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Premier League 2010/2011: Saisonvorschau Unteres Mittelfeld

Dienstag, 10. August 2010 11:36

Bevor ich mich morgen ausführlich den drei Premier League Aufsteigern widme, sei vorerst noch ein kurzer Blick auf die restlichen Premier League Teams gestattet. Sechs Mannschaften erwarte ich eher in den unteren Tabellenregionen, was natürlich den Kampf gegen den Abstieg und für den Klassenerhalt beinhaltet. Zu diesen sechs Vereinen zählen West Ham United, der FC Sunderland, Stoke City, Wigan Athletic, die Bolton Wanderers und die Wolverhampton Wanderers.

West Ham United (PL Saison 2009/2010 17. Platz)
Es war keine einfache letzte Saison für die Hammers. Erst wenige Spieltage vor Saisonschluss konnte man den Klassenerhalt sichern, im letzten Sommer mussten zahlreiche Spieler verkauft werden, der Verein stand kurz vor der Pleite, Stürmer Alessandro Diamanti konnte nur verpflichtet werden, weil der Trikotsponsor zusätzliches Geld bereitstellte, es herrschte lange Unklarheit über die neuen Besitzer des Vereins. Und zu allem Überfluss prügelten sich Hooligans von West Ham mit den Feinden vom FC Milwall im Carling Cup und warfen ein schlechtes Licht auf das Umfeld Upton Park. All dies möchte man hinter sich lassen. Vergangenen Januar übernahmen David Gold und David Sullivan 50% der Anteile am Verein, diesen Sommer wurde der Anteil um noch einmal 10% erhöht, Anteile liegen jetzt also bei 60%. So dramatisch immer noch die Lage bei West Ham ist, befindet man sich dank des Geldes der beiden Besitzer zumindest auf dem aufsteigenden Ast. Dieses Jahr verhinderte man einen Aderlass der Mannschaft und konnte bisher – ich betone bisher – Carlton Cole (wird heftig vom FC Liverpool umworben) und Scott Parker (sehr starkes Interesse von den Tottenham Hotspur) an den Verein binden. Und seit langer Zeit konnte man selbst wieder aktiv auf dem Transfermarkt werden und gab rund 10 Millionen Pfund aus. Prominenteste Neuzugänge sind Thomas Hitzlsperger von Lazio Rom, der neuseeländische Nationalspieler Winston Reid, Frederic Piquionne von Olympique Lyon und als Ausleihgeschäft Tal Ben Haim vom krisengeschüttelten FC Portsmouth. Teuerster Neuzugang ist aber Pablo Barrera, mexikanischer Nationalspieler, der für vier Millionen Pfund einen 4-Jahres-Vertrag bekam. Sehr viel schlechter und unangenehmer als letzte Saison kann es für West Ham fast nicht mehr werden. Es sieht gut aus, dass es deutlich besser wird.

FC Sunderland (PL Saison 2009/2010 13. Platz)
Vergleichsweise viel Geld für einen eher unterklassigen Verein aus der Premier League hat auch der FC Sunderland, von daher ist das Potential sich im Bereich der Plätze 12-14 zu platzieren auch für die kommende Saison wieder gegeben. Dem amerikanische Unternehmer Ellis Short aus Dallas gehört seit einem Jahr der Verein, er hat 100% der Anteile erworben, nachdem er bereits vor zwei Jahren sein Engagement bei den Black Cats begonnen und sukzessive erweitert hat. Und so schafft es Sunderland eben mal jenseits der 10 Millionen Pfund neue Spieler zu kaufen, wobei man fairerweise sagen muss, dass der Verkauf von Lorik Cana zu Galatasaray Istanbul fünf Millionen Pfund einbrachte. Und selbst für Marton Fulop, der zu Ipswich Town wechselt, bekam man noch 750.000 Pfund. Bekannteste Neuzugänge von den Namen her ist Titus Bramble von Wigan Athleticu und der Nationalspieler Ghanas, John Mensah, der aus Lyon ins Stadium of Light wechselt. Am meisten Geld (jeweils rund zwei Millionen Pfund) gab man für den argentinischen Verteidiger Marcos Angeleri und den belgischen Torhüter, Simon Mignolet, gerade mal 22 Jahre alt, an dem auch der PSV Eindhoven, Udinese Calcio und Twente Enschede interessiert waren. Und offensiv muss sich Sunderland sowieso keine Sorgen machen. Mit Darran Bent und Kenwyne Jones haben sie eines der gefährlichsten Sturmduos der Liga. Und insbesondere Bent, nicht im englischen Nationalteam für Südafrika, will sich noch einmal allen beweisen.

Stoke City (PL Saison 2009/2010 11. Platz)
Am liebsten würden die Potters alle ihre Spiele im heimischen Britannia Stadium austragen, gehören sie doch mit den euphorisierten Fans im Rücken zu den heimstärksten Teams der Premier League. Auf diese Stärke will man sich auch in der kommenden Spielzeit verlassen. Wo liegt eigentlich das Erfolgsgeheimnis von Stoke City? 2008 spielte man die erste Premier League Saison und gerade im verflixten zweiten Jahr spielte man eine sehr gute Saison. Das ist nicht selbstverständlich. Fragen Sie doch mal bei Hull City nach. Stoke hat eine exzellente Transferpolitik vorzuweisen. Man kauft sich erfahrene Premier League Spieler, teilweise von Absteigern in die Championship oder von Mannschaften in ähnlichen Tabellenregionen wie Stoke, die bei ihren Vereinen nicht mehr Stammspieler sind oder keine große Chance auf weitere Einsätze sehen. Das hat sehr gut mit Robert Huth und Tuncay vom FC Middlesbrough geklappt und ebenso mit Danny Collins und Dean Whitehead vom FC Sunderland. Und da man in diesem Sommer nur einige Nachwuchsspieler an unterklassige Vereine auslieh und sonst das Team komplett zusammenhalten konnte, hat man sich mit Aktivitäten auf dem Transfermarkt zurückgehalten. Warum auch. Einzig das belgische Nachwuchstalent Florent Cuvelier vom FC Portsmouth darf man als Neuzugang begrüßen. Mit dem dänischen Nationaltorhüter Sörensen hat man den Rückhalt zwischen den Pfosten, die Defensive mit Danny Higginbotham, Rober Huth, Ryan Shawcross und Danny Collins hat ausreichend Premier League Erfahrung. Und im Sturm sollen Tuncay, Ricardo Fuller (wenn er seine Nerven im Griff hat), Dave Kitson und James Beatie für Tore sorgen. Und wenn gar nichts mehr hilft, hat man ja immer noch die gefährlichen Einwürfe von Roy Delap. Besonders gegen den FC Arsenal stets mit Erfolg gekrönt.

Wigan Athletic (PL Saison 2009/2010 16. Platz)
Auch Wigan Athletic hat ausreichend Kleingeld, möglich macht das der Besitzer Dave Whelan, lokaler vermögender Unternehmer im englischen Nordwesten, hat selbst früher Fußball gespielt und besitzt nebenbei auch noch das DW Stadium. Er ist also ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Bestandteil für die Latics. Vor allem, solange er mit dem nötigen Kleingeld Transfers zur Stärkung des Kaders ermöglicht. Nicht unbedingt, weil man zahlreiche gute Spieler abgeben musste – prominenteste Abgänge sind lediglich Titus Bramble, Mario Melchiot und Paul Scharner – sondern weil man nach der letzten Saison sehr schnell festgestellt hat, dass der Kader nicht gut genug ist um dauerhaft in der Premier League zu bleiben. Das ist aber zwigend notwendig, auch um Dave Whelan weiter als Unterstützer zu behalten. Und da man letzte Saison zu wenig Tore geschossen hat, hat man sich für vier Jahre den argentinischen Stürmer Mauro Boselli von Estudiantes de la Plata geholt. Boselli hat in seinem ersten Einsatz, ein Testspiel gegen eine schwedische Mannschaft, gleich mal zwei Tore zum 3:2-Sieg beigesteuert. Könnte also ein guter Fang gewesen sein. Der Sturm liest sich dann mit Boselli, Hugo Rodallega, Victor Moses und Jason Scotland gar nicht so schlecht. Wobei noch ein Fragezeichen hinter Scotland steht, wird er doch von mehreren Vereinen umworben, unter anderem Ipswich Town. Wigan hatte die schlechteste Zuschauerbilanz aller Premier League Klubs in der letzten Saison. Vielleicht bringt Boselli ein paar neue Zuschauer ins Stadion.

Bolton Wanderers (PL Saison 2009/2010 14. Platz)
Man kann von Sam Allardyce, dem Kaugummi kauenden, mit Headset ausgestatteten Trainer, ja halten, was man will. Aber Fans der Bolton Wanderers können eigentlich nur eine Meinung über Big Sam haben. Von 1999 bis 2007 war er Trainer bei den Bolton Wanderers, führte das Team zweimal in den UEFA-Cup, zuletzt in seiner Abschiedssaison 2007. Drei Jahre sind seitdem vergangen und Bolton hat sich konstant verschlechtert. Hatte man in acht Jahren nur einen Trainer, waren es nach Allardyce gleich drei in drei Jahren (Sammy Lee, Gary Magson, Owen Coyle). Es folgen die Plätze 16, 13 und in der vergangenen Spielzeit der 14. Platz. Weit entfernt von den Erfolgen von vor ein paar Jahren. Vielleicht kann man sich diese Saison wieder rehabilitieren. Denn man hat sich gut verstärkt, und dabei wenig Geld ausgegeben. Martin Petrov kommt von Manchester City und soll für mehr Kreativität im offensiven Mittelfeld sorgen. Man holte Ivan Klasnic aus Nantes zurück und verpflichtete zudem Robbie Blake von Absteiger Burnley und Marcos Alonso von Real Madrid, der dort aber meist nur im B-Team gespielt hat. Er soll primär auf der linken Außenverteidigerposition eingesetzt werden.

Wolverhampton Wanderers (PL Saison 2009/2010 15. Platz)
Es folgt das schwierige zweite Jahr nach dem Aufstieg für die Wolves. Letzte Saison den Klassenerhalt geschafft – was viele schon gar nicht mehr für möglich hielten – muss nun diese Saison die Leistung bestätigt werden. Und wie macht man das am besten in der Premier League? Genau, indem man einen reichen Besitzer hat, der einem sofort nach Saisonende Geld für Transfers zur Verfügung stellt. Im Falle der Wolverhampton Wanderers ist dies Steve Morgan, Unternehmer und stets auf der Liste der 150 reichsten Briten, Vermögen irgendwo in der Region von 350 Millionen Pfund. Da wirken die Transfersummen der Wolves in diesem Sommer fast schon Peanuts gegen. Rund 17 Millionen Pfund gab man für einen neuen Spieler aus, man stelle sich nur mal vor, wenn Hannover 96, der 1. FC Nürnberg oder der 1. FC Kaiserslautern mit solchen Summen hantieren. Damit haben die Wolves übrigens mehr als Arsenal oder Man Utd für neue Spieler ausgegeben. Der schottische Nationalspieler Steven Fletcher kam für 6,5 Millionen Pfund von Absteiger Burnley als Verstärkung für den Sturm, Hull City spendierte man mal schnell 5,5 Millionen Pfund für Stephen Hunt und den defensiven Mittelfeldspieler Steven Mouyokolo. Jelle Van Damme, den meisten Werder-Fans sicherlich noch ein Begriff, spielte mal eine Saison bei den Hanseaten, kam für 2,5 Millionen Pfund vom RSC Anderlecht. Zudem gab man Adlène Guedioura, der von Charleroi aus der Ligue 1 ausgeliehen war, einen dauerhaften Vertrag. Jetzt muss das ganze Geld nur noch Erfolg bringen. Und das wäre mit dem Klassenerhalt verwirklicht.

Thema: Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #35, Wigan Athletic – FC Arsenal

Sonntag, 18. April 2010 14:15

[16h23] Endstand Wigan Athletic – FC Arsenal 3:2

Die Gunners werden für passive letzte 30 Minuten bestraft. Was bei einer 2:0-Führung zunächst nicht sonderlich schlimm ist. Solange man nicht den Anschlusstreffer kassiert. Das tat man dann. doch stattdessen wieder eine Schippe draufzulegen, brach man völlig in sich zusammen und wurde von Wigan überrollt. Damit die Londoner aus dem Titelrennen raus und Wigan so gut wie gerettet. Ein Spiel, in dem die dramatische Schlussphase für die eher langweiligen 75 Minuten zuvor entschädigt hat. Unbegreiflich, wie Arsenal das weggeworfen hat. Das ist richtig bitter.

[16h19] Vier Minuten Nachspielzeit

[16h18] 3:2, Charles N’Zogbia, 90. Minute +1

Wahnsinn. Wigan dreht dieses Spiel. Wenger hatte zuvor Van Persie gebracht, aber dieses Spiel geht seit 10 Minuten nur in eine Richtung. Wigan überrollt die Gunners. Schöne Einzelaktion von N’Zogbia, der sich gut um seinen Gegenspieler dreht und dann per schönem Linksschuss aus 16 Metern ins Tor trifft. Ball geht noch an den Innenpfosten.

Und damit darf sich Arsenal endgültig aus dem Titelrennen verabschieden. Selten dämlich. Kompliment an Wigan. Wobei die wo selber nicht wissen, wie sie zu den drei Toren gekommen sind.

[16h16] 2:2, Titus Bramble, 89. Minute

Unglaublich, aber Arsenal schmeißt innerhalb von 10 Minuten jegliche Titelchancen weg. Das darf eigentlich gar nicht wahr sein – und das ist unerklärbar. Und das darf nicht passieren. Ecke Wigan, Fabianski lässt den Ball fallen, will ihn fangen, vor ihm ist viel Betrieb und Bramble staubt zum 2:2 ab. Zuvor Arsenal völlig von der Rolle in der Defensive.

[16h14] Wigan mit den letzten Kräften in diesen Spielen, Arsenal in der Defensive gefordert. Und Nasri klärt auf der Linie nach einem Eckball. Das war die fantastische Ausgleichschance, die Gunners schwimmen. Stadion tobt.

[16h11] Nur zur Erinnerung. Arsenal hatte zuletzt eine knappe Führung bei Birmingham noch weggeschmissen, gewann aber auch schon viele Spiele in den letzten Minuten.

[16h09] Doppelwechsel bei Arsenal. Eboue kommt für Walcott und Merida ersetzt Rosicky.

[16h07] 1:2, Ben Watson, 80. Minute

Und ich war nicht der einzige, der im kollektiven Tiefschlaf war die letzten Minuten. Arsenal auch. Typisch. Moses setzt sich auf links wunderbar durch, da hätte man aus Arsenal-Sicht schon längst klären können. Man lässt das Zuspiel aber gewähren und in der Mitte Watson völlig frei. Keine Chance für Fabianski aus kurzer Distanz.

[16h05] 10 Minuten noch. Es passiert nichts mehr.

[15h55] Unfassbar ist es immer noch zu sehen, wie nervös, unaufmerksam und unkonzentriert die halbe Mannschaft beim FC Arsenal ist. Man kann von Glück reden, dass man hier 2:0 führt und Wigan die personifizierte Ungefährlichkeit ist. So ist das vom Verlauf her ein halbwegs entspannter Nachmittag. Besonders schön anzusehen ist es aber nicht.

[15h49] Roberto Martinez bringt Victor Moses für den schwachen Marcelo Moreno.

[15h46] Knappe Viertelstunde gespielt im zweiten Durchgang. Wigan versucht noch einmal einen Fuß in diese Partie zu bekommen, aber Arsenal steht jetzt mit der sicheren Führung im Rücken defensiv besser und hält den Ball auch besser in den eigenen Reihen. Und insgesamt – das muss man leider auch feststellen – ist das von den Latics nicht wirklich gefährlich. Wigan kann mit dem Raum, den Arsenal jetzt überlässt, nicht wirklich viel anfangen. Spiel war sowieso schon nicht toll, jetzt ist es noch unansehnlicher geworden als Mitte der ersten Hälfte.

[15h37] Im Gegenzug die riesengroße Möglichkeit für Wigan in diesem Spiel wieder ranzukommen. Schöner Doppelpass von N’Zogbia mit Watson, Arsenal noch im Glücksgefühl des Treffers, Wigan spielt sich da leicht und locker durch, N’Zogbia dann gute 10 Meter vor Fabianski, schließt aber per Innenseite ab statt den Ball ins Tor zu hämmern. Fabianski spekuliert hervorragend und ist rechzeitig unten und kann den Schuss festhalten. Eigentlich muss das ein Tor sein.

[15h35] 0:2, Mikael Silvestre, 48. Minute

Sehr viel besser kann man sich einen Start in die zweite Hälfte nicht vorstellen aus Sicht der Gäste. Ecke Nasri, in der Mitte Silvestre völlig frei und kann zum Ausbau der Führung einköpfen. Da hat Wigan gleich mehrmals geschlafen.

[15h35] Das geht doch schon mal zügiger los als in der ersten Hälfte. Wigan bekommt zurecht keinen Elfmeter, als Nasri Watson im Strafraum kurz festhält. Mm Gegenzug hat Diaby die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch Wigan bekommt seine Unordnung noch rechtzeitig geregelt und kann zur Ecke klären.

[15h33] Beginn 2. Halbzeit

[15h17] Halbzeit Wigan Athletic – FC Arsenal 0:1

Kein besonders schön anzusehendes Spiel. Arsenal die ersten 25 Minuten pomadig und ohne Durchschlagskraft. Wenn Wigan da mehr Leidenschaft und Mut gezeigt hätte, wäre eine Führung möglich gewesen, zumal Arsenal extrem unsouverän in der Defensive agiert. Das wurde dann mit Verlauf der ersten Hälfte besser – und dann begann auch das offensive Rad sich schneller zu drehen. Entsprechend verdient dann die Führung zur Halbzeit, wenngleich da ganz viel Steigerungspotential noch vorhanden ist. Außer Diaby und Walcott spielt da keiner in Normalform. Wigan hat hier nichts mehr zu verlieren und sollte an die ersten 10 Minuten wieder anknüpfen. Denn das war vielversprechend.

[15h15] Die Gunners jetzt mit Oberwasser. Wieder ein dynamischer Sololauf von Walcott über rechts, diesmal macht es der Engländer alleine. Toller Schuss, geht ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Hätte einen Treffer verdient, wäre dann wahrscheinlich genau im Knick eingeschlagen.

[15h12] 0:1, Theo Walcott, 42. Minute

Und für einen einzigen Moment blitzt die Klasse dieser Mannschaft auf. Toller Pass von Bendtner auf Walcott, in die Schnittstelle der Wigan-Abwehr, die etwas zu weit aufgerückt wird. Walcott schüttelt Bramble und Figueroa ab und hat auch keine Probleme Kirkland zu überwinden. Glückliche Führung, weil sie sich nicht völlig angebahnt hat. Aber insgesamt doch okay, wenn man Arsenals stärkere Bemühungen in den letzten 15 Minuten honorieren will.

[15h10] Fünf Minuten noch bis zur Pause. Die letzten Augenblicke waren die bisher beste Phase vom FC Arsenal. Ist dann aber auch schnell wieder verflogen. Es hakt derweil wieder an allen Ecken und Enden und auch Wigan hat seine offensiven Bemühungen derzeit komplett eingestellt. Nicht mehr schön anzuschauen. Dabei ist die Partie gerade für Arsenal nicht völlig unwichtig.

[15h03] Arsenal mit einer kleinen Drangphase. Endlich mal. Aber was letzlich an Torchancen kreiert wird, ist zu wenig. Toller Pass von Diaby in die Schnittstelle der Wigan-Abwehr. Walcott ist frei durch. Doch statt das Tor zu schießen, gibt er noch mal einen unerklärlichen Pass in die Mitte, wo kein Abnehmer steht. Unbegreiflich. Im Gegenzug gewinnt Campbell ein Laufduell gegen Rodallega. Ich nehme vorerst alles zurück.

[14h53] Wigan in den letzten Minuten das bessere Team. Mehr Ballbesitz, zudem eine kleine Eckenstaffette, aber alles nicht so gefährlich. Brenzlig sieht es trotzdem immer aus, weil Arsenal extrem anfällig und verunsichert wirkt. Offensiv kommt von den Gunners überhaupt nichts mehr. Diaby gefällt mir ganz gut, zumindest was die Balleroberung angeht. Was dann letzlich bei der Weiterverarbeitung rauskommt, ist auch noch sehr ausbaufähig.

[14h47] Walcott verzieht einen Schuss, geht am langen Pfosten vorbei. Bemühen ist da, aber da fehlt noch viel um von gefährlichen Torchancen zu reden. Zusammenspiel in der Offensive klappt noch gar nicht. Walcott auf rechts zwar dynamisch, aber Nasri und Rosicky finden überhaupt noch nicht zueinander. Nasri als Fabregas-Gestalter überfordert, teilt sich mit Rosicky auch nicht wirklich gut den Raum auf. Der Franzose häufig auch über links, zieht dann in die Mitte, weil Rosicky den linken Flügel besetzt. Bendtner spielt sehr weit zurückhängend – und dann wird das alles ein wenig eng. Zudem traut sich Clichy überhaupt noch nicht auf Reisen zu gehen. Flanken sind Fehlanzeige.

[14h43] Die Partie nimmt endlich ein wenig Fahrt auf. Ecke Arsenal von rechts durch Nasri, in der Mitte Bendtner völlig frei, bekommt hinter seinen Schuss aber nicht den nötigen Druck, Kirkland ist rechtzeitig unten in der Ecke. Man nährt sich langsam an.

[14h41] 10 Minuten gespielt. Erster Torschuss vom FC Arsenal. Freistoß von Clichy, schwach geschossen, aber die Mauer springt hoch. Von daher immerhin ein Eingreifen von Kirkland nötig. Im Gegenzug bester Angriff von Wigan so far. Rodallega und Moreno behindern sich erst gegenseitig, aus dem Hintergrund Schuss von N’Zogbia, geht aber doch deutlich daneben.

[14h38] Was schon in den ersten Minuten auffällt. Sobald Arsenal in Wigans-Hälfte beginnt zu kombinieren, bringen die Gastgeber fast alle Spieler hinter den Ball. Einzig Rodallega und Moreno stehen an der Mittellinie. Arsenal fällt gegen die Beton-Abwehr noch gar nichts ein. Was man den Latics aber zugute halten muss, ist, dass sie auch prima und gewillt nach vorne agieren. Und wenn ich mir die Kombi Silvestre und Campbell anschaue, ist das auch kein schlechter Schachzug. Souverän sieht anders aus. Sonst bisher wenig passiert an Torchancen.

[14h33] Hugo Rodallega gegen Sol Campbell im Laufduell, könnte für Wigan ein Schlüssel zum Erfolg sein. Campbell zwar immer noch mit hervorragendem Stellungsspiel, aber schlicht zu langsam für den schnellen Kolumbianer.

[14h31] Beginn 1. Halbzeit

Lee Mason ist der Referee. Arsenal mit Anstoß in der ersten Hälfte in rot-weiß von links nach rechts, Wigan spielt in den blauen Trikots.

[14h27] Die Aufstellungen im DW Stadium

Wigan Athletic: Kirkland – Melchiot, Gohouri, Bramble, Figueroa – Rodallega, Diame – Watson, McCarthy, N’Zogbia – Moreno

FC Arsenal: Fabianski – Sagna, Campbell, Silvestre, Clichy – Eastmond, Diaby – Walcott, Nasri, Rosicky – Bendtner

Sol Campbell ist heute Kapitän beim FC Arsenal. Die Gunners haben eine lange Verletztenliste. Almunia fehlt mit einer Handgelenksverletzung, Fabianski kommt dafür ins Tor. Nachwuchstalent Eastmond ersetzt Denilson im defensiven Mittelfeld, Silvestre Vermaelen in der Innenverteidigung. Walcott bekommt im rechten Mittelfeld den Vorzug vor Eboue. Bendtner einzige Spitze. Robin van Persie wieder auf der Bank. Bei Wigan ersetzt Marcelo Moreno Jason Scotland im Angriff der Latics.

[14h22] Und wenn man die derzeitigen Rückstand des FC Arsenal gegenüber den anderen Meisterschaftskandidaten erklären will, lohnt vor allem ein Blick auf eine aussagekräftige Statistik. In den letzten 12 Premier League Spielen hat Arsenal nur 1,4 Tore pro Spiel erzielt, verglichen zu 2,7 Toren in den 22 Saisonspielen davor. Und bei der anfälligen Abwehr reichen 1,4 Tore eben nicht mehr aus um dringend benötigte Siege zu holen.

[14h20] Es ist eine verrückte Premier League Saison. Arsenal war gefühlt zehn Mal aus dem Titelrennen draußen, jedes Mal bekamen sie wieder einen Fuß in den Meisterschaftskampf. Nach der Niederlage am Mittwoch bei den Tottenham Hotspur hat selbst Arsene Wenger die Segel fast gestrichen. Dank der Niederlage des FC Chelsea an der White Hart Lane könnte Arsenal heute bei eigenem Sieg wieder näher an die Tabellenspitze ranrücken und Man Utd und die Blues unter Druck setzen. Nötig sind aber drei Punkte und auch mal wieder ein überzeugender Sieg. Wigan könnte mit drei Punkten den Abstand auf die Abstiegsplätze auf sieben Punkte ausbauen und damit schon fast den Klassenerhalt sichern. Spannung also garantiert in dieser Partie, zumindest von der Ausgangslage.

[14h15] Schönen Sonntagnachmittag zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #29, Wigan Athletic – FC Liverpool

Montag, 8. März 2010 21:51

[22h58] Endstand Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0

Meine Güte, Liverpool, was für eine enttäuschende Leistung, die allen Fans richtig Sorgen machen muss. Defensiv in der ersten Hälfte wieder mit den bekannten Schwächen. Das wäre ja noch zu verkraften. Aber offensiv war das heute so harmlos und ungefährlich. Kirkland musste nicht einen Ball halten. Da warten ganz schwierige Wochen auf die Reds. Wigan insbesondere in der ersten Hälfte mit toller Leistung. In den zweiten 45 Minuten tat man so viel wie nötig.

Durch den Sieg verbessert sich Wigan auf Platz 14, hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Liverpool verpasst den Sprung auf den vierten Platz. Man bleibt Sechster mit 48 Punkten, einen Punkt weniger als Man City auf 5, die aber noch zwei Spiele weniger haben. Siebter ist Aston Villa mit 45 Punkten, aber drei (!) Spielen weniger als Liverpool. Und die heutige Leistung gibt überhaupt keinen Anlass dafür, die Wörter Liverpool und Champions League noch einmal in den Mund zu nehmen. Wenn sie so weiter spielen, für länger Zeit nicht mehr.

[22h56] Und Liverpool ohne Chancen in der Nachspielzeit, kommen nicht in Nähe des Strafraums. Tolle Einzelaktion von Moses, der sich auf links gegen Johnson durchsetzt, Schuss aber nicht präzise genug aufs Tor. Aber bringt Zeit.

[22h52] Fünf Minuten Nachspielzeit. It’s Premier League.

[22h48] Letzter Wechsel Wigan: Hugo Rodallega geht, Jason Scotland für die letzten drei Minuten plus Nachspielzeit.

[22h47] Und der Gesichtsausdruck von Benitez auf der Bank spricht Bände, quasi nach dem Motto: “Leckt mich doch alle mal – und der Platz ist furchtbar schlecht.”

[22h44] Henry Thomas für Diame bei Wigan und Liverpool bringt Ryan Babel für Dirk Kuyt. Gerrard mit dem nächsten überflüssigen Foul. Der nächste gelbe Karton, die insgesamt sechste Verwarnung in dieser Partie.

[22h41] Torres mit dem Frustfoul nach überflüssigem Ballverlust. Liverpools gute Phase zwischen der 65. und 72. Minute ist komplett verpufft. Wigan wieder besser im Spiel, die Reds tun sich fast schon selbst Leid.

[22h38] Und da ist der Jackpot für den FC Liverpool, die riesengroße Chance zum Ausgleich. Flanke von links von Insua, Kuyt legt toll mit dem Kopf für Torres vor, dessen Seitfaltzieher ganz knapp am Pfosten vorbeigeht. Tolles Spiel jetzt, noch eine knappe Viertelstunde.

[22h35] Bei Wigan schwinden die Kräfte, kaum noch Entlastung oder gescheite Angriffe nach vorne. Man steht kompakt in der Defensive. Spiel kippt immer mehr in Richtung Liverpool. Jetzt mal wieder ein gefährlicher Konter für Wigan, Reina kann gut gegen Rodallega klären, am langen Pfosten kann Carragher gegen Scharner klären. Aber das sind eher Ausnahmen, wobei man sagen muss, dass Liverpool trotz mehr Ballbesitz weiterhin kaum gefährlich vor Kirkland auftaucht.

[22h31] Liverpool erhöht ein wenig den Druck. In den letzten fünf Minuten vier Ecken. Aber alle ungefährlich. Keine Torchancen. Zweiter Wechsel bei Liverpool. Aquilani kommt für Benayoun.

[22h29] Torres versucht es volley mit einem Torschuss, Ball geht ins Seitenaus. Martinez bringt Victor Moses für Moreno. Kam im Januar vom insolventen Chrystal Palace.

[22h24] Hut ab vor Wigan Athletic, wie die kämpfen und teilweise richtig ansehnlich nach vorne spielen. Konter über drei Stationen nach vorne. Langer Ball auf Moreno, der auf der rechten Außenbahn in die Mitte zieht. Abschluss dann aber zu zentral aufs Tor, direkt in die Arme von Reina. Und Liverpool fällt offensiv weiter wenig ein. Torres versucht es mal über die Flügel, dann fehlt er aber in der Mitte. Von Maxi Rodriguez ist gar nichts mehr zu sehen. Auch Gerrard ist abgetaucht.

[22h20] Meine Güte, was eine Szene. Reina kommt völlig übermotiviert aus seinem Tor, obwohl Kyrgiakos und Carragher bei Moreno sind. Reina fliegt am Ball vorbei, Carragher schießt Moreno an. Von dessen Fuß senkt sich der Ball fast ins Tor, bevor der Grieche noch den Ball über die Querlatte köpft. Das wäre es ja gewesen. Wie gesagt, Liverpool weiterhin mit katastrophalen defensiven Fehlern.

[22h16] Benitez mit dem ersten cleveren Wechsel. Glen Johnson kommt für Lucas. Damit der Ex-Pompey hinten rechts in der Kette. Mascherano rückt in die defensive Mittelfeldrolle. Das sollte vielleicht etwas mehr Stabilität verleihen.

[22h13] Partie mit mehr Tempo in die zweite Hälfte gestartet. Sieht ganz so aus, als habe Benitez seiner Mannschaft mitgegeben, mehr für die Offensive zu tun. Schien ja auch bitter nötig. Leider bleibt man defensiv weiter anfällig. Heißt für Wigan: Konterchancen. Und insbesondere über Rodallega ist man stets gefährlich. Auch Moreno macht einen vitalen Eindruck. Liverpool spielt schon nach 52 Minuten mit dem Feuer, weil sie 45 Minuten es nicht geschafft haben den Brand in der eigenen Defensive zu löschen.

[22h09] Und sollte Insua mit seiner gelben Karte im Hinterkopf weiterhin die Zweikämpfe so meiden und Gegenspieler an sich vorbeispazieren lassen, dann ist die Auswechselung eine Frage der Zeit. Oder der Gegentreffer.

[22h07] Beginn 2. Halbzeit

[21h56] Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, die Partie komplett live mitzubloggen. Leider musste ich noch eine Website aktualisieren und erwartete noch einen wichtigen Anfruf. Von daher weiter unten eine schnelle Zusammenfassung der ersten Hälfte und jetzt in gewohnter Form die zweite Hälfte in Live-Blog-Form. Liverpool muss eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, sollten noch drei Punkte mitgenommen werden.

[21h52] Halbzeit Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0


1. Halbzeit

Stellen Sie sich mal vor, Sie wären Trainer eines Vereins, der in den letzten 13 Ligaspielen nur ein einziges Mal gewonnen hat. Und dann vergewissern Sie sich bitte noch einmal, dass Sie gerade Ihre erste Saison als Trainer in der Premier League absolvieren. Und nach einem guten, fast schon unerwarteten guten Saisonstart taumelt ihr Team jetzt unaufhaltsam dem Abstieg entgegen. Was gibt es dann Besseres für Sie als ein Monday Night Game in der Premier League gegen den immer noch großen FC Liverpool? Ein Spiel, in dem Sie – Team wie Trainer – doch eigentlich nur gewinnen können? Gut, natürlich können Sie nach diesem Spiel ohne Punkte dastehen. Aber wer würde das als große Überraschung verbuchen? Wahrscheinlich niemand. Sie haben die große Gelegenheit Ihr Team durch eine gute Leistung wieder mehr Selbstvertrauen zu geben. Und auch Sie können wieder ein wenig durchatmen. Das Team lebt, heißt es dann ja immer so schön.

Und genau diese Gedanken scheinen Roberto Martinez, dem Trainer von Wigan Athletic, vor dem wichtigen Spiel gegen den FC Liverpool durch den Kopf gegangen zu sein. Anders waren die ersten guten 20 Minuten von Wigan Athletic nicht zu erklären. Verglichen mit den letzten Aufgaben, war das Team fast schon wie ausgewechselt. Dem Gast aus Liverpool, Tabellensechster vor dieser Partie mit der Chance bei einem Sieg auf Platz Vier zu springen, gehörten zwar die ersten Minuten, aber danach fand Wigan viel besser in die Partie, hatte mehr Ballbesitz und verstand es exzellent, Liverpool früh im Spielaufbau zu stören. Die Reds verfielen in ihre diese Saison schon häufig gesehene Passivität und ließen Wigan machen. Den Latics fehlte allerdings die Qualität im Abschluss und die wirklich gefährlichen Torszenen.

Bei Liverpool spielte in der Abwesenheit von Glen Johnson – er saß immerhin schon wieder auf der Bank – Mascherano wieder auf der Position des Rechtsverteidigers. Krygiakos ersetzte Daniel Agger und Insua sprang für den verletzten Fabio Aurelio ein. Gerrard war eher mit defensiven Aufgaben bedacht, spielte eher die defensivere Sechser-Rolle. Passte nicht so ganz in den ersten 20 Minuten. Für Bewegung nach vorne sollten Benayoun und Maxi Rodriguez sorgen. Kuyt und Torres übernahmen die Sturmspitzen, der Holländer dabei leicht zurückgezogen. Bei Wigan spielte Marcelo Moreno, ehemals Werder Bremen, für Hendry Thomas. Melchiot stand für die Latics nicht zur Verfügung.

Nach 30 Minuten durfte man dann ein wenig in Ernüchterung fallen. Leider wenig Highlights, Gerrard scheiterte in der 25. Minute nach gutem Zuspiel von Benayoun an den eigenen Nerven und der guten Abwehrreihe von Wigan. Für die Gastgeber musste man bis dahin aber ein großes Kompliment aussprechen. Zumindest vom Kampf, der Leidenschaft und dem Einsatz war das eine sehr gute Leistung. Dass man spielerisch nicht überzeugen konnte, war fast nicht anders zu erwarten. Bei Liverpool fehlte das gewisse Etwas, man war zwar bemüht, aber da waren viele Fehler und Ungenauigkeiten dabei. Man ging wenig Risiko, setzte Wigan kaum unter Druck. Die typische Auswärtstaktik von Rafael Benitez. Und alle Liverpool-Fans, jetzt mal kurz weghören. Und genau deshalb steht ihr diese Saison nur auf Platz 6 derzeit und nicht da, wo derzeit Arsenal, Chelsea und Man Utd stehen. Aber das nur am Rande. Am interesantesten in der ersten Hälfte war noch die rigorose Kartenverteilung von Schiedsrichter Andre Marriner, der eine äußerst kleine Linie fuhr und nach 33 Minuten schon beide Innenverteidiger der Reds mit gelb verwarnte. Wigan belohnte sich in der 35. Minute mit der 1:0-Führung für die gute erste Hälfte – und Liverpool half kräftig mit. An einer langen Fehlerkette stand ein fürchterlicher Pass von Kuyt, Emmerson Boyce schnappte sich den Ball, tolle Flanke auf Rodallega, der Mascherano in der Mitte entwischt ist und aus kurzer Distanz nur noch über die Linie schieben muss. Keine Chance für Pepe Reina.

Bis zur Halbzeit war es dann ein deutlich munteres Spiel. Liverpool kam durch Torres zu einer guten Chance, Wigan blieb bei schnellen Gegenangriffen immer wieder gefährlich, auch weil Liverpool fürchterliche Fehlpässe spielte. Auf der Trainerbank der Reds bereitete derweil Rafael Benitez seine Pausenpredigt vor, die Notizzettel sahen sehr voll aufgeschrieben. Da passte einiges nicht. Defensiv klappte die Absicherung mit Lucas und Gerrard auf den eher defensiven Positionen kaum. Da waren die Lücken zu groß, wenig ging über die Flügel, Maxi Rodriguez und Benayoun waren da häufig auf sich alleine gestellt. Gerrard hatte auf seinen defensiveren Part schon nach 35 Minuten keinen Bock mehr und schaltete sich häufiger in die Offensive ein, was nur zur Folge hatte, dass Liverpools defensive Löcher noch größer wurden.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009, Preview Manchester United – Wigan Athletic

Dienstag, 13. Januar 2009 22:01

Im Old Trafford findet am Mittwochabend das Nachholspiel vom 18. Spieltag zwischen Manchester United und Wigan Athletic statt. Die Verlegung war nötig geworden, weil die Red Devils Mitte Dezember an der FIFA Klub-WM in Japan teilnahmen.

Wigan Athletic möchte wissen, wie gut sie wirklich sind. Und da bietet sich die Partie bei Manchester United bestens an. Es sind die Teams mit den derzeit besten Bilanzen in der Liga. Wigan Athletic gewann sechs der letzten sieben Spiele in der Premier League, nur gegen den FC Arsenal hatte man verloren, aus den letzten vier Spielen gab es die maximale Punktzahl. Belohnung ist Platz 7 mit 31 Punkten. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Aber auch Manchester United kommt langsam wieder in Fahrt. Von der Tabellenposition steht man ja sowieso nicht allzu schlecht da – mit einem Sieg könnte man auf Tabellenplatz Zwei vorspringen -, trotzdem waren gerade die spielerischen Leistungen der letzten Wochen alles andere als gut. Man hat zwar die Spiele gewonnen, aber die Abläufe, das Verständnis füreinander auf dem Platz war Lichtjahre davon entfernt, wie man es am Sonntag gegen den FC Chelsea phasenweise gezeigt hat. Besonders gegen den FC Middlesbrough hatte man sich im Old Trafford sehr schwer getan. Ronaldo brachte über links wenig zu Stande, Park war der Chancentod, Rooney regte sich mehr auf als am Ball gewesen zu sein. Am Sonntag waren das alles – auch durch die Hereinnahme von Ryan Giggs – vergessene Ereignisse.

Dabei hatten die Latics alles andere als einen ruhigen Saisonverlauf. Einem ganz guten Saisonstart folgte eine Schwächephase im Oktober mit vier Niederlagen am Stück, unter anderem gegen Fulham und im Heimspiel gegen Middlesbrough. Hinzu kamen viele Verletzte, Emil Heskey stand für mehrere Partien nicht zur Verfügung. Nach den vier Niederlage im Oktober stand Trainer Steve Bruce zumindest schon teilweise auf der Abschussliste, hat dann aber rechtzeitig die Kurve bekommen, sich von der Kritik nicht beeindrucken lassen und weiter in Ruhe gearbeitet. Der jetzige Erfolg gibt ihm und der gesamten Mannschaft Recht. Wenn einer die aktuelle Philosophie und die Stärke von Wigan Athletic dieser Tage ganz gut verkörpert, dann ist das Wilson Palacios, der im Mittelfeld seine Fäden zieht und unglaublich stark diese Saison spielt. Zwar noch ohne Tor, aber mit großer Laufbereitschaft, viel Talent hat sich der aus Honduras stammende Palacios in die Herzen der Fans gespielt. Und auch gegen Tottenham am Sonntag hat er wieder mit unglaublich viel Einsatz gespielt, für das Team, zur Unterstützung von Zaki und Heskey. Und Palacios hat keine leichte Zeit hinter sich. Sein Bruder wurde in der Heimat vor knapp 18 Monaten gekidnapt. Untersützung und Hilfe fand er schon damals bei Steve Bruce, als der noch Trainer bei Birmingham City war. Bruce holte Palacios dann auch nach Wigan.

Jung und dynamisch spielt Palacios bei Wigan, immer noch dynamisch, aber längst nicht mehr der Jüngste bei Manchester United ist Ryan Giggs, der mir gegen den FC Chelsea richtig gut gefallen hat. Vielleicht ist es auch gerade diese Ausgeglichenheit im Mittelfeld, die Manchester United jetzt – auch im Vergleich zu Chelsea und Arsenal – wieder so stark macht. Wie gesagt, die letzten Leistungen waren alles andere als meisterlich. Bis auf die am Sonntag. Wenn Man Utd diese Form konservieren kann und wenn sie die direkten Duelle gegen die Top Four für sich entscheiden, werden sie wohl auch wieder englischer Meister. Mal sehen, ob man in den nächsten Wochen schon einen Trend ausmachen kann.

Aber erst einmal gilt es für die Red Devils die Hürde Wigan zu nehmen. Derer ist sich auch Sir Alex bewusst, der heute auf der Pressekonferenz sagte, es sei schwieriger im Moment Wigan als Chelsea zu schlagen. Der Respekt ist und muss also auch da sein. Als Ziel gibt er aus am kommenden Samstagabend an der Tabellenspitze zu stehen. Liverpool kann dann am Montag gegen Everton wieder nachziehen. Steve Bruce hat angekündigt, dass es für sein Team wohl keine bessere Zeit geben würde als jetzt gegen Manchester United zu spielen. Kann man so sehen.

Wigan wird in der gleichen Startelf antreten wie beim 1:0 gegen Tottenham Hotspur. Keine Verletzten, gute Leistungen zuletzt. Es gibt keinen Grund für Steve Bruce sein Team zu verändern. Bei den Red Devils fehlt weiterhin Rio Ferdinand. Hinzu kommt jetzt nach dem Spiel am Sonntag Patrice Evra, der mit einer Fußverletzung vier Wochen fehlen wird.

PREMIERE überträgt das Nachholspiel am Mittwoch ab 20:55 Uhr live. Es kommentiert Marco Hagemann.

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Premier League 34. Spieltag, FC Chelsea – Wigan Athletic

Montag, 14. April 2008 20:50

[22h54] Endstand FC Chelsea – Wigan Athletic 1:1 Darf man Manchester United schon zur Meisterschaft gratulieren? Wohl ja, bei fünf Punkten Vorsprung momentan und eben auch bei der Spielweise des FC Chelsea, die Welten von der der Red Devils entfernt ist. Im Prinzip durfte Wigan hier nichts mitnehmen, weil man kaum was gemacht hat. Chelsea hätte hier auf das 2:0 gehen müssen. Das haben sie nicht getan – und wurden bestraft. Unglücklich, aber selbst schuld. Avram Grant hat attraktiven Fußball versprochen, doch da war heute nichts von zu sehen. Wigan gerettet, dank Kirkland. Trotz Joe Cole.

[22h51] FC Chelsea – Wigan Athletic 1:1, Emile Heskey, 90.+2 Ich dreh am Rad. Das gibt es doch gar nicht. Koumas mit der Flanke von links, in der Mitte setzt sich Heskey gegen Terry durch und trifft per Volley ins Tor. Und Sir Alex lacht in sich rein bei einem Glas Rotwein. Ich fasse es nicht, wie blöd kann man sein?

[22h50] Drei Minuten Nachspielzeit. Und Essen scheitert wieder an Kirkland. Der Keeper von Wigan bester Mann auf dem Platz – neben Joe Cole.

[22h47] Hehe, und fast der Ausgleich. Heskey gewinnt ein wichtiges Kopfballduell, wodurch Sibierski völlig frei zum Torschuss kommt, aber Cech ist blitzschnell unten und kann abwehren. Tja, fadt schon schmeichelhaft gerade, denn das war eine gute Chance.

[22h45] Noch fünf Minuten. Chelsea stellt sich jetzt hinten rein und lässt Wigan kommen. Das wäre gegen Fenerbahce schon fast schief gegangen. Aber Wigan nimmt die Gelegenheit nicht konsequent an.

[22h41] Sheffield Wednesday – Plymouth 1:1, Tommy Spurr, 81. Minute

[22h39] Marlon King für Taylor bei den Addicks. Noch mehr Offensive. Was bleibt ihn anderes übrig. Damit aber auch mehr Platz zum Kontern für die Blues.

[22h38] Es ist kein aufregendes Spiel, es sei denn, Joe Cole ist am Ball, der was Tempo angeht auf einem anderen Planeten lebt. Er macht heute den Unterschied. Zum Glück für Avram Grant. Denn Wigan müsste man hier deutlich beherrschen. Und solange es nur 1:0 steht, sind die 3 Punkte noch längst nicht eingetütet.

[23h33] Wigan Athletic agiert erschreckend schwach in der zweiten Hälfte. Kaum Bewegung, kaum Laufbereitschaft. Liegt einerseits auch an der Stärke des FC Chelsea, aber das Team von Steve Bruce versucht ja gar nichts mehr nach vorne. Ob man nun 0:1 oder 0:2 verliert, dürfte doch völlig egal sein.

[22h23] Wigan Athletic mit dem zweiten Wechsel. Sibierski für Marcus Bent. Zuvor schon Koumas für Skoko. Viel hat es Wigan nicht gebracht. Chelsea jetzt klar dominant und spielbestimmend. Das 2:0 liegt in der Luft. Joe Cole wäre es zu gönnen. Er hat die Blues aus der Lethargie der ersten Hälfte erlöst.

[22h15] FC Chelsea – Wigan Athletic 1:0. Michael Essien, 55. Minute Wieder über rechts der Angriff des FC Chelsea, Anelka schirmt in der Mitte den Ball schön ab, legt zurück zu Essien, der aus 18 Metern halbhoch anschließt. Kirkland war die Sicht verdeckt.

[22h14] Der FC Chelsea erhöht weiter die Schlagzahl. Doppelchance für Chelsea. Zunächst rettet die Querlatte für Wigan, dann Kirkland mit einer Weltklasse-Parade gegen Salomon Kalou.

[22h11] Joe Cole ist nach sechs Minuten schon mehr gelaufen als die komplette Chelsea-Offensive in der ersten Hälfte. Da hat sich der Wechsel schon mal bezahlt gemacht. Es ist ja auch notwendig. Sollte Chelsea hier 0:0 spielen, lacht ganz Manchester die Blues aus. So eine Chance wie heute darf man nicht verspielen.

[22h05] Avram Grant hat die Pfiffe und Buhrufe der Fans wohl richtig interpretiert, bringt Joe Cole für den ganz schwachen Malouda. Weiter gehts mit der zweiten Hälfte.

[21h49] Halbzeit FC Chelsea – Wigan Athletic 0:0 Schwacher Auftritt der Blues. Außer Anelka hat kaum einer Torgefahr ausgestrahlt. Chelsea muss konsequenter über die Flügel spielen, dann ist da was möglich. Aber nur lange Bälle bringen Wigan nicht in Bedrängnis.

Halbzeit Sheffield Wednesday – Plymouth 0:1

[21h44] Die ersten Fans gehen schon mal zum Getränkestand. Ganz schwaches Spiel des FC Chelsea.

[21h39] Chelsea kommt etwas besser ins Spiel, Wigan fast mit einem Eigentor, aber Palacios’ Kopfball wird vom eigenen Mitspieler noch über die Latte gelenkt. Aber viel Druck, Tempofußball von den Blues ist das nicht.

[21h29] Karmapunkte für Chris Kirkland im Tor von Wigan, der nach einem Kopfball von Anelka sensationell reagiert und den Ball noch über die Latte lenkt. Wieder wurde der Angriff über rechts initiiert, diesmal mit Essien und Beletti. Wigan ist über die eigene linke Seite extrem anfällig. Das müssten die Blues viel konsequenter ausnutzen.

[21h23] Nach 20 Minuten verzeichnen wir die beste Chance dieses Spiels – für Wigan Athletic, doch Peter Cech kann den Schuss von Valencia noch zur Ecke abwehren. Sagen wir es mal so: Heute könnte Avram Grant mal Gebrauch machen von seinem Versprechenn nach attraktivem Fußball. Im Moment ist die Spielweise des FC Chelsea Mourino reloaded. Das ist gar nichts, Wigan kommt immer besser in die Partie.

[21h18] Eine Partie auf überschaubarem Niveau. Chelsea mit gefühlten 80% Ballbesitz, viel kommt dabei aber noch nicht rum, weil Wigan zumindest defensiv ganz gut steht. Wenn sich das Team von Steve Bruce etwas mehr trauen würde, könnte sich ein Spiel hier ergeben. Bis jetzt ist es noch keines.

[21h13] Sheffield Wednesday liegt hinten gegen Plymouth mit 0:1. Torschütze Peter Halmosi nach 33 Sekunden. Partie ansonsten ausgeglichen.

[21h08] Erste gute Chance für den FC Chelsea, als sich Kalou über rechts schön durchsetzt, einen Gegner austeigen lässt. Doch Anelka kann die Flanke nicht im Tor unterbringen. Da war mehr drin. Überhaupt macht Kalou über rechts einen sehr starken Eindruck, viel bei Chelsea geht über diese Seite.

[21h03] So, dann wollen wir mal. Die Blues von rechts nach links mit Anstoß.

[20h58] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Cech – Belletti, Alex, Terry, Bridge – Ballack, Essien, Obi Mikel – Kalou, Anelka, Malouda

Wigan Athletic: Kirkland – Melchiot, Scharner, Boyce, Kilbane – Valencia, Skoko, Palacios, Taylor – Heskey, Bent

Da Chelsea bereits am Donnerstag bei Everton antreten muss, schont Avram Grant unter anderem Lampard und Drogba. Essien darf wieder im Mittelfeld agieren. Peter Cech ist wieder halbwegs fit. Wigan, wenn man denn so will, in Bestbesetzung. Insbesondere das Sturmduo liest sich ganz nett.

[20h50] Guten Abend zum Monday Night Game am 34. Spieltag der Premier League. Der FC Chelsea hat Wigan Athletic zu Gast und muss nach dem Sieg von Manchester United gestern unbedingt gewinnen um die Titelhoffnungen am Leben zu halten. Momentan liegt man sechs Punkte hinter den Red Devils. Wigan hat fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, für das Team von Steve Bruce ist das also ein Bonus-Spiel. Der Druck liegt ganz klar bei den Blues. Beide Teams ohne große Verletzungssorgen und in Bestbesetzung. Peter Cech wird bei Chelsea spielen können, obwohl noch leicht angeschlagen. Sollte Chelsea heute nicht verlieren, wäre man seit 80 Spielen an der heimischen Stamford Bridge ungeschlagen. Marco Hagemann wird bei PREMIERE kommentieren.

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“2 aus 5″ – Wer folgt Derby County in die Championship?

Donnerstag, 3. April 2008 22:11

Letzte Woche stieg Derby County als erster Verein und mit einer der schlechtesten Bilanzen ever in die zweite englische Liga ab. Sechs Spieltage vor Saisonschluss müssen sich noch fünf Vereine Sorgen um den Klassenerhalt machen. Richtig schlecht sieht es für Fulham und Bolton aus, die zurzeit die Abstiegsplätze belegen. Aber auch drei andere Vereine können sich noch nicht sicher wähnen, vor allem weil es noch zahlreiche direkte Duelle zwischen den Abstiegskandidaten gibt. Viele Experten gehen davon aus, dass 36 Punkte bis zum Klassenerhalt reichen. Das sind deutlich weniger Punkte als in den letzten Spielzeiten, aber Bolton und Fulham haben die Messlatte auch nicht sehr hoch gelegt.

FC READING

Die Ausgangslage: 32 Punkte (-21 Tore)
Reading ist zurzeit noch nicht gerettet, bei dem Verein nördlich von London beginnt die Abstiegszone. Zurzeit hat man sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Newcastle United (A)
Sa 12.04. FC Fulham (H)
Sa 19.04. FC Arsenal London (A)
Sa 26.04. Wigan Athletic (H)
Sa 03.05. Tottenham Hotspur (A)
So 11.05. Derby County (A)

Wenn man Fulham und Wigan schlägt, bleibt man in der Premier League, weil man gleichzeitig direkten Konkurrenten die Punkte wegnimmt. Das ist aber leichter gesagt als getan. Ansonsten sind da auch einige Brocken drin, bei denen Reading wenig Chance haben wird.

WIGAN ATHLETIC

Die Ausgangslage: 31 Punkte (-19 Tore)
Fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, zuletzt nur zwei Punkte aus vier Spielen.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Birmingham City (H)
Mo 14.04. FC Chelsea (A)
Sa 19.04. Tottenham Hotspur (H)
Sa 26.04. FC Reading (H)
Sa 03.05. Aston Villa (A)
So 11.05. Manchester United (H)

Wigan Athletic hat von allen Mannschaften eines der schwierigsten Restprogramme, man sollte die Heimspiele gegen Birmingham und Reading gewinnen um die Klasse zu halten. Vielleicht kann man bei Aston Villa zumindest einen Punkt holen. Gegen Chelsea und Manchester United dürfte wenig zu holen sein.

BIRMINGHAM CITY

Die Ausgangslage: 30 Punkte (-11 Tore)  
Das Team von Alex Mc Leish steht auf dem letzen Platz, der zum Klassenerhalt reicht, vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenachtzehnten.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Wigan Athletic (A)
Sa 12.04. FC Everton (H)
So 20.04. Aston Villa (A)
Sa 26.04. FC Liverpool (H)
Sa 03.05. FC Fulham (A)
So 11.05. Blackburn Rovers (H)

Und das schwierigste Restprogramm hat Birmingham City, schwierige Auswärtsspiele gegen direkte Konkurrenten und bei Aston Villa, Heimspiele gegen die beiden Teams aus Everton. Das ist dann mal ein Maßstab.

BOLTON WANDERERS

Die Ausgangslage: 26 Punkte (-18 Tore)
Die Wanderers belegen den ersten Abstiegsplatz, haben vier Punkte Rückstand auf Platz 17.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Aston Villa (A)
Sa 12.04. West Ham United (H)
Sa 19.04. FC Middlesbrough (A)
Sa 26.04. Tottenham Hotspur (A)
Sa 03.05. FC Sunderland (H)
So 11.05. FC Chelsea (A)

Die Wanderers haben ein ganz brauchbares Restprogramm, das durchaus dafür geeignet ist den Rückstand auf Platz 17 aufzuholen. Heimspiele gegen West Ham und Sunderland sind zu machen, mit dem FC Chelsea hat man nur ein Team aus den ersten Acht der Tabelle.

FC FULHAM

Die Ausgangslage: 24 Punkte (-24 Tore) 
Platz 19, sechs Punkte Rückstand und die schlechteste Auswärtsbilanz aller Teams aus der Premier League.

Das Restprogramm
Sa 05.04. FC Sunderland (H)
Sa 12.04. FC Reading (A)
Sa 19.04. FC Liverpool (H)
Sa 26.04. Manchester City (A)
Sa 03.05. Birmingham City (H)
So 11.05. FC Portsmouth (A)

Nun ja, wenn man Fulham noch gerettet haben sehen will, muss man erstmal die Heimspiele gewinnen. Das wird schon schwer genug. Aber – und jetzt kommt der Knackpunkt – man braucht mindestens einen oder zwei Auswärtssiege. Und die Cottages sind seit fast 40 Spielen auswärts ohne Sieg. Und die Auswärtsaufgaben sind auch nicht die Leichtesten.

Mein Tipp: Neben Derby werden Fulham und Birmingham absteigen. Die Wanderers retten sich, weil sie spielerisch noch das stärkste Team der Abstiegskandidaten sind und ein vergleichsweise leichtes Restprogramm haben. Spannend bleibt es aber bis zum Schluss, es gibt noch viele direkte Duelle der Abstiegskandidaten. Es wird ein heißer April im Tabellenkeller.

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Premier League 21. Spieltag, FC Liverpool – Wigan Athletic

Mittwoch, 2. Januar 2008 20:23

[23h08] “Rafa out” schallt es durch 6-0-6 und in den Mails bei der BBC. Interessant auch, wie sich dieser Thread entwickelt.

[23h00] Bolton schlägt Derby 1:0, klettert auf Platz 15 an Birmingham vorbei. Derby darf sich langsam verabschieden. Jetzt 6-0-6. Könnte spannend werden. Benitez und Allardayce sorgen für Zündstoff.

[22h57] Endstand Liverpool-Wigan 1:1. Wenn es noch mehr Ironie brauchte für dieses Spiel, dann war es das völlig unnötige 1:1 für die Reds. Benitez hat sich für die völlig falsche Taktik entschieden und das 80 (!!) Minuten nicht ändern wollen. Für Wigan vielleicht ein ganz wichtiger Punkt.

Wigan tauscht mit Sunderland die Plätze, ist jetzt 17. Man City zieht nach dem 2:0 in Newcastle auf Platz Vier vorbei. Bolton führt 1:0 gegen Derby durch Giannakopoulos (91.), noch wenige Augenblicke zu spielen.

[22h55] Was war das für eine Geste von Benitez? So ein bisschen wie “Hey, ich mach dich fertig.” Meine Herren war der angefressen.

[22h51] Benitez auf seiner Trainerbank mit einem Wutausbruch, pfeffert irgendeinen Gegenstand zu Boden. Anfield buht die Mannschaft aus. Oha, das ist Krisenstimmung. Meisterschaft in weiter Ferne.

Endstand Blackburn-Sunderland 1:0. Rovers mit leichtem Anschluss an die int. Plätze.

[22h50] Zwei Minuten noch. Eben kam ein großes Pfeifkonzert vom Publikum. Liverpool kriegt nichts mehr auf die Reihe.

[22h47] Oha, Kuyt für Pennant. Jetzt 4-3-3. Kam ein Anruf aus den USA?

[22h45] Doppelchance für Liverpool, doch zweimal scheitert Gerrard am glänzenden Kirkland. Wechsel Liverpool: Crouch für Mascherano, jetzt endlich 4-4-2. Auch Wigan wechselte. Sibierski für Heskey.

Endstand Newcastle-Man City 0:2. Krise für Sam Allardayce

[22h41] Tor!! Liverpool-Wigan Athletic 1:1 durch Titus Bramble (79.). Die Reds kriegen den Ball nicht aus dem eigenen 16er, schießen Bramble ab, der aus 16 Metern den Ball ins Tor knallt. Null Chance für Reina. Zweite Chance, erstes Tor. Gibt es ja gar nicht. Man City jetzt Vierter vor Liverpool (danke dogfood für den Hinweis)

Für die Statistik. Vor dem Tor der Wechsel bei Wigan. Koumas für Taylor.

[22h39] Sinnbild des Spiels. Gerrard holt sich mit einer fairen Grätsche in der eigenen Hälfte den Ball, Anfield erwacht und gibt Szenenapplaus.

[22h35] Kewell mit seiner besten Aktion zum Schluss. 25 Meter-Distanzschuss knapp übers Tor. Für Kewell kommt Benayoun. Es bleibt beim 4-5-1.

[22h28] Gerrard scheitert an Kirkland nach schöner Kombi über drei, vier Stationen. Ansonsten unverändert: 70% Ballbesitz für die Reds, aber kaum nennenswerte Torgefahr. Und Wigan ist nach vorne nicht mehr existent. Ein 2:0 – und der Ofen ist aus. Sunderland mittlerweile nur noch zu zehnt nach Platzverweis für Dwight Yorke.

[22h25] Newcastle-Man City 0:2 durch Fernandes Gelson (76.), erst wenige Sekunden im Spiel. City festigt Platz Fünf.

[22h22] Hammer-Freistoß von Gerrard aus 25 Metern, Kirkland kann den Ball nicht festhalten, doch Bramble klärt kurz vor der Linie. Insgesamt hat sich das Spiel klar in die Hälfte von Wigan entwickelt, Liverpool mit gefühlten 70% Ballbesitz, einige kleine Chancen, aber eine richtig gute Tormöglichkeit ist nicht mit dabei. Wäre es mal nicht Zeit für einen zweiten Stürmer?

[22h16] So macht man es richtig. Blackburn geht 1:0 gegen Sunderland in Führung durch einen verwandelten Elfmeter von Benni McCarthy (56.)

[22h10] Liverpool-Wigan 1:0 durch Torres (49.) Finnan (!!) schaltet sich in den Angriff ein, Doppelpass mit Gerrard auf rechts, Finnen dringt in der 16er ein, legt quer auf Torres, der nur noch einschieben braucht. Schön herausgespielt.

Und Sunderland vergibt in Bolton einen Strafstoß in persona Dean Whitehead

[22h09] Wenn ich es richtig sehe, Torres weiter einzige Spitze vorne, Kewell mehr über rechts mit Gerrard zusammen, Pennant eher nach links. Mascheranuo weiter zentral.

[22h06] Kurze Info: Liverpool weiter in Rot, ohne Wechsel. Also wohl weiter 4-5-1. Fasse es nicht.

[22h02] Die Buderus-Werbung ist sowas von schlecht. Und die Frage erst…

[21h57] In Newcastle ist man bereits in der zweiten Hälfte. Michael Owen gibt sein Comeback, neu im Spiel für Martins.

[21h50] Halbzeit Liverpool-Wigan 0:0. Keine Pfiffe, aber sehr ruhig an der Anfield Road. Wie gesagt, Taktik ändern und dann ist der Sieg möglich. Aber so wird man Wigan nicht knacken. Klar machen die wenig, aber für einen Punkt reicht es. Und das ist für Wigan genug, für die Reds viel zu wenig. Mal gespannt, ob Benitez wechseln wird.

HZ Blackburn-Sunderland und Bolton-Derby jeweils 0:0

[21h44] Pennant gefällt mir bei den Reds noch am besten, macht zumindest viel Druck über rechts und hatte einige schöne Flankenläufe, wenn Gerrard ihm nicht im Weg steht. Der Kapitän der Reds so in einer Rolle “Mädchen für alles” und steht dabei permanent einem Mitspieler auf dem Fuß oder im Weg. Das ist bei weitem keine hängende Spitze.

[21h39] Der Torwart von Wigan, Chris Kirkland, übrigens mit einer tadellosen Leistung, fängt die Flanken mit einer Ruhe ab, strahlt Sicherheit aus. Nicht schlecht. Ein englischer Torwart, 26 Jahre alt. Vielleicht ein Mann mit Perspektive. Player Profile der BBC.

Halbzeit Newcastle-Man City 0:1. City momentan wieder Fünfter in der Tabelle.

[21h35] Und wenn Liverpool dann mal den Abwehrriegel knackt, dann spielen sie die Angriffe mit einer Ungenaugikeit zu Ende, die Fragen nach der Länge des Sylvesterfeierlichkeiten aufwerfen. Meine Herren, und Torres tut mir richtig Leid. Der kriegt kaum gescheite Zuspiele.

[21h27] Weiter unverändertes Bild an der Anfield Road. Liverpool fällt gegen defensive Latics wenig ein. Es fehlt ein zweiter Stürmer, im Mittelfeld ist kaum Platz.

Newcastle-Manchester City 0:1 durch Elano (38.). Spielverlauf auf den Kopf gestellt. City nutzt die erste Torchance.

[21h20] Und hinten bekommt Liverpool den Ball nicht weg, mehrere Kopfballduelle gehen verloren, Michael Brown kriegt den Ball 20 Meter zentral vor dem Tor und nimmt das Leder volley. Zentimeter vorbei am Tor von Reina.

[21h15] Ich lach mich gleich kaputt. Acht Liverpooler spielen da irgendwo im Mittelfeld sich den Ball zu und kreieren null Raumgewinn. Und Wigan macht das genau richtig. Tief stehen und auf Konter warten. Auch auf den anderen Plätzen noch wenig los, Newcastle hat das Tempo wieder zurückgedreht.

[21h11] Von wegen Gerrard als hängende Spitze. Der turnt irgendwo auf der linken Seite rum. Und Torres hängt völlig in der Luft, weil Wigan tief drinsteht und es bis jetzt versteht, die Pässe aus dem Mittelfeld sicher und genau abzufangen.

[21h01] Marco Hagemann scheint ziemlich getroffen zu sein von den Ereignissen heute. Kann man verstehen. Los geht es an der Road und auch auf allen anderen Plätzen.

[20h59] Ulf Moldenhauer, Redakteur in der PREMIERE Sport-Redaktion, ist heute lt. Angaben von Marco Hagemann plötzlich verstorben. Die gesamte PREMIERE Sport-Redaktion trägt Trauer. Moldenhauer war Sportjournalist, vor allem in Bayern tätig. Er wurde 37 Jahre alt. Auch von dieser Stelle mein Beileid für die Angehörigen.

[20h55] Newcastle in den ersten Minuten mit Power-Play, City nur in der Defensive. Newcastle drückt, deutlich mehr Ballbesitz, deutlich mehr Spielanteile.

[20h50] Die Aufstellungen an der Anfield Road

Liverpool: Reina – Finnan, Arbeloa, Carragher, Aurelio – Pennant, Xabi Alonso, Mascherano, Kewell – Gerrard – Torres

Wigan: Kirkland – Melchiot, Scharner, Bramble, Kilbane – Valencia, Landzaat, Brown, Taylor – Heskey, Bent

[20h44] Liverpool-Wigan Man muss es sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Liverpool, ein selbst ernannter Titelkandidat, spielt gegen den 18. der Tabelle mit einem Stürmer und fünf Mittelfeldspieler an der Anfield Road. Braucht es noch eines Beweises, warum die Reds nicht englischer Meister werden. Wer als Trainer so aufstellt, hat es dann auch nicht verdient. Also Torres im Sturm, Gerrard als Passgeber, Pennant über rechts, Kewell über links. Bei Wigan Athletic gibt es die lang ersehnte Rückkehr von Emile Heskey. Liverpool braucht einen Sieg um überhaupt noch den Begriff Meisterschaft in den Mund nehmen zu dürfen, Wigan braucht jeden Punkt gegen den Abstieg. Die Bilanz für Steve Bruce seit Amtsantritt: Zwei Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen. Liest sich nicht so schlecht.

[20h35] Liverpool gegen Wigan beginnt erst um 21h00. Bereits um 20h45 wird die Partie in Newcastle angepfiffen. Außerdem heute Abend noch Blackburn-Sunderland. Die Rovers könnten mit einem Sieg an die UEFA-Cup Plätze rücken, Sunderland braucht jeden Punkt im Abstiegskampf. Zudem Bolton-Derby. Bekommt Paul Jewell seinen ersten Sieg mit den Rams? Aktuelles aus der Liga. Anelka kurz vor Wechsel zu Chelsea und die Spurs kämpfen um Berbatov.

[20h29] Newcastle United – Manchester City Nur ein Punkt für Sam Allardayce aus den letzten drei Spielen. Der Trainer steht unter Druck. Zumindest zuhause konnte man zuletzt gut punkten, letzte Niederlage liegt schon etwas zurück, im November gegen Liverpool. Michael Owen wird nicht von Beginn an spielen für die Magpies, Viduka und Alan Smith im Sturm. Man City will mit einem Sieg wieder auf Platz fünf steigen. Man spielt unverändert gegenüber dem 0:0 gegen Liverpool.

[20h23] Guten Abend. Langsam geht der Spielemarathon in der Premier League zu Ende. Ein Abend mit vier Spielen steht noch auf dem Programm. Im Live-Spiel empfängt Liverpool Wigan Athletic. Die Reds heute mit 5er-Mittelfeld und Torres als einzige Spitze. Könnte langweilig werden. Sam Allardayce kämpft mit Newcastle im heimischen St. James Park gegen Manchester City für seinen Trainerjob.

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Wigan Athletic und die Suche nach einem neuen Trainer – Sir Alex und der Wunsch nach einem besseren Referee

Montag, 5. November 2007 20:38

Schönen guten Abend,

die Nachricht des Tages kommt heute aus dem beschaulichen Wigan nahe Manchester. Wigan Athletic hat sich mit sofortiger Wirkung von Manager Chris Hutchings getrennt. Der Hauptgrund soll mal wieder das schlechte sportliche Abschneiden sein. Das Team ist nach 12 Spieltagen  erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz gerutscht nach dem 0:2 gegen Chelsea. Ich habe nur Ausschnitte aus dem Spiel gesehen, aber das, was ich betrachtet habe, war jetzt nicht so schlecht, dass man gleich einen Trainer entlassen muss. Da galt dann doch wohl eher die Langzeitperspektive, die klar negativ verlaufen ist. So brachte das dann auch der Klubchef Dave Whealan zum Ausdruck:

It is crucial for our development that we maintain our Premier League status. Following results and performances in recent matches we feel it is critical to act now. It is in the best interests of the club and its long-term future.”

Zuletzt gewann man am 18. August gegen Sunderland, seitdem gab es keinen dreifachen Punktgewinn mehr. Aber wirkliche Kontinutät herrscht in Wigan nicht. Erst im Mai hatte man Paul Jewel entlassen und mit Hutchings große Hoffnungen verbunden, die wohl jetzt einen Neuanfang brauchen. Nur wer erklärt sich dazu bereit diesen nicht ganz einfachen Job zu übernehmen? Namen kursieren viele, doch der Klub hält sich noch bedeckt. Es ist bereits die vierte Trainerentlassung dieser Saison in der Premier League.  Für Wigan wird es ganz schwierig einen adäquate Ersatz zu finden, zumal Hutchings unter den Trainerkollegen einen guten Ruf hat. Im Guardian ist man genau so rätselhaft und stochert im Dunkeln. Die nächsten Gegner für Wigan. Am Sonntag an der White Hart Lane und Samstag in zwei Wochen bei Arsenal. Ein Neuanfang kann nicht schwerer sein.

***

Die FA hat auf die Äußerungen von Sir Alex reagiert und will sich die Vorwürfe gegen den für meinen Geschmack sehr guten Howard Webb noch einmal genauer anschauen. Der ManU-Trainer hatte am Samstag nach dem 2:2 im Emirates-Stadium sehr provokant beklagt, dass Webb klar zugunsten des Heimteams gepfiffen hat. Und als ob das noch nicht genug war, hat er gleich einen Rundumschlag getätigt, hat Sicherheitsdefizite beklagt und Unmut geäußert, dass die ManU-Bank von Fans der Gunners übelst beschimpft wurde. Wird der Sir etwa zu alt für Fußball? Unter den Schiedsrichtern bekommt Webb durchweg Lob für seine Performance. Und ich kann den Eindruck nicht ganz verhehlen, dass der Sir etwas sauer über den späten Ausgleich war.

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Wie man Fans für schlechte sportliche Leistungen entschädigt, zeigt der FC Reading.

Zu guter Letzt noch ein Wort zum Monday Night Game, das ich gleich anschauen werde. Ich kenne zwar keine Begründung, aber irgendwie fühle ich, dass der FC Suderland heute mit einem Auswärtssieg nach Hause fährt. Seit fünf Spielen ist man zwar sieglos, aber ManCity’s 0:6 sollte man vielleicht ausnutzen können. Bei City fehlt Micah Richards verletzt, dafür kehrt Petrov zurück ins Team. Sunderland ohne die verletzten/gesperrten Paul McShane und Greg Halford.

So, PC aus, Glotze an, Monday Night Game, Flasche Wein auf, Football Weekly herunterladen für später und dann auf ein gutes Spiel hoffen. Erholung nach dem 1. Arbeitstag der Woche.

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