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NBA 2007/2008 #125, Phoenix Suns – San Antonio Spurs 94:87

Sonntag, 9. März 2008 23:21

Spitzentreffen am Sonntagabend zu Mittagszeit in Arizona, die Phoenix Suns empfingen die San Antonio Spurs zum Gipfeltreffen in der so engen Western Conference. Die momentan nur sechsplatzierten Suns empfingen den Zweiten der Conference. San Antonio zuletzt mit 12 Siegen in Serie, Freitagnacht gab es dann aber eine Niederlage bei den Denver Nuggets. Die Suns gewannen nur zwei der letzten sieben Spiele, zuletzt hagelte es Niederlagen gegen Denver und Utah. Für beide hieß es also wieder in die Spur kommen. Und da gab es dann noch die Fragen, wie gut das Trio der Spurs wirklich ist und wie integriert Shaquille O’Neal diesmal ins Spiel der Suns findet. Bei PREMIERE hat endlich mal wieder Michael Körner kommentiert. Ich wiederhole mich gerne: Er ist Deutschlands kompetentester Basketball-Kommentator.

Die Suns mit Nash, Raja Bell, Stoudamire, Shaq und Grant Hill von Beginn an, die Spurs begannen das Spiel mit Tony Parker, Michael Finley, Duncan, Bowen und Kurt Thomas. Trotz starker Leistungen in der letzten Wochen musste Manu Ginobili wieder auf die Bank. Trainer Popovich schätzt seine positive Energie, wenn der Argentinier von der Bank kommt.

Im ersten Viertel war das Spiel sehr ausgeglichen und kam nur langsam in Schwung. Phoenix hatte insgesamt den etwas besseren Start. Nach sechs Minuten führten die Suns 12:8. Gegen Ende des Viertels zog das Tempo stärker an, die Spurs fanden angetrieben von Ginobili wieder in die Spur, Phoenix wirkte unkonzentriert, vergab viele leichte Bälle. Nach dem ersten Viertel stand es 25:22 für San Antonio. Shaq spielte ein sehr gutes Viertel, machte 8 Punkte. Trotzdem bleibt er weiter in manchen Dingen ein unsympathischer Stinkstiefel. Als er bei einer Offensivaktion ins Straucheln kommt und mit seiner ganzen Masse auf den Boden fällt, bietet ihm Tim Duncan die Hand zum Aufstehen an. Doch Shaq ignoriert die Hilfe, lässt sich lieber von seinen Mitspielern auf die Beine helfen.

Das zweite Viertel knüpfte tempomäßig an die erste Hälfte an. Zunächst wieder etwas langsamer, dann stetige Steigerung. Am Ende stand ein 48:45 für San Antonio. Es gab Licht und Schatten bei beiden Teams. Bei den Spurs waren die Leistungsträger die Stützen der Führung, dennoch hatte man mit 38,7% eine sehr schlechte Wurfquote. Ginobili Topscorer mit 13 Punkten. Shaq kommt auf 12 Punkte. Die Suns mit verbesserter Defensive, mit der besseren Wurfquote. Was noch ausgebaut werden musste, war das Einengen der Bemühungen der Stars der San Antonio Spurs. Die bekamen die Suns nicht wirklich in den Griff.

Das dritte Viertel hat dann einige Tolle Szenen zu bieten. Steve Nash machte nach drei gespielten Minuten den Auftakt, als er beim Zug zu Korb gefoult wird, aber im Stolpern noch den Ball abwirft, der dann für diese Aktion verdienterweise auch durchs Netz flutschte. Nash glich mit dem 3-Punkt Spiel zum 52:52 aus und hatte bereits zu diesem Zeitpunkt 10 Punkte und 10 Assists. Er musste auch immer mehr die Verantwortung übernehmen, weil Stoudamire schnell drei Fouls kassierte und Mitte des dritten Viertels sein viertes dazukam. Für das Highlight sorgte aber Shaquille O’Neal, der beim Versuch einen Ball im Spiel zu halten, zu viel Tempo aufnimmt, sich nicht mehr halten kann und dann mit Karacho ins Publikum wirft. Michael Körner kriegt sich vor Lachen nicht mehr ein: “Zum Glück saß da keiner.” Aber Shaq hatte mit dem Einsatz das Publikum auf seiner Seite. Die Suns konnte zwischenzeitlich mal davonziehen, gegen Ende des 3. Viertels kamen die Spurs wieder ran. 70:69 für die San Antonio Spurs hieß es dank Tony Parker Ende des 3. Viertels. Die Suns waren keinesfalls schlechter, verpassten aber davonzuziehen. Shaq mit 14 Punkten und schon 16 Rebounds. Bei den Spurs weiter Parker (18), Ginobili (15) und Duncan (14) am erfolgreichsten. Beide weiter mit eher durchschnittlichen Wurfquoten, die Suns nur mit 10% von der Dreierlinie.

Zu Beginn des vierten Viertels macht Ginobili seinen vierten von fünf Dreiern. Die Suns treffen dagegen überhaupt nicht von draußen, nur einer von 11 Versuchen. Das Spiel wird intensiver trotz eher weniger Führungswechsel. Übrigens: John McCain war zu Gast. Tja, wer es sich leisten kann und keinen Wahlkampf mehr führen muss, hat Zeit für die anderen schöne Dinge des Lebens. Die Spurs halten weiter konstant einen leichten Vorsprung. Fünf Minuten vor Schluss steht es 88:80 für die Texaner. Und obendrein kassiert Suns-Coach Mike D’Antoni dann noch ein technisches Foul wegen Meckers. Das Spiel scheint den Suns zu entgleiten – doch es kam ganz anders. Nash verwandelt einen Dreier zum 83:85, Hill schaft Parker besser aus dem Spiel zu nehmen. 2’25 gibt es dann die erste Führung für die Suns im Schlussabschnitt. Es bleibt weiter eng. 1’15 liegen die Suns 90:87 in Front. In der entscheidenen Phase treffen Duncan und Ginobili nicht, am Ende gewinnen die Suns 94:87.

Es war ein enges Spiel, das auch die Spurs für sich hätten entscheiden können. Am Ende war es vielleicht der letzte Wille, der Einsatz und der Tick mehr Leidenschaft, der für die Suns den Ausschlag gab. Hinzu kommt eine stark verbesserte Defensive sowie ein gut aufgelegter Shaquille O’Neal. Ginobili Topscorer der Partie mit 22 Punkten, Parker bei 21, Duncan mit 17 Zählern. Bei den Suns Steve Nash mit 19 Punkten am erfolgreichsten, Grant Hill mit 18 und Shaq kommt auf 14 Punkte und 16 Rebounds. Letzlich war es auch die leicht verbesserte Trefferquote aus dem Feld für die Suns, die den Sieg ermöglichte, die Bilanz von der Dreierlinie mal ausgenommen. Die Spurs empfangen bereits morgen die Denver Nuggets, Phoenix hat Dienstag Memphis zu Gast. Dann geht es für die Suns gegen die Goldon State Warriors. Die Spurs reisen am Freitag nach San Antonio. PREMIERE überträgt das Spiel live. Ich werde dann auch wieder live mitbloggen. Es bleibt eng in der Western Conference.

Thema: US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

NBA 2007/2008 #111, Phoenix Suns – Detroit Pistons

Sonntag, 24. Februar 2008 20:08

[22h59] Die Suns nur mit 40% Trefferquote, Detroit bei über 50%. Die Suns mit 14 Turnovers. Für Phoenix geht es am Dienstag in Memphis weiter, einen Tag später zu den Hornets. Das ist dann die nächste Generalprobe. Die Pistons gegen Denver und Utah. Zur NBA schreibe ich am Dienstag noch mehr. Für heute soll es das gewesen sein. Danke fürs Lesen. Morgen Abend dann das Topspiel der Premier League zwischen Manchester City und Everton ab 20h45 hier im Live-Blogging. Einen schönen Abend und eine gute Nacht aus Bremen.

[22h55] Endstand Phoenix Suns – Detroit Pistons 86:116 Klasse Vorstellung der Pistons gegen ein ganz schwaches Team aus Arizona. Shaq überhaupt noch nicht integriert. Da muss noch einiges passieren. Detroit mit einer exellenten Mannschaftsleistung, sechs Spieler mit mehr als 10 Punkten, bis auf Juan Dixon haben alle Spieler von Detroit heute getroffen. Ganz vorne weg Rasheed Wallace mit 22. Aber heute sollte man keinen rausnehmen aus dem Team. Topscorer der Partie ist Stoudamire mit 31 Punkten, Steve Nash kommt auf 11 Punkten. Und das war es dann auch bei den Suns.

[22h46] Das Spiel plätschert so dem Ende entgegen. ABC zeigt jetzt mehr Innenaufnahmen vom Reporter-Wohnwagen als vom Spiel. Die Pistons bringen das souverän nach Hause, 111:86 für das Team aus der Eastern Conference.

[22h36] “Shaq wirkt völlig unbalanciert bei den Freiwürfen” (Markus Gaupp)

[22h34] Ich wechsele jetzt dann doch mal endgültig auf die deutsche Tonspur. Bei ABC wird schon über die Oscar-Verleihung gesprochen. Und die Pistons schonen die Stars. Der Nachwuchs bekommt eine Chance.

[22h28] 102:70 für Detroit. Und Markus Gaupp hat sich mittlerweile auch auf Shaq eingeschossen, wobei der nicht alleine ist heute bei den Suns was schlechte Leistungen angeht. Aber es fällt eben auf, wenn er einfache Würfe nicht versenkt und auch fast alle Freiwürfe versemmelt. Wenn der Schuss für die Suns mal nicht nach hinten losgeht.

[22h19] 3. Viertel Phoenix Suns – Detroit Pistons 58:90 Detroit trifft und trifft und trifft. Und Markus Gaupp war ja mal richtig gehässig, kündigte ein “spannendes letztes Viertel” an aus Sicht der Suns. Steve Nash kriegt eine Pause, aber die anderen Stars lässt D’Antoni richtig schön ackern auf dem Feld. Der Kuchen dürfte gegessen sein, es liegt in den Händen der Pistons, wie doll sie noch die Pistole auf die Brust der Suns setzen. Topscorer der Partie Stoudamire und Wallace mit je 22 Punkten. Bei den Pistons sieben (!!!) Spieler mit zweistelliger Punktzahl.

[22h15] Die Kommentatoren von ABC sprechen es an. Was würden die Suns machen, wenn sowas in einem entscheidenen Spiel passiert? Shaq würde ihn da nur bedingt helfen. Der Trade von Shawn Marion könnte doch wohl noch negative Folgen nach sich ziehen. Denn so wie Shaq spielt, könnte ihn Marion locker zweifach in den Hut stecken.

[22h09] Fast 60% Trefferquote bei den Pistons, 38% bei den Suns. Das macht dann den Unterschied. Die Suns mit 12 Turnovers. 86:52 für Detroit. Und das Publikum ist außer sich. Detroit mit 30 Punkten vorne in der Halle der Phoenix Suns. Was für eine Demontage.

[22h02] Pfeifkonzert für die Suns. Wann gab es das zuletzt. Detroit zerlegt die Suns in alle Bestandteile. Und das liegt auch nur bedingt an Fehlern der Suns, teilweise sind das herrliche Spielzüge, denen die Suns rein gar nichts entgegen zu setzen haben. 75:50 für Detroit. Perfekter Mannschafts-Basketball, Rasheed Wallace bei 18, Richard Hamilton bei 13, Billups mit 11. Und bei den Suns kann nur Stoudamire und in Ansätzen Nash überzeugen, aber das ist viel zu wenig gegen die Geschlossenheit der Pistons heute.

[21h58] Das ist absoluter Wahnsinn, was die Pistons da spielen. Absoluter Wahnsinn. Die nehmen Phoenix teilweise auseinander. Und Shaq sollte sich eine Auszeit gönnen. Ich sehe ihn jetzt das erste Mal live seit längerer Zeit, aber das ist ja so erbärmlich. Detroit führt 69:48. Absolut souverän, was Detroit hier abliefert. Die Suns machen es ihnen teilweise aber auch einfach.

[21h53] Debakel oder Aufholjagd für die Suns. Weiter geht es mit der zweiten Hälfte.

[21h38] Neu bei Premiere. Die Top 20 Spielzüge der letzten Woche zur Halbzeitüberbrückung. Finde ich klasse.

[21h34] Halbzeit Phoenix Suns – Detroit Pistons 41:59 Überragende Hälfte der Pistons, mannschaftlich geschlossen, klasse Defense und offensiv mit vielen Möglichkeiten. Auch von einem kurzen Zwischenspurt der Suns zu Beginn des zweiten Viertels hat man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das war nahezu perfekter Basketball von Detroit. Die Suns mit viel zu vielen Fehlern, Probleme bei der Abstimmung, statischem Spielaufbau und Unkonzentriertheiten an allen Ecken und Enden. Stoudamire mit 18 Punkten hält Phoenix wenn überhaupt noch im Rennen. Bei den Pistons schon drei Spieler mit mehr als 10 Punkten. Die Suns müssen sich was einfallen lassen.

[21h29] Shaq kassiert ein Flagrant Foul, weil er sich mal wieder selbst im Wege steht. Und Detroit zieht wieder etwas mehr an. 54:41 für die Pistons. Wann haben die Suns zuletzt soviele Punkte in einer Hälfte kassiert?

[21h21] Und wenn die Suns Stoudamire nicht in ihren Reihen hätten, wäre das Licht schon ausgegangen. Schon 14 Punkte, Phoenix verkürzt auf 37:45.

[21h14] Tut mir Leid, wenn ich es sagen muss, aber O’Neal braucht sich offensiv eigentlich nicht miteinzumischen, er steht fast nur im Weg. Gut, defensiv hat er noch einiges drauf, aber vorne fehlt noch einiges. Richtige Punkte-Rallye jetzt geworden, 43:30 für Detroit. Wahnsinn, aber die Suns haben schon fast 45 Punkte zugelassen. Und das als Team, das stets nur 90 Punkte oder weniger zulässt. Und jetzt sind noch sieben Minuten bis zur Halbzeit zu gehen.

[21h08] Erste gute Aktion der Suns mal, Monster-Dunk von Stoudamire, der aber wohl zu lange am Ring hängen bliebt – und kriegt mal glatt ein technisches Foul aufgebrummt. Lächerliche Entscheidung, aber passt zum bisherigen Spiel der Suns.

[21h07] Die Pistons nutzen die Turnovers der Suns eiskalt, das ist nahezu perfekter Basketball. 36:20 für Detroit. Detroit wie aus einem Guss im Moment.

[20h58] 1. Viertel Phoenix Suns – Detroit Pistons 16:27 Mike D’Antoni rauft sich die Haare, bei den Suns geht noch nicht viel zusammen. Aber das liegt vor allem an Detroit, die die schnellen Gegenzüge der Suns effektiv unterbinden. Und dann kommt eine eigene Schwäche im Abschluss noch dazu. So hat es Detroit im Moment leicht.

[20h54] Chauncey Billups is on fire, toller Dreier. Fünf Punkte für Billups, Detroit führt 23:13. Ganz souveräne Vorstellung der Pistons.

[20h50] Exellente Defensive der Pistons. Das ist schnell, sicherstehend und effektiv. Phoenix nimmt die Auszeit, weil sie kein Rezept finden den Riegel zu knacken.

[20h46] Und nach sieben Minuten Spielzeit braucht O’Neal die erste Zeit auf der Bank. Phoenix vergibt viele leichte Würfe, kaum Fastbreaks werden von Detroit zugelassen, die Pistons führen 18:11.

[20h42] Die Suns kommen etwas ran, weil sie defensiv etwas besser stehen und Detroit keine leichten Punkte machen kann. 13:11 für die Pistons, McDyess schon mit sechs Punkten. Detroit nimmt die Auszeit.

[20h38] Der optimale Spielzug der Suns sieht dann so aus. Shaq holt sich den Defensivrebound, gibt Nash den Ball. Und während der den Ball nach vorne treibt und auf den Krob zieht und den freien Mann sucht, kann der leicht übergewichtige O’Neal sich hinten einen Kaffee machen, weil er eigentlich gar nicht mitlaufen braucht.

Toller Auftakt, beide Teams treffsicher, 11:7 für die Gäste.

[20h33] Shaq gewinnt das Tip-Off. Los geht es.

[20h32] Mein Gott, ich verneige mich vor Markus Gaupp. Freitagnacht NBA, eben Carling Cup, jetzt NBA und morgen Premier League. Respekt.

[20h32] Die Starting Five im US Airways Center

Phoenix: Steve Nash, Raja Bell, Amare Stoudamire, Grant Hill, Shaquille O’Neal

Detroit: Chauncey Billups, Richard Hamilton, Antonio McDyess, Tayshaun Prince, Rasheed Wallace

[20h23] Es dürfte also ein spannendes Duell werden mit vielen Stars und hoffentlich schönem Basketball. Phoenix ist zudem sehr heimstark, die Pistons haben eine gute Auswärtsbilanz.

[20h20] Die Detroit Pistons (40-15) dürften das Playoff-Ticket im Osten sicher haben, müssen aber eben auch mal unter Beweis stellen, dass man mit den großen Teams im Westen mithalten kann. Dass das alles andere als einfach ist hat der Komkurrent aus der Eastern Conference, die Boston Celtics, diese Woche, die alle drei Duelle gegen die Top-Teams verloren. Die Pistons sind nun auf der 3-Tages-Reise gegen Phoenix, Denver und Utah. Heute Kapitel 1, zuletzt gab es einen ungefährdeten Sieg in Milwaukee.

[20h14] Die Situation in der Western Conference ist dermaßen spannend, dass überhaupt noch nicht klar ist, wer in die Playoffs kommt. Jedes Spiel ist in den letzten Wochen bis zum Start der Playoffs enorm wichtig. Die Phoenix Suns (38-17) haben mit dem Trade von Shaq für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt muss nach dem sportlichen Hänger der letzten Wochen wieder die Siegesstraße eingeschlagen werden. Zuletzt gab es zumindest schon wieder einen Big Point mit dem 85:77 gegen die Boston Celtics, dennoch hat man im Februar alles andere als konstant gespielt.

[20h08] Das zweitbeste Team im Westen empfängt das zweitbeste Team aus der Eastern Conference. Guten Abend zum Spitzenspiel aus der NBA live ab 20h30 bei Premiere oder auf einen der diversen Internetstreams.

Thema: Live-Blog, US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

NBA Season 2007/2008 Preview II: Western Conference

Mittwoch, 31. Oktober 2007 22:48

Dank des Stromausfalls hinke ich in meiner Arbeit heute Abend etwas hinterher, von daher fällt die Vorschau auf die Western Conference etwas kürzer aus. Im Prinzip ist es im Westen auch ganz einfach: Spurs, Suns, Mavs.

Wenn alles glatt läuft, sind diese drei Teams auch wieder ganz heiße Kandiaten für den Conference Titel. Bei den San Antonio Spurs ist es vor allem die Erfahrung und der Teamgeist mit den beiden Hauptstützen Parker und Duncan, der für Erfolg spricht. Der Auftakt gegen Portland vergangene Nacht hat schon einmal gezeigt, dass die Spurs wieder harmonisch spielen, unaufgeregt, wenig spektakulär, aber sehr zielstrebig und erfolgreich. Das Team um Trainer Greg Popovich ist auch dieses Jahr für viele der Topfavorit auf den NBA-Titel. Ähnlich ist es bei den Pheonix Suns, bei denen ich aber immer noch das Gefühl habe, dass das Team, ähnlich wie die Mavericks von Dirk Notwitzki, zu sehr vos Steve Nash abhängt. Letzte Saison hatten die Suns ihren Hänger, als der MVP-Kandidat für 2007 verletzt ausfiel. Für das Team aus Arizona wäre es also eine Steigerung, wenn man auch ohne Steve Nash Big Games für sich entscheiden könnte. Bei den Dallas Mavericks weiß man gar nicht, wo sie genau stehen. Meisterschaftsfavorit sind sie unisono in den USA nicht mehr. Das ist eigentlich ganz erstaunlich, weil es eigentlich primär nur am Ausscheiden gegen die Goldon State Warriors festgemacht wird. Dass die Mavs vergangenes Jahr einer der besten regular seasons der NBA-Geschichte gespielt haben, wird bei den Experten schnell wieder vergessen. Klar kann man sich dafür keinen Blumentopf kaufen, aber dass die Mavs sehr guten Basketball spielen können, dürfte außer Frage stehen. Dass man dann in den entscheidenen Spielen noch abgezockter und konstanter spielen muss, dürfte keinen Quantensprung darstellen. Die optimale Spielaufstellung hat Mavs-Coach Avery Johnson noch nicht so ganz gefunden, Nowitzki wird hin und wieder auch auf der Center-Position getestet, kommt damit auch immer besser zurecht. Der Star der Mavericks hat Spox ein Interview bekommen. Nachzulesen im E-Magazine des Sportportals. Mehr zu den Mavericks dann auch im Laufe des Abends noch.

Ansonsten ist im Westen eigentlich alles beim Alten. Kobe Bryant darf mal wieder versuchen, die Los Angeles Lakers im Alleingang zu Siegen führen. Dass das mit seiner unglaublichen Spielweise und Wurfgenauigkeit immer noch (fast) gelingen kann, hat die vergangene Nacht gegen die Houston Rockets gezeigt. Bei den Rockets darf man gespannt sein, ob sie es denn aich mal wieder etwas weiter in Richtung Conference Final schaffen. Das Potential ist mit Yao Ming und Tracy McGrady sicherlich da, nur müssen auch beide in absoluter Topform und verletzungsfrei die Saison über spielen.

Dass es die Goldon State Warriors diese Saison nicht mehr so einfach haben, liegt schlicht an ihren Erfolgen aus dem letzten Jahr. Da kommt jetzt nicht mehr der kleiner Verein aus San Francisco. Utah hat das Team schon mal nicht unterschätzt. Die Jazz schätze ich zwar stark ein, aber ob es wieder für einen so großen Erfolg wie letzte Saison reicht bezweifle ich.

Kurz noch in den Nordwesten des Landes, zu welchem ich dank eines 9-monatigen Aufenthaltes während der Schulzeit eine ganz besondere Beziehung habe. Viel war mit den Portland Trail Blazers und den Seatlle Supersonics in den vergangenen Jahren ja nicht los. Doch jetzt hat mansich zumindest in Portland ganz gut gefangen. Die Leistung gestern in San Antonio war schon mal sehr vielversprechend. Insbesondere LaMarcus Aldridge scheint sich gut eingespielt zu haben, muss aber sicherlich noch beweisen, dass er über mehrere Spiele so konstant gut spielen kann. Dann hat man Zach Randolph am Columbia River ganz schnell vergessen. Rookie Brandon Roy hat man ja noch in der Hinterhand. Und mal schauen, was Kevin Durant in Seatlle ausrichten kann.

So, das in aller Kürze zur Western Conference.

Thema: US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis