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Premier League 2009/2010 #28, FC Chelsea – Manchester City

Samstag, 27. Februar 2010 13:33

[15h43] Endstand FC Chelsea – Manchester City 2:4

Dann wurde das ja in der zweiten Halbzeit noch eine richtig tolle Partie. Chelsea verspielte wieder mal eine Führung und offenbarte in der Defensive große Schwächen, die City eiskalt ausnutzte. Für die Gäste lief dann alles nach Plan, man konnte sich den Gegner zurecht legen und dann per Konter den Sack zuschnüren. Chelsea versuchte offensiv viel, es fehlte aber am Quäntchen Glück und Genauigkeit – oder man scheiterte wie Anelka am sehr guten Shay Given. Chelsea holt damit Man Utd und eventuell auch Arsenal wieder ganz dick ins Titelrennen zurück, City belegt jetzt Platz 4, aber Tottenham und Liverpool spielen ja erst morgen.

[15h38] 2:4, Frank Lampard, 90. Minute +1 (FE)

Barry mit dem Foul an Anelka im Strafraum, den Elfmeter muss man nicht unbedingt geben, aber sei es drum. Lampard verwandelt im Gegensatz zum Hinspiel, wo er noch an Given scheiterte, diesmal lässig und souverän.

[15h38] Elfmeter FC Chelsea

[15h37] So, die Chelsea-Fans dürfen noch mal richtig kräftig pfeifen. Tevez geht vom Platz, Silvinho kommt für die letzten Sekunden.

Fünf Minuten Nachspielzeit

[15h34] 1:4, Craig Bellamy, 87. Minute

Wird dann doch eine ziemliche Klatsche für die Blues. Toller Konter der Citizens, fünf gegen drei. Wright-Philips legt quer für den mitgelaufenen Bellamy, der nur noch einschieben braucht.

[15h33] Fünf Minuten noch regulär. Anelka scheiterte gerade eben am klasse reagierenden Shay Given. Das wäre noch einmal Pfeffer für die letzten Minuten gewesen. So bleibt es bei der komfortablen Führung für die Gäste, die das Spiel über die Zeit schaukeln wollen. Chelsea versucht alles.

[15h28] Platzverweis Michael Ballack/FC Chelsea

Mist, jetzt ist Ballack ja doch wieder in allen Zeitungsartikeln, aber negativ, denn nach 80 Minuten darf er völlig zurecht unter die Dusche. Hatte vorhin schon gelb wegen Meckerns bekommen, jetzt Frustfoul von hinten in Höhe der Mittellinie an Tevez. Chelsea nur noch zu neunt. Ballack und Beletti fehlen Chelsea damit im nächsten Ligaspiel am 13. März gegen West Ham United. Oder schon im FA-Cup am 7. März gegen Stoke. Das weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf, wie da die Regel genau ist. Wer es weiß, darf sich gerne in den Kommentaren melden.

[15h26] Du meine Güte, was ist mit Mancini los? Führt 3:1 an der Bridge und bringt Stürmer für Linksverteidiger. Bridge darf Feierabend machen, Santa Cruz kommt aufs Feld. Wenn da nichts mehr passiert, hat das morgen jeder vergessen. Aber wäre mal sehr interessant zu erfahren, was er sich dabei gedacht hat.

[15h23] 1:3, Carlos Tevez, 76. Minute (FE)

Ist das die Entscheidung in diesem Spiel? Gareth Barry setzt sich wieder auf der linken Seite durch, ähnlich wie vorhin Bellamy, diesmal ist Belletti zu langsam und kann sich nur noch mit einem Foul helfen. Elfmeter geht völlig okay. Und Mike Dean ist knallhart und schickt Belletti wegen Notbremse auch noch vom Platz. Tevez verwandelt den Elfmeter sicher, keine Chance für Hilario. Und City mit der zweiten guten Szene in der zweiten Hälfte und dem zweiten Tor. Da ist ein Spiel ganz nach Wunsch verlaufen.

[15h22] Elfmeter Manchester City und Platzverweis Belletti/FC Chelsea

[15h20] Shaun Wright-Philipps hat seiner Einwechselung von vor zehn Minuten – er kam für Adam Johnson – auf rechts auch noch nicht viel bewegt. Überhaupt bleibt es jetzt zwar ein temporeiches, durchaus ansehnliches Spiel, aber es gibt wenige Torchancen. Chelsea macht Druck, aber City verteidigt gut. Beste Szene von Ballack so far. Schuss aus 20 Metern, aber Given auf dem Posten. Bei den Gastgebern fehlt der letzte Feinschliff.

[15h17] City wird noch mehr Platz bekommen, weil Chelsea zum letzten Mal wechselt. Kalou kommt für Carvalho, Stürmer für Innenverteidiger.

[15h11] Terry und Tevez geraten nach einem Zweikampf aneinander, können sich aber beide noch kontrollieren und schlagen nicht aufeinander ein. Referee Dean bittet beide zum Gespräch und belässt es bei einer Ermahnung. Und am Ende vertragen sich die beiden sogar.

[15h08] Ancelotti lässt wechseln, bringt Sturridge für den starken Joe Cole. Verstehe ich jetzt nicht. Aber ich bin auch nicht Trainer. Zudem kommt Belletti für Obi Mikel.

[15h04] City kommt dieser Spielstand natürlich jetzt sehr entgegen. Bellamy und Adam Johnson haben gezeigt, dass sie die Räume, die Chelsea jetzt anbietet, sehr gut nutzen können. City tut auch gut daran sich nicht völlig hinten einzuigeln. Die Blues versuchen derweil wieder mehr für das eigene Spiel nach vorne zu tun, wirkt aber alles zwar durchdacht und strukturiert, scheitert aber häufig an der Ausführung. Für alle deutschen Medien hier mal zum Mitschreiben: Ballack total unauffällig. Man muss ihn also nicht erwähnen.

[14h58] 1:2, Craig Bellamy, 51. Minute

Großes Tor von Bellamy, setzt sich auf links gegen Mikel durch, hat Tempo drauf und schafft es trotzdem einen präzisen Linksschuss ins lange Eck zu setzen. Hilario zu langsam unten. Und City hat dieses Spiel gedreht. Wieder keine gute defensive Leistung der Blues, zu offen auf den Außenbahnen und Bellamy hat das wunderbar ausgenutzt.

[14h56] John Terry sieht gelb nach Foul an dem quirligen Adam Johnson. Fans des FC Chelsea laufen aufs Spielfeld und wollen Wayne Bridge dafür verantwortlich machen, fordern Handschlag. Bridge schießt den Freistoß in die Mauer.

[14h53] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten

[14h36] Halbzeit FC Chelsea – Manchester City 1:1

Dann war das ja doch noch ein wenig Spektakel in der ersten Hälfte nach ganz schwachen 30 Minuten. Chelsea tat dann mehr für die Offensive und ging verdient in Führung. City in der Defensive mit ordentlicher Leistung, im Angriff aber zu einfallslos. Höchstens Adam Johnson macht da einen ordentlichen Eindruck. Nichts desto trotz kam man glücklich zum Ausgleich, dank tatkräftiger Hilfe der Chelsea-Verteidigung. Verspricht also Spannung für den zweiten Durchgang.

[14h33] 1:1, Carlos Tevez, 45. Minute +1

Knappe vier Minuten hat die Führung für die Blues gehalten. Und dann macht Man City aus dem Nichts den Ausgleich. Und das war eigentlich gar keine Torchance. Unglückliche Kopfballverlängerung von Mikel auf Tevez, der hat keinen Mitspieler um sich herum, zieht aber trotzdem aufs Tor. Setzt sich gegen Terry und Carvalho durch und schießt fast schon im Liegen den Ball an Hilario, der wahrlich auch keine gute Figur macht, vorbei ins Tor. Tolle Einzelleistung von Tevez und fürchterliches Verteidigen bei Chelsea.

[14h32] Drei Minuten Nachspielzeit

[14h29] 1:0, Frank Lampard, 42. Minute

Chelsea hat in den letzten Minuten mehr für die Offensive getan und belohnt sich kurz vor Halbzeitpfiff mit der durchaus verdienten Führung. Lampard mit seinem 11. Saisontor. Schöner Pass von Joe Cole in die Schnittstelle der Abwehr, riesen Lücken in der City-Abwehr, Lampard mit dem Schuss an Given vorbei ins lange Eck, nimmt den Innenpfosten fast noch mit. Hat genau gepasst.

[14h24] Das war doch mal wenigstens etwas Aufregung – rein zufällig. Flanke von Ivanovic, City klärt den Ball zu kurz, Lampard will den Ball eigentlich aufs Tor schießen, produziert aber einen Querschläger, den Drogba aus der Drehung aufnimmt, aber über das Tor. An guten Tagen macht der Ivorer solche Gelegenheiten auch schon mal rein.

[14h18] Kein wirklich gutes Spiel, für die Ansprüche beider Teams schlicht zu wenig. Einen Hauch von Torgefahr gibt es nach Fernschüssen oder durch Zufallsprodukte Marke unglükliches Klären in der Abwehr. Passiert ganz wenig. Einzig die taktische Einstellung und das durchaus gute Defensivverhalten dürfte beide Trainer ein wenig zufrieden stellen.

[14h05] So langsam könnten sich die Spieler mal um mehr Torchancen kümmern, sonst ist dieser nicht vorhandene Handschlag das einzige Highlight in der ersten Hälfte. 17 Minuten gespielt, Freistoß von Adam Johnson, direkt ins Torwarteck auf Hilario. Null Gefahr.

[13h59] Erste kleine Chance in diesem Spiel. Distanzschuss von Malouda, aber über das Tor von Shay Given. Ansonsten ein sehr mäßiger Auftakt in den ersten 12 Minuten.

[13h53] Bin mal gespannt, wie weit sich Florent Malouda als Linksverteidiger nach vorne wagt. Ob das so offensiv wird wie bei Ashley Cole wage ich mal zu bezweifeln, weil die Rückwärtsbewegung des Franzosen sicherlich nicht so gut ist. Und Man City einen unbesetzte Außenbahn zu geben, dürfte nicht unbedingt das Ziel sein. Sonst schon was passiert? Nö, außer Szenenapplaus für John Terry nach einem erfolgreichen Tackling. Chelsea sucht den Weg nach vorne, die Citizens kompakt und eng am Gegenspieler.

[13h48] Beginn 1. Halbzeit

Dann man an den Sport. Chelsea mit Anstoß und ganz in blau von rechts nach links in den ersten 45. Minuten. Here we go.

[13h45] So, und Wayne Bridge hat John Terry nicht die Hand geschüttelt. Terry war bereit dazu, Bridge verweigerte. Hätten wir das auch abgehandelt.

[13h40] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Hilario – Ivanovic, Carvalho, Terry, Malouda – Ballack, Mikel, Lampard – Anelka, Drogba, Joe Cole

Manchester City: Given – Richards, Kompany, Lescott, Bridge – Zabaleta, De Jong, Barry -  Bellamy, Tevez, Johnson

Beide Mannschaften plagen ein paar Personalsorgen. Chelsea muss Peter Cech ersetzen, Hilario tut das. Problem die Linksverteidigerposition. Ashley Cole und Zhirkov sind beide verletzt, also muss Malouda nach hinten links in die Viererkette. Insgesamt offensive Ausrichtung beider Mannschaften. Bei Man City kehrt Tevez ins Team zurück, Adam Johnson ersetzt den gesperrten Emmanuel Adebayor.

[13h33] Tach zusammen, bin gerade so fertig geworden mit Arbeit, Telefonaten und Mittag, von daher jetzt volle Konzentration auf den Auftakt zum 28. Spieltag der Premier League an diesem Wochenende. Und zum Glück bietet diese Partie genug sportliche Brisanz – Chelsea will die Tabellenführung ausbauen und Man City darf nicht den Anschluss an Platz 4 verpassen – sodass die Medien nicht vollends an der Saga Terry-Bridge ersticken.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #21 – Abgesang auf die Red Devils (Update4)

Freitag, 8. Januar 2010 15:56

Update, Samstag 15:38: Auch der Sonntag ist jetzt frei von Premier League. West Ham gegen die Wolves für Sonntagnachmittag ebenfalls abgesagt. Damit heute zwei Spiele, die auch stattfinden werden, und das Monday Night Game in Eastlands.

Update, Samstag 09:35: Guten Morgen. Nächste Spielabsage in der Premier League. Nach eingehender Prüfung heute Morgen ist auch die Partie Wigan Athletic gegen Aston Villa abgesagt worden. Die Rasenheizung arbeitet fehlerhaft. Damit nur noch zwei Spiele heute am Samstag. Arsenal gegen Everton und Birmingham-Man Utd. Beide Spiele sollen aber stattfinden. Sky überträgt ab 15:55 Uhr.

Update, Freitag 19h07: Auch die Partie Hull City gegen Chelsea, für Samstag 13:45 Uhr angesetzt und als Live-Übertragung bei Sky geplant, fällt dem Wetter zum Opfer und ist abgesagt worden.

Update, Freitag 17h04: Liverpool gegen Tottenham am Sonntagnachmittag, unter anderem für eine Live-Übertragung bei Sky geplant, ist nun offiziell abgesagt worden. Die Umgebung und Zufahrtswege zur Anfield Road sind weiterhin vereist. Quelle: Pressemitteilung des FC Liverpool

Es ist ein Spieltag, der zum großen Teil dem Winterwetter zum Opfer fällt. Nach den starken Schneefällen der letzten Tage auf der Insel und dem anschließenden Kälteeinbruch sind viele Zufahrtswege zu den Stadien vereist. Die Heimteams wollen das Risiko von Verletzungen der Fans durch Stürze im Stadion oder auf der An- und Abreise nicht tragen und haben deshalb die Spiele verlegt. Der Rasen scheint dabei nicht das größte Problem zu sein. Viele Spielfelder sind in den letzten Tagen freigeräumt worden und auch bespielbar.

Stand heute Nachmittag 16:00 Uhr deutscher Zeit sind bisher drei Ansetzungen abgesagt worden. Sunderland gegen Bolton (Samstag 16h00, offizielle Erklärung des Vereins), Fulham gegen Portsmouth (Samstag 16h00, Erklärung der Cottagers) und zudem Burnley gegen Stoke (ebenfalls Samstag 16h00, Statement der Clarets). Weitere Spiele stehen ebenfalls vor der Absage. So soll Liverpool aufgrund vereister Zufahrtswege um eine Spielverlegung gebeten haben. Offiziell findet das Spiel aber noch statt. Ich werde über das Wochenende die neusten Entwicklungen an den Beginn des Eintrags schreiben. Und dann wollen wir mal hoffen, dass es noch genug Premier League Fußball am Wochenende gibt.

Hull City – FC Chelsea (abgesagt!)

Sky Sport 1/Sky Sport HD, Samstag 13h40, Kommentar: Marco Hagemann

Der FC Chelsea geht als Tabellenführer ins Premier League Jahr 2010, und das immer noch mit zwei Punkten Vorsprung, weil Arsenals Nachholspiel abgesagt wurde. Aber Chelsea spielt alles andere als souverän wie zu Beginn der Saison. Nur neun Punkte aus den letzten fünf Spielen stehen auf dem Konto, darunter mühsame Siege gegen Portsmouth und Fulham. Insbesondere die Abwehr kristalliert sich immer mehr zum Sorgenkind heraus. Torwart Cech hat ein ums andere Mal Probleme beim Rauslaufen, Terry, Carvalho und Alex sind ein gutes Stück von ihrer Bestform entfernt. Und nun müssen die Blues auch noch auf eine Reihe Stammspieler wegen des Afrika-Cup verzichten. Drogba, Essien, Obi Mikel und Salomon Kalou sind alle auf einem anderen Kontinent. Dafür kehrt Anelka nach seiner Oberschenkelverletzung wieder zurück und wird gegen Hull wohl auch einzige Spitze sein. Bosingwa und Deco fehlen weiter verletzt, jetzt müssen also Lampard, Ballack und Malouda mal wieder Verantwortung übernehmen. Hull City, derzeit Tabellenvorletzter, steckt wie so viele Teams in akuter Abstiegsgefahr. Drei Punkte aus den letzten sechs Spielen stehen auf der Habenseite, letzte Woche gab es eine Klatsche im FA-Cup gegen Ligakonkurrent Wigan, wenngleich Phil Brown dort nur mit einer B-Elf auflief. Von daher kommen für die Partie gegen Chelsea wieder alle Stammspieler ins Team zurück. Geovanni bekommt mal wieder eine Chance von Beginn an, der Einsatz von Dean Marney ist fraglich. Gerüchte gab es unter der Woche bezüglich eines möglichen Verkaufs von Stephen Hunt, damit Hull die Gehaltszahlungen ein wenig einschränken kann und Geld einnimmt. Phil Brown hat das gegenüber Sky Sports aber dementiert.

FC Arsenal – FC Everton

Sky Sport 1/Sky Sport HD, Samstag 15h55, Kommentar: Andreas Renner

So ganz langsam lichtet sich das Lazarett an Verletzten bei den Gunners. Laut Angaben von Arsene Wenger wird Cesc Fabregas in einer Woche beim Auswärtsspiel gegen Bolton wieder zurückkehren, Gael Clichy und Niklas Bendtner sollen kommende Woche wieder ins Training einsteigen. Thomas Rosicky ist bereits für das Spiel am Samstag wieder fit. Wenger hat seine Aktivitäten auf dem Transfermarkt immer auch vom Fortschritt der Genesung des Dänen abhängig gemacht. Digger Matt Scott berichtet heute, dass Arsenal genug Frischgeld auf dem Konto für umfangreiche Transfertätigkeiten hat. Mal sehen, was Wenger aus dem Hut zaubert. Zunächst steht erstmal das Heimspiel gegen Everton an, die ihrerseits diese Saison auch von Verletzungen gebeutelt waren. Augenmerk auf das Leihgeschäft der Toffees. US-Boy Landon Donovan könnte sein Debüt geben. Dafür ist die Offensivabteilung ein wenig dezimiert. Yakubu ist in Afrika, Jo fehlt gesperrt, der Einsatz von Saha ist fraglich.

Wigan Athletic – Aston Villa (abgesagt!)

Ist Aston Villa wirklich ein Kandidat für die Top Four? Nach der deutlichen Niederlage beim FC Arsenal setzte es dann auch gegen den direkten Konkurrenten Liverpool die 0:1-Heimniederlage. Villa damit nur noch auf dem sechsten Platz. Liverpool, Tottenham und Manchester City streiten kräftig mit. Von daher wird es interessant zu sehen sein, wie Martin O’Neill sein Team nach den Niederlagen wieder aufgebaut hat. Ein Sieg ist eigentlich zwingend erforderlich, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Drei Punkte braucht aber auch Wigan, die nur einem Punkt vom ersten Abstiegsplatz entfernt sind. Beide Teams stehen in Bestbesetzung, bei den Latics kommt Vladimir Stojkovic als Neuzugang gleich zu seinem ersten Einsatz im Tor. Der Serbe kam von Sporting Lissabon.

Birmingham City – Manchester United

Sky Sport 1/Sky Sport HD, Samstag 18h25, Kommentar: Markus Gaupp

Es ist ja schon fast ein kleines Wintermärchen in Birmingham. City könnte bei einem Punktgewinn gegen den englischen Meister zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen bleiben und damit einen neuen Vereinsrekord aufstellen. Bei den Blues fehlen Lee Carsley und Stuart Parnaby. Trotzdem kann Trainer Alex McLeish zum neunten Mal in Folge mit derselben Startelf spielen. Und das dürfte auch schon das Hauptkriterium für den Erfolg der vergangenen Wochen sein. Ganz anders die Situation bei Manchester United. Man verlor drei der letzten sechs Pflichtspiele wettbewerbsübergreifend. Raphael Honigstein unternimmt bei Spox schon mal den Abgesang auf die Red Devils für die nächsten Jahre. Ganz klar ist: Trotz zweitem Platz hat man immer so ein bisschen das Gefühl und den Eindruck, dass Man Utd ein wenig auf dem absteigenden Ast ist. Eine solch blamable Vorstellung wie zuletzt beim 0:3 in Fulham hätte es vor ein, zwei Jahren nicht gegeben. Und wenn McLeish sein Team gut vorbereitet hat, dürfte das Video von der Niederlage der Red Devils im Südwesten Londons öfter angeschaut worden. Bei den Gästen fehlt Nemanja Vidic wegen eines eingeklemmten Nervs kurzfristig aus.

West Ham United – Wolverhampton Wanderers (abgesagt!)

Sky Sport 1/Sky Sport HD, Sonntag 14h25, Kommentar: Marcel Meinert

Der Sonntagnachmittag eröffnet mit einem echten Duell im Tabellenkeller. Platz 17 mit 18 Punkten empfängt im Upton Park Platz 15 mit 19 Punkten. Insbesondere für die Hammers also ein imminent wichtiges Spiel, möchte man vor allem auch die dürftige Leistung gegen die Spurs im letzten Premier League Spiel vergessen machen. Das man zumindest spielerisch und kämpferisch zwei Klassen besser agieren kann, hat man im FA-Cup gegen Arsenal gezeigt, auch wenn es am Ende wieder eine Niederlage setzte. Bei West Ham kehren Marc Noble und Scott Parker, der beim Spiel gegen die Spurs frühzeitig den Platz verlassen musste, wiede zurück in den Kader. Bei den Wolves ist Stürmer Kevin Doyle wieder fit.

FC Liverpool – Tottenham Hotspur (abgesagt!)

Sky Sport 1/Sky Sport HD, Sonntag 16h55, Kommentar: Oliver Faßnacht

Und aus dem Abstiegskeller geht es dann wieder in die obere Tabellenhälfte. Liverpool liegt nach dem nicht besonders schönen, aber effektiven 1:0 bei Aston Villa wieder voll im Plan. Mit einem Sieg gegen die Spurs am Sonntag würde man auf einen Punkt an Tottenham ranrücken. Und die Welt an der Anfield Road würde schon wieder ganz anders aussehen. Sechs Punkte aus den Duellen gegen Villa und die Spurs wäre zumindest vorübergehend eine klare Ansage an die Konkurrenz um den vierten Platz. Einer weg, einer neu da. Andrea Dossena wechselt in die Serie A zu Napoli, dafür steht der Transfer von Maxi Rodriguez von Atletico Madrid an die Anfield Road kurz vor der Vollendung. Beide Teams haben einen schmerzhaften Ausfall zu verzeichnen. Bei den Reds ist die größte Baustelle weiterhin die Rechtsverteidigerposition. Nach der schweren Verletzung von Glen Johnson, der bis Mitte März fehlen wird, dürfte Stephen Darby sein Premier League Debüt von Beginn an geben. Bei den Spurs fehlt Aaron Lennon.

Manchester City – Blackburn Rovers

Sky Sport 1/Sky Sport HD, Montag 20:55 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Sagen wir es mal so: Der Start von Roberto Mancini bei City hätte sehr viel schlimmer verlaufen können. Drei Pflichtspiele, drei Siege, darunter bei Middlesbrough im FA Cup. Spielerisch nicht besonders überzeugend, aber immerhin erfolgreich. Und man hat ja noch ein Spiel weniger als die Konkurrenz. Mit einem Sieg gegen die Rovers würde man also einen ersten Schritt machen, sich dauerhaft auf dem vierten Platz einzurichten. Fast täglich werden ja neue Transfergerüchte in Eastlands gestreut. Jetzt konnte Mancini seinen ersten Transfer in trockene Tücher bringen. Patrick Viera kehrt nach seiner erfolgreichen Zeit beim FC Arsenal zurück in die Premier League. Der 33-jährige Franzose unterschreibt zunächst einen Vertrag für sechs Monate mit der Möglichkeit den Kontrakt um ein weiteres Jahr zu verlängern. Viera soll 100.000 Pfund pro Woche verdienen und könnte bereits am Montag in der Startelf stehen. Blackburn mit nur vier Punkten aus den letzten sechs Ligaspielen steht unter Druck. Mit einer Niederlage würde man wieder ganz nah an die bedrohte Zone rutschen. Entsprechend heikel sieht Manager Sam Allardyce die Situation: “Der Schlüssel liegt in einem positiven Ergebnis für uns gegen Manchester City und dann einem Sieg gegen Aston Villa. Dies wird der Anfang sein, der uns zeigt, wie gut oder schwierig die kommenden Wochen werden.” Während bei den Rovers nur El Hadj-Diouf gesperrt fehlt, muss City auf acht Stammspieler verzichten. Kolo Toure und Adebayor sind beim Afrika-Cup, zudem fehlen unter anderem Stephen Ireland, Joleon Lescott, Shaun Wright-Philipps und Wayne Bridge. Aber man hat ja Viera.

Genaue Termine für die Nachholspiele gibt es noch nicht. Auch die Mittwoch ausgefallene Partie von Arsenal gegen Bolton ist noch nicht neu terminiert. Nächsten Donnerstag, 14. Januar, spielen Aston Villa und Blackburn erstmal das Carling Cup Hinspiel. Die Premier League geht dann weiter am kommenden Wochenende. Solange das Wetter mitspielt.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #13, FC Liverpool – Manchester City 2:2

Samstag, 21. November 2009 15:45

Das Samstagmittagsspiel am 13. Spieltag in der Premier League war eine ganz wichtige Begegnung für beide Teams. Sowohl der FC Liverpool als auch Manchester City sind wohl die beiden Teams, die am weitesten von den eigenen Erwartungen und den Hoffnungen der Fans entfernt sind.  Schaut man mal auf die letzten Ergebnisse beider Teams kann einem ein wenig Angst und Bange werden. Liverpool 2:2 gegen Birmingham, 1:3 in Fulham, 0:1 in Sunderland oder 0:2 beim FC Chelsea. Manchester City mit zuletzt fünf Remis, gegen Teams wie Burnley, Fulham, Birmingham oder Wigan. Das ist soweit von den Erwartungen und Worten des Trainers entfernt, dass ein Ausflug in die Wüste fast schon mal wieder nötig wäre für Mark Hughes.

Und wenn schon nicht die Ergebnisse stimmen, macht man sich vereinintern noch ein paar Streitigkeiten mehr. Liverpool Trainer Rafael Benitez hat mal schnell kundgetan, dass er Liverpool sofort verlassen werde, sollten sich die Besitzer Hicks und Gillett entscheiden, Fernando Torres zu verkaufen. Dass überhaupt eine solche Überlegung von Benitez jetzt wieder angezettelt wird, zeigt entweder wie klamm die Kassen an der Anfield Road sind oder wie verzweifelt der Spanier um Einfluss bei den Transferaktivitäten ringt. Dabei sollte doch eigentlich geklärt sein, dass Benitez volle Kontrolle über die Transferaktivitäten hat. Und bei Mark Hughes sind es immer noch die größenwahnsinnigen Worte über das Brechen der Phalanx der Top Four – um dann mit schlechten Spielen und ungenügenden Ergebnissen sich jedes Mal ein Eigentor zu schießen.

Liverpool holte nur ein Sieg in den letzten neun Spielen wettbewerbsübergreifend. Und nächste Woche beginnt dann auch The Great Escape in der Champions League. Das sind ganz entscheidene Tage für Liverpool und Benitez. Wie so oft in den letzten Monaten. Es könnte ein Spiel sein, das zeigt, welches Team diese Saison reif ist für die Top Four und welches nicht. Und beide Mannschaften haben den Anspruch dies zu sein.

Liverpool begann mit der erwarteten Aufstellung. Kapitän Steven Gerrard konnte von Beginn an auflaufen, dafür hat es Rechtsverteidiger Glen Johnson nicht rechtzeitig geschafft fit zu werden. Riera, Benayoun und Neuzugang Alberto Aquilani waren alle auf der Bank, entsprechend durfte Ngog wieder stürmen, flankiert von Babel auf links und Kuyt auf rechts. Gerrard sollte mit Tempo aus dem Mittelfeld in die Spitze stoßen. Bei den Gästen aus Manchester waren Tevez und Roque Santa Cruz auf der Bank, Robinho glänzte derweil nur durch Anwesenheit mit feiner Vereinskrawatte auf den Tribünen der Anfield Road. City im klassischen 4-4-2, mit Bellamy und Adebayor als Spitzen. Ireland im linken Mittelfeld, Wright-Philipps kam über rechts. Gareth Barry ist rechtzeitig startbereit geworden und übernahm den defensiven Part im Mittelfeld neben dem Ex-Hamburger Nigel De Jong.

Zur Mittagszeit war bereits das Flutlicht an. Stürmisches und regnerisches Wetter an der Anfield Road, auch wenn Liverpool nicht direkt von den Unwetterfronten im Nordwesten Englands getroffen wurde. Aber zur Mittagszeit war bereits das Flutlicht an. Wobei das zur eigentlichen Lage bei den Reds sicherlich gut gepasst hätte. Trotz aller Widrigkeiten eine exzellten Stimmung in Liverpool, wie sollte es auch anders sein. Liverpool ging mit dem Gefühl eines Sieges gegen City’s Stadtrivalen in diese Partie, hatte Anstoß in der ersten Hälfte und spielte ganz in rot von links nach rechts, City wie immer in hellblau.

Liverpool war versucht gleich von Beginn an die Anspannung abzulegen, Gerrard versuchte sofort die Leitung seines Teams zu übernehmen, man ging agressiv in die Zweikämpfe. Und die Reds bereits nach fünf Minuten mit der riesen Chance zum 1:0. Nach einem zweifelhaften Foul von Barry an Kuyt bringt Gerrard mit viel Schnitt einen Freistoß vors Tor, Skrtel mit dem Kopfball und Given hält sensationell. Bei der Hereingabe stoßen in der Mitte Agger und Toure mit den  Köpfen zusammen. Agger hat Blut im Gesicht, wirkt leicht mitgenommen und wird länger behandelt. Für ihn ging es nicht weiter, ganz im Gegenteil, er muss mit der Trage vom Platz getragen werden. Weitere schlechte Nachrichten für Rafael Benitez. Es ist die Seuche momentan in Liverpool. Kyrgiakos kam nach 10 Minuten für den verletzen Dänen in die Partie. Liverpool spielte einige Minuten nur zu zehnt, in der Phase hatte City die erste Chance. Kopfball von Barry in die Mitte, Reina ist rechtzeitig draußen und kann den Ball noch ablenken, sodass Adebayor nicht einköpfen kann. Und fast der nächste Schock für Liverpool nach knapp einer Viertelstunde. De Jong geht mit gestreckten Beinen in Babel rein, der Niederländer wird komplett abgeräumt und bekommt noch nicht mal einen Freistoß zu gesprochen. Referee Phil Dowd steht zwei Meter daneben. Babel konnte erstmal weitermachen. Für ein paar Minuten. Benayoun kam für Babel.

Durch die ganzen Unterbrechungen und Verletzungspausen war der Rhythmus aus diesem Spiel völlig raus, der Anfangsdruck von Liverpool in den ersten Minuten völlig dahin. Gefährliche Torchancen stellten einen Seltenheitswert dar, außer in der 28. Minute, als Gerrard einen Abpraller der City-Abwehr knapp über das Tor schoss. Es blieben Einzelaktionen, City war dran in der 36. Minute. Ireland lässt für Wright-Philipps durch, der schießt aber am Tor vorbei. Liverpool optisch ein wenig überlegen, aber große Highlights bot das Spiel bis dahin nicht. Als Bonus für die leicht genervten Fans gab es sechs Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte. Aber es blieb dabei: Viel Stückwerk, wenig Durchschlagskraft. Bis jetzt konnte kein Team wirklich Werbung für eine Position unter den Top Four machen. Aber weiß, wie Liverpool in dieses Spiel gekommen wäre, wenn man nicht nach 18 Minuten schon zwei Mal wechseln musste. 0:0 zur Halbzeit. Ernüchternd.

Kolo Toure, der in den ersten 45 Minuten einige fürchterliche Aussetzer hatte, blieb in der Kabine. Nedum Onuoha, 23 Jahre alt, in Nigeria geboren und in England aufgewachsen, ersetzte ihn. Zumindest für die Spannung in der zweiten Hälfte war zumindest vom Ergebnis gesorgt. Ein Remis würde beiden Teams überhaupt nicht helfen. Die Frage war aber eben auch, wie bereit Liverpool war großes Risiko zu gehen und nicht möglicherweise in Rückstand zu geraten. In der 50. Minute dann vielleicht der Erlöser für den FC Liverpool. Freistoß von links durch Gerrard, in der Mitte Martin Skrtel schneller als Adebayor am Ball und drückte zum 1:0 über die Linie. Keine Chance für Shag Given, der irischen Nummer Eins im Tor bei Man City. Die Reds wirkten mit der Führung im Rücken sicherer, man stand defensiv sicher, verpasste es aber nach vorne genauer und konsequenter zu spielen. City blieb wie fast schon die gesamte erste Halbzeit im ersten Drittel der zweiten Hälfte harmlos. Eigentlich wäre es die Phase gewesen zu zeigen, wie ein Spitzenteam mit Rückstand umgehen kann. Und wäre City dieses Spitzenteam, dann hätten sie die uneingespielte Mannschaft aus Liverpool in der ersten Halbzeit schon viel mehr beschäftigt. Mark Hughes reagierte auf die lethargische Leistung seines Teams und brachte in der 61. Minute Carlos Tevez für Gareth Barry. Als Liverpool ein paar Minuten lang den Fuß vom Pedal nahm und sich nur noch hinten reinstellte, hatte Manchester City Platz zum Kombinieren. Viel kam dabei aber nicht herum. Dann musste es ein Standard sein, in der 70. Minute kam Emmanuel Adebayor völlig frei zum Kopfball nach einer Ecke von Bellamy. City mit dem verdienten 1:1, und god only knows, warum Liverpool ab der 60. Minute plötzlich komplett den Spielbetrieb einstellte.

Und plötzlich drehte dieses Spiel innerhalb von einer Minute völlig auf und ließ die eher langweiligen 75 Minuten vergessen. Erst schoss Stephen Ireland in der 76. Minute das 2:1, doch statt Sicherheit und Kontrolle bei den Citizens stellte man sich dilettantisch in der Abwehr an. Und Liverpool kam 74 Sekunden später wieder ins Spiel zurück. Yossi Benayoun erzielte das 2:2 unter freundlicher Mithilfe vom eingewechselten Nedum Onuhoa. Und plötzlich war es ein offenes Spiel, das sich alle Zuschauer erhofft hatten. Fabio Aurelio kam für Yossi Benayoun, ein Wechsel, den sicherlich viele Liverpool-Fans wieder hinterfragen werden. Die Schlussphase blieb spannend, aber nicht gerade hochklassig. Insbesondere bei Steven Gerrard merkte man den Kräfteverschleiß. Ein Fernando Torres wäre jetzt hilfreich gewesen. Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt.

Am Ende blieb es trotz Dauerdrucks von Liverpool beim 2:2, ein Remis, das beiden Teams überhaupt nicht hilft. City mit dem sechsten Remis in Folge. Man tritt auf der Stelle. Chelsea könnte mit einem Sieg gegen Wolverhampton jetzt auf 12 Punkte gegenüber Liverpool wegziehen. Und auch wenn es in der zweiten Halbzeit mal ein paar spektakuläre Minuten gab – insbesondere das 2:1 und 2:2 – so waren diese 90 Minuten samt 10 Minuten Nachspielzeit von wenig Klasse geprägt. Liverpool hatte viel Pech, City nicht die Klasse es zu nutzen. Beide Teams mit keinem erstklassigen Bewerbungsschreiben auf einen Platz unter den Top Four. Der Zug scheint langsam endgültig abzufahren. Braucht es eine Spiegelung der Gemütslage und der Realität beider Mannschaften, dann kann man diese 90 Minuten als Gradmesser nehmen. Durchschnittlich. Mehr nicht. Herr Hughes, übernehmen Sie!

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #5, Manchester City – FC Arsenal

Samstag, 12. September 2009 15:15

[18h08] Und auch Celtic Glasgow mit eher mäßigem Nachmittag. Können den Ausrutscher von den Rangers nicht nutzen und spielen nur 1:1 gegen Dundee United.

[17h59] Endergebnisse in der Premier League

  • Manchester City – FC Arsenal 4:2
  • Stoke City – FC Chelsea 1:2
  • FC Portsmouth – Bolton Wanderers 2:3
  • FC Liverpool – FC Burnley 4:0
  • FC Sunderland – Hull City 4:1
  • Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 3:1
  • Wigan Athletic – West Ham United 1:0

Stoke City – FC Chelsea 1:2, Florent Malouda, 90. +4

Chelsea bleibt danke des Last-Minute Treffers und dem Sieg bei Stoke Tabellenführer.. Tottenham kann dann aber gleichziehen. Portsmouth bleibt weiter ohne Sieg am Tabellenende. Starker Aufwärtstrend für Liverpool und Sunderland. Erster Saisonsieg für die Bolton Wanderers.

[17h54] Endstand Manchester City – FC Arsenal 4:2

Was nehmen wir mit aus diesem Spiel? Schwache 60 Minuten in Eastlands, wo Manchester City die einzige gute Torchance zur Führung nutzte und danach nur durch passives Rumgegurke aufwartete. Danach war es ein tolles Spiel mit mehr Action, mit mehr Torchancen. Arsenal machte den verdienten Ausgleich, City mit der zweiten guten Szene das 2:1. Und danach hat City dann für 10 Minuten gezeigt, zu was sie im Stande sind. Schneller, attraktiver Offensivfußball gegen aufgerückte und offene Gunners.

City hat gezeigt, dass sie offensiv auch ohne Tevez und Robinho verdammt gut sein können, wenn sie denn wollen. Bei Arsenal hat man das Fehlen von Ashavin gemerkt. Gleichzeitig war die Gunners-Defensive heute gerade in der zweiten Hälfte völlig von der Rolle. Das dürfte zumindest den ein oder anderen Kritiker und Skeptiker im Umfeld wieder lauter werden lassen.

Noch ein Wort zu Adebayor. Hat ein Tor gemacht und hätte so eine schöne Story schreiben können. Stattdessen eine hässliche Provokation gegenüber den Arsenal-Fans. Ich will nicht zu hart sein, aber ein paar Spiele Sperre würden ihm gut tun. Wie war das noch mit der Fairplay und Respect-Kampagne? Ein großer Spieler hat für mich heute erstmal viele Sympathien verloren.

[17h50] Vier Minuten Nachspielzeit in Eastlands

[17h49] Und Van Persie mit schönem Drehschuss an den Pfosten. Tolle letzte 20 Minuten in diesem Spiel, entschädigt für die trostlosen ersten 60 Minuten.

[17h47] Manchester City – FC Arsenal 4:2, Thomas Rosicky, 88. Minute

Da kann man sich als Arsenal-Fan ja doch noch ein wenig freuen. Zwar nur Ergebniskosmetik, aber wunderschön herausgespielter Angriff, den Rosicky lässig abschließt.

[17h44] FC Liverpool – FC Burnley 4:0, Yossi Benayoun, 83. Minute

[17h43] Manchester City – FC Arsenal 4:1, Shaun Wright-Phillips, 84. Minute

Und so spielt man einen Konter perfekt zu Ende. Clichy mit Ballverlust in der gegnerischen Hälfte. Bellamy trägt über 40 Meter den Ball nach vorne, Wright-Phillips ist mitgelaufen und hebt den Ball über Almunia ins Tor. Arsenal mit allen Mann aufgerückt. Klatsche für die Gunners, die zwei Tore zu hoch ist.

[17h40] Manchester City – FC Arsenal 3:1, Emmanuel Adebayor, 80. Minute

Und ich bin ein kleiner Hellseher. Diese Geschichte musste natürlich noch sein. Adebayor mit einem wunderschönen Kopfball, völlig frei. Arsenal war weit aufgerückt. Und dann Adebayor mit einer ganz hässlichen Szene. Läuft über das halbe Feld und mit sehr provokantem Jubel direkt vor den Arsenal-Fans. Bekommt dafür gelb – und ich hoffe inständig, dass der englische Boulevard diese Szene noch ein paar Tage durch den Kakao zieht. Sowas hat er ganz sicher nicht nötig.

[17h38] Und Man City jetzt endlich mit gutem Offensivfußbal, wie ich das eigentlich erwartet hatte. Wollen die Entscheidung in diesem Spiel.

[17h37] FC Sunderland – Hull City 4:1, Turner, 77. Minute

[17h37] Wechsel Arsenal: Wenger reagiert und bringt mit Eduardo einen zweiten Stürmer. Zudem kommt Eboue.

[17h33] Manchester City – FC Arsenal 2:1, Craig Bellamy, 74. Minute

Unfassbares Gegentor für die Gunners, die komplett im Tiefschlaf waren. Und City mit dem zweiten Tor nach der zweiten Torchance. Lescott gewinnt in Höhe der Mittellinie einen Zweikampf, über Wright-Philipps geht es auf rechts zu Richards, der in die Mitte passt, wo Bellamy völlig blank steht und aus 10 Metern Almunia keine Chance lässt. Arsene Wenger, mittlerweile wieder mit Sakko an der Seitenlinie, völlig entsetzt in seinem Trainerstuhl.

[17h32] FC Sunderland – Hull City 3:1, Darran Bent, 66. Minute

Sehr viel besser kann man im Sommer wohl nicht einkaufen. Bei City jetzt Martin Petrov für Stephen Ireland.

[17h32] Noch eine gute Viertelstunde im City of Manchester Stadium zu spielen. Von City kommt auch nach dem Ausgleich nicht wirklich mehr. Arsenal kontrolliert das Spiel, ist aber auch nicht wirklich gefährlich. Spiel plätschert mal wieder so vor sich hin.

[17h23] Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 3:0, David Dunn, 59. Minute

FC Portsmouth – Bolton Wanderers 2:2, Kevin Prince Boateng, 63. Minute

[17h22] FC Liverpool – FC Burnley 3:0, Yossi Benayoun, 58. Minute

[17h22] Manchester City – FC Arsenal 1:1, Robin Van Persie, 63. Minute

War das klasse gemacht vom Niederländer. Rosicky mit dem Pass auf Van Persie, der kommt vor Lescott an den Ball, dreht sich um den City-Verteidiger und schießt aus 16 Metern mit seinem schwächeren rechten Fuß ins lange linke Eck. Und jetzt muss City mal wieder den Hebel umlegen. Für die Passivität der letzten 30 Minuten bestraft.

[17h21] Etwas mehr als eine Stunde gepielt in Eastlands. In die Partie kommt etwas mehr Leben. Given kann einen Fernschuss von Vermaelen gerade noch so abwehren. Im Gegenzug spielt City den Konter wieder nur durchschnittlich zu Ende. Abschluss von Bellamy direkt in die Arme von Almunia.

[17h19] Wigan Athletic – West Ham United 1:0, Hugo Rodallega, 55. Minute

[17h17] Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 2:0, Gael Givet, 56. Minute

[17h16] Endlich mal Aufregung, als ich kurz vorm Einschlafen war. Ecke Van Persie, Kopfball Gallas aus ganz kurzer Distanz, aber Shay Given mit tollem Reflex. Damit stellen wir fest, dass Given auch noch da ist. Aber ansonsten weiter ganz ganz wenig zu berichten. Da hatte sicherlich nur ich viel mehr von diesem Spiel erwartet. Und im Stadion null Stimmung, wie in einer OP, wo der Arzt noch den letzten, wichtigen Schnitt machen muss, um den Patient vollständig zu heilen.

[17h12] Wechsel FC Arsenal: Welcome back Thomas Rosicky, für Denilson in die Partie gekommen.

FC Sunderland – Hull City, Andy Reid, 49. Minute

[17h08] Thomas Vermaelen mit kleiner Kopfballchance nach einem Freistoß von Fabregas, aber über das Tor. Man City probt schon wieder den Anti-Fußball und zieht sich komplett zurück. Wenn Arsenal hier nicht bald was einfällt, wird das ungefähr so spannend wie der Gang zum Altpapiercontainer.

[17h05] Beginn 2. Halbzeit

Fatboy Slim als Pausenmusik in Eastlands. So viel dazu. Keine Wechsel in der Pause. Weiter geht es. Und bitte mehr Action auf dem Platz.

[16h56] Halbzeitergebnisse in der Premier League

  • Manchester City – FC Arsenal 1:0
  • Stoke City – FC Chelsea 1:1
  • FC Portsmouth – Bolton Wanderers 1:2
  • FC Liverpool – FC Burnley 2:0
  • FC Sunderland – Hull City 1:1
  • Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 1:0
  • Wigan Athletic – West Ham United 0:0

[16h54] In Stoke gehen wir in die neunte Minute der Nachspielzeit. Verrückter englischer Fußball, unter anderem wegen Verletzungsunterbrechungen von Drogba und Terry.

[16h49] Stoke City – FC Chelsea 1:1, Didier Drogba, 45.+2

[16h48] Halbzeit Manchester City – FC Arsenal 1:0

Eigentlich hatte dieses schwache Spiel kein Tor verdient. Und mehr oder weniger haben sich die Gunners den Ball auch selbst ins Tor gelegt. Die ersten 20 Minuten haben die Gäste dominiert, waren sicher in den Kombinationen, verpassten es aber gefährlichere Torchancen zu erspielen. Mit der ersten Torchance von City fiel die Führung – und danach passierte so gut wie gar nichts. Arsenal harmlos, City fahrlässig mit den wenigen Konterchancen.

[16h47] FC Sunderland – Hull City 1:1. Kamil Zayatte, 44. Minute

[16h45] Drei Minuten Nachspielzeit in Eastlands in der ersten Hälfte

[16h43] FC Liverpool – FC Burnley 2:0, Dirk Kuyt, 42. Minute

FC Portsmouth – Bolton Wanderers 1:2, Matt Taylor, 43. Minute

[16h40] Fünf Minuten vor Halbzeit steht City bei Ballbesitz Arsenal im Mittelfeld mit allen 11 Mann in der eigenen Hälfte. Das ist noch hässlicher alc Chelsea unter Mourinho. Machen kaum noch was nach vorne. Und Arsenal kann überhaupt kein Kapital daraus schlagen. Wenig Ideen und Kreativität im Mittelfeld. Bendtner auf rechts steht zumindest auf dem Spielberichtsbogen, gesehen habe ich ihn noch nicht. Und Wright-Philipps scheitert bis jetzt immer in beständiger Regelmäßigkeit an Clichy.

[16h34] Stoke City – FC Chelsea 1:0, Aboudalaye Faye, 34. Minute

[16h33] Keine hochklassige Partie, eher eine lustlose Veranstaltung nach der Führung im City of Manchester Stadium. Wenig klare Chancen, beide tun sich extrem schwer, ihr Spiel, ihre Ideen und Qualitäten auf den Rasen zu bringen. Die Gastgeber nahmen sich 10 Minuten eine komplette Auszeit, werden jetzt wieder langsam aktiver. Arsenal immer noch irgendwo zwischen Scochkstarre und Suche nach der Lücke im Mittelfeld. Fabregas noch gar nicht im Spiel. Partie wird vor allem lebhaft, wenn City mal einen Konter fahren kann – die aber kläglich zu Ende spielt.

[16h28] FC Liverpool – FC Burnley 1:0, Yossi Benayoun, 27. Minute

[16h26] FC Portsmouth – Bolton Wanderers 1:1, Younes Kaboul, 25. Minute

[16h25] Von diesem Schock und dem aus Sicht von Arsenal blöden Gegentor müssen sich die Gunners erstmal erholen, hatten die ersten 20 Minuten gut über die Zeit gebracht, sicher kombiniert und hatten ein paar gute Torchancen. City war bis dahin mehr mit sich selbst beschäftigt.

25 Minuten durch – und City zieht sich zurück und lässt Arsenal erstmal machen. Vor eigenem Publikum. Nun ja, Sir Alex behält das mal im Hinterkopf. Da Arsenal aber immer noch ein wenig blockiert im Spielaufbau, hat das Spiel gerade seine erste Hängephase.

[16h19] Manchester City – FC Arsenal 1:0, Micah Richards, 20. Minute

Das Spiel völlig auf den Kopf gestellt. Die ersten 20 Minuten gehörten ganz klar Arsenal. Dann erste Chance für City. Freistoß mittlere Spielfeldposition von Barry, bringt den Ball zentral, Richards steigt am höchsten beim Kopfball. Dann sieht Almunia mehr als unglücklich aus. Verschätzt sich zunächst, Ball prallt dann gegen den Pfosten und vom Hinterkopf Almunias ins Tor. Ganz bitter.

Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 1:0, El Hadji Diouf, 20. Minute

[16h15] FC Sunderland – Hull City 1:0, Darran Bent, 12. Minute

FC Portsmouth – Bolton Wanderers 0:1, Tamir Cohen, 13. Minute

[16h13] Erste richtig gute Chance in diesem Spiel. Ecke für Arsenal von Van Persie, in der Mitte Gallas völlig frei (wo war Lescott?), Kopfball knapp über das Tor.

Lescott sieht die erste gelbe Karte in dieser Partie nach Foul an Van Persie.

[16h12] Es ist warm auf der Insel, über 20 Grad in Manchester. Arsene Wenger heute ohne Sakko an der Seitenlinie.

[16h11] Ganz spannendes Duell auf der rechten Seite von City, Wright-Phillips trifft auf Gael Clichy. Punktsieger bis jetzt der Verteidiger der Gunners. Aber Wright-Phillips hat einige Male gezeigt, dass das eine gute Option ist Adebayor im Zentrum zu bedienen.

[16h06] Sobald Adebayor auch nur in Ballnähe ist, gibt es ein gellendes Pfeifkonzert der mitgereisten Arsenal-Fans. Munterer Beginn, Arsenal versucht den Ball in den eigenen Reihen zu halten und zu kontrollieren. City ein wenig nervös im Spiel nach vorne. Noch keine Aktionen im Strafraum.

[16h00] Beginn 1. Halbzeit

Arsenal in rot mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte. City wie immer in hellblau.

[15h58] Sheffield United gewinnt mit ein bisschen Mühe in der Championship 1:0 bei Derby County und bleibt Newcastle United auf den Fersen.

[15h55] Bei Chelsea heute auf der Bank Sam Hutchinson, 20-jähriger englischer Innenverteidiger. Solche Namen liest man die nächsten Monate da erstmal häufiger.

Nach drei Siegen zum Auftakt gab es für die Glasgow Rangers heute die ersten Punktverluste am vier Spieltag. Nur ein 0:0 bei Motherwall. Celtic hat jetzt gleich die Chance alleiniger Tabellenführer zu werden. Man hat Dundee United zu Gast im Celtic Park.

[15h52] Die Aufstellungen in Eastlands

Manchester City: Given – Richards, Toure, Lescott, Bridge – Wright-Philipps, Ireland, Barry, De Jong – Adebayor, Bellamy

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Vermaelen, Gallas, Clichy – Bendtner, Song, Fabregas, Denilson – Diaby – Van Persie

Wenn da bei Man City noch im Sturm Tevez und Robinho stehen würden, ist das schon eine richtig starke Mannschaft, aber auch so liest sich das hervorragend. Arshavin fehlt bei Arsenal, dafür ist Febregas rechtzeitig fit geworden. Bendtner wohl wieder über die rechte Mittelfeldseite, was gegen Portsmouth beim 4:1 aber gut funktioniert hat.

[15h46] Unangenehme Aufgabe für den FC Chelsea im Britannia Stadium zu Stoke. City ist glänzend in die Saison gestartet und steht derzeit auf Platz 5 in der Tabelle. Stoke will den vierten Heimsieg in Folge, Chelsea weiter ohne Punktverlust bleiben in dieser Saison.

[15h41] Weil sich Hoeneß und Zorc gerade so über diese Länderspiele aufgeregt haben. Liverpools Trainer Raphael Benitez gönnt Javier Mascherano, Nationalspieler Argentiniens, eine Pause und bietet ihn nicht mal im Kader für das Spiel gegen Burnley auf.

[15h37] Drei Personalien sind noch zu erwähnen. Arshavin wie gesagt bei Arsenal nicht dabei, dafür erstmals wieder Thomas Rosicky auf der Bank bei den Gunners. Und für Juleon Lescott ist es diese Saison bereits das zweite Pflichtspiel in dieser Saison gegen Arsenal. Am ersten Spieltag gab es ein 1:6, mit indiskutabler Leistung von Lescott. Und Stichwort Lescott. Dessen ehemaliger Verein, der FC Everton, ist alles anders als toll in die Saison gestartet und muss zudem schlechte Nachrichten in Kauf nehmen. Spielmacher Mikael Arteta fehlt jetzt mit seiner Bänderverletzung jetzt wohl bis Ende November. Eigentlich hatte man gehofft, er würde nächste Woche ins Training einsteigen können. Arteta hatte zuletzt im Februar für Everton gespielt.

[15h31] Nähern wir uns langsam dem Spitzenspiel am heutigen Samstagnachmittag. Man City empfängt den FC Arsenal. Für beide Teams so ein bisschen der Fingerzeig, wie gut man wirklich ist. Arsenal hatte ja schon über weite Strecken gegen Man Utd gezeigt, dass man trotz der Niederlage in sehr guter Form ist. Nun muss man zwei Wochen auf Ashavin verzichten. City hatte in den ersten vier Spielen keine große Nummer vor der Brust, tat sich teilweise auch ein wenig schwer. Heute dann die erste Prüfung für die eher als schwach eingestufte Abwehr der Citizens.

Und weil wir gerade bei Interviews waren, hier noch ein paar interessante Aussagen. Diesmal vom “Flüchtling” Emmanuel Adebayor, der heute auf seinen früheren Verein trifft. Und “Ade” hat sich mal gar nicht so positiv über die Arsenal-Fans geäußert.

“What is good at City is the fans. They love you. Arsenal have a lot of fans who are not fans. Arsenal have fans from America and Jamaica. Today they are Arsenal fans, tomorrow they will be Liverpool fans, after tomorrow they will be Manchester United fans. If you boo your player every weekend, I am very sorry, you are not true fans. It hurt me a lot. That was the most difficult moment of my career.”

[15h23] Zwei äußerst interessante Interviews in der heutigen Ausgabe des Guardian, zum einen mit dem immer noch verletzten Theo Walcott vom FC Arsenal. Zum anderen mit Liverpools Torwart Pepe Reina.

Theo Walcott äußerst sich vor allem zu seinem privaten Umfeld und den Zielen seiner sportlichen Karriere. Und das klingt alles absolut authentisch, was Walcott zu Protokoll gibt.

“My friends, family and girlfriend have all helped, but I’m a level-headed guy anyway. I haven’t changed at all. People always think it’s about money, money, money but I just want to win trophies. Ryan Giggs is the perfect example for me, the amount of medals he’s won. You want to look back on your career and see what you’ve achieved, not just have a fancy car and a big house.”

Pepe Reina hat mit dem Spanien-Korrespondenten des Guardian für den Bereich Sport, Sid Lowe, gesprochen und äußert sich vor allem über Liverpools Titelchancen in dieser Saison.

“Can we win the league? I think so but there are other teams that are very capable of winning it – Chelsea, United, Arsenal, Manchester City. We can’t set ourselves objectives. We all want to win the league but right now it’s not a realistic objective.”

[15h15] Schönen Nachmittag zusammen. Richtig interessanter Samstag in der Premier League. Zunächst live bei Sky Manchester City gegen den FC Arsenal, dazu parallel die schwierigen Aufgaben von Chelsea bei Stoke City und Liverpool im Heimspiel gegen Aufsteiger Burnley. Und ab 18:30 Uhr versuchen dann die Spurs ihren besten Saisonstart seit 1961 zu bestätigen, gegen keinen geringeren als den amtierenden Meister Manchester United. Da kann man sich eigentlich nur freuen. Gehen wir es an.

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Premier League 2009/2010: Saisonvorschau Manchester City

Montag, 10. August 2009 21:16

Wie muss man sich einen frühen Morgen im Juni auf dem Vereinsgelände von Manchester City wohl vorstellen? Mark Hughes trifft sich mit Vertretern der Abu Dhabi United Group, die eine kleine europäische Landkarte mitbringen und darauf schon einmal die Reißzwecken angebracht haben mit Wunschspielern, die sie gerne bei Manchester City sehen würden – fürs Image des Vereins, als aktive Öffentlichkeitsarbeit. Oder läuft es anders herum? Mark Hughes ruft in Dubai an und gibt eine Liste mit seinen Wunschspielern durch, die er gerne in der kommenden Saison bei den Citizens sehen würde. Der eigentliche Prozess ist vielleicht gar nicht so entscheidend, vielmehr für die Fans und die gesamte Premier League das Ergebnis. Und so war es gerade von der Boulevardpresse ein heiteres Spekulationsraten und Gerüchteverstreuen in der Sommerpause, wer denn nun alles zu Manchester City wechseln würde.

Ibrahimovic, Lescott, Terry, Eto’o, Ribery, Messi, Tevez, Santa Cruz, Gareth Barry Adebayor und Kolo Toure. Nicht alles sind es geworden, die vier letzt genannten spielen ab der Premier League Saison 2009/2010 aber in Eastlands. 15 Spieler wurden im Gegenzug verkauft oder haben den Verein verlassen. Insgesamt 100 Millionen Pfund soll Manchester City bisher in dieser Transferperiode ausgegeben haben – und es könnten noch viel mehr sein. Aber John Terry hat sich klar zum FC Chelsea bekannt, Lescott vom FC Everton könnte sich vorstellen bei City zu spielen, bekommt vom Verein aber keine Freigabe, hat dafür aber bei den Fans schon sehr viel Kredit verspielt. Momentan scheint die Geldquelle bei Manchester City noch unendlich sprudeln. Einzig allein dem Bekenntnis vieler Spieler nicht zu City wechseln zu wollen, ist es zu verdanken, dass City die Schallmauer noch nicht durchbrochen hat. Aber man hat schon einmal deutlich gemacht, dass man willens ist die Big Four nicht nur sportlich zu überholen, sondern auch bei den finanziellen Möglichkeiten. Wenn man sich da mal nicht übernimmt.

Shay Given ist im Tor gesetzt, defensiv hat man sich gar nicht so intensiv verstärkt. Wayne Bridge darf sich wohl ebenso wie Richards, Zabaleta, Dunne und Toure in der Defensive wiederfinden. Da fehlt dann auf alle Fälle die Tiefe. Im Mittelfeld ist die Auswahl da umso größer. Ireland, Wright-Philipps, Gareth Barry, Petrov, Benjani, De Jong und Kompany kämpfen alle um Stammplätze, ebenso im Sturm versuchen dies Santa-Cruz, Robinho, Adebayor, Tevez, Bellamy und Benjani. Das dürfte spannend sein, wie stark das Ego einiger Spieler sein wird. Ordnet sich zum Beispiel Adebayor unter und wird erstmal nur Stürmer Nummer vier? Und wie wählt Mark Hughes im Mittelfeld aus? Die Abwehr stellt sich da fast schon von alleine auf. Heißt aber auch in der Konsequenz: Dort muss man sich auf alle Fälle noch verstärken, will man um die Champions League Plätze mitspielen. Lescott hat mehr oder weniger deutlich abgesagt, jetzt versucht man Matthew Upston von West Ham United nach Eastlands zu lotsen. Angesichts der finanziellen Möglichkeiten ist das ja fast schon das Ausgeben vin Trinkgeld. Eine große Ansammlung exzellenter Individualisten muss zu einem kompakten, spielerisch starken und taktisch klug eingestellten Team geformt werden. Schafft man das innerhalb weniger Wochen und – viel wichtiger – schafft das Mark Hughes? Bereits die vergangene Spielzeit hatte gezeigt, dass Hughes die Erwartungen eigentlich nicht erfüllen konnte.

Und jetzt ist es so deutlich wie noch nie zuvor: Es ist das Team von Mark Hughes, es sind seine Wunschspieler, es werden seine taktischen Vorstellungen umgesetzt, Hughes bekommt von den Besitzern alle Freiheiten. Heißt aber auch: Bleibt sportlicher Erfolg aus, darf Hughes in Eastlands zu seiner eigenen Beerdigung. Wie stark wird Manchester City sein? Von der Ansammlung der Spieler kann City qualitativ und in der Offensive auch quantitativ locker mit den Big Four mithalten. Was City gegenüber Arsenal, Chelsea, Liverpool und Manchester United aber noch fehlt, ist die Erfahrung um Titel mitzuspielen und sich auch dauerhaft unter den ersten Vier zu platzieren. Der Druck Erfolge abzuliefern und die Erwartungshaltung bei den Fans sind aber größer denn je.

Gibt es durch das aufstrebende Manchester City jetzt grundlegende Veränderungen in der Premier League? Erstmal zunächst nicht, vielleicht mit der Ausnahme, dass die Rivalitäten in Manchester noch ein wenig größer werden. Da kann man sich auf die Stadtderbys und das Vorgeplänkel von Sir Alex Ferguson freuen. Grundlegende Veränderungen höchstens dadurch, dass gerade in der größten weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise und der unsicheren finanziellen Situation vieler Premier League Klubs Manchester City die Rasenmäher-Strategie fährt, mit der Chelsea, Liverpool und auch Portsmouth so ziemlich gegen die Wand gefahren sind. Richtig nachhaltig würde Manchester City die Liga nur durch sportlichen Erfolg verändern. Und der wäre aus meiner Sicht Platz 3 und besser. Für den Einzug in die Europa League ist das Modell in Eastlands derzeit nicht ausgelegt. Und kurz vor Saisonstart sprechen auch noch zu viele Faktoren dagegen, dass City wirklich mit den Top Four mithalten kann…aber die Saison ist ja lang.

Zugänge: Kolo Toure (FC Arsenal), Carlos Tevez (Manchester United), Gareth Barry (Aston Villa), Emmanuel Adebayor (FC Arsenal), Roque Santa Cruz (Blackburn Rovers), Stuart Taylor (Aston Villa)

Abgänge: Elano (Galatasaray Istanbul), Ched Evans (Sheffield United), Felipe Caicedo (Sporting Lissabon), Gelson Fernandes (AS St. Etienne), Jo (FC Everton), Daniel Sturridge (FC Chelsea), Joe Hart (Birmingham City)

Meine Prognose: 5. Platz

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010: News in Kürze (IV)

Mittwoch, 15. Juli 2009 9:28

  • Manchester City: 80 Millionen für Tevez, Adebayor und Terry?

Die Premier League könnte heute oder morgen ihr nächstes großes Erdbeben erleben. Einmal mehr sorgt Manchester City, scheinbar mit unendlich viel Geld ausgestattet, für die großen Schlagzeilen. Bereits vor einigen Tagen hatte man sich für 25 Millionen Pfund die Dienste von Carlos Tevez gesichert. War ich gestern noch eher skeptisch, was einen Transfer von Emmanuel Adebayor angeht, sieht es im Moment so aus, als hätte ich mich getäuscht. Diversen Medienberichten zufolge führen City und Adebayor ernsthafte Gespräche über einen Wechsel nach Eastlands. Arsenal hat einem Angebot von 25 Millionen Pfund angeblich zugestimmt. Der Togolese soll einen 5-Jahres-Vertrag bekommen. Mark Hughes sprach gestern davon, dass der Wechsel kurz vor der Vollendung stehe. Im Moment ist die große Unbekannte Adebayor selbst, der sich noch Bedenkzeit erbeten hat. Die BBC berichtete heute Morgen in ihren Frühstücksnachrichten, dass es bereits heute eine medizinische Untersuchung für Adebayor hatte und nur noch auf eine Arbeitserlaubnis warte. Diese Informationen haben sich bisher aber nicht bestätigt. Momentaner Stand am Mittwochvormittag ist, dass Adebayor wohl kurz vor einem Wechsel steht, fix ist aber noch nichts. Update: BBC bestätigt erfolgreiche medizinische Untersuchung für Adebayor.

Und hätte man mit Tevez und Adebayor nicht schon genug Geld ausgegeben, bietet man jetzt 30 Millionen Euro für John Terry vom FC Chelsea. Mark Hughes ließ gestern mitteilen, dass Terry zu Manchester City wechseln möchte. Er brauche Luftveränderung, so Hughes über “Mr Chelsea”. Geld spiele bei dem Transfer keine Rolle. Es liege wohl einzig und allein an John Terry und dem FC Chelsea. City ist momentan bereit 30 Millionen Pfund für Terry auf die Waage zu legen. Und jetzt kommt es: Man ist bereit, Terry ein Wochengehalt von 250.000 Pfund zu zahlen. Damit wäre er der bestverdienenste Spieler in der Premier League. Für Adebayor ist man bereit 170.000 Pfund pro Woche zu zahlen.

Das sind Zahlen und Entwicklungen, welche die Premier League nachhaltig verändern können. Noch ist bisher ja nur der Tevez-Wechsel fix, aber momentan deuten alle Zeichen darauf hin, dass City noch nicht das letzte Mal zugeschlagen hat. Vielleicht noch eine allgemeine und eine etwas spezifischere Anmerkung meinerseits. Ich finde es erstaunlich, wie jetzt angeblich Chelsea und Arsenal umkippen, weil das ganz große Geld winkt. Adebayor hätte man nach der Saison für die gleiche Summe an  Geld auch zum AC Mailand schicken können, Chelsea hatte vor einigen Wochen klar und deutlich gemacht, dass man Terry für jeden Preis der Welt nicht abgeben würde. Und ganz plötzlich ist man für alles bereit. Ein überschuldeter Verein wie die Blues brauchen scheinbar doch jedes Handgeld. Sollte City diese Wechsel alle vollziehen können, hätte man allein in dieser Sommer-Transferperiode über 100 Millionen Pfund ausgegeben. In der Hughes-Ära, mittlerweile 12 Monate alt, hätte man mehr als 200 Millionen Pfund ausgegeben. Unfassbare Zahlen für einen Klub, der noch nicht mal international spielt. Und wenn man mit diesem Kader nächste Saison nicht minimum Vierter wird, wäre es die größte Fehlinvestition aller Zeiten.

Kurz zum FC Arsenal: Emmanuel Adebayor würde natürlich eine massive Lücke hinterlassen, die möglicht schnell und mit einem erfahrenen Spieler ersetzt werden müsste. Ich bin gestern mal einige Top-Vereine Europas durchgegangen und mir ist nur ein Spieler eingefallen, der für Arsenal halbwegs bezahlbar wäre und auch in das Konzept und die Philosophie passen würde: Samuel Eto’o. Mal sehen, was sich da tut. Mit 25 Millionen Pfund kann Arsenal ja einiges anfangen. Aus Sicht des VfB Stuttgart wäre es blöd, sollte man noch schnell für Klaas-Jan Huntelaar bieten. Aber ansonsten sind mir auf die Schnelle keine Namen eingefallen. Wer Vorschläge hat, kann dies gerne in den Kommentaren bekanntgeben.

  • Weitere Nachrichten aus der Premier League

Der FC Portsmouth steht kurz vor Ende der Übernahme durch den Unternehmer Sulaiman Al Fahim aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Papierarbeit sei bereits erledigt. Zur Zeit verhandele Al Fahim über einen finalen Preis mit dem derzeitigen Besitzer des FC Portsmouth, Sacha Gaydamak. Der Verein äußerte sich gestern, dass man zuversichtlich sei, den Deal vor Start der Saison Mitte August vollzogen zu haben.

Der FC Fulham hatte für längere Zeit und sehr intensiv um den Publikumsliebling und Kapitän von Absteiger West Bromwich Albion, Jonathan Greening, geworben. Die Baggies haben jetzt ein finales Angebot abglehnt. Greening hat noch einen Vertrag für ein Jahr und möchte mit West Bromwich Albion direkt wieder in die Premier League aufsteigen. Gerüchten zufolge soll ihm ein neuer Vertrag über vier Jahre angeboten werden.

Man möge sich einmal vorstellen, wenn dieser Deal klappen würde. Nachdem Birmingham City keinen Erfolg bei der Verpflichtung von Patrick Viera hatte, versucht jetzt Harry RedknappViera zu den Tottenham Hotspur zu lotsen. Viera würde gerne wieder in London leben. 407 Spiele für Arsenal – und dann zum Erzrivalen Tottenham wechseln. Mutig.

Daryl Murphy steht kurz vor einem Wechsel vom FC Sunderland zu Hull City. Sunderland habe eine Offerte der Tigers akzeptiert. Hull City ist jetzt in Verhandlungen mit dem 26-Jährigen irischen Nationalstürmer. Hull-Trainer Phil Brown zeigte sich zuversichtlich, dass innerhalb der nächsten 48 Stunden der Wechsel perfekt gemacht werden könnte.

Die Xabi Alonso Saga beim FC Liverpool geht weiter. Der Spanier habe, so berichtet die Liverpool Daily Post, Trainer Benitez mitgeteilt, dass er gerne zu Real Madrid wechseln würde. Aber eine offizielle Bitte um einen Transfer habe es nicht gegeben. Benitez lässt die Muskel spielen und ist erstmal nicht bereit Real Madrid entgegenzukommen. Nach dem Motto: Wenn ihr ein Anliegen habt, meldet euch bitte bei uns. Der Daily Telegraph beschäftigt sich schon mal mit der sportlichen Situation im Mittelfeld des FC Liverpool in der Alonso-Post-Ära.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Medien-Sport-Politik, 14.07.2009

Dienstag, 14. Juli 2009 16:26

Damit hier nicht nur immer die ellenlangen Berichte zu lesen sind, gibt es ab heute eine neue Kategorie in diesem Blog, die sich schlicht Medien-Sport-Politik nennt und die ich möglichst regelmäßig veröffentlichen möchte. In dieser wird es stets einen kleinen Überblick über das geben, was ich am Tage aus den drei Themenbereichen so aufschnappe und welche Gedanken ich mir darüber mache. Das könnten Lesetipps, aber auch Verweise auf Videos und Audiomaterial sowie aktuelle Nachrichten sein. Wenn man es anders ausdrücken will. Solche Themen, die man nicht ganz in 140 Zeichen, also Twitter-Länge, packen kann, für die es sich aber auch nicht lohnt einen eigenen, neuen Beitrag zu schreiben.

Mittlerweile ist Barack Obama fast ein halbes Jahr im Amt. Über die politische Bilanz seiner Außenpolitik schreibe ich hier die nächsten Tage noch etwas. Einmal mehr bin ich immer wieder davon beeindruckt, wie seine Präsidentschaft und die Person Obama auch medial dargestellt wird. Wenn auch schon eine Woche alt, der Verweis auf eine exzellente Bilderserie beim Boston Globe über die ersten 167 Tage von Obama im Amt. Auch zum empfehlen: Der offizielle flickr-Stream des Weißen Hauses mit sehr sympathischen und authentischen Aufnahmen aus dem alltäglichen Leben eines US-Präsidenten.

Gestern das erste Mal gelesen. Ein ganz neues Blog mit Geschichten aus dem Alltag eines Bahnfahrers. Im Zug unterwegs – Geschichten vom Bahnfahren.

Nachdem letzte Woche in Großbritannien aktuelle Verkaufszahlen von Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht wurden, hat heute die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern nachgelegt und Zahlen für Deutschland präsentiert. Alles fein säuberlich aufgeschrieben bei DWDL. Größter Verlierer bei den Zeitschriften ist die TV-Digital, die innerhalb eines Jahres 35 Prozent an verkaufter Auflage verliert. Ich tippe mal darauf, dass das Ende des kostenlosen Abos für viele PREMIERE-Abonnenten dort die Hauptrolle gespielt hat. Ansonsten starke Verluste für Focus und Stern, stabil bliebt der SPIEGEL bei über einer Million. Bei den überregionalen Wochenzeitungen verliert besonders die SZ, Welt Kompakt und das Handelsblatt. Bei der Welt würden mich mal die Verkaufszahlen für den Großraum Bremen interessieren. Großer Gewinner unter den Print-Zeitungen bleibt weiterhin die ZEIT.

Heute wurden auch aktuelle Zahlen zur Radionutzung in Deutschland veröffentlicht. Überblick bei Quotenmeter. Wenn man sich die Zahlen für Bremen anguckt, konnten beide Hauptprogramme von Radio Bremen, Bremen Eins und Bremen Vier, an Hörern gewinnen. Einer davon scheine ich zu sein. Habe in letzter Zeit häufiger Bremen Vier gehört. Sagen wir mal so: Im Vergleich von vor zwei Jahren hat es sich wirklich gebessert. Aber Mitte und Ende der 90er war dieser Sender teilweise pures Gold. Schade, dass sich so umfassend dem Mainstream angepasst wurde, wenngleich Bremen Vier gerade an den Themenabenden auch mal Musik spielt, die man sonst selten in Deutschland hört. Und es ist mir bis heute ein Rätsel, wie fast 500.000 Menschen Hit Radio Antenne hören können. Wenn hier ein Hörer mitliest, erkläre mir das einer bitte!

Am Freitag sendet das ZDF die heute-Nachrichten um 19:00 Uhr erstmals aus seinem neuen, hochmodernen Nachrichtenstudio. 30 Millionen hat der Bau gekostet. Ich habe – wie die meisten sicher schon, die Vorab-Videos des neuen Studios gesehen. Ich glaube, es ist noch zu früh, dass ich hier eine fundierte Meinung mitteilen kann. Das ZDF muss sich an seinen selbst gesteckten Zielen messen. Nachrichten verständlicher einordnen und besser erklären. Ob es dafür aber ein neues Studio braucht? Abwarten, was das ZDF aus seinen Möglichkeiten macht.

Kurzer Blick auf die Insel in Sachen Premier League: Manchester City hat sich von einem Transfer verabschiedet. Eto’o wird nicht nach Eastlands wechseln. Dafür aber Carlos Tevez. Nach Berichten der BBC ist Manchester City nun auch an Emmanuel Adebayor vom FC Arsenal dran. Es werden Gespräche über einen Wechsel geführt. Sollten die Infos der BBC stimmen – wovon man eigentlich ausgehen kann – wirft das für mich mehrer Fragen auf? Lässt Arsenal Adebayor ziehen? Einen Wechsel zum AC Mailand hatte man ihm strikt untersagt, warum also die Freigabe für City und dann gleichzeitig noch einen Ligakonkurrenten stärken? Sollte der Wechsel wirklich klappen, hätte Arsene Wenger zumindest eine Menge liquider Mittel um im Sturm und im Mittelfeld Erfahrung zu kaufen. Die Frage ist dann aber, ob man so kurzfrisitig und schon mitten in der Saisonvorbereitung noch passenden, für das Wenger-System geeigneten Ersatz findet. Ich wäre schon sehr überrascht, wenn Wenger und Arsenal Adebayor ziehen lassen würden.

Zum Schluss noch ein Lesetipp: Wahlen nach Zahlen, das ZEIT-Blog zur Bundestagswahl 2009.

Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 36. Spieltag, Manchester United – Manchester City

Sonntag, 10. Mai 2009 13:55

[16h24] Endstand Manchester United – Manchester City 2:0

Eine Spazierfahrt für Manchester United. Theoretisch brauchen sie noch vier Punkte aus drei Spielen, sollte Liverpool alle Partien gewinnen. Das sollte machbar sein. City eine einzige Enttäuschung. Der siebte Platz in weiter Ferne und mit so einer Leistung auch nicht annährend verdient.

[16h19] Bester Mann auf dem Platz für mich heute Dimitar Berbatov. Tolle Pässe, gute Übersicht. Sehr gutes Spiel.

Wechsel Manchester City: Evans für Robinho

Hämische Rufe und Pfiffe für die Auswechselung des Brasilianers.

Man Utd fast mit dem 3:0. fltecher verlängert eine Reingabe an den Pfosten. Tevez wäre fast noch rangekommen, streckt aber zurück, weil er sonst mit voller Wucht gegen den Pfosten geknallt wäre.

3 Minuten Nachspielzeit.

[16h17] Martin Petrov mit der besten Chance für Manchester City nach 86 Minuten. Toller Schuss, der wäre genau in den Winkel gegangen, wenn van der Sar den nicht noch aus dem Eck holt und zur Ecke klären kann. Klasse Aktion. Petrov darf meinetwegen bleiben.

[16h12] Gucken die Scheichs heute eigentlich auch zu? Ich denke mal schon. Wenn sie diese Leistung heute sehen, müssten sie sich zu neuen Saison eigentlich 14 neue Spieler plus Trainer leisten. Denn das, was City da abliefert, geht gar nicht. Mit Ausnahme von Ireland, der wenigstens ein bisschen kämpft, ist das schlichte Arbeitsverweigerung.

[16h08] Und ganz ehrlich. Wer will es Manchester United verdenken, dass sie hier auf Sparflamme spielen und schon einige wichtige Spieler schonen. Man liegt 2:0 in Führung. Was will man mehr. Und vor allem. Man hat ein dichtes Programm in den nächsten Tagen. Mittwoch Wigan, Samstag Arsenal. Die einzige Enttäuschung ist City. Man kann den Worten von Markus Gaupp nur zustimmen, der die Leistung der Citizens eben als “grausam” bezeichnet hat.

[16h04] Manchester United hat minimum drei Gänge zurückgeschaltet und als neutraler Zuschauer kann man wahnsinnig werden, wie wenig City davon profitiert, weil sie schlicht zu wenig tun beziehungsweise tun können. Wo ist jetzt ein Robinho, wo ein Elano, wo ein Stephen Ireland?

Wechsel Manchester City: Martin Petrov für Nigel de Jong

[15h59] 23 Minuten gespielt in der zweiten Halbzeit – Manchester United zum ersten Mal gefährlich vor Shay Given.

Wechsel Manchester United: John O’Shea für Jonny Evans

[15h54] Wechsel Manchester City: Valeri Bojinov für Felipe Caicedo

[15h52] Mittlerweile Scholes und Rooney für Park und Ronaldo bei Man Utd im Spiel.

City mit mehr Ballbesitz, aber komplett ungefährlich. Utd hat den Spielbetrieb komplett eingestellt. Ganz schwaches Spiel im Moment

[15h46] Und wenn man in den letzten Tagen Berichte gelesen hat, dass Robinho längerfristig bei Manchester City bleiben möchte, muss man das schon fast als Drohung für die City-Fans sehen. Denn Robinho ist nicht exsistent auf dem Platz.

[15h42] Manchester United spielt die zweite Halbzeit schon im Schongang. Das ist ja schon schlimm. Aber viel schlimmer: City kann da überhaupt nicht profitieren. Das ist eine einzige Enttäuschung, was City offensiv anbietet.

[15h36] Beginn 2. Halbzeit

Es wäre schön für dieses Spiel, wenn City sich auch ohne Ball etwas mehr nach vorne bewegen könnte.

[15h19] Halbzeit Manchester United – Manchester City 2:0

City offensiv eine einzige Offenbarung. Haben zwar viel Ballbesitz, aber wenn es wirklich wichtig wird, versagen ihnen häufig die Nerven und es fehlt die Qualität Manchester United ernsthaft in der Defensive zu beschäftigen. Man Utd guckt sich das ruhig an und nutzt die eigenen Chancen gnadenlos effektiv aus. Verdiente Führung zur Halbzeit. Man Utd mit großen Schritten Richtung Titel.

[15h16] Manchester United – Manchester City 2:0, Carlos Tevez, 45. Minute

Manchester United sowas von eiskalt. City mit Fehlpass in der gegnerischen Hälfte. Man Utd reagiert schnell. Langer Ball auf Berbatov, der bedient Tevez. Der Argentinier mit feinem Schuss aus 16 Metern an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Mangelhaftes Abwehrverhalten der Gäste.

2 Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte.

[15h11] Berbatov hat Glück, dass er noch auf dem Platz steht. Abseits des Geschehens hält Kompany zunächst am Trikot des Bulgaren. Nicht weiter schlimm, wenn Berbatov nicht nachtreten würde. Kompany geht mehr als theatralisch zu Boden. Spiel wird unterbrochen, beide bekommen von Schiedsrichter Chris Foy eine Ermahnung.

[15h06] Wayne Bridge scheint schon Sommerurlaub gemacht zu haben, hat einen fürchterlichen Sonnenbrand auf dem Nacken.

[15h02] Manchester United mit nur noch wenigen Angriffen nach vorne, aber wenn dann richtig gefährlich. Evra mit kleinem Flankenlauf auf links, legt auf Tevez zurück, der den Ball aus 16 Metern an den Pfosten schlenzt. Given wäre geschlagen gewesen.

[15h00] Manchester City fehlen schlicht die Ideen und eine Portion Kreativität im Angriff. Man verteidigt recht gut, hat auch relativ viel Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte. Aber wenn dann der wichtige Pass kommen muss, wenn man die Abwehr von Man Utd wirklich unter Druck setzen will, folgt meist das ungenaue Zuspiel oder es fehlt eine Anspielstation. So versucht sich Manchester City schon eine ganze Weile in der Hälfte der Red Devils, aber wirklich gefährlich oder besorgniserregend ist das nicht für die Gastgeber.

[14h49] Manchester United – Manchester City 1:0, Christiano Ronaldo, 18. Minute

Ireland foult Berbatov ungefähr 22 Meter vor dem Tor iin zentraler Position. Ronaldo schnappt sich den Freistoß und verwandelt direkt. An der Mauer vorbei, ganz leicht abgefälscht, Given in seiner Torwartecke macht einen kleinen Schritt nach links und kann den Ball, der kurz vor ihm noch tückisch aufsetzt, nicht mehr halten. Verdiente Führung für Man Utd, die mehr für dieses Spiel getan haben und mit ihrer ersten guten Torchance das Tor zur Meisterschaft sehr weit öffnen.

[14h45] Die letzten drei Minuten bestanden aus einer Reihe von Fehlpässen, sehr zerfahren im Moment. Und auch Man Utd kann mit den 70% Ballbesitz eher wenig anfangen im Moment.

[14h38] Micah Richards hat bereits nach wenigen Minuten den ersten Drehwurm, nachdem Ronaldo zum zweiten Mal mit gefühlten 86 Übersteigern die rechte Abwehrseite von City umgehen kann. Ronaldo zieht in die Mitte, Schuss aber zu zentral direkt auf Shay Given. Die ersten 10 Minuten gehen immer mehr an die Gastgeber, die sukzessive das Tempo erhöhen.

[14h34] Zwei Minuten gespielt – und bei Manchester City brennt es zum ersten Mal lichterloh im Strafraum. Eine Rafael-Flanke von rechts kann City nicht richtig klären, über Ronaldo kommt der Ball zu Ji Sung Park, der völlig freistehend mit sehr viel Zeit bedacht überlegen kann, in welche Ecke er den Ball zielen will. Doch er verzieht völlig, Schuss geht gute zwei Meter am langen Pfosten vorbei.

[14h32] Beginn 1. Halbzeit

Das 151. Manchester Derby startet. City in hellblau. Manchester United in rot mit Anstoß von links nach rechts in der ersten Hälfte.

[14h26] An den genialen Intros der Premier League kann sich jede europäische Liga mal eine große Scheibe abschneiden.

[14h24] Die Aufstellungen im Old Trafford

Manchester United: Van der Sar – Rafael, Vidic, Evans, Evra – Ronaldo, Fletcher, Giggs, Park – Berbatov, Tevez

Manchester City: Given – Richards, Onuoha, Dunne, Bridge – Elano, Kompany, De Jong – Ireland, Robinso, Caicedo

Manchester United mit zwei nennenswerten Änderungen. Tevez also für Rooney, der auf der Bank Platz nimmt. Rio Ferdinand wird in der Innenverteidigung durch Jonny Evans ersetzt. Bei City fehlt immer noch Shaun Wright-Philipps. Sonst bekommt die Elf der letzten Wochen das erneute Vertrauen von Mark Hughes.

[14h17] Carlos Tevez spielt heute von Beginn an. Gestern sagte er in einem Zeitungsinterview, dass er sich nie zugehörtig zu Utd-Familie gefühlt habe und den Verein wohl verlassen würde. Oder Man Utd blättert mal so eben 20-30 Millionen für Tevez hin um ihn längerfristig an den Verein zu binden. Die Frage ist, ob man das nach dem Interview noch will.

[14h10] Die Frage ist eben, ob Manchester City in der Lage ist Man Utd ein Bein zu stellen. Und eigentlich muss dann ein ganz klares Nein angefügt werden, zumal man “auswärts” antritt. Spielerisch liegt man mindestens zwei Welten hinter den Red Devils zurück. Man könnte von der Derby-Atmosphäre zehren, von der Brisanz dem großen, erfolgreichen Rivalen im Meisterschaftskampf zu ärgern. Dann müsste man aber diese kleinen psychologischen Vorteil auch in Kampf und Spielstärke umsetzen. Und auch für City geht es ja noch um viel. Mit einem Sieg würde man in der Tabelle auf Platz 7 klettern und damit die Qualifikation für die Europa-Liga zumindest wieder in Reichweite haben.

[14h00] Aufgrund der besseren Tordifferenz liegt der FC Liverpool derzeit noch an der Tabellenspitze, hat aber auch zwei Spiele mehr bestritten als die Red Devils. Man Utd hat also heute die Chance gegen City und dann am Mittwoch im Nachholspiel gegen Wigan die Möglichkeit auf insgesamt sechs Punkte davonzuziehen. Und sollte Man Utd das gelingen, ist ihnen der Meisterschaftstitel fast nicht mehr zu nehmen. Dann hätte das Team von Sir Alex zwei Spieltage vor Schluss sechs Punkte Vorsprung und könnte beim Auswärtsspiel im Emirates Stadium den Titel perfekt machen. Wenn überhaupt, gibt es heute und am kommenden Samstag noch einen Stolperstein. Und eigentlich müssten die Red Devils heute Punkte liegen lassen um noch so ein bisschen wie Spannung zu konstruieren. Sollten sie mit sechs Punkten Vorsprung bei noch zwei Spielen ins Emirates reisen, können sie sich ja ganz locker zurücklehnen. Und viel wichtiger: Liverpool muss ja seine restlichen Spiele gegen West Bromwich und Tottenham auch erstmal alle gewinnen.

[13h55] Manchester United kann sich heute im Derby nicht nur die Tabellenführung zurückholen, sondern auch einen ganz großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Mal sehen, ob der kleine Rivale vom anderen Ende der Stadt Man Utd in die Suppe spuckt. Manchester Derby jetzt im Live-Blogging. Schönen Nachmittag zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 26. Spieltag, FC Liverpool – Manchester City 1:1

Sonntag, 22. Februar 2009 17:57

Nachdem Manchester United am Samstagabend mehr oder weniger souverän die Blackburn Rovers mit 2:1 besiegte und damit den Vorsprung in der Tabelle auf den FC Liverpool auf acht Punkte vergrößerte, war der FC Liverpool heute im Heimspiel gegen Manchester City gefordert nachzulegen. Alles andere als drei Punkte wären eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen in der Premier League. Und die Voraussetzungen für die Reds waren rein statistisch gesehen gar nicht so schlecht. Seit 23 Spielen hat man an der Anfiel Road nicht mehr verloren, Manchester City gewann diese Saison bisher nur ein Auswärtsspiel und hat zuletzt in der Fremde stets fürchterliche Leistungen abgeliefert.

Die Reds mussten aber auf zwei absolute Leistungsträger verzichten. Steven Gerrard und Xabi Alonso fehlten verletzt beziehungsweise gesperrt. Kuyt stürmte neben Fernando Torres, Mascherano und Lucas übernahmen die zentralen Rollen im Mittelfeld. Mark Hughes stellte nach dem Motto “Angriff ist die beste Verteidigung” auf und bedorderte Steven Ireland in die Spitzen neben Robinho und Craig Bellamy.

Die erste Halbzeit gehörte in den ersten 30 Minuten ganz klar dem FC Liverpool. Man hatte mehr Ballbesitz, zeigte mehr Zug zum Tor, hatte aber nur wenige ganz große Torchancen. Die beste gab es nach knapp 20 Minuten, als eine Flanke von Dossena an Freund und Feind vorbeiging und letzlich erst auf der Linie von City geklärt werden konnte. Ansonsten agierte Liverpool aber zu umständlich in der Offensive. Fernando Torres sprang der Ball häufig zu weit weg vom Fuß, Riera vergab eine große Chance, weil er zu lange brauchte sich den Ball auf seinen starken linken Fuß zu legen. Von City war wenig zu sehen. Die Leistung glich den gewohnten Auftritten bei Auswärtsspielen. Erst nach einer halben Stunde hatte man urplötzlich die Führung auf dem Silberteller bekommen, als Ireland nach tollem Doppelpass das Zuspiel von Robinho wieder aufnimmt, aber kläglich an Reina scheiterte. Insgesamt keine wirklich gute Hälfte. Liverpool hätte aus den Chancen und den Spielanteilen sehr viel mehr machen müssen.

City kam besser aus der Halbzeit und ging gar nicht so unverdient in Führung in der 51. Minute. Robinho setzt auf links Vincent Kompany in Szene, der Bellamy findet. Der Schuss des Waliser wäre kein Problem für Reina gewesen, wäre nicht Alvaro Arbeloa in die Schussbahn gekommen und den Ball in hohem Bogen unhaltbar abfälscht. Die zweite gute Chance von City in diesem Spiel war gleichbedeutend mit der Führung. Danach war Liverpool komplett von der Rolle und jede Spitzenmannschaft – Manchester City ist das nicht – hätte hier den Reds schon den Knockout verpasst. Bezeichnend ein Schuss aus 30 Metern von Mascherano Mitte der zweiten Halbzeit weit über das Tor. Gerrard wurde schmerzlichst vermisst, kaum Kreativität und Spielfreude, kaum klare Chancen für die Gastgeber. Shay Given war nach 72 Minuten nicht einmal ernsthaft geprüft worden. Es ging wenig zusammen bei Liverpool und City bekam genau ihr Spiel. Halbwegs sicher stehen und den ein oder anderen Vorstoß nutzen für einen gefährlichen Konter. 15 Minuten vor Schluss – und Liverpool bekam immer noch nicht den Zug zum Tor. Der Meisterschaftszug schien abzufahren. Und auch wenn Liverpool in dieser Saison schon diverse Male nach Rückständen gewonnen hatte, eine Vietelstunde vor Schluss sah rein gar nichts danach aus. Das Spiel wurde ein bisschen hektischer und zerfahrener, alles sprach für Manchester City. Aurelio und Nabil El Zhar kamen in die Partie für Dossena und Riera – kaum positive Effekte. Fernando Torres stand alleine auf weiter Flur.

Liverpool schien am Boden – bis zur 78. Minute. Schneller Angriff über links – City passt überhaupt nicht auf – , Torres trifft in der Mitte die Flanke von Benayoun nicht richtig, aber Kuyt ist da und schiebt den Ball mit seinem siebten Saisontreffer über die Linie. Ausgleich 12 Minuten vor Schluss – und es sah gar nichts danach aus. Und Liverpool hatte noch genug Zeit für einen Siegtreffer, plötzlich suchte Liverpool auch wieder vermehrt den Weg nach vorne. Die Schlussoffensive begann. City stellte sich nur noch hinten rein und schlug lange Bälle auf Craig Bellamy, in der Hoffnung Liverpool auszukontern. Die Reds warfen mehr oder weniger alles nach vorne. Auch Benitez setzte alles auf eine Karte, brachte Babel als dritten Stürmer für Mascherano. Und fünf Minuten vor Schluss die beste Chance für Liverpool zum Sieg. Benayoun nimmt nach Kopfballablage von Torres den Ball volley, aber zu zentral auf das Tor, Shay Given reagiert glänzend. Von diesen Situationen gab es über das gesamte Spiel viel zu wenig. Drei Minuten Nachspielzeit wurden an der Anfiel Road angezeigt. City konnte den Ball in den letzten Minuten besser vom Tor fernhalten. Liverpool kam nur noch zu wenigen klaren Chancen.

Am Ende ein leistungsgerechtes 1:1, was für Liverpool natürlich viel zu wenig ist. In drei Wochen spielt man im Old Trafford. Schon dann kann sich fast endgültig entscheiden, wer englischer Meister wird. Sieben Punkte Vorsprung sind es aktuell. Und die Punktverluste von Liverpool heute waren absolut unnötig, weil man die wenigen Chancen nicht nutzte und überhaupt viel zu wenig Druck auf die City-Abwehr aufbaute. Schwere Zeiten für Liverpool. Die Diskussion um die Vertragsverlängerung mit Benitez, die Meisterschaft fast abgegeben und Mittwoch Champions League. Stürmische Zeiten an der Anfield Road.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview FC Portsmouth – Manchester City

Freitag, 13. Februar 2009 14:58

Weil Mitte Januar das Wetter nicht mitspielte und sich der arme Süden Englands keine Rasenheizung leisten kann beziehungsweise will, wird am Samstagnachmittag die Partie des 21. Spieltages zwischen dem FC Portsmouth und Manchester City wiederholt. Sowohl in England als auch in Deutschland gibt es keine Live-Übertragung des Spiels.

Trotzdem ist es für beide ein wichtiges und ganz besonderes Spiel. Mark Hughes steht zum 25. Mal an der Seitenlinie für Manchester City und geht mit Zuversicht in das Spiel: “Wir können uns mit einem Sieg weiter von den Abstiegsplätzen entfernen. Diese Chance – das habe ich den Jungs vermittelt – wollen wir unbedingt nutzen.” Für den FC Portsmouth ist es das Spiel 1 nach der Ära Tony Adams. Für die BBC ist es derweil viel mehr, nämlich ein großer sportlicher Absturz. Letztes Jahr noch Sieger im FA-Cup, diese Saison geht es um die sportliche Existenz in der Premier League. In dem BBC-Dossier geht es vor allem auch um die finanzielle Situation von Pompey und Fehleinschätzungen der Vereinsführung. Kevin Ryan, Vorsitzender der Fanbewegung des FC Portsmouth, sagt:

“At the end of last season, we were expecting the club to go out and spend about £20m-£30m on three or four big signings to strengthen the team. But Portsmouth are a club who have chased the dream for two or three years and lived beyond their means in terms of finance and Premier League position. Now we’re feeling the financial consequences.”

Und indirekt spricht er damit auch die sportliche Führung ein bisschen von der Misere frei. Das hatte ich in einem früheren Blogbeitrag auch schon mal erwähnt. Wie soll man auch zukünftig Erfolg haben, wenn sich die Konkurrenten im Abstiegskampf über die Wintertransferperiode gut verstärken, man selbt aber ohne Ersatz zwei nennenswerte Leistungsträger abgibt? Im Moment drücken den Klub Verbindlichkeiten von 80 Millionen Pfund. Eine ganz interessante Zahl noch: Portsmouth gab zwischen Januar 2005 und Juli 2008 fast 68 Millionen Pfund aus. Mit Ausnahme von Jermain Defoe war kein wirklicher Leistungsträger dabei, der Portsmouth nachhaltig und dauerhaft hilft und geholfen hat. Da ist dann aber auch vieles auf dem Mist von Harry Redknapp gewachsen, der gerne und viel einkauft.

Wie geht es also weiter beim FC Portsmouth? Man ist intensiv auf Trainersuche, unter den Kandidaten sollen Sven Göran-Eriksson, Terry Venables und auch Roy Keane sein. Zumindest Eriksson hat schon mal durchblicken lassen, dass er für das Amt nicht zur Verfügung stehe. Für Portsmouth ist das Spiel essentiell. Nur einem Punkt vor einem Abstiegsplatz und mit nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen ist ein Sieg fast schon überlebenswichtig.

Bei Manchester City fällt man derzeit eher neben dem Platz negativ auf. In der Premier League konnte man sich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Drei der letzten vier Ligaspiele konnten gewonnen werden, 13 Punkte holte man aus den letzten sechs Partien, nur gegen Stoke City setzte es eine Niederlage. Da zeigte sich dann nochmal das “alte” City, ansonsten spielt man durchschnittlich, aber man holt die wichtigen Punkte gegen direkte Konkurrenten. Mit einem weiteren Sieg würde man sich aller Abstiegssorgen entledigen. Bei City fehlen am Samstag die gesperrten Shaun-Wright Philipps und Richard Dunne, Elano soll über die rechte Seite für Wirbel sorgen. Etwas, was ihm diese Saison bisher nur bedingt gelungen ist. Bei Pompey gibt Jermaine Pennant, von Liverpool ausgeliehen, sein Debüt. Papa Bouba Diop und Richard Hughes fehlen verletzt.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis