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Paul Ince bei den Blackburn Rovers entlassen (Update)

Dienstag, 16. Dezember 2008 13:01

Das berichtet die BBC und hat der Verein auf seiner Internetseite in einem Statement bestätigt.

Letzlich ist es eine Entlassung gewesen, die sich schleichend angekündigt hat. Da die Vereinsführung der Rovers sich die Zeit und die Ruhe nahm nach dem enttäuschenden 0:3 gegen Wigan am Samstag, zeigt, dass die Entscheidung alles andere als leicht gefallen ist. Letzlich war es die sportliche Entwicklung, die Paul Ince wohl keine Chance mehr gaben das Ruder noch einmal rumzureißen. Nur 3 Siege in 17 Ligaspielen, die letzten sechs Partien alle verloren, zuletzt konnte man Ende September Newcastle United schlagen. Und die Niederlagen waren nur das eine, die Art und Weise, wie die Rovers gespielt haben, hat Vereinsführung und Fans die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Ich hatte die Rovers im Heimspiel gegen Manchester United gesehen (das war Mitte Oktober), und fand die Rovers dort schon schwach, ohne Durchschlagskraft und ohne jegliche Kreativität. Dieser Prozess hat sich jetzt bis in die Vorweihnachtszeit durchgesetzt, wenn nicht sogar noch verschärft.

Die Entscheidung war also aus der rein sportlichen Perspektive sicherlich begründet, mir tut es für Paul Ince aber sehr Leid, weil er stets sympathisch und ehrlich in seinen Aussagen wirkte. Aber scheinbar war der Schuh ein Premier League Team zu trainieren einfach zu groß. Mitte Juni war es die Story in der Premier League. Der erste Schwarze wird ein Premier League Team trainieren. Für Paul Ince ein Karrieresprung, trainierte er doch vorher drei Ligen weiter unten. Nach dem Rückgang von Mark Hughes versprach man sich an die Konstanz anknüpfen zu können. Ince bekam einen 3-Jahres-Vertrag.

Und Ince fand eben auch gute Grundlagen. Der Verein steht finanziell seriös da, das Team aus der letzten Saison ging mit Ausnahme von Friedel und Darran Bent komplett in die neue Spielzeit. Man hat auf dem Transfermarkt im August sich deshalb bewusst zurückgehalten und Geld gespart. Gerade auch wegen dieser Vorbedinungen waren die Fans zunehmend enttäuscht von der Arbeit von Paul Ince und haben schon letzte Woche seine Entlassung gefordert. Spätestens nach dem 0:3 gegen Wigan, wo man in den ersten 12 Minuten zwei Gegentore bekam, brachte das Fass zum Überlaufen. Auch wenn Ince gestern Abend bei BBC Five Live von zahlreichen Leute noch Unterstützung bekam, hat sich der Verein jetzt entschieden Ince zu entlassen.

Für Paul Ince schien sich mit der Anstellung bei einem Premier League Klub ein Lebenstraum zu erfüllen. Doch dieser war schneller vorbei als er sich erhofft hatte. Ince machte in den letzten Wochen aber auch nicht immer die beste Figur in der Öffentlichkeit gemacht, sprach er doch davon, in Anlehung an die Situation von Mark Hughes bei Manchester City, dass ehemalige Man Utd Spieler als Trainer besonders der Kritik ausgesetzt sind. Mehr als andere Trainer.

Eines zeigt die Trainerentlassung aber auf alle Fälle. Kontinuität wird es immer weniger geben in der Premier League geben. Die Trainer sind und bleiben die ersten Opfer der sportlichen Situation. Dabei sollte das Beispiel der Bolton Wanderers eine Anschauung geben, dass es auch anders gehen kann. Anfang November stand der Trainer der Wanderers, Garry Magson, unter Druck, galt bei Buchmachern als nächster Trainer für die Entlassung. Doch dann begannen die Wanderers eine Siegesserie und haben sich jeglichen Abstiegssorgen vorerst entledigt. Die Frage ist eben nur, ob das Paul Ince bei den Rovers auch hinbekommen hätte. Vom Gefühl würde ich wohl eher “nein” sagen.

Es könnte ein ganz ungemütlicher Monat für die Trainer in der Premier League werden. Über die Spieltage zwischen Weihnachten und Neujahr kann man ganz viel an Boden verlieren. Nächster Brennpunkt dürfte Manchester City werden. Man darf gespannt sein, wie lange die Abu Dhabi United Group noch ein Einsehen hat mit Mark Hughes und der derzeitigen sportlichen Situation.

Update 18h01: Es schwirren viele Nachfolger im Raum für den freien Posten in Blackburn. Ganz oben auf der Liste soll wohl Graeme Souness stehen, der Blackburn bereits von 2000 bis 2004 trainiert hat. Er schafft in seiner ersten Saison gleich den Aufstieg in die Premier League. Zuletzt trainierte er Newcastle bis Februar 2006. Seitdem war er als TV-Experte tätig.

Namen, die auch gehandelt werden, sind Steve McClaren (zurzeit bei Twente Enschede) oder auch Roberto Mancini (ehemals Inter Mailand). Der Verein teilte heute Nachmittag mit, dass man bereits, wenn möglich, für das Spiel am Samstag einen Trainer bekanntgeben möchte.

Weiteres zum Rücktritt von Paul Ince:

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 16. Dezember 2008 – Unterstützung für Paul Ince

Dienstag, 16. Dezember 2008 11:03

“They have got a massive commitment into the club and what we have got to get over is that continuity, looking at allowing managers to build relationships with the fans, the players and particularly the board. If you do that, then stats and history shows that you will be more successful. [...] Blackburn sold the likes of David Bentley and Brad Friedel for £20m and probably, I think, they are the lowest spenders from the transfer window in August, so I think we just need to give Paul time.”

Richard Bevan, chief executive der Trainervereinigung, gestern Abend im Monday Night Club auf BBC Five Live.

Aber das scheint bis jetzt der einzige Unterstützer für Paul Ince zu sein. Bei den Fans hat er jeglichen Kredit verloren, zumal fast exakt dieselbe Mannschaft auf dem Platz steht wie unter Mark Hughes letzte Saison. Er kann das Potential des Teams nicht abrufen.

Samstag geht es im Ewood Park gegen Stoke City. Ob Paul Ince dann noch auf der Bank sitzt, bleibt unsicher. Spannende Tage in Blackburn.

[via BBC Sport]

Thema: Premier League, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 16. Spieltag – Der Hirte verlässt seine Herde

Freitag, 5. Dezember 2008 17:31

Wer ist der nächste Trainer in der Premier League, der seinen Stuhl räumen muss? Buchmacher sagen: Paul Ince. Und seit dem vergangenen Mittwoch bleibt ein Bild in meinen Gedanken, dass die BBC schon am Mittwoch und auch der Guardian gestern nochmal geschildert haben. Nach dem 3:5 der Blackburn Rovers im Carling Cup gegen Manchester United läuft Ince Richtung Kabine, an der Seitenlinie im Old Trafford. Zuschauer berichten, dass Ince Tränen in den Augen hatte. Der erste schwarze Manager in der Premier League, seine erst dritte Trainerstation. Bei seinen vorherigen Arbeitgebern Macclesfield Town und Milton Keynes Dons blieb er gerade mal ein Jahr Trainer. Und die Zweifel, ob Paul Ince seine erste Saison als Trainer in der Premier League bei Blackburn abschließt, werden immer größer. Ich würde es mir wünschen, wenn Ince es schafft die Rovers aus der Krise herauszufordern. Aber ich kann es mir schlicht nicht vorstellen, der sympathische Paul Ince wirkt in der jetzigen Situation ein wenig überfordert. Und wer die Gegentore am Mittwoch gegen Manchester United gesehen hat, dem wird klar, dass es so vieles gibt, das Ince ändern muss. Wohl nicht wissend, wo er überhaupt anfangen soll.

Ein ganz normaler Spieltag diesmal in der Premier League. Samstagmittagspiel auf Sky, Samstagabendspiel auf Setanta und Monday Night Game gibt es noch oben drauf. PREMIERE verwöhnt uns mit drei Leckerbissen. Blöderweise nimmt man wieder ein Spiel parallel zur Buli. Warum nicht Fulham gegen Man City als Einstieg für den Samstag…

FC Fulham – Manchester City

Mark Hughes kann sich glücklich schätzen, dass er relativ souverän die Zwischenrunde im UEFA-Cup erreicht hat. Denn beim Blick auf die aktuelle Situation in der Liga sollte einem bei Manchester City schon ein bisschen Angst und Bange werden. In Eastlands scheint man auf der Stelle zu treten, vor allem auswärts. Nur ein Punkt aus den letzten drei Auswärtsspielen, Man City stellt eine der schlechtesten Abwehrreihen in der Ferne. Schon 14 Tore hat man kassiert, nur Blackburn und Stoke stehen schlechter da. Und jetzt geht es ausgerechnet ja fast schon zur Festung Cravan Cottage. Das Team von Roy Hodgson hätte man durchaus als Kandidat für den Abstieg auf der Rechnung haben können, doch man steht recht sicher im oberen Mittelfeld und könnte mit einem Sieg weiter Boden gut machen. Fulham stellt die vierbeste Abwehr der Liga, nur 11 Gegentore, gerade mal 5 in Heimspielen kassiert. Dass man gleichzeitig aber auch erst 12 geschossen hat, verwundert nicht. Die meisten Heimspiele gewinnt man im Cravan Cottage meist mit einem Tor Unterschied. Die Gäste müssen auf Elano verzichten, Robinho, Wright-Philipps und Micah Richards sind fraglich.

Blackburn Rovers – FC Liverpool

Die Reds machen sich gerade so ein bisschen selbst die Krise. Die Fans pfeifen die eigene Mannschaft nach dem 0:0 gegen West Ham gnadenlos aus, Benitez kritisiert die aktuelle Form seines Teams. Dabei steht man an der Tabellenspitze mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Chelsea. Viel schlimmer scheint die Verletzung von Fernando Torres zu sein. Gab man zunächst eine Pause von zwei bis drei Wochen an, fällt Torres jetzt erstmal auf unbestimmte Zeit aus. Man wolle, so Benitez, ihm alle Ruhe geben, dass die Verletzung komplett auskuriert wird. Die Rovers müssen versuchen den Schalter umzulegen und das 3:5 bei Man Utd vergessen machen. Paul Ince hofft vor allem auf den Einsatz von Roque Santa Cruz.

Bolton Wanderers – FC Chelsea

PREMIERE live, Samstag ab 15h55; Kommentar: Andreas Renner

So wie der FC Chelsea derzeit auftritt, ist das Stolperpotential bei den wieder erstarkten Wanderers ziemlich groß. Das Team von Gary Magson ist das Team der Stunde in der Premier League, holte 12 Punkte aus den letzten fünf Spielen. Und stand Magson Mitte Oktober noch ganz oben auf der Liste der Trainer, die kurz vor der Entlassung stehen, sitzt er jetzt sicher und fest im Sattel. Da gibt es nur ein ganz kleines Problem, Bolton hat diese Saison zuhause erst zweimal gewonnen. Und der FC Chelsea ist bisher noch ungeschlagen im Jahr 2008 auswärts. Die Blues müssen auf Joe Cole und Didier Drogba verzichten. Normalerweise gewinnt Chelsea ja in einer kleinen Krise ja meist dreckig mit 1:0. Aber die Wanderers sind im Moment nicht das Team, mit dem man dieses versuchen sollte.

FC Arsenal – Wigan Athletic

Ich gehe mal davon aus, dass Arsene Wenger am Samstag im Emirates wieder die etablierte Jugendmannschaft spielen lässt. Man flog unter der Woche etwas unglücklich im Carling Cup beim Zweitligisten Burnley raus, weil man wieder zu viele Chancen vergab. Es ist plötzlich wieder das alte bekannte Problem. Dabei haben die Londonder zuletzt eher durch Effektivität vor dem Tor geglänzt. Erinnert sei an zwei Tore und drei Chancen an der Stamford Bridge oder an zwei Tore und zwei Chancen im Heimspiel gegen Manchester United. Die Chancenverwertung war mal ein Problem. Aber das würde zu den Gunner passen, wenn man es jetzt wieder hochzüchtet. Gut, wir wollen das ganze nicht überbewerten, es hat ja der zweite Nachwuchs am Dienstag gespielt. Aber so ein Heimspiel gegen die defensivstarken und kompakten Spieler aus Wigan ist ja fast schon prädestiniert dafür eher wenige Chancen zu bekommen. Und wenn man die dann wieder nicht konsequent nutzt, steht es ganz schnell 0:0 nach 90 Minuten, oder sogar schlechter. Wiliam Gallas wird den Gunners fehlen. Dafür weiterhin mit Arsenal Spieler des Monats – Robin van Persie. Was zwei Tore gegen Chelsea alles so auslösen können.

Newcastle United – Stoke City

Die Magpies brauchen Siege, Siege, Siege. Der letzte liegt schon mehr als einen Monat zurück. Am 3. November gab es ein 2:0 gegen Aston Villa. Seitdem gab es drei Remis und eine Niederlage, zuletzt zweimal ein 0:0. Das ist ganz schön für die Defensive, zeigt aber auch, dass es bei Newcastle niemanden gibt, der ein Spiel auch mal mit zwei oder drei Tore im Alleingang entscheiden kann. Michael Owen ist ein Schatten vergangener Tage. Trainer Joe Kienaar sagte dann gestern auch auf der Pressekonferenz, dass man wieder so spielen müsse wie beim 2:0 gegen Villa. Ein Strohhalm zur Rettung, mehr aber auch nicht. Bei den Gastgebern fehlen Ameobi und Alan Smith verletzt. Stoke flog am Dienstag nach guter Leistung im Carling Cup gegen Derby raus. Sollte es jetzt eine Niederlage setzen, würde Newcastle das Team von Tony Pulis in der Tabelle überholen.

Hull City – FC Middlesbrough

Zwei ganz sympathische Mannschaften treffen im KC Stadium aufeinander. Für Hull wäre es mal wieder an der Zeit ein kleines Glanzlicht zu setzen, zu zeigen, dass man noch dabei ist. Man profitiert immer noch von dem sehr guten Saisonstart. Der letzte Sieg liegt fast sechs Wochen zurück, seitdem setzte es eine Reihe an Niederlagen, zuletzt gab es immerhin drei Unterschieden. Middlesbrough ist immer noch in der akuten Umgebung der Abstiegsplätze.

Manchester United – FC Sunderland

PREMIERE live, Samstag ab 18h25; Kommentar: Marc Hindelang

Auch wenn man die genauen Umstände noch immer nicht weiß, dürfte doch klar sein, dass Roy Keane von sich aus als Trainer beim FC Sunderland zurückgetreten ist und er nicht gefeuert wurde. Über die Motive kann man nur spekulieren, aber es ist nicht so überraschend mehr gewesen. Keane hatte sich in Pressegesprächen immer wieder sehr kritisch hinterfragt, es gab den Vorfall, dass er nicht mit seiner Mannschaft im Bus zum Auswärtsspiel gefahren ist, und es gab letzte Woche das 1:4 daheim gegen Bolton. Und danach muss er sich wohl wieder diese Gedanken gemacht haben, sich wieder hinterfragt und kam zu dem Schluss, dass er nicht mehr der Richtige für Sunderland sei. Bonus bei der Vereinsführung und den Fans hatte er noch alle mal, führte er die Black Cats doch vor zwei Jahren fast schon sensationell in die Premier League und schaffte letzte Saison recht souverän den Klassenerhalt. Auch wenn es jetzt so ein bisschen wie die Flucht aussieht, wird Roy Keane sich das sicherlich gut überlegt haben. Denn ein Hirte verlässt nicht so einfach seine Herde. Denn wie ein kleiner Hirte wirkte Keane in letzter Zeit, schwarzer Mantel immer bis oben zugeknöpft, der Vollbart wuchs und wuchs. Hätte man ihm noch einen Stock gegeben, wäre es das perfekte Bild gewesen. Aber das soll gar nicht negativ gemeint sein. Keane hat durchaus sehr gute Arbeit in Sunderland erledigt. Doch trotzdem bleibt seine letzten Schritte fraglich und zweifelhaft. Die BBC blickt sehr ausführlich auf Roy Keane und seine Zeit beim FC Sunderland zurück.

Für Sunderland gibt es jetzt nichts einfacheres als bei Manchester United anzutreten. Erwartet wird wenig, man kann nur überraschen. Derweil beginnen die Bemühungen um einen Nachfolger in Sunderland. Ganz oben auf der Liste soll Big Sam Allardyce stehen. Also quasi das genaue Gegenteil zu Keane, zumindest was das Hinterfragen angeht. Aber vielleicht brauchen die Black Cats gerade jetzt einen kleinen Paradigmenwechsel. Bei den Red Devils rückt das Comeback von Paul Scholes näher, aber noch nicht an diesem Wochenende. Darran Fletcher wird seine Position nochmal ausführen.

West Bromwich Albion – FC Portsmouth

Ich habe den FC Portsmouth Donnerstag beim VfL Wolfsburg gesehen, wo man durchaus eine ansprechende Leistung brachte. Aber es fehlt immer irgendetwas. Es gab es 2:2 gegen den AC Mailand, zuletzt ein ganz knappes 3:2 gegen Blackburn und dann das 2:3 beim VfL. Konstante Leistungen sehen anders aus. Und das ist es, was den Südküstlern irgendwie auch fehlt. Mal eine Siegesserie, mal gute Leistungen über zwei oder drei Spiele. Man darf nicht zu viel von Tony Adams erwarten, aber ich denke, dass das im Rahmen des Möglichen liegen sollte. Offensiv hat man mit Defoe und Crouch zurzeit einen treffsicheren Sturm, woran man arbeiten muss ist die Defensive. Bei WBA muss man an ganz vielen Dingen arbeiten, vor allem aber an der Offensive. Mit 11 Toren stellt man die schlechteste Offensive der Liga. Bei West Brom ist nicht die Frage, wer die Tore verhindert, sondern wer sie überhaupt schießen soll.

FC Everton – Aston Villa

PREMIERE live, Sonntag ab 16h55; Kommentar:Markus Gaupp

Verfolgerduell im Goodison Park. Everton hat sich ganz gut in der Saison zurechtgefunden jetzt. Nach dem schwachen Saisonstart hat man Anschluss an die internationalen Plätze. Villa hingegen schwächelt etwas, zuletzt gab es zweimal ein 0:0, obendrein eine Heimniederlage im UEFA-Cup. Unter der Woche brachte Marin O’Neill einen interessanten Namen auf die Tagesorndnung. Der Trainer bestätigte, dass man Interesse an Henrik Larsson habe. Ich weiß nicht, wie ernst das ganze gemeint war, aber zur Aushilfe für die Rückrunde gibt es sicherlich schlechtere Spiele. Die Frage ist nur, ob Villa einen weiteren Stürmer braucht. Schaut man sich die letzten Ergebnisse an, dann ja. Mal sehen, ob sich diese Tendenz in den letzten Spielen des Jahres noch hält. Dann kann man im Januar ja entsprechend handeln. Für Everton-Manager David Moyes zählen derweil nur die nackten Punkte.

West Ham United – Tottenham Hotspur

Der Tabellendreizehnte empfängt die drei Plätze schlechter positionierten Spurs im Monday Night Game und Londoner Derby im Upton Park. Und wenn die Spurs mal wieder auswärts gewinnen sollten, würden sie sogar an den Hammers vorbeiziehen. Kann sich noch jemand an Alan Curbishley erinnern? Genau, West Hams Vorgänger von Gianfranco Zola. Der ist ja bekanntlich zurückgetreten, weil wichtige Spieler verkauft wurden und das ganze nicht mit ihm abgesprochen wurde. West Ham steht finanziell alles andere als rosig da, muss in der Winterpause wohl wieder Spieler verkaufen. Das wissen natürlich auch die restlichen Klubs der Liga und strecken schon mal ihe Fühler nach Matthew Upson raus.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 15. Spieltag – Kings of London and Manchester

Freitag, 28. November 2008 12:13

Der Spielplan der Premier League ist ja fast schon eine eigene Thematik für sich. Es gibt nicht abwechselnd mal ein Auswärts- und dann ein Heimspiel, es gibt keine uns bekannte Hin- und Rückrunde, und häufig hat man das Gefühl, dass kein Computer den Spielplan erstellt, sondern die Regisseure einer spannenden und auf Dramatik bis zum Ende schielenden Premier League. Ganz besonders hat sich Manchester Utd Trainer Sir Alex Ferguson aufgeregt. Jedes Mal, wenn Manchester United in der Champions League spielen musste, darf man danach in der Liga auswärts antreten. Und zwar unter anderem bei folgenden Gegnern: FC Arsenal und Manchester City. Das kann alles Zufall sein, oder eben auch nicht. Ein bisschen undurchsichtig ist immer wieder auch, dass es die Premier League schafft, die Derbys oder die direkten Duelle der Top Four auf einen Spieltag zu legen. Wenn da mal Sky Sports die Finger nicht im Spiel hat. Und das Rückspiel in den Derbys findet am 36. Spieltag statt, also kurz vor Saisonschluss. Und bis dahin soll sich die Spannung im Meisterschaftsrennen noch aufrecht erhalten, hofft der Computer, der den Spielplan ausspuckt.

Jetzt also der 15. Spieltag, der fünf interessante Samstagsspiele sieht. Sonntag dann der Derby-Tag und die Duelle der Teilnehmer im UEFA-Cup. Es gibt am 01. Dezember, quasi als erstes Türchen für den Adventskalender, mal wieder ein Monday Night Game. Liverpool gegen West Ham mit Wolff Fuss. Da darf man dann mal wieder ein Lob aussprechen. Dieses Lob erstickt dann auch wieder gleich, denn an diesem Wochenende gibt es bei PREMIERE zum letzten Mal die Ausstrahlung des Premier League Magazins, das ab Dezember ersatzlos wegfällt.

FC Middlesbrough – Newcastle United

Wenn das Team von Gareth Souhgate die erste Hälfte ohne Tor abschließt, dürfte man in Newcastle noch nicht auftamen. Denn im Durschnitt erzielt Middlesbrough erst in der 64. Minute das erste Tor im Riverside Stadium. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass man in den letzten 20 Spielen vier Tore kurz vor der Halbzeit erzielte, der Durchschnitt also etwas gesenkt wird, sollten die Magpies gewarnt sein. Middlesbrough mit neun Punkten aus den letzten sechs Spielen. Das ist bestens Premier League Durchschnitt. Der letzte Heimsieg liegt auch schon einen Monat zurück, damals 2:0 gegen Manchester City. Bei Newcastle bleibt Joe Kienaar Trainer bis zum Saisonende. Die Journalisten freut es.

Aston Villa – FC Fulham

Aston Villa hatte unter der Woche spielfrei im UEFA-Cup, darf also deswegen schon wieder am Samstag unter Beweis stellen, dass man zu den viertbesten Teams in der Premier League gehört. Gegen Manchester United am vergangenen Wochenende gelang das ganz gut, jetzt muss man aber die harte Nuss Fulham knacken. Die Cottagers konnten immerhin ein 0:0 beim FC Liverpool abtrotzen, haben aber sonst auswärts nicht die furchteinflößendste Bilanz, von daher würde ich die Villens hier als Favorit sehen.

Stoke City – Hull City

Das Duell der beiden Aufsteiger im Brittania Stadium. Es sind zwei Aufsteiger, die sich ganz gut in der Premier League eingefunden haben, Hull City etwas besser und schneller als Stoke. Aber beide konnten ihre Erfolge feiern. Stoke besiegte zum Beispiel Aston Villa und holte ein Remis in Liverpool. Hull gewann im Emirates und spielte leidenschaftlich im Old Trafford. Jetzt steht das Team von Phil Brown auf Platz 6, nur drei Punkte hinter Manchester United. Befürchtungen, dass das Team nach den Niederlagen gegen Chelsea und ManUtd einbrechen würde, haben sich nicht bestätigt. Man spielt zwar nicht mehr auf dem hohen Niveau von Saisonbeginn, holt aber regelmäßig seine Punkte, wenn auch etwas glücklich, wie zuletzt in Portsmouth. Spiel dürfte ganz interessant werden, weil eben auch zwei verschiedene Spielphilosophien aufeinander prallen. Stoke mit seinem kampfbetonten Spiel, das wenig spielerische Elemente enthält, und viel mit langen Bällen operiert, trifft auf die spielstarken Tigers, die einfach auch mal eine Abwehr schwindelig spielen können. Und dann gibt es da noch ein kleines Duell: Die Freistöße von Geovanni gegen die Einwürfe von Rory Delap. Was bringt mehr Erfolg? Kein Team hat mehr Heimspiele gewonnen als Stoke diese Saison. Nächste Bewährung für Hull City.

FC Sunderland – Bolton Wanderers

Vier Niederlagen in Folge, das angebliche Gerücht um einen Rücktritt. Es sind keine einfachen Tage für Roy Keane bei den Black Cats derzeit. Und jetzt kommt mit Bolton ein Team, das Sunderland in der Tabelle schon geschluckt hat und auf dem aufsteigenden Ast ist.

Wigan Athletic – West Bromwich Albion

Das Team von Steve Bruce konnte am Montagabend einen ganz wichtigen Sieg gegen den FC Everton feiern und damit endlich wieder mal ihrer meist guten Leistungen entsprechend sich mit einem Sieg belohnen. Der Dreier vom Montag wird umso wertvoller, wenn am Samstagnachmittag jetzt noch West Bromwich Albion besiegt. Der Aufsteiger hat die schlechteste Defensive der Liga (25 Gegentore) und die harmloseste Offensive (nur 10 Tore). Wenn Wigan in der Liga bleiben möchte, müssen solche Spiele gewonnen werden, vor allem weil das untere Tabellendrittel der Premier League extrem eng und ausgeglichen ist. Hat aber auch den Vorteil für WBA, die mit einem Auswärtssieg dem rettenden Ufer wieder näher kommen.

Manchester City – Manchester United

PREMIERE live, Sonntag ab 14h25; Kommentar: Markus Gaupp

Derby im City of Manchester Stadium, zum ersten Mal, seit der Übernahme von City Ende August. Damals gab es ja auch das Theater um Dimitar Berbatov, der wohl auch von City ein Angebot bekommen hat, letzlich aber zu Utd wechselte. Seitdem ist das Verhältnis von Mark Hughes und Sir Alex nicht mehr das beste. Für City könnte das Spiel zur richtigen Zeit kommen. Zwei Siege in der Liga zuletzt, relativ locker und lässig Auf Schalke gewonnen. ManU finde ich in letzter Zeit einfach nicht so überzeugend. Die 0:0 gegen Villa und Villarreal waren ok, aber eben auch weit von der Bestform entfernt, die man von den Red Devils kennt. City hat die letzten beiden Derbys gewonnen. Jetzt muss man zeigen, dass man auch unter Druck gute Leistungen zeigen kann.

Tottenham Hotspur – FC Everton

Vor der Saison hätte man gedacht, dass das ein Spiel um einen der ersten vier Plätze werden könnte. Jetzt sind beide Teams doch weiter von ihren Erwartungen entfernt, wenngleich Everton bis vergangenen Montag auf dem aufsteigenden Ast war. Aber dann kam die völlig unnötige Niederlage gegen Wigan. Die Spurs haben unter Harry Redknapp noch kein Heimspiel verloren, Everton hat lange Zeit von seiner Auswärtsstärke gelebt. Die Spurs kommen mit dem Rückenwind des Weiterkommens im UEFA-Cup, in Nijmegen gab es ein knappes 1:0. Für Tottenham sind solche Siege, egal, wie sie zustandekommen, immer noch wertvoller als vielleicht für andere Teams. Und wenn man gegen Everton 1:0 gewinnen würde, hätte auch niemand an der White Hart Lane etwas dagegen.

FC Portsmouth – Blackburn Rovers

Donnerstagabend AC Mailand, Sonntagnachmittag Blackburn Rovers. Mal sehen, wie Tony Adams Pompey diesen Spagat vermitteln kann, irgendwo zwischen Kür und Pflichtprogramm, zwischen Außenseiter und klarem Favoriten. Doch wie ein Außenseiter haben die Südküstler gar nicht gespielt gegen Milan, ging 2:0 in Führung, am Ende reichte es aber nur ein 2:2. Chancen auf ein Weiterkommen im UEFA-Cup tendieren gegen Null. Jetzt muss man gegen Blakburn punkten um den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht zu verlieren. Bei Blackburn spitzt sich die Situation um Paul Ince weiter zu. Zur Buchesteht nur ein Sieg aus den letzten 12 Spielen.

FC Chelsea London – FC Arsenal London

PREMIERE live, Sonntag ab 16h45; Kommentar: Wolff Fuss

Kann man schon von einem kleinen Krisengipfel an der Stamford Bridge sprechen? Chelsea mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen, zuletzt ein mageres 0:0 gegen Newcastle und ein 1:1 in der Champions League in Bordeaux. Trainer Scolari machte danach ein ganz interessantes Statement, sagte den Journalisten, dass er, sollte es zu einer Qualifikation für das Achtelfinale nicht reichen, wieder nach Brasilien gehen müsste, er also seiner Traineramt zur Verfügung stellen lässt. Da darf man dann schon mal fragen, wie groß das Selbstvertrauen derzeit bei den Blues ist, wenn man nicht felsenfest von einem Sieg gegen Cluj ausgeht. Und mit dem Selbstvertrauen ist es bei den Gunners auch nicht zum Besten bestellt. Die Spiele sind derzeit weit entfernt von der Augenweide, sind viel Kampf und Krampf. Alles Attribute, die zum Kurzpassspiel der Wenger-Boys nicht unbedingt passen. Was für Arsenal sicherlich spricht ist die sicherlich gute Bilanz gegen die Top Four in dieser Saison. Gegen Liverpool und ManUtd gab es Siege, allerdings vor eigenem Publikum. Wie stark kann man aufwärts beim FC Chelsea auftreten? Die Blues haben diese Saison noch keinen Heimsieg gegen die Top Four, Remis gegen Sir Alex, Niederlage gegen Liverpool. Bei Chelsea fehlt der gesperte Didier Drogba, Joe Cole ist nach seiner Knöchellverletzung aus dem Spiel gegen Bordeaux mehr als nur fraglich. Bei den Gunners fehlt der etablierte Sturm mit Adebayor. Mal schauen, ob Wenger Vela und Ramsey ihnen auch in der Premier League eine Chance gibt. Für Aufsehen dieser Tage sorgt wie immer William Gallas, der scheinbar die Öffentlichkeit aufsucht wie normale Menschen das Badezimmer. Hat er vor einer Woche noch seine Mitspieler kritisert, teilt er jetzt gegen seinen ehemaligen Verein aus. Gallas kann es nicht lassen. Alleine wegen der Begrüßung der Chelsea-Fans ist das Spiel schon sehenswert. Und dass Gallas angreifbar ist und auch unter Konzentrationsmägel leidet, hat das Spiel gegen Kiew gezeigt. Wenn man angreift, muss man damit leben.

FC Liverpool – West Ham United

PREMIERE live, Montag ab 20h55; Kommentar: Wolff Fuss

Monday Night Game an der Anfield Road, gibt fast nichts Besseres. Auch wenn der Gegner nur West Ham United heißt. Das Team vin Gianfranco Zola konnte zuletzt den ersten Sieg seit acht Spielen feiern, hat aber jetzt mit Liverpool und Chelsea in drei Wochen zwei schwierige Spiele in drei Wochen. Und in der Tabelle steht man eben nicht gut genug, hat nicht den Punktevorrat um solche Spiele auch mal zu verlieren, was ja keine Schande ist. Aber lesten kann es sich West Ham eigentlich nicht. Bei den Reds fällt Stürmer Fernando Torres für 2-3 Wochen mit einer erneuten Oberschenkelverletzung aus. Damit bietet sich wieder die Chance für Robbie Keane, der zuletzt nur auf der Bank saß. Steven Gerrard hat dem Daily Express ein schönes Interview gegeben. Gerrard hat Samstag vor genau 10 Jahren sein Debüt für den FC Liverpool gegeben. Und jetzt hat er die große, große Sehnsucht englischer Meister mit dem FC Liverpool zu werden. Mehr bei der BBC und dem Daily Express.

Ich werde den Derby-Sonntag und das Monday Night Game live mitbloggen. In der Hoffnung, dass es richtig schöne Spiele werden.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis