Meine Premier League Saison 2010/2011

Die letzten Entscheidungen der Premier League Saison 2010/2011 sind also heute Abend eingetütet worden. Manchester United hat noch einmal eindrucksvoll untermauert, dass die Red Devils verdient englischer Meister geworden sind. Man City festigt Rang 3, Tottenham spielt in der Europa League. Von West Ham, Blackpool und Birmingham City müssen wir uns verabschieden. Die Queens Park Rangers und Norwich City stehen als Aufsteiger bereits fest. An dieser Stelle also mein kleiner persönlicher Rückblick auf die vergangene Premier League Saison.

Mannschaft der Saison: Manchester United
Mit einer fast schon frechen Schlichtheit die 19. Meisterschaft eingetütet. Von allen Spitzenteams die wenigsten Schwächen gezeigt. Wenn es wichtig wurde, war die Mannschaft da. Beispielhaft der späte 1:0-Sieg gegen den FC Everton. Beeindruckende Heimbilanz im Old Trafford.

Spieler der Saison: Charlie Adam, FC Blackpool
Nicht nur wegen seines tollen Freistoßtores am letzten Spieltag im Old Trafford. 12 Saisontore insgesamt und im Januar viele angebote von Top-Klubs ausgeschlagen um bei Blackpool zu bleiben und den Klassenerhalt zu sichern. Das hat jetzt nicht ganz geklappt. Aber Adam wird der Liga sicherlich erhalten bleiben. Ganz toller Fußballer.

Trainer der Saison: Sir Alex Ferguson
Was soll man über Sir Alex Ferguson noch für große Worte verlieren? Er ist eine Legende. In der Außendarstellung nicht unbedingt ein Vorbild, gerade was sein Umgang mit den Schiedsrichtern oder einigen Medienvertretern angeht, aber als “Vater” für sein Team immer noch überragend. Wieder einmal fantastische Arbeit geleistet, fast alles richtig gemacht. Auch unpopuläre Entscheidungen mit dem Zwangsurlaub für Rooney in den USA hat er treffen müssen. Rotiert sein Team wie kein anderer – und hat damit weiterhin Erfolg. Der 19. Titel für Man Utd ist erreicht. Rekordmeister auf der Insel. Und jetzt noch das CL-Finale. Und dann?

Überraschung der Saison: Stoke City
Die Potters haben nichts mit dem Abstieg zu tun, sind ein gefestigtes Team, haben tolle Fans, sind extrem heimstark. Und mittlerweile eine feste Größe in der Premier League.

Enttäuschung der Saison: FC Arsenal
Wieder kein Titel. Und nie war es wohl so einfach wie in dieser Saison. Wieder kein Titel. Wieder kein Titel. Wieder…

Spiel der Saison: Newcastle United – FC Arsenal, 4:4,
Für mich als Arsenal-Fan wohl einer der bittersten Nachmittage in dieser Saison. Ein Spiel, wo ich noch Tage danach deprimiert war. Das passiert sonst eigentlich nie. Dieses Spiel hatte alles. Eine brilliante Arsenal-Leistung in der ersten Hälfte. Nach dem 4:0 hatte wohl keiner mehr damit gerechnet, dass diese Partie nochmal spannend wird. Doch wenn das eine Mannschaft schafft, dann Arsenal 2010/2011. Newcastle machte auch mit ein wenig Unterstützung des Schiedsrichters noch das 4:4.

Tor der Saison: Wayne Rooney
Selten war diese Entscheidung so einfach in dieser Saison. Rooneys Siegtreffer zum 2:1 im Derby gegen Manchester City, 12. Februar 2011.

Manchester United 2-1 Manchester City (Rooney) from WayneRooneyComps on Vimeo.

Beste Verpflichtung der Saison: Peter Odemwingie, West Bromwich Albion
Von Lokomotive Moskau für die schlappe Summe von einer Million Pfund zu den Baggies gewechselt. 15 Saisontore geschossen, darunter sechs Tore in den letzten acht Spielen. Odemwinige hat also maßgeblichen Anteil daran, dass West Bromwich auch nächste Saison in der Premier League spielt. Ob noch für West Brom, ist dann eine andere Frage.

Schlechteste Verpflichtung der Saison: Fernando Torres, FC Chelsea
Für die Rekordablöse von über 50 Millionen Euro vom FC Liverpool an die Stamford Bridge gewechselt. Profitiert davon hat bisher nur Liverpool, finanziell und weil viele Spieler bei den Reds nach dem Abgang von Torres ihre Form verbesser haben und den Weggang bestens kompensiert haben. Und der FC Chelsea? Hat von Torres ein mickriges Saisontor bekommen. Ganz viel Luft nach oben.

Schönster Moment der Saison: Tor von Aaron Ramsey gegen Man Utd
So viele Geschichten gab es diese Saison ja nicht für einen Arsenal-Fan. Aber dass Ramsey wieder Fußball spielen kann, freut mich schon ungemein. Und das er es immer noch mit für sein junges Alter mit toller Übersicht macht, erhöht zumindest schon mal die Vorfreude auf die neue Saison.

Peinlichster Moment der Saison: Avram Grant und West Ham
Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie oft Avram Grant in dieser Saison bei West Ham vor dem Rauswurf stand. Ich habe in meinen Notizen aus dem Februar gefunden, dass es bis dahin vier Ultimaten gegeben hat. Letzlich hat Grant sie alle überlebt. Die Besitzer Gold und Sullivan agierten genauso planlos, wie es einige Journalisten und teilweise auch Spieler Grant insbesondere im taktischen Bereich immer wieder vorgeworfen haben. Als es so schien, dass West Ham dank der Verpflichtung von Ba und dem Comeback von Hitzlsperger den Klassenerhalt schaffen würde und in Wigan mit 2:0 führte um dann das Spiel 2:3 zu verlieren, wurde alle von Avram Grant wieder in Frage gestellt. Und am vorletzten Spieltag haben es dann auch Gold und Sullivan erkannt, dass Grant scheinbar nicht der richtige für West Ham war, ist und sein wird. Und als der Abstieg feststand, haben sie ihn entlassen. Muss man erstmal drauf kommen.

Überschätzt: Joe Cole
In Liverpool nicht mehr wirklich gebraucht, zwar auch lange verletzt gewesen, aber den Joe Cole von früher habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das dürfte interessant werden, ob Cole weiter bei Liverpool bleibt. In der jetzigen Form kann ihn eigentlich keine Mannschaft derzeit gebrauchen. Und das von einem Spieler, über den Steven Gerrard mal gesagt hat, er wäre so gut wie Messi und Christiano Ronaldo [via Guardian]

Unterschätzt: Raul Meireles
Steven Gerrard verletzt, Mascherano hat Liverpool verlassen, Alberto Aquilani dümpelt im Verletzungs-Nirvana. Doch Liverpool hat mit Meireles alles richtig gemacht. Ganz starke Saison des Portugiesen, der für 12 Millionen Pfund aus Porto kam und dem Liverpool-Mittelfeld neue Energie und Dynamik eingehaucht hat.

Comeback der Saison: FC Liverpool
Was war das für ein unschöner Herbst und Winter für die Reds. Roy Hogdson übernahm das Ruder von Rafael Benitez, doch so richtig fand er nie den Kontakt zur Mannschaft. Liverpool wurde an den Tabellenkeller durchgereicht. Dazu gab es das wochenlange Theater um die Übernahme des Klubs durch die New England Sports Venture. Letzlich hat Liverpool-Legende Kenny Dalglish das Ruder in die Hände bekommen und hat den havarierten Frachter wieder zum Laufen gebracht. Was wäre für Liverpool möglich gewesen, wenn Sie mal wieder konstant eine gute Saison spielen? Vielleicht ja nächstes Mal.

Besondere Auszeichung für: David Moyes
Wieder ein einstelliger Tabellenplatz für den FC Everton, trotz vieler Verletzte im ersten Saisondrittel und wenigen finanziellen Ressourcen im Winter-Transferfenster. Moyes, der vorübergehend unzufrieden schien, weil ihm der Kader zu klein war, hat wieder das Maximale aus der Mannschaft geholt. Wie jede Saison. Ein Trainer, der langfristig sich endgültig für höhere Aufgaben qualifiziert hat.

Das ging viel zu langsam: Andrej Arshavin
Der Russe ist für viele Arsenal-Fans ein Rätsel. Manchmal mit überzeugenden Leistungen und viel Kämpferherz, leider viel häufiger mit Lustlosigkeit auf der linken Seite im offensiven Mittelfeld. Wenn Arshavin weg will, sollte Wenger ihn gehen lassen.

Das ging viel zu schnell: Xavier Hernandez, Manchester United
Hach, was war das für ein Theater und eine Häme, die auf Sir Alex einschlug, als United die Verpflichtung von Hernandez bekanntgab. Die meisten hatten den Namen noch nie gehört. Spätestens seit dieser Saison kennen ihn alle, besonders die Verteidiger, die Hernandez mit seinem trickreichen schnellen Spiel häufig ins Leere laufen ließ. 13 Saisontore sind Beweis genug, dass Sir Alex ein glückliches Händchen hatte.

Das war schon richtig gut: Yaya Toure, Manchester City
Wenn man im Sommer fast 25 Millionen Pfund für einen Spieler auf den Tisch legt, sind Erwartungen hoch. Und meist können sie nur enttäuscht werden. Nicht bei Yaya Toure, der von Roberto Mancini mittlerweile alle Freiheiten im Spiel nach vorne bekommt und sich nicht nur auf die Defensive konzentrieren soll. Wichtige Tore – unter anderem im Halbfinale und Finale des FA-Cup – waren die Belohnung. Gut angelegtes Geld.

Das muss wieder besser werden: Social Media und die Vereine
Wie sollen die Teams mit Twitter umgehen? Immer mehr Spieler melden sich beim Kurznachrichtendienst an und kommunizieren mit ihren Fans. Einige verlassen Twitter, wie Boltons Stürmer Kevin Davies, weil er keine Zeit und Lust mehr habe, sich von eigenen und gegnerischen Fans beschimpfen zu lassen. Die Vereine reagieren planlos oder gar nicht. Newcastle United hat mal kurzfristig Richtlinien für den Umgang mit Twitter verkündet und detailliert aufgezählt, was Spieler twittern dürfen und was nicht. Damit stellen die Magpies aber eine Ausnahme. Arsene Wenger macht sich Sorgen, betont aber auch die Wichtigkeit der Kommunikation mit den Fans. Eine ganz besondere Sicht hat Sir Alex: “I don’t know why anybody can be bothered with that kind of stuff. How do you find the time to do that? There are a million things you can do in your life without that. Get yourself down to the library and read a book. Seriously.”

Das muss geklärt werden: Wie stark muss eine Mannschaft sein?
Es ist ein kurioses Thema in der Premier League geworden. Wie stark bzw. wie gut muss eine Mannschaft vom Papier her sein oder wie viele Spieler darf ich für ein wichtigeres Spiel in der nächsten Woche schonen? Die Antwort ist bis heute ausgeblieben. Die Wolverhampton Wanderers wurden bestraft, als Mick McCarthy in einem Spiel fast alle Stammspieler schonte. Ian Holloway, Trainer vom FC Blackpool, tat selbiges und trat nach dem Spiel, das man knapp mit 2:3 verloren hatte, wütend vor die Kamera und gab zu Protokoll, dass er sofort von seinem Amt zurücktrete, wenn ihn die FA für seine Rotation bestraft. Blackpool kam mit einem blauen Auge davon, im Gegensatz zu den Wolves. Wäre schön, wenn diese Regel einfach verschwinden würden.

Was ich mir für die neue Saison wünsche:
Ich weiß, dass es nächste Spielzeit wohl noch nicht kommen wird, aber ich fände ein Relegationsspiel um den vierten Platz – also die Qualifikation zur Champions League – wirklich spannend. Zumal die Wiederholungsspiel im FA-Cup ja abgeschafft werden, hat man auf der Insel ein klein wenig Spielraum, die Liga noch attraktiver zu machen.

Ein vorletztes Wort:
“There are many stories of their shocking behaviour. Gray and Keys are hated by the crews. It’s a climate of fear pervading. But as long as everyone is laughing and it’s a joke it’s all right isn’t it? I believe sexism is systemic and not openly challenged but goes underground or disguised as jokes or ‘just banter’.” Ein Sky-Mitarbeiter im Guardian-Interview nach dem Rücktritt von Andy Gray und Richard Keys, die sich über eine weibliche Linienrichterin lustig gemacht haben.

Ein letztes Wort
“I am very sad not to have been able to put my stamp on the squad, to be given the time to bring new players into the club in this transfer window and to have been able to be part of the rebuilding process at Liverpool.” Roy Hodgson nach seinem Rausschmiss beim FC Liverpool.

Ein allerletztes Wort:
“In football you need to have everything in your cake mix to make the cake taste right. One little bit of ingredient that Tony uses in his cake gets talked about all the time is Rory’s throw. Call that cinnamon and he’s got a cinnamon flavoured cake. It’s not fair and it’s not right and it’s only a small part of what he does.” Blackpool-Trainer Ian Holloway über Stoke City und die Einwürfe von Rory Delap [via Daily Mirror]

Das war es also für die Premier League Saison 2010/2011. Hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Auf ein neues im August an dieser Stelle. Saisonstart wird am Samstag, 13. August 2011, sein.

Premier League 2010/2011 #38 – Saisonfinale

[19h05] Was für ein spannender Nachmittag. Blackpool schien lange gerettet zu sein. Doch am Ende müssen die Seasiders in die Championship. Birmingham darf sie begleiten. Kompliment an Wigan, die in Stoke gewonnen haben. Und Respekt an die Wolves, die noch auf 2:3 verkürzt haben. Arsenal heute enttäuschend in Fulham, aber City hat ja sowieso gewonnen.

Mein persönlicher Saisonrückblick folgt. Man liest sich. Schönen Sonntagabend noch.

[18h57] And it’s over. Die Saison 2010/2011 ist beendet.

Abgestiegen: FC Blackpool, Birmingham City, West Ham United.
Direkte CL-Quali: Man City
Europa League: Tottenham Hotspur.

Man Utd – Blackpool 4:2
Wolverhampton – Blackburn 2:3
Stoke – Wigan 0:1
Tottenham – Birmingham 2:1

Fulham – Arsenal 2:2
Bolton – Man City 0:2

Aston Villa – Liverpool 1:0

[18h54] Tottenham – Birmingham 2:1, Pavlyuchenko, 90. Minute +3

City damit jetzt auch so gut wie abgestiegen. Das freut sich der chinesische Milliardär, dass er demnächst einen Zweitligisten verwalten darf.

[18h52] Berbatov mit der fünften Chance heute die Torjägerkanone zu holen. Aber er versiebt sie alle.

[18h51] Vier Minuten Nachspielzeit im Old Trafford

[18h50] Fulham – Arsenal 2:2, Walcott, 87. Minute

[18h47] Tor für die Wolves!!!

Nur noch 2:3 gegen die Rovers. Damit wäre Birmingham jetzt unten, weil die Wolves mehr Tore geschossen haben. Ist das spannend. Stephen Hunt der Torschütze in der 87. Minute.

[18h46] Fünf Minuten noch. Blitztabelle aus der Guardian Clockwatch:

15 Blackburn 43pts -11GD
16 Wigan 42pts -21GD
17 Birmingham 40pts -20GD
—————————-
18 Wolves 40pts -21GD
19 Blackpool 39pts -23GD
20 West Ham 33pts -24GD

[18h41] Man Utd – Blackpool 4:2, Michael Owen, 81. Minute

Blackpool macht auf, Konter über Michael Owen, der lässig an Gilks vorbei zum 4:2 einschiebt. Das dürfte es dann langsam gewesen sein für Blackpool. Innerhalb von Minuten hat sich die Abstiegswelt einmal gedreht. Noch sind überall 10 Minuten zu spielen.

Rooney kommt für Vidic.

[18h41] Meine Fresse, was eine Dramatik! Damit jetzt die Wolves und Blackpool abgestiegen.

[18h39] Wigan führt in Stoke durch einen Treffer von Rodallega! Und Ausgleich für Birmingham durch Gardner bei den Spurs!!

[18h38] Viertelstunde noch. Blitztabelle:

15 Blackburn 43pts -11GD
16 Wolves 40pts -22GD
17 Wigan 40pts -22GD
—————————-
18 Blackpool 39pts -22GD
19 Birmingham 39pts -21GD
20 West Ham 33pts -24GD

[18h35] Man Utd – Blackpool 3:2, Eigentor Evatt, 74. Minute

Boah, wäre das bitter. Flanke von Nani von rechts, Evatt mit dem Fuß ins eigene Tor. Und momentan wäre Blackpool abgestiegen. So schnell kann sich im Fußball alles ändern.

[18h34] Die Wolves verkürzen gegen Blackburn auf 1:3 durch Jamie O’Hara.

[18h33] United hat in den letzten Minuten zwei Gänge hochgeschaltet und dominiert jetzt die Partie. Blackpool nur noch in der Defensive beschäftigt. Momentan ist das 3:2 eine Frage der Zeit. Scheinbar gehen bei Blackpool die Kräfte aus. Etwas mehr als 15 Minuten noch in der regulären Spielzeit.

[18h25] Bolton – Man City 0:2, Dzeko

Over and out. Man City qualifiziert sich wohl für die Champions League. Zumal Arsenal ja immer noch hinten liegt bei Fulham.

[18h23] Man Utd – Blackpool 2:2, Anderson, 63. Minute

Ji Sung Park mit seiner letzten Aktion, wird für Owen ausgwechselt. Vorher gab er aber die Vorlage zum Ausgleich. Anderson gibt den Ball nach links zum Südkoreaner, der bringt den zurück und Anderson vollendet mit wuchtigem Schuss ins lange Eck.

Eine Minute später die riesen Chance für United auf 3:2 zu erhöhen, doch Berbatov scheitert mit Kopfball nach Nani-Flanke an Gilks. Blackpool sehr unkonzentiert derzeit.

[18h22] So wie es derzeit aussieht, scheint in der oberen Tabellenhälfte alles geklärt zu sein. City vor Arsenal und die Spurs vor Pool. Was macht Wigan in Stoke?

[18h16] Man Utd – Blackpool 1:2, Gary Taylor-Fletcher, 57. Minute

Dreamland für Blackpool. Da haben sie die Lücke gefunden. Vaughan und Puncheon im Zusammenspiel auf der rechten Seite, präzise Hereingabe in die Mitte, wo Taylor-Fletcher mit der Fußspitze dem Ball die nötige Richtungsänderung gibt. Ball kullert an den Innenpfosten und von dort über die Torlinie. Ian Holloway rastet völlig aus. Momentan der Abstieg für Blackpool ganz weit weg.

[18:16] Fulham – Arsenal 2:1, Bobby Zamora

[18h15] So richtig viel Lust und Motivation hat Man Utd zurzeit nicht mehr. Lassen das sehr gemächlich angehen, wenig Tempo im Spiel zurzeit. Das kommt Blackpool zu Gute, die weniger in der Defensive laufen müssen und auf eine Lücke bei Man Utd warten. Von daher wenig los im Old Trafford.

[18h10] Tottenham – Birmingham 1:0, Roman Pavlyuchenko

Wichtiges Tor im Abstiegskampf. Dadurch Birmingham jetzt bei 39 Punkten und auf dem Abstiegsplatz, noch hinter Wigan. Die Spurs festigen den 5. Rang.

[18h09] Wieder der bessere Start für die Gäste. Freistoß Charlie Adam. Van der Sar lenkt den Ball über die Querlatte. Blackpool setzt sich erstmal fest, holt eine weitere Ecke. Und die sind alle gefährlich.

[18h06] Beginn 2. Halbzeit

[18h04] Wechsel Man Utd: Chris Smalling für Rafael

[17h55] Blitztabelle

3. Man City (71 Pkt, +26 Tore)
4. Arsenal (68 Pkt, +29 Tore)
5. Tottenham (60 Pkt, +8 Tore)
6. Liverpool (58 Pkt, +15 Tore)
.
.
.
15. Blackburn (43 Pkt, -11 Tore)
16. Birmingham (40 Pkt, -20 Tore)
17. Blackpool (40 Pkt, -21 Tore)
18. Wolverhampton (40 Pkt, -22 Tore)
19. Wigan (40 Pkt, -22 Tore)

Von Platz 16 bis Platz 19 alle Teams bei 40 Punkten. Das wird spannend in den zweiten 45 Minuten.

[17h51] Halbzeit am letzten Spieltag in der Premier League

Man Utd – Blackpool 1:1
Wolverhampton – Blackburn 0:3
Stoke – Wigan 0:0
Tottenham – Birmingham 0:0

Fulham – Arsenal 1:1
Bolton – Man City 0:1

Aston Villa – Liverpool 1:0

[17h49] Wolves – Blackburn 0:3, David Hoilett

[17h48] Bolton – Man City 0:1, Joleon Lescott

[17h47] Zwei Minuten Nachspielzeit im Old Trafford

[17h41] Manchester United – FC Blackpool 1:1, Charlie Adam, 41. Minute

United kassiert zum ersten Mal in dieser Saison in der ersten Halbzeit ein Gegentor vor eigenem Publikum. Brillianter Freistoß von Charlie Adam, der van der Sar alt aussehen lässt. Ball schlägt in der Torwartecke ein. Die Standards bringen Blackpool wieder ein wenig Hoffnung.

[17h41] Wolves – Blackburn 0:2, Bratt Emerton

Die Rovers verabschieden sich ganz schnell aus dem Abstiegskampf. Und Wolverhampton rückt dank der Tordifferenz ganz schnell auf einen Abstiegsplatz. Blackpool verlässt dank der mehr geschossenen Tore derzeit den 18. Platz. Ist das spannend.

[17h37] Manchester City weiterhin spielbestimmend in Bolton. Barry mit dem Kopfball an die Querlatte. Im Kampf um Platz 3 weiterhin die Citizens vor Arsenal.

[17h32] Aston Villa – Liverpool 1:0, Stewart Downing

[17h30] Man Utd mit der Führung im Rücken kontrolliert die Partie im Old Trafford. Blackpool schafft es kaum noch offensiv Druck zu erzeugen und United in Bedrängnis zu bringen. Alles easy derzeit für die Red Devils, die eben die Chance zum 2:0 hatten. Wieder scheitert Berbatov nach Kuddelmuddel im Strafraum freistehend an Gilks. Und dann gibt es keinen Elfmeter bei der Aktion von Adam gegen Park. Fehlentscheidung!

[17h29] Fulham-Arsenal 1:1, Van Persie

[17h27] Fulham – Arsenal 1:0, Steve Sidwell

Die Gunners geraten im Kampf um den dritten Platz also ins Hintertreffen, mal wieder ganz schlecht verteidigt. Wie so oft in den letzten Wochen. Man City zurzeit noch Remis bei den Bolton Wanderers. Mark Hughes spielt derzeit also für seine vorherige Trainerstation.

[17h25] Blackburn führt bei den Wolves mit 1:0 durch ein Tor von Jason Roberts. Die Rovers damit auf gutem Wege, stehen jetzt bei 43 Punkten.

[17h22] Man Utd – Blackpool 1:0, Ji-Sung Park, 21. Minute

Der erste Fehler in der Defensive von Blackpool – und ein Champion nutzt sowas aus. Langer Ball auf Berbatov, der direkt weiterlegt zu Park. Der Südkoreaner schüttelt spielend leicht seine zwei Gegenspieler ab und hebt den Ball über den herauseilenden Gilks ins Tor. Da haben die Seasiders in der Defensive komplett geschlafen und werfen damit gute erste 20 Minuten weg. Wird ein langer Weg zum Klassenerhalt.

[17h19] Blackpool geht defensiv wie offensiv einen sehr hohen Aufwand. Bei Ballbesitz Man Utd doppelt Blackpool meist den ballführenden Spieler, die Verteidiger lassen Berbatov und Park kaum aus den Augen, stehen dich an den Gegenspielern. Das Mittelfeld wird ganz eng gemacht, aus dem 4-3-3 wird dann eher ein 4-5-1. Ganz viel Laufarbeit, Verschieben und Organisieren. Gelingt bis jetzt ganz gut. Nur im Angriff agieren die Seasiders etwas zu hastig.

[17h14] Noch keine Tore an diesem Sonntag. Im Kampf um Platz 3 Man City und Arsenal mit dem besseren Beginn in ihren Spielen. Im Old Trafford hat sich die Begegnung jetzt auch ein wenig beruhigt.

[17h09] Chancen im Minutentakt, diesmal für Manchester, als Berbatov plötzlich völlig frei vor Gilks auftaucht, der aber glänzend reagiert und den Ball immerhin noch nach vorne abwehren kann. Dann wird zur Ecke geklärt. Könnte hier 2:1 für Blackpool stehen, noch aber keine Tore.

[17h07] Blackpool gefällt mir sehr in den ersten Minuten. Nach einer Ecke kommt die flache Hereingabe von Adam, in der Mitte verpasst Taylor-Fletcher ganz knapp nur.

[17h05] Munterer Beginn im Old Trafford. Man Utd durch Rafael mit einer guten Chance, Volleyabnahme mit links aus knapp 20 Metern, allerdings zu zentral, keine Probleme für Gilks im Tor. United agiert sehr vorsichtig, ist um Ballbesitz bemüht, spielt wenig Risiko. Und macht trotzdem zu viele Fehler im Spielaufbau bisher.

[17h02] Um Himmels willen, 30 Sekunden gespielt und Blackpool hat die 1000%-Chance zur Führung. Ballverlust von Scholes, DJ Campbell legt nach links zur Charlie Adam raus, der sich fein bis zur Torlinie durchsetzt, Pass in den Rückraum, wo Southern völlig frei steht, das Tor vor sich hat, den Ball aber nicht richtig trifft.

[17h01] Beginn 1. Halbzeit

[16h57] Großartige Atmosphäre im Old Trafford, als die Blackpool-Spieler den einlaufenden Red Devils applaudieren und die Fans eine tolle Choreographie mit dem Schriftzug “Champions” aufziehen. Ansonsten grusliges Wetter in Manchester, es regnet und stürmt.

[16h55] Ian Holloway im Interview bei Sky: “What is the plan?” “To win”. Ein typischer Holloway. Will über Standardsituationen zum Erfolg kommen.

[16h53] Zum Mitschreiben die Ausgangslage vor den 90 Minuten:

Direkte Qualifikation für die Champions League: Man City (ein Zähler vor Arsenal)
Direkte Qualifikation für die Europa League: Tottenham Hotspur (ein Punkt vor Liverpool)
Abgestiegen: Wigan Athletic, FC Blackpool

Ansonsten braucht es heute sicherlich häufiger die Blitztabelle. Wenn ich mal meinen Tipp abgeben dürfte: Man City und Liverpool qualifizieren sich. Blackburn und Blackpool steigen ab. Aber ich bin im Tippen nicht wirklich gut.

[16h49] Die Aufstellungen im Old Trafford

Manchester United: Van der Sar – Rafael, Vidic, Evans, Evra – Scholes, Fletcher – Nani, Anderson, Park – Berbatov

FC Blackpool: Gilks – Eardley, Baptiste, Evatt, Crainey – Southern, Vaughan, Adam – Taylor-Fletcher, DJ Campbell, Puncheon

Ein paar Akteure schont Sir Alex also doch. Rooney sitzt nur auf der Bank, Hernandez ist gar nicht im Kader. Nani und Anderson sollen über die Flügel kommen, Scholes und Fletcher sollen die Zentrale zumachen. Bei Blackpool keine großen Überraschungen, wie immer unter Ian Holloway offensiv ausgerichtet. Charlie Adam soll im Mittelfeld die Fäden ziehen, Taylor-Fletcher und DJ Campbell für die Tore sorgen.

Und es ist das Ende einer großen Karriere. Aller Voraussicht nach das letzte Spiel von Edwin van der Sar für die Red Devils in der Liga.

[16h42] Sky meldet sich mit Markus Gaupp bereits um 16:45 Uhr aus Manchester.

[16h41] Die schwierigste Aufgabe im Tabellenkeller hat der FC Blackpool. Die Seasiders müssen zum amtierenden Meister Manchester United. Bevor es im Old Trafford die Übergabe des Meisterpokals gibt, wird aber erstmal Fußball gespielt. Blackpool-Trainer Ian Holloway gibt sich vor dem Showdown wie gewohnt sehr charmant:

“It will be the end of the world. It will definitely feel like that. You can’t be a football manager, or a player, or have anything to do with a club and be happy if you go down. (But) there is no danger of not being in existence. We will not go out of business. We have contracts to protect the club that other clubs don’t. More fool them.”

[16h38] Im Fokus um den Klassenerhalt ist vor allem das direkte Duell zwischen Wolverhampton und Blackburn. Die Rovers können auf Christopher Samba zurückgreifen, der heute Mittag den Fitnesstest bestanden hat.

[16h35] Wie schon in der Vorschau geschrieben, gibt es heute Nachmittag drei Schauplätze. Der Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League und die Europa League. Sowie der Abstiegskampf. Wer folgt West Ham United in die Championship? Wigan, Blackburn, die Wolves, Blackpool oder Wigan Athletic?

[16h32] Schönen Nachmittag zusammen.

Premier League 2010/2011 Preview #38 – The Great Escape am Survival Sunday?

Am Sonntag findet der letzte Spieltag in der Premier League Saison 2010/2011 statt. Eine ereignisreiche und spannende Saison liegt hinter uns. Ich werde noch einen kleinen Rückblick die Tage schreiben, jetzt aber zunächst mal der Blick auf die finalen 90 Minuten am Sonntag. Um 17:00 Uhr deutscher Zeit werden alle Spiele angepfiffen. Sky überträgt ab 16:55 Uhr die Partie Manchester United gegen den FC Blackpool (Kommentar: Markus Gaupp).

Viele Plätze sind schon vergeben: Manchester United ist mit dem 19. Titelgewinn Rekordmeister auf der Insel, der FC Chelsea hat sich den zweiten Platz gesichert. Mit West Ham United steht bereits ein Absteiger fest. Die Queens Park Rangers und Norwich City steigen in die Premier League auf, der dritte Aufsteiger wird dann übernächsten Montag im Playoff-Finale ermittelt. Trotzdem bleiben am letzten Spieltag noch drei Brennpunkte, auf die es sich lohnt näher hinzuschauen.

Brennpunkt I: Die direkte Qualifikation für die Champions League
Im Fernduell kämpfen Manchester City und der FC Arsenal um den dritten Platz in der Tabelle. Die Citizens haben dabei die bessere Ausgangslage, liegen einen Punkt von den Gunners. Das Team von Arsene Wenger hat aber ein um vier Treffer besseres Torverhältnis. Zum ersten Mal seit 43 Jahren wird Man City unter den ersten Vier der Tabelle landen, jetzt will die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini mit dem dritten Platz das vereinbarte Saisonziel direkt erreichen. Manchester City muss zu den Bolton Wanderers reisen. Bei den Gastgebern wird Mark Davies nach seiner Knöcheloperation fehlen, ansonsten kann Owen Coyle auf seine beste Elf zurückgreifen. Johan Elmander wird wieder im Kader sein. Mit besonderer Motivation geht Carlos Tevez in die Partie. Gemeinsam mit Dimitar Berbatov steht der Argentinier bei 20 Saisontreffern und will im Fernduell mit dem Stadtrivalen zum ersten Mal die Torjägerkrone nach Eastlands holen. Blickt man zum FC Arsenal, die einmal durch die Hauptstadt zum FC Fulham reisen müssen, sieht man fast nur Probleme in diesen Tagen. Die Titelchancen in dieser Saison hat man alle erbärmlich vergeigt, letzte Woche fehlte im Heimspiel gegen Aston Villa jegliche Einstellung. Es wirkt so, als hätten drei Viertel der Arsenal-Mannschaft die Saison schon abgeschenkt. Und zu allem Überfluss ist die Personaldecke bei den Gunners eher dünn. Fabregas wird defintiv ausfallen, hinter Nasri, Clichy und Diaby steht ein großes Fragezeichen. Arsenal hat nur zwei der letzten 10 Ligaspiele gewonnen, bei Fulham steht die Quote immerhin bei fünf aus neun. Und so hat Mark Hughes dann doch souverän den Klassenerhalt geschafft. Und jetzt wollen die Cottagers zum Abschluss noch einmal Spielverderber spielen.

Brennpunkt II: Der Kampf um den Europa League Platz
Am vergangenen Wochenende hatte der FC Liverpool die große Chance für die Vorentscheidung zu sorgen, doch die Reds verloren mit 0:2 gegen die Tottenham Hotspur. Und so geht der Kampf um den fünften Platz in eine weitere Runde. Entscheidung an diesem Wochenende. Und beide stehen vor schwierigen Aufgaben. Der FC Liverpool muss bei Aston Villa antreten. Am liebsten würde Liverpool nach dem schwachen Saisonstart noch ein paar Spieltage mehr absolvieren. Beide Teams in Bestbesetzung, bei Pool wieder Raul Meireles wieder dabei, Villa kann auf Cieran Clark zurückgreifen. Die Gastgeber haben nur eines der letzten sieben Spiele verloren, Liverpool hat aus den letzten 15 Spielen 32 Punkte geholt. Die Tottenham Hotspur können vor eigenem Publikum den fünften Platz perfekt machen. Derzeit liegen die Spurs einen Zähler vor Liverpool, haben das schlechtere Torverhältnis gegenüber den Reds. Tottenham braucht, wenn Liverpool gewinnt, also drei Punkte. Die soll es gegen Birmingham City geben. Die Blues von Alex McLeish sind eines von fünf Teams, die noch um den Klassenerhalt kämpfen. Bei Tottenham wird Rafael van der Vaart fehlen.

Brennpunkt III: Abstiegskampf
Es ist Survival Sunday auf der Insel. Fünf Teams kämpfen noch um den Klassenerhalt. Nur West Ham United hat den Weg gen Championship bereits angetreten. Schauen wir zur Verdeutlichung zunächst auf die Platzierungen im Tabellenkeller vor dem Sonntag:
15. Blackburn Rovers (40 Punkte, -14 Tore)
16. Wolverhampton Wanderers (40 Punkte, -19 Tore)
17. Birmingham City (39 Punkte, -20 Tore)
18. FC Blackpool (39 Punkte, -21 Tore)
19. Wigan Athletic (39 Punkte, -22 Tore)
Die fünf Teams liegen also alle innerhalb eines Punktes. Sehr viel spannender kann es nicht sein. Und da es außer der Partie Blackburn gegen die Wolves keine direkten Duelle im Keller gibt, können alle fünf Teams noch den Abstieg erleiden. Fest steht aber auch: Blackpool und Wigan müssen punkten, eine hohe Niederlage von Birmingham City einzukalkulieren wäre schon sehr riskant. Die vielleicht schwierigste Aufgabe hat das Team von Ian Holloway, der FC Blackpool ist zur Übergabe des Meisterpokals bei Manchester United zu Gast. Holloway hat alle Gedankenspiele nach dem Motto, United sei schon Meister, hat ein CL-Finale vor sich und werde deshalb überhaupt nichts riskieren und gemütlich die Eier schaukeln im Old Trafford eine Absage erteilt. Mit dieser Einstellung gehe sein Team nicht in die Partie. Und auch Sir Alex Ferguson hat schon mal heute angekündigt, dass er seine Stars nicht alle schonen werde. Birmingham City muss – wie weiter oben schon erwähnt – bei Tottenham antreten. Sollten die Spurs in Torlaune kommen und Blackpool im Old Trafford unter die Räder geratan, wäre das die große Chance für Wigan Athletic. Blöderweise treten die Latics bei den heimstarken Potters aus Stoke an. Das sind für alle drei Teams und insbesondere für die beiden Kandidaten auf den Abstiegsplätzen schwierige Begegnungen. Und deshalb könnte es sein, dass vielleicht Wolverhampton und Blackburn gar nicht punkten müssen. Aber kann man sich darauf verlassen? Einer wird sowieso punkten, denn die beiden spielen gegeneinander. Wolves-Trainer Mick McCarthy hat die Ausgangslage für den Sonntag dann auf die sehr einfache Formel gebracht: Just win it! Und das geht im Tabellenkeller für alle Mannschaften.

Uns erwartet also ein spannender Sonntagnachmittag. Ich versuche die Zeit zu finden den letzten Spieltag live mit zu bloggen.

Zitat des Tages: Dienstag, 3. Mai 2011 – Watching Poor Performances

”Watching our poor away performances week after week, and not having the ability to influence things, has impacted on us. My family think I’m mad devoting so much time and money to the club and, as the match was on TV, I decided to watch it on TV. We couldn’t influence the result, we donated the cost of private plane to a charity for terminally ill children, we thought that would do more good. Had it not been on TV we would have been there.”

David Sullivan, Besitzer von West Ham United, hatte letzten Sonntag keine Lust beim Auswärtsspiel von West Ham dabei zu sein [via Daily Telegraph]

Auch David Gold, der zusammen mit Sullivan die Geschicke bei den Hammers leitet, war nicht im City of Manchester Stadium dabei. Das ist jetzt in erster Linie keine große Meldung wert. Roman Abramovitsch schaut sich schließlich auch nicht jedes Heimspiel des FC Chelsea an, und die US-Besitzer des FC Liverpool wurden am Sonntag gegen Newcastle nicht an der Anfield Road gesichtet. Vielmehr erstaunt die Begründung von David Sullivan: die schlechten und erfolgslosen Auswärtsspiele der Hammers in letzter Zeit. Der letzte Sieg in der Fremde datiert vom 2. Februar, damals ein 3:1 beim FC Blackpool. Seitdem hagelte es fast nur deutliche Niederlagen. Konsequenz: West Ham ist Schlusslicht in der Tabelle, drei Punkte fehlen bis zum rettenden Ufer. Drei Spiele sind noch zu absolvieren. West Ham wird wohl mindestens zwei Siege benötigen um den Klassenerhalt zu schaffen.

Und das Restprogramm hat es in sich: Samstag empfangen die Hammers im Upton Park die Blackburn Rovers, die auf Rang 16 platziert sind und sechs Punkte mehr haben als West Ham. Ein Must-Win-Game für das Team von Avram Grant, ebenso wie die Partie am darauffolgenden Wochenende: Kellerduell bei Wigan Athletic, drei Punkte vor West Ham auf dem ersten Abstiegsplatz. Wird spannend zu sehen sein, ob David Sullivan und David Gold dann wieder live im Stadion sein werden.

Hängt wohl auch vom Ergebnis am Samstag ab. Wenn es ganz blöd läuft an diesem Samstagnachmittag und Blackpool unwahrscheinlicherweise bei Tottenham gewinnt und West Ham verliert, könnte der Abstieg schon so gut wie besiegelt sein. Was dann für die Besitzverhältnisse im Verein heißen und ob Gold und Sullivan sich weiter den Reisestress und die finanzielle Unterstützung eines dann Zweitligisten antun, wird zu klären sein. Ein sportlicher Umbruch würde ebenso folgen. Aber soweit ist es ja noch nicht. Noch hat West Ham es selbst in der Hand.

Premier League 2010/2011 #35, FC Arsenal – Manchester United

[16h58] Endstand FC Arsenal – Manchester United 1:0

Kein großes Spiel mit vielen Torchancen, aber spannend und nervenaufreibend zum Schluss. Überhaupt hatte auch Arsenal nur zwei Schüsse aufs Tor in der zweiten Hälfte. Da stimmte dann wenigstens mal die Chancenauswertung. United muss sich vorwerfen lassen, dass sie vor allem in der ersten Hälfte zu wenig nach vorne gemacht haben. Und die Aktionen in der zweiten Hälfte waren jetzt für Szczesny und die Arsenal-Abwehr auch nicht die Gefährlichsten. Da fehlte es an Zielstrebigkeit und dem letzten Willen. Arsenal fiel diesmal nicht wie ein Kartenhaus mit der Führung im Rücken zusammen und hielt ganz gut dagegen. Über 90 Minuten gesehen geht der Sieg okay, weil Arsenal vor allem in den ersten 30 Minuten viel Leidenschaft und Engagement zeigte.

Damit ist das Meisterschaftsrennen wieder ganz offen. United drei Punkte vor Chelsea und nächsten Sonntag gibt es im Old Trafford das direkte Duell. Arsenal festigt mit diesem Sieg den 3. Platz.

Einen schönen Sonntagabend noch. Bis demnächst.

[16h56] Nochmal Freistoß für United aus guter Position, eine Minute noch.

[16h53] Vier Minuten Nachspielzeit

[16h51] Diesmal hat Arsenal ein wenig Glück, als ein Foul von Clichy an Owen kein Elfmeter nach sich zieht. Hätte man geben können. Bisher verteidigt Arsenal gut, lässt wenig zu. Aber sie spielen die Konter nicht gut zu Ende.

[16h49] Fünf Minuten plus Nachspielzeit noch.

[16h48] Wechsel Man Utd: Michael Owen für Michael Carrick

[16h46] Hitzige, spannende und ereignisreiche Schlussphase. Arsenal hat Platz zum Kontern, kämpft, United hält mit allem dagegen.

[16h41] Wechsel Arsenal: Emmanuel Eboue für Walcott

Im Gegenzug Konter der Gunners über Ramsey und Walcott, Van Persie trifft aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

[16h40] United erhöht den Druck ohne große Torchancen zu produzieren. Aber Arsenal wirkt schon wieder so, als hätten sie innerlich schon abgeschaltet. Konter der Red Devils. Nani scheitert an Szczesny. Und Arsenal schwimmt, steht hinten viel zu offen. Spannende Schlussphase kündigt sich an.

[16h38] Viertelstunde noch. Das Spiel ist noch nicht durch, sagt schon der Spielstand. Aber auch, weil Arsenal nach dem Tor nicht wirklich weitere Chancen kreiert hat. Die Gunners nutzen den Platz im Mittelfeld nicht gut aus. Gleichwohl kann auch United keine großen Torchancen erspielen, weil Hernandez komplett abgemeldet ist. Auch Rooney tut sich schwer. Könnte das Mittelfeld zu einem Schlüssel werden? Wilshere, Song und Ramsey halten den Laden bisher noch zusammen. Es kommen aber insgesamt zu wenig Impulse für Van Persie. Und United ist ja jederzeit in der Lage ein Tor zu schießen.

[16h37] Wechsel Manchester United: Berbatov für Hernandez

[16h32] Wechsel FC Arsenal: Sebastian Squillaci für den verletzten Djourou. Defensiv eine klare Schwächung für die Gunners. Der Sommer-Neuzugang sicher der schwächste Innenverteidiger, hatte zuletzt auch wenig Spielpraxis. Mal sehen, ob das noch ein Schlüssel in diesem Spiel wird. Die Fans sind wenig begeistert.

[16h29] Arshavin nach seiner Einwechselung bisher überhaupt kein Gewinn für das Offensivspiel der Gunners. Wirkt sehr lustlos, teilnahmslos, geht wenig in die freien Räume. Nasri übrigens mit leichter Oberschenkelzerrung in der Kabine geblieben.

[16h24] Man Utd versucht zu antworten. Nach einer Ecke setzt sich Vidic in der Mitte gegen Djourou durch, Kopfball geht knapp am Tor vorbei.

[16h23] Preisfragen: Schafft es Arsenal mal eine Führung in einen Sieg umzumünzen? Gibt es mehr als fünf Minuten Fergie-Time am Ende des Spiels?

[16h19] 1:0, Aaron Ramsey, 56. Minute

Endlich mal wieder ein schön vorgetragener Angriff. Balleroberung von Song, Van Persie weicht auf den Flügel aus, zieht in die Mitte, bedient den mitgelaufenen Ramsey, der mit einem Flachschuss ins lange Ecke Van der Sar keine Chance lässt. Carrick zu weit vom Waliser entfernt. Verdiente Führung.

[16h19] Wechsel Man Utd: Valencia für Anderson

Ferugson will also mehr Drück über den rechten Flügel bringen. Damit düfte Nani wohl eher nach links rücken. United gestaltet das Spiel mittlerweile ausgeglichen.

[16h16] Bezeichnend, dass gerade ein Abwehrspieler für den FC Arsenal es mal mit einem Distanzschuss versucht. Sagna zieht in die Mitte, Schuss mit links knapp am langen Pfosten vorbei. Mehr schießen ist jetzt nicht die schlechteste Idee.

Im Gegenzug verpasst Hernandez eine Flanke von Nani nur ganz knapp. Szczesny auf dem Posten. Wieder mal.

[16h15] Offeneres Spiel in den ersten Minute der zweiten Halbzeit, weil Man Utd etwas mehr nach vorne investiert, nicht mehr ganz so tief verteidigt. Könnte spannend werden, wenn dadurch Arsenal mehr Räume im Mittelfeld bekommt.

[16h12] Beste Chance fast in diesem Spiel – für Manchester United. Freistoß Rooney aus 22 Metern. Szczesny in der Ecke, fliegt richtig schön in die Ecke und fischt die Kugel aus der Ecke. Tolle Szene von beiden.

[16h08] Beginn 2. Halbzeit

[16h06] Wechsel FC Arsenal: Andrej Arshavin für Samir Nasri

[16h04] So, mal sehen, ob Arsenal die Lust und Leidenschaft hat weiter auf das 1:0 zu gehen und nicht gleich verzweifelt, dass man aus der Überlegenheit keine Tore geschossen hat.

[15h52] Halbzeit FC Arsenal – Manchester United 0:0

Arsenal spielbestimmend mit starken ersten 15 Minuten. Danach fuhr man das Tempo etwas zurück, hatte aber weiter mehr Ballbesitz und mehr Zug zum Tor. Wie immer zuletzt stehen Aufwand und Ertrag in keinem betriebswirtschaflich freundlichen Verhältnis. Bei der Überlegenheit zu Beginn muss einfach ein Tor rausspringen. Zudem hatten die Gunners Pech, als der Handelfmeter von Vidic nicht geahndet wurde. United offensiv mal ein klein wenig aktiv, aber viel kam da nicht. Dafür eine solide Leistung in der Defensive, die es schafft, große Torchancen des FC Arsenal zu verhindern.

[15h47] Dass ich das nochmal schreiben darf. Bester Akteur auf dem Platz in der ersten Halbzeit: Clichy

[15h45] Fünf Minuten noch bis zur Halbzeit. Unverändeter Aggregatzustand. Arsenal spielbestimmend, United hin und wieder vorsichtig offensiv dabei. Arsenal erspielt sich aber keine weiteren Torchancen.

[15h38] Meine Fresse, Vidic klärt eine Flanke von Sagna vor dem einköpfenden Van Persie ganz klar mit der Hand. Sah man aber erst in der Zeitlupe. Aber wenn Foy das sieht, muss es Elfmeter für Arsenal geben. Glück für Sir Alex. Nennt man wohl Karma in Bezug auf die Beziehung Ferguson-Schiedsrichter.

[15h33] Schon ein wenig überraschend, wie Arsenal das Mittelfeld dominiert. Da hätte ich mir von United doch mehr erwartet. Bisher ging aus Sicht der Gäste aber alles in Ordnung. Man ist zwar unterlegen, hält das Spiel vom Ergebnis aber offen. Rooney und Hernandez lauern auf Konter. Und bisher steht Man Utd defensiv kompakt und sicher und lässt wenig anbrennen. Da kann Arsenal noch so viel Ballbesitz und Passgenauigkeit haben. Das ist erstmal für United nicht gefährlich. Es fehlen weiterhin die Torabschlüsse.

[15h25] Aaron Ramsey gefällt mir richtig gut, bei Jack Wilshere ist mal wieder ein wenig das alte Leid zu beobachten. Engagiert, aber in den wichtigen Situationen ein wenig zu überhastet. Aber das ist zu verzeihen. Aus dem Nichts Man Utd mit der Chance zum 1:0. Aber Fabio findet Hernandez in der Mitte nicht, stattdessen nur Ecke. Zum ersten Mal Gefahr vor dem Tor von Szczesny. Und nochmal: Arsenal muss bei der Überlegenheit langsam mal zu größeren Torchancen kommen.

[15h20] Weiter offensiv nur Arsenal, wenngleich Man Utd für ein paar Minuten mal für ein wenig Entlastung sorgte. Zuspiel von Wilshere auf Walcott, der Engländer muss nur noch zur Führung einschieben, aber Evra klärt im letzten Moment vor Walcott zur Ecke. Wie immer bisher: Viel Aufwand, wenig Ertrag für die Gunners. Aber sie kämpfen und spielen zielstrebig nach vorne.

[15h16] Fast 80 Prozent Ballbesitz für die Gunners in den ersten 10 Minuten. Aber noch 0:0.

[15h12] Flottes und direktes Spiel beim FC Arsenal, bis man auf die Abwehrmauer der Red Devils fährt und dann nicht ganz weiß, wo man mit dem Ball hin soll. Aber das lässt sich gut ansehen. Kopfball Van Persie übers Tor, Walcott verpasst eine Hereingabe in der Mitte nur knapp. Von United offensiv noch gar nichts zu sehen.

[15h08] Ordentlicher Beginn der Gunners. Und nach drei Minuten die riesen Chance zur Führung für Arsenal. Ball läuft gut im Mittelfeld über Wilshere und Song. Van Persie gibt auf rechts raus zu Walcott, dessen Flanke Vidic vor die Füße von Wilshere klärt. Doch der verzieht aus bester Position. War viel mehr drin. Momentan nur Arsenal. Aber United ist immer gefährlich, auch wenn sie nicht so scheinen.

[15h05] Beginn 1. Halbzeit

Arsenal in rot-weiß von links nach rechts mit Anstoß, Man Utd in den dunklen Trikots. Chris Foy ist der Referee.

[15h03] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Szczesny – Sagna, Koscielny, Djourou, Clichy – Song, Wilshere – Ramsey, Walcott, Nasri – van Persie

Manchester United: Van der Sar – Fabio Da Silva, Ferdinand, Vidic, Evra – Park, Carrick, Anderson, Nani – Hernandez, Rooney

Ein Wechsel bei den Gunners. Cesc Fabregas fehlt verletzt, hat gestern im Training ein Schlag auf das Knie bekommen. Dafür spielt Aaron Ramsey im Mittelfeld. Sonst alles beim alten. Die Gäste mit zwei Wechseln im Vergleich zur Champions League auf Schalke. Giggs und Valencia bekommen eine Pause, Anderson und Nani dafür von Beginn an in der Partie.

[14h59] Manchester United hat die letzten sieben Aufeinandertreffen gegen Arsenal nicht verloren, darunter sechs Siege. Auch diese Bilanz will/muss Arsenal wieder aufbessern. Ein Spiel für die Ehre, wie es Arsene Wenger formuliert hat.

[14h57] Englischer Meister kann der FC Arsenal nicht mehr werden, aber heute noch mal entscheidend in das Titelrennen eingreifen. Denn nach dem Sieg von Chelsea gestern liegen die Red Devils nur drei Punkte vor den Blues aus der Hauptstadt. Ein Sieg heute gegen Man Utd macht die Meisterschaft wieder spannend. Und nach den Rückschlägen der letzten Wochen hat Arsenal vor den eigenen Fans noch so einiges gut zu machen. Das Duell der Trainerlegenden, Wenger gegen Sir Alex im ausverkauften Emirates. Sollte ein spannender Nachmittag werden.

Premier League 2010/2011 #35, FC Liverpool – Newcastle United

[14h53] Endstand FC Liverpool – Newcastle United 3:0

Letzlich verdienter und souveräner Sieg des FC Liverpools gegen schwache Gäste aus Newcastle, die Liverpool mit eigenen Fehlern die Tore ermöglicht haben und gleichzeitig nur zehn Minuten mal ordentlich Fußball gespielt haben. Das haben die Reds angenommen ohne selbst viel in dieses Spiel zu investieren. Einzig nach dem 2:0 haben sie mal fünf Minuten lang Druck auf die Magpies-Abwehr ausgeübt und wurden prompt mit dem 3:0 belohnt. Dann war das Spiel auch eigentlich entschieden. Liverpool verbessert mit auf dem 5. Rang und setzt Tottenham unter Druck. Newcastle muss weiter vor eigenem Publikum punkten. Und für nächste Saison sollten sich die Magpies die Reise an die Anfield Road sparen. Newcastle noch nicht gerettet, aber da sollte eigentlich trotzdem nichts mehr passieren.

[14h49] Vier Minuten Nachspielzeit an der Anfield Road. Die braucht eigentlich keiner.

[14h45] Wechsel FC Liverpool: Jo Cole für Suarez

[14h42] Wechsel Newcastle: Shola Ameobi geht, Kuqi für ihn in der Partie.

[14h41] Restprogramm des FC Liverpool: Übernächsten Montag in Fulham, am 15. Mai zuhause gegen Tottenham (!) und am letzten Spieltag am 22. Mai bei Aston Vila. Sechs Punkte sollten es schon sein, damit die Chancen auf den 5. Platz intakt bleiben.

[14h40] Wechsel FC Liverpool: John Flanagan geht, Shelvey kommt.

[14h38] Gute 10 Minuten noch. Newcastle bäumt sich ein klein wenig auf, aber weiterhin sind es nur Gutierrez und Jose Enrique, die etwas Spielkultur ins Spiel der Gäste bringen. Barton gelingt gar nichts. Und Shola Ameobi steht zwar auf dem Spielberichtsbogen, wirklich gesehen habe ich ihn aber noch nicht. Ah, da ist er ja, wollte einen Elfmeter gegen Skrtel haben. Kann man überlegen.

[14h33] Wechsel Newcastle: Lövenkrands geht, Nile Ranger kommt.

Die Gäste offensiv weiter komplett harmlos. Da schlägt selbst Mikael Silvestre gefährlichere Flanken als die Außenbahnen der Magpies. Liverpool hat das Spiel im Griff und bringt das ruhig und gekonnt über die Zeit.

[14h29] Zum Glück hat Newcastle noch zwei Heimspiele, gegen Birmingham und West Brom. Da sollten die Magpies vor eigenem Publikum den Klassenerhalt sicher machen. Denn mit so einer Leistung wie heute wird man auswärts überall Probleme bekommen, ganz schwacher Auftritt.

[14h28] Wechsel FC Liverpool: Andy Carroll für Maxi Rodriguez

[14h23] 3:0, Luis Suarez, 65. Minute

Das muss man Liverpool lassen. Nach dem 2:0 haben sie nicht den Fuß vom Gaspedal genommen und weiter nach vorne gespielt. Und sie wurden belohnt, weil Newcastle mittlerweile hoffnungslos überfordert ist. Suarez spielt erst mit dem Bein von Colocini Doppelpass, der Ball kommt zu Kuyt, der wunderschön in den freien Raum zu Suarez durchsteckt. Suarez frei vor Krul und hat keine Probleme beim Einschieben. 3:0 ein Tick zu hoch, aber markiert zumindest das deutlich größere Engagement der Reds. Die Begegnung dürfte damit durch sein.

[14h17] 2:0, Dirk Kuyt, 59. Minute

Eiskalt verwandelt ins untere linke Eck vom Schützen aus gesehen. 12. Saisontreffer für den Niederländer. Das dürfte es für Liverpool schon gewesen sein, so schwach wie Newcastle in der Offensive agiert. Auch das 2:0 hat sich nicht wirklich abgezeichnet.

[14h17] Elfmeter Liverpool

Ganz dämlich für Newcastle gelaufen. Langer Abschlag von Reina, Suarez eigentlich in der schlechteren Position zum Ball, doch Williamson stellt sich amateurhaft an, lässt Suarez an sich vorbei und kann ihn dann nur noch mit einem Foul helfen. Berechtigter Elfmeter und gelb für den Innenverteidiger.

[14h12] In der zweiten Halbzeit spielt Glen Johnson übrigens auf rechts und der Platzverweis gefährdete Flanagan auf links. Weil auf der rechten Seite von Newcastle die Chance für einen gefährlichen Zweikampf trotz Joey Barton nahezu gegen null geht. Weiter ein schwaches Spiel.

[14h10] Das Spiel befindet sich immer noch im Schwebezustand und kann sich nicht so richtig entscheiden, wo es hingehen soll. Eher in Richtung 2:0 für Liverpool oder doch der Ausgleich? Momentan sehe ich aufgrund der individuellen Klasse in der Liverpool-Offensive eher die Reds im Vorteil, aber richtig mit Torchancen lässt sich das nicht untermauern. Es passiert einfach zu wenig. Kuyt läuft wieder viel, ist bemüht, findet aber selten eine Anspielstation, weil zumindest Suarez gut von Colocini bewacht wird.

[14h05] Und nach 46 Sekunden in der zweiten Halbzeit hat Newcastle die beste Chance des Spiels. Über links passt Nolan in die Mitte, am langen Pfosten schiebt Barton knapp am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug Liverpool mit der guten Gelegenheit zum 2:0, als sich Suarez gegen Colocini durchsetzt, sein Schuss von Williamson aber zu Ecke abgewehrt wird. Die anschließende Ecke bringt dann nichts ein.

[14h04] Beginn 2. Halbzeit

[13h48] Halbzeit FC Liverpool – Newcastle United 1:0

Ordentliche erste 10 Minuten der Reds. Aber nach der Führung war das erschreckend schwach von den Gastgebern. Bei der mentalen Verfassung von Newcastle hätte man durchaus ein schnelles 2:0 nachlegen können. Newcastle wollte 25 Minuten überhaupt nicht an diesem Spiel teilnehmen. Dann haben sie plötzlich festgestellt, dass Liverpool gar nichts mehr macht und man ja vielleicht mal selbst einen Fuß in diese Partie bringen könnte. Taten die Magpies dann, ohne aber wirklich gefährlich vor dem Tor von Reina zu sein und sich Torchancen in Hülle und Fülle zu erspielen. Im Gegenteil: Newcastle bliebt trotz größeren Spielanteilen genauso harmlos offensiv wie Liverpool. Und so geht es nach schwachen 45 Minuten mit einer knappen Führung für die Reds in die Kabinen. Kann fast nur besser werden.

Halbzeit auch im Parallelspiel, wo es zwischen Birmingham City und den Wolverhampton Wanderers 1:1 steht.

[13h41] Fünf Minuten noch bis zur Pause. Newcastle jetzt mit der besten Phase. Was fehlt, ist ein gelungener Torabschluss. Reina war, glaube ich, erst zweimal am Ball.

[13h37] Newcastle jetzt mit der ersten kleinen offensiven Druckphase, erspielen sich einige Ecken und Freistöße. Aber wirklich geführlich ist das nicht, aber immerhin beschäftigt man Liverpool und hält die Reds vom eigenen Tor fern. Von Liverpool kam in den letzten 10 Minuten viel zu wenig.

[13h33] Birmingham City hat mittlerweile zum 1:1 durch Larsson ausgeglichen, ist aber nur noch zu zehnt, weil Craig Gardner mit gelb-rot frühzeitig in die Kabine muss. Da scheint Action zu sein im St. Andrews.

[13h31] Halbe Stunde durch. Im Nachhinein war das 1:0 Gift für dieses Spiel. Liverpool macht jetzt nicht mehr als nötig und von Newcastle kommt weiterhin ganz wenig. Und so sehen die 40.000 an der Anfield Road ein sehr überschaubares Fußballspiel. Alan Pardew gestikuliert wild an der Seitenlinie mit seinen Spielern. Damit zeigt der Trainer mehr Einsatz als so einige seiner Spieler. Barton, I’m looking at you. Einzig und allein Jonas Gutierrez und Jose Enrique kann man ein wenig Engagement bescheinigen.

[13h24] Zweite ordentliche Offensivszene für den FC Liverpool. Distanzschuss von Spearing aus fast 25 Metern, Krul hält im Nachfassen. Ansonsten Newcastle in der Offensive nicht exsistent. Liverpool zwar bemüht, aber richtig überzeugend ist das auch nicht. Aber es reicht derzeit. Liverpool führt ja 1:0.

[13h20] Und Joey Barton bewirbt sich mal wieder um eine gelbe Karte, wen wundert es.

[13h17] Newcastles Aufbauspiel leidet unter den vielen Fehlern, kaum mal ein Zuspiel, das über zwei, drei Stationen fehlerfrei beim Mitspieler ankommt. Lövenkrands und Ameobi im Sturm bekommen gar keine Zuspiele. Und Liverpool verteidigt bei Ballbesitz der Magpies mit allen Mann in der eigenen Hälfte, wartet auf Fehler um dann schnell zu kontern. Hoheit und Dominanz für Liverpool im Mittelfeld einerseits und weniger Fehler im Spielaufbau. Deshalb verdient sich Liverpool die Führung immer mehr.

[13h11] Wolverhampton geht im Kellerduell und Derby mit 1:0 bei Birmingham City in Führung. Steven Fletcher per Foulelfmeter.

[13h10] 1:0, Maxi Rodriguez, 10. Minute

Erste Chance, erstes Tor. So geht das in diesen Wochen beim FC Liverpool. Schön vorgetragener Angriff der Reds, lassen den Ball im Mittelfeld gut laufen. Kugel geht rechts raus zu Flanagan, dessen präzise Flanke Williamson direkt vor die Füße von Maxi Rodriguez köpft. Schuss des Argentiniers dann noch abgefälscht von Simpson, keine Chance für Krul.

[13h09] Newcastle zunächst vollständig auf die Defensive bedacht, machen die Räume im Mittelfeld eng, stellen die Außenbahnen gut zu. Liverpool tut sich schwer im Spielaufbau. Also noch ganz wenig Fußball. Außer ein kleines Schüsschen von Meireles am Tor vorbei gab es noch nichts Aufregendes. Aber Liverpool bemüht sich.

[13h03] Wie von mir vermutet. Flanagan über die rechte Seite, Johnson auf links. Sonnenschein in Liverpool, gemächlicher Start in die Begegnung.

[13h01] Beginn 1. Halbzeit

[12h57] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Flanagan, Carragher, Skrtel, Johnson – Meireles, Lucas, Spearing – Maxi Rodriguez, Kuyt – Suarez

Newcastle United: Krul – Simpson, Coloccini, Williamson, Jose Enrique – Barton, Nolan, Tiote, Gutierrez – Lövenkrands, Ameobi

Newcastle wie gewohnt im klassischen 4-4-2. Das lässt Alan Pardew schon die ganze Rückserie spielen und das klappt zumindest vor eigenem Publikum ganz gut. Newcastle unverändert gegenüber dem 1:1 gegen Blackpool am letzten Wochenende. Kapitän Kevin Nolan ist rechtzeitig fit geworden. Bei Liverpool kehrt Glen Johnson nach Verletzung zurück ins Team. Nachwuchsspieler Jack Robinson kehrt dafür wieder auf die Bank zurück. Johnson wird wohl wieder auf der Linksverteidigerposition starten, da Flanagan rechts spielt. Schauen wir mal.

[12h50] Liverpool hat die letzten fünf Partien gegen Newcastle an der Anfield Road für sich entschieden. Überhaupt sind die Reds in guter Form. Sie holten sieben Punkte aus den letzten drei Spielen. Newcastle konnte nur eines der letzten sieben Auswärtsspiele gewinnen. Ganz besonderer Tag natürlich in erster Linie für Andy Carroll, der im Winter Newcastle in Richtung Merseyside verließ. Der Stürmer ist nach seiner Knieverletzung aber immer noch nicht richtig fit und sitzt zunächst auf der Bank. Zu den Aufstellungen gleich mehr.

[12h45] Nach der unglücklichen Niederlage der Tottenham Hotspur gestern beim FC Chelsea kann der FC Liverpool heute mit einem Sieg auf den fünften Platz vordringen und die Spurs überholen. Man hätte dann aber bereits ein Spiel mehr ausgetragen und wäre nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vorübergehend auf dem Europa-League-Platz. Nichts desto trotz wären die Reds mit drei Punkten wieder ganz dick drin im Kampf um den Europapokal. Newcastle United hingegen kann mit einem Sieg heute den Klassenerhalt perfekt machen. Momentan liegen die Magpies sechs Punkte vor den Abstiegsplätzen. Bei noch vier Spielen sollte ein Sieg heute auch dank des besseren Torverhältnisses für Newcastle zum Klassenerhalt reichen. Ist also jede Menge Brisanz in der Begegnung.

[12h40] Alles neue macht der Mai. Nachdem ich im April zahlreiche Arbeitsprojekte endlich final abgeschlossen habe und danach sich der Körper mit Krankheit eine längere Auszeit nahm, bin ich jetzt endlich wieder in der Lage ein wenig mehr Zeit in dieses klitzekleine private Projekt hier zu stecken. Also, alle Augen heute auf die Insel. Zunächst Live-Blog vom Duell der Reds gegen die Magpies. Hereinspaziert!

Zitat des Tages: Montag, 18. April 2011 – Nicht mal mehr Hoffnung

“Of course, we believe we can do it. They will drop points and we believe we are good enough to win every game from now until the end of the season. We go into everything to finish first. We are Arsenal Football Club, we don’t want to finish second and we definitely don’t want to finish third. We just think about winning. It’s a huge disappointment because with a minute to go we scored what we thought was a winning goal. It’s still possible for us to win the title but it’s a big disappointment because we have to say we dropped two points.”

Arsenal-Keeper Szczesny zu den Meisterschaftschancen der Gunners. Klingt sehr optimistisch [via Arsenal online]

Ich habe diesen Optimismus nicht mehr. Seit gestern nicht mehr. Ich hatte ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass Arsenal aus dem Rennen raus ist, wenn sie Liverpool nicht schlagen. Und dabei bleibe ich vorerst. Allenfalls ein richtig starkes Ausrufezeichen, ein souveräner Auswärtssieg bei den Tottenham Hotspur, könnte mich vielleicht noch einmal ein wenig umstimmen. Aber Arsenal und überzeugend mit ein paar Toren während der 90 Minuten – dieses Ereignis sehe ich einfach nicht. Vielleicht ja wieder auswärts, da klappt es ja besser. Und Tottenham spielt vielleicht offensiver als Pool. Ach, alles so viele Konjunktive und Konditionalsätze. Mittwoch wissen wir vielleicht mehr. Aber nach Sonntag spreche ich erstmal nicht mehr von einer Meisterschaftschance des FC Arsenal.

Premier League 2010/2011 #33 – Blackpool und West Ham spüren den Atem der Championship

Fünf Spieltage sind es noch bis zum Saisonende. Zwar haben die meisten Teams noch einige Nachholspiele zu absolvieren, trotzdem biegt auch die Premier League in die heiße Saisonphase ein. Bereits morgen könnte die Entscheidung um die Meisterschaft fallen. Sollte Arsenal morgen gegen Liverpool nicht gewinnen, ist meiner Meinung nach der Zug in Richtung Titel abgefahren. Für die Gunners ist es eine Schlüsselwoche. Morgen daheim gegen die Reds, am Mittwoch in der Nachholpartie bei den Tottenham Hotspur. Sollten da sechs Punkte rausspringen, wird es wieder spannend im Titelrennen.

Während der Kampf um die Meisterschaft morgen schon vorbei sein könnte, bleibt uns das Drama im Abstiegskampf wohl noch länger erhalten. Denn zwischen dem ersten Abstiegsplatz, der derzeit von Blackpool belegt wird, und dem Tabellenzehnten Newcastle United liegen nur sechs Zähler. Dennoch sind im Abstiegskampf heute zwei Teams dem Abstieg wieder ein Stück näher gekommen. Der FC Blackpool befindet sich weiter in freiem Fall. Heute gab es im Kellerduell gegen Wigan Athletic eine 1:3-Heimniederlage. Die Seasiders rutschten damit auf einen Abstiegsplatz, Wigan verließ dieselbigen. Für das Team von Ian Holloway setzt sich die Erfolgsmisere weiter fort. Nur eines der letzten 13 Ligaspiele wurde gewonnen. Und auch heute war Blackpool im 6-Punkte-Spiel gegen die Latics nicht auf der Höhe und bereit sich gegen den Abstieg zu stellen. Wigan ging durch Rodallega in der 3. Minute früh in Führung und kontrollierte das Spiel. Blackpool fiel wenig ein. Und ausgerechnet kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Wigan durch N’Zogbia auf 2:0 – der endgültige Todesstoß für Blackpool. Newcastle und Stoke heißen die nächsten Gegner für Blackpool. Es wird nicht einfacher.

Ganz viel late drama gab es im Upton Park, wo West Ham United mit 1:2 gegen Aston Villa verlor. Die Hammers gingen früh in Führung, Robbie Keane traf bereits nach 100 Sekunden. Villa fand zögerlich ins Spiel und brauchte eine halbe Stunde für die erste Torchance. Dann klappte es besser, Bent mit dem Ausgleich in der 36. Minute. In der zweiten Halbzeit agierten nur noch die Gäste, Villa dominant und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis West Ham den Rückstand kassierte. Lange hielt man sich über Wasser, bis Agbonlahor in der zweiten Minute der Nachspielzeit per Kopf den Siegtreffer markierte. West Ham bleibt Vorletzter und insbesondere die Leistung in der zweiten Halbzeit gab wenig Grund zur Hoffnung, dass West Ham nochmal die Kurve bekommt. Die Mannschaft von Avram Grant hat zwar schon einige Male den Turnaround geschafft diese Saison. Viel Zeit bleibt dafür nicht mehr.

Einen richtig schlechten Lauf hat derzeit auch der FC Sunderland. Bei Birmingham City gab es die achte Niederlage in den letzten neun Spielen – und das ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrent im Abstiegskampf, der nach Punkten mit den Black Cats gleichzog, jetzt das bessere Torverhältnis aufweist und noch ein Spiel weniger hat. Sunderland war im Herbst und Winter noch die Überraschung dieser Saison, und ganz plötzlich steckt man mitten drin im Abstiegskampf. Und das sind dann meist die schwierigsten Situationen. Nächsten Samstag hat man Wigan zu Gast. Die kommen mit Aufwind durch den Sieg in Blackpool. Und diese Partie darf Sunderland eigentlich nicht verlieren. Doch von der Heimstärke aus der ersten Saisonhälfte ist nichts mehr übrig, im Sturm fehlt nach seinem Wechsel zu Villa Darran Bent mehr denn je. Ersatz wurde nicht geholt.

Endgültig gerettet hat sich der FC Everton durch ein 2:0 gegen die Blackburn Rovers. Es war keine leichte Saison für die Toffees, insbesondere um den Jahreswechsel lieferte man fürchterliche Leistungen ab. Trainer David Moyes bekam vom Verein kein Geld für benötigte Neuverpflichtungen, verlängerte aber trotzdem sein Vertrag. Viele verletzte Spieler kehrten zurück und plötzlich spielte Everton wieder besser und erfolgreicher. Der Sieg gegen die Rovers verlängerte die erfolgreiche Serie. Seit dem 13. Februar hat Everton nicht mehr verloren. Leon Osman und Leighton Baines trafen. Blackburn bleibt dagegen im Abstiegskampf.

Final gerettet ist West Bromwich Albion noch nicht, mit 39 Punkten fehlt wahrscheinlich nur ein weiterer Sieg, West Brom macht sich die aktuelle Bilanz durch ein sehr schlechtes Torverhältnis zu Nichte. Heute verließ man als Verlierer den Platz. Der FC Chelsea besiegte die Baggies mit 3:1 und drehte innerhalb von vier Minuten die Partie. Nach der frühen Führung durch Odemwingie (17.) trafen Drogba und Kalou zum 2:1. Lampard sorgte noch vor dem Seitenwechsel für die Entscheidung. Chelsea hält sich zumindest die Chance auf die Meisterschaft ein ganz klein wenig offen. Aber es liegt nicht mehr in den Händen der Blues.

Es liegt an Arsenal, ob die Meisterschaft weiter spannend bleibt. Wenn nicht, hat Chelsea immerhin noch sehr gute Chancen auf den 2. Platz. Morgen Abend wissen wir mehr.

Und wieder eine Saison ohne Titel für den FC Arsenal

Bevor wir loslegen, zu Beginn ein paar Zitate von Arsenal-Trainer Wenger:

“I believe we have done quite well. But my concern is that the policy we have chosen delivers trophies. In the last four, five years we have gone for a young team, to bring them up, while we built the new stadium and I believe we have managed quite well to stay in the top four. But we need to deliver trophies now.”
The Guardian: Arsenal Saisonvorschau, 15.08.2010

“We want to focus on the quality of our performances, and the rest will be the consequences of those performances. The major trophies are the Champions League and the Premiership, but if we can win the League Cup as well, we will take it. We want to win trophies and be at the top, but you can only do as well as you can. At the moment, we are at the end of November and are in quiet a good position in all of the competitions.”
The Daily Telegraph, 30.11.2010

“But because people are so much after us about trophies, we want to win one. There is a weight on the team. We have to deliver trophies. Winning the Carling Cup will mean we don’t have to answer that question any more about whether we can win trophies.”
The Daily Telegraph, 25.02.2011

“We have a good chance to do it this year. We want to win the trophy because we are all conscious we have won nothing yet. The hunger, the talent and I think the nerves are there.”
Football Discussion, 21.03.2011

Noch vor knapp zwei Wochen hat Arsene Wenger also gesagt, dass sein Team Titel gewinnen will. Den Hunger, das Talent und die Nerven werde sein Team dafür haben. Knapp 24 Stunden nach dem trostlosen 0:0 gegen die Blackburn Rovers dürften die Gunners auch ihre letzte Titelchance verspielt haben. Während Manchester United nach einem 0:2-Halbzeitrückstand noch zu einem 4:2 bei West Ham United kam, schaffte es Arsenal über 90 Minuten nicht die Rovers längerfristig unter Druck zu setzen. Und die zwei, drei sehr guten Chancen haben die Gunners dann nicht genutzt. Sieben Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand auf die Red Devils bei einem Spiel weniger sieben Punkte. Arsenal hat Man Utd am 1. Mai zwar noch zu Gast im Emirates, man könnte den Rückstand also ein wenig verkürzen. Gleiches gilt für das Nachholspiel am 20. April gegen Tottenham. Das wäre der Optimalfall, damit zu rechnen sollte man nicht. Und selbst dann würde man immer noch hinter Man Utd herlaufen. Und so problematisch die Defensivprobleme vom Team von Sir Alex sein mögen – Rio Ferdinand ist immerhin schon wieder im Training – scheint es so zu sein, als würde Man Utd stets einen Ausweg aus einer misslichen Lage finden. Arsenal schafft dies nicht.

Und so steht der Klub aus dem Nordosten Londons Anfang April da, wo er zu dieser Jahreszeit eigentlich immer befindet. Man hat in allen Wettbewerben gut mitgehalten, flog in der Champions League gegen das weltbeste Team raus und musste gleich drei Tage später im FA-Cup zu Man Utd. Das ist dann auch ein wenig Pech. Im Carling Cup spielte man sich bis ins Final, um dann, als es wirklich drauf ankam, nicht die Nerven für den besonderen Moment zu haben. Da war das Team selber schuld. Und in der Premier League war man lange der einzige Verfolger von Manchester United. Aber seit der Niederlage im Finale des Ligapokals kommt Arsenal nicht mehr in Tritt. Und so hat man in den letzten Wochen immer mehr an Boden verloren. Zuletzt gab es in der Liga drei Remis in Serie, gegen Sunderland, West Bromwich und Blackburn. Und mit solchen Resultaten gewinnst du dann keinen Blumentopf.

Woran liegt es? Ganz aktuell sind erstmal zwei Punkte zu nennen. Zum einen die Verletztenliste. Szczesny, Fabregas, Walcott, van Persie, Song, Diaby, Djourou waren die letzten Wochen alle verletzt beziehungsweise fehlen teilweise immer noch. Und der Kader von Arsenal hat nicht die Tiefe dies zu kompensieren. Es ist aber auch eine Ausnahmesituation. Und zum anderen ist ganz offensichtlich, dass die Niederlagen gegen Birmingham im Carling Cup und das Aus gegen den FC Barcelona die Spieler mental ein wenig zurückgeworfen haben. Das Selbstvertrauen fehlt. Die Überzeugung ist nicht präsent.

Und dann gibt es noch einen längerfristigen Grund, der sich gestern gegen Blackburn mal wieder offenbart hat. Wenn Arsenal Platz und Zeit zum Kombinationsspiel hat, spielen sie mit den schönsten Fußball der Welt. Wenn sich Teams hinten rein stellen und die Räume eng machen, hakt das System der Gunners. Wie heißt es immer so schön: Sie können nicht anders spielen. Für einen Titel müssten sie es aber eigentlich. Denn insbesondere im letzten Saisondrittel wird diese Diskrepanz zum Nachteil. Gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte kann man nicht erwarten, dass sie gegen Arsenal auf Sieg spielen, die nehmen lieber einen Zähler mit. Und das zeigt sich noch viel entscheidener in den letzten Saisonspielen, wenn es um alles für diese Mannschaften geht. Und Arsenal kommt damit nicht zurecht. Letztes Jahr hat man die Ohren von Wigan lang gezogen bekommen, jetzt haben Sunderland und Blackburn gezeigt, wie man einen Punkt aus dem Emirates mitnimmt.

Und was heißt das für Arsene Wenger? Er muss jetzt nicht zurücktreten, wie einige planlose Fans jetzt schon wieder fordern. Aufgabe für Wenger im Sommer muss es sein, in neue Spieler zu investieren. In noch mehr Erfahrung, in mehr Durchschlagskraft im Mittelfeld, in mehr Stabilität in der Defensive. Und viel wichtiger: Er muss das Spielsystem modifizieren, es flexibler machen, auf Mannschaften wie Blackburn oder West Bromwich Albion abstimmen. Das ist die To-Do-Liste für den Sommer. Für den Rest der Saison heißt es: Platz 2 sichern. Das ein wenig erschütterte Vertrauen der Fans wieder zurückgewinnen. Und dann nächstes Jahr ein neuer Versuch wie immer. Dabei darf aber eben nicht übersehen, dass sich Arsenal von Saison zu Saison steigert. Irgendwann kommt dann schon die Trophäe.

Arsenal vor dem Spiel gegen Barcelona: Etwas weniger Außenseiter

Vor dem Achtelfinalduell zwischen dem FC Arsenal und dem FC Barcelona will ich gar nicht final beantworten, ob Arsenal Barcelona schlagen kann. Das kann ich auch gar nicht, weil ich diese Saison zu wenige Spiele von Barca gesehen habe. Bei all den Nachrichten, die man von den Katalanen vernimmt, wird es nicht wesentlich einfacher als letzte Saison. Für mich ist das Team von Messi, Xavi und Iniesta so oder so in jedem Spiel Favorit. Von daher stellt sich diese Frage nicht. Vielmehr möchte ich die Situation beim FC Arsenal ein wenig detaillierter beleuchten, versuche aufzuzeigen, warum Arsenal sportlich in einer besseren Lage ist als letzte Saison im Viertelfinale gegen Barcelona und versuche die Wichtigkeit dieses Achtelfinalduells für Arsenal, seine Spieler und den Trainer ein wenig einzuordnen. Summa summarum ist das Team von Arsene Wenger gereift über die letzten Monate und hat im Vergleich zum letzten Jahr eine bessere Chance Titel zu gewinnen. Warum erkläre ich nach und nach anhand der Mannschaftsteile.

Arsenal vs Barcelona 2009/2010 revisited
Zunächst aber ein Rückblick und ein paar einleitende Sätze. Ende März, Viertelfinale im Emirates Stadium. Arsenal kommt nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem glücklichen 2:2 und wird von den Gästen vor allem in der ersten Hälfte phasenweise an die Wand gespielt. Einzig und allein Manuel Almunia und der schwachen Torchancenverwertung war es zu verdanken, dass Barcelona nicht schon zur Pause mit 5:0 führte. Arsenal kam dann zurück ins Spiel, zeigte viel Moral und erkämpfte sich das Remis. Aber insbesondere in der ersten Halbzeit sah man die psychische Verfassung der Gunners, die es in den letzten Jahren verhinderte, dass die Wenger-Boys nach einem Titel greifen konnte. In den entscheidenen Momenten konnte das Team sein volles Potential niemals abrufen, wirkte ängstlich und nervös, glaubte nicht an seine eigene Stärke und schied so aus allen Pokalwettbewerben aus. In der Liga zeigte man sich letzte Saison schon verbessert, spielte lange um den Titel mit, ehe man im April bei Wigan Athletic nach 2:0-Führung wie ein Kartenhaus zusammenbrach. Am Ende stand man wieder trotz viel Potential ohne Trophäe da. Arsene Wenger resümierte nach jedem Ausscheiden im Pokalwettbewerb dieselbe Leier: Sein Team lerne, lege von Spiel zu Spiel mehr Unerfahrenheit ab, werde sicherer und irgendwann reiche es dann für einen Titel. Die Arsenal-Fans mussten ihre Hoffnungen auf die neue Spielzeit verschieben.

Saison 2010/2011: Alles anders und die große Sehnsucht nach einem Titel
Im Februar 2011 scheint alles anders zu sein und ist es teilweise auch. Die Gunners spielen noch um die Meisterschaft mit, liegen derzeit vier Punkte hinter Man Utd und empfangen die Red Devils Ende April noch im Emirates Stadium. In der Champions League tat man nicht mehr als notwendig und zog ins Achtelfinale ein, verspielte aber mit einer schlechten Leistung in Braga den Gruppensieg. Es war insbesondere im ersten Saisondrittel bis in den November hinein nicht die einzige Schwächephase des FC Arsenal. Heimniederlagen in der Premier League gegen West Brom, Newcastle und den Spurs. 2011 ist aber bisher das Jahr der Gunners. Rechnet man den wirklich einzigen Patzer, das 4:4 in Newcastle heraus, kassierte das Team von Wenger in der Liga nur ein mageres Gegentor. Defensiv hat Arsenal an Stabilität zugelegt. Und jedes Mal, als Beobachter den Eindruck hatten, Arsenal könne ins Straucheln geraten, waren die Gunners mit ihrer Siegermentalität da. Es drohte das Pokalaus im Heimspiel gegen Leeds, Arsenal erzielt kurz vor Schluss den Ausgleich und überzeugt dann im Wiederholungsspiel in Leeds mit einer dominanten Leistung. Rückspiel im Carling Cup gegen Ipswich. Man tut sich lange Zeit schwer, irgendwann ist der Druck der Gunners aber zu groß und man knackt den Defensivregel von Ipswich. Ligaspiel gegen Everton. Man liegt 0:1 zur Halbzeit zurück, der Titeltraum könnte wie eine Seifenblase zerplatzen. In der zweiten Halbzeit dreht man das Spiel und gewinnt 2:1. Also ist man derzeit noch in allen Pokalwettbewerben im Rennen und hat noch Chancen auf die Meisterschaft – übrigens als einziges Team in der Premier League.
Arsene Wenger hat im Sommer wieder nicht das große Geld ausgegeben. Chamakh, Koscielny und Squillaci heißen die bekanntesten Neuverpflichtungen. Kein neuer Torwart, kein weiterer Stürmer, wie von vielen Arsenal-Fans gefordert wurde. Im Januar-Transferfenster gab Arsenal nicht einen Cent für neue Spieler aus trotz der vorübergehenden Knappheit an Innenverteidigern. Wenger vertraut seinem derzeitigen Personal so stark wie noch nie, ist überzeugt von seiner Klasse und Qualität. Und bisher hat er für diese Saison stets Recht behalten, die Jahre davor nicht. Wenger gibt so offenkundig wie nie zu, dass er überzeugt ist, dass seine Mannschaft diese Spielzeit einen Titel holt. Und spricht damit allen Arsenal-Fans die Sehnsucht aus dem Herzen. Seit 2005 – damals gewann Arsenal den FA-Cup – warten die Anhänger auf einen Titel. Der Gewinn des Carling Cup wäre ein kleiner Anfang, etwas mehr als ein Trostpreis. Trotz der sehr guten Saison ist man immer noch so realistisch, dass ein Weiterkommen gegen Barca nicht unbedingt zu erwarten ist. Bleiben noch die Liga und der FA-Cup. Und eine davon sollte schon gewonnen werden. Sonst sind spätestens im Sommer wieder die Wenger-Kritiker auf Wolke Sieben und fordern namhafte und teure Neuverpflichtungen.
Dabei übersieht gerade diese Gruppe, dass Arsenal im Vergleich zur letzten Saison in nahezu allen Mannschaftsbereichen besser aufgestellt ist, vor allem in der Offensive. Defensiv gibt es stets das ein oder andere kleine Fragezeichen aufzulösen.

Torhüter: Von Almunia zu Fabianski und Szczesny
Wenn es sowas wie dauerhafte Sorgen und Befürchtungen gibt, liegen die bei Arsenal auf der Torhüterposition. Wenger verlieh Almunia vor dem Saisonstart den Status Nummer 1, der Spanier verletzte sich aber und fiel immer wieder durch einige schwächere Aktionen auf. Nach und nach machte Fabianski mit guten Trainingsleistungen auf sich aufmerksam und bekam die Chance sich als Stammtorhüter zu probieren. In den ersten Spielen noch ein wenig wackelig (“Flappianski”) zeigte er von Spiel zu Spiel bessere Leistungen und sicherte Arsenal einige Siege. Und plötzlich sprach man nur noch von “Faboulanski”. Arsenal kommt diese Saison – auch im Vergleich zu den Vorjahren – ohne größere Verletzungen aus. Das gilt leider nicht für die Torhüterposition. Fabianski fällt mit Schulterverletzung bis zum Saisonende aus. Also liegt die Verantwortung nun beim Polen Wojciech Szczesny, der erstmals im Dezember bei Man Utd das Arsenal-Tor hütete. Und konnte bisher überzeugen, größere Patzer blieben nahezu komplett aus. In Erinnerung bleiben vielmehr einige exzellente Paraden. Nun macht Szczesny als 20-jähriger sein erstes Spiel in der Champions League. Von der Erfahrung definitiv nicht so erfahren wie Almunia und Fabianski, auf der Linie aber stark. Kleinere Schwächen in der Strafraumbeherrschung. Mal sehen, wie er nervlich mit einem solchen Abend am Mittwoch umgeht. So oder so ist Szczesny bei Arsenal die Zukunft.

Die Verteidigung: Vielleicht das einzige Sorgenkind
Barcary Sagna spielt seit Jahren konstant gut und zeigt auch diese Saison seine enorme Wichtigkeit und Bedeutung für die Gunners. Im Vergleich zu den letzten Jahren schaltet sich der Franzose auch häufiger in die Offensive ein, macht sogar Tore. Solange er seine defensiven Pflichten nicht vernachlässigt, ist Arsenal hier definitiv stärker als im März 2010. Was man nicht unbedingt von der Linksverteidigerposition sagen kann. Gael Clichy hat Höhen und Tiefen, spielt gelegentlich fantastisch, hat aber auch Tage, wo sich Aussetzer an Aussetzer reiht. Insgesamt ist aber auch Clichy sicherer als letztes Jahr, wirkt gereifter, weniger hektisch. Im Vergleich zu Sagna ist Clichy weiterhin nicht der Außenverteidiger, der durch brilliante Flanken besticht. Aber defensiv spielt Clichy einen soliden Part. Ob es reicht damit Barcelona in Schach zu halten, bleibt abzuwarten. Das gilt insgesamt ebenso für die Innenverteidigung, wo man den langwierigen Ausfall von Thomas Vermaelen besser verkraftet, als ich es erwartet hatte. Wofür in erster Linie Johan Djourou verantwortlich ist. Der Schweizer Nationalspieler ist bereits seit über sechs Jahren bei den Gunners, hat aber gerade mal etwas mehr als 60 Spiele für die Profis gemacht. Immer wieder haben ihn Verletzungen zurückgeworfen. Nun ist er letzten Sommer und bisher ohne Verletzungen durch die Saison gekommen und zeigt seine lang erhoffte Klasse. Ein echter Gewinn für die Innenverteidigung der Gunners. Das kann man nicht unbedingt von seinen Partner Koscielny oder Squillaci sagen, die immer wieder durch Nachlässigkeiten auffallen und an die Klasse, Ruhe und Souveränität eines Thomas Vermaelen nicht ranreichen. Die Verteidigung bleibt ein kleines Sorgenkind, wenn auch kleiner als letztes Jahr.

Das Mittelfeld: So stark wie noch nie
Patrick Viera, Fredrik Ljungberg, Gilberto Silva, Robert Pires und Jose Antonio Reyes. Das Mittelfeld aus der Meistersaison 2003/2004, als Arsenal zu den Invincibles wuchs und vielleicht das stärkste Mittelfeld seit langer Zeit hatte. Im Vergleich zu heute war es vor allem die Erfahrung, welche die Spieler auszeichnete. Heute ist es diese ebenso gepaart mit jugendlicher Dynamik. Vielleicht ist Arsenals Mittelfeld in der Saison 2010/2011 noch stärker als vor sieben Jahren. Auf alle Fälle passen die Spieler derzeit perfekt ins taktische System von Arsene Wenger. Spielte der Franzose letzte Saison häufig noch in einem 4-4-2 mit zwei echten Spitzen, hat sich jetzt ein 4-2-3-1 als die beste Formation herausgestellt, ist flexibler und gibt dem torgefährlichen Mittelfeld mehr Raum für Kreativität, hin und wieder allerdings nicht für Torabschlüsse. Alex Song und Jack Wilshere übernehmen den defensiven Part und machen das bisher großartig, vor allem Wilshere, der seine erste durchgehende Saison in der Premier League spielt und letztens von Fabio Capello in die Nationalelf berufen wurde – gerade mal 19 Jahre alt geworden. Offensiv mangelt es ihm noch ein bisschen am Zug zum Tor, den dieses Jahr ausgerechnet Alex Song aufweist, was aber nicht zu Lasten seiner defensiven Brillianz geht. Cesc Fabregas ist weiterhin das Herz des Mittelfelds. Auch wenn er diese Saison längst nicht so viele Tore schießt wie letztes Jahr (Saison 2009/2010: 15 Tore in 27 Spielen, Saison 2010/2011 3 Tore in 19 Spielen), ist es für das Team ungemein wichtig. Das zeigt sich nicht nur an seinen 10 Torvorlagen, sondern auch, wenn er in wichtigen Situationen – und seien es nur Elfmeter kurz vor Spielschluss – Verantwortung übernimmt. Fabregas ist eben da, wenn sein Team ihn braucht. Theo Walcott hat sich auf dem rechten Flügel zum Stammspieler entwickelt. Im Viertelfinale 2010 wurde er noch eingewechselt. Und auf der linken Seite spielt sich Samir Nasri nach seiner Abwesenheit von der Weltmeisterschaft immer mehr zum Spieler der Saison. Schon neun Tore in 20 Einsätzen hat er in der Premier League erzielt. Nun ist der Einsatz des Franzosen am Mittwoch noch unsicher. Nasri sei wieder fit, so Wenger, er will aber kein unnötiges Risiko gehen und eine weiterer Verletzung riskieren. Würde Nasri fehlen, könnte das ein Schlüssel zu Erfolg oder Misserfolg in diesem Duell werden. So groß ist der Input von Nasri mittlerweile in einem starken und ausgeglichenen Arsenal-Mittelfeld.

Der Sturm: He is like a new signing
Gemeint ist Robin van Persie, der endlich mal verletzungsfrei durch die letzten Monate gekommen ist und damit zum entscheidenen Schlüssel für einen Titelgewinn werden kann. Bei allem Respekt für Niklas Bendtner – der Däne war im Viertelfinale einzige Spitze – ist van Persie noch eine neue Qualität im Sturm der Gunners. Und der Niederländer is on fire, erzielte 10 Tore in den letzten acht Pflichtspielen für Arsenal, sieben übrigens in den letzten drei Ligaspielen. Das könnte Arsenal den Vorteil geben näher an einem Weiterkommen in der Champions League zu sein.

Die Alternativen auf der Bank: Offensiv gut, defensiv weniger gut
Für das Mittelfeld und den Sturm hat man beispielweise mit Arshavin, Bendtner und Chamakh brauchbare Alternativen. Insbesondere Bendtner hat in den letzten Wochen gezeigt, dass er großen Worten hin und wieder auch große Taten folgen lässt. Wenn das nur immer so wäre. Arshavin spielt aus Sicht vieler Arsenal-Fans nur eine mittelmäßige Saison, was ich unterstreichen würde. Insbesondere in 2010 wirkte er lustlos, demotiviert, häufig zu verspielt. Das hat sich in den letzten Wochen wieder gebessert, der Russe wirkte präsenter, lief mehr, zeigte mehr Engagement und machte nach seiner Einwechselung, zum Beispiel beim Sieg gegen Everton, mal wieder den Unterschied aus. Vielleicht größtes Sorgenkind von den Reservisten ist derzeit Marouanne Chamakh, der eigentlich einen außerordentlich guten Saisonstart hatte, aber vor allem um die Weihnachtsfeiertage müde und erschöpft wirkte. Wenger gönnte dem Marokaner daraufhin mehr Pausen. So richtig ist Chamakh aus seinem Leistungstief aber noch nicht heraus, ist derzeit hinter van Persie und Bendtner nur dritte Wahl. Defensiv heißt das Backup Denilson, Kieran Gibbs, Emmanuel Eboue und Sebastien Squillaci. Insbesondere Eboue konnte in den letzten Wochen in Abwesenheit des gesperrten und dann verletzten Sagna seine Chance nicht nutzen sich wieder nachhaltig für einen Stammplatz zu empfehlen. Gleiches gilt für Squillaci. Gibbs war lange verletzt und spielte als Entlastung für Clichy vor allem in den Pokalwettbewerben. Das sah okay aus, mehr aber auch nicht. Ihm fehlt einfach die Spielpraxis. In der Premier League reichte es auch nur für drei (Kurz-)Einsätze. Defensiv bleibt Arsenal in Abwesenheit von Vermaelen die Tiefe einer europäischen Spitzenmannschaft ein wenig schuldig. Da kann man hin und wieder die Rufe nach einem weiteren erfahrenen Innenverteidiger verstehen, gleichwohl hätte es dann – und das ist das Argument von Arsene Wenger – ein Überangebot an sehr guten Spielern. Gleichzeitig würde man damit die steigende Formkurve von Djourou mit seinen zahlreichen Einsätzen wieder bremsen.

Besser als 2009/2010, aber gut genug?
In allen Mannschaftsteilen sehe ich den FC Arsenal stärker aufgestellt als letzte Saison, vor allem in der Offensive trifft das zu. Kleinere Zweifel müssen in der Defensive und auf der Torhüterposition erlaubt sein. Da das Duell gegen den FC Barcelona sicherlich nicht in der Offensive entschieden wird, glaube ich nicht, dass es für Arsenal über 180 Minuten oder vielleicht mehr reichen wird. Aber man ist defenitiv näher dran und kann vielleicht, wenn man einen perfekten Tag erwischt und Barcelona diesen ausnahmsweise mal nicht für sich beansprucht, für eine Überraschung sorgen. Eine Sensation wäre es schon nicht mehr. Was positiv für Arsenal sein könnte, auch bezogen auf das letzte Jahr, dass aufgrund der geringen Verletzungen die Mannschaft ausgeruhter ist. Arsene Wenger hat im Januar viel rotieren können, als Arsenal beinahe zwei Spiele pro Woche absolvierte. Und er hat endlich seine Formation gefunden, seine Startelf für die wichtigen Spiele. In den letzten Wochen hatte meist Arshavin Nasri auf links ersetzt, aber ansonsten spielten meist dieselben Spieler zusammen. Das Team wirkt eingespielter denn je. Und hat in dieser Saison schon häufiger als Barcelona in K.O.-Duellen spielen müssen, war gefordert, stand ein paar Mal mit dem Rücken zur Wand und hat bisher nie enttäuscht.

Nun kommt mit dem FC Barcelona die nach Inter Mailand erfolgreichste Mannschaft in Fußball-Europa der letzten Jahre. Eine überragende Offensive gepaart mit spielerischer Leichtigkeit. Wenn für Beobachter es schon ein mittlerer Weltuntergang ist, wenn Barca innerhalb der ersten 15 Minuten in einem Ligaspiel kein Tor erzielt, weiß man, wie hoch die Messlatte liegt. Aber eben das könnte für Arsenal auch eine Chance sein. Wenn man sich gut verkauft, wird kein Gunners-Fan böse sein, sollte es mit dem Viertelfinaleinzug nicht klappen. So formverbesser Arsenal auch ist, zu überwiegendem Maße kann nur der FC Barcelona die Erwartungen enttäuschen.

Der mögliche Schlüssel zu einem Sieg für Arsenal im Hinspiel muss auch defensive Stabilität sein. Auch wenn Barcelona meist über 80 Prozent Ballbesitz hat, wäre es für Arsenal ratsam selbst den Ball zu halten, ihr Spiel zu machen. 80 Prozent Ballbesitz für Barca mögen nicht gefährlich sein. Für Arsenal schon, denn auch in dieser Saison hat sich immer wieder gezeigt, dass Arsenal – egal gegen wen – massive Probleme hat, wenn sie nicht ihr Spiel spielen können, sprich durch Ballbesitz und Kontrolle des Balls langsam den Druck auf die Verteidigung erhöhen. Die Gunners sollten mittlerweile genug Selbstvertrauen haben ihr eigenes Spiel auch gegen Barcelona durchzuziehen. Was passiert, wenn man es nicht macht, haben sie letztes Jahr im Viertelfinale erfahren müssen. Offensiv schnell, sicher und direkt spielen gepaart mit einer guten Chancenverwertung ist ebenso wichtig wie defensiv nahe am Gegner zu stehen, nach hinten zu arbeiten. Das hat bisher – nehmen wir mal das Spiel gegen Newcastle aus der Betrachtung heraus – sehr gut geklappt. Aber da hat man blöderweise auch nicht gegen den FC Barcelona gespielt. Und noch ein Faktor: Die Chancenverwertung. Gegen Wolverhampton kann man es sich leisten, Chancen am Fließband zu vergeben, gegen Barcelona geht das nicht. Also auch mal den Abschluss suchen, egoistisch sein, wenn nötig, und den Ball nichts ins Tor tragen wollen.

Die Arsenal-Spieler geben sich im Vorfeld der Partie erstaunlich selbstbewusst. Theo Walcott glaubt, dass es ein offenes, ausgeglichenes Spiel wird. Jack Wilshere kündigt einen offenen Kampf mit Barca an und Alex Song weiß, dass Fabregas endlich einen Titel mit Arsenal braucht und die Mannschaft ihm diesen bieten wird.

Das neue Selbstbewusstsein beim FC Arsenal. Nach dem bisherigen Saisonverlauf haben sie auch allen Grund dazu. Jetzt müssen sie es nur noch 90 Minuten am Mittwoch gegen den FC Barcelona auf dem Rasen zeigen.