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NBA-Häppchen

Montag, 27. Oktober 2008 16:23

Ich werde im Laufe der nächsten Tage auch noch ein paar Sätze zur NBA schreiben. Ansonsten bleibt alles beim alten: Vorerst keine NBA im deutschen Fernsehen. Und das vorerst ist noch optimistisch. Ich glaube, wir sehen dieses Jahr keine NBA in Deutschland.

Thema: US-Sport | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Warum die Dallas Mavericks zum Geheimfavoriten in den Playoffs werden könnten

Dienstag, 15. April 2008 22:39

[In der vergangenen Nacht haben die Los Angeles Lakers (124:101 gegen die Sacramento Kings) und die New Orleans Hornets (114:92 gegen die Los Angeles Clippers) gewonnen. Damit die Lakers definitiv auf Platz 1 in der Western Conference vor den Hornets]

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle den Konjunktiv ursprünglich weglassen, vor allem nach den wichtigen Siegen von Dallas gegen direkte Konkurrenten in der Westen Conference, den Phoenix Suns und den Utah Jazz, aber die Ereignisse der letzten Tage haben mich dann doch dazu veranlasst. Dennoch bin ich noch davon überzeugt, dass die Dallas Mavaricks eine gute Rolle in den Playoffs spielen können. Klar gibt es mehr Fragezeichen als bei anderen Teams, dennoch spricht auch einiges für das Team von Avery Johnson. Interessant wird vor allem sein, wie die Texaner damit umgehen erstmals seit zwei Jahren nicht zum Favoritenkreis zu gehören.

So wie man allerdings den Trip in den Nordwesten am Samstag und Sonntag beeendet hat, darf man dann aber nicht spielen. Nach dem last-Minute Sieg im heimischen American Airlines Center gegen die Utah Jazz dank eines überragenden Dirk Nowitzki folgten die Pleiten bei den Portland Trail Blazers und den Seattle Sonics. Gut, in Oregon kann man verlieren, aber in Seattle nicht zu punkten, ist schon ein ziemliches Debakel. Problem bei beiden Partien war, dass Dallas nicht konstant über das ganze Spiel eine vernünftige Leistung abrufen konnte. In Portland verschlief man das erste Viertel, konnte den Rückstand dann nicht mehr aufholen. In Seattle brach man zum Ende ein und gab ein schon sicher gewonnenes Spiel noch aus den Händen.

Erster wichtige Aufgabe für Avery Johnson ist also solche Durchhänger seiner Mannschaft auszutrainieren. Klar, kann man nicht über 48 Minuten immer am Limit spielen, aber gerade zu Beginn und gegen Ende darf sich Dallas nicht so den Schneid ablaufen lassen, zumal es demnächst andere Kategorien als Seattle und Portland geben wird. Dass man auch gegen Ende konzentriert Basketball spielen kann, hat man in Phoenix und gegen Utah gezeigt. Das sollte also nicht ganz das große Problem sein. Ansonsten sehe ich durchaus Chancen für Dallas in den Playoffs weiter zu kommen als letztes Jahr. Was den Mavaricks entgegen kommen dürfte, ist dass sie diesmal fast bis zum Ende der Regular Season um einen Playoff-Platz kämpfen mussten und noch gut in Tritt sind. Ein Problem der letzten Jahre war, dass sich Dallas immer sehr früh für die Playoffs qualifizierte und dann völlig den Faden verlor. Einmal ging das gut, einmal haben das die Warriors bestraft. Jetzt ist man zudem dank der eher durchschnittlichen Leistungen nicht so unter Druck und im Rampenlicht, was gerade Dirk Nowitzki entgegen kommen dürfte. Letztes Jahr ist der Würzburger vor allem an der enorm hohen Erwartungshaltung in Texas gescheitert.

Und natürlich muss die Mannschaft gesund bleiben, immer wieder gab es zuletzt Verletzungen, mal fehlte Nowitzki, mal Stackhouse, mal Josh Howard. Wenn aber alle Leistungsträger fit sind, kann Dallas – bei der nötigen Konzentration – in Los Angeles und San Antonio gewinnen. Wichtig wird dann vor allem auch, dass Nowitzki entsprechend unterstützt und auch entlastet wird. Wenn die ganze Verantwortung auf seinen Schultern liegt, kam Dallas nicht zu variablem und effektiven Offensivspiel. Aber insbesondere die verletzungsbedingte Auszeit von Nowitzki hat gezeigt, dass ein Josh Howard jederzeit auch für 30 Punkte gut ist. Es wäre schön, wenn er das auch mal zusammen mit Nowitzki schaffen könnte. Auch der Besitzer der Dallas Mavericks, Marc Cuban, zeigt sich im Gespräch mit den Dallas Morning News zuversichtlich über die Chancen der Mavs in den Playoffs. Natürlich würde es Dallas entgegen kommen, wenn man in der ersten Runde auf die New Orleans Hornets treffen sollte. Das Team aus Louisiana ist noch nicht so Playoff-erfahren wie die Mavs. Auch da hätten die Mavericks einen kleinen Vorteil.

Wie gesagt, ein paar Dinge müssen die Mavs noch verbessern. Keine Revolutionen, sondern eher Details. Etwas mehr Konstanz, bessere Unterstützung von Nowitzki und hoffen, dass das Team von Verletzungen verschont bleibt. Dann ist auch einiges möglich. Wenn die Saison in der Western Conference eines gezeigt hat, dann, dass es keine Überteams gibt. Jeder kann jeden schlagen. Und natürlich sollte es immer auch eine Überraschung geben. Diesmal könnten das ja die Mavs sein, nachdem sie sonst immer die Enttäuschten waren. Und vielleicht hat man ja auch Glück und trifft auf New Orleans. Das entscheidet sich heute Nacht. Sollten die LA Lakers gegen Sacramento gewinnen, ist ihnen Platz Eins im Westen sicher. Sollte New Orleans gegen die LA Clippers daheim gewinnen, ist ihnen auch Platz Zwei im Westen sicher, unabhängig davon, wie man in Dallas abschneidet. Und Dallas muss durch einen Sieg gegen New Orleans dann Platz Sieben sichern, und perfekt wäre das Duell der Hornets gegen die Mavs. Klingt kompliziert, ist aber durchaus wahrscheinlich.

Auf die Hornets trifft man auf alle Fälle im letzten Spiel der regular Season, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ab 01h00 live bei PREMIERE und hier live mitgebloggt. Vielleicht kann man ja dann schon mal ein Ausrufezeichen setzten. Wäre schön, wenn in den Playoffs weitere folgen könnten. Möglich ist das auf alle Fälle. Man darf sich nur selbst nicht im Weg stehen.

Thema: US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Wochen der Wahrheit in der Western Conference

Mittwoch, 27. Februar 2008 21:03

Knapp sechs Wochen dauert jetzt noch die regular Season in der NBA, am 15. April gibt es zum Abschluss die Aufeinandertreffen zwischen den Phoenix Suns und den Portland Trail Blazers und die Dallas Mavericks empfangen die New Orleans Hornets. Und wenn das so eng weitergeht in der Western Conference, dann dürfte diesen Spielen vielleicht sogar noch eine ganz besondere Schlüsselrolle zukommen.

Neun Teams, vielleicht sogar noch 10, wenn die Trailblazers mal wieder eine Serie starten können, kämpfen wohl um die acht Playoff-Plätze. Man kann dann wohl schon erstmal froh sein, wenn man dabei ist. Gegen wen man dann im Playoff-Viertelfinale spielen wird, scheint erstmal nicht dringenster Punkt der Agenda zu sein. Für die Fans ist solch eine Konstellation natürlich ein Traum, wenn wirklich jedes Spiel enorm wichtig ist, es keine Ausrutscher oder Schwächephasen mehr geben darf.

Zurzeit sind die Los Angeles Lakers das Top-Team im Westen (40-17), sind seit neun Spielen ohne Niederlage. Der Wechsel von Paul Gasol aus Memphis war für die Lakers wie ein Segen, eine echte Verstärkung, die nebenbei auch Kobe Bryant entlastet. Der dankt dies mit nahezu perfekten Vorstellungen, ist in absoluter MVP-Form. Nach einer Schwächephase Anfang Febraur sind auch die San Antonio Spurs (38-17) wieder in guter Verfassung, haben die letzten sechs Partien gewonnen und haben mit Manu Ginobili einen Spieler, der bei Formschwäche von Parker und Duncan ein Spiel zur Not mal auch im Alleingang entscheiden kann. Auf den Plätzen folgen die Phoenix Suns, die Utah Jazz und die New Orleans Hornets. Diese drei Teams sind so ein bisschen wie eine Wundertüte mit ein paar Fragezeichen. Bei Phoenix stellt man sich vor allem nach der Klatsche gegen die Detroit Pistons am Sonntag die Frage, wie gut und wie weit Shaquille O’Neal in die Mannschaft integriert werden muss. Und interessant ist dann eben auch die Komponente der Erfahrung. New Orleans, letztes Jahr meilenweit von den Playoffs entfernt, muss jetzt eben auch in den entscheidenen Phasen auf den Punkt da sein um die gute Ausgangssituation nicht zu verspielen. Auf die Schiene Erfahrung setzt man auch in Texas, die Dallas Mavericks sind also die Hillary Clinton der Western Conference, etwas abgeschlagen zurück, teilweise auch chancenlos gegen die Lakers und Spurs, aber eben – so hofft man – mit der nötigen Erfahrung und auch der spielerischen Klasse die Playoffs sicher zu erreichen und dort auch für Erfolge zu sorgen. Die Kombination Jason Kidd/Dirk Nowitzki findet immer harmonischer zusammen, zudem hat man Jamaal Magloire von den New Jersey Nets als Ersatz für Diop verpflichtet. Magloire hat mit Jason Kidd in New Jersey gespielt, dürfte also gute Unterstützung bei der Eingliederung bekommen. Aber wie gesagt, die Mavericks müssen sich noch steigern, sind nur sechstbestes Team im Westen, im Nacken sitzen die Houston Rockets und die Goldon State Warriors. Die Rockets waren das Team der letzten Wochen, setzten eine Siegesserie von 13 Spielen am Stück hin. Blöderweise hat sich Superstar Yao Ming verletzt und fällt mit einem Fußbruch bis zum Ende der Saison aus. Über die Auswirkungen auf die Playoff-Hoffnungen wird in den USA leidenschaftlich diskutiert. Und dass die Goldon State Warriors vor den Playoffs noch Siegesserien starten können, haben sie letztes Jahr gezeigt. Ausgang im Westen also völlig offen.

Und wer sich mal die nächsten sieben Tage anschaut, der sieht zahlreiche Topspiel im Westen – und so geht das dann im Rhyhtmus bis Mitte April. Bereits heute Nacht empfängt New Orleans die Phoenix Suns. Und für Dallas ist es sowieso eine ganz ganz entscheidene Woche. Am Donnerstag ist man bei den San Antonio Spurs zu Gast, empfängt am Freitag dann die Sacramento Kings und muss am Sonntag zu den LA Lakers, die ihrerseits am Freitag nach Portland müssen, was auch keine leichte Aufgabe darstellt. Für Dallas geht es nach dem Ausflug nach Kalifornien gleich einen Tag später zu den Utah Jazz. Also drei direkte Konkurrenten für die Mavs in den nächsten sieben Tagen, sowas nennt sich dann wohl Standortbestimmung. Und kommende Woche geht es unter anderem gegen die Houston Rockets.

Und in der Eastern Conference? Miami kann noch gewinnen, ansonsten aber viel viel Leerlauf. Zum großen Teil sind die Plätze eigentlich schon vergeben. Der Osten kann dann aber immerhin den Westen ärgern. Für Boston kann man in den nächsten Tagen mal wieder unter Beweis stellen, dass man das beste Team im Osten ist, wenn es gegen Cleveland und die Detroit Pistons geht.

Für die Mavericks also eine stressige Woche. Das Spiel am Sonntag bei den Lakers werde ich ab 21h30 live mitbloggen.

Thema: US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

NBA Season 2007/2008 Preview II: Western Conference

Mittwoch, 31. Oktober 2007 22:48

Dank des Stromausfalls hinke ich in meiner Arbeit heute Abend etwas hinterher, von daher fällt die Vorschau auf die Western Conference etwas kürzer aus. Im Prinzip ist es im Westen auch ganz einfach: Spurs, Suns, Mavs.

Wenn alles glatt läuft, sind diese drei Teams auch wieder ganz heiße Kandiaten für den Conference Titel. Bei den San Antonio Spurs ist es vor allem die Erfahrung und der Teamgeist mit den beiden Hauptstützen Parker und Duncan, der für Erfolg spricht. Der Auftakt gegen Portland vergangene Nacht hat schon einmal gezeigt, dass die Spurs wieder harmonisch spielen, unaufgeregt, wenig spektakulär, aber sehr zielstrebig und erfolgreich. Das Team um Trainer Greg Popovich ist auch dieses Jahr für viele der Topfavorit auf den NBA-Titel. Ähnlich ist es bei den Pheonix Suns, bei denen ich aber immer noch das Gefühl habe, dass das Team, ähnlich wie die Mavericks von Dirk Notwitzki, zu sehr vos Steve Nash abhängt. Letzte Saison hatten die Suns ihren Hänger, als der MVP-Kandidat für 2007 verletzt ausfiel. Für das Team aus Arizona wäre es also eine Steigerung, wenn man auch ohne Steve Nash Big Games für sich entscheiden könnte. Bei den Dallas Mavericks weiß man gar nicht, wo sie genau stehen. Meisterschaftsfavorit sind sie unisono in den USA nicht mehr. Das ist eigentlich ganz erstaunlich, weil es eigentlich primär nur am Ausscheiden gegen die Goldon State Warriors festgemacht wird. Dass die Mavs vergangenes Jahr einer der besten regular seasons der NBA-Geschichte gespielt haben, wird bei den Experten schnell wieder vergessen. Klar kann man sich dafür keinen Blumentopf kaufen, aber dass die Mavs sehr guten Basketball spielen können, dürfte außer Frage stehen. Dass man dann in den entscheidenen Spielen noch abgezockter und konstanter spielen muss, dürfte keinen Quantensprung darstellen. Die optimale Spielaufstellung hat Mavs-Coach Avery Johnson noch nicht so ganz gefunden, Nowitzki wird hin und wieder auch auf der Center-Position getestet, kommt damit auch immer besser zurecht. Der Star der Mavericks hat Spox ein Interview bekommen. Nachzulesen im E-Magazine des Sportportals. Mehr zu den Mavericks dann auch im Laufe des Abends noch.

Ansonsten ist im Westen eigentlich alles beim Alten. Kobe Bryant darf mal wieder versuchen, die Los Angeles Lakers im Alleingang zu Siegen führen. Dass das mit seiner unglaublichen Spielweise und Wurfgenauigkeit immer noch (fast) gelingen kann, hat die vergangene Nacht gegen die Houston Rockets gezeigt. Bei den Rockets darf man gespannt sein, ob sie es denn aich mal wieder etwas weiter in Richtung Conference Final schaffen. Das Potential ist mit Yao Ming und Tracy McGrady sicherlich da, nur müssen auch beide in absoluter Topform und verletzungsfrei die Saison über spielen.

Dass es die Goldon State Warriors diese Saison nicht mehr so einfach haben, liegt schlicht an ihren Erfolgen aus dem letzten Jahr. Da kommt jetzt nicht mehr der kleiner Verein aus San Francisco. Utah hat das Team schon mal nicht unterschätzt. Die Jazz schätze ich zwar stark ein, aber ob es wieder für einen so großen Erfolg wie letzte Saison reicht bezweifle ich.

Kurz noch in den Nordwesten des Landes, zu welchem ich dank eines 9-monatigen Aufenthaltes während der Schulzeit eine ganz besondere Beziehung habe. Viel war mit den Portland Trail Blazers und den Seatlle Supersonics in den vergangenen Jahren ja nicht los. Doch jetzt hat mansich zumindest in Portland ganz gut gefangen. Die Leistung gestern in San Antonio war schon mal sehr vielversprechend. Insbesondere LaMarcus Aldridge scheint sich gut eingespielt zu haben, muss aber sicherlich noch beweisen, dass er über mehrere Spiele so konstant gut spielen kann. Dann hat man Zach Randolph am Columbia River ganz schnell vergessen. Rookie Brandon Roy hat man ja noch in der Hinterhand. Und mal schauen, was Kevin Durant in Seatlle ausrichten kann.

So, das in aller Kürze zur Western Conference.

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