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Zitat des Tages: Dienstag, 3. Mai 2011 – Watching Poor Performances

Dienstag, 3. Mai 2011 15:38

”Watching our poor away performances week after week, and not having the ability to influence things, has impacted on us. My family think I’m mad devoting so much time and money to the club and, as the match was on TV, I decided to watch it on TV. We couldn’t influence the result, we donated the cost of private plane to a charity for terminally ill children, we thought that would do more good. Had it not been on TV we would have been there.”

David Sullivan, Besitzer von West Ham United, hatte letzten Sonntag keine Lust beim Auswärtsspiel von West Ham dabei zu sein [via Daily Telegraph]

Auch David Gold, der zusammen mit Sullivan die Geschicke bei den Hammers leitet, war nicht im City of Manchester Stadium dabei. Das ist jetzt in erster Linie keine große Meldung wert. Roman Abramovitsch schaut sich schließlich auch nicht jedes Heimspiel des FC Chelsea an, und die US-Besitzer des FC Liverpool wurden am Sonntag gegen Newcastle nicht an der Anfield Road gesichtet. Vielmehr erstaunt die Begründung von David Sullivan: die schlechten und erfolgslosen Auswärtsspiele der Hammers in letzter Zeit. Der letzte Sieg in der Fremde datiert vom 2. Februar, damals ein 3:1 beim FC Blackpool. Seitdem hagelte es fast nur deutliche Niederlagen. Konsequenz: West Ham ist Schlusslicht in der Tabelle, drei Punkte fehlen bis zum rettenden Ufer. Drei Spiele sind noch zu absolvieren. West Ham wird wohl mindestens zwei Siege benötigen um den Klassenerhalt zu schaffen.

Und das Restprogramm hat es in sich: Samstag empfangen die Hammers im Upton Park die Blackburn Rovers, die auf Rang 16 platziert sind und sechs Punkte mehr haben als West Ham. Ein Must-Win-Game für das Team von Avram Grant, ebenso wie die Partie am darauffolgenden Wochenende: Kellerduell bei Wigan Athletic, drei Punkte vor West Ham auf dem ersten Abstiegsplatz. Wird spannend zu sehen sein, ob David Sullivan und David Gold dann wieder live im Stadion sein werden.

Hängt wohl auch vom Ergebnis am Samstag ab. Wenn es ganz blöd läuft an diesem Samstagnachmittag und Blackpool unwahrscheinlicherweise bei Tottenham gewinnt und West Ham verliert, könnte der Abstieg schon so gut wie besiegelt sein. Was dann für die Besitzverhältnisse im Verein heißen und ob Gold und Sullivan sich weiter den Reisestress und die finanzielle Unterstützung eines dann Zweitligisten antun, wird zu klären sein. Ein sportlicher Umbruch würde ebenso folgen. Aber soweit ist es ja noch nicht. Noch hat West Ham es selbst in der Hand.

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Premier League 2010/2011 #26, West Ham United – Birmingham City

Sonntag, 6. Februar 2011 14:12

[16h27] Ich mach gleich einen neuen Blogeintrag für Chelsea gegen Liverpool auf. Bitte hier entlang.

[16h23] Endstand West Ham United – Birmingham City 0:1

Erst aus dem Carling Cup Halbfinale geschmissen und jetzt noch in der Liga gewonnen. Ein kleiner Alptraum für West Ham. Birmingham verlässt mit dem Sieg die Abstiegsplätze und klettert auf Rang 16 und hat zwei Spiele weniger als West Ham, die nun neues Schlusslicht sind. Über die 90 Minuten gesehen kein gutes Spiel, man merkt, warum beide Teams dort unten stehen. West Ham mit Bemühen in der ersten Hälfte, aber vor dem Tor viel zu harmlos. Birmingham mit deutlich besserer zweiter Hälfte. Und im Gegensatz zu den Hammers hat man das Tor erzielt. West Ham in Durchgang bis zur 75. Minute erschreckend schwach. Bis auf den Pfostentreffer von Ba keine echte gefährliche Torchance. Das war überwiegend einfach zu verteidigen für Birmingham.

Kein guter Nachmittag für Avram Grant. Nach dem Sieg in Blackpool am Mittwoch wieder ganz schnell auf den Boden der Tatsachen angekommen.

[16h20] Drei Minuten Nachspielzeit

[16h18] Und da war die Chance zum Ausgleich. Langer Ball nach vorne von Jacobsen, da Costa legt per Kopf quer auf Carlton Cole, der aber am langen Pfosten einen Tick zu spät ist. Fehlten Zentimeter.

[16h17] Zwei Minuten noch regulär. West Ham bemüht, aber es fehlt der letzte Zug zum Tor, die große Chance, das Tempo im Spiel nach vorne. Das ist momentan nun wahrlich keine große Bewährungsprobe für Birmingham.

[16h11] Acht Minuten noch regulär. West Ham stürmt Richtung Ausgleich – noch ist es nicht zu spät – und Birmingham macht sich bereit für die Abwehrschlacht der letzten Minuten.

[16h06] Und was für ein Einstand für Demba Ba, fast gekrönt durch ein Tor. Der Pfosten stand im Weg. Freistoß lang reingezogen von Wayne Bridge, Getümmel vor Foster, Cole legt für Ba zurück, der trifft aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Vielleicht das Zeichen zur Schlussoffensive für die Hammers?

[16h04] Wechsel West Ham: Demba Ba für Robbie Keane

[16h00] Zwanzig Minuten noch. West Ham muss sich langsam mal was einfallen, momentan spielt nur Birmingham, die dem 2:0 näher sind als West Ham dem Ausgleich. Von den Hammers kommt praktisch gar nichts mehr nach vorne. Und den Rest verteidigt City ohne große Mühe. Ganz schwache zweite Hälfte von West Ham. Halbzeitansprache, Pausentee, Glücksschal. Was immer es auch war und ist, geholfen hat es bisher nicht.

Birmingham hingegen traut sich endlich mehr, Jerome ist raus und Larsson ist in den ersten zehn Minuten nach seiner Einwechselung mehr gelaufen als Jerome in den 60 Minuten davor. Zigic spielt mehr zentral, weicht weniger auf die Flügel aus, dehalb als Turm in der Schlacht vorne drin exzellent, weil Bentley mehr über den rechten Flügel kommt und Barry Ferguson in der Zentrale alles dicht macht. Sieht gut aus.

Foster mit gelb wegen Zeitspiel, Demba Ba macht sich bei West Ham zur Einwechselung bereit. Debüt für den ehemaligen Hoffenheimer.

[15h54] West Ham United – Birmingham City 0:1, Zigic, 66. Minute

Und City belohnt sich für die viel bessere zweite Hälfte und West Ham bekommt die vorübergehende Quittung für zu viel Passivität. Freistoß von der linken Seite von Larsson, am langen Pfosten setzt sich Zigic ganz leicht gegen Wayne Bridge durch und köpft zur Führung für Birmingham ein. Ganz einfach.

[15h51] Meine Güte, die 63. Minute als Sinnbild für dieses ganze Spiel. Konter West Ham, die Gastgeber haben sogar einen Mann Überzahl. Scott Parker treibt den Ball nach vorne, Obina, Keane und Cole sind mitgelaufen. Und was macht Parker? Spielt den Ball in die Füße des Gegners.

[15h50] Wechsel West Ham: Carlton Cole für Piquionne

Der Glücksschal von Avram Grant bringt nicht wirklich viel Bewegung, im Gegenteil: West Ham hat den Faden komplett verloren, da geht offensiv ganz wenig zusammen. Halbe Stunde noch.

[15h46] Wechsel Birmingham City: Sebastian Larsson für Cameron Jerome

Jerome mit einer unterirdischen Leistung. Larsson eigentlich Mittelfeldspieler, mal sehen, wo er sich einfindet. Wahrscheinlich wird Zigic noch mehr als ehe schon die einzige Spitze geben.

[15h43] Nächster kleiner Aufreger, als Robbie Keane im Laufduell mit Johnson im Strafraum fällt, aber das war zu wenig für einen Elfmeter. Richtig gesehen von Chris Foy. West Ham scheint erkannt zu haben, dass nur auf angriffe von City warten keine Lösung ist ein eigenes Tor zu erzielen.

[15h39] Da Costa könnte zum Mann der zweiten Hälfte werden, abseits des Balls in Vorbereitung auf eine Flanke von Ferguson unternimmt da Costa mit Zigic einen kleinen Ringkampf im Strafraum. Wenn das Foy sieht, muss es Elfmeter für Birmingham geben. Eine Minute später Flanke Bentley und Kopfball Zigic knapp neben das Tor. Guter Auftakt der Gäste.

[15h36] Mit Manuel da Costa hat West Ham jetzt wenigstens einen kopfballstarken Verteidiger zusätzlich bei Standards. Zeigt er gleich, als er das Duell gegen Johnson gewinnt, Ben Foster aber vor Scott Parker am Ball.

[15h34] Beginn 2. Halbzeit

Avram Grant jetzt mit seinem Glücksschal.

[15h32] Wechsel West Ham: Manuel da Costa für Matthew Upson

[15h18] Halbzeit West Ham United – Birmingham City 0:0

Schwaches Spiel. West Hm vielleicht die leicht bessere Mannschaft zwei unterdurchschnittlicher Teams. Aber beide haben viele Aspekte gemeinsam: viele Fehler, ungenaue Zuspiele, wenig Struktur und Kreativität im Spiel nach vorne. West Ham mit insgesamt mehr Ballbesitz, den häufigeren Torschüssen haben die Gastgeber. Aber die richtigen Kracher waren nicht dabei. Birmingham war 25 Minuten bedacht erstmal nichts zuzulassen und hatte dann, als West Ham auf die Bremse trat, zehn gute Minuten mit zwei passablen Chancen. Dann besann sich West Ham wieder mehr für die Offensive zu tun. Robbie Keane verpasste kurz vor dem Halbzeitpfiff mit der besten Chance die Führung. Ein Tor hätte diese Halbzeit aber auch nicht wirklich verdient.

[15h17] Vielleicht die beste Chance für West Ham in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Wayne Bridge mit kleinem Sprint auf der linken Seite, überläuft zwei Gegenspieler, Pass in die Mitte, wo Johnson von Piquionne gebunden wird, Keane nimmt den Ball wunderbar mit, dreht sich um Jiranek, doch der Schuss geht – dank Rückenlage – fast übers Stadiondach. Passt zur ersten Hälfte.

[15h14] Und West Ham mal die Gelegenheit bekommt mit viel Platz vor sich einen Angriff zu starten, scheitern sie kläglich. Jiranek lässt sich von Scott Parker überlaufen, Keane in der Mitte eigentlich frei, doch Parker spielt den Pass direkt in die Füße von Johnson. Call it ausbaufähig.

[15h11] Ist das schon Arbeitsverweigerung, was Cameron Jerome da heute Nachmittag anbietet? Wollte den Verein im Winter ja eigentlich verlassen, was ganz offensichtlich nicht geklappt hat. Aber heute ist das ja gar kein Einsatz und Nachsetzten bei verlorenen Bällen. Zigic hängt als einzige echte Spitze vorne meist in der Luft. Garantiert nicht der Weisheit letzter Schluss, was City hier offenbart.

Matthew Upson scheint angeschlagen zu sein, hat Schmerzen beim Laufen, geht quasi jedem Zweikampf aus dem Weg. Noch aber keine Anzeichen für einen Wechsel.

[15h07] Victor Obinna setzt sich mal wieder auf links durch, tolle Flanke, in der Mitte Johnson vor dem einschussbereiten Piquionne am Ball. Gibt nur Ecke, die West Ham mal wieder herschenkt. Wenig Gefahr bisher nach Eckbällen, aber wie schon gesagt, Birmingham hat die Lufthoheit für sich.

[15h03] Gute Phase der Gäste jetzt, Flanke von links durch Bowyer, in der Mitte Johnson völlig frei zwischen Matthe Upson und Piquionne, aber der Kopfball zu unplatziert übers Tor. Also zumindest aufs Tor hätte der schon kommen können. West Ham tut jetzt zu wenig, stört die Gäste nicht mehr so früh im Spielaufbau wie in den ersten 20 Minuten.

[15h01] Gary O’Neill bester Mann auf dem Platz, spielt sich über rechts wieder schön frei, Birmingham klärt in Persona Ridgewell zu kurz, Noble mit dem Distanzschuss aus 20 Metern, deutlich über das Tor. Im Gegenzug Birmingham zum ersten Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor, aber Robert Green vor Zigic am Ball. Jerome hatte die Flanke gegeben. Etwas mehr Dynamik jetzt, erste Ecke Birmingham.

[14h57] Ganz schwere Kost in diesem Spiel. Alex McLeish kann eigentlich nicht mit den Offensivbemühungen seines Teams zufrieden sein. Da kommt kein Pass an, jeder Angriff endet an der Mittellinie, wenn der Fehlpass gespielt wird. Dabei sollte sich doch herumgesprochen haben, dass die Abwehr der Hammers nun wahrlich nicht die sicherste ist.

[14h51] West Ham spielt mir das bisher zu eindimensional nach vorne. Viele lange Bälle, oder es geht über Jacobsen und O’Neill über rechts – und dann kommt meistens die Flanke. Aber Birmingham steht sicher und zumindest Robbie Keane ist nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannt. Da verlieren die Hammers extrem viele Bälle. Piquionne ist gut in der Luft, aber das reicht nicht wirklich aus um Birmingham zu gefährden. Und die sind weiter sehr vorsichtig, wollen jedes Risiko vermeiden.

Jetzt endlich mal schnell gespielt von den Hammers, durch die Mitte, Obina und Piquionne mit dem Zuspiel für Keane, der Schuss des Iren aber zu harmlos, direkt auf Ben Foster,

[14h46] Birmingham hat sich nun auch mittelweile entschieden etwas mehr zu diesem Spiel beizutragen, viel ist dabei aber noch nicht rumgekommen. West Ham bemüht, in Ansätzen bei Standardsituationen auch ganz gefährlich. Klare Torchancen konnten sich die Hammers noch nicht erspielen. Insgesamt sehr überschaubare 15 Minuten.

[14h37] Gemählicher Beginn im Osten Londons, West Ham mit etwas mehr Initiative nach vorne, viel geht über die rechte Seite mit Jacobsen, auch Piquionne weicht immer wieder auf den rechten Flügel aus. Sieht ganz ermutigend aus für Avram Grant. Birmingham zunächst einmal darauf bedacht defensiv sicher zu stehen. Noch keine Torchancen.

[14h32] Beginn 1. Halbzeit

Man hat sich Zeit gelassen mit der Seitenwahl. Nun geht es unter der Leitung von Referee Foy los. Birmingham in gewohnt blau, West Ham hat Anstoß, spielt von rechts nach links in den ersten 45 Minuten.

[14h28] Upton Park scheint nicht ganz ausverkauft zu sein, ein wenig angespannte Atmosphäre. Abstiegskampf halt. Augenmerk auf Victor Obinna, fünf Tore in den letzten zwei Spielen.

[14h26] Die Aufstellungen im Upton Park

West Ham United: Green – Jacobsen, Reid, Upson, Bridge – O’Neil, Parker, Noble, Obinna – Piquionne, Keane

Birmingham City: Foster – Carr, Johnson, Jiranek, Ridgewell – Bentley, Ferguson, Gardner, Bowyer – Jerome, Zigic

Avram Grant scheint endlich seine Elf gefunden zu haben, zumindest einen Stamm von Spielern, die sich in den letzten Partien immer mehr eingespielt haben. Nur Verletzungen sorgen derzeit für Wechsel, Winston Reid ersetzt Danny Gabbidon. Und Tomikins hat sich beim Aufwärmen verletzt, Matthew Upson dafür kurzfristig in die Innenverteidigung gerückt. Zwei Wechsel also bei den Hammers. Birmingham unverändert gegenüber der guten Leistung beim 2:2 gegen Man City. Neuzugang Obafemi Martins wie erwartet noch nicht im Kader der Blues.

[14h18] Birmingham City mit nur einem Sieg in den letzten neun Spielen. Und West Ham hat diese Saison nur eines von 13 Spielen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte verloren.

[14h15] Ganz aktuell eingeschoben die Meldung, die vor gut einer Stunde publik wurde. Nach dem 0:3 bei Man City hat West Bromwich Albion Trainer Roberto di Matteo von seinen Aufgaben entbunden. Begründet wird der Schritt vor allem mit der schlechten Form der letzten Monate. Der Klub teilte auf seiner Homepage mit.

WEST Bromwich Albion have today relieved Head Coach Roberto Di Matteo of his duties and placed him on gardening leave with immediate effect. This was the unanimous decision of the Football Club’s Board of Directors in light of a worrying sequence of results which has seen the Club lose 13 of their last 18 games in all competitions, winning only three. First-Team Coach Michael Appleton will assume control of first-team affairs whilst the Club considers all available options for a new Head Coach.

[14h12] Was für ein Wochenende in der Premier League. Gestern schon Tore wie am Fließband und Ergebnisse, mit denen man nicht unbedingt rechnen konnte. Tabellenschlusslicht Wolverhampton schlägt Meister Manchester United, und auch Wigan kommt zu drei wichtigen Punkten gegen die Blackburn Rovers. Das setzt West Ham und Birmingham City im Abstiegskampf richtig unter Druck. Punktgleich bei 24 Zählern auf den Plätzen 18 und 19, die Gastgeber haben schon zwei Spiele mehr. Beide brauchen die drei Punkte – und das im direkten Duell. Als Vorspeise für das Hauptmenü später an der Stamford Bridge. Schönen Nachmittag zusammen.

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Premier League 2010/2011 #14, FC Liverpool – West Ham United

Samstag, 20. November 2010 18:12

[20h21] Endstand FC Liverpool – West Ham United 3:0

Verdienter und nie gefährdeter Sieg für die Reds. West Ham mit enttäuschender Leistung auf ganzer Linie. Robert Green verhinderte ein kleines Debakel. Roy Hodgson lächelt. Mit wenig Aufwand viel erreicht und die Stoke-Niederlage wieder ausgebessert. Liverpool verbessert sich auf Rang 9, West Ham bleibt Tabellenschlusslicht. Und da gehören sie nach dieser Leistung auch hin. Schwere Tage stehen für Avram Grant bevor. Mal sehen, wie lange er noch das Vertrauen bei den Besitzern genießen wird. Ich werde es beobachten. Fürs Erste einen schönen Samstagabend noch. Bye.

[20h19] Zwei Minuten Nachspielzeit

[20h12] Wechsel FC Liverpool: Raul Meireles geht, der englische U19-Nationalspieler Jonjo Shelvey kommt für ihn in die Partie Shelvey wurde von Charlton Athletic letzten Sommer verpflichtet und gilt bei vielen Experten als “The next Steven Gerrard”. Torres bekommt ebenfalls Applaus, Ryan Babel neu in der Partie.

[20h03] Wechsel FC Liverpool: Fabio Aurelio für David Ngog. Ergebnis verwalten nennt man das dann wohl.

[20h03] Ich schaue mir derweil zur Unterhaltung die besten Tore von Steven Gerrard auf YouTube an. Eines werde ich nie vergessen, das 3:1 gegen Piräus, damals selbst auf PREMIERE gesehen. Ein Champions League Abend, den ich wohl nicht mehr vergessen werde. Damals ging ich noch zur Schule und hatte am nächsten Tag eine wichtige Geschichtsklausur. Und wollte eigentlich früh ins Bett gehen. Hat dann nicht geklappt, weil ich so von dem Spiel gefesselt war. Und der Live-Kommentar von Andy Gray mit das Beste, was ich je gehört habe.

[20h01] Drama, Baby, Drama. Endlich mal wieder. Erst Torres mit einem kraftvollen Distanzschuss, Green mit Weltklasse-Parade, lenkt den Ball mit den Fingerspitzen noch an die Querlatte. Sekunden später kann sich Green wieder auszeichnen, Schuss von Poulsen sensationell um den Pfosten gelenkt.

[19h58] Wechsel West Ham: Benny McCarthy für Carlton Cole

[19h57] Spiel ist langweilig geworden. Es passiert nicht mehr viel. West Ham zeigt auch keinerlei Ambitionen an dem Ergebnis noch was zu ändern.

[19h46] West Ham steht jetzt etwas sicherer in der Defensive. Und Liverpool tut nur noch das Nötigste in der zweiten Halbzeit. Und so plätschert das Spiel vor sich hin. Da kann man Liverpool angesichts des umfangreichen Programms bis zum Jahreswechsel keinen großen Vorwurf machen.

[19h39] Und völlig überraschend hat dieses Spiel weiterhin nur eine Richtung. Auf das Tor von Robert Green. Das 4:0 liegt jetzt zwar noch nicht in der Luft, wird aber sicherlich noch fallen. Torres hat ja noch nicht getroffen.

[19h35] Wechsel West Ham United: Barrera spielt für Obinna. Avram Grant konnte ja leider keine zehn Wechsel machen.

[19h34] Beginn 2. Halbzeit

[19h18] Halbzeit FC Liverpool-West Ham United 3:0

Zitat Avram Grant vor dem heutigen Spiel: “Ich bin sehr sicher und zuversichtlich, dass wir aus dem Tabellenkeller rauskommen.” Wenn er die 45 Minuten gesehen hat, wird er sich so schnell nicht wieder trauen eine solche Aussage zu treffen.

Liverpool beeindruckend, West Ham auf ganzer Linie enttäuschend. Für die Reds ist es ein besseres Trainingsspiel. Führung zur Halbzeit auch in dieser Höhe absolut verdient. West Ham zu weit weg vom Gegner und Liverpool hat seine spielerische Klasse genutzt um den Raum im Mittelfeld erfolgreich zu durchlaufen und gefährliche Torabschlüsse zu produzieren. Die Tore waren eine Frage der Zeit.

[19h14] Liverpool könnte langsam mal überlegen dieses Spiel zu nutzen um das leicht angeschlagene Torverhältnis aufzubessern.

[19h12] Und die West Ham Fans verlassen das Stadion oder suchen Alkohol in ihrer Nähe.

[19h10] 3:0, Maxi Rodriguez, 38. Minute

Das geht alles viel viel viel zu einfach für die Reds. Flanke von links, in der Mitte Rodriguez völlig frei, präziser Kopfball in die lange Ecke, keine Chance für Robert Green. Zuvor hatte bereits Torres das 3:0 auf dem Fuß, da konnte Green aber noch abwehren. Zuspiel kam von Kuyt für den Spanier, der dann auf die kurze Ecke zielte, Green per Fußabwehr zur Stelle.

[19h06] Gabbidon klärt kurz vor der Linie für seinen geschlagenen Torwart Green, der sich nach einer Flanke ein wenig verschätzt hat und ins Stolpern kommt. Glen Johnson wäre erneut der Torschütze gewesen, aber West Ham kann klären.

[19h02] Natürlich fehlt West Ham mit Scott Parker die Schlüsselfigur im Mittelfeld. Aber auch von der Körpersprache, der Bereitschaft lange Wege zu gehen und den Mitspieler zu unterstützen, legen die Gäste eine Performance hin, die nicht mehr als tauglich für die Premier League bezeichnet werden kann. So spielt man, wenn man kein Selbstvertrauen hat.

[18h59] 2:0, Dirk Kuyt, 27. Minute (FE)

Handelfmeter von West Ham verursacht. Torres setzt sich schön durch und Gabbidon nimmt die Hand raus um den Schuss zu blocken. Korrekte Entscheidung und dumme Aktion des Hammers-Innenverteidiger. Kuyt schnappt sich die Kugel und netzt zum 2:0 ein. Nicht besonders orginell direkt in die Mitte, da sich Green aber für die aus der Sicht des Schützen rechte Ecke entscheidet, sieht das dann doch recht souverän aus. Und ich sage ja, es könnte bereits zur Halbzeit entschieden sein. Aber das dachte und hoffte ich bei Arsenal gegen die Spurs heute Mittag auch.

[18h58] Elfmeter FC Liverpool

[18h56] Avram Grant sieht ja sowieso immer schon ein bisschen wie Frankenstein vom Gesichtsausdruck aus. Aber die Gestik eben auf der Bank konnte man so interpretieren, als würde er am liebsten aufs Spielfeld laufen und jeden seiner 11 Spieler mal richtig die Meinung sagen.

[18h53] So, mal schauen, ob West Ham auch noch an diesem Spiel teilnehmen möchte. Momentan geht das gar nicht, keine Optionen im Angriff, viel zu weit weg vom Gegenspieler, machen die Räume im Mittelfeld nicht eng. Das passt beim Team von Grant von vorne bis hinten nicht. Carlton Cole ist als einzige Spitze hoffnungslos verloren, bekommt überhaupt keine Unterstützung aus dem Mittelfeld. Grant muss sich ganz schnell was überlegen, sonst ist das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden.

[18h49] 1:0, Glen Johnson, 18. Minute

Überfällig, überfällig, überfällig. Hat sich angedeutet. Liverpool belohnt sich für eine sehr ordentliche Anfangsphase. Ecke von rechts, in der Mitte kann Johnson den Ball in aller Ruhe annehmen und schließt mit viel Kraft durch Mann und Maus ins Tor ab. Sicht für Green verdeckt und aus der kurzen Distanz auch keine Abwehrchance.

[18h42] West Ham hat immer noch nicht in dieses Spiel gefunden. Liverpool dafür umso mehr, was fehlt, ist die letzte Präzision im Abschluss. Ngog tankt sich gegen drei Gegenspieler durch und bedient an der Strafraumgrenze noch Torres, dessen Schuss knapp am Tor vorbeigeht. Liverpool versteht es bisher sehr gut die Räume zu nutzen, die West Ham anbietet. Kuyt zieht häufig in die Mitte hinter die Spitzen, Ngog weicht häufig auf rechts aus, Torres lässt sich zurückfallen. Konchesky und Glen Johnson schalten sich immer wieder ins Spiel nach vorne ein. Das sieht variabel und ganz gut aus. Braucht es nur noch ein Tor.

[18h35] Richtig starker Beginn der Gastgeber. Robert Green im Tor von West Ham hat schon reichlich zu tun bekommen. Beste Chance nach einem Solo von Ngog auf der linken Seite, zieht in die Mitte, aber Green ist nach dem Flachschuss schnell genug unten um den Ball zur Seite abzuwehren. Eine Minute später geht ein Schuss von Maxi Rodriguez knapp daneben. Vielversprechend für das Team von Roy Hodgson.

Und West Ham ist noch gar nicht da, lassen viel zu viele Schüsse zu und verhindern die Flanken und Pässe in die Tiefe nicht. Liverpool will was gutmachen.

[18h32] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool in den roten Trikots. Spielen von links nach rechts in der ersten Hälfte. Und haben Anstoß, West Ham spielt in den weißen Trikots. Dann kann es ja losgehen. West Ham wartet seit über einem Jahr auf einen Auswärtssieg. Mal sehen, ob das Warten auch nach 90 Minuten weitergeht.

[18h26] Flutlicht an der Anfield Road. Sehr gute Stimmung. Fehlen nur noch 90 dramatische Minuten.

[18h24] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Skrtel, Konchesky – Kuyt, Meireles, Poulsen, Maxi Rodriguez – Torres, Ngog

West Ham United: Green – Jacobsen, Gabbidon, Upson, Ilunga – Noble, Kovac, Boa Morte – Piquionne, Obinna – Cole

Roy Hodgson stellt sein System wegen des verletzt fehlenden Gerrard ein wenig um auf ein klassisches 4-4-2 mit den Spitzen Torres und Ngog, Kuyt kommt über rechts, Maxi Rodriguez über links. Glen Johnson kehrt ins Team zurück, damit kann Jamie Carragher wieder in der Innenverteidigung spielen und Kyrgiakos muss Platz auf der Bank nehmen. Christian Poulsen spielt im defensiven Mittelfeld für den gesperrten Lucas. Bei West Ham gibt es zwei Veränderungen zum Remis gegen Blackpool letztes Wochenende. Carlton Cole spielt für den verletzten Kieran Dyer und Kovac ersetzt Scott Parker, der kurzfristig passen musste. West Ham mit nur einer Spitze, Carlton Cole. Dahinter ein flexibles 5er-Mittelfeld mit Piquionne auf dem rechten Flügel.

[18h15] Ganz besonderes Spiel heute Abend für Jamie Carragher, sein 650. Spiel im Trikot der Reds und in Abwesenheit vom verletzten Steven Gerrard noch Kapitän des FC Liverpool.

[18h12] Good Evening. Was ist die beste Medizin nach enttäuschenden Fußballergebnissen? Genau, man schaut weiter Fußball. Das Samstagabendspiel am 14. Spieltag der Premier League, zumindest ein kleiner Krisengipfel. West Ham braucht dringend Punkte um nicht schon an Weihnachten für die Championship planen zu müssen, Liverpool wäre mit einem Sieg heute Abend vorübergehend bis auf drei Punkte am vierten Platz dran. Für die Reds gilt es den “Ausrutscher” in Stoke vergessen zu machen.

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Premier League 2010/2011 #13 – Es wird eng für Grant und Mancini

Samstag, 13. November 2010 21:10

Zuvor ein kurzer Lesetipp: Football clubs media battle über die Anstrengungen und Bemühungen der Premier League Klubs mit Eigenproduktionen um die mediale Aufmerksamkeit der Fußballfans zu bekommen.

Kommen wir zum Geschehen vom Tage, acht Spiele standen auf dem Programm in der Premier League am heutigen Samstag. Und die Krise bei West Ham United und Manchester City verstärkt sich. Und wenn Sie sich jetzt fragen, welche Krise bei Manchester City gemeint ist, heißen Sie entweder Roberto Mancini oder sind nicht ganz so kritisch wie viele englische Journalisten oder die Fans von Manchester City. Die Citizens kamen heute nur zu einem 0:0 gegen Birmingham City. Und man spielte genauso uninspiriert, mutlos, ideenlos und unattraktiv wie am vergangenen Mittwoch im Derby gegen United. Mancini zog sich den Unmut der Fans zu, als er zehn Minuten vor Schluss Carlos Tevez (Stürmer!) für Gareth Barry (defensiver Mittelfeldspieler!) auswechselte. Da gehen Anspruch der Fans, investierte Geldsummen und Wirklichkeit doch einiges auseinander. Mancini sieht das offensichtlich anders. Der Trainer betont immer wieder, dass man doch noch auf dem vierten Tabellenplatz steht. Er spüre keinen Druck, es sind ja gerade mal erst 13 Spiele absolviert. Größtes Problem in Eastlands ist mittlerweile die Offensive, gemessen an der Anzahl der geschossenen Tore. 15 Tore haben die Citizens erzielt – zum Vergleich Chelsea 28, Man Utd 26, Arsenal 24 – und solange Carlos Tevez nicht trifft, will keiner Tore schießen. In den letzten drei Heimspielen hatte man nicht getroffen. Und die Fans, die dann reichlich Geld für ihren Besuch bezahlen, sind entsprechend sauer und ungeduldig. Und vielleicht am enttäuschendsten: Man erspielt sich auch immer weniger Torchancen in den letzten Spielen. Zum Glück für Mancini gibt es jetzt wieder zwei Auswärtsspiele, bei Fulham und in Stoke. Die Frage ist dann eben, ob Mancini dann noch auf der Bank sitzt. Die Besitzer scheinen noch Geduld zu haben, fragt sich nur, wielange die Fans ruhig bleiben und ihren Unmut bisweilen auf das Auspfeifen nach dem Spiel beschränken.

Nicht wirklich vom Fleck kommt auch West Ham United, man bleibt nach dem 0:0 gegen den FC Blackpool weiter Tabellenschlusslicht. Insgesamt hatten beide Teams gute Chancen ein Tor zu erzielen, Blackpool kann mit dem Punkt sicherlich gut leben, für West Ham ist das schlicht zu wenig. Aus den letzten drei Heimspielen gegen die Aufsteiger Newcastle, West Brom und Blackpool holte man zwei Punkte. Auf dem direkten Weg Richtung Championship. David Sullivan, einer der Besitzer des Klubs, hat Grant und dem Team ein kleines Ultimatum gestellt. Sieben Punkte aus vier Spielen sollen es nach den Wünschen von Sullivan sein. Jetzt hat man aus den letzten drei Partien gerade mal drei Punkte geholt, da braucht es in Liverpool am kommenden Samstagabend vier Zähler theoretisch. Apropos FC Liverpool: Der Aufwärtstrend der letzten Woche wurde heute Abend durch eine fürchterlich schlechte Leistung bei Stoke City gestoppt. Die Reds verloren verdient mit 2:0, es war ein Rückfall in die Zeiten von vor ein paar Wochen bis zur ersten Halbzeit in der Europa League gegen Neapel.

Die weiteren Ergebnisse:
Newcastle-Fulham 0:0
Wolverhampton-Bolton 2:3
Tottenham-Blackburn 4:2
Wigan-West Brom 1:0
Aston Villa-Manchester United 2:2

Während Bolton seine tolle Saison fortsetzt (jetzt Tabellenfünfter mit 19 Punkten) und Owen Coyle damit weiterhin ganz großartige Arbeit leistet (Johan Elmander mit seinem sechsten Saisontreffer, alle davon auswärts), ist der Höhenflug von West Brom ein wenig vorbei. Seit vier Spielen wartet man auf einen Sieg. Derweil kann sich Wigan durch das 1:0 über die Baggies über den dritten Saisonsieg freuen und feiert damit drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Manchester United kam nach einem 0:2 noch zu einem 2:2 bei Aston Villa. Es bleibt dabei: United spielt nicht gut, ist zwar immer ein wenig überlegen, macht aber zu wenig aus seinem Übergewicht. Und trotzdem sammelt man weiter fleißig Punkte und hat noch kein Spiel in dieser Saison verloren. Aber überzeugend ist das nicht, komische Saison der Red Devils.

Morgen ab 14h55 bei Sky das Spitzenspiel des Spieltages, wenn der FC Everton die Gunners vom FC Arsenal empfängt. Die Gäste aus London wollen mit einem Sieg auf Platz 2 klettern und ihre gute Auswärtsform untermauern. Aber das wird keine leichte Aufgabe, Everton ist seit sieben Spielen ungeschlagen, war in den letzten Jahren aber häufig chancenlos gegen Arsenal. Das Team von Wenger könnte mit einem Sieg zudem den FC Chelsea ein wenig unter Druck setzen, der im Anschluss den Spieltag mit dem Abendspiel gegen den FC Sunderland abschließt.

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Premier League 2010/2011: Saisonvorschau Unteres Mittelfeld

Dienstag, 10. August 2010 11:36

Bevor ich mich morgen ausführlich den drei Premier League Aufsteigern widme, sei vorerst noch ein kurzer Blick auf die restlichen Premier League Teams gestattet. Sechs Mannschaften erwarte ich eher in den unteren Tabellenregionen, was natürlich den Kampf gegen den Abstieg und für den Klassenerhalt beinhaltet. Zu diesen sechs Vereinen zählen West Ham United, der FC Sunderland, Stoke City, Wigan Athletic, die Bolton Wanderers und die Wolverhampton Wanderers.

West Ham United (PL Saison 2009/2010 17. Platz)
Es war keine einfache letzte Saison für die Hammers. Erst wenige Spieltage vor Saisonschluss konnte man den Klassenerhalt sichern, im letzten Sommer mussten zahlreiche Spieler verkauft werden, der Verein stand kurz vor der Pleite, Stürmer Alessandro Diamanti konnte nur verpflichtet werden, weil der Trikotsponsor zusätzliches Geld bereitstellte, es herrschte lange Unklarheit über die neuen Besitzer des Vereins. Und zu allem Überfluss prügelten sich Hooligans von West Ham mit den Feinden vom FC Milwall im Carling Cup und warfen ein schlechtes Licht auf das Umfeld Upton Park. All dies möchte man hinter sich lassen. Vergangenen Januar übernahmen David Gold und David Sullivan 50% der Anteile am Verein, diesen Sommer wurde der Anteil um noch einmal 10% erhöht, Anteile liegen jetzt also bei 60%. So dramatisch immer noch die Lage bei West Ham ist, befindet man sich dank des Geldes der beiden Besitzer zumindest auf dem aufsteigenden Ast. Dieses Jahr verhinderte man einen Aderlass der Mannschaft und konnte bisher – ich betone bisher – Carlton Cole (wird heftig vom FC Liverpool umworben) und Scott Parker (sehr starkes Interesse von den Tottenham Hotspur) an den Verein binden. Und seit langer Zeit konnte man selbst wieder aktiv auf dem Transfermarkt werden und gab rund 10 Millionen Pfund aus. Prominenteste Neuzugänge sind Thomas Hitzlsperger von Lazio Rom, der neuseeländische Nationalspieler Winston Reid, Frederic Piquionne von Olympique Lyon und als Ausleihgeschäft Tal Ben Haim vom krisengeschüttelten FC Portsmouth. Teuerster Neuzugang ist aber Pablo Barrera, mexikanischer Nationalspieler, der für vier Millionen Pfund einen 4-Jahres-Vertrag bekam. Sehr viel schlechter und unangenehmer als letzte Saison kann es für West Ham fast nicht mehr werden. Es sieht gut aus, dass es deutlich besser wird.

FC Sunderland (PL Saison 2009/2010 13. Platz)
Vergleichsweise viel Geld für einen eher unterklassigen Verein aus der Premier League hat auch der FC Sunderland, von daher ist das Potential sich im Bereich der Plätze 12-14 zu platzieren auch für die kommende Saison wieder gegeben. Dem amerikanische Unternehmer Ellis Short aus Dallas gehört seit einem Jahr der Verein, er hat 100% der Anteile erworben, nachdem er bereits vor zwei Jahren sein Engagement bei den Black Cats begonnen und sukzessive erweitert hat. Und so schafft es Sunderland eben mal jenseits der 10 Millionen Pfund neue Spieler zu kaufen, wobei man fairerweise sagen muss, dass der Verkauf von Lorik Cana zu Galatasaray Istanbul fünf Millionen Pfund einbrachte. Und selbst für Marton Fulop, der zu Ipswich Town wechselt, bekam man noch 750.000 Pfund. Bekannteste Neuzugänge von den Namen her ist Titus Bramble von Wigan Athleticu und der Nationalspieler Ghanas, John Mensah, der aus Lyon ins Stadium of Light wechselt. Am meisten Geld (jeweils rund zwei Millionen Pfund) gab man für den argentinischen Verteidiger Marcos Angeleri und den belgischen Torhüter, Simon Mignolet, gerade mal 22 Jahre alt, an dem auch der PSV Eindhoven, Udinese Calcio und Twente Enschede interessiert waren. Und offensiv muss sich Sunderland sowieso keine Sorgen machen. Mit Darran Bent und Kenwyne Jones haben sie eines der gefährlichsten Sturmduos der Liga. Und insbesondere Bent, nicht im englischen Nationalteam für Südafrika, will sich noch einmal allen beweisen.

Stoke City (PL Saison 2009/2010 11. Platz)
Am liebsten würden die Potters alle ihre Spiele im heimischen Britannia Stadium austragen, gehören sie doch mit den euphorisierten Fans im Rücken zu den heimstärksten Teams der Premier League. Auf diese Stärke will man sich auch in der kommenden Spielzeit verlassen. Wo liegt eigentlich das Erfolgsgeheimnis von Stoke City? 2008 spielte man die erste Premier League Saison und gerade im verflixten zweiten Jahr spielte man eine sehr gute Saison. Das ist nicht selbstverständlich. Fragen Sie doch mal bei Hull City nach. Stoke hat eine exzellente Transferpolitik vorzuweisen. Man kauft sich erfahrene Premier League Spieler, teilweise von Absteigern in die Championship oder von Mannschaften in ähnlichen Tabellenregionen wie Stoke, die bei ihren Vereinen nicht mehr Stammspieler sind oder keine große Chance auf weitere Einsätze sehen. Das hat sehr gut mit Robert Huth und Tuncay vom FC Middlesbrough geklappt und ebenso mit Danny Collins und Dean Whitehead vom FC Sunderland. Und da man in diesem Sommer nur einige Nachwuchsspieler an unterklassige Vereine auslieh und sonst das Team komplett zusammenhalten konnte, hat man sich mit Aktivitäten auf dem Transfermarkt zurückgehalten. Warum auch. Einzig das belgische Nachwuchstalent Florent Cuvelier vom FC Portsmouth darf man als Neuzugang begrüßen. Mit dem dänischen Nationaltorhüter Sörensen hat man den Rückhalt zwischen den Pfosten, die Defensive mit Danny Higginbotham, Rober Huth, Ryan Shawcross und Danny Collins hat ausreichend Premier League Erfahrung. Und im Sturm sollen Tuncay, Ricardo Fuller (wenn er seine Nerven im Griff hat), Dave Kitson und James Beatie für Tore sorgen. Und wenn gar nichts mehr hilft, hat man ja immer noch die gefährlichen Einwürfe von Roy Delap. Besonders gegen den FC Arsenal stets mit Erfolg gekrönt.

Wigan Athletic (PL Saison 2009/2010 16. Platz)
Auch Wigan Athletic hat ausreichend Kleingeld, möglich macht das der Besitzer Dave Whelan, lokaler vermögender Unternehmer im englischen Nordwesten, hat selbst früher Fußball gespielt und besitzt nebenbei auch noch das DW Stadium. Er ist also ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Bestandteil für die Latics. Vor allem, solange er mit dem nötigen Kleingeld Transfers zur Stärkung des Kaders ermöglicht. Nicht unbedingt, weil man zahlreiche gute Spieler abgeben musste – prominenteste Abgänge sind lediglich Titus Bramble, Mario Melchiot und Paul Scharner – sondern weil man nach der letzten Saison sehr schnell festgestellt hat, dass der Kader nicht gut genug ist um dauerhaft in der Premier League zu bleiben. Das ist aber zwigend notwendig, auch um Dave Whelan weiter als Unterstützer zu behalten. Und da man letzte Saison zu wenig Tore geschossen hat, hat man sich für vier Jahre den argentinischen Stürmer Mauro Boselli von Estudiantes de la Plata geholt. Boselli hat in seinem ersten Einsatz, ein Testspiel gegen eine schwedische Mannschaft, gleich mal zwei Tore zum 3:2-Sieg beigesteuert. Könnte also ein guter Fang gewesen sein. Der Sturm liest sich dann mit Boselli, Hugo Rodallega, Victor Moses und Jason Scotland gar nicht so schlecht. Wobei noch ein Fragezeichen hinter Scotland steht, wird er doch von mehreren Vereinen umworben, unter anderem Ipswich Town. Wigan hatte die schlechteste Zuschauerbilanz aller Premier League Klubs in der letzten Saison. Vielleicht bringt Boselli ein paar neue Zuschauer ins Stadion.

Bolton Wanderers (PL Saison 2009/2010 14. Platz)
Man kann von Sam Allardyce, dem Kaugummi kauenden, mit Headset ausgestatteten Trainer, ja halten, was man will. Aber Fans der Bolton Wanderers können eigentlich nur eine Meinung über Big Sam haben. Von 1999 bis 2007 war er Trainer bei den Bolton Wanderers, führte das Team zweimal in den UEFA-Cup, zuletzt in seiner Abschiedssaison 2007. Drei Jahre sind seitdem vergangen und Bolton hat sich konstant verschlechtert. Hatte man in acht Jahren nur einen Trainer, waren es nach Allardyce gleich drei in drei Jahren (Sammy Lee, Gary Magson, Owen Coyle). Es folgen die Plätze 16, 13 und in der vergangenen Spielzeit der 14. Platz. Weit entfernt von den Erfolgen von vor ein paar Jahren. Vielleicht kann man sich diese Saison wieder rehabilitieren. Denn man hat sich gut verstärkt, und dabei wenig Geld ausgegeben. Martin Petrov kommt von Manchester City und soll für mehr Kreativität im offensiven Mittelfeld sorgen. Man holte Ivan Klasnic aus Nantes zurück und verpflichtete zudem Robbie Blake von Absteiger Burnley und Marcos Alonso von Real Madrid, der dort aber meist nur im B-Team gespielt hat. Er soll primär auf der linken Außenverteidigerposition eingesetzt werden.

Wolverhampton Wanderers (PL Saison 2009/2010 15. Platz)
Es folgt das schwierige zweite Jahr nach dem Aufstieg für die Wolves. Letzte Saison den Klassenerhalt geschafft – was viele schon gar nicht mehr für möglich hielten – muss nun diese Saison die Leistung bestätigt werden. Und wie macht man das am besten in der Premier League? Genau, indem man einen reichen Besitzer hat, der einem sofort nach Saisonende Geld für Transfers zur Verfügung stellt. Im Falle der Wolverhampton Wanderers ist dies Steve Morgan, Unternehmer und stets auf der Liste der 150 reichsten Briten, Vermögen irgendwo in der Region von 350 Millionen Pfund. Da wirken die Transfersummen der Wolves in diesem Sommer fast schon Peanuts gegen. Rund 17 Millionen Pfund gab man für einen neuen Spieler aus, man stelle sich nur mal vor, wenn Hannover 96, der 1. FC Nürnberg oder der 1. FC Kaiserslautern mit solchen Summen hantieren. Damit haben die Wolves übrigens mehr als Arsenal oder Man Utd für neue Spieler ausgegeben. Der schottische Nationalspieler Steven Fletcher kam für 6,5 Millionen Pfund von Absteiger Burnley als Verstärkung für den Sturm, Hull City spendierte man mal schnell 5,5 Millionen Pfund für Stephen Hunt und den defensiven Mittelfeldspieler Steven Mouyokolo. Jelle Van Damme, den meisten Werder-Fans sicherlich noch ein Begriff, spielte mal eine Saison bei den Hanseaten, kam für 2,5 Millionen Pfund vom RSC Anderlecht. Zudem gab man Adlène Guedioura, der von Charleroi aus der Ligue 1 ausgeliehen war, einen dauerhaften Vertrag. Jetzt muss das ganze Geld nur noch Erfolg bringen. Und das wäre mit dem Klassenerhalt verwirklicht.

Thema: Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #35, FC Liverpool – West Ham United

Montag, 19. April 2010 20:35

[22h54] Endstand FC Liverpool – West Ham United 3:0

Mit Ausnahme des Treffers nicht ein Highlight in der zweiten Hälfte. West Ham sowas von mit einer unterirdischen Leistung, da fällt mir nicht mehr viel zu ein. Bedrohlich nahe rückt die Championship, wenn man so weiterspielt. Liverpool springt auf Platz 6 und hält noch leichten Kontakt zum vierten Platz.

[22h50] Herr Walton, Sie sind raus. Drei Minuten Nachspielzeit. Noch mal runterzählen.

[22h49] Noch eine Minute

[22h48] Noch zwei Minuten

[22h47] Noch drei Minuten

[22h46] Noch vier Minuten

[22h42] Newcastle United nach dem 2:0 gegen Plymouth jetzt definitiv Meister der Championship.

[22h41] Zumindest ansatzweise hat David Ngog gezeigt, dass er Fernando Torres vertreten kann. Ob das für den Saisonendspurt reicht, bleibt abzuwarten. Auch der Franzose jetzt in der Kabine, Ryan Babel darf sich warm laufen für Donnerstagabend.

[22h37] Benayoun geht, Degen kommt. Auf dem Platz passiert leider gar nichts mehr. Liverpool macht schon Auslaufen, West Ham läuft überhaupt nicht. 12 Minuten noch und wer hier Nachspielzeit gibt, meint es nicht gut mit den Fans. Übrigens nur 37.000 Zuschauer an der Anfield Road.

[22h31] Steven Gerrard hat Feierabend, Javier Mascherano für ihn in der Partie. Benitez denkt an Donnerstag. Auch West Ham wechselt. Carlton Cole geht, Benny McCarthy jetzt im Sturm. Ändert aber auch nicht viel.

[22h27] Liverpool für einen Moment nachlässig, da schnappt sich Carlton Cole die Kugel, setzt sich gut durch, aber Reina hat den Winkel exezellent verkürzt. Keine Probleme für den Spanier im Tor. Sowas wie die beste Torchance für die Hammers. Geht da etwa noch was?

[22h25] Zola mit einem Gesichtsausdruck nicht von dieser Welt. Sieht so aus, als müssten seine Spieler zu Fuß nach London gehen. Oder warten, bis wieder ein Flieger geht. Ohne Hotel.

[22h22] Und Liverpool drängt jetzt vehement auf ein weiteres Tor, toller Spielzug, Gerrards Schuss wird von Da Costa im letzten Moment geblockt. West Ham kurz davor komplett auseinander zu fallen.

[22h19] 3:0, Eigentor Robert Green, 59. Minute

Viel viel Pech für den Goalie der Hammers, aber das darf er auch mal wieder der Unfähigkeit seiner Abwehr zuschreiben. Liverpool macht den Sack hier zu, wieder nach einer Standardsituation. Freistoß von Gerrard von links, scharf vors Tor getreten, Kyrgiakos setzt sich in der Mitte gegen zwei (!) Gegenspieler durch, trifft nur den Pfosten, von wo der Ball an Robert Greens Wade prallt und dann ins Tor.

[22h18] Die West Ham Fans beschäftigen sich derweil im Gästebllock mit ihren Seifenblasen-Fläschen. Gehört zu jeder guten Auswährtsfahrt dazu.

[22h12] Wäre Robert Green nicht anwesend, es könnte 3:0 oder 4:0 stehen. Es hat sich gar nicht geändert. Liverpool macht das Spiel, kontrolliert, nicht blind nach vorne spielend. Von West Ham kommt nichts – gar nichts. Dieses spiel kann nur noch mal erwachen, wenn Liverpool à la Arsenal gestern komplett den Stecker bei sich zieht. Ansonsten ein Spiel, bei dem sich die Fans gut und gerne auch mal 10 Minuten über den Arbeitskollegen, die Kochkünste der Freundin oder Wahlumfragen unterhalten könnten – sie verpassen nichts.

[22h05] Beginn 2. Halbzeit

[22h02] Gianfraco Zola regiert. Guillermo Franco kommt für Junior Stanislas. Ein kleines Zeichen, bei West Ham kann es nur besser werden. Damit dann sowas wie drei Stürmer bei den Hammers. Ist das engagiert.

[21h48] Halbzeit FC Liverpool – West Ham United 2:0

Absolut verdiente Führung zur Pause für den FC Liverpool, die bei mehr Engagement auch hätten höher führen könnten. West Ham zu Beginn noch ein wenig Einsatz für dieses Spiel, danach war das aber ein einziger Offenbarungseid. Liverpool schont sich schon für Madrid. Und sie können das ganz beruhigt tun.

[21h46] Liverpool mit fast 70% Ballbesitz in den letzten Minuten. Dafür ist das 2:0 eigentlich noch zu wenig. West Ham erinnert mich fatal an Hannover 96. Gibt eine Minute Nachspielzeit.

[21h45] West Ham fällt in den letzten Minuten nur noch durch Befreiungsschläge auf. Keine Ahnung warum die das machen. Sieht nach Lauffaulheit auf. Liverpool hatte derweil ne weitere gute Torchance. Kuyt’s Distanzschuss wurde von Rober Green aber um den Pfosten zur Ecke gelenkt.

[21h42] Ohne Liverpool hier mit Kritik belegen zu wollen, aber zwei Schippen drauf, ein paar Kohlen mehr und West Ham hätte zur Pause schon wieder die Heimfahrt antreten können. Oder den Fans für die lange Reise ein Essen spendieren können. Man sagt dann immer, ein Team spiele wie ein Absteiger. West Ham heute ja, dabei waren die letzten Wochen von der Form und den Ergebnissen so vielversprechend.

[21h41] Der Hinweis, dass Liverpool noch nicht ganz untätig ist, kommt durch den Freistoß von Gerrard aus aussichtsreicher Position, aber doch deutlich über das Tor. Ansonsten lassen die Reds das Tempo aber merklich schleifen. Fünf Minuten noch bis zum Pausentee.

[21h39] West Ham hat nächstes Wochenende Kellerduell gegen Wigan, die seit gestern sowieso auf Asche sieben schweben nach dem Sieg gegen Arsenal. Zudem dürfen die Hammers noch zu Fulham reisen und erwarten Man City. Das ist alle keine Laufkundschaft. Und dann so eine Arbeitsverweigerung heute. Fand man sich wohl zu gut in den ersten 10 Minuten, als man zumindest noch in die Zweikämpfe ging und wenigstens eng am Mann stand.

[21h35] Wir notieren den zweiten Torschuss von West Ham United nach 34 Minuten. Ist es denn die Möglichkeit. Carlton Cole mit seinem schwächeren linken Fuß, gut zwei Meter daneben. Reina muss nicht eingreifen. Zolas Team braucht scheinbar mal einen Tritt in den Allerwertesten oder in der Halbzeit die Tabelle an der Kabinentür.

[21h30] 2:0, David Ngog, 29. Minute

West Ham war wieder mal nicht da. Liverpool kann sich da lässig durch die Abwehr spielen, Pass nach rechts raus zu Maxi Rodriguez, super Zuspiel in die Mitte, wo Ngog mit ansprechender Technik den Ball direkt nimmt. Wieder keine Chance für Green, der verzweifelt seine Abwehr sucht. Verdiente Führung. Könnte ein extrem unspannender Abend werden.

[21h28] Meine Güte, Kyrgiakos wird heute Nacht schlecht schlafen. Der Grieche mit der fantastischen Chance zum 2:0. Ecke Gerrard, in der Mitte Kyrgiakos sowas von blank, doch trifft den Kopfball nicht richtig, Ball geht über das Tor. West Ham könnte eigentlich auch vom Platz verschwinden, bei den Standardsituationen würde man es nicht merken. Wie kann man so weit von den Gegenspielern entfernt sein?

[21h26] Marco Hagemann hat es eben gerade auch nochmal bestätigt. Portsmouth bewirbt sich um Teilnahme an der Europa League. Sollte das gelingen, würde der siebte Platz nicht für die Qualifikation reichen. Ausgang offen.

[21h23] Auf der Gegenseite der erste Schuss aufs Tor des FC Liverpool. Carlton Cole setzt sich schön gegen Carragher durch, Winkel ist aber zu spitz, sodass Reina keine Probleme hat den Ball sogar zu fangen. Aber erste vielversprechende Aktion. Überhaupt sollte West Ham sich mehr trauen nach vorne zu spielen, insbesondere Agger auf der ungewohnten Linksverteidigerposition macht einen nervösen Eindruck.

[21h20] 1:0, Yossi Benayoun, 19. Minute

Führung für die Reds nach einer Standardsituation. Wenn es schon aus dem Spiel nicht klappt. Freistoß von der rechten Seite von Gerrard, in der Mitte schaltet Benayoun am schnellsten und drückt den Ball mit dem Bauch (!) punktgenau an den Innenpfosten, und von dort trudelt der Ball ins Netz.

[21h18] Sinnbildlich für dieses Spiel. Beide Teams mit aussichtsreichen Konterchancen, spielen aber zu ungenau, wenn es schnell gehen soll. Beide Abwehrreihen können sich dann sortieren. Wieder viel mehr drin.

[21h16] Die Partie plätschert so vor sich hin, Liverpool konnte das hohe Tempo aus den Anfangsminuten nicht halten. Und West Ham tut fast gar nichts für die Offensive. Wenn dann geschieht das meistens nach Fehlern im Aufbauspiel der Reds. Viertelstunde durch – von beiden Teams muss wieder mehr kommen.

[21h09] Nächste gute Gelegenheit für den FC Liverpool. Freistoß auf der rechten Seite, Gerrard führt diesen schnell aus, in der Mitte segelt Robert Green vorbei, aber auch Kuyt, Ngog und Kyrgiakos. Übergewicht für die Reds in den ersten Minuten, West Ham zunächst darauf bedacht defensiv kompakt zu stehen. Und nicht mal das gelingt einwandfrei bisher.

[21h05] Liverpool mit Schwung in dieser Partie, Begegnung in den ersten Minuten nur in der Hälfte der Hammers. Eine gute Chance für die Reds. Kuyt dribbelt sich in der Mitte schön durch, gibt nach rechts raus auf Maxi Rodriguez, dessen Schuss aber kein Problem für Robert Green ist.

[21h02] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool mit Anstoß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten, spielen in den roten Trikots. Die Gäste aus London in den dunklen Jerseys. Peter Walton ist der Referee.

[20h59] Und da kann die sportliche Lage noch so schlimm sein, die Saison überhaupt nicht den Erwartungen entsprechen – You never walk alone wird so leidenschaftlich wie immer gesungen. Traum-Atmosphäre in Liverpool, die untergehende Sonne scheint mit den letzten Strahlen in das Stadion hinein.

[20h54] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Kyrgiakos, Agger – Maxi Rodriguez, Gerrard, Lucas, Benayoun – Kuyt – Ngog

West Ham United: Green – Faubert, da Costa, Upson, Spector – Behrami, Kovac, Noble, Stanislas – Cole, Ilan

Drei Wechsel beim FC Liverpool.  Kuyt spielt für Babel, Lucas ersetzt im defensiven Mittelfeld Mascherano. Zudem bekommt Benayoun den Vorzug vor Aquilani. Ngog ersetzt Fernando Torres. West Ham mit der Startelf der letzten Wochen, allerdings muss man auf den gesperrten Scott Parker verzichten, was ein schmerzlicher Ausfall ist.

[20h48] Fernando Torres spielt diese Saison nicht mehr für den FC Liverpool, es gibt immer wieder unklare Meldungen über den neuen Besitzer oder einen Verkauf der jetzigen Eigentümer. Man kann noch nicht mal davon ausgehen, dass Liverpool nächste Saison überhaupt international spielt. Keine einfache Situation.

[20h44] Statistik des Tages: West Ham United hat seit 37 Spielen nicht mehr an der Anfield Road gewinnen können. Das ist die drittlängste Serie, die ein Team  an nicht verlorenen Spielen gegen einen Kontrahenten hält. Folgt heute Episode 38?

[20h41] Auch wenn es von der Tabellenkonstellation jetzt nicht unbedingt das Spitzenspiel des Spieltages ist, steht an der Anfield Road eine enorm wichtige Partie für beide Teams an. Liverpool liegt jetzt bei gleicher Spielzahl zwei Punkte hinter Platz 6, den Aston Villa nach dem 2:1 bei Portsmouth einnimmt. Ein Sieg ist also Pflicht um sich überhaupt für die Europa League zu qualifizieren. Zudem lauert Everton auf Platz 8. Und von Champions League Qualifikation will ich im Moment gar nicht sprechen. Der Gegner aus London braucht hingegen alle Punkte im Abstiegskampf. Die Hammers liegen derzeit drei Punkte vor Hull City. Mit einem Punktgewinn kann man zumindest etwas Luft schaffen, ein Sieg wäre natürlich schon fast wie Weihnachten. Also verlieren verboten für beide Mannschaften – zumindest von der Ausgangslage extrem spannend.

[20h35] Schönen guten Abend zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (4) | Autor: medispolis

“Armageddon” für West Ham United oder “too good to go down”?

Mittwoch, 10. Februar 2010 7:44

Keine einfachen Zeiten für West Ham United und die Fans der Hammers in diesen Tagen. Der Verein kämpft ums sportliche und wirtschaftliche Überleben. Einer der neuen Besitzer des Vereins, David Sullivan, sprach gestern sogar von einem “Armageddon”, sollte West Ham absteigen müssen. Gleichzeitig kündigte er einen Sparkurs samt drastischer Gehaltskürzungen für die nächste Saison an. Jede Position im Verein sei überbezahlt. West Ham steht kurz vor dem finanziellen Kollaps. Nach Berichten der Sun steht der Verein bei anderen Mannschaften mit 15 Millionen Pfund in der Kreide.

Für West Ham beginnen mit dem heutigen Heimspiel gegen Birmingham City entscheidene Wochen, die vielleicht die ganze Saison definieren könnten. Anlass genug um genauer auf die Lage bei dem Traditionsklub aus dem Osten Londons zu schauen. Und wer könnte das besser tun als ein Hammers-Fan. Mit Wolfgang/Rapidhammer sprach ich über die sportliche und finanzielle Krise von West Ham und die derzeitige Stimmungslage bei den Anhängern der Hammers. Wolfgang wohnt in Wien und bloggt über West Ham United auf Rapidhammer Footballunited und ist via Twitter unter @rapidhammer zu erreichen.

*****
Vielen Dank für deine Zeit. Für alle, die dein Blog nicht kennen, erzähl doch mal ganz kurz, wie es dazu gekommen ist, dass du Fan von West Ham United geworden bist.

Ich glaube, der Beginn der Begeisterung für einen Verein kann oft nicht richtig erläutert werden. Das hat auch was Mystisches, Unerklärliches. Nick Hornby meinte einmal: “I fell in love with football as I would later fall in love with women suddenly, uncritically, giving no thought to pain it would bring”. Bei uns gab es schon im Gymnasium eine starke Fraktion von Fans des englischen Fußballs. Wir freuten uns damals vor allem über die im Sonntag-Abendsport gezeigten besten Torszenen aus der “First Division”, und da fielen mir auch die “Hammers” mit ihren für das kontinentale Auge ungewohnten “claret and blue”-Trikots auf. Bobby Moore, die Academy, die Liebe zu London und mehrfache Aufenthalte dort taten ein Übriges. Es gibt auch Parallelen zu meinem heimatlichen Klub Rapid Wien (da bin ich wirklich ein “lifelong supporter”): Rapid wurde als “1. Wiener Arbeiter Fußballklub” gegründet, West Ham als “Thames Ironworkers” – beide also richtige Arbeiterklubs! Und schließlich ist da vielleicht noch “die moralische Autorität des Außenseiters”, die Nick Hornby den West Ham-Fans einmal zugebilligt hat – ein Klub für “glory hunters” ist das jedenfalls nicht.

Momentan ist es ja nicht gerade einfach Anhänger der Hammers zu sein. Seit dem sechsten Spieltag steckt man im Tabellenkeller, nach der Niederlage in Burnley ist man weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Was sind die Hauptgründe für die sportliche Krise im Osten Londons?

Die gesamte Saison war geprägt von ökonomischer Unsicherheit. Nachdem die Gläubiger von Björgulfur Gudmundsson – der isländische Eigentümer war im Zuge der Wirtschaftskrise bankrott gegangen – über eine “CB Holding” den Klub übernommen hatten, wusste man nie so richtig, wie es weitergehen sollte. Die Kaderzusammenstellung im Sommer war – vor allem aus finanziellen Gründen – nicht optimal, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung hatte man zuwenig “cover” für verletzte Spieler. Junge Spieler, die letzte Saison erfolgreich in die Mannschaft eingebaut wurden, spielten im Herbst nicht konstant. Und wenn es auch blöd klingt, viele Spiele gingen wirklich knapp verloren, da war sicher auch Pech dabei, das sich im Verlauf dieser bisherigen Saison noch nicht “ausgeglichen” hat. Mit dem Eigentümerwechsel sollte nun Ruhe eingekehrt sein.

Gibt es denn noch Hoffnung für West Ham? In der Wintertransferperiode konnten immerhin Mido von Middlesbrough, Benny McCarthy aus Blackburn und der Brasilianer Ilan aus St. Etienne geholt werden. Wie können die drei den Hammers weiterhelfen?

Natürlich gibt’s Hoffnung: man erinnere sich nur an den “greatest escape” 2007, als West Ham noch neun Runden vor Schluss auf dem letzten Platz lag. Ein Carlos Tévez ist zwar diesmal nicht im Kader, aber an sich haben die Hammers genug Qualität, um nicht abzusteigen. Mido wurde von Middlesbrough ausgeliehen, spielte aber zuletzt bei einem Klub in seiner Heimat Ägypten. Wie fit er ist, wird sich weisen. Er spielt aber um eine minimale Gage und möchte echt nochmal beweisen, was in ihm steckt. Der Brasilianer Ilan muss sich an das Spiel in der Premier League wohl erst gewöhnen, er hat aber Torinstinkt und gleich bei seinem Debüt getroffen. Am meisten halte ich von Benedict McCarthy, auch wenn er bei seinem ersten Spiel am Wochenende gegen Burnley noch nicht voll überzeugen konnte.

Leistungsträger bei West Ham insbesondere im Sturm ist Carlton Cole, schon sieben Saisontreffer in 16 Einsätzen, aber auch immer wieder verletzt. Überhaupt ist die Offensive mit 30 Treffern, darunter fast ¾ Stürmertore, nicht das größte Problem. Warum dann aber kaum Verstärkungen für die Defensive im Winter?

Ich hätte zwar auch noch einen Verteidiger geholt, aber die drei neuen Stürmer sollten dem bisherigen Alleinunterhalter im Angriff, Carlton Cole, helfen und für die entscheidenden Siege sorgen können. Seit sich Cole und dann auch Guillermo Franco verletzt hatten, sah’s im Angriff müde aus: nur 7 Tore in den 11 Spielen seit Anfang Dezember!

Es sah im Angriff doch müde aus, weil inbesondere das Mittelfeld extrem ungefährlich ist. Nur neun Mittelfeldtore von vier verschiedenen Spielern. Das war letzte Saison ähnlich. Warum schafft es West Ham nicht gerade bei der doch offensiv ausgerichteten Spielweise ein torgefährliches Mittelfeld zu erzeugen? Das würde doch auch den Sturm entlasten.

Da liegt wohl ein echtes Problem: die Stürmer hängen oft in der Luft, weil aus dem Mittelfeld zu wenig Brauchbares kommt. Grund: einerseits sind frühere Leistungsträger nicht in Form. Vor allem Mark Noble (bis zum Erreichen der Altersgrenze Kapitän des englischen U21-Teams) und der junge Jack Collison lassen heuer ziemlich aus. Dann war Behrami länger verletzt und sein Ersatz Radoslav Kovac ist einfach nicht gut genug. Scott Parker, eigentlich der Star im Mittelfeld, hatte auch mit Verletzungen zu kämpfen; bei ihm fehlt mir die Konstanz. Andererseits war die Einkaufspolitik bei den midfielders alles andere als glücklich. Da haben wir Alessandro Diamanti: bei ihm wechseln Licht und Schatten – ein neuer Paolo di Canio wird der nicht mehr. Und der zweite Neue für’s offensive Mittelfeld, Jimenez, kam in London nie richtig an – er hat im Jänner zurück nach Italien gewechselt. Savio detto, er ging schon im August zurück nach Italien.
Alles in allem: es fehlt ein echter Kreativer, ein “flair player”, Assistgeber und Heckenschütze, wie es zum Beispiel bis vor zwei Saisons Yossi Benayoun war. Oder auch ein Kieron Dyer sein könnte, wenn er fit wäre. Lee Bowyer hat man abgegeben, der spielt jetzt eine super Saison bei Birmingham. Matty Etherington hat man abgegeben – eine super Saison bei Stoke. Gegen Burnley hat Junior Stanislas in der zweiten Halbzeit recht gut gespielt. Wenn Scott Parker und Valon Behrami fit bleiben und sich Noble wieder fängt, wären die vier mein Wunsch-Mittelfeld. Bei Diamanti bin ich mir nicht so sicher, ob der noch einschlägt…

Gleichzeitig las man in den Tageszeitungen, dass West Ham gerne Van Nistelrooy, Robbie Keane aus Tottenham und Mateja Kezman von Paris St. Germain holen wollte – alle wieder Stürmer. Alle sind trotz lukrativer Angebote nicht nach London gewechselt. Belastet die finanzielle Ungewissheit des Vereins den Wechsel von Neuzugängen, einfach, weil man sich nicht sicher sein kann, ob in einem Jahr noch das Gehalt gezahlt wird?

Ein Abstiegskampf in der Premier League ist wohl auch nicht so attraktiv wie mit HSV in der Europa League zu spielen. Und die neuen Eigentümer haben ein schonungsloses Bild vom hohen Schuldenstand bei den Hammers gezeichnet, da überlegt man sich’s als Spieler, ob man dorthin wechseln möchte. Robbie Keane war den Hammers aber, glaube ich, definitiv zu teuer.

Wie groß findest du denn die Auswirkungen der finanziellen Krise des Vereins auf die sportlichen Leistungen des Teams?

Das ständige Gerede von einem bevorstehenden Eigentümerwechsel und hohen Schulden hat sich sicher ausgewirkt. Und wenn’s einmal nicht gut läuft, dann kommt auch Pech und mangelndes Selbstvertrauen hinzu. “In football it’s all about confidence”, heißt es nicht zu unrecht.

Eine Serie zu starten ist ja auch nicht einfach. Ich kann mich an die gute Leistung von West Ham gegen Portsmouth Ende Dezember erinnern. Anschließend sah ich dann eine richtig schlechte Performance bei den Spurs. Nach den wenigen Siegen diese Saison folgte in der nächsten Partie sofort ein Rückschlag. Komischerweise zeigte man vor allem gegen die großen Teams der Liga gute Leistungen. Ist der Abstiegskampf bei den Spielern schon angekommen?

Das frage ich mich auch. Vor allem die ewigen netten Interviews von Gianfranco Zola nach Niederlagen lassen mich daran zweifeln, dass man den Ernst der Lage schon erkannt hat. “Too good to go down” – das sollte man rasch aus den Hirnen rauskriegen.

Die neuen Besitzer des Vereins, David Sullivan und David Gold, haben nach ihrer Übernahme sehr schnell mitgeteilt, dass den Verein Schulden in Höhe von 110 Millionen Pfund plagen, für einen kleinen Premier League Klub eine enorme Summe. Gleichzeitig sagte Sullivan, es mache ökonomisch überhaupt keinen Sinn in den Verein zu investieren, er mache das nur, weil er Fan der Hammers sei. Einerseits rettet jemand den Klub, sagt aber auch, dass die Zukunft sehr schwierig wird. Wie kommt sowas bei den Anhängern an?

Ich denke, da will jemand bewusst ganz anders antreten als vor gut drei Jahren die Isländer, die damals den Klub übernommen haben. Wahrscheinlich sollen diese Hinweise auf den Schuldenstand und vor allem die hohen laufenden Kosten eine Vorbereitung auf kommende Umbrüche sein. Man wird sich im Sommer wohl noch von dem einen oder anderen besonders gut verdienenden Spieler trennen. Vor allem aber dürfte es auch um das Senken von anderen Personalkosten gehen. In einem aktuellen Interview teilte Sullivan mit, man habe  höherrangigen Klubmitarbeitern bereits den Vorschlag gemacht, auf 25 Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie ihren Job behalten möchten. Im Sommer könnte man sich von “zwanzig bis dreißig” Mitarbeiten trennen. Indem Sullivan die hohen Einkünfte in dem Interview auch zahlenmäßig benennt, versucht er – glaube ich – öffentlichen Druck aufzubauen und Verständnis bei den Anhängern zu erwecken. Für die Anhänger geht’s jetzt mal um’s Überleben in der Premier League. Auch wenn sich viele den dynamischen Unternehmer Tony Fernandes als neuen Eigentümer gewünscht haben anstatt der beiden alten Eastender mit schlüpfriger Vergangenheit – jeder ist nun froh, dass die Eigentümerfrage endlich gelöst wurde und man sich wieder auf’s Sportliche konzentrieren kann. Bis zum Saisonende jedenfalls…

…wenn dann Spieler, wie zum Beispiel Carton Cole, Scott Parker oder Alessandro Diamanti, verkauft werden müssen. Wird die nächste Saison nach einem möglichen Klassenerhalt nicht noch viel schwieriger und würden die Fans Verkäufe von Leistungsträgern einfach so akzeptieren?

Matthew Upson wird schon derzeit als möglicher Kandidat für einen Transfer genannt. Bei Cole und Parker habe ich eher das Gefühl, dass sie nicht abgegeben werden. Auch Tormann Robert Green könnte gehen. Dass es zu einem Ausverkauf kommt, glaube ich aber nicht.

Schweißt die schwierige Situation die Fans eigentlich zusammen? Du bist da vielleicht näher dran als ich. Gib doch mal einen kurzen aktuellen Stimmungseinblick in die Seele eines Hammers-Fan.

Im Augenblick macht sich bei mir ein gewisser Fatalismus breit. “Never a dull moment with West Ham United”, heißt es so schön – aber leider wird’s vor allem deshalb nicht langweilig, weil in den letzten Jahren was schiefgehen konnte, auch schiefging: 2006 das FA-Cup-Finale durch einen Fernschuss von Steven Gerrard praktisch Sekunden vor dem Schlusspfiff verloren, bei der Carlos Tévez-Affäre 8,5 Millionen Pfund Strafe und bis zu 20 Mio Pfund Schadenersatz an Sheffield Utd bezahlt, der letzte Eigentümer gerade aus dem Land, das von der Finanzkrise am härtesten getroffen wurde, unser Stürmer-Star bei seinem ersten Einsatz im Nationalteam schwer verletzt und mittlerweile in “Frühpension”. Fehlt nur noch, dass man heuer in die Championship absteigt! Aber das wird nicht passieren, denn auch wir Anhänger sind der Meinung: “too good to go down”!

West Ham steht schon seit knapp zwei Jahren immer wieder negativ in den Schlagzeilen wegen der finanziellen Situation des Vereins. Wie geht man als Fan damit um und ändert man seine Haltung gegenüber dem Verein?

Die ärgsten negativen Schlagzeilen machte wohl zunächst die Carlos-Tévez-Affäre, als der Klub im Frühjahr 2007 wegen unzulässiger Vertragsklauseln bei der Verpflichtung des Argentiniers und seines Landsmannes Javier Mascherano fürchten musste, Punkte abgezogen zu bekommen. Man kam dann zwar mit einer horrenden Geldbuße davon, aber der Ruf des Klubs war ramponiert. Und gegen Absteiger Sheffield United war West Ham in einen jahrelangen Rechtsstreit verwickelt, der schließlich mit einem Vergleich endete. Aufgrund dessen muss West Ham einen zig-Millionen-Betrag als Schadenersatz an Sheffield Utd zahlen. Gleichzeitig kam die Wirtschaftskrise, die Island besonders getroffen hat – und West Ham hatte das Pech, einen isländischen Eigentümer zu haben. Man bleibt natürlich ein Fan des Klubs, aber man betrachtet vieles kritischer.

Nun hatte man letzte Saison und dem 9. Platz als Abschluss eine tolle Spielzeit unter Trainer Gianfranco Zola gespielt. 2009/2010 läuft es bisher nicht zufriedenstellend. Wie viel Kredit hat denn Zola noch bei den Fans?

Als im Zuge der Übernahme durch Sullivan/Gold das Gerücht auftauchte, dass diese den Trainer auswechseln würden, wurde gleich eine Petition “pro Zola” gestartet, und die beiden Neuen bestätigten unverzüglich, dass “GZ” Trainer bleiben werde. Die Zahl der Kritiker unter den Fans nimmt aber natürlich mit jedem enttäuschenden Resultat zu, wobei Zola vor allem eine gewisse taktische Ahnungslosigkeit vorgeworfen wird. Der italienische Manager hat aber zweifellos noch viel Kredit bei den Fans, vor allem weil er sein Team seit jeher den tradionellen “West Ham Way” spielen lässt (gepflegtes Kombinationsspiel statt “kick and rush” mit hohen Flanken in den Strafraum, und dazu baut Zola, dem West Ham-Selbstverständnis entsprechend, immer wieder Eigenbauspieler aus der vereinseigenen Academy in die Mannschaft ein). Ich hoffe nur, dass man heuer nicht “in Schönheit stirbt”, zumal die Zola-Philosphie nicht gegen jeden Gegner und in jedem Spiel umgesetzt werden kann.

Wenn das System Zola nicht flexibel genug ist, erklärt das vor allem, dass man gegen Chelsea und Arsenal, wo man Raum zum Kombinieren hatte, gute Leistungen zeigte. Gegen Burnley oder Stoke sind aber andere Elemente von Nöten. Haben die Fans der Hammers zu hohe qualitative Ansprüche an den gespielten Fußball?

Der West Ham-Fan wird sich nie mit einer langweiligen statischen Spielweise zufrieden geben. Als man bemerkte, dass “GZ” ganz anders spielen ließ als sein Vorgänger Alan Curbishley, löste das eine echte Euphorie aus. Und in der ersten Saison des Italieners lief es ja auch prächtig: ein “top ten”-Finish und beinah die Qualifikation für einen Europa League-Startplatz. Aber für den “relegation dog fight” könnte Zolas bevorzugte Spielweise schön langsam zum Bumerang werden. Wobei man dazusagen muss, dass Zola ohnehin immer wieder herum experimentiert. Am Anfang trat er mit einem dezitierten 4-3-3 an und ließ auch in der Reserve und in den Jugendteams auf diese Taktik umstellen, dann wurde oft Carlton Cole als Solostürmer eingesetzt, und jetzt mit den Stürmer-Neuerwerbungen wird man wahrscheinlich meistens 4-4-2 spielen, wie zuletzt gegen Burnley. Da hatten die Hammers übrigens beachtliche “11 attempts on target” zu verzeichnen, so schlecht war das nicht, nachdem man – leider viel zu spät nach einem allzu defensiven Beginn – in die Partie hineingefunden hatte. Es wird aber Zeit, dass “GZ” und sein Co-Trainer Steve Clarke das Team so einstellen, dass Angriffsspiel, Mittelfeld und solide Verteidigung wieder so ineinander greifen, wie das in der letzten Saison der Fall war.

Noch einmal Thema Verletzungen: Kieron Dyer kam 2007 als großer Hoffnungsträger von Newcastle nach West Ham. Seitdem hat er nur 18 Pflichtspiele absolviert. Sullivan legt ihm den Rücktritt vom Profisport nahe – damit West Ham auch hier Kosten sparen kann. Ein richtiger Schritt?

Ich kann nicht beurteilen, wie Dyer wirklich gesundheitlich beisammen ist. Aber die Situation erinnert an Stürmer Dean Ashton, der nach seiner schweren Knöchelverletzung im Sommer 2006 – das war eigentlich der Beginn der großen Pechsträhne bei West Ham – nicht mehr ganz gesund geworden ist und seinen Abschied vom Fußball bekannt geben musste. Wenn die Situation bei Dyer ähnlich ist, dann muss man einen Schlussstrich ziehen.

Ein kurzer Ausblick auf die nächsten Spiele. West Ham hat drei schwere Auswärtsspiele demnächst, bei Manchester United, Chelsea und Arsenal. Die nächsten Heimspielgegner heißen nach der heutigen Partie gegen Birmingham unter anderem Hull City, Wolverhampton, Bolton und Stoke. Wo steht West Ham Ende März in der Tabelle?

Die nächsten Spiele werden entscheidend sein. Mittwoch gegen Birmingham (zu Hause) und dann nochmals zu Hause gegen Hull müssen zwei Siege her – was gegen Brum alles andere als leicht werden wird. Entscheidend werden die direkten Duelle gegen die “fellow strugglers” im unteren Tabellendrittel sein, und da haben die Hammers viele Heimspiele. Ende März muss schon ein Respektabstand zum “Strich” da sein, egal wie die drei Auswärtsspiele gegen die Großen ausgehen!

Sollte es mit den Siegen im Februar nicht klappen, wäre dann ein Rücktritt von Zola denkbar?

Ja. Wenn man keine neuen Spieler mehr holen kann, holt man einen neuen Trainer. Diesem Gesetz würden sich wahrscheinlich auch Sullivan/Gold nicht entziehen können. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommen wird…

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Ich bedanke mich recht herzlich beim Rapidhammer, dass er für das Interview zur Verfügung stand.

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Premier League Saison 2009/2010: Saisonvorschau – Kampf um die internationalen Plätze

Dienstag, 11. August 2009 22:33

Neben den ersten sechs ausführlicheren Vorschauserien soll es nun noch einen kurzen Überblick über die restlichen Teams geben, jeweils eingeteilt von mir in Gruppen, meist nach dem Tabellenstand, den ich für die Teams erwarte. Basierend auf den Leistungen der Vorsaison und den Entwicklungen in der Sommerpause. Sprechen wir über den Einzug in die Europa League, also im Optimalfall die Plätze fünf, sechs und sieben, kommen dafür neben Manchester City, welches ich gestern schon näher vorgestellt hatte, insgesamt noch fünf Teams in Frage: der FC Everton, Aston Villa, Tottenham Hotspur, der FC Fulham und West Ham United.

Es ist natürlich schwierig jetzt diese Teams prognosemäßig in eine Reihenfolge einzuordnen bezüglich ihres Tabellenplatzes. Das kann ich nicht, weil es aus meiner Sicht völlig willkürlich wäre. Ich sehe im Moment keine große Anzahl von Argumenten, warum Everton hinter Tottenham landen sollte. Vielmehr haben diese fünf Teams alle das Potential um die Plätze 5 bis 7 mitzukämpfen.

Großer Vorteil des FC Everton: Das Team ist nahezu identisch mit dem der Vorsaison. Das ist für einen Teilnehmer der Europa League auch in der Premier League keine Seltenheit mehr. Aber Trainer David Moyes hat sich gegen alle Abwerbungsversuche seiner Spieler gesperrt. Die letzte Hürde muss er in der Tat allerdings noch nehmen. Manchester City buhlt weiterhin intensiv um die Defensivstütze Joleon Lescott. Sollte Lescott wirklich noch zu Manchester City wechseln, würde den Toffees eine ganz wichtige Position in der Defensive fehlen – und die Philosophie von Trainer Moyes wäre für den Papierkorb. Zu wünschen wäre dem FC Everton weniger Verletzte als vergangene Saison, als man insbesondere in der Hinserie teilweise ohne kompletten Sturm auskommen musste und Tim Cahill sich als einzige Spitze versuchen durfte. Auch diese Zeiten sollen im Goodison Park vorbei sein. Man hat sich im Sommer nur punktuell verstärkt. Jo wurde von Manchester City ausgeliehen, im Gegenzug gab man Lars Jacobsen an die Blackburn Rovers ab. Und so könnte am Samstag im Heimspiel gegen den FC Everton fast dieselbe Mannschaft aufspielen wie am ersten Spieltag der vergangenen Saison. Und Kontinuität scheint sich auszuzahlen. Im Tor ist Tim Howard weiter gesetzt, die Viererkette bestünde aus Joseph Yobo, Juleon Lescott, Phil Jagielka und Leighton Baines. Im Mittelfeld dann als eher defensive Absicherung Leon Osman und Phil Neville, als kreative Abteilung Tim Cahill, Mikel Arteta und Marouane Fellani. Einzige Spitze könnte Louis Saha sein. Vor der Premier League Saison 2009/2010 spricht wenig dagegen, dass der FC Everton die gute Vorsaison wiederholen kann.

Dass Aston Villa hingegen an die großartige Vorsaison, wo man teilweise unter den ersten drei Mannschaften in der Tabelle spielte, anknüpfen kann, wird von vielen Experten eher bezweifelt. Insbesondere der Abgang von Gareth Barry zu Manchester City ist schon eine erhebliche Schwächung, auch wenn der englische Nationalspieler letzte Saison nicht immer auf Top-Niveau spielte. Ob die Neuzugänge – unter anderem das große englische Talent Fabian Delph, gekommen vom Viertligisten Leeds United, und Stewart Downing von Absteiger FC Middlesbrough – diese Lücke schon füllen können und Aston Villa auf dem Niveau der Vorsaison halten, bezweifele ich. Zumal gerade auch die Endphase der vergangenen Spielzeit gezeigt hat, dass Villa über eine gesamte Saison sich immer wieder Schwächephasen nimmt, die zum Beispiel beim FC Everton sehr viel weniger auftreten. Villa hat letzte Saison ein wenig über seinen Möglichkeiten gespielt. Trotzdem ist sicherlich festzustellen, dass Villa immer noch den Kader hat um unter die ersten Fünf zu kommen, insbesondere in der Offensive ist man mit Ashley Young, John Carew, Gabriel Agbonlahor und Emile Heskey exzellent besetzt. Ein paar mehr Sorgen muss sich Trainer Martin O’Neill da schon um seine Abwehr machen, die mit dem Ende der Karriere von Martin Laursen eine wichtige Stütze verliert.

Ein bisschen wie der FC Everton und Aston Villa möchte man auch an der White Hart Lane bei den Tottenham Hotspur. Insbesondere das Theater der vergangenen Saison mit dem miserablen Saisonstart und der Posse um Juande Ramos soll vergessen gemacht werden. Mit Harry Redknapp ist jetzt ein wenig Kontinuität in den Verein gekommen. Und es ist deutlich sichtbar, dass Redknapp dem Team und Vereinsumfeld seinen Stempel auftragen möchte. Mit Sebastien Bessong von Newcastle United und Peter Crouch vom ehemaligen Redknapp-Klub FC Portsmouth sind zwei Wunschspieler in den Nordosten Londons gekommen. Im Gegenzug haben bisher 16 Spieler den Verein verlassen, die Bekanntesten sind Didier Zocora, welcher zum FC Sevilla wechselte, und Darran Bent für 10 Millionen Pfund zum FC Sunderland, inklusive 140 Zeichen auf seiner Twitter-Page. Der Kader wurde also schlanker gemacht, Harry Redknapp möchte mit mit maximal 24 Spielern zusammenarbeiten. Große Stärke der Spurs könnte ihre Ausgeglichenheit sein. Kein Mannschaftsteil ist wirklich schlecht besetzt, die großen Stars fehlen aber, mal den Sturm ausgenommen. Aber das ist genau das, was Harry Redknapp so schätzt. Spielerische Eingespieltheit wird sehr viel höher bewertet als die großen Starallüren auf dem Platz. Robbie Keane kann ein Lied davon singen.

Viele werden sich fragen, warum ich auch den FC Fulham mit in die Liste aufgenommen habe. Und so ganz weiß ich es im Moment auch nicht mehr, vielleicht auch, weil ich den Verein sehr sympathisch finde. Eigentlich immer ein Abstiegskandidat gewesen, konnte Roy Hodgson die Cottagers vergangene Saison mit einer der besten Heimbilanzen (und dafür einer eher mäßigen Auswärtsperformance) in die Europa League führen. Ich weiß, jetzt kommen wieder die kritischen Stimmen, die meinen, dass man so eine Leistung erstmal wiederholen muss. Das weiß ich sehr wohl, aber warum sollte es der FC Fulham nicht noch einmal schaffen am Ende den siebten Platz zu belegen. Finanziell ist der Klub – auch im Vergleich zu Villa, Everton und Tottenham – ein richtig kleiner Zwerg. Es ist wenig Geld da, die Einnahmen aus den Ticketverkäufen ist aufgrund des kleinen Stadions sehr viel geringer. Kein Wunder also, dass die Transfertätigkeiten des FC Fulham immer völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Lediglich vier Transferaktivitäten verzeichnet man im Südwesten Londons. Dabei hat man sich aber gar nicht so unklug verstärkt. Verteidiger Stephen Kelly, 25 Jahre jung, kam von Birmingham City, Björn Helge Riise, 26 Jahre jung und Bruder vom ehemaligen Liverpool-Spieler John Arne Riise, wechselte aus Lillestrom nach London. Beide passen ideal in das Anforderungsniveau und die Philosophie von Trainer Hodgson hinein. Interessant und spannend wird zu sehen sein, wie gut Fulham die Doppelbelastung aus Premier League und Europa League verkraften wird.

Und kein Artikel über die Premier League, wo man nicht auf das große, nicht mehr vorhandene Geld stößt und die Finanzkrise fast schon existenzgefährdende Spuren hinterlassen hat, nämlich beim Klub aus dem Osten Londons, West Ham United. Deren Besitzer, der isländische Bankier Björgulfur Guomundsson, hat durch die Wirtschafts- und Finanzkrise nahezu sein komplettes Vermögen verloren. Mittlerweile ist West Ham im Besitz der isländischen CB Holding, an der zu 70 Prozent die Straumur-Burdaras-Bank und zu 30% die beiden Banken Byr und MP beteiligt sind. Alle kommen aus Island, und alle können sich mit den Gläubigern nicht darauf einigen, wem was gehört und zusteht. Die Straumur-Bank ist mittlerweile pleite und verstaatlicht worden. West Hams Zukunft ist in größerer Gefahr denn je. Eine Einigung bis zum Jahresende scheint unwahrscheinlich. Geld für große Verpflichtungen ist also nicht da, dennoch hält es sich, was den Verkauf von Spielern angeht, noch im Rahmen. Aber die große Welle von Verkäufen der Stammspieler kann auch erst noch beginnen. Lucas Neill ist der erste auf der Liste, der sich schon Gedanken um seine Zukunft macht – außerhalb von West Ham. Bisher wurden lediglich Diego Tristan, Lee Bowyer und Freddie Sears abgegeben. West Ham hat nicht um sonst den kleinsten Kader in der Premier League, derzeit gerade einmal 18 Spieler. Da müssen viele Faktoren zusammenspielen, dass es für West Ham wieder unter die ersten Sieben reicht. Von allen hier fünf genannten Teams sehe ich die Hammers mit den geringsten Chancen. Trotzdem sollte man vor allem auf den exzellenten Torwart Robert Green achten. Und ich würde mir sehr wünschen, wenn Kieron Dyer endlich mal wieder mehr als zwei Spiele pro Saison absolviert.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Kicken am Sonntagnachmittag mit HSV, Hertha, Hoffenheim, West Ham und dem FC Arsenal

Sonntag, 26. Oktober 2008 16:36

[18h56] Endstand West Ham United – FC Arsenal 0:2 Prüfung bestanden für die Gunners mit viel Kampf und Leidenschaft. Tolles Spiel in der zweiten Hälfte. Adebayor löste dann den Knoten und bleibt weiter oben in der Tabelle dran.

[18h54] Platzverweis Carton Cole/West Ham United für grobes Foulspiel. Absolut berechtigt. Gianfranco Zola stocksauer an der Linie auf seinen Spieler.

[18h52] West Ham United – FC Arsenal 0:2, Emmanuel Adebayor, 90.+1 Blitzsauberer Konter der Gunners. Langer Ball von Bendtner (!) aus der eigenen Hälfte auf den Togolesen, der auf und davon, umkurvt noch den herauseilenden Green und braucht dann nur noch einschieben. Messe gelesen.

[18h51] Drei Minuten Nachspielzeit in London

[18h49] Endstände in der Bundesliga

  • Hoffenheim – Hamburg 3:0
  • Stuttgart – Bochum 2:0
  • Dortmund – Berlin 1:1

[18h41] Adebayor bringt den change ins Spiel der Gunners. Toller Schuss aus 16 Metern, aber wieder Robert Green blitzschnell unten, den Nachschuss setzt Adebayor über das Tor, tolles Spiel jetzt.

[18h39] VfB Stuttgart – VfL Bochum 2:0, Mario Gomez, 83. Minute Herrlicher Kopfball, Partie ist entschieden.

[18h36] West Ham United – FC Arsenal 0:1, Eigentor Faubert, 76. Minute Wenn schon die Gunners nicht treffen, dann machen es eben die Hammers. Initiator war Adebayor, der sich durch den Strafraum tankt, in die Mitte gibt, wo Bendtner einschussbereit steht. Aber Faubert kommt ihm zuvor und grätscht den Ball ins eigene Tor. Führung absolut verdient, West Ham vor der dritten Saisonniederlage in Folge.

VfB Stuttgart – VfL Bochum 1:0, Mario Gomez, 80. Minute

[18h31] Borussia Dortmund – Hertha BSC 1:1, Sebastian Kehl, 72. Minute

[18h31] Robert Green – ein Mann für die englische Nationalmannschaft. Überragende Leistung, blitzschnell unten bei einem Schuss von van Persie. Der Nachschuss kann durch Forbert ebenfalls geklärt werden.

[18h29] Und mit seinem ersten Ballkontakt, einem Kopfball, sorgt Adebayor schon für erhöhte Torgefahr.

[18h28] Es ist ein Spiel auf ein Tor im Osten Londons, Arsenal drückt auf die Führung. Nasri geht, Diaby kommt, zudem jetzt Sturmpower mit Adebayor für Theo Walcott.

[18h23] Dritte gute Chance für Hamburg im zweiten Durchgang, Bastian Reinhardt scheitert an Haas, Anschlusstreffer liegt in der Luft. Und die Gunners wären froh, wenn sie überhaupt mal treffen würden.

[18h18] Hamburg darf jetzt das Spiel am Neckar machen, Hoffenheim konzentriert sich ganz aufs Kontern. Luft ist aus dem Spiel ein bisschen draußen.

[18h13] Hoffenheim immer noch 3:0, wie enttäuschend.

[18h09] Ganz schmaler Grat für den FC Arsenal im Geduldsspiel gegen West Ham. Die Gastgeber stehen sehr tief, haben aber schon mehrmals gezeigt, dass sie gefährliche Konter fahren. Arsenal muss auf die Führung gehen, gleichzeitig aber verhindern in einen Konter zu laufen. West Ham macht das sehr geschickt.

[18h02] Weiter geht es in Deutschland und England

[17h58] Die erfreulichste Nachricht des Tages: Kickers Emden gewinnt gegen Sandhausen mit 3:0, punktgleich mit Union Berlin an der Spitze der 3. Liga

[17h53] Endstände in der Premier League

  • Wigan Athletic – Aston Villa 0:4
  • Tottenham Hotspur – Bolton Wanderers 2:0
  • Manchester City – Stoke City 3:0

[17h49] Halbzeit Dortmund – Berlin 0:1 und VfB Stuttgart – VfL Bochum 0:0 Der BVB nochmal mit einer guten Chance zum Ausgleich, die alte Dame klärt auf der Linie.

Halbzeit West Ham United – FC Arsenal 0:0

Wigan Athletic – Aston Villa 0:4, Steve Sidwell, 90. Minute

[17h46] Halbzeit TSG Hoffenheim – Hamburger SV 3:0 Ohne Worte, bin fassungslos

[17h42] In Tottenham wird man erstmal kräftig durchatmen, währenddessen Lokalrivale Arsenal sich durch die Partie im Upton Park schleppt. Mittlerweile hat man die Kontrolle über das Spiel, mehr Ballbesitz, aber man trifft das Tor wie so häufig nicht, liegt aber auch am gut aufgelegten Robert Green.

[17h40] Salihovic trifft den Pfosten fünf Minuten vor der Pause, fast das 4:0

[17h39] Ich wollte gerade schreiben, dass Hoffenheim ein bisschen auf die Bremse getreten hat in den letzten 10 Minuten, kaum vor dem Hamburger Tor auftauchte, und dann sind die plötzlich mit einem Pass wieder vor dem Tor. Hoffenheim nimmt den HSV in alle Bestandteile auseinander. Die spielen, als hätten die eine Siegprämie bekommen, die man wohl nicht ablehnen konnte.

[17h36] TSG Hoffenheim – Hamburger SV 3:0, Obasi, 36. Minute Unfassbar. Ein Pass aus dem Mittelfeld gegen die aufgerückte Hamburger Abwehr. Obasi umkurvt Rost und schiebt zum 3:0 ein

[17h33] Manchester City – Stoke City 3:0, Robinho, 72. Minute Sein dritter Treffer am heutigen Tage.

Tottenham Hotspur – Bolton Wanderers 2:0, Darran Bent, 76. Minute

[17h31] Borussia Dortmund – Hertha BSC Berlin 0:1, Cicero, 31. Minute per Elfmeter Weidenfeller verschuldet einen berechtigten Foulelfmeter, Cicero verwandelt leicht und locker.

[17h28] Toller Angriff der Gunners, Zuckerpass von Fabregas auf van Persie, der für Walcott durchlegt, noch einen Gegenspieler auslässt und dann mit links ins lange Eck schießen will. Aber Robert Green mit tollem Reflex, kann zur Ecke klären. Beste Chance für die Gäste so far.

[17h25] Arsene Wenger steht mit seiner Gunners-Jacke fluchend am Spielfeldrand, fordert von seinem Team mehr Engagement im Spiel nach vorne. West Ham steht defensiv bisher sehr souverän.

[17h22] Wigan Athletic – Aston Villa 0:3, John Carew, 63. Minute

[17h21] In Dortmund sind die Gäste besser ins Spiel gekommen, hatten zwei gute Chancen auf die Führung, in West Ham sind die Gastgeber das bestimmende Team, fast 60% Ballbesitz für die Hammers, Arsenal wirkt etwas lethargisch. Frei kommt in Dortmund für den verletzten Kuba.

[17h18] Frank Rost kurz vorm Explodieren, könnte 5:0 für die TSG stehen.

[17h15] TSG Hoffenheim – Hamburger SV 2:0, Vedad Ibisevic, 13. Minute Jarolim mit Ballverlust an der Mittellinie und dann wird der HSV mit drei Pässen überrollt und auseinandergenommen. Eine Minute später fast das 3:0. Unglaubliche Leistung der Badener.

Wigan Athletic – Aston Villa 0:2, Gabriel Agbonlahor, 57. Minute

[17h13] Im Upton Park gehören West Ham United die ersten 10 Minuten, Almunia bewahrt die Gunners vor dem frühen Rückstand.

[17h08] TSG Hoffenheim – Hamburger SV 1:0, Obasi, 7. Minute Eduardo mit Zuspiel auf Obasi, der mit dem Rücken zum Tor steht, Benjamin wird umkurvt und dann trocken abgeschlossen. Verdiente Führung für einen starken Auftakt.

Manchester City – Stoke City 2:0, Robinho, 47. Minute

[17h06] Gute Chance für die Westfalen. Drei Dortmunder nutzen die zahlenmäßige Überlegenheit gegen sechs Berliner, spielen sich mit Doppelpass durch die Abwehr, Tinga schießt final über das Tor. Stürmischer Beginn der Dortmunder.

[17h03] Zwei Minuten gespielt in Mannheim, Kai Dittmann ist schon ganz aus dem Häuschen, weil Hoffenheim schon zweimal gefährlich vor dem Tor von Rost auftauchte.

[17h00] In Stuttgart rollt der Ball zuerst, der Rest folgt dann gleich. Im East End von London ist noch Platzwahl.

[16h59] Die Aufstellungen im Upton Park

West Ham United: Green – Faubert, Collins, Upson, Ilunga – Mullins, Parker, Bowyer, Di Michele – Bellamy, Cole

FC Arsenal London: Almunia – Eboue, Gallas, Silvestre, Clichy – Walcott, Fabregas, Song Billong, Nasri – Bendtner, Van Persie

Die Gunners schonen Emmanuel Adebayor, Van Persie kehrt für Diaby wieder zurück ins Team.

[16h53] Die Aufstellungen im Carl-Benz-Stadion in Mannheim

Hoffenheim: HaasBeck, Jaissle, Compper, IbertsbergerLuiz GustavoCarlos Eduardo, SalihovicObasi, Ba, Ibisevic

Hamburger SV: RostDemel, Reinhardt, Alex Silva, MathijsenBenjaminJarolim, Trochowski, PitroipaPetric, Olic

Hoffenheim nur mit einer Änderung, bei den Hamburgern fehlen Atouba und Guerrero

[16h48] Halbzeit in der Premier League

  • Manchester City – Stoke City 1:0
  • Tottenham Hotspur – Bolton Wanderers 1:0
  • Wigan Athletic – Aston Villa 0:1

[16h45] Herrliches Zitat von Martin Jol, angesprochen auf eine Zeitungsmeldung, die laut Jol nicht der Wahrheit entspricht, sagt der HSV-Coach, dass man in England Zeitungen für Fish und Chips verwende.

[16h43] Durchaus auch interessante Partie im Upton Park. Arsenal kann mit einem Sieg auf einen Punkt an Chelsea und Hull City ranrücken, West Ham mit einem Dreier Richtung Europa vordringen.

[16h40] Wer in Mannheim gewinnt, übernimmt wieder die Tabellenführung von Bayer Leverkusen. Mit einem Auswärtssieg kann Hertha BSC sogar Dritter werden, wenn gleichzeitig Hoffenheim verliert. Im dritten Sonntagsspiel möchte der VFB Stuttgart Anschluss an die Europapokalplätze finden.

[16h35] So weiter gehts. 90 perfekte Minuten für die Reds an der Bridge, jetzt ist Arsenal gefordert. Und dann dreimal “H” in der Bundesliga. Wird hoffentlich spannend.

Thema: Fußball, Live-Blog, Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 8. Spieltag – Money, Money, Money

Freitag, 17. Oktober 2008 12:22

Hallo aus Berlin! Nach dem beruflichen Stress kommt jetzt der schöne Teil der Reise, ein nahezu freies Wochenende in Berlin. Mein Hotelzimmer hat glücklicherweise W-Lan, vielleicht kann ich also doch Formel 1 im Internet schauen, weil RTL kann ich mir nicht antun. Aber mal schauen. In aller Kürze ein paar Sätze zur Premier League.

Die Finanzmarktkrise macht auch vor der Premier League nicht halt. West Ham United ist besonders betroffen. Der Klubbesitzer, Björgolfur Gudmundsson, ist Isländer und Präsident der isländischen Bank Landsbanki. Und diese Bank ist letzte Woche verstaatlicht worden, weil sie sonst vom Erdboden verschluckt worden wäre. Nun muss ein Kader von 34 Spielen den globalen Wirtschaftsbedingungen angepasst werden. Für die FIFA und die UEFA ist das natürlich Wasser auf die Gebetsmühlen, dass ausländische Investoren in nationalen Ligen nichts verloren haben und alles, aber auch alles an der Premier League schlecht sei. Aber es gibt auch ein paar lobende Worte für den englischen Fußball, das Jugendmodell von Leeds United sei vorbildlich, so Blatter. Und so schlimm scheint die Finanzkrise die Premier League gar nicht zu treffen. Mögliche Einnahmeverluste aus dem TV-Vertrag mit Sky und Setanta sollen eventuell durch höhere Fernseheinnahmen aus dem Ausland gedeckt werden.

David Moyes hat jetzt endlich die Unterschrift unter seinen neuen Vertrag beim FC Everton gesetzt. Der Kontrakt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist somit ein klarer Vertrauensbeweis für den Trainer. Und das ist einer sportlich eher schlechten Phase. Everton hat mit dem 15. Platz eine der schlechtesten Saisonplatzierungen der letzten Jahre inne, insbesondere die Heimschwäche ist zurzeit eklatant. Ein Vertrauensvorschuss, den David Moyes jetzt mit sportlichen Erfolgen füllen muss. Das verlangt auch die Vereinsführung.

FC Middlesbrough – FC Chelsea London

PREMIERE live ab 13h40; Kommentar: Markus Gaupp

Momentan ist alles im Reinen beim FC Chelsea. Man spielt erfolgreichen und durchaus attraktiven Fußball, die Fans sind zufrieden, Roman Abramovitsch scheint es wohl auch sehr zu munden. Nun kommt die aber durchaus schwere Auswärtspartie in Middlesbrough. Das Team von Gareth Southgate konnte nach fünf Niederlagen in Folge zuletzt wieder gewinnen. Middlesbrough auf dem Weg der Besserung, wenngleich man durchaus hätte schon mehr Punkte erreichen können. Keine leichte Aufgabe für die Blues. Chelsea sollte aber die Klasse zu haben dies souverän über die Bühne zu bringen. Zur Erinnerung: Letzte Saison verlor der FC Arsenal im Riverside Stadium. Damals waren die Gunners auch Tabellenführer.

Aston Villa – FC Portsmouth

Wenn man so will, ist es das Spitzenspiel an diesem Spieltag. Der Tabellenfünfte empfängt den Tabellensiebten. Wer gewinnt, stößt in die Tabellenspitze vor. Dabei darf nicht übersehen werden, dass beide Teams vornehmlich um die internationalen Plätze kämpfen. Mit einem Sieg könnten beide ihren ansprechenden Saisonstart krönen. Aston Villa ist daheim im Villa Park noch ungeschlagen diese Saison, Portsmouth konnte auswärts noch nicht dreifach punkten. Zumindest von der Statistik sind die Vorzeichen klar.

FC Liverpool – Wigan Athletic

PREMIERE live ab 15h55; Kommentar: Andreas Renner

Der kleine Schock kam für die Fans der Reds und die Vereinsführung am späten Donnerstagnachmittag. Fernando Torres verletzte sich beim WM-Quali Spiel der Spanier in Belgien und fällt wohl zwei Wochen aus. Ein Ausfall gegen Wigan ist nicht ganz so schmerzlich, vielmehr ist es schmerzlich für die CL-Partie bei Atletico Madrid. In neun Tagen spielt man gegen den FC Chelsea an der Stamford Bridge. Ob Torres dann wieder fit sein sollte, ist mehr als fraglich. Es besteht also zumindest ein bisschen Potential, dass die Reds ihren guten Saisonstart Tribut zahlen müssen. 17 Punkte nach sieben Spielen, bei Benitez läuft alles nach Plan. Mal sehen, ob wir das auch noch in zwei Wochen sagen können. Ganz andere Sorgen haben momentan die Fans des FC Liverpool. Man möchte einen erneuten Versuch übernehmen den Verein von den US-Besitzern loszukaufen. Bis jetzt sind es aber immer nur Pläne gewesen.

FC Arsenal London – FC Everton

Mit Schwung und neuem Vertrag möchte David Moyes sein Team auf die Auswärtspartie im Emirates Stadium vorbereiten. Die Gunners müssen auf drei wichtige Stammkräfte verzichten. Gallas, Sagna und Bendtner fallen allesamt aus.

Desweiteren am Samstagnachmittag die Partien Fulham gegen Sunderland und Bolton gegen Blackburn. Vier Mal Mittelfeld bis unteres Tabellendrittel in den zwei Duellen. Fulham sollte mit seiner Heimstärke Sunderland schlagen können. Sollte Blackburn so spielen wie gegen Manchester United bekommen sie auch bei den Wanderers die Ohren lang gezogen.

Manchester United – West Bromwich Albion

PREMIERE live ab 18h25; Kommentar: Sven Schröter

Der Meister gegen den Aufsteiger. Mehr ist dazu eigentlich auch nicht zu sagen. Keine Ahnung, warum man so eine wenig attraktive Partie auf den Samstagabend legt, wenn um 16h00 Aston Villa gegen Portsmouth spielt.

Die Sonntagspartien sind Hull City – West Ham United und Stoke City gegen die Tottenham Hotspur. Schlimmer als die Finanzkrise ist derzeit die sportliche Situation bei den Spurs. Sowas von weit von den eigenen Erwartungen entfernt, zahlreiche spielerische Offenbarungseide schon hinter sich. Und jetzt geht es zum Kellerduell nach Stoke. Stoke steckt auch in einer kleinen Krise, hat aber gezeigt, dass man zuhause durchaus Teams schlagen kann. Und gegen wen geht das zurzeit einfacher als gegen die Spurs? Mich würde es nicht wundern, wenn Hull seine Erfolgsspur weiterbehält. Die Aktien von West Ham sind derzeit nicht zu empfehlen.

Newcastle United – Manchester City

Ein mehr als nur attraktives Monday Night Game in der Premier League – wieso überträgt PREMIERE nicht? Jaja, es sind die fehlenden Zuschauerinteressen. Ich wette, dass so ein Spiel höhere Einschaltquoten hat als irgendeine Versteigerung einer billigen Uhr bei 1.2.3-TV oder ein billiger Trash-Talk mit Sky du Mont. Von daher werde ich Montagabend nach meinem Berlin-Trip BBC Five Live einschalten, die Vorberichte hören und dann wieder ratlos rumstehen, wenn der Stream gekappt wird. Newcastle United ist immer noch nicht gekauft worden und hat immer noch Joe Kienaar als Trainer. Der scheint mittlerweile die Traininigszeiten zu kennen und hat sich erstmals gegenüber der BBC zu seinem Ausraster bei der Pressekonferenz geäußert. Angesprochen auf seine drastische Wortwahl sagte er:

“It’s the language I have grown up with. I’m not trying to be something I’m not. I grew up on a council estate in Watford. I come from a one-parent family. My dad died when I was young and my mum brought up five on a council estate. There were an awful lot of characters at Wimbledon in the 10 years that I was there for it. There were things that had to be said and I don’t know how to say them any other way than to tell them straight how it is.”

Und was kann jetzt der Journalist dafür? Zu Manchester City nur soviel. Ich empfehle den Podcast der Times vom Montag mit einem ausführlichen Porträt über Mark Hughes.

Soviel für diese Woche. Ein schönes Wochenende aus der Bundeshauptstadt. So, Milchkaffee bezahlen, und raus in das herbstliche Berlin.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis