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Eight Games To Go: Man Utd, Liverpool oder Chelsea – Wer wird englischer Meister 2008/2009?

Sonntag, 29. März 2009 12:51

Bevor ich in aller Frühe am Donnerstag nach London fliege, gibt es in den nächsten Tagen noch drei kleine Vorschauserien auf die restlichen Spieltage in der Premier League. Acht Spieltage vor Schluss, respektive neun Spiele für Manchester United, gibt es noch drei Entscheidungsherde. Wer wird Meister, wer erreicht die Champions League Qualifikation und den UEFA-Cup, und wer muss in die Championship absteigen? Die fett markierten Begegnungen sind die Heimspiele der jeweiligen Teams. Heute Teil I der Vorschau: Der Kampf um die Meisterschaft.

MANCHESTER UNITED

Aktuelle Form: Die Red Devils stehen mit 65 Punkten einen Punkt vor dem FC Liverpool und haben noch ein Spiel weniger gespielt als die direkten Titelkonkurrenten. Zuletzt gab es für das Team von Sir Alex zwei unerwartete Niederlagen, im Heimspiel gegen den FC Liverpool und beim FC Fulham. Man Utd schien so verwundbar wie schon lange Zeit nicht mehr. Und man schwächte sich auch selber. Drei Platzverweise innerhalb von zwei Spielen erlebt man vom Team auch nicht allzu oft. Trotzdem spielt Manchester United – wenn man die gesamte Saison betrachtet – den konstantesten und erfolgreichsten Fußball auf der Insel.

Das Restprogramm:

  • 05.04. Aston Villa
  • 11.04.  FC Sunderland
  • 22.04. FC Portsmouth
  • 25.04. Tottenham Hotspur
  • 02.05. FC Middlesbrough
  • 09.05. Manchester City
  • 13.05. Wigan Athletic
  • 16.05. FC Arsenal
  • 24.05. Hull City

Da Manchester United auch noch im Gegensatz zum FC Liverpool im FA-Cup vertreten ist, hat Manchester United auch noch Mitte Mai gegen Wigan Athletic ein Nachholspiel zu absolvieren. Bis zu diesem Datum wird man also immer ein Spiel weniger als Liverpool und Chelsea haben. Ansonsten ist das bei weitem kein leichtes Restprogramm. Unangenehme Spiele bei Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen, wie Sunderland, Middlesbrough und Hull, und zudem drei ganz schwierige Spiele bei Aston Villa, im Derby gegen City und im Old Trafford gegen den FC Arsenal.

Das nächste Spiel: Am kommdenden Sonntag reist man zu Aston Villa. PREMIERE überträgt das Spiel ab 16:55 Uhr live. Und obwohl Villa derzeit angeschlagen wird, ist das keine leichte Aufgabe. Man Utd fehlen auf alle Fälle Rooney, Scholes und Vidic gesperrt. Und insbesondere der Ausfall des Innenverteidigers hat sich gegen Fulham schon sehr negativ ausgewirkt.

Die Prognose: Viel hängt natürlich auch vom Abschneiden in der Champions League und dem FA-Cup ab. Aber schon das erste Spiel nach der Länderspielpause gegen Villa dürfte Signalcharakter haben. Wenn man dort wieder zu alter Stärke zurückfindet, könnte man relativ problemlos durch den April marschieren um dann auf sehr schwierige Spiele im Mai zu treffen. Die Frage ist dann auch, wie fit man noch ist nach dem Viertelfinale in der Champions League und dem FA-Cup gegen Everton. Ich glaube, Manchester United wird es dieses Jahr nicht schaffen den Meistertitel zu verteidigen.

FC LIVERPOOL

Aktuelle Form: Man liegt auf Platz 2 mit 64 Punkten, einen Punkt hinter Manchester United und drei vor dem FC Chelsea.Die Reds sind derzeit in bestechender Form, vor allem auf internationalem Parkett. Aber auch in der Premier League hat man nur ein Spiel seit Anfang Februar verloren, beim FC Middlesbrough. Vorteil für Liverpool: Man tanzt – im Gegensatz zu Man Utd und Chelsea – nur noch auf zwei Hochzeiten. Liverpool muss in den nächsten Wochen zeigen, dass sie auch gegen die kleinen Mannschaften in der Premier League punkten können, auswärts wie auch an der heimischen Anfield Road.

Das Restprogramm:

  • 04.04. FC Fulham
  • 11.04. Blackburn Rovers
  • 21.04. FC Arsenal
  • 25.04. Hull City
  • 02.05. Newcastle United
  • 09.05. West Ham United
  • 16.05. West Bromwich Albion
  • 24.05. Tottenham Hotspur

Auch für Liverpool ist die nächste Partie ein Schlüsselspiel. Fulham hat zuhause Arsenal und Manchester United geschlagen, gegen Chelsea gab es ein Remis. Das wird für Liverpool eine ganz schwierige Partie. Aber wenn man mit drei Punkten aus dem Cravan Cottage nach Hause zurückkehrt, ist man vorübergehend Tabellenführer und hat mit Ausnahme vom FC Arsenal und bei Hull City relativ einfache Spiele, zumal die Mannschaften dann schon um fast nichts mehr spielen. Wenn Liverpool zu West Brom reist, dürften die schon abgstiegen sein. West Ham steht im grauen Mittelfeld der Tabelle. Diese Mannschaften können also frei von der Brust wegspielen – und das kommt Liverpool eher entgegen, als wenn diese Teams sich hinten reinstellen.

Das nächste Spiel: Wie gesagt, die Reise in den Südwesten Londons hat enorme Bedeutung für Liverpool. PREMIERE überträgt am Samstagabend ab 18:25 Uhr live. Liverpool hat sich bei den vermeintlich kleinen Gegnern immer sehr schwer getan, zuletzt gab es die Niederlage beim FC Middlesbrough. Wenn man die Hürde Cravan Cottage nimmt, ist man einen guten Schritt weiter. Die Kombination mit Torres als einziger Spitze und Gerrard dahinter hängend ist in den letzten Spielen wunderbar aufgegangen. Das könnte der Schlüssel zum Sieg sein.

Die Prognose: Liverpool hat das etwas leichtere Restprogramm als Man Utd, spielt nur noch in zwei Wettbewerben und trifft auf Arsenal nach derem schweren FA-Cup Spiel gegen Chelsea. Nimmt man die Hürde Fulham und spielt dann auf dem guten Niveau wie in den letzten Spielen, bleibt man bis zum Ende an Manchester United dran und hat gute Chancen englischer Meister zu werden.

FC CHELSEA

Aktuelle Form: Bei den Tottenham Hotspur gab es unter dem neuen Cheftrainer Guus Hiddink die erste Pflichtspielniederlage nach zuletzt vier Siegen in der Premier League, aber alle nur mit mindestens einen Tor Unterschied. Es bleibt dabei: Chelsea hat auch in letzter Zeit nicht besonders schön gespielt, aber erfolgreich. Man liegt derzeit auf Platz 3, vier Punkte hinter Manchester United und drei hinter dem FC Liverpool. Man hat ein Torverhältnis von +32 und liegt damit einen Treffer besser als Manchester United, hingegen einen schlechter als der FC Liverpool.

Das Restprogramm:

  • 04.04. Newcastle United
  • 11.04. Bolton Wanderers
  • 22.04. FC Everton
  • 25.04. West Ham United
  • 02.05. FC Fulham
  • 09.05. FC Arsenal
  • 16.05. Blackburn Rovers
  • 24.05. FC Sunderland

Der FC Chelsea hat von den Titelkandidaten das leichtere Restprogramm. Als wirklich schwer und Potential für einen Stolperstein stufe ich bis jetzt nur das Spiel beim FC Arsenal ein, wenn überhaupt vielleicht noch die Partie bei West Ham United. Chelsea hat noch von den letzten acht Partien fünf in London, das spart lange Reisen und viel Stress.

Das nächste Spiel: PREMIERE überträgt am Samstag ab 15:55 Uhr die Partie der Blues bei Newcastle United. Wenn alles glatt laufen sollte, ist das Spiel keine schwere Aufgabe für den FC Chelsea. Newcastle taumelt Richtung 2. Liga und ist in den letzten Wochen, ja fast schon Monaten – jeglichen Beweis schuldig geblieben, dass sie noch überzeugend gewinnen können. Man hat seit Ende Dezember nur ein Spiel gewonnen, auswärts bei West Bromwich Albion.

Die Prognose: Auch wenn Chelsea ein leichtes Restprogramm hat, wird es für Platz 1 und 2 knapp werden. Vielleicht kann man den ein oder anderen Ausrutscher der Konkurrenz aber ausnutzen. Was klar sein dürfte, ist, dass die Blues den dritten Platz festigen werden. Es gibt zwar das direkte Duell gegen Arsenal, wo man Boden einbüßen könnte, aber ansonsten sehe ich wenig Anlass, dass Chelsea die sechs Punkte Vorsprung auf Arsenal noch verspielt.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 30. Spieltag, FC Liverpool – Aston Villa

Sonntag, 22. März 2009 16:47

[18h57] Endstand FC Liverpool – Aston Villa 5:0

[18h53] Drei Minuten Nachspielzeit

[18h48] Die englischen Regisseure spielen gerade die Rekationen von Trainer Benitez nach den fünf Toren seines Teams ein. Fast keine Regung, einmal kurz in die Hände geklatscht, auf die Uhr geschaut und dann weiter im Programm. Und bei allen fünf Toren fast identisch. Tolle Sequenz eben.

[18h44] Wechsel FC Liverpool: David Ngog für Steven Gerrard

Das ganze Stadion steht und applaudiert Steven Gerrard. Was für ein Spiel des Liverpool-Kapitäns.

[18h39] Wechsel FC Liverpool: Daniel Agger für Arbeloa

Fernando Torres hat noch gar nicht getroffen heute.

[18h33] Rafael Benitez auf der Trainerbank mit einem Gesichtsausdruck, als würde sein Team unverdient mit 1:0 führen. Dabei läuft alles 100% für den FC Liverpool. Villa hat sich komplett aufgegeben und steht noch hinten drin und versucht so gut es gehen das Ergebnis noch im Rahmen halten. Liverpool brennt ein offensives Feuerwerk ab und gehen sogar noch zielstrebig auf ein weiteres Tor.

Mann des Tages natürlich Steven Gerrard wegen seiner drei Tore, aber was Riera heute auf links spielt, ist auch sehr stark.

[18h29] Wechsel FC Liverpool: Lucas für Xabi Alonso

Bei Aston Villa steht jetzt Ersatztorwart Bradly Guzan im Tor. Laut Statistik sein erstes Premier League Spiel.

[18h27] FC Liverpool – Aston Villa 5:0, Steven Gerrard, 66. Minute

Hattrick von Steven Gerrard. Wieder ganz locker und souverän in die von ihm aus rechte Ecke. Sehr viel besser kann man einen Elfmeter nicht schießen. Und Villa bekommt hier eine richtige Packung.

[18h25] Elfmeter FC Liverpool und Platzverweis Brad Friedel/Aston Villa

Langer Pass auf Torres, der geht noch ein paar Schritte, Friedel stellt sich ihm in den Weg. Ein Foul war es, keine Frage, aber ein Platzverweis viel zu hart, zumal Torres den Kontakt dankend angenommen hat.

[18h20] Wechsel Aston Villa: Gabriel Agbonlahor für Emile Heskey

Luft ist aus dem Spiel raus, Liverpool kontrolliert das Geschehen, ist dem 5:0 teilweise sogar näher als Villa dem 1:4

[18h12] FC Liverpool – Aston Villa 4:0, Steven Gerrard, 50. Minute

Gerrard ist ein so großartiger Fußballer. Verwandelt einen direkten Freistoß mit der Innenseite. Friedel macht einen Schritt in die Mitte, Gerrard sieht das und platziert den Schuss neben dem Pfosten an der Mauer vorbei. Und spätestens jetzt ist das Spiel entschieden.

[18h08] Weiter geht es mit der zweiten Halbzeit. Keine Wechsel auf beiden Seiten.

[18h06] Zwei Heimsiege gab es noch an diesem Sonntag. Wigan schlägt Hull mit 1:0 und Manchester City besiegt Sunderland mit demselben Ergebnis. Damit können Wigan und Man City auch für die neue Saison in der Premier League planen, Hull und Sunderland weiter dick drin im Abstiegskampf.

[17h51] Halbzeit FC Liverpool – Aston Villa 3:0

Besser hätte der Nachmittag für den FC Liverpool nicht verlaufen können. Man schießt selbst ein frühes Tor, schaltet danach einen Gang zu viel zurück, ermöglicht Villa zahlreiche Torchancen und hat Glück und Pepe Reina, dass es nach 30 Minuten noch 1:0 steht. Und dann hat man die individuelle Klasse und ein bisschen Glück auf seiner Seite für 15 beeindruckende Schlussminuten in der ersten Hälfte. Ein klares Zeichen: Liverpool is back im Kampf um die Meisterschaft.

[17h49] Zwei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte

[17h45] Und Villa muss aufpassen, dass sie hier noch mit 11 Mann die zweite Hälfte bestreiten. Ein paar blöde Frustfouls in den letzten Minuten.

[17h43] FC Liverpool – Aston Villa 3:0, Steven Gerrard, 40. Minute

Der Liverpool-Kapitän profitiert davon, dass sich Brad Friedel früh für eine Ecke entscheidet. In die andere trifft dann Gerrard souverän.

[17h42] Elfmeter FC Liverpool

Foul von Reo-Coker an Riera. Sagen wir es mal so. Ich habe schon eindeutigere Elfmeter gesehen, aber man kann ihn wohl geben.

[17h39] Liverpool muss hier das 3:0 machen. Friedel mit abenteuerlichem Zuspiel auf seinen Gegenspieler, Arbeloa geht dazwischen und hat eigentlich freie Bahn, will aber lieber auf einen Mitspieler passen anstatt alleine auf das 3:0 zu gehen. Und das wäre hier die beste Lösung gewesen.

[17h36] FC Liverpool – Aston Villa 2:0, Albert Riera, 33. Minute

Was für ein Tor! Villa schenkt einen Freistoß her, der in die Arme von Reina fällt. Und bisher ist er der Mann dieses Spiels. Langer, präziser Abstoß in den Lauf von Riera, der kann einen Gegenspieler abschütteln und knallt aus 20 Metern den Ball unter die Latte. Absolutes Traumtor in einer spanischen Co-Produktion. Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Villa stürmte – Liverpool macht das 2:0, und wie sie es gemacht haben. Sehr stark.

[17h29] Pepe Reina – der Mann der ersten 30 Minuten bisher. Langer Freistoß von Milner, die Liverpool-Abwehr ein bisschen desorientiert, Carew mit dem Kopfball, aber Reina mit einer Parade vom Prädikat absolute Weltklasse. Villa hat das Spiel an sich gerissen und kommt zu guten Chancen.

Es ist ein richtig gutes Fußballspiel.

[17h25] Diesmal von links. Flanke Ashley Young, Carew in der Mitte mit Direktabnahme, Reina regiert hervorragend zur Ecke. Villa drückt zunehmend auf den Ausgleich.

[17h23] Richtig starker Angriff von Villa, der die Schwächen von Liverpool auf der linken Abwehrseite mal wieder offenbart. Zum zweiten Mal kann ein Villa-Spieler flanken, diesmal Milner, in der Mitte ist Reina vor John Carew am Ball. Villa probiert es viel mit flachen Zuspielen in die Spitze, vielleicht wäre eine hoher Ball mal eine gute Alternative.

[17h19] Villa nimmt wieder am Spiel teil, aber Liverpool mit den sehr guten Chancen in diesem Spiel. Eine Flanke von links von Riera wird noch leicht abgefälscht, Gerrard am zweiten Pfosten kann den Ball, der eine ganz komische Flugbahn bekommen hat, aber nicht richtig kontrollieren, geht knapp vorbei. Villa versucht sich wieder langsam am Offensivspiel. Ashley Young geht weite Wege und hatte vor kurzem eine präzise Hereingabe von rechts, in der Mitte kann Liverpool aber klären. Bei den Gästen geht fast gar nichts über links, Arbeloa auf rechts hat schon den Campingstuhl rausgeholt. Und vor Brad Friedel herrscht immer wieder Gefahr.

[17h12] FC Liverpool – Aston Villa 1:0, Dirk Kuyt, 8. Minute

Ein Start nach Maß für die Reds. Toller, scharf getretener Freistoß von Gerrard, Xabi Alonso verlängert mit dem Kopf an die Latte, von dort prallt der Ball vor die Füße des Holländer, der aus acht Metern mit voller Wucht ins Tor schießt.

Verdiente Führung, weil Liverpool unglaublich viel Druck gemacht hat. Insgesamt unfassbares Tempo beider Mannschaften, beide mit schnellem Spiel, überbrücken weiter das Mittelfeld. Liverpool schafft das etwas besser, zudem Villa mit einer kleinen Unsicherheit, die dann zum Freistoß von Gerrard geführt hat. Tolles Spiel bisher.

[17h08] Flotter Beginn an der Anfield Road von beiden Teams. Schon zwei Ecken nach drei Minuten, beide Mannschaften überbrücken das Mittelfeld recht schnell, Abwehrreihen bei den Eckbällen auf der Höhe.

[17h04] Los geht es. Liverpool in rot von rechts nach links in der ersten Hälfte, Aston Villa in den blauen Trikots.

[17h01] Was für Emotionen. Bewgende Schweigeminute an der Anfield Road für das verstorbene Mitglied der Geschäftsführung des FC Liverpool, Bryce Morrison.

Ich bin jetzt auch wieder 100% bei der Premier League, nachdem ich eben noch an den DEL-Tickern hing und mich über den Sieg der Scorpions gefreut habe. Aber jetzt alle Konzentration Richtung Insel.

[16h55] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Arbeloa, Carragher, Skrtel, Aurelio – Mascherano, Alonso – Kuyt, Riera – Gerrard – Torres

Aston Villa: Friedel – Reo-Coker, Cuellar, Davies, Luke Young – Milner, Petrov, Barry, Ashley Young – Heskey, Carew

Villa mit überraschender Aufstellung. Carew und Heskey zusammen im Sturm, Agbonlahor nur auf der Bank. Zwei Wechsel beim FC Liverpool. Alonso und Arbeloa kommen zurück in die Partie, dafür Hyypiä und Lucas wieder auf der Bank.

[16h47] Nachdem Manchester United gestern sensationell beim FC Fulham verloren hat, kann der FC Liverpool heute im Spiel gegen Aston Villa bis auf einen Punkt an die Red Devils rankommen. Gleichzeitig kann man Platz 2 festigen, weil Chelsea in Tottenham verlor. Und die Gäste aus Birmingham wollen aus ihrer Formkrise raus und Anschluss am FC Arsenal halten.

Spitzenspiel in der Premier League. Hereinspaziert, schönen guten Nachmittag zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 30. Spieltag – Agenda 2014

Freitag, 20. März 2009 16:09

Etwas später dran als sonst, dafür mal gleich vorweg ein Sorry. 30. Spieltag in der Premier League, noch neun Spieltage bis zum Saisonende. Kommendes Wochenende ist wegen der Länderspielpause spielfrei. Da ich in zwei Wochen selbst in London bin und mir Arsenal gegen Manchester City anschauen werde, ist das fürs erste die letzte Preview für die nächsten drei Wochen. Ich werde aber im Laufe der nächsten Woche noch einmal genauer auf die nächsten Spieltage schauen und die Restprogramme der Teams im Kampf um Meisterschaft, Europapokal und Abstieg beleuchten. Auf alle Fälle schaffe ich das vor meinem London-Trip.

Drei Themen beherrschten die englischen Medien in dieser Woche: Eine angebliche Spuckattacke von Cesc Fabregas, die Vertragsverlängerung von Rafael Benitez beim FC Liverpool und die nicht zu Ende gehende Saga um den Transfer von Carlos Tevez zu West Ham.

So richtig ins Rollen kam das Geschehen in der Premier League am Dienstagabend. Nach dem Sieg vom FC Arsenal gegen Hull City im Viertelfinale des FA-Cup, der durch ein irreguläres Tor von William Gallas zu Stande kam, soll Cesc Fabregas, der verletzt fehlte, im Kabinengang einen Assisstenztrainer von Hull City bespuckt haben. Das behauptete jedenfalls der Trainer der Tigers, Phil Brown, im Interview nach dem Spiel. Er habe es mit seinen Augen gesehen, wie Cesc Fabregas gespuckt haben soll. Arsene Wenger wurde auf diesem Vorfall angesprochen, hat aber nichts gesehen, konnte entsprechend dazu keine Stellung nehmen. Fabregas hat die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen. Mittlerweile beschäftigt sich die FA mit diesem Thema, Hull City wurde um eine Stellungnahme gebeten. Im offiziellen Schiedsrichterbericht gibt es keinen Hinweis auf den Vorfall, Referee Mike Riley habe den Vorfall nicht gesehen. So steht Aussage gegen Aussage. Überhaupt war Trainer Phil Brown nach dem Spiel wie von einer Tarantel gestochen vor die Mikros getreten, beschuldigte Arsene Wenger durch seine Einflussnahme auf den Schiedsrichter dafür gesorgt zu haben, dass sein Torwart Myhill wegen angeblichem Zeitspiel gelb bekommen habe. Und das soll dann auch noch ein Wendepunkt im Spiel gewesen sein. Phil Brown ist vorbelastet. Und die Times fragt, ob Phil Brown an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten sei.

Alle Spekulationen um einen möglichen Wechsel nach Spanien hat Rafael Benitez beendet. Er hat einen Vertrag beim FC Liverpool bis 2014 unterschrieben. Und er hat nur ein Ziel: Die Meisterschaft an die Anfield Road holen. Sehr lesenswerte Kommentare zur Vertragsverlängerung von Rafael Benitez haben Phil McNulty/BBC, Kevin McCarra/Guardian und Paul Kelso/Daily Telegraph.

Erinnert sich noch jemand an das Saisonfinale 2006/2007? West Ham United gewinnt am letzten Spieltag mit 1:0 bei Manchester United und sichert sich den Klassenerhalt, Sheffield United muss absteigen. Torschütze damals für die Hammers war Carlos Tevez. Sheffield legte nach der Saison Protest ein, Tevez sei nicht berechtigt gewesen für West Ham zu spielen, der Verein habe gegen Regeln der Premier League bezüglich des Abkommens mit einer Spieleragentur, die für Tevez die Transfers organisiert. Jetzt hat man sich finale geenigt. Die Hammers zahlen ungefähr 20 Millionen Pfund Ausgleichzahlung an Sheffield United. Jetzt dachte man eigentlich, dass die Geschichte beendet sei. Aber weit gefehlt: Jetzt wollen auch die Spieler persönlich von West Ham entschädigt werden, Fulham will eine Kompensationszahlung in Höhe von 500.000 Pfund, weil West Ham durch die Tevez-Tore die Cottagers in der Tabelle noch überholt habe und damit aufgrund der besseren Platzierung Anspruch auf mehr Geld von der Premier League hat. Dass West Ham in Zahlungsschwierigkeiten steckt, hat Fulham wohl noch niemand erzählt.

DER KAMPF UM DIE MEISTERSCHAFT

Wer hat von den drei Titelkandidaten die leichteste Aufgabe an diesem Wochenende? Für mich eine ganz schwierige Frage. Manchester United darf zum FC Fulham reisen, eigentlich ein sehr heimstarkes Team, gegen Arsenal gewann man, Chelsea trotzte man im Cravan Cottage einen Punkt ab. Aber ob es für einen Punktgewinn gegen die Red Devils reicht? Parallel am Samstagnachmittag reist der FC Chelsea aus dem Südwesten in den Norden von London zum Derby gegen die Tottenham Hotspur (PREMIERE live am Samstag ab 15:55 Uhr mit Andreas Renner). Die Blues noch ohne Niederlage unter Guus Hiddink, Tottenham aber zurzeit in der wohl besten Form unter Harry Redknapp. Seit fünf Spielen ist man ohne Niederlage, zuletzt gab es drei Siege und zwei Remis. Zudem konnte man mit Aaron Lennon verlängern. Zurzeit steht man sechs Punkte vor einem Abstiegsplatz. Verglichen mit der Situation zu Beginn des Jahres haben die Spurs erhebliche Fortschritte gemacht. Chelsea fast ohne Verletzungssorgen, Carvalho wieder in der Innenverteidigung, Essien im defensiven Mittelfeld. Der FC Liverpool versucht Anschluss an Chelsea und Manchester United zu halten und empfängt am Sonntagnachmittag (PREMIERE live Sonntag ab 16:55 Uhr mit Markus Gaupp) das etwas schwächelnde Aston Villa, die sich im Moment eher nach hinten umschauen müssen. Arsenal und Everton sitzen dem Team von Martin O’Neill im Nacken. Mehr zu diesem Spiel am Sonntag in einem Live-Blogging.

DER KAMPF UM DEN UEFA-CUP

Der FC Everton ist trotz des langen Ausfalls von Spielmacher Mikael Arteta derzeit ziemlich on fire. Sir Alex bezeichnete Toffees-Coach David Moyes als einen der derzeit drei besten Trainer in der Premier League. Man hat nur eines der letzten 18 Pflichtspiele verloren. Ganz anders die Bilanz des Gastgebers für das frühe Spiel am Samstagmittag. Der FC Portsmouth konnte nur eines der letzten neun Spiele gewinnen und ist punktgleich mit dem ersten Abstiegskandidaten. Eine Niederlage darf man sich eigentlich nicht leisten. Everton könnte mit einem Sieg bis auf einen Punkt an Aston Villa ranrücken. Beim FC Arsenal kehren langsam die Verletzten zurück. Fabregas, Eduardo und Silvestre sind spätestens in zwei Wochen wieder dabei, Rosicky und Adebayor machen gute Fortschritte. Kein Wunder also, dass bei den Gunners wieder ein Gefühl des Aufbruchs herrscht. Mal sehen, ob das ganz schnell wieder verschwindet, nachdem heute Mittag bekannt wurde, dass Theo Walcott sich am Knie verletzt hat. Die Gunners reisen für das Tea Time Game am späten Samstagnachmittag (PREMIERE live ab 18:25 Uhr mit Markus Gaupp) zu Newcastle United. Die Magpies gewannen nur eines der letzten 11 Spiele in der Premier League und hoffen auf Tore von Michael Owen.

DER KAMPF GEGEN DEN ABSTIEG

Und wie immer ganz viel Abstiegskampf an diesem Wochenende. West Bromich Albion, derzeit sechs Punkte vom rettenden Ufer entfernt, empfängt die Bolton Wanderers. Wer Ausschnitte von den Baggies bei West Ham gesehen hat, der kann eigentlich nur noch eine Hoffnung für das Team von Tony Mowbray sehen: Heimspiele gewinnen. Sollte Bolton aber was dagegen haben, können die Wanderers einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Und für West Brom dürften dann langsam die Lichter ausgehen. Dann gibt es zweimal Abstiegskampf gegen gesichertes Mittelfeld. Die Blackburn Rovers brauchen einen Sieg gegen West Ham, Hull City muss bei dem wieder erstarkten Wigan Athletic unbedingt punkten. Mal sehen, wieviel Wut noch bei Phil Brown dabei ist. Zudem empfängt Manchester City den FC Sunderland. Bei der guten Heimform, die City ja immer noch hat, muss man sich um die Black Cats in der derzeitigen Form die größten Sorgen machen.

Und dann gibt es noch das Abstiegsduell des Spieltages. Stoke City, Tabellenachtzehnter, empfängt den Vorletzten, den FC Middlesbrough. Beide Teams sind durch zwei Punkte getrennt, Stoke liegt mit 29 Zählern punktgleich mit Portsmouth und Newcastle über dem Strich. Mit einem Sieg könnte man also die Abstiegsplätze verlassen, Middlesbrough könnt Stoke in der Tabelle schlucken. Schaut man sich die bisherigen Leistungen in dieser Saison an, kann man durchaus Stoke City als Favoriten für dieses Spiel ansehen. Das man noch nicht weit abgeschlagen ist, hat Stoke City seiner Heimform zu verdanken. Man verlor nur eines der letzten 11 Heimspiele, gegen Manchester United. Middlesbrough wartet derweil seit November auf einen Auswärtssieg und haben zudem seit über 9 Stunden auswärts das Tor nicht getroffen. Für Einwurf-Spezialist Rory Delap ist es dann auch schnell auf den Punkt gebracht: Ein 6-Punkte-Spiel.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 29. Spieltag – Der FC Chelsea spielt mit Michael Ballack gegen Manchester City

Freitag, 13. März 2009 8:29

10 Spieltage sind es noch bis zum Saisonende. Wir sehen das Spitzenspiel im Old Trafford mit der Frage, ob Liverpool nochmal in den Meisterschaftskampf eingreifen kann, ansonsten sehr viel Abstiegskampf am Samstag, am Sonntag steht der Kampf um die CL-Plätze im Vordergrund. Und West Bromwich Albion versucht im Monday Night Game den letzten Rettungsanker zu werfen.

Manchester United – FC Liverpool

PREMIERE live, Samstag ab 13:30 Uhr; Kommentar: Wolff Fuss

Zum ersten Mal seit der Fundamentalkritik von Rafael Benitez an Sir Alex Ferguson sehen sich beide Trainer im direkten Duell, von daher darf man schon mal auf die Begrüßung der beiden gespannt sein. Aber es ist nicht der einzige Fakt, der diese Partie zum Spitzenspiel des Wochenendes macht. Es ist das Spiel, in dem sich wohl die Meisterschaft 2008/2009 der Premier League entscheiden könnte. Sollte Manchester United gewinnen, hätte man 10 Punkte Vorsprung auf den FC Liverpool und minimum 7 Punkte auf den FC Chelsea, falls die Blues Manchester City schlagen sollten. Und die Red Devils haben noch ein Spiel weniger. Da sollte in der derzeitigen Form von Manchester United nichts anbrennen. Beide Teams kommen mit Erfolgen aus dem Europapokal in den Ligaalltag, vor allem der Auftritt des FC Liverpool war beeindruckend. Und Rafael Benitez hat die Messlatte hochgehängt. Viele Fans erwarten jetzt solch einen Anftritt auch einmal in der Premier League. Dabei darf nicht übersehen werden, dass die Reds diese Saison alle Auswärtspartien bei den Top Four gewonnen haben. Und man kann sich die Taktik des FC Liverpool schon vorstellen: Erstmal hinten reinstellen, defensiv sicher stehen und dann auf den einen glücklichen Angriff warten. So lautet der Game Plan von Rafael Benitez. Manchester United gewann die letzten 11 Ligaspiele, Liverpool verlor nur eines der letzten 14. Liverpool hatte in der Premier League zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie so viele Punkte wie jetzt. Aber nützt alles nichts: Rafael Benitez’ Kritiker warten schon auf die Zeit nach dem Spiel. Und wenn sie nichts zu meckern haben, ziehen sie sich wieder in ihre Ecke und warten auf die nächste Gelegenheit.

FC Arsenal – Blackburn Rovers

PREMIERE live, Samstag ab 15:55 Uhr; Kommentar: Andreas Renner

Trainer Arsene Wenger war stolz auf seine Mannschaft am Mittwochabend. Sie habe die mentale Nervenstärke gezeigt, sich toll weiterentwickelt und dem Druck standgehalten. Für seine junge Mannschaft sei dies ein unglaublicher Fortschritt gewesen. Und auch wenn es etwas glücklich war, kann Arsenal jetzt erstmal etwas durchatmen. Das Minimalziel Viertelfinale in der Champions League hat man erstmal erreicht, jetzt kann man sich auf die Liga und dem Kampf um Platz 4 konzentrieren. Da Villa erst am Sonntag spielt, kann mit einem Sieg gegen dir Rovers erstmals seit langer Zeit wieder auf Platz 4 springen. Und man möchte zudem den Fans im Emirates Stadium auch mal wieder Tore bieten. Blackburn mit dem Rückenwind des Sieges in Fulham und dem Verlassen der Abstiegsplätze will dagegenhalten.

FC Everton – Stoke City

Stoke City hat ja eine ganz einfache Rechnung aufgestellt. Man gewinnt die Heimspiele, und schafft somit den Klassenerhalt. Bis jetzt ist das wunderbar aufgegangen. Erstmals seit November 2008 steht man nicht auf einem Abstiegsplatz, und hat zuletzt sogar auswärts bei Aston Villa einen glücklichen Punkt geholt. Trotzdem wartet man immer noch auf den ersten Auswärtssieg in der Premier League. Jetzt geht es zum FC Everton, die ihrerseits am FC Arsenal respektive Aston Villa dranbleiben wollen. Everton seit vier Spielen ungeschlagen, gewannen 10 der letzten 17 Ligaspiele. Für Stoke wird da wohl nichts zu holen sein.

Hull City – Newcastle United

Für Hull City kamen die drei Punkte in Fulham so unerwartet wie das Kind zur Jungfrau. Man war über 90 Minuten das schlechtere Team, sah sich Angriffswellen von Fulham ausgesetzt und schoss dann mit dem letzten Spielzug die Führung. Richtig vergolden könnte man sich die letzten zwei Wochen mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus Newcastle, die ihrerseits aber zuletzt mit den Spielen gegen Manchester United und Bolton leicht aufsteigende Form zeigten. Unter dem Strich standen aber zwei Niederlagen. Es ist ein bisschen paradox. Hull City macht aus wenig ganz viel, das genaue Gegenteil ist Newcastle United. Alle Hoffnung liegt auf dem Comeback von Michael Owen. Damit aus wenig auch mal viel wird.

FC Middlesbrough – FC Portsmouth

Neben der Partie im Old Trafford ist die Partie zwischen Middlesbrough und Portsmouth das Spiel des Spieltages. Ein echtes 6-Punkte-Spiel, wenn der Tabellenneunzehnte den Tabellenachtzehnten empfängt. Und beide Bilanzen der Teams sind sowas von furchtbar: Middlesbrough gewann nur eines der letzten 16 Ligaspiele – ausgerechnet gegen den FC Liverpool – und Portsmouth konnte in den letzten 12 Partien nur einmal gewinnen, gegen Manchester City. Scheinbar schaffen es beide Mannschaften nicht gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf zu punkten. Und jetzt treffen beide aufeinander – aber Punkte werden verteilt. Portsmouth hat seit 1998 nicht mehr bei Middlesbrough verloren, die meisten Gastspiele mit einem Sieg für sich entscheiden können. Pompey-Trainer Paul Hart erinnert sein Team, dass sie den Klassenerhalt in eigener Hand haben. In Middlesbrough war vor allem eine Personalie Thema in den letzten Tagen. Afonso Alves, nach Middlesbrough für 12 Millionen Pfund aus Heerenveen gekommen, sollte die Hoffnung im Riverside Stadium sein. Zur Buche stehen nur sieben Saisontore, viel zu wenig für die eigenen Ansprüche und die Erwartungen in Middlesbrough. Alves spielte viel zu häufig den Chancentod. Und was macht Alves während der Diskussionen? Er spekuliert mit einem Wechsel zu Benfica Lissabon. Medien und Fans brachten einen Sturm der Entrüstung entgegen. Doch Trainer Gareth Southgate gibt Alves die Unterstützung. Vielleicht gibt er diese mit Toren gegen Portsmouth ja zurück.

FC Sunderland – Wigan Athletic

Ganz wichtiges Spiel für die Gastgeber im Stadium of Light. Am 100. Tag im Amt für Trainer Ricky Sbragia hat man die große Chance ein gehöriges Polster zwischen sich und die Abstiegsplätze zu legen. Bei einem Sieg würde man zu Wigan Athletic aufschließen. Wer findet den Weg zurück in die Erfolgsspur? Wigan steht zwar ganz gut in der Tabelle da, hat die nötigen Punkte aber auch schon vor längerer Zeit geholt und ist seit acht Spielen ohne sieg. Sunderland gewann nur ein Spiel aus den letzten fünf Begegnungen. Und ein Sieg für die Black Cats wäre so wichtig jetzt.

Bolton Wanderers – FC Fulham

Fulham hatte am Mittwoch die riesengroße Chance sich endgültig vom Thema Abstiegskampf zu verabschieden, doch nutzte man die Chance im Heimspiel gegen Blackburn nicht und verlor nach Führung mit 1:2. Jetzt muss man zum Tabellennachbarn nach Bolton. Der Sieger dieses Spiels dürfte durch sein, für den Verlierer dürfte es – abhängig von den Ergebnissen der anderen Spiele – noch einmal eng werden.

FC Chelsea – Manchester City

PREMIERE live, Sonntag ab 14:25 Uhr; Kommentar: Markus Gaupp

So schnell kann es gehen. War Michael Ballack wohl noch maßgeblich daran beteiligt, dass Luis Felipe Scolari die Stamford Bridge verlassen musste, ist er – so berichten englische Medien – zusammen mit Frank Lampard in vorderster Reihe um Guus Hiddink zu überreden länger als Trainer beim FC Chelsea zur Verfügung zu stehen. Dienstagabend sagte er ins PREMIERE-Mikrofon, er glaube, dass er auch nächstes Jahr in London spielen werden. Zwei Tage später die Meldungen, dass Hiddink bitte bleiben soll. Tja, da sieht Michael Ballack wohl seine Fälle wegschwimmen. Beim Russen scheint er großes Vertrauen zu haben. Großartig spielen tut er aber nicht. Böse Zungen könnten behaupten, er zeige derzeit mehr Engagement neben als auf dem Platz. Kleine Bemerkung noch am Rande: Mir geht dieser ständige Ballack-Hype in den deutschen Medien ziemlich auf die Nerven, allen voran bei PREMIERE. Es gibt keinen Satz ohne die Wörter “Ballack” und “Chelsea”. Vielleicht schauen sich alle deutschen Sportjournalisten einmal die Spiele des FC Chelsea an und stellen dann fest, dass Michael Ballack an Unauffälligkeit nicht zu überbieten ist.

Das aber nur am Rande. Schauen wir auf die Partie am Sonntagnachmittag. City kommt mit einem verdienten Erfolg aus dem UEFA-Cup in den Westen Londons, Chelsea steht im Viertelfinale der Champions League. Und City hat vor ein paar Wochen beim FC Liverpool gezeigt, dass sie die Top Four auswärts durchaus ärgern können. Chelsea könnte eventuell vom Ergebnis in Manchester profitieren und Platz 2 festigen. Michael Essien wird sein Comeback in der Premier League geben.

Aston Villa – Tottenham Hotspur

Aston Villa hatte jetzt viel Zeit sich auszuruhen und den kleinen Formeinbruch der letzten Wochen zu verarbeiten. Arsenal ist ein bisschen on fire, Everton rückt auch ran. Villa ist jetzt geforder, will man sich für die Champions League qualifizieren. Interessant wird zu sehen, wer das erste Tor schießt. In Führung liegend haben beide Mannschaften noch kein Spiel in dieser Saison verloren. Tottenham hatte zuletzt einen guten Lauf, ansprechende Leistung im Carling Cup Finale, tolles Spiel gegen Middlesbrough, Remis in Sunderland. Dürfte also ein interessantes Spiel werden.

West Ham United – West Bromwich Albion

Im Monday Night Game im Upton Park versuchen die Baggies ihre fast schon letzte Chance auf den Klassenerhalt wahrzunehmen. Vor diesem Spieltag liegt man sechs Punkte vom rettenden Ufer entfernt, wenn die Ergebnisse der anderen Spiele gegen WBA laufen, könnten da vor der Partie am Montagabend acht Punkte werden. Angesichts der nächsten Spiele – West Ham, Stoke, Bolton und Portsmouth – muss jetzt, und nur jetzt die Aufholjagd beginnen. Die schwierigste Aufgabe hat man mit West Ham gleich zu Anfang. Seit sechs Spiele wartet das Team von Tony Mowbray auf einen Sieg, West Ham kann ganz befreit aufspielen und an die guten Heimleistungen der letzten Wochen anknüpfen. Große Hoffnung für West Bromwich ist nach der Rückkehr von Kapitän Jonathan Greening letzte Woche nun der Einsatz von Jonas Olsson, der im Sommer aus Nijmegen kam und lange Zeit mit einer Knieverletzung ausfiel.

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Premier League 2008/2009 – Die Liga nach Spieltag 28

Donnerstag, 5. März 2009 23:02

Ich bin sicherlich nicht der einzige, der Raphael Honigstein für einen exzellenten Journalisten hält. Nicht nur für seine wöchentliche Spox-Kolumne, sondern weil er einer der wenigen seiner Zunft ist, der die aktuelle finanzielle Lage der Premier League von allen Seiten beleuchtet und nicht in den großen Chor der Hasser, Pessimisten und Besserwisser eintritt.

Das musste vorneweg einmal gesagt werden. Kommen wir zum Sportlichen. Unter der Woche hielt die Premier League einen kompletten Spieltag ab, für die meisten ist jetzt wegen FA-Cup am Wochenende Pause, Zeit also für die meisten Klubs – wie Martin O’Neill von Aston Villa gesagt – einige Dinge zu analysieren, sacken zu lassen und zu überdenken.

Falls noch irgendjemand Zweifel hat, dass Manchester United nicht englischer Meister wird, der möge sich bitte in den Kommentaren unten eintragen. Immerhin hat man jetzt seit 14 Ligaspielen mal wieder ein Gegentor kassiert, aber ansonsten gibt es wenig Anzeichen, dass Manchester United sportlich einbricht. Auch ein schwer zu bespielener Boden in Newcastle, ein frühes Gegentor und ein starker Gegner konnten den Auswärtssieg nicht verhindern. Man hat jetzt wieder sieben Punkte Vorsprung auf Liverpool und Chelsea, bei einem Spiel weniger wohlgemerkt. Samstag in einer Woche empfängt man im Old Trafford den FC Liverpool. Sollte auch dieses Spiel gewonnen werden, kann der Sekt für Ende Mai zumindest schon mal vorbestellt werden. Zumindest noch in entfernter Reichweite zur Tabellenspitze bleiben Chelsea und Liverpool. Beide Teams kamen zu unspektakulären Pflichtsiegen. Keine große Leistung, aber drei Punkte. Kein Grund überschwänglich zu werden. Aber den hat man ja momentan sowieso nicht.

Um den vierten Platz ist hingegen wieder ein Zweikampf entstanden. Für Aston Villa war der Februar mit UEFA-Cup, Premier League und FA-Cup wohl etwas zu viel. Man kann spielerisch und auch körperlich nicht mehr mithalten. Wenn die beiden späten Gegentore gegen Stoke City ein erster Gradmesser waren, kam die gestrige Leistung gegen Manchester City als weiterer Anhaltspunkt dazu. Villa scheint die Luft auszugehen. Das, was die Pessimisten gegen Jahresende eigentlich schon erwartet hatten, dürfte jetzt eingetreten sein. Nutznießer könnte der FC Arsenal sein, die souverän mit 3:1 bei West Bromwich Albion siegten. Wobei bei den Gunners würde ich erstmal die nächsten Heimspiele abwarten. Für die Baggies von Trainer Mowbray wird die Lage hingegen immer dramatischer. Sechs Punkte sind es bis zum rettenden Ufer. Und die Leistungen der vergangenen Wochen geben praktisch keinen Anlass zu hoffen, dass dieser Rückstand aufgeholt werden kann, zumal die Konkurrenz punktet. Man scheint sich dessen bewusst.

Everton und Blackburn trennten sich 0:0, was keinen so wirklich hilft. Die Toffees verpassten es so Anschluss an Arsenal zu halten, die Rovers bleiben auf einem Abstiegsplatz. Man City konnte sich durch den Sieg gegen Aston Villa endgültig im Mittelfeld der Tabelle platzieren, ebenso West Ham United durch das 1:0 bei Wigan Athletic, mit freundlicher Unterstützung vom Schiedsrichter.

Einmal kräftig durchatmen im Abstiegskampf heißt es für die Tottenham Hotspur nach dem 4:0 gegen den FC Middlesbrough, die ihrerseits nach dem Sieg gegen Liverpool vom letzten Wochenende wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Es war die beste Leistung der Spurs seit langer Zeit, insbesondere in der ersten Hälfte. Nach 40 Minuten führte man bereits mit 3:0 nach Toren von Keane, Pavlyuchneko und Lennon. Genau diese Achse soll die Spurs in der Premier League halten, leider hat sie das in den letzten Wochen viel zu selten gezeigt. Wenn Tottenham jetzt noch etwas Zählbares aus dem Nachholspiel am Samstag gegen Sunderland mitnehmen kann, hat man erstmals ein kleines Polster auf die Abstiegsplätze.

Ins Nachholspiel müssen nächste Woche auch der FC Fulham und die Blackburn Rovers. Fulham verlor gestern überraschend mit 1:0 zuhause gegen Hull City. Der Aufsteiger mit dem ersten Sieg seit dem Nikolaustag. Und glücklich war er obendrein. Fulham hat wie üblich zuhause die 90 Minuten bestimmt, teilweise dominiert. Für Hull ein kleiner Schritt Richtung Klassenerhalt, für Fulham wird es insoweit ein Rückschlag, wenn man das Nachholspiel gegen die Rovers auch verliert. Mit null Punkten aus diesen beiden Spielen hatte man sicherlich nicht kalkuliert. Stoke City konnte einmal mehr seine Heimstärke unter Beweis stellen und schlug Bolton mit 2:0. Heimsiege sichern zwar keinen Klassenerhalt, sind aber ein wichtiger Grundstein dafür. Und der könnte den positiven Ausgang für Stoke City bedeuten.

So, am 14. März geht es weiter. Bis dahin Zeit zum analysieren, sacken lassen und überdenken.

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Premier League 2008/2009 28. Spieltag, FC Portsmouth – FC Chelsea

Dienstag, 3. März 2009 20:12

[22h42] Liverpool führt 10 Minuten vor Schluss mit 2:0 gegen Sunderland. Auch dort dürfte nichts mehr anbrennen. Gute Nacht aus Bremen.

[22h40] Endstand FC Portsmouth – FC Chelsea 0:1

Minimalistenfußball. Insgesamt kein schönes Spiel, aber drei Punkte. Portsmouth hatte nur Hoffnung auf einen Punkt, aber nichts dafür getan. Und dann hat man einmal in der Abwehr geschlafen und hat auch noch diesen Punkt verspielt. Chelsea keinesfalls besser, aber insgesamt etwas druckvoller Richtung Tor. Sieg geht dann auch ok.

Arsenal gewinnt mit 3:1 bei West Bromwich Albion. Vielleicht sind die Baggies ganz schnell weg vom Fenster. Die Gunners bis auf drei Punkte an Aston Villa dran.

[22h37] Wechsel FC Chelsea:  Mancienne für Michael Ballack

Und ich fordere einen Stammplatz für Quaresma. Bester Mann auf dem Platz. Trotz seiner Flanken.

[22h36] Drei Minuten Nachspielzeit. Keine Ahnung warum.

[22h31] Chelsea und Liverpool gehen also im Gleichschritt, beide liegen jetzt bei 58 Punkten. Die Blues bringen das Ergebnis jetzt über die Zeit. Portsmouth hat sich von dem Nackenschlag bisher nicht erholen können. Vom Spielaufbau Portsmouth wie eine Kreisligamannschaft heute.

[22h26] FC Liverpool – FC Sunderland 2:0, Yossi Benayoun, 65. Minute

[22h25] FC Portsmouth – FC Chelsea 0:1, Didier Drogba, 80. Minute

Portsmouth mit fürchterlicher Defensivarbeit, Bosingwa mit der Hereingabe, alles orientiert sich in die Mitte, der Ball läuft durch alle Mannen hindurch, Drogba ist völlig frei, von Glen Johnson überhaupt nicht bewacht, und kann ins lange Eck zirkeln. Schönes Tor.

[22h24] Quaresma flankt mit dem Außenrist in den Gegenspieler, der fünf Meter vor ihm steht. Es ist nicht mehr mit anzuschauen. Ganz schwaches Spiel.

[22h17] Wechsel FC Portsmouth: John Utaka für Jermaine Pennant

[22h14] Die zwei flachen Hereingaben von rechts durch Quaresma werte ich mal schon als Highlight, Drogba verpasst in der Mitte knapp, wird einmal gut geblockt. Und Lampard mit einem Freistoß in die Mauer.

Und Chelsea lässt sich mal schnell auskontern, Crouch mit gutem Ball auf Kranjcar, doch der kann den Ball nicht kontrollieren. Ich fasse es nicht, sowas kann man auch schon mal zur Führung nutzen.

[22h12] FC Liverpool – FC Sunderland 1:0, David Ngog, 52. Minute

Und wenn man denkt, es kann schlimmer nicht kommen, es gibt keinen negativeren Trend mehr, dann kommt Michael Ballack.

[22h10] Liebe 22 Akteure da auf dem Platz, es regnet in Strömen, die Hütte ist voll, der Boden glitschig. Sorgt doch endlich mal für ein Highlight in der zweiten Hälfte. Etwas, das ich hier schreiben kann, etwas, das mich aufhorchen lässt. Und Man Utd bekommt schon Alpträume angesichts der Leistung von Chelsea.

Peter Crouch ist heute so torgefährlich wie Niklas Bendtner in seinen besten Zeiten :)

[22h06] Wechsel FC Chelsea: Ricardo Quaresma für Salomon Kalou

[22h05] 15 Minuten gespielt im zweiten Durchgang – und im Moment ist diese Partie fast am Einschlafen, wäre nicht David Nugent auf dem Platz. Lässt Terry aussteigen und steht völlig frei vor Cech, kann sich die Ecke aussuchen, und schießt dann Cech an. Das Tor hätte dem Spiel gut getan [ich zahle schon ins Phrasenschwein]

[22h02] Wechsel FC Chelsea: Juliano Belletti für John Mikel Obi

[21h59] Die Angriffsbemühungen von Portsmouth sind eine Farce. Da wird der Ball in der eigenen Hälfte teilweise gut erobert, und dann kommen zwei fürchterliche Pässe – und schon ist die Kugel wieder weg. Wenn Chelsea mit etwas mehr Intelligenz spielt, könnte man die Defensive auch knacken. Denn offensiv sehe ich derzeit keine Land für Pompey. Peter Crouch allein auf weiter Flur, Nugent abgetaucht. Das passt im Umschalten nach vorne überhaupt nicht. Marco Hagemann sagt es: Vielleicht sollten sie es mal mit Kick and Rush versuchen, die Flachpässe kann Chelsea alle problemlos abfangen.

[21h57] Peter Crouch spielt übrigens auch mit.

[21h51] Weiter geht es an der stürmischen und regnerischen Südküste. Keine Wechsel auf beiden Seiten. Portsmouth muss mehr nach vorne tun, wenn sie hier ernsthaft drei Punkte in Erwägung ziehen wollen.

[21h48] Halbzeit FC Liverpool – FC Sunderland 0:0

[21h35] Halbzeit FC Portsmouth – FC Chelsea 0:0 und West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:3

Sagen wir es mal so: Durchschnittliche Partie an der Südküste bei aber auch fiesen Bedingungen. Chelsea hat es verpasst gegen Mitte und Ende der ersten Hälfte die Überlegenheit in noch klarere Chancen und zur Führung umzuwandeln. Portsmouth hangelt sich so durch das Spiel, hatten eine gute Chance durch Davies. Mehr war nicht, sind bei Freistößen und Ecken durchaus gefährlich.

[21h33] Richtig gute Chance für Chelsea und beste Szene von Michael Ballack. Ecke Lampard, Kopfball Ballack, knapp über das Tor. Portsmouth wieder zuweit von den Gegenspielern entfernt.

Und gleich die nächste Chance, schon in der Nachspielzeit. Freistoßhammer von Alex aus 30 Metern, James ist auf dem Posten.

[21h31] West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:3, Niklas Bendtner, 44. Minute

[21h28] Portsmouth angelt sich über Standardsituationen so ein bisschen wieder zurück ins Spiel.

[21h25] West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:2, Kolo Touré, 38. Minute

[21h21] Portsmouth wartet in der Abwehr auf den Osterhasen, anders ist diese Passivität nicht zu erklären. Keiner greift Lampard an, der dann aus 20 Metern abzieht. James lässt den Ball nur abklatschen, direkt in die Mitte, aber Glen Johnson knapp vor Drogba am Ball, kann zur Ecke klären.

Vielleicht ein Wort zu Michael Ballack. Unauffällig wie so häufig in letzter Zeit. Ich habe jetzt nicht mitgezählt, aber mehr als 10 Ballkontakte dürften es bis jetzt nicht gewesen sein.

[21h15] Dominante 10 Minuten des FC Chelsea, präsenter, zweikampfstärker, variabler im Spielaufbau. Die Gäste kommen mit den Platzverhältnissen sehr viel besser zurecht, die klaren Chancen fehlen aber noch. Entweder Pompey kann noch rechtzeitig einen Fuß dazwischen halten, oder Chelsea spielt es nicht konsequent genug zuende.

Lebenszeichen vom FC Portsmouth. Schuss aus 20 Metern von Sean Davies, den Cech noch um den Pfosten lenken kann. Gut, jetzt wisssen wir, dass die Gastgeber auch noch versuchen ein Tor zu schießen.

[21h05] Applaus der Pompey-Fans für David James, der weit aus seinem Tor rauskommt, geschickt den Winkel verkürzt. Drogba scheitert nach öffnendem Pass von Lampard mit seinem Linksschuss am englischen Nationaltorhüter. Chelsea bekommt jetzt auch die Chancen zur Führung.

[21h03] Beste Chance des Spiels für den FC Chelsea nach einer Viertelstunde, als Malouda auf Ashley Cole durchsteckt. Die scharfe Flanke des Linksverteidigers verpasst Drogba in der Mitte nur um Zentimeter. Chelsea wird besser und dominanter.

[20h59] Gutes Tempo vom FC Portsmouth, warten keineswegs ab, lassen Chelsea nicht den Platz im Mittelfeld. Insgesamt verteiltes Spiel. Beide Teams tuen sich extrem schwer mit dem tiefen und glitschigen Boden. Kranjcar hat sich bei einem Angriff den Ball etwas zu weit nach vorne gelegt, ist ausgerutscht – und weg war die fast schon einzigartig gute Chance auf einen Torschuss. Und es schüttet weiter. Aber sehr intensives, kampfbetontes Spiel.

[20h54] West Bromwich Albion – FC Arsenal 1:1, Chris Brunt, 7. Minute

[20h52] West Bromwich Albion – FC Arsenal 0:1, Niklas Bendtner, 4. Minute

Ich will nichts gesagt haben.

Ausgeglichenes Spiel in den ersten Minuten im Fratton Park. Portsmouth schon öfter in der gegnerischen Hälfte, passiert aber nicht viel. Chelsea einmal ganz gefällig vor David James, aber die Flanke von Kalou konnte der Keeper von Pompey sicher abfangen.

[20h48] Here we go. Chelsea in den gelben Auswärtstrikots von links nach rechts, Portsmouth in Blau hat Anstoß.

[20h46] Guus Hiddink ist also nur “temporary” beim FC Chelsea. Sagt die englische Grafik.

[20h42] Sturm und strömender Regen an der englischen Südküste. Könnte für englischen Fußball nicht viel besser sein.

[20h39] David James und Sol Campbell heute mit ihren 100. Spielen für die Gastgeber. Die Partie in Liverpool beginnt erst um 21:00 Uhr, in The Hwathorns wird jetzt ebenfalls schon gleich angestoßen.

[20h37] Die Aufstellungen im Fratton Park

FC Portsmouth: James – Johnson, Campbell, Distin, Hreidarsson – Pennant, Mullins, Davis, Kranjcar – Crouch, Nugent

FC Chelsea: Cech – Bosingwa, Terry, Alex, Ashley Cole – Ballack, Mikel, Lampard – Kalou, Drogba, Malouda

Interessante Aufstellung beim FC Chelsea, die BBC interpretiert das als ein 4-5-1, ich halte eher ein 4-3-3 für wahrscheinlich. Mal sehen. Zwei Wechsel bei Chelsea. Bosingwa kehrt nach seiner Sperre ins Team zurück, und Malouda ersetzt den verletzten Nicolas Anelka. Hayden Mullins kehrt bei Portsmouth für den zuletzt eher schwachen Basinas ins Team zurück.

[20h31] Peter Crouch, der Stürmer des FC Portsmouth, hat gestern einen leidenschaftlichen Appell an das Team, die Fans und sich selbst gerichtet: “I have just got to get the goals to keep us in this league.” Für Peter Crouch, der 2005 mit Southampton abgestiegen ist, soll sich diese Situation nicht wiederholen. Er kann seinen Beitrag dazu leisten.

[20h27] Beim FC Liverpool soll heute David Ngog für Tore sorgen. Torres fehlt ja verletzt, Kuyt kommt als hängende Spitze, Gerrard zentral in der Mitte, rechts Benayoun, links Riera. In den BBC Foren prasselt schon wieder die Kritik auf Benitez ein.

[20h24] Die Meldung des Tages aus dem Lager des FC Chelsea kam vom Vorstand des Vereins. Der Chairman, Bruce Buck, hat im Daily Mirror angekündigt, dass es im Sommer auf dem Transfermarkt bei Chelsea einiges an Bewegung gibt. Er erwarte, dass etwa fünf Spieler den Verein verlassen werden, gleichzeitig soll der Verein neue Talente verpflichten. Ganz oben auf der Abschussliste soll Florent Malouda sein. Namen wurden nicht genannt. Es sollen aber auch hochkarätige Spieler dabei sein.

[20h18] Neben dem Auftritt der Blues beim FC Portsmouth empfängt Liverpool im Fernduell um den zweiten Platz heute den FC Sunderland. Und Arsenal versucht nach sechs Wochen Fehlschüsse mal wieder einen Treffer zu erzielen. Heute einzige Spitze bei den Gunners: Niklas Bendtner. Das CL-Spiel gegen Rom lässt grüßen.

[20h15] Die Sportsendungen in England kennen heute aber nur ein Thema, den Anschlag auf das Cricket-Team aus Sri Lanka heute in Pakistan. Vom Team kam bei dem Anschlag auf den Teambus niemand ums Leben, allerdings verloren sechs Polizisten ihr Leben.

[20h12] Wunderschönen guten Abend zu drei Spielen in der Premier League, Schwerpunkt auf dem Live-Spiel zwischen Portsmouth und dem FC Chelsea.

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Premier League 2008/2009 Preview 28. Spieltag – When we can play we will play

Montag, 2. März 2009 23:00

Weil am Wochenende schon wieder FA-Cup ansteht, schiebt die Premier League einen kompletten Spieltag unter der Woche ein. 11 Spieltage vor Saisonschluss scheint sich langsam das Tabellenbild ein bisschen einzurenken. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, ist meiner Meinung nach Manchester United der Meisterschaftstitel nicht mehr zu nehmen. Zu unkonstant die Konkurrenz, zu beständig, zu dominant und souverän das Team von Sir Alex. Um die Plätze 2-4 streiten sich Chelsea, Liverpool und Aston Villa, ich sehe die Blues und Reds leicht im Vorteil gegenüber Villa. Everton und Arsenal streiten sich um die Plätze fünf und sechs, wenngleich ich beide Teams – Everton mehr, Arsenal weniger, auch noch für Platz 4 favorisiere. Das hängt dann aber auch von der Formkurve von Aston Villa ab. Umso spannender ist dafür der Abstiegskampf. Ab Platz 13, derzeit belegt von Aufsteiger Hull City, beginnt die Abstiegszone, also sind acht Teams im Überlebenskampf verwickelt. Ausgang völlig offen, wenngleich West Bromwich Albion derzeit die schlechtesten Chancen hat. Hängt viel vom Spiel am Dienstag ab.

FC Portsmouth – FC Chelsea

PREMIERE live, Dienstag ab 20:40 Uhr, Kommentar: Marco Hagemann

Und da ist auch der FC Portsmouth, derzeit zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen, gefordert. Sagen wir es mal so: Wenn man die Leistung der Heimspiele gegen Liverpool und Manchester City auch gegen Chelsea auf den Platz bringt, sehe ich ganz gute Chancen für die Südküstler. Oder wie es Interimstrainer Paul Hart sagt: “When we can play we will play.” Man müsse ja nur auf die Ergebnisse des Wochenendes schauen um festzustellen, dass zu diesem Saisonzeitpunkt seltsame Dinge passierten. Und dann soll – nach den Wünschen von Paul Hart – die nächste Überraschung passieren: Ein Heimsieg von Portsmouth gegen Chelsea, was gleichbedeutend mit dem ersten Punktverlust von Guus Hiddink beim FC Chelsea wäre. Portsmouth wird unverändert gegenüber dem Remis bei Stoke City auftreten, bei Chelsea dürfte es eigentlich auch keine großen Veränderungen geben.

West Bromwich Albion – FC Arsenal

Alle Spieler und Verantwortliche des FC Arsenal können ein bisschen aufatmen: Man spielt auswärts und spart sich damit das Pfeifkonzert der vielen frustrierten Fans angesichts der sportlich eher unbefriedigenden Ergebnisse. Man spielt keineswegs schlecht, erarbeitet sich Chancen, nur nutzt man diese Chancen dann nicht für Tore. Für West Brom zählt nur noch das nackte Überleben, sprich ein Sieg gegen Arsenal. Ich habe nur Spielberichte zur Partie am Samstag bei Everton gelesen, aber in allen Reportagen wurde der Einsatz und teilweise auch die Spielweise der Baggies gelobt. Nur hat man so ein bisschen dasselbe Problem wie die Gunners: Man trifft das Tor nicht. Wer also auf ein 0:0 in The Hawthorns setzt, macht von der Ausgangslage erstmal nicht so viel verkehrt. Für beide wäre ein Remis aber schlicht zu wenig. Und vielleicht gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Kapitän Jonathan Greening ist erstmals seit sechs Wochen wohl wieder in der Startelf. Letzer Sieg von WBA: Vor etwa sechs Wochen Mitte Januar. Bei Arsenal könnte Theo Walcott zumindest mal wieder auf der Bank sitzen.

FC Liverpool – FC Sunderland

Man nehme eine Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten, Unruhe im Vereinsumfeld, einen Trainer als Taktikfuchs, eine Transferpolitik, die Torres und Kuyt massiv unter Druck setzt. Und man hat die Zutaten dafür, warum der FC Liverpool in der Champions League zwar gute Chancen auf das Viertelfinale hat, in der Liga aber ohne große Chancen auf die Meisterschaft ist. Das Team scheint nicht gut genug, der Weggang von Keane ohne nennenswerten Ersatz war ein großer Fehler. Und da klingt es fast schon paradox, wenn Trainer Benitez sagt, dass die Verletzungen von Fernando Torres sein Team zurückgeworfen hätten. Das mag sein, aber vor allem, weil man keinen Ersatz im Sturm hatte. Jetzt geht es für die Reds um Platz 2 im direkten Duell mit Chelsea und Villa. Villa hat man im direkten Duell noch an der Anfield Road. Aber solche Spiele wie gegen Sunderland muss man gewinnen, aber das hat man auch schon bei den Heimspielen gegen Stoke, West Ham und Fulham gesagt. Und Torres wird wieder fehlen, und wieder die Last auf Kuyt Tore zu schießen. Wie der Trainer die aktuelle Situation beim FC Liverpool einschätzt, gibt es in den Highlights der Pressekonferenz bei der BBC.

Newcastle United – Manchester United

PREMIERE live, Mittwoch ab 20:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Sagen wir es mal so: Spiele von Manchester United rufen bei mir im Moment nicht den größten Reiz hervor, weil die Mannschaft in der Liga einfach zu dominant auftritt. Trotzdem finde ich es gut, dass PREMIERE diese Partie auswählt. Aus drei Gründen: Man Utd kann man immer gut zuschauen, Stimmung im St. James Park ist stets fantastisch und ich habe Newcastle lange nicht mehr live gesehen. Von daher keine schlechte Alternative, falls im DFB-Pokal Leverkusen zur Halbzeit 3:0 gegen die Bayern führt. Newcastle hat eine ähnliche Augangslage wie Portsmouth vor diesem Spieltag. Der letzte Heimsieg von Newcastle datiert übrigens vom 21. Dezember 2008, das verdeutlicht einiges. Die Magpies konnten nur eines der letzten acht Spiele gewinnen. Großes Fragezeichen, ob das Team von Joe Kienaar die Red Devils aufhalten kann.

Stoke City – Bolton Wanderers

Stoke will sich mit der Heimstärke und dem Schwung aus dem Unentschieden bei Aston Villa von den Abstiegsplätzen schießen. Gegen zuletzt wieder stärker spielende Wanderers wird das nicht die leichteste Aufgabe sein. Deren Trainer Gary Megson hat gerade seinen Vertrag verlängert. Man möchte ein Zeichen der Stabilität setzen – hat man diese Saison nach schwachem Saisonstart auch geschafft. Dass Megson vor einem Monat noch die Fans zu Sau gemacht hat und beklagte, sie hätten zu hohe Ansprüche, lassen wir jetzt mal unkommentiert. Stabilität braucht seine Zeit und Bolton ist auf einem guten Weg.

Manchester City – Aston Villa

Zumindest so ein bisschen wie Brisanz in diesem Spiel. Manchester City hat zwar sechs Punkte Vorsprung auf den 18. Platz, so ganz sicher kann man sich aber nicht sein, gerade auch wegen der eklatanten Auswärtsschwäche. Da kann man schon fast froh sein, dass man nur noch fünf Auswärtsspiel hat. Ich denke, da dürfte nichts mehr anbrennen. Sehr viel wichtigeres Spiel für Aston Villa, die das am Ende fürchterliche Heimspiel gegen Stoke mit dem späten Ausgleich vergessen machen wollen. Komischerweise kommt auch Trainer O’Neill ein bisschen unter Druck. Im UEFA-Cup schied man gegen ZSKA Moskau aus, zahlreiche Stammspieler wurden dort geschont (zur Entschädigung für die mitgereisten Fans lädt der Verein zu einem Abendessen ein) mit der Begründung, dass alle Kräfte auf die Liga konzentriert werden sollen. Und dann reicht scheinbar die Fitness gegen Stoke City nicht eine 2:0-Führung über die Zeit zu bringen:

“Not for one minute do I think the UEFA Cup is unimportant. But in terms of priority, I had to make a decision. I am a football manager and that is my job.”

Und dieses Konzept ist am Wochenende nicht aufgegangen. Villa hat zwei ganz wichtige Punkte verschenkt.

Wigan Athletic – West Ham United

Ein Spiel, in dem es nicht mehr um wirklich viel geht. Beide Teams stehen im gesicherten Mittelfeld, keine Chance auf die internationalen Plätze, zu weit entfernt von den Abstiegsplätzen. Wigan könnte mit einem Heimsieg die Hammers in der Tabelle überfliegen.

Tottenham Hotspur – FC Middlesbrough

Noch zwei Sorgenkinder kämpfen am Mittwochabend gegen den Abstieg. Ich hatte den FC Middlesbrough ja Anfang Februar schon für klinisch für nahezu tot erklärt, aber zuletzt hat man den Kopf aus der Schlinge gezogen. Es gab sieben Punkte aus den letzten drei Spielen, zuletzt zwei Heimsiege gegen West Ham und den FC Liverpool. Interessant dürfte vor allem sein, wie die Tottenham Hotspur die 120 Minuten aus dem Carling Cup verkraften. Lassen wir kurz mal Martin O’Neill sprechen: Als Trainer muss ich die Prioritäten setzen. Ok, alles klar, Harry Redknapp, gut, danke. Zur Erinnerung: Die Spurs haben mit fast ihrer besten Elf am Sonntag gespielt. Und mit einer Niederlage wäre man ganz schnell wieder unten drin.

Blackburn Rovers – FC Everton

Man erkennt den Stellenwert dieser Partie schon daran, dass sie am Mittwochabend die Live-Partie bei Sky Sport ist. Blackburn kämpft gegen den Abstieg, Everton im direkten Duell mit dem FC Arsenal um den fünften Platz. Beide Teams am Wochenende mit wichtigen Siegen, vor allem die Rovers mit einem Big Point durch den Auswärtssieg bei Hull City. Das Team von Sam Allardyce ist nur aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz. Mal sehen, wer die positive Serie der letzten Wochen fortsetzen kann.

FC Fulham – Hull City

Es sieht düster aus für Hull City. Man kann nicht mehr gewinnen, auch nicht gegen direkte Abstiegskandidaten, nicht zuhause, nicht auswärts. Und gerade jetzt reist man zum heimstarken FC Fulham, der ganz befreit in dieses Spiel gehen kann. Aber zurück zu Hull City: Mittlerweile hat man den Eindruck, dass es auch im Team nicht mehr stimmt. Grund dafür ein Vorfall vom Wochenende: Geovanni wird im Spiel gegen Blackburn in der 60. Minute ausgewechselt und geht gereizt mit Kopfschütteln vom Platz, die Wasserflasche hat er auch noch weggetreten. Trainer Phil Brown nahm sich daraufhin seinen Spieler nach dem Spiel vor der Presse zur Brust:

“He will never do that to me again. I’m the manager. I haven’t spoken to him yet. He’s getting drugs-tested so hopefully they will find that positive. Geovanni is not bigger than this football club – it’s as simple as that. I don’t think he was having a positive impact on the game.”

Bei Hull City brennt der Baum lichterloh. Und im Moment hat es den Anschein, dass Phil Brown nicht in der Lage ist den Brand zu löschen.

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Zahlen des Tages aus der Premier League: 10 und 14

Samstag, 28. Februar 2009 19:44

Der FC Arsenal verliert nach dem 0:0 gegen den FC Fulham den Anschluss an den vierten Tabellenplatz. Arsenal schoss zuletzt am 10. Januar ein Tor in einem Heimspiel.

Der FC Middlesbrough gewinnt mit 2:0 gegen den FC Liverpool und beendet damit eine Serie von 14 Spielen in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. Und die Meisterschaftschancen des FC Liverpool haben sich in Luft aufgelöst.

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Premier League 2008/2009 Preview 27. Spieltag – Paradies im Riverside

Donnerstag, 26. Februar 2009 22:46

Diese Woche nochmal ein bisschen komprimierter als sonst, da ich Freitag wenig Zeit habe und Donnerstagabend mir die Kraft fehlte ausführlich zu recherchieren.

Bedingt durch das Finale im Carling Cup am Sonntagnachmittag im Wembley Stadion (PREMIERE live ab 15:45 Uhr), gibt es dieses Wochenende nur acht Spiele in der Premier League. Die Partien von Manchester United gegen den FC Portsmouth und von Sunderland gegen Tottenham sind auf den 22. April beziehungsweise schon auf den 7. März verlegt worden. PREMIERE hat im Rechteschrank gekramt und zeigt das Finale aus London. Was ich persönlich für völligen Blödsinn halte, weil man erstens bisher den Carling Cup, für die großen Mannschaften ein absolut unwichtiger Wettbewerb, keine Aufmerksamkeit geschenkt hat und es zweitens sehr viel interessantere Spiele in der Premier League gibt. PREMIERE dann auch nur mit einem Spiel aus der englischen Liga an diesem Wochenende – neuer Tiefpunkt. Und zu allem Überfluss wählt man dann auch noch Chelsea gegen Wigan am Samstagnachmittag aus, wenn gleichzeitig Middlesbrough gegen Liverpool um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze kämpft. Und das alles nur weil ein durschnittlicher Fernsehsender einen durchschnittlichen Michael Ballack zeigen muss. Ich werde es nie verstehen.

Zumindest in der Champions League war es ja eine recht erfolgreiche Woche für die englischen Klubs. Drei Siege und ein Remis, alle vier Teams mit guten bis sehr guten Chancen für einen Einzug ins Viertelfinale. Und wenn es Sicht der Engländer ganz positiv klingen soll, kommen vier Mannschaften aus der Premier League ins Viertelfinale, einmal Bundesliga, Primera Division, Portugal und Griechenland. Und was die englischen Medien dann anstellen, will ich gar nicht wissen. Denn bereits gestern wurden die Teams – allen voran der FC Liverpool – in höchsten Tönen gelobt. Fazit in der britschen Presse: Alles andere als ein Sieger aus der Premier League oder eventuell der FC Barcelona wäre ein Weltwunder.

27. Spieltag in der Premier League also mit je vier Spielen am Samstag und Sonntag. Themenschwerpunkte vor allem der Abstiegskampf und der Wettbewerb um die direkte Qualifikation für die Champions League. Auch wenn das Xavier Mascherano anders sieht.

FC Everton – West Bromwich Albion

Ganz interessantes Spiel im Goodison Park, wenn Everton um den Anschluss an den UEFA-Cup Platz spielt und West Bromwich Albion versucht die Abstiegsplätze zu verlassen, was man aber nur schafft, wenn man mit sieben Toren Unterschied gewinnt. Aber man könnte ja immerhin den Abstand verkürzen. Die Toffees sind aber seit fünf Spielen ohne Niederlage daheim, also keine leichte Aufgabe für Tony Mowbray, dessen Mannschaft die letzten drei Partien verloren hat. West Broms nächste Aufgaben heißen Everton und Arsenal. Trotzdem spielt man gegen Ende der Saison noch fast alle direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – aber da könnte die Mission schon fast aussichtslos sein. Zu allem Überfluss muss man auf Teixeira und Youssuf Mulumbu, zudem fehlt schon länger der Kapitän Jonathan Greening. Und damit fehlen WBA auch die notwendigen Tore.

FC Middlesbrough – FC Liverpool

Ja, ich weiß, Gareth Southgate ist immer noch Trainer beim FC Middlesbrough. Und nimmt man die aktuelle sportliche Lage als Gradmesser und die bisherigen Trainerentlassungen dieser Saison als Vergleichsobjekte, frage ich mich auch, warum Southgate noch im Amt ist. Scheinbar ist doch alles mit den Strukturen beim FC Middlesbrough zu erklären. Als Tabellenvorletzter mit 23 Punkten nach 26 Spielen und mit 14 Spielen ohne Sieg (davon acht Niederlagen) hat man eigentlich wenig Argumente auf seiner Seite. Für Liverpool geht es darum Platz 2 zu festigen. Das wird schon schwer genug. Liverpool und Meisterschaft habe ich erstmal abgeschrieben. Fernando Torres fällt für das Gastspiel im Riverside Stadium aus.

FC Chelsea – Wigan Athletic

PREMIERE live, Samstag ab 15:55 Uhr; Kommentar: Sven Schröter

Na ja, gut, ich gebe zu, zumindest die erste Halbzeit bei Aston Villa und auch die ersten 40 Minuten in der Champions League gegen Juventus durchaus ansehbar von Chelsea waren, aber da gleich von einer Trendwende zu sprechen, halte ich für zu verfrüht. Vielleicht sind wir nach dem Spiel  gegen Wigan Athletic etwas schlauer. Wigan steht im trostlosen Mittelfeld der Tabelle, frei von Sorgen und Ängsten

Gleiche Voraussetzungen wie bei der Partie an der Stamford Bridge gibt es im Emirates Stadium bei FC Arsenal – FC Fulham. Die Gunners wollen Platz 5 sichern, eventuell sogar noch einmal Aston Villa auf Platz 4 angreifen. Für Fulham gilt dasselbe wie für Wigan. Im gesicherten Mittelfeld, man kann die großen Teams ärgern. Am Sonntag Abstiegskampf mit Hull City – Blackburn Rovers. Die Tigers sind nach der Niederlage im Monday Night Game richtig fett drin im Geschäft. Man hat zwar noch sechs Punkte Vorsprung, aber die Tendenz der letzten Wochen und Monate ist erbärmlich. Und Blackburn hat auswärts zuletzt stets gute Leistungen gezeigt. Ein reizvolles Mittelfeldduell gibt es im Upton Park: West Ham United – Manchester City. Die Hammers wollen Wiedergutmachung für das Aus im FA-Cup. Die Bolton Wanderers können mit einem Sieg gegen Newcastle United endgültig durchatmen und die Magpies wieder ganz bedrohlich an die Abstiegsplätze befördern. Bei Aston Villa scheint derzeit so ein bisschen der Wurm drin. Niederlage nach schlechter Leistung gegen Chelsea, Aus im UEFA-Cup. Da kommt das auswärtsschwache Stoke City vielleicht gerade richtig.

Nächster Spieltag ist bereits am Dienstag und Mittwoch. Dann gibt es auch wieder eine ausführlichere Vorschau und Live-Bloggings zu den Spielen.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 26. Spieltag, FC Liverpool – Manchester City 1:1

Sonntag, 22. Februar 2009 17:57

Nachdem Manchester United am Samstagabend mehr oder weniger souverän die Blackburn Rovers mit 2:1 besiegte und damit den Vorsprung in der Tabelle auf den FC Liverpool auf acht Punkte vergrößerte, war der FC Liverpool heute im Heimspiel gegen Manchester City gefordert nachzulegen. Alles andere als drei Punkte wären eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen in der Premier League. Und die Voraussetzungen für die Reds waren rein statistisch gesehen gar nicht so schlecht. Seit 23 Spielen hat man an der Anfiel Road nicht mehr verloren, Manchester City gewann diese Saison bisher nur ein Auswärtsspiel und hat zuletzt in der Fremde stets fürchterliche Leistungen abgeliefert.

Die Reds mussten aber auf zwei absolute Leistungsträger verzichten. Steven Gerrard und Xabi Alonso fehlten verletzt beziehungsweise gesperrt. Kuyt stürmte neben Fernando Torres, Mascherano und Lucas übernahmen die zentralen Rollen im Mittelfeld. Mark Hughes stellte nach dem Motto “Angriff ist die beste Verteidigung” auf und bedorderte Steven Ireland in die Spitzen neben Robinho und Craig Bellamy.

Die erste Halbzeit gehörte in den ersten 30 Minuten ganz klar dem FC Liverpool. Man hatte mehr Ballbesitz, zeigte mehr Zug zum Tor, hatte aber nur wenige ganz große Torchancen. Die beste gab es nach knapp 20 Minuten, als eine Flanke von Dossena an Freund und Feind vorbeiging und letzlich erst auf der Linie von City geklärt werden konnte. Ansonsten agierte Liverpool aber zu umständlich in der Offensive. Fernando Torres sprang der Ball häufig zu weit weg vom Fuß, Riera vergab eine große Chance, weil er zu lange brauchte sich den Ball auf seinen starken linken Fuß zu legen. Von City war wenig zu sehen. Die Leistung glich den gewohnten Auftritten bei Auswärtsspielen. Erst nach einer halben Stunde hatte man urplötzlich die Führung auf dem Silberteller bekommen, als Ireland nach tollem Doppelpass das Zuspiel von Robinho wieder aufnimmt, aber kläglich an Reina scheiterte. Insgesamt keine wirklich gute Hälfte. Liverpool hätte aus den Chancen und den Spielanteilen sehr viel mehr machen müssen.

City kam besser aus der Halbzeit und ging gar nicht so unverdient in Führung in der 51. Minute. Robinho setzt auf links Vincent Kompany in Szene, der Bellamy findet. Der Schuss des Waliser wäre kein Problem für Reina gewesen, wäre nicht Alvaro Arbeloa in die Schussbahn gekommen und den Ball in hohem Bogen unhaltbar abfälscht. Die zweite gute Chance von City in diesem Spiel war gleichbedeutend mit der Führung. Danach war Liverpool komplett von der Rolle und jede Spitzenmannschaft – Manchester City ist das nicht – hätte hier den Reds schon den Knockout verpasst. Bezeichnend ein Schuss aus 30 Metern von Mascherano Mitte der zweiten Halbzeit weit über das Tor. Gerrard wurde schmerzlichst vermisst, kaum Kreativität und Spielfreude, kaum klare Chancen für die Gastgeber. Shay Given war nach 72 Minuten nicht einmal ernsthaft geprüft worden. Es ging wenig zusammen bei Liverpool und City bekam genau ihr Spiel. Halbwegs sicher stehen und den ein oder anderen Vorstoß nutzen für einen gefährlichen Konter. 15 Minuten vor Schluss – und Liverpool bekam immer noch nicht den Zug zum Tor. Der Meisterschaftszug schien abzufahren. Und auch wenn Liverpool in dieser Saison schon diverse Male nach Rückständen gewonnen hatte, eine Vietelstunde vor Schluss sah rein gar nichts danach aus. Das Spiel wurde ein bisschen hektischer und zerfahrener, alles sprach für Manchester City. Aurelio und Nabil El Zhar kamen in die Partie für Dossena und Riera – kaum positive Effekte. Fernando Torres stand alleine auf weiter Flur.

Liverpool schien am Boden – bis zur 78. Minute. Schneller Angriff über links – City passt überhaupt nicht auf – , Torres trifft in der Mitte die Flanke von Benayoun nicht richtig, aber Kuyt ist da und schiebt den Ball mit seinem siebten Saisontreffer über die Linie. Ausgleich 12 Minuten vor Schluss – und es sah gar nichts danach aus. Und Liverpool hatte noch genug Zeit für einen Siegtreffer, plötzlich suchte Liverpool auch wieder vermehrt den Weg nach vorne. Die Schlussoffensive begann. City stellte sich nur noch hinten rein und schlug lange Bälle auf Craig Bellamy, in der Hoffnung Liverpool auszukontern. Die Reds warfen mehr oder weniger alles nach vorne. Auch Benitez setzte alles auf eine Karte, brachte Babel als dritten Stürmer für Mascherano. Und fünf Minuten vor Schluss die beste Chance für Liverpool zum Sieg. Benayoun nimmt nach Kopfballablage von Torres den Ball volley, aber zu zentral auf das Tor, Shay Given reagiert glänzend. Von diesen Situationen gab es über das gesamte Spiel viel zu wenig. Drei Minuten Nachspielzeit wurden an der Anfiel Road angezeigt. City konnte den Ball in den letzten Minuten besser vom Tor fernhalten. Liverpool kam nur noch zu wenigen klaren Chancen.

Am Ende ein leistungsgerechtes 1:1, was für Liverpool natürlich viel zu wenig ist. In drei Wochen spielt man im Old Trafford. Schon dann kann sich fast endgültig entscheiden, wer englischer Meister wird. Sieben Punkte Vorsprung sind es aktuell. Und die Punktverluste von Liverpool heute waren absolut unnötig, weil man die wenigen Chancen nicht nutzte und überhaupt viel zu wenig Druck auf die City-Abwehr aufbaute. Schwere Zeiten für Liverpool. Die Diskussion um die Vertragsverlängerung mit Benitez, die Meisterschaft fast abgegeben und Mittwoch Champions League. Stürmische Zeiten an der Anfield Road.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis