Premier League 2011/2012 #36 – Man City oder Man United?

Lesenswerte Lektüre zum Derby of Manchester
Phil McNulty/BBC: Manchester’s derby decision day
The Guardian: Manchester City look for big steal after United leave back door open
Daily Telegraph: Blue Moon rising as Roberto Mancini consigns slapstick image to history
The Independent: City’s moment to shift the balance of power has come
SPOX-Interview mit Uwe Rösler zum Derby: “Die Hütte muss brennen.”

The biggest Derby of all time. Die Ausgangslage ist klar und eindeutig – und vielleicht, aber nicht nur deshalb, ist die Spannung so groß vor dem Monday Night Game zwischen Manchester City und Manchester United. Jene Partie, die die Meisterschaft in der Premier League entscheiden könnte. Sollte United im Etihad Stadium gewinnen, wäre das gleichbedeutend mit dem Titelgewinn. Sollte sich City drei Punkte holen, würden die Citizens dank der besseren Tordifferenz vorübergehend die Tabellenspitze erklimmen – haben aber am kommenden Wochenende noch das schwere Auswärtsspiel bei Newcastle United zu absolvieren. Nur bei einem Sieg der Red Devils könnte also von einer Entscheidung im Meisterschaftsrennen gesprochen werden. Ein Remis würde Man Utd auch mehr nützen. City muss also gewinnen. Keine schlechten Voraussetzungen für ein spannendes Spiel.

Der Erste beim Tabellenzweiten zu Gast – mehr Topspiel geht eigentlich nicht. Das Spiel bekommt noch eine weitere Komponente, die es sehenswert macht. Es spielt die stärkste Heimmannschaft der Liga gegen das beste Auswärtsteam. City hat von seinen bisherigen 17 Heimspielen 16 gewonnen, nur gegen den AFC Sunderland gab es Ende März beim 3:3 ein Remis. City hat 51 Tore geschossen, nur zehn kassiert. United hat die wenigsten Auswärtsniederlagen aller Mannschaften in der Premier League. Vor drei Wochen gab es die Niederlage in Wigan, Anfang Januar haben die Red Devils bei Newcastle verloren. Mit zwölf Siegen in der Fremde hat kein Team häufiger gewonnen. United stellt auswärts die beste Defensive und Offensive der Liga. Das war nicht immer so. Insbesondere in den letzten beiden Spielzeiten war die Auswärtsschwäche stärker ausgeprägt. In der Saison 2010/2011 holten die Red Devils gerade mal fünf Siege auswärts. Sollte United Meister werden, ist das sicherlich auch als ein Schlüsselfaktor zu bezeichnen. United spielte diese Saison 18 Mal zu null, City nur 15 Mal.

City oder United – das ist auch die Frage um die Vorherrschaft in der Stadt Manchester. United Trainer Sir Alex Ferguson hat vor Beginn der Saison City noch als einen zwar reichen, aber kleinen Klub bezeichnet. Mittlerweile hat sich der Sir dazu durchgerungen, City als direkter Konkurrent von United in den nächsten Jahren zu identifizieren. Nicht Arsenal, Chelsea oder Tottenham. Und Liverpool sowieso nicht mehr. Woher kommt dieser Sinneswandel? Es sind zwei Faktoren. Zum einen natürlich die eigene Leistung von United. In der Liga sind die Red Devils zwar weiterhin dominant, aber international haben sie mit dem Ausscheiden in der Gruppenphase der Champions League und dem Rausfliegen in der Europa League gegen Bilbao sich ebenso mit wenig Ruhm bekleckert wie City. Zum anderen hat es Manchester City vier Jahre nach Übernahme durch die Investorengruppe aus Abu Dhabi es endlich geschafft, eine Mannschaft zu formen, die um den Titel in der Premier League mitspielen kann. Dafür brauchte es neben dem Kaufpreis von knapp 200 Millionen Euro eben nochmal weitere hunderte Millionen von Euro – aber es hat geklappt. Wie Man City in den nächsten Jahren vom Financial Fairplay betroffen sein wird, bleibt abzuwarten. Dass City sparen muss, ist offensichtlich. Aber das müssen zukünftig ja alle Vereine. Wenn City also die derzeitige Form konservieren kann, bleibt das Feiern des Titelgewinns nur eine Frage der Zeit, vielleicht schon in ein paar Wochen. Und da wären wir wieder bei der Vorherrschaft um Manchester. City hat im April 2011 zwar den FA-Cup gewonnen. Der letzte Titelgewinn davor liegt aber über 40 Jahre zurück. 1968 wurde City zum zweiten Mal englischer Meister. In den letzten 20 Jahren hat Manchester United hingegen 12 Mal die englische Meisterschaft gefeiert, vier Mal den FA-Cup und zwei Mal die Champions League gewonnen. Es braucht also so oder so noch Zeit, bis City wirklich auf einer Stufe mit United steht. Der Titelgewinn in diesem Jahr könnte ein erster Schritt sein, vor allem um zu zeigen, dass United ernsthafte Konkurrenz aus der eigenen Stadt bekommt.

Es ist auch das Duell zweier Trainergenerationen. Bei Sir Alex Ferguson stellte man sich in den letzten Jahren immer wieder die Frage, wann er eigentlich nach 26 Dienstjahren zurücktritt. Sein erklärtes Ziel war immer alleiniger englischer Rekordmeister zu sein. Das wurde durch den Titelgewinn letztes Jahr geschafft, 19 Meisterschaften, eine mehr als der FC Liverpool. Was treibt Sir Alex also noch an? Oder ist es die fehlende Perspektive einen Startrainer in Old Trafford zu locken. Guardiola oder Mourinho waren lange Zeit nicht verfügbar. Aber vielleicht will Sir Alex zum Abschluss seiner Trainerkarriere es allen nochmal zeigen und sich im direkten Duell mit dem Stadtrivalen messen und dieses Duell gewinnen. Auf der anderen Seite steht Roberto Mancini. Der Italiener hat in seiner Zeit bei Inter Mailand viele Erfolge gefeiert. Den großen internationalen Triumph hat er noch nicht erreicht. Mancini ist aber auch gerade mal 48 Jahre alt. Das Trainergeschäft, gerade bei einem so ambitionierten Klub wie Manchester City, ist härter geworden als zu den Anfangszeiten von Sir Alex Ferguson. Längere Erfolgslosigkeit kann sich Mancini in Eastlands nicht leisten. Offiziell haben die Besitzer des Vereins Mancini Rückendeckung gegeben. Er dürfte also auch nächste Saison an der Seitenlinie stehen. Der Rucksack der fehlenden Titelgewinne könnte im nächsten Sommer aber schwerer werden. Irgendwann müssen große Titel her.

Schaut man sich die bisherige Saison von Manchester City genauer an, kann man durchaus konstatieren, dass es diese Saison vielleicht noch nie so einfach war, englischer Meister zu werden – und City diese Saison verspielt hat. Bis Mitte November hat City mit Ausnahme des Remis beim FC Fulham alles in Grund und Boden gespielt, unter anderem auch beim 6:1 im Old Trafford. So ein bisschen ist das Derby am Montag auch die Möglichkeit zu Revanche für United. City hatte dann im Januar eine erste Schwächephase, als die Dominanz in den Spielen und Ergebnissen wegblieb. Es setzte Niederlagen in Sunderland und gegen Everton, beide auswärts, beide 0:1. City fehlte die nötige Offensivkraft. Die erste kleine Mini-Krise kam dann Ende März und Anfang April mit den Unentschieden gegen in Stoke und zuhause gegen Sunderland. Es folgte eine indiskutable Leistung beim 0:1 gegen Arsenal. Man sah den Citizens nicht wirklich an, dass sie den Titel erreichen wollten. Als die Sache mit der Meisterschaft eigentlich schon entschieden war, zeigte City dann wieder den Fußball, der sie diese Saison positiv auszeichnete. Starke Defensive, brilliante Offensive. Die letzten drei Spiele wurden gewonnen, 12:1 Tore stehen zu Buche. Blickt man auf die bisherige Spielzeit von Manchester United fällt auf, dass United im Gegensatz zu City keine großen Formschwankungen hatte. Man spielte konstant gut, verlor zwischendurch mal ein Spiel, gewann aber meist das nächste gleich wieder. Einzige Ausnahme waren die Ereignisse um den Jahreswechsel mit der Heimniederlage gegen Blackburn und bei Newcastle United. Entsprechen lässt sich der kleine Vorsprung von United ganz gut erklären.

Im Gegensatz zu City war bei United intern wie in der Außendarstellung auch meistens Ruhe im Karton. Sir Alex hat den Laden im Griff – ganz anders bei City, wo viele Eigeninteressen aufeinanderprallen. Balotteli sorgte für die meisten Schlagzeilen und beschädigte auch ein wenig den Trainerposten von Mancini. Carlos Tevez sollte nie wieder für City spielen – jetzt läuft er unter Mancini wieder auf. Es ist halt schwierig, den besten Spielern der Welt zu vermitteln, dass sie in einer solchen Mannschaft auch mal länger auf der Bank sitzen können. Das ist ein Lernprozess, mit dem sich auch Mancini erst auseinandesetzen musste. Bei United war die größte Aufregung fast schon mit gelegentlichen Schwalben von Ashley Young und der Unzufriedenheit von Dimitar Berbatov verbunden. Sollte City trotz der ganzen internen Querelen Meister werden, muss man das anerkennen. Sollte es nicht klappen, werden die ersten Kritiker die Finger in diese Wunde legen. Da hat City sich noch zu verbessern.

Für das Spiel am Montag sind die Aufstellungen wenig überraschend. Roberto Mancini kann wieder auf Balotelli zurückgreifen, der seine drei Spiele Sperre abgesetzt hat. Im Sturm dürften aber weiterhin Carlos Tevez und Aguero den Vorzug bekommen. Micah Richards kehrt nach Verletzung zurück. United hat keine Personalsorgen. Außer den Langzeitverletzten Nemanja Vidic, Darren Fletcher und Anderson sind alle Spieler an Bord. Unklar noch, wer hinten rechts in der Kette spielt. Phil Jones oder Chris Smalling wären Alternativen für Rafael. Fraglich ist höchstens Nani, der im Training ein Schlag auf den Knöchel bekommen hat. Andre Marriner pfeift die Partie.

Manchester City – Manchester United
Montag ab 20:45 Uhr (Anstoß 21:00 Uhr) live auf Sky Sport 1 und Sky Sport HD1. Kommentar: Marco Hagemann

Premier League 2010/2011 #22, FC Arsenal – Manchester City

[22h43] So, jetzt erstmal ein paar Tage Abstand vom englischen Fußball. Diese Sucht…schönen Abend noch. Gute Nacht aus Düsseldorf.

[22h39] Endstand FC Arsenal – Manchester City 0:0

Arsenal hat fantastisch gespielt. Es fehlte bloß das Tor. So muss man sich mit einem Punkt begnügen. Aber man hat gezeigt, dass man taktisch wie spielerisch zuletzt einen guten Schritt nach vorne gemacht hat. Song im defensiven Mittelfeld überragend, Djourou in der Innenverteidigung exzellent. Nur heute war das Tor vermauert. City über 90 Minuten gesehen eine einzige Enttäuschung. Unschöner Höhepunkt die beiden Platzverweise.

Markus Gaupp mit dem Zitat des Tages zu den Auswechselungen von Mancini: “Manchester City darf eigentlich nicht englischer Meister werden.” City und Arsenal festigen die Plätze 2 und 3, weil Chelsea verloren hat und Tottenham noch hinten liegt beim FC Everton.

[22h34] Vier Minuten Nachspielzeit. More to come sicherlich

Tevez geht, Jerome Boateng kommt. Mancini mauert sich zum Unentschieden.

[22h33] Platzverweise Sagna/Arsenal und Zabaleta/Man City

Zweikampf der beiden. Zabaleta provoziert Sagna. Der deutet zweimal eine Kopfnuss aus. Und beide müssen gehen. Sagna zurecht, für Zabaleta die Entscheidung zu hart.

[22h24] Wechsel FC Arsenal: Niklas Bendtner für Jack Wilshere. Volle Offensive bei den Gunners.

[22h21] Und wenn Roberto Mancini sieht, wie gut sich Adam Johnson bemüht und wie sehr viel besser er sich ins System einfügt als Jo, wird er sich auch in den Hintern beißen. Jo war verschenkt. Arsenal legt noch mal ein wenig zu, aber es fehlt weiterhin das Glück und die letzte Präzision.

[22h16] Liverpool mittlerweile 0:3 hinten in Blackburn, Newcastle führt 5:0 gegen West Ham.

[22h12] Wechsel FC Arsenal: Arshavin für Theo Walcott

Wenger versucht jetzt langsam neue Spieler zu bringen. Vielleicht haben die ja mehr Glück. Walcott in der zweiten Halbzeit ein wenig abgetaucht. Gute 20 Minuten noch. Weiterhin 0:0

[22h10] 70 Prozent Ballbesitz von Arsenal in den letzten fünf Minuten. Das sagt eigentlich alles.

[22h08] Wechsel Manchester City: Adam Johnson für den ganz schwachen Jo

[22h04] Nächste exzellente Gelegenheit für Arsenal. Van Persie mit Distanzhammer aus über 20 Metern. Der hätte in den Knick gepasst. Aber Joe Hart mit Weltklasse-Save, lenkt den Ball noch zur Ecke ab.

[22h03] Man kann Arsenal zu den bisherigen 60 Minuten eigentlich nur gratulieren. Bloß hat man das Toreschießen verpasst. Und ein guter Konter von City und alle Bemühungen waren für die Katz. Es sieht derzeit nicht nach einem Treffer für die Gäste aus, aber das kann ja im Fußball ganz schnell gehen.

[21h58] Und van Persie könnte auch einen Tick weniger eigensinnig agieren.

[21h54] Unverändertes Bild. Arsenal spielbestimmend, aber die Gunners machen weiterhin viel zu wenig aus ihren Torchancen und der Überlegenheit. Schön, aber noch nicht erfolgreich das Spiel der Gastgeber.

[21h49] Beginn 2. Halbzeit

[21h39] Die Blackburn Rovers mit dem 2:0 gegen Liverpool. Die Reds mit ganz schwacher Partie. Es wird eng für Roy Hodgson.

[21h33] Halbzeit FC Arsenal – Manchester City 0:0

Unter normalen Umständen – mit etwas Glück, weniger Verspieltheit und Präzision beim letzten Pass – müsste Arsenal hier 2:0 führen. Tun sie aber nicht und so ist Man City hier noch im Spiel, obwohl man selbst nur zweimal gefährlich vor dem Arsenal-Tor auftauchte und defensiv einige Male an die Wand gespielt wurde. Insgesamt ein tolles, temporeiches Spiel. Es fehlen die Tore – und das dürfte vor allem den Arsenal-Fans schmerzen

Der FC Chelsea liegt übrigens zurück bei den Wolves mit 0:1. Everton-Tottenham 1:1, Newcastle-West Ham 3:0 und gerade ist Blackburn mit 1:0 gegen Liverpool in Führung gegangen.

[21h31] Zwei Minuten Nachspielzeit

[21h30] Wir notieren mal wieder eine Chance für City. Yaya Toure hat auf dem rechten Flügel ganz viel Platz. Flanke in die Mitte, Djourou klärt in letzter Sekunde, aus dem Hintergrund dann der Schuss von Tevez am Tor vorbei,

[21h24] Mal wieder ein Distanzschuss von van Persie, in die Arme von Hart. Arsenal mit Ausnahme der Pfostenschüsse nicht mit klaren Torchancen. Das wird häufig doch zu kompliziert gespielt. Insbesondere Walcott versucht statt der Flanke lieber noch mal einen Gegenspieler auszutanzen. Nichtsdestotrotz trotzdem genug klare Chancen um 1:0 oder gar 2:0 in Führung zu liegen.

[21h19] City eigentlich nur gefährlich bei Kontern. Langer Ball auf Tevez, vier Arsenal-Spieler laufen nur mit. Tevez zielt über das Tor. Fehlte ein Spieler, der mitgelaufen ist. So musste es Tevez alleine machen. Aber da könnte sich eine mögliche Anfälligkeit der Gunners zeigen.

[21h13] Bist du verrückt, nächste Riesenchance für Arsenal. Und wieder Pech. Nasri bedient Fabregas, der Kapitän der Gunners mit dem Schuss an den Innenpfosten. Den Rebound knallt Walcott ans Lattenkreuz. Aber die Fahne war oben, Walcott im Abseits. Führung wäre jetzt verdient.

[21h12] Beste Chance für City nach einem Freistoß. Barry auf den langen Pfosten gezogen, wo Tevez völlig frei steht. Song klärt zur Ecke. Zum ersten Mal Arsenal ein wenig unter Druck.

[21h10] Nächste gute Chance für Arsenal. Nette Freistoßkombination. Van Persie auf Wilshere, direkt weiter zu Walcott. Der sieht gar nicht erst, wieviel Platz er vor sich hat. Verzieht dann knapp am langen Pfosten vorbei. Mal wieder etwas Gefahr vor dem Tor, sonst spielt sich viel im Mittelfeld ab.

[21h07] City spielt nur mit einer Spitze, ist also defensiver eingestellt, als ich erst dachte. Das System krankt noch ein wenig, weil Tevez sich häufig sehr weit zurückfallen lässt und dann vorne gar keine Anspielstation mehr rumläuft.

[21h01] Nach der furiosen Anfangsphase hat sich das Spiel erstmal beruhigt, Spiel gestaltet sich ausgeglichener, Arsenal leicht überlegen. Und Arsenal kassiert weiter kein Tor in der Anfangsviertelstunde.

[20h54] Fantastische Chance für Arsenal, tolle Einzelleistung von van Persie, lässt einen Gegenspieler ins Leere laufen und dann aus 16 Metern der Schuss an den Pfosten. Atemberaubendes Tempo in den ersten Minuten. Wenn beide Teams jetzt noch etwas präziser den letzten Pass spielen, hätten wir auch mehr Torchancen. Arsenal drängt auf die Führung. Nächste Chance nur eine Minute später, Kuddelmuddel im City-Strafraum, Nasri und Fabregas legen auf Wilshere, Joe Hart blitzschnell unten. Toller Reflex.

[20h49] Und Arsenal weiter am Zug, ganz viel Tempo der Gunners. Schuss von Wilshere, allerdings direkt auf Joe Hart. City gelingt kaum beziehungsweise kommt gar nicht in einen geordneten Spielaufbau.

[20h47] Was für Anfangsminuten. Arsenal mit Druck im Spiel nach vorne. Nasri gibt zu Wilshere raus, Flachpass in die Mitte, wo Robin van Persie nur um Zentimeter verpasst. Walcott macht die Kugel nochmal heiß, der Schuss von Fabregas wird dann geblockt. Direkt im Gegenzug der Konter von City, Adam Johnson verzieht knapp. Da hatte auch nicht viel gefehlt.

[20h46] Beginn 1. Halbzeit

Mike Jones ist der Referee. Arsenal von links nach rechts in der ersten Hälfte, in den rot-weißen Trikots. Die Gunners haben Anstoß. Man City in hellblau.

[20h41] Fabianski wird spielen. Erstmal zumindest.

[20h35] Manchester City hat übrigens die meisten Treffer in der Start-viertelstunde geschossen in dieser Saison, Arsenal in den ersten 15 Minuten noch keinen Treffer kassiert. Dürfte ein interessanter Auftakt werden.

[20h33] Breaking News: Laut diversen Tweets von englischen Journalisten soll sich Fabianski beim Aufwärmen an der Schulter verletzt haben. Noch unklar, ob Wojciech Szczesny für ihn spielen muss.

[20h32] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Fabianski – Sagna, Djourou, Koscielny, Clichy – Song, Wilshere – Fabregas, Nasri, Walcott – van Persie

Manchester City: Hart – Richards, Kompany, Toure, Zabaleta – De Jong, Barry, Yaya Toure – Milner, Jo – Tevez,

Rotation ist ein Fremdwort heute Abend für Wenger. Er schickt dieselbe Elf ins Rennen wie beim Sieg an Neujahr in Birmingham. Van Persie wieder einzige Spitze, Arshavin muss wieder auf die Bank. Chamakh und Bendtner auf der Bank. City wieder im 4-3-3/4-3-2-1 allerdings mit viel defensiver Absicherung. Zwei prominente Ausfälle bei den Gästen. David Silva und Balotelli fehlen verletzt. Jo bekommt seine Chance im Sturm an der Seite von Tevez und Milner, der wohl eher im offensiven Mittelfeld agieren wird. Adam Johnson ist der Leidtragende der Jo-Einwechselung und muss vorerst die Bank drücken. Ansonsten auf beiden Seiten wenig Überraschungen.

[20h25] Sieben Spiele am heutigen Abend, ich konzentriere mich aber ganz auf das Topspiel zwischen Arsenal und Manchester City, der Zweite zu Gast beim Dritten. Wenn es das Spiel erlaubt, blicke ich hin und wieder auf die Zwischenstände der anderen Partien. Ist ja schon ein Test für beide Teams heute Abend. Arsenal kann zeigen, dass der Heimsieg gegen Chelsea keine Eintagsfliege war und sie im direkten Duell mit den Titelkandidaten gut bestehen können. Und City kann endlich und final eine Erklärung abgeben, dass sie ein ernsthafter Konkurrent für die Meisterschaft sind. Und das geht am besten durch Auswärtssiege bei den Big Four. Die Citizens haben seit 35 Jahren in Nordlondon nicht gewinnen können. Das Spiel in der Hinserie gewann Arsenal souverän mit 3:0. Ein Sieg heute und man würde City in der Tabelle überholen.

[20h20] Guten Abend zusammen

Premier League 2010/2011 #18, Manchester City – FC Everton 1:2

Vor dem Boxing Day, dem Spieltag der Premier League am zweiten Weihnachtsfeiertag, an der Tabellenspitze zu stehen, ist jetzt nicht unbedingt das Ziel, auf das jeder Verein hinarbeitet. Viel wichtiger erscheint es doch Mitte Mai von ganz oben zu grüßen. Manchester City scheint da die bekannte Ausnahme der Regel zu sein. Nach den wetterbedingten Ausfällen von Arsenal gegen Stoke und dem Topspiel an der Stamford Bridge zwischen Chelsea und Manchester United hatten die Citizens heute zum ersten Mal seit 1929 die Möglichkeit mit einem Sieg gegen den FC Everton die Tabellenführung an Weihnachten zu erobern. Nicht nur wegen des zeitlichen Faktors wäre es etwas für das aufstrebende, steinreiche Manchester City ein besonderer Augenblick in dieser Saison, sondern dadurch könnte man endlich wieder sportliche Schlagzeilen schreiben und das Theater der letzten Wochen um eine mögliche Auflösung des Vertrags von Carlos Tevez vergessen zu machen. Der Argentinier hat sowieso mittlerweile den Schwanz eingezogen und klein beigegeben und wird seinen Vertrag in Eastlands erfüllen. Mancini und die Klubverantwortlichen haben sich durchgesetzt. Fehlte für das perfekte Weihnachtsfest jetzt nur noch ein Sieg gegen den FC Everton.

Wie gesagt, City konnte mit drei Punkten die Tabellenspitze übernehmen, Everton mit einem Sieg das Polster auf die Nichtabstiegsplätze immerhin bei einem Spiel mehr auf acht Punkte erhöhen. Die Toffees von David Moyes warten seit sieben Spielen auf einen Sieg, zuletzt gab es immerhin vier Remis in Folge. So richtig vom Fleck kommt der FC Everton nicht. Aber vor dem Spiel sprach die Statistik für den Gast aus Liverpool, der die letzten drei Spiele in Eastlands gewinnen konnte, stets zu Null. Im Gegensatz ist Manchester City seit sieben Spielen ohne Niederlage und könnte gegen Everton den dritten Sieg in Folge feiern. Problem für City die Heimschwäche: Man hat im City of Manchester Stadium gerade mal acht Tore erzielt, Negativrekord in der Premier League. Manchester City mit Kapitän Carlos Tevez von Beginn an, dafür musste Jo wieder auf der Bank Platz nehmen. James Milner ersetzte im Mittelfeld den gesperrten Nigel de Jong. Zwei Wechsel auch beim FC Everton. Leon Osman ersetzt den verletzten Steven Pienaar, im Sturm bekam Victor Anichebe den Vorzug vor Louis Saha. Es war erst der 2. Saisonstart Anichebes von Beginn an.

Und es war vorerst nichts mit dem Weihnachtsgeschenk für Manchester City, weil der FC Everton eine grandiose und bärenstarke Anfangsphase hinlegte. Bereits nach 19 Minuten führte man mit 2:0. In der vierten Minute war Cahill völlig freistehend per Kopf erfolgreich, sein neuntes Saisontor. Everton hat insgesamt nur 19 Treffer erzielt. Richtig schön herausgespielt war das 2:0 durch Leighton Baines, der immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird. Baines bedient Anichebe und zieht dann Richtung Strafraum, wo er den Ball von Cahill – wunderbar von Anichebe eingesetzt – zurückbekommt und dann ins lange Eck schlenzt. Wunderschön herausgespielt und City bei beiden Toren zu weit von den Gegenspielern entfernt. Danach war es mehr oder weniger ein Spiel auf ein Tor. City hatte beste Chancen, insbesondere durch Silva, doch Everton hatte das nötige Glück, verteidigte leidenschaftlich mit 10 Mann und hat im Gegensatz zu City die Buden gemacht. Und die ganz klaren Szenen, wo Tim Howard im Tor gefordert war, gab es auch nicht am Fließband. Mit dem 2:0 für Everton ging es in die Pause. City war drei Tore von der Tabellenführung an Weihnachten entfernt, die Fans pfiffen, Mancini marschierte wütend in die Kabine.

Mancini reagierte in der Halbzeit und brachte Adam Johnson für den schwachen James Milner, der seinen Einsatz von Beginn an nicht wirklich untermauern konnte. Und auch in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn war City das dominierende und spielbestimende Team, Chancen am Fließband gab es aber nicht. Die beste Gelegenheit hatte Aleksandar Kolarov, der mit seinem Schuss an Tim Howard scheiterte. Nach genau einer Stunde flog Victor Anichebe mit gelb rot vom Platz, City 30 Minuten in Überzahl. Moyes schlug an der Seitenlinie die Hände über den Kopf, wollte Anichebe gerade auswechseln, als der zum zweiten Mal zu spät war und nur den Gegenspieler und nicht den Ball traf. In der Summe eine hart, aber korrekte Entscheidung. Mancini gestikulierte wild an der Seitenlinie und peitschte sein Team nach vorne. Die Abwehrschlacht des FC Everton begann, man warf sich in den Schuss oder hatte Glück, als Gareth Barry in der 70. Minute aus aussichtsreicher Position knapp über das Tor schoss. Everton konnte dem Druck nicht mehr lange stand halten. Anschlusstreffer in der 73. Minute durch Yaya Toure, noch entscheidend abgefälscht von Phil Jagieka. Everton wurde teilweise schwindelig gespielt. City mit dem verdienten Anschluss. Wenn sie schon mal sportlich Schlagzeilen schreiben wollen, könnten sie es ja durch eine Aufholjagd erreichen. Unfassbare Szenen fünf Minuten später, langer Ball auf Balotelli, der den Ball am herausstürmenden Tim Howard vorbeilegt, die Kugel rollt gegen den Pfosten, Tevez scheitert im Nachschuss an Howard, der exzellent reagiert hatte. Angriffswelle über Angriffswelle rollte auf den FC Everton zu. Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt, Everton konnte sich in den Schlussminuten wieder etwas besser befreien. Tevez scheiterte in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem weiteren Distanzschuss am überragenden Tim Howard. Kolo Toure sorgte für den negativen Abschluss, als er in der Nachspielzeit(!) zwei gelbe Karten kassierte und vorzeitig zum Duschen gehen konnte.

Everton gewinnt dank eines starken Torhüters und einer grandiosen Anfangsphase mit 2:1 bei Manchester City. Die Citizens verpassen die Chance über Weihnachten an der Tabellenspitze zu stehen. Aber so richtig wichtig ist das ja auch nur Mitte Mai.

Premier League 2010/2011 #14, FC Fulham – Manchester City

[18h52] Endstand FC Fulham – Manchester City 1:4

Locker, leicht und souverän bringt City dieses Spiel über die Zeit. Fulham stark verbessert in der zweiten Hälfte, aber viel schlechter als in Halbzeit eins ging es ja auch nicht. Tolle erste Hälfte mit einem sehr gut aufgelegten Marco Hagemann am Mikro. Das war schon toll anzusehen, auch wenn die Partie sehr einseitig war. Mancini kann durchatmen. City jetzt einen Schritt näher Richtung Tabellenspitze, man ist Vierter, überholt die Bolton Wanderers und liegt nur noch drei Zähler hinter Tabellenführer Chelsea. Fulham muss kleinere Brötchen backen, bleibt im Tabellenkeller. Und Mark Hughes verliert gegen seinen Ex-Klub.

Nur sechs Punkte liegen zwischen den ersten sechs Plätzen und zwischen Platz 7 und 18 sind es nur fünf Zähler. Das wird eine richtig tolle Saison und ganz viel Spannung und Dramatik in den nächsten Wochen. Freuen wir uns drauf. Schönen Sonntag noch.

[18h49] Drei Minuten Nachspielzeit

[18h43] Zoltan Gera schießt einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in den Abendhimmel der englischen Hauptstadt. Fünf Minuten noch plus Nachspielzeit. Das wird nichts mehr für Fulham, aber hat irgendjemand überhaupt daran ersnthaft einen Gedanken verschwendet?

[18h35] Wechsel Manchester City: Adam Johnson für Carlos Tevez

[18h33] Fulham drückt auf den zweiten Treffer, aber es fehlen weiterhin die klaren Torchancen. Aber Moral hat das Team aus London.

[18h28] 1:4, Zoltan Gera, 70. Minute

Wird nicht wirklich der Beginn einer Aufholjagd sein, sondern eher Ergebniskosmetik. Ecke von links, Zoltan Gera durch Mann und Maus durch, noch leicht abgefälscht, zu spät zu sehen für Joe Hart. Diesmal hat City den Ball nicht gut geklärt.

[18h27] Bei Fulham mittlerweile Kamara für den schwachen Etuhu. Hat am Aggregatzustand dieses Spiels aber nichts verändert. Man City hat weiter alles im Griff. Hin und wieder nach Ecken oder Standards kleinere Druckphasen der Cottagers, aber auch nur, weil City jetzt doch mindestens zwei Gänge zurückgeschaltet hat.

[18h14] 0:4, Carlos Tevez, 56. Minute

Over and out. Tevez mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, nachdem er eben nach wunderschönem Zuspiel von Zabaleta noch freistehend am glänzenden Schwarzer scheiterte. Die anschließende Ecke bringt dann die finale Entscheidung in diesem Spiel. Ecke von rechts, diesmal ist es Etuhu, der den Ball direkt in die Mitte abwehrt, Schuss aus dem Hintergrund von Zabaleta (ganz starker Auftritt heute!), Tevez hält den Schlappen dazwischen zum 4:0. Mal wieder ganz blöd für Fulham gelaufen.

[18h11] Besser von Fulham in der zweiten Hälfte, neuer Schwung durch den eingewechselten Gera, aber bis auf einen Kopfball von Gera nach Flanke von Hangeland, nicht wirklich viele Situationen, bei denen Manchester City wirklich unter Druck gerät. Aber Fulham arbeitet ein wenig an der eigenen Rehabilitation. Und die Fans sind auch wieder da. Man City tut wenig nach vorne, warum auch, Tevez macht jetzt die einzige Spitze. Silva und Jo kommen eher aus dem offensiven Mittelfeld. Ein viertes Tor hingegen und die Messe wäre endgültig gelesen. Aber Fulham ist ja noch weit vom Torerfolg entfernt.

[18h05] Fulham in den ersten beiden zwei Minuten der zweiten Hälfte schon mit mehr Torgefahr als in der gesamten ersten Hälfte. Joe Hart hatte die Hände am Ball. Und das soll was heißen.

[18h03] Beginn 2. Halbzeit

Fulham hat einmal gewechselt, Zoltan Gera kommt für den enttäuschenden Damien Duff. Mal sehen, ob für die Cottagers noch was geht in diesem Spiel.

[17h47] Halbzeit FC Fulham – Manchester City 0:3

Verdiente Halbzeitführung, vielleicht die beste Saisonleistung von Manchester City. Führung auch in der Höhe dem Spielverlauf und den Spielanteilen auf dem Platz entsprechend. City in allen Belangen Fulham überlegen.

[17h45] Zwei Minuten Nachspielzeit

[17h41] Und genau so muss man als Spitzenmannschaft auftreten, wenn du überlegen bist und der Gegner keinen Fuß in diesem Spiel hat. Etwas, das Arsenal gestern zum Beispiel nicht geschafft hat. Und Fulham wirkt leblos, ohne Ideen. Habe in meinen Notizen nochmal nachgeschaut, es ist das erste Spiel diese Saison, das ich von Fulham sehe. Nicht mehr vergleichbar zur letzten Spielzeit. Da scheint der Umbruch nach dem Abgang von Hodgson und der Neuverpflichtung von Hughes doch länger zu dauern. Viel Zeit hat man aber eigentlich nicht.

[17h38] Und schon wieder ein Spiel, das ich live mitblogge und nach einer guten halben Stunde praktisch entschieden ist. Wo sind meine Statistik-Unterlagen nochmal?

[17h34] 0:3, Yaya Toure, 35. Minute

Meine Fresse, Fulham wird jetzt in sämtliche Bestandteile zerlegt. Tevez wird von Hangeland nicht wirklich angegriffen, gibt rechts raus zu Yaya Toure, der von Salcido alleine gelassen wird. Flachschuss ins lange Eck, Schwarzer wieder ohne jegliche Abwehrchance. Ganz fein gespielt von City gegen einen Gegner, der nicht mehr auf dem Platz scheint.

Mancini-Sprechchöre der City-Fans. Und drei Tore für City in der ersten Hälfte. Was für eine Reaktion auf die “City is boring”-Debatte.

[17h32] 0:2, Pablo Zabaleta, 32. Minute

Und wieder ging es zu schnell für Fulham. Mark Hughes kocht innerlich, weil im Prinzip wieder ein hergeschenktes Tor. Fulham lädt Man City zum 2:0 ein. Eine Flanke von links wehrt Damien Duff direkt in die Mitte ab, mit anlauf knallt Zabaleta dann den Ball direkt neben den Pfosten ins Tor. Keine Chance für Schwarzer.

[17h30] Halbe Stunde durch und mit ganz wenigen Ausnahmen ist City immer einen Schritt eher am Ball als Fulham, die noch gar nicht so richtig in dieses Spiel gefunden haben. Spielen weiter sehr vorsichtig, wenn die Möglichkeit mal besteht den Risikopass nach vorne zu initiieren, wird meist wieder hinten rum die Zeit vertrödelt. Ganz anders City, straight, direkt und schnell nach vorne. Fulham noch ohne echte Torchance.

[17h22] Fulham fliegt der eigene Freistoß um die Ohren. Brillianter Konter von City, drei gegen eins, aber City vergibt diese großartige Chance. Kolarov ignoriert den besser postierten Mitspieler und zieht selbst ab. Schwarzer lenkt den Ball zur Ecke ab. Gute Parade, schöner Schuss, aber das muss eigentlich, wenn gut ausgespielt, das 0:2 sein. Und die Cottagers dürften gewarnt sein nicht noch einmal in einen solchen Konter zu laufen. Der Konter gelang übrigens auch nur, weil Fulham die einstudierte Freistoßvariante versemmelte. Da hat man schon mal eine Standardsituation – und macht nicht das 1:1, sondern ermöglicht fast das 2:0 für die Gäste.

[17h17] Die Gastgeber finden weiter kein Rezept gegen defensiv kompakt stehende Citizens. City macht jetzt nicht mehr viel nach vorne, wenn Fulham den Ball hat, ist nur Tevez in der Hälfte des Gegners, ansonsten 10 Spieler hinter dem Ball. Und da fehlt Fulham die spielerische Klasse dieses Bollwerk zu knacken. Man hofft auf die gefährlichen Standards, aber die kann City noch verhindern. Und so sieht das sehr komfortabel für das Mancini-Team aus. Ein Treffer liegt momentan überhaupt nicht in der Luft, viel spielt sich im Mittelfeld ab. Und das tut City im Moment nicht weh.

[17h10] Und Fulham macht erstmal weiter mit der Zurückhaltung, spielen sehr vorsichtig nach vorne und wollen bloß keinen weiteren Fehler machen. Ging ja nur bedingt auf, auch weil Man City schon getroffen hat. Die Gäste mit mehr Ballbesitz, mit der besseren Technik am Ball, mit mehr Genauigkeit im Passspiel. Das sieht schon sehr gut aus für das Team von Mancini, klasse Vorstellung bisher.

[17h06] 0:1, Carlos Tevez, 6. Minute

Da wollte ich gerade schreiben, dass das eine harte Nuss zu knacken sein wird, weil Fulham bei Ballbesitz Man City verdammt tief steht. Und dann macht City die frühe Führung. Eigentlich war alles schon geklärt, Hughes mit dem Befreiungsschlag, und dann schaltet Fulham kollektiv ab. Barry nimmt den Ball auf, Pass in die Tiefe an die Strafraumgrenze zu Tevez, der am Rande des Abseits steht. Der Argentinier gewinnt den Zweikampf gegen Salcido und kann ohne Probleme einschieben. Tevez – wer sonst. Und jetzt wird es für Fulham ein unangenehmer Abend vorerst. So hatte sich Mark Hughes das nicht erwünscht.

[17h01] Beginn 1. Halbzeit

Diego Maradona gibt sich die Ehre und schaut im Südwesten Londons vorbei. Und sieht, wie Fulham in weiß spielt, mit Anstoß von links nach rechts in der ersten Hälfte. Manchester City in den dunkelblauen Trikots.

[16h57] Cravan Cottage bei einbrechender Dunkelheit ergibt ja schon eine sehr schöne Szenerie.

[16h54] Die Aufstellungen im Cravan Cottage

FC Fulham: Schwarzer – Baird, Hangeland, Hughes, Salcido – Davies, Murphy, Etuhu, Duff – Dempsey, Andy Johnson

Manchester City: Hart – Zabaleta, Toure, Kompany, Kolarov – Yaya Toure, De Jong, Barry – Jo, Tevez, Silva

Fulham im 4-4-2, das System, das Mark Hughes mehr oder weniger von Roy Hodgson übernommen hat und das ganz gut zu den Cottagers passt. Bei Fulham Baird und Salcido nach Verletzung zurück im Team. Dickson Etuhu ersetzt im Mittelfeld den verletzten Moussa Dembele. Langzeitverletzt natürlich weiter Bobby Zamora. Bei City das klassische 4-3-3, diesmal nur mit einer defensiven Absicherung. Milner und Adam Johnson nur auf der Bank, dafür bekommt Jo im Sturm seinen ersten Saisoneinsatz von Beginn an, gepaart mit Tevez und David Silva. Joe Hart, unter der Woche noch vor dem Freundschaftsspiel Englands gegen Frankreich verletzt abgereist, hat seine Verletzung wieder auskuriert.

[16h48] Interessant die Bilanz von Mark Hughes letzte Saison bei Manchester City. Nach 13 Spielen hatte er ebenfalls 22 Punkte auf dem Konto, also genau so viele, wie Mancini bisher verbuchen kann. Das 14. Spiel- also heute – gewann Man City und brachte Mark Hughes 25 Punkte. Drei Wochen später – allerdings nach einer kleinen Negativserie – wurde Hughes entlassen. Bedingt vergleichbar, allerdings haben beide eigentlich genug Punkte gesammelt um ruhig im Sattel sitzen zu dürfen. Was bei Hughes wie Mancini nicht passt, ist die Art und Weise, wie das Team auftritt. Unter Mark Hughes gab es viel zu viele Gegentore (nach 14 Spielen 19 Gegentreffer), dafür hatte man aber auch schon 24 Mal selbst getroffen. Jetzt hat Mancini die Defensive stabilisiert (erst 10 Gegentore), allerdings hat man auch gerade erst 15(!) Mal selbst ein Tor erzielt. Und für die hohen Ambitionen des Vereins und die Erwartungen des Publikums ist das schlicht zu wenig.

[16h40] Schönen Nachmittag zusammen. Für Manchester City und Trainer Roberto Mancini schlägt langsam die Stunde der Wahrheit in dieser noch eher jungen Saison. Immer weiter unter den eigenen Möglichkeiten bleiben gilt nicht mehr. Mit den Niederlagen von Chelsea und Arsenal haben die Citizens heute die Chance bis auf drei Punkte an die Tabellenspitze und einen Zähler an die Gunners ranzurücken. Und wenn das nicht gelingt, gibt es in Eastlands auch keine Ausreden mehr. Denn Gegner ist “nur” Fulham, derzeit Tabellensiebzehnter. Aber da sitzt jemand auf der Trainerbank, der noch eine kleine Rechnung mit Man City offen hat. Mark Hughes, Vorgänger von Mancini, hat noch nie als Trainer gegen Man City und seine Ex-Klubs überhaupt verloren. Und Mancini hätte ein Problem mehr, sollte die Serie von Hughes bestehen bleiben.

Premier League 2010/2011 #13 – Es wird eng für Grant und Mancini

Zuvor ein kurzer Lesetipp: Football clubs media battle über die Anstrengungen und Bemühungen der Premier League Klubs mit Eigenproduktionen um die mediale Aufmerksamkeit der Fußballfans zu bekommen.

Kommen wir zum Geschehen vom Tage, acht Spiele standen auf dem Programm in der Premier League am heutigen Samstag. Und die Krise bei West Ham United und Manchester City verstärkt sich. Und wenn Sie sich jetzt fragen, welche Krise bei Manchester City gemeint ist, heißen Sie entweder Roberto Mancini oder sind nicht ganz so kritisch wie viele englische Journalisten oder die Fans von Manchester City. Die Citizens kamen heute nur zu einem 0:0 gegen Birmingham City. Und man spielte genauso uninspiriert, mutlos, ideenlos und unattraktiv wie am vergangenen Mittwoch im Derby gegen United. Mancini zog sich den Unmut der Fans zu, als er zehn Minuten vor Schluss Carlos Tevez (Stürmer!) für Gareth Barry (defensiver Mittelfeldspieler!) auswechselte. Da gehen Anspruch der Fans, investierte Geldsummen und Wirklichkeit doch einiges auseinander. Mancini sieht das offensichtlich anders. Der Trainer betont immer wieder, dass man doch noch auf dem vierten Tabellenplatz steht. Er spüre keinen Druck, es sind ja gerade mal erst 13 Spiele absolviert. Größtes Problem in Eastlands ist mittlerweile die Offensive, gemessen an der Anzahl der geschossenen Tore. 15 Tore haben die Citizens erzielt – zum Vergleich Chelsea 28, Man Utd 26, Arsenal 24 – und solange Carlos Tevez nicht trifft, will keiner Tore schießen. In den letzten drei Heimspielen hatte man nicht getroffen. Und die Fans, die dann reichlich Geld für ihren Besuch bezahlen, sind entsprechend sauer und ungeduldig. Und vielleicht am enttäuschendsten: Man erspielt sich auch immer weniger Torchancen in den letzten Spielen. Zum Glück für Mancini gibt es jetzt wieder zwei Auswärtsspiele, bei Fulham und in Stoke. Die Frage ist dann eben, ob Mancini dann noch auf der Bank sitzt. Die Besitzer scheinen noch Geduld zu haben, fragt sich nur, wielange die Fans ruhig bleiben und ihren Unmut bisweilen auf das Auspfeifen nach dem Spiel beschränken.

Nicht wirklich vom Fleck kommt auch West Ham United, man bleibt nach dem 0:0 gegen den FC Blackpool weiter Tabellenschlusslicht. Insgesamt hatten beide Teams gute Chancen ein Tor zu erzielen, Blackpool kann mit dem Punkt sicherlich gut leben, für West Ham ist das schlicht zu wenig. Aus den letzten drei Heimspielen gegen die Aufsteiger Newcastle, West Brom und Blackpool holte man zwei Punkte. Auf dem direkten Weg Richtung Championship. David Sullivan, einer der Besitzer des Klubs, hat Grant und dem Team ein kleines Ultimatum gestellt. Sieben Punkte aus vier Spielen sollen es nach den Wünschen von Sullivan sein. Jetzt hat man aus den letzten drei Partien gerade mal drei Punkte geholt, da braucht es in Liverpool am kommenden Samstagabend vier Zähler theoretisch. Apropos FC Liverpool: Der Aufwärtstrend der letzten Woche wurde heute Abend durch eine fürchterlich schlechte Leistung bei Stoke City gestoppt. Die Reds verloren verdient mit 2:0, es war ein Rückfall in die Zeiten von vor ein paar Wochen bis zur ersten Halbzeit in der Europa League gegen Neapel.

Die weiteren Ergebnisse:
Newcastle-Fulham 0:0
Wolverhampton-Bolton 2:3
Tottenham-Blackburn 4:2
Wigan-West Brom 1:0
Aston Villa-Manchester United 2:2

Während Bolton seine tolle Saison fortsetzt (jetzt Tabellenfünfter mit 19 Punkten) und Owen Coyle damit weiterhin ganz großartige Arbeit leistet (Johan Elmander mit seinem sechsten Saisontreffer, alle davon auswärts), ist der Höhenflug von West Brom ein wenig vorbei. Seit vier Spielen wartet man auf einen Sieg. Derweil kann sich Wigan durch das 1:0 über die Baggies über den dritten Saisonsieg freuen und feiert damit drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Manchester United kam nach einem 0:2 noch zu einem 2:2 bei Aston Villa. Es bleibt dabei: United spielt nicht gut, ist zwar immer ein wenig überlegen, macht aber zu wenig aus seinem Übergewicht. Und trotzdem sammelt man weiter fleißig Punkte und hat noch kein Spiel in dieser Saison verloren. Aber überzeugend ist das nicht, komische Saison der Red Devils.

Morgen ab 14h55 bei Sky das Spitzenspiel des Spieltages, wenn der FC Everton die Gunners vom FC Arsenal empfängt. Die Gäste aus London wollen mit einem Sieg auf Platz 2 klettern und ihre gute Auswärtsform untermauern. Aber das wird keine leichte Aufgabe, Everton ist seit sieben Spielen ungeschlagen, war in den letzten Jahren aber häufig chancenlos gegen Arsenal. Das Team von Wenger könnte mit einem Sieg zudem den FC Chelsea ein wenig unter Druck setzen, der im Anschluss den Spieltag mit dem Abendspiel gegen den FC Sunderland abschließt.

Premier League 2010/2011 #6, Manchester City – FC Chelsea

[15h39] Endstand Manchester City – FC Chelsea 1:0

City nutzt die eine Chance und den einen groben Fehler der Blues zum Heimsieg aus in einem sehr mäßigen Premier League Spiel. Erste Saisonniederlage für den FC Chelsea und kein Tor bei zuvor 21 Treffern in den ersten fünf Spielen. Insgesamt zur vorsichtig und dann mit Rückstand im Kopf nie in der Lage gewesen auch nur ansatzweise Torgefahr auszustrahlen. Kompliment aber auch an die City-Defensive. Drogba und Anelka gut bewacht. Wenig zugelassen. Chelsea nur mit einer echten Torchance, den Kopfball von Ivanovic an die Latte. Offensiv war das aber auch von Manchester City kein Bewerbungsschreiben. Viel Stückwerk. Tevez als Solist häufig ohne Anspielpartner. Zu wenig Tempo über die Flügel. Das Mittel der hohen Bälle gegen Terry und Alex war wirkungslos. Dann half der einzige Fehler des FC Chelsea für den Sieg.

Würde dann jetzt trotzdem nicht zu viel in diese Partie lesen. Da würde ich noch ein Wochenende warten. Chelsea trifft am nächsten Sonntag auf Arsenal, Man City hat Newcastle zu Gast. Dann können beide noch einmal unter Beweis stellen, wie gut sie wirklich sind, zeigen, dass Chelsea gegen starke Gegner nicht wie ein Angsthase agiert und dass City auch gegen die vermeintlich kleinen Team wie Newcastle überzeugend agieren kann.

Chelsea bleibt Tabellenführer, City zunächst mal punktgleich mit Arsenal und Man Utd auf dem vierten Platz. Aber die Konkurrenz spielt ja erst noch.

[15h35] Vier Minuten Nachspielzeit

[15h33] Wechsel Manchester City: Dedryk Boyata geht, Jerome Boateng kommt.

Erstes Premier League Spiel für den deutschen Nationalspieler bei Manchester City.

[15h31] Wechsel Manchester City: Emmanuel Adebayor für Carlos Tevez

[15h29] Freistoß von Tevez aus 20 Metern knapp neben das Tor. City’s Führung sieht sicher aus. Von Chelsea kommt offensiv einfach zu wenig. Fünf Minuten noch regulär Zeit für Chelsea, aber vom Gefühl her ist es heute scheinbar nicht der Tag der Blues. Bisher schlechteste Saisonleistung – und dann im bisher wichtigsten Spiel mit einem Gegner auf Augenhöhe. City stark formverbessert. Da hat das Tor zur Führung doch viele Kräfte freigesetzt und Ängste und Respekt verschwinden lassen.

[15h25] Wechsel FC Chelsea: Ramires geht, Josh McEachran für ihn in der Partie.

17 Jahre alt, Premier League Debüt des Mittelfeldspielers. Zehn Minuten noch in Eastlands.

[15h22] Chelsea nur nach Standards gefährlich. Freistoß von links durch Malouda in den Strafraum gefühlvoll geschlagen. Der Kopfball von Alex geht am langen Pfosten vorbei.

Wechsel Manchester City: Adam Johnson für den leicht humpelnden David Silva.

[15h18] Jetzt hat der FC Chelsea mal eine Aufgabe, nämlich in diese Partie zurückzufinden, und seit dem Rückstand fällt denen gar nichts mehr ein. Ist ja fast schon eine kleine Offenbarung, dass man nicht mehr als verzweifelte Fernschüsse von Essien gestalten kann. City steht sehr defensiv und macht das taktisch jetzt sehr clever.

Wechsel FC Chelsea: Daniel Sturridge für Didier Drogba.

[15h16] Und die Blues versuchen es schon mit Fernschüssen aus 25 Metern in persona Essien. Bisschen sehr wenig.

[15h13] Wechsel FC Chelsea: John Obi Mikel geht, Yuri Zhirkov kommt.

Also mehr Offensive für den FC Chelsea, nur noch eine Sechser-Position mit Essien.

[15h10] Die Führung hat Manchester City jetzt etwas mehr Selbstvertrauen und Kontrolle gegeben. Sind jetzt das bessere Team. Chelsea muss nun auf einmal den Schalter umlegen und mehr für die Offensive tun. Nicht ganz einfach und das schaffen sie bisher auch nicht. City freut sich derweil auf die ein oder andere Kontergelegenheit. Dürfte eine interessante Schlussphase werden. 25 Minuten noch.

[15h04] 1:0, Carlos Tevez, 59. Minute

Erste Chance für Manchester City in der zweiten Hälfte und Tevez schießt ein wunderbares Tor nach einem Konter der Gastgeber. Ramires verliert den Ball in Höhe der Mittellinie und dann hat City endlich mal Platz. Tevez schnappt sich die Kugel, zwei gegen drei, Tevez geht alleine, Terry und Ivanovic orientieren sich auf die mitgelaufenen Mitspieler. Der Argentinier findet die Lücke, Flachschuss an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Glückliche Führung. Chelsea mit dem ersten großen Fehler, der dann gleich bestraft wird. Sechstes Tor von Tevez in den letzten fünf Spielen gegen Chelsea.

[14h58] Hat sich was mit guter Start. Die Partie ist wieder in den Trott der ersten Hälfte zurückgefallen. Chelsea weiter – warum auch nicht – mit viel Vorsicht in diesem Spiel. Vom Gefühl die etwas bessere Mannschaft im zweiten Abschnitt. Bei City dauert das alles viel viel viel zu lange im Spielaufbau. Weiter kein gutes Spiel.

Immerhin endlich mal ein wenig Aufregung. Pass von de Jong auf Silva, der von der linken Seite mit Schuss aufs kurze Eck. Cech wachsam, rechtzeitig unten und lenkt den Ball zur Ecke, die dann fürchterlich schlecht getreten ist.

[14h51] Hui, es scheint ja zu gehen. Schönes Kombinationsspiel des FC Chelsea, Distanzschuss von Nicolas Anelka, den Joe Hart mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten lenken kann. Nach der anschließenden Ecke Kopfball Essien aber deutlich über das Tor. Guter Start.

[14h50] Beginn 2. Halbzeit

[14h33] Halbzeit Manchester City – FC Chelsea 0:0

45 Minuten für die Taktikfreunde des Fußballs. Bis auf den Latten-Kopfball von Ivanovic und dem ein oder anderen zaghaften Versuch von City aufs Tor zu schießen kaum Torchancen, wenig Dramatik, dafür aber intensiv geführte Zweikämpfe.

Beide Teams spielen mit angezogener Handbremse, Chelsea noch mehr als Man City. Bei den Gästen sollen Drogba und Anelka die offensiven Alleinunterhalter geben, Malouda ist nach 15 Minuten völlig abgetaucht. Mikel und Essien geben keine offensiven Impulse und sind meist damit beschäftigt jegliche Konterversuche der Citizens zu unterbinden. Dann kann eine Torchance eigentlich nur nach einer Standardsituation fallen. City mit viel Vorsicht, eigentlich ganz ansehnlichem Spiel, aber das ist offensiv zu eindimensional mit der Flanken von links und dem Spiel durch die Mitte. Da hat sich Chelsea mit einem hervorragend spielenden John Terry sehr gut drauf eingestellt.

Mal sehen, wer zuerst mehr Risiko gehen wird. Ich denke, dass Chelsea auch sehr gut mit einem Punkt in Eastlands leben könnte, für City wäre es definitiv zu wenig. Vielleicht sieht man das ja endlich in der zweiten Hälfte.

[14h27] Chelseas Offensivbemühungen sind größtenteils auch Alibiveranstaltungen. Da rücken zu wenige Spieler nach, da sind Drogba und Anelka im Nirvana und finden keinen Mitspieler für ihre Flanken, weil sie selbst nach außen rücken und dann in der Mitte fehlen. Defensiv hat Chelsea weiter alles im Griff. Terry rettet vor dem einschussbereiten Tevez nach Flanke von links durch Milner. Sonst wenig passiert, was Erwähnung finden sollte.

[14h22] Zabaleta sieht nach rustikalem Einsteigen gegen Ivanovic die erste gelbe Karte in diesem Spiel. Intensiv geführte Zweikämpfe, aber insgesamt faires Spiel. Bis eben gerade.

[14h18] Von City hätte ich mir schon ein wenig mehr erwartet. Tevez vorne häufig ganz auf sich alleine gestellt, man scheut das Risiko in einen Konter des FC Chelsea zu laufen. Sehr viel Vorsicht. Und Chelsea scherrt sich einen Teufel hier die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Mit Ausnahme der zwei Torchancen kann man die 30 Minuten auch ganz schnell wieder vergessen.

[14h14] Richtig viel Glück für Manchester City. Eckball von links für den FC Chelsea, kurz ausgeführt. Malouda hat richtig viel Zeit zum Flanken, wird von Boyata überhaupt nicht angegriffen. In der Mitte legt Alex per Kopfball für Ivanovic auf, dessen Kopfball an den Querbalken geht. Zweite Chance per Abpraller für Ivanovic, aber diesmal ist Joe Hart zur Stelle. Leichtes Übergewicht für die Londoner in den letzten Minuten.

[14h11] Eckball von rechts durch Milner, Kopfball Kolo Toure direkt in die Arme von Peter Cech. Wir nähern uns ganz langsam größerer Torgefahr.

[14h07] Beide Teams suchen den Weg zum Tor, mit Vorsicht und noch ohne der nötigen Dynamik und Geschwindigkeit. Häufig Einzelleistungen, eben von Anelka, zuvor ein geblockter Distanzschuss von Gareth Barry. Chelsea macht das weiter geschickt, stehen kompakt und lassen City im Mittelfeld wenig Platz für Konter. Und wenn City dann doch mal Raum hat zum Kombinieren, steht Chelseas Verteidigung sehr sicher. Ein mögliches Rezept für City könnte sein, mehr über die Außen zu spielen, das ist etwas auf die Mitte konzentriert. Gleiches gilt im Prinzip auch für das Offensivspiel von Chelsea, welche die rechte Seite komplett meiden. Und so bringt man Boyata auf links häufig in Aktion, aber bisher macht der Youngstar das hervorragend gegen Malouda und Ashley Cole.

[14h00] Interessant: Chelsea versucht derzeit alles nicht zu viel Tempo in dieses Spiel zu bringen, lassen den Ball ruhig durch die eigenen Reihen laufen, sind ballsicher und verhindern so, dass City Druck aufbauen kann. Die Gastgeber bemüht, finden derzeit aber noch nicht die Lücke gegen kompakte Blues aus der Hauptstadt.

[13h56] Erste gute Offensivszene jetzt von Manchester City. Freistoß von James Milner von der linken Seite, Cech kann mit den Fingerspitzen noch so ablenken, dass am langen Pfosten die City-Spieler die Kugel verpassen. Standardsituation entstand, weil Ivanovic auf der rechten Seite Zabaleta gefoult hat.

[13h54] Spiel noch in der Findungsphase. Ereignet sich vieles im Mittelfeld, aber kaum Struktur und Zeit für beide Teams mal einen gescheiten Angriff aufzubauen. Bis auf einen Torschuss von Tevez und eine harmlose Flanke von Silva wenig Action vor den Toren. City versucht die Kontrolle zu übernehmen, Chelsea schaut sich das ganz in Ruhe an.

[13h50] Musst eben zweimal hinschauen, aber Milner scheint tatsächlich über links zu kommen, David Silva vorerst über rechts. Boyata verteidigt auf rechts, Zabaleta übernimmt die linke Seite.

[13h47] Beginn 1. Halbzeit

Andrew Marriner aus den West Midlands pfeift die Begegnung an. Tolle Atmosphäre in Eastlands. Finde das Einlaufen zu Fatboy Slim ja immer sehr geil. City in hellblau mit Anstoß in der ersten Hälfte, spielen von links nach rechts. Chelsea in den dunklen Trikots.

[13h40] In der vergangenen Saison konnte Manchester City als einziges Team in der Premier League übrigens beide Aufeinandertreffen gegen den FC Chelsea für sich entscheiden.

[13h37] Bei City zunächst Adam Johnson nur auf der Bank. Der Guardian schrieb am gestrigen Freitag von schlechten Trainingseindrücken.

[13h32] Auslosung Carling Cup 4. Runde. Gespielt wird am 26./27. Oktober.

Wigan Athletic – Swansea
Birmingham City – Brentford
Newcastle United – FC Arsenal
Man Utd – Wolverhampton
Leicester – West Bromwich Albion
Aston Villa – FC Burnley
Ipswich Town – Northampton
West Ham United – Stoke City

[13h30] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

Manchester City: Hart – Zabaleta, Kompany, Kolo Toure, Boyata – Milner, De Jong, Barry, Yaya Toure – Silva – Tevez

FC Chelsea: Cech – Ivanovic, Terry, Alex, Ashley Cole – Ramires, Mikel, Essien – Malouda, Drogba, Anelka

Bei Manchester City ist Micah Richards doch nicht rechtzeitig fit geworden, also rückt Zabaleta auf die rechte Verteidigerposition, auf links verteidigt Dedryk Boyata, in der Jugendakademie bei City ausgebildet und seit dieser Saison bei den Profis, häufig in der Europa League eingesetzt. In der Liga nur mit sporadischen Einsatzzeiten. Bei Chelsea die zwei erwarteten Veränderungen. John Terry kehrt ins Team zurück, damit rückt Ivanovic wieder auf die rechte Seite und befördert Paulo Ferreira auf die Bank. In der Offensive bekommt Anelka den Vorzug vor dem verletzten Salomon Kalou.

[13h19] Bin gespannt, wie mutig und offensiv Manchester City dieses Spiel angeht und damit zeigt, dass man selbstbewusst gegen die ganz großen Team in der Premier League auftritt. Und da man sich selbst zu den Big Four zählen möchte, wäre es schon ein wenig verwunderlich, wenn man nicht mit der Prämisse in diese Partie geht selbst das eigene Spiel dem FC Chelsea aufzuzwingen. Denn Chelsea dominieren zu lassen und auf Konter zu warten, scheint der verkehrte Weg. Dann wird man irgendwann von der Stärke der Blues erdrückt. Also volle Offensive bei Man City? Könnte man meinen, wenn es nicht den italienischen Trainer auf der Bank geben würde. Also doch Vorsicht und behutsames Agieren heute gegen den Tabellenführer?

[13h15] Der Samstag in der Premier League an dieser Stelle im Live-Blog, zu Beginn mit dem Spitzenspiel Manchester City gegen den FC Chelsea. Für die Blues aus der Hauptstadt die erste Bewährungsprobe in dieser Saison, für die Gastgeber aus Eastlands die Möglichkeit zu zeigen, wie stark und mutig man wirklich spielen kann.

Premier League 2010/2011 #2, Manchester City – FC Liverpool

[22h52] Endstand Manchester City – FC Liverpool 3:0

Die Reds insgesamt mit einer enttäuschenden Leistung. Mit Ausnahme der Anfangsminuten und den einigen Momenten um die 60. Minute herum harmlos im Spiel nach vorne. Gerrard mit Lucas in der Defensive genug beschäftigt, wenig Impulse nach vorne. Torres noch weit von seiner Bestform entfernt. Ngog engagiert, aber wirkungslos. Ob die Formation mit zwei Spitzen wirklich der Weisheit letzter Schluss für Liverpool sein wird, bleibt nach der heutigen Leistung abzuwarten. Agger mit einem rabenschwarzen Tag. Das war für Liverpool eher ein Rückschritt zum Spiel letzte Woche gegen Arsenal.

Kompliment an Manchester City, mannschaftlich sehr geschlossen, kaum Fehler in den wichtigen Phasen des Spiels. Viel über die Flügel gespielt, defensiv sicher und die wenigen Chancen eiskalt genutzt. Definitiv ein Schritt nach vorne. Wie nachhaltig und dauerhaft das ist, zeigt sich in den nächsten Spielen. Adebayor wurde heute ignoriert. Da dürfte sich Konfliktpotential ergeben. Milner hat sich in seinem ersten Spiel wunderbar integriert. Absoluter Glücksgriff.

[22h50] Zwei Minuten Nachspielzeit

[22h45] Wechsel FC Liverpool: Daniel Pacheco für Jovanovic

[22h44] Wechsel Manchester City: Jo und Pablo Zabaleta für Kolo Toure und Carlos Tevez. Und der Besitzer der Citizens macht ein Gesicht, als dass er gerade 200 Millionen Pfund falsch investiert hätte.

[22h38] Babel mit der ersten guten Aktion, zieht von links in die Mitte, Schuss wird von Kolo Toure noch abgefälscht. Hart lenkt den Ball um den Pfosten. Einzelaktionen, mehr nicht.

[22h37] Wechsel FC Liverpool. Ryan Babel kommt für Fernando Torres.

[22h35] Viertelstunde noch zu gehen. Partie ist entschieden, passiert nicht mehr viel. Knackpunkt vielleicht wirklich die Doppelparade von Joe Hart. Wenn Liverpool da noch einmal verkürzt, wäre City vielleicht noch einmal ins Grübeln gekommen. Aber so fährt man das jetzt locker nach Hause. Und macht eher das 4:0 als Liverpool den Ehrentreffer.

[22h27] 3:0, Carlos Tevez, 68. Minute (FE)

Tevez verlädt Reina ziemlich humorlos. Das dürfte die Entscheidung sein. Zweite gefährliche Aktion für City in der zweiten Hälfte. Und das zweite Tor. Effezienz pur heute Abend von den Citizens.

[22h26] Elfmeter Manchester City

Adam Johnson setzt sich auf rechts mal wieder gegen Agger durch. Der Däne mit einem miserablen Abend. Gelingt fast gar nichts. Also wie gesagt Johnson mit dem gewonnen Zweikampf, stolpert sich in den Strafraum, wo Skrtel ihn dann legt. Dumme Aktion des Slowaken, wäre gar nicht nötig gewesen, weil Milner sich den Ball schon viel zu weit vorgelegt hatte. Milner nimmt den Kontakt an. Okay Elfmeter zu geben.

[22h24] Und schon hat City das Spiel wieder beruhigt und in ruhige Bahnen gelenkt.

[22h20] Und könnte das vielleicht der Knotenlöser für den FC Liverpool sein? Starke letzte Minuten der Reds jetzt. Zum ersten Mal so etwas eie Dominanz auf dem Platz. Richards bekam nach mehreren Fouls an Gerrard die gelbe Karte.

[22h17] Was eine Szene von Joe Hart, erinnert ein wenig an Robert Enkes Leistung gegen den HSV von vor ein paar Jahren. Erst Gerrard mit dem Pfostenschuss, dann rettet Hart erst gegen den Schuss von Ngog und schmeißt sich dann in den Abpraller von Torres rein. Kuyt hatte nach dem Pfostenschuss von Gerrard den Ball aufgenommen und Ngog bedient. Doch Hart vereitelt den Anschluss.

[22h16] Und dass man den Saisonauftakt nicht überbewerten sollte, zeigt die heutige Partie. City mit viel besserer defensiver Ordnung und effektiver Offensive. Liverpool im Vergleich zur Partie gegen Arsenal kaum mit Zug zum Tor und vor allem defensiv mit zu vielen Fehlern.

[22h12] 2:0, Micah Richards, 52. Minute

Vorentscheidung? Ecke von Milner von der rechten Seite. Kopfball von Richards in der Mitte, Tevez irritiert Reina, Ball geht an Freund und Feind vorbei ins Tor. Erste Chance in den zweiten 45 Minuten und gleich die Führung ausgebaut. Besser geht es nicht.

[22h11] Spiel kommt allmählich wieder etwas mehr in Fahrt, wenn die Spieler ihren Pausentee verdaut haben. Eigentlich bis jetzt ein unverändertes Bild im Vergleich zur ersten Hälfte. Mehr Gefahr und Zug zum Tor weiterhin von den Gastgebern.

[220h8] Sir Alex ist auch vor Ort im Stadion. Der will sich doch sicherlich einen Spieler anschauen und kaufen…

[22h05] Beginn 2. Halbzeit

Sehr lange Pause. Keine Wechsel. Weiter geht es. Von Liverpool darf gerne mehr kommen.

[21h48] Halbzeit Manchester City – FC Liverpool 1:0

Viel Luft nach oben, Spiel ist zwar ganz nett anzuschauen, viele Torchancen gab es aber nicht. City ist mit einer sehr schönen Aktion in Führung gegangen, danach viel Ballbesitz, eine weitere gute Chance durch Adam Johnson. Ansonsten hat man die Überlegenheit und die Schnelligkeit im Offensivspiel nicht gut genug ausgenutzt. Von Liverpool kommt ganz wenig. Defensiv hat Agger seine Schwierigkeiten mit Adam Johnson, und im Spiel nach vorne ist das zu langsam, einfalls- und ideenlos, als dass es City vor große Herausforderungen stellen würde. James Milner bei seinem Debüt mit guter Leistung. Adam Johnson gefällt mir am besten. Bei Liverpool Gerrard und Lucas nicht ganz klar, wer eigentlich was macht. Ngog bemüht, geht viele Wege. Sonst passiert offensiv aber nur wenig.

[21h44] Schaut man sich den Gesichtsausdruck von Roy Hodgson, dürften die Wände in der Umkleidekabin der Reds stimmlich gleich auf ihre Standfestigkeit getestet werden. Hodgson außer sich auf der Trainerbank, nach dem zweiten schlampigen Zuspiel in die Offensive. Erst von Ngog, dann von Gerrard.

[21h39] Guter Konter von Manchester City nach Missverständnis von Gerrard und Lucas (es war nicht das erste heute Abend). Schneller Gegenangriff über Yaya Toure, Milner legt weiter auf Adam Johnson auf rechts, der eins gegen eins mit Daniel Agger geht. Schuss geht aber knapp am Tor vorbei und berüht noch das Außennetz.

[21h35] Erster richtiger Torabschluss für den FC Liverpool. Zusammenspiel von Gerrard und Ngog auf der rechten Seite. Der Franzose zieht in die Mitte, Linksschuss aber zu zentral aufs Tor. Keine Probleme für Joe Hart.

[21h30] Das einzige, was bei City noch so ein bisschen hakt, ist das Zusammenspiel zwischen Mittelfeld und Carlos Tevez. Der Argentinier lässt sich, wenn Liverpool in Ballbesitz ist, weit zurückfallen, teilweise bis weit in die eigene Hälfte. Wenn City dann nach Ballverlust der Reds umschalten will, fehlt für den Moment die Anspielstation ganz vorne und City muss im Mittelfeld ein paar Sekunden den Ball halten, bis sich ein Mitspieler anbietet. Zeit für Liverpool zurückzukommen und sich zu positionieren. Nicht nur deshalb sind die Konter von City eher selten. Trotz des hohen Anteils an Ballbesitz.

[21h27] 25 Minuten durch. Liverpools Offensivbemühungen sind von Einfallslosigkeit geprägt, dass es fast schon schmerzt da zuzuschauen. City mit der Führung im Rücken spielstark, variabel, flexibel, viel Bewegung. Das sieht sehr gut aus und bietet Liverpool im Moment nur die Chance zu reagieren. Trotz der Überlegenheit der Gastgeber bisher aber keine weitere Torchance nach dem 1:0. Trotzdem ein Statement von City, gefällt mir ausgesprochen gut.

[21h20] City macht das geschickt. Wenn Liverpool angreift, sind alle Citizens in der eigenen Hälfte, machen die Räume eng. Und da die Reds eher behäbig der Spielaufbau gestalten, ist der Ball dann irgendwann weg. Und City beginnt mit den schnellen Kontern, über Milner und Adam Johnson. Wird eine harte Nuss für die Reds, wenn man offensiv nicht mehr Zug zum Tor bekommt.

[21h14] 1:0, Gareth Barry, 13. Minute

Liverpool wird mit drei Pässen ausgehebelt – und das ging noch nicht einmal in Blitzgeschwindigkeit. Da konnte City in Ruhe überlegen und bekam die Zeit und den Raum vom FC Liverpool. Gareth Barry der Torschütze. Adam Johnson wird auf rechts nicht angegriffen, kann den Ball an Gerrard vorbei zu Milner durchstecken, Pass in die Mitte, wo Barry freistehend nur noch einschieben braucht. Die Ex-Villens-Kombination. Keine Chance für Reina. Hat sich nicht wirklich angedeutet. Und der Defensivfanatiker Hodgson wird sich die Haare raufen.

[21h13] Auf den LED-Werbebanden auch einige Botschaften in arabischer Sprache. Was tut man nicht alles für den Besitzer.

[21h10] Fast zehn Minuten durch. Erste gute Chance für City. Fernschuss von Adam Johnson aus über 20 Metern. Der satte Linksschuss geht aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Reina wäre chancenlos gewesen. Sonst wenig passiert, ordentliches Tempo. Liverpool versteckt sich nicht und spielt kontrolliert und vorsichtig nach vorne.

[21h05] Martin Skrtel sieht nach etwas mehr als drei Minuten gelb für ein Foul an Tevez auf der rechten Seite. Das sieht offensiv bei City sehr flexibel aus, was die Positionen angeht. Mal kommt Milner über rechts, mal Adam Johnson. Jedenfalls gibt Tevez die einzige Spitze ganz vorne im Zentrum drin.

[21h02] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte, natürlich in den roten Trikots. City in hellblau.

[20h58] Die Premier League Grafik sieht City im 4-3-3. Auch möglich, müssen wir mal schauen. Dann würde Milner wieder über den rechten Flügel kommen.

[20h55] Liverpool absolviert heute sein 50. Monday Night Game. Beobachtet von Scheich Mansour, dem Besitzer der Citizens.

[20h54] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

Manchester City: Hart – Richards, Toure, Kompany, Lescott – De Jong, Yaya Toure – Barry, Milner, Adam Johnson – Tevez

FC Liverpool: Reina – Johnson, Skrtel, Carragher, Agger – Jovanovic, Gerrard, Lucas, Kuyt – Torres, Ngog

Manchester City nur mit einer Spitze, Carlos Tevez. Adebayor genauso wie David Silva nur auf der Bank, Dahinter Milner in der zentralen Rolle, Barry eher über links, Adam Johnson über rechts. De Jong und Toure sollen für defensive Stabilität sorgen. Liverpool mit zwei Stürmern, Torres und Ngog. Mittelfeld sehr kompakt mit Jovanovic, Lucas und Kuyt, der sicherlich mehr über die rechte Seite agieren wird. Mal schauen, wie offensiv ausgerichtet Gerrard ist. Im Prinzip hat er ja nie eine feste Position und ist immer überall zu finden.

[20h40] Liverpool hat sich derweil wieder Schlagzeilen neben dem Feld gemacht. Der chinesische Interessent für eine Übernahme, Kenny Huang, hat sich aus dem Staub gemacht und zeigt keine Ambitionen mehr für ein Kaufangebot gegenüber dem FC Liverpool. Man hat nie gesehen, er war nie im Stadion, und hat nie wirklich durchblicken lassen, wie er seine Aktionen eigentlich finanzieren möchte. Nun wird heftig darüber spekuliert, ob Huang überhaupt die finanziellen Mittel hatte die Reds zu kaufen oder ob sein vermeintliches Interesse nur ein dummer Drang nach Öffentlichkeit und Anerkennung war. Fakt ist, dass Liverpool sich weiter nach einem potentiellen Käufer umschauen muss. Die Royal Bank of Scotland hat Kredite in Höhe von 237 Millionen Pfund an die Reds vergeben. Der Verein hat Anfang Oktober eine Strafzahlung in Höhe von 60 Millionen Pfund zu entrichten, sollte Liverpool das Geld nicht zurückzahlen oder die Rahmenbedingungen des Vertrags neu verhandeln. So oder so braucht der Verein Geld. Vom Chinesen gibt es das nicht mehr.

[20h30] Weiteres zum Personal: Liverpool heute zum ersten Mal mit Fernando Torres von Beginn an. Bei City gibt James Milner sein Debüt in hellblau, Mario Balotelli ist mit seiner Knieverletzung nicht rechtzetitig fit geworden. Apropos Milner: Laut Aufstellung wird er zentral in der Mitte spielen. Adam Johnson auf rechts, Tevez ist einzige Spitze bei City. Damit kommt Roberto Mancini den Wünschen von James Milner nach. Er spielt also nicht auf dem rechten Flügel wie zum Beispiel in der englischen Nationalmannschaft.

[20h25] Ganz aktuelle Nachrichten gibt es heute Abend um Javier Mascherano. Es ist ja seit längerem bekannt, dass der Argentinier bei dem richtigen Angebot den Verein verlassen kann. Eine Einigung mit Inter Mailand gelang nicht, jetzt soll der FC Barcelona die Fühler ausgestreckt haben. Mascherano ist heute Abend nicht im Kader der Reds. Der Guardian meldet derweil, dass eine erste Offerte der Katalanen in Höhe von 15 Millionen Euro vom FC Liverpool zurückgewiesen wurde. Ein Wechsel erscheint aber sehr wahrscheinlich, lediglich beim Geld braucht es noch eine Einigung.

[20h21] Ein 6:0 wird es heute Abend wahrscheinlich nicht geben, aber hoffentlich trotzdem viele schöne Aktionen und jede Menge Dramatik. Und auch wenn drei der letzten vier Duelle zwischen beiden Teams in Eastlands 0:0 ausgingen, hoffen wir ganz inständig auf viele Tore heute Abend. Das Spitzenspiel am 2. Spieltag zwischen Man City und dem FC Liverpool. Good Evening.

Premier League 2010/2011: Saisonvorschau Manchester City

Wie muss man sich als steinreicher Besitzer der Abu Dhabi United Group eigentlich fühlen, wenn man über 120 Millionen Pfund vergangenen Sommer investiert hat um am Ende nur auf einem mageren fünften Platz gelandet ist, weil man es nicht schaffte daheim gegen Fulham, Stoke oder den FC Burnley zu gewinnen? Wie muss man sich fühlen, wenn man für Roque Santa Cruz, damals Stürmer bei den Blackburn Rovers, 18 Millionen Pfund ausgibt und im Gegenzug die betrachtliche Anzahl von drei Saisontoren geschenkt bekommt? Wie muss man sich fühlen, wenn man für den Innenverteidiger vom FC Everton, Joleon Lescott, knapp 25 Millionen Pfund überweist und der Engländer gerade mal 18 Einsätze absolvieren kann, also nicht mal die Hälfte der Premier League Saisonspiele? Und wie fühlt man sich, wenn man Arsene Wenger gesehen hat, der in sich hineinlacht, weil er Adebayor und Kolo Toure für weit jenseits der 40 Millionen Pfund an Manchester City abgab? Und wie fühlt man sich als Besitzer von Manchester City, wenn man gleichzeitig sieht, dass man hinter den Tottenham Hotspur gefallen ist, die im letzten Sommer ein paar Stellschrauben bewegt haben und unter anderem moderate Summen für Sebastian Bassong, Peter Crouch und Niko Krancjar ausgegeben haben? Und zu allem Überfluss köpfte ausgerechnet Peter Crouch den Siegtreffer für die Spurs in Eastlands Anfang Mai. Das Lächeln der Besitzer war endgültig verflogen. Erwähnen Sie mal den Namen Robinho.

Nun will ich die Transferpolitik von Manchester City im letzten Sommer nicht völlig in den Abfalleimer befördern. Es gibt ja auch ein positives Beispiel. Der Transfer von Adam Johnson vom damaligen Premier League Absteiger FC Middlesbrough bestätigt dann aber vielleicht die Ausnahme der Regel. Nun dürfte offensichtlich sein, dass City keine schlechten Spieler gekauft hat. Trotzdem ist aber festzuhalten, dass im Vergleich zum Potential der Spieler und der Menge des ausgegebenen Geldes der fünfte Platz fast schon eine mittlere Katastrophe gewesen ist. Man dürfte gemerkt haben, dass man mit viel Offensive zwar gelegentlich Spiele eindrucksvoll und attraktiv gestalten kann, mit der Vernachlässigung der Defensive aber dafür sorgt, dass man längst eingeplante Siege gegen schwächere Teams nicht finanlisieren konnte. Also auf ein Neues. Noch einmal die große Einkaufstour, diesmal muss es ja mit einem Platz unter den ersten drei Mannschaften klappen.

Knapp 80 Millionen Pfund hat man bereits ausgegeben. Und der August ist noch lang. Zu aller Erstaunen hat man sich bei den Verstärkungen vor allem auf die Defensive konzentriert. Bringt ja auch wenig noch mehr Stürmer nach Eastlands zu holen, hat ja mit Adebayor, Carlos Tevez, Craig Bellamy und Torschussgranate Santa Cruz schon genug davon. Darf man jetzt also von einer schlauen, durchdachten Transferpolitik sprechen? Muss man wohl, wenngleich die exorbitanten Summen immer noch kaum zu rechtfertigen sind.Yaya Toure sollte dem defensiven Mittelfeld der Citizens die dringend benötigte Stabilität geben, David Silva dem offensiven Mittelfeld die häufig abhanden gekommene Kreativität. Mit Aleksander Kolarov und Jerome Boateng hat man gleich zwei potentielle Linksverteidiger verpflichtet. Vielleicht tauscht Boateng ja auch die Seiten und agiert auf der rechten Verteidigerposition oder gibt wie im Testspiel zuletzt gegen den FC Valencia neben Kolo Toure oder Kompany den Innenverteidiger, Richards dann auf rechts und Kolarov auf links. Der kann auch nur dort spielen. Defensiv ist Manchester City also sehr viel besser aufgestellt und über die offensive Power sind eigentlich keine weiteren Worte zu verlieren. Das kann mit der Spitze der Premier League mithalten.

Größtes Problem bei den Citizens: Es herrscht fast schon ein Überhang an guten Spielern. Schaut man sich nur mal das defensive Mittelfeld an: Yaya Toure, Gareth Barry, Nigel De Jong, Patrick Viera (ja, der spielt auch noch mit), Vincent Kompany und Pablo Zabaleta. Und zwei können nur spielen. Gleiches gilt im Sturm: Adebayor, Bellamy, Tevez und Santa Cruz. Und die Besitzer mit dem vielen Geld hätten auf alle Fälle gerne noch Mario Balotelli von Inter Mailand und über Diego Forlan wäre man scheinbar auch nicht abgeneigt. Und sollte James Milner von Aston Villa noch gewonnen werden können, streitet er sich auf der rechten Seite mit Shaun Wright-Philipps um einen Stammplatz. Vorsorglich hat das Management der Citizens schon angekündigt, dass man im Gegenzug Stephen Ireland als Bonus mit oben drauflegt. Denn der würde da sowieso nur stören. Es ist eine große Ansammlung von Stars. Die jetzt zu einem Team zu formen und dabei den Spielern auch unbequeme Wahrheiten mitteilen zu müssen ist die Aufgabe von Roberto Mancini, der ja eigentlich gar nicht mehr da sein sollte, jetzt aber vor der Saison den Druck verspürt das Team auf den vierten Platz zu führen, wenn nicht gar noch mehr. Und vor allem: welche Spieler in die erste 11 stellen?

Gelingt das Roberto Mancini, dürfte es eine ruhige Saison werden. Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht daran. Und sobald es auch nur das kleinste aller möglichen Anzeichen gibt, dass das angestrebte Saisonziel nicht erreichbar scheint, ist Mancini schneller weg, als dass er noch Ciao sagen kann. Keine Ahnung, wie es damit in der täglichen Arbeit mit der Mannschaft und dem Umfeld lebt. Einfach ist es sicher nicht. Für Mancini zählen erstmal nur Ergebnisse, die Schönspielerei würde man zwar auch gerne sehen, aber die Erwartungen werden diesbezüglich erstmal klein gehalten. Sind ja sonst schon auch groß genug. Und das schöne ist: Man kann Ende September schon die erste Bilanz ziehen. Auftakt in Tottenham, dann gegen Liverpool. Da kann man ein erstes Zeichen setzen. Und dann kommen all die unbequemen Gegner, die City das Leben versauen wollen und das letzte Saison teilweise richtig gut geschafft haben: Blackburn, Stoke City, Wigan Athletic. Ende September dann die Partie gegen den FC Chelsea. Man wird Roberto Mancini genau beobachten.

Ich hatte vor ein paar Tagen ja schon gefragt, ob Manchester City in der derzeitigen Aufmachung Segen oder Fluch für die Premier League ist. Die einen sagen, das hätte mit Fußball nicht mehr viel zu tun und zeige nur die Geldgier und dass Premier League Vereine Spielbälle ausländischer Milliardäre seien. Die andere Fraktion, zu der ich mich auch zählen würde, sieht das ganze mehr unter dem sportlichen Aspekt. Mit der Aufrüstung der Citzens ist ein weiterer potentieller Kandidat für die Plätze 1-4 entstanden. Sportlich macht das den Wettbewerb also durchaus reizvoller. Mit dem Modell muss man nicht unbedingt einverstanden sein. Oder man kann es wie Arsene Wenger in dem sehr empfehlenswerten und lesenswerten Interview von Amy Lawrence im Observer machen, der zwar das Hochzüchen zur Kenntnis nimmt, es aber innerlich verabscheut, weil es seine besondere Form von Fußball, von Talenten entwickeln, von Spielern besser machen, vom Schleifen der Juwelen und Diamanten, diametral entgegenwirkt. Aber Wenger will darüber nicht sprechen. Simple Antwort: “We have always finished above Man City”. Und genau diesen Satz wollen die Besitzer aus Abu Dhabi nicht länger hören. Eine Chance haben sie noch.

Zugänge: Yaya Toure (FC Barcelona), David Silva (FC Valencia), Aleksandar Kolarov (Lazio Rom), Jerome Boateng (Hamburger SV), Alex Henshell (Swindon Town), Albert Rusnak (MFK Kovice)

Abgänge: Javier Garrido (Lazio Rom), Martin Petrov (Bolton Wanderers), Valeri Bojinov (FC Parma), Sylvinho (Vertrag wurde nicht verlängert), Benjani (Vertrag wurde nicht verlängert).

Prognose: Vom Spielerpotential spielt City ganz vorne mit. Ein paar Fragezeichen hinter der kreativen Offensive. Defensiv sollte man die Schwächen der letzten Saison minimiert haben. Interessant werden zwei Dinge zu sehen sein. Wie geht City mit sehr defensiv eingestellten Gegnern um und wie gut schafft man es Unruhe bei Negativerfolgen zu begrenzen? Und wie schaffen es die großen Stars den Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Partien gegen Arsenal, Man Utd und Chelsea und Auftritte in der Europa League in Südosteuropa oder bei Blackpool in der Premier League? Am Ende gibt es den vierten Platz. Und Mancini wird die Saison nicht bis zum Ende erleben.

Vor der Premier League Saison 2010/2011: One Last Shot

Die Vorfreude steigt langsam wieder. In 11 Tagen beginnt die neue Premier League Saison. Schafft Chelsea den Titel zu verteidigen? Kann Arsene Wenger Arsenal endlich wieder zu einem großen Titel führen? Und wie stark wird Manchester City sein? Das sind nur ein paar Fragen, welche die kommende Spielzeit wieder eindrucksvoll beantworten wird. Bevor ich an dieser Stelle in den nächsten Tagen in mehreren Vorschauserien die sportlichen Aspekte der neuen Premier League Saison aufgreifen möchte, soll es zunächst heute ein paar einleitende Bemerkungen und Gedanken zur höchsten englischen Fußballliga vor der Spielzeit 2010/2011 geben. Da ließe sich sicherlich noch viel erwähnen und diskutieren, ich habe mir einige Aspekte herausgegriffen, die lohnenswert sind hier noch einmal ausführlicher dargestellt zu werden.

Nach der WM ist vor der Premier League: Konsequenzen des frühen Ausscheidens der Three Lions vorerst nicht für die Liga
Nach dem blamablen Abschneiden der englischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika mit der deutlichen Niederlage im Achtelfinale gegen Deutschland, haben auch die Strukturen der Premier League sehr schnell ihr Fett abbekommen. Zu viele ausländische Spieler, die Nachwuchsarbeit wird nur unzureichend gefördert, die Profis sind durch die vielen Spiele und die fehlenden Winterpause am Ende der Saison müde und können bei sportlichen Großereignissen nicht mehr ihre beste Leistung abrufen, weil sie müde und erschöpft wirken. Vorerst wird es aber keine spürbar nachhaltigen Veränderungen geben, vor allem nicht in dieser Spielzeit. Erste Entscheidungen könnten frühstens zur nächsten Saison 2011/2012 fallen. Aktueller Stand der Überlegungen ist derzeit, dass man die Wiederholungsspiele im FA-Cup abschafft, damit man der Premier League zwei Wochen Pause im Januar gewähren könnte. Ob das letztendlich auch umgesetzt wird, ist eine weitere Dimension. Alle 20 Vereine müssten zur Abstimmung gebeten werden, erforderlich ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit, sechs Vereine dürften also höchstens ihr Veto einlegen. Wobei eine Winterpause mittlerweile schon Konsens zu sein scheint, strittig ist noch die Implementierung im Januar. Die Einführung einer Winterpause steht schon seit Jahren auf dem Wunschzettel vieler Trainer (siehe ein Interview von Arsene Wenger aus dem Januar 2004), sechs Jahre danach ist wenig passiert. Es wäre überraschend, wenn man sich jetzt innerhalb einer Spielzeit auf eine neue Regelung verständigen könnte. Aller Befürworter einer Winterpause bekommen Stoff durch eine umfangreiche Datenerhebung von IMScouting, welche die Spielzeiten der europäischen Top-Ligen in zwei Hälften eingeteilt und geschaut haben, wie sich die Anzahl der Treffer der Mannschaften verändert hat. Nur fünf Teams haben in der zweiten Saisonhälfte weniger Tore erzielt, drei davon kommen mit Liverpool, Arsenal und Man Utd aus der Premier League. Die Bilanz des FC Chelsea hingegen widerspricht der Bilanz. Es könnte ein weiteres Indiz sein, ein Mittel zur Unterstützung für die Einführung einer Winterpause, wobei Korrelation und Kausalität gerne noch einmal überprüft werden dürften.

Zweiter wesentlicher Kritikpunkt war die mangelnde Nachwuchsarbeit im englischen Fußball, wofür die Premier League maßgeblich verantwortlich sei. Die Nationalmannschaft sei zu alt, junge, gute Spieler würden zu wenig nachkommen. Dabei wurde gerne übersehen, dass Spieler wie Theo Walcott und Darran Bent von Capello nicht mitgenommen wurden. Vergleicht man die A-Nationalmannschaft mit der Aufstellung der englischen U21 im Finale gegen Deutschland im Juni 2009, kann man feststellen, dass nur James Milner aus der Startelf auch den Sprung in die erste Mannschaft von Capello gefunden hat, der eben bei dieser WM auch ganz klar die Trumpfkarte Erfahrung ausspielen wollte. Er hätte genauso gut auch Joe Hart ins Tor stellen können. Dennoch ist die Sehnsucht nach spielstarken, jungen englischen Nationalspielern scheinbar riesengroß. Als Arsene Wenger am Sonntag mal seine Gedanken zu einem möglichen Nationalmannschaftseinsatz von Jack Wilshere der Presse offenbarte, überschlugen sich die Journalisten mit Schlagzeilen und Meldungen, dass Wenger unbedingt einen Einsatz seines Mittelfeldspielers fordere. Dabei war das gar nicht die Intention des Franzosen, sondern vielmehr der Wunsch vieler Medien. Die Premier League versucht sich dem Problem des fehlenden englischen Fußballnachwuchses anzunehmen. Ab der kommenden Saison wird erstmals die Home-grown-player-rule greifen, so etwas wie eine Talentquote (siehe dazu meinen Blogeintrag vom September 2009). Am Ende der Transferperiode zum 31. August 2010 muss jede Mannschaft in ihrem 25-Spieler-Kader mindestens acht “home-grown” players haben. Als ein solcher Spieler gilt man, wenn man im Alter von 16 bis 21 mindestens drei Spielzeiten bei einem englischen oder einem Klub aus Wales unter Vertrag stand. Diese Regel beinhaltet auch, dass man seinen Kader mit mehr als 25 Spielern vergrößern kann, wenn diese “home-grown” sind. Das heißt aber auch, dass der Kader bei fehlenden “home-grown” Spieler entsprechend kleiner wird. Arsenal hat zum Beispiel nach derzeitigem Stand nur sechs Spieler, die diese Bedingung erfüllen, darf also deshalb insgesamt nur 23 Spieler nominieren. Liverpool hat nur fünf Spieler, darf also maximal vorerst einen Kader von 20 Spielern haben. Ausführliche Erklärung bei der BBC.

Money, Money, Money: Die Finanzen der Premier League
Vor einem Jahr stand die beginnende Premier League Saison noch unter den Eindrücken der Wirtschafts- und Finanzkrise mit hohen Verlusten für die Besitzer der Vereine und massiven Sparkursen der Klubs. Man scheint aus den Erfahrungen der letzten 12 Monate ein wenig gelernt zu haben und kontrolliert die Ausgaben sehr viel stärker. Chelsea hat sich von einem Großteil seiner Spieler, die nur auf der Bank sitzen und Geld kosten, getrennt, Arsenal dreht schon seit Jahren bei Transfers jeden Penny viermal um. Und Manchester United sitzt immer noch auf den Transfererlösen von Christiano Ronaldo. Was dabei aber nicht vergessen werden darf sind die immer noch teils enormen Schulden der Besitzer-Familien. Trotzdem ist man vorsichtiger beim Ausgeben des vielen Geldes geworden. Bei den Transfertätigkeiten in diesem Sommer ist man vorsichtig und bedacht vorgegangen. Mit einer Ausnahme, dazu unten später mehr. Doch dass die Premier League weiter im großen Geldfluss schwimmt, dürfte auch unmissverständlich sein. Ab dieser Saison tritt für drei Spielzeiten der neue TV-Vertrag mit BSkyB und ESPN UK in Kraft, der fast 1,8 Milliarden Pfund für die nächsten drei Saisons ausschüttet. Zudem steigen die Einnahmen aus dem Trikotsponsoring (via Allesaussersport-Facebookpage) bei einigen Vereinen oder bleiben gleich, sinken tun sie aber nur bei Newcastle und Sunderland. Die Zuschauerzahlen sind letzte Saison trotz Wirtschafts- und Finanzkrise nur leicht gesunken, das dürfte sich dank verbesserter wirtschaftlicher Lage und leicht rückläufigen Ticketpreisen vielleicht wieder verbessern. Zudem hat man die intensive Vorbereitungsphase wieder für einen globale Werbetour genutzt. Blackburn und Everton waren unter anderem in Australien, Man Utd, Man City und die Spurs in den Vereinigten Staaten. Das globale Interesse an der Premier League ist weiterhin enorm groß, wenn in Toronto 40.000 für ein Testspiel der Red Devils gegen Celtic Glasgow antreten – bei Ticketpreisen zwischen 75 und 165 US-Dollar. Mehr über die Erschließung des US-Marktes durch die Premier League gibt es bei EPL Talk zu lesen. Die Premier League ist also schon mit sehr viel schlechteren Rahmenbedingungen in eine neue Spielzeit marschiert. Trotzdem hat ein Sinneswandel stattgefunden: Starke Kontrolle der Ausgaben bei aber weiter stark steigenden Einnahmen. Es könnte schlechter sein.

Manchester City: Fluch oder Segen für die Premier League?
Kein Verein hat in der Sommerpause die Fans so polarisiert wie Manchester City. Der Geldhahn war dauergeöffnet und wer stand nicht alles auf dem Wunschzettel in Eastlands. Messi, Balotelli, Dzeko, Özil um nur einige zu nennen. Manchester City unternimmt in der nächsten Saison den letzten Versuch endgültig in die Phalanx der Big Four einzubrechen. Und die Story der Citizens ist schon Saisonbeginn die vielleicht interessanteste und dürfte es auch während der 38 Spieltage bleiben. Das Scheitern in der vergangenen Saison – denn etwas anderes als der fünfte Platz mit dem verlorenen direkten Duell gegen die Tottenham Hotspur – scheint Spuren hinterlassen zu haben. Und da Geld vorerst weiter keine Rolle spielt, versucht man jetzt noch einmal den Großangriff auf die Ligaspitze. Wie ein kleines gekränktes Kind, das sich beweisen will. 200 Millionen Pfund haben die Besitzer der Abu Dhabi United Group dafür zur Verfügung gestellt. Und es sind noch Scheine in der Kriegskasse. Rund 28 Millionen Pfund ließ man sich den Wechsel von Yaya Toure vom FC Barcelona kosten, David Silva vom FC Valencia kam für 24 Millionen Pfund, Jerome Boateng für schlappe 11 Millionen Pfund. Bereits im Sommer 2009 gab Manchester City 120 Millionen Pfund aus. Jetzt wurde noch einmal von den Besitzern des Vereins mehr Geld zur Verfügung gestellt. Und es dürfte offensichtlich sein, dass City sich bis zum Transferschluss am 31. August noch ein paar große Namen angeln wird. Ist das nun Segen oder Fluch für die Premier League? Die einen sagen, das hätte mit Fußball nicht mehr viel zu tun und zeige nur die Geldgier und dass Premier League Vereine Spielbälle ausländischer Milliardäre seien. Die andere Fraktion, zu der ich mich auch zählen würde, sieht das ganze mehr unter dem sportlichen Aspekt. Mit der Aufrüstung der Citzens ist ein weiterer potentieller Kandidat für die Plätze 1-4 entstanden. Sportlich macht das den Wettbewerb also durchaus reizvoller. Wenn City nicht wieder so unter seinen Möglichkeiten spielt wie in der vergangenen Spielzeit, was ebenso die Frage aufwirft, ob Roberto Mancini der richtige Trainer für diese Star-Truppe ist. Eigentlich stand er zum Ende der vergangenen Saison mehr denn je in Frage. Jetzt will man aber an ihm festhalten und er verspricht Erfolg. Sollte der sich in den ersten Monaten nicht einstellen, dürfte Mancini ganz schnell weg sein.

Das Kartenhaus FC Liverpool: Wer rettet es vor dem Zusammenfallen?
Ob der richtige Trainer beim richtigen Verein ist, kann man sich auch beim FC Liverpool fragen. Roy Hodgson, ehemals FC Fulham, soll die Reds wieder zurück in die Erfolgsspur bringen und eine Saison in der Europa League schadlos überstehen und am besten nebenbei noch um den Titel in der Premier League kämpfen. Keine leichte Aufgabe. Zumal die Arbeit von Hodgson wieder mit allzu vielen Unbekannten auskommen muss. Wie ist die Form von Steven Gerrard und Fernando Torres in der kommenden Spielzeit? Bleiben sie eine komplette Saison verletzungsfrei? Mit Jovanovic aus Lüttich, Joe Cole vom FC Chelsea und Wilson von den Glasgow Rangers hat man den Kader sinnvoll ergänzen können, was nach den Abgängen von Benayoun und vermeintlich auch Mascherano dringend nötig war. Und bis jetzt konnte man auch Gerrard und Torres halten. Sportlich bisher alles aufgegangen, was die finanziellen Probleme an der Anfield Road sicherlich nicht kleiner macht. Der Verein hat immer noch einen Kredit von 237 Millionen Pfund bei der Royal Bank of Scotland, der dringend und schnell abbezahlt werden muss. Die US-Besitzer Hicks und Gillett können das wohl nicht erreichen, schieben sie den Termin für eine Rückzahlung immer weiter voraus. Hilfe könnte jetzt aus China kommen. Der chinesische Milliardär Kenny Huang, Aktienhändler an der New Yorker Wall Street und Chairman der QSL Sports group aus Hongkong, hat mit einem der wohl finanzstärksten Investmentfonds in Asien im Rücken ein Angebot für den FC Liverpool vorgelegt. Er würde, so melden diverse Medienberichte, den Kredit bei der Bank of Scotland abbezahlen und gleichzeitig die US-Besitzer der Reds rauszuschmeißen, indem er die Schulden des Vereins versucht abzubezahlen und dann Kontrolle über den Verein zu bekommen. Er habe Fernando Torres gebeten mit eventuellen Wechselentscheidungen noch zu warten, was darauf schließen lässt, dass ein möglicher Deal des Chinesen schon in den nächsten Tagen passieren könnte. Aus China wird Druck ausgeübt auf die Verwaltung beim FC Liverpool. Huang habe mehrere Leckerbissen im Angebot, unter anderem stellt er auch in Aussicht, dass unter seiner Übernahme auch das neue Stadion für den FC Liverpool gebaut werden würde. Der Guadian meldet, dass vor allem der Preis einer Übernahme noch als Hinderung im Weg stünde. Hicks und Gillett sollen den Wert es FC Liverpool mit knapp 800 Millionen US-Dollar (504 Millionen britische Pfund) beziffert haben. Experten gehen davon aus, dass beide den Preis senken müssten, sollte es zu einer Einigung kommen. Das dürfte interessant werden, ob die US-Besitzer dazu bereit wären und auf einen erheblichen Profit verzichten würden. Jetzt wird man sehen, wie sehr ihnen der Verein am Herzen liegt oder ob sie am Ende ihrer dreijährigen durchwachsenen Amtszeit noch einmal das Optimale für ihre Konten herausholen wollen.

Also die optimale Lösung für den FC Liverpool? Das Angebot des Chinesen klingt verlockend. Abbezahlen der Schulden bei der Royal Bank of Scotland, das Ausbezahlen der US-Besitzer und zusätzliches Geld für Transfers. Realistisches Szenario oder mehr Wunsch als Verstand? Das dürfte in den nächsten Tagen zu klären sein. Und völlig offen bleibt immer noch die Intention von Huang hinter seinen Unternehmungen. Große Liebe zum FC Liverpool kann es erstmal nicht sein. Viel Risiko also für die Reds, wobei wirklich schlimmer als jetzt kann es ja schon gar nicht mehr werden.

Also auch abseits der Spielfeldes viele Themen, welche die Premier League reizvoll und ein wenig unberechenbar machen. Ab Morgen geht es dann aber ganz ums Sportliche mit der Saisonvorschau für den FC Chelsea London.

Premier League 2009/2010 #28, FC Chelsea – Manchester City

[15h43] Endstand FC Chelsea – Manchester City 2:4

Dann wurde das ja in der zweiten Halbzeit noch eine richtig tolle Partie. Chelsea verspielte wieder mal eine Führung und offenbarte in der Defensive große Schwächen, die City eiskalt ausnutzte. Für die Gäste lief dann alles nach Plan, man konnte sich den Gegner zurecht legen und dann per Konter den Sack zuschnüren. Chelsea versuchte offensiv viel, es fehlte aber am Quäntchen Glück und Genauigkeit – oder man scheiterte wie Anelka am sehr guten Shay Given. Chelsea holt damit Man Utd und eventuell auch Arsenal wieder ganz dick ins Titelrennen zurück, City belegt jetzt Platz 4, aber Tottenham und Liverpool spielen ja erst morgen.

[15h38] 2:4, Frank Lampard, 90. Minute +1 (FE)

Barry mit dem Foul an Anelka im Strafraum, den Elfmeter muss man nicht unbedingt geben, aber sei es drum. Lampard verwandelt im Gegensatz zum Hinspiel, wo er noch an Given scheiterte, diesmal lässig und souverän.

[15h38] Elfmeter FC Chelsea

[15h37] So, die Chelsea-Fans dürfen noch mal richtig kräftig pfeifen. Tevez geht vom Platz, Silvinho kommt für die letzten Sekunden.

Fünf Minuten Nachspielzeit

[15h34] 1:4, Craig Bellamy, 87. Minute

Wird dann doch eine ziemliche Klatsche für die Blues. Toller Konter der Citizens, fünf gegen drei. Wright-Philips legt quer für den mitgelaufenen Bellamy, der nur noch einschieben braucht.

[15h33] Fünf Minuten noch regulär. Anelka scheiterte gerade eben am klasse reagierenden Shay Given. Das wäre noch einmal Pfeffer für die letzten Minuten gewesen. So bleibt es bei der komfortablen Führung für die Gäste, die das Spiel über die Zeit schaukeln wollen. Chelsea versucht alles.

[15h28] Platzverweis Michael Ballack/FC Chelsea

Mist, jetzt ist Ballack ja doch wieder in allen Zeitungsartikeln, aber negativ, denn nach 80 Minuten darf er völlig zurecht unter die Dusche. Hatte vorhin schon gelb wegen Meckerns bekommen, jetzt Frustfoul von hinten in Höhe der Mittellinie an Tevez. Chelsea nur noch zu neunt. Ballack und Beletti fehlen Chelsea damit im nächsten Ligaspiel am 13. März gegen West Ham United. Oder schon im FA-Cup am 7. März gegen Stoke. Das weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf, wie da die Regel genau ist. Wer es weiß, darf sich gerne in den Kommentaren melden.

[15h26] Du meine Güte, was ist mit Mancini los? Führt 3:1 an der Bridge und bringt Stürmer für Linksverteidiger. Bridge darf Feierabend machen, Santa Cruz kommt aufs Feld. Wenn da nichts mehr passiert, hat das morgen jeder vergessen. Aber wäre mal sehr interessant zu erfahren, was er sich dabei gedacht hat.

[15h23] 1:3, Carlos Tevez, 76. Minute (FE)

Ist das die Entscheidung in diesem Spiel? Gareth Barry setzt sich wieder auf der linken Seite durch, ähnlich wie vorhin Bellamy, diesmal ist Belletti zu langsam und kann sich nur noch mit einem Foul helfen. Elfmeter geht völlig okay. Und Mike Dean ist knallhart und schickt Belletti wegen Notbremse auch noch vom Platz. Tevez verwandelt den Elfmeter sicher, keine Chance für Hilario. Und City mit der zweiten guten Szene in der zweiten Hälfte und dem zweiten Tor. Da ist ein Spiel ganz nach Wunsch verlaufen.

[15h22] Elfmeter Manchester City und Platzverweis Belletti/FC Chelsea

[15h20] Shaun Wright-Philipps hat seiner Einwechselung von vor zehn Minuten – er kam für Adam Johnson – auf rechts auch noch nicht viel bewegt. Überhaupt bleibt es jetzt zwar ein temporeiches, durchaus ansehnliches Spiel, aber es gibt wenige Torchancen. Chelsea macht Druck, aber City verteidigt gut. Beste Szene von Ballack so far. Schuss aus 20 Metern, aber Given auf dem Posten. Bei den Gastgebern fehlt der letzte Feinschliff.

[15h17] City wird noch mehr Platz bekommen, weil Chelsea zum letzten Mal wechselt. Kalou kommt für Carvalho, Stürmer für Innenverteidiger.

[15h11] Terry und Tevez geraten nach einem Zweikampf aneinander, können sich aber beide noch kontrollieren und schlagen nicht aufeinander ein. Referee Dean bittet beide zum Gespräch und belässt es bei einer Ermahnung. Und am Ende vertragen sich die beiden sogar.

[15h08] Ancelotti lässt wechseln, bringt Sturridge für den starken Joe Cole. Verstehe ich jetzt nicht. Aber ich bin auch nicht Trainer. Zudem kommt Belletti für Obi Mikel.

[15h04] City kommt dieser Spielstand natürlich jetzt sehr entgegen. Bellamy und Adam Johnson haben gezeigt, dass sie die Räume, die Chelsea jetzt anbietet, sehr gut nutzen können. City tut auch gut daran sich nicht völlig hinten einzuigeln. Die Blues versuchen derweil wieder mehr für das eigene Spiel nach vorne zu tun, wirkt aber alles zwar durchdacht und strukturiert, scheitert aber häufig an der Ausführung. Für alle deutschen Medien hier mal zum Mitschreiben: Ballack total unauffällig. Man muss ihn also nicht erwähnen.

[14h58] 1:2, Craig Bellamy, 51. Minute

Großes Tor von Bellamy, setzt sich auf links gegen Mikel durch, hat Tempo drauf und schafft es trotzdem einen präzisen Linksschuss ins lange Eck zu setzen. Hilario zu langsam unten. Und City hat dieses Spiel gedreht. Wieder keine gute defensive Leistung der Blues, zu offen auf den Außenbahnen und Bellamy hat das wunderbar ausgenutzt.

[14h56] John Terry sieht gelb nach Foul an dem quirligen Adam Johnson. Fans des FC Chelsea laufen aufs Spielfeld und wollen Wayne Bridge dafür verantwortlich machen, fordern Handschlag. Bridge schießt den Freistoß in die Mauer.

[14h53] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten

[14h36] Halbzeit FC Chelsea – Manchester City 1:1

Dann war das ja doch noch ein wenig Spektakel in der ersten Hälfte nach ganz schwachen 30 Minuten. Chelsea tat dann mehr für die Offensive und ging verdient in Führung. City in der Defensive mit ordentlicher Leistung, im Angriff aber zu einfallslos. Höchstens Adam Johnson macht da einen ordentlichen Eindruck. Nichts desto trotz kam man glücklich zum Ausgleich, dank tatkräftiger Hilfe der Chelsea-Verteidigung. Verspricht also Spannung für den zweiten Durchgang.

[14h33] 1:1, Carlos Tevez, 45. Minute +1

Knappe vier Minuten hat die Führung für die Blues gehalten. Und dann macht Man City aus dem Nichts den Ausgleich. Und das war eigentlich gar keine Torchance. Unglückliche Kopfballverlängerung von Mikel auf Tevez, der hat keinen Mitspieler um sich herum, zieht aber trotzdem aufs Tor. Setzt sich gegen Terry und Carvalho durch und schießt fast schon im Liegen den Ball an Hilario, der wahrlich auch keine gute Figur macht, vorbei ins Tor. Tolle Einzelleistung von Tevez und fürchterliches Verteidigen bei Chelsea.

[14h32] Drei Minuten Nachspielzeit

[14h29] 1:0, Frank Lampard, 42. Minute

Chelsea hat in den letzten Minuten mehr für die Offensive getan und belohnt sich kurz vor Halbzeitpfiff mit der durchaus verdienten Führung. Lampard mit seinem 11. Saisontor. Schöner Pass von Joe Cole in die Schnittstelle der Abwehr, riesen Lücken in der City-Abwehr, Lampard mit dem Schuss an Given vorbei ins lange Eck, nimmt den Innenpfosten fast noch mit. Hat genau gepasst.

[14h24] Das war doch mal wenigstens etwas Aufregung – rein zufällig. Flanke von Ivanovic, City klärt den Ball zu kurz, Lampard will den Ball eigentlich aufs Tor schießen, produziert aber einen Querschläger, den Drogba aus der Drehung aufnimmt, aber über das Tor. An guten Tagen macht der Ivorer solche Gelegenheiten auch schon mal rein.

[14h18] Kein wirklich gutes Spiel, für die Ansprüche beider Teams schlicht zu wenig. Einen Hauch von Torgefahr gibt es nach Fernschüssen oder durch Zufallsprodukte Marke unglükliches Klären in der Abwehr. Passiert ganz wenig. Einzig die taktische Einstellung und das durchaus gute Defensivverhalten dürfte beide Trainer ein wenig zufrieden stellen.

[14h05] So langsam könnten sich die Spieler mal um mehr Torchancen kümmern, sonst ist dieser nicht vorhandene Handschlag das einzige Highlight in der ersten Hälfte. 17 Minuten gespielt, Freistoß von Adam Johnson, direkt ins Torwarteck auf Hilario. Null Gefahr.

[13h59] Erste kleine Chance in diesem Spiel. Distanzschuss von Malouda, aber über das Tor von Shay Given. Ansonsten ein sehr mäßiger Auftakt in den ersten 12 Minuten.

[13h53] Bin mal gespannt, wie weit sich Florent Malouda als Linksverteidiger nach vorne wagt. Ob das so offensiv wird wie bei Ashley Cole wage ich mal zu bezweifeln, weil die Rückwärtsbewegung des Franzosen sicherlich nicht so gut ist. Und Man City einen unbesetzte Außenbahn zu geben, dürfte nicht unbedingt das Ziel sein. Sonst schon was passiert? Nö, außer Szenenapplaus für John Terry nach einem erfolgreichen Tackling. Chelsea sucht den Weg nach vorne, die Citizens kompakt und eng am Gegenspieler.

[13h48] Beginn 1. Halbzeit

Dann man an den Sport. Chelsea mit Anstoß und ganz in blau von rechts nach links in den ersten 45. Minuten. Here we go.

[13h45] So, und Wayne Bridge hat John Terry nicht die Hand geschüttelt. Terry war bereit dazu, Bridge verweigerte. Hätten wir das auch abgehandelt.

[13h40] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Hilario – Ivanovic, Carvalho, Terry, Malouda – Ballack, Mikel, Lampard – Anelka, Drogba, Joe Cole

Manchester City: Given – Richards, Kompany, Lescott, Bridge – Zabaleta, De Jong, Barry -  Bellamy, Tevez, Johnson

Beide Mannschaften plagen ein paar Personalsorgen. Chelsea muss Peter Cech ersetzen, Hilario tut das. Problem die Linksverteidigerposition. Ashley Cole und Zhirkov sind beide verletzt, also muss Malouda nach hinten links in die Viererkette. Insgesamt offensive Ausrichtung beider Mannschaften. Bei Man City kehrt Tevez ins Team zurück, Adam Johnson ersetzt den gesperrten Emmanuel Adebayor.

[13h33] Tach zusammen, bin gerade so fertig geworden mit Arbeit, Telefonaten und Mittag, von daher jetzt volle Konzentration auf den Auftakt zum 28. Spieltag der Premier League an diesem Wochenende. Und zum Glück bietet diese Partie genug sportliche Brisanz – Chelsea will die Tabellenführung ausbauen und Man City darf nicht den Anschluss an Platz 4 verpassen – sodass die Medien nicht vollends an der Saga Terry-Bridge ersticken.