Zu Gast beim Grünweiß-Podcast

Gemeinsam mit Tobias Singer (@MeineSaison) und Klaas Reese (@sportkultur) habe ich zu Beginn der Woche rund eine Stunde lang im Grünweiß-Stammtisch für Werder-Fans über die Partie von Hannover 96 gegen Werder Bremen diskutiert. Weitere Themen war ein erstes Fazit der bisherigen Spiele beider Mannschaften, ein Ausblick auf die Saison und eine längere Abhandlung über die beiden Vereinsphilosophien von Werder und 96. Gar nicht so verbunden mit der Frage, wer die Nummer 1 im Norden ist, sondern vielmehr wer eigentlich Vorbild für wen war und ist.

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Ratlosigkeit an der Weser

Auch knapp 24 Stunden nach dem Nordderby gegen den Hamburger SV fällt mir noch nicht wirklich viel ein, was man konstruktiv zur Nachbearbeitung der 0:4-Niederlage beitragen könnte. Ratlosigkeit bei Trainer und Sportdirektor, Einfallslosigkeit bei den Spielern, teilweise fast schon Arbeitsverweigerung, Entsetzten bei den Fans – zumindest bei mir.

Man ist diese Saison als Werder-Fan sicherlich nicht verwöhnt worden und hat schon einige Rückschläge erleben müssen. Aber das gestrige 0:4 beim HSv war definitiv ein neuer Höhepunkt. Hätten die Jungs von der Elbe wenigstens brillianten Offensivfußball angeboten, hätte ich mit der Niederlage vielleicht sogar noch leben können. Aber das Team von Armin Veh war vor allem in der ersten Hälfte fast genauso schlecht wie Werder. Da wäre die Chance gewesen den Grundstein für zumindest einen Punktgewinn zu legen. Doch Werder war schlicht nicht in der Lage dazu. Und so wurde es ein weiteres Desaster in einem Auswärtsspiel, wie in Stuttgart, Gelsenkirchen oder Hannover. Und stets sind es dieselben Baustellen, die sich wie ein roter Faden schon durch die ganze Saison ziehen. Harmlosigkeit in der Offensive – was eigentlich noch zu verschmerzen wäre. Da gibt es bei Stürmern immer mal wieder Durststrecken. Es wäre aber nur zu verkraften, wenn man dafür im Gegensatz defensiv sicher steht, es sowas wie eine Abstimmung zwischen den Innenverteidigern gibt, wenn die Außenverteidiger nicht wie Marionetten in der Luft hängen und wenn man bereits im Mittelfeld versucht Angriffe zu stoppen. Doch zu all dem ist Werder mit einen wenigen Ausnahmen praktisch nicht in der Lage dazu. Und Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Ich weiß gar nicht, wieviele Einladungskarten Werder diese Saison für Tore schon ausgeschrieben hat.

Und dass diese defensive Schwäche schon wie eine immer wieder Werder das Genick bricht, ist auch Thomas Schaaf und Klaus Allofs zuzuschreiben. Ihre Strategie “wir handeln nicht, sondern hoffen, dass sich das von alleine löst” ist schlicht gescheitert. Als wären die vielen Gegentore eine Fata Morgana. Platz 14, einen Punkt Vorsprung vor den Relegationsplätzen, nur ein Sieg nach der Winterpause. Die nächsten Gegner heißen Leverkusen und Freiburg. Blickt man auf die Tabelle, kann man nicht unbedingt davon ausgehen, dass wir da sechs Punkte holen. Und dann wird es langsam wirklich eng. Auch weil man bei Werder nach wie vor nicht das Gefühl hat, dass sie mit der Situation zurechtkommen. Als wäre es jedes Mal um 17:15 Uhr ein schlechter Traum, der bald wieder weggeht. Ich hätte nie gedacht, dass ich bei Werder Bremen mal über The Great Escape nachgedacht habe. In der Saison 2004/2005 gelang West Bromwich Albion am letzten Tag noch mit einem Sieg der Sprung vom letzten Platz auf den ersten Nichtabstiegsrang. Auch weil man eine Woche zuvor völlig überraschend bei Manchester United einen Punkt holte. Wurde damals als eines der größten Comebacks in der Premier League bezeichnet. Werder und The Great Escape. Noch sind wir davon entfernt. Aber wenn es so weitergeht, ist es nicht überraschend, wenn Werder bald noch weiter unten in der Tabelle steht. Und darauf hoffen, dass die anderen Teams auch verlieren und noch schlechter spielen, zeigt doch nur die pure Verzweifelung. Wenn das der letzte Rettungsanker ist, scheint die Situation dramatisch zu sein.

Sagen wir es mal so: Der Kredit, den Thomas Schaaf und Klaus Allofs bei mir haben und wegen ihrer großartigen Arbeit der letzten Jahre immer noch besitzen, wird immer mehr aufgebraucht. Ich halte Schaaf und Allofs weiterhin für alternativlos. Nur dass sie die Defensivschwächen einfach ausgesetzt haben, kreide ich ihnen noch heute an. Klaus Allofs hat gestern nach dem Spiel im Sky-Interview gesagt, dass er ja nicht alle 11 Spieler auswechseln könnte. Stimmt, denn im Bereich aller Mannschaftsteile fehlt die Tiefe im Kader. Kommt ganz plötzlich. Und so dürfen Hunt und Marin, denen eine Pause mal gut tun würde, weiter regelmäßig auflaufen. Vor allem Marin fällt in den letzten Spielen fast nur noch durch Fallsucht auf. Ich habe Marin häufig verteidigt, aber in den letzten Wochen bin ich ganz schlecht auf Marin zu sprechen. Ich würde es gut finden, wenn er einfach mal für ein Wochenende aus dem Kader gestrichen wird. Blöderweise gibt es ja keine Alternativen. So oder so werden es ungemütliche Wochen in Bremen. Aus Fan-Sicht sicherlich mal spannend zu erleben, aber ich hätte gerne drauf verzichtet, zumal ich eben nicht sehe, dass Werder die aktuelle Situation schon angenommen hat.

Worauf kann man noch hoffen? Pizarro und Wesley kehren bald zurück.

Was Werder jetzt braucht – und nicht braucht

Ich muss zugeben, dass ich selten so enttäuscht, niedergeschlagen und schlecht gelaunt war wie am vergangenen Mittwoch nach der unglücklichen und unnötigen Niederlage von Werder in der Champions League gegen Twente Enschede. Normalerweise hake ich die Niederlagen meiner Lieblingsvereine ganz schnell ab und freue mich auf das nächste Spiel. Doch diesmal gelang das einfach nicht, zu enttäuscht war ich. Nicht unbedingt über die Leistung, sondern einfach über das Ergebnis nach den 90 Minuten. Es gibt solche Spiele in einer Saison, die wichtig sind, in denen man sich viel vornimmt und dann einfach gar nichts gelingen will. So eine Partie hatte Werder. Und wenn dann auch noch eigenes Unvermögen hinzukommt, ist es doch nur selbstverständlich, dass man ohne viel Selbstbewusstsein zum nächsten Spiel nach Stuttgart reist.

Auch wenn das jetzt blöde klingen mag, aber ich hatte ziemlich sicher mit einer Niederlage in Stuttgart gerechnet, natürlich aber nicht in der Höhe. In den vergangenen Jahren hat es Werder häufig ausgezeichnet, dass sie nach einem ganz schwachen Spiel meist gleich die nächste Offensivgala hingelegt haben. Was dann die schon seit Jahren existierenden Probleme, vor allem in der Defensive, ein wenig überdeckt. Und vielleicht auch Thomas Schaaf und Klaus Allofs ein wenig geblendet hat. Wieso die Defensive groß verstärken und umbauen, wenn man vergangene Saison auf Platz 3 der Abschlusstabelle landete und sich, wenn auch glücklich, für die Champions League Gruppenphase qualifiziert hat?

Jetzt folgte ein gutes Spiel gegen Enschede mit leider fürchterlichem Endergebnis und eine katastrophale Leistung gegen Stuttgart. Grund zur Sorge und Beunruhigung ja, Grund für Hysterie, Panik und unüberlegte Handlungen keineswegs. Wenn jetzt wieder einige aus dem Loch kriechen und alles, was in den letzten Jahren ganz offensichtlich insgesamt sehr gut funktioniert hat, in Frage stellen, kann ich das verstehen, finde es aber den falschen Weg. Und wenn man den Rücktritt von Schaaf und eventuell auch Allofs fordert, wäre es nicht verkehrt, wenn man sinnvolle und produktive Vorschläge für eine mögliche Nachfolge gleich in einem Zug nennt. Viele gibt es da eben nicht.

Die Fakten: Wie steht Werder Bremen da?
Man steht nach 11 Spieltagen mit 14 Punkten im Mittelfeld der Bundesligatabelle, sieben Punkte Rückstand auf Rang 3, fünf Zähler vor dem Relegationsplatz. Vor den beiden schlechten Spielen gegen Nürnberg und Stuttgsrt holte man aus den letzten vier Spielen 10 Punkte. Und weil es jetzt zweimal nicht geklappt hat, wird gleich alles in Frage gestellt. Dass Probleme und Defizite vorhanden sind, will ich gar nicht abstreiten. Dazu weiter unten mehr. In der Champions League enttäuschte man. Und das ist der Fakt, der mich am meisten enttäuscht hat. So erfahren in der Königsklasse, so wenig Ertrag diese Saison. Werder in dieser Saison schlicht nicht gut genug für die Champions League. Dass man im Vergleich zu Inter und vielleicht auch den Spurs die schlechteren Einzelspieler hat, mag stimmen, doch hätte man mit Erfahrung, Ruhe und Konzentration diese Nachteile kompensieren können, wenn man gewollt hätte. Jetzt hat man den Knacks in der Champions League blöderweise in die Liga mitgenommen. Vielleicht ist es gar nicht so unpassend angesichts der Position im Mittelfeld der Tabelle, wenn wir in der Rückrunde nicht mehr international spielen. Die finanziellen Folgen sind nicht absehbar, aber ich habe schon das Vertrauen, dass die Geschäftsführung nicht die Finanzen an einem Einzug ins Viertelfinale der Champions League ausrichtet. Im DFB-Pokal schied Werder unglücklich aus. Es ist eine Mischung aus eigenem Unvermögen, Inkonstanz in den Leistungen, Pech und Verunsicherung. Alles Kompnenten, die lösbar sind. Viel schwieriger scheint der mannschaftliche Zusammenhalt geworden zu sein. Das ist Aufgabe von Allofs und Schaaf – und es muss schnell gelöst werden. Und Trainer und Manager sollten nicht die Scheu haben, Arnautovic einfach mal zwei Spiele auf die Tribüne zu setzen, wenn er sich nicht wie ein Profi benimmt. Werder hätte den großen Umbruch verpasst, das ist kein Team mehr, Schaaf wirkt ratlos, erreicht wohl die Mannschaft nicht mehr. All das geistert jetzt durch den Blätterwald. Was nur zur Verunsicherung aller Beteiligten beiträgt. Nötig wäre mal eine schonungslose Fehleranalyse und Blick auf die letzten Jahre um zukünftige Krisen möglichst selten vorkommen zu lassen. Und da müssen sich auch Allofs und Schaaf kritisch hinterfragen. Es wäre aber fatal daraus zu folgern, dass ich persönliche Konsequenzen fordere. Diese Stufe der Krise wird hoffentlich nicht bestiegen.

Was sich Klaus Allofs und Thomas Schaaf vorwerfen lassen müssen
Eigentlich muss man nur auf die Anzahl der Gegentore schauen – und schon ist alles gesagt. 27 Gegentreffer in den ersten 11 Spielen, zweitschlechteste Abwehr der Liga. Der langwierige Ausfall von Naldo in der Innenverteidigung und von Sebastian Boenisch auf Linksaußen wirkt sich da natürlich auch negstiv aus, aber das wissen Schaaf und Naldo ja eben nicht seit Oktober, sondern das war in Ansätzen bereits im Sommer erkennbar. Wenn man in der Bundesliga, Champions League und im DFB-Pokal vorne mitspielen möchte, ist die Defensive qualitativ und quantitativ einfach nicht gut und umfassend genug besetzt. Und mit Verletzungen muss immer gerechnet werden. Schaut man sich die Bilanz der Gegentreffer an, ist eine klare negative Tendenz erkennbar.

Werder bekommt im Schnitt einfach zu viele Gegentore. 50 in der Saison 2008/2009 sorgten dafür, dass man sich nicht über die Liga für den interantionalen Wettbewerb qualifizieren konnte. Letzte Saison war es mit der sehr starken zweiten Saisonhälfte erträglicher. Schaut man sich die jetzige Zahl von 27 Gegentreffern an, wird die 50 mehr als nur realistisch. Und damit würde man ziemlich sicher nicht mehr im Europapokal vertreten sein. Was viel nachhaltige Auswirkungen haben könnte als eine Niederlage gegen Stuttgart. Aber bis dahin wäre ja noch genügend Zeit es zu ändern. Wie sollte Werder vorgehen? Zu allererst Hoffen auf schnelle Genesung von Naldo, Boenisch und Fritz und dann muss es im Winter Verstärkungen für die Defensive geben, keine Frage. Und zu Not muss man dann auch mal ein wenig Geld in die Hand nehmen und ein paar Risiken eingehen. Besser als nächste Saison gar kein Geld aus den internationalen Wettbewerben zu erhalten. In der Meistersaison 2003/2004 lagen die Gegentore auch bei 38, davon kassierte man aber neun an den letzten beiden Spieltagen, als man schon Deutscher Meister war. Ein Relikt aus besseren Zeiten. Die Defensive braucht Neuzugänge, aber insgesamt muss die ganze Mannschaft defensiver eingestellt sein. Vielleicht wäre es mal an der Zeit an der Spielphilosophie ein wenig zu schrauben, denn Werder hat schlicht nicht die defensive Klasse derzeit um bedingungslos nach vorne spielen zu können. Und das klappt ja auch nur, wenn man vorne die Treffer macht. Das geschieht derzeit nicht, die hohen Niederlagen und die vielen Gegentreffer sind die folgerichtige Konsequenz.

Mikael Silvestre: Von meinem Hoffnungsträger zum Sündenbock der Fans
Als Werder kurz vor Transferschluss die Verpflichtung von Mikael Silvestre bekanntgab, hielt ich das zunächst für einen guten Transfer. Und habe das auch in diversen Konversationen auf Twitter mitgeteilt. Silvestre habe trotz seiner geringen Spielpraxis eine Chance verdient, gerade bei den bekannten Schwächen von Werder auf den Außenpositionen. Ich hatte gehofft, Silvestre könnte mit seiner Erfahrung und Umsicht defensiv mehr Stabilität geben, mittlerweile steckt er sich bei den hypernervösen Mertesacker, Pasanen und Prödl aber mit dem Defensivvirus an. Und spielt weit davon entfernt, wie er spielen könnte – und das, nebenbei bemerkt, zu Beginn auch gezeigt hat. Man muss schlicht konstatieren, dass Silvestre nicht die erhoffte Verstärkung bisher ist. Da lag ich meiner Einschätzung falsch. Aber was ja nicht ist, kann ja hoffentlich noch werden.
Allerdings darf man bei aller Kritik an Allofs bezüglich der Transferpolitik nicht vergessen, dass mit der Rückkehr von Pizarro und der Verpflichtung von Wesley zwei ordentlich gute Taten vollbracht wurden. Es ist also zu einseitig zu sagen, Werder habe in den letzten Jahren eine mangelhafte Transferpolitik aufs Parkett hingelegt. Nur sieht man die vielen Schwächen viel schneller als die Erfolge, gerade in der jetzigen Phase. Und was auch nicht übersehen werden darf – das soll aber keine Entschuldigung sein – dass mit Naldo, Fritz und Boenisch eben drei wichtige Spieler in der Verteidigung fehlen. Zudem spielen viele Akteure seit Wochen unter ihren Möglichkeiten. Bargfrede, Hunt und auch Marin sein an dieser Stelle erwähnt, die Liste ließ sich ergänzen. Im offensiven Mittelfeld hat man eigentlich die nötige Tiefe im Kader und die Variation, blöd nur, wenn derzeit fast alle Spieler ihrer Form hinterherlaufen. Deshalb weitere Aufgabe für Schaaf und Allofs im Winter: Ein weiterer Stürmer zur Entlastung von Pizarro und Almeida und damit Hunt, Arnautovic und Marin sich ganz auf ihre Aufgaben im Mittelfeld konzentrieren können und damit vielleicht auch einen größeren Beitrag zur defensiven Absicherung leisten können.

Die Werder-Fans: Rückendeckung in schwierigen Zeiten oder Abspielstation für Häme?
Haben die Werder-Fans schon alles wieder vergessen? 2003/2004 Meister und Pokalsieger, 2009 erneut in Berlin erfolgreich, in den letzten sieben Jahren sechs Mal für die Champions League qualifiziert. Vizemeister 2006 und 2008, im UEFA-Cup Finale 2009 und im Pokalfinale 2010. Natürlich setzen solche Erfolge auch höhere Standards, aber Werder hatte sieben sehr erfolgreiche Jahre zuletzt. Das sollte und darf nicht vergessen werden. Schwächephasen und kleinere Krisen gab es immer zwischendurch, bisher wurden alle gemeistert, unter der Federführung von Schaaf und Allofs. Warum diesmal nicht wieder? Wenn man in den letzten Jahren mit sportlichen Tiefschlägen immer mit der ruhigen Strategie erfolgreich gefahren ist, wieso jetzt in Panik verfallen und jeden Stein umdrehen? Und das sollten sich die viele Fans im Stadion auch einmal bewusst werden. Unmutsbekundungen über ein schlechtes Spiel gerne, aber Spieler permanent auspfeifen geht einfach gar nicht. Und damit tun die Fans der Mannschaft keinen Gefallen. Wenn es nicht so gut läuft, sollte man zusammenrücken, Spieler, Umfeld und Fans. Es ist doch keinem geholfen, wenn Silvestre jetzt zum Sündenbock für die Unzufriedenheit der Fans gemacht wird. Ein trauriges Bild, das einige Werder-Fans in den letzten Tagen abgegeben haben. Und da kann ich auch den Ärger von Thomas Schaaf verstehen.

Was im Umfeld von Werder jetzt nicht passieren sollte
Bitte keiner Trainerdiskussion, auch wenn es ganz viele Zeitungen in Deutschland, insbesondere in Hamburg, herbeireden wollen. Und die Werder-Fans, die Schaaf nicht länger an der Seitenlinie sehen wollen, müssen dann auch mal sagen, wie es ohne Schaaf weitergehen soll. Aber vielleicht können sie es sich auch gar nicht vorstellen. Auch wenn es blöd klingen mag, sind in der jetzigen Phase Hysterie, Panik und Schnellschussaktionen die falschen Ratgeber. Neben den kurzfristigen Maßnahmen zur Eindämmung der Krise muss bei Werder auch langfristig einiges passieren. Der Vertrag mit Almeida läuft aus und sollte verlängert werden. Es muss ein Konzept entwickelt werden, wie Werder auch mit finanziellen Ausfällen zurecht kommen kann. Und nicht zuletzt: Es muss mal ein wenig Geld in die Hand genommen werden – es sollte ja noch ein wenig in der Hinterhand sein – um die Defensive im Winter zu stärken. Und vielleicht am wichtigsten: Innnerhalb der Mannschaft muss sich was ändern. Es gab ja auch in den letzten Jahren immer mal ein paar Spannungen. In der jetzigen Phase wäre es nicht verkehrt, die persönlichen Wünsche hintenanzustellen. Frings mag ein Leader sein, auch neben dem Platz. Ich weiß aber nicht, wie es ankommt, wenn er sich in der Presse beklagt.

“Ich schäme mich für uns”, sagte Tim Wiese nach der Partie in Stuttgart. Der Torhüter ist derzeit vielleicht der einsamste Mann auf dem Platz. Angesprochen, wie er denn es sehe, wenn ständig in der 80. Minute noch Konter auf ihn zurollen. Wiese findet keine wirkliche Erklärung. “Ja, das ist halt das, was wir die ganzen letzten Jahre falsch machen.” Und das ist das, was mich derzeit ein wenig ratlos macht. Man erkennt seit Jahren die Probleme, gelöst hat man sie noch nicht. Aber ob es wirklich ein anderer Trainer könnte?

Weitere Artikel zur Krise bei Werder Bremen:
Tobias/Meine Saison: Kein Abschied von Thomas Schaaf
Johan/Werder-Fußball-Blog: Abschied von Thomas Schaaf
Werder-Exil: Es fehlt
Werderblog: Es war eine schöne Zeit mit Ihnen, Herr Schaaf
Worum-Blog: Schneid abgekauft – was nun?

Champions League 2010/2011 #1, Werder Bremen – Tottenham Hotspur

[22h53] Thomas Schaaf: Wir haben in der ersten Halbzeit die Situationen über uns ergehen lassen. Wir waren zu passiv. Alles, was gegen die Bayern am Samstag gut war, haben wir heute vermissen lassen. Das ärgert mich [...] Wir waren heute nicht im Spiel, haben immer abgewartet, was der Gegner macht. Uns ist es nicht gelungen selbst die Initiative zu ergreifen, stattdessen haben wir sie im Mittelfeld spielen lassen. Wir haben immer nur reagiert.

Thomas Schaaf im Sky-Studio sichtlich bedient. Vor allem aufgrund der Leistung in der ersten Halbzeit.

[22h36] Endstand Werder Bremen – Tottenham Hotspur 2:2

Am Ende dann doch ein leistungsgerechtes Unentschieden. Verglichen mit dem, wo sich Werder in der 30. Minute befand, war das insgesamt zufriedenstellend. Wieder viel Moral, Kampfgeist, niemals aufgegeben. Aber dass man das überhaupt wieder nötig hatte, wird hoffentlich intern aufgearbeitet. Denn was Werder in den ersten 30 Minuten defensiv aufgeboten hat, möchte ich bitte so schnell nicht wiedersehen. Die erste Hälfte ging mit Ausnahme der letzten fünf Minuten klar an die Spurs. Toller Auftritt der Redknapp-Truppe, Chancen genutzt und defensiv sattelfest. Dann durch die einzige Nachlässigkeit in persona Assou-Ekotto den Anschluss kassiert. Werder nahm den Schwung mit in die Hälfte und glich postwendend aus. Danach die Hanseaten spielbestimmend mit den besseren Torchancen. Aber es war dann kein Offensiv-Feuerwerk, am Ende gingen die Kräfte aus und auch die Spurs waren zweimal gefährlich vor dem Tor und hätten ebenso mit drei Punkten nach London zurückkehren können.

Im anderen Gruppenspiel zwischen Twente und Inter gab es ebenfalls ein 2:2, also noch gar nichts passiert in der Gruppe A. Aber Werder muss sich steigern.

Marin: Sind nicht gut ins Spiel gekommen, Ergebnis ist okay. Ich weiß nicht, was zu Beginn los war. Das war schon in Genua los. Wir können mit dem Punkt leben.

[22h33] Drei Minuten Nachspielzeit

[22h30] Noch mal ein wenig Dramatik. Während Werder alles versucht den Sieg zu erringen, hat Peter Crouch den Big Point auf dem Fuß, wird wunderschön von Jenas und final Keane freigespielt, Silvestre hebt das Abseits auf, Crouch legt mit ganz viel Gefühl den Ball an Wiese und am Tor vorbei. Glück gehabt. Im Gegenzug scheitert Hunt mit Schuss an Cudicini.

[22h23] Und es wäre fast Gareth Bale gewesen. Setzt sich gegen Fritz auf der linken Seite mal wieder durch, flache Hereingabe in die Mitte, wo alle Spurs-Spieler am Ball vorbeirutschen. Spiel schleppt sich dem Ende entgegen, glaube, da passiert nicht mehr so viel.

[22h21] Gute zehn Minuten noch. Tempo hat doch ein wenig nachgelassen. Werder zwar spielbestimmend, aber es sind dann auch nicht Torchancen am Fließband passiert. Drei, vier gute Szenen insgesamt, zu wenig, um die Spurs dauerhaft in Bedrängnis zu bringen. Mal sehen, ob jemand von den 22 nochmal die Kraftreserven mobilisieren kann um dieses Spiel zu entscheiden.

[22h18] Wechsel Tottenham Hotspur: Wilson Palacios für Aaron Lennon

[22h16] Mit die beste Chance für Werder zum Ausgleich zur Führung. Frings setzt sich auf der linken Seite durch, wunderschöner Pass auf Hunt im Strafraum der Spurs, lässt einen Gegenspieler aussteigen und legt sich den Ball dann auf den rechten Fuß. Kugel rutscht ein wenig über den Spann, deutlich übers Tor. Schade, schön herausgespielt, Abschluss ausbaufähig.

[22h13] Tottenham steht jetzt tief, zieht sich weit zurück. Man könnte meinen, die wären mit einem Punktgewinn an der Weser zufrieden.

[22h10] Wenig Torchancen zuletzt, wenige Aktionen in der Nähe des Strafraums, Partie bewegt sich überwiegend im Mittelfeld, wo Werder die Überhand hat. Kommt aber zu wenig Input für die Stürmer, gleiches auch bei Tottenham, die Crouch und Keane kaum noch in Szene setzen können. Da braucht es schon eine Einzelleistung von Marin, um mal wieder für etwas Torgefahr zu sorgen.

Wechsel Werder Bremen: Tim Borowski für Wesley. Starke Leistung vom Brasilianer.

[22h06] Herr Schaaf, Arnautovic bitte vom Platz nehmen. Der hat keine Lust mehr, ist nicht sein Tag heute. Winkt bei jedem Ballverlust ab.

[22h02] Marko Marin, ähnlich wie im Rückspiel in Genua, in der zweiten Hälfte völlig enthemmt spielend. Geht das nicht mal auch von Beginn an? Tottenham versucht wieder einen Fuß in dieses Spiel zu bekommen, es gelingt vorerst nicht, wenngleich sie es jetzt wieder vermehrt versuchen, über die außen Werder unter Druck zu setzen. Bis jetzt hält Fritz dicht.

[21h58] Nächste gute Chance für die Bremer, ganz langer Ball von Frings auf Almeida, der setzt sich im Laufduell gegen das Innenverteidiger-Duo Kaboul und King durch, Abschluss dann zu hoch angesetzt. Vielversprechend, solange man defensiv weiter sicher agiert wie bisher in der zweiten Hälfte. Temporeiches Spiel jetzt, das sich momentan noch nicht entscheiden kann, in welche Richtung es gehen will.

[21h55] Werder in den ersten fünf Minuten mit mehr Torschüssen als in der gesamten ersten Hälfte. Huddlestone mit der ersten gelben Karte. Marin dreht auf, Wesley zieht das Spiel an sich. Das sieht offensiv doch schon mal sehr viel besser aus. Nur noch Werder im Moment.

[21h52] Wechsel Tottenham Hotspur: Robbie Keane für Rafael van der Vaart, der sich mit einer Wadenzerrung rumplagte.

[21h50] 2:2, Marko Marin, 48. Minute

Wunderbar! Wunderbar! Werder nimmt den Schwung aus der ersten Hälfte mit, jetzt bitte nicht gleich wieder defensiv ins Koma fallen. Tolle Einzelleistung von Marin, der sich gegen mehrere Spurs-Spieler durchsetzt, zieht in die Mitte, super Schuss ins kurze Eck, direkt neben den Pfosten. Keine Chance für Cudicini diesmal.

[21h49] Was für eine Chance zum Ausgleich für Werder nach einer gespielten Minute. Langer Ball auf Arnautovic, der legt auf Hunt ab, dessen kraftvoller Schuss von Cudicini über die Latte gelenkt wird. Schade, nicht präzise genug.

[21h48] Beginn 2. Halbzeit

[21h45] Die Spurs lassen sich viel Zeit in der Kabine, Werder wartet auf dem grünen Rasen.

[21h39] Ich will nicht in die Kerbe schlagen, ob Schaaf die falsche Taktik angewendet hat mit dem Rauslassen von Hunt. Ob nun 4-4-2 mit Raute, ob nur ein Stürmer oder zwei Sechser. Ist im Prinzip völlig egal, wenn man defensiv so beteiligunglos dem Gegner beim Toreschießen zusieht.

[21h31] Halbzeit Werder Bremen – Tottenham Hotspur 1:2

Klaus Allofs im Interview: Die letzten Minuten waren etwas besser, insgesamt waren wir überhaupt nicht im Spiel. Wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht. Ich habe keine Pfiffe gehört. Ich hoffe, wir gehen sehr viel wacher in die zweite Halbzeit und drehen dieses Spiel noch.

Werder vorerst mit einem blauen Auge davongekommen. Das war über 43 Minuten defensiv eine ganz gruselige Leistung, die leider alle Vorurteile, die man von der Werder-Defensive hat, bestätigt sah. Das hat Tottenham zweimal konsequent genutzt und verdient mit zwei Toren in Führung gelegen. Danach dominierten sie das Geschehen und waren dem 3:0 näher als Werder überhaupt mal einem passablen Spielaufbau. Gegen Ende Werder etwas präziser in den Pässen und mit etwas mehr Elan nach vorne. Belohnung der wichtige Anschlusstreffer. Ein wenig Hoffnung, doch wenn man die Fehler in der Defensive nicht abstellt, dann kann man dieses Spiel nicht mehr zu seinen Gunsten entscheiden. Insgesamt schon enttäuschend, was Werder gezeigt hat. Das wirkte so unvorbereitet, als hätte man Gareth Bale noch nie flanken gesehen. Noch ist Zeit. Leider auch für weitere Fehler.

[21h27] 1:2, Hugo Almeida, 43. Minute

Was sehr viel Besseres hätte Werder nach dieser katastrophalen ersten Hälfte nicht passieren können. Da schaffte man es über 40 Minuten lang nicht, mal drei, vier Pässe in Folge zum Mitspieler zu bringen und dann macht man mit ganz simplen Mitteln den Anschluss, auch weil die Spurs zum ersten Mal in der Abwehr zu weit weg vom Gegner waren. Wesley mit der langen Flanke von der linken Seite, in der Mitte setzt sich Almeida gegen Assou-Ekotto durch und lässt per Kopf Cudicini keine Chance. Immerhin.

[21h25] Natürlich ist man schon ein wenig überraschend mit 1:0 in Führung gegangen, aber was die Spurs nach dem 1:0 hier zeigen – spielerisch wie taktisch – verdient ganz große Anerkennung in einem ersten Champions League Spiel. Bin sehr beeindruckt. Und das macht die ganz schwache Werder-Leistung noch deutlicher. Wir haben noch fünf Minuten bis zur Pause.

[21h21] Wechsel Werder Bremen: Aaron Hunt für Bargfrede.

[21h20] Chaos und Unordnung in der Werder-Abwehr nach dem ersten Eckball für die Gäste. Bremen schafft es nicht den Ball weiträumig zu klären, die Spurs bekommen stets die zweite Chance. Am Ende rettet Wiese sehr stark gegen den Schuss von Bale.

[21h15] Gute halbe Stunde durch. Zuletzt ein paar engagiertere Minuten von Werder, aber da ist im Spiel nach vorne insgesamt zu wenig Bewegung, keine guten Einfälle. Dass, was Allofs und Schaaf vor der Partie ausgeführt haben, dass man schnell spielen möchte und muss, gelingt überhaupt nicht. Keine Kreativität, keine Ideen. Marin mit seinen Dribblings ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Tottenham macht das nahezu perfekt in der Defensive, geringe Fehleranzahl, präsent in den Zweikämpfen, super das Werder-Spiel antizipierend.

Und eher macht hier Tottenham das 3:0. Wieder Schema F, sprich über die linke Seite. Aber diesmal kann Wiese vor Crouch klären, fehlte aber nicht viel für den Knockout. Werder, wenn man so will, noch ohne echte Torchance.

[21h12] Werder hat Pech, weil sie einen für mich klaren Handelfmeter nicht gewährt bekommen. Nach dem Schuss von Marin nimmt Huddlestone die linke Hand hoch. Und das ist Elfmeter, von natürlicher Bewegung habe ich da nichts gesehen. Und der zusätzliche Linienrichter verspeist hinter dem Tor wohl gerade ein Fischbrötchen, meine Güte…

[21h08] Und mit der Führung im Rücken dominieren die Spurs jetzt diese Partie, greifen Werder früh an und lassen den Hanseaten kaum Platz zum Kombinieren. Und Werder ist geschockt. Es gelingt ganz wenig. Und bei den Spurs passt im Moment soviel, dass ein Treffer für Werder ganz weit entfernt scheint.

[21h06] Im Parallelspiel zwischen Twente Enschede und Inter Mailand steht es übrigens 1:1.

[21h02] 0:2, Peter Crouch, 18. Minute

Was für ein wunderschönes Kopfballtor von Peter Crouch. Und Werder im kollektiven Tiefschlaf. Ich fasse es nicht. Scheiß blödes Gefühl vor dem Spiel. Flanke von links durch van der Vaart, in der Mitte setzt sich Crouch – gut eine Etage höher springend – ohne Probleme gegen Pasanen durch, der noch nicht mal hochspringt. Kopfball passt par excellance ins Tor, keine Chance für den bedienten Wiese. Nicht zu fassen.

[20h58] Sehr gelassener Jubel übrigens von Harry Redknapp nach der Führung für sein Team. Ob er registriert hat, dass man mit 1:0 in Front gegangen ist?

[20h56] 0:1, Eigentor Petri Pasanen, 12. Minute

Na, schönen guten Abend. Langer Ball auf Bale auf den linken Flügel, der ist viel viel schneller als Fritz, in der Mitte kann Pasanen nur schwer mit dem Antritt von Crouch mithalten, ist dann aber doch da, um den Ball ins eigene Tor zu lenken. Aber Crouch wäre sowieso da gewesen. Und ich sage noch, dass die Außenpositionen ein Schlüssel in diesem Spiel sein können. Was für ein furchtbares Abwehrverhalten von Fritz und Pasanen. Erste Chance in diesem Spiel bringt die Führung für die Spurs. Eiskalt Werders Schwäche ausgenutzt. Und scheinbar braucht Werder wie immer ein Gegentor um warm zu laufen. Hoffentlich.

[20h52] Werder nährt sich ganz allmählich dem Gehäuse von Cudicini, kann die Spurs mal ein paar Minuten in der eigenen Hälfte beschäftigen und holt den ersten Eckball der Partie. Aber man sieht gleich, dass die Spurs verdammt kompakt stehen, sobald Werder die Angriffe startet. Und nach dem Eckball gingen alle Kopfballduelle an die Spurs.

Erste gute Szene von Wesley, schöne Einzelleistung, Flachschuss geht aber knapp am Tor vorbei, insgesamt noch viele Aktionen, nur so von Nervosität geprägt.

[20h49] Das erste Laufduell zwischen Pasanen und Lennon ging völlig überraschend an den Engländer. Bin mal gespannt, wie konsequent die Spurs über die Außen spielen oder doch alternativ die langen Bälle auf Crouch suchen. Sehr gemählicher Beginn, beide Teams noch in der Abtastphase, bloß keinen Fehler gleich zu Beginn machen.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

Die Spurs in den weißen Trikots und mit Anstoß von links nach rechts, Werder in grün.

[20h43] Schiedsrichter der Begegnung ist der Schweizer Massimo “Don’t make signals” Busacca.

[20h37] Die Aufstellungen im Weserstadion

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Pasanen, Prodl, Silvestre – Frings, Bargfrede, Marin, Wesley – Arnautovic, Hugo Almeida

Tottenham Hotspur: Cudicini – Corluka, Kaboul, King, Assou-Ekotto – Huddlestone – Lennon, Jenas, Bale – Van der Vaart – Crouch

Werder also im 4-4-2, die Spurs wollen den Selbstmord vermeiden und treten mit nur einer Spitze an. Huddlestone gibt den Aufräumer vor der Abwehr, Lennon über den rechten Flügel, Bale über links, van der Vaart hinter Crouch. Modric nicht mit dabei, auf der Bank bei den Spurs noch Keane und Pavlyuchenko. King bekommt in der Innenverteidigung den Vorzug vor Gallas, im Mittelfeld bekommt Jermaine Jenas den Vorzug gegenüber Wilson Palacios. Bei Werder nur eine Änderung, Almeida für Hunt in der Partie.

[20h27] Thomas Schaaf bei Sky: Aaron hat nicht schlecht gespielt, ein taktischer Wechsel. Wir müssen vorne präsenter und aktiver sein als gegen die Bayern. Wesley wird nicht übernervös sein, aber er hat festgestellt, dass er aktiv sein muss. Das hat er Samstag gut gemacht, ich hoffe, das gelingt ihm wieder. Tottenham ist eine sehr kompakte Mannschaft, die sehr gut umschaltet, die nach einem Angriff wieder schnell in der Abwehr zurück sind. Wir müssen geduldig sein. Es wird wichtig den Ball schnell laufen zu lassen. Ich hoffe, das bekommen wir hin.

[20h25] Live-Blog vom Werder Spiel beim geschätzten Tobias/Meine Saison. Und Kai bei allesaussersport ist glücklicherweise auch wieder mit von der Partie und blickt auch auf das Schalke-Spiel.

[20h22] Klaus Allofs bei Sky: Ich bin froh, dass wir wieder in der Champions League sind. Ich glaube, dass wir die Gruppenphase überstehen können. Inter ist der Favorit, wir können Zweiter werden oder sogar mehr erreichen.

[20h15] Ich hoffe, Werder hat sich das Video vom Playoff-Hinspiel der Spurs in Bern angeschaut. Denn so wie die Young Boys aufgetreten sind in den ersten Minuten, muss man gegen Tottenham agieren. Druckvoll, schnelles Spiel, die Abwehr unter Druck setzen. Das schaffte West Bromwich Albion letzten Samstag, Werder sollte das ebenso gelingen.

[20h12] Harry Redknapp ist Meldungen der BBC von heute Nachmittag nicht gefolgt und hat Luka Modric nicht in den Kader berufen. Die Spurs in einem 4-5-1 mit Crouch als Tower ganz vorne. Werder ohne Hunt, mit Wesley hinter den Spitzen, die Almeida und Arnautovic heißen.

[20h09] Ich weiß nicht warum, aber ich habe ein komisches Gefühl für heute Abend. Kann aber explizit keine Gründe nennen. Ich hoffe, dass die gute Leistung vom Auswärtsspiel in München den Spielern im Kopf nicht zu hoch gestiegen ist. Wie in den letzten Spielzeiten in der Champions League, als guten Ligaleistungen meist ernüchternde Vorstellungen in der Königsklasse folgten.

[20h03] Gegner heute Abend im Weserstadion also die Tottenham Hotspur, nur mittelmäßig in die neue Premier League Saison gestartet, aber mit vielen guten Einzelspielern und einer stets geschlossenen Teamleistung, wenn es in den letzten Monaten wichtig wurde. Mehr zum Team von Harry Redknapp in der Analyse bei Meine Saison. Für mich eine der Schlüssel zum Erfolg für Werder ist, ob man die Außenpositionen der Spurs in Schach halten kann. Lennon dominiert allein schon durch seine Geschwindigkeit, Bale spielt eine fantastische Saison bisher. Da kommt viel Arbeit auf Silvestre und Fritz hinzu. Und vielleicht sollte man allen Werder-Spielern und den Fans erzählen, dass Crouch mittlerweile auch ein sehr guter Fußballer geworden ist. Schauen wir mal.

[19h58] Als Einstimmung auf die Champions League sei die kompakte Vorschau der BBC empfohlen.

[19h54] Endlich wieder meinerseits Zeit zu bloggen. Und endlich wieder Champions League. Hereinspaziert und guten Abend zu den Dienstagsbegegnungen des ersten Spieltages. Und endlich wieder Königsklasse mit Werder. Riesengroße Vorfreude auf den heutigen Abend.

Europa League 2009/2010 Zwischenrunde, Werder Bremen – Twente Enschede

[23h02] Gute Nacht aus Düsseldorf. Morgen der nächste spannende Fußballtag, wenn der FC Portsmouth aller Voraussicht nach Insolvenz anmelden wird. Mehr dazu dann morgen.

[23h00] In Valencia gibt es noch Verlängerung. Hier die Partien des Achtelfinals. Gespielt wird am 11.03., die Rückspiele finden eine Woche später am 18. März statt.

  • Hamburger SV – RSC Anderlecht
  • Rubin Kazan – VfL Wolfsburg
  • Atletico Madrid – Sporting Lissabon
  • Benfica Lissabon – Olympique Marseille
  • Panathinaikos Athen – Standard Lüttich
  • OSC Lille – FC Liverpool
  • Juventus Turin – FC Fulham
  • Brügge/FC Valencia – Werder Bremen

[22h56] Endstand Werder Bremen – Twente Enschede 4:1

Mit ein paar kleinen Ausnahmen, insbesondere zwischen der 30. und 40. Minute und zu Beginn der zweiten Hälfte, ein guter Auftritt von Werder. Offensiv überzeugend wie immer, defensiv weiter ein wenig instabil. Zum Glück wurde man nicht allzu oft gefordert. Trotzdem eine Leistung, welche die Mannschaft weiterbringen wird, auch für das Selbstvertrauen in der Liga.

[22h49] Lille macht das 1:1 bei Fenerbahce Istanbul und wäre damit im Achtelfinale. Torschütze Adil Rami in der 85. Minute

[22h47] Meine Güte, ist das unansehnlich in Turin. Del Piero geht vier Minuten vor dem Spiel in die Kabine, Juve mit gefühlt 11 Defensivspielern jetzt. Ajax fällt nicht ein, eher macht Trezeguet das 1:0, scheitert mit seinem Kopfball aber an Stekelenburg.

[22h45] In Bremen plätschert die Partie dem Schlusspfiff entgegen. Noch acht Minuten, Enschede hat sich aufgegeben. Werder tut nur noch das Nötigste.

Borowski kommt für Mezut Özil.

[22h40] Sporting Lissabon – FC Everton 2:0, Pedro Mendes, 76. Minute

Damit verabschieden sich die Toffees wohl aus der Europa League. Brauchen ein Tor für die Verlängerung, haben aber bisher nur defensiv agiert. Offensiv ging wenig.

[22h38] Martin Jol spielt seine letzte Trumpfkarte aus, bringt Rommedahl für den ganz schwachen Enoh. Ajax Amsterdam braucht weiterhin ein Tor, aber Juve denkt gar nicht daran, irgendwas zu tun, was die Defensive gefährden könnte.

[22h36] Toller Konter von Werder. Özil und Almeida im Doppelpass, der Portugiese nach Flanke von Özil mit tollem Kopfball, aber exzellent gehalten von Boschker.

Wechsel Werder: Marin geht, Ayik kommt.

[22h33] 20 Minuten noch in Bremen zu absolvieren, Werder macht wieder zu wenig. Zum Glück fällt Enschede momentan auch nicht so viel ein. Aber man hat, wenn Werder defensiv gefordert wird, immer das Gefühl, das könnte sofort schiefgehen.

[22h29] Sporting Lissabon – FC Everton 1:0, Miguel Veloso, 64. Minute

[22h28] Ich dachte, ich könnte es jetzt mir mal wieder leisten bei Juve gegen Ajax vorbeizuschauen. In den fünf Minuten, in den ich zuschaue, kein wirklich ansehnliches Spiel. Juve zwar optisch überlegen, Ajax steht immer noch hinten drin und traut sich gar nicht nach vorne. Juve könnte den Sack fast zumachen, zumal defensiv die Italiener kaum was zulassen. Und ein 0:0 reicht Juve ja.

[22h25] Deckel endgültig drauf in Wolfsburg. Grafite mit dem 4:1, 64. Minute

[22h22] Werder – Enschede 4:1, Claudio Pizarro, 59. Minute

Und im Gegenzug dann der Ausbau der Führung für Werder. Ganz entscheidene Minuten in diesem Spiel mit glücklicherem Ausgang für Werder. Özil mit schöner Vorbereitung, Pizarro mit dem Flachschuss ins Tor. Boschker war noch dran.

Bargfrede kam bei Werder für Niemeyer.

[22h20] Wenn durch Düsseldorf-Pempelfort eben ein lautes, langgezogenes “Neeeiiiiiiiin” ging, dann war das mein Schrei, bevor Parker geschossen hat. Werder wieder mit der Abseitsfalle, gelingt nicht, Parker völlig frei, nur noch Vander vor sich, knallt den Ball an den Innenpfosten. Und dann kam ein kurzes, aber sehr leises Yes von mir.

[22h18] Erst in vier Spielen des Abends sind Tore gefallen. Werder und Wolfsburg liegen vorne, Fenerbahce wäre momentan weiter, Valencia gegen Brügge ginge in die Verlängerung. Und noch keine Tore in der zweiten Halbzeit europaweit.

[22h17] Immerhin, Werder spielt jetzt wieder häufiger nach vorne, beschäftigen die Niederländer in ihren eigenen Reihen. Also nur mit Hoffen und viel Zuversicht gelingt das Weiterkommen nicht. Und Twente hat gezeigt, dass sie, wenn man sie beschäftigt und unter Druck setzt, verwundbar sind. Nur muss Werder dann mehr eigene Akzente setzen.

[22h13] Werder wartet darauf, dass Enschede mehr und mehr Risiko geht und sich dann Räume zum Kontern ergeben. Enschede scheut noch das allerletzte Risiko – und von daher ist es ein eher lahmer Auftakt in die zweite Hälfte. Werder im Mittelfeld ein wenig sehr passiv. Böse formuliert: Wenn man weiter so spielt, hat man Enschede hier bald wieder voll im Spiel.

[22h08] Beginn 2. Halbzeit

[22h06] Sollte Werder das Achtelfinale erreichen, dann ginge es gegen den Sieger aus Brügge gegen Valencia. Hätte ja mal wieder Lust auf ein Duell gegen die Spanier im Mestalla. Da gab es ja mal eine große Leistung in der Champions League.

[21h52] Halbzeit Werder Bremen – Twente Enschede 3:1

Werder ist auf einem guten Wege. Man hat nach holprigem, aber bemühten Start die Fehler von Enschede hervorragend in Tore umgemünzt. Als man 3:0 vorne lag, schlich sich dann wieder die Fahrlässigkeit ein. Völlig unnötiges Gegentor, wieder über außen, wieder durch einen langen Pass. Wie immer. Danach kam Enschede besser ins Spiel, gegen Ende der ersten Hälfte Werder aber wieder zielstrebiger nach vorne. Noch alles offen, aber ein gute Basis ist schon einmal gelegt.

[21h50] Freistöße von Marcus Senna sind stets gefährlich, Villarreal hat also noch einen Fuß in diesem Spiel. Muss über Standards den Anschluss herstellen. Gelingt aber noch nicht. Halbzeit in Wolfsburg. Die Wölfe führen verdient mit 3:1 gegen das Yellow Submarine.

[21h45] Wolfsburg – Villarreal 3:1, Christian Gentner, 41. Minute

[21h45] Das Anschlusstor hat Twente richtig gut getan, machen die Räume jetzt enger, stehen näher am Mann, gewinnen Zweikämpfe und lassen vor allem nur noch wenig zu. Keine Fehler mehr im Spielaufbau. Werder tut sich schwer in den letzten Minuten, man hat sich vielleicht auch schon ein wenig zu sicher gefühlt. Gibt aber weiterhin Räume zum Kontern, doch Werder rückt nur behäbig nach.

[21h41] Fenerbahce Istanbul geht mit 1:0 gegen den OSC Lille in Führung. Torschütze Emre in der 35. Minute. Fener bei dem Spielstand im Achtelfinale aufgrund des Auswärtstores.

[21h38] Werder-Enschede 3:1, Luuk De Jong, 33. Minute

Da war ich mal gerade für ein paar Minuten auf der Option von Juve gegen Ajax um zu schauen, was Diego macht – und dann Werder mit der ersten defensiven Nachlässigkeit. Und wieder über die Außen, diesmal über links, wo Janssen einen langen Pass mustergültig mitnimmt, super Flanke in der Mitte, Mertesacker zu weit weg von De Jong, und gegen den präzisen Kopfball hat Vander keine Chance. Und ich schalte nicht mehr um.

[21h34] Derweil hat Villarreal den Anschluss gemacht, nur noch 1:2 durch Capdevila in der 30. Spielminute.

[21h32] Werder – Enschede 3:0, Naldo, 27. Minute

Kann man das sagen, dass das erste Auflösungserscheinungen bei Twente sind. Werder wieder mit schnellem Spiel, Enschede zu passiv im Zweikampfverhalten, zwei Pässe hebeln die ganze Abwehr aus. Almeida scheitert zunächst, Naldo kann dann mit geschickter Körpertäuschung den schon am Boden liegenden Boschker überwinden. Kaum Gegenwehr. Es läuft.

[21h31] Werder hat verständlicherweise erstmal den Fuß vom Gas genommen und lässt Enschede jetzt machen. Viel kommt dabei nicht herum, wirken ziemlich geschockt. Werder greift trotzdem früh an und versucht dann hin und wieder schnelle Konter zu setzen.

[21h28] Und Twente Enschede völlig von der Rolle. Özil scheitert an Boschker, den Abpraller setzt Almeida an den Pfosten. Um ein Haar das 3:0. Twente kaum noch mit Entlastung.

[21h26] Werder – Enschede 2:0, Claudio Pizarro, 21. Minute

Das läuft bisher richtig gut für Werder. Dritte gute Chance, zweites Tor. Und wieder schön herausgespielt. Enschede mit kapitalem Fehler im Spiel nach vorne, Marin schaltet am schnellsten, bedient Özil, der sich wunderbar durchdribbelt, Pizarro völlig frei, muss das klare Zuspiel nur noch locker einschieben. Klasse gespielt.

[21h20] Werder – Enschede 1:0, Claudio Pizarro, 15. Minute

Sehr viel besser hätte man sich das aus deutscher Sicht heute Abend nicht vorstellen können. Wolfsburg schon mit einem Bein im Achtelfinale – und dann zieht Werder nach. Toller Spielzug über Özil, der auf Almeida rauslegt. Präzise Flanke in die Mitte, wo Pizarro als erster am Ball ist und zum 1:0 aus kurzer Distanz einnetzt.

[21h19] VfL Wolfsburg – Villarreal 2:0, Eigentor Angel, 15. Minute

Wolfsburg belohnt sich für ein richtig gutes Spiel. Grafite mit der Hereingabe von rechts, der Ball springt dann Platzfehler unglücklich ab gegen das Knie von Angel, der den Ball dann ganz unglücklich ins eigene Tor abfälscht. Keine Chance für Lopez.

[21h17] Und Wolfsburg könnte hier auch schon 3:0 führen, wenn Grafite nicht zwei richtig gute Chancen vergeben hat. Einmal scheitert er an Torwart Diego Lopez und dann köpft Grafite aus bester Position daneben.

[21h15] VfL Wolfsburg-Villarreal 1:0, Dzeko, 10. Minute

Wolfsburg auf gutem Weg ins Achtelfinale. Frühe Führung für die Niedersachsen, die Spanier bräuchten für ein Weiterkommen bereits zwei Tore. Und wenn Dzeko jetzt schon trifft und dann in der Art und Weise, fangen spätestens jetzt auch in Hannover die Fans ihre Meinung für das Spiel am Sonntag zu ändern.

[21h14] Und sobald Twente mal schnell umschaltet und Werder ein wenig langsam in der Rückwärtsbewegung ist, beginnen bei mir alle Alarmglocken. Pasanen kann in letzter Minute den Angriff stoppen, Enschede war fast in Überzahl, Spieler hatten sich bereits gut in Position gelaufen.

[21h11] Werder ist ganz gut in die Partie gekommen, spielen mutig, aber kontrolliert nach vorne. Nicht zu hastig und die Außen sind was Offensivdrang angeht noch sehr vorsichtig. Abdennour bleibt fast immer in der eigenen Hälfte, Pasanen traute sich einmal in die gegnerische Hälfte. Sieht so aus, als würden Frings und Niemeyer auch erstmal den defensiveren Part übernehmen. Heißt viele Freiheiten für Marin und Özil, Pizarro lässt sich ein wenig zurückfallen.

[21h08] Erstes Tor in den Spätspielen. Der FC Valencia geht mit 1:0 gegen Brügge in Führung (1′ durch Mata) und egalisiert damit das Ergebnis aus dem Hinspiel.

[21h05] Beginn 1. Halbzeit

So, Daumen drücken. Werder in grün-weiß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten. Enschede ganz in rot.

[21h04] Hätte ja gerne N’Kufo gesehen, auch so ein Spieler, den Hannover 96 abgegeben hat und der dann richtig gut wurde. Aber egal.

[21h04] Die Aufstellungen im Weserstadion

Werder Bremen: Vander – Pasanen, Mertesacker, Naldo, Abdennour – Frings, Niemeyer – Marin, Özil – Pizarro, Almeida

Twente Enschede: Boschker – Stam, Wisgerhof, Douglas, Tiendalli – Brama, Perez, Janssen – Parker, De Jong, Ruiz

[21h00] Damit stehen folgende Partien für das Achtelfinale schon mal fest:

  • Hamburger SV – RSC Anderlecht
  • Benfica Lissabon – Olympique Marseille

Alle anderen Partien ergeben sich dann heute Abend, wenn den Qualifizierten der zweite Gegner zugespielt wird.

[20h57] Also bisher qualifiziert für das Achtelfinale: Benfica Lissabon, der Hamburger SV, RSC Anderlecht, Olympique Marseille, Panathinaikos Athen, FC Liverpool, FC Fulham und Atletico Madrid.

[20h51] Diego Forlan in der 90. Minute mit dem 2:1 für Atletico Madrid bei Galatasaray Istanbul. Damit wären die Spanier im Achtelfinale.

[20h47] Der PSV Eindhoven macht eine Minute vor Schluss das 3:2, Torschütze Koevermans. Und es gibt fünf Minuten Nachspielzeit.

[20h46] Vergessen zu erwähnen vorhin: Christian Vander spielt im Tor. Wiese fällt mit Adduktorenverletzung knapp zwei Wochen aus.

[20h45] Kurz vor Schluss führt der RSC Anderlecht mit 4:0 gegen Athletic Bilbao und würde damit im Achtelfinale auf den Hamburger SV treffen. Auch Panathinaikos Athen, der FC Liverpool (3:1 bei Unirea) und Olympique Marseille (3:0 gegen den FC Kopenhagen) sind klar auf Kurs Achtelfinale. Bei den anderen Partien ist es noch spannend.

[20h38] Werder muss verletzungsbedingt auf Clemens Fritz verzichten, Pasanen geht dafür wieder auf die rechte Seite, Abdennour spielt auf links. Diesmal 2er-Sturm mit Pizarro und Almeida, im Mittelfeld Marin, Özil, Frings und Niemeyer. Hunt fehlt ebenfalls mit Verletzung. Markus Rosenberg darf immerhin wieder auf der Bank Platz nehmen.

[20h36] Piotr Trochowski gleicht in der 79. Minute zum 2:2 per Foulelfmeter für den HSV aus. Damit müssten die Niederländer jetzt zwei Tore fürs Achtelfinale erzielen.

[20h34] Ich will ja noch gar nicht von einem “Wunder von der Weser” sprechen, aber ich halte die Partie heute für eines der schwierigsten Spiele der letzten Jahre für Werder. Natürlich kann und muss man optimistisch in diese Begegnung gegen – und Werder tut das ja auch – trotzdem wird das heute Abend eine ganz harte Nuss, die es zu knacken gilt. Zumal Werder immer für einen defensiven Aussetzter bekannt ist. Ist für Werder eine blöde Ausgangslage. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann wäre es erstmal defensive Stabilität. Mir reicht ein 1:0 in der 87. Minute und ein Weiterkommen nach Verlängerung. Ich hoffe, ich werde erhört.

[20h33] Guy Demel darf dann auch schon mal unter die heiße Dusche und beten, dass Eindhoven kein weiteres Tor erzielt. Wobei, so richtig geholfen hat dem HSV die Überzahl ja auch nicht.

[20h30] Der HSV versucht derweil in Eindhoven mit einem Mann mehr kein weiteres Tor zu kassieren. Stimmung ist aufgeheizt, der englische Referee hat nach und nach dieses Spiel nicht mehr in den Griff bekommen. Und die Torrichter machen einen auf Profilieren. Braucht kein Fan.

[20h27] Guten Abend, mal wieder ein wenig live bloggen. Auf dem Programm stehen die Spätspiele in der Europa League Zwischenrunde, mein Schwerpunkt wird zunächst mal Werder gegen Enschede sein, hin und wieder Wolfsburg gegen Villarreal, und dann schauen wir mal, wie sich der Abend entwickelt und wie die Stream-Verfügbarkeit ausschaut. Hereinspaziert.

DFB Pokal 2009/2010 2. Runde, Werder Bremen – FC St. Pauli

[20h50] Endstand Werder – St. Pauli 2:1

Verdienter Sieg für Werder, das im Achtelfinale steht. Besonders in der zweiten Halbzeit ein spannendes, unterhaltsames und dramatisches Spiel. Hat mir gut gefallen. Werder hätte höher gewinnen können. St. Pauli mit toller Moral und viel Herz, deshalb blieb es bis zum Ende spannend. Jetzt vielleicht noch ein Heimspiel im Achtelfinale. Von dieser Stelle ein Bye Bye. Man liest sich die nächsten Tage irgendwann mal wieder.

[20h49] Nochmal Eckball St. Pauli

[20h48] 2 Minuten Nachspielzeit

[20h47] Geiles Spiel jetzt. Marin mit dem Schuss an die Latte, aber Werder spielt Konter nicht gut genug zu Ende. St. Pauli lebt noch.

[20h43] Fünf Minuten noch zu spielen im Weserstadion. St. Pauli wirft jetzt alles nach vorne. Sako kommt für Boll. Volle Offensive jetzt – und vielleicht Platz für Werder zum Kontern. Spannend.

[20h39] 2:1, Naldo, 81. Minute

Wieder nach einer Ecke die Führung für Werder. Pauli bekommt den Ball nicht weg, Hunt mit erneuter Hereingabe von rechts. Mertesacker legt per Kopf auf Naldo vor, der den Ball nur noch über die Linie drücken muss. Schön gespielt und wieder die wichtigen Zweikämpfe gewonnen.

[20h33] 1:1, Takyi, 75. Minute

Das Tor darf sich dann mal Boenisch ankreiden. Erst lässt er die linke Seite völlig blank, sodass Takyi flanken kann. In der Mitte Ebbers mit spektakulärem Fallrückzieher an den Pfosten, den Nachschuss bringt Takyi, der nicht im Abseits ist, weil Boenisch munter weiterschläft, dann im Tor unter. Ein Gegentor, das es wirklich nicht gebraucht hat.

Wechsel Werder: Marko Marin für Markus Rosenberg

[20h27] Wechsel Werder: Peter Niemeyer für Philipp Bargfrede

[20h25] Beste Chance für Pauli. Schuss von Kruse aus knapp 16 Metern und Tim Wiese mit einer Weltklasseparade, lenkt den Ball noch um den Pfosten.

[20h24] Wechsel St. Pauli: Rouwen Hennings für Naki

[20h19] Partie ist gut anzuschauen. St. Pauli sucht jetzt auch weiter den Weg nach vorne, Werder hat viel Platz im Angriff. Leider noch nicht der tödliche Pass dabei oder wenn er kommt, wird im er Angriff von Pizarro oder Borowski verstolpert.

Wechsel Werder: Claudio Pizarro für Moreno

[20h14] Großartige Doppelchance für Werder. Rosenberg wird wunderschön freigespielt, setzt sich exzelltent durch, scheitert mit seinem Schuss aber am Pfosten, den Abpraller von Hunt hält Hain mit tollem Reflex.

[20h11] Werder zum ersten Mal in dieser Partie in der Defensive ein wenig unsortiert und mit keiner guten Absprache untereinander. Große Lücken, die St. Pauli aber nicht konsequent nutzt. Dauert zu lange, Werder kann in letzter Sekunde immer noch klären.

Wechsel St. Pauli: Max Kruse für Florian Bruns

[20h07] Es gleich schnell, direkt und munter weiter von beiden Mannschaften. Wenn die gesamte zweite Hälfte so wird, dann dann man sich schon mal freuen. Pauli traut sich jetzt mehr. Mal sehen, ob Werder einen guten Konter zum Ausbau der Führung nutzen kann.

[20h03] Weiter geht es im Weserstadion. Keine Wechsel auf beiden Seiten.

[19h47] Halbzeit Werder – St. Pauli 1:0

Verdiente Halbzeitführung für Werder, die mit Fortgang des Spiels immer besser wurden. Zwischen der 30. und 40. Minute hat mir das richtig gut gefallen. Werder lässt wenig zu und hat auch ein wenig glücklich die Führung erzielt. Pauli danach etwas offener, etwas weiter weg vom Gegenspieler, das brachte Werder mehr Raum ihr Spiel aufzuziehen. Die Konsequenz: Mehr Chancen und noch mehr Spielanteile. Hunt verdient sich Bestnoten für viel Fleiß und mehr Übersicht in den letzten 20 Minuten der ersten Hälfte. Wiese nahezu beschäftigungslos.

Noch ein paar Worte zu Rosenberg und Moreno. Sind beide nur schwer ins Spiel gekommen, was aber vor allem auch an der fehlenden Unterstützung aus dem Mittelfeld lag. Nach der Führung beide mit mehr Engagement, aber vor allem Moreno häufig noch mit vielen Fehlern und fehlendem Verständnis für die Laufwege seiner Mitspieler.

[19h38] Werder jetzt mit ganz starker Phase. Flanke von rechts durch Hunt, in der Mitte Flugkopfball von Rosenberg, knapp neben das Tor. St. Pauli öffnet jetzt sein Spiel auch ein bisschen mehr, Werder bekommt mehr Zeit und Raum zum Spielen und Kombinieren.

[19h35] Endlich mal ein schöner Angriff von Werder. Boenisch treibt den Ball nach vorne (das kann er!), Moreno läuft sich auf außen frei, Flankenwechsel zu Bargfrede, der den Ball volley nimmt, leider nichts Halbes, nichts Ganzes. Hunt verpasst in der Mitte. Wäre ein mutiger Direktschuss die bessere Alternative gewesen.

[19h29] 1:0, Aaron Hunt, 29. Minute

Na endlich aus Sicht von Werder. Wirklich erst Torchance gleich genutzt. Pauli bekommt den Ball nach einer Ecke nicht weit genug heraus, Naldo gewinnt das wichtige Kopfballduell, Moreno legt ab auf Hunt, der aus kurzer Distanz mit Tempo durch die Beine von Hain ins Tor trifft. Zwar nicht so geplant, aber letzlich schnell geschaltet und gut umgesetzt.

Werder wird stärker, erhöht den Druck. Morena kann in letzter Sekunde für Pauli den Schuss von Moreno nach Kombination mit Rosenberg abblocken.

[19h23] Ein Hauch von Torchance. Nach einem Handspiel von Bruns gibt es auf der linken Seite Freistoß für Werder, getreten von Bargfrede. Scharf vors Tor, aber keiner mehr dran. Landet in den Armen von Hain.

[19h19] Sagen wir es mal vorsichtig: Weder Moreno noch Rosenberg auch nur ansatzweise im Spiel, bekommen aber auch wenig verwertbare Bälle von Hunt oder Borowski. Werder bemüht, aber nicht konsequent genug und mit zu vielen kleinen Fehlern im Übergang von Mittelfeld auf Sturm.

Und dann blitzschneller Konter der Hamburger, plötzlich drei gegen drei vor dem Tor von Wiese, aber die Hereingabe von Ebbers zu ungenau, Fritz kann in der Mitte klären. Meine Güte, fehlte nicht viel.

[19h12] Sieht allerdings sehr strukturiert und leichtfüßig aus, wenn St. Pauli mal einen Fehler im Aufbauspiel bei Werder nutzt und versucht einen Konter zu starten. Über Ebbers, Takyi und Naki hat man drei wendige Anspielstationen. Fritz im letzten Moment dazwischen. Da muss Werder höllisch aufpassen.

[19h10] Knapp zehn Minuten gespielt. War überrascht, wie forsch Pauli in den ersten Minuten wirkte, jetzt ziehen sie sich aber immer mehr zurück, verteidigen mit allen Mann in der eigenen Hälfte. Werder versucht dominanter zu werden, scheitert aber noch an Ungenauigkeit bei den Flanken von Rosenberg oder den Abspielen von Boenisch. Insgesamt munterer Beginn, noch keine Torchancen.

[19h01] Und los geht es. Werder mit Anstoß in der ersten Hälfte von rechts nach links, St. Pauli in den roten Trikots. Dann bin ich mal auf das neue Sturmduo gespannt.

[18h59] Sky-Kommentator Torsten Kunde mit der ultimativen Wettervorhersage für die Region Bremen: Heute liegt kein Schnee.

[18h57] Tobias bloggt das Spiel auf Meine Saison.

[18h55] Die Aufstellungen im Weserstadion

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Frings – Bargfrede, Borowski, Hunt – Rosenberg, Moreno

FC St. Pauli: Hain – Rothenbach, Morena, Gunesch, Drobo-Ampem – Boll, Lehmann – Bruns, Takyi, Naki – Ebbers

Werder wie gesagt mit einem völlig neuen Sturmduo. Im Mittelfeld wieder flexibel. Ozil verletzt, Marin nur auf der Bank. Ansonsten unverändert. Die Gäste mit einem etwas kompakteren Mittelfeld und nur einer echten Spitze.

[18h49] Thomas Schaaf: Unsere Leistung soll für uns sprechen. Wollen ein gutes Spiel liefern, wollen uns weiter verbessern. Marin und Pizarro draußen, weil sich Moreno und Rosenberg zeigen müssen. Wir wollen die Leistung von ihnen haben – und dafür müssen sie spielen. Wir unterschätzen St. Pauli nicht, auch nicht mit dieser Aufstellung.

[18h45] Moreno und Rosenberg in der Startelf bei Werder im Sturm. Das ich sowas noch erleben darf.

Holger Stanislawski stapelt mal wieder tief: Spielen bei einer absoluten Spitzenmannschaft in der Bundesliga. Werder hat einen tollen Kader. Der meint das sicherlich ernst, und schiebt sämtlichen Druck von seiner Mannschaft.

[18h43] Ich habe zwar bisher nur Ausschnitte von St. Pauli Spielen diese Saison gesehen, aber das, was ich beobachten konnte, hat mir ganz gut gefallen. Und sollte für Werder Warnung genug sein. Beste Offensive der zweiten Liga mit 17 Toren in sechs Spielen ist schon mal ein Ausrufezeichen. Da kommt es vielleicht gerade richtig, dass sich Werder ein wenig erstaunlicherweise die letzten Wochen vor allem defensiv stark verbessert hat. Vor allem Clemens Fritz auf rechts macht meiner Meinung nach einen deutlich lebhafteren und fitteren Eindruck als noch zu Beginn der Saison.

[18h35] Was für ein Spiel können wir denn heute erwarten? Auch wenn beide Teams durchaus offensiv gespielt haben bisher in dieser Saison und vor allem St. Pauli ein wenig über den Erwartungen spielt, bin ich noch ein wenig skeptisch, ob es wirklich eine unterhaltsame Partie wird. Vor allem, weil sich Werder diese Saison im Weserstadion stets schwer getan hat, wenn sie das Spiel machen mussten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FC St. Pauli – im Gegensatz zur zweiten Liga – hinten die Räume öffnen wird und Werder spielen lässt. Geduldspiel ist  sicherlich übertrieben, weil dafür St. Paulis aktuelle Form zu gut und selbstbewusst ist. Mal abwarten.

[18h29] Das letzte Mal live bloggen aus Bremen, und da dachte ich mir, dass es nur ein Werder-Spiel zum Abschluss sein darf. Also heute DFB-Pokal 2. Runde in einer hoffentlich attraktiven Begegnung gegen den FC St. Pauli aus Hamburg.

DFB-Pokal 2008/2009 Halbfinale, Hamburger SV – Werder Bremen

[23h10] Ich wusste ja schon immer, dass Tim Wiese ein Modellathlet ist. Aber das war extraklasse von Wiese. Wirklich gut.

Und ich fahre über Pfingsten in die Nähe von Berlin. Das passt ja jetzt wunderbar.

[23h01] Also Elfmeterschießen zwischen dem HSV und Werder. Der HSV beginnt.

  • 1:0 Mathijsen
  • 1:1 Pizarro, den Innenpfosten geküsst.
  • Wiese hält gegen Boateng
  • 1:2 Özil
  • Wiese hält gegen Olic!!!!!!!
  • 1:3 Frings, mit Unterlatte. Mein lieber Mann.
  • Wiese hält gegen Jansen

Werder im Finale !!!!!

[22h59] Nach 120 Minuten Hamburger SV – Werder Bremen 1:1

Da war mehr für beide drin, eben durch den Konter des HSV, bei Werder wurden die vielen Chancen nicht gut genutzt.

[22h57] Tim Wiese kann nicht nur den Kung-Fu Tritt beim Rauslaufen. Klasse geklärt, Hamburg fast mit dem 2:1.

[22h55] Endstand Chelsea – Everton 0:0, Man Utd – Portsmouth 2:0

[22h53] Vier Minuten noch in der Verlängerung.

[22h50] Santa Maria, die Konter von Werder sind richtig schlecht, viel zu langsam, da hatte man eben die gute Chance schnell zu spielen und Tziolis läuft viel zu lange mit dem Ball. Am End hält Rost den Schuss von Rosenberg, eine Minute später von Özil.

Und Frank Rost ist schon mal richtig heiß gelaufen für das Elfmeterschießen.

[22h48] Und plötzlich drohte hier alles zu kippen. Boenisch verliert den Ball im Spielaufbau, über boateng und Olic geht es dann ganz schnell, Schuss von Trochowski geht ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz vorm Herzstillstand gewesen.

[22h45] Freistoß von Naldo aus knapp 25 Metern. Rost ist rechzeitig unten. alles nicht gefährlich genug. Und Hamburg versucht sich ein ganz klein wenig am Offensivspiel. Olic zieht knapp links am Tor vorbei.

[22h43] Beginn 2. Hälfte der Verlängerung

[22h41] Nach 105 Minuten Hamburger SV – Werder Bremen 1:1

Es spielt nur noch eine Mannschaft, nämlich Werder. Aber offensiv ist man zu ungeduldig, man spielt nicht genau genug. Hamburg ist nahezu stehend k.o. Werder nutzt die zahlreichen Chancen nicht. Noch einmal 15 Minuten bis zum Elfmeterschießen.

[22h40] Wechsel Werder: Tziolis für Frank Baumann

[22h37] Bremen macht aus der Überlegenheit und der Überzahl nach vorne zu wenig. Hinten steht man mit Ausnahme der Aktion von Boateng eben recht sicher, wobei Hamburg die Bemühungen nach vorne auch sehr dosiert hat.

[22h35] Der Platzverweis von Jarolim erhitzt die Gemüter. Ich bleibe dabei, dass man den geben KANN.

[22h32] Ecke Diego, Kopfball Naldo, super Reflex von Rost, der den Ball über die Latte lenkt. Hamburg igelt sich hinten ein, Werder kommt zu hochkarätigen Chancen und geht klar auf das 2:1.

[22h29] Wunderbar herausgespielte Chance von Werder. Rosenberg tankt sich durch die Abwehr, bekommt den Ball dann ein bisschen halblinks, Rost eilt heraus und kann den Schuss gut blocken. Klasse gemacht, gibt nur Ecke für Werder, die Rost dann sicher abfängt.

[22h26] Beginn 1. Hälfte der Verlängerung

[22h21] Nach 90 Minuten Hamburger SV – Werder Bremen 1:1

Eigentlich keine großen Highlights in der zweiten Hälfte, mit Ausnahme des Ausgleiches durch Özil und dem Platzverweis gerade. Hamburg mit der besten Chance den Ausgleich erzielt, Werder einmal nicht auf der Höhe der Zeit. Aber auch insgesamt mit zu wenig Chancen, mit zu wenig Gefahr vor dem Tor. Das zweite Tor von Werder lag nun wirklich nicht in der Luft. Wenn dieser blöde Ausgleich nicht wäre..

[22h20] Platzverweis David Jarolim/Hamburger SV

Özil ist auf und davon auf der linken Seite. Jarolim geht nur gegen den Mann, will nur Özil treffen – und das schafft er auch. Glatt Rot – und das kann man geben.

[22h18] Wir bekommen zwei Minuten Nachspielzeit

Der HSV kommt noch einmal. Wiese rettet nach einem Schuss von Olic zur Ecke. Diese fängt Wiese sicher ab.

[22h18] Wieder eine gute Konterchance für Werder, aber wieder nicht konsequent zu Ende gespielt. Rosenberg scheitert am Abwehrbollwerk. Es gibt Ecke für Werder.

[22h14] Wechsel Werder: Rosenberg für Almeida

[22h13] Mein Gott, Boenisch, was ein kleiner Sololauf. Sehr stark.

[22h10] Pizarro mit einem bisher ganz unauffälligen Abend.

[22h08] Noch 10 Minuten. Werder noch ohne Wechsel, könnte vielleicht von Vorteil sein, weil der HSV schon drei Mal wechseln musste. Werder unternimmt wieder mehr nach vorne, aber so richtig gefährlich ist das auch nicht. Werder nutzt die Chancen zum Konter noch nicht gut genug aus.

[22h01] Das werden spannende und knisternde letzte 17 Minuten regulär. Von Werder kommt jetzt nach vorne auch nicht mehr das Gelbe vom Ei. Das war und ist auch angesichts der langen Führung insgesamt zu wenig gewesen. Hamburg jetzt wieder drin im Spiel, rücken etwas weiter auf, greifen früher an. Dafür auch etwas mehr Platz für Werder. Und vor allem: Hamburg wird deutlich zweikampfstärker.

Boateng übrigens in der Partie für den verletzten Petric.

[21h54] Hamburger SV – Werder Bremen 1:1, Ivica Olic, 67. Minute

Meine Güte, eigentlich ist es fast wie immer. Werder fängt sich ein völlig dummes Gegentor. Schneller Angriff des HSV, plötzlich spielt man zwei gegen zwei, nachdem Werder nicht klären kann. Olic scheitert zunächst am sensationellen Wiese, Demel bekommt den Abpraller und drischt den Ball in den Strafraum, wo Olic den Fuß hinhält für den Ausgleich.

Werder einmal unaufmerksam – und dann das Tor. Wie gegen Berlin. Wie so häufig in dieser Saison.

[21h53] Positive Zweikampfbilanz weiterhin für Werder, aber von der Weser kommt nicht mehr viel nach vorne. Sehr eindimensionales Spiel in der zweiten Halbzeit. Um ein Haar ein Eigentor von Gravgaard. Ging knapp über das Tor.

Soll Werder jetzt mehr Risiko gehen?

[21h48] Fast eine Stunde gespielt. Sehr ereignisarme letzte 10 Minuten. Es passiert wenig. Der HSV macht fast gar nichts mehr, aber auch Werder nur sehr zögerlich im spiel nach vorne. Schauen sich das ganze Prozedere hier in Ruhe an.

Halbzeit Chelsea – Everton 0:0, Man Utd – Portsmouth 1:0

Wechsel HSV: Trochowski für Dennis Aogo

[21h43] Überlege ein drinking game zu starten: “Es ist ja nur ein Tor.”

[21h39] Der HSV in den ersten Minuten schon mit mehr Präsenz vor Tim Wiese als in der gesamten ersten Hälfte. Die Abwehr ist jetzt mehr gefordert und sollte erstmal den kleinen Schlendrian rauskriegen. Konzentrieren bitte!

[21h35] Der HSV kommt mit Tempo aus der Halbzeit. Jansen mit der Flanke von links, die Werder-Abwehr ein Stück desorientiert, und in der Mitte verpasst Pitroipa nur ganz knapp. Wiese mit den Fingerspitzen noch dran.

[21h33] Beginn 2. Halbzeit

[21h32] Wechsel Hamburger SV: Jonathan Pitroipa für Paolo Guerrero

[21h31] Dittsche hat schon mal die passende Kleidung für seine Sendung am Sonntag bekommen (oder für die Meisterschaftsfeier).

[21h23] Ich schaue jetzt nun nicht jedes Spiel des HSV in voller Länge, aber überall lese ich, dass Trochowski kommen soll. Was der HSV aber eher braucht, sind Zweikampfstärke, ein bisschen Esprit im Spiel nach Vorne und vor allem mehr Durchschlagskraft über außen. Fritz und Boenisch haben nun schon häufiger diese Saison gezeigt, dass sie nicht immer sattelfest sind. Aber die werden kaum geprüft.

Olli Dittrich bei PREMIERE. Er ist sehr optimistisch, sehr optimistisch. Dittsche for Bundeskanzler.

[21h18] Halbzeit Hamburger SV – Werder Bremen 0:1

Die HSV-Anhänger sagen zurecht, dass es “nur” 1:0 steht, aber so viele klare Chancen hatte auch Werder nicht. Die Überlegenheit bei Werder vor allem in der Präsenz im Mittelfeld. Özil, Diego, Frings und Baumann spielen heute richtig gut zusammen. Und zweikampfstärker ist der SVW auch. Aber ein Chancen-Feuerwerk hatte auch Werder nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass man etwas konsequenter auf das 2:0 gegangen wäre, aber auch so kann jeder Werder-Fan zufrieden sein mit den ersten 45 Minuten. Mal sehen, ob der HSV noch den Weg in diese Partie findet.

[21h15] Zwei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte

[21h14] Werder zieht sich jetzt meiner Meinung nach etwas zu weit zurück und lässt dem HSV zu viel Platz im Mittelfeld. Aber die Gastgeber können davon überhaupt nicht profitieren. Kaum Druck auf das Tor von Wiese, Werder kann sich stets rechtzeitig ordnen und auf den HSV einstellen, wenn man das überhaupt tun muss.

[21h10] Manchester United – FC Portsmouth 1:0, Wayne Rooney, 9. Minute

[21h09] Werder bekommt sehr viel Platz auf den Außenbahnen. Wenn Boenisch noch etwas genauer flanken könnte…aber auch über links gefällt mir Werder sehr gut.

[21h05] Gebt dem Hund doch endlich mal was zu essen. Die Gastgeber kommen – vorsichtig ausgedrückt – etwas besser ins Spiel, hatten ein zwei gute Freistoßgelegenheiten, die aber eher wenig Torgefahr einbrachten. Werder verteidigt ganz gut, kann offensiv aber eher wenig Impulse in den letzten Minuten setzen.

Man muss es nur schreiben, da wurde es wieder gefährlich vor Frank Rost. Flanke Boenisch, aber sowohl Almeida als auch Pizarro rutschen am Ball vorbei.

[21h00] Auch wenn das jetzt vielleicht etwas unangebracht klingt, aber ich sehe da wohl gerade die besten 30 Minuten von Werder in dieser Saison, eben auch, weil man – von mir gewünscht – defensiv sehr präsent ist. Gefällt mir bis jetzt sehr. Einzig allein die Chancenverwertung könnte etwas besser sein.

Nächste klasse Chance für Werder. Toller Schuss von Boenisch von der halblinken Seite, toller Reflex von Rost. Eckball Werder, der dann wenig einbringt.

[20h57] Wer hat denn da wieder seinen Hund mit auf die Pressetribüne gebracht?

[20h54] Die Hamburger versuchen über den Kampf ins Spiel zu kommen. Werder aber im Moment immer einen Tick schneller am Ball, Resultat sind Fouls und teils gute Freistoßpositionen für Werder. Frings mit der letzten Ermahnung. Jarolim und Guerrero ebenfalls kurz vor gelb bzw. Guerrero schon mit gelb verwarnt.

[20h51] Fleißkärtchen für Torsten Frings für die ersten 20 Minuten. Hat man auch schon anders gesehen. Es ist viel Pfeffer im Spiel, jede Aktion des Schiedsrichters gegen den HSV bekommt ein Pfeifkonzert.

Naldo mit Freistoß aus über 30 Metern. Frank Rost kann mit den Fäusten zur Seite abwehren.

[20h48] Erste richtig gute Aktion des HSV. Guerrero bekommt vor dem Tor viel zu viel Platz, zieht aus knapp 20 Metern ab. Knapp am rechten Pfosten aus Sicht von Tim Wiese vorbei. Und da wäre der Werder Keeper wohl auch nicht mehr rangekommen.

[20h45] Viertelstunde durch. Führung geht in Ordnung. Werder die etwas souveränere Mannschaft, mit mehr Genauigkeit in den Pässen, mit mehr Struktur. Der HSV ist noch nicht wirklich im Spiel. Was mir bis jetzt sehr gut bei Werder gefällt, ist das Mittelfeld, gerade auch Baumann, der zusammen mit Frings die Räume sehr eng macht. Lässt sich bis jetzt sehr gut an.

[20h41] Hamburger SV – Werder Bremen 0:1, Per Mertesacker, 11. Minute

Ein Auftakt nach Maß für die Gäste. Jarolim hatte Pizarro in Höhe der Strafraumgrenze gefoult. Diego mit tollem Freistoß, den Rost noch an die Latte lenken kann. Mertesacker reagiert am schnellsten, kein Abseits und der “gute Junge” staubt ab zur Führung für Grün-Weiß.

[20h36] Erste gute Szene für Werder, als Jarolim den Ball an Özil verliert. Özil läuft fast bis zur Torauslinie, gute Hereingabe in die Mitte, am langen Pfosten verpasst Almeida knapp. Schnell, direkt gespielt. So könnte es gehen.

Und Tim Wiese bekommt ein kleines Ständchen von den HSV-Fans.

[20h33] Almeida hat schon mal gezeigt, auf was sich Frank Rost einstellen sollte. Flanke von Boenisch, rost vor Almeida am Ball, der Portugiese rutscht aber direkt in Rost rein. War keine Absicht, aber Rost hat schon mal ein bisschen geweint.

[20h30] Beginn 1. Halbzeit

[20h29] Kai bloggt bei allesaussersport.

[20h27] Die Aufstellungen in der HSH Nordbank Arena

Hamburger SV: Rost – Demel, Gravgaard, Mathijsen, Aogo – Alex Silva, Jarolim -  Jansen, Guerrero -  Petric, Olic

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Baumann, Frings, Özil, Diego – Pizarro, Almeida

[20h21] Finde Martin Jol übrigens unglaublich sympathisch. Hoffe, der bleibt der Bundesliga noch ein paar Jahre erhalten.

[20h19] Trainer Baade bloggt bei ZEIT Online.

[20h16] Uwe Seeler bei PREMIERE, wünscht sich ein gutes UND erfolgreiches Spiel des HSV. Man beachte die Konjunktion.

[20h14] Beide Teams können in Bestbesetzung spielen. Bei Werder fehlen nur Hunt und Pasanen, dafür kommen Özil und Diego zurück ins Team. In Berlin wurden beide ja noch geschont.

Werder muss vor allem defensiv besser stehen. Offensiv mach ich mir bei Werder im Moment eigentlich keine so großen Sorgen. Aber will man gegen den starken Hamburger Sturm nicht gleich in der ersten Halbzeit umfallen, braucht man eine starke defensive Leistung. Und die war zuletzt, vor allem gegen Udine und in der zweiten Halbzeit in Berlin, nicht zu sehen.

[20h12] Interessant der Weg beider Teams ins Halbfinale. Werder bestritt nur Auswärtsspiele und setzte sich gegen Nordhorn und Aue durch. Und dann kamen die großen Siege in Dortmund und Wolfsburg. Hamburg hatte dagegen drei Heimspiele. Nur in der ersten Runde gewann man in Ingolstadt, dann besiegte man Bochum, 1860 München und den SV Wehen. Der HSV hatte also einen recht einfachen Weg ins Halbfinale.

[20h07] Bei mir steigt jetzt auch so langsam die Spannung. Ich glaube, dass es ein ganz enges Spiel wird. Ich habe auf ein 3:2 für Werder nach Verlängerung getippt. Tagsüber habe ich eigentlich kaum Gedanken an das Spiel verschwendet. Dabei wird mir irgendwie gerade jetzt erst richtig bewusst, was für ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften bevorsteht. Es wird der Finalgegner für Bayer 04 Leverkusen gesucht. Als ich das letzte Mal nach Feierabend beim Werder-Bäcker war und mir ein Werder-Törtchen gekauft habe, hat der SVW übrigens in Wolfsburg mit 5:2 gewonnen. Dreimal darf man raten, was ich heute nach Feierabend gemacht habe. Und spätestens da stieg der Puls dann langsam, aber kontinuierlich an. Ich freue mich riesig auf das Spiel.

[20h02] Der erste von insgesamt vier “Schwanzvergleichen“. Heute Abend Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem HSV und Werder. Moin aus Bremen.

They are too sexy for their shirts

Ich habe am Samstag bedingt durch private Feierlichkeiten keine Bundesliga schauen können, habe dann aber, auch um Wolff Fuss mal bei einem Werder-Spiel zu hören, mir am späten Samstagabend meine Aufzeichnung nochmal angeschaut. Werder Bremen also zu Gast beim Karlsruher SC. Und ich war schockiert. Mit Ausnahme der ersten 10 Minuten hat Werder eine der schlechtesten Leistungen hingelegt, die ich jemals von diesem Team gesehen habe. Und spätestens sollten die Alarmglocken schrillen an der Weser.

Es sind ja jetzt mittlerweile nicht mehr nur die spielerischen Defizite, die ins Auge fallen. Die Außenverteidiger lassen offensiv weiter jegliche Aktivität vermissen und haben defensiv in persona Tosic ein Zweikampfverhalten, für das mir schlicht die Worte fehlen. Im Mittelfeld fehlen die Ideen, der Einsatz, Frings und Diego sind ein Schatten vergangener Tage. Und im Sturm kann man zurzeit aufstellen, wen man will. Sicher kann man nicht sein, wer zurzeit die Form für Tore schießen hat. Mit Ausnahme von Tim Wiese, und in Ansätzen Mertesacker und Naldo spielt die gesamte Mannschaft unter ihren Möglichkeiten. Natürlich kann es mal spielerisch nicht laufen, aber dann erwarte ich zumindest Einsatz, Laufbereitschaft und Leidenschaft um diese Defizite anders auszugleichen. Doch davon ist bei Werder keine Spur. Man kann, vielleicht will man das auch nicht. Und das ist besorgniserregend. Weil es eben auch kein Einzelfall mehr ist, sondern eine Entwicklung über die ganze Saison. Eine Entwicklung, die gefährlich und bekannt ist und die Schaaf und Allofs scheinbar nicht lösen können.

Schauen wir doch mal auf die nackten Zahlen, die durchaus belegen können, dass es bei Werder Bremen neben den spielerischen Mängeln vor allem eine Frage der Einstellung ist. Ein 5:4 gegen Hoffenheim und ein gutes 1:1 in der Champions League bei Inter Mailand lässt Werder eine 1:4-Klatsche in Stuttgart folgen. Ein hart erkämpftes 3:3 gegen Dortmund folgt ein sehr schmeichelhaftes 2:2 in Athen.  Die Fans im Weserstsdion sehen nach einem fantastischen 5:1 im Heimspiel gegen Hertha drei Tage später eine der schlechtesten Saisonleistungen beim 0:3 gegen Panathinaikos. Ein Heimsieg gegen Köln und ein gutes Auswärtsspiel beim Hamburger SV ist für Klaus Allofs Grund genug das Team mal wieder umschwänglich zu loben. Es folgt ein 2:2 in der Champions League bei Famagusta, ein Spiel, in welchem man viel zu harmlos und selbstsicher agiert. Das Siegtor wird schon fallen. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt setzt es ein 5:0, alle scheinen wieder zufrieden und von sich überzeugt. Prompt setzt es nach völlig indiskutabler Einstellung ein 0:1 beim Karlsruher SC.

Und jedes Mal hört man nach den Niederlagen von Klaus Allofs und Thomas Schaaf die selbe Platte. Ja, man hätte sich von den guten Leistungen der vorherigen Spiele wieder blenden lassen, man habe nicht die nötige Einstellung, die notwendig ist um solche Spiele zu gewinnen, an den Tag gelegt. Ich bin es mittlerweile leid mir ständig die gleichen Aussagen von Schaaf und Allofs anzuhören. Von Spielern, wie Diego, Pizarro und gerade Frings, die ein paar Millionen Euro im Jahr verdienen und mit einer großen Klappe durch die Presselandschaft reisen, wenn sie nicht (vollkommen zurecht) für die Nationalmannschaft nominiert werden, erwarte ich einfach mehr. Und vor allem erwarte ich, dass sie solche immer wiederkehrenden Fehler abstellen. Aber die gesamte Mannschaft (Mertesacker, Naldo und Wiese nehme ich mal ein bisschen aus der Kritik raus) lässt sich scheinbar von Frings und Diego anstecken. Wenn die keine Lust haben, dann machen die anderen halt auch nicht mit. I’m too sexy for my shirt, bloß nicht mal Leidenschaft, Einsatz und Aufopferung zeigen. Man kann nicht nur immer schön und sexy spielen. Aber scheinbar ist das bei vielen im Werder-Team noch nicht angekommen.

Also spielerische Defizite sind das eine, hinzu kommt dann noch erschwerend eine Grundhaltung zu diversen Spielen, die in der Bundesliga nicht akzeptabel ist. Man kann einmal einen ganz schlechten Tag haben, wo es einfach nicht laufen will, das gestehe ich jedem Profi auch mehrmals in einer Saison zu. Doch was Werder an Einstellung diese Saison in diversen Spielen gezeigt hat, ist schlicht und ergreifend eine Frechheit. Und was nützt es dann, wenn Werder-Trainer Thomas Schaaf nach dem Spiel ins PREMIERE-Interview den Kommentar gibt, dass er es mittlerweile leid sei ständig die gleichen Fehler anzusprechen? Man übe wöchentlich die Fehler und Defizite abzustellen. Er könne es sich auch nicht erklären, warum seine Spieler es nicht auf dem Platz umsetzen können. Kann man Einstellung für ein Spiel eigentlich trainieren? Ist das nicht selbstverständlich, dass ich nach einem verlorenen Zweikampf versuche den Ball zurückzuerobern? Wie gesagt, spielerisch klappt es selten, hinzu kommen hinreichende Defizite in der Einstlellung zum Spiel. Klar sind da die Spieler auf dem Platz hauptverantwortlich für, aber eben auch Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs.

Ich will überhaupt keine Rücktritts-Diskussion antreten, weil es dafür schlicht und ergreifend zu früh ist, nur wird es endlich mal an der Zeit, dass Trainer und Manager offen ihre Fehler zugeben und auch mal intern zu Konsequenzen greifen. Denn eins ist doch klar: So wie jetzt kann es schlicht nicht weitergehen. Klaus Allofs muss sich ankreiden lassen, dass er dachte, mit der Mannschaft aus der Vorsaison würde es erfolgsmäßig so weitergehen. Zumindest im Sturm gab es ja auch überhaupt keinen Grund zum Handeln. Dass Rosenberg, Sanogo und Almeida eine solche Formschwäche haben, war nicht abzusehen. Aber die defensiven Leistungen in der Abwehr haben schon letzte Saison eigentlich zum Handeln gezwungen, doch Allofs tat dies nicht. Und jetzt ist es eher schlimmer geworden. Dass Dusko Tosic mittlerweile Stammspieler auf der linken Seite ist, sagt eigentlich alles. Trotzdem verneint Allofs bis jetzt noch sich konkret um neue Spieler zu kümmern. Vielleicht wäre es jetzt endlich mal an der Zeit zu sagen: “Ja, wir suchen dringend ein, zwei gute Außenverteidiger”, damit Fritz, Pasanen und Tosic mal so etwas wie Konkurrenz bekommen. Denn momentan spielen alle so, als wären sie sich ihrer Sache sicher auch die Rückrunde spielen zu dürfen. Aber eben das dürfen sie gerade nicht. So wie alle drei momentan das Spiel annehmen, zeigt, dass sie – sollte es zu entsprechenden Verpflichtungen in der Winterpause kommen – bei Werder erstmal keine Chance haben dürfen. Wie gesagt, dass man im Mittelfeld und Sturm im Sommer nicht unbedingt Handlungsbedarf sah beziehungsweise mit Özil und Pizarro sich eigentlich ja auch gut verstärkt hat, will ich Klaus Allofs nicht ankreiden. Aber dass man defensiv auf bessere Zeiten gehofft hat (und man ausschließlich gehofft), dürfte bisher Klaus Allofs’ größter Fehler bei Werder Bremen gewesen sein.

Jürgen L. Born, der Werder-Chef, ließ am Sonntagmorgen durchblicken, dass nach der Leistung in Karlsruhe nun natürlich auch Thomas Schaaf nicht mehr unumstritten ist. Und genau so denke ich im Moment auch, denn Schaaf muss sich auch mal hinterfragen, warum er es nicht schafft sein Team 100% auf ein solches Spiel bei einem Tabellenletzten einzustellen. Es kann schlicht nicht sein, dass der KSC in allen Belangen, wie Einsatz, Laufbereitschaft und Siegeswille, den Hanseaten überlegen war. Und das zu verhindern ist primär die Aufgabe von Thomas Schaaf. Primär eben, sekundär dann vor allem durch die Spieler, die auf dem Platz stehen. Und da haben wir ja schon weiter oben diskutiert. Scheinbar sind Diego, Frings, Baumann und Pasanen überfordert die Ideen und Anweisungen des Trainers umzusetzen. Was mich ärgert, ist, dass solch schlechte Leistungen schlicht einfach so hingenommen werden. Wieso greift Thomas Schaaf nicht mal durch? Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Frings mal zwei Spiele auf die Tribüne muss und sich das von oben mal anschauen darf. Gleiches gilt für Diego und Pizarro, wobei die das ja jetzt schon von sich aus erledigt haben.

Bei Werder läuft zurzeit eigentlich alles falsch. Die falsche Transferpolitik im Sommer macht sich jetzt bemerkbar (ist jede Position eigentlich doppelt und in gleich guter Qualität besetzt?). Werder spielt CL, Bundesliga und DFB-Pokal. Dafür ist der Kader schlicht nicht gut genug, Herr Allofs. Und zu allem Überfluss an momentanen spielerischen Defiziten kommt ein Verhalten der Spieler dazu, dass meilenweit von einem funktionierenden Teamgefüge entfernt ist und jeglichen Vorbildcharakter vermissen lässt. Zum Glück ist bald Weihnachten. Dann können sich alle mal besinnen und hinterfragen. Denn sollte es so weitergehen, bin ich der erste, der Werder meine Unterstützung entzieht.

Bundesliga 2008/2009 7. Spieltag, VfB Stuttgart – Werder Bremen

Beide haben unter der Woche Remis im Europapokal gespielt. Werder mit einem Achtungserfolg bei Inter Mailand, Stuttgart konnte gerade so ein Ausscheiden aus dem UEFA-Cup vermeiden. Kann Werder das Selbstbewusstsein aus der CL mit in die Bundesliga nehmen oder schafft Stuttgart den Weg zurück in die Erfolgsspur? Antworten ab 15h00 im Live-Blogging. Natürlich wird auch auf die anderen Partien und die Nachmittagsspiele in der Premier League geschaut.