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Meine Premier League Saison 2009/2010

Sonntag, 9. Mai 2010 18:59

Die letzten Entscheidungen der Premier League Saison 2009/2010 sind eingetütet. Der FC Chelsea hat noch einmal eindrucksvoll untermauert, dass die Blues verdient englischer Meister geworden sind. Arsenal festigt Rang 3, Man City, Aston Villa und Liverpool spielen in der Europa League. Von Hull City, Burnley und Portsmouth müssen wir uns verabschieden. Newcastle United und West Bromwich Albion stehen als Aufsteiger bereits fest. An dieser Stelle also mein kleiner persönlicher Rückblick auf die vergangene Premier League Saison.

Mannschaft der Saison: FC Chelsea London

Da gab es eigentlich wenig Alternativen, auch wenn man früh in der Champions League ausgeschieden ist. Aber ansonsten: Meisterschaft und Einzug ins Finale des FA-Cup. Und das in den ersten Saison von Carlo Ancelotti. Die beste Offensive der Liga mit über 100 Toren, mehrere Kantersiege. Einziges kleines Manko: Häufig gab es defensive Patzer und Aussetzer. John Terry hatte schon lange nicht mehr so viele Fehler wie in dieser Saison. Wenn es also etwas am FC Chelsea zu kritisieren gibt, dann die stets etwas fehlerhafte Defensivleistung. Ein kleiner Schönheitsfleck.

Spieler der Saison: Wayne Rooney

Schade und unglücklich, dass Rooney in der entscheidenen Saisonphase verletzungsbedingt pausieren musste, sonst hätte er garantiert die 30-Tore-Marke diese Saison geknackt. Aber auch so hatte der Engländer maßgeblichen Anteil daran, dass United im Jahr eins nach Christiano Ronaldo wieder bis zum letzten Spieltag um die Meisterschaft mitspielte. Am Ende 26 Tore für Rooney, eins schöner als das andere. Und zudem das Kopfballspiel enorm verbessert. Kompliment!

Trainer der Saison: Harry Redknapp, Tottenham Hotspur

Immer wieder von vielen unterschätzt und von zahlreichen Fußball-Experten auf der Insel die Fähigkeit abgesprochen bekommen, in den wichtigen Spielen auf den Punkt hochkonzentriert zu sein, konterte Harry Redknapp in seiner zweiten Saison bei den Spurs alle Kritik mit dem vierten Tabellenplatz. Und in der entscheidenen Saisonphase ist man nicht eingebrochen. Heimsiege gegen Arsenal und Chelsea, zudem der wichtige Auswärtssieg bei Manchester City. Und wenn man sich daran erinnert, dass Redknapp vor 18 Monaten die Spurs als Tabellenschlusslicht übernommen hat, ist die Performance diese Saison noch höher einzuschätzen.

Überraschung der Saison: Birmingham City

Extrem heimstark, kompakt in der Defensive und vor allem in der Hinserie sehr erfolgreich. Alex McLeish hat bei Birmingham City eine homogene, gut funktionierende Mannschaft aufgebaut, auch natürlich wegen der Millionen des chinesischen Besitzers. Trotzdem als Aufsteiger aus der Championship die Überraschung der Saison.

Enttäuschung der Saison: FC Liverpool

Viele Spielerverletzungen, ein formschwacher Steven Gerrard, immer wieder Diskussionen um den Schuldenstand des Vereins und die Suche nach neuen Besitzern, dazu die unendliche Auseinandersetzung zwischen Benitez und den US-Besitzern. Am Ende erreicht man in die Europa League für die neue Saison. Mehr nicht. Frühes Aus in der Champions League und das Europa League Finale verpasste man auch. Wer weiß, ob Benitez nächste Saison noch Trainer an der Anfield Road ist und wo Torres und Gerrard spielen. Keine einfachen Zeiten für die Reds.

Spiel der Saison: Manchester Utd – Manchester City 4:3, 20.09.2009

Es gab richtig viele gute Spiele in der vergangenen Saison, aber eines sticht immer noch heraus. Manchester Derby, schon früh in der Saison die Standortbestimmung, wer die Herrschaft in Manchester übernommen hat. Es war von Beginn ein Spiel mit unglaublichem Tempo. Die Dramatik kam aber erst zum Schluss. Bellamy mit dem Ausgleichstreffer für City in der Nachspielzeit. Es stand 3:3. Doch in der sechsten Minute der Nachspielzeit hat ausgerechnet Michael Owen noch den Siegtreffer für United erzielt. Die Botschaft war klar: United regiert Manchester. Und Michael Owen verschwand von der Bildfläche. Aber dieses ein Tor bleibt noch lange in Erinnerung.

Tor der Saison: Maynor Figueroa 1:2, Stoke vs Wigan, 12. Dezember 2009

Es gab so viele schöne Tore. Ich habe mich für dieses hier entscheiden. Am Ende hat es dann nicht zum Sieg gereicht. Das Spiel ging 2:2 aus. Aber Figueroa mit dem tollen 2:1 für Wigan. Aus der eigenen Hälfte den Freistoß direkt ins Tor verwandelt. Überraschend, mit viel Präzision, Mut und Risiko. Und er wurde belohnt. Virtueller Beweis hier.

Schönster Moment der Saison: Jermain Defoe

Beim höchsten Saisonsieg in dieser Premier League Spielzeit, dem 9:1 von Tottenham über Wigan, macht Jermain Defoe drei Tore – innerhalb von sechs Minuten. Am Ende steuert er fünf Tore zum Sieg bei. Toll. Und zur Halbzeit stand es erst 1:0.

Peinlichster Moment der Saison: FC Portsmouth

Gab es ja genug diese Saison für Pompey. Beispielhaft der Februarabend bei Manchester United. Am 06.02. verliert Pompey mit 0:5,  zur peinlichen Niederlage steuert man drei Eigentore bei.

Überschätzt: Phil Brown

Ich hielt Phil Brown, ehemaliger Trainer von Hull City, stets für einen guten und sehr kompetenten Trainer. Das ist er auch weiterhin. Man kann über seine Außendarstellung trefflich diskutieren. Man muss sie auch nicht gut finden. Was man Phil Brown viel mehr vorwerfen lassen muss, ist, dass er nicht rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen hat, klammerte sich an seinen Job, nachdem Hull City schon seit Monaten in einer Formkrise steckte. Und so bleibt Phil Brown immer eine große Geschichte in dieser Saison, abseits des Platzes. Im Oktober letzten Jahres konnte er auf eine junge Frau, die von einer Brücke springen und sich das Leben nehmen wollte, beruhigend einreden und verhindern, dass sie springt. Sonst haben seine Worte diese Saison eher wenig erreicht.

Unterschätzt: Darren Bent, FC Sunderland

Wenn man nicht bei einem großen Verein in der Liga spielt und es schafft weniger durch Skandale aufzufallen als bei seinem Vorgängerverein, den Tottenham Hotspur, dann steht man nicht mehr so im Fokus der Öffentlichkeit. Und man nimmt nur noch am Rande Notiz von den großartigen Leistungen. Darren Bent vom FC Sunderland ist das klassische Beispiel dafür. 24 Saisontreffer sind eine Sprache für sich.

Comeback der Saison: Cesc Fabregas, FC Arsenal London

Ende Dezember. Arsenal spielt im Emirates Stadium gegen Aston Villa. Es steht 0:0 in einem richtig guten Fußballspiel. Arsenal verpasste es aber die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Cesc Fabregas sitzt nach einer Verletzung noch auf der Bank, wird in der zweiten Halbzeit eingewechselt – und schnürt einen Doppelpack. Endstand dann 3:0. Fabregas verletzt sich beim 2:0 und muss wieder ausgewechselt werden.

Besondere Auszeichung für: Roy Hodgson

Der FC Fulham war letzte Saison schon meine Mannschaft des Jahres. Aber auch dieses Jahr komme ich nicht herum, die Cottagers ausführlich zu loben. Diesmal aber den Trainer. Fulham hatte auch diese Saison wieder viele Verletzungsprobleme, doch insbesondere Hodgson wird von vielen Leuten im Umfeld des Vereins eine stabilisierende Rolle zugesprochen. Hat das Team zusammengehalten, ordentliche Premier League Saison und der Einzug ins Finale der Europa League. Neid muss man sich ja – so heißt es immer wieder – hart erarbeiten. Für Roy Hodgson trifft dies vollkommen zu.

Das ging viel zu langsam: Saisonstart von West Ham United

Die Diskussionen im Sommer um die Zukunft von den Hammers lähmten den Verein im ersten Saisondrittel. Immer wieder neue Gerüchte um Trainer- und Besitzerwechsel. Die Fans foderten mehr Einsatz von den Spielern. Keine leichte Phase für West Ham im Herbst. Am Ende hat es dann doch gereicht, nicht wegen der eigenen Stärke. Ob Zola eine Zukunft im Osten Londons hat?

Das ging viel zu schnell: Manchester City und Mark Hughes

Letzlich hat es Manchester City nicht geschafft die eigens gesteckten Saisonziele zu erreichen. Am Ende wurde es nur der fünfte Platz. Verglichen mit den eigenen Erwartungen und den finanziellen Investitionen einfach zu wenig. Im Herbst wurde Mark Hughes entlassen, dabei war man nur zwei, manchmal drei Punkte hinter den Spurs. Vielleicht wäre der Weg mit Hughes doch besser gewesen. Oder ein anderer Trainer als Mancini, wenngleich der Italiener keinen schlechten Job gemacht hat. Erfolg kommt eben nicht auf der Highspeedstrecke.

Das war schon richtig gut: Florent Malouda

Es gibt ja dann immer auch so eine Auszeichnung für den am stärksten formverbesserten Spieler. Für mich ist das diese Saison vor allem Florent Malouda vom FC Chelsea. Der Franzose wirkte in den letzten Spielzeiten häufig immer nur als Mitläufer, diese Saison war er ein Garant dafür, dass Chelsea wieder das Flügelspiel revitalisiert hat. Und das die Blues somit offensiver wieder mehr Variabilität bekommen haben. Und dazu noch 12 Tore. Fortsetzung gerne.

Das muss wieder besser werden: Finanzielle Situation der Vereine

Noch nie so oft wie in dieser Saison hat man auch über die finanzielle Dimension der Premier League gesprochen und gestritten. Portsmouth meldete Insolvenz an, Bolton machte den Vorschlag die Premier League zu splitten, damit auch die kleineren Vereine wieder konkurrenzfähiger machen zu lassen und finanziell mehr Spielraum zu geben. Man Utd meldet Rekordschulden, Liverpool verlängert die Frist für eine Zurückzahlung einer Bürgschaft immer wieder, bei West Ham wechselten die Besitzer, Geld fehlt immer noch. So schön und attraktiv Fußball in der Premier League ist, so leidenschaftlich die Fans in den Stadien sind. Die Premier League steht in den nächsten Jahren vor großen Problemen und Herausforderungen. Es bleibt zu hoffen, dass die richtigen Schlüsse und Konsequenzen aus dieser Saison gezogen werden.

Das war es also für die Premier League Saison 2009/2010. Hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Auf ein neues im August an dieser Stelle. Saisonstart wird aller Voraussicht nach der 14. August 2010 sein.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #37, FC Liverpool – FC Chelsea 0:2

Sonntag, 2. Mai 2010 16:23

Noch zweimal 90 Minuten ohne Punktverlust bestehen – und dann ist der FC Chelsea London englischer Meister 2009/2010. Zweimal, das klingt nicht unbedingt dramatisch, zumal das letzte Spiel daheim gegen Wigan geht. Bloß hatte man an diesem Sonntag noch eine der schwersten Hürden vor sich, gegen den FC Liverpool an der Anfield Road. Die Reds, die im Gegensatz zu den Blues so gar nichts mehr zu verlieren haben, wollen eine mäßige Saison zumindest für die Fans verschönen. Denn auch wenn man mit drei Punkten wohl Manchester United zum Meister machen würde, gäbe es nicht viel mehr Prestige und Anerkennung von den Fans, wenn man den FC Chelsea besiegen würde. Und es wäre vielleicht auch das passende Abschiedsgeschenk für Rafael Benitez, im seinem wohl letzten Heimspiel an der Anfield Road. Der Spanier, der Liverpool in seiner ersten Saison zum Champions League Titel führte, ist Sinnbild für die Reds in dieser Saison: Zu viele Baustellen außerhalb des Spielfeldes, zu viele Gerüchte, zu viele Diskussionen um Cash als um Tore und Triumphe. Da kann man zumindest mit einem tollen Spiel einiges vergessen machen. Rekordmeister im englischen Fußball hin oder her.

Chelsea konnte seit elf Spielen nicht mehr an der Anfield Road gewinnen, hat seit 2005 nur ein Tor in Ligaspielen an der Mersey erzielt. Liverpool veränderte seine Aufstellung im Vergleich zum Ausscheiden in der Europa League auf zwei Positionen. Maxi Rodriguez, der im Europapokal nicht spielberechtigt war, ersetzte Ryan Babel, Javier Mascherano spielt weiter auf der Rechtsverteidigerposition, weil Glen Johnson weiter verletzt ist. In der Innenverteidgung ersetzt Kyrgiakos Daniel Agger. Der Däne rückt dann auf die Linksverteidigerposition. Alles nicht so optimal. Bei Chelsea kehrt der Kapitän John Terry nach seiner Sperre zurück, Paulo musste deshalb wieder auf der Bank nehmen. Vom Personal und den Möglichkeiten offensiv zu spielen, geht der FC Chelsea hier ganz als Favorit in die Bank.

Nach der inbrünstigen Intonation von You never walk alone ging es dann los. Chelsea mit Anstoß in der ersten Hälfte, spielte in den blauen Trikots von links nach rechts, Liverpool wie immer ganz in rot. Nach zehn Minuten die beste Chance für den FC Liverpool. Nach einem Einwurf spielt Liverpool schnell, Gerrard mit dem Pass von der rechten Seite in die Mitte, wo Aquilani viel zu viel Platz hat. Der Italiener mit einem fantastischen Distanzschuss, der sogar noch die Latte streichelt. Insgesamt in der Anfangsphase verteiltes Spiel, beide bemühten sich um einen geordneten Spielaufbau und wollten partout nicht die Defensive vernachlässigen. Große Torchancen blieben aus, mit Ausnahme der Gelegenheit von Aquilani. Dass das eine Spazierfahrt für Chelsea werden könnte, war nach 10 Minuten überhaupt nicht zu sehen. Liverpool sehr konzentriert, fragt sich eben nur, wie lange die Reds dies im Spiel durchhalten können. Chelsea agierte vorsichtig, überließ Liverpool zum großen Teil das Mittelfeld, hin und wieder griff man aber sehr früh an und machte die Räume eng. Zwischendurch wollte man mal zeigen, dass man auch dabei ist. Aber man braucht ja auch nicht auf Teufel komm raus die Tore schießen, man hat 90 Minuten Zeit und demonstriert die Stärke jederzeit einen Gang höher schalten zu können. Was Liverpool exzellent machte in den ersten 20 Minuten, war das Zustellen der Flügel, die eigentliche Schwachstelle im Spielsystem der Reds. Aber Agger auf Links und Mascherano auf rechts hatten gegen Malouda und Kalou überhaupt keine Probleme, gewannen fast alle Zweikämpfe.

Mit Verlaufe der ersten Halbzeit wurde es ein füchterlich anzuschauendes Fußballspiel, insbesondere Chelsea enttäuschte auf ganzer Linie, kam überhaupt nicht ins Spiel. Einige Glanzlichter kamen, wenn überhaupt, nur vom FC Liverpool, die sich ganz gut durch das Chelsea-Mittelfeld kombinierten, im Abschluss aber immer wieder kläglich scheiterten. Da fehlte einfach ein Fernando Torres. Und wenn Chelsea schon keine Tore schießen will, macht das eben Liverpool für die Blues. Zumindest fast. 33 Minuten waren gespielt, als der Kapitän der Reds, Steven Gerrard, einen unglaublich blöden Rückpass auf Reina spielte. In das riskante Zuspiel sprintet Drogba und legt den Ball an Reina vorbei ins Tor. Chelsea auf dem Weg Richtung Meisterschaft – und sie haben dafür überhaupt nichts getan. Ein Spiegelbild der Saison vom FC Liverpool. Und plötzlich war Chelsea da, Lampard verzog völlig freistehend aus knapp 20 Metern in der 36. Minute. Liverpool geschockt vom Rückstand. Zwei Minuten später bekommt Kyrgiakos in allerletzter Sekunde das Bein vor den einschussbereiten Anelka. Das hätte das 0:2 sein können. Kurz vor der Halbzeit musste Benitez verletzungsbedingt wechseln, brachte Ryan Babel – bekannt für Tore in Duellen gegen die Big Four – für Maxi Rodriguez. Mit dem 10 für Chelsea ging es in die Pause, zumindest durch die letzten Minuten der ersten Halbzeit teilweise verdient. Liverpool offensiv zu umständlich und defensiv mit dem einen haarsträubenden Fehler.

Es gab keine Wechsel in der Halbzeitpause – und am Spiel änderte sich im Vergleich zu den letzten Minuten der ersten Hälfte wenig. Liverpool schien sich schon aufgegeben haben, auch Mascherano und Agger auf den Außenbahnen längst nicht mehr so präsent und zielstrebig wie in den ersten 45 Minuten. Chelsea versuchte schon kurz nach Wiederanpfiff den Sack zuzumachen, hatte aber ein wenig Pech im Abschluss, als Kalou sich mit schönem Solo bis zur Grundlinie durchtankte, in der Mitte dann aber keinen Abnehmer fand. Chelsea tat gut daran auf das 2:0 zu gehen, denn auch wenn es nur 1:0 nach 50 Minuten stand und Liverpool seelisch und körperlich nicht mehr an diesem Spiel teilnahm, war die Führung dennoch knapp. Und nach 54 Minuten die Konsequenz, die schon lange angedeutet hatte. Lampard macht das 2:0. Ein Pass hebelt die Reds-Abwehr aus, Anelka hat alle Zeit der Welt in die Mitte zu passen, wo Lampard nur noch einschieben braucht. Game over. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Jamie Carragher bei der möglichen Verhinderung des Gegentores, Daniel Ayala kam für ihn in die Partie. Liverpool kann einem leid tun, wirklich. Die Reds versuchten noch mal alles, Chelsea hatte zahlreiche Konterchancen. Das 3:0 lag eher in der Luft als ein Anschlusstreffer des FC Liverpool. Kuyt verletzte sich im Kopfballduell mit Terry, musste den Platz verlassen um die Blutung zu stillen. Der Fußballgott hatte sich gegen Liverpool gestellt. Es ging alles schief. Das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Liverpool konnte nicht mehr, Chelsea brauchte nicht mehr. Und wenn Chelsea mal wollte, war der überragende Reina zur Stelle.

Die Blues sind auf dem besten Weg zur Meisterschaft, Manchester United muss gegen Sunderland schon gewinnen um noch Chancen zu haben. Für Liverpool bleibt nach 90 enttäuschenden Minuten – nicht von der Leistung, denn die war gepaart mit der Einstellung in den ersten 35 Minuten mehr als ordentlich – der Weg in die Europa League. Die Reds stehen vor einem Neuanfang. Und das muss nicht immer schlecht sein.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog 01.05.2010: Vorletzter Spieltag in Premier League und Bundesliga

Samstag, 1. Mai 2010 13:09

[17h56] Tabellenstand in der Premier League. Tottenham auf Platz 4 mit 67 Punkten, dahinter Man City mit 66 Punkten. Damit wird das Nachholspiel am Mittwoch zum echten Schlüsselspiel. Mit einem Sieg könnten die Spurs den vierten Rang eintüten. Liverpool kann morgen noch ranrücken an das Duo. Aston Villa hat einen Europa League Platz sicher. Everton spielt nächste Saison definitiv nicht international.

So, das wäre es dann für heute Abend. Vielen Dank fürs Lesen. Schönen Abend noch.

[17h54] Nach sechs Minuten Nachspielzeit bringt auch Tottenham das 1:0 gegen Bolton nach Hause.

[17h52] Endstand Manchester City – Aston Villa 3:1

[17h48] Manchester City – Aston Villa 3:1, Craig Bellamy, 90. Minute

City bringt einen Konter nach Hause. Wright-Philips setzt sich auf links energisch durch. Cuellar wird überlaufen, Pass zu Bellamy – und dann ein Schlenzer in den Winkel. Tolles Tor und Entscheidung in dieser Partie. 3 Minuten Nachspielzeit so far.

[17h46] Tevez geht bei City, Micah Richards kommt. Beton wird angerührt.

[17h43] Villa jetzt zwar mit mehr Tempo, ich wollte schon vom letzten Aufbäumen schreiben, als man einen Eckball rausholte, aber wirklich dauerhaft ist das nicht. Villa mit fast 60 Prozent Ballbesitz in der zweiten Hälfte – und dafür ist insgesamt einfach zu wenig bei rausgesprungen. Fünf Minuten noch. Ungemein spannend.

[17h38] City bekommt Konterchancen, Kompany mit dem Kopfball, aber über das Tor. Eher macht City hier das 3:1, Villa schafft es nicht City unter Druck zu setzen.

[17h33] Viertelstunde noch in Eastlands. Villa weiter ohne die ganz gefährlichen Torchancen. Derweil dringt Tottenham an der Lane auf die Entscheidung. Manchini bringt Wright-Philipps für Adam Johnson.

[17h25] Keine weiteren Tore in der Premier League, wenngleich Bellamy gerade die riesengroße Chance auf das 3:1 für City hatte, scheiterte aber am glänzenden Brad Friedel. Von Villa kommt in der zweiten Halbzeit etwas zu wenig. City steht ganz gut und lässt kaum Chancen zu. Auch Tottenham liegt weiter knapp vorne gegen Bolton.

[17h21] Damit Hertha abgestiegen, Freiburg gerettet, 96 mit ganz großem Schritt Richtung Klassenerhalt. Werder mit Big Point im Kampf um Platz 3, zumal Dortmund und Leverkusen über ein Remis nicht hinauskamen. Aus meiner Sicht gab es schon schlechtere Spieltage.

[17h19] Endstände in der Bundesliga

Schalke-Werder 0:2, Bayern-Bochum 3:1, Hannover-Gladbach 6:1, Köln-Freiburg 2:2, Leverkusen-Hertha 1:1, Dortmund-Wolfsburg 1:1, Frankfurt-Hoffenheim 1:2, Hamburg-Nürnberg 4:0, Stuttgart-Mainz 2:2

[17h16] So unzufrieden ich mit Werder in der ersten Halbzeit war, so zufrieden bin ich mit den zweiten 45 Minuten. Richtig cool und souverän zu Ende gebracht, ganz ganz stark.

[17h11] Köln macht den Ausgleich in Freiburg. Noch ist das Team von Robin Dutt gerettet. Und Bochum macht das 1:3. Damit Tordifferenz wieder in Nähe von 96. Musste das sein, lieber Bayern. Bitte konzentriert zu Ende spielen.

[17h07] Ach, Wolfsburg. Wie wäre es mal mit norddeutscher Schützenhilfe. Erstmal nicht, Ausgleich für den BVB durch Marco Stiepermann. Wieder einen neuen Namen kennengelernt.

[17h06] Unglaubliche Szenen in Leverkusen. Kopfball von Bayer an die Unterkante der Latte, Ball springt von dort genau an die Linie. Im Nachschuss Friedrich, Drobny reagiert glänzend. Weiter 1:1 in Leverkusen.

[17h02] Hannover macht das 6:1 durch Bruggink, Hamburg das 4:0 gegen Nürnberg und Stuttgart gleicht zum 2:2 gegen Mainz aus. Werder weiter am Drücker, eher das 3:0 als das 2:1 im Bereich des Möglichen.

[16h58] Marcel Reif: “Thema Meisterschaft für Schalke ist erledigt.” Nun ja, 20 Minuten noch, Werder ist vieles zuzutrauen. Aber im Moment sieht das sehr souverän von den Gästen aus. Bis jetzt noch.

[16h55] Dzeko mit dem 1:0 in Dortmund, für Werder äußerst praktikabel bisher, solange man weiter auf Schalke in Führung liegt. Bayern macht das 3:0, wieder Thomas Müller. Und Gladbach sorgt für Ergebniskosmetik mit dem 1:5, ich wechsle jetzt erstmal auf Einzeloption nach Gelsenkirchen.

[16h52] Schalke-Werder 0:2, Hugo Almeida, 64. Minute

So geht es doch, Werder. Endlich mal Spielkultur, gut überlegt, energisch nach vorne. Özil mit dem Zuspiel auf Almeida, der nur noch einschieben muss. Drei Torchancen, zwei Tore, aber der Unterschied ist, dass sich Werder endlich traut nach vorne zu spielen.

[16h48] Halbzeit in der Premier League: Man City-Villa 2:1 und Tottenham-Bolton 1:0

[16h46] Ausgleich in Leverkusen, wo Hertha auf das 2:0 drängte, Leverkusen durch Friedrich aber den Treffer erzielt. Spannende Schlussphase im Kampf um den dritten Platz.

[16h45] Tore auch in der Premier League. City dreht das Spiel gegen Villa durch zwei Tore innerhalb von einer Minute. Elfmeter Tevez und Adebayor die Torschützen. Und Tottenham führt 1:0 durch ein Tor von Huddlestone.

[16h42] Schalke-Werder 0:1, Mezut Özil, 56. Minute

Jetzt habe ich ihn so oft kritisiert bisher, aber jetzt kommt ein großes Lob. Fantastische Leistung von Özil, prima Einzelaktion, setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch und dann der präzise Schuss ins lange Eck.

[16h39] Und Mainz mit der 1:0-Führung in Stuttgart. Die Schwaben damit wohl erstmal aus dem Rennen für den dritten Platz. Und 96 mit dem 5:0 durch Chahed. Ich werde verrückt. Fünf Tore von 96, richtig nett. So sollte es doch sein.

[16h36] Von Werder muss einfach mehr kommen, das wirkt immer noch mit angezogener Handbremse. Kontrolle ist gut, aber man kann sich ja nicht drauf verlassen, dass die Zwischenstände so bleiben. Viel zu oft lange Bälle, wenig Kreativität in der Offensive, Özil weiterhin ein Fremdkörper in diesem Spiel. Pizarro und Almeida hängen in der Luft vorne, bekommen nur lange Bälle und tappen dann in die sehr gut funktionierende Abseitsfalle der Schalker. Die Gastgeber selbst mit vorsichtigen Angriffen, zu viel Platz will man auch noch nicht gewähren. Und so steht das hier weiter 0:0 und ist ganz schwere Kost mittlerweile geworden.

[16h32] Beginn 2. Halbzeit

[16h30] Unfassbares Tempo bei Manchester City gegen Villa. Da muss Aston noch viele Angriffe aushalten, bisher bekommen sie immer noch einen Fuß dazwischen. Derweil noch keine Tore an der White Hart Lane.

[16h28] Blitztabelle Bundesliga: Bayern zwei Punkte vor Schalke, Bremen auf 3 einen Punkt vor Leverkusen und Dortmund mit je 57 Punkten. Derzeit Freiburg auf 14 mit 32 Punkten gerettet, dahinter Hannover mit 30 auf Rang 15, zwei Punkte vor Bochum und Nürnberg (je 28). Gute Ausganglage für 96 und Freiburg für die zweite Hälfte.

[16h24] Villa weiter mit unbequemem Spiel für City, machen die Räume schön eng, City kann nur selten sein schnelles Angriffsspiel aufziehen. Und selbst bleibt man über Milner und Agbonlahor brandgefährlich. Schuss von Milner, aber zu zentral, keine Probleme für Fulop.

[16h21] Halbzeit in der Bundesliga

Köln-Freiburg 1:1, 96-Gladbach 4:0, Hamburg-Nürnberg 3:0, Bayern-Bochum 2:0, Schalke-Werder 0:0, Leverkusen-Hertha 0:1, Dortmund-Wolfsburg 0:0, Stuttgart-Mainz 0:0, Frankfurt-Hoffenheim 1:0

[16h18] Manchester City – Aston Villa 0:1, John Carew, 18. Minute

Ach, wie perfekt umgeschaltet. Villa geht in Führung bei City. Carew mit seinem vierten Tor in den letzten sechs Spielen gegen City. Villa belohnt sich für konzentrierte und engagierte Anfangsphase und nutzt den ersten Angriff zur Führung. Fulop im Tor bei City als Ersatz für den verletzten Shay Given mit seinem ersten Patzer. So hatte er sich das sicherlich nicht vorgestellt. Joe Hart ist leider nicht da.

[16h15] Halbzeit Schalke-Werder 0:0

Nach 28 Sekunden Nachspielzeit ging es in die Kabine. Kein gutes Spiel, Schalke scheut das allerletzte Risko, Werder lethargisch, versucht es mit Fernschüssen zum Torerfolg. Kaum Tempo im Angriffsspiel. Schwach.

[16h12] Und Werder hat Glück, dass ein Foul von Mertesacker an Höwedes nicht mit Elfmeter belegt wird. Werder schwimmt so vor sich hin, spaziert sich so durchs Spiel. Spielerisch aus Werder-Sicht sehr sehr arm bisher.

[16h11] Hannover 96-Gladbach 4:0, Mike Hanke, 41. Minute

Sogar Hanke trifft. Ich fasse es nicht. Ich fasse es nicht.

[16h09] Schalke macht das ziemlich geschickt. Ziehen sich zunächst ein wenig zurück, lassen Werder kommen um dann schnell die Abspielfehler von Werder für einen eigenen Konter zu nutzen. Farfan angelt sich an der Eckfahne den Ball, Zuspiel auf Schmitz, präzise Flanke, in der Mitte Kuranyi vor Naldo, Kopfball geht aber ein paar Meter daneben.

[16h07] Dortmund verpasst die Chance in Führung zu gehen, Benaglio hält den Strafstoß von Sahin. Weiter 0:0 in Dortmund, richtig geil.

[16h05] Weiterhin durchaus sehenswertes Spiel in Gelsenkirchen, leichte Vorteile für Schalke, Werder fehlt nach vorne ein wenig die Durchschlagskraft. Özil steht noch völlig neben sich. Auch wenn ich jetzt dafür wahrscheinlich gleich wieder einen Meckerer bekomme: Es fehlt Marin, der auch mal in den Strafraum zieht und so mindestens mal einen Strafraum provozieren kann. Werder fällt offensiv noch zu wenig ein.

[16h01] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

Manchester City: Fulop – Zabaleta, Toure, Kompany, Bridge – Adam Johnson, De Jong, Vieira – Bellamy, Adebayor, Tevez

Aston Villa: Friedel – Cuellar, Collins, Dunne, Warnock – Downing, Petrov, Milner, Ashley Young – Carew, Agbonlahor

[15h58] Hannover 96-Gladbach 3:0, Didier Ya Konan, 28. Minute

Mit einem Wort bisher: Perfekt!

[15h54] Hannover 96-Gladbach 2:0, Sergio Pinto, 24. Minute

Klasse Spiel von den 96ern. Nicht wiederzuerkennen. Pinto mit sattem Schuss, war aber haltbar. Und der HSV mit dem 3:0 gegen Nürnberg. Im Moment klare Angelegenheiten im Abstiegskampf. Zeit mal genauer nach Gelsenkirchen zu schauen.

[15h53] Schalke jetzt mit der ersten großen Torchance, Mertesacker rettet im letzten Moment vor den einkopfbereiten Angreifern, zuvor Kuranyi mit dem Kopfball an die Latte.

[15h48] Die Bayern legen vor im Meisterschaftskampf, Müller mit dem 1:0 nach Flanke von Lahm. Etwas unorthodox, aber Bochum wird bestraft für zu viel Passivität in der Defensive. Und drei Minuten später Müller mit dem 2:0. Ein Schauplatz weniger, Bochum schwenkt schon jetzt die weiße Fahne.

[15h47] 96-Gladbach 1:0, Haggui, 17. Minute

[15h45] Werder und Schalke sind bemüht nach vorne zu spielen, aber da hakt es noch an der ein oder anderen Stelle, Schalke kommt eher über die Flügel. Werder versucht es mit Frings und Borowski eher durch die Mitte. Klappt noch nicht so ganz, Schalke steht defensiv sehr sicher. Völlig ausgeglichnes Spiel, bei Ballbesitz wie bei guten Torchancen. Nämlich noch gar keine, zumindest gute Chance.

[15h42] Und die Hertha geht mit 1:0 in Leverkusen in Führung. Toller Angriff, Gekas mit der Flanke und Raffael mit dem Volley, keine Chance für Adler. Zweiter guter Angriff der Berliner, nachdem zu Beginn schon Gekas den Innenpfosten getroffen hatte.

[15h40] Hamburg-Nürnberg 1:0, Pitroipa, 10. Minute

[15h39] Köln-Freiburg 1:0, Zoran Tosic, 9. Minute

[15h38] Starke Anfangspahse derweil von 96 im Heimspiel gegen Gladbach, auch wenn mein Stream jedes Mal hing in den letzten Sekunden. Das sah aber gut aus von Hannover, schnell und flüssig durchs Mittelfeld kombiniert. Pech und bei Ya Konan wie immer ein klein wenig Unvermögen beim Abschluss sorgen dafür, dass Gladbach noch ohne Gegentor davon gekommen ist. 96 hat sich was vorgenommen, sieht gut aus.

[15h34] Vier Minuten auf Schalke absolviert, noch nichts passiert. Und Marcel Reif hat auch keinen Frosch im Hals. Schalke mit Freistoß, auf den langen Pfosten gezogen, Wiese ein wenig desorientiert. Farfan köpft an das Außennetz. Almeida und Borowski sollten die nötige Absicherung gegen die kopfballstarken Gastgeber sein.

[15h31] Auch wenn erst 35 Sekunden gespielt sind in der Allianz-Arena, drücken die Gastgeber schon aufs Tempo. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Bochum diese 90 Minuten unbeschadet überleben wird. Bochum hypernervös.

[15h30] Beginn 1. Halbzeit

[15h24] Drama in der Scottish Premier League, wo Hearts of Midlothian durch ein spätes Tor von David Obua mit 2:1 bei Hibernian Edinburgh gewinnen. Damit großer Rückschlag für Edinburgh im Kampf um den Europapokal. Motherwall kann mit einem Sieg bei Celtic Glasgow sich später etwas absetzen.

[15h21] Die Aufstellungen in der AWD-Arena

Hannover 96: Fromlowitz – Cherundolo, Eggimann, Haggui, Christian Schulz – Pinto, Balitsch, Schmiedebach, Bruggink – Ya Konan, Hanke

Borussia Mönchengladbach: Bailly – Levels, Brouwers, Dante, Daems – Bradley, Meeuwis – Matmour, Arango – Friend, Reus

Mirko Slomka: “Ganz Hannover steht hinter uns. Wir wollen an die guten Leistungen zuletzt anknüpfen, es zählt nur ein Sieg. Wir sind top vorbereitet.” 96 also mit zwei Spitzen, Ya Konan neben Hanke. Endlich mal eine etwas offensivere Ausrichtung, auch Bruggink wieder im Mittelfeld, Schmiedebach wohl eher über die linke Seite.

[15h14] Jürgen Klopp: “Wir haben die Chance, etwas richtig Geiles zu machen. Wir haben Fußball pur im Mittelfeld.” Immerhin kann man über die Wortwahl schmunzeln, ansonsten viele belanglose Interviews in den Vorberichten. Was soll man jetzt auch noch groß sagen…

[15h13] Kai tippt in Hamburg auch seine Gedanken in die Tastatur. Bitte vorbeischauen bei Allesaussersport.

[15h10] Thomas Schaaf bei Jan Henkel: “Ich hoffe, dass wir ein tolles Spiel erleben. Es ist schön, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen wie in den letzten Tagen. Ich hoffe uns gelingt eine gute Partie. Wir sind konzentriert auf unsere Dinge, alles andere interessiert uns nicht. Wir wollen unseren guten Fußball anbieten, wir wollen genauso frisch wirken wie zuletzt.”

[15h07] Der Trainer der Bayern erwartet übrigens heute eine Ga(a)la-Vorstellung, klingt mit seinem holländischen Akzent noch besser, als schriftlich niedergeschrieben.

[15h05] Die Aufstellungen in der Veltins-Arena

Schalke 04: Neuer – Rafinha, Höwedes, Bordon, Schmitz – Westermann – Kluge, Rakitic, Farfan, Hao – Kuranyi

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski – Bargfrede, Özil – Pizarro, Almeida

Magath sieht Werder in der Pflicht, werden auch nach vorne spielen, erwartet ein offenes Spiel und hofft auf die eigene starke Defensive. Bei den Gästen Pasanen wieder mit dabei, bin gespannt auf das Duo Bargfrede Özil im eher offensiven Mittelfeld.

[14h57] Bei Leverkusen kehrt Adler zurück ins Tor, Notiz aus dem ganz hohen Norden. Beim HSV Ruud van Nistelrooy nicht in der Startelf. So wenig brisant die letzten beiden Spieltage für die Hamburger sind, die Gäste aus Nürnberg kämpfen ebenfalls noch um das sportliche Überleben in der Bundesliga.

[14h55] Werder auf Schalke mit zwei Stürmern, Almeida an der Seite von Pizarro. Hunt ist zwar auf der Bank, aber noch nicht fit genug für die Startelf. Borowski spielt für Marin, also dann die etwas defensivere Variante für das Mittelfeld.

[14h48] Sehr schöne Antwort von Marcel Reif auf die Frage von Sebastian Hellmann, wie Schalke Werder schlagen kann: “Keine vier Tore kassieren, drei schießt man immer.”

[14h43] Sky konzentriert sich zunächst – wen wundert es – auf die Bayern und den Kampf um die Meisterschaft. Wirklich Neues erfährt man da aber nichts.

[14h32] Halbzeit in der Premier League. Birmingham City hat noch mal nachgelegt, 2:0 gegen Burnley jetzt durch Benitez kurz vor Pausenpfiff. Spiel dürfte durch sein und braucht die Aufmerksamkeit nicht unbedingt weiter verdienen.

[14h17] Während Burnley und Birmingham im Samstagmittagspiel derzeit reihenweise gute Torchancen auslassen, versuchen drei Mannschaften später dies sehr viel besser zu machen – im eigenen Interesse und um nächste Saison eventuell in der Champions League zu spielen. Die Tottenham Hotspur mit der Pflichtaufgabe gegen die Bolton Wanderers. Sollten die Spurs so agieren wie in ihren letzten beiden Heimspielen gegen Arsenal und Chelsea sollten drei Punkte keine völlige Überraschung sein. Bei den Spurs dürfte Aaron Lennon wieder im Kader sein, Einsatz von Beginn an aber noch nicht final geklärt. Würde Tottenham natürlich extremst weiterhelfen, denn wenn etwas nicht ganz so gut geklappt hat -von den Erfolgen aber dennoch überstrahlt wurde – war das Flügelspiel zuletzt, gerade über die rechte Seite. Tottenham war vor allem durch schnelles Spiel durch die Mitte erfolgreich, mit Lennon hat man jetzt wieder die Option auch über die Außenbahnen Torchancen vorzubereiten.

Im Samstagnachmittagspiel auf Sky das Fernduell um den Abschluss an den vierten Tabellenplatz. Manchester City empfängt Aston Villa. Für City ist die Rechnung ganz einfach: Die nächsten beiden Heimspiele gewinnen und man ist definitiv auf dem vierten Platz, weil am Mittwoch die Spurs nach Eastland kommen. Villa muss auf alle Fälle gewinnen, da man schon ein Spiel mehr als die Konkurrenz hat. Das Team von Martin O’Neill gewann die letzten drei Auswärtsspiele, City sollte also gewarnt sein.

[14h15] Birmingham City geht gegen den FC Burnley mit 1:0 in Führung, kurioses Tor, nach mehreren Zweikämpfen im Fünfmeterraum, letzlich fälscht Clarets-Torwart Jensen den Ball unglücklh über die Torlinie ab. Verdient aus Sicht der Gastgeber.

[14h02] Hilfreich für den heutigen Nachmittag – zumindest für die Bundesliga – sind eine Tabelle und der gute alte Taschenrechner oder gutes, schnelles Kopfrechnen.

[13h58] Im Fernduell um die Meisterschaft mit den Schalkern spielt der FC Bayern gegen den VfL Bochum. Auf die Partie schauen natürlich auch alle Kellerkinder. 96 wie gesagt gegen Gladbach, der SC Freiburg kann mit einem Sieg in Köln den Klassenerhalt perfekt machen. Nürnberg darf Aufbauhilfe beim Hamburger SV leisten.

In der Auseinandersetzung um den Qualifikationsplatz für die Champions League Leverkusen mit der vermeintlich leichtesten Aufgabe im Heimspiel gegen Hertha, Dortmund hat Wolfsburg zu Gast.

[13h51] Vor ein paar Wochen sah es danach aus, dass Werder Bremen die Saison in der Liga eigentlich schon abhaken konnte. Doch zuletzt drei Siege in Folge und einige Ausrutscher der Konkurrenz ist man jetzt zumindest in einer guten Ausgangslage für den dritten Platz. Und kann durch die heutige Auswärtspartie bei Schalke 04 auch erheblich in den Meisterschaftskampf eingreifen. Vorteil Werder: Man ist solche Drucksituationen durchaus gewohnt, vor zwei Jahren machte man erst am letzten Spieltag in Leverkusen die Qualifikation für die Champions League perfekt. Bei Werder ist man deshalb auch entsprechend zuversichtlich: “Oft stehen die Fakten zu diesem Zeitpunkt schon, nun sind wir mittendrin in der Spannung und voll konzentriert, da bleibt man hellwach”, so Thomas Schaaf. Doch auch Werder hat natürlich einiges zu verlieren. Wenn man schon Dritter werden könnte, ist es dann für die Ansprüche des Teams schon eine Niederlage, sollte es am Ende der Saison nicht klappen. Man kann darüber trefflich streiten, ob Schalke mehr zu verlieren hat. Champions League spielt man nächste Saison schon, doch auch hier dürfte gelten: Wenn man Meister werden kann und es dann nicht wird, dürfte die Enttäuschung gerade bei Schalke massiv sein. Spiele, in denen beide Teams gewinnen müssen, könnten ein einzige Spektakel werden – oder das pure Abtasten und Warten auf einen Fehler, zur Not in der 92. Minute. Interessante Ausgangslage in der Veltins-Arena.

[13h29] Die Stadt scheint zumindest hinter Hannover 96 zu stehen. Die AWD-Arena ist ausverkauft. Und nachdem man die letzten Wochen auch nach Niederlagen die positive Entwicklung, dass sich tabellentechnisch gar nichts verschlechtert habe, in den Vordergrund gestellt hat, muss spätestens jetzt ein Umdenken bei den Niedersachsen beginnen. Heute zählen für 96 nur drei Punkte, will man am letzten Spieltag in Bochum nicht gewinnen müssen. Es zählt also nicht zu sagen, dass bei eigener Niederlage und un null Punkten für den VfL in München die Lage unverändert geblieben sei. Faktisch mag das sein, doch wie will man selbstbewusst und mit Optimismus dann nächstes Wochenende an die Ruhr reisen? Entsprechend wenig ließ man dieser Tage in Hannover vom Verein nach außen verlautbaren, es wurde sich abgeschottet. Die Trainings waren nicht mehr öffentlich, es gab außer der PK vor dem Spiel am Donnerstag keine Medientermine. Sportlich gesehen ist es immer noch unklar, ob Ya Konan nach seiner Muskelverletzung wieder aufläuft, alternativ dann wieder mit Mike Hanke als einziger Spitze. Muss ich nicht unbedingt haben. Bei Gladbach fehlt – vielleicht zum Vorteil für 96 – Bobadilla. Gladbach kann frei aufspielen und völlig ohne Druck agieren. In Hannover hat man dieser Tage immer wieder die positiven Aspekte aus der Partie gegen Leverkusen hervorgehoben. Nur was nützt es, wenn man nach 90 Minuten kein Tor und der Gegner drei Treffer erzielt hat? Und heute nützen bei einer Niederlage auch keine positiven Aspekte mehr.

[13h17] Die Premier League startet jetzt gleich um viertel vor zwei mit einem aber eher bedeutungslosen Spiel in den Nachmittag. Birmingham City empfängt den schon abgestiegenen FC Burnley. Die Gastgeber sind seit 14 Spielen im heimischen St. Andrews ungeschlagen, warten aber schon seit fünf Spielen auf einem Heimsieg. Zuletzt gab es nur Unentschieden. Sky beginnt dann ab 14:30 mit der Vorberichterstattung für die Bundesliga.

[13h14] Mal sehen, wie sich der Nachmittag entwickelt. Ich versuche zunächst mal den Schwerpunkt auf vier Spiele zu begrenzen: Bayern-Bochum, Schalke-Werder, 96-Gladbach und aus der Premier League Manchester City gegen Aston Villa. Je nachdem wie sich der Spieltag entwickelt, ändere ich das dann aber auch gerne.

[13h09] Einen sonnigen Samstagmittag aus Düsseldorf fürs Live-Blogging der Fußballereignisse des Tages. Schwerpunkt auf dem Kampf um Platz 4 in der Premier League sowie dem Meisterschafts- und Abstiegskampf in der Bundesliga. Hereinspaziert.

Thema: Fußball, Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #37

Freitag, 30. April 2010 21:54

Aus Zeitgründen nur ein paar einleitende Worte zum vorletzten Spieltag in der Premier League, der von Samstag bis Montag gespielt wird. Ausführliche Betrachtung in diversen Live-Blogs über das Wochenende hinweg.

Der Fokus der letzten beiden Spieltage liegt sowieso nur noch auf dem Meisterschaftskampf und der Qualifikation für den Europapokal. Die Frage des Abstiegs ist geklärt. Der FC Portsmouth und der FC Burnley sind definitiv abgestiegen, Hull City hat noch theoretische Chancen, muss in zwei Spielen gegenüber West Ham aber sechs Punkte und 23 Tore aufholen. Man ist also kein Hellseher, wenn man auch die Tigers bereits in die Championship verordnet. Sportlich ist bei Hull City also nicht mehr viel zu erwarten, der Verein könnte in den nächsten Wochen aber noch mal in den Wirtschaftsressorts der Zeitungen auftauchen. 35 Millionen Pfund Schulden, es kursieren schon seit Wochen Gerüchte, dass der Verein Insolvenz anmelden muss. Die Spekulationen haben in den letzten Tagen noch einmal zugenommen.

Von daher gibt es dieses Wochenende eigentlich nur noch vier Spiele, die unsere Aufmerksamkeit bekommen sollten. Na gut, Herr Moyes, ich nehme ihre Partie auch noch hinzu. Im Kampf um den vierten Platz haben die Tottenham Hotspur die beste Ausgangsposition. Man liegt derzeit auf Platz 4 mit 64 Punkten, mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz von Aston Villa und Liverpool und hat am Samstagnachmittag die Bolton Wanderers an der White Hart Lane zu Gast. Sollten die Spurs gewinnen, gehen sie definitiv als Vierter in die wichtige Nachholpartie gegen Manchester City am kommenden Mittwoch. Apropos Manchester City, die im Topspiel des Spieltages Aston Villa empfangen. Da spielt der Fünfte gegen den Sechsten, beide getrennt durch einen Punkt, City mit einem Spiel weniger. Das Team von Martin O’Neill aus Birmingham war eigentlich schon abgeschrieben im Kampf um den CL-Quali-Platz, hat aber zuletzt 13 von möglichen 15 Punkten geholt, just nach dem 7:1-Demontage beim FC Chelsea. Da scheint der Trainer die richtigen Worte gefunden zu haben. Zum sechsten Mal könnte O’Neill an diesem Samstag dieselbe Startelf auf den Rasen schicken. Villa ging letzte Saison immer die Puste aus, diesmal scheint es anders zu sein. Außenseiterchancen auf den siebten Platz, der zur Qualifikation für die Europa League berechtigt, hat auch noch der FC Everton, der zu Stoke City reisen muss. Everton muss selbst gewinnen und auf einen Ausrutscher der Stadtnachbarn von der Anfield Road hoffen.

Und das scheint zumindest nicht völlig ausgeschlossen, womit wir beim nächsten Themenschwerpunkt dieses Spieltages wären: dem Kampf um die Meisterschaft. Der FC Liverpool empfängt am Sonntagnachmittag um 14:30 Uhr den FC Chelsea an der Anfield Road. Es ist die letzte große Hürde für die Blues aus der englischen Hauptstadt, die mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Titel machen können. Liverpool muss weiterhin auf Torres und Ngog verzichten, von daher wird Ryan Babel wieder über die linke Seite kommen. Das Spiel in der Europa League hat gezeigt, wo derzeit der Schuh drückt beim FC Liverpool, in der Offensive nämlich. In Abwesenheit von Torres und mit einem formschwachen Steven Gerrard fehlen die Alternativen, die Variabilität und der Überraschungsmoment im Spiel nach vorne bei den Reds. Das reicht dann vielleicht für vier Tore bei Burnley, aber Chelsea ist ganz offensichtlich ein ganz anderes Kaliber. Ich sehe derzeit wenig Gründe, die gegen einen komfortablen Sieg der Blues in Liverpool sprechen. Aber Chelsea hat diese Saison schon häufiger spontane und nicht zu erklärende Aussetzer gehabt. Und wie verhält sich der FC Liverpool? Bloß nicht gewinnen, damit man Chelsea zum Meister macht und ja nicht Manchester United zum alleinigen Rekordhalter im englischen Fußball? Das wurde in den letzten Tagen häufiger diskutiert in den englischen Medien. Ich verstehe es nicht. Angesichts der Tabellensituation darf es sich Liverpool gar nicht leisten zu verlieren, will man zumindest den siebten Platz halten und vielleicht von Stolperern der Konkurrenz profitieren. Und da ist dann noch der Faktor Rafael Benitez, über den italienische Medien heute Morgen schrieben, dass er bereits einen Vertrag bei Juventus Turin unterschrieben haben soll.

Von all diesen Geschichten sollte sich Manchester United nicht verrückt machen. Die Red Devils können bereits auf das Ergebnis von der Anfield Road reagieren, spielen direkt im Anschluss beim heimstarken FC Sunderland, der diese Saison im Stadium of Light schon Arsenal und Liverpool besiegt hat. Und Black Cats Trainer Steve Bruce hat schon mal vollen Einsatz seines Teams angekündigt. Gleichzeitig hofft Sir Alex darauf, dass sich Liverpool leidenschaftlich in ihr Spiel einbringen. Alle sind mehr oder weniger voneinander abhängig – und das macht den Reiz der letzten beiden Spieltage aus.

Mehr dann am morgigen Samstag ab 13:00 Uhr im Live-Blog, zusammen mit dem Endspurt in der Bundesliga. Schönen Start ins Wochenende.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #35, FC Liverpool – West Ham United

Montag, 19. April 2010 20:35

[22h54] Endstand FC Liverpool – West Ham United 3:0

Mit Ausnahme des Treffers nicht ein Highlight in der zweiten Hälfte. West Ham sowas von mit einer unterirdischen Leistung, da fällt mir nicht mehr viel zu ein. Bedrohlich nahe rückt die Championship, wenn man so weiterspielt. Liverpool springt auf Platz 6 und hält noch leichten Kontakt zum vierten Platz.

[22h50] Herr Walton, Sie sind raus. Drei Minuten Nachspielzeit. Noch mal runterzählen.

[22h49] Noch eine Minute

[22h48] Noch zwei Minuten

[22h47] Noch drei Minuten

[22h46] Noch vier Minuten

[22h42] Newcastle United nach dem 2:0 gegen Plymouth jetzt definitiv Meister der Championship.

[22h41] Zumindest ansatzweise hat David Ngog gezeigt, dass er Fernando Torres vertreten kann. Ob das für den Saisonendspurt reicht, bleibt abzuwarten. Auch der Franzose jetzt in der Kabine, Ryan Babel darf sich warm laufen für Donnerstagabend.

[22h37] Benayoun geht, Degen kommt. Auf dem Platz passiert leider gar nichts mehr. Liverpool macht schon Auslaufen, West Ham läuft überhaupt nicht. 12 Minuten noch und wer hier Nachspielzeit gibt, meint es nicht gut mit den Fans. Übrigens nur 37.000 Zuschauer an der Anfield Road.

[22h31] Steven Gerrard hat Feierabend, Javier Mascherano für ihn in der Partie. Benitez denkt an Donnerstag. Auch West Ham wechselt. Carlton Cole geht, Benny McCarthy jetzt im Sturm. Ändert aber auch nicht viel.

[22h27] Liverpool für einen Moment nachlässig, da schnappt sich Carlton Cole die Kugel, setzt sich gut durch, aber Reina hat den Winkel exezellent verkürzt. Keine Probleme für den Spanier im Tor. Sowas wie die beste Torchance für die Hammers. Geht da etwa noch was?

[22h25] Zola mit einem Gesichtsausdruck nicht von dieser Welt. Sieht so aus, als müssten seine Spieler zu Fuß nach London gehen. Oder warten, bis wieder ein Flieger geht. Ohne Hotel.

[22h22] Und Liverpool drängt jetzt vehement auf ein weiteres Tor, toller Spielzug, Gerrards Schuss wird von Da Costa im letzten Moment geblockt. West Ham kurz davor komplett auseinander zu fallen.

[22h19] 3:0, Eigentor Robert Green, 59. Minute

Viel viel Pech für den Goalie der Hammers, aber das darf er auch mal wieder der Unfähigkeit seiner Abwehr zuschreiben. Liverpool macht den Sack hier zu, wieder nach einer Standardsituation. Freistoß von Gerrard von links, scharf vors Tor getreten, Kyrgiakos setzt sich in der Mitte gegen zwei (!) Gegenspieler durch, trifft nur den Pfosten, von wo der Ball an Robert Greens Wade prallt und dann ins Tor.

[22h18] Die West Ham Fans beschäftigen sich derweil im Gästebllock mit ihren Seifenblasen-Fläschen. Gehört zu jeder guten Auswährtsfahrt dazu.

[22h12] Wäre Robert Green nicht anwesend, es könnte 3:0 oder 4:0 stehen. Es hat sich gar nicht geändert. Liverpool macht das Spiel, kontrolliert, nicht blind nach vorne spielend. Von West Ham kommt nichts – gar nichts. Dieses spiel kann nur noch mal erwachen, wenn Liverpool à la Arsenal gestern komplett den Stecker bei sich zieht. Ansonsten ein Spiel, bei dem sich die Fans gut und gerne auch mal 10 Minuten über den Arbeitskollegen, die Kochkünste der Freundin oder Wahlumfragen unterhalten könnten – sie verpassen nichts.

[22h05] Beginn 2. Halbzeit

[22h02] Gianfraco Zola regiert. Guillermo Franco kommt für Junior Stanislas. Ein kleines Zeichen, bei West Ham kann es nur besser werden. Damit dann sowas wie drei Stürmer bei den Hammers. Ist das engagiert.

[21h48] Halbzeit FC Liverpool – West Ham United 2:0

Absolut verdiente Führung zur Pause für den FC Liverpool, die bei mehr Engagement auch hätten höher führen könnten. West Ham zu Beginn noch ein wenig Einsatz für dieses Spiel, danach war das aber ein einziger Offenbarungseid. Liverpool schont sich schon für Madrid. Und sie können das ganz beruhigt tun.

[21h46] Liverpool mit fast 70% Ballbesitz in den letzten Minuten. Dafür ist das 2:0 eigentlich noch zu wenig. West Ham erinnert mich fatal an Hannover 96. Gibt eine Minute Nachspielzeit.

[21h45] West Ham fällt in den letzten Minuten nur noch durch Befreiungsschläge auf. Keine Ahnung warum die das machen. Sieht nach Lauffaulheit auf. Liverpool hatte derweil ne weitere gute Torchance. Kuyt’s Distanzschuss wurde von Rober Green aber um den Pfosten zur Ecke gelenkt.

[21h42] Ohne Liverpool hier mit Kritik belegen zu wollen, aber zwei Schippen drauf, ein paar Kohlen mehr und West Ham hätte zur Pause schon wieder die Heimfahrt antreten können. Oder den Fans für die lange Reise ein Essen spendieren können. Man sagt dann immer, ein Team spiele wie ein Absteiger. West Ham heute ja, dabei waren die letzten Wochen von der Form und den Ergebnissen so vielversprechend.

[21h41] Der Hinweis, dass Liverpool noch nicht ganz untätig ist, kommt durch den Freistoß von Gerrard aus aussichtsreicher Position, aber doch deutlich über das Tor. Ansonsten lassen die Reds das Tempo aber merklich schleifen. Fünf Minuten noch bis zum Pausentee.

[21h39] West Ham hat nächstes Wochenende Kellerduell gegen Wigan, die seit gestern sowieso auf Asche sieben schweben nach dem Sieg gegen Arsenal. Zudem dürfen die Hammers noch zu Fulham reisen und erwarten Man City. Das ist alle keine Laufkundschaft. Und dann so eine Arbeitsverweigerung heute. Fand man sich wohl zu gut in den ersten 10 Minuten, als man zumindest noch in die Zweikämpfe ging und wenigstens eng am Mann stand.

[21h35] Wir notieren den zweiten Torschuss von West Ham United nach 34 Minuten. Ist es denn die Möglichkeit. Carlton Cole mit seinem schwächeren linken Fuß, gut zwei Meter daneben. Reina muss nicht eingreifen. Zolas Team braucht scheinbar mal einen Tritt in den Allerwertesten oder in der Halbzeit die Tabelle an der Kabinentür.

[21h30] 2:0, David Ngog, 29. Minute

West Ham war wieder mal nicht da. Liverpool kann sich da lässig durch die Abwehr spielen, Pass nach rechts raus zu Maxi Rodriguez, super Zuspiel in die Mitte, wo Ngog mit ansprechender Technik den Ball direkt nimmt. Wieder keine Chance für Green, der verzweifelt seine Abwehr sucht. Verdiente Führung. Könnte ein extrem unspannender Abend werden.

[21h28] Meine Güte, Kyrgiakos wird heute Nacht schlecht schlafen. Der Grieche mit der fantastischen Chance zum 2:0. Ecke Gerrard, in der Mitte Kyrgiakos sowas von blank, doch trifft den Kopfball nicht richtig, Ball geht über das Tor. West Ham könnte eigentlich auch vom Platz verschwinden, bei den Standardsituationen würde man es nicht merken. Wie kann man so weit von den Gegenspielern entfernt sein?

[21h26] Marco Hagemann hat es eben gerade auch nochmal bestätigt. Portsmouth bewirbt sich um Teilnahme an der Europa League. Sollte das gelingen, würde der siebte Platz nicht für die Qualifikation reichen. Ausgang offen.

[21h23] Auf der Gegenseite der erste Schuss aufs Tor des FC Liverpool. Carlton Cole setzt sich schön gegen Carragher durch, Winkel ist aber zu spitz, sodass Reina keine Probleme hat den Ball sogar zu fangen. Aber erste vielversprechende Aktion. Überhaupt sollte West Ham sich mehr trauen nach vorne zu spielen, insbesondere Agger auf der ungewohnten Linksverteidigerposition macht einen nervösen Eindruck.

[21h20] 1:0, Yossi Benayoun, 19. Minute

Führung für die Reds nach einer Standardsituation. Wenn es schon aus dem Spiel nicht klappt. Freistoß von der rechten Seite von Gerrard, in der Mitte schaltet Benayoun am schnellsten und drückt den Ball mit dem Bauch (!) punktgenau an den Innenpfosten, und von dort trudelt der Ball ins Netz.

[21h18] Sinnbildlich für dieses Spiel. Beide Teams mit aussichtsreichen Konterchancen, spielen aber zu ungenau, wenn es schnell gehen soll. Beide Abwehrreihen können sich dann sortieren. Wieder viel mehr drin.

[21h16] Die Partie plätschert so vor sich hin, Liverpool konnte das hohe Tempo aus den Anfangsminuten nicht halten. Und West Ham tut fast gar nichts für die Offensive. Wenn dann geschieht das meistens nach Fehlern im Aufbauspiel der Reds. Viertelstunde durch – von beiden Teams muss wieder mehr kommen.

[21h09] Nächste gute Gelegenheit für den FC Liverpool. Freistoß auf der rechten Seite, Gerrard führt diesen schnell aus, in der Mitte segelt Robert Green vorbei, aber auch Kuyt, Ngog und Kyrgiakos. Übergewicht für die Reds in den ersten Minuten, West Ham zunächst darauf bedacht defensiv kompakt zu stehen. Und nicht mal das gelingt einwandfrei bisher.

[21h05] Liverpool mit Schwung in dieser Partie, Begegnung in den ersten Minuten nur in der Hälfte der Hammers. Eine gute Chance für die Reds. Kuyt dribbelt sich in der Mitte schön durch, gibt nach rechts raus auf Maxi Rodriguez, dessen Schuss aber kein Problem für Robert Green ist.

[21h02] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool mit Anstoß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten, spielen in den roten Trikots. Die Gäste aus London in den dunklen Jerseys. Peter Walton ist der Referee.

[20h59] Und da kann die sportliche Lage noch so schlimm sein, die Saison überhaupt nicht den Erwartungen entsprechen – You never walk alone wird so leidenschaftlich wie immer gesungen. Traum-Atmosphäre in Liverpool, die untergehende Sonne scheint mit den letzten Strahlen in das Stadion hinein.

[20h54] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Kyrgiakos, Agger – Maxi Rodriguez, Gerrard, Lucas, Benayoun – Kuyt – Ngog

West Ham United: Green – Faubert, da Costa, Upson, Spector – Behrami, Kovac, Noble, Stanislas – Cole, Ilan

Drei Wechsel beim FC Liverpool.  Kuyt spielt für Babel, Lucas ersetzt im defensiven Mittelfeld Mascherano. Zudem bekommt Benayoun den Vorzug vor Aquilani. Ngog ersetzt Fernando Torres. West Ham mit der Startelf der letzten Wochen, allerdings muss man auf den gesperrten Scott Parker verzichten, was ein schmerzlicher Ausfall ist.

[20h48] Fernando Torres spielt diese Saison nicht mehr für den FC Liverpool, es gibt immer wieder unklare Meldungen über den neuen Besitzer oder einen Verkauf der jetzigen Eigentümer. Man kann noch nicht mal davon ausgehen, dass Liverpool nächste Saison überhaupt international spielt. Keine einfache Situation.

[20h44] Statistik des Tages: West Ham United hat seit 37 Spielen nicht mehr an der Anfield Road gewinnen können. Das ist die drittlängste Serie, die ein Team  an nicht verlorenen Spielen gegen einen Kontrahenten hält. Folgt heute Episode 38?

[20h41] Auch wenn es von der Tabellenkonstellation jetzt nicht unbedingt das Spitzenspiel des Spieltages ist, steht an der Anfield Road eine enorm wichtige Partie für beide Teams an. Liverpool liegt jetzt bei gleicher Spielzahl zwei Punkte hinter Platz 6, den Aston Villa nach dem 2:1 bei Portsmouth einnimmt. Ein Sieg ist also Pflicht um sich überhaupt für die Europa League zu qualifizieren. Zudem lauert Everton auf Platz 8. Und von Champions League Qualifikation will ich im Moment gar nicht sprechen. Der Gegner aus London braucht hingegen alle Punkte im Abstiegskampf. Die Hammers liegen derzeit drei Punkte vor Hull City. Mit einem Punktgewinn kann man zumindest etwas Luft schaffen, ein Sieg wäre natürlich schon fast wie Weihnachten. Also verlieren verboten für beide Mannschaften – zumindest von der Ausgangslage extrem spannend.

[20h35] Schönen guten Abend zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #35, Wigan Athletic – FC Arsenal

Sonntag, 18. April 2010 14:15

[16h23] Endstand Wigan Athletic – FC Arsenal 3:2

Die Gunners werden für passive letzte 30 Minuten bestraft. Was bei einer 2:0-Führung zunächst nicht sonderlich schlimm ist. Solange man nicht den Anschlusstreffer kassiert. Das tat man dann. doch stattdessen wieder eine Schippe draufzulegen, brach man völlig in sich zusammen und wurde von Wigan überrollt. Damit die Londoner aus dem Titelrennen raus und Wigan so gut wie gerettet. Ein Spiel, in dem die dramatische Schlussphase für die eher langweiligen 75 Minuten zuvor entschädigt hat. Unbegreiflich, wie Arsenal das weggeworfen hat. Das ist richtig bitter.

[16h19] Vier Minuten Nachspielzeit

[16h18] 3:2, Charles N’Zogbia, 90. Minute +1

Wahnsinn. Wigan dreht dieses Spiel. Wenger hatte zuvor Van Persie gebracht, aber dieses Spiel geht seit 10 Minuten nur in eine Richtung. Wigan überrollt die Gunners. Schöne Einzelaktion von N’Zogbia, der sich gut um seinen Gegenspieler dreht und dann per schönem Linksschuss aus 16 Metern ins Tor trifft. Ball geht noch an den Innenpfosten.

Und damit darf sich Arsenal endgültig aus dem Titelrennen verabschieden. Selten dämlich. Kompliment an Wigan. Wobei die wo selber nicht wissen, wie sie zu den drei Toren gekommen sind.

[16h16] 2:2, Titus Bramble, 89. Minute

Unglaublich, aber Arsenal schmeißt innerhalb von 10 Minuten jegliche Titelchancen weg. Das darf eigentlich gar nicht wahr sein – und das ist unerklärbar. Und das darf nicht passieren. Ecke Wigan, Fabianski lässt den Ball fallen, will ihn fangen, vor ihm ist viel Betrieb und Bramble staubt zum 2:2 ab. Zuvor Arsenal völlig von der Rolle in der Defensive.

[16h14] Wigan mit den letzten Kräften in diesen Spielen, Arsenal in der Defensive gefordert. Und Nasri klärt auf der Linie nach einem Eckball. Das war die fantastische Ausgleichschance, die Gunners schwimmen. Stadion tobt.

[16h11] Nur zur Erinnerung. Arsenal hatte zuletzt eine knappe Führung bei Birmingham noch weggeschmissen, gewann aber auch schon viele Spiele in den letzten Minuten.

[16h09] Doppelwechsel bei Arsenal. Eboue kommt für Walcott und Merida ersetzt Rosicky.

[16h07] 1:2, Ben Watson, 80. Minute

Und ich war nicht der einzige, der im kollektiven Tiefschlaf war die letzten Minuten. Arsenal auch. Typisch. Moses setzt sich auf links wunderbar durch, da hätte man aus Arsenal-Sicht schon längst klären können. Man lässt das Zuspiel aber gewähren und in der Mitte Watson völlig frei. Keine Chance für Fabianski aus kurzer Distanz.

[16h05] 10 Minuten noch. Es passiert nichts mehr.

[15h55] Unfassbar ist es immer noch zu sehen, wie nervös, unaufmerksam und unkonzentriert die halbe Mannschaft beim FC Arsenal ist. Man kann von Glück reden, dass man hier 2:0 führt und Wigan die personifizierte Ungefährlichkeit ist. So ist das vom Verlauf her ein halbwegs entspannter Nachmittag. Besonders schön anzusehen ist es aber nicht.

[15h49] Roberto Martinez bringt Victor Moses für den schwachen Marcelo Moreno.

[15h46] Knappe Viertelstunde gespielt im zweiten Durchgang. Wigan versucht noch einmal einen Fuß in diese Partie zu bekommen, aber Arsenal steht jetzt mit der sicheren Führung im Rücken defensiv besser und hält den Ball auch besser in den eigenen Reihen. Und insgesamt – das muss man leider auch feststellen – ist das von den Latics nicht wirklich gefährlich. Wigan kann mit dem Raum, den Arsenal jetzt überlässt, nicht wirklich viel anfangen. Spiel war sowieso schon nicht toll, jetzt ist es noch unansehnlicher geworden als Mitte der ersten Hälfte.

[15h37] Im Gegenzug die riesengroße Möglichkeit für Wigan in diesem Spiel wieder ranzukommen. Schöner Doppelpass von N’Zogbia mit Watson, Arsenal noch im Glücksgefühl des Treffers, Wigan spielt sich da leicht und locker durch, N’Zogbia dann gute 10 Meter vor Fabianski, schließt aber per Innenseite ab statt den Ball ins Tor zu hämmern. Fabianski spekuliert hervorragend und ist rechzeitig unten und kann den Schuss festhalten. Eigentlich muss das ein Tor sein.

[15h35] 0:2, Mikael Silvestre, 48. Minute

Sehr viel besser kann man sich einen Start in die zweite Hälfte nicht vorstellen aus Sicht der Gäste. Ecke Nasri, in der Mitte Silvestre völlig frei und kann zum Ausbau der Führung einköpfen. Da hat Wigan gleich mehrmals geschlafen.

[15h35] Das geht doch schon mal zügiger los als in der ersten Hälfte. Wigan bekommt zurecht keinen Elfmeter, als Nasri Watson im Strafraum kurz festhält. Mm Gegenzug hat Diaby die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch Wigan bekommt seine Unordnung noch rechtzeitig geregelt und kann zur Ecke klären.

[15h33] Beginn 2. Halbzeit

[15h17] Halbzeit Wigan Athletic – FC Arsenal 0:1

Kein besonders schön anzusehendes Spiel. Arsenal die ersten 25 Minuten pomadig und ohne Durchschlagskraft. Wenn Wigan da mehr Leidenschaft und Mut gezeigt hätte, wäre eine Führung möglich gewesen, zumal Arsenal extrem unsouverän in der Defensive agiert. Das wurde dann mit Verlauf der ersten Hälfte besser – und dann begann auch das offensive Rad sich schneller zu drehen. Entsprechend verdient dann die Führung zur Halbzeit, wenngleich da ganz viel Steigerungspotential noch vorhanden ist. Außer Diaby und Walcott spielt da keiner in Normalform. Wigan hat hier nichts mehr zu verlieren und sollte an die ersten 10 Minuten wieder anknüpfen. Denn das war vielversprechend.

[15h15] Die Gunners jetzt mit Oberwasser. Wieder ein dynamischer Sololauf von Walcott über rechts, diesmal macht es der Engländer alleine. Toller Schuss, geht ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Hätte einen Treffer verdient, wäre dann wahrscheinlich genau im Knick eingeschlagen.

[15h12] 0:1, Theo Walcott, 42. Minute

Und für einen einzigen Moment blitzt die Klasse dieser Mannschaft auf. Toller Pass von Bendtner auf Walcott, in die Schnittstelle der Wigan-Abwehr, die etwas zu weit aufgerückt wird. Walcott schüttelt Bramble und Figueroa ab und hat auch keine Probleme Kirkland zu überwinden. Glückliche Führung, weil sie sich nicht völlig angebahnt hat. Aber insgesamt doch okay, wenn man Arsenals stärkere Bemühungen in den letzten 15 Minuten honorieren will.

[15h10] Fünf Minuten noch bis zur Pause. Die letzten Augenblicke waren die bisher beste Phase vom FC Arsenal. Ist dann aber auch schnell wieder verflogen. Es hakt derweil wieder an allen Ecken und Enden und auch Wigan hat seine offensiven Bemühungen derzeit komplett eingestellt. Nicht mehr schön anzuschauen. Dabei ist die Partie gerade für Arsenal nicht völlig unwichtig.

[15h03] Arsenal mit einer kleinen Drangphase. Endlich mal. Aber was letzlich an Torchancen kreiert wird, ist zu wenig. Toller Pass von Diaby in die Schnittstelle der Wigan-Abwehr. Walcott ist frei durch. Doch statt das Tor zu schießen, gibt er noch mal einen unerklärlichen Pass in die Mitte, wo kein Abnehmer steht. Unbegreiflich. Im Gegenzug gewinnt Campbell ein Laufduell gegen Rodallega. Ich nehme vorerst alles zurück.

[14h53] Wigan in den letzten Minuten das bessere Team. Mehr Ballbesitz, zudem eine kleine Eckenstaffette, aber alles nicht so gefährlich. Brenzlig sieht es trotzdem immer aus, weil Arsenal extrem anfällig und verunsichert wirkt. Offensiv kommt von den Gunners überhaupt nichts mehr. Diaby gefällt mir ganz gut, zumindest was die Balleroberung angeht. Was dann letzlich bei der Weiterverarbeitung rauskommt, ist auch noch sehr ausbaufähig.

[14h47] Walcott verzieht einen Schuss, geht am langen Pfosten vorbei. Bemühen ist da, aber da fehlt noch viel um von gefährlichen Torchancen zu reden. Zusammenspiel in der Offensive klappt noch gar nicht. Walcott auf rechts zwar dynamisch, aber Nasri und Rosicky finden überhaupt noch nicht zueinander. Nasri als Fabregas-Gestalter überfordert, teilt sich mit Rosicky auch nicht wirklich gut den Raum auf. Der Franzose häufig auch über links, zieht dann in die Mitte, weil Rosicky den linken Flügel besetzt. Bendtner spielt sehr weit zurückhängend – und dann wird das alles ein wenig eng. Zudem traut sich Clichy überhaupt noch nicht auf Reisen zu gehen. Flanken sind Fehlanzeige.

[14h43] Die Partie nimmt endlich ein wenig Fahrt auf. Ecke Arsenal von rechts durch Nasri, in der Mitte Bendtner völlig frei, bekommt hinter seinen Schuss aber nicht den nötigen Druck, Kirkland ist rechtzeitig unten in der Ecke. Man nährt sich langsam an.

[14h41] 10 Minuten gespielt. Erster Torschuss vom FC Arsenal. Freistoß von Clichy, schwach geschossen, aber die Mauer springt hoch. Von daher immerhin ein Eingreifen von Kirkland nötig. Im Gegenzug bester Angriff von Wigan so far. Rodallega und Moreno behindern sich erst gegenseitig, aus dem Hintergrund Schuss von N’Zogbia, geht aber doch deutlich daneben.

[14h38] Was schon in den ersten Minuten auffällt. Sobald Arsenal in Wigans-Hälfte beginnt zu kombinieren, bringen die Gastgeber fast alle Spieler hinter den Ball. Einzig Rodallega und Moreno stehen an der Mittellinie. Arsenal fällt gegen die Beton-Abwehr noch gar nichts ein. Was man den Latics aber zugute halten muss, ist, dass sie auch prima und gewillt nach vorne agieren. Und wenn ich mir die Kombi Silvestre und Campbell anschaue, ist das auch kein schlechter Schachzug. Souverän sieht anders aus. Sonst bisher wenig passiert an Torchancen.

[14h33] Hugo Rodallega gegen Sol Campbell im Laufduell, könnte für Wigan ein Schlüssel zum Erfolg sein. Campbell zwar immer noch mit hervorragendem Stellungsspiel, aber schlicht zu langsam für den schnellen Kolumbianer.

[14h31] Beginn 1. Halbzeit

Lee Mason ist der Referee. Arsenal mit Anstoß in der ersten Hälfte in rot-weiß von links nach rechts, Wigan spielt in den blauen Trikots.

[14h27] Die Aufstellungen im DW Stadium

Wigan Athletic: Kirkland – Melchiot, Gohouri, Bramble, Figueroa – Rodallega, Diame – Watson, McCarthy, N’Zogbia – Moreno

FC Arsenal: Fabianski – Sagna, Campbell, Silvestre, Clichy – Eastmond, Diaby – Walcott, Nasri, Rosicky – Bendtner

Sol Campbell ist heute Kapitän beim FC Arsenal. Die Gunners haben eine lange Verletztenliste. Almunia fehlt mit einer Handgelenksverletzung, Fabianski kommt dafür ins Tor. Nachwuchstalent Eastmond ersetzt Denilson im defensiven Mittelfeld, Silvestre Vermaelen in der Innenverteidigung. Walcott bekommt im rechten Mittelfeld den Vorzug vor Eboue. Bendtner einzige Spitze. Robin van Persie wieder auf der Bank. Bei Wigan ersetzt Marcelo Moreno Jason Scotland im Angriff der Latics.

[14h22] Und wenn man die derzeitigen Rückstand des FC Arsenal gegenüber den anderen Meisterschaftskandidaten erklären will, lohnt vor allem ein Blick auf eine aussagekräftige Statistik. In den letzten 12 Premier League Spielen hat Arsenal nur 1,4 Tore pro Spiel erzielt, verglichen zu 2,7 Toren in den 22 Saisonspielen davor. Und bei der anfälligen Abwehr reichen 1,4 Tore eben nicht mehr aus um dringend benötigte Siege zu holen.

[14h20] Es ist eine verrückte Premier League Saison. Arsenal war gefühlt zehn Mal aus dem Titelrennen draußen, jedes Mal bekamen sie wieder einen Fuß in den Meisterschaftskampf. Nach der Niederlage am Mittwoch bei den Tottenham Hotspur hat selbst Arsene Wenger die Segel fast gestrichen. Dank der Niederlage des FC Chelsea an der White Hart Lane könnte Arsenal heute bei eigenem Sieg wieder näher an die Tabellenspitze ranrücken und Man Utd und die Blues unter Druck setzen. Nötig sind aber drei Punkte und auch mal wieder ein überzeugender Sieg. Wigan könnte mit drei Punkten den Abstand auf die Abstiegsplätze auf sieben Punkte ausbauen und damit schon fast den Klassenerhalt sichern. Spannung also garantiert in dieser Partie, zumindest von der Ausgangslage.

[14h15] Schönen Sonntagnachmittag zusammen.

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Premier League 2009/2010 Preview #35 – Time for a derby

Freitag, 16. April 2010 16:53

Kompletter Spieltag an diesem Wochenende, noch vier bis zum Saisonende. Eher wenig reizvolle Partien an diesem Spieltag, dafür fast alle Ansetzungen extrem wichtig für die Tabellenkonstellation. Alles wird überstrahlt von den zwei großen Stadtderbys und dem wichtigen Spiel von Liverpool gegen West Ham am Montagabend.  Die Top 3 der Tabelle mit schwierigen Aufgaben an diesem Wochenende.

Manchester City – Manchester United

Sky Sport 1 live, Samstag 13:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Der Spieltag eröffnet mit dem Manchester Derby, wenn der Tabellenvierte den Zweitplatzierten empfängt. United muss im Laufe der letzten vier Saisonspiele vier Punkte auf den FC Chelsea aufholen um Meister werden zu wollen. Das Spiel in der Hinserie war ein Klassiker, als United Mitte September mit 4:3 durch einen Treffer in der Nachspielzeit gewann. Es wäre schön, wenn ähnliches Spektakel auch morgen wieder stattfinden würde. Die Red Devils spielen aller Voraussicht nach nicht von Beginn an mit Wayne Rooney, die Verantwortung liegt dann erstmal wieder auf den Schultern von Nani und Berbatov.  Aber über die Einsätze vom wohlmöglich besten Spieler dieser Premier League Saison wurde ja schon so viel geschrieben, warten wir mal ab, was sich letzlich herauskristallisiert. Interessant und ein Schlüssel zum Sieg in diesem Spiel könnten vor allem die direkten Duelle im Mittelfeld werden. De Jong und Barry auf Seiten von City gegen Scholes und Fletcher bei Manchester United. Während die Gäste Anschluss an Chelsea halten wollen, versucht City einmal mehr ein deutliches Ausrufezeichen für den vierten Platz zu setzen. Zuletzt gelang das spektakulär, als man in den letzten zwei Spielen 11 Tore erzielte. City diese Saison bisher nur mit einer Heimniederlage, gegen den FC Everton. Und man hat den erfolgreichsten Stürmer des Jahres 2010 in seinen Reihen. Carlos Tevez erzielte bisher 13 Tore seit Jahresanfang – Ligaspitze.

Birmingham City – Hull City

Hull City ist jetzt das einzige Team noch ohne Auswärtssieg in dieser Saison, nachdem man selbst gegen Burnley zuhause nicht gewinnen konnte. Trainer Dowie gibt sich dennoch in Durchhalteparolen, obwohl sein Team vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist. “Wir müssen uns daran halten, an was wir glauben. Dann kommen auch die Erfolge, Hektik hilft uns jetzt nicht weiter.”  Hull muss auf den verletzten Stephen Hunt verzichten, der wohl auch bis zum Saisonende ausfallen wird. Eigentlich ist es die letzte Chance für Hull überhaupt noch einmal sowas wie Hoffnung und Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die nächsten Gegner heißen Aston Villa, Sunderland, Wigan und Liverpool. Da bleibt nur noch wenig Spielraum für Punktverluste. Vielleicht könnte die aktuell sinkende Formkurve von Birmingham City den Tigers entgegenkommen. Die Gastgeber mit nur drei Punkten aus den letzten sechs Spielen. Es wirkt so, als habe das Team von Alex McLeish ein wenig den Fokus verloren. Wer will es ihnen verdenken, wenn man im grauen Mittelfeld der Tabelle steht.

FC Sunderland – FC Burnley

Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison von Burnley vergangenes Wochenende bei Hull City müssen jetzt unbedingt weitere Punkte folgen. Doch die Hürde Sunderland ist ungleich schwieriger als das KC Stadium letzten Samstag. Die Black Cats diese Saison erst mit zwei Heimniederlagen – allerdings auch sieben Unentschieden im Stadium of Light. Das wird also sehr schwer für die Clarets und Burnley kann sich eigentlich noch nicht mal mit einem Remis zufrieden geben. Natürlich kann man einen wichtigen Sieg nicht gleich überbewerten, aber der Erfolg in Hull hat schon Verbesserungen gezeigt, insbesondere in der Offensive und auch auf der rechten Mittelfeldseite bei Chris Eagles. Größtes Sorgenkind von Burnley bleibt weiterhin die Defensive, dort gibt es einfach zu viele Schwachstellen. Beim Sunderland-Sturm mit Bent und Jones wirkt das mehr als bedrohlich.

Außerdem am Samstagnachmittag drei Duelle, in denen es nicht mehr wirklich um viel geht. Die Blackburn Rovers empfangen den FC Everton (Sky Sport 1 live, 15:55 Uhr mit Oliver Faßnacht). Beide Teams stehen im Mittelfeld der Tabelle, wenngleich die Toffees noch kleine theoretische Chancen auf den sechsten Platz haben. Dafür wäre ein Sieg bei den heimstarken Rovers notwendig und Ausrutscher der Konkurrenz. Blackburn mit sehr starker Heimbilanz. Saisonübergreifend nur drei Niederlagen in 28 Spielen. Everton aber ebenso in guter Form, man verlor nur zwei der letzten 20 Pflichtspiele. Könnte also eine interessante Partie werden. Die defensiv starken Rovers, die fast alles können nur keine Tore schießen – und auf der anderen Seite Everton, eine Maschine, die gelegentlich auf Torejagd geht, aber vor allem auswärts die brutale Effizienz darstellt. Desweiteren hat der FC Fulham die Wolverhampton Wanderers zu Gast. Die Wolves mit nur einer Niederlage in den letzten sechs Spielen, mit sechs Punkten Vorsprung aber immer noch nicht final gerettet. Ob Fulham schon den HSV in Gedanken bei sich habt? Im Britannia Stadium empfängt Stoke City die Bolton Wanderers.

Tottenham Hotspur – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Dass die Tottenham Hotspur durchaus auch noch im Mesiterschaftsrennen eine gewichtige Rolle spielen können, haben sie am Mittwochabend gezeigt, als siein einem tollen Fußballspiel den FC Arsenal mit 2:1 besiegten. Jetzt wartet der nächste Stadtrivale aus London, wenngleich die Spurs mit einem Sieg gegen Chelsea zumindest nicht die Titelträume der Blues beenden, aber immerhin einen mittelgroßen Dämpfer verpassen können. Chelsea gibt sich dieser Tage in der Außendarstellung als sehr selbstbewusst und gefestigt. Nach dem wichtigen Sieg bei Manchester United schwebt man auf einer kleinen Erfolgswelle, holte 16 von möglichen 18 Punkten zuletzt. Da kündigt Peter Cech dann auch schon mal an, dass man durchaus gewillt sei, auch dreckig und knapp gewinnen zu wollen beziehungsweise zu können. Der Dienstagabend gegen Bolton hat es gezeigt.  Es wird interessant zu sehen sein, wie die Spurs mit ihren Kräften umgehen. Das FA-Cup Halbfinale und die Partie gegen Arsenal haben viele Energien verbraucht, insbesondere in der Schlussphase gegen die Gunners war man stehend K.O. Tottenham hat in 2010 an der White Hart Lane noch nicht verloren und diese Saison erst 11 Gegentore kassiert, wird also bei aller physischen und vielleicht auch psychischer Überlegenheit keine leichte Aufgabe für den FC Chelsea. Bei den Blues sitzt Ashley Cole erstmals seit seiner Verletzung wieder auf der Bank, bei den Spurs fehlt wie schon am Mittwoch der gesperrte Wilson Palacios und jetzt zudem auch Niko Kranjcar, der mit einer Knöchelverletzung die Saison beendet hat. Augenmerk auf das Duell Kaboul gegen Malouda auf der rechten Spurs-Seite. Könnte eine gute Möglichkeit sein, den Spurs-Defensivriegel zu knacken.

Am Sonntag zwei Duelle, die seit den Partien unter der Woche ein wenig an Attraktivität verloren haben. Wigan Athletic hat den FC Arsenal zu Gast (Sky Sport 1 live, 14:25 Uhr, Kommentar: Andreas Renner). Arsenal nur noch mit theoretischen Chancen auf den Titel, Wigan liegt fünf Punkte über dem rettenden Ufer. Dann sind vor allem zwei Aspekte interessant: Wie reagiert Arsenal auf die Niederlage und wie wird sich Robin van Persie in der Startelf über 60 bis 75 Minuten in die Offensive der Gunners integrieren? Wenger spricht zwar davon, dass der Titel noch nicht komplett aus der Reichweite der Gunners ist, hat heute Vormittag auf der Pressekonferenz aber angekündigt, dass die nächste Saison ein echter Prüfstein für seine junge Mannschaft wird. Wie immer eigentlich. Klappt es einmal nicht, ist die nächste Herausforderung die nächste Reifeprüfung. A never ending story. Zudem am Sonntagnachmittag der Auftritt vom FC Portsmouth gegen Aston Villa (Sky Sport 1 live, 16:55 Uhr, Kommentar: Toni Tomic). Villa spielte unter der Woche nur remis gegen den FC Everton und hat damit praktisch keine Chancen mehr auf den vierten Platz. Das Team von Martin O’Neill kann aber noch dem FC Liverpool kräftig in die Suppe spucken und die Reds vom sechsten Tabellenplatz verdrängen. Das sollte Motivation genug sein.

Der FC Liverpool hat am Montagabend – ausgerechnet am Montagabend, wo ich vom Gefühl her seit langem keine guten Spiele der Reds mehr gesehen habe – die Chance den Angriff von Aston Villa zu kontern. Gleichzeitig kommt mit West Ham United ein Team an die Anfield Road, das mit einem Auswärtssieg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen kann. Sky überträgt live ab 20:55 Uhr mit Marco Hagemann am Mikrofon.

Wenn ich es schaffe, versuche ich am Sonntag oder Montag den Spieltag per Live-Blog ein wenig zu begleiten. Angenehmen Start ins Wochenende

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Premier League 2009/2010 #34, Tottenham Hotspur – FC Arsenal 2:1

Mittwoch, 14. April 2010 22:57

Wenn zwei Teams in ein Spiel hineingehen mit der Prämisse, dass dieses gewonnen werden müsse, dann kann man durchaus erwarten, dass einem Spektakel geboten wird. Arsene Wenger hat unmissverständlich geäußert, dass seine Gunners alle restlichen fünf Saisonspiele erfolgreich gestalten müssen um überhaupt noch theoretische Chancen auf den Meisterschaftstitel zu haben. Nach dem Ausscheiden gegen den FC Barcelona stand jetzt wieder Ligaalltag gegen die Spurs an. Und das Team von Harry Redknapp braucht drei Punkte um Anschluss an Manchester City zu halten. Mit einem Sieg würde man auf einen Punkt rankommen, zudem gibt es noch das direkte Duell am 5. Mai in Eastlands. Die Spurs schieden am Wochenende im FA-Cup gegen Portsmouth aus. Beide Teams mit Niederlagen in den Pokalwettbewerben suchen jetzt wueder den Erfolg in der Liga. Sehr viel brisanter war die sportliche Ausgangslage lange nicht mehr in diesem Nord London Derby, und dann kommt die besondere Atmosphäre eines Derbys noch hinzu. Wie gesagt beste Voraussetzungen für ein tolles Fußballspiel.

Die Gäste aus dem Emirates hatten eine Reihe von hochkarätigen Stammkräften zu ersetzen, Gallas, Arshavin, Fabregas und Song fehlten alle verletzt. In der Innenverteidigung bekam Sol Campbell den Vorzug neben Thomas Vermaelen, Eboue startete über rechrs an Stelle von Walcott. Robin van Persie saß zunächst auf der Bank. Auch die Spurs mit zahlreichen Wechseln im Vergleich zum Auftritt in Wembley am Sonntag. Defoe und Pavlyuchenko stürmten, in der Innenverteidigung konnte Ledley King mal wieder von Beginn an spielen. Tottenham muss immer noch auf Aaron Lennon verzichten, dafür gab es das Premier League Startdebüt von Danny Rose im Mittelfeld der Spurs.

Gute äußere Bedingungen an der White Hart Lane und – wie sollte es anders sein – eine fantastische Stimmung samt den erwarteten Buhrufen für Sol Campbell. Es war ein schwungsvolles, temporeiches Spiel von Beginn an, das beide Abwehrreihen vor die ein oder andere Herausforderung stellte. Aber die Defensive stand, die Offensive beider Teams lief sich häufig fest. Arsenal hatte Glück in der 9. Minute, als Vermaelen gerade noch so sein Bein in den Schuss von Pavlyuchenko stellen kann. Tottenham ging nach 11 Minuten in Führung – und durch was für ein Tor. Nach einer Ecke kann Almunia eigentlich gut und sicher den Ball wegfausten, doch die Faustabwehr verwandelt ausgerechnet der Debütant Danny Rose per Volley aus 25 Metern direkt. Wunderschönes Tor, ein Strich, keine Chance für Almunia. Hat sich nicht gerade angebahnt, aber vielleicht brauchte es eines weiteren Beweises, dass im Fußball nicht immer alles vorhersehbar ist, schon gar nicht im Derby. Nach 20 Minuten musste Thomas Vermaelen verletzungsbedingt den Platz verlassen, ohne Einwirkung des Gegners beförderte er den Ball ins Aus und fasste sich dann ans Knie. Silvestre und Campbell bildeten fortan die Innenverteidigung, da wird der Altersdurchschnitt erheblich nach oben gebracht. Arsenal übernahm dann Mitte der ersten Hälfte die Kontrolle über das Spiel ohne sich aber wirklich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Entweder kam der letzte Pass nicht präzise genug oder ein Verteidiger der Spurs hatte seinen Fuß dazwischen. Tottenham ließ die Gunners gewähren und streute nur noch sporadisch gelungene Offensivbemühungen ein. Dass es trotzdem ein ansehnliches Spiel war, lag am hohen Tempo und großen Einsatz beider Teams. Wenig Highlights bis zum Halbzeitpfiff, fünf Minuten vor der Pause war Modric tauchte Modric frei vor Almunia auf, der Spanier konnte aber glänzend den Winkel verkürzen. Bei Arsenal zwei Defizite: defensiv immer anfällig, wenn die Spurs schnell und direkt spielten und offensiv einfach nicht genau und präzise genug in den Zuspielen. Das war recht problemlos für die Spurs zu verteidigen. Mit der knappen Führung gingen beide Mannschaften in die Kabine.

Danny Rose wurde zu Beginn der zweiten 45 Minuten verletzungsbedingt durch David Bentley ersetzt, bei Arsenal gab es keine Spielerwechsel. Und was für ein Auftakt in der zweiten Hälfte. Knapp 90 Sekunden nach Anpfiff gingen die Spurs mit 2:0 in Führung. Nach einem Traumpass von Jermain Defoe in die Schnittstelle der Gunners-Abwehr steht Gareth Bale am langen Pfosten ganz frei, kann noch einen Schritt gehen und dann Almunia überwinden.  Bale mit seinen einzigen beiden Premier League Treffern, beide gegen Arsenal, getrennt durch zweieinhalb Jahre. Sagna hatte das Abseits aufgehoben – was das exzellente Zuspiel von Defoe nicht schmälern soll. Arsenal wieder desorientiert in der Defensive, und die Spurs schlagen eiskalt zu. Alles, was man sich in der Halbzeitpause vorgenommen hat, war damit wieder über Bord geworfen. Wenger brachte Walcott für Sagna, Eboue spielte jetzt den Rechtsverteidiger. Danach beruhigte sich das Geschehen. Die Spurs hatten das Spiel im Griff. In der 68. Minute dann das Comebakck von Robin van Persie, kam für Denilson. Arsene Wenger setzte also alles auf eine Karte. Und sie mussten ja auch etwas bwwegen. Viel zu wenig kam von Arsenal über die gesamte Partie und vor allem nach dem Rückstand. Die Spurs, die Sonntag noch in der Verlängerung spielten, waren den Gästen körperlich wie spielerisch eine Klasse überlegen. Harry Redknapp brachte Eidur Gudjohnson für Jermain Defoe, Tottenham zog sich zum Starten von Kontern tief in die eigene Hälfte zurück. Und Arsenal blieb nur das Hoffen auf die traditionell starke Schlussphase in dieser Saison. Bisschen wenig, wenn man nahezu chancenlos mit 0:2 nach 75 Minuten bei den Spurs zurücklag. Beste Chance für Arsenal in der 80. Minute, als Van Persie ein Zuspiel wunderbar mit der Brust annahm und direkt abzog, aber Gomes im Tor der Spurs den Ball blitzschnell über die Querlatte lenkte. Nach der Ecke wird ein Schuss von Rosicky noch unglücklich von der Spurs-Abwehr abgefälscht, Kugel geht ganz knapp am Tor vorbei. Ein kurzes Aufatmen des Patienten, mehr war es aber auch nicht. Bis zur 84. Minute. Dann Doppelchance für die Gunners. Freistoß von van Persie aus zentraler Position in den Knick, aber Gomes mit einer weltklasse Parade, lenkt den Ball noch am Tor vorbei. Dann Kopfball Campbell, der Brasilianer im Tor der Spurs bekommt die Fingerspitzen noch an den Ball und hat die Querlatte im Bündnis mit sich. Und in der 85. Minute der  fällige Anschluss, weil Walcott sich auf rechts gut in Position für eine Flanke bringt und Bendtner in der Mitte sich wieder gut durchsetzt und den Ball einschiebt. Sechster Saisontreffer des Dänen – wieder in der Schlussphase. Arsenal wachte ganz spät auf. Und dann wurde es ein Sturmlauf in den letzten Minuten. Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt.

Und so besiegen die Spurs den FC Arsenal letzlich verdient mit 2:1. Die letzten zwei Siege der Spurs gegen Arsenal in einem Nord London Derby ereigneten sich, nachdem Tottenham in den ersten 10 Minuten des Spiels getroffen hatte. So wie heute, mit zwei Chancen zwei Tore. Eine Qualität, welche die Gunners heute nicht hatten. Arsenal damit so gut wie aus dem Titelrennen. Rechnerisch ist die Meisterschaft zwar noch möglich, auch weil Chelsea am Samstag selbst noch zu den Spurs muss, aber nach der Leistung heute fällt es schwer Arsenals Ansprüche auf die Trophäe zu konkretisieren und als reale Möglichkeit zu begreifen. Das war schlicht zu wenig, mit Ausnahme der letzten 10 Minuten. Da sieht man mal, wie sehr van Persie den Gunners gefehlt hat. Die Spurs hingegen sind komplett im Rennen um den vierten Platz dabei und können am Samstag gegen Chelsea dem nächsten Stadtrivalen ein Bein stellen. Arsenals Titelträume sind heute wohl zerplatzt, die Spurs dürfen weiterhin von der Champions League träumen. Zwei Vereine, sechs Kilometer voneinander entfernt, gefühls- und stimmungsmäßig liegt heute Abend eine halbe Ewigkeit dazwischen.

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Premier League 2009/2010 Preview #33

Freitag, 2. April 2010 22:16

Der Kampf um die Meisterschaft

Ein ganz wichtiges Wochenende im Titelrennen steht uns bevor. Der Spieltag eröffnet mit dem Gipfetreffen im Old Trafford. Manchester United empfängt den FC Chelsea (Sky live, Samstag 13:30, Moderation: Jan Henkel, Kommentar: Markus Gaupp), der Tabellenführer hat seinen ärgsten Verfolger zu Gast. Manchester United hat diese Saison erstmal einmal zuhause verloren, beim 0:1 gegen Aston Villa. Chelsea hngegen hat vor allem auswärts nicht immer die besten Leistungen abgerufen. Erinnert sei an die Remis unter anderem in Wigan, Blackburn und Hull. Dafür kommen die Blues mit ganz viel Rückenwind nach dem 7:1 gegen Aston Villa. Die Red Devils müssen ohne Wayne Rooney auskommen, Berbatov wird ihn ersetzen. Der Bulgare zuletzt in bestechender Form, erzielte fünf Tore in seinen letzten sieben Ligaeinsätzen. Bei Chelsea kehrt Drogba ins Team zurück. Interessant wird das Aufeinandertreffen mit Vidic und Ferdinand in der Innenverteidigung werden. Chelsea hat übrigens 24 Tore geschossen in den sechs Spielen, wo Drogba nicht eingesetzt wurde. Jetzt müssen sie zeigen, dass es auch mit dem Ivorer klappt. Schlüssel für einen Sieg könnte auch Frank Lampard sein, der sich zuletzt in Torlaune präsentierte und mit seinen Treffern vom Wochenende nunmehr dritterfolgreichster Torschütze in der Historie des FC Chelsea ist.

Eine Statistik hatte ich unter der Woche in einem längeren Artikel über den Titelkampf in der Premier League gelesen, blöderweise in mein Notizbuch vergessen zu schreiben, wo ich es genau gefunden habe. Demnach beträgt die durchschnittliche Punktezahl pro Spiel im Monat April seit der Saison 2004/2005 für den FC Chelsea 2.36, für den FC Arsenal 2.00 und für Man Utd 1.81. Nimmt man den Zeitraum seit der Saison 2006/2007 für den Monat April, dann sind es 2.33 für die Blues aus London und jeweils 2.00 für Arsenal und Manchester United. Mit den verletzungsbedingen Ausfällen einiger Schlüsselspieler und der Statistik im Rücken biegen die Blues als Favorit in die letzten Spieltage ein. Das Ergebnis im Old Trafford hat auch großen Einfluss auf die Partie im Emirates, wo der FC Arsenal die Wolverhampton Wanderers empfängt (Sky live, Samstag 15:55, Kommentar: Andreas Renner). Die Wolves sind seit vier Spielen ohne Niederlage. Bei den Gunners fehlen Gallas, Arshavin und Fabregas. Nasri wird wohl die Position des Spaniers einnehmen, Walcott über die rechte Seite kommen. Rosicky könnte Arshavin ersetzen. Ein Pflichtsieg für das Team von Arsene Wenger, aber es könnte unter diesen Voraussetzungen ein ganz hartes Stück Arbeit werden. Große Enttäuschung nicht ausgeschlossen.

Der Kampf um den vierten Tabellenplatz

Es bleibt weiter spannend. Zwischen Tottenham auf Platz 4 und Aston Villa drei Ränge dahinter liegen nur sieben Punkte, alle Anwärter haben 31 Spiele absolviert, nur Liverpool als Tabellensechster hat schon ein Spiel mehr auf dem Konto. Beste Chancen auf den vierten Platz haben derzeit die Tottenham Hotspur, die jetzt aber vor der Auswärtshürde FC Sunderland stehen. Die Black Cats sind im Kalenderjahr 2010 im Stadium of Light noch ungeschlagen. Tottenham kommt aber mit dem Empfehlung von fünf Ligasiegen in Folge und hat im Sturm durch die Rückkehr von Jermain Defoe wieder größere Auswahl. Sunderland-Trainer Steve Bruce ließ auf der Pressekonferenz vorrechnen, dass er sich erst gerettet fühle, wenn sein Team 40 Punkte erreicht habe, fehlen also noch fünf Zähler. Die vemeintlichst leichteste Aufgabe hat Manchester City, die zum FC Burnley reisen (Sky live, Samstag 18:25, Kommentar: Sascha Roos). Die Clarets haben nur ein Sieg in den letzten 21 Spielen feiern können, und Manchester City kommt mit einem wiedererstarketen Carlos Tevez. Alles andere als ein komfortabler Sieg für City wäre eine Überraschung. Laut Burnley-Trainer Brian Laws braucht sein Team noch drei bis vier Siege für den Klassenrhalt. Die Gegner bis Saisonsende heißen eben Man City, zudem noch Hull, Sunderland, Liverpool, Birmingham und Tottenham. Dann müsste man eigentlich schon Man City schlagen, um die Rechnung zu erfüllen. Verkehrt wäre es nicht, zumal der Abstand aufs rettende Ufer schon drei Punkte beträgt. Alle Spiele gewinnen, das gilt auch für den FC Liverpool, der am Sonntagnachmittag bei Birmingham City gastiert (Sky live, Sonntag 15:55, Kommentar: Markus Gaupp). Das Team von Alex Mc Leish hat erst zwei Heimniederlagen diese Saison kassiert, gegen Arsenal, Chelsea und Man Utd hat man im St. Andrews Park nicht verloren. Es braucht also eine weitere Topleistung von Fernando Torres, zuletzt fünf Tore in den vergangenen drei Ligaspielen. Mal sehen, ob Benitez ähnlich wie gegen Sunderland nur mit einer defensiven Absicherung spielt. Das hat den Reds verdammt gut getan. Auswärtsaufgabe auch für den letzten Kandidaten. Aston Villa muss zu den Bolton Wanderers reisen und will die Schmach aus dem 1:7 bei Chelsea vergessen machen. Trainer Martin O’Neill bezeichnete den vergangenen Samstag als einen der schlimmsten Momente in seiner Trainerkarriere. Jetzt heißt es Wiedergutmachung. Unter der Woche tauchten Gerüchte auf, wonach sich O’Neill mit Klubbesitzer Randy Lerner heftigst überworfen hat und vor dem Rücktritt stand. Diese Meldungen haben sich aber nicht bestätigt, Fakt ist aber wohl, dass das Verhältnis zu Lerner merklich abgekühlt ist. Sorgen auf und neben dem Platz für Aston Villa.

Der Abstiegskampf

Der FC Portsmouth kann an diesem Wochenende auch ganz offiziell als erster Absteiger feststehen. Sollte Pompey nicht gegen die Blackburn Rovers gewinnen und gleichzeitig Hull City oder West Ham drei Punkte holen, würde der Rückstand auf das rettende Ufer bei noch fünf Saisonspielen mehr als 15 Punkte betragen. Und das wäre mathematisch gesehen nicht mehr einholbar. Natürlich müssten dafür Hull oder West Ham erstmal gewinnen, aber wenn nicht und Portsmouth selbst drei Zähler holt, kann der Abstieg nur um einen Spieltag nach hinten verschoben werden. Denn beide Teams haben schwere Auswärtsaufgaben vor sich. Hull City, gegenwärtig auf Platz 18 mit 27 Punkten nach 31 Spielen, fährt zu Stoke City. Die Tigers haben diese Saison noch keinen Auswärtssieg geholt und müssen ausgerechnet jetzt zu den heimstarken Potters. Vielleicht gibt der Sieg gegen Fulham ja ein bisschen Selbstvertrauen für das Team von Publikumsliebling Jimmy Bullard, der zuletzt in sieben Ligaspielen vier Mal traf. Mammutaufgabe auch für West Ham United, die im Goodison Park beim FC Everton antreten. Gianfranco Zola hat sich nach seinem Kurzurlaub in Italien dazu entschlossen, doch weiter an der Seitenlinie der Hammers Kommandos zu geben. West Ham verlor die letzten sechs Spiele, diese Saison gab es bisher nur einen Auswärtssieg. Everton hat die letzten sieben Heimspiele gewonnen. Noch Fragen, wer als Favorit in dieses Spiel geht? Ebenfalls am Sonntag besteitet der FC Fulham sein 53. (!) Pflichtspiel in dieser Saison. Im Cravan Cottage empfängt man Wigan Athletic, die vier Punkte vor den Abstiegsplätzen stehen. Trainer Roberto Martinez hofft für die Gäste, dass sich die durchaus guten spielerischen Leistungen irgendwann auch mal in Zählbares ummüntzen. Bei den Latics fehlt Gary Caldwell nach seinem Platzverweis auf dem Spiel gegen Man City.

Ein schönes Wochenende. Nachbericht zum Spieltag im Laufe der Osterfeiertage. Schönes Wochenende.

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Zitat des Tages: Samstag 27. März 2010 – Leave me alone with that, for fuck’s sake

Samstag, 27. März 2010 21:46

Pressekonferenz von Arsene Wenger nach dem 1:1 in Birmingham. Für die Gunners ein Rückschlag im Titelrennen. Zu allem Überfluss hat sich Cesc Fabregas nach einem erneut sehr hartem Foul verletzt. Einsatz in der Champions League ist fraglich. Es kommt die provokante Frage eines Journalisten, ob er mehr als dieses eine schlimme Tackle während des Spiels gesehen habe. Wenger außer sich wegen der Frage:

“How is Fabregas? I don’t know. We will have to assess him tomorrow. But it was a bad tackle, one more. He got tackled at the knee, kicked just under the knee. We tried to take him off but he said he was all right. Am I suggesting there were a lot of bad tackles? Leave me alone with that, for fuck’s sake. You are always looking for controversy, you do not need me to tell you what happened on the pitch. I can give you my opinion about our game but you always create this controversy.”

Eine weitere Runde in der Kontroverse zwischen Wenger und einigen Journalisten. Auch der Titelkampf in der Premier League ist nichts für schwache Nerven.

[via ESPN Soccernet]

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