für sich beansprucht hat, ist jetzt wieder zu Hillary Clinton gewandert.

[05h24] MSNBC blickt genauer auf die Vorwahlen in Ohio. Die Wähler der Demokraten sind gespalten.

Mittlerweile nichts Neues in Ohio. Zwei Drittel sind augezählt, Clinton führt 57% zu 41%, Obama liegt auch in Texas hinten, 1%, und knapp 22.000 Stimmen.

[05h16] “The Rising” von Bruce Springsteen bereitet Hillary Clinton den Weg unter donnerndem Applaus ans Redepult. “Danke Ohio.Wir haben nicht aufgegeben, dieser Sieg ist für euch. Wie Ohio abstimmt, so stimmt die Nation ab. Meine Kampagne kommt wieder. Ohio hat es laut und deutlich gesagt. Wir sind wieder da. Wir gehen unseren Weg.” Ohio wisse, wie man einen Präsidenten auswähle. Hillary strahlt über beide Backen, eine innere Befreiung. “Wir brauchen einen Kandidaten, der Ohio gewinnen kann” [...und das bin ich - Anmerkung des Bloggers]. Ohio habe ein neues Kapitel in der Geschichte dieser Wahlkampfkampagne geschrieben. Und der Telefonanruf darf natürlich auch nicht fehlen.

[05h01] In Columbus verteiben sich die Hillary-Anhänger die Zeit in die Kamera von CNN zu jubeln, jedes Mal, wenn sie sich auf der großen Leinwand sehen. In Texas 33% ausgezählt, Clinton führt 50 zu 48%.

[04h55] CNN: Hillary Clinton gewinnt Ohio !!! Trotz der zahlreichen Auszählungen rund um Cleveland geht Ohio wohl an Hillary Clinton. Das ist dann der erste Big Point für Clinton in dieser Nacht und ein ganz wichtiger Sieg. Damit dürfte klar sein, dass Hillary Clinton unabhängig vom Ausgang der Vorwahlen in Texas weiter im Rennen bleibt. Und da freut sich dann besonders John McCain. Momentan sind 55% ausgezählt, Clinton führt 58 zu 40%.

[04h47] Hillary Clinton liegt in Texas jetzt vorne mit 1000 Stimmen, 24% sind ausgezählt. Die ehemalige First Lady tritt nun auch gleich vor ihre Anhänger.

[04h43] Das mit der Rede von Hillary Clinton scheint sich noch etwas zu verzögern. Sky News hat bisher wieder ins Studio geschaltet und bringt nochmal eine Zusammenfassung des Abends und der Nacht. Mache ich das auch mal.

  • John McCain hat die Vorwahlen der Republikaner in Vermont, Rhode Island, Texas und Ohio gewonnen und hat die magische Grenze von 1.191 Delegierten überschritten und ist damit offiziell Kandidat der Republikaner
  • McCain hat in einer Rede seine Nominierung bestätigt. Er wird morgen ins Weiße Haus zu George We. Bush fahren. Zuvor hatte Mike Huckabee seinen Rückzug vom Nominierungsmarathon angekündigt.
  • Barack Obama hat die Vorwahlen in Vermont gewonnen, Hillary Clinton hat Rhode Island gewonnen.
  • Ohio und Texas sind weiterhin too close to call. In Texas liegen beide Kandidaten gleich auch, in Ohio liegt Clinton leicht vorne. Aber in beiden Staaten ist noch alles offen.
  • In Ohio sind vor allem die Gebiete mit Afro-Amerikanischer Bevölkerung und die Stadt Cleveland noch nicht ausgezählt, in Texas fehlen ebenfalls noch einige Städte. Clinton schneidet vor hier vor allem in ländlichen Gebieten gut ab, Obama in den Städten.

[04h30] 19% in Texas ausgezählt, beide gleichauf bei 49%, Unterschied von knapp 7000 Stimmen.

[04h27] CNN spielt mal wieder mit der Grafik, zeigen dass der Sieg von Clinton in Ohio noch nicht in trockenen Tüchern ist. Cleveland und andere Städte haben noch nicht komplett ausgezählt. Zudem sind die Gebiete, in den African-Americans leben, noch nicht ausgezählt.

[04h24] Sky News ist schon live in Columbus/Ohio für die Rede von Hillary Clinton, CNN noch in der Werbung.

[04h18] CNN präsentiert neue Daten, wonach in Texas und Ohio die unentschlossenen Wähler der letzten Tage klar in Richtung Hillary Clinton tendierten, teilweise mehr als 60%. Für Texas bei weißen Wählern 55% Clinton, 44% Obama, African-Americans 89% für Obama, 11% für Clinton. In Ohio etwas bessere Werte für Hillary Clinton bei weißen Wählern.

[04h12] So, die Caucuses sind jetzt auch in Gang gekommen in Texas, wenn auch sehr schleppend. Dass die Leute da überhaupt noch Bock zu haben. Und wieviele schauen eigentlich zeitgleich das Spiel der San Antonio Spurs ? 53:42 gegen New Jersey Mitte des 3. Viertels. Die Halle müsste doch leer sein.

[04h08] Texas und Ohio können ganz zähe Angelegenheiten werden, zumindest Texas. In Ohio sieht es immer mehr nach Hillary Clinton aus.

Texas: Obama 50%, Clinton 48% (12% ausgezählt)
Ohio: Clinton 57%, Obama 41% (31% ausgezählt)

In Ohio kann Obama etwas zulegen, aber in Texas wird das Rennen immer enger. Momentan ist es in absoluten Stimmen gemessen ein Unterschied von knapp 27000 Stimmen.

[04h03] San Antonio ist die einzige Metropolregion in Texas, die wohl nicht von Barack Obama gewonnen wird. Die genaue Übersicht bietet CNN.

[03h58] John McCain hat wie der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gesprochen. “We don’t hide from history, we make history.” Wow.

[03h54] Hillary Clinton holt etwas auf in Texas. 7% sind ausgezählt, Obama führt nur noch 51 zu 48%. Wie gesagt, dabei handelt es sich nur um die Primary, nicht um die Ergebnisse des Caucus. Deutliche Vorsprünge für die ehemalige First Lady weiterhin in Ohio und Rhode Island.

[03h48] John McCain kommt unter “Eye of the tiger” auf die Bühne in Dallas. “Ich werde der Kandidat der Republikaner sein”. Er bedankt sich bei allen Wählern und Untersützern, die die Wahlkampagne unterstützt haben. Er bedankt sich bei allen ehemaligen Gegnern und dankt besonders Mike Huckabee. Und nennt dann eine ganze Liste von Personen, den er danken will. Nun beginne der wichtigste Abschnitt der Wahlkampagne. “Ich verstehe die Verantwortung dieser Nominierung und werde euch alle nicht enttäuschen”.

[03h42] Nach Informationen von CNN wird John McCain in Kürze vor seine Anhänger treten. Bei den Republikanern ist die Luft eigentlich raus. McCain führt in allen Staaten mehr als deutlich. Ich werde die ergebnisse bei Auszählung der Hälfte der stimmen noch mal erwähnen. Bleiben wir bei den Demokraten. Viele Bezirke in Texas und Ohio sind noch nicht ausgezählt, der Bereich, in dem die Lations wohnen, hat noch keine Ergebnisse gemeldet, ebenso die Metropolregionen Dallas und Austin.

[03h37] Damit bleiben jetzt noch zwei Fragen zu beantworten. Wer gewinnt Ohio, und wer gewinnt Texas? Noch ist gar nichts entschieden. Die Bezirke in Ohio, in denen Obama mit mehr Stimmen rechnen kann, sind noch nicht komplett ausgezählt. Alles noch völlig offen.

[03h34] Mal wieder ein Schwung aktuelle Ergbnisse der Demokraten

Texas: Obama 53%, Clinton 46% (3% ausgezählt)
Ohio: Clinton 59%, Obama 39% (9% ausgezählt)
Vermont: Obama 59%, Clinton 39% (50% ausgezählt)
Rhode Island: Clinton 53%, Obama 46% (13% ausgezählt)

[03h26] Fox und CNN bestätigen entsprechende Meldungen. Damit geht Rhode Island an Hillary Clinton, was aber aufgrund der Umfragen erwartet wurde. Bis jetzt sind dort 13% ausgezählt, Clinton führt 53% zu 46%, entspricht in etwa 1200 Stimmen.

[03h24] MSNBC: Hillary Clinton gewinnt Rhode Island. Finde ich jetzt etwas voreilig, denn das sieht mehr als knapp aus. Bis jetzt haben das die Kollegen unique.

[03h19] Mike Huckabee tritt vor die Presse und seine Anhänger in Irving, Texas. Mike Huckabee wird das Nominerungsrennen verlassen. Er habe mit McCain vor wenigen Augenblicken telefoniert. Huckabee wird McCain mit allen Kräften unterstützen. Man brauche eine geschlossene republikanische Partei. Er habe vielen Leuten zu danken, ganz besonders seiner Ehefrau, die direkt neben ihm steht. Wir müssen das Rennen als Erste beenden. Ich verliere lieber eine Wahl als meine Prinzipien, die mich auf die politische Bühne gebracht haben.

[03h17] Fox: Rhode Island bei den Demokraten “too close to call”. 3% ausgezählt, Clinton liegt bei 51%, Obama bei 48%.

[03h14] Mike Huckabee wird in Kürze ein Statement abgeben. Keine Ahnung, ob er sich schon jetzt zurückzieht. Wahrscheinlich nimmt er nur Stellung zu den Ergebnissen.

[03h05] Korrespondentin von CNN hat erfahren, dass Mike Huckabee spätestens am Donnerstag seinen Rückzug bekanntgibt.

[03h03] Texas war schon immer ein enger Staat. 2% mittlerweile ausgezählt, 54% zu 45% für Obama.

[03h01] CNN: John McCain gewinnt Texas und Rhode Island und ist somit offiziell Kandidat der Republikaner für das Präsidentenamt.

Die Grenze von 1191 Delegierte ist überschritten. 1195 Delegierte fallen nach aktuellen Prognosen auf John McCain. Was für ein politisches Comeback.

[02h59] Es gibt Unregelmäßigkeiten in Ohio mit Stimmzetteln, wird berichtet. Zudem hat Obama per Gerichtsbeschluss im Rücken durchgesetzt, dass bis 03h00 deutscher Zeit die Wahllokale geöffnet sind aufgrund des schlechten Wetters. So, jetzt schließen die Wahllokale in Texas und Rhode Island. Zeit für die nächsten Prognosen.

[02h57] Überblick über die aktuellen Zahlen bei den Republilanern

Texas: McCain 56%, Huckabee 32%, Paul 5% (1% ausgezählt)
Ohio: McCain 68%, Huckabee 23%, Paul 4% (weniger als 1% ausgezählt)
Vermont: McCain 72%, Huckabee 15%, Paul 6% (37% ausgezählt)

[02h52] Überblick über die aktuellen Zahlen für die Demokraten

Texas: Obama 56%, Clinton 43% (1% ausgezählt)
Ohio: Clinton 60%, Obama 38% (weniger als 1% ausgezählt)
Vermont: Obama 59%, Clinton 39% (38% ausgezählt)

[02h37] CNN und Fox berichten, dass Präsident George Bush morgen John McCain zum Kandidaten der Republikaner ernennen wird. Ofiziell ist diese Meldung aber nicht bestätigt.

[02h34] Alle aktuellen Zahlen werden im CNN Election Center minütlich aktualisiert.

[02h31] CNN mit Schalten zu den Caucuses der Demokraten nach Texas, großer Andrang. Wie gesagt, die Caucuses finden erst statt, wenn die Primaries beendet sind. 2/3 der Delegierten werden via der Primary, 1/3 via der Caucus ermittelt.

[02h29] Ach, CNN ist trotz der ein oder anderen Werbeunterbrechung schon ein toller Sender. Da steht eine sehr attraktive Moderatorin mit der ersten Gesprächsrunde, im Hintergrund sieht man die anderen Gesprächsrunde sitzen und Kaffee trinken. Dann kommt wieder Wolf Blitzer mit aktuellen Zahlen und wenn es ganz toll kommt, dann kommt noch John King und pinselt auf den zahlreichen interaktiven Karten und Grafiken rum. So stelle ich mir politischen Journalismus vor.

[02h22] Fox News berichtet, dass Mike Huckabee sich noch heute Nacht deutscher Zeit äußern wird. Bei Fox wird darüber spekuliert, ob er aus dem Rennen um die Nominierung aussteigt. CNN eben mit einer Schalte nach Columbus/Ohio zum Clinton Headquarter. Sie sei zuverlässig, dass man Ohio gewinnen würde.

[02h10] Erste Zahlen aus Texas, weniger als 1% ausgezählt. Obama 58%, Clinton 41%, John McCain 53%, Mike Huckabee 35%

[02h07] MSNBC berichtet, dass John McCain morgen seine Nominerung als Kandidat für die Republikaner verkünden will.

[02h04] Und da ist auch endlich Campbell Brown. Hach

[02h01] CNN zeigt gerade sehr ausführlich an einer Grafik, dass auch wenn Hillary Clinton heute die restlichen drei Vorwahlen gewinnt, sie nicht vor Barack Obama liegen wird, weil die Stimmen proportional verteilt werden. Interessant auch: Sollte Hillary Clinton alle noch ausstehende Vorwahlen gewinnen, würde sie nicht die eigentlich notwendigen 2.025 Delgiertenstimmen bekommen.

[01h55] Erste Zahlen für Ohio, Clinton 60%, Obama 38%, aber erst wenige Prozent der Stimmen ausgzählt. Es ist weiter too close to call. Bei den Republikanern McCain bei 63% deutlich vor Huckabee und Paul.

[01h52] Nächster Schritt ist dann gegen 2h00 eine erste Prognose für Texas, wobei einige Wahllokale noch nicht geschlossen haben.

[01h48] Erste Ergebnisse der Exit Polls für Texas. 64% der Latinos für Hillary Clinton, 35% für Barack Obama. Wahnsinn, hat jemand signifikante Beweise für die Theorie, dass Republikaner in Texas aufgefordert wurden Hillary Clinton zu wählen, damit das Rennen weiter offen bleibt, Obama und Clinton sich weiter zerfleischen, und McCain sonnt?

[01h44] Hochrechnungen für Vermont: Obama 57%, Clinton 41%, bei den Republikanern McCain 75%, Huckabee 13% und Ron Paul 4%.

[01h42] Erste Ergebnisse der Exit Polls. College Abschluss für Obama, kein College-Abschluss für Clinton. Obama gewinnt bei Anhängern von Gewerkschaftern, Clinton bei finanziell besorgten Menschen. Aber alles nur hauchzarte Vorsprünge, deshalb weiter kein Ergebnis.

[01h38] Sehe ich das richtig, dass einzig und allein SPIEGEL Online und das ZDF die Meldung mit Vermont schon verarbeitet hat? Bei N-TV läuft die Doku “Deluxe – alles was Spaß macht”.

[01h34] MSNBC und Fox News bestätigen die ersten Meldungen von CNN. McCain bekommt somit die 85 Delegierten, steht mit Vermont jetzt bei 1.095 Delegierten. Fehlen also noch 96 bis zur magischen Grenze.

[01h30] CNN: John McCain gewinnt Ohio, das Rennen bei den Demokraten ist too close to call, es ist ein “competitive race”.

[01h28] Wieviele Menschen sitzen da bei CNN eigentlich rum? Ich verliere da langsam den Überblick. Und ich vermisse die bezaubernde Campbell Brown, aber das nur am Rande. So gleich erste Prognosen aus Ohio.

[01h25] In Ohio wird im Bezirk Sandusky die Öffnung der Wahllokale verlängert, bis 03h00 deutscher Zeit aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse, 83% der schwarzen Bevölkerung wählten Obama in Vermont.

[01h23] Der Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama hat in den letzten Tagen an Schärfe gewonnen. Da ging es um nächtliche Anrufe bei Krisen in der Welt etc. etc. Der Wahlkampf war noch nie so hart geführt worden. Was Clinton an Offensive in den TV-Duellen vermissen ließ, zeigte sie dann in den Reden vor ihren Anhängern. Ob diese Stategie aufgeht, wird spannend zu sehen sein. Denn so könnte man das Momentum wieder auf seine Seite ziehen. Aber wie gesagt, mal schauen. Ehemann Bill hat gesagt, dass, wenn sie nicht Ohio und Texas gewinne, müssen sie aus dem Rennen aussteigen. Hillary drehte die Medaille um. Wenn Obama nicht Texas und Ohio gewinnt, dann verliere er seine Position als front runner.

[01h17] John McCain bekommt also alle 17 Delegiertenstimmen von Vermont. Bei den Demokraten wird das proportional entsprechend dem Stimmenanteil vergeben. 15 Delegierte sind zu verteilen. Die proportionale Verteilung gibt es übrigens auch in Ohio und Texas.

[01h15] Was mich schon wieder an den politschen Journalisten hier wie jenseits des Teiches ein bisschen stört. Was passiert wenn, kann Hillary noch, was macht Obama, wenn? Soviele Fragen, die ehe nicht beantwortet werden können. Vielleicht warten wir erstmal die Ergebnisse der Nacht ab.

[01h08] Also die erwarteten Ergebnisse in Vermont. Interessant ist dann noch vor allem, wieviele Delegierte Obama auf sich vereinen kann. Die nächsten Prognosen folgen dann in einer halben Stunde. Um 01h30 deutscher Zeit schließen die Wahllokale in Ohio, um 03h00 deutscher Zeit in Rhode Island, in Texas schließen die Wahllokale um 02h00, in den Bezirken zum Grenzgebiet nach Mexiko gegen 03h00 deutscher Zeit.

62% der weißen Wähler stimmten für Obama. Mehrheiten für Obama auch bei Männern und Frauen. Auch bei den 65+ fast 20% Vorsprung für Barack Obama.

[01h04] MSNBC und CNN berichten: Obama und John McCain gewinnen in Vermont

[01h02] Entscheidene Staaten sind also Texas und Ohio. Ich frage mich immer noch, wer das Wahlsystem in Texas erfunden hat. Der hatte wohl auch mal einen Augenblick, wo er nichts zu tun hat. Also: 228 Delegierte werden in Texas vergeben. 126 Delegierte werden in einer Primary vergeben, verteilt auf die 31 Distrikte im Bundesstaat. Jeder Distrikt vergibt am 4. März zwischen zwei und acht Delegierte. Wie viele, hängt nicht etwa von der Größe des Bezirks ab oder von der Zahl der Einwohner – sondern von der Wahlbeteiligung bei den letzten landesweiten Wahlen. Nach der Primary werden dann noch einmal 67 Delegierte in Caucuses gewählt. Und die restlichen Delegierte sind dann 35 Superdelegates. Wichtig sind dann wohl die Ergebnisse und dass da einer den Überblick behält.

[00h56] So, dann wollen wir uns mal ins Lager der Demokraten begeben. Die Ausgangslage ist klar: Hillary Clinton braucht Siege und vor allem mehr Delegierte als Barack Obama. Blicken wir zunächst auf die letzten Umfrageergebnisse.

Texas: Clinton 47,4% ; Obama 45,7%
Ohio: Clinton 50,1% ; Obama 43%
Rhode Island: Clinton 48%, Obama 38,3%
Vermont: Obama 57%, Clinton 33%

Deutliche Siege gibt es wohl für Obama in Vermont und Clinton in Rhode Island. Knapper Vorsprung für Clinton in Texas und Ohio. Aber wie zuverlässig die Umfragen bisher waren, wissen wir, dass es nicht mehr als ein Stimmungsbericht ist.

[00h46] Phoenix beginnt mit der Übertragung, die bis 07h30 dauern wird. Was genau geplant ist, kann man hier nachlesen. Phoenix übernimmt ab 01h00 wieder das Signal des Fernsehsenders MSNBC, das Programm wird von Dokumentationen und Gesprächen mit den Studiogästen unterbrochen. Hier werden meine GEZ-Gebühren sinnvoll genutzt.

[00h43] Ein paar aktuelle Meldungen

  • In Ohio wird heute nach einem neuen Wahlsystem gewählt. Mehr dazu hier
  • Letzte Befragungen in Ohio sehen das Thema Wirtschaft als wichtigstes Thema, hohe Wahlbeteiligung unter independent Voters
  • Ohio wird gerade von einem Sturmtief mit gefrierendem Regen heimgesucht. Der Verkehr in Cleveland ist weitgehend zum Erliegen gekommen.
  • Die Wahllokale in Ohio schließen gegen 1h30 deutscher Zeit.

[00h36] Im Situation Room trudeln so langsam erste Befragungen ein, die man am Wahltag gemacht hat. Die sind nicht repräsentativ, geben aber einen ersten Anhaltspunkt. Mehr aber auch nicht. In Ohio stimmen 56%, die keinen College-Abschluss haben, für Hillary Clinton, 42% für Obama. Wähler, die einen College-Abschluss haben, stimmen zu 56% für Obama und 42% für Clinton. In Texas sehen 55% zu 39% der Wähler Hillary Clinton als die Präsidentin mit der größeren Erfahrung. Allerdings sagen auch 52% zu 36%, dass Clinton einen unfairen Wahlkampf führt.

Ansonsten gibt es ein paar Gespräche, ein paar Interviewpartner. Man untersucht die Rolle der Superdelegierten (sollen sie nach ihrer Meinung abstimmen oder die Meinung der Bevölkerung in ihrem Bundesstaat abstimmen?) und klären die Frage, ob Hillary Clinton, falls sie sich im Lager der Demokraten durchsetzt, überhaupt eine Chance gegen John McCain hat.

[00h26] Ziemlich viel Werbung für das best political television.

[00h19] Hey, John Kerry im Interview mit Wolf Blitzer. Nimmt Stellung zu den Vorwürfen der Clinton-Administration, wonach Obama im Hintergrund anders agiert als auf den Wahlkampfveranstaltungen. Kerry weißt die Vorwürfe zurück. “Obama is on the winning street. It’s all about the delegates.”

[00h15] Nochmal kurz zum TV-Fahrplan. Bis 01h00 läuft jetzt noch der Situation Room, dann geht es ab 02h00 deutscher Zeit mit dem Election Center weiter. Phoenix geht ab 00h45 auf Sendung.

[00h14] Fangen wir mal bei den Republikanern an. Das ist ja ganz einfach darzustellen. Es ist schon längst kein Zweikampf mehr zwischen John McCain und Mike Huckabee. Nur noch 172 Delegiertenstimmen benötigt McCain für die Nominierung, heute werden bei den Republikanern 265 Delegierte vergeben. Es könnte also auch offiziell im Lager der Republikaner heute zu Ende sein mit dem Nominerungsmarathon.

Letzte Umfragen sehen McCain in Ohio und Texas deutlich vorne. In Texas führt McCain 53,8% zu 34,4% und in Ohio 55% zu 28,8%. In Vermont führt er teilweise mit bis zu 30 Prozentpunkten. In Rhode Island ist der Vorsprung etwas geringer, wobei Rhode Island auch wirklich nur am Rande eine Bedeutung dastellt.

[00h05] Willkommen im Situation Room mit dem best political team.

[00h03] So, ich habe mich für eine lange Nacht halbwegs eingerichtet. Es ist die letzte Chance für Hillary Clinton. Siege in Texas und Ohio müssen her. Zudem wird auch in Rhode Island und Vermont abgestimmt. Sowohl Republikaner als auch Demokraten halten in diesen Staaten ihre Vorwahlen ab. Mal sehen, was die Nacht so bringt. In der nächsten Stunde letzte Infos zu Umfragen und ein paar allgemeine Infos.

Thema: Live-Blog, US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Die Republikaner vor dem Super Tuesday: Ein Kandidat zu viel

Sonntag, 3. Februar 2008 17:54

Wir wollen den Eintrag mit einem Zitat beginnen, das sehr gut deutlich macht, wie die Gemütslage und Ausgangssituation bei den Republikanern ist. Im Mittelpunkt steht da nicht etwa der Favorit John McCain, sondern der ehemalige Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee. Im Vorfeld des Super Tuesdays wurde von vielen konservativen Mitgliedern der republikanischen Partei von der Wahl Huckabees abgehalten. Stimmen für Huckabee würden bedeuten, dass Mitt Romney und Huckabee sich die Stimmen im konservativen Lager gegenseitig wegenehmen und so John McCain begünstigen. Der ehemalige Baptistenprediger ließ sich das aber nicht gefallen und ging offensiv zu Tat. In einer Videobotschaft griff er seinen Konkurrenten Mitt Romney scharf an:

“Actually a vote for me is a vote for me. A vote for Mitt Romney may be a vote for Hillary Clinton, because the fact is I’ve got a far more conservative record than Mitt Romney ever dreamed of having.”

Was einerseits wundert, ist, dass jetzt vor allem so kurz vor dem Super Tueday wieder konservative Werthaltungen in der republikanischen Partei so an Bedeutung gewinnen, anderseits ist die gegenwärtige Stimmungslage ganz im Kontrast zu den harmonischen letzten Tagen bei den Demokraten. Und es ist vor allem auch eines: John McCain verhindern, der mit seiner Programmatik die konservativen Anhänger mehr als beruhigt. Nun treten beim Super Tuesday nicht die Republikaner gegen die Demokraten an, aber trotzdem zeigen die letzten Entwicklungen viel über parteiinterne Geschlossenheit und gegenseitige Unterstützung. Denn das Ziel parteigesamt ist nur eines: Den nächsten Präsidenten stellen.

Und wer sich da herauskristallisiert, werden wir wohl auch bei den Republikanern nach dem Super Tuesday wissen. Im Prinzip läuft es auch hier wie bei den Demokraten auf einen Zweikampf raus. Ich sehe keine Chance mehr für Mike Huckabee, ein alleiniger Sieg bei den Vorwahlen in Iowa reicht nicht als Legitimierung für den Präsidentschaftskandidaten aus. Und die Umfragen sprechen nicht für weitere viele Siege von Mike Huckabee, es läuft alles auf einen Zweikampf zwischen Mitt Romney und John McCain hinaus. Und “Internet-Kandidat” Ron Paul besticht mehr durch seinen Zeppelin als durch überragende Erfolge. Aber er hat eben viel viel Geld – im Gegensatz zu Huckabee, dem langsam die finanziellen Mittel ausgehen.

Die Republikaner halten am Dienstag Vorwahlen in folgenden Staaten ab: Alabama, Alaska, Arizona, Arkansas, Colorado, Connecticut, Delaware, Georgia, Illinois, Massachussetts, Minnesota Missouri, New Jersey, New York North Dakota, Oklahoma, Tennessee, Utah und West Virginia.

Und wenn man sich die Umfragen anschaut, dann läuft auch alles auf ein Rennen zwischen Romney und McCain raus. Dabei wird es vor allem interessant zu sehen sein, wie Romney den “Moment-Effekt”, den McCain klar auf seiner Seite hat, versucht aufzuholen. Mike Huckabeel liegt einzig allein in seinem Heimatstaat Arkansas vorne. Besonders auf Kalifornien und New York kommt es auch bei den Republikanern an, denn dort werden allein zusammen bei den Republikanern fast 300 Delegiertenstimmen vergeben. In Kalifornien führt letzten Umfragen zufolge McCain mit 4-6% vor Mitt Romney. In New York sieht der Vorsprung noch komfortabler aus.

Also, schauen wir mal, wer sich bei den Republikanern durchsetzen kann. Es wird sicherlich auch hier spannend. Morgen Abend gibt es dann hier noch eine Vorschau, wo ich noch mal auf letzte Umfragen, die Schlüsselstaaten und die TV-Übertragung schaue.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

40 Millionen Dollar für die Katz – Rudolph Giuliani geht in Florida unter

Mittwoch, 30. Januar 2008 8:12

Man möge sich es als neutraler Beobachter mal kurz folgende Fakten auf der Zunge zergehen lassen. Vor über sechs Jahren war er der Held des 11. September in New York, vor gut einem Jahr gab er seine Kandidatur für die Präsidentschaft bei den Republikanern bekannt, viel Geld, viel Ruhm, viel Popularität, ein Netzwerk von finanziellen und unternehmerischen Beziehungen. Das ist Rudolph Giuliani, der sich bei den Vorwahlen der Republikaner ganz auf Florida konzentrieren wollte, quasi so mit der Taktik: Ach, was interessiert mich die Bevölkerung in Zwergstaaten wie Iowa oder New Hampshire, in Florida leben viele Leute. Wenn ich hier die Vorwahlen gewinnen würde, dann bin ich der Favorit für den Super Tuesday.

Kam, sah, spendete 40 Millionen Dollar (mehr als alle anderen republikanischen Kandidaten zusammen) für seine Kampagne in Florida – und scheiterte grandios bei den Primaries gestern im Sonnenstaat der USA. Das Ergebnis sieht nach Auszählung wie folgt aus:

John McCain 36%, Mitt Romney 31%, Rudolph Giuliani 15%, Mike Huckabee 13%, Ron Paul 3%.

Zumindest eines steht dann doch fest nach Florida. Menschen lassen sich nicht instrumentalisieren, denn sonst hätte Giuliani mehr als nur die 15% erreicht. Beobachter in den USA rechnen damit, dass er heute noch seinen Rückzug aus den Vorwahlen ankündigt und seine Unterstützer bittet John McCain zu unterstützen. Das wiederum könnte der entscheidene Vorteil für den Vietnam-Veteran beim Super Tuesday sein. Denn momentan sehe ich keinen großen Unterschied zwischen McCain und Romney. Da ist alles offen, auch wenn das Momentum wohl eher in Richtung McCain ausschlägt, weil die Tendenz der letzten Wochen, unter anderem mit dem Sieg in South Carolina, klar für ihn spricht.

Das Ergebnis bei den Demokraten ist wieder mal zu vernachlässigen, ähnlich wie in Michigan zählen zwar die Stimmen, doch sendet Florida aber keine Delegierten zum Nominierungsparteitag. Blöd nur für Hillary Clinton, dass sie gerade in diesen beiden Staaten recht deutlich gegenüber Barack Obama punkten konnte. In Florida erhielt 50%, Obama 33%, John Edwards kam auf 14%. Nun will Hillary Clinton wohl juristisch dagegen vorgehen, dass die Delegiertenstimmen aus Michigan und Florida doch noch angerechnet werden. Da spürt wohl jemand den Wind eines Barack Obama im Nacken, obwohl Clinton für den Super Tuesday klar der Favorit ist. Und zur Not gibt es ja immer noch den Ehemann.

Mehr zum Super Tuesday, der am 05. Februar stattfindet, dann in zwei großen Vorschauserien am Wochenende.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

3 Vorwahlen, 3 Sieger, aber nur ein wirklicher Gewinner – Spannung steigt vor dem Super Tuesday

Sonntag, 20. Januar 2008 9:03

Dreimal Vorwahl gestern in den USA mit sehr unterschiedlichen Ausgängen. Bereits gestern am späten Abend kamen über die News-Ticker die ersten Prognosen, die durch die jetzt fast feststehenden Ergebnisse alle bestätigt wurden. Knapp zwei Wochen vor dem Super Tueday am 05. Februar 2008 steigt die Spannung immer mehr. Ausgang völlig offen, wobei es in beiden Lagern Favoriten gibt.

Schauen wir zunächst auf die Demokraten, die gestern den Caucus in Nevada abhielten. Den Jackpot in Las Vegas hat keiner geknackt. Hier die Ergebnisse:

Hillary Clinton 51%, Barack Obama 46%, John Edwards 4%.

Ganz optisch betrachtet kann Hillary Clinton also einen weiteren Erfolg verbuchen, wenn auch nur knapp. Insgesamt bekommt sie in Nevada aber einen Delegierten weniger als Barack Obama aufgrund der Proportionalität der Stimmen. John Edwards entfernt sich immer mehr aus dem Rennen um die Präsidentschaft. Spätestens jetzt ist es auch von den Zahlen ein Zweikampf. Insgesamt sieht die Delegiertenverteilung bei den Demokraten jetzt wie folgt aus. Hillary Clinton kommt auf 203 Delegierte, Barack Obama auf 148 und John Edwards auf 50. Insgesamt sind für die Nominierung 2.026 Nominierte notwendig. Zumindest zwischen Clinton und Obama ist noch alles offen im Rennen um die Präsidentschaft. Und wer weiß, wann Edwards aus dem Rennen aussteigt…

Weiter ins Lager der Republikaner, die gestern gleich zwei Vorwahlen abhielten. Und die beiden Favoriten setzten sich durch, wobei von einem Sieg ein deutliches Zeichen ausgeht. Schauen wir zunächst wieder nach Nevada zu den Caucus der Republikaner. Zu den Ergebnissen:

Mitt Romney 51%, Ron Paul 14%, John McCain 13%, Mike Huckabee 8%, Fred Thompson 8%, Rudolph Giuliani 4%, Duncan Hunter 2%

Duncan Hunter zog daraufhin seine Kandidatur zurück. Irgendwie haben die Republikaner sowieso viel zu viele Kandidaten, und erst langsam kristallisieren sich zwei Favoriten raus. Da hat man bei den Demokraten die deutlich bessere Übersicht. Aber ich gehe davon aus, dass nach dem Super Tuesday auch bei den Republikanern kräftig aussortiert wird. Mitt Romney kann also seinen dritten Sieg verbuchen, und das sehr überlegen vor dem “Internet-Kandidat” Ron Paul. Alles weitere ist nicht von Bedeutung. Und wie Rudolph Giuliani die Kurve bekommen will nach solch miserablen Zahlen, ist mir immer mehr ein Rätsel.

Nevada war so ein bisschen die Randerscheinung am diesem Samstag in den USA, fast alle Augen richteten sich auf die Primaries der Republikaner in South Carolina. Seit 1980 wurde der Sieger in South Carolina stets auch Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Auch wenn John McCain davon noch ein ganz großes Stück weg ist, so war sein Sieg am Samstag doch eine große Überraschung und eine klare Kampfansage an Giuliani und Romney, dass mit dem 71-jährigen zu rechnen ist. Das Ergebnis aus S.C.

John McCain 33%, Mike Huckabee 30%, Fred Thompson 16%, Mitt Romney 15%, Ron Paul 4%, Rudy Giuliani 2%

Auch wenn es nur ein knapper Sieg war und auch Mike Huckabee sich wieder ins Rampenlicht drängte, ist John McCain der große Gewinner des Abends. Für die Delegiertenstimmen haben die Ergebnisse aus Nevada und South Carolina folgende Auswirkungen. So ist der aktuelle Stand: Mitt Romney 59 Delegierte vor Mike Huckabee (38), dann John McCain mit 32. Alle weiteren können vernachlässigt werden. Für den Hinterkopf: Giuliani hat eine Delegiertenstimme schon sicher. Insgesamt sind 1.191 Delegiertenstimmen für die Kandidatur notwendig. Ich rechne Mike Huckabee dauerhaft keine großen Chancen ein, von daher wird es eine Frage der Zeit sein, bis John McCain ganz langsam zu Mitt Romney aufschließen wird. Aber – und das muss auch erwähnt werden, liegt der ehemalige Gouverneur klar vorne. Inwieweit Rudolph Giuliani mit seinem vollen Fokus auf Florida und den Super Tuesday – dort finden in 24 Staaten Vorwahlen statt – noch reinkommen kann, bleibt ebenfalls interessant abzuwarten.

Weiter im Wahlmarathon geht es am 26. Januar, wenn die Demokraten ihre Primaries in South Carolina abhalten. Ganz viel Spannung gibt es dann nochmal am 29. Januar, wenn beide Parteien in Florida ihre Primaries abhalten. Dann wird sich auch zeigen, ob Rudolph Giuliani sein Comeback feiern kann. Und dann setzen alle Kandidaten ihre volle Kraft auf den Super Tuesday.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Neue Vorwahl, neues Glück: Der Kampf der Republikaner um Stimmen in Michigan

Dienstag, 15. Januar 2008 8:41

Bevor wir uns ganz den Republikanern widmen, wollen wir zunächst ins Lager der Demokraten schauen. Dort gibt es theoretisch auch heute Vorwahlen in Michigan, aber die sind nicht von großer Bedeutung für die Demokraten. Die Partei hat dem US-Staat die Delegiertenstimmen für den Wahlparteitag Ende August entzogen, weil er sich nicht an die Regeln für die Terminansetzung der Vorwahl gehalten hat, also können wir diesen Abend aus Sicht der Demokraten vernachlässigen. Das Augenmerk bei den Demokraten richtet sich heute Abend auf eine Fernsehdebatte in Nevada, die von den Afro-Amerikanern veranstaltet wird. Am Freitag sind Primaries in Nevada, also können Edwards, Obama und Clinton heute Abend noch einmal die Gelegenheit nutzen für ihre Programmatik zu werben. Die letzten Tage im Lager der Demokraten verliefen turbulent, Clinton und Obama griffen sich verbal vermehrt an, machten sich gegenseitig schlecht und versuchten anderen die Programmatik schlecht zu reden. Erst gestern hat man dann den Schlussstrich gezogen. Nachdem Hillary Clinton am Wochenende die schwarze US-Bürgerrechtsbewegung herabgewürdigt hat, sagte sie am Montag in New York: “Jedes Mal, wenn Du Dich für Gerechtigkeit einsetzt, stehst Du für den Geist von Dr. King.” So was nennt man dann wohl Zurückrudern. Auch Barack Obama versuchte die Wogen zu glätten. Der Wahlkampf dürfe nicht zu einem „Wie-Du-mir-so-ich-Dir“ verkommen. Scheint alles wieder in Butter zu sein, wir sehen es dann spätestens am Freitag bei den Primaries in Nevada.

Kommen wir zu den Republikanern, die heute ihre Vorwahlen in Michiga abhalten. Wenn ich mir die aktuelle Situation bei den Republikanern so anschaue, weiß ich immer noch nicht, auf welchen Kandidaten man setzen könnte. Ist es John McCain, der nach seinem Triumph in New Hampshire in der Gunst wieder vorne liegt? Und was ist mit Mitt Romney oder gar Rudolph Giuliani? Der ehemalige Bürgermeister New Yorks, der seiner Ansicht der beste jemals war, verhält sich sehr sehr defensiv, setzt ganz auf Florida und der Super Tuesday. Ich habe Zweifel, ob diese Strategie aufgehen kann. Jedenfalls versucht er seine Programmatik etwas zu modifizieren. “Ich bin nicht gekommen, um Sie um Ihre Stimme zu bitten. Ich bitte sie um etwas sehr Besonderes und Wichtigeres, um Ihre Gebete”, sagte er gestern in Miami und ließ damit seine sonst so liberalen Positionen erstmal vergessen machen. Da Giuliani auch in Michigan nicht antritt bzw. keinen Wert auf Stimmen legt, entscheidet sich das ganze im Staat der Großen Seen ganz zwischen John McCain und Mitt Romney. Letzten Umfragen zu Folge liegt der Sieger von New Hampshire, McCain, leicht vorne vor Romney, Mike Huckabee hat nur Außenseiterchancen, entschieden ist aber auch nichts. Sollte McCain ein weiteres Mal gewinnen, würde das seine Bewerbung für eine Kandidatur erheblich verstärken. Ein großer Themenkomplesx in Michigan ist die Wirtschaftspolitik. Der Standort Detroit als Magnet für die Automobilindustrie hat in letzen Jahren viel an seinem Einfluss und auch viele Arbeitsplätze verloren. Die Konkurrenz aus dem Ausland ist groß, vor allem Asien macht den Unternehmen in Detroit zu schaffen. Dennoch sehen fast alle Kandidaten die Zukunft der Wirtschaft in Detroit auf einem guten Wege. Auf der Auto-Show in Detroit hatten alle aber ganz unterschiedliche Ansätze. McCain setzte ganz auf die Umweltschiene, sagte, dass die Chancen Amerikas und seiner Automobilindustrie vor allem in der Entwicklung neuer Technologien liege. McCain ist Republikaner. Alle anderen setzen auf die Perspektive Hoffnung und Zuversicht.

Schauen wir mal, wie sich das entwickelt. Volle Konzentration auf die Republikaner. Wird interessant.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Überraschungen der Comeback Kids – Clinton und McCain siegen in New Hampshire

Mittwoch, 9. Januar 2008 9:04

Manchmal kommt es ganz anders, als man erwartet und ich teilweise auch gehofft habe. hier sind die vorläufigen Ergebnisse der Primaries in New Hampshire:

Demokraten: Hillary Clinton 39%, Barack Obama 37%, John Edwards 17%, Richardson 5%

Republikaner: John McCain 37%, Mitt Romney 32%, Mike Huckabee 11%, Rudolph Giuliani 9%, Ron Paul 8%, Fred Thompson 1%.

Tja, wer hätte das gedacht, dass Hillary Clinton das Ruder noch einmal herumreißt. In allen Umfragen lag sie gestern auch noch deutlich hinter Barack Obama, konnte aber letztendlich ein paar 1000 Stimmen mehr für sich verbuchen. Entsprechend selbstbewusst zeigte sie sich nach dem Sieg und sprach davon, dass sie nie alleine im Wahlkampf sei, sondern Millionen von Menschen hinter ihrer Politik. Amerika sei es wert für das Land im Wahlkampf zu kämpfen. Obama gratulierte Hillary Clinton, vermied in seiner Dankesrede das Wort Niederlage und kündigte weiter einen harten Kampf an. Bei den Republikanern setzte sich McCain dann erwartungsgemäß durch und ist somit wieder voll im Rennen um die Nominierung. Mitt Romney zum zweiten Mal auf dem zweiten Platz, deutlich vor dem Überraschungssieger in Iowa, Mike Huckabee. Rudolph Giuliani, der null Anstrengung in New Hampshire zeigte, kann immerhin 9% für sich verzeichnen.

Hat sich also durch New Hampshire etwas wesentlich verändert? Von den Grundmustern her nein, in Einzelheiten durchaus. Bei den Demokraten läuft es immer mehr auf den angekündigten Zweikampf zwischen Clinton und Obama hinaus, John Edwards wird es schwer haben da mitzuhalten. Wenn das Pendel in den letzten Tagen klar in Richtung Barack Obama ausgeschlagen hat, dann ist es jetzt wieder mehr in die Mitte gerückt, wenn nicht sogar leicht zu Hillary Clinton, die durch den kurzfristigen und überraschenden Sieg wieder mehr Schwung in die anstehenden Aufgabe nimmt. Für Obama kommt es jetzt darauf an seinen Supportern und auch den Wechselkandidaten deutlich zu machen, dass noch nichts entscheiden sei und er immerhin Iowa klar für sich entscheiden konnte. Das kurzfristige Momentum liegt bei Clinton, insgesamt gesehen ist es aber weiterhin ausgeglichen. Bei den Republikanern ist die Ausgangslage für John McCain deutlich besser geworden. Experten sehen ihn in einem Wettstreit mit Rudolph Giuliani um die Nominierung bei den Republikanern. Der ehemalige Bürgermeister von New York konzentriert sich vor allem auf Florida und die Staaten des Super Tuesday am 05. Februar 2008. Mike Huckabee und mitt Romney müssen sich versuchen gegen diese beiden prominienten und deutlich erfahrenen Kandidaten duchsetzen. Wenn ich eine Prognose abgeben sollte, wird es sowohl bei Demokraten und Republikanern einen Zweikampf geben. Der Ausgang ist aber völlig offen.

Wie geht es jetzt weiter? Morgen gibt es mal wieder eine Debatte, diesmal die Kandidaten der Republikaner bei Fox. Die Demokraten haben ihre nächste interne Diskussion am 15. Januar im Rahmen der Caucus der AfroAmerican in Nevada. Am 15. Janaur sind zudem Primaries in Michigan, am 19. Janaur dann Primaries der Republikaner in South Carolina. Dann wird interesant zu sehen sein, ob John McCain und Rudolph Giuliani sich von den anderen Kandidaten schon haben absetzten können.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Hillary Clinton hat ein großes Problem. Es heißt Barack Obama

Sonntag, 6. Januar 2008 12:05

Update: Die New York Times hat das Video der Debatte samt Transkript auf ihre Website gestellt.

Am Donnerstag war ich ja noch ein bisschen skeptsich, was den Erfolg von Barack Obama angeht bezüglich längerer Perspektive und mögliche Erfolgschancen bei den Primaries in New Hampshire am Dienstag. Doch ich wurde eines Besseren überzeugt.

Neueste Meinungsumfragen für New Hampshire besagen, dass Clinton und Obama mittlerweile gleichauf sind, einige Umfragen sehen Barack Obama sogar leicht vor Hillary Clinton. Wer hätte das gedacht, dass Obama innerhalb nur weniger Tage mehrere Prozentpunkte aufholt und Hillary Clinton gehörig unter Druck setzt?

Hillary Clinton ist also in der Defensive und ging deshalb gestern bei der letzten TV-Debatte vor den Primaries in New Hampshire zum Angriff über. Die New York Times hat die Debatte live mitgebloggt. Wie immer gibt es auch das vollständige Transkript der Debatte. Ich gehe davon aus, dass auch das Video der Debatte in den nächsten Stunden wieder bei der NYT ins Netzt gestellt wird. Clinton griff während der Debatte Barack Obama mehfach direkt an. Und erstaunlich ist, dass ganz plötzlich auch der Irak-Krieg wieder auf der Agenda steht. Clinton earf Obama vor, für zusätzliche Kriegsmittel im Senat gestimmt zu haben, von einer Ablehnung des Irak-Krieges durch Obama könnte also keine Rede sein. Clinton ist nervös. Und das Gefährliche an ihrer Taktik ist, dass sobald sie versucht mit dem Irak-Krieg Obama anzugreifen, immer wieder schnell hervorgeholt wird, dass Hillary sich klar zum Irak-Krieg bekannt hat – im Gegensatz zu Obama. Bis Dienstag wird also sicherlich noch einiges passieren. Auf alle Fälle ist wieder richtig Spannung ins Rennen gekommen. Hillary Clinton kann sich nicht mehr sichern sein, dass sie New Hampshire gewinnen wird. Ein Sieg, mit dem sie und viele Beobachter vor einigen Tagen noch fest gerechnet hatten.

Währenddessen hat Mitt Romney die Caucuses der Republikaner in Wyoming gewonnen. Er konnte sich 12 Delegierte auf sich vereinen, seine Kontrahenten Fred Thompson zwei und Duncan Hunter einen Delegierten. Die aktuelle Verteilung der Delegiertenstimmen sehen bis jetzt einen klaren Bonus für Mitt Romney. Mal sehen, ob er den Schwung bis nach New Hampshire retten kann. Alle prominenten Kandidaten der Republikaner, also Mike Huckabee, John McCain und Rudolph Giuliani, konzentrieren sich voll auf die Primaries in New Hampshire, für die spielte Wyoming keine Rolle.

Bei den Republikanern liegt John McCain in New Hampshire vorne in Umfragen. Er kommt auf 33%, Romney immerhin auf 27%. Wie man wenige Prozentpunkte aufholen kann, hat Barack Obama gezeigt. Mike Huckabee kommt lediglich auf 11%. Also zumindest bei den Republikanern wird sich am Dienstag einiges verändern. Ob das bei den Demokraten auch so wird, ist noch zu zeigen. Ich kann immer noch nicht so recht glauben, dass Hillary Clinton schon so aus dem Rennen sein sollte.

Mal schauen, was der Dienstag bringt. Zumindest bis dahin noch viele Spekulationen.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis