Tag-Archiv für » Rafael Benitez «

Premier League 2009/2010 Preview #22 – Time is running out

Samstag, 16. Januar 2010 9:41

Guten Morgen zusammen! Ich bin dieses Wochenende mal wieder vollgepflastert mit Terminen und zudem wegen eines schmerzenden linken Armes dank Sturz auf einer plötzlich dagewesenen Eisplatte ein wenig im Schreiben eingeschränkt, von daher heute nur eine komprimierte Vorschau auf den 22. Spieltag der Premier League. Ich hoffe, ich finde im Laufe des Sonntags noch ein wenig Zeit genauer auf die Entwicklungen der letzten Tage einzugehen.

Live-Spiele bei Sky an diesem Wochenende:

  • Sa 13h40, Stoke City – FC Liverpool, Kommentar: Oliver Faßnacht
  • Sa 15h55, FC Chelsea – FC Sunderland, Kommentar: Sven Schröter
  • Sa 18h25, FC Everton – Manchester City, Kommentar: Markus Gaupp
  • So 14h25, Aston Villa – West Ham United, Kommentar: Markus Gaupp
  • So 16h55, Bolton Wanderers – FC Arsenal, Kommentar: Marcel Meinert

Ist der Auftritt des FC Liverpool bei Stoke City nun ein Schicksalsspiel für Rafel Benitez? Glaubt man der Vereinsführung gibt es ein klares Nein auf diese Frage. Man werde mit Benitez bis zum Ende der Saison weiterarbeiten. Englische Medien hatten darafhin spekuliert, dass der Spanier dann im Sommer entlassen werden könnte, wenn er sein selbst gestecktes Ziel unter die Top Four zu kommen nicht erreicht. Für mich macht das ganze wenig Sinn. Liverpool könnte ja schon im März erkennen, dass es fast aussichtslos wird unter die ersten Vier zu kommen. Dann wird man garantiert nicht an Benitez festhalten, zumal das Nichterreichen der Champions League für Liverpool mehr finanzielle als sportliche Folgen hätte. Zu allem Überfluss kommen in der jetzigen schwierigen Situation auch noch die Verletzungen von Torres, Gerrard und Benayoun hinzu. Man möchte im Moment nicht mit Benitez tauschen wollen.

Zumal die Konkurrenz um den vierten Platz für Liverpool immer größer wird. Manchester City hat unter dem neuen Trainer Mancini einen Lauf und tritt im Spätspiel am Samstagabend beim FC Everton an. Die Toffees sollten eigentlich genug Selbstbewusstsein aus dem Remis beim FC Arsenal gezogen haben, dass sie auch für die Citizens ein gleichwertiger Gegner sein können. Mit einem weiteren Punktgewinn könnte sich Everton so ganz langsam aus der bedrohlichen Situation entfernen, City könnte mit einem Sieg sogar dem FC Arsenal auf die Pelle rücken. Die Tottenham Hotspur empfangen zuhause Hull City, frisch verstärkt mit dem Ägypter Zaki. Also auch für die Spurs eine mehr als lösbare Aiufgabe, Aaron Lennon kehrt nach Verletzung in die Startelf zurück. Birmingham City reist zum Schlusslicht FC Portsmouth. Pompey macht dieser Tage auch wieder mehr Schlagzeilen im Wirtschaftsteil der Zeitungen. Es gab wieder Verzögerungen bei den Gehälterzahlungen und das TV-Geld, das eigentlich für den Verein bestimmt war, hat die Premier League zur Tilgung von Schulden aus Transfers eigenmächtig eingesetzt. Gibt es nach dem schmeichelhaften Lebenszeichen im FA-Cup bei Zweitligist Coventry City ein weiteren Erfolgsmoment für Avram Grant oder ist Birmingham das erste Team, das im Fratton Park so langsam die Lichter ausschießt? Die Gäste könnten mit einem Sieg vorübergehend auf Platz sechs rücken. Und Liverpool unter Zugzwang in den nächsten Wochen setzen. Das könnte auch Aston Villa, die am frühen Sonntagnachmittag West Ham United empfangen. Wer die letzten Auswärtsleistungen der Hammers gesehen hat, kann eigentlich nicht fest damit rechnen, dass das Team von Gianfranco Zola irgendwas im Villa Park holen wird. Villa steht kurz vor dem Einzug ins Carling Cup Finale. Jetzt muss neben der Kür aber auch die Pflicht folgen, nämlich drei Punkte gegen West Ham.

Und dann gibt es noch den Kampf um die ersten drei Plätze in der Tabelle. Lösbare Aufgaben für den FC Chelsea gegen den FC Sunderland und Manchester United gegen den FC Burnley. Die ersten beiden Teams in der Tabelle also mit machbaren Heimspielen. Es ist das erste Spiel für die Blues in der Premier League im Jahr 2010 und trotzdem steht man immer noch an der Tabellenspitze, dank Punktverluste von Man Utd und Arsenal. Chelsea muss weiter auf die Spieler verzichten, die beim Afrika-Cup auftreten. Bei Manchester United kommt Edwin Van der Sar zurück ins Tor, Darran Fletcher fehlt nach seinem Platzverweis von letzter Woche. Da hat der FC Arsenal mit dem Auswärtsspiel bei den Bolton Wanderers schon die mit Abstand schwierigste Aufgabe. Erster Teil des Doubleheader, denn beide Teams treffen sich am Mittwoch im Emirates zum Nachholspiel des 2. Spieltag. Premiere für den neuen Bolton-Trainer Owen Coyle, der von Burnley kam. Für viele Beobachter der Premier League ein unverständlicher Wechsel, hatte Coyle Burnley doch in die Premier League geführt und spielt für einen Aufsteiger eine sehr ordentliche Saison. Letzlich war es dann doch wohl das Kleingeld und die Hoffnung aus Bolton zukünftig wieder einen großen Klub zu machen. Interessant wird sein, wie Coyle es schafft aus dem eher körperbetonten, kompakten Spiel der Wanderers das flüssige, kombinationssichere Auftreten, das Burnley diese Saison zumindest in den Heimspielen ausgezeichnet hat, zu machen. Arsenal kann wieder auf Dienste von Cesc Fabregas zurückgreifen, Denilson wird wohl ausfallen. Das soll, so Wenger auf der Pressekonferenz am Freitag, erst kurzfristig entschieden werden. Nichts Neues übrigens in Sachen Transfers von Stürmern zum FC Arsenal. Niklas Bendtner ist zurück im Training und könnte in 10 Tage schon wieder in das Spielaufgebot rücken. Wenger gab aber zu, dass es sicherlich drei, vier Wochen dauern wird bis Bendtner wieder volle Matchpraxis erreicht hat. Eigentlich zu lange für Wenger. Aber konkrete Zeichen für einen Stürmerkauf gibt es weiterhin nicht.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 30. Spieltag – Agenda 2014

Freitag, 20. März 2009 16:09

Etwas später dran als sonst, dafür mal gleich vorweg ein Sorry. 30. Spieltag in der Premier League, noch neun Spieltage bis zum Saisonende. Kommendes Wochenende ist wegen der Länderspielpause spielfrei. Da ich in zwei Wochen selbst in London bin und mir Arsenal gegen Manchester City anschauen werde, ist das fürs erste die letzte Preview für die nächsten drei Wochen. Ich werde aber im Laufe der nächsten Woche noch einmal genauer auf die nächsten Spieltage schauen und die Restprogramme der Teams im Kampf um Meisterschaft, Europapokal und Abstieg beleuchten. Auf alle Fälle schaffe ich das vor meinem London-Trip.

Drei Themen beherrschten die englischen Medien in dieser Woche: Eine angebliche Spuckattacke von Cesc Fabregas, die Vertragsverlängerung von Rafael Benitez beim FC Liverpool und die nicht zu Ende gehende Saga um den Transfer von Carlos Tevez zu West Ham.

So richtig ins Rollen kam das Geschehen in der Premier League am Dienstagabend. Nach dem Sieg vom FC Arsenal gegen Hull City im Viertelfinale des FA-Cup, der durch ein irreguläres Tor von William Gallas zu Stande kam, soll Cesc Fabregas, der verletzt fehlte, im Kabinengang einen Assisstenztrainer von Hull City bespuckt haben. Das behauptete jedenfalls der Trainer der Tigers, Phil Brown, im Interview nach dem Spiel. Er habe es mit seinen Augen gesehen, wie Cesc Fabregas gespuckt haben soll. Arsene Wenger wurde auf diesem Vorfall angesprochen, hat aber nichts gesehen, konnte entsprechend dazu keine Stellung nehmen. Fabregas hat die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen. Mittlerweile beschäftigt sich die FA mit diesem Thema, Hull City wurde um eine Stellungnahme gebeten. Im offiziellen Schiedsrichterbericht gibt es keinen Hinweis auf den Vorfall, Referee Mike Riley habe den Vorfall nicht gesehen. So steht Aussage gegen Aussage. Überhaupt war Trainer Phil Brown nach dem Spiel wie von einer Tarantel gestochen vor die Mikros getreten, beschuldigte Arsene Wenger durch seine Einflussnahme auf den Schiedsrichter dafür gesorgt zu haben, dass sein Torwart Myhill wegen angeblichem Zeitspiel gelb bekommen habe. Und das soll dann auch noch ein Wendepunkt im Spiel gewesen sein. Phil Brown ist vorbelastet. Und die Times fragt, ob Phil Brown an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten sei.

Alle Spekulationen um einen möglichen Wechsel nach Spanien hat Rafael Benitez beendet. Er hat einen Vertrag beim FC Liverpool bis 2014 unterschrieben. Und er hat nur ein Ziel: Die Meisterschaft an die Anfield Road holen. Sehr lesenswerte Kommentare zur Vertragsverlängerung von Rafael Benitez haben Phil McNulty/BBC, Kevin McCarra/Guardian und Paul Kelso/Daily Telegraph.

Erinnert sich noch jemand an das Saisonfinale 2006/2007? West Ham United gewinnt am letzten Spieltag mit 1:0 bei Manchester United und sichert sich den Klassenerhalt, Sheffield United muss absteigen. Torschütze damals für die Hammers war Carlos Tevez. Sheffield legte nach der Saison Protest ein, Tevez sei nicht berechtigt gewesen für West Ham zu spielen, der Verein habe gegen Regeln der Premier League bezüglich des Abkommens mit einer Spieleragentur, die für Tevez die Transfers organisiert. Jetzt hat man sich finale geenigt. Die Hammers zahlen ungefähr 20 Millionen Pfund Ausgleichzahlung an Sheffield United. Jetzt dachte man eigentlich, dass die Geschichte beendet sei. Aber weit gefehlt: Jetzt wollen auch die Spieler persönlich von West Ham entschädigt werden, Fulham will eine Kompensationszahlung in Höhe von 500.000 Pfund, weil West Ham durch die Tevez-Tore die Cottagers in der Tabelle noch überholt habe und damit aufgrund der besseren Platzierung Anspruch auf mehr Geld von der Premier League hat. Dass West Ham in Zahlungsschwierigkeiten steckt, hat Fulham wohl noch niemand erzählt.

DER KAMPF UM DIE MEISTERSCHAFT

Wer hat von den drei Titelkandidaten die leichteste Aufgabe an diesem Wochenende? Für mich eine ganz schwierige Frage. Manchester United darf zum FC Fulham reisen, eigentlich ein sehr heimstarkes Team, gegen Arsenal gewann man, Chelsea trotzte man im Cravan Cottage einen Punkt ab. Aber ob es für einen Punktgewinn gegen die Red Devils reicht? Parallel am Samstagnachmittag reist der FC Chelsea aus dem Südwesten in den Norden von London zum Derby gegen die Tottenham Hotspur (PREMIERE live am Samstag ab 15:55 Uhr mit Andreas Renner). Die Blues noch ohne Niederlage unter Guus Hiddink, Tottenham aber zurzeit in der wohl besten Form unter Harry Redknapp. Seit fünf Spielen ist man ohne Niederlage, zuletzt gab es drei Siege und zwei Remis. Zudem konnte man mit Aaron Lennon verlängern. Zurzeit steht man sechs Punkte vor einem Abstiegsplatz. Verglichen mit der Situation zu Beginn des Jahres haben die Spurs erhebliche Fortschritte gemacht. Chelsea fast ohne Verletzungssorgen, Carvalho wieder in der Innenverteidigung, Essien im defensiven Mittelfeld. Der FC Liverpool versucht Anschluss an Chelsea und Manchester United zu halten und empfängt am Sonntagnachmittag (PREMIERE live Sonntag ab 16:55 Uhr mit Markus Gaupp) das etwas schwächelnde Aston Villa, die sich im Moment eher nach hinten umschauen müssen. Arsenal und Everton sitzen dem Team von Martin O’Neill im Nacken. Mehr zu diesem Spiel am Sonntag in einem Live-Blogging.

DER KAMPF UM DEN UEFA-CUP

Der FC Everton ist trotz des langen Ausfalls von Spielmacher Mikael Arteta derzeit ziemlich on fire. Sir Alex bezeichnete Toffees-Coach David Moyes als einen der derzeit drei besten Trainer in der Premier League. Man hat nur eines der letzten 18 Pflichtspiele verloren. Ganz anders die Bilanz des Gastgebers für das frühe Spiel am Samstagmittag. Der FC Portsmouth konnte nur eines der letzten neun Spiele gewinnen und ist punktgleich mit dem ersten Abstiegskandidaten. Eine Niederlage darf man sich eigentlich nicht leisten. Everton könnte mit einem Sieg bis auf einen Punkt an Aston Villa ranrücken. Beim FC Arsenal kehren langsam die Verletzten zurück. Fabregas, Eduardo und Silvestre sind spätestens in zwei Wochen wieder dabei, Rosicky und Adebayor machen gute Fortschritte. Kein Wunder also, dass bei den Gunners wieder ein Gefühl des Aufbruchs herrscht. Mal sehen, ob das ganz schnell wieder verschwindet, nachdem heute Mittag bekannt wurde, dass Theo Walcott sich am Knie verletzt hat. Die Gunners reisen für das Tea Time Game am späten Samstagnachmittag (PREMIERE live ab 18:25 Uhr mit Markus Gaupp) zu Newcastle United. Die Magpies gewannen nur eines der letzten 11 Spiele in der Premier League und hoffen auf Tore von Michael Owen.

DER KAMPF GEGEN DEN ABSTIEG

Und wie immer ganz viel Abstiegskampf an diesem Wochenende. West Bromich Albion, derzeit sechs Punkte vom rettenden Ufer entfernt, empfängt die Bolton Wanderers. Wer Ausschnitte von den Baggies bei West Ham gesehen hat, der kann eigentlich nur noch eine Hoffnung für das Team von Tony Mowbray sehen: Heimspiele gewinnen. Sollte Bolton aber was dagegen haben, können die Wanderers einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Und für West Brom dürften dann langsam die Lichter ausgehen. Dann gibt es zweimal Abstiegskampf gegen gesichertes Mittelfeld. Die Blackburn Rovers brauchen einen Sieg gegen West Ham, Hull City muss bei dem wieder erstarkten Wigan Athletic unbedingt punkten. Mal sehen, wieviel Wut noch bei Phil Brown dabei ist. Zudem empfängt Manchester City den FC Sunderland. Bei der guten Heimform, die City ja immer noch hat, muss man sich um die Black Cats in der derzeitigen Form die größten Sorgen machen.

Und dann gibt es noch das Abstiegsduell des Spieltages. Stoke City, Tabellenachtzehnter, empfängt den Vorletzten, den FC Middlesbrough. Beide Teams sind durch zwei Punkte getrennt, Stoke liegt mit 29 Zählern punktgleich mit Portsmouth und Newcastle über dem Strich. Mit einem Sieg könnte man also die Abstiegsplätze verlassen, Middlesbrough könnt Stoke in der Tabelle schlucken. Schaut man sich die bisherigen Leistungen in dieser Saison an, kann man durchaus Stoke City als Favoriten für dieses Spiel ansehen. Das man noch nicht weit abgeschlagen ist, hat Stoke City seiner Heimform zu verdanken. Man verlor nur eines der letzten 11 Heimspiele, gegen Manchester United. Middlesbrough wartet derweil seit November auf einen Auswärtssieg und haben zudem seit über 9 Stunden auswärts das Tor nicht getroffen. Für Einwurf-Spezialist Rory Delap ist es dann auch schnell auf den Punkt gebracht: Ein 6-Punkte-Spiel.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag 10. März 2009 – The facts are there to see

Dienstag, 10. März 2009 23:13

“We have the best record in Europe over the last five years, yet some messages coming my way are not the best. The facts are there to see. Anyone can see what I have done here. You have to judge people on the job they are doing and I am happy for anyone to look at how we have progressed in my time at Liverpool.”

Liverpool-Trainer Rafael Benitez vor dem Champions League Spiel gegen Real Madrid.

Und heute hat er mal wieder die Kritiker überzeugen können. Fantastische 90 Minuten des FC Liverpool. Und genau dieses Zitat kann jetzt erstmal wieder in die Schublade gepackt werden – bis Samstag.

Thema: Champions League, Zitat des Tages | Kommentare (3) | Autor: medispolis